TidBITS#379/12-May-97 - Deutsch

Überlegen Sie den Kauf eines Newton? Dann versäumen Sie nicht, diese Woche den detaillierten Artikel über das neue MessagePad 2000 zu lesen, geschrieben von einem erfahrenen Newton-User, der sich kürzlich das neueste Modell gekauft hat. Wir nehmen auch jeden einzelnen Teilnehmer in unserem Bewerb "TidBITS Search Engine Shootout" unter die Lupe. Es gibt Neuigkeiten zum kommenden PowerBook 2400c und Aladdin Systems hat Rev gekauft.

Autorisierte Übertragung der TidBITS#379/12-May-97.

Die Originalausgabe finden Sie unter: <http://www.dartmouth.edu/pages/TidBITS/issues/TidBITS-379.html>

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Themen:

<ftp://ftp.tidbits.com/pub/tidbits/issues/1997/TidBITS#379/12-May-97>

Die Originalausgabe ist via FTP auf den meisten Info-Mac-Mirrors verfügbar, so etwa:

<ftp://ftp.univie.ac.at/mac/info-mac/per/tb/tidbits-379.etx>
<ftp://sunsite.cnlab-switch.ch/mirror/info-mac/per/tb/tidbits-379.etx>
<ftp://ftp.rrzn.uni-hannover.de/pub/mirror/info-mac/per/tb/tidbits-379.etx>


MailBITS/12-May-97

Ein PowerBook für schlanke Finger -- Apple und IBM haben letzte Woche das PowerBook 2400c offiziell vorgestellt, das die Sub-Notebook-Kategorie belegen wird, in der es seit der Einstellung der Duo-Serie kein Apple-Produkt mehr gab. Die Maschine verfügt über einen 603e-PowerPC-Prozessor mit 180 MHz und 256 K Level-2-Cache sowie ein Aktivmatrix-Display mit 10,4 Zoll Diagonale. Mit einem Gewicht von etwa 2,2 kg und einer Größe unter DIN A4 dürfte der 2400c Vielreisenden Erleichterung bringen, die sonst an ihrer Ausrüstung schwer zu schleppen haben. Mit dem kleineren Format hat Apple einen Kompromiß bei der Größe der Tastatur gemacht (diese ist ursprünglich für den japanischen Markt konzipiert, wo das Tippen nach der Methode "Kreisen und Zustoßen" in Kanji weiter verbreitet ist als das Zehnfingersystem im Englischen); auch fehlt ein internes Diskettenlaufwerk. Zu Preisen ab 3.500 US$ sollen die ersten Geräte Ende Mai in Japan ausgeliefert werden, in den U.S.A. werden sie Ende Juli zu haben sein. [JLC]

<http://product.info.apple.com/pr/press.releases/1997/q3/970508.pr.rel.pb2400c.html>

Aladdin übernimmt Rev -- Aladdin Systems hat die Publikationsrechte an Rev von 6prime erworben, einer Software zu Revisionskontrolle, die wir in TidBITS-362 beschrieben haben. Rev speichert Zwischenversionen häufig veränderter Dokumente ab; damit wird es möglich, zu einer der früheren Versionen zurückzukehren, wenn anderweitig nicht zu behebende Probleme auftauchen. Obwohl Nisus Writer beliebig oft Befehle rückgängig machen und sich so an Speichervorgaängen vorbei rückwärts arbeiten kann, verwende ich Rev bei Dokumenten, an denen ich oft arbeite. Bei mehreren Anlässen hat Rev mir erspart, Dateien neu erstellen zu müssen. Ich freue mich, daß Aladdin Rev übernimmt, was verbesserten Support für das Produkt bedeutet. [ACE]

<http://www.aladdinsys.com/rev/>

Showdown am Suchmaschinen-Corral

von der TidBITS-Redaktion <editors@tidbits.com>

Der Einreichungsschluß für unseren Bewerb "TidBITS Search Engine Shootout", den wir in TidBITS-368 ist vorbei und es ist Zeit, Ihnen die Resultate mitzuteilen. Zunächst danken wir jedem einzelnen Teilnehmer. Diese Leute haben großartige Anstrengungen unternommen, Suchmaschinen zu erstellen, die der Macintosh-Gemeinschaft dienen werden; schon dafür gebührt ihnen Dank. Insgesamt waren alle Beiträge von hoher Qualität und es war eine Freude zu lesen, wie die einzelnen Beiträge entstanden sind.

Diese Woche werden wir kurz jede einzelne Bewerbung beschreiben und einen Kommentar über jede Suchmaschine abgeben. Nächste Woche dann, nachdem wir eingehender mit den führenden Teilnehmern gesprochen haben, geben wir den Sieger (oder die Sieger, falls notwendig) bekannt. Sie können sich die Sites auch ansehen (sie sind unten, in keiner bestimmten Reihenfolge, aufgelistet) - falls Sie keine Verbindung herstellen können, liegt das daran, daß einige der Suchmaschinen auf Geräten laufen, die nicht ständig erreichbar sind. Die Bedingungen für den Bewerb finden Sie in TidBITS-368.

Scott Ribe, WebServer 4D -- Weitaus der am schicksten aufgemachte Beitrag stammt von Scott Ribe, der eine Erweiterung zum Indizieren von Text geschrieben hat. Diese arbeitet mit WebServer 4D (295 US$, von MDG) zusammen und bildet eine sehr schnelle Volltext-Suchmaschine für die TidBITS. Scott hat den Code geschrieben (was einige Wochen gedauert hat), der noch sehr auf die TidBITS-Verhältnisse zugeschnitten ist, aber er plant das Produkt für kommerziellen Vertrieb zu verallgemeinern. Die Einrichtung sieht einfach aus, die Erweiterung zum Indizieren von Text sucht in einem bestimmten Drop-Folder nach TidBITS-Ausgaben.

<http://www.mdg.com/>

Der Beitrag hat uns sehr gefallen, in erster Linie wegen seiner Geschwindigkeit. Die Ergebnis-Seite ist ziemlich spartanisch - die Nummer der Ausgabe und der Titel des Artikels -, aber ich stelle mir vor, daß es nicht schwierig ist, auch den Autor und/oder vielleicht die erste Zeile des Artikels anzuführen. Die Resultate sind in umgekehrter chronologischer Reihenfolge aufgelistet; Scott plant eine Reihung nach Relevanz in einer der nächsten Versionen mit aufzunehmen. Die Suche findet Artikel, die alle Suchbegriffe enthalten; es kann nach dem Datum einer Ausgabe gesucht werden, aber weder eine Boole'sche Suche noch eine nach längeren Textstrings ist möglich. Eigenartig, daß das Produkt auch mit Suchbegriffen mit Bindestrich, wie "Ashton-Tate", nichts anfangen kann. [ACE]

<http://38.254.39.13/tidbits_archive/>

Ethan Benatan, Frontier & Phantom -- Ethan Benatan hat eine kreativen, sehr funktionelle Lösung geliefert: Unter Verwendung von Userland Frontier schrieb Ethan ein zeitgesteuertes Skript, neue TidBITS-Ausgaben herunterlädt und diese dann in einzelne Artikel zerlegt und als einzelne Dateien in einem lokalen Verzeichnis speichert. Jede Nacht fügt Phantom (von Maxum) alle neuen Dateien in einen kumulativen Index ein und steht gleichzeitig als CGI zum Erledigen der Suchaufträge von außen zur Verfügung. Über Frontier wird auch Eudora Light angesprochen, um Statusberichte zu versenden. Phantom kostet etwa 300 US$, die anderen Komponenten sind preisgünstig oder kostenlos.

<http://www.maxum.com/Phantom/>
<http://www.scripting.com/Frontier/>

Das Ergebnis von Ethans Arbeit ist eine hübsche TidBITS-Suchmaschine, die - von Phantom her - Suchen nach Wortteilen, Boole'schen Kriterien und phonetischen Begriffen zuläßt. Dazu kommen komfortable Extrafunktionen, wie etwa nur nach Ausgaben von 1996 oder 1997, nur nach Headers oder nur nach URLs, detaillierte oder kompakte Ergebnisse zu erhalten oder die Resultate nach Relevanz (ausgedrückt in Prozenten) gereiht ausgeben zu lassen. Zu unserer Freude hat sich Ethan die zusätzliche Arbeit angetan, auch die MailBITS in separate Artikel zu zerlegen - sie können also ebenfalls einzeln gesucht werden. Obwohl die Suchresultate in der detaillierten Form durch Navigations-Links in der dreizeiligen Voransicht etwas beeinträchtigt werden, ist Ethans Arbeit alles in allem herausragend. [GD]

<http://anacardium.bio.pitt.edu:8080/>

Andrew Warner, FoxPro -- Von der Mac-Version des Datenbankprogramms FoxPro ist nicht mehr viel zu hören, seit sie 1992 von Microsoft übernommen worden ist (siehe TidBITS-113). Aber es ist immer noch dort draußen vorhanden und Andrew Warner zeigt, daß es immer noch viel kann. Seine Suchmaschine ist vollständig in FoxPro geschrieben und kann in hohem Maße modifiziert werden. Sie liest die TidBITS-Ausgaben aus einem Drop-Ordner ein und verfügt über dynamische Kopf- und Fußzeilen. Das System enthält einen Parsing-Teil, der im HTML-Code der Ausgaben die einzelnen Artikel erkennt. Dann sorgt Phdbase, eine FoxPro/Mac-Bibliothek zur Textsuche, für das Indizieren.

<http://www.microsoft.com/vfoxpro/vf_xplat.htm>

Da Andrew sein System auf seiner privaten Maschine laufen lassen muß, konnten wir es bisher nicht ausgiebig testen. Boole'sche Ausdrücke und längere Textstrings (in Anführungszeichen) sind mögliche Suchbegriffe, die Suche kann auf spezifische Kategorien wie Titel von Artikeln oder - theoretisch - ein Datum eingeschränkt werden. Andrew hat für diese Lösung nicht viel Zeit aufgewendet, aber er sagt, er könnte leicht Features einbauen oder ändern, wenn mehr Zeit zur Verfügung stünde. Die Ergebnisliste führt den Titel des Artikels und das Datum der Ausgabe auf; die Artikel werden sehr gut dargestellt. Selten gab es kleinere Fehler, nur gelegentlich tauchten falsche Suchergebnisse auf. [ACE]

<http://agency.arnoldcom.com/aw.search2.html>

Ole und David, FileMaker & Frontier -- Ole Saalmann und David Weingart haben Userland Frontier nicht nur als CGI-Maschine zum Ausgeben der Suchergebnisse verwendet, sondern auch als Parser und zum zeitgesteuerten Integrieren neuer TidBITS-Ausgaben. Frontier-Skripts nehmen neue TidBITS-Nummern, zerlegen sie in einzelne Artikel und speichern diese in einer einfachen FileMaker-Datenbank ab. Wenn von den Lesern Suchanfragen kommen, teilt Frontier der Datenbank mit, wonach gesucht werden soll und gibt die Ergebnisse in HTML zurück.

<http://www.scripting.com/Frontier/>
<http://www.claris.com/products/claris/filemakerpro/filemakerpro.html>

Das Projekt von Ole und David besitzt eine sympathische Oberfläche ähnlich der von AltaVista; die Resultate werden in kompakter oder detaillierter Form geliefert (im Advanced-Suchmodus wahlweise auch nach einigen Boole'schen und Textstring-Ausdrücken, dazu Suchen in den Titeln der Artikel, in Bereichen von Ausgaben und Erscheinungsdaten). Die Konfiguration hat zwar in der HTML-Darstellung einige Schwächen und bietet keine Reihung der Artikel nach Relevanz, aber die Suche ist schnell, bringt exzellente Ergebnis-Pages, und wird am Server auf besonders elegante Weise aufgesetzt. [GD]

<http://www.gilbert.org/searchBITs.fcgi>

Duane Bemister, WebSonar -- Duane Bemister hat seinen Beitrag mit WebSonar Professional von Virginia Systems erstellt. Die Produkte der WebSonar-Serie gestatten das Durchsuchen vieler Dokumente über das Web, wobei diese Dateien in vielen Formaten vorliegen können - sie müssen also nicht in HTML konvertiert werden.

WebSonar bietet viele raffinierte Optionen an, aber andererseits macht das die Applikation ziemlich komplex und unübersichtlich; gelegentliche Benutzer werden von der verwirrenden Oberfläche mit ihren vielen Menüs und Toolbars leicht entmutigt. Zudem verwendet WebSonar eine Seiten-Metapher, die dazu führt, daß Suchergebnisse anscheinend keine separaten Artikel liefern. WebSonar ist sehr flexibel, aber wir nicht davon überzeugt, daß gelegentliche Benutzer der Suchmaschine die Mühe auf sich nehmen werden, die komplizierte Bedienung zu erlernen. [TJE]

<http://www.websonar.com/websonarcom/tidbits_challenge.html>

David und Curt, Apple e.g. -- Zwei eingereichte Beiträge benutzen Apple e.g., ein CGI von Apple, das derzeit in einer kostenlosen Betaversion vorliegt und für Mac-Web-Sites Suchfunktionen bereitstellt. Aus technischer Sicht baut Apple e.g. auf einer Apple-Technologie auf, die früher unter der Bezeichnung "V-Twin text indexing engine" bekannt war, nun aber unter dem nichtssagenden Namen "Apple Information Access Toolkit" läuft. Vom Serverbetrieb her sind beide Beiträge sehr gut auf die TidBITS abgestimmt und auch sehr benutzerfreundlich. Es ist leicht, bestimmte Artikel zu finden, die Ergebnisse sind nach Relevanz jedes einzelnen Artikels gereiht. Es gibt sogar eine Funktion, mit der in einer Resultatliste besonders relevante Dokumente markiert werden können; dann können dazu weitere ähnliche Artikel gesucht werden. Von diesem Feature und seiner Arbeitsweise sind wir besonders beeindruckt.

<http://cybertech.apple.com/apple_eg.html>

Der erste der beiden BeitrŠge stammt von David Clatfelter. Seine Lösung liefert die Ergebnisse in Tabellen- oder Textform zurück. Im Tabellenformat wird die Relevanz eines Artikels als Balken grafisch dargestellt, Informationen zu jedem gefundenen Artikel kommen hinzu. Leider beginnen diese Informationen mit überflüssigem Text vom Anfang der Ausgabe, in der die gefundenen Artikel vorkommen. Das Textformat setzt Sternchen ein, um die Relevanz gefundener Artikel zu bewerten und liefert auch den Titel der Ausgabe, wo die gefundenen Artikel stehen.

<http://idoseek.ucr.edu/cgi-bin/appleeg/eg.acgi>

Curt Stevens hat den zweiten Beitrag auf Basis Apple e.g. vorgelegt. Die Benutzer können zwischen einer kompakten und einer ausführlichen Darstellung der Suchresultate wählen. Im vollen Format erhalten sie eine Liste der gefundenen Artikel, jeder mit einem Balken, der seine Relevanz ausdrückt. Danach kommen bei jedem Eintrag der Titel und die ersten Textzeilen des jeweiligen Artikels; es ist damit einfach zu beurteilen, ob der Artikel von Interesse ist. Das kompakte Ergebnisformat ist dem Textformat bei David sehr ähnlich - es listet allerdings die Artikel-Überschriften auf anstelle des Titels der Ausgabe, in der der Artikel erschienen ist. Die Leistungsfähigkeit und die Vielzahl der Möglichkeiten von Apple e.g. ist so eindrucksvoll, daß wir uns näher mit der Technologie befassen werden. [TJE]

<http://17.255.9.121:8080/TidBITS.acgi>

Jacque Landman Gay, LiveCard -- Als ich in TidBITS-338 über LiveCard, ein CGI von Royal Software (150 US$) schrieb, habe ich besonders die Möglichkeit hervorgehoben, HyperCard-Stacks ohne oder mit nur geringen Modifikationen im Web zu veröffentlichen. Was ich kaum erwartet hätte: daß ein bekanntes Mitglied der HyperCard-Gemeinschaft es als Basis für eine TidBITS-Suchmaschine einsetzen könnte.

<http://www.quibble.com/HyperActive/LiveCard.acgi>

LiveCard agiert als Vermittler zwischen einem Macintosh-Web-Server und Jacques speziellem HyperCard-Stack, der Ausgaben indiziert, Suchen ausführt und Resultate darstellt. LiveCard läßt die Benutzer bis zu drei Sätze von Suchbegriffen in einem einfachen Suchformular eintragen, längere Textstrings können in Anführungszeichen verwendet werden, auch Boole'sche Ausdrücke sind möglich. Die Suchergebnisse werden in Form einer Liste der Artikel-Titel dargestellt und ein Klick auf einer der Titel führt zu der gewünschten Stelle in der betreffenden TidBITS-Ausgabe. Obwohl HyperCard manchmal als CGI-Maschine gegenüber Frontier oder kompilierten Lösungen nicht ernst genommen wird, schafft es diese Anwendung, 10 MB TidBITS-Ausgaben abzusuchen und die Resultate in erstaunlicher Geschwindigkeit darzustellen (und das auf meinem nicht allzu schnellen Server, wo die Lösung zeitweise installiert war). Diese Suchmaschine gestattet es den Benutzern nicht, die Suche auf bestimmte Bereiche von Erscheinungsdaten oder Ausgaben einzuschränken und bietet nur eine sehr spartanische Form der Ergebnisdarstellung, aber sie stellt eine bemerkenswerte Lösung der Aufgabenstellung dar. Schließlich hatte Jacque nur wenig Zeit für die Umsetzung zur Verfügung und es ist ihm geglückt zu beweisen, welche Funktionen im Web mit Allerweltssoftware aus dem Regal realisiert werden können (besonders, seit LiveCard bei Apples HyperCard 2.3.5 Value Bundle zum Lieferumfang gehört). [GD]

<http://www.interedu.com/royalsoftware/descriptions/LiveCard.html>
<http://hypercard.apple.com/>

Glen Stewart, WarpSearch -- Das WarpSearch-CGI von Glen Stewart unterscheidet sich in der Arbeitsweise von den meisten anderen Beiträgen. Die anderen Lösungen indizieren üblicherweise das gesamte TidBITS-Archiv, was für schnelle Suchvorgänge sorgt; es werden allerdings wöchentliche Erweiterungen im Index nötig und dieser kann viel Platz auf der Festplatte belegen. Im Gegensatz dazu sucht WarpSearch jedesmal das gesamte Archiv ab - was vielleicht langsam klingt, aber WarpSearch schafft das immerhin bei 10 MB TidBITS-Nummern mit etwa 700 K pro Sekunde.

WarpSearch läßt nur die Suche nach Textstrings zu, keine Boole'schen Ausdrücke oder mehrere Suchen nach nicht miteinander verbundenen Wörtern. Die Ergebnisliste führt den Namen und die Größe der Ausgabe, das Datum der letzten Modifikation der Datei und die Zahl an, wie oft der Suchbegriff in der jeweiligen Ausgabe vorkommt. Leider zerlegt WarpSearch die TidBITS-Ausgaben nicht in einzelne Artikel, manchmal werden nicht relevante Ausgaben mit in das Ergebnis aufgenommen und wegen der Verwendung von setext- anstelle von HTML-Dateien wird gefundener Text nicht in so attraktiver Form dargestellt, wie es sonst möglich wäre. [ACE]

<http://stewart-3.pnet.msen.com/cgi/warpsearch/warpsearch.html>

Nisus Software, GIA -- GIA (Guided Information Access) von Nisus Software ist als Technologie keine spezialisierte Volltext-Suchmaschine, wir ließen sie aber trotzdem teilnehmen. GIA kann auf Basis von Schlüsselwörtern zur Laufzeit filtern - Sie wählen also Suchbegriffe aus einer vorgegebenen Liste aus und die Listen mit den passenden TidBITS-Artikeln und mit den verfügbaren Schlüsselwörtern werden beide kürzer. Die Auswahl weiterer Suchbegriffe reduziert die Zahl der in Frage kommenden Artikel und Begriffe immer weiter, bis Sie die Suche auf eine handliche Zahl von Artikeln eingeschränkt haben. Der schwierigste Teil bei der Erstellung des Schlüsselwort-Bestandes ist die Auswahl der Begriffe - das System schien mit einer breit gestreuten Palette von Suchbegriffen am besten zurechtzukommen. Die Fahndung nach einem spezifischen Artikel war manchmal frustrierend, wenn notwendige Schlüsselwörter nicht vorhanden waren.

Die Möglichkeiten, die GIA bietet, begeistern mich nach wie vor, aber in der Praxis gibt es einige Mängel. Nisus Software hat GIA vollständig in Java implementiert; obwohl wir verschiedene Java-VM-Varianten (darunter auch Internet Explorer auf einem PC) ausprobiert haben, war die Lösung doch ständig von Problemen geplagt. Einige davon sind zweifellos leicht zu beheben, andere dürften tiefer in Java oder seinen gegenwärtigen Implementationen begründet liegen. Bei GIA handelt es sich um eine faszinierende Technologie, aber sie erfüllt nicht die Bedingungen unseres Bewerbs, da der Server derzeit nicht auf einem Mac läuft und auch keine Volltextsuche möglich ist. [ACE]

<http://www.infoclick.com/gia/gia6/TidBits1.html>

Roger McNab, NZDL -- Roger McNab von der Universität Waikato hat den Text der TidBITS-Ausgaben mit der Suchmaschine der New Zealand Digital Library (NZDL) kombiniert. Die Bibliothek verschafft den Benutzern Zugang zu speziellen Dokumentensammlungen - wie dem Project Gutenberg, zu FAQ-Archiven und anderen, die nur in PostScript oder im TeX-Format vorliegen -; die Suchen umfassen solche mit Relevanzreihung und nach Boole'schen Termen sowie zahlreiche weitere Suchoptionen. Die Resultate werden in kompakter Form mit den Titel und Autoren der einzelnen Artikel dargestellt.

Das NZDL-Archiv ist funktionell, leicht zu benutzen und wartet mit einem attraktiven Such-Interface auf; freilich erfüllt es eine der wichtigsten Regeln unseres Bewerbs ebenfalls nicht: Es läuft nicht auf einem Macintosh. Zwar sind wesentliche Teile des Projekts in Perl geschrieben und der Autor sieht keine Probleme, eine Mac-Version zu erstellen - Faktum ist, daß eine Mac-Version derzeit nicht existiert. [GD]

<http://www.cs.waikato.ac.nz/~nzdl/tbc/>

Bleiben Sie dran -- Das sind also die Teilnehmer an unserem Bewerb - in unserer nächsten Ausgabe bringen wir dann mehr Details über die Spitzenreiter und verkünden den oder die Sieger.

Newton MessagePad 2000 übertrifft die Erwartungen

von David Gewirtz <david@component-net.com>

Es hat einige Zeit gedauert, aber jetzt bin ich stolzer Besitzer eines Newton MessagePad 2000 (im folgenden kurz MP2K). Die Beschaffung war eine Herausforderung für sich. Das erste Exemplar wurde mir auf dem Weg von NewtonSource zu meinem Büro gestohlen, dank der Bemühungen eines Mitarbeiters von NewtonSource hatte ich aber nach etwa einer Woche ein Ersatzgerät. Ich besitze das Ding jetzt erst kurze Zeit, ich kann aber jetzt schon sagen, daß ich von ihm sehr angetan bin.

<http://www.newton.apple.com/product_info/devices/MP2000/MP2000.html>
<http://www.newtonsource.com/>

MessagePad 2000: Die Hardware -- Im Vergleich zu meinem bisherigen Newton (einem MessagePad 120) ist das MP2K etwa einen Zentimeter breiter, etwas länger und ungefähr gleich dick (obwohl die meisten Berichte behaupten, es sei dünner). Der Gewichtstest ergibt, daß das neue Modell mit Batterien etwas schwerer wirkt als der ältere Cousin. [Das Datenblatt gibt folgende Werte an: Breite 11,9 cm, Höhe 21 cm, Dicke 2,8 cm, Gesamtgewicht samt Batterien 600 g. -Tonya]

Trotz des geringen Zuwachses an physischer Größe hat der Platz am Bildschirm dramatisch zugenommen - von 320 mal 240 auf 480 mal 320. Die zusätzlichen Pixel fügen sich gut in einen Schirm mit ähnlichen physischen Abmessungen wie bisher ein, weil das neue Display eine Auflösung von 100 dpi hat. Meine To-Do-Liste (die vorher über den unteren Bildschirmrand hinausreichte) ist jetzt vollständig sichtbar. Der Zuwachs an Bildschirmplatz entspricht ungefähr dem, den Sie beim Umsteigen von einem 640x480- auf einen 800x600-Monitor erhalten.

Das Display unterstützt nun auch 16 Graustufen, was einigen Elementen der Benutzeroberfläche (wie dem Rollbalken von Newton Works) zugutekommt. Die einzelnen Abstufungen sind aber nur unter den besten Beleuchtungsbedingungen gut zu unterscheiden.

Obwohl das MessagePad 130 eine Hintergrundbeleuchtung hatte, mache ich damit meine ersten Erfahrungen. Ich sitze im Restaurant Brennigan mit seinen köstlichen Speisen und kann endlich den Bildschirm meines MessagePad gut erkennen (er ist sogar hell genug, daß ich ihn in der Dunkelheit meines Autos benutzen kann).

Die Handschrifterkennung arbeitet schnell (besonders, wenn die Delay-Option abgeschaltet ist), das ist auf den StrongARM-Prozessor (mit 161 MHz) im MP2K zurückzuführen. Beim Schreiben langer Notizen im NotePad mußte ich am MessagePad 120 oft Verzögerungen hinnehmen; diese Problem tritt am MP2K nicht auf und ich schreibe locker diesen Artikel im neuen Textverarbeitungsprogramm Newton Works.

Das MP2K sieht anders aus als seine Vorgänger. Der Stift wird von oben eingesteckt und hat eine ausziehbare Halterung bekommen. Die Abdeckung des Bildschirms öffnet sich wie der Deckel eines Buches nach der Seite. Mit ein paar Handgriffen (auf das Gehäuse der Tastatur stecken und den Schirm in die Horizontale drehen) wird die Abdeckung zu einer Stütze, die den Newton in den richtigen Winkel für das Tippen auf der Zusatztastatur bringt.

Als der erste Newton mit Sound-Eingabe ist das MP2K mit einer neuen NotePad-Version ausgestattet, die pro Seite bis zu 60 Sekunden Sound aufzeichnen kann. Leider gibt es keinen einfachen Weg, die Aufzeichnung zu starten; das ist nur vom NotePad aus per Klick auf die Record-Taste möglich. Während ich fahre, kann ich also nicht mit einem einzigen Knopfdruck aufnehmen.

Die Docking-Schnittstelle -- Eine kleine Klappe an der Oberkante des MP2K gibt einen Stromstecker und eine Buchse frei, die neuerdings als "Docking Port" bezeichnet wird. Der frühere serielle Port mit Mini-DIN-Buchse hat sich in einen Dongle verwandelt, der in den Docking Port gesteckt wird (und sehr, sehr leicht verlorengeht). Sobald diese Zwischenstecker lieferbar sind, werde ich mir gleich einige kaufen für den Fall, daß ich das Original verliere.

Das MP2K verfügt über eine Auto-Docking-Funktion, die das Connection-Programm aktiviert, wenn der Dongle angesteckt wird. Das ist an sich noch nichts Aufregendes, aber ich hoffe, daß irgendeine einfallsreiche Firma eine komplette Docking-Station auf den Markt bringt, die dieses Feature nutzt.

Steckplätze für PC-Cards -- Ein wahrer Gewinn ist der zweite Steckplatz für PC Cards. Endlich ist es möglich, in den einen Slot ein Modem und in den anderen eine Speicherkarte zu stecken. Das ist praktisch, wenn Sie EnRoute i-net (einen E-Mail-Client) und NetHopper (einen Web-Browser) benützen wollen. EnRoute kann hereinkommende E-Mail in flexibler Weise behandeln, ich werde mir aber auch Eudora Pro für den Newton ansehen.

<http://www.netstrat.com/>
<http://allpen.allpen.com/nethopper3.html>
<http://www.eudora.com/newton/>

Die Batterien -- Das MP2K arbeitet mit vier normalen Alkali-Batterien (AA [in Europa Mignon, --WJF]), um den hungrigen Prozessor zu füttern. Die Werbung nennt drei bis sechs Wochen Betriebsdauer, ich habe aber die Erfahrung gemacht, daß nach einer Woche die Anzeige der Batterielebensdauer auf die Hälfte zurückgegangen war; ich nehme also an, daß ich etwa zweimal pro Monat die Batterien wechseln werde.

Eine Ladestation wird nicht unterstützt (obwohl die Docking-Verbindung hier einsetzbar wäre); Sie können also nicht, wenn Sie nach Hause kommen, das MP2K einfach in einen Lader legen und es am nächsten Morgen aufgeladen wieder mitnehmen. Apple bietet ein 9W-Newton-Netzteil an, das auch einen Satz Nickel-Hydrid-Batterien laden soll, aber weder die Batterie noch das Ladegerät (beides hatte ich mitbestellt) lagen dem Newton bei. In der Zwischenzeit habe ich eine Speicherkarte von 4 MB installiert und mache jeden Morgen eine Sicherungskopie.

Die Tastenleiste -- Statt der aufgedruckten Tastenleiste hat das MP2K eine Software-Leiste auf dem Display. Zuerst war ich von dem Graustufen-Design des Panels nicht begeistert, aber dann habe ich einige Feinheiten entdeckt:

Da der Button-Balken durch Software gesteuert wird, werden wir in Zukunft Objekte zum Austauschen und Erweitern erwarten können.

(Ach, die Mühen des Mobile Computing: Bennigan schließt und ich werde diesen Artikel irgendwo anders fortsetzen... und hier bin ich wieder, einige Tage später, und nehme mein Frühstück bei Friendly's ein.)

Newton Works -- Zuerst scheint Newton Works eine schlichte Textverarbeitung zu sein, ähnlich dem ursprünglichen MacWrite. Unter dem "New"-Pop-Up-Menü entdecken Sie dann aber die Möglichkeit, nicht nur Text, sondern auch Tabellen zu erstellen, und zwar in dem zusätzlichen QuickFigure Works. Nun ist am Bildschirm auch genug Platz für eine ausreichende Anzahl von Zellen vorhanden - endlich ein brauchbares Spreadsheet am Newton. Laut Dokumentation kann QuickFigure Dateien im Excel-Format lesen und exportieren.

Ich verstehe nicht ganz, warum QuickFigure ein Teil von Newton Works ist. Es ist nicht vorgesehen, Text und Tabellendaten miteinander zu kombinieren (jedenfalls habe ich keinen Weg gefunden); obwohl die Textverarbeitung die Newton-Tastatur braucht (was aber mit einigen Hilfspropgrammen umgangen werden kann), arbeitet die Tabellenkalkulation mit Handschrifterkennung. Auf der anderen Seite gibt es in der Textverarbeitung ein Modul QuickSketch, mit dem man eine Zeichnung in das Textdokument einfügen kann.

Weitere installierte Software -- Die herkömmlichen Newton-Applikationen haben sich nicht erkennbar geändert. Die Icons "In Box" und "Out Box" sind zu InOut zusammengezogen; das Connection-Icon heißt Dock und je nach dem Bundle, das Sie kaufen erhalten Sie auch EnRoute, NetHopper und QuickFigure Works dazu.

Nach einem bösen Absturz meines Newton am ersten Tag (ich hatte die Batterien dauernd herausgenommen, um sie herumzuzeigen) machte ich mir Gedanken, ich könnte die installierte Software bei einem Neustart verlieren. Zum Glück mußte ich das MP2K nicht bis auf die bloße Hardware reduzieren, um das System wiederherzustellen. Wenn es notwendig gewesen wäre, das System zu löschen und neu zu starten, hätte ich immer noch die Tabellenkalkulation, die E-Mail-Software und den Web-Bowser von einem Desktop-Computer herunterladen können - Apple legt Disketten für PC und Mac mit Kopien der Zusatzsoftware bei.

Newton Connection Utilities -- Weil ich von meinem MessagePad 2000 so begeistert bin, gebe ich am Ende des Artikels ungern einen Wermutstropfen hinzu, aber von den lang erwarteten Newton Connection Utilities (NCU) bin ich schwer enttäuscht. Sie werden in einer Beta-Version mit dem MP2K ausgeliefert, mit einem "besonderen zeitlich befristeten Angebot", das den Käufern die "unglaubliche Chance" gibt, ein Upgrade auf Version 1.0 zu erwerben - irgendwann einmal zwischen jetzt und November.

<http://www.newton.apple.com/product_info/SW/ncu.html>

Eine Beta-Version beizulegen ist in meinen Augen unentschuldbar. Die Käufer des MP2K geben an die tausend Dollar für etwas aus, was für viele einen Luxusgegenstand darstellt; da sollten sie sich über die Software zum Übertragen persönlicher Daten zwischen einem Desktop-Computer und dem Newton keine Gedanken machen müssen, weil sie noch unfertig und nicht problemfrei ist.

Die NCU sind mit 4 MB für ein Programm zum Datentransfer riesig. Die Utilities unterstützen Backup, Synchronisation, Herunterladen von Daten und ferngesteuerte Tastaturfunktionen. Ich habe ein Backup versucht und bin zweimal gescheitert. Erst beim dritten Mal haben die NCU einen Backup-Lauf von Newton zugelassen.

Die Synchronisations-Funktionen der NCU lassen sich nur in Claris Organizer 2.0 und Now Contact/Up-to-Date 3.5 nutzen. Ich habe Version 3.6 von Now und bin mir daher nicht sicher, ob ich eine Synchronisation machen kann.

Ich habe einmal erwogen, einen PalmPilot von U.S. Robotics zu kaufen, weil mir die Synchronisierung auf einen Knopfdruck (und das niedliche kleine Dock) sehr gut gefallen. Andererseits wollte ich nicht Graffiti lernen, es gibt auf dem Gerät keinen Gliederungsmodus und die Software für den Desktop-Computer ist nur auf einen Benutzer ausgelegt. [Die TidBITS werden den Pilot in eine der nächsten Nummern besprechen. -Jeff]

Im Vergleich dazu hat der Newton alles - außer einer hochwertigen Synchronisierung. Die NCU hätten diese Funktion bieten können; es gibt zwar eine Auto-Dock-Möglichkeit am MP2K, aber diese wird von den NCU nicht unterstützt (die Software muß auch manuell gestartet werden). Dazu kommt, daß die NCU weder automatisierbar noch skriptfähig sind.

Schlußfolgerungen -- Das Newton MessagePad 2000 ist ein hervorragendes Stück Hardware. Design und Ausführung des Geräts entsprechen genau dem, was wir von Apple erwarten können. Umso größer ist dann die Enttäuschung über das, was es an Zubehör nicht gibt: aufladbare Batterien, Docks, Ersatzdongles und eine bessere Version der Newton Connection Utilities.

Die langfristig etwas unbeständige Politik Apples gegenüber der Newton-Plattform macht mir Gedanken. Andererseits bin ich mit dem Gerät sehr zufrieden und ich werde es weiterhin ständig verwenden.

<http://www.newton.apple.com/>

DealBITS -- Über die folgenden URLs können TidBITS-Leser bei Cyberian Outpost das Newton MessagePad 2000 zu speziellen Konditionen erwerben. Die Standardausführung kostet 939,95 US$, das erweiterte Paket mit Tastatur, Tasche und Tabellenprogramm 1.079,95 US$.

<http://www.tidbits.com/products/message-pad-2000.html>
<http://www.tidbits.com/products/message-pad-2000-deluxe.html>



Ständige Autoren der TidBITS in dieser Ausgabe:
Adam C. Engst [ACE], Tonya Engst [TJE], Jeff Carlson [JLC], Geoff Duncan [GD].

Übertragung dieser Ausgabe:
Walter J. Ferstl [WJF].

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