TidBITS#406/24-Nov-97 - Deutsch

Das Thema dieser TidBITS-Ausgabe sind CD-ROMs: Die Künstlerin Bonnie Lebesch erzählt, wie sie ihre eigene CD-ROM, Stella and the Star-Tones, publiziert hat. Wir stellen unseren neuesten Sponsor, das CD-ROM-Verlagshaus Soft Material mit seinem Spitzenprodukt Pickle's Book vor. Geoff enthüllt Tastaturkürzel, die alle Mac-Benutzer kennen sollten, wir vermelden eine neue Version des LaserWriter-Treibers und Tonya bittet um Geschenkideen mit Mac-Bezug.

Autorisierte Übertragung der TidBITS#406/24-Nov-97.

Die Originalausgabe finden Sie unter: <http://www.tidbits.com/tb-issues/TidBITS-406.html>

Copyright 1997 TidBITS Electronic Publishing. All rights reserved.
Information: <info@tidbits.com> Comments: <editors@tidbits.com>

Copyright 1997 der deutschen Version Walter J. Ferstl, carrier Kommunikation.
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Themen:

<ftp://ftp.tidbits.com/pub/tidbits/issues/1997/TidBITS#406/24-Nov-97>

Die Originalausgabe ist via FTP auf den meisten Info-Mac-Mirrors verfügbar, so etwa:

<ftp://ftp.univie.ac.at/mac/info-mac/per/tb/tidbits-406.etx>
<ftp://sunsite.cnlab-switch.ch/mirror/info-mac/per/tb/tidbits-406.etx>
<ftp://ftp.rrzn.uni-hannover.de/pub/mirror/info-mac/per/tb/tidbits-406.etx>


MailBITS/24-Nov-97

[Übersetzung: Walter J. Ferstl]

Haben Sie eine gute Geschenkidee? -- Wir hier bei den TidBITS haben es zu einer Tradition gemacht, (realistische) Ideen für Festtagsgeschenke mit Bezug zum Mac von unseren Lesern zu sammeln und sie dann in einem Artikel weiterzugeben. Wenn Sie daran teilnehmen wollen, schicken Sie Ihre Geschenkidee an mich unter <tonya@tidbits.com>. Zu Ihrer Inspiration werfen Sie vielleicht einen Blick auf die Vorschläge des letzten Jahres, die eine ganze Sondernummer einnehmen. [TJE]

<http://www.carrier.co.at/res/mac/tidbits/TidBITS-358>

Bericht von flachen Land -- In NetBITS-009 berichtet Jim Heid aus den ländlichen Gebieten der Vereinigten Staaten, daß das Internet dort nicht nur auftaucht, sondern auch wirklich die Menschen einander näher zu bringen scheint. Diese Ausgabe erkundet auch die verfügbaren Bandbreiten privater Telefonanschlüsse und Möglichkeiten das Web offline zu nutzen. Um die NetBITS zu abonnieren, schicken Sie Mail an <netbits-on@netbits.net>. [JLC]

<http://www.netbits.net/nb-issues/NetBITS-009.html>

LaserWriter bei 8.5.1 angelangt -- Die neueste Version des LaserWriter-Treibers mit der NUmmer 8.5.1 wendet sich nicht an alle, wird aber besonders Leute im Publishing-Geschäft interessieren. Die neue Version unterstützt das Drucken über IP-Netzwerke mit Hilfe des LPR-Protokolls - dies freilich mit einer Einschränkung: Nur die System-Versionen 7.5 bis 7.6.1 können verwendet werden; Benutzer des Mac OS 8 müssen bis zur nächsten Version des Betriebssystems warten. Dieselbe Einschränkung gilt auch für die neue Collate-Funktion und Version 1.0 von Desktop Printer Utility, die beide zu dem Update gehören. LaserWriter 8.5.1 unterstützt auch benutzerdefinerte Seitenformate, verbessert die Integration von ColorSync und macht unter dem Menüpunkt "Speichern" auch das PDF-Format von Adobe zugänglich (Sie brauchen allerdings eine volle Version von Acrobat 3.0, um alle Möglichkeiten zu nutzen). Zum Herunterladen besteht der Treiber aus sechs Disketten-Images, die Sie entweder mit DiskCopy 6.1 von Apple oder mit ShrinkWrap 3.0 von Aladdin öffnen können, um die Software zu installieren. [JLC]

<ftp://ftp.info.apple.com/Apple.Support.Area/Apple_SW_Updates/US/Macintosh/Printing/LaserWriter/>
<ftp://ftp.info.apple.com/Apple.Support.Area/Apple_SW_Updates/US/Macintosh/Utilities/Disk_Copy_6.1.3.sea.hqx>
<http://www.aladdinsys.com/dev/shrinkwrap/>

Umgekehrte Sichtweise -- In TidBITS-403 und TidBITS-405 haben wir angemerkt, daß die Mac-typische "papierweiße" Darstellung von Text (schwarze Zeichen auf weißen Grund) für die Augen zu einem Problem werden kann; einige Leser haben auf das Kontrollfeld CloseView von Apple hingewiesen, das die Darstellung Ihres Bildschirms invertieren (und daneben auch bis zu 16-fach vergrößern) kann. CloseView ist zwar nicht mehr in der Standard-Installation des Mac-Betriebssystems enthlaten, kann aber jederzeit von Apples Disability Connection heruntergeladen werden und ist bei einer angepaßten Installation des Systems nach wie vor verfügbar. CloseView hat einige bekannte Schwächen; es ist mit einigen weitverbreiteten Applikationen und mit QuickDraw GX nicht kompatibel, es tut sich schwer in Fällen von knappem Arbeitsspeicher oder wenn mehrere Monitore oder ein Bildschirm mit mehr als 256 Farben benutzt werden. Für viele Benutzer ist CloseView aber genau die (kostenlose!) Lösung ihrer Probleme. [JLC]

<http://www.carrier.co.at/res/mac/tidbits/TidBITS-403>
<http://www.carrier.co.at/res/mac/tidbits/TidBITS-405>
<http://www.apple.com/disability/macaccess.html>


Peter Piper greift zum Pickle's Book

von Tonya Engst <tonya@tidbits.com>

[Übersetzung: Walter J. Ferstl]

Wir wollen unseren jüngsten Sponsor, Soft Material, willkommen heißen, eine neue Firma, die zur Produktion von CD-ROM-Titeln kreativer und innovativer Autoren gegründet worden ist. Soft Material will besonders Titel japanischer und europäischer Autoren herausbringen, die sonst kein so breites Publikum erreichen könnten.

Trotz des Erfolges einiger weniger CD-ROM-Titel wie Myst und Star Trek: The Next Generation Technical Manual sind die Hindernisse, die sich für eine kleine Firma beim Publizieren eines CD-ROM-Titels (wie auch von Software überhaupt) auftun, gewaltig (Alexander Seropian von Bungie Software hat über dieses Thema in TidBITS-352 geschrieben). Im Bestreben, diese Hürden zu umgehen, konzentriert sich Soft Material beim Vertrieb nicht auf Software-Läden, sondern auf Geschenks-Shops. Dieser Wechsel weg vom Softwarehandel ist im Vertrieb von CD-ROMs nichts Neues, aber ich nehme an, daß von vielen Leuten genau beobachtet werden wird, wie es Soft Material ergeht. Soft Material hat noch weitere interessante Projekte im Ärmel; wir werden im Laufe der Zeit noch einige einzigartige Angebote zu sehen bekommen.

<http://www.carrier.co.at/res/mac/tidbits/TidBITS-352>

Soft Material hat gerade den ersten Titel herausgebracht, eine Kombination aus Buch und CD-ROM namens Pickle's Book (34,95 US$, ISBN 0-9961632-0-6), die von dem japanischen Zeichner und Animator Thoru Yamamoto gestaltet wurde. Thoru benutzt den Mac schon seit einiger Zeit zum Erstellen von Bildern und Filmen; seine Web-Site verweist auf HyperCard-Stacks und Shockwave-Movies, die von ihm stammen. Im Laufe der Jahre hat er etliche Figuren geschaffen: Maulwürfe, einen kleinen Prinzen, Palmen, Enten, Pinguine und so weiter, die in den meisten seiner Werke auftreten, so auch in Pickle's Book.

<http://www.softmaterial.com/>
<http://www.bekkoame.or.jp/~thoru/>

Das Buch hat einen festen Einband und Seiten aus Karton, die mit einigen der zahlreichen Szenen von der CD-ROM illustriert sind. Die Fabel ist einfach (nur ein wenig zu kompliziert für das 22 Monate alte Kind in unserer Nachbarschaft) und bezieht sich darauf, was geschieht, wenn jemand mit der CD-ROM spielt. Die CD-ROM ist für alle, die mit einer Maus umgehen können, einfach zu benutzen; sie ist aber vielfältig genug, um mein Interesse über längere Zeit wachzuhalten - ich habe unangemessen viel Zeit damit verbracht, durch Landschaften und verborgene unterirdische Gänge zu streifen, um die nicht so offensichtlichen Aspekte des Spiels herauszufinden. Dennoch wendet es sich ganz klar an Kinder im Alter zwischen drei und zehn Jahren. Es gibt Abschnitte, wo Zeichnungen und Musik gestaltet werden können, und solche, wo mit dem Alphabet gearbeitet wird. In meinem liebsten Abschnitt geht es darum, eine Gans goldene Eier legen zu lassen. Die CD-ROM funktioniert unter dem Mac-System oder unter Windows; beim Mac sind mindestens ein 68030-Prozessor mit 33 MHz, System 6.0.7, ein 13-Zoll-Monitor, 8 MB freier Plattenplatz und 5 MB freier Arbeitsspeicher erforderlich.

Soft Material -- 001 212/343-2089
<pickle@softmaterial.com>


Extra-Tasten für Ihren Mac

von Geoff Duncan <geoff@tidbits.com>

[Übersetzung: Heike Kurtz]

Wie viele Leute heutzutage arbeite auch ich zuhause - obwohl ich letztens mehr Zeit damit verbringe, meine Habseligkeiten vor zwei ungezogenen Kätzchen zu beschützen. Kätzchen hin oder her: Normalerweise habe ich kaum persönlichen Kontakt zu Mac-Nutzern, wenn ich an meinem Computer arbeite. Neulich kümmerte ich mich um ein Problem am Mac einer Bekannten. Ständig fragte sie: "Warte - wie hast Du das gemacht?" oder "Hey, das ist toll!" Ich zauberte keineswegs, aber es gibt Techniken, die neue Mac-User - selbst solche, die ausschließlich am Mac arbeiten - noch nicht herausgefunden haben. Schließlich wollen sie ihre Arbeit machen und keine Computerexperten werden. Deshalb folgt jetzt eine - keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebende - Liste nicht unbedingt intuitiver Techniken für den Finder und die Datei-Dialoge. Außer, wo etwas anderes steht, funktionieren sie alle in System 7.x und Mac OS 8, ich hoffe, Sie werden sie nützlich finden:

Schlüssel zu Finder-Fenstern -- Viele Nutzer öffnen alle Objekte durch Doppelklick und benutzen dann die Maus, um das Fenster durch einen Klick in die linke obere Fensterecke wieder zu schließen. Dieses Herumgefuchtele mit der Maus kann lästig und sehr zeitraubend sein. Es ist möglich - und schneller - fast alles im Finder mittels Tastaturbefehlen zu erledigen.

Man kann ein einzelnes Objekt auf dem Schreibtisch oder im aktiven Finderfenster aktivieren, indem man die ersten paar Buchstaben seines Namens eintippt oder solange die Tab-Taste drückt, bis das gewünschte Objekt markiert ist (wenn man die Tab-Taste zu oft gedrückt hat, kann man mit Shift-Tab [Shift = Umschalttaste. --HK] wieder zurückspringen).

Auch die Pfeiltasten können zum Auswählen von Objekten in den Symbol- und Listenansichten im Finder genutzt werden, indem man die Markierung im aktiven Fenster oder auf dem Schreibtisch jeweils Objekt für Objekt "weiterschiebt". In langen Listen kann man schnell zu Anfang oder Ende kommen, indem man entweder "a" oder "z" oder die "Home" bzw. "End" Taste drückt. Auch mit den "Page Up" und "Page Down"-Tasten scrollt man schnell rauf und runter (bei Listenansichten klasse, aber in großen Fenstern mit Symbolansicht nicht so toll).

Wenn man das gewünschte Objekt einmal markiert hat, werden die Befehlstaste und die Pfeiltasten zu guten Freunden: Befehlstaste ["Apfel-Taste". --HK] plus Pfeil-nach-unten-Taste öffnet das markierte Objekt - egal ob es sich um einen Ordner, ein Dokument oder ein Programm handelt. Wenn man die Auswahltaste [Optionstaste. --HK] gleichzeitig festhält, schließt sich das Ursprungsfenster und man hat nicht so viele geöffnete Fenster auf dem Bildschirm.

Wenn man sich bereits in einem Ordner-Fenster befindet, öffnet die Tastenkombination Befehlstaste + Pfeil-nach-oben den übergeordneten Ordner und wieder schließt sich bei gleichzeitig festgehaltener Auswahltaste das Ursprungsfenster. In der Listenansicht des Finders öffnen und schließen die Pfeil-nach-links- und Pfeil-nach-rechts-Taste die mit der Maus schwer zu treffenden "Ausklapp-Dreiecke", die links von den Ordnersymbolen stehen und im geöffneten Zustand den Ordnerinhalt zeigen, ohne daß man ein neues Fenster aufmachen muß. Man kann dann Objekte in den Ordnern mittels Pfeiltasten, Tab-Taste oder durch Eintippen des Objektnamens auswählen.

Und hier noch zwei wenig bekannte Tips: wenn man im Finder die Tastenkombination Befehlstaste + Shift + Pfeil-nach-oben drückt, wird der Schreibtisch aktiv und das Symbol der Start-Festplatte ist ausgewählt. (leider schließt das gleichzeitige Festhalten der Auswahltaste nicht das aktive Finder-Fenster.) Möchten Sie alle Finder-Fenster schließen? Drücken Sie Befehlstaste + Auswahltaste + W und der Finder macht ein Fenster nach dem anderen zu.

Was kann man nicht mit der Tastatur machen? Soviel ich weiß, kann man allein mit der Tastatur nicht mehrere Objekte im Finder auswählen (wie z. B. durch Shift-Klick oder Shift-Ziehen), und man kann nicht in ein anderes offenes Finder-Fenster gelangen (wie z. B. wenn man in einen sichtbaren Teil des Fensters klickt), obwohl es hierfür ein paar Drittanbieter-Anwendungen gibt.

(Herum-)Irren ist menschlich -- ... zumindest wenn man es mittels Pfeiltasten tut. Besonders in diesen fürchterlichen "Öffnen"- und "Sichern"-Dialogen (die sogenannten "Standard File"- oder "SF"-Dialoge), die in den meisten Programmen vorkommen und seit System 6 unverändert geblieben sind, sind sie meine besten Freunde (Mac OS 8 enthält die Grundvoraussetzungen für verbesserte, "Copland-like" Öffnen-und-Sichern-Dialoge, hoffentlich wird es bald Programme geben, die sie nutzen!). Für sich alleine genommen, bewegen die Pfeiltasten die Liste der in den SF-Dialogen aufgeführten Objekte rauf und runter (wenn die Liste nicht aktiv ist, drücken Sie die Tab-Taste, um zwischen der Liste und dem Textfeld, in dem man den Dateinamen angeben kann, hin- und herzuspringen). Man kann auch Buchstaben, die Home-Taste, die End-Taste oder die "Page Up" und "Page Down"-Tasten drücken, um sich in der Liste eines SF-Dialogs zu bewegen.

Das Drücken der Befehlstaste in Kombination mit den Pfeiltasten in einem SF-Dialog funktioniert fast genauso wie im Finder: Befehl + Pfeil-nach-oben öffnet den übergeordneten Ordner, Befehl + Pfeil-nach-unten öffnet einen Unterordner (aber keine Dateien), und Befehl + Shift + Pfeil-nach-oben bringt Sie zum Schreibtisch (wie z. B. auch Befehl + D oder das Klicken des "Schreibtisch"-Buttons).

Die Tastenkombinationen Befehl + Pfeil-nach-links oder Befehl + Pfeil-nach-rechts bewegen Sie hier allerdings nicht von Ordner zu Ordner, sondern von Festplattenvolume zu Festplattenvolume, was sehr praktisch sein kann, wenn man mit mehreren Festplattenpartitionen arbeitet oder regelmäßig Wechselmedien oder File Server verwendet.

Alle Macht dem Volke -- Und was ist mit dem Einschaltknopf, den es auf fast jeder Macintosh-Tastatur gibt? Normalerweise ziert ihn ein Dreieck und er kann viel mehr, als nur ihren Computer ein- und auszuschalten. Unter MacOS 7.5 und höher erscheint, wenn man den Einschaltknopf drückt, ein Dialogfenster, in dem man wählen kann, ob man seinen Mac ausschalten, neu starten oder (wenn möglich) in den Ruhezustand versetzen will. Man muß keinen dieser Buttons anklicken: "R" verursacht einen Neustart ["Restart", --HK], "S" schickt den Mac schlafen ["Sleep", --HK]. (Selbstverständlich bricht Befehlstaste + Punkt oder "Escape-Taste" die Sache ab - so sollte es übrigens bei jeder Dialogbox sein).

Leider ist die Tastenkombination Befehl + Einschaltknopf ein Ersatz für einen physisch vorhandenen "Programmierer-Schalter", der bei älteren Macs mitgeliefert wurde. Wenn Sie einen Debugger installiert haben, löst diese Tastenkombintion ihn aus; ansonsten bekommen Sie ein leeres Fenster mit einem ">" darin. PowerBook-User mit System 8 kennen das nur zu gut, denn die Tastenkombination Befehl + Löschen bewegt Objekte in den Papierkorb und bei den meisten PowerBooks ist die Lösch-Taste direkt unter dem Einschaltknopf. Wenn dieses Fenster erscheinen sollte, ist es am besten, einfach "g" zu drücken (das steht für "go") und dann die Return-Taste. Meistens - aber nicht immer - kehrt Ihr Mac dann zum vorherigen Zustand zurück.

Windows-User spotten oft über den Mac, weil man nicht alles über die Tastatur machen kann. Obwohl man natürlich nicht jedes Programm vollständig über die Tastatur steuern kann, werden diese Tricks Ihnen jedoch dabei helfen, sich im Finder so gewandt zu bewegen wie nie zuvor.


Wie und warum ich meine CD-ROM gemacht habe

von Bonnie Lebesch <bonnie@bohem-int.com>

[Übersetzung: Hartmut Greiser]

[Als ich Bonnie Lebesch im letzten Sommer so nebenbei danach fragte, womit sie sich beschäftige, hatte ich keine Ahnung davon, daß sie mir von ihrer professionell gemachten CD-ROM "Stella and the Star-Tones" erzählen würde, die sie vor kurzem selbst herausgebracht hatte. Ich hatte auch keine Vorstellung davon, was sie meinte, als sie erzählte, daß sie durch diese CD-ROM die Möglichkeit gefunden habe, mit Ideen wie "Was für ein Lied würde wohl ein roter Stern singen?" zu spielen. Inzwischen ist mir klar geworden, daß dies eine passende Beschreibung war und daß ihre preisgekrönte CD-ROM ein wunderbarer Beweis dafür ist, wozu menschliche Phantasie in der Lage ist, wenn man ihr keine Beschränkungen auferlegt. Hier ist Bonnies Bericht darüber, wie es zur Eigenproduktion von "Stella and the Star-Tones" gekommen ist. -Tonya]

Das ist die Kurzfassung einer langen und verschlungenen Entwicklungsgeschichte, an deren Ende die fertige Eigenproduktion der CD-ROM "Stella and the Star-Tones" unter dem Firmennamen Bohem Interactive stand.

<http://www.bohem-int.com/>

Das Universum ist größer als ich -- 1995 beendete ich eine 3-jährige Arbeitsphase bei Microsoft - als Subunternehmerin, nicht als Angestellte. Bei Microsoft hat man mir beigebracht, wie man eine CD-ROM herstellt und man hat mir eine großartige Karriere im User Interface (UI) Design ermöglicht. Ich habe Umorganisationen und Projektabsetzungen überlebt, aber es war dann schließlich Zeit, zu gehen. Ich erspare Ihnen die Einzelheiten, aber die Umstände hatten sich so gefügt, daß ich das Vertrauen in das Microsoft-Management verloren und daß sich mein Leben in eine andere Richtung entwickelt hatte.

Ausruhen, Lesen und Nachdenken -- Meine neue Freiheit wollte ich dazu verwenden, meine Perspektiven neu zu ordnen und mich mit ein paar UI-Ideen zu beschäftigen, die mir schon seit einiger Zeit im Kopf herumgingen. Für ein interaktives Design mußte es bessere Möglichkeiten geben als verwirrende Ansammlungen von Buttons und die schreckliche "Windows-Hölle". Ich verbrachte 2 Monate in der Bibliothek mit der Suche nach Informationen über Mond und Sterne, Konstellationen und Schöpfungsmythen. Ich las jedes altertümliche Buch über Konstellationen und Mythen, dessen ich habhaft werden konnte. Ich untersuchte Planisphären (Projektionen der Himmelshalbkugel in die Ebene) und Sternenkarten, um meine Phantasie anzuregen.

Wie wäre es, wenn man eine Oberfläche gestalten würde, die sich mit der Zeit änderte und die - über das Jahr gesehen - immer wieder neue Elemente enthalten würde? Ich stellte in Photoshop auf meinem Power Mac 7100/66 (mit 56 MB RAM) eine Planisphäre her und berechnete die Drehungen, die die Sterne der nördlichen Halbkugel in 12 Monatsansichten einteilten. Ich wollte die griechischen Sternbilder als Figuren nutzen und ihre Mythen interaktiv veranschaulichen. Ich zeichnete die Konstellationen in meine Planisphäre ein und stellte eine gedruckte, tischgroße Karte her. Das Ergebnis präsentierte ich schließlich einer unbestechlichen Jury aus 3- bis 6-jährigen Kindern. Sie beschäftigten sich im Unterricht zwar mit den Schöpfungsmythen - Andromeda, Felsen und Ketten interessierten sie aber nicht. Das merkte ich, als sie sich die Sterne ansahen und dann anfingen, die Punkte so zu verbinden, daß Raumschiffe und Aliens daraus entstanden. Was jetzt?

So tun, als ob -- Sogar die "echten" Sternenbilder sind natürlich erfunden, also warf ich die Oldies über Bord. Als bildender Künstlerin lagen mir die Punktbilder und die Wachsstiftmalereien immer sehr. Ich machte mich also fröhlich daran, merkwürdige und lustige Aliens zu zeichnen und versuchte dies mit einem kindlichen und spleenigen Blick zu tun. Ich las darüber, wie Kinder spielen und lernen, über Sprachtheorien, über BooleÕsche Logik, wandte mich dann der Chaostheorie zu, der Quantenphysik, der Synchronizität und dem kollektiven Unterbewußtsein. Eine wahre Wonne!

Inzwischen war ich im 4. Monat (sozusagen ...) und ich war so begeistert von meiner Arbeit, daß ich nicht mehr aufhören konnte und auch gar nicht den Wunsch dazu hatte. Außerdem wollte ich doch einen Prototyp bauen, Startkapital besorgen und dann würden ja die Lizenzgebühren nur so sprudeln, oder? Ich hatte volles Vertrauen in meine Fähigkeit, einen CD-ROM-Titel herzustellen, da ich während meiner Zeit bei Microsoft eine ganze Reihe davon auf den Markt gebracht hatte. Ich hatte zwar nicht im entferntesten die Art von Budget zu Verfügung, die viele Softwarefirmen haben - bei Microsoft beschäftigen sich 5 bis 40 und mehr Leute mit einem einzigen CD-ROM Titel und verbrauchen jährlich mehr als 300.000 US$ -, dafür hatte ich aber Talent und jede Menge Zeit.

Göttliche Eingebung -- Das Universum hat eine Art, einen dazu zu bringen, seinen Launen zu folgen. Es passierten immer wieder merkwürdige Dinge. So nahm ich z.B. ein Buch in der Bibliothek vom Regal, öffnete es irgendwo und las ein Zitat über "Sterne, die in der Nacht tanzten". Irgendwann zerbrach ich mir nachts den Kopf darüber, wie ich meine Sternenbilder illustrieren sollte. Ich suchte nach einem Stil, der gut von einer CD-ROM aus laufen würde, und den ich selbst herstellen konnte. Das hieß: keine 3D, keine Textures und ein Stil, den ich in Director animieren konnte. Ich dachte an den spanischen Künstler Joan Miró, dessen Bilder oft einen reichen Hintergrund mit einfachen flachen Formen im Vordergrund zeigten. Am nächsten Tag entdeckte ich, daß Miro eine Bilderserie in dieser Art gemalt hatte, die überraschenderweise "Die Sternbilder" hieß. Und, was glauben Sie? Richtig, er hatte sie sich ausgedacht. Er hat wunderschön verspielte Aliens, Monde und Sterne gemalt (Der Text unter der URL-Adresse unten ist in Französisch, aber die Bilder sprechen für sich selbst.)

<http://services.worldnet.net/lerique/images22.htm>

Ich verbrachte 6 Wochen damit, jedes einzelne der 29 Sternbilder mit einem Wacom-Tablett in Fractal Painter auf separate Screens zu zeichnen. Die Hintergründe gestaltete ich einfach mit Blau, Gelb, Rot und Grün. Darüber legte ich Elemente in mattem Schwarz mit einem leichten Dither-Effekt gegenüber dem Hintergrund. Verrückte Sterne, Spiralen und Punkte bevölkerten die Screens.

Die bösen Verlockungen der Geldbeschaffung -- Ich stellte mit Director 4.0 eine selbstlaufende Demo mit Kommentaren, Kinderstimmen und Animationen zusammen, klein genug für eine 44 MB Syquest-Kassette. Alle waren ganz aus dem Häuschen. "Das ist der Renner. SiehÕ zu, daß Du ein gutes Geschäft daraus machst", lauteten die Tips. Ich beschäftigte mich mit dem Themen "Vertragsverhandlungen" und "Lizenzabkommen", schrieb detaillierte Produktionshinweise, Zeit- und Budgetpläne. Ich besorgte mir das Copyright und wappnete mich mit einem Non-disclosure-Abkommen.

Während der nächsten 9 Monate hörte ich unzähligen Verlegern und Entwicklern zu, wie sie von Stella schwärmten. "Es ist wunderbar!", "So kreativ, ein einzigartiger Spaß!". Ich unterhielt mich mit jedem der großen amerikanischen Softwareverleger, viele erreichte ich nur über Beziehungen. Eine Gesellschaft bot mir einen Job auf der Basis auf Aktenoptionen an, wenn ich Stella ohne Kompensation, ohne Eigentumsansprüche und ohne irgendeine kreative Kontrolle abgeben würde! Ich traf Produzenten, die sich weigerten, das Non-Disclosure-Abkommen zu unterschreiben oder - schlimmer noch - die mir ihre eigene Non-Disclosure-Vereinbarung vorlegten, die ihnen das Recht gab, zu stehlen, was immer sie interessierte.

Alle mochten Stella, warum konnte ich aber keine Finanzierung finden? Ich nehme an, daß das mit Stellas kreativen und einzigartigen Qualitäten zusammenhing. Buch- und Softwareverleger haben mir beigebracht, daß in dem aktuellen Klima niemand bereit ist, ein Risiko für etwas einzugehen, was seine Erfolgschance noch nicht ausreichend bewiesen hat. Ohne erkennbare Marktnische ist kein Verleger willens, Marketingpläne für ein neues Genre aufzustellen.

Zwei Wirklichkeiten -- Nachdem ich mich 15 Monate lang mit dem Projekt beschäftigt hatte, mußte ich zwei wichtige Tatsachen zur Kenntnis nehmen: Ich würde niemand überreden können, mir Geld zu geben, um meinen Traum zu verwirklichen, und ich wollte nicht zulassen, daß mein Traum aus Geldmangel verkümmern sollte. Ich würde selbst dafür sorgen, daß mein Projekt fertiggestellt würde, auch wenn das bedeuten sollte, selbst Verlegerin zu werden. Der erste Schritt war, das Projekt von seinen wildwuchernden Merkmalen und Fähigkeiten zu befreien. Ich strich große Mengen des Erzählstoffes, der Interaktivität und der Animationen und fing an, mich mit Musik als wichtigstem interaktiven Modell zu beschäftigen.

Ich las nach, wie kleine Kinder mit Hilfe visueller Stützen Musik lernen und erkannte, daß ich meine Antwort gefunden hatte. Wenn jeder Stern und jeder Punkt auf dem Schirm als musikalisches Element interpretiert werden sollte, wie würde dann ein großer schwarzer Punkt im Vergleich zu einem kleinen roten klingen? Mehr noch: Konnten die Töne so arrangiert werden, daß sich beim gemeinsamen Abspielen ein musikalisches Konzert ergäbe? Es schien so einfach, beinahe zu einfach, aber es lag noch nicht jenseits meiner technischen Möglichkeiten.

Produktion auf kleinster Basis -- Ich gab mir noch ein paar Monate, um ein Team zusammenzustellen und die Produktion abzuschließen. Ich fand zwei Teilnehmer eines Kurses zur Gestaltung digitaler Medien, die bereit waren, es zu versuchen und - besonders wichtig - gratis zu arbeiten. Clay Sherman <clay@mediaprose.com> sorgte für die Programmierung in Director 5.0 und Garrett Williams <gdoubleyou@sprynet.com> ist das Talent hinter den Original-Kompositionen. Dieses Team aus drei Personen stellte sich als die perfekte Arbeitsgruppe für dieses Stadium der Produktion heraus. So funktionierte die Arbeit:

Ich habe alles in Fractal Painter gezeichnet und in Photoshop 3.0 übertragen, um die Farbzusammenstellung und die Animation hinzuzufügen. Animationen waren auf drei Frames begrenzt, die meisten haben nur einen einzigen für Aktionen, die durch Überstreichen mit der Maus [mouseovers]Êauszulösen sein sollten. Die Objekte habe ich dann mit DeBabelizer bearbeitet, um die verwendeten Paletten anzupassen. Die Dateien habe ich dann in Director importiert, wo ich jede einzelne im Cast-Fenster an ihrem zugewiesenen Ort plazierte (dafür gab es ein einfaches Schema). Ich habe ebenfalls jede einzelne Datei an ihre richtige Stage- und Score-Position gelegt. Clay hat dann mit der Programmiersprache Lingo (die zu Director gehört) die einzelnen Aktionen zum Laufen gebracht und die Objekte miteinander verbunden. Ein Zusatzmodul namens Rollover Toolkit (von Penworks, geschrieben von Tab Julius) ermöglichte es, die Aktionen für das Überstreichen mit der Maus einzurichten.

<http://www.penworks.com/>

Director habe ich auch als Umgebung gewählt, weil diese Produkt auf zwei Plattformen verfügbar ist. Ich wollte eine Hybrid-CD-ROM produzieren und Director erlaubt es, Dateien sowohl unter Mac als auch unter Windows zu nutzen. Ich wollte ferner erreichen, daß "Stella and the Star-Tones" direkt vom CD-ROM-Laufwerk gespielt werden konnte, ohne daß also Dateien auf die Festplatte geladen werden müssen. Ich hatte keine Probleme, Director-Dateien von meinem Mac zum Windows-Gerät von Clay (einem Pentium mit Cyrix-P150-Prozessor und 80 MB RAM) zu kopieren und sie dort zu öffnen und umgekehrt.

Der nächste Schritt lag dann bei Garrett - das Hinzufügen der Musik. Garrett arbeitet auf einem Power Mac 7100/80AV und seine Audio-Ausrüstung umfaßt MIDI-Instrumente, Synthesizer, StudioVision von Opcode, D-SoundPro (ein Shareware-Programm), Band in a Box und eine Gitarre für das Sampling. Bei aktivierten Mouseovers hat Garrett zur Aktion dann die Tonspur erstellt und die entsprechenden AIFF-Dateien direkt in die Director-Files eingesetzt. Er hat jedes einzelne Element bearbeitet, bis die Auslösung mit der Maus und die saubere Tonwiedergabe optimiert war.

Dieser Produktionsprozeß dauerte insgesamt vier Monate. Ich hatte immer noch Hoffnungen, für das fertige Produkt einen Verleger zu finden und war außerdem damit beschäftigt, Markennamen zu suchen, zu testen, eine Master-CD zu pressen und die Verpackung zu gestalten.

Die Eröffnung der Firma -- Im Winter 1997, zwei Jahre nach den Anfängen, setzte ich ich den letzten Schritt - ich gründete Bohem Interactive und gab die CD-ROM selbst heraus. Das Logo für Bohem habe ich an einem Vormittag entworfen; die Gestaltung der Verpackung dauerte ein gutes Monat. Ich benutzte Illustrator und QuarkXPress (ich bin heilfroh, daß ich nicht mehr für den Druckbereich entwerfe, weil ich sonst meine Ausstattung gewaltig erweitern müßte). Das Finden einer geeigneten Druckerei und eines CD-Herstellers nahm ein weiteres Monat in Anspruch. Ich ließ 1000 Hybrid-CDs (für Mac OS und Windows-Kompatible) pressen - das war die erste reale Ausgabe bis zu diesem Zeitpunkt. Im April gab ich eine Party, um "Stella and the Star-Tones" einer großen Menge von Kindern und Erwachsenen vorzustellen.

Nun hatte ich also eine fertige CD-ROM - aber was sollte ich mit ihr anfangen? Schon lange war ich zu der Einsicht gelangt, daß es ausgeschlossen war, auf dem Gebiet der Software-Distribution auftreten zu wollen. Die meisten Software-Läden verlangen geschmalzene Beträge, damit sie ein Produkt überhaupt in die Regale stellen (jeweils 2000 bis 10000 US$). Distributoren und Katalogversender machen Zusatzprofite, indem sie teure Werbefläche an die Herausgeber von Software verkaufen (und dieser Kauf von Anzeigen ist oft Voraussetzung dafür, daß das Produkt geführt wird). Dazu kommen die zusätzlichen Kosten für eine CD-ROM-Klarsichthülle, was die Herstellungskosten verdoppelt. Und zuletzt: Wenn Sie Ihr Produkt in einen Software-Laden oder einen Katalog stellen, ist es dort umgeben von weiteren 300 "faszinierenden, revolutionären, erzieherisch wertvollen" Titeln.

Da Stella aber eher ein musikalisches Kunstwerk als ein Computerspiel ist, entschloß ich mich, es dort anzubieten, wo Musiker, Künstler und deren Kinder einkaufen, und dort, wo Leute nach Geschenken suchen. Im Mai 1997 hatte ich eine Stand auf der Museum Store Association Trade Show; ich hoffte, CD-ROMs an Museums-Stores und an Leute aus der Geschenkartikelbranche verkaufen zu können. Es war eine anstrengende Sache, aber es funktionierte! Ich fand einen Distributor für die Märkte Museen, Geschenke, Kinder, Bücher und Musik. Das beste daran: Ich kann sagen, daß mein Werk "in Dutzenden größeren Kunstmuseen zu finden" ist.

Das Internet fährt zu Markte -- Einen Distributor zu finden war ein großer Schritt, zu verkaufen ist ein anderer. Das wesentliche Hindernis beim Verkauf einer CD-ROM ist das Problem, sie in Aktion zu zeigen. Ich kann ihre Inhalte beschreiben, wie sie funktioniert, was zu sehen und zu hören ist - aber nichts kann die Erfahrung ersetzen, direkt mit ihr gespielt zu haben. Das Internet bietet nun die Möglichkeit, daß Interessenten das Programm spielen und hören können, und sei es auch nur in einer kurzen Demo-Version.

Ich glaube zwar, daß nur wenige Leute gegen Online-Einkauf gar keine Bedenken haben; es gibt aber doch ein Netz von Benutzern, die das Internet für die Informationsbeschaffung und für Produktkäufe verwenden. Für Bohem Interactive ist der Verkauf über das Internet ein Experiment, das keine allzu hohen Startkosten verursacht und das Web erreicht immerhin die ganze Welt. Das ist ein Vorteil, weil Stella praktisch keinen Text aufweist und daher für Menschen aller Kulturen zugänglich ist.

Letzte Worte -- Mein Cousin hat eine Disk für seine sechsjährige Tochter mit nach Hause genommen. Er wollte sie zuerst testen [die CD-ROM, nicht die Tochter. --WJF], um sicherzustellen, daß sie funktionierte und sie selbst kennenzulernen, bevor er sie seinem Kind erklären konnte. Er war frustriert, weil er die Bedienung nicht sofort durchschauen konnte. Seine Tochter kam herein, warf einen Blick auf den Monitor und begann gleich begeistert zu spielen. Was mein Cousin daraus über Stella gelernt hat: Keine Regeln, keine Ziele, keine Fehler - schlicht und einfach nur spielen.

Stella ist ein Spielzeug und eine Erfahrung, die Freude macht. Es war sehr viel Arbeit, das alles hinzubekommen, aber es ist immer noch eine Quelle des Entzückens. Vielleicht bin ich eine Närrin (was mich vielleicht zum Teil zum Bohem-Logo inspiriert hat), aber unter den gleichen Umständen täte ich es wieder. Ich würde ein solches Vorhaben freilich nicht allen Leuten empfehlen. Es übernimmt Ihr gesamtes Leben und fordert jedes Gramm Zuwendung, Kraft und Begeisterung, das Sie nur zusammenkratzen können. Mir ist, als hätte ich einen Doktorgrad in Kreativität erlangt - und als ob ich an einem Magistergrad in Vertrauen arbeitete. Wie auch immer: Stella ist meine bisher beste kreative Arbeit und bringt mich dem Punkt näher, wo ich verstehe, was einmal mein Lebenswerk sein wird.

<http://www.bohem-int.com/>



Ständige Autoren der TidBITS in dieser Ausgabe:
Jeff Carlson [JLC], Geoff Duncan [GD], Adam C. Engst [ACE], Tonya Engst [TJE].

Übertragung dieser Ausgabe:
Walter J. Ferstl [WJF], Hartmut Greiser [HG], Heike Kurtz [HK].

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