TidBITS#411/05-Jan-98 - Deutsch

Sind Sie auch schon gespannt auf die Macworld Expo? Wir bringen eine Vorschau auf wichtige Ereignisse und weisen auf Plug-Ins für Photoshop hin, die vermutlich vorgestellt werden. Dazu bringen wir Details zu neuen Versionen von Conflict Catcher, Runtime for Java, Virtual PC und zu zwei neuen Produkten, die die Geschwindigkeit beim Web-Browsen steigern sollen. Diese Woche beginnen wir auch mit einer mehrteiligen Serie über den PalmPilot Personal von 3Com.

Autorisierte Übertragung der TidBITS#411/05-Jan-98.

Die Originalausgabe finden Sie unter: <http://www.tidbits.com/tb-issues/TidBITS-411.html>

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Themen:

<ftp://ftp.tidbits.com/pub/tidbits/issues/1998/TidBITS#411/05-Jan-98>

Die Originalausgabe ist via FTP auf den meisten Info-Mac-Mirrors verfügbar, so etwa:

<ftp://ftp.univie.ac.at/mac/info-mac/per/tb/tidbits-411.etx>
<ftp://sunsite.cnlab-switch.ch/mirror/info-mac/per/tb/tidbits-411.etx>
<ftp://ftp.rrzn.uni-hannover.de/pub/mirror/info-mac/per/tb/tidbits-411.etx>


MailBITS/05-Jan-98

[Übersetzung: Heike Kurtz]

Macworld Expo -- Mehrere Mitglieder der TidBITS-Belegschaft werden diese Woche auf der Macworld Expo in San Francisco sein, Antworten auf Emails können also ein wenig länger dauern. Wir werden versuchen, Updates über die interessantesten Dinge, die wir während der Woche sehen, zu veröffentlichen und in der nächsten Ausgabe der TidBITS werden wir darüber berichten, was bei dieser Messe wirklich wichtig war. Wenn Sie planen, hinzugehen, oder wenn Sie einfach nur einen Eindruck davon gewinnen möchten, wie es in den letzten Jahren war, schauen Sie doch mal in die "Eindrücke eines Macworld-Neulings" in TidBITS-362 von der Macworld 1997 in San Francisco oder lesen Sie Tonyas Artikel "Macworld Expo: Vorbereitungen für den Einkaufs-Rausch" in TidBITS-391 von der letzten Macworld in Boston. Wenn Sie in unserer Suchmaschine nach dem Begriff "Macworld Expo" suchen, werden Sie bestimmt noch viele andere alte Messeberichte finden. [ACE]

<http://www.carrier.co.at/res/mac/tidbits/TidBITS-362>
<http://www.carrier.co.at/res/mac/tidbits/TidBITS-391>
<http://www.tidbits.com/search/>

Microsoft sponsert TidBITS -- Wir möchten an dieser Stelle unseren neuesten Sponsor - eine kleine Firma, von der ein paar von Ihnen vielleicht schon einmal gehört haben - willkommen heißen: Microsoft Corporation. Genau genommen Microsofts Macintosh-Teams, die Arbeitsgruppen, die für die Mac-Versionen von Internet Explorer, Outlook Express und Microsoft Office 98 verantwortlich sind. Wir haben kürzlich das Internet Explorer/Outlook Express Team in San José besucht und wir waren erstaunt, zu sehen, wie viele Leute wir dort von ihren früheren Arbeitgebern her schon kannten. Es war eine beeindruckende Versammlung von Macintosh-Programmierern, darunter Leute, die bei Firmen wie Aladdin, Apple, Claris, Metrowerks, Natural Intelligence und ResNova gearbeitet haben. Einige dieser Programmierer entwickeln weiterhin bekannte Shareware-Programme und waren verantwortlich für einige der ersten Macintosh Internet-Programme. Wir fragten einen Freund, der dort arbeitet (der übrigens Informationen aus den TidBITS dafür genutzt hat, vor Jahren seinen ersten Job in der Industrie zu bekommen), warum er sich dazu entschlossen hat, für Microsoft zu arbeiten. Er antwortete, er wolle tolle Macintosh-Programme entwickeln, die von sovielen Leuten wie möglich genutzt werden, und daß Microsoft die besten Möglichkeiten biete, dies zu tun. Was auch immer die Gründe sein mögen, es ist toll, zu sehen, daß Microsoft die Entwicklung von Macintosh-Software und die Mac-Internet-Gemeinde so stark unterstützt. [ACE]

NewsHopper wird Geschichte -- Laurent Humbert, der Entwickler des Offline-Newsreaders NewsHopper, schrieb uns letzte Woche, um uns die traurige Mitteilung zu machen, daß er NewsHopper wegen anhaltender gesundheitlicher Probleme nicht mehr vertreiben wird (auch nicht als Shareware oder Freeware). Laurent bittet darum, daß jeder, der die aktuelle Demoversion von NewsHopper auf einer Archiv-Site hat, diese entfernt, ebenso Links zur NewsHopper Homepage. Wer das Programm bereits besitzt, kann technische Fragen an Laurent unter <laurent@sw15.demon.co.uk> schicken und der Updater auf die aktuelle 1.3b Version bleibt verfügbar. Laurent empfiehlt, daß Leute, die sich für einen Offline-Newsreader für den Mac interessieren, Stefan Hallers MacSOUP 2.3 ausprobieren, das auch Emails lesen oder als Schnittstelle zu Eudora oder Emailer dienen kann, wenn man möchte. Wir wünschen Laurent alles Gute. [ACE]

<http://www.demon.co.uk/sw15/>
<http://www.inx.de/%7Estk/macsoup.html>

Conflict Catcher Update auf 4.1 -- Casady & Greene kämpft schon jetzt gegen Inkompatibilitäten mit Mac OS 8.1 und hat ein Update auf Version 4.1 von Conflict Catcher herausgebracht (vgl. Adams Artikel "Conflict Catcher 4.0 übertrifft sich selbst" in TidBITS-393). Ältere Versionen des leistungsfähigen Erweiterungs-Managers und Konfliktsuch-Programms arbeiten unter Mac OS 8.1 überhaupt nicht. Das Update beinhaltet verschiedene Verbesserungen, wie z. B. verbesserte Unterstützung des "Erscheinungsbild"-Managers von Apple, flexiblere Gruppen-Links und verbesserte Optionen zum Auflisten und Darstellen von Startup-Dateien. Das 871K-Update ist für Besitzer von Conflict Catcher 4.x kostenlos und wer eine ältere Version besitzt, kann für 29,95 Dollar eine neue Version bekommen (zzgl. Porto und Verpackung). Das Update ist bei den unten aufgeführten URLs zu haben. [JLC]

<http://www.casadyg.com/>
<http://www.carrier.co.at/res/mac/tidbits/TidBITS-393>
<ftp://ftp.casadyg.com/>
<http://www.casadyg.aa.psiweb.com/downloads/updaters/>

MRJ 2.0 herausgebracht -- Apple hat das kostenlose Mac OS Runtime for Java 2.0 (MRJ) für Nutzer des Mac OS 8 herausgebracht. MRJ ermöglicht es Ihrem Macintosh, Applikationen zu betreiben, die in der Programmiersprache Java von Sun Microsystems geschrieben sind. MRJ implementiert Suns Java Development Kit (JDK) 1.1.3 und unterstützt alle Funktionen der JDK 1.1 Spezifikation, incl. Java Beans, Java Database Connecitivity, Remote Method Invocation, Java Native Interface usw. MRJ 2.0 beinhaltet außerdem Just-in-time Compiler für PowerPC und 68040 Chips, was die Leistung erheblich steigert. Apple sagt, daß MRJ 2.0 alle Tests in Suns Java Compliancy Kit durchlaufen habe. MRJ 2.0 unterstützt derzeit keine Betriebssystemversion vor Mac OS 8.0, obwohl man es unter Mac OS 7.6.1 installieren kann, wenn man die manuelle Installation wählt. Apple plant, 7.6.1 ab Anfang 1998 offiziell zu unterstützten. [ACE]

<http://applejava.apple.com/>

Connectix bringt VPC Update, Surf Express -- Wie gewohnt wird die Connectix Corporation auf der Macworld Expo einige der heißesten Produkte präsentieren. Darunter auch Virtual PC 2.0, ein Update des beliebten Pentium Emulators, und Surf Express, einen neuen Web-Beschleuniger. Laut Connectix wird Virtual PC 2.0 im Februar herauskommen und die Windows-Leistung um 25 bis 40 Prozent gegenüber der Vorgängerversion steigern und außerdem verbesserten DirectX-Support, die Möglichkeit zum Sound-Input und bessere Integration von Mac und Windows-Umgebungen bieten (incl. Drag & Drop zwischen den beiden Betriebssystemen).

Surf Express nutzt eine Kombination verschiedener Technologien, um Grafiken und Text von Web-Seiten bis zu 36 mal schneller darzustellen, als ein Browser alleine (vorausgesetzt, man benutzt Netscape Navigator 3.0 oder neuer). Ein Ansatz ist der interne Proxy Server der Software, dessen lokaler Cache laut Connectix effizienter arbeitet als der Cache des Browsers. Die Software behält außerdem die meistgewählten Web Sites in diesem lokalen Cache, so daß die Information schon da ist, wenn man sie abruft. Wir sind gespannt, wie Surf Express im Vergleich zu WebDoubler von Clearway Technologies abschneidet, das sich ziemlich ähnlich anhört [MHA].

<http://www.connectix.com/html/VPC2pr.html>
<http://www.clearway.com/>

Feedback vom Apple Store -- Mit Bezug auf "Apple Store: Eine Realitätsprüfung" in TidBITS-410 schreibt Sean Carte <seanc@global.co.za>: "In Ihrem Artikel über den Apple Store schreiben Sie nichts über den Informationswert dieses Angebots. Dadurch, daß Apple die Kunden dazu animiert, ihre Macs auf der Site selbst zu konfigurieren, bekommt die Firma eine direkte Rückmeldung, welche Funktionen die Kunden wirklich wollen und welche sie als überflüssig ansehen. Apple Vertreter sagten auf der letzten Masters of Media Road Show, BMW habe diese Art Feedback von der Web Site als unschätzbar wertvoll empfunden - ich bin sicher, bei Apple wird das genauso sein." [ACE]

<http://www.apple.com/store/>
<http://www.carrier.co.at/res/mac/tidbits/TidBITS-410>

Apple Store bringt mehr Gewinn (Richtigstellung) -- Im Artikel "Apple Store: Eine Realitätsprüfung" in TidBITS-410 habe ich bei der Berechnung einen Fehler gemacht: Als ich berechnete, wieviel Geld der Apple Store zum Gesamtergebnis beiträgt, wenn man davon ausgeht, daß der Umsatz sonst über den normalen Händler gemacht worden wäre, hätte ich die zusätzlichen 15%, die Apple bei Direktverkäufen verbuchen kann, auf die 144 Millionen Dollar Bestellwert anrechnen sollen, was einem Zusatzgewinn von 21,6 Millionen Dollar bei Direktverkäufen gegenüber dem Verkauf über den Händler ausmacht. Dank an Leser wie Clive Bruton <clive@typonaut.demon.co.uk> und Peter Schoenrank <cps@uvic.ca>, die uns darauf hingewiesen haben. [ACE]

<http://www.carrier.co.at/res/mac/tidbits/TidBITS-410>


Macworld Expo Events

von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>

[Übersetzung: Heike Kurtz]

Und wieder stehen wir kurz vor dem chaotischen Gro&szlig;ereignis namens Macworld Expo. Zwar kommen selbst die am besten ausgearbeiteten Pl&auml;ne unterwegs unter die R&auml;der, aber hier sind trotzdem ein paar Veranstaltungen, an denen wir teilnehmen werden, sowie ein Link zur Robert-Hess-Gedenkparty-Liste.

Eudora VQS Buch-Autogrammstunde 08-Jan-98 -- In meinem Artikel "Eudora Tips & Tricks" in TidBITS-405 versprach ich, am Stand von Peachpit Press auf der Macworld Expo zu sein. Der Terminplan ist gemacht, und ich werde Exemplare meines Eudora Visual QuickStart Guide am Dienstag, den 08.01.98 von 14.00 bis 16.00 Uhr signieren. Kommen Sie doch einfach vorbei, um Hallo zu sagen! Tonya und Jeff Carlson werden vermutlich auch da sein.

<http://www.carrier.co.at/res/mac/tidbits/TidBITS-405>
<http://www.tidbits.com/eudora/>

1998 Netter's Dinner auf der Macworld Expo -- Wenn Sie am Netter's Dinner auf der Macworld Expo 1998 interessiert sind, sollten Sie Jon Pughs Netter's Dinner Web Page besuchen. Dort gibt es Informationen sowie das auf Kagi basierende Anmeldeformular (16 Dollar pro Person) für die notwendige Voranmeldung. Da Jon dieses Jahr nicht teilnehmen kann, werde ich das Ganze leiten und die rituelle Domain-Überwachung vornehmen. Am Dienstag, den 08.01.98 treffen wir uns um 18.30 Uhr oben an der Treppe innen bei Moscone an der Südseite der Howard Street. Wenn alle da sind, werden wir den traditionellen Spaziergang zum Hunan (Ecke Sansome und Broadway) in einer beeindruckend großen Menschenmenge unternehmen.

<http://www.seanet.com/~jonpugh/nettersdinner.html>
<http://order.kagi.com/?JP>

Robert-Hess-Gedenk-Party-Liste Online -- Ilene Hoffman hat wieder einmal die Robert Hess Gedenk-Party-Liste geschickt, eine Liste mit Parties und anderen Veranstaltungen während der Macworld Expo. Robert war ein Redakteur der MacWEEK, der die Party-Liste vor jeder Macworld Expo herausgab. Er starb am 12.01.96 an den Folgen einer Lungenentzündung. Wenn Sie der Liste eine Veranstaltung hinzufügen möchten, nutzen Sie das Formular auf der Web Site der Liste:

<http://www.xensei.com/users/ileneh/partylist.html>
<http://www.xensei.com/users/ileneh/partyform.html>


Tauchen Sie in die Macworld ein

von Daniel Gray <dangray@ix.netcom.com>

[Übersetzung: Heike Kurtz]

Da Apple das Augenmerk wieder verstärkt auf Entwickler richtet, sollte es nicht überraschen, daß auf der Macworld in San Francisco eine kleine Armee von Entwicklern von Photoshop-Plug-ins anwesend sein wird. Welche neuen Goodies aus dem Photoshop-Plug-in-Universum sollte man sich anschauen? Bei Anbietern wie Alien Skin, Chroma Graphics, DigiEffects, Extensis, MetaCreations, Pantone und Wacom sollte etwas dabei sein, das auch Ihre Plug-In-Phantasie anregt.

Das einzige völlig neue Plug-in von der Sorte "hab' ich noch nie gesehen", über das ich gestolpert bin, war EdgeWizard von Chroma Graphics. Diese Neuerscheinung ist die zweite in Chromas Trio der High-Performance Bildbearbeitungs-Plug-Ins. EdgeWizard geht in die gleiche Richtung wie MagicMask und wird als ein Set "frecher Rand-Verschmelzungs-Werkzeuge" beschrieben. Mit EdgeWizard zieht Chroma mit MaskPro von Extensis gleich und die Kombination von EdgeWizard und MagicMask wird die Latte wohl um eine Marke nach oben setzen.

<http://www.chromagraphics.com/>

Obwohl die Seybold Seminars im Frühling und Herbst definitiv die wichtigsten Messen für Plug-In-Entwickler sind, wird im Moscone Convention Center eine gesunde Auswahl frisch herausgekommener Plug-Ins gezeigt.

Alien Skin (die Leute mit dem grell gefärbten Haar) hat eine neue Version von Eye Candy 3.0 für After Effects herausgebracht, das speziell für Adobes leistungsfähiges Video-Editierprogramm verbessert ist. Videoproduzenten werden die wilden Effekte, wie z. B. Simulationen von Rauch, Feuer und Pelz sowie die tollen Regel-Funktionen und die Alpha-Kanal-Unterstützung lieben. [Alien Skin hat am 6.1.98 eine Pressemitteilung geschickt (in einer kaputten Acrobat-Datei), in der angekündigt wird, daß Eye Candy 3.1 für After Effects am 31.01.98 in den Handel kommen soll, es ist also sehr wahrscheinlich, daß die Version 3.1 auf der Macworld gezeigt werden wird. -Tonya]

<http://www.alienskin.com/ecae_product.htm>
<http://www.alienskin.com/press.html>

BoxTop Softwares Travis Anton wird Boxtops neues ImageVice Preprocessing-Plug-In, zusammen mit der neuesten und besten Version des PhotoGIF Filter in der Konferenz "Choosing and Using Tools for the Coolest Web Site" vorführen, auf Session 13 des Web Technical (Tools) Track. [Ein Testbericht über ImageVice wird demnächst in TidBITS erscheinen. -Adam].

<http://www.boxtopsoft.com/>

Extensis wird die neueste Version (2.0) des beliebten PhotoTools Plug-In-Sets herausbringen. Diese neue Version beinhaltet PhotoCastShadow (ein neues Tool für Schattenwurf, das mit Andromedas neulich veröffentlichtem Perspective Shadow Filter konkurriert) sowie PhotoButton (um schnell Buttons zu generieren) und Verbesserungen am PhotoText Text-Editier-Plug-In. [Zusätzlich kündigte Extensis heute PhotoFrame 1.0 an, ein neues Photoshop Plug-In, das beim Erstellen von Rahmen und Rändern für Bilder helfen soll. Extensis wird PhotoFrame auf der Macworld Expo zeigen und plant, es im Februar zu einem voraussichtlichen Endverbraucherpreis von 129,95 Dollar auf den Markt zu bringen. Extensis kündigte außerdem ein neues Photoshop Bundle an, die PowerSuite für Adobe Photoshop für 199,95 Dollar, die Intellihance 3.0 (ein Plug-In zum Verbessern von Bildern) sowie Portfolio 3.0 und PhotoTools 2.0 enthalten soll. -Tonya]

<http://www.extensis.com/>

Imagedrome zeigt ein neues Plug-In für Struktureffekte (beveling), Imazine the Tools-Bevel Pro. Auf dem Gebiet der Beveling-Module sieht sich diese winzige neue Firma scharfer Konkurrenz durch Alien Skin, Extensis, and Fortune Hill (WildRiver SSK) gegenüber.

<http://www.imagedrome.com/>
<http://www.fortunehill.com/>

Pantones sehnsüchtig erwartetes HexWrench Plug-In kreiert sechs Farbseparationen (CMYK plus orange und grün), die im DCS- oder Photoshop-Format abgespeichert werden können. Wenn Sie qualitativ hochwertige Farbdrucksachen produzieren, ein ernstzunehmendes Budget haben und mehr Kick suchen, dann sollten Sie sich das unbedingt ansehen.

<http://www.pantone.com/>

Haben Sie ein Wacom-Tablett? Dann testen Sie Wacoms Gratis-Plug-Ins! Der Tablett-Hersteller wird PenTools 2.0 zeigen, die zwei neue Plug-Ins (Bit Blaster und Metal Leafer) enthalten.

<http://www.wacom.com/>

Bleiben Sie dran! Wir werden eine Menge heißer neuer Plug-Ins für Photoshop und Acrobat zu sehen bekommen, wenn Adobes "Plug-In Developer Pavilion" im Frühling wieder bei Seybold New York aufgeschlagen wird.

[Daniel Gray ist ein reisender Designer/Autor. Sein letztes Werk, "The Photoshop Plug-Ins Book" (Ventana Press), ist eine regelrechte Enzyklopädie der Photoshop Plug-Ins.

<http://www.geekbooks.com/>


PalmPilot, Teil 1: Hoffnungslos verfallen

von Jeff Carlson <jeffc@tidbits.com>

[Übersetzung: Heike Kurtz]

Einem Mixer w&uuml;rde man wohl kaum derartige Gef&uuml;hle entgegenbringen. Die meisten elektronischen Organizer sind relativ einfach gestrickt und speichern Termine und Telefonnummern mit der gleichen hirnlosen Effizienz, mit der ein Mixer Saft r&uuml;hrt. Wenn mir einer meinen Mixer wegnimmt, greife ich zum L&ouml;ffel. Greift hingegen jemand nach meinem PalmPilot, hole ich das große K&uuml;chenmesser heraus.

Seit neun Monaten benutze ich nun schon einen PalmPilot Personal von 3Com (früher USRobotics) und ich fand heraus, was über eine Million Pilot-Nutzer schon wissen: Dieses kleine Gerät ist weniger ein Terminplaner als eine Bereicherung des täglichen Lebens. Es enthält nicht nur meinen aktuellen Kalender, mein Adreßbuch und eine Liste der Dinge, die ich mir vorgenommen habe; mit meinem PalmPilot kann ich auch Emails senden und empfangen, die Stunden für meine freiberufliche Tätigkeit aufrechnen, Notizen und Listen speichern und, wenn ich möchte, auch ein Spielchen Schach oder Kniffel einschieben - überall, ohne mein PowerBook öffnen zu müssen. Alles in einem kompakten Gerät, das in eine Hemdtasche paßt und monatelang mit zwei 1,5-V-Mignon-Batterien auskommt.

<http://www.palmpilot.com/>

Ein scharfes Teil -- Auf den ersten Blick sieht der PalmPilot wie eine Baby-Version eines Newton MessagePad aus (vgl. den Bericht von David Gewirtz "Newton MessagePad 2000 übertrifft die Erwartungen" in TidBITS-379). Er ist 11,9 cm hoch und 8,1 cm breit, das graue Plastikgehäuse liegt gut in der Hand - ungefähr so wie ein Kartenspiel. Es gibt keine Tastatur, nur einen Stift, um auf den 160 x 160 Pixel großen, von hinten beleuchteten Bildschirm zu tippen und in einem dafür vorgesehenen Bereich darunter etwas zu schreiben. Mit vier vorne angebrachten Knöpfen bedient man die eingebauten Terminkalender-, Adreßbuch-, Aufgabenlisten- und Notiz-Funktionen. Die serielle Schnittstelle des Pilot ist unten angebracht und befindet sich in einem mitgelieferten Plastikgehäuse, das an Ihren Computer angeschlossen werden kann.

<http://www.carrier.co.at/res/mac/tidbits/TidBITS-379>

Die PalmPilots, die im Moment auf dem Markt sind, gibt es in zwei Varianten: "Personal" und "Professional". Sie sehen genau gleich aus und unterscheiden sich hauptsächlich in ihrer Arbeitsspeicher-Ausstattung. Der Personal hat 512 K und der Professional 1 MB. Die ROMs und die Versionen des Palm OS unterscheiden sich geringfügig, denn das Profi-Modell unterstützt eingebaute Email- und Ausgabenkontroll-Funktionen, die mit der geringeren RAM-Ausstattung des Personal nicht laufen würden. (Wenn Sie den Pilot zusammen mit einem Mac verwenden, ist das egal: Die beiden letzteren Programme lassen sich nicht mit der aktuellen Mac Pilot Desktop Software synchronisieren. Ich werde später noch einmal darauf eingehen).

IBM begann kürzlich damit, einen Pilot-Clone namens IBM WorkPad zu verkaufen, den es nur mit 1 MB RAM gibt. Außerdem möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, daß man, wenn man einen gebrauchten PalmPilot kaufen möchte, leicht einen Pilot 1000 oder 5000 (die Geräte der ersten Generation) bekommen kann. Diese Geräte sehen genau gleich aus, haben aber keine Hintergrundbeleuchtung und weniger RAM (üblicherweise 256K oder 512K), man kann aber von 3Com ein 1MB-Upgrade bekommen, das sie zu PalmPilot Pros ohne Hintergrundbeleuchtung macht.

<http://www.pc.ibm.com/us/workpad/>
<http://palmpilot.3com.com/catalog/upgrade.html>

Kochen mit dem Palm OS -- Ich habe mir den PalmPilot eigentlich gekauft, um etwas Ordnung in das papierne Chaos zu bringen, aus dem mein Terminkalender bestand. Ich schleppte einen total ungeordneten Ordner mit mir herum, der vollgestopft war mit Adreßinformationen, Kalenderseiten, gekritzelten Notizen und Massen durchgestrichener Aufgabenzettel. Der Pilot hat all das dankenswerterweise ersetzt.

Die vier Haupt-Anwendungen, die unter dem Palm OS laufen, funktionieren so, wie man das von einem persönlichen Informations-Manager erwartet. Das Adreßbuch speichert wichtige Kontakt-Informationen wie Namen, Firma, Adresse, Telefon und Email-Adresse. Es enthält vier frei konfigurierbare Felder für Kategorien wie URLs oder Geburtstage. Die Telefonnummernfelder haben Aufklapp-Etiketten, so daß man unter sieben verschiedenen Bezeichnungen (Fax, Mobil, Pager...) wählen kann und nicht auf Voreinstellungen wie z. B. "Telefon 2" angewiesen ist. Man kann zu jeder Eintragung Notizen hinterlegen, was ich z. B. zum Speichern von Anfahrtsbeschreibungen zu Wohnungen und Büros sehr praktisch finde. Das beste am Adreßbuch - abgesehen von bestimmten Funktionen - ist, daß man sehr einfach Adressen finden kann: Man braucht lediglich anfangen, den Nachnamen einer Person zu schreiben und der Pilot springt zum ersten passenden Eintrag. Versuchen Sie das einmal mit einem übervollen Filofax!

Der Terminkalender leidet zwar unter den Abmessungen des Bildschirms und der geringen Auflösung, liefert aber fast alles, was ich bis heute von einem Kalender-Programm gebraucht habe. Man kann sich den Terminkalender für einen Tag, eine Woche oder einen Monat anzeigen lassen. In der 1-Tag-Ansicht kann man die Textetiketten der Ereignisse zwar lesen, in der Wochenansicht gibt es aber nur verschiebbare graue Balken und in der Monatsansicht winzige schwarze Rechtecke. Sich wiederholende Termine oder Wecker einzustellen ist ganz einfach. Außerdem kann man mittels des "Phone Lookup"-Menüs schnell Adreßinformationen aus dem Adreßbuch abrufen.

In bezug auf Nützlichkeit ist die Aufgabenliste meine Lieblingsfunktion. Manche Leute befriedigt es, eine erledigte Aufgabe durchzustreichen, ich hingegen kreuze das "erledigt"-Kästchen einer Aufgabe an und schaue zu, wie das Projekt verschwindet. So bleiben - hoffentlich - am Ende des Tages nur noch kurze Listen übrig. Einträge können nach Kategorien und auf einer Skala von 1 - 5 nach Wichtigkeit eingestuft werden. Wenn Sie lieber alle erledigten Dinge durchgestrichen sehen wollen, können Sie diese Option auswählen.

Die letzte wichtige Funktion ist das Memo Pad, das alles mögliche im Textformat speichert. Ähnlich wie SimpleText ist das Memo Pad geeignet, um Notizen, Geistesblitze, Einkaufszettel etc. aufzuschreiben. Diese Funktion ist außerdem das Austauschmedium für die Export-Befehle der meisten Programme (wie z. B. der Export meiner freiberuflichen Arbeitsstunden von einem Programm namens Hourz), so daß das Memo Pad ein wichtiges Medium zum Austausch von Daten zwischen der PalmPilot und der Desktop Pilot Software darstellt.

<http://www.best.com/~zaeske/>

Außer den vier Hauptfunktionen zum persönlichen Informationsmanagement enthält das Palm OS noch Anwendungen wie z. B. einen Rechner, Sicherheitsoptionen, Speicherüberwachung, allgemeine Voreinstellungen und eine Suchfunktion, die alle Ihre Daten in einem Arbeitsgang durchforstet.

Das ist natürlich noch lange nicht alles, was es an Software gibt. Schon früh beschlossen die Entwickler des PalmPilot, die Entwicklungsumgebung für jeden zu öffnen, der dafür programmieren wollte, und das Ergebnis ist eine ganze Reihe kommerzieller, Shareware und Freeware-Entwickler, die Programme schreiben, die von Finanzberechnung über Zeichenprogramme bis zu Kartenspielen reichen. Obwohl viele Web Sites PalmPilot-Programme zur Verfügung stellen, komme ich immer wieder auf PalmPilot Gear H. Q. und Jim's App Archive zurück.

<http://www.pilotgear.com/>
<http://www.pcisys.net/~mccarthy/jim/apps/>

Graffiti an den Wänden -- Ein Grund, warum viele Leute zögern, den PalmPilot zu benutzen, ist die Eingabe über den Stift. Im Gegensatz zur eingebauten Handschrifterkennung des Newton, benutzt der Pilot eine Art Stenografie namens Graffiti, die in das Feld unterhalb des Bildschirms, nicht auf dem Bildschirm selbst, geschrieben wird. Der größte Bereich dieses Feldes erkennt Graffiti-Zeichen als Buchstaben, während ein schmalerer Bereich an der rechten Kante diese in Ziffern umsetzt. Es ist zwar schwer zu glauben, wenn man es nicht selbst probiert hat, aber Graffiti ist einfach zu lernen und kann manchmal schneller sein als normale Handschrift. Ich habe schon Anekdoten über Pilot-begeisterte Manager gehört, die versehentlich Graffiti benutzten, als sie in Meetings und Präsentationen Dinge an Tafeln notierten. Ich brauchte ungefähr vier Stunden Praxis, um hineinzukommen; für ungewöhnliche Buchstaben, die ich nicht oft benutze (wie z. B. das Pfund-Zeichen #), sehe ich kurz in der Hilfsfunktion des Palm OS nach.

Außerdem kann man auf dem Bildschirm eine normale Tastatur anzeigen lassen und mit dem Stift die einzelnen Buchstaben antippen, ungefähr so wie das Einfinger-Suchsystem an einer Schreibmaschine. Wenn Sie viele Daten eingeben müssen, können Sie sie in das Pilot Desktop Programm an Ihrem Mac eingeben und dann mittels HotSync-Befehl (s. u.) übertragen. Oder Sie können sich einen PiloKey kaufen - ein Adapter mit Software-Treiber, der Ihnen das Anschließen einer Newton-Tastatur an den seriellen Port des Pilot ermöglicht.

<http://www.landware.com/products/pilokey/pilokeyps.html>

Kommunikation aus der hohlen Hand -- Ich erwähnte weiter oben, daß ich meinen PalmPilot Personal auch zum Versenden und Empfangen von Email nutze, aber ich erwähnte auch, daß die Palm OS Email Software nicht auf dem Mac läuft. Verschiedene Firmen bieten Alternativen zu 3Coms Email-Software an. Ich kontaktiere meinen Mail-Server mittels eines drahtlosen Modems von Ricochet und Smartcode Softwares HandStamp. Sie können natürlich auch das PalmPilot Modem von 3Com oder das drahtlose Minstrel Modem von Novatel Wireless kaufen - beide lassen sich unten an Ihren Pilot anstecken.

<http://www.ricochet.net/>
<http://www.smartcodesoft.com/>
<http://palmpilot.3com.com/catalog/modem.html>
<http://www.novatelwireless.com/>

Kochen mit HotSync -- Jeff Hawkins, der Entwickler des PalmPilot, beschreibt das Gerät als ein "Fenster zu Daten, die anderswo sind". Das bedeutet, daß sich nicht alle Ihre Daten auf nur einer Maschine befinden müssen. Sie werden zwar einige Programme nur auf Ihrem Pilot installieren, aber die meisten wichtigen Informationen werden Sie auf die Festplatte Ihres Computers kopieren, um mit dem Pilot Desktop Programm daran zu arbeiten. Dies ist die vielgelobte HotSync-Funktion des Pilot, sie funktioniert mittels eines Knopfs am Gehäuse. HotSync synchronisiert die Informationen in allen Hauptprogrammen und wird auch benutzt, um neue Programme zu installieren.

<http://www.palmpower.com/issues/issue199801/hawkins001.html>

Der Nachteil beim Nutzen von HotSync mit einem Mac ist, daß dies bei einigen Leuten nicht gut zu funktionieren scheint, und hier stoßen wir auf einige der Probleme, die Mac-Nutzer mit dem PalmPilot haben können. Das HotSync-Gehäuse wird in den seriellen Port des Mac eingesteckt und man muß die HotSync-Steuerung über ein Kontrollfeld einschalten. Manche Programme (besonders Modem- und Fax-Software) scheren sich nicht darum, wer den seriellen Port kontrolliert, und so bricht die Verbindung zwischen Mac und HotSync zusammen. Ich habe schon viele Tips zum Umgehen dieses Problems gehört, unter anderem auch, man solle den Mac ohne Systemerweiterungen starten, einen Neustart mit eingestecktem HotSync-Kabel machen etc. Mein Mac erkennt manchmal nicht, daß da etwas eingesteckt ist, und ich schalte dann den HotSync-Monitor ein paarmal aus und wieder an. Das geht mit Yukinari Suzukis Kontrolleistenmodul HotSyncCSM etwas einfacher.

<http://www.gix.or.jp/~ysuzuki/download_page.html>

Mac-Besitzer verbrennen sich die Finger -- Trotz der wundervollen Funktionalität des PalmPilot selbst ist die Macintosh Pilot Desktop Software eine enttäuschende, langsame und häßliche Windows-Portierung. Ich habe zwar noch keine Bugs gefunden, die meinen Computer zum Absturz gebracht haben, aber die Performance ist manchmal einschläfernd und die Benutzeroberfläche ist unschön und manchmal verwirrend. Pilot Desktop (am Mac immer noch Version 1.0 - die Windows-Version liegt im Moment bei Version 2.1) favorisiert klar die PC-User.

Einerseits ist das verständlich, denn das Verhältnis von Windows-Nutzern zu Mac-Nutzern ist ungefähr 10 zu 1. Es ist jedoch eine Frechheit, daß der Pilot mit keinem anderen Programm auf dem Macintosh zusammenarbeitet. Auf der Windows-Plattform können Nutzer Informationen aus ihren Pilots mit vielen verschiedenen Programmen wie z. B. Microsoft Outlook und Lotus Notes austauschen. Äquivalente Funktionen für den Macintosh wurden noch nie gesehen, obwohl meine Kontaktleute bei 3Com mir versichern, daß sie in Arbeit sind.

Die einzige andere Option für Mac Nutzer ist, Now Softwares Now Synchronize zu verwenden, was den Pilot an Now Contact und Now Up-to-Date bindet. Ich habe Now Synchronize noch nicht benutzt, wohl aber einige Kollegen: Die einen schwören darauf, die anderen verfluchen es. Eine kostenlose Demoversion kann unter folgendem URL heruntergeladen werden:

<http://www.nowsoftware.com/products/syncro/pilotmac.html>

Und doch unschätzbar -- Es sagt einiges über die Qualitäten des PalmPilot und des Palm OS aus, daß ich trotz meiner Enttäuschung mit der Desktop Software immer noch voll und ganz von meinem Pilot überzeugt bin. Es ist zu einem dieser seltenen Werkzeuge geworden, die ich nicht mehr missen möchte.

In der nächsten Ausgabe der PalmPilot-Serie werde ich über einige verfügbare Programme schreiben und ein paar Tricks verraten, wie man seinen PalmPilot effizient nutzt.



Ständige Autoren der TidBITS in dieser Ausgabe:
Mark Anbinder [MHA], Jeff Carlson [JLC], Adam C. Engst [ACE], Tonya Engst [TJE].

Übertragung dieser Ausgabe:
Walter J. Ferstl [WJF], Heike Kurtz [HK].

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