[Übersetzung: André Schleife a.schleife@gmx.de]
Der Nachfolger von PhoneNet mit dem Namen HomeLINE ist da! Die neuen HomeLINE-Produkte von Farallon ermöglichen es, PCs und Macs zu vernetzen, indem man sie in die bestehenden Telefondosen einsteckt, ohne dabei Telefonverbindungen oder DFÜ zu stören. Jeff Carlson befaßt sich mit der Datensynchronisation mit dem Tool Synchronize, wir schreiben über den Mac-Client von SETI@home (und kündigen das TidBITS-SETI@home-Team an), und Apple enthüllt die Gewinner der vierten jährlichen Apple Design Awards.
Autorisierte Übertragung der TidBITS#482/24-Mai-99.
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[Übersetzt von André Schleife a.schleife@gmx.de]
SETI ermöglicht Weltraum-Erforschung vom Mac daheim -- Das SETI-Projekt (Search for Extraterrestrial Intelligence) [= "Suche nach außerirdischer Intelligenz" - AS] bietet jetzt auch eine Mac-Version des SETI@home-Clients, ein Leerlauf-Bildschirmschoner, der Daten bearbeitet, die vom Arecibo-Radio-Teleskop gesammelt werden, und in 340K "Häppchen" von den SETI-Servern downgeloaded werden. Angesichts der riesigen Daten-Mengen (ca. 35 GB am Tag) hoffen die SETI-Leute, daß die Suche nach fernen Kommunikations-Signalen durch die Rechenpower von tausenden von Leuten beschleunigt wird. Der SETI@home-Client, ein 210K-Download, läuft als Bildschirmschoner oder als eigenständiges Programm und braucht einen PowerMac mit System 7.5.5 oder höher mit mindestens 32 MB RAM. Wir haben stets nach Intelligenz in den Mac- und Internet-Welten gesucht. Jetzt können Sie uns helfen, nach Zeichen außerirdischer Intelligenz im Universum zu suchen, indem Sie dem SETI@home-TidBITS-Team beitreten. Besuchen Sie nur die zweite URL unten und tragen sich ein, und schon wird die Arbeit, die ihr Mac mit dem SETI@home-Client erledigt, für unser Team registriert. [JLC]
http://setiathome.ssl.berkeley.edu/
http://setiathome.ssl.berkeley.edu/cgi-bin/cgi?cmd=team_join_form&id=3308
Apple gibt die Gewinner des Software Design Awards bekannt -- Apple Computer hat die Gewinner des vierten jährlichen Apple Design Awards-Wettbewerbs bekanntgegeben, REALbasic 1.0 und Alsoft's Disk Warrior 1.0 haben mehrere Auszeichnungen erhalten. REALbasic gewann den Award für das beste neue Produkt, und Disk Warrior belegte den zweiten Platz. In der Kategorie für die beste Innovation war die Situation genau umgekehrt: den Award erhielt Disk Warrior und auf dem zweiten Platz war REALbasic. Für das beste Mac Nutzer-Erlebnis erhielt das Spiel Food Chain 1.0 von Cajun Games den Preis und REALbasic war erneut auf dem zweiten Platz. In der Kategorie für die am besten auf Apple portierte Technik ging der Preis an Cutie Mascot Jr. 1.5 von Kohshin Graphic Systems, eine Anwendung zum Erstellen von interaktiven Desktop-Animationen und dicht dahinter lag die Virtual Game Station von Connectix. Auch wir gratulieren den Gewinnern, und allen, die Food Chain und Cutie Mascot Jr. nicht kennen, empfehlen wir einen Besuch auf den entsprechenden Webseiten! [ACE]
http://www.apple.com/pr/library/1999/may/19awards.html
http://www.realsoftware.com/realbasic.html
http://www.alsoft.com/DiskWarrior/
http://www.CajunGames.com/foodchain/
http://www.kohshin-graphic-sys.com/e_version/mascot_e.html
http://www.virtualgamestation.com/
von Jeff Carlson jeffc@tidbits.com
[Übersetzung: André Schleife a.schleife@gmx.de]
Obwohl ich meine PowerBook G3 jetzt auch wie meinen richtigen Computer einsetze, sowohl auf der Straße als auch am Schreibtisch, war mein früheres PowerBook 5300 hauptsächlich ein mobiles Gerät. Im mobilen Einsatz war es unverzichtbar, aber zu Hause oder im Büro, als der Akku lud, war es eher ein Gegenstand zum Beschweren von Briefen, Zetteln und Disketten. Wenn man mehrere Maschinen verwendet steht man immer vor dem Frage: Wie stelle ich es am besten an, daß auf beiden Geräten alle Daten auf dem neuesten Stand sind? Ich fand als Lösung das Shareware-Programm mit dem passenden Namen Synchronize, und jetzt setze ich es zum Synchronisieren von Dateien und Ordnern auf mehreren Maschinen ein.
unscharf gespiegelt -- Synchronize funktioniert wie viele andere solche Tools auch, z.B. der File Assistant von Apple: es vergleicht die Änderungsdaten der Dateien, und dann werden die älteren Versionen durch die neueren ersetzt. Wenn Sie also zwei getrennte Dateien auf zwei Maschinen geändert haben, haben Sie auf diese Weise in den Ordnern immer die Version, die zuletzt bearbeitet wurde. Sie kommen zum gleichen Ziel, wenn Sie die jeweiligen Dateien mit dem Finder auf die entprechenden Ordner ziehen, da der Finder die Änderungsdaten automatisch vergleicht, aber sie werden irre, wenn Sie dann mehrere Dutzend "Wollen Sie wirklich ersetzen?"-Dialoge vor sich sehen.
Das Problem mit manchen Synchronisations-Utilities ist, daß diese vermuten, Sie wollen exakte Duplikate der Quell- und Zielordner, und erstellen diese auf einfachem Wege. Aber was ist, wenn Sie keine Duplikate wollen? Was ist, wenn das Datum und die Zeit auf einer Maschine durcheinander sind, und die letzten Arbeitsstunden einfach überschrieben werden? Als ich meinen Ordner von Claris Emailer 1.0 (der speicherte noch jede Nachrich als eigene Datei, und nicht alle in einer Datei, wie es beim Emailer 2.0v3 ist) synchronisierte, verlor ich einmal eine beträchtliche Menge Mails, da das Datum im PowerBook verstellt war. Schnell war das Attraktive an bloßer Effizienz dahin.
Die Macht der Wahl -- Synchronize bietet die gleiche Funktionalität, läßt sich aber besser kontrollieren. Nachdem die entsprechenden Verzeichnisse eingelesen wurden, zeigt Synchronize eine Liste der zu kopierenden Dateien, in der farbige Pfeile zeigen, welche Dateien überschrieben werden. Wenn man auf eine Zeile klickt, die zu einer Datei oder einem Ordner gehört, werden die Änderungsdaten und -zeiten angezeigt, aber auch die Dateigrößen (die können besonders nützlich sein, wenn die Daten oder Zeiten weit auseinandergehen). Wenn Sie auf ein Paar stoßen, das fehlgeleitet wird, können Sie es aus der Liste entfernen. Sie können auch Dateien zum Löschen markieren, dann werden jeweils beide Dateien gelöscht.
Die Fähigkeit, die Synchronisation fein abzustimmen, ist es wert, zu registrieren, aber es gibt noch einige andere Funktionen, die das Programm nützlich machen. In manchen Fällen ist Synchronize zu gründlich bei der Arbeit, z.B. beim Kopieren von Aliasdateien oder unsichtbaren Dateien. Dafür bietet es die entsprechenden Einstellungs-Dialoge, wo man individuelle Datei- oder Ordnernamen ignorieren lassen kann, und Sie können die Auswahl mit bestimmten Filtern bearbeiten, die auf Etiketten, Änderungsdaten, Dateitypen (z.B. Aliasse oder unsichtbare Dateien) oder der zugehörigen Anwendung basieren. Wenn Sie regelmäßig die beiden gleichen Ordner synchronisieren, werden Sie es schätzen, nicht immer die gleichen Dateien aus der "Dateien ersetzen"-Liste entfernen zu müssen.
Synchronize kann auch "Brute-Force"-Kopien erzeugen, dann entstehen exakte Kopien des Ursprungsordners, z.B. wenn Sie ein Backup von einem Ordner wollen. Mit den reichhaltigen Start- und Arbeitsoptionen, können Sie auch automatische Ausführungen planen, z.B. kann Synchronize um Mitternacht ein Netzlaufwerk mounten, die entsprechenden Dateien auf dem Laufwerk und ihrem Mac synchronisieren, das Laufwerk abmelden und den Mac ausschalten.
Das Programm speichert die Ordnerpfade und die Einstellungen in eigenständigen Synchronize-Dateien, und so können Sie einen Job starten, in dem Sie nur die entsprechende Datei doppelklicken. Sie können so eine Datei auch automatisch beim Programmstart öffnen, sodaß all ihre wichtigen Einstellungen zur gleichen Zeit fertig sind.
Der einzige Mangel an Synchronize, der mir auffiel, ist der fehlende Maximieren-Knopf im "Dateien ersetzen"-Fenster. Ich vergleiche gewöhnlich mindestens ein Dutzend Dateien, und in der Standard-Größe zeigt das Fenster weniger als zehn Stück an. Obwohl man das Fenster manuell großziehen kann, möchte ich es gern mit einem Klick auf Bildschirmgröße vergrößern. Weiterhin wünsche ich mir die Fähigkeit, Dateien über das Internet zu synchronisieren, da Synchronize nur auf lokalen Laufwerken und über AppleTalk LANs funktioniert. Im neuen Synchronize Pro 4.0, was demnächst bei Qdea erscheint (ein eigenes Produkt, im Moment im Beta), soll TCP/IP-Synchronisation enthalten sein.
Trotz meines Enthusiasmus verwende ich momentan nicht viel Zeit für Synchronize, denn es geht so gut, daß ich schnell die entsprechenden Dateien aktualisieren kann, und dann mit meinem Tagesablauf fortfahren kann. Diese Effizienz macht Attraktivität aus!
Synchronize 3.7 gibt es als 650K-Download kostenlos. Die unregistrierte Version ermöglicht Synchronisation von Ordnern mit höchstens 10 MB Daten, die erweiterten Einstellungen können auf Ordner mit maximal 1 MB Daten angewandt werden. Für die $29.95 Registriergebühr werden diese Einschränkungen entfernt, und es sind Upgrades im Preis enthalten. Sie müssen ggf. dem Programm beim Synchronisieren von Ordnern mit vielen Dateien mehr RAM zuweisen.
von Matt Deatherage mattd@gcsf.com
[Übersetzung: André Schleife a.schleife@gmx.de, Walter Sonnenberg Dr.W.Sonnenberg@t-online.de]
Farallon hatte schon immer eine Sonderstellung unter den Verkäufern von Netzwerken für den Mac, da sie bereits einfache Dinge noch einfacher machten. Die Firma wurde in der Mitte der 80er Jahre bekannt, als sie es schaffte, ein LocalTalk-Signal über normale Telefonleitungen zu übertragen, und nicht über das eigene Kabel, welches in den ziemlich teuren LocalTalk-Anschluß-Kits von Apple enthalten war. Mit den PhoneNet-Produkten von Farallon konnte jeder ein unglaublich flexibles Peer-Netzwerk mit Macs aufbauen. Anstatt sich für $40 ein Anschluß-Kit mit einem festen 6 Fuß langen [entspricht ca. 1,83 m - AS] Kabel zu kaufen, gibt man $30 für einen PhoneNet-Adapter aus und nutzt das Telefonkabel, egal wie lang, und die lokale Radiostation hat auch nichts dagegen.
Obwohl sie die Technik nicht erfunden haben, bringt Farallon jetzt die nächste Generation der lokalen Netzwerke über die Telefonleitung für Mac-Nutzer heraus. Die neuen HomeLINE-Produkte verbinden sowohl Macs als auch Windows-Rechner mit 1 Mbps (vier mal schneller als LocalTalk), und das nicht nur über normale Telefonleitungen, sie nutzen dazu die bereits vorhandenen Telefonsteckdosen in den Wänden, ohne dabei Telefongespräche oder DSL-Internet-Verbindungen (Digital Subscriber Line) zu beeinflussen.
Willkomen bei HomePNA -- Die Home Phoneline Networking Alliance ist seit 11 Monaten eine Vereinigung von Firmen, mit dem Ziel schnelle und leicht bedienbare Netzwerke über die bereits bestehenden Telefonleitungen zu Hause anzubieten. Dem Marktforschungsinstitut Dataquest zufolge, haben bereits 44 Millionen US-Haushalte einen Computer, 18 Millionen davon (also 40% aller US-Haushalte mit Computer) besitzen sogar mehr als einen Computer.
Die Marketing-Leute sind interessiert daran, was die Bewohner dieser Mikroprozessor-Wohnungen gern tun würden, wenn die Rechner miteinander kommunizieren könnten. Die Forscher fanden heraus, daß der wichtigste Bedarf ist, sich einen Internetanschluß zu teilen, so daß alle Computer im Haus mit einem einzigen Modem surfen. Eine Telefonleitung und ein ISP-Konto [Internet Service Provider- AS] weniger, bringt dem Durchschnittshaushalt Einsparungen von $250 bis $500 pro Jahr. Die nächsten Bedürfnisse sind Multiplayer-Spiele, Netzwerkdrucker und File Sharing, obwohl die andauernden Preissenkungen im Qualitätsdrucker-Markt den Netzwerkdrucker unwichtig werden lassen.
Die aktuellen HomePNA-Produkte basieren auf der HomeRun-Technologie von Tut Systems, ebenfalls eine Firma für Netzwerke über die normale Telefonleitung. Expresso MDU und andere Produkte von Tut Systems sind an Hotels, Wohnblöcke und andere Einrichtungen mit mehreren Wohnungen gerichtet, die ein Netzwerk ohne ein zusätzliches Kabel im Raum anbieten wollen, deshalb ist die Telefondose ein logischer Schritt. Selbst PhoneNet würde in diesen Situationen nicht funktionieren, es nutzt zwar nur zwei der vier Drähte einer normalen Telefonleitung, aber es ist nicht ungewöhnlich, daß Telefonleitungen nur zwei Drähte haben, und nicht die normalen vier. PhoneNet kann sich die Leitung auch nicht mit Telefongesprächen teilen, aber Tut Systems brauchte genau das, damit die Computer, die das Netzwerk nutzen nicht die Telefonleitung blockieren, die sie sich mit dem Telefon teilen.
Die Lösung ist eine innovative Technik, die die gleichen zwei Drähte nutzt wie Telefongespräche, allerdings auf einer anderen Frequenz, so daß man die Leitung zur gleichzeitigen Sprach- und Datenübertragung nutzen kann. Die Frequenz unterscheidet sich auch von der, mit der DSL arbeitet, und so können alle drei Standards parallel in einer Leitung genutzt werden.
HomePNA-Netzwerke und das Datenübertragungsformat haben ein theoretisches Maximum von 1.2 Mbps, aber HomePNA-Nutzer geben einen Durchsatz von 1 Mbps an (im Vergleich: ein normales 10Base-T-Ethernet mit einem theoretischen Maximum von 10 Mbps hat einen Durchsatz von 2 bis 3 Mbps). Sie werden einen Unterschied beim Übertragen von großen Datenmengen feststellen, aber beim Surfen im Web werden sich beide System ähnlich verhalten, zumal 1 Mbps von HomePNA bereits jeden Heim-Internet-Anschluß ausreizen dürften.
Farallon zufolge ist die HomePNA-Technologie extrem unanfällig gegenüber alten oder schlechten Telefonleitungen, ohne Verbindungs- oder Geschwindigkeitsprobleme in den meisten Situationen. Wenn alle Telefone in Ihrem Haus klingeln, wenn jemand anruft (ohne Hilfe eines PBX oder anderer Geräte), sollte HomePNA mit Ihren Telefonleitungen zusammenarbeiten.
HomePNA ist an diejenigen gerichtet, die bereits mehrere Telefondosen für die gleiche Nummer haben, aber keine Kabel um Haus verlegen wollen. Sie können HomePNA auch wie LocalTalk nutzen, indem Sie ein Telefonkabel zwischen den Rechnern verlegen, aber wenn Sie soviel Kabel verlegen wollen, können Sie auch die Ethernet-Anschlüsse an den meisten modernen Macs nutzen, und von mehr Geschwindigkeit profitieren, besonders, wenn alle Computer 100Base-T-Ethernet unterstützen.
Rein in den Mac -- Obwohl die meisten Mac-Nutzer Intel nur als den Hersteller des Pentium in PCs sehen, widmet sich die Firma einem breiten Ressourcen-Spektrum und wurde durchaus einflußreich im Netzwerk-Sektor. Intel zeigt gern auf die 18 Millionen Computer-Haushalte und spricht von einem ungenutzten Markt für Computer-Netzwerke. Wie mit USB arbeitet Intel mit HomePNA auf verschiedene Arten zusammen, nicht nur bei der Chipsatz-Herstellung zur Realisierung der HomePNA-Technologie (von Tut Systems lizensiert), sondern auch durch den Vertrieb der eigenen Home-PNA-Produkte mit dem Namen AnyPoint, die entweder einen PCI-Slot oder den parallelen Port nutzen, um Windows-Computer mit einem HomePNA-Netzwerk zu verbinden.
http://www.intel.com/anypoint/home.htm?iid={intelhome=anypoint3
Bis heute wurden aber keine HomePNA-Produkte für den Mac hergestellt. Da ist jetzt Farallon eingestiegen. Die neue HomeLINE-Lösung, die heute auf den Markt kommt, enthält PCI-Karten, die sowohl im Mac als auch im PC funktionieren, aber sie kommt mit Farallons plattformunabhängigem Software-Bundle, das absolut Mac-tauglich ist. HomeLINE unterstützt sowohl AppleTalk als auch TCP/IP (Farallon unterstützt System 7.5.5, aber empfiehlt Mac OS 7.6.1 oder besser wegen der Verbesserungen in Open Transport), und kommt mit einer CD-ROM für alle Plattformen mit einer guten Software-Auswahl.
http://www.farallon.com/tidbits/homeline/
Mit 1 Mbps Datendurchsatz ist HomeLINE schneller als die meisten Internet-Lösungen wie 56K, ISDN, DSL und sogar schneller als viele Kabel-Modems - es ist zwei Drittel mal so schnell, wie eine 1.54 Mbps T1-Leitung, und nur wenige Haushalte haben einen so schnellen Internet-Zugriff. Egal, wie schnell ihr Internet-Zugang ist, HomeLINE kann ihn auf mehrere Computer verteilen, ohne dabei der Engpaß zu sein. Außerdem bietet HomeLINE direkt an, den Internet-Anschluß aufzuteilen, da eine voll lizensierte Kopie von SurfDoubler von Vicomsoft für den Mac enthalten ist.
http://www.vicomsoft.com/surfdoubler/surf.main.html
SurfDoubler ermöglicht es zwei vernetzten Computern einen Internet-Anschluß zu teilen. Das lokale Netzwerk ist nicht auf zwei Rechner begrenzt, aber nur zwei können zur gleichen Zeit ins Internet, und einer davon muß der Computer sein, auf dem SurfDoubler installiert ist. Ken Haase, Marketing Direktor bei Farallon, hat gesagt, daß ihre Tests ergeben haben, daß SurfDoubler mehr als ausreichend für die meisten Heimcomputer ist - im normalen Gebrauch beim Browsen erreichen drei Computer nicht das Limit von zwei Computern, denn es gibt keine Paket-Konflikte. Ein andauernder Video- oder Datentransfer ist etwas anderes. Wenn SurfDoubler es nicht schafft, können Sie die weniger begrenzte Software SoftRouter Plus direkt von Vicomsoft erwerben, und bekommen den vollen Kaufpreis von SoftDoubler abgezogen - $64 weniger als der normale Preis. Wenn Sie eine größere Anzahl von Computern in verschiedenen Räumen einer Schule vernetzen wollen, sind Sie vielleicht eher an Internet Gateway von Vicomsoft interessiert, das auch CyberNOT-Inhalts-Filter enthält, was allerdings mehr kostet.
http://www.vicomsoft.com/softrouter/sfr.main.html
http://www.vicomsoft.com/vig/vig.main.html
Im Gegensatz zu den Ethernet-Produkten von Farallon haben die
PCI-Karten keine LEDs, um anzuzeigen, daß alles richtig konfiguriert
ist (ist nicht über normale Telefonleitungen machbar). Stattdessen
bietet die Firma die plattformunabhängige HomeLINE LinkTest-Anwendung
an, die annimmt, daß AppleTalk und TCP/IP stillgelegt sind, und
direkt Datenpakete in die Telefonleitung schickt. Sie starten
einfach das Tool auf jedem angeschlossenen Rechner, und wenn alle
die Pakete des jeweils anderen empfangen, erscheint eine grüne
Status-Anzeige, die die Telefonleitung als Quelle der Netzwerk-Probleme
ausschließt. Farallon bietet auch eine Ping-Anwendung für Windows
und Mac OS, um die TCP/IP-Fähigkeiten zu testen.
http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=670
HomeLINE enthält eine Testversion PC MACLAN 7.2 von Miramar zum Einsatz unter Windows 95/98. PC MACLAN ergänzt die Windows Treiber um AppleTalk Client- und Serverfunktionen - damit können Mac-Clients die Platten und Drucker des PC über die normalen Auswahlfunktionen von AppleShare zugreifen uhd der PC kann alle file- und Druckerserver-Dienste des AppleTalk-Netzes nutzen.PC MACLAN unterstützt das AppleTalk Filing-Protokoll auch übers Internet-Protokoll (IP), so daß auch über IP der volle AppleShare-Zugriff möglich ist. Die Testversion PC MACLAN, die mit HomeLine geliefert wird, enthält den vollen Funktionsumfang, arbeitet aber nur bis drei Stunden nach dem PC-Rechnerboot. Mit einem erneuten PC-Boot können Sie dies um weitere drei Stunden verlängern - das dürfen Sie allerdings beliebig oft.
http://www.miramarsys.com/products/pcmaclan72.htm
Wenn man weiß, daß Farallon der ursprüngliche Name von Netopia war und bis vor kurzem in der Tat eine Abteilung dieser Fa war, überrascht es nicht, daß auch eine Demoversion von Timbuktu Pro mitgeliefert wird. Diese Demo enthält file-Sharing, Chat, Internettelefonie, Notizenversand in beiden Richtungen und komplette Fernsteuerungsfunktionen für Rechner untereinander. Herr Haase von Farallon hob hervor, daß mit HomePNA und Timbuktu Pro ein fast vollständiges Internet Kommunikationssystem erworben wird. Die Demoversion von Timbuktu Pro ist voll funktionsfähig, verliert Ihre Rechte aber 30 Tage nach ihrer Erstbenutzung.
http://www.netopia.com/
http://www.timbuktupro.com/
Ein Teil der Begleitsoftware zu HomeLINE sind Vollversionen, dazu gehört SurfDoubler. Anderes wie PC MACLAN sind Testversionen, die HomeLINE-Käufer erhalten als ""Freunde von Farallon"" günstige Konditionen für die Vollversionen, indem nur die Upgradepreise für die jeweils aktuelle Vollversion zu jeder dieser Testversionen gezahlt werden muß. Für PC MACLAN spart das ca. 100 Dollar, also etwa den halben Normalpreis einer Einbenutzerversion. Für Timbuktu Pro kostet der Upgrade auf die Zwei-Rechner-Version 70 Dollar.
Plattformübergreifende Lösung -- Farallon schätzt, daß in 3-4 Millionen Haushalten mehrere Computer mit IBM-kompatiblen und Mac-Rechnern existieren, so daß plattformübergreifende Lösungen einen Marktvorteil ausmachen. Für die Windows-Seite enthält die HomeLINE-CD-ROM Intels Internet-Sharing-Software Anypoint, die Testversion von Timbuktu Pro und PC MACLAN. Die Windowsbenutzer haben die Auswahl zwischen verschiedemen Hardwarelösongen wie Intels Anypoint-Hardware. Macintosh-Benutzer hatten bis zum Erscheinen dieser CD keine Wahlmöglichkeiten. Der HomeLINE Starter Kit von Farallon enthält nun die vollständige Hardware und Software, die zur Kopplung von PCs und Macs mit HomePNA notwendig ist. Jede PCI-Karte enthält zwei Telefon-Buchsen. Man verbindet also eine Buchse der Karte mit der Telefondose und das Telefon mit der anderen Buchse der PCI-Karte, so daß ein einziger Telefonanschluß für Telefon- und Netzwerkverbindung ausreicht.
Nicht jeder Windows-Rechner kann mit einer PCI-Karte arbeiten, obwohl die HomeLINE-Software mit jedem Pentiumprozesoor, 8M RAM und Windows 95/98 zufrieden ist. (Die Mac OS-Seite erfordert 16M RAM und mindestens Systemversion 7.5.5) Intels Anypoint-Hardware enthält ein Netzinterface über die Parallelschnittstelle und ist damit eine günstige Lösung für Notebooks oder Rechner ohne freien PCI-Steckplatz. Wenn Sie für Ihren Windowsrechner eine solche Lösung brauchen, ist das HomeLINE-Paket für Sie ideal, weil beide Seiten auf HomePNA basieren. Wenn Sie Fremd-HomePNA-Hardware einsetzen, verlieren Sie nichts, weil jedes HomeLINE PCI-Paket das volle plattformübergreifende CD-ROM-Paket enthält. Mit dem Kauf einer Karte, um Ihren Power Macintosh mit dem Windows-Laptop kommunizieren zu lassen, verlieren Sie somit weder die Rechte an PC MACLAN noch an Timbuktu Pro.
Obwohl teurer als Ethernet ist der HomeLINE Starter Kit nicht zu teuer, um zwei Rechner zu koppeln. Es enthält zwei HomeLINE PCI-Karten, zwei Telefonkabel, die CD-ROM mit beiden Softwaresätzen, ein Benutzerhandbuch, eine Schnellreferenz-Karte - alles zusammen für einen Preis von 139 Dollar. Die HomeLine Einfachpackung enthält nur eine PCI-Karte und ein Telefonkabel - der Preis müßte bei etwa 70 Dollar liegen. Farallon liefert beide Pakete sofort und beide können online bestellt werden.
http://www.farallon.com/sales/store/homeline/
Unsere Meinung -- Für Mac-Benutzer ist der schlimmste Haken der, daß ein freier PCI-Slot benötigt wird. Powerbook- und iMAC-Benutzer sind also ausgeschlossen. Farallon kennt das Problem - insbesondere weil Intel für Windows-Rechner schon eine Lösung ohne PCI anbietet. Haase gab an, daß Farallon bereits an einer HomeLINE-Lösung für iMacs arbeite, die etwa zur Jahresmitte verfügbar sein solle, die PCI-Lösung habe aber nicht zurückhalten wollen, weil genügend PCI-taugliche Power-PCs bereits eingesetzt werden. Obwohl HomeLINEs 1 Mb/sec im Anwendungsbereich der 1,5 Mb/sec USB-Kopplung konkurrieren, stellt Haase heraus, daß der USB-Manager des Mac OS nicht ausreiche, um USB-Geräte als Netzwerkinterface zu betreiben. Farallon gibt zwar keine genaueren Daten des neuen Produkts an, verspricht aber, daß die externe HomeLINE-Lösung preislich in derselben Größenordnung liegen werde wie die PCI-Lösung. [Es ist wahrscheinlich, daß diese Produkt mit RJ-45-Buchsen arbeiten wird, wie sie für 10Base-T Ethernet benutzt werden, wie sie an iMacs und neuen Powerbooks vorhanden sind - Adam]
Man beachte, daß HomeLINE nur in Nordamerika zugelassen ist. Telefontechnik und Zulassungsbedingungen variieren weltweit so stark, daß man bisher nicht sagen kann, ob HomeLINE in anderen Ländern verfügbar sein wird.
HomePNA ist heute nicht die perfekteste Netzworklösung, aber es ist eine der bequemsten Lösungen. In Haushalten ohne spezielle technische Kenntnisse fällt es leichter, einen Handwerker zu finden, der neue Telefondosen installieren kann, als die Installation einer Ethernetverbindung zu organisieren (egal ob eine perfekte Unterputzinstallation oder ein fliegender Aufbau. bei dem die Kabel auf dem Teppich liegen). 1 Mb/sec ist nichts, um das Haus neu zu verdrahten, aber HomePNA entwickelt sich weiter. Tut Systems hat neue mit Broadcom zusammen entwickelte Chips vorgestellt, mit denen 10 Mb/sec über Telefonkabel bereits möglich sind, in der Planung sind 100 Mb/sec für Ende 1999 realistisch. Die Home Phoneline Networking Alliance (HomePNA) analysiert diese Technologien bereits, um ihren Standard HomePNA in Version 2.0 zu fixieren. Die Aufwärtskompatiblität zur Standardversion 1.0 soll garantiert werden.
http://www.news.com/News/Item/0,4,32151,00.html
In Konkurrenz zur HomePNA-Technologie stehen Entwicklungen zur Nutzung von Stromnetzen und drahtloser Übertragung. Obwohl in den meisten Haushalten mehrere Telefondosen existieren, ist doch immer noch die Anzahl normaler Steckdosen unvergleichlich größer und die drahtlosen Übertragungssysteme brauchen ohnehin keine Festinstallationen. HomePNA liegt aber vorne darin, daß die Lösung plattformübergreifend funktioniert und gegenüber der auf die Windows-Welt beschränkten Passport-Lösung von Intelogis dreimal schneller und zuverlässiger arbeitet. Die drahtlosen Techniken können mit HomePNA in punkto Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und einfacher Handhabung gut konkurrieren, tendieren aber dazu, teurer zu sein.
Das Schöne an HomeLINe ist, daß es ein vollwertiges Macintosh Produkt ist, aber nicht auf Macintosh eingeschränkt ist. Wenn Sie zwei PCI-Rechner besitzen, brauchen Sie nur ein Starter-Kit mit zwei PCI-Karten, um HomeLINE einsetzen zu können - insbesondere brauchen Sie nicht eine spezielle Karte für den Mac und eine andere spezielle Karte für den PC, allein Software macht es aus, daß zwei gleiche Karten für die Kommunikation genügen. Die Farallon-spezifische Diagnosesoftware sollte eine willkommene Erleichterung für alle sein, die mit der Installation nach dem Plug-and-Play-Prinzip Schwierigkeiten haben.
Wenn HomePNA 2.0 verfügbar wird, wird diese Technologie ein ernstzunehmender Konkurrent zu Ethernet insbesondere für Heimanwendungen sein. In Version 1.0 ist HomePNA schon ein ernsthafter Konkurrent zu Internet IP-Verbindungen, die Sie zuhause nutzen mögen. Die kleinere Geschwindigkeit ist nicht ausschlaggbend. Die Software im HomeLINE-Paket macht den Unterschied. Wenn Sie die Internet-Verbindung über mehrere Rechner via Mac anteilig nutzen wollen, brauchen Sie etwas wie SurfDoubler, das kostet allein 64 Dollar, die Einzelkarte HomeLINE kommt auf 79 Dollar, Sie kaufen also SurfDoubler und bekommen für einen Aufpreis von 15 Dollar HomePNA, diverse Testversionen, verbilligte Upgrades und Diagnosehilfsprogramme.
Wenn Sie Überlegungen angestellt haben, Ihre Rechner miteinander zu vernetzen und schon passende Telefondosen an den Wänden haben, ist HomeLINE ein attraktives Angebot, die HomePNA-Lösung einzusetzen. (Wenn zwei zu verkoppelnde Rechner schon nebeneinanderstehen, ist ein einfacher Telefonverteiler DIE Lösung im HomeLINE-System) Wenn Sie nun Kabel ziehen müssen und keine Extra-Telefondose anlegen wollen, mögen Sie Ethernet bevorzugen, aber nach dem heutigen Entwicklungsstand haben wir hier eine vernünftig gepreiste plattformübergreifende Alternative von den Pionieren, die die Verkabelung von Macs über Telefonleitungen entwickelt haben. Die Wahl ist gut.
Matt Deatherage veröffentlicht MWJ, das wöchentlich erscheinende Journal für ernsthafte Macintoshanwender, und das in naher Zukunft wieder zurückzuerwartende täglische Mac Journal MDJ. Kostenlose Probeabonnements des MWJ können bestellt werden unter:
Übertragung dieser Ausgabe:
André Schleife [AS] a.schleife@gmx.de, Walter Sonnenberg[WS] Dr.W.Sonnenber@t-online.de
Redaktion: Heike Kurtz [HK] mail@heikekurtz.de
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