[Übersetzung: Heinz Gnehm [HG] gnehm@infotrax.ch]
Viele träumen davon, die Arbeit einfach stehen zu lassen und die weite Welt zu bereisen. Gideon Greenspan machte sich nicht nur auf eine grosse Tour durch Asien, er nahm auch sein PowerBook und Shareware-Geschäft mit. In dieser Ausgabe schreibt Gideon über die Details seiner Reise und liefert wertvolle Tipps für Macintosh-Touristen. Wir beschreiben einige Änderungen an unseren Umfragen, betrauern den Tod von Don Crabb und informieren über neue Versionen von Eudora 4.3.1, IBM ViaVoice 1.0.2 und die Markteinführung eines farbigen PalmPilot.
Autorisierte Übertragung der TidBITS#519/28-Feb-00.
Die Originalausgabe finden Sie unter: http://www.tidbits.com/tb-issues/TidBITS-519.html
Copyright 1999 TidBITS Electronic Publishing. All rights reserved.
Information: info@tidbits.com Comments: editors@tidbits.com
Copyright ab 7/98 der deutschen Version: Heike Kurtz Übersetzungsdienst.
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Themen:
http://www.tidbits.com/tb-issues/TidBITS-519.html
ftp://ftp.tidbits.com/pub/tidbits/issues/2000/TidBITS#519_28-Feb-00.etx
Die Originalausgabe ist via FTP auf den meisten Info-Mac-Mirrors verfügbar, so etwa:
ftp://ftp.univie.ac.at/mac/info-mac/per/tb/tidbits-519.etx
ftp://sunsite.cnlab-switch.ch/mirror/info-mac/per/tb/tidbits-519.etx
ftp://ftp.rrzn.uni-hannover.de/pub/mirror/info-mac/per/tb/tidbits-519.etx
[Übersetzung: Heinz Gnehm [HG] gnehm@infotrax.ch]
Macintosh-Kolumnist Don Crabb gestorben -- Der viel beschäftigte Macintosh-Kolumnist Don Crabb ist im Alter von 44 Jahren gestorben, nachdem er seit letzten Dezember wegen einer Bauchspeicheldrüsen-Erkrankung im Krankenhaus behandelt worden war. Der Filmkritiker Roger Ebert wählte die besten Worte, als er Don Crabb in einem Nachruf der Chicago Sun-Times als "einen Mann mit unbegrenzter Energie" bezeichnet hat. Dons Ausdauer befähigte ihn zu grossen Leistungen, an der Universität von Chicago war er Assistenz-Direktor für die Informatik-Ausbildung, Direktor der Unterrichtslabors und Professor. Ausserhalb der Universität schrieb er für zahlreiche Macintosh-Publikationen und -Websites, betreute eine Radio-Show und war selber ein vielgesehener Gast in Radio und Fernsehen. Wir werden ihn sehr vermissen. [ACE]
http://www.suntimes.com/output/obituaries/xcrabb.html
http://www.maccentral.com/news/0002/27.doncrabb.shtml
Eudora 4.3.1 Update erhältlich -- Qualcomm hat endlich das Gratis-Update veröffentlicht, das die Vollversion von Eudora 4.x auf die Version 4.3 bringt und alle Funktionen bietet, ohne Werbung anzuzeigen. Das Update ist 5.9 MB gross und läuft nur auf PowerPC-Macintoshes, das Update bringt also nichts für Besitzer eines älteren 68K-Gerätes. Für mehr Informationen lesen Sie "InterviewBITS mit Steve Dorner" in TidBITS-517_ und "Eudora 4.3 Public Beta Adds Free Usage Modes" in TidBITS-509_.
http://www.eudora.com/pro_email/updaters.html
http://www.heikekurtz.de/tidbitsde/TidBITS-de-417.html#Anker2
http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=05711
Alan Forkosh hat auf TidBITS Talk berichtet, dass das Update ihn zuerst nach dem Namen gefragt und dann eine neue Registrationsnummer angezeigt hat, mit dem Hinweis, diese Information aufzubewahren. Nach dem ersten Start lief Eudora weiterhin im "Sponsored Mode" und Alan musste sich zuerst im Hilfe-Menü mit dem Namen und der neuen Nummer registrieren lassen, um in den Vollmodus wechseln zu können. [ACE]
http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkmsg=6099
Palm jetzt auch in Farbe und mit mehr Speicher -- Die Firma Palm, Inc. hat mit dem Palm IIIc einen neuen Vertreter ihrer beliebten Handhelds vorgestellt, diesmal mit einem Farbdisplay, 8 MB Speicher und einem eingebauten, aufladbaren Lithium-Ionen-Akku. Obwohl Farbdisplays für Windows CE-Geräte (jetzt in Pocket PC umbenannt) bereits seit einigen Monaten erhältlich sind, ist die Leistung dieser Geräte durch zu kurze Akkulaufzeiten stark eingeschränkt. Der Eintritt von Palm in dieses Segment bedeutet also, dass sie das Gefühl haben, diesmal alles richtig gemacht zu haben. Das TFT-Aktivmatrix-Display ist genau gleich gross wie dasjenige seiner graustufigen Brüder und kann bis zu 256 Farben darstellen. Die Akkulaufzeit nimmt dadurch natürlich ab und soll laut Palm zwischen zwei Aufladevorgängen noch zwei Wochen betragen. Bei normalen Gebrauch kann das Gerät aber in wenigen Minuten in der HotSync-Halterung wieder aufgeladen werden. Der Palm IIIc ist ab sofort erhältlich und kostet US$ 450.
http://www.palm.com/products/palmiiic/
Obwohl der IIIc im Rampenlicht stand, hat Palm weitere Geräte vorgestellt, so den Palm IIIxe mit 8 MB Speicher und einem dunkelfarbigem Gehäuse für US$ 250 sowie eine zusammenfaltbare Tastatur für US$ 100, die zusammengelegt etwa die Grösse eines Palm III aufweist. Und nicht zuletzt hat Palm angekündigt, den drahtlosen Palm.net-Dienst für Besitzer eines Palm VII pauschal für US$ 45 pro Monat anzubieten und damit die bisherigen, teuren Gebühren pro Kilobyte abzuschaffen. [JLC]
http://www.palm.com/products/palmiiixe/
http://www.palm.com/products/keyboard/
http://www.palm.com/products/palmvii/serviceplans.html
http://www.palm.net/
http://www.palm.com/products/palmvii/
IBM bietet Update für ViaVoice, Dragon bleibt dran -- IBM hat ein Gratis-Update auf Version 1.0.2 ihres Spracherkennungssystems ViaVoice bereitgestellt und damit kleinere Fehler bereinigt, wie etwa das Erkennen von zusätzlichen Leerschlägen, das Rückverfolgen von Fehlern oder das Trainieren von Spezialzeichen. Probleme bei der Wortauswahl bleiben aber bestehen und auch das Erkennen von Einzügen sowie bei der Punktsetzung und Gross-/Kleinschreibung sind weiterhin unglücklich gelöst. Mehr Kommentare zu ViaVoice finden Sie bei TidBITS Talk. ViaVoice kann zum Preis von US$ 80 bei den TidBITS-Sponsoren Outpost.com und Aladdin Systems zusammen mit einem geräuschunterdrückendem Kopfhörerset bezogen werden.
http://www-4.ibm.com/software/speech/support/us_vvmac12.html
http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=883
http://www.outpost.com/entry?sku=99187&site=tidbits:newsletter
http://www.digitalriver.com/aladdin/viavoice/21917/
In der Zwischenzeit hat Die Firma Dragon Systems ihren Beta-Testern mitgeteilt, dass man weiterhin daran festhält, das Produkt NaturallySpeaking auf den Mac zu portieren und dazu das Erscheinen von Mac OS X abwarten will. Wir und andere in TidBITS Talk waren schon immer skeptisch, ob es Dragon gelingen würde, ein kontinuierliches Spracherkennungssystem für das jetzige Mac OS anzubieten und es scheint, dass unsere Befürchtungen nicht aus der Luft gegriffen waren. (Ihr Produkt Voice Power Pro, ein Update zu Power Secretary, ist aber weiterhin erhältlich) Zusätzlich hat Die Firma MacSpeech angekündigt, ihre neuen Produkte iListen und iDictate basierend auf der Spracherkennungssoftware von Philips "Ende Frühling" auszuliefern (lies: hoffe auf die MacWorld Expo im Juli und bete). [MAN]
http://macweek.zdnet.com/2000/02/13/dragon.html
http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=05392
http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=674
http://www.voicepowerpro.com/
http://www.macspeech.com/
Umfrageergebnisse: Color Me Pretty -- In der Umfrage letzte Woche haben wir gefragt, welche Farben Sie bei zukünftigen Macintosh-Modellen gerne sehen würden. Dabei wurde gebürstetes Metall mit 27 Prozent am meisten gewünscht. Mitternachtsblau landete mit 18 Prozent auf dem zweiten Platz, gefolgt von Waldgrün und Ebenholz mit je 11 Prozent. Jetzt müssen wir nur auf den nächsten Farbwechsel warten um zu sehen, was Apple im Schilde führt. Die endgültigen Ergebnisse können Sie mit der unten stehenden GetBITS-URL ansehen. [ACE]
http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbpoll=9
Umfrage: Auf ausgetretenen Pfaden -- Mit dem Erscheinen des iMac hat Apple damit begonnen, Schnittstellen und Funktionen aufzuheben, die seit dem Macintosh SE im Jahre 1987 zum Standardumfang jedes Macintosh gehörten. Auch wenn dieser Zug für die Industrie sein Gutes hatte, wurden damit die Benutzer von nicht mehr unterstützten Peripheriegeräten vor einige Probleme gestellt. Wenn Sie also einen neueren Macintosh besitzen oder planen, einen solchen in nächster Zeit anzuschaffen, welche alten Schnittstellen oder Funktionen haben Sie nachgerüstet oder werden Sie nachrüsten wollen, sei es durch einen Adapter, eine Einschubkarte oder einen vernetzten älteren Mac?
http://www.tidbits.com/
http://www.geethree.com
Diese Umfrage macht von der neuen Möglichkeit Gebrauch, mehrere Antworten durch Auswahlfelder zu berücksichtigen. Sie können also zwischen ADB, Diskettenlaufwerk, LocalTalk, SCSI und serieller Schnittstelle wählen. Es existiert auch eine sechste Antwort, nämlich "Keine", was bedeutet, dass diese Umfrage gleich zwei Fragen stellt. Planen Sie überhaupt, ältere Schnittstellen und Funktionen nachzurüsten und wenn ja, welche? Natürlich macht es keinen Sinn, gleichzeitig mit "Keine" und "Diskettenlaufwerk" zu antworten, aber wir vertrauen darauf, dass Sie das nicht tun werden. Wir haben uns für diese Lösung entschieden, um aussagekräftigere Ergebnisse zu erhalten und mehr Personen in die Umfrage einbeziehen zu können. [ACE]
[Anm. d. Übers.: da die übersetzte Ausgabe immer eine Woche nach der Originalausgabe herauskommt, ist die Teilnahme an den hier genannten Umfragen leider nicht mehr möglich. Bitte konsultieren Sie die TidBITS Homepage für Infos über die derzeit laufende Umfrage.]
http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=952
von Adam C. Engst ace@tidbits.com
[Übersetzung: Christoph Baehr [CB] cb@baehr-consult.de]
Diejenigen, die sich an unseren wöchentlichen Umfragen und Rätseln beteiligen, werden in dieser Woche zusätzliche Funktionen bemerken, die die Beteiligung an unseren Umfragen und Referenzen darauf vereinfachen sollten. Wir haben auch eine Liste häufig gestellter Fragen (FAQ) verfasst, die die Standardfragen, die wir über unsere Umfragen erhalten, und einige Grundlagen des Entwurfs von Umfragen umfasst.
http://db.tidbits.com/poll/AboutPolls.html
Antworten eingschlossen -- Bei einigen unserer vergangenen Umfragen mussten Sie mehrfach abstimmen, wenn Sie verschiedene Antworten geben wollten. Wir können nun Umfragen erzeugen, die Ankreuzfelder (checkbox) statt Auswahlknöpfen (radio button) verwenden, um mehrere Antworten gleichzeitig zu registrieren, sodass Sie nicht mehrere Male abstimmen brauchen. Bei Umfragen, die Ankreuzfelder verwenden, werden Sie auch zwei verschiedene Zahlen sehen, die Anzahl der Antworten und die Anzahl der Antwortenden, weil die Stimmenzahl von der Zahl der Leute, die antworten, abweichen wird.
Vergangene und populäre Umfragen -- Wir haben einige Zeit an einem Zugang zu den Ergebnissen vergangener Umfragen und Rätsel gearbeitet. Obwohl es sich zeigte, dass das ein komplexes Designproblem ist, haben wir schließlich die problematischten Ideen aufgegeben und sind bei einer chronologischen Liste der vergangenen Umfragen gelandet, von denen jede mit dem Umfragetitel, der Frage und der Anzahl der Antworten aufgeführt ist. Wir haben auch eine Seite
mit unseren populärsten Umfragen gestaltet, sodass Sie sehen können, welche Umfrage das stärkste Interesse bei unseren Lesern hervorgerufen hat.
http://db.tidbits.com/poll/
http://db.tidbits.com/poll/PopularPolls.html
GetBITS Umfrage-Web-Adressen (URL) -- Zum Schluss haben wir dauerhafte Web-Adressen (URLs) für die Umfragen eingeführt, sodass Sie, wenn Sie auf eine Umfragen verweisen wollen, sich keine Sorgen machen müssen darüber, dass die Web-Adresse irgendwann in der Zukunft ungültig sein wird. Um zum Beispiel die Ergebnisse der Umfrage über den Macintosh-Besitz zu sehen, die wir vor einigen Wochen durchgeführt haben, verwenden Sie folgende GetBITS-Web-Adresse:
http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbpoll=27
Das sind zwar alles keine großen Änderungen, aber wir hoffen, dass diese unsere Umfragen beliebter und interessanter machen werden.
von Gideon Greenspan gdg@sigsoftware.com
[Übersetzt von Axel Schwalm, Friedrich-Wilhelm Nehl [FWN] fwn@mac.com und André Schleife [AS] a.schleife@gmx.de]
Während ich dies schreibe, sitze ich im Flugzeug von Bangkok nach Frankfurt. Ich bin auf dem Rückflug nach London, nachdem ich zwei Monate mit Reisen durch Asien verbracht und dabei meine Firma, Sig Software, von meinem PowerBook G3 aus betrieben habe. (Siehe "Working Off the Beaten Track" in TidBITS-508_ mit der Geschichte meiner Vorbereitungen.) Die Tour war wunderbar. Für alle die sich über ihr nächstes Urlaubsziel noch unschlüssig sind, kann ich die Route von Singapur über Malaysia nach Thailand von ganzem Herzen empfehlen. Futuristische Innenstädte, tropische Inseln, Unmengen Kultur, üppiger Urwald, Tauchgründe von Weltklasse, großartiges Essen, Niedrigstpreise und mehr Tempel, als sie mit einem Weihrauchstab befächern könnten. Und falls sie nicht an Gemahl oder Gemahlin oder gar Familie gebunden sind, schlage ich vor, dass sie individuell reisen. Sie werden garantiert unzähligen interessanten Menschen begegnen (sowohl Reisenden als auch Einheimischen), sogar ohne es darauf anzulegen.
http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=05686
Überleben und Genießen -- Denjenigen, die ihre Spannung kaum noch zügeln können, sei gesagt: Sowohl Sig Software als auch mein PowerBook G3 haben die zwei Monate und knapp 5000 Kilometer überland im Wesentlichen unbeschadet überstanden. Abgesehen von ein paar Kratzern hier und da arbeitet der Computer fehlerfrei und ist so gut wie neu. Ausnahmslos jeden Tag war ich in der Lage, Kundenanfragen zu beantworten, meine Webstatistik herunterzuladen und zu analysieren, Registriernummern zu verschicken und meine übliche Tour durch die Mac- und sonstigen Nachrichtenseiten zu absolvieren.
Ungeachtet der tagtäglichen Führung von Sig Software gelang es mir außerdem, vier kleinere Softwareaktualisierungen zu erstellen (Email Merge 1.8, Analog Helper 1.1.1, NameCleaner 2.0.1 und Cross Platform 1.1.1), sowie eine erhebliche Überarbeitung von Drop Drawers, deren Vollendung allein schon einen Monat meiner verbliebenen Zeit beanspruchte. Dank des Einsatzes von Cletus Waldman hat ResExcellence sogar einen Wettbewerb veranstaltet und ein Leserinterview publiziert, das tatsächlich gleichzeitig mit Drop Drawers 1.1 erschien.
http://www.sigsoftware.com/
http://www.resexcellence.com/archive_software/dropexclusive.shtml
Internet Cafés in Hülle und Fülle -- Im ersten Artikel hatte ich schon erwähnt, dass ich es vorzöge, den Internetzugang über das Ethernet-Netzwerk eines Internet-Cafés herzustellen, als mich selbst einzuwählen. Ich ging davon aus, dass das Internet-Café einen schnelleren Anschluss ans Internet böte, als mit einer analogen Telefonleitung zur erreichen wäre. In Singapur verhielt es sich so. Die meisten Internet-Cafes besaßen eine ISDN-Verbindung und für etwa 7 DM pro Stunde konnte ich im Internet mit der entsprechenden Geschwindigkeit surfen.
Die Situation in Malaysia und Thailand war gänzlich anders. Ausnahmslos alle Internet-Cafés in diesen Ländern benutzten eine _einzelne_ analoge Einwahlverbindung (üblicherweise 56 Kbps, manchmal auch 33,6 Kbps) für das gesamte Netzwerk von 10 oder 20 PCs. Sie waren also kein bisschen schneller als eine eigene Einwahl meinerseits und sie versprachen im Gegenteil, eine Größenordnung langsamer zu sein. [Also nur ein Zehntel der Geschwindigkeit zu bieten. -- AX]
Glücklicherweise fungierten die Internet-Cafés zugleich als Treffpunkt für Netzwerkspiele und waren voller Kinder, die sich eher gegenseitig beschießen wollten als im Netz zu surfen. Die wenigen einheimischen oder durchreisenden Internetbenutzer waren normalerweise durch IRC-Sitzungen gefesselt [Internet Relay Chat = Plaudern via Internet; jeder darf etwas schreiben und alle müssen es lesen. Das Datenaufkommen ist relativ gering, die Kosten eher hoch, deshalb kommt es schnell zu knappen und fanatischen Äußerungen. -- AX] oder überprüften ihre E-Mails aus Hotmailadressen. Insgesamt hieß das, dass ich mir oftmals 80 Prozent der Übertragungsbandbreite aus der Einwahlleitung zusammenstibitzen konnte. Nichtsdestotrotz gab es Situationen, in denen ich mit unzumutbar langsamen Verbindungen arbeiten musste: Die Rekordmarke setzte ein Café in Lobpuri, Thailand, in dem ich nicht mehr als 20 Bytes/Sekunde in die USA erreichen konnte schon die bloße Abfrage meiner E-Mails dauerte 45 Minuten!
Die Preise passten sich der Anzahl der durchreisenden Interessenten an. In touristenarmen Gebieten Malaysias und Thailands nahm man für den Zugang etwa 1 DM pro Stunde. Sobald jedoch ein Gasthaus in der Nähe stand, konnte man davon ausgehen, wenigstens 2,50 DM pro Stunde zu zahlen. Im Zentrum von Bangkok verlangten einige Anbieter bis zu 15 DM pro Stunde, gemäßigtere Anbieter waren aber oft schon um die nächste Ecke zu finden. Auch in isolierten Touristengebieten, wie etwa den tropischen Inseln von Pulau Tioman vor der Ostküste Malaysias, konnten die Preise auf bis zu 10 DM pro Stunde klettern.
Internet-Cafés aufzutreiben war viel einfacher, als ich es mir vorgestellt hatte. Der Internet-Café-Führer, den ich heruntergeladen und in eine Datenbank konvertiert hatte, erwies sich als völlige Zeitverschwendung. Um ein Internet-Café zu finden, genügte es in ein Einkaufsviertel zu gehen und mich umzuschauen. Vielleicht eines von zwanzig Internet-Cafés hatte sich im Führer eintragen lassen. Das eine Mal, als ich ihn benutzt hatte, um ein Internet-Café in Bangkok zu finden, das kostenlosen Zugang für Laptops anbot, musste ich leider feststellen, dass man das Angebot dort storniert hatte und den Laptops nichteinmal mehr gestattete, ihre Verbindung zu benutzen.
Eine Fähigkeit, die ich lernte, war die Überredungskunst. Die meisten Internet-Cafés waren mit Personal besetzt, das wenig von Netzwerkprotokollen verstand. Sobald ich ihnen mein Laptop zeigte, blickten sie mich mit einer Mischung aus Gleichgültigkeit und Furcht an, schüttelten den Kopf und murmelten "Geht nicht". Um dies zu vermeiden, trat ich mit dem Laptop in der Tasche ein und begann zu fragen: "Darf ich mein Laptop anschließen?" Ausnahmslos verstanden sie mein Hochenglisch nicht und nickten daher einfach, in dem Glauben, ich hätte darum gebeten, das Internet benutzen zu dürfen. Dann warf ich einen Blick auf die Netzwerkeinstellungen in einem PC (Rechts-Klick auf Netzwerkumgebung unter Einstellungen), um zu prüfen, ob der Anschluss funktionieren würde. Und erst dann packte ich das PowerBook aus. Bis sie bemerkten, was ich da trieb, war ich schon in ihrem Ethernet-Netzwerk und im Begriff, TCP/IP einzustellen. [Transmission Control Protocol / Internet Protocol -- AX] Obwohl sie sich damit nicht recht anfreunden konnten, schauten sie dennoch neugierig zu, wie ich die Einstellungen vervollständigte, während ich erläuterte, was ich da tat und sagte: "Geht gut Mache ich überall dasselbe, dasselbe", andeutend, dass es keinen Unterschied für das Netzwerk mache, ob sich da mein oder ihr Computer unter einer gegebenen IP-Adresse melde.
In den meisten Fällen benutzten diese Anbieter TCP/IP mit statischen Adressen, sodass ich einfach die IP-Adresse des Computers kopieren musste, dessen Zugang ich mir auslieh; desgleichen die Subnetzmaske, Router-Adresse [Router verbinden zwei zuvor getrennte Netzwerke miteinander. -- AX] und DNS-Adressen [Domain Name Server -- AX]. Einige Cafés benutzten DHCP [Dynamic Host Configuration Protocol. Der Server vergibt die IP-Adressen automatisch. -- AX], wodurch das Ganze noch weiter vereinfacht wurde, zumal Apples TCP/IP Software DHCP zuverlässig unterstützt. Aber ungefähr eines von fünf Cafés verwendete eigentümliche Konfigurationen, in denen die IP-Adressen und Subnetzmasken angegeben waren, nicht jedoch diejenigen von Router und DNS-Servern. Mir ist immer noch schleierhaft, wie die funktionierten, aber ich vermute, sie benutzten ein Gemisch aus TCP/IP und Windows Netzwerkprotokollen. Auf jeden Fall stand bei solchen Einstellungen für mich fest, dass dieses Café ein aussichtsloser Fall und die Zeit gekommen war, sich das nächste zu suchen, nicht ohne sich mit einer kurzen Erklärung davonzumachen: "Schade nix gut."
Der einfache Aufbau des TCP/IP Kontrollfelds und die Möglichkeit viele verschiedene Einstellungen abzuspeichern waren überall eine grosse Hilfe - ich habe etwa 30 Einstellungen zusammengetragen und konnte so leicht zwischen ihnen hin- und herschalten. Obwohl diese Funktionen inzwischen in Anarchie eingebaut worden sind, erwies sich der Mac TCP Watcher von Stairway Software auch als unersetzlich, weil er mir erlaubte, ein- und ausgehende Bytes zu beobachten und zu prüfen, wie hoch die Verlustrate bei den Packets jeweils war. Obwohl er oft beim Abschalten vom Netz mein Betriebssystem zum Stillstand brachte, reichte meist die Tastenkombination Command-Option-Escape das Programm ganz abzuschalten. Ich habe auch mit dem OT Advanced Tuner von Sustainable Softworks experimentiert, es fiel mir jedoch schwer, eine Verbesserung festzustellen.
http://www.stairways.com/mactcpwatcher/
http://www.sustworks.com/products/product_otat.html
Netzzugang über Telefon -- Verglichen mit dem Netzzugang in Internet-Cafés, waren meine Erfahrungen mit dem Gric Global Roaming Einwahldienst im Allgemeinen weniger positiv. Wie ich vermute, lag es an technischen Problemen der ISPs in den Ländern, durch die ich reiste, genau lässt sich das aber nicht sagen. Alle im Gric Wähler verzeichneten Einwählnummern waren auch wirklich vorhanden, nur war es mir oft nicht möglich, mich bei einer der angegebenen Telefonnummern mit meinem Roaming-Benutzernamen und Passwort einzuloggen.
Für Singapur waren nur zwei Einwahlnummern verzeichnet, aber da es sich bei Singapur um einen Stadtstaat handelt, hatte ich im ganzen Land Netzzugang zum Ortstarif. Während bei einer Telefonnummer meine Einwahldaten nicht anerkannt wurden, funktionierte es bei der anderen umso besser.
In Malaysia gab es einige Einwahlnummern mehr, aber die die ich häufig benutzte, gehörte der Telekom Malaysia, der nationalen Telefongesellschaft. Sie stellt eine besondere Telefonnummer (1515) für den Internetzugang zur Verfügung mit Telefongebühren wie für Ortsgespräche (oder zumindestens fast so niedrig), ganz gleich, woher im Land der Anruf kommt. Das hat fast immer gut funktioniert, jedoch gab es Tage an denen es nicht klappte. Im Ganzen erhält Malaysia für die Telefoneinwahl eine gute Note.
Meine Erfahrungen in Thailand waren hingegen sehr enttäuschend. Sie erinnern sich vielleicht an meinen ersten Artikel und dass einer meiner Hauptgründe, das weltweite Gric Roaming Netzwerk vor iPass auszuwählen, die Tatsache war, dass es örtlichen POP-Zugänge in über 50 Städten Thailands anbietet. Unglücklicherweise gehören die alle zu CS Internet (Thailands grösstem ISP) und bei keinem konnte ich mich einwählen. Beim CS Kundendienst sprach man von "vorübergehenden technischen Problemen" weshalb man sich als Nicht-CS-Abonnent nicht einwählen konnte. Ich habe diese Begründung an Gric weitergeleitet und erhielt als Antwort, man werde der Angelegenheit nachgehen und CS Internet aus seinem Telefonverzeichnis entfernen. Also blieb ich während meiner Zeit in Thailand bei den Internet Cafés. CS Internet ist sicher das Schlusslicht beim Internet-Roaming.
Die Gric Software selbst war in Ordnung, obwohl eine Ladezeit von 25 Sekunden etwas frustrierte. Ausserdem konnte man, hatte man erst einmal gewählt, den laufenden Wahlvorgang nicht unterbrechen, um z.B. eine andere Nummer anzuwählen, ohne das Programm zwangsweise zu beeenden (was dann die Modemverbindung offen liess und zu weiteren Problemen führte). Stattdessen musste ich ein zwei Minuten warten bis der Gric Wähler vom Remote Access Kontrollfeld erfahren hatte, dass das mit der Verbindung nicht klappt. Trotz dieser Ärgernisse erwies sich Gric als stabil und kam sehr gut mit allen möglichen Vorwahlen und Codes zurecht.
Bester und schlechtester Internetzugang -- Den besten Internetzugang hatte ich auf der Strasse vom Wat Umong Kloster, in der Nähe von Chiang Mai, in Nordthailand. Ich wollte mich dort für eine Woche zum Meditieren in ein Kloster zurückziehen, konnte jedoch keinen der üblichen Kurse belegen, weil man sich für mindestens 10 Tage völlig von der Aussenwelt abschliesst. Ich bezweifle, dass meine Kunden mir weiter gesonnen geblieben wären, wenn ich auf ihre Kosten zur Erleuchtung gelangt wäre. Ein Shareware-Geschäft verträgt sich eben nicht mit der Suche der Befreiung vom ewigen Kreislauf des Leidens anhand der "vinpanassa" [wohl Vinayapitaka, "Korb der Diziplin", Regelkodex für buddhistische Orden - FWN]. Aber dann fand ich Wat Umong - ein ruhig gelegenes Kloster auf einem wunderschön bewaldetem Grundstück, einer englischsprachigen Bibliothek, einem kleinen Zoo, einem hübschen See und einigen englischsprachigen Mönchen, die ich näher kennen lernte. Ich erwähne hier Wat Umong nicht, um über die dortig Gastfreundschaft zu schwärmen, nein, es gab von dort im Umkreis von 10 Minuten vier Internet-Cafés, die Internetzugang für unter US-$ 0,40/Stunde anboten. Wie Sie sich vorstellen können, konnten sich, bei diesen Preisen sogar die Mönche nicht verkneifen, im Internet zu surfen!
Die schlechtesten Erfahrungen habe ich während meines Aufenthalts im Dorf Kuala Tahan im Taman Negara Regenwald in Zentral-Malaysia gemacht. Dort gab es einen internetfähigen Computer, aber der unfreundliche Besitzer liess mich nicht mich selbst einwählen und gab mir auch auf meine Frage "warum?" keine Begründung. Also überredete ich einen Ladenbesitzer mir seine Telefonleitung für US-$ 0,10/Minute zur Verfügung zu stellen, das war zwar teuer, aber so teuer auch wieder nicht. Am nächsten Tag, ich hatte mich gerade eingewählt, beschloss er die Telefongebühr um das Fünffache zu erhöhen und mein Protest erwiderte er, indem er ohne weitere Anstalten die Telefonleitung ausstöpselte. Er hatte vielleicht eine günstige Gelegenheit gesehen, einen Touristen Geld aus der Tasche zu ziehen und war jetzt ärgerlich, als das so nicht klappte. Schliesslich und endlich musste ich den Fluss überqueren und in einer hotelähnlichen Ferienanlage stramme US-$ 0,30/Minute für die Einwahl berappen. Während dieser wenigen Tage habe ich dann meinen Internetgebrauch auf den E-Mail-Verkehr, jeweils etwa drei bis vier Minuten, beschränkt. Ich lag wohl falsch, wenn ich geglaubt habe, im ältesten Regenwald der Welt einen preislich vertretbaren Internetanschluss vorzufinden.
Der Mac und internationale Gegebenheiten -- Während meiner Reise war besonders interessant zu sehen, wie Apple und der Macintosh in drei verhältnismässig wirtschaftlich wichtigen Ländern Südostasiens vorankommen. Ich bin froh, sagen zu können, dass Apple in Computerläden ziemlich sichtbar war. Viele Desktop-Publishing-Firmen haben Mac-Hardware und ich habe sogar einen iMac in einem Internet-Café in Bangkok gesehen! Aber abseits des Weges, in entlegenen Orten, war die Mac-Präsenz kaum zu spüren. Ein Eigentümer eines Restaurants in Chiang Mai erzählte mir, wie schwer es ihm gefallen ist, einen Kundendienst für sein PowerBook 540 zu einem annehmbaren Preis zu finden - also musste er los und sich einen PC kaufen. Ich habe noch meine Hilfe angeboten, aber es war schon zu spät.
Etwas steht jedenfalls fest - der iMac und das iBook haben den Macintosh als beliebte Plattform neu belebt. Wenn ich mit Besitzern von Internet-Cafes spreche, fragen diese mich oft nach neuen Modellen, von denen sie bereits gehört haben. Außerdem wussten scheinbar alle, was ein "G3" ist und waren beeindruckt, als ich sagte, dass in meinem PowerBook ein solcher steckt. Oftmals bemerkten sie das auch auf Grund der Geschwindigkeit des Downloads und Anzeigens von Webseiten.
Einfluss auf meine Reisen -- Bei den ganzen Informationen bisher haben Sie möglicherweise vergessen, dass das Ziel meiner Reise war, viel von der Welt zu sehen, ohne jeden Tag im Internet gewesen zu sein. Wie wurde also meine Reise beeinflusst? Wenn Sie schon einmal mit dem Rucksack durch die Natur gezogen sind, kennen Sie sicherlich die Probleme: Erschöpfung, Hunger, die allgemeine körperliche Verfassung, ein dringendes Toilettenbedürfnis, die Entfernung vom Hotel und ganz wichtig: die verbleibenden Tage mit frischer Unterwäsche. Dazu kann ich ergänzen: Ladezustand der PowerBook-Batterien, die Zeit, die seit dem letzten Mal E-Mail holen verging und die Anzahl der E-Mails, die beantwortet werden wollen.
Das klingt vielleicht so, als hätte ich keine Zeit zum Vergnügen gehabt, aber das ist absolut nicht wahr. Die wichtige Sig Software benötigt nur ungefähr eine halbe Stunde am Tag, da ich diese Vorgänge automatisiert habe (AppleScript sei Dank - scheinbar eine der Geheimwaffen von Apple). Wenn ich zusätzlich noch Zeit hatte, konnte ich ein wenig programmieren und es war wirklich eine Wohltat, während längeren Busreisen etwas Produktives zu tun, wenn mir keine weiteren Reisenden Gesellschaft leisteten.
Wie ich bereits befürchtet hatte, war das Gewicht des PowerBook manchmal ziemlich belastend. Wenn ich in einer neuen Unterkunft angekommen war, war ich immer ziemlich froh, es unter meiner Matratze mit einem Sicherheitskabel am Bett befestigen und so verstecken zu können. Aber manchmal war es einfach nicht sicher genug, und deshalb hab ich das PowerBook den ganzen Tag in meinem Rucksack mit mir herumgeschleppt, was dann zu schmerzenden Schultern führte. Bald führt Apple ein kleineres Subnotebook ein. Das PowerBook ist zwar besser, doch dieser Leistungsgewinn kann zu Lasten des körperlichen Wohlbefindens gehen.
Ich habe mich im Voraus für eine gepolsterte Tragebox statt für eine normale Notebook-Tragetasche entschieden. Es stellte sich heraus, dass diese Entscheidung die Beste war, die ich treffen konnte. Abgesehen von den Platzeinsparungen konnte ich das PowerBook auch ohne Probleme aus der Tasche herausnehmen und hineinstecken. Wenn der Bus anhielt, konnte ich herausspringen, obwohl ich noch einen Moment zuvor gearbeitet habe. Auch die anderen Details stellten sich als nützlich heraus, abgesehen vom Ethernet-Crossover-Kabel. Obwohl ich bezweifle, dass das Sicherheitskabel jemals von einem Dieb getestet wurde (ich würde es sicher auch nicht wissen, wenn dem so wäre), so hat es doch mein Gewissen beruhigt, wenn ich mein PowerBook verließ.
Die Batterie reichte für jede Reise die ich unternahm aus, abgesehen vom 12-stündigen Flug von Frankfurt nach Singapur. Mit Lithium-Ionen-Batterien in beiden Einschüben kam ich durchschnittlich 8 Stunden hin - nicht schlecht, angesichts der Tatsache, dass ich niemals die niedrigere Prozessor-Geschwindigkeit wählte. (Ich wäre frustriert gewesen, wenn ich einen 333-MHz-Computer mit nur einem Viertel der Geschwindigkeit betrieben hätte.) Die Prozessor-Zyklus-Einstellung, die ich aktiviert ließ, sorgte dafür, dass die Geschwindigkeit automatisch herabgesetzt wird, wenn das System auf den Anwender wartet, beispielsweise beim Schreiben.
Ein Vorteil auf meiner Reise war weiterhin, dass ich meine Lieblingsmusik genießen konnte, die ich zuvor im MP3-Format auf der Festplatte abgelegt hatte. Viele lange Reisen werden durch beruhigende Töne aus den Kopfhörern erleichtert. Noch besser war, dass das PowerBook dank der Auto-Wakeup-Funktion in Verbindung mit MP3-Musik als Radiowecker fungieren konnte. Das stellte sich als sehr wichtig heraus, wenn es darum ging, zeitige Reiseverbindungen zu erwischen. Wenn Sie diese Funktion auch nutzen wollen, müssen Sie die Klappe des PowerBook geöffnet lassen, und das Passwort deaktivieren, ansonsten startet das System nicht zur angegebenen Zeit (ich musste das auf die harte Tour erfahren!). Können Sie sich auch vorstellen, dass sich das Gerät großartig als Nachttischlampe macht?
Es war ziemlich ungewöhnlich einer der Rucksack-Gemeinde zu sein, also ungefähr eine $3.000 teure Computerausrüstung mit sich herumzutragen. Andere Reisende waren oftmals überrascht, wenn ich auf einer Busfahrt ein Laptop auspackte, aber als ich denen erklärte, was ich machte, schienen sie es zu akzeptieren. Da ich die meiste Zeit mit dem einen oder anderen Mitreisenden verbrachte, konnte ich Outlook Express 5 so einstellen, dass die anderen auf ihre Hotmail-E-Mail-Accounts offline zugreifen konnten. Irgendwie funktionierte die Hotmail-Unterstützung von Outlook Express in periodischen Abständen am besten, deshalb musste ich manchmal die Nachrichten der anderen über meinen eigenen Account versenden.
Einer der amüsantesten Zwischenfälle auf meiner Reise war, als ich im gruftigen Schlafraum des Eastern Heritage Hostels in Melaka in Süd-Malaysia erwachte und jemanden im Zimmer sah, der ein Macintosh-T-Shirt trug. Sein Name war Chris Langford, und er verwaltete das Macintosh-Netzwerk an der Oregon Health Sciences University. Nach einer kurzen Unterhaltung mit ihm stellte sich heraus, dass er bereits von einigen meiner Programme gehört hatte, und dass er vor ein paar Jahren sogar einmal eines erworben hatte! Ich durchstöberte mein E-Mail-Archiv und fand sogar noch Reste des Briefwechsels, den wir im Dezember 1996 hatten. Wenn das nicht der Beweis dafür ist, dass auch die Welt ein Dorf ist, was dann?
Der Kreis schließt sich -- Würde ich so etwas noch einmal wagen? Ohne Zögern! Obwohl ich mit Sig Software unterwegs war, was natürlich nicht so gut ist, wie wenn man ohne Sorgen durch die Welt reist, war es erheblich besser, als die ganze Zeit nur daheim zu sitzen! Wenn das Geschäft hauptsächlich über das Internet abgewickelt wird, ist es kein Problem sämtliche Geschäfte mit sich zu nehmen, wohin man auch geht. Ich denke, dass mein nächstes Ziel China sein wird, aber das muss noch warten, bis sich der Internetzugang in dem Land verbessert. Ich werde natürlich wieder von diesem Trip berichten, falls er stattfindet. In der Zwischenzeit können Sie auf folgender Seite einige der Sehenswürdigkeiten betrachten, die ich sah, als ich weg war
http://www.sigsoftware.com/info/travel.html
Übertragung dieser Ausgabe:
Dr. Christoph Baehr [CB] cb@baehr-design.de, Heinz Gnehm [HG] gnehm@infotrax.ch, Friedrich-Wilhelm Nehl [FWN] fwn@mac.com, André Schleife [AS] a.schleife@gmx.de, Axel Schwalm [AX]
Redaktion: Heike Kurtz [HK] mail@heikekurtz.de
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