TidBITS#523/27-Mar-00

Haben Sie Ihren jetzigen Web-Browser langsam satt? Dann hofft Microsoft darauf, dass Sie den eben veröffentlichten Internet Explorer 5.0 ausprobieren; lesen Sie dazu Adams ausführlichen Bericht über die Neuerungen und Verbesserungen. Wir kommentieren ein Gerichtsurteil, in dem das Anti-Spam-Gesetz [Spam = unverlangte Werbe-E-Mails -- HG] des Staates Washington für verfassungswidrig erklärt wurde, berichten über die Übernahme von Trexar Technologies durch Aladdin und über die Updates zu Canvas 7.0.1 und FileMaker 5.0v3 sowie über die Veröffentlichung von AvantGo Connect for Macintosh, das das Lesen der TidBITS auf einem PalmPilot einfacher macht.

Autorisierte Übertragung der TidBITS#523/27-Mar-00.

Die Originalausgabe finden Sie unter: http://www.tidbits.com/tb-issues/TidBITS-523.html

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Copyright ab 7/98 der deutschen Version: Heike Kurtz Übersetzungsdienst.
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Themen:

http://www.tidbits.com/tb-issues/TidBITS-523.html
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Die Originalausgabe ist via FTP auf den meisten Info-Mac-Mirrors verfügbar, so etwa:

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ftp://sunsite.cnlab-switch.ch/mirror/info-mac/per/tb/tidbits-523.etx
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MailBITS/27-Mar-00

[Übersetzung von Heinz Gnehm [HG] gnehm@infotrax.ch

Übersetzer gesucht -- Wie Sie vielleicht bemerkt haben, ist diese Ausgabe wieder mit großer Verzögerung "am Start". Das liegt daran, dass unser Übersetzerteam derzeit berufs- und urlaubsbedingt auf einige wenige Mitarbeiter zusammengeschmolzen ist. Sollten Sie also der Meinung sein, dass Ihre Englischkenntnisse ausreichen, um hin und wieder einen Teil der englischen TidBITS ins Deutsche zu übertragen, schauen Sie sich doch mal unsere Übersetzer-Info-Seite an und kommen Sie ins Team!

http://www.heikekurtz.de/tidbitsde/trans.html

AvantGo veröffentlicht PalmPilot für Mac -- Die Firma AvantGo hat eine Macintosh-Version ihrer Software AvantGo Connect veröffentlicht, mit der Webseiten auf ein Palm OS-Gerät heruntergeladen und dort angezeigt werden können. Bis jetzt mussten Macintosh-Anwender entweder eine Windows-Emulation einsetzen oder sich über ein Modem direkt mit dem Internet verbinden, um die Dienste von AvantGo verwenden zu können. Mit AvantGo Connect können jetzt aber die Internet-Seiten über den normalen HotSync-Prozess auf das Palm OS-Gerät geladen werden. Beachten Sie aber, dass Sie, wenn Sie AvantGo auch weiterhin unter Windows verwenden wollen, auf die Version 3.3 warten müssen, die für April angekündigt ist, um AvantGo gleichzeitig auf beiden Plattformen nutzen zu können. AvantGo ist 1.5 MB groß; wenn Sie bereits einen AvantGo-Account besitzen, müssen Sie erneut den ersten Teil der Anmeldung durchführen, um die Software herunterladen zu können (aber Sie brauchen keinen neuen Account zu erstellen).

http://www.avantgo.com/
http://www.avantgo.com/setup/

Dank einer von David Charlesworth speziell gestalteten "TidBITS for AvantGo-Seite" sollte das Update es vereinfachen, TidBITS auf einem Palm-Gerät lesen zu können. Alternativ können Sie jede englische Ausgabe von TidBITS aber auch in Davids DOC-Format auf einem Palm-Gerät anzeigen lassen. [JLC]

http://www.additional.com/community/palm/newissue.html
http://www.additional.com/community/palm/

Canvas 7.0.1 beseitigt Fehler und verbessert HTML-Export -- Die Firma Deneba Software hat Canvas 7.0.1 veröffentlicht, ein Gratis-Update zu ihrem "Schweizer Offiziersmesser" der Grafiksoftware (siehe den Artikel "Canvas 7 - noch nicht das Tor zum Himmel" von Matt Neuburg in TidBITS-517 für nähere Informationen). Neben einer Reihe von Fehlerkorrekturen bietet das Update eine automatische Überprüfung nach neuen Versionen (offensichtlich bei jedem Start des Programms), einfacheren Zugang zu den Zeichenwerkzeugen, eine Option um die Kompatibilität mit Internet Explorer 5 auf Windows-Geräten mit einer Bildschirmauflösung von 96 Pixel pro Zoll zu verbessern und die Möglichkeit, Objekte hinter transparenten Objekten direkt zu selektieren. Am wichtigsten dürfte aber die Fähigkeit sein, beim Export nach HTML optional auch Tabellen zu verwenden; wir haben bei Canvas 7.0 darauf hingewiesen, dass die Benutzung von CSS Version 2 sehr problematisch ist, da nur die wenigsten Web-Browser damit etwas anzufangen wissen. Canvas 7.0.1 benötigt einen Macintosh mit PowerPC-Prozessor, Mac OS 8.5 oder höher und 32 MB RAM-Speicher. Registrierte Anwender können das Update herunterladen oder für US$ 15 die CD-ROM bestellen. [ACE]

http://www.deneba.com/dazroot/softlibs/canvas701/
http://www.deneba.com/dazroot/prodinfo/canvas7/
http://www.heikekurtz.de/tidbitsde/TidBITS-de-517.html#Anker3

Update für FileMaker 5.0v3 verfügbar -- Nach einer überstürzten Veröffentlichung hat jetzt FileMaker ein Update für internationale (englische) und japanische Versionen von FileMaker Pro 5.0v1 oder 5.0v2 veröffentlicht (siehe dazu den Artikel "FileMaker Pro 5 unter Diskussionen herausgekommen" in TidBITS-499_ für einen Überblick über die Fähigkeiten und Funktionen von FileMaker Pro 5.) Es ist jetzt möglich, mit FileMaker 5.0v3 das Fenster für die Definition von Datenbankfeldern einer FileMaker Pro-Datenbank auf einem Server aufzurufen, sofern kein anderer Anwender damit arbeitet. Probleme mit Bildern im JPEG-Format wurden behoben, der Import von Wiederholungsfeldern mit leeren Inhalten arbeitet jetzt korrekt und auch das Synchronisieren von Datenbanken mit der Import Update-Funktion wurde stark verbessert. Die Firma FileMaker hat eine Liste mit den Korrekturen auf Ihren Webseiten veröffentlicht; eine umfangreichere Liste befindet sich im Update selber. Das Update ist 3.9 MB groß. [GD]

http://www.filemaker.com/support/updaters.html
http://www.heikekurtz.de/tidbitsde/TidBITS-de-499.html#Anker3
http://www.filemaker.com/support/fm5v3.htm

Aladdin übernimmt Trexar -- Aladdin Systems hat die Übernahme von Trexar Technologies bekannt gegeben, dem Hersteller der spezialisierten Internet-Werkzeuge MacTuner (zum Finden und Anhören von Radio- und Fernsehstationen auf der ganzen Welt), MacHeadlines (zeigt Nachrichten als Laufschrift auf dem Desktop an) und WeatherTracker (bietet weltweite Wettervorhersagen für eine Vielzahl von Städten). Trexars MacWasher zum Schutz der Privatsphäre beim Surfen im Internet wird nun von Webroot Software vertrieben, für die es ursprünglich auch entwickelt wurde. Details der Übernahme wurden nicht veröffentlicht, aber Aladdin wird alle Angestellten von Trexar übernehmen und die Produkte weiterhin unterstützen, obwohl sie sich mit den kürzlich erworbenen Programmen IntelliNews und MacTicker überschneiden. Aladdin hat offensichtlich gespürt, dass kleine, spezialisierte Informationswerkzeuge einige Vorteile gegenüber den großen, allzwecktauglichen Web-Browsern haben, speziell im Verbund mit Palm OS-Geräten. Aladdin ist zurzeit ein Sponsor von TidBITS; Trexar hat TidBITS im Jahr 1999 gesponsert. [GD]

http://www.aladdinsys.com/company/news/releases/aladdin/032100-trexar.html
http://www.webroot.com/macwasher.htm

Umfrageergebnisse: Klar wie Kloßbrühe -- Die 1600 Antworten zu unserer letzten Umfrage über den Umgang mit schlecht dargestellten Webseiten bieten einige lehrreiche Informationen:

http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbpoll=33

* Wenn Sie ein Web-Designer sind, haben Sie großes Interesse daran, dass Ihre Webseiten überall korrekt angezeigt werden, da 71 Prozent der Teilnehmer angegeben haben, andere Webseiten aufzurufen, falls die ursprüngliche Seite nicht korrekt dargestellt wird. 32 Prozent ignorieren das Problem und 4 Prozent basteln am HTML-Code herum, um die Seite korrekt anzuzeigen. Kurz und gut, Ihre Seite mag einmal aufgerufen worden sein, gleichzeitig haben Sie aber einen Besucher verloren.

* Entwickler von Web-Browsern sollten zur Kenntnis nehmen, dass 32 Prozent versuchen, die Seite noch einmal zu laden, was die Probleme manchmal beseitigt, 17 Prozent ändern die Einstellungen ihres Browsers und 20 Prozent versuchen es mit einem anderen Browser (aber nur 3 Prozent wechseln dazu zu einem Windows-Browser). Die Moral? Es gibt immer noch viel zu tun, damit Browser in Zukunft Webseiten zuverlässiger anzeigen und es dem Anwender ersparen, ständig an den Einstellungen herumzubasteln. Ich stelle auch fest, dass die Loyalität zu einem bestimmten Browser recht stark ist, da doch immerhin nur 20 Prozent den Browser wechseln, um eine Seite korrekt darstellen zu können.

* Zum Schluss noch dies: obwohl nur 6 Prozent Probleme mit Webseiten weitermelden, halte ich dies für genug, um als Web-Master meine Designer dazu anzuhalten, Seiten so zu gestalten, dass möglichst viele Internet-Surfer sie auch betrachten können. Ansonsten erhalten Sie ständig unnötige Fehlerberichte von frustrierten Anwendern. [ACE]

Umfrage: Browser-Tohuwabohu -- Mit der Veröffentlichung von Internet Explorer 5 für den Macintosh (siehe dazu den unten stehenden Artikel) und der Ankündigung von Netscape, den Communicator 6 innerhalb eines Monats als Beta-Version herauszugeben (allerdings nicht für den Mac wie auf TidBITS-Talk zu lesen war) stellt sich eine nahe liegende Frage: Welchen Web-Browser für den Macintosh verwenden Sie regelmäßig? Wir sind besonders neugierig zu erfahren, wie sich die Resultate dieser Umfrage mit den Logdateien unseres Webservers decken. Geben Sie deshalb Ihre Stimme auf unserer Homepage ab! [ACE]

http://www.tidbits.com/
http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=981

[Da die deutschen TidBITS immer eine Woche nach der englischen Version herauskommen, können Sie an dieser Umfrage jetzt nicht mehr teilnehmen. Bitte informieren Sie sich auf der TidBITS Website <http://www.tidbits.com> über die aktuellen Umfragen -- HK]


Anti-Spam-Gesetz des Bundesstaates Washington verfassungswidrig

von Geoff Duncan geoff@tidbits.com

[Übersetzung: André Schleife [AS] a.schleife@gmx.de]

Am 14.03.2000 erklärte Richter Palmer Robinson vom King County Superior Court das Anti-Spam-Gesetz des Staates Washington aus dem Jahre 1998 auf Grund der Klausel über den Handel zwischen den Staaten als nicht verfassungsgemäß, mit der Begründung, das Gesetz wäre "übertrieben einschränkend und lästig" für Gewerbetreibende. Robinson wies einen Fall endgültig und zum Nachteil des Antragstellers ab, in dem der Generalstaatsanwalt von Washington einen Mann aus Oregon verklagt hatte, der unaufgefordert E-Mails benutzt hatte, um ein Paket zum "schnell reich werden" zu vermarkten. Der Richter unterzeichnete ein Urteil, das es dem Beklagten ermöglicht, die Kosten für das Verfahren und die Verteidigung zurückzufordern. Das Büro des Generalstaatsanwalts hat bis zum 10. April 2000 Zeit, in Berufung zu gehen. Vermutlich wird es wohl dazu kommen.

http://www.seattletimes.com/news/local/html98/spam_20000314.html

Auch die TidBITS haben im Juli 1998 eine Klage eingereicht, die mit dem Anti-Spam-Gesetz des Staates Washington zu tun hatte. Unsere Klage ist weit genug fortgeschritten, dass sie nicht durch die Regelung von Palmer beeinflusst wird. Wir hoffen, in naher Zukunft mehr sagen zu können.

http://www.tidbits.com/anti-spam/

Das Anti-Spam-Gesetz verbietet unerwünschte kommerzielle E-Mail, die an eine E-Mail-Adresse im Staate Washington geschickt oder von einem Computer in Washington verschickt wurde mit irreführenden Informationen in der Betreffzeile, einer falschen Antwortadresse, oder bei der versucht wurde, Routing-Informationen zu verändern. Den Spammern wird dabei wissentliches Vorgehen unterstellt, wenn anhand bekannter Informationen ersichtlich ist, dass eine Domain im Staate Washington liegt, oder wenn die entsprechende E-Mail-Adresse in einer Liste mit den E-Mail-Adressen von Washington steht. Richter Robinson fand es zu einschränkend, dass die Sender E-Mail-Adressen aus Washington erkennen müssen. Jedoch müssen beide Bedingungen erfüllt sein, damit eine E-Mail unter das Anti-Spam-Gesetz fällt: Sie muss einerseits aus Washington verschickt werden oder an eine E-Mail-Adresse aus Washington geschickt werden, UND irreführend sein. Eine Mail von außerhalb des Staates, die an einen Bewohner von Washington geschickt wird, allerdings keine irreführende Betreffzeile hat, keine falsche Antwortadresse und ohne Veränderung der Routing-Informationen eingeht, ist legal, obwohl sie unerwünscht ist!

http://www.wa.gov/ago/junkemail/
http://registry.waisp.org/

Aus dieser Sicht ist der Fall kein Präzedenzfall und Rechtsexperten und Verbraucherinformationen stimmen der Entscheidung von Robinson nicht zu. Die TidBITS stimmen da ebenfalls nicht zu, und ermuntern die Betroffenen, vor dem Bundesgericht von Washington in Berufung zu gehen. In der Zwischenzeit hat HR 3113, eine Anti-Spam-Gesetzesvorlage die weithin unter dem Namen "Unsolicited Electronic Mail Act von 1999" bekannt ist, den Weg durch den Ausschuss für Telekommunikation, Handel und Verbraucherschutz des Parlaments der USA geschafft. Falls dieser Vorschlag zum Gesetz wird, greifen sogar noch umfassendere Verbraucherschutzmaßnahmen, als dies beim Anti-Spam-Gesetz des Staates Washington der Fall ist.

http://www.cauce.org/pressreleases/pr-hr3113.shtml
http://thomas.loc.gov/cgi-bin/bdquery/z?d106:h.r.03113:


Internet Explorer 5.0 stellt das Web neu dar

von Adam C. Engst ace@tidbits.com

[Übersetzung: Heinz Gnehm [HG] gnehm@infotrax.ch und Friedrich-Wilhelm Nehl [FWN] fwn@mac.com]

Es ist gar nicht so einfach, die Vor- und Nachteile des Updates einer großen Software-Applikation abzuwägen. Wie wir in einer kürzlichen TidBITS-Umfrage gesehen haben, verwenden viele Leute weiterhin alte Software, da diese ihren Bedürfnissen entspricht, auf älteren Macintosh-Systemen immer noch läuft, keine Kosten verursacht und keinen Umstellungsaufwand nötig macht. Der Internet Explorer 5.0, der eben von Microsoft veröffentlicht worden ist, bietet einige Neuigkeiten und Verbesserungen, die den Update durchaus lohnenswert machen.

http://www.microsoft.com/mac/ie/
http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbpoll=32

(Microsoft hat gleichzeitig Outlook Express 5.0.2 veröffentlicht, ein kleineres Update, das die Leistung verbessert und dafür sorgt, dass das Fortschrittsfenster zum Senden oder Empfangen von E-Mails nur dann im Vordergrund läuft, wenn die Operation auch manuell ausgelöst wurde, bei einem automatischen Aufruf aber im Hintergrund verbleibt. Outlook Express 5.0.2 benötigt einen Macintosh-Computer mit PowerPC-Prozessor, Mac OS 8.1 oder höher und 8 MB verfügbaren RAM-Speicher [12 MB wird empfohlen]; das Update ist 8 MB groß.)

http://www.microsoft.com/mac/oe/

Gratis & Einfach -- Internet Explorer 5.0 bleibt gratis, Sie können also das 6.8 MB große Update von den Microsoft-Webseiten herunterladen und ausprobieren. Die Installation ist so einfach wie bisher - Sie doppelklicken auf das Disk-Image und ziehen den Internet Explorer-Ordner vor dem ersten Programmstart auf Ihre Festplatte.

Falls Sie zu Testzwecken Internet Explorer 4.5 und 5.0 gleichzeitig auf Ihrem Macintosh verwenden wollen, müssen Sie folgende Schritte befolgen, bevor Sie Internet Explorer 5.0 installieren. Kopieren Sie zuerst aus dem Ordner Erweiterungen die Dateien Microsoft Component Library und MS Font Embed Library (PPC) sowie den Inhalt des Ordners MS Library (aber nicht den Ordner selber) in den Ordner von Internet Explorer 4.5. Erst dann können Sie Internet Explorer 5.0 zum ersten Mal starten. Beide Applikationen können aber nicht gleichzeitig aktiv sein.

Um zurück zum Internet Explorer 4.5 zu wechseln, löschen Sie die Dateien Microsoft Component Library, Microsoft Framework, Microsoft Internet Library und MS Font Embed Library (PPC) aus dem Ordner Erweiterungen und starten Sie Internet Explorer 4.5, damit die alten Dateien wieder installiert werden.

Falls Sie momentan andere Browser verwenden, etwa den Netscape Communicator oder die Betaversion von iCab, versucht Internet Explorer 5.0 höchstens, sich beim Programm Internet Config als Standardbrowser einzutragen, was aber einfach vermieden oder rückgängig gemacht werden kann.

Auffrischung der Werkzeugleisten -- Die sichtbarste Veränderung am Internet Explorer 5.0 ist das neue Fensterdesign, komplett mit einem horizontalen Streifenmuster an Stelle eines einheitlichen Grautons. Passend zu den neueren Macintosh-Modellen können Sie zudem Schaltflächen und andere Bedienelemente in insgesamt neun verschiedenen Farben darstellen lassen - wählen Sie einfach die gewünschte Farbe aus dem Browser-Farbenmenü im Menü Ansicht. Ob Ihnen das neue Aussehen gefällt, ist hingegen eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Microsoft hat ebenfalls die Werkzeugleisten neu gestaltet, Es sind neue Schaltflächen hinzugekommen und Sie können jetzt die Leiste mit den Schaltflächen Ihren eigenen Wünschen anpassen. Wenn Sie den Menüpunkt Leiste anpassen aus dem Menü Ansicht wählen, wird eine spezielle Seite geladen, von der Sie die Schaltflächen auf die Leiste ziehen können. Wenn Sie die Befehlstaste gedrückt halten, können Sie die Schaltflächen neu anordnen oder in den Papierkorb ziehen, um Sie zu entfernen.

Die Favoritenleiste blieb fast unverändert, kann jetzt aber neu auch ganze Ordner aufnehmen. Dieser Ordner erscheint dann als Aufklappmenü und Sie können einen der darin abgelegten Favoriten wählen.

Was hingegen fehlt, ist die versprochene Medienleiste. Damit hätte das Abspielen von Videos und Musik innerhalb des Internet Explorers vereinfacht werden sollen. Probleme mit der Medienleiste haben aber Microsoft dazu bewogen, diese Funktion vor der Veröffentlichung zu entfernen; vermutlich wird diese Funktion erst in einem späteren Update erscheinen.

Die Werkzeugleisten von Internet Explorer verbrauchen wertvollen Platz, der für die Anzeige von Webseiten gebraucht werden könnte. Sie können weiterhin die verschiedenen Leisten im Menü Ansicht aus- und wieder einschalten, jetzt gibt es aber auf der linken Seite eine Schaltfläche, mit der alle sichtbaren Werkzeugleisten zum Verschwinden gebracht werden können (ein weiterer Klick bringt sie wieder zum Vorschein). Die vier wichtigsten Schaltflächen (Zurück, Vorwärts, Stopp und Neu Laden) sind dabei in der vertikale Leiste auf der linken Seite weiterhin zugänglich. Leider ist es nicht möglich, die vier sichtbaren Schaltflächen selber festzulegen. Zudem wird der Status der Werkzeugleisten nicht gespeichert und so wird beim Öffnen eines neuen Fensters oder dem Neustart des Programms wieder der ursprüngliche Zustand angezeigt.

Navigation mal anders -- Einige subtile und willkommene Änderungen hat Microsoft in der Adressleiste vorgenommen, in der die Adresse (Uniform Resource Locator, URL) der momentanen Seite angezeigt wird und neue Adressen eingegeben werden können. Wenn Sie jetzt den Menüpunkt Öffnen im Menü Datei auswählen (oder die Tastenkombination Befehl-L drücken), wird die Adressleiste aktiviert anstatt wie früher eine überflüssige Dialogbox eingeblendet. Sie können selektierte Textteile mit der Maus in andere Applikationen ziehen oder mit Hilfe des kleinen Symbols neben der Adresse auch die gesamte URL. Es ist ebenfalls möglich, Adressen in den Favoritenordner, das Notizbuch oder den Seitenhalter auf der linken Seite des Browser-Fensters zu ziehen.

Microsoft hat ebenfalls die Funktion AutoVervollständigen für Adressen verbessert, die automatisch aktiviert wird, wenn Sie eine Adresse in die Adressleiste eingeben. Die Funktion sucht in den Adressen und Seitentiteln kürzlich besuchter Seiten sowie in den Favoriten nach möglichen Übereinstimmungen und stellt die entsprechenden Seiten nach Domainnamen geordnet in einem Aufklappmenü dar. Sie können jederzeit mit der Eingabe aufhören und mit den Pfeiltasten oder der Maus einen passenden Eintrag auswählen und direkt diese Seite aufrufen. Allerdings verhalten sich dadurch die Pfeiltasten anders als in allen anderen Feldern von Internet Explorer. Der neue Algorithmus zur Suche nach einer Übereinstimmung scheint für mich geeigneter zu sein, aber es braucht etwas Zeit, sich daran zu gewöhnen. Vor allem da jetzt auch nach Seitentiteln gesucht werden kann.

Eine neue Funktion, die der Internet Explorer 5.0 von den neueren Versionen des Netscape Communicator übernommen hat, ist der Befehl 'verknüpfte Links anzeigen' im Tools Menü. Hiermit wird die Alexa Datenbank nach Seiten abgefragt, die der gegenwärtigen ähneln, aber anders als beim Netscape Communicator, der diese Seiten in einem 'was ist verknüpft' Pop-Up Menü darstellt, zeigt sie der Internet Explorer im Suchfeld der Explorerleiste an.
http://www.alexa.com/

Langsamer Suchassistent -- hat die Art und Weise wie die Suchfelder arbeiten gründlich überarbeitet, jetzt gibt es fünf Radio Buttons für fünf verschiedene Suchmethoden. In der Grundeinstellung kann man nach Webseiten, Personen, Unternehmen, vorhergehenden Suchvorgängen oder geografisch suchen; drückt man auf 'Mehr' findet man weitere Optionen, wie z.B. die Suche in Newsgroups, nach einem Bild oder nach einer Wortbedeutung. Jeder Suchmethode kann der Internet Explorer mehrere Suchmaschinen zuordnen, die er auf Knopfdruck mit der Suche befasst. Drückt man auf 'Mehr' geht es weiter zur nächsten Suchmaschine für diese Suche; die Reihenfolge ist frei wählbar, leider kann man keine Suchmaschinen hinzufügen, dadurch ist es nicht möglich mit dem Suchfeld die beliebte Suchmaschine Google aufzurufen, die über eine macspezifische Suchoption verfügt.
http://www.google.com/mac.html

Tatsächlich handelt es sich bei dem Suchassistenten um eine Webseite, die von Microsofts MSN-Website heruntergeladen wird, theoretisch könnte sie also auf den neuesten Stand gebracht werden. Leider lädt sie beim ersten Mal nur sehr langsam und manchmal klappt's überhaupt nicht. Außerdem sieht das Suchfeld überhaupt nicht so aus, wie der Rest der Anwendung und der Dialog zur Einstellung der maßgeschneiderten Suchfunktion ist hässlicher als die Nacht. Schlimmer noch, obwohl die Suchmaschine angeblich für die automatische Suche (die verwandt wird, wenn man ein ? und einen Suchbegriff im Anschriftenfeld eingibt) individuell einstellbar sein soll, bleiben diese Einstellungen nicht hängen und man muss mit der MSN-Suchfunktion Vorlieb nehmen. Microsoft fummelt offensichtlich an der richtigen Sache herum aber das Zeitlupentempo und das fürchterliche Interface des Suchassistenten kann sowohl für erfahrene Benutzer als auch für Anfänger bei den einfachsten Funktionen hinderlich sein.

Ein Sammelalbum anlegen -- Neu und sehr begrüßenswert ist das Scrapbook-Bedienungsfeld in der Explorerleiste. Wenn man ein Suchergebnis oder eine Internetbestellung festhalten will, kann man das jetzt mit dem Internet Scrapbook tun. Anstatt einfach nur Verweise abzuspeichern, wie das mit den Favourites- oder History-Bedienungsfeldern getan werden kann, werden im Internet Scrapbook ganze Webseiten abgespeichert, genauso wie sie auf dem Bildschirm erscheinen. Wenn man also während einer Suche zwischen verschiedenen Webseiten hin- und herspringen will, drückt man zuerst auf den 'Hinzufügen'-Knopf im Internet Scrapbook oder zieht die deren Webseiten-Icons aus der dem Anschriftenfeld auf das Scrapbook-Bedienungsfeld. Anschließend muss man nur noch auf die Verweise in der Anzeige vom Internet Scrapbook klicken um diese jetzt auf der Festplatte abgespeicherten Seiten aufzurufen. Das eignet sich für Nachforschungen, weil man anschließend nicht mehr benötigte Seiten wegwerfen kann, ist aber besonders gut, wenn man im Web einkauft. Da Auftragsbestätigungen dynamisch zusammengestellt werden, gab es bisher keine Möglichkeit, sie später wiederherzustellen. In der Vergangenheit blieb nur, sie auszudrucken oder den Inhalt auf der Festplatte abzuspeichern.

Im Internet Scrapbook wird über jeder gespeicherten Seite eine gelbe Leiste [mit Datum, URL und Bezeichnung - FWN] im Hauptfenster angezeigt, sodass man erkennen kann, dass es sich um eine Kopie handelt und wann man sie gefertigt hat.

Auf der Spur des Auktionshammers -- Eine weitere wichtige neue Funktion des Internet Explorers scheint sein Auction Tracker sein, mit einer ganzen Reihe von sinnvollen Funktionen, um laufende Internet-Auktionen wie z.B. bei eBay zu verfolgen. Ich sage "scheint" weil ich bisher nur an wenigen Online-Auktionen teilgenommen habe. Um den Auction Tracker zu nutzen, geht man zur Webseite eines Gegenstandes den man bei eBay, Amazon, Yahoo oder einer anderen unterstützten Auktionswebsite kaufen will. Dann wählt man 'Track Auction' aus dem Tools-Menü, loggt sich mit seiner Benutzer-ID auf der Auktions-Website ein und klickt auf den 'Track'-Knopf. Man kann auch einstellen, wie der Internet Explorer die Auktion verfolgt und von welchen Statusänderungen man unterrichtet werden will. Hauptsache man stellt für zu ersteigernden Gegenstand einen anderen Namen ein, die Gegenstandbezeichnungen stammen zumindest bei eBay von den Webseiten-Titelzeilen und waren nicht sehr aussagekräftig. Glücklicherweise sind sie leicht zu verändern.

Will man sehen, wie der Stand einer laufenden Auktion ist, wählt man 'Auction Manager' im Tools-Menü aus. Im Auction Manager Fenster werden die Bezeichnungen der zu ersteigernden Gegenstände, die verbleibende Auktionszeit und das gegenwärtige Höchstgebot angezeigt. In der letzten Spalte scheint jedoch nur angezeigt zu werden, ob man selbst das Höchstgebot abgegeben hat oder inzwischen überboten wurde.

Der Auction Tracker hat mich mit seiner soliden Macintosh-typischen Darstellung dynamischer Webinformationen beeindruckt, dies würde auch dem Suchassistenten gut zu Gesicht stehen. Ich kann nichts dazu sagen, wie der Auction Tracker sich bei starker Auslastung verhält und ob er Anschluss an die sich ständig verändernden Webauktionssites halten kann, man sollte ihn ausprobieren, wenn man an Online-Auktionen teilnimmt.

Technische Unterstützung -- Microsoft hat sich weitgehend bemüht, Apple Technologien wie Quicktime, Apples Java-Implementierung, Internet Config und andere zu unterstützen. Beim Internet Explorer 5.0 kommen jetzt zwei weitere Apple Technologien hinzu: Navigation Services und drag & drop Text.

Internet Explorer unterstützt jetzt Apples Navigation Services, was zu begrüßen aber nicht zwingend erforderlich ist. Lobend zu erwähnen ist, dass man im Internet Explorer mit dem 'Datei öffnen'-Dialog der Navigation Services jetzt mehrere Dateien gleichzeitig auswählen und öffnen kann; einfach bei gedrückter Shifttaste auswählen.

Nützlicher ist, dass der Internet Explorer jetzt drag & drop Text unterstützt und die Textmarkierung erheblich verbessert wurde (genau damit haben sich Webbrowser immer schwer getan). ein Doppelklick markiert ein Wort, ein Dreifachklick eine Zeile und ein Vierfachklick einen Absatz. Den ausgewählten Text kann man dann auf jede kompatible Anwendung, einschließlich dem Finder, hinüberziehen. Seltsamerweise macht der Internet Explorer daraus dann eine Simple Text Datei an Stelle eines Text Clipping, was ich erwartet hätte.

Der tasmanische Teufel -- Microsoft hat viel Zeit und Geld in Tasman gesteckt, ihre Software zur Darstellung der Webseiten auf dem Bildschirm (engl. Rendering Engine). Diese Lösung für die nächste Generation von Web-Browsern brüstet sich damit, zahlreiche Web-Standards zu unterstützen und dürfte trotzdem Macintosh-Anwender nicht ganz glücklich machen. Gemessen an den Funktionen kann Tasman aber auftrumpfen und bietet volle Unterstützung für die W3C-Empfehlungen von HTML 4.0, DOM 1.0, CSS 1.0, XML 1.0 und das PNG-Grafikformat. Tasman unterstützt nebenbei teilweise CSS 2.0 und dynamisches HTML, das eine nicht-standardisierte Mischung aus HTML 4.0, CSS und JavaScript darstellt.

http://www.w3c.org/

Der interessanteste Punkt von Tasman ist aber zweifellos die Textdarstellung, die neuerdings von der Bildschirmauflösung unabhängig ist. Man kann also beliebige Auflösungen und Zeichensatzgrößen einstellen, während früher nur die Größe des Zeichensatzes geändert werden konnte. Tasman zeigt Text standardmäßig in einer Auflösung von 96 Pixel pro Zoll, wie er auch auf Windows-Systemen zum Standard gehört. 96 Pixel pro Zoll ist ebenfalls eine W3C-Empfehlung, die aber noch nicht veröffentlicht wurde. (Zurzeit verwendet CSS2 noch 90 Pixel pro Zoll; ein Errata zu CSS2 sollte aber später die Änderung enthalten). Die nächste Version von Netscape Communicator wird ebenfalls eine Auflösung von 96 Pixel pro Zoll verwenden um Text auf dem Bildschirm darzustellen; zukünftige Versionen von Opera und wohl auch iCab werden in die gleiche Richtung gehen.

http://www.mozilla.org/
http://www.w3.org/Style/css2-updates/REC-CSS2-19980512-errata.html

Tasman verfolgt einen guten Zweck - die Unterschiede in der Darstellung von Webseiten auf Macintosh- und Windows-Systemen zu beseitigen - aber führt dazu, dass Internet Explorer mit 96 Pixel pro Zoll Text größer darstellt als alle anderen Web-Browser für Macintosh-Computer. Es besteht die Möglichkeit, die Größe des Zeichensatzes und die Auflösung so zu verändern, dass die Resultate sich angleichen und dem gewohnten Bild entsprechen. Wenn aber Microsoft behauptet, das Ziel von Tasman sei es, Webseiten "richtig" anzuzeigen, so muss die Definition von richtig nicht unbedingt auch Ihrem Eindruck entsprechen.

Natürlich können Sie mit den Einstellungen für die Größe der Zeichensätze und der Auflösung herumspielen, um dann herauszufinden, dass Sie die Größe des angezeigten Texts dynamisch anpassen können (entweder mit dem hierarchischen Text-Zoom-Menü im Menü Ansicht, mit der Tastenkombination Befehl-- und Befehl-+ oder den beiden Schaltflächen "Größer" und "Kleiner", die Sie hinzufügen können).

Einige andere Probleme, die Tasman mit der Bildschirmdarstellung hat, sind offensichtlicher. Die Unterstreichung von Verweisen durchschneidet fälschlicherweise die Unterlängen von Kleinbuchstaben wie g und p. Weißräume werden im Vergleich zu anderen Browsern verschieden dargestellt, ob dies nun richtig oder falsch sei, bleibe dahingestellt. Unterschiede gibt es zudem auch in der Darstellung von Tabellen und Zellen.

Zukünftige Funktionen -- Obwohl Microsoft versucht hat, einige der grundlegenden Probleme von Internet-Anwendern zu lösen, etwa mit dem Internet-Notizblock oder dem Versteigerungs-Assistenten, bleiben doch noch einige kleinere Sachen übrig, die den Internet Explorer noch nützlicher gemacht hätten.

* Ich wünschte mir, dass Microsoft kopierte oder mit der Maus gezogene URLs mit eckigen Klammern versehen würde, falls gleichzeitig die Wahltaste gedrückt wird, da es zum guten Ton gehört, URLs in E-Mails mit eckigen Klammern einzuschließen.

* Internet Explorer hat schon seit langem Benutzernamen und Passwörter für Webseiten gespeichert; wieso diese Funktion nicht in den Schlüsselbund von Apple integrieren?

* Das Verlaufsregister und -fenster blieben unverändert, aber erlauben immer noch keine Sortierung nach einem beliebigen Kriterium (besonders nach Datum und Zeit). Die Übernahme von Funktionen wie sie etwa Web Ninja von MacUser bietet (bessere Sortierung und Auswahl von bereits besuchten Webseiten), wäre relativ einfach gewesen (da die meisten Funktionen schon in der AutoKomplettierung vorhanden sind). Dann wäre Internet Explorer beispielsweise in der Lage, häufig besuchte Seiten im Cache zu behalten.

http://www.heikekurtz.de/tidbitsde/TidBITS-de-343.html#lnk4
http://hotfiles.zdnet.com/cgi-bin/texis/swlib/hotfiles/info.html?fcode=MC14422&b=mac

* Obwohl Internet Explorer bei der Größenveränderung von Fenstern schon immer etwas schlauer war als der Communicator von Netscape, ist es doch verwunderlich, dass diese Aufgabe noch nicht automatisiert wurde. Es ist lästig, sich ständig mit der Fenstergröße herumärgern zu müssen.

* Eine wunderbare Funktion ist der Klick auf einen Verweis mit gedrückter Befehlstaste , der den Verweis in einem neuen Fenster öffnet. Es wäre aber noch besser, wenn diese Funktion, wie in Eudora, das neue Fenster im Hintergrund öffnen würde und nicht das momentan aktive Fenster verdeckt. Ein Klick mit gedrückter Befehls- und Wahltaste ist nicht möglich; diese Tastenkombination fügt den aktuellen Verweis in den Seitenhalter.

* Der Versteigerungs-Assistent verfolgt zwar den Namen des Objekts, die verbleibende Zeit bis zum Ablauf der Versteigerung und den höchsten Bieter, aber nicht den momentan gebotenen Preis, was doch eigentlich die wichtigste Information wäre.

Sollen Sie anbeißen? Ich denke, dass Update ist es wert, heruntergeladen und installiert zu werden, dank Funktionen wie dem nützlichen Internet-Notizblock und dem Versteigerungs-Assistenten sowie kleinen Nettigkeiten wie der verbesserten AutoKomplettierung von Adressen und besseren Möglichkeiten zur Selektierung von Texten. Microsoft behauptet, dass der Internet Explorer 5.0 schneller und zuverlässiger arbeitet als ältere Versionen; falls es Unterschiede in der Geschwindigkeit und Stabilität geben sollte, so sind sie mir bis heute nicht aufgefallen und gemäß meiner Erfahrung schätzt jeder diese beiden Faktoren ganz unterschiedlich ein.

Trotzdem sind weitere Verbesserungen noch möglich, etwa die Unterstützung des Schlüsselbunds und die Verbesserung bestehender Funktionen, etwa bei der Einstellung der Suchmaschinen. Aber Internet Explorer ist gratis, die Systemanforderungen sind nur wenig höher als diejenigen von Internet Explorer 4.5 und die Vorteile der Anzeigesoftware Tasman werden früher oder später die Vorbehalte gegenüber einer Windows-Sicht im Internet überwiegen.

Internet Explorer 5.0 benötigt einen Macintosh mit einem PowerPC-Prozessor, Mac OS 7.6.1 oder höher und 8 MB freiem RAM-Speicher (12 MB empfohlen). Ebenfalls benötigt werden QuickTime 3.0 oder höher und Apples MRJ 2.1 oder höher. Sie können Internet Explorer 5.0 gratis herunterladen oder für US$ 10 eine CD-ROM bestellen.

http://www.microsoft.com/mac/download/
http://www.apple.com/quicktime/
http://www.apple.com/java/


Übertragung dieser Ausgabe:
Heinz Gnehm [HG] gnehm@infotrax.ch, Friedrich-Wilhelm Nehl [FWN] fwn@mac.com, André Schleife [AS] a.schleife@gmx.de

Redaktion: Heike Kurtz [HK] mail@heikekurtz.de

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