TidBITS#526/10-Apr-00

"Psst, wollen sie einen PC kaufen?" Für ein Macnutzer ist der Kauf eines PCs schon fast eine anrüchige Handlung, aber einige von uns müssen an einem bestimmten Punkt Geld für einen Intel-PC ausgeben. Diese Woche zeigt Adam wie man die "schwarze" Seite bekämpft und dabei seine Gesundheit bewahrt. Wir berichten auch über Apples schlecht dokumentierte Ausgabe von Mac OS 9.0.4, über Darwin 1.0, Virtual PC mit Windows 2000, BeOS 5 und über Netscape 6.

Autorisierte Übertragung der TidBITS#526/10-Apr-00.

Die Originalausgabe finden Sie unter: http://www.tidbits.com/tb-issues/TidBITS-526.html

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Themen:

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Die Originalausgabe ist via FTP auf den meisten Info-Mac-Mirrors verfügbar, so etwa:

ftp://ftp.univie.ac.at/mac/info-mac/per/tb/tidbits-526.etx
ftp://sunsite.cnlab-switch.ch/mirror/info-mac/per/tb/tidbits-526.etx
ftp://ftp.rrzn.uni-hannover.de/pub/mirror/info-mac/per/tb/tidbits-526.etx


MailBITS/10-Apr-00

[Übersetzung von Johannes Formann [JF] johannes@formann.de]

TidBITS wieder in Spanisch erhältlich -- Wir sind sehr glücklich darüber berichten zu können, dass man TidBITS wieder wöchentlich in Spanisch lesen kann. Unser Dank geht an José Felix Navarro und die Gruppe von Macnutzern in Sevilla in Spanien, die die ehrenamtliche Übersetzung wieder aufgenommen haben. Man kann die spanische Übersetzung auf der unten genannten spanischen TidBITS-Seite und auch per E-Mail erhalten, indem man eine E-Mail an tidbits-es-on@tidbits.com sendet. Wenn Sie jemanden kennen, der Interesse hätte, TidBITS in Spanisch zu lesen, helfen Sie mit und sagen Sie es weiter. [ACE]

http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/es/

Darwin 1.0 & VPC mit Windows 2000 erhältlich -- Apple hat Darwin 1.0, den Open Source Kern von Mac OS X, veröffentlicht. Basierend auf FreeBSD und Mach 3.0 ermöglicht Darwin registrierten Entwicklern Apples kommendes Betriebssystem zu verbessern und an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Darwin 1.0 enthält zudem erstmals Unterstützung für Intel-Prozessoren. Zusätzlich hat Apple ein Update für Darwins "Streaming Server" genutzt, um Streaming QuickTime Inhalte über das Internet zu verbreiten. Darwin 1.0 ist kostenlos verfügbar für Power Macintosh G3 & G4, PowerBook G3 (bronzene Tastatur), iBook und alle iMacs mit mindestens 32 MB RAM und 800 MB Festplattenspeicher. Ein einzelner Installer ist als 221 MB großes Download zu bekommen, oder auch in 11 Teilen.

http://www.publicsource.apple.com/

Mac-Nutzer, die Zugang zur neuesten Windows-Version benötigen, können nun Connectix Virtual PC mit Windows 2000 erwerben. Wie mit anderen Versionen von Virtual PC kann man Windows 2000 im Mac OS starten, Dateien zwischen den Betriebssystemen austauschen und volle USB-Unterstützung unter Mac OS 9 nutzen. Virtual PC mit Windows 2000 benötigt einen G3 oder G4, welcher 350 MHz oder schneller ist, Mac OS 8.6 oder neuer, 1,1 GB Festplattenplatz und 96 MB RAM.

http://www.connectix.com/products/vpc3_advanced.html

Be hat kürzlich die kostenlose BeOS Personal Edition [Ausgabe für den Privatgebrauch -JF] für Intel angekündigt. Eine Pro Edition, die auf älteren Macs mit PowerPC-Prozessor laufen wird, soll bei Bes Distributoren erhältlich sein (die dann auch den Preis festlegen). Be unterstützt nicht Apples G3 und G4 Rechner, anscheinend weil Apple keine Angaben über deren Aufbau herausgibt. Be war vor dreieinhalb Jahren Inhalt vieler Spekulationen, als Apple über BeOS als neues Betriebssystem für den Mac nachdachte, an Stelle von Be kaufte Apple die Firma Next, deren Technologie das Rückgrat von dem kommenden Mac OS X bilden wird.

http://www.be.com/products/freebeos/
http://www.be.com/support/faqs/mac.html
http://www.heikekurtz.de/tidbitsde/TidBITS-de-352.html#Ink2

Netscape 6 Vorschau -- Die Firma Netscape Communications hat eine Prewiew Version [Version als Vorschau auf das fertige Programm, oft mit vielen Fehlern -- JF] von Netscape 6, ihrem kommenden Internetpaket, das zum Teil auf dem Open Source Projekt Mozilla basiert, veröffentlicht. Wir empfehlen es nur für abenteuerlustige Webnutzer. Netscape 6 erlaubt Zugriff auf mehrere E-Mail-Postfächer (inklusive AOL-Postfächer), es bietet eine konfigurierbare Seitenleiste und zusätzlich eine stark verbesserte Unterstützung für Internetstandards wie Cascading Style Sheets und XML. Netscape 6 ähnelt einem Mac-Programm, das sich mit der Zeit verändern kann, und zeigt das Ergebnis der Übernahme Netscapes durch AOL mit nahezu verzweifelter Integration von spezialisierten Inhalten und Dienstleistungen. Die Netscape 6 Preview benötigt Mac OS 8.6 oder neuer mit einem mindesten 200 MHz schnellen 604er Prozessor, und geben Sie Acht, dem Programm 25 MB RAM zuzuweisen. Der "aktive" Installer [Er lädt die benötigten Dateien über das Internet -JF] ist nur 200K groß, während der komplette Installer [Er braucht keine Internetverbindung -- JF] etwa 10.6 MB groß ist. Sie möchten eventuell die aktuelle Diskussion im TidBITS Talk über Netscape 6 und Mozilla 5 ansehen. [GD]

http://www.netscape.com/download/previewrelease.html
ftp://ftp.netscape.com/pub/netscape6/english/6_PR1/mac/macos8.5/sea/
http://www.mozilla.org/
http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=998+981

Abstimmungsvorschau: Eine gespaltene Persönlichkeit -- Wir bei TidBITS ziehen den Mac allen anderen Computern vor, aber die Realität in der Computerindustrie ist, dass Macintosh-Nutzer in der Minderheit sind und es auch gerne bleiben. Wir fragen uns, welche Mischung von Personal Computer sie nutzen: Wie weit sind PCs in der TidBITS Leserschaft im Einsatz? Achtung, für diese Umfrage lassen wir die Frage welches Betriebsystem Sie nutzen und ob Sie eine Workstation oder einen ganz normalen älteren Computer nutzen, außer acht. Geben Sie heute auf unserer Homepage Ihre Stimme ab. [ACE]

[Da die deutschen TidBITS immer eine Woche nach der englischen Version herauskommen, können Sie an dieser Umfrage jetzt nicht mehr teilnehmen. Bitte informieren Sie sich auf der TidBITS Website über die aktuellen Umfragen -- HK]

http://www.tidbits.com/

Abstimmungsergebnis: Systemwechsel -- Die Umfrage letzte Woche wurde von fast 2.700 TidBITS-Lesern beantwortet, und ungeachtet der Hartnäckigkeit der Leute an alten Programmen festzuhalten (was in einer vorherigen Umfrage festgestellt wurde), nutzten die meisten eine der beiden aktuellsten Versionen des Mac OS. 43% der Antwortenden setzten Mac OS 9.0 auf ihrem wichtigsten Computer ein, 33% hängen noch bei System 8.6. fest, und eine Reihe von Personen bemerkte, das sie noch ein paar Wochen auf das Update auf 9.0.4 warten. Die anderen Zahlen sind kaum nennenswert: Mac OS 8.5.x (8%) und Mac OS 8.0 (1%), da die Updates auf Mac OS 8.1 und 8.6 beide kostenlos waren und beide signifikante Fehler beseitigt haben. Dies könnte eventuell für Programmierer interessant sein, wenn sie die Abwärtskompatibilität ihrer Programme festlegen. Wenn sie z. B. Mac OS 8.0 oder neuer verlangen, kann es sie 7% der potenziellen Käufer kosten, aber wenn sie auf Mac OS 8.1 heraufgehen, erhöht sich diese Zahl kaum. [ACE]

http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbpoll=35
http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbpoll=32


Apple gibt Mac OS 9.0.4 heraus

von Geoff Duncan geoff@tidbits.com

[Übersetzung Walter Sonnenberg Dr.W.Sonnenberg@t-online.de]

Apple Computer hat die Mac OS Version 9.0.4 zum kostenlosen Update freigegeben, mit der bessere USB- und Firewire-Unterstützung, verbessertes Netzwerk- und Stromsparmanagement plus Verbesserungen der Video-, Grafik- und Audiofunktionalität versprochen werden. Mac OS 9.0.4 ist eine Dienstleistungsversion; damit werden keine neuen Funktionen angeboten. Das Update ist 12,2 MB groß und kann direkt von Apples Servern oder mittels des in OS 9 integrierten Update-Kontrollfelds eingespielt werden. Zum Zeitpunkt, zu dem ich dies schreibe, sind Sprachvarianten in US-Englisch (über die unten zuerst genannte URL), Englisch international, Französisch, Deutsch, Italienisch, Japanisch, Spanisch und Schwedisch verfügbar. Weitere Länderversionen sollten in Kürze fertig werden.

http://asu.info.apple.com/swupdates.nsf/artnum/n11610
http://asu.info.apple.com/swupdates.nsf/productsearch?searchview&query=Mac+OS+9.0.4

Besitzer von G4 Power Macs, PowerBooks mit FireWire und Frontlader-iMacs müssen sich außerdem den Download für Apple DVD Player 2.2 besorgen und installieren, um die in diesen Systemen enthaltene Dekodiersoftware für DVD zu aktualisieren. Besitzer von blau-weißen G3-Rechnern, G3-Powerbooks und PowerBooks mit Bronze-Tastatur können weiter mit Apple DVD Player 1.3 arbeiten, weil deren DVD-Kodierung in Hardware realisiert ist.

Was ist neu -- Man sollte annehmen, ein 12 MB-Download enthielte wenigstens einen Readme-Text zur Erklärung der Veränderungen - in diesem Falle ist das ein Irrtum. Es gibt auch keine Möglichkeit, die einmal durchgeführte Installation rückgängig zu machen; wenn Sie einmal Ihren Rechner auf Version 9.0.4 aktualisiert haben, können Sie zu einer früheren OS 9-Version nur durch vollständige Neuinstallation zurückkommen. Wie bei jedem größeren Eingriff in das System, sollten Sie vorher sicherheitshalber eine _vollständige_Systemkopie_ anfertigen, bevor Sie die Installation beginnen - für den Fall des Falles.

Nach den wenigen Informationen, die Apple zu Mac OS 9.0.4 überhaupt verlauten lässt, sollten Probleme beim Abspielen von DVDs auf neuer Hardware bereinigt, ein Fehler, der bei Frontlader-iMacs den Ruhezustand blockiert, während eine PPP-Verbindung aktiv ist, korrigiert und die Verträglichkeit zu Firewire-Karten von Fremdherstellern verbessert werden. Apple hat für Entwickler eine "technical note on Mac OS 9.0.4" veröffentlicht. Darin sind Informationen über Mac OS 9.0, hardwarespezifische Fragen zu Mac OS 9.0.2 (die nur einige iBooks, G4 Power Macs und mit Firewire ausgerüstete PowerBooks betreffen) und Mac OS 9.0.3 (für einige Frontlader-iMacs) miteinander verwoben und ein Teil der Beschreibungen sind ersichtlich ungenau.

http://asu.info.apple.com/swupdates.nsf/artnum/n11624
http://developer.apple.com/technotes/tn/tn1194.html

Unsere bisher mit Mac OS 9.0.4 gesammelten Erfahrungen und unsere Interpretation der verfügbaren Informationen lassen darüber hinaus folgende Erwartungen aufkommen:

* Open Transport 2.6.1 bereinigt einige Ungereimtheiten in den DHCP Netzwerkprotokollen und bringt Änderungen zur Unterstützung von Airport-Stationen, nachdem die mit heißer Nadel gestrickten Korrekturen in Open Transport 2.6 im Falle ausbleibender Antworten unnötig verstärkten Datenverkehr erzeugen.

http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=05759

* Der automatische Neustart nach Stromausfall sollte zuverlässiger funktionieren, wenn Ihr Rechner im Kontrollfeld Energiesparen in den "Server Modus " geschaltet wurde.

* Der Batterieüberwachungs-Kontrollabschnitt sollte auf PowerBooks, die den Batteriewechsel unterstützen, die verbleibende Batteriezeit genauer bestimmen.

* Ein Fehler in Mac OS 9 bezüglich eingebauter SCSI-Controller älterer PowerPC wurde beseitigt, sodass diese jetzt beim Systemstart richtig installiert werden - bisher wurde nur die ROM-Version des SCSI-Managers aktiv. Damit sollte sich die SCSI-Leistung älterer Power-Macs unter Mac OS 9 verbessern (die etwa vor Mitte 1996 auf den Markt kamen).

* Auf G4-Power Macs sollten die Hypercardanimationen, die bisher im Zeitlupentempo abliefen, jetzt richtig ablaufen (diese Korrektur war eigentlich schon in Mac OS 9.0.2 enthalten).

Was wurde nicht verbessert -- Mac OS 9.0.4 bereinigt die Datenverluste in iBooks und Firewire-Powerbooks nicht, die im Energiesparmodus bei eingeschalteter Option "Speicher bewahren im Ruhezustand " auftraten; ebenso wie die Ruhezustand-Speichererweiterung blockiert Mac OS 9.0.4 die Aktivierung dieser Funktion. Außerdem sammelten wir viele Informationen, dass unter Mac OS 9.0.4 Verbindungsschwierigkeiten zu USB-Geräten auftraten, insbesondere zum Hotsync mit Palm-Rechnern. Zudem können TV-Tuner-Karten von der nun funktionslosen ixMicro, die unter älteren Mac OS 9-Versionen mit der Audio-Ausgabe Schwierigkeiten machten, ihren Tonausgabefähigkeiten nun vollständig verlieren.

http://www.heikekurtz.de/tidbitsde/TidBITS-de-521.html#Anker1
http://www.heikekurtz.de/tidbitsde/TidBITS-de-521.html#Anker1

Unser Fazit -- Die Vorteile von Mac OS 9.0.4 betreffen vorwiegend neuere Apple-Hardware, sodass für Ihren älteren Mac (der weder USB noch Firewire besitzt) eine Aktualisierung unnötig wäre, wenn Sie nicht grade unter einem der speziellen Probleme leiden, die hier bereinigt werden. Ansonsten ist der Gedanke an eine Aktualisierung zu überlegen, man sollte seine Entscheidung aber gegen die neuen Probleme abwägen, die man sich einhandeln kann.


Wie man einen PC kauft (und dabei nicht den Verstand verliert)

von Adam C. Engst ace@tidbits.com

[Übersetzung: Friedrich-Wilhelm Nehl[FWN] fwn@mac.com und Heinz Gnehm [HG] gnehm@infotrax.ch]

Es ist für Mac-Besitzer nicht schwer, die Übersicht darüber zu verlieren, was die übrige Computerindustrie durchmacht, wenn es um den Umgang mit Hardware geht. Macs sind ausgesprochen klar aufgebaut - es gibt nur einen Anbieter, man muss nicht viele Unwägbarkeiten berücksichtigen und die Verkaufspreise unterscheiden sich nicht sehr. Das ist in der PC-Welt ganz anders, wo sich der Käufer einer Vielzahl von Herstellern, Bezugsquellen, CPUs, Videokarten, Festplatten, Motherboards usw. gegenüber sieht.

Warum schreibe ich überhaupt darüber, wie man einen PC kauft? Ich bin immerhin in erster Linie ein Macintosh-Benutzer und die meisten Leser von TidBITS benutzen ebenfalls Macs. Aber wir leben alle in der wirklichen Welt und die wird unglücklicherweise von PCs beherrscht, auf denen fast immer Windows läuft. Einige versuchen diese unbequeme Tatsache zu verdrängen, aber viele können sich das nicht erlauben. Vielleicht steht am Arbeitsplatz ein PC oder ein Familienangehöriger benutzt einen PC - ganz gleich, irgendwann steht man vor dem Problem, für sich selbst oder jemand anderen einen PC kaufen zu müssen.

Im Laufe der Jahre habe ich vier PCs gekauft: einen Compaq 400C 486 Laptop mit Windows 95, einen Pentium 90 ohne Markennamen um Linux darauf laufen zu lassen, einen Pentium 150 mit Windows 98 und neulich einen Compaq iPaq mit Windows 2000. Bei den Vorermittlungen und beim Kauf der Computer bin ich unterschiedlich vorgegangen; sollten Sie also einen PC kaufen müssen, schauen Sie sich doch einmal die nachstehenden Strategien an, bevor Sie in das Durcheinander eintauchen, das die heutige PC-Welt darstellt.

Sie sollten auch wissen, dass ich diese PCs nicht wirklich haben _wollte_, sicherlich nicht so wie die vielen Macs, die ich im Laufe der Jahre gekauft habe. PCs zu kaufen empfinde ich nicht als sonderlich aufregend, sie waren die notwendigen Übel um meine beruflichen Fähigkeiten zu erweitern oder dienten dazu, bestimmte Vorhaben wie mein Nachschlagewerk "Crossing Platforms: A Macintosh/Windows Phrasebook" oder das plattformübergreifende "Eudora for Windows & Macintosh: Visual QuickStart Guide" zu unterstützen. Dieser Mangel an Enthusiasmus (der vermutlich bei vielen Mac-Besitzern besteht) führt dazu, dass ich so wenig wie möglich Zeit und Geld in den Kauf eines PC investieren will.

http://www.amazon.com/exec/obidos/ISBN%3D1565925394/tidbitselectro00A/
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Hilfe von Freunden -- Am allereinfachsten kauft man einen PC, wenn man einen Freund hat, der viel mehr als man selbst von PCs versteht und wenn man den um Rat fragen kann oder sogar dazu überreden kann, einen für Sie zu bestellen. Man braucht sich deshalb nicht zu schämen - wenn man vorhat, in erster Linie Mac-Benutzer zu bleiben, muss man ja nicht unbedingt die Unterschiede zwischen einer Intel- und einem AMD-CPU oder verschiedenen Motherboard-Konfigurationen kennen.

Wichtig ist, dass man seinem Freund zu verstehen gibt, was man mit dem PC vorhat, denn obwohl PCs ziemlich preiswert sind, kann man viel Geld z.B. für ausgefallene Videokarten ausgeben, die nur von echten Videospielfans gebraucht werden.

So bin ich bin beim Kauf des Pentium 90 vorgegangen, das liegt schon einige Jahre zurück, in den Kindertagen von Linux, als Northwest Nexus noch Host war für unsere ftp.tidbits.com. Im Laufe der Zeit hatte der Datenverkehr und damit die Auslastung des Servercomputers bei Northwest Nexus zugenommen, also bat man mich eines Tages, TidBITS auf einen anderen Computer zu verlegen. Dem hätte ich gern entsprochen, nur hatte ich nicht die leiseste Idee, wie das wohl gehen sollte. Ralph Sims von Northwest Nexus gab zu verstehen, dass er diese Dinge gern in die Hand nehmen wollte, also bestellte ich genau das, was er mir zum Kauf bei seinem Lieblingscomputerladen empfohlen hatte und ließ den bereits voreingestellten Computer direkt bei ihm ausliefern. Er installierte Linux und brachte alles zum Laufen. Der Computer lief auch mit wenigen Unterbrechungen bis Ende 1999, als wir ihn gegen einen Jahr-2000-konformen PC und eine neuere Version von Linux (und eine _viel_ größere Festplatte) austauschten. Diese Art und Weise einen PC zu kaufen empfand ich als ausgesprochen einfach, auch der Unterhalt des PCs kann nicht einfacher sein: Während der ganzen Zeit habe ich ihn nur einmal gesehen.

Global denken, vor Ort kaufen -- Die nächst einfachere Methode, einen PC zu kaufen, ist einen örtlichen Einzelhändler aufzusuchen, der alle wichtigen Hersteller im Sortiment hat, mit den Verkäufern zu verhandeln und dann den Laden mit dem Computer zu verlassen, der am besten meinen Anforderungen entspricht. So habe ich das beim Kauf des Compaq Contura 400C gemacht, als ich an meinem "Internet Starter Kit for Windows" Buch schrieb. Was ich also nicht unbedingt brauchte, war ein aufgemotzter Computerturm mit einem Bildschirm der zu viel Platz einnahm, ich entschied mich daher für einen Laptop, war aber gleich entsetzt über die schlechte Qualität der Anzeigeinstrumente, die damals auf PC-Laptops verwandt wurden. Ich habe schon immer diesen Joystick-ähnlichen Nippel (wie ihn der verstorbene MacWEEK Herausgeber Robert Hess genannt hatte) in der Mitte der Tastatur gehasst, außerdem gab es bei PC-Laptops zu der Zeit die unterschiedlichsten, seltsamen und manchmal kaum nutzbaren Anzeigeinstrumente. Als ich dann schließlich ein Laptop gefunden hatte, das einen mittig angebrachten Trackball hatte (wie bei den Serie 100 PowerBooks zu jener Zeit) und keine Tasten rechts von der Löschtaste, war es das Compaq Contura.

Ich erinnere mich nicht mehr, in welchem Computercenter ich letztendlich den Computer gekauft habe, damals war man dort noch sehr hilfsbereit, vor dem Zeitalter des World Wide Web, man konnte die Laptops tatsächlich ausprobieren. Ich erinnere mich noch, dass das Verkaufspersonal ziemlich unbedarft war aber da man ja beim Kauf von Laptops nur wenige Optionen hat, machte das nichts. Möglicherweise habe ich mehr als nötig bezahlt, ich hatte jedoch so viel Zeit damit verbracht, die verschiedenen Laptops miteinander zu vergleichen, dass ich nicht noch einmal die gleiche Zeit damit verbingen wollte, den besten Preis zu finden. Ich vermute, dass sich viele Verbraucher in einer ähnlichen Situation befinden, weil die Nachforschungen beim Kauf eines PC so anstrengend sind, kaufen sie dort, wo sie vernünftige Antworten auf ihre Fragen bekommen und wo sie Computer bekommen, die ihren Grundanforderungen entsprechen.

Im Allgemeinen versuchen Computercenter Serviceverträge oder Verlängerungen der Garantiezeit zu verkaufen, die für oftmals preiswerte Computerhardware unnötig sind. Andererseits, wenn man nicht so mit der PC-Hardware vertraut ist und auch seine Kenntnisse nicht vertiefen will, ist ein Servicevertrag möglicherweise hier sinnvoller als für Macintosh-Hardware. An dieser Stelle sei an meinen Artikel über AppleCare und Alternativen in TidBITS-478 und die dort enthaltenen Verweise zum Thema erinnert.

http://www.heikekurtz.de/tidbitsde/TidBITS-de-478.html#Anker3
http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=590+654

E-Commerce als Rettungsanker -- Viel ist bereits über die Millionen geschrieben worden, die die Firma Dell mit ihrem Internet-Laden verdient hat und so bieten unterdessen die meisten PC-Hersteller ähnliche Einrichtungen an. Apple ist mit dem Apple-Store eher spät in dieses Segment eingestiegen, aber auch hier war ich wieder einmal positiv davon überrascht, wie viel einfacher es ist, einen Macintosh online zusammenzustellen als dies bei PCs von bekannten Herstellern wie Dell, Gateway und anderen der Fall war.

http://store.apple.com/
http://www.dell.com/
http://www.gateway.com/

Das Problem hat zwei Seiten: Der Apple-Store bietet weit weniger Optionen an als die großen PC-Hersteller. Beispielsweise verfügt die Konfigurationsseite für einen Power Mac G4 insgesamt über 11 Möglichkeiten, gefolgt von einer weiteren Seite mit 8 zusätzlichen Optionen, zusammen ergibt dies 19 mögliche Varianten. Auf den Webseiten von Dell zählte ich insgesamt 31 Konfigurationsmöglichkeiten und Gateway übertrifft dies noch mit 34 Optionen. Diese Zahlen sind nur grob geschätzt, da sie unter anderem davon abhängen, welches System man ganz zu Beginn gewählt hat. Aber mit einer solchen Menge an Wahlmöglichkeiten konfrontiert zu werden, ist eine Herausforderung für sich. Einige Webseiten ließen es zwar zu, die Optionen gänzlich zu umgehen, aber sobald ich mehr RAM-Speicher hinzufügen wollte, fand ich mich erneut tief im Konfigurationsschlamassel wieder.

Sie werden jetzt sicher fragen, ob mehr Wahlmöglichkeiten denn nicht besser seien. Meiner Meinung nach nicht immer. Wenn Sie mit zu vielen und teilweise voneinander unabhängigen Möglichkeiten konfrontiert werden (von denen sich aber alle auf den Endpreis auswirken), ist es schwierig, sich davon nicht verwirren zu lassen. Damit gerät die PC-Konfiguration für einen Macintosh-Anwender aber endgültig zu einem Alptraum. Welche von den fünf Grafikkarten, deren Namen Sie noch nie gehört haben, wünschen Sie? Welches der vier unterschiedlichen Lautsprechersysteme möchten Sie? Wollen Sie ein 40x- oder 48x-CD-ROM oder doch lieber gleich ein 8x- oder 12x-DVD-ROM mit einem Software-Decoder oder wäre ein CD-RW-Laufwerk nicht doch besser? Selbst wenn die Webseiten hilfreiche Informationen über die einzelnen Optionen bereithalten, fällt es schwer, von der Fülle der Möglichkeiten nicht erschlagen zu werden.

Wenn Sie es bis hierher geschafft und die Optionen bei einem Hersteller einigermaßen verstanden haben, werden Sie möglicherweise zum Opfer auf den Webseiten eines anderen Herstellers. Einzig Apple stellt Macintosh-Computer her und einen Apple-Händler auszuwählen ist relativ einfach und wird hauptsächlich vom Preis bestimmt. In der PC-Welt werden Sie aber Mühe haben, die gleiche Konfiguration bei zwei verschiedenen Herstellern zusammenzustellen. Vermutlich werden sich die Speicherkapazitäten der Festplatten unterscheiden oder sie können kein DVD-ROM-Laufwerk an Stelle eines CD-ROM-Laufwerks wählen etc. Egal was Sie auch tun, Sie werden dabei keine großen Preisunterschiede feststellen und Vergleiche anstellen können. Weil die Unterschiede so klein sind, werden nicht Äpfel mit Birnen verglichen, sondern eher Zitronen mit Limetten. Und wohin ich auch ging, ein bitterer Nachgeschmack blieb immer zurück.

Erst kürzlich habe ich mir über die Webseiten von Compaq einen iPaq gekauft. Ich habe mit dem Gerät noch nicht viel gemacht und kann deshalb auch nichts darüber erzählen. Aber die folgenden Gründe waren für mich ausschlaggebend, ein solches System zu kaufen anstatt selber eines zusammenzustellen.

http://www.compaq.com/metrics/directplus/iPAQ499_020200.html

* Der iPaq Legacy-Free räumt mit einer ganzen Anzahl von veralteten PC-Schnittstellen auf (Seriell-, Parallel-, Tastatur- und Maus-Anschluss) und setzt stattdessen ganz auf USB. Diese Lösung ist um einiges eleganter, vor allem in der PC-Welt, und war auch billiger als die Version mit den herkömmlichen PC-Schnittstellen.

* Das von mir benötigte Betriebssystem Windows 2000 kam vorinstalliert mit dem iPaq und ich musste es deshalb nicht mehr separat kaufen und installieren. (Diese Aussage ist allerdings nicht ganz richtig, da der iPaq mit Windows 2000 Professional ausgeliefert wurde, ich aber Windows 2000 Server benötigte, da ich gerade an einem Artikel über die Macintosh-Dienste dieses Betriebssystems arbeite.)

* Genau wie bei einem Macintosh waren die meisten Bestandteile bereits eingebaut und ich musste mich nicht für zahllose Varianten entscheiden. Compaq bot tatsächlich nur insgesamt sieben mögliche Optionen an und von diesen wählte ich nur eine, und zwar ein DVD-ROM-Laufwerk.

* Auch der Preis war ganz in Ordnung. Nachdem ich noch ein DVD-ROM-Laufwerk hinzugefügt hatte, kostete mich das ganze System inklusive MwSt und Versandkosten etwas unter USD 1'100, was mit den Preisen von Systemen anderer Hersteller vergleichbar ist.

* Obwohl ich mit individuellen Komponenten sicher ein besseres System hätte zusammenstellen können, wäre dazu eine Menge zusätzlicher Zeit nötig gewesen und ich hätte mich später auch mit unterschiedlichen Herstellern herumschlagen müssen. So aber habe ich nur eine Anlaufstelle bei möglichen Problemen und Compaq verwendet auch nicht die billigsten Komponenten.

Mein Ratschlag zum Schluss besteht darin, dass Sie, wenn Sie den Kauf eines PCs planen, zuerst verschiedene Konfigurationen und Preise bei mehreren Herstellern vergleichen sollten, um nicht ein völlig überteuertes System zu kaufen. Lassen Sie sich dabei von den einzelnen Optionen nicht zu stark verwirren und treffen Sie Ihre Wahl. Ich vermute, dass die gleiche Thematik auch für den Telefonkauf gilt (auch solche Firmen verfügen meistens über einen Web-Auftritt). Der einzige Vorteil besteht hier darin, dass Sie einen Menschen aus Fleisch und Blut solange um Rat fragen können, bis Sie sich Ihr fertiges System zusammengestellt haben.

Denken Sie auch daran, dass insbesondere Dell und Gateway wieder in Stand gesetzte Computer verkaufen, die aus dem einen oder anderen Grund retourniert worden sind. Diese Geräte sind meistens sehr günstig erhältlich; diese Systeme können Sie allerdings nicht mehr selber zusammenstellen und es ist deshalb etwas schwieriger, hier das für Sie passende Modell zu finden.

Eigenbau notwendig -- Den namenlosen PC mit einem Pentium 150 und Windows 98, den ich vor einigen Jahren für ein Buchprojekt benötigte, wollte ich so billig wie möglich kaufen. So landete ich bei einem örtlichen Wiederverkäufer, bei dem man den Laden betritt, den Wunsch nach einem PC äußert und anschließend die Liste der möglichen Komponenten abarbeitet. Für jede der möglichen Optionen fragte ich nach den Unterschieden, erhielt aber nur knappe Antworten. Dienst am Kunden wurde hier sicher nicht groß geschrieben, aber die Preise waren tief und ich konnte meine Komponenten auswählen, ohne sie anschließend selber zusammenbauen zu müssen. Und der PC hat sich für den vorgesehenen Zweck gut bewährt.

Als es kürzlich Zeit wurde, einen neuen PC zu kaufen (was schließlich zum Kauf des iPaq führte), verglich ich die Preise auf den Webseiten dieses Ladens und war nicht sonderlich beeindruckt. So beschloss ich, meinen eigenen PC zusammenzustellen und mein PC-versierter Freund Alex gab mir einige gute Ratschläge mit auf den Weg und half mir abzuklären, welche Komponenten zu welchem Preis-/Leistungsverhältnis meine Bedürfnisse abdeckten. Alex zeigte mir ebenfalls den BookPC von Directron, eine PC-Basiseinheit, der man nur noch den Prozessor, Lüfter, RAM-Speicher, Festplatte und das gewünschte Betriebssystem hinzufügen musste. Ich kaufte dann aber doch keinen BookPC für US$ 250.–, da Alex gleich selber einen bestellte und das exotische und schwache Netzteil sofort nach Inbetriebnahme seinen Dienst versagte, ebenso das Ersatzgerät, das er daraufhin erhielt. Der Support von Directron antwortete auch nicht auf seine E-Mails, was die unbefriedigende Situation noch zusätzlich verschlimmerte.

http://www.directron.com/bookpc.html

Obwohl ich mit zweifelhaften Netzteilen nichts anfangen konnte, stellte ich doch fest, dass die Installation von Prozessor, Lüfter, RAM-Speicher, Festplatte und Betriebssystem für einen BookPC noch innerhalb meiner Fähigkeiten lag. Ich musste zwar fünf einzelne Komponenten bestellen, diese waren aber einfach miteinander zu vergleichen und bei verschiedensten Händlern erhältlich. Mit Hilfe der Webseiten von PriceWatch schien es ein Leichtes, den besten Preis aller Komponenten herauszufinden. Etwas schwieriger gestaltete sich anschließend das Durchforsten der langen Liste nach einem mir genehmen Händler, der die entsprechenden Komponenten auch wirklich liefern konnte. Aber die Preise waren unheimlich günstig. 40 GB-Festplatten für weniger als US$ 250.–, ein Intel Celeron 500 MHz-Prozessor für US$ 80.–, 128 MB-DIMMs für US$ 75.–. Ich hätte für US$ 800.– einen BookPC in ein Top-System verwandeln können. Zum Teufel mit diesem exotischen und schwachen Netzteil!

http://www.pricewatch.com/

Zu diesem Zeitpunkt fühlte ich mich schon mächtig stolz, hatte ich doch gute Quellen für Prozessoren, RAM-Speicher und Festplatten gefunden. Wie schwierig könnte es jetzt noch sein, alle Komponenten gleich selbst zu kaufen und das Ding auch selber zusammenzubauen? So verbrachte ich eines Tages mehrere Stunden damit, nach Webseiten zu suchen, auf denen alle dafür nötigen Komponenten einfach zu kombinieren waren. Am Ende dieses Tages hatte ich für meine Bemühungen außer Kopfweh nichts weiteres vorzuweisen.

Wenn Sie gedacht haben, 30 Optionen beim Kauf eines PCs von Dell oder Gateway seien einschüchternd genug, versuchen Sie mal, einen PC aus den einzelnen Komponenten zusammenzustellen. Um Ihnen eine Idee zu vermitteln, hier eine mögliche Einkaufsliste: Gehäuse, Motherboard, Netzteil, Ethernet-Karte (falls benötigt), Grafikkarte (falls benötigt), Audiokarte (falls benötigt), Prozessor, Lüfter, Festplatte, Diskettenlaufwerk, DVD-ROM-Laufwerk, RAM-Speicher, Monitor, Tastatur, Maus und Betriebssystem. Für jede dieser Komponenten stehen Ihnen zwischen fünf und fünfzehn Möglichkeiten zur Verfügung und diese führen zu einer multidimensionalen Kompatibilitäts-Matrix. Es gibt zwar Standards, aber finden Sie mal ein Motherboard, das die gewünschten Anschlüsse für Netzwerk-, Grafik-, Audio und Modemkarten aufweist, in einem bestimmten Gehäuse Platz hat und zum vorgesehenen Prozessor passt, der wiederum eine festgelegte Spannung benötigt, die von einem Netzteil bereitgestellt werden muss. Dieses Wirrwarr genügt, um auch den kühlsten Kopf zu durcheinander zu bringen. Meinen hat es jedenfalls tüchtig verwirrt.

Danach beschloss ich, alle Komponenten bei einem einzigen Händler zu bestellen, da dieser theoretisch über die Kompatibiliätsfrage Bescheid wissen müsste. Schnell fand ich einen Händler, der sogar eine Konfigurationsseite im Internet anbot (was unter den namenlosen PC-Herstellern eher selten vorkommt). Leider enthielten die Webseiten so wenig Informationen über die Firma (Telefonnummer, Adresse etc.), dass sie ebenso gut Blindflug GmbH hätte heißen können.

Danach überlegte ich mir, dass ich meine Suche vielleicht auf Händler beschränken sollte, die von anderen Kunden positiv bewertet worden sind. Ich fand im Internet eine entsprechende Bewertungsseite und probierte die am besten bewerteten Händler aus. Aber auch diese Methode führte zu keinem Ziel, entweder waren die Preise zu hoch oder der Händler bot nicht die von mir gewünschten Komponenten an. Zudem wiesen einige der von mir vorher berücksichtigten Händler so tiefe Bewertungen wie etwa 2.4 von 7 Punkten auf (während Directron 5.9 von insgesamt 7 Punkten erhalten hatte). Es war zum Verzweifeln.

http://www.resellerratings.com/

Zum Schluss beschloss ich, es noch mit DealTime zu probieren, einer Website für Preisvergleiche. Sie erlaubt die Festlegung gewisser Parameter wie der Prozessorgeschwindigkeit oder der Größe des RAM-Speichers und der Festplatte. Anschließend wählt man die gewünschte Preisspanne und die besten Angebote werden angezeigt. Ich dachte, dass mir DealTime einige günstige Angebote finden könnte, die ich bisher übersehen hatte oder zumindest einen mir noch unbekannten Händler vorschlagen würde. Es fruchtete aber alles nichts und schließlich ließ ich DealTime nach allen PCs suchen, deren Prozessor mindestens 500 MHz schnell war, mehr als 128 MB RAM-Speicher hatten und weniger als US$ 800.– kosteten. Das einzige Resultat? Der Compaq iPaq von einem Händler, der keinen mehr am Lager hatte. Ich nahm den Hinweis dankend an, kontrollierte noch einmal die Spezifikationen mit Alex, um ja nichts zu vergessen und bestellte schließlich direkt ein Gerät auf den Webseiten von Compaq.

http://www.dealtime.com/

Ich will nicht behaupten, ich sei ein Experte für PC-Hardware, aber ich weiß eine ganze Menge mehr als früher und Wissen ist nie etwas Schlechtes. Deshalb bereue ich meinen Ausflug in die Welt des PC-Eigenbaus auch nicht. Ich denke aber, dass Macintosh-Anwender mit dem gleichen Wissensstand wie ich besser die Finger davon lassen, es sei denn, ein guter Freund führt sie durch jeden Schritt und vermeidet die vielen Fallen unterwegs. Bereits die aufgewendete Zeit wird jeden Kostenvorteil zunichte machen. Ich werde auch PriceWatch und DealTime weiterhin aufsuchen, da beide Anbieter mehr als nur Computer-Hardware vergleichen und ich mit dem Kauf einer digitalen Videokamera liebäugle... Vielleicht aber erst nachdem ich mich von dieser anstrengenden Einkaufstour erholt habe.


Übertragung dieser Ausgabe:
Johannes Formann [JF] johannes@formann.de, Heinz Gnehm [HG] gnehm@infotrax.ch, Friedrich-Wilhelm Nehl [FWN] fwn@mac.com, Walter Sonnenberg [WS] Dr.W.Sonnenberg@t-online.de

Redaktion: Heike Kurtz [HK] mail@heikekurtz.de

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