Enttäuschung, Betrug und Diebstahl bilden das Herzstück in der erbärmlichen Geschichte der Firma Gadget Software, die wir heute aufrollen der Mac-Software-Entwickler hat seine Produkte offensichtlich gestohlen. Außerdem lesen Sie einen Bericht darüber, welche Geräte man an den Mac während des Betriebs anschließen kann und bei welchen man das besser lassen sollte. In den News geht es um die Veröffentlichung von Palms HotSync 2.6.1 zur Korrektur der Synchronisation unter Mac OS 9.0.4, WebConfidential 2.0 mit Palm-Unterstützung und den Web Companion 5.0v4, der eine Sicherheitslücke schließen soll.
Autorisierte Übertragung der TidBITS#531/15-Mai-00.
Die Originalausgabe finden Sie unter: http://www.tidbits.com/tb-issues/TidBITS-531.html
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ftp://ftp.tidbits.com/pub/tidbits/issues/2000/TidBITS#531_15-May-00.etx
Die Originalausgabe ist via FTP auf den meisten Info-Mac-Mirrors verfügbar, so etwa:
ftp://ftp.univie.ac.at/mac/info-mac/per/tb/tidbits-531.etx
ftp://sunsite.cnlab-switch.ch/mirror/info-mac/per/tb/tidbits-531.etx
ftp://ftp.rrzn.uni-hannover.de/pub/mirror/info-mac/per/tb/tidbits-531.etx
[Übersetzung: Franz Schulze-Bisping [FSB] Franz.SchuBi@Knuut.de]
HotSync 2.6.1 behebt Synchronisationsprobleme mit Palms -- Palm, Inc, hat HotSync 2.6.1 veröffentlicht; es behebt ein Synchronisationsproblem mit Palm Handheld, das durch Apples letztes MacOS 9.0.4 Update verursacht wurde. Änderungen in der USB-Software des Mac verursachten Timeouts von HotSync, vor allem beim Einsatz von HotSyncs Verbindungen zu AvantGo und Outlook Express; das kostenlose HotSync 2.6.1 Release behebt diese Probleme. Benutzer von Palm Desktop 2.5 brauchen nur die HotSync 2.6.1 Software zu installieren, einen 1,8 MB großen Download. Neue Nutzer bzw. Nutzer von früheren Versionen des PalmDesktop müssen eine kostenlose 6,6 MB große Datei des Palm-Desktop 2.6.1-Pakets herunterladen. Dieses Release folgt Handsprings Palm Desktop 2.6 auf dem Fuße und scheint an der Oberfläche dieselbe Software zu sein, aber Handsprings Release enthält vermutlich zusätzliche Software für den Gebrauch des USB HotSync scheint nur mit dem Visor Handheld zu harmonieren.[JLC]
http://www.palm.com/support/macintosh/
http://www.heikekurtz.de/tidbitsde/TidBITS-de-529.html#Anker1
http://www.handspring.com/products/vindex.asp
Web Confidential 2.0 synchronisiert mit Palm Geräten Alco Blom hat Web Confidential 2.0 herausgebracht, ein größeres Update seines Macintosh-Speicher- und Organisations-Programms (20$ Shareware) für sensible Informationen (siehe "Web Confidential: Securing Information of All Sorts" in TidBITS-441). Die wichtigste neue Funktion ist die Unterstützung der Synchronisation von Web Confidential-Daten mit Rene Laterveer's Web Confidential for Palm 1.0, einer gesonderten 20$-Shareware, die auf Handhelds mit PalmOS läuft und die gleiche starke Verschlüsselung für sensible Daten auf dem Palm ermöglicht. Man kann die Palm-Version herunterladen und für 30 Tage testen, aber der "Web Confidential Synchronisation Conduit" wird nur registrierten Anwendern zugeschickt. Web Confidential 2.0 hat einige neue Funktionen, unter anderem die Unterstützung zum Ausfüllen von Web-Formblättern mit Netscape Communicator, ein "zuletzt geändert" Attribut für Datensätze, ein plattformübergreifendes Dateiformat (zurzeit können nur unverschlüsselte Dateien in dieses Format umgewandelt werden) und kleinere Änderungen an den Programmkategorien. Web Confidential 2.0 ist ein kostenloses Upgrade für registrierte Benutzer und der Download ist 540K groß; die Palm-Version ist ein 105K Download .[ACE]
http://www.web-confidential.com/
http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=05020
http://www.web-confidential.com/notes20.html
Web Companion 5.0v4 stopft Löcher in FileMaker -- FileMaker Inc hat Web Companion 5.0v4 freigegeben, um die wesentlichen Internet-Sicherheits-Lecks in FileMaker Pro 5 und FileMaker Pro 5 Unlimited zu stopfen. (Siehe "FileMaker 5 Internet-Sicherheitslücken" in TidBITS-529.) Web Companion 5.0v4 beachtet die Feld-Level-Sicherheitseinstellungen und verhindert damit, dass Bösewichter die Inhalte irgendeines Felds einer Datenbank im Web mit den Publishing-Mitteln von FileMaker 5's XML oder mittels E-Mail erhalten. Das Update hindert FileMaker Pro 5 ebenfalls an der Versendung anonymer E-Mails, indem einige der neuen E-Mail-Fähigkeiten von FileMaker 5 abgeschaltet werden. Das Update ist 573K groß und allen Anwendern von FileMaker Pro 5 und FileMaker Pro 5 Unlimited empfohlen, die Web Companion verwenden.[GD]
http://www.filemaker.com/support/webcompanion.html
http://www.heikekurtz.de/tidbitsde/TidBITS-de-529.html#Anker1
Umfragenvorschau: Faire Bezahlung von Shareware -- Matt Deatherages Artikel befasst sich mit der Unterschlagung von Sharewareprogramme anderer Entwickler durch Gadget Software und hebt einen besonders ungewöhnlichen Fall hervor, wie man Software nutzt ohne sie zu bezahlen. Aber was ist mit der üblicheren Situation , dass man Sharewareprogramme nutzt ohne sie zu bezahlen? Ist das Programmieren von Shareware ein wirtschaftlich lebensfähiges Geschäft oder zahlen zu wenige Leute für Shareware, um die Programmierung lohnenswert zu machen? Die Abstimmungsfrage dieser Woche ist deshalb: "Wie viel Prozent der Sharewareprogramme, die Sie normalerweise auf Ihrem Macintosh benutzen, haben Sie bezahlt?" Seien Sie bitte ehrlich, wenn Sie auf unserer Homepage abstimmen unsere Umfragen sind anonym.[ACE]
http://www.tidbits.com/
http://db.tidbits.com/poll/AboutPolls.html#privacy
von Adam C. Engst ace@tidbits.com
[Übersetzt von Heinz Gnehm [HG] gnehm@infotrax.ch und Franz Schulze-Bisping [FSB] Franz.SchuBi@Knuut.de]
In der Umfrage von letzter Woche stellten wir die folgende Frage: «An welche Schnittstelle sollte man nie ein Gerät anschließen, während der Macintosh noch läuft?» Von den über 2'200 Antworten lagen 64 % mit der Antwort «SCSI» richtig, während 29 % durch die Antwort «ADB» in die Irre geführt wurden. Einige wenige Prozent wählten den seriellen oder den Ethernet-Anschluss, aber zu unserer Freude entschieden sich nur wenige für USB oder FireWire. Werfen wir doch einen Blick auf die möglichen Antworten, auch diejenigen, die wir der Übersichtlichkeit halber in der Umfrage ausgeklammert hatten. Bedenken Sie dabei immer, dass die Details von Modell zu Modell verschieden sein können und Sie deshalb das Benutzerhandbuch zu Rate ziehen sollten (Falls Sie das Benutzerhandbuch verloren haben, bietet Apple sie auch über das Internet an). Weitere interessante Details wurden auch in TidBITS Talk behandelt.
http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbpoll=40
http://www.info.apple.com/info.apple.com/manuals/manuals.taf
http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=1025
Eine kleine Randbemerkung: Es tauchte auch die Frage auf, ob ein PowerBook im Ruhezustand ebenfalls als ausgeschaltet betrachtet werden kann. Apple scheint ein PowerBook in Ruhezustand meistens mit ausgeschaltet gleichzusetzen, macht aber bei SCSI-Geräten eine Ausnahme, insbesondere bei älteren PowerBooks.
SCSI -- Sie können zahlreiche Dinge an Ihren Macintosh anschließen, aber SCSI war die einzige Antwort, von der wir garantiert wissen, dass es keine gute Idee ist, einen laufenden Macintosh damit verbinden zu wollen. Es gibt hier natürlich einen Unterschied zwischen «sicher» und «möglich» und wir bestreiten nicht, dass es jederzeit möglich ist, ein SCSI-Gerät an einen Macintosh anzuschließen. Apple empfiehlt, dass der Macintosh und alle Peripheriegeräte immer auszuschalten sind, bevor ein SCSI-Gerät- oder Kabel angeschlossen oder entfernt werden soll oder die Nummer eines SCSI-Geräts geändert wird.
http://til.info.apple.com/techinfo.nsf/artnum/n9387
Hier sind die Probleme - speziellen Dank für diese Tipps gebührt David Shayer von Sentient Software, der mehrere Programme zur Datenrettung geschrieben hat. SCSI-Stecker sind leider nicht dazu entwickelt worden, um den Kontakt von falschen Pins zu verhindern. Deshalb ist es nicht schwierig, zwei falsche Pins zusammenzuschließen oder einen Kurzschluss zu produzieren. Wenn Sie ein neues Gerät am SCSI-Bus anschließen, werden Sie es wohl am Ende des Bus anfügen, was bedeutet, dass der Bus für kurze Zeit ohne Terminierung auskommen muss. Daneben verfügt jedes SCSI-Gerät über eine eindeutige Nummer zwischen 0 und 7. Wenn zwei Geräte aber die gleiche Nummer besitzen, führt das zu einem Konflikt und der Macintosh weigert sich zu starten oder meldet ein sonstiges Problem. Schließen Sie eine neue Festplatte im laufenden Betrieb an Ihren Macintosh an, kann daraus also ein SCSI-Konflikt entstehen und der Mac schreibt plötzlich den Hauptverzeichniseintrag auf die falsche Platte, was zu einem massiven Datenverlust führen kann. Und zum Schluss ist SCSI nicht dafür ausgelegt, im laufenden Betrieb Treiber automatisch zu laden, obwohl hier das Programm SCSIProbe von Robert Police Abhilfe schafft.
http://hyperarchive.lcs.mit.edu/cgi-bin/NewSearch?key=scsi-probe
Falls Sie wirklich daran interessiert sind, SCSI-Geräte in Zukunft sicherer anschließen zu wollen, dann bietet der TidBITS-Sponsor APS Technologies mit dem APS SCSI PowerPlug genau das an. Es verfügt über eine Schaltung, die ein Gerät, das sie hinzufügen oder entfernen wollen, automatisch elektronisch isoliert und behält gleichzeitig die Terminierung bei. Zwei Versionen von diesem Gerät sind erhältlich: der SCSI PowerPlug II mit aktiver Terminierung für den Einsatz am Ende einer SCSI-Kette und der SCSI PowerPlug NT ohne Terminierung für den Einsatz innerhalb der SCSI-Kette (aber nicht am Ende). Beide kosten US$ 50 und können aus dem Katalog von APS telefonisch bestellt werden (aber nicht über Ihre Webseiten).
Des Weiteren empfiehlt Apple, dass SCSI-Geräte nicht ein- oder ausgeschaltet werden, während andere Geräte in der SCSI-Kette noch laufen. Einige SCSI-Geräte müssen zudem vor dem Macintosh eingeschaltet werden. Ungeachtet dieser Empfehlung, sind viele Leute mit Scannern daran gewöhnt, das Gerät nur einzuschalten, wenn Sie es auch benötigen, um damit die Lampe zu schonen und Energie zu sparen. Es ist unwahrscheinlich, dass dabei ein Schaden entsteht, allerdings kann der Macintosh verwirrt werden und benötigt eventuell einen Neustart. Wenn Sie eine externe Festplatte abschalten wollen, müssen Sie unbedingt daran denken, dass Sie das Laufwerk vorher vom Schreibtisch entfernen und in den Papierkorb ziehen. Ansonsten riskieren Sie Datenverlust.
ADB -- Einverstanden, es tut uns Leid: dies war unsere Fangfrage. Viele erfahrene Macintosh-Anwender wissen, dass man ADB-Geräte nicht im laufenden Betrieb anschließen sollte. Wenn sich dabei Strom führende Pins berühren, riskiert man die Zerstörung des Chips zur ADB-Ansteuerung und den können Sie nur mit dem gesamten Motherboard ersetzen. Obwohl dieser Ratschlag sicher seine Berechtigung hat, ist er nicht in allen Fällen richtig. Das G3-PowerBook, eines der letzten Geräte, das mit ADB-Schnittstellen ausgeliefert wurde, erlaubt das Anschließen von ADB-Geräten im laufenden Betrieb (auf Englisch «hot-swapping» genannt - HG). Darauf wird auch in der Entwicklerdokumentation hingewiesen (und auch im Benutzerhandbuch steht, dass das Anschließen von ADB-Geräten kein Problem darstellt). Andere Geräte, wie beispielsweise das PowerBook 5300, beinhalten Schutzschaltungen, die den ADB-Chip automatisch abschalten, wenn ein Gerät zu viel Strom bezieht.
http://til.info.apple.com/techinfo.nsf/artnum/n30935
http://developer.apple.com/techpubs/hardware/Developer_Notes/ Macintosh_CPUs-G3/PowerBookG3Series.pdf
http://til.info.apple.com/techinfo.nsf/artnum/n21042
Trotz dieser Empfehlungen, ADB-Geräte nicht im laufenden Betrieb anzuschließen, tun es doch einige Leute von Zeit zu Zeit. Wenn Sie ebenfalls zu dieser Kategorie gehören, müssen Sie vorsichtig sein und vermeiden, dass sich dabei die falschen Pins berühren.
Serielle Schnittstelle Serielle Geräte (LokalTalk-Netzwerke eingeschlossen) dürfen zu jeder Zeit angeschlossen oder getrennt werden. Auch wenn keine physikalische Gefahr für den Mac besteht, erwartet manche Software, dass ein bestimmtes Gerät immer verfügbar ist z.B. ein Faxmodem, das auf automatischen Faxempfang eingestellt ist, oder ein serieller Drucker, der einem lokalen Netzwerk zur Verfügung steht. Und wenn man ein LocalTalk-Netzwerk trennt, stehen natürlich keine Dienste dieses Netzwerks mehr zur Verfügung, was den Mac oder laufende Anwendungen zu Beschwerden oder Abstürzen veranlasst, je nachdem was man gerade macht.
Die serielle GeoPort-Schnittstelle hat bei manchen Macs einen neunten Pin der mit Strom versorgt wird, und es gab deshalb einige Fragen, ob man durch Anschließen oder Trennen eines Gerätes den Mac oder das Gerät beschädigen könne. Apple teilt hierzu mit, dass man, wenn der Geoport Telecom Adapter beginnt, ein klickendes Geräusch abzugeben, "den Adapter für ein paar Sekunden trennen" solle, um das Problem zu beheben. Dies bedeutet sicherlich, dass man dieses spezielle GeoPort-Gerät anschließen und auch trennen darf.
http://til.info.apple.com/techinfo.nsf/artnum/n18904
Ethernet -- Alle Arten von Ethernet von 10Base-T und 100Base-T zum älteren, dünnen Ethernet (10Base-2), dickem (10Base-5) und Apples proprietärem AAUI built-in Ethernet können zu jeder Zeit sicher angeschlossen oder getrennt werden - obwohl man alle Dienste über das Ethernet unterbricht. Einige altmodische Ethernet-Netzwerke mit Bus-Topologie stoppen zeitweise, machen Geräusche oder zeigen andere Probleme, wenn man plötzlich Rechner von ihnen trennt. Es besteht jedoch keine physikalische Gefahr für den Mac oder das Netzwerk. Wie bei LocalTalk-Netzwerken kann der Verlust von Netzwerkdiensten bei einem Ethernetnetzwerk dazu führen, dass laufende Anwendungen merkwürdig reagieren oder das System abstürzt.
USB -- USB-Geräte wurden entwickelt, um sie im laufenden Betrieb auswechseln zu können, was durch den Anschluss und das automatische Laden von USB-Treibern unterstützt wird. Dies ist einer der Gründe, warum Apple bei Mäusen und Tastaturen von ADB auf USB umgeschwenkt ist - und sie haben sich sogar dafür gelobt. Wie bei SCSI sollte man eine USB-Festplatte erst deaktivieren, bevor man sie vom Rechner trennt, ansonsten besteht die Gefahr von Datenverlusten.
FireWire -- Wie bei USB kann man zu jeder Zeit gefahrlos FireWire-Geräte mit dem Mac verbinden oder wieder trennen - dies ist einer der Gründe, warum Apple diese Technologie stark befürwortet - und dies wird sowohl durch den Entwurf des Steckers als auch die Art unterstützt, wie FireWire-Treiber automatisch geladen werden. Jedoch besteht das Risiko, etwas wie das Geräusch einer zerbrechenden Schallplatte zu hören (dies ist eine Analogie, die es noch nicht lange gibt), deshalb sollte man erst eine FireWire-Festplatte deaktivieren, bevor man sie vom Rechner trennt.
http://www.apple.com/firewire/
Audio Input/Output -- Obwohl Apple empfiehlt, alle Geräte auszuschalten, wenn man Audio-Ein- oder Ausgabegeräte anschließt, besteht wenig Gefahr beim Ein- und Ausstöpseln von Mikrofonen, Audioeingabegeräten oder Lautsprechern an einen Mac. Hauptsache, man denkt daran, vor dem Einstöpseln die Pegel an jedem Gerät herunter zu drehen, sodass man nicht unbeabsichtigt Lautsprecher überlastet oder zerstört. Es ist möglich, die Anschlüsse durch ungeeignete Ausrüstung zu beschädigen - wir haben von einem Bassisten gehört, der den Audioeingang seines Power Mac 8500 zerstörte, als er den Verstärkerausgang seines 300 Watt-Verstärkers daran anschloss. Allerdings waren diese Umstände nicht die Schuld des Macintosh; wir sind sicher, dass die meisten Anschlüsse auch nicht mit elektrischen Haushaltsgeräten verbunden werden möchten.
Video -- Video ist ein heikles Kapitel, weshalb wir es nicht mit ins Quiz aufgenommen haben. Obwohl Apples Unterlagen immer empfehlen, Monitore und Videoausrüstung nur bei ausgeschaltetem Rechner zu verbinden, warnen die Handbücher nicht vor möglichen Gefahren (wie sie es zum Beispiel bei SCSI tun). Einige Macs fahren nicht hoch, wenn sie nicht mit einem Bildschirm oder Videoadapter verbunden sind, und Timbuktu Pro (das normalerweise zur Steuerung monitorloser Macs gebraucht wird) setzt voraus, dass zumindest ein Videoadapter angeschlossen ist, damit der Mac weiß, welche Auflösung verwandt wird. Zusätzlich, obwohl wir es nicht ausprobieren wollen, kann das Ausstöpseln eines Monitors und das Wiederanschließen Probleme hervorrufen, wenn beide Monitore in unterschiedlichen Auflösungen oder mit unterschiedlichen Bildwiederholraten arbeiten. Das Ausschalten ist einfacher und diejenigen unter uns, die monitorlose Macs als Server betreiben, sollten sich angewöhnen, die Einschalttaste und danach Return zu drücken, um den Mac über die Tastatur auszuschalten.
Wenn man einen externen Monitor an sein PowerBook anschließen will, sollte man das PowerBook vorher ausschalten oder in den Ruhezustand versetzen, ansonsten erkennt es den anderen Monitor nicht.
PC Karten -- PC-Karten, die kreditkartengrossen Erweiterungskarten, die gewöhnlich für PowerBooks gebraucht werden, kann man bei eingeschaltetem Mac einsetzen und entfernen, obwohl der Mac möglicherweise die Karte nicht erkennen kann, wenn der Treiber beim Systemstart nicht geladen wurde. Um eine Karte auszuwerfen , sollte man sie auf dem Schreibtisch in den Mülleimer befördern oder im Spezial-Menü "Weglegen" auswählen, um sie ordentlich auszuwerfen (bei einigen Modellen muss man zusätzlich eine Auswurftaste drücken).
http://til.info.apple.com/techinfo.nsf/artnum/n16167
Backup, Backup, Backup -- Wir haben versucht, alle empfohlenen Ansätze zu überprüfen, aber wie wir schon bei der Anmerkung zum Unterschied zwischen "sicher" und "anzunehmen" ausgeführt haben, halten wir uns auch nicht immer an die eigenen Ratschläge. Im TidBITS Talk hat Alex Hoffman mich spaßeshalber der Feigheit beschuldigt, weil ich den Leuten empfehle, Geräte nicht während des Betriebs zu wechseln. Tatsache ist, dass ich dauernd ADB-Geräte ein- und ausstöpsele und zusätzlich SCSI-Geräte ein- und ausschalte, während der Mac in Betrieb ist. In diesem Zusammenhang ignoriere ich meinen eigenen Ratschlag, da ein Großteil meiner Hardware kaum Wert besitzt, und ich bin ein tiefgläubiger Datensicherer. Klar, dass ich sauer bin, wenn ich das Motherboard meines SE/30 durch Spielereien an einem ADB-Stecker zerstöre, aber ich kann innerhalb einer Viertelstunde alles auf einem anderen Rechner mit dem Backup der letzten Nacht wieder herstellen.
http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbser=1041
http://www.heikekurtz.de/tidbitsde/TidBITS-de-432.html#Ink4
http://www.heikekurtz.de/tidbitsde/TidBITS-de-433.html#Ink3
http://www.heikekurtz.de/tidbitsde/TidBITS-de-434.html#Ink3
http://www.heikekurtz.de/tidbitsde/TidBITS-de-434.html#Ink4
(Teil 4 der Artikelserie "Have you backed up today?/Heute schon gesichert?" existiert leider nur auf Englisch: http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=04945
http://www.heikekurtz.de/tidbitsde/TidBITS-de-459.html#Ink2
Wenn man also das Risiko von abgefackelter Hardware auf sich nehmen will, sollte man sicher sein, ein aktuelles Backup zu besitzen. Man ist zwar über den Verlust eines Motherboards nicht glücklich, aber immerhin sind dann die Daten nicht verloren.
von Matt Deatherage mattd@macjournals.com
[Übersetzt von Franz Schulze-Bisping [FSB] Franz.SchuBi@Knuut.de]
Software zu entwickeln, ist ziemlich einfach. Programmierer sehen die technischen Herausforderungen, Fehler und engen Zeitrahmen zuerst der Gedanke an ein nützliches Produkt, das zu einem günstigen Preis schnell auf den Markt gebracht werden soll, und den Vorsprung zu anderen Wettbewerbern. Computeranwender sind voll des höchsten Lobes für Programmierer, die diesen Hindernislauf bewältigen, und jeden Tag wagen sich neue Entwickler an die Aufgabe, etwas Richtungweisendes für den Macintosh zu entwickeln.
Aber wenn man die Belohnung will, muss man die Arbeit machen. Einer der neuen Shareware-Entwickler dieses Jahres, die Firma Gadget Software, hat sich auf Diebstahl und Irreführung eingelassen, hat bereits existierende Programme mit minimalen kosmetischen Änderungen unter ihrem Namen herausgegeben. Die "Firma" ist unter zunehmenden Druck geraten, seit MWJ als erster vor zwei Wochen einen der Diebstähle aufdeckte; nun sieht es so aus, als ob sich "Gadget Software" in Luft aufgelöst hätte.. Es ist keine Frage, dass eine solche Geschichte von Piraterie, Betrug, Schwindel und Arroganz ihresgleichen in der Welt der Macintosh-Shareware sucht.
Schnellere (Faster) Täuschungen Die Probleme begannen vor ein paar Monaten mit einem 20$-Programm namens Faster [Schneller FSB] von Gadget Software, das versprach, einen Macintosh bis zu drei Mal schneller zu machen. Die meisten erfahrenen Macintosh-Anwender waren sofort skeptisch bei einer solchen Behauptung. Wenn man durch einen einfachen Softwaretrick einen Computer drei Mal so schnell laufen lassen kann, würde man denken, warum hat es Apple dann nicht in das MacOS eingebaut oder warum wird es dann nicht von einer großen Softwarefirma verkauft?
Software kann Hardware nicht schneller machen. Wenn Ihr iMac einen 266 MHz PowerPC G3 Prozessor hat, kann Software ihn nicht in ein 400 MHz Modell verwandeln. Die einzige Möglichkeit ist die Übertaktung, ein Hardwareeingriff, der Prozessoren mit höherer Geschwindigkeit als angegeben laufen lässt.
In Wirklichkeit war Faster viel kläglicher. Das Programm enthielt überhaupt keine Beschleunigungstechniken es entfernte einfach die dem MacOS eigenen Verzögerungsroutinen, die einfache Aufgaben, die ältere Macs ausreichend schnell ausführen können z.B. Rollend des Bildes auf den neuen rasend schnellen Macs benutzbar machten. Faster 1.x patchte einfach diese Routinen, sodass es keine Verzögerung mehr gab. Plötzlich schienen die Dinge schneller zu laufen Rechtecke ließen sich schneller größer ziehen, das Rollen des Bildes ging schneller, Animationen huschten über den Bildschirm aber keine wichtige Aktion wurde schneller ausgeführt.
Diebstahl von geistigem Eigentum Die einzige echte Möglichkeit für Software, mehr Leistung aus der Hardware herauszukitzeln (nicht sie schneller zu machen, klar, sondern effizienter), besteht darin, die dem Prozessor zur Verfügung stehende Zeit umzuverteilen. Idealerweise möchte man nicht, dass der Computer (viel) Zeit für unwichtige Aufgaben verschwendet, wenn ein wichtiger Auftrag anliegt. Auf diese Art arbeiten Programme wie Orchard Softwares "CPU Doubler" und Clarkwood Softwares "Peek-A-Boo" man kann bestimmen, welchem ausgewählten Programm das MacOS die größte Zeitzuteilung gibt.
http://ourworld.compuserve.com/homepages/orchardsw/CPUDoubler.html
http://www.kagi.com/bobc/
Ende April brachte Gadget Software Faster 2.0 heraus, mit ähnlichen Möglichkeiten des ansonsten wertlosen Produkts. Dies fiel zuerst MWJ auf, denn die Wahl der Bedienoberfläche von Gadget war mit dem 79$ teuren CPU Doubler fast identisch. Beide Programme ordneten den Anwendungen "Prioritätswerte" zwischen 1 und 64 zu, wobei 32 der Standardwert war. Die Oberfläche von Faster 2.0 kopierte ebenfalls von CPU Doubler, wie man Programme ausschließt, Tasten auswählt, die beim Systemstart das Laden der Erweiterung verhindern oder das Programm ein- und ausschalten.
So warfen wir einen genaueren Blick unter die Oberfläche und waren entsetzt: Faster 2.0 ist ein direkter Ableger von CPU Doubler. Gadget Software ersetzte nur die Benutzerschnittstelle und die Copyrightangaben durch eigene und ließ den Programmcode ansonsten unverändert. Die cdev-Resource enthielt immer noch die Routinenbezeichnungen von CPU Doubler wie z.B. "InitCPUDoubler" und "CloseCPUDoubler". Und Gadget hatte keine Rechte an dem Programmcode; Mike Jonas, der Geschäftsführer von Orchard Software, teilte MWJ mit: "Wir haben der Firma Gadget Software nie eine Genehmigung gegeben, irgendwelche Teile unserer Software in irgendeiner Weise in ihren Programmen benutzen zu dürfen."
Dies ist ein Plagiat der übelsten Art.
Als Orchard Software Die Firma Gadget informierte, dass ihr Betrug aufgefallen war, veröffentlichte Gadget auf ihrer Webseite, dass sie bald eine Version von Faster 2.0 "ohne die CPU Doubler Technologie" veröffentlichen würden. Auf der Seite stand: "Wir wollen Ihnen die ganze Geschichte erzählen und bereiten Sie sich darauf vor, lachen zu müssen. Wir hoffen, der Autor akzeptiert die Veröffentlichung des dummen Streiches, den wir ihm gespielt haben." Als Gadget dies schrieb, veröffentlichte die Firma gleichzeitig Faster 2.1, welches den Code von CPU Doubler lediglich besser versteckte. In Faster 2.1 ist die Hauptschnittstelle ein REALbasic-Programm, von Gadget hinzugefügt, um sicherzugehen, dass man das Shareware-Honorar bezahlt hat das ist in Ordnung, aber Gadget fügte Code hinzu, um sicherzustellen, dass man sie für die Arbeit von jemandem anderem bezahlt. Gadget mag das Plagiat als "Spaß" betrachtet haben, aber wie wir sehen werden, zeigt das Verhalten dieser Firma, dass Softwareklau die Regel, nicht die Ausnahme ist.
Nachdem MWJ die Geschichte gebracht hatte, dass Faster 2.0 gestohlenen CPU Doubler Code enthielt, veröffentlichte Gadget zwei neue Programme. Nach weiterer Prüfung waren beide sogar noch schlechter als Faster 2.0 eines ist Byte für Byte die Kopie eines existierenden Programms, und das andere beinahe.
WindowApp 1.0 Anfang Mai veröffentlichte Gadget WindowApp 1.0. Dieses Freeware-Programm macht das Programm-Menü hierarchisch an Stelle eines Eintrags für jede Anwendung ändert WindowApp ihn so ab, dass bei jedem Programm ein Untermenü mit einer Liste der von ihm geöffneten Fenster erscheint.
Klingt das vertraut? Hiro Yamamoto veröffentlichte sein Freeware-Programm ApplWindows, das dieselbe Aufgabe erfüllt, schon 1993. In den nächsten vier Jahren entwickelte sich ApplWindows zu einem Kontrollfeld mit veränderbaren Einstellungen, aber 1.0 war eine einfache Systemerweiterung - genau wie WindowApp 1.0. (ApplWindow wird nicht weiterentwickelt und läuft deshalb nicht zuverlässig unter MacOS 8.5 oder höher.)
http://hyperarchive.lcs.mit.edu/cgi-bin/NewSearch?key=appl+windows
Dies ist kein Zufall. In einem Brief an das MWJ bestätigte Hiro Yamamoto, dass WindowApp eine bytegenaue Kopie von ApplWindows 1.0 ist. Gadget ersetzte lediglich das Icon und die Versions-Resourcen durch eigene Yamamotos jetziger Programmcode in der INIT-Resource sowie in der Resource für die Finder-Erklärungen und der FREF-Resource sind identisch mit dem Original, ApplWindows.
Yamamoto schrieb an Gadget und forderte sie auf, den Vertrieb von WindowApp einzustellen und nicht länger zu behaupten, man habe das Urheberrecht auf seine Arbeit. Er gab uns Gadgets Antwort, die wir hier vollständig veröffentlichen. "Hallo, wir haben es gemacht. WIR HABEN ES GEMACHT! Heh, heh ... Egal, WindowApp ist zurückgezogen worden. Außerdem war es kostenlos. Cheers, GS." Die Firma ist völlig uneinsichtig bei ihrem dreisten Diebstahl von anderer Leute Arbeit und besteht darauf, dass "sie es gemacht haben". Das könnte wohl richtig sein - aber sie machten es aus ApplWindows und das ist inakzeptabel.
Magnet Menu 2.3 Letzte Woche veröffentlichte Gadget Software Magnet Menu 2.3, ein 20$-Programm, das Menüs ohne Klick öffnet. Die neue Version versprach bessere Kompatibilität und die Beseitigung einer Reihe von Fehlern. Unglücklicherweise machte AutoMenus Pro 3.5.1 das Gleiche, ein 15-Programm, das zuletzt 1997 von der anscheinend aufgelösten Firma Night Light Software überarbeitet wurde. Die Liste der Änderungen in Magnet Menu 2.3 sieht ein bisschen wie die von AutoMenus 3.5.1 aus, mit zusätzlichen Bemerkungen, um den Anschein zu erwecken, dass mehr Fehler beseitigt worden seien.
ftp://ftp.amug.org/pub/amug/amug-files/system/a/automenus-pro-3.5.1.sit.hqx
http://www.nlsoftware.com/
Als wir einen Blick darauf warfen, konnten Gadgets Schummeleien wieder einmal keiner Prüfung standhalten. Alle Teile der Bedienoberfläche sind bei beiden Programmen unterschiedlich, Icons, Bilder, einige Texte, einige Cursorformen und Dialogboxen. Aber alle anderen Ressourcen waren identisch, fast Byte für Byte.
Besonders verräterisch waren die TEXT-Resourcen, die für die Onlinehilfe gebraucht werden sie wurden unverändert von AutoMenus Pro übernommen, beziehen sich immer noch auf AutoMenus Pro und enthalten Telefonnummern und E-Mail-Adressen zur Registrierung von AutoMenus Pro! Gadget Software konnte doch wohl nicht so gut Ressourcen bearbeiten und Software stehlen, wie sie gedacht hatten.
Andere Produkte Um zu beweisen, dass ein gegebenes Programm ein Plagiat ist, muss man es mit dem Original vergleichen. Dies ist bei den restlichen Programmen von Gadget Software schwierig wir vermuten, dass sie "ausgeliehen" sein können, aber wir wissen nicht, von wem, sodass uns nur der Verdacht bleibt.
* SuperSherlock gibt vor, ein schnelleres und angenehmeres Programm als Apples Sherlock zu sein. Ready Software, eine
Firma, die nun nach ihren Angaben den Domainnamen (mehr zu Ready Software weiter unten) von Gadget Software besitzt, behauptet, dass der 15$ teure SuperSherlock der Ableger eines Programms namens Ariba sei.
* SuperSelect ist typisch für eine Art von Programmen, die Ende der 80er und zu Beginn der 90er beliebt waren. Es ermöglicht, die Buttons in Dialog- und Warnboxen mit der Tastatur zu bedienen. Gadgets 15$-Programm enthält eine 1,1 MB REALbasic-Anwendung, um einen so lange zu quälen, bis man sich registriert hat, aber die eigentliche Arbeit wird von dem 96K "SuperSelect 3 Demo"-Kontrollfeld erledigt, dass nur 68K Programmcode enthält. Es ist eine große Herausforderung an den Glauben, dass Leute, die ein nur 96K großes Kontrollfeld schreiben können, um Tastaturkürzel in Dialogboxen unterzubringen, weitere 2 MB dranhängen, um die Nutzer zur Registrierung zu zwingen.
* Loaded 1.6 ist eine Gruppe von drei Anwendungen, als Systemwerweiterungen verpackt, und einer REALbasic-Anwendung
zur Steuerung (Faster 2.1 wurde ähnlich durch eine REALbasic-Anwendung gesteuert, allerdings befand sich das wirkliche Programm in einer anderen Datei). Das 20$-Programm gibt vor, nach dem Aufstarten Systemerweiterungen zu laden und das RAM zu defragmentieren und noch andere Funktionen auszuführen. Das hört sich nach einem alten Programm an, von dem wir gehört haben und das "INIT Runner" heißt, aber wir konnten keine Kopie zum Vergleichen auftreiben. Wir wissen nicht, wo "Loaded" herkommt, aber die Anzeichen sind die gleichen: die eigentliche Anwendung ist im 68K-Code geschrieben, das Steuerprogramm jedoch eine PoerPC-native REALbasic-Anwendung.
Verstecken sich die marktschreierischen Softwarediebe oder sind sie geflohen? -- Am 12. Mai 2000 hatte sich die Website von Gadget Software aufgelöst, ersetzt durch eine Mitteilung, dass die Firma nicht mehr existiert. "Wir haben unseren Domainnamen an eine Gesellschaft namens Ready Software verkauft", teilt die kleine Homepage mit, die nichtsdestotrotz ein ziemlich lästiges JavaScript enthält, das den Cursor mit hüpfenden Bällen verfolgt. "Sie werden unsere Software verkaufen und den Support dafür leisten sie entwickelten Faster und Loaded! Gadget Software ist nun tot. Cheers everyone..."
Nach unseren Entdeckungen in den letzten zwei Wochen ist alles verdächtig, was Gadget Software sagt, und dies ist keine Ausnahme. Wir haben bereits festgestellt, dass Ready Software möglicherweise Faster 2.1 nicht besitzen kann, da das Programm Programmcode von Orchard Software enthält; Mike Jonas, der Geschäftsführer von Orchard Software, teilte MWJ am 12. Mai 2000 mit, dass Verhandlungen mit Gadget Software über Entschädigungen wegen der Übernahme von Gadget durch Ready Software ausgesetzt wurden. Ready Software kann Faster 1.x oder Loaded besitzen, aber wir haben bereits gesehen, dass man mit diesen Produkten keinen Ruhm ernten kann und die Versionen 1.x von Faster und Loaded wohl nicht wie versprochen arbeiten.
Ted Landau von MacFixIt gab an das MWJ einen Brief weiter, den er am 12. Mai 2000 von der neuen Firma erhalten hatte und der einige Fragen beantwortet In diesem Brief teilt "John" von Ready Software (kein Familienname, durch Überprüfung der Korrespondenz mit MacFixIt wurde der Absender als John Vollet aus Seillans, Frankreich identifiziert) mit, dass seine Firma Loaded (eigentlich FormulaOne genannt) und Faster (eigentlich Hare genannt) besitzt. Gadget hätte die Produkte nur als Beta-Tester prüfen sollen, habe sie aber stattdessen gestohlen und im Web unter dem Namen von Gadget veröffentlicht. John teilte ebenso mit, dass Gadget Magnet Menu 2.3 gestohlen habe, bevor der geklaute AutoMenus Pro Code hinzugefügt worden sei.
Selbst wenn Ready Software Faster und Loaded geschrieben hätte, scheinen die Programme nicht besonders nützlich zu sein. Ready meint, es sei ebenso ein Sieg von Gadget wie von Orchard Software oder Night Light Software. Aber das Angebot von Ready gleicht dem von Gadget, bevor sie ehrgeizig wurden. Ready Software ist in der gleichen französischen Kleinstadt ansässig wie Gadget Software und Ready Software besitzt keine Website (sie schrieben an MWJ über eine Hotmail-Adresse). Außerdem, wenn Gadget Software im März Faster stahl, warum reagierte Ready Software erst, als Gadgets unverschämter Diebstahl von anderen Produkten aufgedeckt wurde? Es ist alles ziemlich undurchsichtig.
Wir hoffen aufrichtig, dass das Ende von Gadget Software das Ende von gestohlener Software mit entfernten Copyrightvermerken ist, die mit geänderten Ressourcen als neu und echt herausgegeben wird. Wenn Ready Software sich als Versuch herausstellt, dieselben Tricks zu wiederholen, während der besudelte Name von Gadget weggeworfen wird, steht die Firma unter dauernder Beobachtung der Macintosh-Gemeinde. Wenn Ready Software ein Sieg über Piraterie ist, verdienen sie eine Chance und vermarkten hoffentlich Programme, für die man Reklame machen kann. In jedem Fall hoffen wir, dass das Geschäftsgebaren von Gadget Software und die damit verbundene Einstellung nicht so bald wieder auftaucht.
[Matt Deatherage ist der Herausgeber von MWJ, dem Wöchentlichen Journal für ernsthafte Macintosh-Benutzer (Weekly Journal for Serious Macintosh Users), und eifrig damit beschäftigt, das tägliche MDJ und das monatliche MMJ wieder einzuführen. Die Ausgabe der nächsten Woche von MWJ enthält eine gründliche Berichterstattung live vom WWDC 2000. Wenn man MWJ besser kennen lernen möchte, kann man unter der angegebenen URL ein kostenloses Probe-Abo über drei Ausgaben erhalten.]
Übertragung dieser Ausgabe:
Heinz Gnehm [HG] gnehm@infotrax.ch, Franz Schulze-Bisping [FSB] Franz.SchuBi@Knuut.de
Redaktion: Heike Kurtz [HK] mail@heikekurtz.de
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