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TidBITS#553/30-Oct-00

Sie wollen ein Diagramm erstellen? Die meisten Grafikanwendungen werden Ihnen das schwermachen. Nicht so ConceptDraw, das in dieser Ausgabe analysiert wird, da es Diagramm-spezifische Funktionen mitbekam. Außerdem betrachten wir Stuffit DeLuxe 6.0 von Aladdin und betrachten kleinere Verbesserungen in Eudora 5.0.1, SETI@home 3.0, Action Files 1.5.4, und Action Menus 1.0.2. Im Nachrichtenteil erfahren Sie mehr zu Tim Gill, der Fa. Quark gegründet hat und nun verläßt, Napster, das einen Mac Client herausbringt sowie über Priceline.com, das auch Handelswaren versteigert hat.. 

Themen:

MailBITS/30-Oct-00
Wesentlicher Update für StuffIt Deluxe 6.0 und Expander 6.0
Erstelle Deine Verbindungen mit ConceptDraw
 

MailBITS/30-Oct-00
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[Übersetzung Walter Sonnenberg]

**Neue Version Eudora 5.0.1** -- Qualcomm hat Eudora 5.0.1 freigegeben, es enthält kleine Verbesserungen zu dem verbreitet genutztem E-Mail-Programm der Firma (siehe "Eudora 5.0 liest Ihre Gedanken" in TidBITS-547 mit einer Besprechung der neuen Funktionen). Die Änderungen enthalten eine Vielzahl kleiner Eingriffe und Korrekturen, darunter ist  Eudoras Adressbuch ganz neu geschrieben worden und die Rechtschreibkorrektur hat mehrere kleine Änderungen erfahren, Eudoras IMAP Bearbeitung und die Importfunktionen sind geändert, das sind die Modifikationen, die Ihnen auffallen werden, wenn Sie schon Eudora 5.0 benutzen. Der Update lohnt sich (und ist kostenlos); wenn Sie von einer Vorversion noch nicht zu Eudora 5.0 gewechselt sind, sollte allein schon die bessere Stabilität von Eudora 5.0.1 Ihre Entscheidung positiv beeinflußen. Eudora 5.0.1 erfordert einen Power PC Prozessor unter Mac OS 8.1 oder neuer, Der Download umfaßt 4,6 MB [ACE]

<http://www.eudora.com/products/eudora/download/ >
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=06112 >

**Neue Versionen Action Files 1.5.4 & Action Menus 1.0.2** -- Power On Software hat ein paar untergeordneter Aktualisierungen in Action Files und Action Menus freigegeben, das sind für 30 $ bessere Dialogboxen für Öffnen und Sichern sowie Hilfen für Kundenanpassungen der Menus und eigene Tastenkürzel (siehe "Holen Sie sich ein Stück der ACTION Files" in TidBITS-434 und "Now Menus Reincarnated as Action Menus" in TidBITS-503) Action 1.5.4 beseitigt Kompatibilitätsprobleme zu einigen Anwendungen (BBEdit 6, Adobe Photoshop 6, Adobe Illustrator 9, Microsoft Word 2001 und CodeWarrior), geht Kompatibilitätsprobleme mit Mac OS 8.1 und früheren Versionen an und verbessert einen Fehler, der die Definition und das Löschen von Tastaturkürzeln unter Mac OS 9.0.x betraf, beseitigt einen Lapsus, der verhinderte, das von anderen Anwendungen erstellte Dokumente im Recent Menu nicht richtig gezeigt wurden und beseitigt einen Fehler in Mehrschritt-Menu-Kommandos, der unter Mac OS 9.0.x auftrat. Auch wenn die Verbesserungen fraglos von untergeordneter Natur sind, sind sie kostenlos erhältlich (man braucht nur Kopien aus den Demo-Dateien) und weil dabei das Mac OS direkt gepatched wird, ist es wohl nützlich, den Update zu übernehmen, wenn man dazu die Chance hat. Action Files 1.5.4 ist mit einem Download von 2,3 MB verbunden und Action Menus 1.0.2 schlägt mit 2,2 MB zu Buche. (Und wenn wir schon beim Thema sind, die kudos-Ergänzung zu Power Ons Now Up-to-Date & Contact, die, wie man hört, in Japan Marktführer unter den Kalenderfunktionen für alle Rechnersysteme geworden ist, schlägt sogar die bisherigen Spitzenreiter Microsoft Project und Lotus Organizer for Windows) [ACE]

<http://www.poweronsoftware.com/products/ACTIONFiles/>
<http://www.poweronsoftware.com/products/ACTIONMenus/>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=04931 >
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=05619 >
<http://www.poweronsoftware.com/information/pressreleases/japan.asp >
 

**Die SETI@home 3.0 Client-Version ist verfügbar** -- Die Teilnehmer am Projekt für verteilte Rechner SETI@home - das Nutzen aus den vielen um die Welt verteilten, wenig benutzten Rechnern zieht, um extraterrestrische Signale aus Radioteleskopaufzeichnungen zu analysieren - können nun mit der Programmversion 3.0 für den Mac arbeiten. Version 3.0 behält das Prinzip bei, entweder als Bildschirmschoner oder selbstständiges Anwendungsprogramm zu arbeiten und führt neue hochoptimierte schnelle Fouriertransformationsalgorithmen (FFT) ein, die Durchsatzverbesserungen durch die neue Technik ermöglichen es der neuen SETI@home-Version zwei verschiedene Analysemethoden (auf Pulse und Triplets) einzusetzen. Version 3.0 verbreitert auch das Spektrum der anlysierten Dopplereffekte und verbessert die Gaußapproximation, um den Anteil von falschen Erfolgsmeldungen zu reduzieren. Der Rechner ist damit auch ein wenig gröber bei der Aktualisierung der 3D-Graphen, weil das Zeichnen auf dem Bildschirm mehr Zeit kosten kann als das Rechnen. SETI@home 3.0 ist im Download 450 K groß und braucht einen Rechner mt Power PC mit mindestens 24 MB RAM. Er fordert System 7.5.5 oder höher; die Version 3.0 wird wahrscheinlich Mindestvoraussetzung für die Teilnehmer, die weiterhin am SETI@home-Projekt teilnehmen wollen. Wenn Sie noch nicht dabei sind, überlegen Sie doch, das SETI@home Team zu verstärken.[GD]

<http://setiathome.ssl.berkeley.edu/mac.html >
<http://setiathome.ssl.berkeley.edu/cgi-bin/cgi?cmd=team_join_form&id=3308 >
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=05401 >
 

**Endlich ein Mac-Client von Napster** -- Napster, die Musiktauschbörse über Internet, die von der Plattenindustrie bezichtigt wird, Musikpiraterie zu unterstützen, hat die erste Beta-Version ihrer Software für den Mac freigegeben. Wenn die Software läuft und wie Blackhole Media's Macster funktioniert, dem am weitesten verbreiteten Napster-Programm auf dem Mac, ist das keine Überraschung. Napster hat nämlich Macster aufgekauft und hat das Programm mit dem eigenen Namen offizialisiert. Napster läßt das eingearbeitete Entwicklerteam weiterarbeiten. Das Programm erlaubt Benutzern nach der Anmeldung bei Napster, MP3 Dateien von anderen Mitgliedern der Napstergemeinde zu übernehmen und eine eigene Dateisammlung mit dieser Gemeinde gemeinsam einzusetzen und an Echtzeit-Chats teilzunehmen. Die Napsterversion 1.0b1 ist als Download 1,3 MB groß und braucht einen Power PC-Rechner mindestens mit System 8.1 (mit CarbonLib 1.4 und Internet Config). Napster plant, in Kürze auch andere Sprachen als Englisch zu unterstützen. [GD]

<http://www.napster.com/mac/>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=06056 >
 

**Der Entourage Nachfolger** -- Ein Nachtrag zu meiner Bsprechung von Microsoft Entourage in TidBITS-550. Trotz der Kongenialität seiner Programmstruktur und meiner Gewohnheiten, fand ich heraus, dass, wie ich befürchtete, Entourage mit seiner Arbeitsgeschwindigkeit den täglichen Ablauf stört. Entourage brauchte mehrere Minuten, um Suchergebnisse zu ermitteln und aufzubereiten, was Eudora in wenigen Sekunden kann, und mehrere Sekunden, um Nachrichten zu verschieben oder zu löschen, was Eudora fast sofort erledigt. Auch das Wechseln zu anderen Fenstern ist langsam. Ich habe nunmehr vollständig wieder zu Eudora zurückgefunden. Das war nicht so einfach, wie ich in der Besprechung prognostizierte. Die von mir vorgeschlagene Methode reicht zwar für eingehende Nachrichten aus, aber nicht für Kopien abgesendeter Nachrichten. Stattdessen mußte ich ein ausgezeichnetes Skript unter Applescript einsetzen, Eudora Export, das dank des vereinten Einsatzes von Dan Crevier und R.Shapiro entstand; damit können Eudora Benutzer mit Entourage ohne größere Befürchtungen experimentieren. [MAN]

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=06139 >
<ftp://ftp.macemail.com/oe/R_Shapiro's_OE_4.5_Scripts.hqx >
 

**Priceline.com stellt die Handelsartikel-Versteigerungen ein** -- In "Nenne deinen Preis bei Priceline.com" in TidBITS-499 schrieben wir über gute Erfahrungen (die wir allerdings nicht wiederholt haben), bei Priceline.com Flugtickets per Versteigerung zu erwerben. Wir sprachen auch das Priceline.com-Vorhaben an, über einen Webhouse Klub, Artikel des allgemeinen Bedarfs und Benzin auf eine ähnliche Methode niedriger Preisangebote zu vermitteln. Obwohl wir diese Handelsart positiv beurteilten, Handelsartikel via HomeGrocer.com (die von Webvan übernommen wurde) online zu erwerben, konnten wir den Nutzen des Webhouse Klubprogramms nicht einsehen. Nach nicht ganz einem Jahr von Erfahrungen, beendet Priceline.com das Web-house Klub-Programm (kein Kerngeschäft der Firma). Das Fazit dieses Abenteueres: Verschiedene Waren brauchen auch angepaßte Handelsverfahren, da spielt es keine Rolle, ob sich das im Internet abspielt oder nicht. [ACE]

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=05575 >
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=05303 >
<http://www.priceline.com/infoctr/update.asp >
 

**Gill verläßt Quark** -- Quellen, die der Quark Inc nahestehen, berichten, dass der Gründer und Vorstand Tim Gill die Firma verlassen hat, um seinen philanthropischen Bemühungen mehr Zeit zu widmen, die er dank der Firma beginnen konnte, insbesondere der Gill-Stiftung. Fred Ebrahimi, Quark Präsident und Vorstandsvorsitzender, hat vor kurzem Gills halben Anteil dieser Privatfirma übernommen. Gill gründete die Firma 1981 und schrieb das erste Textverarbeitungsprogramm für den Apple III. Ebrahimi wurde 1986 Präsident und Vorstand. Quarks Flaggschiff, QuarkXPress ist eine der Hauptanwendungen im Bereich der Druckgewerbe seit der ersten Version im Jahre 1987. Die Firmenvertreter von Quark gaben keinen Kommentar. [JLC]

<http://www.gillfoundation.com/>
<http://www.quark.com/products/quarkxpress/ >
 

**Umfrageergebnisse aus verschiedenen Blickwinkeln** -- Die Umfrage letzter Woche, welche Anwendungen, für die sie ihren Mac einsetzen, die größte Verbreitung hätten, brachte eine Bestätigung und entsprach den Erwartungen. Mit großem Abstand gewannen E-Mail und Internet browsen, die 87 resp. 80 Prozent der Stimmen erhielten - es ist klar, dass die Nutzung des Internets diese Umfragen majorisiert. Die Textverarbeitung erhielt einen starken dritten Platz, die von 63% der Abstimmungsteilnehmer genannt wurde. Von diesem Standpunkt landeten im selben Aufwasch. Grafikanwendungen, Rechenblätter, Druck- und Internetaufbereitung wurden von etwa 30% der Teilnehmer genannt (was heißt, dass rund ein Drittel der Teilnehmer diese Anwendungen als verbreitete Arbeitsaufgabe nannte). Softwareentwicklungen und Spiele wurden jeweils von 20% genannt (also etwa ein fünftel der Antworter ware Entwickler oder Spieler). Die übrigen Kategorien - Audio, Video, Systemtests und andere - wurden von 12 bis 18 % der Antworten benannt, Ausbildungszwecke beenden das Feld mit nur 5% der Umfragenennungen. [GD]

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbpoll=62 >
 

**Die Umfragereichweite ist gut** -- wie oben erwähnt, ergab die letzte Umfrage, dass die TidBITS-Leser E-Mail und Internetanwendungen als häufigste Anwendungen ihrer Macs nennen. Aber dabei erhebt sich die Frage, mit welcher Bandbreite ihre Internetzugriffe funktionieren, ob sie eine Standleitung nutzen, welche Internetanbindungen sie normalerweise nutzen, am Arbeitsplatz und daheim? Wir selbst nutzen eine große Vielfalt von Anbindungen, das geht vom 56K Modem, über den 56K frame Relais-Anschluss, 128K ISDN zu 256K per DSL. Bitte geben Sie Ihre Stimme auf unserem Server ab! [Anmerkung: Durch die Verzögerung für die Übersetzung finden Sie auf diesem Server mittlerweile eine andere Umfrage WS] [ACE]

<http://www.tidbits.com/>
 
 

Wesentlicher Update für StuffIt Deluxe 6.0 und Expander 6.0
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von Adam Engst

[Übersetzt von Gernot Hecht [GH]]

Mit dem Wechsel zu Version 6.0 hat das bewährte StuffIt Deluxe Kompressions- und Archivierungspaket einen wesentlichen Update von Aladdin Systems erhalten. Unter den neuen Funktionen ist ReturnReceipt am auffälligsten, welches den Versender eines komprimierten E-Mail Anhangs in die Lage versetzt, eine Benachrichtigung über das Auspacken des Anhangs anzufordern. ReturnReceipts erzeugt zur Bestätigung eine ausgehende E-Mailnachricht, wenn der Empfänger den Anhang mit StuffIt Deluxe 6.0 und StuffIt Expander 6.0 öffnet. Empfänger haben immer die Möglichkeit zu Bestätigen und frühere Versionen der StuffIt Produkte sehen nur eine Textdatei. Wir hatten bisher keine Möglichkeit, diese Funktion zu testen, aber es klingt für einige Situationen vielversprechend. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, nach Elementen in StuffIt-Archiven zu suchen, Unterstützung für zusätzliche Dateiformate zum Komprimieren und Auspacken, Optionale automatische Benachrichtigung, Zusammenarbeit mit externen Antivirus-Programmen für automatisches Scannen nach dem Auspacken und eine Option zum Wiederherstellen beschädigter Archive. Es ist auch wichtig darauf hin zuweisen, dass StuffIt Deluxe 6.0 das gleiche Dateiformat wie StuffIt 5.x verwendet.

<http://www.aladdinsys.com/deluxe/>

Der Anwendungsteil von StuffIt Deluxe arbeitet mit Mac OS X öffentlichem Beta; leider gilt das nicht für populäre Systemerweiterungen, die den klassischen Mac OS Finder benötigen, wie Magic Menu, echte Finderintegration, Aladdin StuffIt Browser, Archive Via rename und die StuffItCM Erweiterung für kontextsensitive Menüs. StuffIt Deluxe benötigt eine PowerPC-basierte Maschine mit Mac OS 8.1 oder neuer und 6 MB verfügbarem RAM. StuffIt Deluxe 6.0 kostet $ 80; Upgrades sind für Besitzer früherer Produkte der StuffIt-Linie für $ 30 verfügbar und sie sind kostenlos, wenn Sie StuffIt Deluxe 5.5 nach dem 01. Oktober 2000 gekauft haben.

<http://www.aladdinsys.com/deluxe/osx.html >
<http://www.aladdinsys.com/deluxe/upgrade.html >

Gleichzeitig hat Aladdin StuffIt Expander 6.0 veröffentlicht, die jüngste Version des allgegenwärtigen Freeware-Entpackers. Änderungen schließen die Unterstützung für mehr Dateiformate (keines davon beruht auf der StuffIt Engine, die mit DropStuff mit Expander Enhancer geliefert wurde), einschließlich .rar-Dateien, optionale automatische Benachrichtigung für zukünftige Updates und Zusammenarbeit mit externen Antivirenprogrammen für das automatische Scannen nach dem entpacken. Aladin sagt, dass StuffIt Expander 6.0 mit Mac OS X öffentlichem Beta kompatibel ist. Da StuffIt Deluxe 6.0 und DropStuff 6.0 weiterhin das Dateiformat von StuffIt 5 verwenden, benötigen Sie nicht StuffIt Expander 6.0 zum entpacken von damit erzeugten Archiven - die 5.x Version von StuffIt Expander wird weiterhin ihren Zweck erfüllen obwohl Sie nur eine Textdatei an Stelle von ReturnReceipt Anfragen vorfinden werden. StuffIt Expander 6.0 benötigt eine PowerPC-basierte Maschine mit Mac OS 8.1 oder neuer (Anwender mit älteren Systemen sollten bei StuffIt Expander 5.5 bleiben); es ist ein 2 MB Download.

<http://www.aladdinsys.com/expander/expander_mac_login.html >

Zusammen mit allem anderen hat Aladdin DropStuff 6.0 und DropZip 6.0, Upgrades zu Aladdins $ 30 Drag & Drop-Werkzeugen zur Erzeugung von StuffIt- und Zip-Archiven heraus gebracht. Änderungen schließen Anpassungen für Mac OS X öffentliche Beta Kompatibilität und optionale Benachrichtigung über zukünftige Upgrades mit ein. Keiner von beiden kann Archive erzeugen, die ReturnReceipt-Anfragen enthalten - dafür benötigen Sie StuffIt Deluxe. Upgrades von früheren Versionen von DropStuff kosten $ 15 (DropZip Upgrades sind für registrierte Anwender kostenlos) und Demos von beiden sind als 3,6 MB Download verfügbar.

<http://www.aladdinsys.com/dropstuff/macindex.html >
<http://www.aladdinsys.com/dropzip/macindex.html >
 
 

Erstelle Deine Verbindungen mit ConceptDraw
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von Matt Neuburg

[Übersetzung Walter Sonnenberg]

Früher oder später will jeder mal ein Diagramm zeichnen. Natürlich wissen Sie von der Bedeutung von Diagrammen - vielleicht, weil Sie Organigramme oder Flußdiagramme über die Abläufe im Büro kennen. Wenn es Ihnen so geht wie mir, kommt die Aufgabe, Diagramme zu erstellen, für Sie sehr plötzlich; Sie verschwenden keinen Gedanken daran, bis Sie mit einmal anderen das Konzept einer Struktur erklären müssen. Aber nicht nur das endgültige Ergebnis der Präsentation ist wichtig; der ganze Denkprozess ist es, von der Erstellung über alle Zwischenschritte. Sie wünschen sich eine Umsetzung eines Bleistiftes oder einer Tafel auf Ihren Computer, aber es soll reibungslos funktionieren, keinen Unsinn erzeugen und schneller von der Hand gehen; Es sollte keine Mühe machen, Ihre erste Vorstellung umzusetzen und folgende Änderungsschritte dürfen das Ergebnis nicht komplizieren.

Wie geht das mit einem Mac? Viele der Programme, die ich in frühren TidBITS-Ausgaben beschrieben habe, _kann_ man dazu einsetzen, Diagramme zu erstellen, z.B. Inspiration, Canvas oder auch Excel. Dagegen ist ConceptDraw von Computer Systems Odessa Corp. speziell geschaffen worden, um Diagramme zu erstellen und macht diese Aufgabe leicht, ist originell und ist wirklich ein mächtiges Werkzeug.

<http://www.conceptdraw.com/ >
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=06025 >
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=05801 >
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=04852 >

Um ConceptDraw zu verstehen, beschreiben wir es in drei konzeptuellen Ebenen, die sich von selbst erschliessen, wenn man sich mit seiner Arbeitsweise näher vertraut macht: die Zeichenebene, eine Verbindungsebene und eine Objekt-Ebene.

**Die Zeichenebene** -- Wenn Sie ConceptDraw starten, wundern Sie sich möglicherweise, wozu es denn gut ist. Man sieht zuerst ein Zeichenprogramm. Alle elementaren Zeichenfunktionen sind zugänglich; ConceptDraw wirkt neben mächtigen Programmen wie Canvas oder CorelDraw erst einmal ein bißchen altertümlich, aber es fehlt ihm keine elementare Funktion.

Sie können beliebige Folgen gerader Linien, von Bezierkurven, Kreisabschnitten und Ellipsen zeichnen. Diese Folge kann eine Linienfarbe, Dicke, Form aus Punkten oder Strichen und einen Abschlußpfeiltyp erhalten. Zu einer geschlossenen Kantenfolge kann außerdem eine Füllfarbe, -muster oder -schatten definiert werden; Jede Folge ist ein Objekt, mehrere Kantenfolgen können zu einem Objekt zusammengefaßt werden; mehrere Objekte lassen sich zu einer Gruppe zusammenfassen. Objekte kann man vergrößern, verkleinern, spiegeln und um beliebige Winkel drehen. Zu jedem Objekt existiert ein Textkasten, der sich verschieben läßt und der eigene Textattribute erhält. Es gibt nützliche Funktionen, um Objekte auszurichten oder gleichmäßig anzuordnen oder um die Textattribute anderer Objekte zu übernehmen. Die Schreibmarke kann in Gitterschritten springen oder auf Ecken oder Kanten von Objekten ausgerichtet werden. Jedes Objekt kann an einer Hilfslinie orientiert werden. Dokumente können aus mehreren Ebenen oder mehreren Seiten bestehen.

Trotzdem ist, auch wenn ConceptDraw ohne Zeichenfunktionen gar nicht einsatzfähig wäre, die Zeichenfunktionalität nicht genug, um ein Diagramm zu erstellen. Deswegen brauchen Sie die Funktionalität der Verbindungsdarstellung.
 

**Verbindungen** -- Jedes Objekt in ConceptDraw ist entweder ein normales Objekt oder eine Verbindung. Ein Verbindungsobjekt hat inhäränt zwei Verbindungspunkte, an jedem Ende einen. Ein normales Objekt hat dagegen vier inhäränte Verbindungspunkte, die sich jeweils in der Mitte der Kanten des umgrenzenden Rechtecks befinden. Darüberhinaus können Sie jedem Objekt soviele zusätzliche Verbindungspunkte zuordnen, wie Ihnen gefällt, die Sie beliebig löschen oder verändern können, wenn Ihnen der Sinn danach steht.

Wenn Sie nun an einem der beiden Verbindungspunkte eines Objektes ziehen, bleibt der andere an derselben Stelle; das Objekt dehnt oder dreht sich, um sich anzupassen. Wenn Sie einen Verbindungspunkt eines Objektes mit einem solchen eines anderen Objektes zur Deckung bringen und dort loslassen, dann werden diese Punkte miteinander verknüpft; folglich wird mit dem Ziehen an dem zweiten Objekt, mit jedem Bewegen oder Drehen der inhäränte Verbindungspunkt des verknüpften Objekts mit bewegt - während sein anderer inhäränter Verbindungspunkt unverändert an seiner Stelle bleibt. Wenn Sie so mehrere normale Objekte durch Verbindungen miteinander verbunden haben, können Sie so die normalen Objekte beliebig bewegen und ihre Verbindungen untereinander bestehen lassen.

ConceptDraw stellt am Beginn zwei Verbindungsobjekte zur Verfügung - eine grade Linie und eine Linienfolge, die magisch gerade bleibt und auf der anderen Linie senkrecht steht. Das Interessante ist - Sie können _jedes_ Objekt in ein Verbindungsobjekt verwandeln; Verbindungen können so jede Form annehmen, die Ihnen behagt. Jedes Objekt (auch ein Verbindungsobjekt) kann betextet werden; Verbindungen können somit markiert werden. Plus, Sie haben die vollständige Kontrolle darüber, wo Ihre Verbindungspunkte verbleiben; Verbindungen bleiben starr und präzise dort, wo Sie wollen.

ConceptDraw bietet Ihnen mehr Kontrolle über Erstellen und Ändern Ihrer Diagramme als jedes andere Zeichenprogramm, das nicht speziell für die Diagrammbearbeitung ausgelegt ist. Trotzdem haben wir das Beste noch nicht gesagt: Die Objekte von ConceptDraw sind adaptiv.
 

**Adaptive Objekte** -- Jedes Programm verwaltet für jedes Objekt interne Daten, die dies Objekt beschreiben, und auf denen ihre gezeichnete Darstellung beruht - dazu gehören Höhe, Breite, Darstellungswinkel, die Endpunkte und andere Parameter, di alle Zwischenpunkte bestimmen, Dicke, Füllfarbe, Text, alle Textformatparameter usw. Anders als alle anderen Programme, die Sie kennen, bietet ConceptDraw direkten Zugriff zu all diesen Attributen. Wenn Sie ein Objekt selektieren und im Menu ""Information"" wählen, öffnet sich ein Fenster wie bei einem Rechenblatt, in dem alle Objekt-Beschreibungsdaten zu finden sind.

Sie können diese Daten in dieser Tabelle verändern, Ihre Änderungen werden sofort in der ausgegebenen Liste sichtbar: Sie haben also über alle Parameter des Objektes die vollständige Kontrolle. Die volle Mächtigkeit können Sie ermessen, wenn anstelle eines Wertes von Ihnen eine Formel eingegeben wird, nach der der Parameterwert bestimmt wird. Dabei können Sie die normalen arithmetischen Operatoren und ein großes Repertoire von mathematischen und Zeichenkettenfunktionen nutzen. Die Berechnung kann andere Werte aus der Tabelle einbeziehen - oder auch auf Parametern anderer Objekte beruhen. So können Sie jedem Objekt spezielle spezifische Parameterwerte zuordnen.

Beispielsweise dreht sich der Text mit, wenn Sie ein Objekt drehen; soll sich bei einem Objekt kein Text drehen, können Sie den Textwinkel gleich dem negativen Objektwinkel setzen. Soll ein bestimmtes Objekt immer die gleiche Größe haben wie ein anderes ObjD1, Weisen Sie der Breite den Wert ObjD1.Width zu. Um in einem Objekt immer den Wert seiner Höhe anzuzeigen, können Sie als Wert des Textes ValToText(Height) zuordnen. Sie können einem Objekt ein eigenes Kontextmenu zuordnen, dessen Unterpunkte die Objektparameter modifizieren.

Wenn Sie sich Mächtigkeit eines solchen Formel-Zugriffs zu den Objektattributen vergegenwärtigen, werden Sie Ehrfurcht erleben wie jener Schüler, der seinen Kopf in die Nacht steckt, um die Räder und Bremsen des Universums zu erkennen. Auch werden Sie bedauern, in der Schule beim Trigonometrieunterricht nicht besser aufgepaßt zu haben. Beispielsweise konnte ich ein rechteckiges Objekt konstruieren, das bei jeder Drehung immer ein Parallelogramm mit senkrechten Seiten bleibt; bis ich fertig war, brauchte ich allerdings vier Tassen Kaffee und mußte mich anschließend hinlegen.

[Karry Magruder, einer der Ersteller des auf Hypercard beruhenden Notizenprogramms Hypernote, hat bei der Erforschung des Bildes geholfen, dessen diffizile Geschichte Matt oben schildert. Es lohnt sich wirklich, das Resultat zu lesen - Geoff]

<http://www.earthvisions.net/flat_earth.htm >

**Lieblingsprojekte** -- ConceptDraw wird mit einer großen Bibliothek von normalen un Verbindungsobjekten geliefert, dabei sind viele so ausgefuchst, dass sie in eigene Diagramme integriert werden können. Es gibt darunter spezielle Bibliotheken für objekt-orientierte Strukturen und Informationsmodelle nach Booch, für UML und Express-G (keine Angst, auch ich weiß von keinen dieser Namen, was dahinter steckt); für Flußdiagramme und Datenflußmodelle; für Datenbankmodelle; für Netzwerke; für die Demonstration der Zusammenhänge verschiedener Internetseiten; für Raumbelegungspläne; für elektrische Schaltungen; für technische Diagramme; für Organigramme und Projektablaufpläne; und viele mehr, dazu kommen oft auftretende Objekte, Symbole und Karten.

Sie können auch eigene Bibliotheken erstellen; das mußte ich natürlich selbst ausprobieren, indem ich mein Lieblingsthema umsetzte - Satzstrukturdiagramme (ältere Leser erinnern sich bestimmt nach an Satzstrukturdiagramme in ihrer Schule, nachdem ich einmal Sprachen gelehrt habe, benutze ich diese Darstellungsform immer noch gern.) Die Ergebnisse waren ermutigend. Nach einigen Tagen, in denen ich Diagramme entwickelte und damit experimentierte, hatte ich eine kleine Bibliothek, mit der sich Satzstrukturdiagramme ganz einfach darstellen lassen. Einzelne Wörter sind darin adaptive Objekte, deren Länge sich aus den Texten bestimmt und ihre Verbindungspunkte stehen alle gleich weit auseinander. Nebeneinanderstehende Wörter werden durch Verbindungsobjekte verbunden, die Beziehungen wie Subjekt - Prädikat, Objekt und Gegenteil usw. repräsentieren. Schräg gestellte Adjektive sind nebeneinander stehenden Wörtern zugeordnet, indem sie an Verbindungspunkten zusammengefügt werden, die ich ""Kontrollpunkte"" nenne. Sie genauer zu beschreiben, würde zu weit führen. Am meisten Stolz empfinde ich über das rechtwinklige Objekt, das zwei Adjektive verknüpft (beispielsweise in ""sehr human""); es ist ein adaptives Objekt, dessen rechter Winkel und Drehung erhalten bleiben, wenn seine Verbindungspunkte bewegt werden.

Wenn Sie sehen möchte, über was ich da rede, können Sie zwei Satzstrukturdiagramme aus meinem Ergebnis über die unten angegeben URL erreichen. Aber daraus können Sie nicht viel entnehmen, weil die eigentlich interessanten Ergebnisse nicht in die Diagramme eingehen, sondern in dem Prozeß auftreten, in dem sie erstellt wurden. Sie müssen mir schon glauben, dass die Diagramme schnell und leicht erstellt waren, nachdem ich die Bibliothek einmal entwickelt hatte.

<http://www.tidbits.com/resources/553/sentences.html >
 

**Wunschliste** -- ConceptDraw ist ein neues Programm, das noch oft geändert wird, es erweckt den Anschein, unfertig zu sein, in mancher Beziehung wirkt es roh und ungehobelt. Es arbeitet mit dem Bildschirm wie Windows mit einem Hardwaregerät, führt einen Zustandsbalken im unteren Bereich und viele Bedienfelder im Kopfbereich. Die Benutzerschnittstelle hat Eigenheiten: Viele häufige Funktionen sind nur über Tastenfelder erreichbar (passende Menueinträge fehlen), andere Funktionen sind nur über komplizierte Dialoge zugänglich. Wenn Sie bei der Eingabe einer Formel einen Fehler machen, erhalten Sie die nutzloseste Fehlermeldung, die mir bisher untergekommen ist. Einige Bedienmöglichkeiten sind nicht Mac-typisch und es gibt viele ""geheime"" Tastaturkürzel, die Sie nur aus dem Manual entnehmen können.

Das Handbuch ist in schlichtem HTML geschrieben, wobei exzellent animierte GIF-Grafiken benutzt werden, um die Funktionen zu erläutern, aber es ist zäh und zu kurz und bietet keine Erklärungen oder Erläuterungen, erhält aber einige verwirrende Fehler. Tatsächlich braucht man eine Einführung und ein Handbuch zum Gebrauch der Bibliotheken, für die gar keine Erläuterung existiert. Außerdem müßte jemand mit englischer Muttersprache die Fehler in der Rechtschreibung und Grammmatik durcharbeiten, die sich durch das ganze Manual und das Programm ziehen.

Ich habe einige Programmabstürze mit ConceptDraw erlebt, insbesondere wenn ich versuchte, Objekte über die Zwischenablage zu kopieren; deswegen rate ich, ihre Arbeit häufig zu sichern. Manchmal mußte ich das Programm gewaltsam abbrechen, weil die normale Quit-Bedienung nicht wirkte. Einige Arbeiten, z.B. das Öffnen einer Bibliothek, brauchen sehr viel Zeit. Anfangs waren die Druckergebnisse verkehrt (gedrehter Text erschien auf dem Papier nicht mit der gleichen Drehung wie auf dem Bildschirm), aber von den Entwicklern erhielt ich eine neue Version, in der dieser Fehler bereinigt war. Gestaunt habe ich auch, als bei einem von mir gesicherten ConceptDraw-Dokument verkehrter Text überall dort auftrat, wo ich ASCII-Zeichen eingesetzt hatte (Beispielsweise wurde Option-p zu einem Fragezeichen); die Entwickler gaben mir einen Tip, wie ich dies mit Hilfe einer Transformationstabelle verhindern konnte und man erklärte mir, daß diese zur Übertragung auf andere Rechnerplattformen benötigt werde, aber nach meiner Meinung gibt es keine Entschuldigung dafür, daß sich nach dem Sichern beim Neuöffnen auf demselben Rechner anderer Text erscheint.

Abschließend gefallen mir die adaptiven Objekte von ConceptDraw, ich sähe aber gern mehr Intelligenz dahinter. Wenn die Formelsprache mehr aus einer Programmiersprache implementieren würde und wenn sich andere Konstruktionen einsetzen liessen wie ""Alle Objekte, die mit diesem verbunden sind"", ließen sich erheblich mehr Effekte erreichen. Vielleicht können wir das bei einer späteren Version beobachten.
 

**Endpunkt** -- Man mag es kaum glauben, aber es gibt noch einiges mehr über ConceptDraw zu erzählen. Sie können das Objektverhalten noch auf vielerlei Weise modellieren, etwa welche Eigenschaften (beispielsweise die Drehrichtung) gesperrt sind und angeben, was passiert, wenn ein Doppelklick bedient wird oder wenn die zugehörige Gruppe eine andere Größe erhält. Objekte können Hyperlinks enthalten oder können andere Objekte öffnen, wenn sie angeklickt werden, das gilt für andere Seiten desselben Dokuments oder beliebige URLs im Internet. ConceptDraw läuft auch auf verschiedenen Rechnern; die Windows Version kann andere Dokumente per OLE einbinden und aufrufen, und Daten von Visio-Programmen können konvertiert werden (Visio ist der stärkste Konkurrent und ist jetzt im Besitz von Microsoft).

<http://www.microsoft.com/office/visio/ >

ConceptDraw kann zwei Dinge, die mir wirklich gefallen. Zuerst hilft es bei der Erstellung von Diagrammen, im wesentlichen fehlte mir diese Funktion auf meinem Mac. Zum zweiten ist es für den Benutzer offen konstruiert, seine Objekte sind mittels Datentabellen zugänglich und können durch Formeln beeinflußt werden - Ich mag Programme, die so arbeiten. Dieses Programm ist noch fehlerhaft, aber es wird immer noch weiterentwickelt, der Blick auf spätere Entwicklungen läßt viel erwarten. Bis dahin haben Sie die Möglichkeit, dieses faszinierende Programm zu beobachten, egal was für ein Diagramm Sie erstellen müssen oder welchen Grund Sie dafür haben.

ConceptDraw 1.55 benötigt einen Power PC mit Mac OS 8 oder neuer. Es benötigt 30 MB auf der Festplatte und minimal 30 MB RAM. ConceptDraw kostet 160$ (aus der Packung) oder 125$ (die aus dem Internet ladbare Version, eine rabattierte Version zu 98$ ist ebenfalls erhältlich), eine Demoversion kann aus dem Internet bezogen werden.

<http://www.conceptdraw.com/purchase/>
<http://www.conceptdraw.com/resources/suppdownl.html>
 
 

$$ Übertragung dieser Ausgabe:

Gernot Hecht [GH] und Walter Sonnenberg [WS]
Redaktion: Walter Sonnenberg

Information: <info@tidbits.com> Comments: <editors@tidbits.com >

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