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TidBITS#566/05-Feb-01

Wir holen langsam den Schlaf auf, den wir während der Macworld Expo versäumt haben und wir betrachten nun die Trends und die erwähnenswerten Produkte, die dieses Jahr interessant machen werden. Zusammen mit der Explosion bei drahtlosen Netzwerken nennt Adam Software zum Katalogisieren von Fotos, Jeff Carlson hat den Palm-Markt in der Hand und der Rest der TidBITS-Mannschaft kümmert sich um unsere traditionelle Liste der Superlative. In den News dieser Woche bringt Proxim die getrennten Geschwister Netopia und Farallon wieder zusammen.

Themen:
MailBITS/29-Jan-01
Macworld SF 2001 Trend: Junger Mac, machs drahtlos
Macworld SF 2001 Trend: Photo Kataloge
Palms im Vormarsch auf der Macworld Expo
Superlative von der Macworld Expo SF 2001
 

MailBITS/29-Jan-01

[Übersetzt von Heike Kurtz [HK] <mail@heikekurtz.de>

Proxim bringt Farallon und Netopia wieder zusammen -- Die verwirrende Geschichte der Firma, die als Farallon Communications begann, beißt sich wieder in den Schwanz. 1997 änderte Farallon den Namen in Netopia und konzentrierte sich weniger auf den Macintosh und mehr auf das Internet. 1998 löste sich Farallon wieder aus Netopia, um sich auf Macintosh Netzwerk-Hardware zu konzentrieren und ließ die populäre Fernsteuer-Software Timbuktu Pro zurück. Im Juni 2000 kaufte die Firma Proxim, die sich auf drahtlose Netzwerke spezialisiert hat, Farallon. Jetzt hat Proxim angekündigt, dass man auch Netopia kaufen und somit die andere Hälfte von Farallon wieder zurück bringen möchte. Jede Aktie von Netopie wird in 0,3 Stammaktien von Proxim umgewandelt, das bedeutet einen Kaufpreis von rund $ 223 Millionen, viel mehr als die $ 14 Millionen in Aktien und Cash, die Proxim letztes Jahr für Farallon bezahlt hat. Außer Timbuktu Pro bringt der Kauf Proxim auch DSL und andere Breitband-Technologien sowie Zugang zu Netopias Vertriebsnetzwerk [ACE]

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=05038>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=05986>
<http://www.proxim.com/inside/pressroom/2001pr/netopia.shtml>
 
 

Macworld SF 2001 Trend: Junger Mac, mach's drahtlos!

von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzer: Michael Prümm <pruemm@yahoo.com>]

Apple hat 1999 den Ball "Drahtloses Netzwerk" ins Rollen gebracht, indem man die AirPort Basis Station und eine AirPort Option für alle Macs herausbrachte. Drahtlose Vernetzung ist offensichtlich nicht mehr wegzudenken - zusätzlich zu den immer häufiger anzutreffenden privaten und firmen-internen drahtlosen Netzwerken konnte man jede Menge AirPort Base Stations auf der Macworld sehen. Und zum allerersten Male gelang es Jeff Carlson und mir für die Dauer der gesamten Show eine Internetverbindung aufrechtzuerhalten, ohne eine einziges Mal ein Hoteltelefon zu benutzen. Jeff hat ein Ricochet wireless modem, das etwa eine Bandbreite von 28.8 Kbps erreicht (ein anderes Gerät kann den neueren, teureren Ricochet 128 Kbps Service in San Francisco erreichen, aber wir waren nicht in der Lage, rechtzeitig ein solches Gerät zu bekommen), und es gibt auch noch eine Lucent WaveLAN PC Karte, die mit Apple's Software Base Station arbeitet. Mit dieser Kombination konnte die Farallon SkyLINE Wireless PC card in meinem Powerbook eine Verbindung zu Jeff's Powerbook herstellen und dann über Jeff's Ricochet weiter ins Internet. Während ich meine Einstellungen änderte, war ich ein paar mal plötzlich mit nahegelegenen AirPort Base Stations verbunden. Diese hatten unspezifische Namen ("Apple AirPort" und "MacWorld"), so dass ich nicht erkennen konnte, zu wem sie gehörten. Vielleicht könnten diejenigen, denen es nichts ausmacht, in einer solchen Situation etwas von ihrer Bandbreite abzugeben, ihre Emailadresse an den Namen anhängen, damit man ihnen später für die Verbindung danken kann.

Proxim's Farallon Abteilung war auf der Macworld mit einem 3-Zimmer "Haus", um drahtloses Netzwerken zu demonstrieren. (Man kann tatsächlich eine gesamte Raumausstattung bei IKEA bekommen. [IKEA ist in den USA nicht soweit verbreitet, wie in Europa -- mip]) Neben ihrer existierenden SkyLINE 11Mb Wireless PC Card zeigte Farallon auch eine sehr willkommene Ergänzung: eine SkyLINE PCI Karte für ältere, nicht AirPort taugliche Power Macs mit PCI Bus (eigentlich nur eine Trägerkarte, in die eine SkiLINE 11Mb Wireless PC Card gesteckt wird; die SkiLINE PCI Karte kostet entweder $70 USD alleine, oder $240 USD komplett). Neu von Farallon war auch das NetLINE Wireless Broadband Gateway, das sich von Apples AirPort Base Station dadurch abhebt, dass es neben dem 802.11b drahtlosen Netzwerk auch zwei Ethernet Ports aufweist: einen für ein Kabel- oder DSL-Modem und den anderen für ein kabelbasiertes Ethernet. Diese Ports helfen bei der Einrichtung von Basis-Firewall Eigenschaften, und die NetLINE Wireless Broadband Gateway Software bietet zusätzlich Unterstützung für eine Reihe von Standards, wie u.a. DHCP, NAT, PPPoE für DSL Verbindungen, und VPN mit PPTP client and server pass-through. Farallon plant das NetLINE Wireless Broadband Gateway ab Februar für $400 USD zu vertreiben.

<http://www.apple.com/airport/>
<http://www.farallon.com/products/wireless/>

TechWorks zeigte ebenfalls eine Reihe unterschiedlich konfigurierter AirStation 802.11b Zugangspunkte, TechWorks Alternative zu Apples Airport Base Stations. Obwohl der Preis einer AirStation mit dem einer Airport Base Station von Apple vergleichbar ist, benötigt man noch einen PC mit Windows, um eine AirStation von einem kabelbasierten Ethernet aus einzurichten. Darüber hinaus bietet nur das $340 USD teure Local Router Modell - obwohl es noch 3 weitere Modelle gibt - etwas Ungewöhnliches: in diesem Fall, einen eingebauten 4-Port 10/100 Ethernet Hub.

<http://www.techworks.com/products/airstation.html>

Interessanter für die Zunkunft war Farallons Macintosh Treiber für die Proxims Symphonie PC Card zu $130 USD, eines der Produkte aus der der Symphony-HRF wireless networking Reihe. Symphonie verwendet nicht 802.11b - die Technologie von Apples AirPort - sondern einen anderen Standard für 2.4 GHz Radio-Netzwerke, der HomeRF heisst. HomeRF is momentan langsamer als 802.11b (1.6 Mbps anstatt 1 Mbps), wobei Farallon darauf hinwies, dass dieser Unterschied Mitte des Jahres mit der nächsten Revision von HomeRF verschwinden wird. Der Hauptunterschied ist jedenfalls, dass HomeRF für andere Anwendungen als nur data networking gedacht ist, die besondere Anforderungen an die Verlässlichkeit der Dienste haben. Farallon erwartet, dass mehr und mehr consumer electronics Geräte HomeRF unterstützen werden, wie etwa drahtlose Telefone, Stereoanlagen, Videokameras, und andere. Bis dahin ist es vermutlich eine gute Idee, HomeRF im Auge zu behalten, aber es ist potentiell eine ziemlich interessante Alternative, drahtlose Verbindungen zwischen einer Reihe von Geräten zu ermöglichen. Und wenn das passiert, könnte Apple gezwungen sein, genau aufzupassen, da drahtlose Netzwerk Technologie definitiv ein Eckpfeiler des Fokus auf den digitalen Lebensstil ist.

<http://www.farallon.com/news/01_01_08_symmac.html>
<http://www.proxim.com/symphony/>
<http://www.homerf.org/>
 
 

Macworld SF 2001 Trend: Fotokataloge

von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzer Walter Sonnenberg [WS] <dr.w.sonnenberg@t-online.de>]

In Apples Ankündigung zum digitalen Lebensstil fehlte eine Betonung der Digitalfotografie. Ich könnte mir auf der nächsten Macworld Expo von Apple iPhoto oder iPicture vorstellen - ein Programm zur Kategorienzuteilung und Organisation digitaler Aufnahmen, zum Ausdrucken und Exportieren auf mancherlei nützliche Weise und um Internetseiten aus Ihren Fotos zu erstellen, damit Ihre Freunde oder Ihre Familie diese sehen können. Zum Glück gab es auf der Macworld Expo eine Reihe von Programmen zur Katalogisierung von Fotos, iViewMultimedia bietet iView Mediapro zu 45 $ an, _Canto bringt für 90 $ Cumulus in einer Ein-Benutzer-Version, für 100 $ können Sie Extensis Portfolio Desktop Ausgabe erwerben und ACD bietet ACDsee zu 40$.

Diese Programme sind eher gleich als verschieden - Ich stelle meine derzeitiges Bild dieser Versionen kurz vor, auch wenn ich zu einem gründlichen Vergleich noch nicht genügend Zeit hatte.

* ACDsee ist mit 40$ das billigste Programm in dieser Auswahl und wohl am ehesten auf Verbraucher orientiert, aber ihm fehlen im Vergleich einige Funktionen. Sie können das Bild nicht für den Einsatz im HTML-Kontext aufarbeiten, zur Kategorienzuteilung stehen Ihnen nur die Etiketten des Finders zur Verfügung und die Bedienoberfläche mit einer Kombination aus Flächen und Fenstern ist schwerfällig. ACDsee hat mehr von einem Bildbrowser als zur Fotokatalogisierung und ich fürchte, es wird im häufigen Einsatz mit vielen Fotografien nicht bestehen.

<http://www.acdsystems.com/english/products/acdsee-mac/>

* iView MediaPro 1.0 zeigt die beste Funktionskombination eines schnellen, schlanken Bildkatalogisierers und ist einfach zu benutzen, bietet das echte Macintosh Feeling mit einer gut entworfenen ein-Fenster Bedienoberfläche und bietet alle wünschenswerten Funktionen. Sie müssen bei einigen verworrenen Details möglicherweise auf die Dokumentation zurückgreifen, aber insgesamt bin ich von diesem Programm beeindruckt. Seine Exports nach HTML sind gut und seine Schablonen können editiert werden, so dass Sie welche nach Ihren Wünschen erhalten können. Mit 45 $ erhalten Sie ein gutes Programm.

<http://www.iview-multimedia.com/>

* Cumulus 5 ist eine große, kopmplexe Anwendung, die mehr auf Professionals als auf Privatanwender zielt. Obwohl es scheinbar alle Funktionen hat, die man sich wünschen könnte, war es schwierig, sie zu funden. Es stützt sich auf eine Anzahl integrierter Anwendungsprogramme, um die Funktionen zu realisieren und schafft damit noch mehr Verwirrung, weil einige Menu-Funktionen zusätzliche Programme starten. Cumulus kann für HTML exportieren und unterstützt wohl Schemata. Für 90 $ im Internet bis 100 $ für eine verpackte Version ist es ein bißchen teuer, aber wird ersichtlich seine Arbeit erledigen..

<http://www.canto.com/>

* Extensis Portfolio kam vor mehreren Jahren unter dem Name Aldus Fetch auf den Markt und zielt eher auf berufsmäßige als private Anwender und besitzt Funktionen wie Passwortschutz, umfangreichen Katalogisierungsoptionen, flexiblen Schlüsselwörtern und mehr. Es kann unter Schemakontrolle nach HTML exportieren auch wenn auf den ersten Blick nicht klar ist, ob man Bilder in voller Größe und im Daumennagelformat exportieren kann. Mit einem Preis von 100 $ liegt es am teursten Ende der Skala dieser Programme aber es macht den Eindruck voller Funktionstüchtigkeit und zeigt das echte Macintosh Gefühl.

<http://www.extensis.com/portfolio/indexDesktopEdition.html>

Es gibt andere Fotokatalogisierprogramme, die ich allerdings nicht auf der Macworld sah; einige davon wurden in TidBITS Talk erwähnt. Ich werde dem Thema in Zukunft mehr Platz widmen, wenn Sie Ihren eigenen Favoriten berücksichtigt wissen wollen, senden Sie doch eine entsprechende Meldung an TidBITS Talk.

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=1269>
  

Palms im Vormarsch auf der Macworld Expo

von Jeff Carlson <jeffc@tidbits.com>
[Übersetzt von Gernot Hecht [GH] <gernot@wollemond.de>]

Computerverkäufe haben in der gesamten Branche nachgelassen, aber die Popularität von Palm Handhelds nimmt weiter zu - um genau zu sein, geht es in diesem Bereich in doppelter Hinsicht aufwärts. Auf der Macworld Expo 2001 in San Fransisco hat der Stand von Palm nicht nur ein Kontingent von Palm OS Entwicklern und die Aufstellung der Palm-Geräte geboten, sondern auch eine große zweistöckige Bühne für Präsentationen, die mindestens einen Teilnehmer zu dem Ausspruch verführte: "Da schaut, welche Hintergrundbeleuchtung durch die Fenster scheint".

Nicht zu vergessen Handspring, die das Palm OS lizenziert haben. Ihr Stand beeindruckte die Besucher mit großen Anzeigetafeln hinter übergroßen Visor Handhelds. Zusätzlich gab es einen farbigen Visor, der - wenn er funktionsfähig wäre - als Handheld für die Ladefläche eines Pickup durchgegangen wäre.

Warum so sperrige Aufbauten für ein Produkt, dass in Ihre Hand passt? Wir haben schon früher große Stände gesehen - beispielsweise 1997 den Militärstützpunkt von Power Computing (eine erfolgreiche, kurzfristige Neudekoration, nachdem Apple entgegen der Erwartungen von Power Computing NeXT statt Be aufkaufte) - aber die von Palm und Handspring dieses Jahr belegten Flächen wurden eindeutig dafür geplant, Massen von neugierigen Teilnehmern aufzunehmen. Stehplätze während der Vorführungen waren der Normalfall und die Menschenansammlungen vor Handsprings Stand blockierten teilweise sogar ganze Seitengänge.

Palm-Hardware auf der Macworld im Einsatz zu sehen, ist inzwischen ganz normal; ich kam bei ein paar spontanen Beamaktionen vorbei, wo Leute ihre liebsten Spiele und Werkzeuge per Infrarot ausgetauscht haben (ein neuer Schatz ist PicChat, ein Zeichenprogramm zum gleichzeitigen Bearbeiten von Zeichnungen auf mehreren mit IR-Schnittstelle ausgestatteten Palm-Geräten). Natürlich tauschten die Leute auch Ihre Visitenkarten per Infrarot aus; ich erzeugte sogar eine Zoos Software E-Card mit einigen allgemeinen Informationen und Tips von meinem "Palm Organizer Visual QuickStart Guide".

<http://www.jps.net/seko/main/picchat/chap_e.htm>
<http://www.zoosware.com/>
<http://www.necoffee.com/palm/>

Die Stände enthielten mehr als nur neugierige Teilnehmer: beide Firmen boten Bereiche, an denen Entwickler ihre Palm-relevanten Produkte vorführen konnten.

Sprich in die Hand/den Handspring -- Die wahrscheinlich wichtigste Neuigkeit von Handsprings Seite ist wohl die Tatsache, dass Springboard-Module - Erweiterungen die in einen Slot des Visors gesteckt werden - endlich wirklich verfügbar sind. Vor einem Jahr waren diese Erweiterungen nur Versprechungen. Das interessanteste Modul war Handsprings VisorPhone, eine Erweiterung, die Ihren Visor in ein GSM-kompatibles Handy verwandelt. Leute, die typischerweise mehrere elektronische Geräte mit sich führen, haben endlich die Möglichkeit Handheld und Telefon zu verbinden.

<http://www.handspring.com/products/visorphone/>

Das VisorPhone bietet alle Funktionen eines Handy, aber mit einer brauchbareren Anwenderschnittstelle. Verabschieden Sie sich vom numerischen Tastenfeld zur Eingabe von Buchstaben: fügen Sie neue Telefonnummern durch schreiben mit Graffiti hinzu. Mit einer echten Benutzerschnittstelle werden einige Dinge erheblich einfacher. Bei einem Frühstück mit einer Handspring Anwendergruppe führte die CEO von Handspring, Donna Dubinsky, vor, wie man eine Dreierkonferenz durchführt: Rufen Sie die erste Person an, tippen Sie deren Name an, um das Gespräch zu halten, rufen Sie die zweite Person an und tippen Sie schließlich die Drucktaste für Dreierkonferenz. Alle Ihre Kontakte im Adressbuch stehen zum Wählen zu Verfügung und wenn Sie einen Anruf erhalten, sucht die CallerID-Funktion in Ihrer Adressdatenbank nach Nummer und Name des Anrufenden. Und natürlich können Sie Ihren Visor normal weiterverwenden während Sie mit jemanden sprechen, wenn Sie eine Freisprecheinrichtung in Betrieb haben.

Das VisorPhone ist auch in der Lage, E-Mail zu übertragen und auf das Web zuzugreifen, obwohl Handspring diese Funktion angesichts der niedrigen Übertragungsraten bei Handys nicht sehr hervorhebt. Was Handspring bewirbt, sind natürlich SMS Kurznachrichten zur Kommunikation zwischen Handys, da diese Nachrichten erheblich leichter zu erstellen sind, wenn Sie die Nachricht mit Graffiti schreiben können. Und da GSM außerhalb der USA erheblich verbreiteter ist (in den USA ist die Netzabdeckung noch sehr löchrig), wird Handspring das VisorPhone bald zur Verwendung auf der ganzen Welt anbieten. Das Gerät kostet zusammen mit dem Abschluss eines Handyvertrages $ 300, ohne Vertrags $ 500 (falls Sie schon es für einen vorhandenen Vertrag nutzen wollen).

Sie sind (immer) hier -- Ein anderer Palm-Trend nutzt die immer kleiner werdenden GPS-Empfänger (Global Positioning System) (siehe "Fühlen Sie sich verloren? Ein Überblick über das Global Positioning Systems" in TidBITS-388_). Das interessanteste, wenn auch größte, Gerät war GeoDiscoverys $ 290 Geode Springboard Modul. Es enthält zwei "Multimedia Card" Steckplätze, um dem Modul Speicher hinzuzufügen, damit Sie mehr Karten speichern können, als in den Speicher des Visors passen. Wenn die Speicherpreise sinken, können Sie Speicherkarten mit Ihren Lieblingsgegenden mit sich führen und jeweils den passenden Speicher für Ihren aktuellen Aufenthaltsort einstecken. Ein zukünftiger Softwareupdate soll Ihnen außerdem die Möglichkeit geben, diesen Zusatzspeicher auch mit anderem Palmprogrammen zu nutzen.

<http://www.geodiscovery.com/>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=02222>

Nexian führte sein billigeres HandyGPS vor, das für $ 150 einfache GPS-Dienste in einem handlicheren Gehäuse bietet. Magelan zeigt auch Ihren geplanten GPS Companion for Visor.

<http://www.nexian.com/>
<http://www.magellangps.com/products/handspringvisorcompanion.htm>

Drahtloser Internetzugang -- Natürlich konnte kein Handheld Entwickler mit Selbstvertrauen 2001 ohne irgendeine Form von drahtlosem Zugang zum Internet auftreten. OmniSky zeigte die Springboard Version seines drahtlosen Gerätes, das sich handlicher als das Palm V Modem anfühlt, welches seit letztem Jahr verfügbar ist. Das OmniSky scheint momentan die beste Möglichkeit zu bieten, drahtlos mit einem Palm ins Internet zu kommen, da es eine ordentliche Geschwindigkeit und einige Programme für den Zugriff auf E-Mail und das Web bietet. (Der Palm VII bietet im Gegensatz dazu nur den Zugriff auf Dienste über den Palm.net Service).

<http://www.omnisky.com/>

Einen etwas anderen Weg geht das von Palm vorgestellte Palm Mobile Internet Kit, welches jedem aktuellen Palmgerät den Zugriff auf das Internet über ein Handy ermöglicht. Prüfen Sie sicherheitshalber Palms Liste unterstützter Handys, da einige Handys per Infrarotschnittstelle mit dem Palm kommunizieren, während andere für die Verbindung ein spezielles Kabel benötigen. Im Softwarebereich zeigte Palm seinen kürzlich aufgekauften MultiMail E-Mail Client.

<http://www.palm.com/software/mik/>
<http://www.palm.com/software/mik/phone.html>
<http://www.palm.com/software/muiltimail/>

Sprich mit mir -- Ein überraschender Trend waren die von verschiedenen Anbietern präsentierten, digitalen Digitiergeräte für Palm-Hardware. LandWare bietet den $ 65 goVox, einen Rekorder, dessen einzige Verbindung mit dem Palm darin besteht, dass er als Bildschirmabdeckung verwendet werden kann. Targus zeigte den Digital 5 Total Recall Rekorder für $ 100, ein Springboard Modul für den Visor, welches die Palm Benutzerschnittstelle zur Organisation und Wiedergabe Ihrer ausgesprochenen Gedanken nutzt. Das schöne am Total Recall ist, dass Sie damit auch dann Aufnahmen machen können, wenn Sie Ihren Visor nicht zur Hand haben oder gerade ein anderes Modul am Visor eingesteckt ist. Shinei International zeige auch seinen My-Vox Rekorder, der in den Visor Spingboard-Slot passt.

<http://www.landware.com/govox/>
<http://www.digital5.com/targus.html>
<http://www.i-vox.com/my-vox.htm>

Öffne bitte die Gondelschleusentür, HAL Palm hat offensichtlich Erfolg im Markt und es ist schön zu sehen, dass Palm erkennt, woher ein großer Teil dieses Erfolges kommt: von den freien Entwicklern. Palms Präsentationsstände boten Platz für etablierte Firmen wie AvantGo und DataViz (die eine Professional-Version von Documents to Go zeigten), aber auch für kleinere Nieschenentwickler. Beispielsweise bietet Sunburst den Learner Profiler to Go. Ein Programm für Lehrer um die Entwicklung ihrer Schüler im Laufe der Zeit zu verfolgen, indem es auf dem Handheld gesammelte Informationen auf einem Arbeitsrechner aufbereitet. ImagiWorks zeigte viele Ihrer Datensammelgeräte, wie Geräte zum Temperaturmessen und Wasserproben nehmen, die sperrigere Geräte ersetzen. Dies sind Geräteideen, die der Palmwelt mehr Breite und Tiefe geben, so wie uns der Schulungspavillon und die Flächen für Entwickler daran erinnern, dass es in der Macwelt mehr als Bild- und Textverarbeitung gibt.

<http://www.avantgo.com/>
<http://www.dataviz.com/>
<http://208.11.137.51/sunburst/schoolhouse/learnerprofile/lptogo.cfm>
<http://www.imagiworks.com/>
 
 

Superlative von der Macworld Expo SF 2001

vom TidBITS-Team <editors@tidbits.com>
[Übersetzer: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]

Wir können die Berichterstattung von der Macworld natürlich nicht ohne unsere halbjährliche Sammlung von Superlativen abschliessen. Auch wir bieten dieses Jahr etwas Aussergewöhnliches an - einen Satz von Photos, den Adam mit seiner Canon PowerShot S1000 Digital Elph während seines Rundgangs durch die Ausstellung gemacht hat. Die Photo-Galerie (entstanden mit Hilfe von iView MediaPro) ist zwar nicht repräsentativ, bietet aber einiges zum Lachen.

<http://www.tidbits.com/resources/565/>

Größter Bildschirm -- Panoram Technologies hatte zwar keinen eigenen Stand, dafür verwendete eine andere Firma aber ihren riesigen Dreifach-Bildschirm und verteilte auch Produktbroschüren. Grundsätzlich baut Panoram drei LCD-Bildschirme zu einem Gesamtmonitor zusammen. Sie benötigen aber immer noch drei Graphikkarten, da jeder Bildschirm separat angesteuert wird. Das Modell PV290 DSK bietet drei 18.1''-Bildschirme mit einer Gesamtauflösung von 3'830 x 1'024 Pixel für US$ 22'750. Nur US$ 10'000 kostet das Modell PV230 DSK mit drei 15''-Bildschirmen mit einer Auflösung von 3'072 x 1'024 Pixel. Panoram bietet auch Mac-Lösungen mit den entsprechenden Graphikkarten an; neue Graphikkarten sind sowieso eine gute Idee, da ältere Karten möglicherweise nur ein suboptimales Ergebnis liefern. [ACE]

<http://www.panoramtech.com/>

Bestes Hintergrundgeräusch -- Da wir ja jetzt unsere Macintosh-Computer als digitale Hubs verwenden können, was machen Sie denn wenn Sie sich nicht die ganze Zeit MP3-Dateien anhören wollen? Für diesen Zweck gibt es jetzt die beiden Programme MindChimes, das die Klänge von Windspielen erzeugt und OceanSongs, das wie Meeresrauschen tönt. Beide Programme können konfiguriert werden, etwa um einen bestimmten Strand nachzuahmen oder ein eigenes Windspiel zu entwerfen. Der graphischen Oberfläche beider Programme würde ein bisschen Auffrischung gut tun, aber für US$ 10 für MindChimes und US$ 8 für OceanSongs oder US$ 15 für beide kosten sie immer noch weniger als eine Audio-CD mit entspannenden Hintergrundgeräuschen. Eine Demo-Version für 20 Tage ist erhältlich und 1 MB (MindChimes) beziehungsweise 1.3 MB (OceanSongs) gross. [ACE]

<http://www.mindchimes.com/>

Beste Hintergrundkunst -- Wenn man den obigen Gedanken weiterspinnt, kann man seinen digitalen Hub sicher auch in eine digitale Bildergalerie verwandeln. Der Free Player von Onadime geht sogar noch einen Schritt weiter und erlaubt Ihnen, Ihre Lieblingsmusik (CDs oder MP3) hören und gleichzeitig erstaunliche Graphiken betrachten zu können, die sich entsprechend der Musik verändern (Onadime würde sagen, sie seien ein dynamischer Teil der ästhetischen Erfahrung) und auf dem Onadime Composer für US$ 200 beruhen (eine 8.6 MB grosse Demo-Version ist erhältlich). Kompositionen entsprechen ungefähr den psychedelischen Plug-Ins, die es bereits für mehrere MP3-Spieler gibt. Sie können aber nicht nur auf die Musik, sondern auch auf den Mikrophoneingang, die Maus und andere veränderliche Grössen reagieren (was sie vermutlich in der Künstler- und Tanzszene sehr beliebt machen wird). Obwohl in seinen Funktionen nicht eingeschränkt, ist der Onadime Free Player eher eine Technologie-Studie, aber wir hoffen, dass wir schon bald mehr von Onadime zu sehen bekommen. [ACE]

<http://www.onadime.com/>

Schlafwandler aufgepasst! Die USB-Ports unserer Computer dienen hauptsächlich für den Anschluss von Eingabegeräten, aber selbstverständlich bieten sie auch eine Form von Ausgabe - nämlich Strom. Die beiden Hersteller Kensington und MCE weisen jetzt auf diesen Umstand hin und verkaufen für US$ 20 Schwanenhals-Lämpchen für den USB-Anschluss (das USB FlexLight und das FlyLight Notebook USB Light). Sie können mit dem Lämpchen die Tastatur Ihres PowerBooks beleuchten und beispielsweise im Bett, im Flugzeug oder in einem dunklen Theatersaal arbeiten. [MAN]

<http://www.mcetech.com/usbfl.html>
<http://www.kensington.com/products/pro_cas_d1334.html>

Liebling, ich habe die Tastatur geschrumpft! -- Bei Tastaturen ist eine einzige einzige Grösse nicht immer gut genug, besonders nicht bei Kindern, deren Hände für normale Tastaturen meistens zu klein sind. Die Firma Datadesk Technologies hat dies offensichtlich auch bemerkt und bietet mit der Tastatur LittleFingers eine angepasste Version für Kinderhände an. Die Tastatur verfügt über die gleichen Tasten wie die eines normalen PowerBooks und hat auf der rechten Seiten sogar einen Trackball. ADB-Versionen gibt es schon seit einiger Zeit und an der Macworld Expo zeigte Datadesk jetzt auch eine USB-Variante für US$ 70. Richtige Ergonomie ist schon für Erwachsene kein einfaches Unterfangen und für Kinder erst recht nicht, hier kann die LittleFingers-Tastatur wirksam helfen. Ein Schönheitsfehler ist uns allerdings aufgefallen, die Control-Taste befindet sich zwar ganz normal in der linken unteren Ecke, daneben hat Datadesk aber die wenig benutzte Fn-Taste gesetzt, also genau zwischen die Control- und die Options-Taste. [ACE]

<http://www.datadesktech.com/lfinger.htm>

Halbe Sachen -- Noch kleiner als die Tastatur für Kinder und möglicherweise das ungewöhnlichste Produkt an der Macworld war die halbierte Tastatur Half Keyboard von Matias für US$ 100. Es gibt sie in einer USB-, Palm- und Handspring-Version und sie ist ein kompaktes Eingabegerät mit einer halben QWERTY-Tastatur. Obwohl die Vorstellung zuerst etwas abwegig ist, kam ich recht schnell damit zurecht, meine rechte Hand ruhen zu lassen und nur mit der linken Hand zu tippen. Matias behauptet, dass man bis zu 88 % seines normalen Schreibtempos erreichen kann. Die halbe Leertaste dient dabei als Umschalter, wenn gedrückt, reagieren die linken Tasten wie diejenigen der (fehlenden) rechten Seite. Obwohl das Half Keyboard für Graphiker und Leute mit Behinderungen sehr hilfreich sein kann, wird es sich wohl vorallem bei Palm-Besitzern durchsetzen, die dann gleichzeitig tippen und mit dem Stift schreiben können. [MHA]

<http://www.halfkeyboard.com/>

Heißestes Netzwerk -- Gigabit-Ethernet ist bereits Schnee von gestern. Das brandneuste Netzwerkprodukt dieses Jahres war eindeutig FireNet von Unibrain, eine Software für Windows und Mac OS mit der man über FireWire-Kabel (IEEE 1394) Netzwerke aufbauen kann. In Situationen, wo mehrere nahe beieinander stehende Computer eine schnelle Netzverbindung benötigen, ist diese billige Lösung (ab US$ 37 pro Gerät) mit 400 Mb/s ideal und bietet eine gute Alternative zu einer teuren Gigabit-Verkabelung. Ein solches FireNet-Netzwerk kann über geeignete Geräte sogar an ein bestehendes Netzwerk angeschlossen werden, etwa mit dem IPNetRouter von Sustainable Softworks. Ich sehe FireNet als eine einfache und kostengünstige Lösung für Leute, die mit lokalen Computern riesige Dateien verschieben müssen. Eine 358 KB grosse Demo, die nach jedem Start 15 Minuten lang funktioniert, ist erhältlich. [MHA]

<http://www.unibrain.com/products/ieee-1394/firenet.htm>
<http://www.sustworks.com/site/prod_ipr_overview.html>

Der olle Hans lernt Hänschens Tricks-- Ich hatte die grossartige Gelegenheit, Jim Matthews zu treffen, den Autor des FTP-Programms Fetch. Fetch ist das erste Internet-Programm, das ich benutzt habe (damals erinnerte seine graphische Oberfläche noch an den Font/DA Mover, wenn Sie sich noch daran erinnern können). Mit dem Gewinn seines erfolgreichen Abschneidens in der ABC-Fernsehshow «Wie werde ich Millionär» hat Jim die Rechte an Fetch vom Dartmouth College zurückgekauft und ist nun dabei, Fetch 4.0 zu entwickeln. Die neue Version wird einige tolle Möglichkeiten bieten, etwa die Übertragung einer Datei von einem entfernten Computer zum anderen ohne sie zuerst herunterladen zu müssen. Fetch 4.0 wird zum günstigen Preis von US$ 25 ein mächtiges und attraktives FTP-Programm werden. [MAN]

<http://www.fetchsoftworks.com/>

Bessere Backups -- Imation ist als Hersteller von Datenträgern bestens bekannt, will sich jetzt aber auch mit Hardware beschäftigen. Ein eindrückliches Bespiel lieferte das Travan FireWire Plus, einen Streamer mit einer eingebauten 30 GB-Festplatte; die Festplatte ist grösser als das Magnetband, sodass die Daten zuerst schnell auf die Festplatte geladen und anschliessend im langsameren Tempo auf das Magnetband geschrieben werden, sogar dann, wenn das Gerät nicht mehr am Computer angeschlossen ist. Etwas weiter in der Zukunft liegt DataPlay, eine opto-magnetische Platte mit der gleichen Kapazität wie eine CD-R aber nur mit einem Viertel der Grösse uns von einer schützenden Plastikhülle umgeben (ähnlich einer kleinen Diskette); Imation hofft, eine tragbare Version auf den Markt zu bringen, die gleichzeitig schreiben und lesen kann (beispielsweise um Daten von einer digitalen Kamera auszulesen). Und vielleicht liegt sogar ein MP3-Spieler drin. Die Auslieferung beider Geräte wird aber erst später in diesem Jahr erwartet. [MAN]

<http://www.imation.com/about/news/newsitem/0,1233,413,00.html>

Bestes Dings -- Was macht ein gutes Dings aus? Es sollte nützlich aber ausgefallen sein, einfach, dauerhaft, erinnerungswürdig und einmalig. Trotz eines etwas bedenklichen Anwärters von Totally Hip Software, es handelte sich dabei um einen nadelförmigen Kugelschreiber in dem eine rote Flüssigkeit herumschwappte, kommt der Gewinner dieses Jahr von der Firma Anthro, die auch diese wundervollen Computertische herstellt. Beim Dings von Anthro handelt es sich um zwei ineinanderstehende Plastikzylinder mit je einer Öffnung. Der Nutzen ist absolut unverständlich, bis uns jemand erklärt hat, dass man eine Tube Zahnpaste in die beiden Öffnungen stecken muss und dann mit einer Drehung die Tube auspressen kann, worauf die Zahnpaste sich zwischen den beiden Zylindern sammelt. Man muss wirklich total verrückt sein, um so etwas zu mögen. Aber ... was denken Sie wohl!? [MAN]

<http://www.totallyhip.com/>
<http://www.anthro.com/>
 

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