Nun, wie macht man ein Back-Up von diesen gigantischen Festplatten, die heutzutage der Standard sind für Macs? Lesen sie diese Woche Adams detaillierten Bericht über ein attraktives neues Back-Up Gerät, Ecrix's VXA-1 Bandlaufwerk. Joe Clarks zweiter Teil über Benutzerfreundlichkeit für Behinderte konzentriert sich auf vorhandene Produkte für Macs. Und in den News diese Woche verbessert Apple den iMac und G4 Cube, bringt iTunes 1.1 heraus, und schmeisst iReview lautlos in den Müll.
Themen:
[Übersetzt von Michael Prümm <pruemm@yahoo.com>]
Neue iMacs sind Highlight der Macworld Expo Tokyo Bei seiner Keynote-Rede auf der Macworld Expo in Tokyo hat Steve Jobs Apples Übergang zu CD-RW als Mediengerät für neue Macs fortgeführt. Apples iMac Reihe umfasst immer noch Indigo und Graphite Modelle und fügt psychedelische Blue Dalmatian and Flower Power Designs hinzu. Mit der Verfügbarkeit eines 400 MHz Basismodells (USD $900, mit CD-ROM Laufwerk) und higher-end 500 MHz und 600 MHz Modellen (USD $1200 and USD $1500 mit CD-RW Laufwerken) ist die iMac Familie nun ein Herzstück von Apples digitaler Lebensstil Bewegung. Interessanterweise bietet z.Z. kein iMac ein DVD-ROM Laufwerk, obwohl der low-end 450 MHz Power Mac G4 Cube (USD $1300) seins behält, und diese als build-to-order Optionen für Power Mac G4s und G4 Cubes erhältlich sind. Neue G4 Cube Modelle für USD $1600 und USD $2144 (mit 128 bzw. 256 MB Speicher, im Vergleich zu den 64 MB des Grundmodells) protzen mit CD-RW Laufwerken, und das high-end Modell enthält zusätzlich Nvidias GeForce2 MX Video-Kontroller und eine 60 GB Festplatte.
<http://www.apple.com/imac/>
<http://www.apple.com/powermaccube/>
<http://www.nvidia.com/products/geforce2mx.nsf>
Apple hat Preissenkungen von USD $1000 für das 22-Zoll flat-panel Cinema Display angekündigt, das jetzt nur noch USD $3000 kostet. Jobs hat ebenfalls Nvidias GeForce3 graphics processing unit (GPU) vorgestellt, ein high-end Chip der erstmals in einem Mac erscheint und der über 800 Milliarden Operationen pro Sekunde für die Darstellung von 3D Objekten ausführen kann. Er wird als USD $350 build-to-order Option für Power Mac G4s ab April verfügbar sein. Die Nachricht, dass Apples top-of-the-line 733 MHz Power Mac G4 Minitower mit CD- und DVD-schreibendem SuperDrive jetzt ausgeliefert wird, ging im Tumult fast unter. [MHA]
<http://www.apple.com/displays/acd22/>
<http://www.nvidia.com/products.nsf/geforce3_mac.html>
<http://www.apple.com/powermac/>
iTunes 1.1 unterstützt fremde CD-RW Laufwerke Apple hält sein Versprechen von der Macworld Expo in San Francisco im letzten Monat und bringt iTunes 1.1 heraus, mit verbesserter Stabilität, mehr Kontrolle via Tastatur, und Unterstützung von mehr als zwei Dutzend CD-RW Laufwerken von Fremdherstellern zum Brennen von Audio CDs. iTunes ermöglicht es dem Anwender, Audio CDs auf der Basis von Playlists für MP3 Dateien (oder anderen von iTunes unterstützten Audio Formaten) zu brennen. Diese Audio CDs können nicht mehr als die Standard 74 Minuten an Audio beinhalten, aber sie können dafür in jedem Standard Audio CD-Player benutzt werden. Obwohl man viele Stunden Musik im MP3 Format auf einer 650 MB Daten-CD speichern kann, die dann mit einem Computer oder einem speziellen CD-MP3 Spieler abgespielt werden können, kann iTunes keine Daten-CDs erzeugen. Dazu muss man Apples Disc Burner (für neuere Macs mit Apples internem CD-RW Laufwerk) oder fremde Software wie z.B. Roxios Toast oder CharisMacs Discribe (für alle anderen CD-R und CD-RW Laufwerke von Fremdfirmen) benutzen. iTunes 1.1 ist umsonst erhätlich von Apple als 3.6 MB download; man braucht mindestens Mac OS 9.0.4 (Mac OS 9.1 zum Brennen von CDs). [GD]
<http://www.apple.com/itunes/>
<http://asu.info.apple.com/swupdates.nsf/artnum/n11901>
<http://www.roxio.com/en/products/toast/>
<http://www.charismac.com/Products/Discribe/>
Begraben will ich iReview, nicht es preisen Apple hat leise die Lichter ausgemacht für iReview, das vor etwas über einem Jahr zusammen mit iCards und iTools als Teil einer Mac-zentrischen Internet Strategie herauskam (siehe "I Say, Apple's iStrategy is iMpressive" in TidBITS-512_.). iReview war als Sprungbrett für neue Internet Benutzer gedacht, mit Rezensionen von Web Sites zusammen mit Kommentaren und Reaktionen von anderen. Unglücklicherweise scheint iReview in dieselbe Falle gelaufen zu sein, in die auch andere Review Sites geraten sind: es gibt einfach viel zu viele Web Sites zu besprechen, und die Kosten für ein erstklassiges Team von Editoren für eine Aufgabe, die keinen direkten Umsatz bringt, sind kaum zu verantworten - besonders angesichts des heutigen Gürtel enger Schnallens bei High-Tech Firmen wie Apple. Leute, die nach Empfehlungen für Web Sites für Kinder und Schulen suchen, möchten sich vielleicht Apples EdView ansehen, das viele nützlich finden, obwohl es an einigen Stellen nicht aktuell ist und auch keine längeren Besprechungen oder Benutzer-Reaktionen bietet. [GD]
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=05763>
<http://edview.apple.com/>
Umfrageergebnisse: Wie möchten Sie ihre TidBITS? Wir denken daran, weitere Optionen anzubieten, um TidBITS via Email zu erhalten. Deshalb haben wir letzte Woche gefragt, wie Sie TidBITS am liebsten empfangen möchten, um abzuschätzen, wie gross das Interesse an alternativen Formaten ist. Etwas mehr als 2400 Leser haben geantwortet, von denen die überwiegende Mehrheit (75 Prozent) sagt, dass sie TidBITS weiterhin im gleichen Format wie jetzt beziehen wollen: die gesamte Ausgabe im Text-Format als Email. Allerdings sagten auch 25 Prozent, dass sie eine andere Option vorziehen würden, wenn das möglich wäre. Rund 15 Prozent wollen die gesamte Ausgabe im HTML Format, und etwa 10 Prozent sagten, sie möchten stattdessen kurze Ankündigungen entweder im HTML oder Text Format. Obwohl wir explizit darauf hingewiesen haben, dass wir über das _Hinzufügen_ weiterer Email-Abonnement Optionen nachdenken, haben einige Leute gedacht, wir planten, die Nur-Text Ausgabe abzuschaffen. Dies ist _nicht_ der Fall: wir planen weiterhin, Ausgaben als Text-format E-Mail zu publizieren, so lange Interesse dafür besteht. Wir sind noch nicht sicher, welche Form zusätzliche Optionen bieten werden, aber wir haben jetzt eine bessere Idee, worauf wir unsere Anstrengungen konzentrieren wollen. Danke für ihre Mitarbeit! [GD]
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbpoll=71>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=1300+1302>
von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung und Kurzfassung Walter Sonnenberg
[WS] <dr.w.sonnenberg@t-online.de>]
Heute machen viele MP3 und QuickTime Dateien große Festplatten notwendig. Als ich mein erstes DAT-Laufwerk für 2,6 GB-Kassetten erwarb, hatte mein Hauptrechner grade die erste 1 GB-Platte erhalten und keine andere Platte hatte mehr als 700 MB. Mit Retrospect Backup Software für inkrementelle Backups kam ich mit zwei Bändern mehrere Monate aus. Heute braucht ein Basis-Backup 8 Kassetten und nach einem Monat muss ich einen Satz von 13 Kassetten erneut benutzen. Während des Basis-Backups arbeite ich weitgehend ohne gesicherte Daten.
Als man mir von Ecrix (ausgesprochen "Ecree") einen VXA-1 Streamer zum Test anbot, nahm ich freudig an, warnte aber davor, dass eine gründliche Bearbeitung lange dauern würde, das war vor acht Wochen und ich denke jetzt, genügend zu wissen.
Groß und schnell Ecrix perfektioniert die Magnetbandtechnologie zu mehr Datensicherheit und Lebensdauer. Ich habe keine Tests mit heißem Kaffee oder gefrorenem Wasser gemacht - in meinen Augen ragen die Bänder des VXA-1 über andere hinaus in Kriterien wie Datenmenge und Schreib/Lesegeschwindigkeit.
<http://www.ecrix.com/tour/>
<http://www.ecrix.com/extreme/overview.cfm>
Ecrix gibt an, dass ihre V17 Datenkassette hardware-komprimiert 66 GB fasst und 6 MB pro Sekunde schreibt, unkomprimiert sind das 33 GB und 3 MB pro Sekunde.
Auf einem PowerMac G4 mit 450 MHz und Adaptec 29160 SCSI Adapter gab Retrospect 250 MB pro Minute als mittlere Schreibgeschwindigkeit an, mehr als Ecrix ohne Kompression angibt, aber erheblich weniger als das Maximum. Meine Vergleiche im Folgenden basieren auf den physikalischen Werten.
Nach den Spezifikationen ist das VXA-1 groß, schnell und zuverlässig, das konnte ich auch feststellen, aber es ist nicht perfekt.
Geschwindigkeitsvorbehalte Sie mögen mit dem Gedanken spielen, Backups in 250 MB pro Minute zu erstellen, das werden Sie aber praktisch fast nie erreichen.
Sie müssen das Laufwerk an einem schnellen Rechner einsetzen, an einem 7100 erreichte ich direkt von der Festplatte nur 30 MB pro Minute. Für den 7100 brauchte ich ein besseres Kabel, am G4 erreichte ich mit einer billigeren SCSI-Karte nur 200 MB (Ecrix will in Kürze eine Variante mit Firewire-Schnittstelle und ähnlichen Leistungen freigeben).
Das VXA-1 ist meist nicht der Leistungsengpass. Im Rechnernetz sind meist Übertragungsraten und Rechnerleistungen der vernetzten Rechner bestimmend. Mein Powerbook G3 und Tonyas iBook erreichen 55 MB pro Minute mit 10 Mbps Ethernet oder mit 11 Mbps Airport 40 MB/Min. Unser 6400 erreicht im Ethernet höchstens 30 MB/Min, ein alter SE/30 kommt auf 5 MB/Min. Die Maximalraten sind nur für den Basis-Backup massgebend, bei inkrementellem Arbeiten werden erheblich weniger Daten bewegt.
Kapazitätsvorbehalte Die 33 GB Bandkapazität ist auch nur bedingt richtig. Ecrix verkauft Kassetten mit 12 MB (V6, 30$), 20 GB (V10, 45$) und 33 GB (V17, 80$). Das V10 ist pro Gigabyte am günstigsten - ich lege mehr Wert auf eine größere Kapazität und benutze die V17.
<http://www.ecrix.com/products/VXAtape-desc.cfm>
Alle Bandgeräte propagieren Kompressionsraten von 2:1, diese ist aber von der Datenart abhängig (MP3s, QuickTimefilme und JPEG-Grafik sind bereits komprimiert!). Verlustlose Kompression, wie sie in Stuffit-Archiven vorliegt, kann nicht 2:1 komprimiert werden, schlimmstenfalls können die Daten sogar wachsen.
Es gibt noch weitere unerwartete Probleme mit der Bandkapazität: Um die Schreibgeschwindigkeit zu halten, ist es effektiver, Fülldaten zu schreiben als das Band zu stoppen. Das VXA-1 arbeitet anders - es stoppt, muss aber einen Organisationsblock schreiben, um korrekt wiederaufsetzen zu können. Mit langsameren Rechnern und im Netzwerk werden Sie also mehr Band brauchen als errechnen.
Ich rannte zunächst in diese Fallen, bis man mir bei Ecrix die Sache genauer erklärte.
Ich habe die Gefahren folgendermaßen aufgelöst: Die MP3-Dateien werden auf CD-R gebrannt und mit einem mir zu Weihnachten geschenkten CD-Spieler abgehört. Ecrix liefert ein Konfigurationprogramm VXAtool, mit dem ich einstelle, Kapazität vor Geschwindigkeit zu werten. Der G4 erreicht damit im Mittel nur noch 135 MB/Min, aber ich kann meine Magnetbänder besser nutzen.
Andere Überlegungen Es missfiel mir anfangs, das VXA-1 vom 7100 im Hinterzimmer zum G4 am Schreibtisch umzusetzen, weil ich bei dem Backup-Dauerbetrieb nicht andauernd Lüftern zuhören wollte. Retrospect machte daraus kein Problem, weil es per Skript nachts arbeitet und der Lüfter nur bei Bedarf angeschaltet wird, also meistens nicht läuft.
Das Gehäuse vom VXA-1 ist groß, mäßig ansehlich und hat vier Lampen in der Frontblende, die nur in einer PDF-Datei dokumentiert sind (auch auf einer mitgelieferten Karte für Anfänger enthalten).
Ich brauchte die Lampen zweimal. Einmal wurde ich zur Reinigung aufgerufen, für die ein Spezialtuch für 35$ benötigt wird. Beim zweiten Mal gab es Schwierigkeiten mit dem Vorseriengerät, das nach einigen Reparaturversuchen gegen ein Seriengerät ausgetauscht wurde.
Beim Tausch arbeitete ich noch mit dem 7100 und bei einem Systemzusammenbruch blieb der Streamer hängen. Der Rechner brauchte eine kleine Reparatur, aber der Streamer wollte immer noch schreiben. Ecrix erklärte in dieser Situation, der Streamer erinnere sich daran, ein Verzeichnis aufs Band schreiben zu wollen und musste von den Entwicklern zurückgesetzt werden. Man erklärte mir folgenden Notgriff: die Eject-Taste 10-15 Sekunden drücken und die Kassette wird ausgespuckt. Es ist wohl nicht nötig zu erzählen, dass dies Band keine verwertbaren Daten enthält.
Rat einkaufen Trotz dieser Fehler kann ich das VXA-1 nach nunmehr 8 Monaten Erfahrung voll empfehlen. Ecrix Entwickler haben nicht nur meine Probleme beseitigt, sie haben mir auch die Gründe erklärt. Ich kann mich auf das Gerät für die Vorsorge für unvorhersehbare Situationen verlassen.
Die spezifischen Kosten für ein GB VXA-1 Band sind extrem günstig, das Gerät selber ist für Netzwerk-Heimanwendungen oder kleine Büros nicht besonders billig. Die Preise reichen von 1000 bis 1500$ für verschiedene interne und externe Varianten mit SCSI oder Firewire-Schnittstelle bzw. mit oder ohne Retrospect Software. Es gibt verschiedene Paketangebote mit Reinigungskassette und V17-Band und ein kostenloses 30-Tage Testpaket.
<http://store.ecrix.com/cgi-bin/Ecrix.storefront/1704575581/Catalog/1020>
Für Heim- und Kleinbüro scheinen die 25 GB und 15 GB Echo Streamer von Onstream in USB-, Firewire und SCSI-Varianten gegenüber dem VXA-1 im Vorteil zu sein. Die Gerätekosten sind auch erheblich kleiner, besonders in der 15 GB-Version für USB, aber die Kapazitäten sind kleiner und der Durchsatz kommt langsamer. Die Kosten pro GB liegen höher als beim VXA-1. Über Zuverlässigkeit und Nutzungsverhalten der OnStream-Geräte kann ich nichts sagen.
Weiter, wenn Sie mit Wachstum in der Zukunft rechnen, bietet Ecrix das VXA-AutoPak, ein oder zwei VXA-1 mit einer Vorlage für 15 Bandkassetten. Es hat seinen Preis, Sie bekommen dafür aber auch einen guten Gegenwert, Sie können mit einer kleinen Konfiguration starten und mit dem Geschäft wachsen, ohne das Speichermnedium wechseln zu müssen.
<http://www.ecrix.com/products/VXA-autopak-desc.cfm>
Leichte Kopfzerbrechen bereiten sowohl Ecrix als auch OnStream, weil ihre Media und Geräte keinem Standard entsprechen, für die es Zweitlieferanten gäbe. Wer sich an dieser Schwäche orientiert, sollte sich andern Orts umsehen oder Vorsorgepläne machen.
Am Ende bin ich mit dem VXA-1 nicht nur zufrieden, es kann neben
dem alten, langsamen DAT-Bandgerät und seinen Bandbergen gut
bestehen. Wenn Ihre Backup-Strategie an veralteter Hardware leidet,
sollten Sie das kostenlose 30-Tage-Test-Paket von Ecrix mit einem
VXA-1 in Anspruch nehmen und überprüfen, ob es Ihr Problem
so gut wie meins löst.
von Joe Clark <joeclark@joeclark.org>
[Übersetzung und Kurzfassung Walter Sonnenberg
[WS] <dr.w.sonnenberg@t-online.de>]
Letzte Woche waren Behinderungen im allgemeinen das Thema, kurzes Resume: die Benutzerunterstützung am Mac ist auf einem absteigenden Wege und kann sich unter Mac OS X noch verschlechtern. Derzeit sind Behinderte mit Windows-Rechnern besser bedient als mit Macs. (Siehe "Benutzerunterstuetzung am Mac: Not im Paradies" in TidBITS-568_.)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=06311>
Gute Nachrichten Alle normalen Vorteile eines Mac vor einem Windowsrechner mit seinem konsistenten System, integrierter Benutzeroberfläche, einfacher Netzwerkintegration und Eleganz sind auch für Behinderte von Vorteil. Und es gibt echte Superlative wie die Sprachausgabe (auch wenn die Spracheingabe nur beschränkt funktioniert).
Wenn Sie einen Behinderten als Kollegen mit einem Mac ausrüsten wollen, ist das im Prinzip möglich, wenn auch gegenüber Windows eingeschränkt. Aber bei allen schwereren Behinderungen gibt es wenigstens einiges, um die Beschränkungen zu umgehen.
Egal auf welcher Basis Sie einkaufen, kann Ihr erster Anlaufpunkt im Internet "Closing the Gap" mit seinem großen Angebot sein.
<http://www.closingthegap.com/rd/>
Bewegungsbehinderungen Wenn im Umgang mit der Tastatur oder Maus Hilfe benötigt wird (wie bei Überlastungen des Bewegungsapparats oder multipler Sklerose) können Sie aus der Mac System-CD oder per Download von Apple Ihr System passend konfigurieren.
<http://www.apple.com/education/k12/disability/easyaccess.html>
Gekettete und Maus-Tasten sind im Apple-Paket am nützlichsten. Die geketteten Tasten erlauben, die Shift- und Basis-Tasten hintereinander zu betätigen. Diese Funktion stellt sich verwirrenderweise selbst ab, wenn die Tasten ausnahmsweise mal gleichzeitig angeschlagen werden, und verschlimmert damit die Behinderung. Maustasten werden am Bildschirm betätigt. Diese Funktionen sind minimal und ziemlich veraltet.
Angebote von Dritten können eine bessere Alternative bieten. Tash Inc bietet etwa folgende Mausalternativen:
<http://tashinc.com/catalog/ca_switch_click.html>
<http://tashinc.com/catalog/ca_mouse_mover.html>
RJ Cooper bietet bessere Software namens SmartClick mit speziellen Mäusen von Tash (SwitchClick) oder von Origin System (Headmaus) für 1890$ am USB.
<http://rjcooper.com/smartclick/>
<http://www.orin.com/access/headmouse/>
Die Headmaus wird mit einer adhesiven Silberfolie an Ihrem Kopf betätigt und ortet diese aus Ihrer Position auf dem Bildschirm oder dem Rechner mit Infrarot-Strahlen.
Zur Eingabe kann jemand mit einer einfachen Bewegungsstörung mit einer angepaßten Tastatur von DonJohnston Inc arbeiten.
<http://www.donjohnston.com/catalog/disked.htm>
<http://www.donjohnston.com/catalog/disbrdd.htm>
Alternativ gibt es auch Bildschirmtastaturen
<http://rjcooper.com/onscreen/>
Hörbehinderungen Die Bedürfnisse von Tauben oder Schwerhörigen sind relativ bescheiden, weil Computer recht leise Maschinen sind. E-Mail und Mausklicks arbeiten auch ohne Gehör.
<http://www.wired.com/news/print/0,1294,33736,00.html>
Es gibt nur wenige Audiofunktionen, Signaltöne können in Menubalkenblitze verwandelt werden.
Die Multimediaausgaben gewinnen steigende Bedeutung, die wir erst in einem späteren Artikel behandeln können.
Sehbehinderungen Sehbehinderungen zeigen am Computer die schwersten Folgen, weil das wesentliche Gerät eines Computers sein Bildschirm ist.
Bei einer einfachen Sehbehinderung mag ein vergrößerter Bildschirm ausreichen. Apples CloseView bietet eine primitive Lösung, Alva Access Group bietet den einzigen Vergrößerungsschirm für Macs mit 16 Vergrößerungsstufen und 3 Ausschnitten für 295 $
<http://www.aagi.com/aagi/inlarge.asp>
Für viele Sehbehinderte ist dunkler Text vor hellem Hintergrund unerträglich. Wenige Anwendungsprogramme erlauben die Auswahl eines eigenen Hintergrundes wie Internet-Browser, Wordperfect und Eudora. Der Window Monkey erlaubt wenigstens die Wahl eines anderen Hintergrundes im Finder.
<http://www.tigertech.com/monkey.html>
Wenn Sie so blind sind, dass Sie den Monitor nicht erkennen, brauchen Sie ein Bildschirmlesegerät - dies liest laut vom Bildschirm Text, Menus, Ikonen usw. Es gibt allerdings nur ein Gerät für Macintosh zu 700 $:
<http://www.aagi.com/aagi/outspoken_products.asp>
Bildschirmleser für Windows sind weiter fortgeschritten und besser, können Internetseiten (mehr oder weniger gut) lesen und Standardfunktionen der Standardsoftware interpretieren.
<http://www.hj.com/JAWS/JAWS.html>
<http://www.gwmicro.com/windoweyes/>
<http://www-3.ibm.com/able/hpr.html>
Dagegen kann das veraltete Programm Outspoken für Macintosh kein HTML lesen. Die nächste Version Outspoken X (die Ende des Jahres 2001 erscheinen wird) soll erhebliche Verbesserungen dazu bringen. Es gibt Alternativen ohne Mikrosoftkompatibilität, diese würden aufgrund der Bedeutung Mikrosofts in der Berufswelt unnötige Beschränkungen mit sich bringen. Deswegen benutzen praktisch alle Blinden Windows.
<http://www.aagi.com/aagi/faq_osm9_applic.html#1>
OutSpoken bleibt das einzige voll funktionsfähige Bildschirmlesesystem für Macs, das mit Windows vergleichbar ist. Aus Zeiten der ersten AV-Macs gibt es noch ein einfaches Bildschirmlesegerät unter dem Namen HearIt.
<http://rjcooper.com/keyread/>
<http://www.ldresources.com/tools/shareware.html>
Auf Macs haben Behinderte relativ wenige Optionen adaptiver Technik, Es gibt mehr Beschränkungen als nötig. Sie sind am Mac jedoch nicht vollständig alleingelassen. Es gibt Hoffnung, dass Apple aufgrund Forderungen staatlicher Stellen Hard- und Software verbessern muß und die Lücke zu Windows schließen wird.
[Joe Clark war früher Journalist in Toronto, der das Feld der Behinderungen in den letzten zwanzig Jahrzehnten verfolgte und dazu geschrieben hat. Sie können seine Aussagen zur Benutzerunterstuetzung online auf seiner Internetseite nachvollziehen.]
$$
Übersetzer dieser Ausgabe: Michael Prümm (mip)
<pruemm@yahoo.com>
Übersetzung und Koordination: Walter Sonnenberg (WS)
<dr.w.sonnenberg@t-online.de>
Copyright der deutschen Ausgabe: Walter Sonnenberg: <dr.w.sonnenberg@t-online.de>
Nichtkommerzielle oder gemeinnützige Zeitschriften dürfen unsere Artikel nachdrucken, wenn sie einen link auf die Seite oder eine volle Referenz angeben. Andere kontaktieren uns bitte per E-Mail. Der Inhalt der Artikel ist ohne Gewähr. Wenden Sie sich bitte an den Autor. Namen von Publikationen, Produkten oder Firmennamen können durch Gebrauchsmustereintrag geschützt sein. TidBITS engl. ISSN 1090-7017.