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TidBITS#598/24-Sep-01

Apple liebt es, schnelle CPUs vorzustellen, mit denen Macs in Photoshop-Duellen gegen PCs gewinnen. Aber sie gewinnen mehr Geschwindigkeit durch die effiziente Anwendung von Photoshop, unterstützt durch die Sammlung von Tipps von Iain Anderson in dieser Ausgabe. Außerdem blinzelt in dieser Ausgabe Jeff Carlson den Palm m505 Handheld an, die Firma DriveSavers hilft Opfern der Tragödie vom 11. September 2001 und die Benutzerschnittstellen-Mafia kommt in die Stadt. Wichtige Veröffentlichungen umfassen Interarchy 5.0.1, Rumpus 2.0, StuffIt Deluxe 6.5 und den Palm m125 Organizer.

Themen:

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MailBITS/24-Sep-01

[Übersetzer Gernot Hecht [GH] <gernot@wollemond.de>]

Palm veröffentlicht den Palm m125 Organizer -- Palm hat seine Modellreihe für Einsteiger durch die Veröffentlichung des Palm m125 aufgewertet. Dieses Gerät bringt die Erweiterungs- und Anschlussmöglichkeiten der Palm m500-Serie zu den Basismodellen von Palm. Der m125 bietet 8 MB Speicher, den gleichen Graustufen-Bildschirm wie der m100 und m105, die Möglichkeit Frontschalen auszutauschen und einen neuen Erweiterungssteckplatz für Karten nach dem Secure Digital- und dem MultiMediaCard-Format. Der m125 benutzt ebenfalls Palms Universalanschluss zur Verbindung mit der auf USB basierenden Basisstation und zum Anschluss weiterer Geräte. Er läuft unter Palm OS 4.0. Der Palm m125 ist ab sofort für $ 250 verfügbar. [JLC]

<http://www.palm.com/products/palmm125/>

StuffIt Update bringt Funktionen zur Dateibearbeitung -- Aladdin Systems hat StuffIt Deluxe 6.5, die neueste Version des bekannten Paketes zum Komprimieren, Archivieren, Verschlüsseln und Bearbeiten von Dateien, ausgeliefert. Eine bemerkenswerte Erweiterung an StuffIt Deluxe 6.5 ist StuffIt Express Personal Edition. Früher als Aladdin Transporter bekannt, ist StuffIt Express ein Dateibearbeitungsprogramm, zum Erstellen von Drop Box-Anwendungen. Diese Anwendungen können nacheinander mehrere verschiedene Handlungen an ausgewählten Dateien ausführen. Mit der Personal Edition erzeugte Drop Box-Anwendungen können nur von Besitzern von StuffIt Express angewendet werden. Mehr Informationen gibt es in dem Artikel "Macworld SF 2001 Trends: Coole Werkzeuge" in TidBITS-564_. Weitere Ergänzungen zu StuffIt Deluxe 6.5 sind das "Magic Menu" für Mac OS X (welches viele der StuffIt Deluxe-Funktionen in einem Menü des Finders anbietet), StuffIt Expanders intelligentes Routen für Palm-Downloads (.prc und .pdb Dateien) in einem bestimmten Ordner, damit diese beim nächsten Hotsync überspielt werden, und eine DropTar Drop Box-Anwendung zum Erzeugen von .tar, .sit und .bzip-Archiven. StuffIt Deluxe 6.5 kostet $ 80 (und Aladdin hat einen Aktionspreis von $ 60 bis zum 31.Dezember 2001) mit Upgrades für $ 20 für Besitzer einer beliebigen Version von StuffIt Deluxe oder (bis zum 12.Oktober 2001) für Besitzer beliebiger anderer Aladdin-Produkte. Systemanforderungen umfassen einen Macintosh mit PowerPC-Prozessor, Mac OS 8.6 oder neuer und 6 MB verfügbarem RAM.

<http://www.stuffit.com/stuffit/deluxe/>

<http://www.stuffit.com/express/enterprise/mac/>

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=06280>

Aladdin hat auch die Freeware StuffIt Expander, DropStuff und DropZip auf Version 6.5 aktualisiert. Upgrades für die individuellen Anwendungen sind kostenlos, aber Aladdin bietet alle drei (zusammen mit dem neuen DropTar 6.5) in einem Paket als StuffIt Lite an. Sobald Sie das StuffIt Lite Installationsprogramm heruntergeladen und gestartet haben, erhalten Sie unregistrierte Versionen von DropStuff, DropZip und DropTab, sowie einer Version von StuffIt Expander. Wenn Sie nur den StuffIt Expander wollen, können Sie einfach die anderen drei Anwendungen löschen. Wenn Sie eine der anderen Anwendungen aktualisieren müssen Sie sie nur starten und ihre frühere Seriennummer eingeben, sobald Sie danach gefragt werden. Ansonsten arbeiten die drei Drop Box-Anwendungen unregistriert für 15 Tage; um Sie danach zu verwenden, müssen Sie sie registrieren. DropStuff alleine kostet $ 30, DropZip und DropTar kosten jeweils $ 20 oder das vollständige StuffIt Lite-Paket gibt es für $ 50 (der StuffIt Expander ist immer kostenlos). Systemanforderungen für das StuffIt Lite Paket sind ein Mac mit PowerPC-Prozessor, Mac OS 8.1 oder neuer und 4 MB freiem RAM. Es ist ein 6 MB Download. [ACE]

<http://www.stuffit.com/stuffit/lite/>

DriveSavers spendet kostenlosen Wiederherstellungsdienst -- Anerkennung an den Datenrettungsdienst DriveSavers, der kostenlose Wiederherstellung von Daten für einzelne Personen oder Firmen anbietet, die unter dem Terroranschlag vom 11. September zu leiden hatten. Das DriveSavers-Angebot ist bis auf weiteres gültig; es deckt Festplatten und Medien ab, die unter Feuer, Wasser, elektrischer Ladung oder mechanischer Beschädigung gelitten haben; das Ganze ist einschließlich CD oder DVD-Zielmedien und kostenlosem FedEx-Versand (um mehr über den Wiederherstellungsdienst zu erfahren, lesen Sie "DriverSavers zu Hilfe" in TidBITS-495_). Wenden Sie sich an DriveSavers für weitere Informationen.

<http://www.drivesavers.com/>

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=05530>

Rumpus 2.0 bietet FTP-Server in Industriequalität -- Ohne Angst vor dem eingebauten Unix FTP-Server in Mac OS X und Mac OS X Server zu zeigen (vor allem der letztere ist berühmt dafür, dass er MacBinary nicht unterstützt), hat Maxum Development Rumpus 2.0 veröffentlicht. Dies ist ein erheblicher Update zum Hochleistungs-FTP-Server dieser Firma auf Mac-Basis. Rumpus 2.0 bringt eine Carbon-Version für Mac OS X; Anwenderspezifische Nachrichtendienste über E-Mail oder AppleScript-Skripte, wenn eine Datei hochgeladen wird; erweiterte Sicherheitsprivilegien für Verzeichnisse, einstellbare Anwendergrenzen je nach Transferrate, upload/download-Verknüpfungen und simultane Verbindungen für einzelne Anwender; einen eingebauten Web Administrationsserver, um Anwenderkonten zu verwalten; und Verschlüsselung der Anwenderdatenbank zur verbesserten Sicherheit. Upgrades auf Rumpus 2.0 sind für Käufer, die Rumpus im letzten Jahr gekauft haben, kostenlos; ansonsten kosten sie $ 80 für die Standardversion (32 Anwenderkonten und 32 gleichzeitige Verbindungen) oder $ 130 für die Professional Version (256 simultane Verbindungen und die Zahl der Anwenderkonten wird nur durch den verfügbaren Hauptspeicher limitiert). Neue Kopien von Rumpus Standard kosten $ 250; Rumpus Professional kostet $ 395. [ACE]

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=06415>

<http://www.maxum.com/rumpus/>

Interarchy 5.0.1 beseitigt Fehler -- Stairways Software hat Interarchy 5.0.1 veröffentlicht, welche eine Reihe von Fehlern in diesem populären Dateitransferprogramm beseitigt, aber keine neuen Funktionen bringt (siehe "FTP Plattenfunktionen heben Interarchy 5.0 hervor" in TidBITS-593_). Der Upgrade ist kostenlos und wird für alle Anwender von Interarchy 5.0 empfohlen. Es gibt keinen Updater; wenn Sie Interarchy 5.0 schon verwenden, müssen Sie das komplette 3 MB Paket herunterladen und den 5.0er Programmordner durch die neue Version überschreiben. [ACE]

<http://www.interarchy.com/>

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=06525>

Die Benutzerschnittstellen-Mafia verfolgt schlechte Benutzerschnittstellen -- Macintoshanwender sind ungewöhnlich informiert und eigensinnig in Bezug auf die Benutzerschnittstellen der von ihnen verwendeten Programme, sodass der Entwurf einer guten Benutzerschnittstelle harte Arbeit ist. Eine gemeinnützige Organisation , die sich selbst die Interface Mafia nennt, hat eine Webseite eröffnet, welche für Artikel, Verweise und andere Informationen in Bezug auf Benutzerschnittstellen gedacht ist. Was diese Seite hervorhebt, ist der kostenlose Schnittstellentest für Macintosh Softwareentwickler (sie unterstützen in Zukunft vielleicht auch andere Betriebssysteme). Die Tests beschränkten sich auf das Schnittstellendesign (obwohl Dokumentation, ein Thema, welches uns bei TidBITS am Herzen liegt, auch untersucht wird) und werden zum Lesen und Kommentieren durch jedermann veröffentlicht. Unsere Anerkennung geht an die Interface Mafia für das Hervorheben der Bedeutung guter Benutzerschnittstellen und dafür, dass sie Entwicklern praktische Ratschläge bieten.

<http://www.interfacemafia.org/>

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=04865>


Palm m505: Eine etwas schwache Leuchte

von Jeff Carlson <jeffc@tidbits.com>

[Übersetzt von Michael Pruemm <pruemm@yahoo.com>]

Selbst während ich verschiedene Handheld-Organizer für Bücher und Artikel teste, die ich über Handhelds auf PalmOS-Basis schreibe, ist mein Palm Vx nie weit entfernt. Ich muss die Geräte wieder zurückgeben, wenn ich mit dem Testen fertig bin, und bis jetzt ist der Palm Vx das einzige Gerät für das ich mein eigenes Geld ausgegeben habe: es ist dünn, leicht, und hat genügend Speicher, um all die Daten, die ich brauche, aufzunehmen. Von all den Modellen, die ich zurückgegeben habe, waren nur zwei gut genug, um meinen Vx für die Dauer der Test-Periode zu ersetzen: Handsprings Visor Edge und der Palm m505.

<http://www.handspring.com/products/visoredge/>

<http://www.palm.com/products/palmm505/>

Der Edge ist dünn, leicht, und hat ein sehr schönes Design, aber er bot mir nicht mehr Funktionalität als der Vx. Als der m505 angekündigt wurde, mit ähnlichen Abmessungen wie der Vx aber mit Farbbildschirm, ist er fast zum nächsten Eintrag auf meiner Kreditkartenabrechnung geworden. Aber nur fast.

Oberflächenspiegelungen -- Ich achte vielleicht zu sehr auf die Form und das Aussehen eines Produkts anstatt auf seine Funktionalität, aber mein Interesse ist nicht nur kosmetischer Natur. Ein schlanker Handheld ist leichter mit herumzutragen, komfortabler zu halten, weniger hinderlich in der Brusttasche eines Hemdes. Farbgeräte wie der Visor Prism und der Palm IIIc fühlen sich zu dick an, um sie überall mit hinzunehmen.

<http://www.handspring.com/products/visorprism/>

<http://www.palm.com/products/palmiiic/>

Allerdings zeigt mein Palm Vx so langsam sein Alter, und auch einige Einschränkungen seines Designs. Der Einschaltknopf war nie besonders solide und benötigt einen kräftigen diagonalen Druck zum Auslösen. Schlimmer noch ist der vorstehende "Scroll Up" Knopf, der gegen die originale Klapp-Abdeckung drückt und dafür sorgt, dass das Gerät nach einem Alarm eingeschaltet bleibt, wenn Druck darauf ausgeübt wird (wie z.B. wenn er in meiner Hosentasche ist). Als Behelf dafür habe ich einige System-Hacks wie PalmVHack installiert, die jedoch nicht immer funktioniert haben. Der Gebrauch eines Palm V Hard Case würde auch helfen, ruiniert aber das schlanke Profil des Geräts. Also ist der Knopf ein paar Mal eingedrückt geblieben, sodass die Batterie komplett entleert wurde und die Daten verloren gingen.

<http://www.rgps.com/>

<http://www.palm.com/products/palmvx/accessories.html>

Palm hat diese Design-Fehler klar erkannt, da der Palm m505 diese effektiv behebt. Die Scroll-Knöpfe sind klein und flach, und der Einschaltknopf ist stabil und leuchtet sogar auf, wenn die Batterie geladen wird (er kann auch als ein lautlos blinkender Alarm-Indikator benutzt werden). Das Gehäuse-Design ist ein wenig anders als beim Palm Vx, mit ein bisschen mehr Rundung an der Seite und weniger Ausladung an der Unterkante. Insgesamt fühlt es sich ein wenig stabiler an als sein ohnehin schon solider Vorgänger.

Erweitern und Anschließen -- Der Palm m505 unterscheidet sich von seinen Vorgängern auch auf andere Weise. Er besitzt einen Einschub für eine Erweiterungskarte, der Secure Digital und MultiMediaCard Karten aufnehmen kann, briefmarkengroße Speicherkarten auf denen man Fotos, elektronische Bücher, oder einfach nur wichtige Dateien speichern kann. Der m505 benutzt auch Palms universellen Anschluss auf USB-Basis, der den langsameren seriellen Anschluss der früheren Palm Handhelds ersetzt. Das bedeutet, dass Peripheriegerätehersteller ihre Geräte erneut überarbeiten müssen, um Palms Anschlüsse zu unterstützen (Zusatzgeräte wie Tastaturen waren anfangs für den Palm V kaum erhältlich, da die Pin-Belegung anders war), aber Palm scheint sich auf das universelle Design festgelegt zu haben.

<http://www.palm.com/products/accessories/expansioncards/>

Die gute Nachricht ist, dass das Synchronisieren mit der HotSync Docking-Station über USB viel schneller ist. Die schlechte Nachricht ist, dass das Herausnehmen des Handheld aus der Docking-Station lästig ist: wegen der Klammern, die den m505 in Position halten, muss man ihn erst ca. 45 Grad kippen bevor man ihn aus der Docking-Station nehmen kann.

Eine gemischte Packung -- Der Palm m505 ist eines der ersten Geräte mit Palm OS 4.0, welches dem Benutzer nur wenige Verbesserungen bietet. Die beste ist meiner Meinung nach der Attention Manager, eine Anzeige, die alle verpassten Alarmmeldungen zusammenfasst, die dann alle mit einem Tap bestätigt werden können anstatt jeden Alarm einzeln zu bestätigen. Man kann auch einen einzigen maskierten Datensatz ansehen ohne die Systemweite Sicherheitseinstellung zu ändern, indem man ihn anwählt und dann das Passwort eingibt; der Eintrag verschwindet sobald man mit Lesen fertig ist. (Palm wird ein Update auf Palm OS 4.0 für Besitzer einiger älterer Modelle im November herausbringen.)

<http://www.palm.com/software/palmos4.html>

Palm hat auch einige Software von Drittanbietern in seinen Mix aufgenommen, u.a. DataViz' "Documents to Go" zum Arbeiten mit Word- und Excel-Dateien auf dem Handheld; "Palm Reader", ein Programm zum Lesen von elektronischen Büchern von Peanut Press, die von Palm Anfang dieses Jahr aufgekauft worden sind; und "Palm's Mobile Connectivity Software" zum Verbinden mit dem Internet (über ein kompatibles Handy oder anderes Gerät). Endlich ist auch Macintosh Palm Desktop auf der CD-ROM; früher mussten Palm-Besitzer ein separates Adapterkabel kaufen und die Desktop-Software von Palm herunterladen.

<http://www.dataviz.com/products/documentstogo/>

<http://www.palm.com/ebooks/>

<http://www.palm.com/software/mobile_connectivity.html>

Und dieser Farbbildschirm -- Was ist nun mit der Hauptattraktion des Palm m505? Schließlich war es die Kombination aus der Form des Palm Vx mit dem Versprechen eines Bildschirms mit 65000 Farben, die mich zu meiner Kreditkarte greifen ließ. Nun, der Bildschirm des m505 ist dunkel. So dunkel, dass ich das erste Mal, als ich den m505 in meinem mäßig beleuchteten Büro eingeschaltet habe, nicht sicher war, ob es überhaupt ein Farbbildschirm war. Das Einschalten der Hintergrundbeleuchtung machte einen großen Unterschied, obwohl der Bildschirm immer noch deutlich dunkler war als der eines Palm IIIc oder Visor Prism. Bemerkenswert ist auch, dass es keinen Helligkeitsregler gibt - das Hintergrundlicht ist entweder an oder aus. Die positive Seite ist, dass die niedrigere Helligkeit des Bildschirms weniger Strom verbraucht, und so eine längere Lebensdauer der Batterie bietet, zusätzlich ist die Anzeige gut lesbar bei Tageslicht - zwei Mängel bei den meisten Handhelds. Man kann bei Palm auch eine Anwendung herunterladen, die sich die letzte Einstellung der Hintergrundbeleuchtung merkt, und es somit ermöglicht, mit immer eingeschalteter Beleuchtung zu arbeiten (eine bessere Alternative ist das Programm 505LightOn). Ich muss gestehen, dass dies kein Problem mehr war, nachdem ich mich an die Helligkeit gewöhnt hatte - bis der Visor Prism eines Freundes den Helligkeits-Neid aufbrachte.

<http://www.palm.com/support/m505/backlight_utility.html>

<http://tipandgo.com/products/505light.html>

Der Palm m505 behebt all die kleinen Mängel des Palm Vx und bietet außerdem Farbe in der gleichen hervorragenden Form. Allerdings bin ich an einem Punkt angelangt, wo das nächste Gerät, das ich kaufen werde, einen Farbbildschirm hat, aber der Palm m505 mit seiner dunklen Anzeige wird seinem Preis von US$450 nicht gerecht. Bis das besser wird, oder eine andere Firma etwas besseres zu bieten hat (der Sony Clie PEG-N710C kam dem ziemlich nahe), bleibe ich bei meinem leicht verbeulten Palm Vx.

<http://www.sonystyle.com/micros/clie/models/710.html>


Machen Sie das Beste aus Photoshop 6

von Iain Anderson <iain@funwithstuff.com>

[Übersetzer Walter Sonnenberg [WS] <dr.w.sonnenberg@t-online.de>]

Adobe Photoshop ist der führende Bildeditor für professionelle Anwender mit seiner von keinem anderen Programm erreichten Designtiefe und Funktionsvielfalt. Dabei kann man unheimlich komplexe Situationen erleben, wenn man an die Bildränder stößt. Die meisten Benutzer kommen mit den häufigsten Funktionen zurecht. Ob Sie nun Photoshop jeden Tag einsetzen, um Bilder zum Druck aufzubereiten oder nur wenige Male in der Woche benutzen, um Internetgrafiken oder digitale Fotos aufzubereiten, werden Ihnen einige Tipps bei Ihren Bildbearbeitungssitzungen sicher helfen. Lassen Sie uns mit einigen neuen Funktionen beginnen und dann einige weniger bekannte Kurzbedienungen behandeln, die Ihre tägliche Arbeit vereinfachen können.

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=05793>

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbpoll=24>

Speicherplatz reorganisieren -- haben Sie sich schon einmal in den vielen Paletten von Photoshop verirrt oder warten Sie vielleicht immer noch auf die von Apple versprochenen Fenster für Filme? Auch wenn Sie mehrere Paletten in einer Gruppe zusammenfassen können (ähnlich wie die Paletten für Navigator und Information), brauchen Sie manchmal doch mehr Paletten als auf den Bildschirm passen. Der neue Optionen-Balken, der unter dem Menübalken angeordnet ist, ersetzt die alte Palette gleichen Namens und zeigt Zustand und Parameter des augenblicklich selektierten Werkzeugs. An der rechten Seite können weitere Paletten angedockt werden, die schnell erreicht werden können. Sie verschieben einfach den Titelbalken einer Palette dorthin und klicken auf diesen Titel, um die Palette zu aktivieren, wenn Sie benötigt wird - Sie wird an Ort und Stelle aufgeblendet und überdeckt, was dort gerade steht.

Wenn Sie Ihren Speicher reorganisieren wollen, ohne durch viele Paletten zu klicken, können Sie diese mit der Tabulatortaste verschwinden lassen; Die Shift-Taste zum Tabulator bewirkt das Verschwinden aller Fenster, nur Tool-Palette und Optionsbalken bleiben sichtbar. Mit Tab oder Shift+Tab erscheinen alle Paletten wieder.

Versteckte Vektoren -- Wenn Sie Macromedia Flash, Adobe Illustrator oder Macromedia Freehand benutzen, wissen Sie um die Mächtigkeit der Vektoren. Wo Photoshop typisch Pixel verarbeitet, um reiche fotografische Effekte zu zeigen oder zu reproduzieren, arbeiten vektor-basierte Anwendungsprogramme mit auflösungsunabhängigen angepassten Linien und Mustern. Die letzten Versionen dieser Programme haben an Stelle früher harter Linien den Unterschied zwischen Pixel- und Vektor-generierten Kunstwerken verwischt, sodass Künstler mit komplexeren Gradienten, Füllmustern und Transparenten arbeiten.

Photoshop kann jetzt einige der nützlichsten Vektorfunktionen, auch wenn diese in einer Bitmap-orientierten Form implementiert wurden. Vor allem können Sie auflösungsunabhängige Vektormuster erstellen und editieren und als Schneidemasken in verschiedenen Ebenen benutzen. Auch kann Text in Muster konvertiert und so editiert werden - so erreicht man ungekannte Effekte, wenn man mit Texten in Dingbats oder ähnlichen Zeichensätzen startet. Die umgebauten Muster kann man zur späteren Nutzung abspeichern und Sie können Musterbibliotheken mit Freunden tauschen.

Viele Effekte in Photoshops Ebenenstile (früher Ebeneneffekte) sind Vektor-basiert und bieten auch Fülleffekte an Gradienten, Glüheffekte und Facetten. Wenn Sie Ihre Datei im PDF-Format exportieren (mit eingeschalteten Interpolationen und Vektordatenoptionen), behalten Ebenenstile und Vektormuster ihre Auflösungsunabhängigkeit. Beide erzeugen sauberere Bildschirmdarstellungen und perfektere Ausdrucke.

Passen Sie aber auf, wenn Sie PDF-Daten einer Servicefirma zum Ausdrucken senden - einige Drucker konvertieren die Dateien in ein flaches Bitmapformat (meistens als TIFF-Datei), das die Vektorinformation nicht enthält. Es ist abhängig von der Anwendung, ob dieser Informationsverlust wichtig ist oder nicht, aber Sie sollten überlegen, was Sie dem Drucker als beabsichtigten Effekt angeben.

Freie Typen -- Das Texttool erlaubt immer noch, einen Klick auf die Leinwand und dort Text einzufügen. In der neuen Version sind nun Kommandos aus der Familie fürs Seitenlayout dazugekommen, die reiche Menge der Zeilenformatierungen, Einrücken, Zwischenraumdefinitionen für Zeilen und Absätze und Zeichensatzeinstellungen. Zwischenräume in Absätzen? Sie lesen richtig. Sie können eine ganze Zeichenebene in absätzeweise organisierten Text umwandeln (Das Kommando dazu findet sich im Untermenu Typ zum Ebenenmenu), wodurch sich die Zeichnungsebene verhält wie eine Textbox in einem Layoutprogramm. Dadurch können Sie Breite und Höhe des Absatzes bestimmen und den Inhalt seiner Zeilen am rechten Rand umbrechen. Eine andere neue Funktion lässt Sie entweder den Zeichensatz eines Textes einbinden oder beim Exportieren Ihres Bildes nach PDF den Pfad zum Text einsetzen.

Adobe fügte ein neues Kommando hinzu, Text verbiegen, das einen Text einem vordefinierten Pfad folgen lässt. Es gibt einige Möglichkeiten, die Pfade zu beeinflussen. Aber es bietet speziellen Programmen, die Text auf vordefinierten Pfaden bearbeiten, keine echte Konkurrenz.

Ebenen punkteweise -- Eine leere Leinwand ist nicht einfach eine Zeichenfläche. Stellen Sie sich etwa einen Stapel leerer Folien vor, auf denen Sie zeichnen, duplizieren, verschieben, überdecken oder verändern können. Diese Blätter, die Photoshop Ebenen nennt, sind unschätzbar. Photoshop 6 stellt davon beliebig viele zur Verfügung (in Version 5.5 gab es noch eine Begrenzung auf 99) und bietet damit genügend Platz. Die Ebenenpalette enthält jetzt Befehle, um die transparenten Pixel einer Ebene, ihre Farbwerte und Positionen unabhängig voneinander oder auch gleichzeitig zu fixieren.

Die elementarste Ebenenfunktion ist die, eine Ebene über oder unter eine andere zu bewegen - man braucht sie nur anklicken und verschieben. Die nächsthäufige Operation ist die, Wiederaufsetzpunkte zu definieren: Sie duplizieren die Arbeitsebene und bearbeiten die Kopie, wenn das Ergebnis Ihren Wünschen entspricht, sichern Sie die Änderungen. So ist jede Änderung abgesichert und Sie können jederzeit auf das Original zurückgreifen.

Das Duplizieren einer Ebene weist auf einen anderen Aspekt von Photoshop, der die Tiefe des Programms offenbart: Es gibt oft mehrere Methoden, dasselbe Ergebnis zu erreichen. In diesem Fall haben Sie drei Varianten zur Auswahl: wählen Sie "Ebene kopieren" vom Pop-up Menu zur Ebenenpalette; Klicken Sie mit Ctrl auf den Ebenennamen und wählen Sie "Ebene kopieren"; oder ziehen Sie eine Ebene auf das Ikon für neue Ebenen (Das Ikon zeigt ein leeres Blatt mit eingeknickter Ecke), das sich unten auf der Palette findet. Weil ich immer wieder neue Ebenen erstellte, ersparte ich mir etwas Arbeitszeit, indem ich eine Aktion aufzeichnete (im Prinzip ist das ein Skript, das mehrere Kommandos in Photoshop ausführt) und es einer Funktionstaste zuordnete. Jetzt kann ich einfach eine Ebene anwählen, F6 drücken (so habe ich die Taste definiert und inzwischen bin ich daran gewöhnt) um die Ebene zu duplizieren.

Wenn Sie keine ganze Ebene duplizieren müssen - vielleicht wollen Sie einen Baum freistellen oder ein rotes Auge aus einem Foto entfernen - dann gibt es auch eine andere Methode: wählen Sie das Markier- oder das Lasso-Tool, um einen Teil des Bildes auszuwählen und tippen Befehl-J, um eine neue Ebene durch kopieren zu erzeugen (oder wählen Sie das Kommando aus dem Untermenu Neu aus dem Ebenenmenu); nur der gewählte Ausschnitt wird in die neue Ebene kopiert, die ursprüngliche Ebene bleibt intakt. Vermeiden Sie aber das Erstellen neuer Ebenen über das Ausschneidekommando, weil dabei ein unentwirrbares Geflecht von Randpunkten entsteht, das Sie aus der Originalebene entfernen müssten.

Ebenen erlauben Ihnen, unterschiedliche Teile des Bildes zu bearbeiten, aber Sie können auch Ebenen dazufügen, so genannte Anpassebenen, durch die die darunter liegenden Ebenen modifiziert werden, beispielsweise können Sie den Kontrast eines Bildes allein durch Manipulation der Parameter in einer anderen Ebene verändern. Auf diese Weise verändern Sie keine Originalbilddaten, sodass Sie leichter mit unterschiedlichen Einstellungen experimentieren und nötigenfalls auf das Original zurückgreifen können. Jetzt können Sie diese Ebenen auch in handliche Transparente aufteilen, die getrennt voneinander verschoben, überdeckt oder modifiziert werden können.

Einige Tools (auch das Texttool) generieren neue unabhängige Ebenen. Das ist im Großen und Ganzen gut. Beispielsweise können Sie deswegen Ebenenstile auf Textebenen anwenden, um spezielle Effekte zu erhalten. Textebenen haben aber ein eigenes Format, deswegen muss Photoshop den Text erst rastern, bevor Filter oder Handzeichnungen dazu gefügt werden können - damit wird der Text zu einer Pixeldarstellung und kann nicht mehr editiert oder stufenlos vergrößert oder verkleinert werden.

Wie kann man diese Rasteroperation verhindern? Nutzen Sie die alte Funktion, Ebenen zu gruppieren (beachten Sie, dass das in diesem Fall etwas anderes ist als Ebenen zu verzeigern, wonach beide Ebenen sich wie eine einzige benehmen). Eine gruppierte Ebene wird nur mit ihren aktiven Punkten den gleichen Operationen unterzogen wie die Ebene daneben. Wollen Sie beispielsweise die Buchstaben "TidBITS" so erscheinen lassen, dass sie mit einem Foto der Mitarbeiter gefüllt werden anstatt mit einer deckenden Farbe. Sie würden dazu das Texttool benutzen, um die Buchstaben TidBITS zu schreiben, die automatisch auf einer eigenen Ebene erscheinen. Danach setzen Sie das Mitarbeiterfoto in eigene Ebene vor der Textebene. Wählen Sie nun die Fotoebene und führen Sie aus dem Ebenenmenu "gruppieren mit voriger Ebene" aus, oder klicken Sie mit Option _zwischen_ die beiden Ebenen in der Ebenen Palette. Die Punkte außerhalb der Buchstaben werden transparent, während das Wort mit dem sichtbaren Teil des Fotos gefüllt erscheint. Sie können dann beispielsweise weitere Ebenenstile auf die Schrift anwenden, etwa die Schrift rastern oder weiter editieren. Da beide Ebenen selbstständig bleiben, können Sie sie unabhängig voneinander verschieben oder sonst wie bearbeiten.

Ebenengruppierungen sind auch nützlich, wenn Sie Anpassebenen benutzen, um Aspekte wie Farbsättigung ändern wollen. Wie oben erwähnt definiert eine Anpassebene Parameter, mit denen nebeneinander liegende Ebenen gleich bearbeitet werden. Wenn Ihre Bilddatei mehrere Ebenen enthält (wie fast immer) möchten Sie meist nicht, dass Ihre Bearbeitungen auf alle Ebenen angewendet werden, gruppieren Sie einfach Ihre Anpassebene mit der Ebene, die die Parametereinstellungen übernehmen soll, dadurch werden die Änderungen auf diese Ebenen beschränkt.

Der Tanz der Tasten -- Mehrere der Photoshopfunktionen sind nur durch Kommandos von der Tastatur zugänglich, einige sind oft nützlich, sodass ich rate, sich diese zu merken. Beispielsweise: Shift-Klick mit Pinseln oder Radiergummis lässt diese Funktionen von Punkt zu Punkt auf geraden Linien arbeiten.

Die meisten nützlichen Kurzformen für Photoshopfunktionen sind nun seit mehreren Jahren unverändert, obwohl doch einige geändert wurden. Sie brauchen den Mauszeiger nur kurz an das Toolsymbol halten bis das Tastaturkürzel für diese Funktion gezeigt wird. [Hier wurden englische Kürzel als Beispiele genannt, in der deutschen Version ist nur M für Markieren gleich -- WS] Mehrfaches Bedienen dergleichen Funktion schaltet zwischen verschiedenen Varianten derselben um, das Markieren etwa zwischen rechteckiger und elliptischer Markierfunktion. In Photoshop 6 muss man die Shifttaste zusätzlich drücken, wenn man bestimmte Kürzel benutzt - das wirkt zuerst herausfordernd, man gewöhnt sich aber schnell daran.

Andere Tasten, deren Bedeutung Sie zweifellos oft nutzen werden, sind D, womit Sie Vordergrund- und Hintergrundfarbe auf ihren Defaultwert (Schwarz resp. Weiß) setzen und X, womit Sie Vorder- und Hintergrundfarbe tauschen (eXchange). Diese Tasten sind gut, werden Sie aber nicht faszinieren solange Sie nicht Q (für Quick Mask) bedient haben. Wenn Sie bisher keine große Wirkung von Lasso, Markierung oder der Magischen Wand Tools erlebt haben, liegt es darin, dass diese Tools nicht die besten Tools für diese Aufgabe sind. Quick Mask erlaubt Ihnen, Ihre ausgewählten Pixel in einer Überlagerungsebene mit jedem Malwerkzeug zu streichen, das Ihnen gefällt, D und X helfen Ihnen, ohne Werkzeugwechsel in den Malmodus (Schwarz) oder Radiermodus (Weiß) zu wechseln. Die Taste Q bringt Sie zurück zum Originalbild und benutzt die Pixel der neuen Ebene dazu, die Pixel an gleicher Stelle des Originals auszuwählen (Sie sehen dass an den vertrauten "marschierenden Ameisen").

Ist die Auswahl markiert, auch auf einer neuen Ebene, können Sie die Punkte mit Wahltaste-Entf in der Vordergrundfarbe, mit Befehl-Entf in der Hintergrundfarbe einfärben. Shift zur Entf-Taste öffnet einen Dialog mit weiteren Optionen. Obwohl das Füllen gegenüber den neuen Funktionen mit Mustern und Ebenen Styles nicht mehr aktuell sind, sind sie dennoch schnell, zweckdienlich und nützlich.

Rotieren und Randschnitt sind einfach -- Das Rotieren und Beschneiden gescannter Bilder ist jetzt einfach und war auch in den Versionen 5.x einfach. Aktivieren Sie das Messtool, das sich nun unter dem Eyedropper Tool verbirgt, Ziehen Sie eine Linie von links nach rechts etwa am Rand des gescannten Bildes und beenden Sie die Linie. Im Bildmenu wählen Sie jetzt Beliebig im Leinwanduntermenu für Rotieren und drücken OK. Der Winkelwert im Messmenü wird automatisch in den Rotierdialog übernommen und Ihr Bild wird gerade ausgerichtet.

Es gibt noch einen schnelleren Weg, wenn die Bilder im selben Arbeitsgang beschnitten werden. Wählen Sie das Schneidetool und ziehen eine rohe Randlinie um das Foto aus dem Scan. Rotieren Sie das beschnittene Foto durch Klicken und Ziehen außerhalb der beschnittenen Fläche (außerhalb der Ansatzpunkte am Rand des Fotos), übertragen Sie den Schiefewinkel des Fotos und klicken den Mittelpunkt der Drehbewegung. Mit Enter bestätigen Sie die neue Randlinie und Rotation und Randschnitt werden in einer Aktion erledigt.

Eine letzte Anmerkung: Photoshop ist wie das meiste in der Mac-Bedienoberfläche mit konsistenten Tastaturkürzeln realisiert. Die Enter-Taste wirkt immer zur Bestätigung einer Dialogbox, während Escape den Bedienvorgang abbricht. Die Optionstaste beim Klick auf ein Abbrechen-Feld (oder die Tastenkombination Option-Escape) versetzen den Eingabedialog zurück auf seine Startwerte. Die Auf- und Abwärtstasten bewirken das Inkrementieren oder Dekrementieren fast jeden Optionsfeldes; die zusätzliche Shifttaste änderte die Werte in 10er Sprüngen.

Photoshop wird Sie belohnen, wenn Sie seine Tricks lernen; Sie brauchen bloß einige wenige Tasten, um anzufangen. Ihre Lernkurve kann lang sein, auch wenn der Anstieg sich von Mal zu Mal ändert. Aber Sie werden sich ins Programm vertiefen und im Fall von Photoshop kann das zur Sucht werden.

[Ian Anderson ist Grafiker, der Drucke, Multimedia und Trickfilme entwirft und entwickelt, er arbeitet zurzeit in London. Er benutzt seit über 10 Jahren Macs und angelt bei Adobe Betaversionen]


Übersetzer dieser Ausgabe: Michael Pruemm <pruemm@yahoo.com>, Walter Sonnenberg [WS] <dr.w.sonnenberg@t-online.de> und Gernot Hecht [GH] <gernot@wollemond.de>.

Koordination: Gernot Hecht [GH] <gernot@wollemond.de>.

Copyright der deutschen Ausgabe: Gernot Hecht [GH] <gernot@wollemond.de>.

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