
Welcher der Online Dienste für Abzüge von digitalen Fotos bietet die beste Qualität? Lesen Sie weiter, um das Ergebnis von Alex Hoffmans Vergleich über eine Anzahl von Online Fotolabors zu erfahren. Adam macht eine Pause von dem praktischen Dingen, in dem er einen Blick auf einige coole Projekte wird, wie einem kostenlosen Lizenzgenerator, einem Forschungsprojekt zu Zahlenbedingungen und einem Test zur Effizienz von Online Werbung. In den Schlagzeilen berichten wir über das Erscheinen von Default Folder X und PayPals IPO.
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[Übersetzung: Gernot Hecht <gernot@wollemond.de>]
Default Folder X verbessert Mac OS X Öffnen/Speichern Dialoge -- Seit vielen Jahren haben Macintosh Anwender Öffnen- und Speichern-Dialoge mit Werkzeugen wir Power On Softwares Action Files und St. Clair Softwares Default Folder verbessert. Nach langer Wartezeit hat eines dieser Werkzeuge in der Form von Default Folder X 1.0.1 den Schritt nach Mac OS X geschafft (siehe "Tools We Use: Default Folder" in TidBITS-475_). Default Folder X bietet die gleichen Funktionen wie sein Cousin für frühere Versionen des Mac OS, über die Sie auf bevorzugte und zuletzt verwendete Ordner in den Öffnen- und Speichern-Dialogen einfach zugreifen können. Default Folder X zeigt Ihnen außerdem Ihre momentane Position und markiert automatisch den zuletzt in diesem Ordner markierten Eintrag. Sie greifen auf diese Funktionen über eine Werkzeugleiste auf der rechten Seite der Öffnen- und Speichern-Dialoge zu; Tastaturkürzel sind verfügbar. Aber die neue Version bringt ein Detail, dass sie zu einer notwendigen Ergänzung macht: Sie können über die Tastatur richtig in den Dialogen mit Spalten navigieren. Entgegen Apples aktueller Variante der Öffnen- und Speicherndialoge (über die wir im Detail in "Apples Geheimnis unter dem Teppich" in TidBITS-601_ berichtet haben) selektiert das Tippen eines Ordernnamens bei installiertem Default Folder den Ordner mit diesem Namen anstatt Sie in ein Dateichaos zu stürzen. Zurzeit arbeitet das Werkzeug nur in Carbon-Programmen, aber ein kommender kostenloser Update wird auch Cocoa-Anwendungen unterstützen. Default Folder X ist als kostenlose, dreißigtägige Testversion verfügbar, danach kostet die Registrierung $ 35; Besitzer von Default Folder 3.x können für $ 20 einen Update bekommen. Die Installation ist ein 1,4 MB Download. [JLC]
<http://www.stclairsoft.com/DefaultFolderX/>
<http://www.heikekurtz.de/tidbitsde/TidBITS-de-475.html#Anker2>
<http://www.heikekurtz.de/tidbitsde/TidBITS-de-601.html#Artikel1>
PayPal IPO springt dem Trend entgegen -- Internetaktien erreichen womöglich nie mehr die hohen Werte, die sie noch vor ein paar Jahren hatten. Aber der Internet Transaktionsdienst PayPal stellte sich mit seinem letztwöchigen Börsengang gegen den aktuellen Trend. Die Aktie eröffnete mit $ 13 und schloss nach dem ersten Handelstag and der NASDAQ mit über $ 20. Dies entspricht einem Wertzuwachs von 55 %, der der Firma einen Wert von über $ 1 Milliarde beschert. Trotz dieses Vertrauensbeweises steht PayPal vor einem Patentstreit und Untersuchungen mehrerer US-amerikanischer Staaten, ob sie nicht irgendwelcher Bankbestimmungen zuwider laufen. PayPal ist auch bei weitem noch nicht profitabel, mit $ 107,8 Millionen Verlust in 2001 bei Einkünften von $ 104,8 Millionen. Trotzdem bleibt PayPal bei 12,8 Millionen Anwendern und einer Zuwachsrate von über 18.000 neuen Anwendern pro Tag der Marktführer (siehe "Bemerkenswerte Seiten im Internet: PayPal" in TidBITS-562_). [ACE]
<http://www.paypal.com/>
<http://www.heikekurtz.de/tidbitsde/TidBITS-de-562.html#lnk2>
von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Walter Sonnenberg <dr.w.sonnenberg@t-online.de>]
Sagen Sie, was Sie über das Internet, was Sie wollen, neben Überspanntheiten von Waldarbeitern finden Sie auch Leute mit wirklich interessanten Ideen und ihrer Chance, diese zu probieren. Der Zusammenbruch der dot.com Gesellschaften hat auch seine guten Seiten, indem man sich wieder auf die Urzeiten besinnt, in denen man keine Geschäftspläne oder eine kleine Million Wagniskapital brauchte, um im Internet zu starten - nicht dass wir sauer wären, dass uns kein Geier von Kapitalist mal eben ein paar Millionen zugeworfen hat.
Zurück zu den Ursprüngen -- Larry Lessig, Professor für Jura in Stanford und Autor von "Zukunft der Ideen mit Code und Cyberspacegesetzen" brachte eine neue Idee auf, die er Creative Common betitelt. Die Grundidee dazu besteht darin, verfügbare, flexible, anpassbare Lizenzen für Intellektuelles Eigentum von Musikern, Schriftstellern, Programmierern, Künstlern und anderen, die ihre Arbeiten weit verbreiten wollen aber trotzdem definieren wollen, für welchen Zweck sie eingesetzt werden darf. Für jeden, den schon unkontrollierbares Husten über Rechtsanwaltsrechnungen packt, das Beste daran ist, dass diese Lizenzen kreativer Ursprünge kostenlos sein sollen.
<http://www.creativecommons.org/>
<http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/0375505784/tidbitselectro00A>
<http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/0465039138/tidbitselectro00A/>
Wenn Creative Common startet, was für Mai 2002 geplant ist, kann jeder, der sich nach einer solchen Lizenz sehnt, auf der Internetseite von Creative Common die passenden Optionen wählen, die seinen Vorstellungen am besten entsprechen und ohne dass ein Cent den Besitzer wechselt eine passende Lizenz erhalten. Es wird noch besser, zu jeder Lizenz gibt es maschinenlesbare Label, die die Lizenz genauer bezeichnen. Wenn diese Lizenzen und der zugehörige Inhalt einer Suchmaschine übergeben werden, ist man in der Lage, bestimmte Inhalte zu finden, die angeforderten Lizenzbedingungen unterliegen. So kann etwa ein Herausgeber eines Umweltrundbriefes Naturfotos durchsuchen, die für den allgemeinen Gebrauch freigegeben sind.
Ein anderes Projekt, das Creative Common plant, heißt "conservancy" [=Erhaltung], bei dem Erhaltung und Verbreitung intellektueller Fähigkeiten gefördert werden sollen. Was ich hier erzähle ähnelt dem Strohmannkonzept, das ich 1998 unter dem Namen "Electronic Phoenix Project" vorstellte. Die Gruppe sollte als Empfänger für alten Code fungieren, sodass dieser in der "open Source" Welt verwendet werden kann, wenn der kommerzielle Ersteller nicht mehr für weitere Entwicklungen und Wartungsarbeiten fähig ist. Das Phoenix-Projekt war von vornherein durch eine überwältigende Menge verschiedener Meinungen belastet, wie viel Aufwand denn gerechtfertigt werden könne, aber die Zeiten können sich geändert haben. Wir wünschen Larry Lessig, seinen Kollegen und dem ganzen "Creative Common" Projekt viel Glück - mögen ihre Anstrengungen den Morast aus Copyright und intellektuellem Eigentum entwässern.
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=05141>
<http://www.sfgate.com/cgi-bin/article.cgi?file=/gate/archive/2002/02/11/creatcom.DTL>
Wenn Zahlen ernst werden -- Meine Arbeit ist Wort-orientiert, mein intellektuelles Eigentum entspringt dem Schreiben und die Zahlen zeigen keine Spuren meiner Arbeit. Aber eine neue Studie über das heimliche Leben in Zahlen lässt mich und meine digitalen Beziehungen überdenken. Kurz - was steht dahinter: Die Autoren der Studie erstellten kommerzielle Software, ließen viele Anfragen an Suchmaschinen laufen und unterzogen die Resultate statistischen Methoden und zeigten Zahlen vorhandener Verbindungen auf. Was sagen die Zahlen? Die Zahl 17 taucht beispielsweise beim 17" Monitor, im Simulationstitel B-17 Flying Fortress oder in Glock 17 auf.
Ungeachtet der Aussage, dass es Lügen, verdammte Lügen und Statistiken gibt, sind die Resultate faszinierend. Laden Sie vom folgenden Server das interaktive Anwendungsprogramm (in Java) und nach Eingabe einer beliebigen Zahl unter 100000 zeigt ihnen ein Scrollbalken wie beliebt diese Zahl im Vergleich zu ihren Nachbarn ist, und sie können alle Histogrammlinien anklicken, um die dahinter stehenden Verbindungen zu zeigen. Es lohnt einige Minuten Ihrer Zeit einzusetzen, um das Java Applet (das auf einem Mac überraschend gut läuft unter dem Internet Explorer 5.1, Opera 5.0 und etwas weniger gut unter Netscape 6.2) auszuprobieren und über den Wert der Zahlen in unserem Leben nachzudenken, ob sie nun in Postleitzahlen, geodätischen Koordinaten, Produktversionen, numerischen Listen usw. auftauchen - Zahlen sind in unzählbaren Variationen in unsere Leben eingewoben.
<http://www.turbulence.org/Works/nums/>
Bonus Konzept -- Wenn wir gerade bei Zahlen sind, wie viele Exemplare machen ein paar aus? Die einfachste Antwort sagt zwei, in der Umgangssprache kann diese Zahl aber auch über zehn wachsen, dem Term wenige Konkurrenz machen, was etwa einem oder nicht viele entspricht, oder auch dem Begriff einige, der meist für mehr als zwei aber nicht viele steht. Ich zähle das als Einführung in mein nächstes Thema auf, das ich unbedingt mit behandeln wollte, ohne durch einen anderen Titel Verwirrung zu stiften (Was insbesondere Geoff irritieren würde, unseren technischen Editor und Hauskritiker, wenn die speziellen Beispiele angegeben werden).
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]
Ein Ort wo Zahlen ziemlich ernst genommen werden, vor allem im Zusammenhang mit ziemlich tief, ist die Online-Werbung. Für lange Zeit (Internet-Zeit, die ja normalerweise in Monaten gemessen wird) war man der Meinung, dass Online-Werbung der Werbebranche einen zweiten Frühling bescheren würde, weil doch jetzt so wunderschöne Statistiken erhältlich waren. Vergesst Mark Twain: hier waren endlich Zahlen und es gab noch dazu so viele davon. Solche fantastischen Zahlen! Selbst wenn sie dabei die Privatsphäre ihrer Kunden nicht verletzen wollten, wussten Firmen mit Online-Werbung plötzlich Bescheid über die Anzahl der aufgerufenen Webseiten, die Klicks auf ihre Werbebanner und viele weitere ähnliche Auswertungen. Niemals zuvor konnten die Werber solche makellosen Zahlen in ihre Tabellenkalkulationen einfügen; plötzlich waren sie nicht mehr auf das unpräzise Konzept einer Markenbekanntheit angewiesen, da sie jetzt ganz genau wussten, wie viele Kunden die Werbebanner sahen, wie viele darauf klickten und wie viele schließlich auch etwas kauften. Das numerische Nirwana war angebrochen!
Es gab da allerdings noch ein kleineres Problem und zwar wurden die Zahlen je länger je tiefer. Die Zahl der Klicks auf Werbebanner nahm besonders dramatisch ab, weil die Benutzung des Internets ein aktiver Vorgang ist und Menschen normalerweise zielorientiert damit arbeiten. Solange ein Banner nicht gerade dem momentanen Ziel eines Internet-Surfers entsprach, wurde es auch nicht angeklickt und die Leute wurden gegenüber Online-Werbung immer immuner. Aggressive Firmen wie X10 verdoppelten darauf ihre Anstrengungen und führten Pop-Up-Fenster ein, die so nervend sind, dass Misshandlungen von Computer-Monitoren seither um das Zehnfache zugenommen haben (bei mir persönlich führt solche Werbung dazu, dass ich in Sonderzeichen - @#$%!! - zu sprechen beginne und die Tastenkombination Befehl-W häufiger drücke als meiner Tastatur zuträglich wäre). Pop-Up-Werbung war zu Beginn sehr effektiv, sie war neu und zudem kaum zu übersehen. Im Fall von X10 hat es sicher auch geholfen, dass die Werbung versprach, dass sich ihre drahtlose Videokamera ideal zum Aufnehmen von hübschen Blondinen in verschiedenen Stadien des Ausziehens eignen würde. (Total erfundene Antwort von X10: "Wir sind schockiert, dass sie so etwas denken würden! Die klare Botschaft war doch die, dass normale Leute sich die Kamera kaufen würden, um damit beispielsweise das Gästezimmer zu überwachen und sicherzustellen, dass die scharfe Partnerin ihres Freundes nach einer heißen Dusche die Handtücher nicht mitlaufen lässt. Und dass Mütter ihre Kleinen dabei erwischen können, wenn sie die Milch direkt aus dem Beutel trinken. Ja, genau das haben wir damit gemeint!")
<http://www.ecommercetimes.com/perl/story/14488.html>
Aber ich schweife ab - es lässt sich nämlich kaum verhindern, dass X10 die Früchte ihrer aggressiven Werbekampagnen auch wirklich ernten können. Ich wollte stattdessen aber über den Bekanntheitsgrad von Marken sprechen, ein seit langem begehrtes Ziel von Werbekampagnen. Niemand sieht sich eine Autowerbung im Fernsehen an um dann sofort die nächste Garage aufzusuchen und das beworbenen Auto auch wirklich zu kaufen - viel wichtiger ist der Umstand, dass Sie beim nächsten Autokauf auf Grund der dauernden Werbeberieselung daran denken werden, auch das neue, mit Gas und Strom betriebene Hybridauto von Honda Probe zu fahren. (Nun, nicht wirklich, da weder Honda noch Toyota besonderes Interesse daran zeigen, ihre Hybridautos auch tatsächlich verkaufen zu wollen und man sie nur ungesehen bestellen kann. Mit Werbung würde es sicher noch schwieriger, die Autos _nicht_ verkaufen zu wollen.) Das Problem bei Marken ist aber der Nachweis ihres Bekanntheitsgrades, denn dafür muss man teure Umfragen durchführen und Leuten Fragen stellen. Und dabei trifft man beispielsweise auf Personen wie Tonya, die bei einer kürzlichen Umfrage auf die Frage nach ihrem bevorzugten Schmerzmittel antwortete, es sei dasjenige in der runden Flasche.
Werbung ist gut für den Bekanntheitsgrad einer Marke, etwas was wir schon behaupteten als wir 1992 unser Sponsor-Programm begonnen haben (vermutlich das erste Beispiel von Werbung in einer Online-Publikation) und das kürzlich von einer Firma namens Dynamic Logic auch bewiesen wurde. Sie haben eine Scheinmarke geschaffen, eine Art Butlerdienst für Leute mit mehr Geld als Verstand (ähm... Zeit) und haben diesen Dienst mit mehreren Millionen Internet-Werbebannern bei FTMarketWatch und iVillage beworben. Nach der Auswertung der Umfrage gaben 4 % der Personen an, die Marke zu kennen, obwohl sie noch nie eine Werbung davon gesehen hatten (einige Leute sagen zu allem einfach ja). Drei Mal mehr Personen oder 11 % erkannte die Marke wieder und hatte auch Werbung dafür gesehen. Und in der Zielgruppe der 18- bis 40-jährigen mit einem Einkommen von 120'000 US$ und mehr, gaben sogar 19 % an, sich an die Werbung erinnern zu können. Kurz und gut, wenn Werbung an die richtige Zielgruppe gerichtet ist, kann sie durchaus etwas bewegen, ohne dabei Fenster über den ganzen Bildschirm verteilen zu müssen.
von Alex Hoffman <ahoffman@mac.com>
[Übersetzung: Walter Sonnenberg <dr.w.sonnenberg@t-online.de>]
Nachdem ich eine Digitalkamera erworben habe und in die Flitterwochen fuhr, habe ich mehr als 1000 Fotos, von denen meine Frau etwa 100 ins Fotoalbum übernehmen möchte. Deswegen beschloss ich, zu eruieren, welches Online Digital-Fotostudio am besten ist. Im ersten Teil dieses Artikels bewertete ich verschiedene Dienste nach den Preisen, einfacher Benutzung und der Angebotsbreite. Am Anfang dachte ich, ich könnte auf die Internetseite gucken, ein Paar Beispiele bestellen und dabei sehen, welche Angebote besser sind. Dies reichte zwar, um diverse Dienste aus dem weiteren Wettbewerb auszuschließen, trotzdem machte ich den hier im weiteren beschriebenen Qualitätstest mit fast allen Angeboten.
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=06717>
<http://www.shutterfly.com/>
<http://www.ofoto.com/>
<http://www.dotphoto.com/>
<http://www.photoaccess.com/>
<http://www.apple.com/iphoto/>
Ich dachte anfangs, die Qualität der Ausdrucke müsste bei allen Diensten vergleichbar sein. Nicht nur dies stellte sich als falsch heraus, meine Beurteilung der gelieferten Ausdrucke offenbarte auch Nachlässigkeiten, die ich hätte korrigieren sollen, bevor ich die Fotos einsandte. Achten Sie auf die von mir bemerkten Mängel, so werden Sie bessere Ergebnisse erhalten.
Beschneiden -- Mein erster Fehler bestand darin, das Problem beschnittener Bilder falsch einzuschätzen. Die meisten Digitalfotos haben ein Format in den Größenverhältnissen von Höhe und Breite der Computer- und Fernseh-Bildschirme, die sich wie 1,33:1 verhalten. Normale Fotos haben andere Maße, weil sie vom 35 mm Film ausgehen, der das Basisverhältnis von 1,5:1 hat. Drucke in 4x6" (1,5:1) und 5x7" (1,4:1) sind breiter oder kürzer als Digitalbilder; 8x10" (1,25:1) und 11x14" (1,27:1) sind schmaler und höher als die digitalen Äquivalente. Nur PhotoAccess bietet Drucke im Größenverhältnis der meisten Kameras und Monitore, die nicht beschnitten werden müssen, aber sie passen gewöhnlich nicht in traditionelle Fotoalben oder -blätter.
Dies Problem lässt sich auf dreierlei Weisen behandeln. Die erste ist die, die Größe der Bilder unproportional zu verändern, dies ist aber fast immer unakzeptabel, weil die Leute dann aussehen, als wenn sie in Zerrspiegel auf dem Jahrmarkt gucken. Die zweite ist die, die Fotos proportional zu verkleinern, was zwar gut aussieht, aber nicht das verfügbare Papierformat füllt. Am Ende sieht das Foto wie auf einem Fensterbriefumschlag aus, oben und unten werden Streifen des Bildes nicht genutzt. Man kann auch auf beiden Seiten weiße Rahmen ergänzen. Diese Variante ist am sichersten. Die dritte und letzte Option ist die, die Bildkanten zu beschneiden, wodurch ein Teil Ihres Bildes verloren geht. Das funktioniert recht gut, wenn Sie die Schneidearbeit selber machen, ist aber katastrophal, wenn es maschinell ausgeführt wird.
In meiner anfänglichen Naivität dachte ich, mein erster Fotoservice würde das Größenverhältnis akzeptabel korrigieren. Aber weil der Druckprozess automatisiert wurde, waren die Ergebnisse nicht berühmt. Ich hätte besser jedes Bild manuell geschnitten. Die meisten Dienste bieten im Internet Tools an, mit denen man die Bildränder bescheiden kann und ich hätte die Option gehabt, die Bilder ins richtige Format zu bringen bevor ich sie auf die Server geladen habe. Wenn man diese Arbeit wie im Internet empfohlen vor dem aufladen oder mit der Uploadsoftware ausführt, dauert diese Arbeit weniger als 30 Sekunden pro Foto. Hätte ich mir dazu die Zeit genommen, wäre ich mit den Ergebnissen erheblicher besser zufrieden gewesen.
Shutterfly und Apple haben hervorragende Beschneidungsoptionen. Die Kunden haben die volle Kontrolle darüber, was gedruckt wird. Andere Dienste bieten weniger Kontrollmöglichkeiten, wobei Ofoto als einzige Möglichkeit anbietet, weiße Rahmen zu drucken oder ums Bildzentrum die Ränder gleichmäßig zu beschneiden. Das Uploadprogramm von Shutterfly und iPhoto von Apple bieten Ihnen den Schnitt auf bestimmte Größenverhältnisse, um den Druckformaten genau zu entsprechen. Wenn ein Foto bei Shutterfly geladen wurde, können Sie daran auch dann noch schneiden, wenn es schon beschnitten wurde.
Durch das Beschneiden können Sie auch den Ausschnitt bestimmen, der gedruckt werden soll. Wenn Sie Teile eines Bildes wegschneiden, reduzieren Sie auch die Zahl der Bildpunkte. Wenn Sie zu viel wegschneiden, bleibt manchmal nicht genügend Restinformation, um den Ausdruck gut aussehen zu lassen. Kameras ab 2 Megapixel können ausreichende Bildqualität liefern, um bis 8*10" gut zu wirken. Wenn Sie aber zu viel wegschneiden, kann es sein, dass es nicht für die von Ihnen gewählte Ausdruckgröße reicht. Alle Dienste, die ich getestet habe, weisen darauf hin, welche Bilder bis zu welcher Größe gut gedruckt werden können, manche sind offensichtlicher als andere.
Gammakorrektur -- Farbe in digitalen Bildern erfordert einige Tricks. Verschiedene Monitore zeigen Farbunterschiede, auch Kameras, Scanner, Anwendungsprogramme tragen ihren Teil zur Farbe bei. Das kommt, weil alle diese Geräte und Programme von verschiedenen Grundannahmen ausgehen, welche Farbe bzw. Farbsättigungen der Grundfarben rot, grün und gelb wie für jeden Pixel eingestellt sein sollen. Ein Aspekt davon ist der Gammawert, der die subjektive Bildhelligkeit angibt.
<http://www.bberger.net/gamma.html>
<http://www.photo.net/photo/fixing-gamma.html>
<http://www.cgsd.com/papers/gamma.html>
Macs werden normalerweise auf einen Gammawert von 1,8 eingestellt, PCs meist auf 2,2 - deswegen sieht ein auf einem Mac erstelltes Bild auf einem PC dunkler aus und hat gewöhnlich einen höheren Kontrast wenn es unter Windows betrachtet wird, Bilder, die unter Windows erstellt wurden, sehen oft auf einem Mac ausgewaschen aus. Weil die meisten Computer unter Windows laufen, versuchen die Digitallabors für Gamma=2,2 zu arbeiten und es damit den meisten Kunden Recht zu machen. Deswegen sahen all meine Testausdrucke dunkler aus als ich erwartete und Bilder, deren Farbe auf meinem Rechner richtig aussah, waren im Ausdruck nicht so gut.
Die ColorSync-Technik von Apple hilft die Variationen in den Farben zu reduzieren, wenn die Fotos auf anderen Geräten, Anwendungen, Materialien und Druckprozessen bearbeitet werden (und wird von iPhoto für den direkten Ausdruck am Mac benutzt), es hilft aber bei keinem der Fotodienste. Ich erfuhr vom Präsidenten von Ofoto, dass dort versucht wird, durch Auswertung der EXIF (Exchangeable Image File Format) Informationen in JPEG-Bildern Ähnliches zu erreichen. Ironischerweise entfernt iPhoto die EXIF-Daten bei jeder Bildbearbeitung, sodass Ofoto (das die Bilder für iPhoto druckt) seine Technik beim Ausdruck von iPhoto-Bildern nicht nutzen kann.
<http://www.apple.com/colorsync/>
In diesem Punkt kann Apple hervorragen und aus diesem Grund hat Apple ein eigenes Druckangebot gemacht. Weil Apple weiß, das alle eingesandten Bilder auf Macs erstellt wurden, liegt hier das Potential, die Ausdrucke den typischen Monitoreinstellungen anzupassen. Leider wird das noch nicht gemacht, obwohl es Hoffnung für die Zukunft gibt: der Präsident von Ofoto war der Idee aufgeschlossen, allen Drucken die gleiche Gammakorrektur angedeihen zu lassen, die über Apple bestellt werden. Bisher ist die einzige Möglichkeit die, eine getrennte Applikation, etwa Photoshop oder den Grafikkonverter zu benutzen, was realistisch gesehen, die meisten Kunden nicht wollen. Auch der Einsatz der kostenlosen (und modernen) Software PixelNhance von Coffein Software macht mehr Ärger als die meisten Kunden mitmachen wollen.
<http://www.adobe.com/products/photoshop/>
<http://www.graphicconverter.net/>
<http://www.caffeinesoft.com/products/pnh/pnh_index.html>
Ich habe mit einigen wenigen von den Digitallabors gesprochen und keiner hatte eine Antwort auf dies Problem. Shutterfly hat sich meine Bedenken gedankenvoll angehört und überlegt, entsprechende Kundenparameter zu erheben. Leider (das Wort taucht hier leider oft auf) kann niemand etwas dazu versprechen.
Der wichtigste Test: Qualität -- Ich sandte allen Digitaldiensten die gleichen sechs Dateien, sodass ich die Ergebnisse vergleichen konnte. Es stellte sich heraus, dass von jedem Bild unterschiedliche Ergebnisse ankamen. Keines entspricht meinen Erwartungen, teils wegen des oben besprochenen Gammaproblems, teils wegen der Helligkeitseinstellung meines PowerBook G4, die auf Papier nicht wiedergegeben werden kann.
Als ich die ersten (nicht zufrieden stellenden) Ausdrucke von den Digitaldiensten bekam, war mein Ziel, die besten auszuwählen. Mit all diesen Drucken war ich sicher, die Güte der Dienste beurteilen zu können. Ich bat meine Frau, meine Mutter und einige Freunde um Hilfe. Jeder sollte die besten Ausdrucke aussuchen und eine Rangordnung aus gut, mittelmäßig oder schlecht bestimmen.
Alle Dienste lieferten Ausdrucke mit viel Details auf glänzendem Papier, ähnlich wie ich sie vom Drugstore früher immer erhalten habe. Problematisch war immer die Farbe in den Ausdrucken. Neben dem Effekt, dass sie dunkler ausfielen als erwartet, fielen einige goldgetönt aus (sodass alle Personen wie Statuetten aussahen, andere in Brauntönen (meine blassesten Freunde hatten plötzlich Sonnenbräune und meine Braut sah indianisch aus, die Angehörigen hatten moorige Gesichtsfarben) Ein grässlicher Satz von dotPhoto (das keine Macprogramme für den Upload bietet, das ich aber wegen der konkurrenzlosen Preise im Wettbewerb behielt) verpasste allen eine grüne Färbung (oder in Farbbegriffen des iMac zwischen Seekrankheit und Kermits Froschfarbe). Wieder andere sahen ausgebleicht aus. In jedem Satz waren Details im schwarzen Mantel meiner Braut und im Smoking meines Freundes wegen Farbproblemen verschwunden.
Wenn mich das schon überrascht hat, so sollten doch noch größere Überraschungen kommen. Dasselbe Bild aus der gleichen Datei fiel in den drei Ausdrucken von Ofoto, Apple und ImageStation (die alle bei Ofoto gedruckt werden) total unterschiedlich aus. Das hat nicht Ofoto verursacht - ich schob dieselbe Bildfolge zufällig unter die von dotPhoto, beide Bildersätze unterschieden sich grundlegend. Der eine Bildersatz war insgesamt am schlechtesten, während der andere fast als bester abgeschnitten hätte. Warum das? Obwohl die Dateioriginale digital sind, sind die meisten Schritte der Druckprozesse chemisch analog (der AA4-Prozess, nach dem konventionelle Fotos entwickelt und gedruckt werden). Dazu kommt noch, dass, obwohl Ofoto seine Ausrüstung täglich mehrfach rekalibriert, Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu leichten, aber merkbaren Unterschieden führen.
Tatsächlich variierte die Druckqualität über alle Dienste sehr weit. Jeder Anbieter hat gute, mittlere und schlechte Noten bekommen. Kein einzelner Drucksatz war über alle Bilder am besten. Nachdem meine Frau sich fühlte, als ob sie Millionen Fotos bewertet hätte, fragte sie mich, welchen Anbieter ich denn für den eigentlichen Ausdruck wählen wolle. Ich konnte ihr bei dieser Variationsbreite keine Antwort geben. Kein Dienst war über alle Bilder am besten.
Insgesamt bin ich von den Resultaten meiner Tests sehr verwirrt. Ich wollte wirklich die besten Bilder weitergeben. Ich schrieb sogar eine Vorversion dieses Artikels in der Annahme, Apples Dienst mit Ofoto würde wegen der Gammaeinstellung am besten abschneiden. Aber das gaben die Testdrucke nicht her. Die einzigen Resultate, die meinen Erwartungen entsprachen, befanden sich in dem Buch, das ich aus iPhoto direkt ausgedruckt habe (sie sind auf dem Laserdrucker erzeugt worden und zeigen nicht die Details, an deren unterschiedlichem Ausfallen sich die fotografischen Prozesse so unterscheiden). Ich wollte Shutterfly wegen der schönen Internetseite als bestes angeben, aber seine Testergebnisse waren nicht besser als die anderen. Ich wollte PhotoAccess empfehlen, weil Ausdruckgrößen angeboten werden, die den aktuellen Bildproportionen besser entsprechen, aber auch dort war keine durchgängige Qualität festzustellen.
Kein Bilderdienst ist perfekt -- Kein einzelner Dienst zeigte herausragende Leistungen, iPhoto macht bei Apple die Übergabe am einfachsten, bietet aber die wenigsten Zusatzoptionen. dotPhoto bietet den besten Preis, seine Bedienung ist jedoch eine Pein und seine Testresultate waren am schlechtesten. Ofoto druckt am schnellsten, PhotoAccess bietet Druckformat 1,33:1 und hat das breiteste Angebot, aber die Ausdrucke sind zu dunkel (wie alle anderen auch). Shutterfly hat die beste Internetpräsentation, guten Kundendienst und hat Apple am längsten unterstützt, leidet aber unter den gleichen Farbproblemen wie die anderen.
Fast alle Dienste bietet kostenlose Probedrucke, wenn Sie noch bei der Auswahl sind, die nur die Versandkosten in Rechnung stellen. Das macht es leicht, mehrere Dienste auszuprobieren. Wegen der einfachen Aufbereitung der Fotos durch iPhoto und weil ich glaube, dass Apple/iPhoto seine Parameter speziell für Macbenutzer optimieren wird, werde ich meine Drucke in Zukunft bei Apple bestellen. Wenn ich jedoch Optionen brauche, die Apple nicht anbietet (wie Mauspads, Krüge oder andere bedruckte Gegenstände) werde ich nicht zögern, diese bei Shutterfly oder PhotoAccess zu bestellen.
Trotz der ungleichmäßigen Testresultate glaube ich immer noch, dass es sich lohnt, diese Dienste für den Ausdruck digitaler Bilder einzusetzen. Die Alternative wäre, wie im ersten Teil angedeutet, die, einen eigenen Tintenstrahldrucker zu benutzen. Ich erhielt viele Rückmeldungen zum ersten Teil meines Artikels von TidBITS-Lesern, die besonders die Kostenvorteile für große Druckformate und die Stabilität der Druckqualität hervorgehoben haben. Zusammen mit einem Leser, der schon viele Fotodrucke daheim erstellt hat, plane ich eine Fortsetzung dieses Artikels.
[Alexander Mishra Hoffmann ist ein IT-Manager in New York, ein Fan der Red Sox und der Pats sowie frisch verheiratet.]
Übersetzung: Gernot Hecht <gernot.hecht@wollemond.de>, Walter Sonnenberg <dr.w.sonnenberg@t-online.de> und Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Lektorat: Heike Kurtz <mail@heikekurtz.de>.
Koordination: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Copyright der deutschen Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
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