
Die wichtigste Neuigkeit dieser Woche ist sicher die vorgeschlagene Vereinbarung im Kartellprozess gegen Microsoft - kommt sie Ihren Bedürfnissen entgegen? Adam wirft auch einen Blick auf einen neuen Internet-Dienst von Kagi, mit dem Fans ihre bevorzugten Künstler unterstützen können. John Moltz lässt uns seine Meinung über das Raubkopieren mit dem iPod wissen, Tonya begutachtet ein neues Hilfsprogramm von Microsoft und wir untersuchen eine neue Supportvariante von Apple. Desweitern berichten wir über den kürzlich aufgetauchten Videobeweis zum neusten iGerät von Apple (man denke an TiVo) und erwähnen einen neuen E-Mail-Filter von den gleichen Leuten, die bereits SpamCop lanciert haben.
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[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]
Videos von Apple iTiVo aufgetaucht -- Gemäss unbestätigten, aber glaubhaften Berichten aus Apple-Kreisen plant das Unternehmen einen eigenen persönlichen Videorecorder (PVR) basierend auf der Technik von TiVo auf den Markt zu bringen (siehe "TiVo: Freiheit durch Zeitversatz" in TidBITS-594_). Das Gerät nennt sich sinnigerweise iTiVo und fügt den Fernseher in die digitale Hub-Strategie von Apple ein. Man kann Sendungen auf die eingebaute 160 GByte grosse Festplatte aufnehmen, sie nach Lust und Laune wieder abspielen und die Sendungen als QuickTime-Film über FireWire auf einen Macintosh übertragen - ideal für Besitzer von PowerBooks oder iBooks, die unterwegs nicht auf den Fernsehgenuss verzichten wollen. Obwohl die Berichte davon sprechen, dass Apple die auf Linux basierende TiVo-Software auf Mac OS X portiert habe, habe sich ansonsten wenig geändert (ähnlich wie Handspring und Sony nur wenig modifizierte Versionen von Palm OS einsetzen). Die technische Daten sind noch etwas unklar, aber gemäss dem untenstehenden Link auf ein Video kann der iTiVo mit mehr Speicher- und Festplattenplatz ausgerüstet werden, unterstützt AirPort (um die Aufnahmeeinstellungen direkt vom Macintosh aus ändern zu können anstelle der beiliegenden Fernsteuerung) und glänzt durch das von Apple gewohnte innovative Design. [JLC]
<http://www.tivo.com/>
<http://www.heikekurtz.de/tidbitsde/TidBITS-de-594.html#tivo>
<http://www.tidbits.com/resources/623/itivo.html>
GramCop filtert fehlerhaft geschriebene E-Mails -- Sind Sie es leid, ständig E-Mails mit Rechtschreibe- und Grammatikfehlern lesen zu müssen? Sind Sie darüber besorgt, dass der Aufschwung von E-Mail und Instant-Messaging unsere Sprache bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt haben? Dank eines neuen Programm von den gleichen Leuten denen wir bereits SpamCop zu verdanken haben, können Sie jetzt dafür sorgen, dass Sie nur noch Meldungen von Personen erhalten, die Wert auf korrekte Rechtschreibung und Grammatik legen. Gottseidank sind heute genügend Programme vorhanden, um es auch ungeübten Schreibern zu ermöglichen, die Kontrollen von GramCop zu passieren. Viele E-Mail-Programme wie Eudora, Microsoft Outlook Express und Entourage sowie Apples Mail werden bereits mit eingebauten Rechtschreibkontrollen ausgeliefert und für die anderen existieren Programme von Drittanbietern wie der Spell Checker und der Grammarian von Casady & Greene. Da solche Grammatikprüfer wegen ihrer Unzulänglichkeiten immer noch belächelt werden, hat GramCop einige mondsüchtige Schullehrer verpflichtet, deren Einsatz die Zuverlässigkeit der automatischen Prüfung von GramCop verbessern helfen soll.
<http://www.spamcop.net/>
<http://www.gramcop.net/>
<http://www.casadyg.com/products/>
GramCop kostet 30 US$ pro Jahr für Einzelpersonen; Rabatte sind ebenso erhältlich wie Firmenlizenzen. Ein separater Dienst für 10 US$ im Jahr fügt detaillierte Erklärungen der Rechtschreibe- und Grammatikfehler in die zurückgesandten Meldungen ein; GramCop hofft, dass diese Möglichkeit vorallem bei Leuten mit einer anderen Muttersprache als Englisch auf fruchtbaren Boden fallen wird, die damit ihre Sprachkenntnisse vertiefen können. [ACE]
von Matt Neuburg <matt@tidbits.com>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]
In einer überraschenden Pressekonferenz am Hauptsitz von Microsoft in Redmond hat Microsofts Vorsitzender und Chef-Software-Architekt Bill Gates am vergangenen Samstag zusammen mit neun Vertretern von US-Bundesstaaten eine Vereinbarung vorgestellt, aufgrund derer die Bundesstaaten ihre Klagen gegen die Softwarefirmen zurückziehen werden. Im Rahmen dieser Vereinbarung wird Microsoft künftig darauf verzichten, für fehlerhafte Software oder Updates Geld zu verlangen. Mark Breckler, der Vizestaatsanwalt von Kalifornien drückte dies humorvoll so aus: "Von jetzt an funktioniert entweder die Software oder sie ist GRATIS!"
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbser=1152>
Die Idee für diese Vereinbarung kam von Gates höchstpersönlich und zwar beim Betrachten eines alten Dilbert-Cartoons, dessen Witz in der Aussage gipfelte, dass "unsere Kunden Software ohne Fehler wollen und zwar gratis." Gates erklärte dass er sich zuerst darüber gewundert habe, was daran denn lustig sei, sich aber nachher noch länger damit befasst habe. "Wir können natürlich keine Software ohne Fehler ausliefern und wenn wir es tun, kann sie auch nicht gratis verteilt werden; aber wenn die Software Fehler hat, sollten wir auch nicht unsere Kunden für unsere Fehler bestrafen." Gates beschrieb, dass diese neue Sicht der Dinge ihn wie ein Donnerschlag getroffen habe. "Ich habe einfach noch nie in dieser Weise daran gedacht. In diesem Moment wurde mir auch bewusst, warum so viele Kunden wütend auf uns sind!"
Einige Details der Vereinbarung müssen noch ausgehandelt werden. Tatsächlich räumte Breckler ein, dass Software von Microsoft nie wirklich gratis sein werde. Es sei eher wahrscheinlich, dass der Kunde für jeden Fehler von Microsoft eine Rückerstattung oder einen vergünstigten Preis für die nächste Version geltend machen könne. Zusätzlich könnte die Höhe dieser Summe aufgrund der Bedürfnisse des Kunden berechnet werden. Ein deutscher Anwender von Microsoft Word könnte so jedesmal, wenn er wegen eines Softwarefehler einen Umlaut nicht eingeben kann, mit 0.01 US$ entschädigt werden, während ein amerikanischer Kunde gar keine Umlaute benötigt und deshalb auch keine Vergütung reklamieren kann.
Gates hat es folgendermassen formuliert: "Kunden, die unsere Software kaufen und Fehler entdecken, sind wie Pioniere; anstatt sie dafür zu bestrafen, frühzeitig auf eine neue Version umgestiegen zu sein, sollten wir ihnen dankbar sein und sie für ihre Mühen entschädigen. Diese Vereinbarung schafft dafür die Möglichkeit, über .NET-Dienste wie MyBugs genau dies zu erreichen." Gates äusserte die Hoffnung, dass andere Hersteller diesem Beispiel folgen mögen und warnte sie gleichzeitig, dass deren Produkte ansonsten gegenüber Microsoft weiter zurückfallen würden. Die Vereinbarung muss nun noch der Distriktsrichterin Colleen Kollar-Kotelly vorgelegt werden; ein vorläufiges Treffen wurde bereits für nächste Woche vereinbart.
Datenschutzexperten und Vertreter von Konkurrenzfirmen äusserten bereits ihre Besorgnis darüber, dass Kunden zwingend einen Passport-Account benötigen um den MyBugs .NET-Dienst benutzen zu können. Gates hat diese Einwände aber mit der Bemerkung abgetan, dass Microsoft bereits angekündigt habe, im Bereich Datenschutz die Führungsrolle übernehmen zu wollen.
von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Michael Prümm <pruemm@yahoo.com>]
Sie waren zweifellos schon einmal in dieser Situation. Irgendetwas läuft schief mit ihrem Mac, Sie arbeiten sich durch das Standard-Troubleshooting, suchen auf dem Internet nach weiteren Informationen, versuchen ein paar verrückte Ideen, und rufen schliesslich bei Apples technischem Kundendienst an. Dann enden Sie bei einem weniger guten Kundendienstmitarbeiter, der vermutlich nur wenige Monate Erfahrung hat, verzweifelt die Support-Datenbank dursucht, und der vielleicht nur $12 pro Stunde verdient. "Ja" antworten Sie müde nachdem sie 25 Minuten in der Leitung gewartet haben, "ich habe schon probiert, den Mac neu zu starten und den Schreibtisch neu anzulegen. Ich versuche herauszufinden, ob Sie schon einmal von Mac OS X Abstürzen im Zusammenhang mit einigen von Apple gelieferten USB-Geräten gehört haben, die unter Mac OS 9 prima funktionieren."
Nun endlich hat sich Apple bewegt, diese ärgerliche und teure Situation zu beheben, mit der Virtual Genius Bar, besetzt mit Apples erfahrendsten Mac-Support Ingenieuren, und zugänglich nur für diejenigen, die wirklich wissen, wovon sie reden. Zugang zur Virtual Genius Bar ist nur möglich über eine Kombination aus einem online "Genius Test" über Macintosh-Wissen und eines situationsspezifischen "Just Checking" Quiz, das vom Anwender fordert zu zeigen, dass er sich durch das Basis-Troubleshooting durchgearbeitet hat. Apple speichert die Genius Testergebnisse zusammen mit Ihrer Apple-ID; neue Fragen werden hin und wieder zum Genius Test hinzugefügt, um sicherzustellen, das diejenigen, die den Test bestanden haben, mit ihrem Wissen auf dem neuesten Stand bleiben. Es ist ausserdem nicht nur ein Bestanden/Durchgefallen Test -- Sie erhalten auch noch eine Genius Note.
Ein Anruf der Mitarbeiter der Virtual Genius Bar setzt eine Verbindung mit Ihrer Apple ID zu Apples Support Website voraus, die sicherstellt, dass Ihre Genius Testnote auf dem neuesten Stand ist, und die Beantwortung des Just Checking Quiz für das entsprechende Themengebiet. Sie erhalten dann einen fallbezogenen Zugangscode, der Sie, nachdem Sie Apples Standard-Supportnummer (800/275-2273) angerufen haben und den Code eingegeben haben, mit der Virtual Genius Bar verbindet. Wie bei Apples bestehender AppleCare SupportLine sind Anrufe innerhalb der ersten 90 Tage kostenfrei; danach kosten sie $50 pro Fall.
Apple zieht es natürlich vor, dass man elektronische Wege des Kundendienstes benutzt, und um dies weiter zu unterstützen, bietet die Virtual Genius Bar auch eine Web-basierte Komponente. Jeder kann die Virtual Genius Bar Diskussionsforen lesen, aber nur diejenigen, die den Genius Test bestanden haben, erhalten die Rechte, Beiträge dort zu veröffentichen. Dies vergrössert die Wahrscheinlichkeit ungemein, dass die Antworten von anderen Anwendern hilfreich sind (Genius Noten werden mit den Antworten veröffentlicht). Noch besser: die Virtual Genius Bar Kundendienstmitarbeiter überprüfen diese Diskussionsforen und nehmen selber regelmässig an den Diskussionen teil. Andere geplante Extras beinhalten das Löschen von Beiträgen und das Ändern der Genius Noten durch die Virtual Genius Bar Mitarbeiter, das Hinzufügen von Verweisen zu und von den Knowledge Base Artikeln, und spezielle Filteroptionen, die nur Antworten von Apple-Mitarbeitern zeigen oder diejenigen von Anwendern mit genügend hohen Genius Noten. Nach Berichten haben Virtual Genius Bar Mitarbeiter ausserdem die Möglichkeit, einzelne Fälle auf private Email umzuleiten, falls dies effizienter ist, obwohl ich dies erst glaube wenn ich es sehe.
<http://discussions.info.apple.com/vgb/>
<http://kbase.info.apple.com/>
Trotzdem ist es sehr erfreulich zu sehen, dass Apple das Wissen und die Erfahrung der Anwender schätzt. Zusammen mit dem offensichtlichen Vorteil für frustierte Anwender, die sich mit unerfahrenen Kundendienstmitarbeitern herumschlagen mussten, profitiert Apple auch davon. Support-Anrufe sollten kürzer werden, schwierige Fragen sollten direkt bei qualifizierten Kundendienstmitarbeitern landen, und das durchsuchbare Archiv der Diskussionen kann ein exzellentes, eigenständiges Support-Werkzeug werden.
von John Moltz <john@crazyapplerumors.com>
[Übersetzung: Michael Prümm <pruemm@yahoo.com>]
Sie wissen es vielleicht nicht, aber es bildet sich ein Skandal um den iPod.
Nach einem vor kurzem in Wired erschienen Artikel wird der iPod dazu verwendet, Software unter der Nase von Computerhändlern weg zu stehlen. Der iPod ist perfekt für den Diebstahl ganzer Bootladungen von fetter, leckerer Software dank des FireWire-Anschlusses, der Fähigkeit, als externe Festplatte zu fungieren, und seiner extrem einfach zu verbergenden (obwohl sehr stilvollen) Abmessungen.
<http://www.wired.com/news/mac/0,2125,50688,00.html>
Schockierend, nicht wahr?
Nun, es wäre wohl schockierend, gäbe es mehr als nur den Bericht, dass Leute den iPod zum Diebstahl von Software benutzen. Der Wired-Artikel erwähnt einen einzigen Vorfall, durchgeführt von einem Teenager bei CompUSA in Texas. Es wäre wohl auch schockierend, wäre dies das erste Mal, dass Software von einem Computer gestohlen würde. Oder wenn der iPod der einzige Weg wäre, dies zu tun.
Ich persönlich würde es schockierend finden, wenn die Diebe diese Aktionen nackt ausführen würden. Oder wenn man jedes Mal, wenn man von einem solchen Diebstahl liest, irgendwie mit 10000 Volt traktiert würde. Das wäre wirklich schockierend.
Aber so wie es steht, ist das Kopieren von Software via iPod nur dann schockierend, wenn man unglaublich naiv ist. Es ist eine universelle Konstante, dass einige Teenager, wie die aus dem Wired-Artikel, Dinge stehlen werden. Ebenso werden Dinge von Erwachsenen gestohlen. Sogar Hamster stehlen Dinge. Nur stehlen diese normalerweise von anderen Hamstern und man liest nichts darüber. Es sei denn, sie nehmen Geiseln. Das passiert allerdings nicht oft, weil sie dann, um flüchten zu können, die gegeiselten Hamster dazu bewegen müssen, alle in die gleiche Richtung in diesem kleinen Ball zu rennen, was sehr schwer zu bewerkstelligen ist und...
Um, einen Moment bitte, wo war ich?
Richtig, beim Stehlen. Software von Computer Festplatten zu stehlen ist nicht gerade ein neues Phänomen. Lange bevor der iPod eine Entwurfszeichnung von Jonathan Ive war, konnte man eine ganze Anwendung mit nur einer einzigen Diskette kopieren. Und ich spreche hier nicht von TeachText, ich meine PageMaker. Darüber hinaus ist es eine wenig bekannte Tatsache, dass das gesamte Betriebssystem von ENIAC einmal gestohlen wurde, indem es auf eine Karte von 7,5 x 12,5 cm geschrieben wurde. Eine wahre Geschichte.
Jedenfalls haben Disketten als realistisches Medium für den Diebstahl von Software ausgedient, seit die Grössen der Anwendungen gewachsen sind. Nicht zu vergessed, dass Macs schon seit Jahren kein Diskettenlaufwerk mehr besitzen. Aber Medienformate und Datenraten haben wieder einmal mit den Grössen der Anwendungen aufgeschlossen, so dass es jetzt andere Möglichkeiten gibt, von Digitalkameras mit Compact Flash Karten, CD-RWs, bis hin zu FireWire Festplatten, sogar grösseren als die 5 GB oder 10 GB Laufwerken im iPod. Der einzige Unterschied zum iPod ist der, dass dieser auch ein MP3 Spieler ist, so dass Diebe leichter vorgeben können, zu den Klängen von Pat Boone zu grooven, während sie heimlich Software absaugen.
Dies bringt uns zu einem anderen Punkt des Vorfalls bei CompUSA. Ich will hier nicht das Opfer beschuldigen, aber ist es eine Überraschung, dass dies passierte, wenn CompUSA die Macs hinten im Geschäft zwischen von der Zeit vergessenen Peripheriegeräten versteckt? Nicht zu vergessen, dass die Belegschaft ihr Bestes tut, zu vermeiden, potentiellen Käufern vom Mac zu erzählen.
Ich bin überrascht, dass CompUSA kein Problem mit Leuten hat, die zuerst einen iPod stehlen und ihn dann dazu benutzen, einen Haufen Software zu klauen. Wäre er nicht angekettet, könnte sich ein Dieb wohl mit dem ganzen Mac aus dem Staub machen bevor letztendlich jemand in einem roten Hemd vorbeikäme, um zu fragen, ob er sich wohl Windows XP anschauen wolle. Und selbst dann würde eine einzige Frage über Mac OS X den Angestellten vermutlich lange genug verwirren, um sich gemütlich davon zu machen.
Vielleicht bin ich zu hart gegenüber CompUSA.
Nein, ich habe mir das gerade noch einmal durchgelesen, und es scheint gerade richtig zu sein.
Macht es der iPod nun einfacher, Software zu stehlen? Sicher, wenn ein potentieller Dieb nicht schon eine Digitalkamera oder eine FireWire Festplatte besitzt, oder sich keine 10er Packung CD-R Disks leisten kann, die heute bei CompUSA für $6.99 im Angebot sind. Meine Empfehlung ist, bevor jemand in einen Sermon verfällt, wie der iPod beim Software-Diebstahl hilft und dazu anstachelt, eine Frage zu stellen: "Wenn Sie der iPod so sehr stört, warum sind Sie dann nicht besorgt über die Aufsehen erregenden Steigerungen der Hamster-Kriminalität?" Ich habe festgestellt, dass sie dies gewöhnlich verstummen lässt.
[John Moltz ist der Author der Crazy Apple Rumors Site und eines Pamphlets mit dem Titel "Hamster: Unsere behaarten Freunde". Wenn er nicht gerade schreibt, erfreut sich John mit Hand-Division und Hashido, der japanischen Kunst des Kämpfens mit Ess-Stäbchen.]
<http://www.crazyapplerumors.com/>
von Tonya Engst <tonya@tidbits.com>
[Übersetzung: Gernot Hecht <gernot@wollemond.de>]
Microsofts Macintoshbereich hat nach der letztjährigen Veröffentlichung von Office v.X offenbar nach einer neuen Richtung gesucht. Dies führte zum heute angekündigten AutoGadget, einem nur für Mac OS X verfügbaren Werkzeug, welches Microsofts automatische Editier- und Formatierwerkzeuge zum Finder hinzufügt. In der Pressemitteilung sagt Microsoft, dass "Experten in unseren Nutzbarkeitslabors festgestellt haben, dass Office-Anwender erhöhte Ausschüttungen von Streßhormonen haben, wenn die automatischen Werkzeuge von Office nicht verfügbar sind". AutoGadget folgt der jüngsten Anweisung von Bill Gates welche fordert, dass Microsoft die Computerumgebung weniger stressig gestalten soll. Die faszinierenden Funktionen von AutoGadget umfassen:
Microsoft ist bisher nicht als Lieferant von Macintosh-Werkzeugen bekannt und es ist fraglich, wie die Macintoshgemeinschaft auf AutoGadget reagieren wird, vor allem nach den bisher durch die automatischen Werkzeuge von Office erzeugten Liebes-/Hassreaktionen. Jede AutoGadget-Funktion kann einzeln ein- oder ausgeschaltet werden. Wenn Sie die Hilfe von Office mögen, sollten Sie AutoGadget ausprobieren.
AutoGadget 1.0 wird mit dem nächsten Update von Office v.X ausgeliefert (welches Voraussetzung für die Funktion von AutoGadget ist), und - in einer Anstrengung um alle Office v.X Anwender von Microsofts neuer Betonung der Entspannung zu überzeugen - ist es alternativ als kostenloser Download von Microsofts Mactopia Webseite verfügbar.
<http://www.microsoft.com/mac/>
von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Walter Sonnenberg <dr.w.sonnenberg@t-online.de>]
Die im Mai geplante Mac Mania Kreuzfahrt durch die Mac Welt für Fans wird wohl noch interessanter ausfallen als ich mir ausgemalt habe. Natürlich wird Woz wieder auftauchen und über die Geschichte von Apple II und von die 2 USD-Rechnungen zeigen, mit denen er genaue Buchhalter immer wieder ärgert. Was die Leser wirklich lieben mit Bob LeVitus, David Pogue, Glenn Fleishman, Tom Negrino, Dori Smith und Sal Soghoian ist nicht alles, auch John de Lancie - Der "Q." von Star Trek kommt. Wie soll man das überbieten.
<http://www.geekcruises.com/home/mm_home.html>
Ich merke schon, hier kommt eine Zusammenstellung zusammen wie für eine abendliche Fernsehwerbung. Aber stellen Sie sich mal vor, was passieren würde, wenn Sie alle diese Größen wirklich zusammentreffen ließen, einen Hollywood-Schauspieler und hunderte von Macbegeisterten als Zuhörer oder Mitwirkende in der Originalversion der Love Boat Fan Kreuzfahrt. Ich glaube, man mußte das als Übermut der Erben charakterisieren.
Sie haben recht, ich habe mit Google ein bißchen rumgesucht, um mehr über Kreuzfahrten herauszubekommen, weil meine Erinnerungen an das Festival aus Filmepisoden über die Love Parade aus den späten 1970er Jahren stammen (Damals war ich gerade 11 und wir hatten nur 4 Fernsehprogramme, es gab also kaum Alternastiven). Ich fand dabei etwas über die erste "International Love Boat Fan Cruise", ein 7-Tage-Fest mit Veranstaltungen etwa von Mac Mania, die an den Tagen "auf See" stattfanden. Das erregte meine Aufmerksamkeit ebenso wie der "eigentliche bald zu fixierende Termin" aus der Titelzeile, eine E-Mail an den Organisator, Rick Portes bestätigte, dass er anstelle einer Kreuzfahrt mit der Sea princess in der karibischen See zu einer Alaskafahrt an Bord der holländischen MS Volendam Ende Mai umdisponiert hat.
<http://www.loveboatcruise.com/>
"Ich weiß, daß das etwas von der ursprünglichen Veranstaltung mit viel Sonne abweicht" sagte er in der E-Mail "Captain Stubing würde sagen, es wäre immer gut, etwas neues auszuprobieren."
Die Reaktionen der Mac Mania Sprecher auf die Neuigkeit, eine Kreuzfahrt mit Hunderten von Love Boat Fans teilen zu sollen, war über alle positiv. Bob LeVitus, der von sich selbst in der dritten Person sprach, sagte "Ich denke, das ist absolut fabelhaft, wo sonst sollten Sie von Bob LeVitus ('Dr. Mac') etwas über Mac OS X erfahren und danach mit einem der besten Hollywood Schauspieler Bernie Kapell (den Love Boat 'Doc') ein Spielchen Quake 3 Arena spielen? Wo anders könnte eine luxuriöse Kreuzfahrt hinführen als in die unberührte Natur der See vor Alaska mit gallonenweise kostenlosem Schnaps?.
Dori Smith, Autor vieler Bücher über Java und JavaScript, schlug in die gleiche Kerbe "Seitdem Tom [Negrino] mir die allererste Fan Kreuzfahrt vor zwei Jahren vorschlug, dachte ich an die Fan Kreuzfahrten des Love Boat. Natürlich war ich damals als Lehrer sehr beschäftigt, so dass ich ärgerlich reagierte und dass er mich in Ruhe lassen solle. Er ließ aber auf der restlichen Kreuzfahrt immer wieder Bemerkungen fallen - ich schätze, das ist jetzt das Ergebnis seiner Gedanken. Da wir jetzt auf einer offiziellen Love Boat Kreuzfahrt dabei sind, wird unser Treffen zum reinen Seefahrtgenuß! (Nein, ich übertreibe nicht, am Ende des Artikels vom Wall Street Journal können Sie das auch lesen.)".
<http://interactive.wsj.com/public/current/articles/SB992549028358994888.htm>
Sal Sagholm, der AppleSkript Guru, hob auf die technischen Qualifikationen der Love Boat Fans ab. "Man weiß kaum, dass der häufige Gaststar des Love Boat, Florence Henderson, Bernie Kapell die Anfangsgründe von AppleSkript beigebracht hat", sagte er, "aber ich glaube nicht, sie wird es mir nicht übel nehmen, dies Fakt öffentlich zu machen. Ich hoffe, sie wird auf meiner Apple Session mitswingen und ein paar ihrer Skripte ihrer 'Brady Bunch'-Serie zum Besten geben - die sind zum Lachen".
Es mag noch viele Links auf die vielen Artikel zu den beiden Kreuzfahrveranstaltungen geben, da John de Lancie viele Verbindungen mit Darstellern der Love Boat Serien pflegt und auf der Liste der Mac Mania gab es immer wieder Gerüchte, was passieren würde, wenn es zu romantischen Komplikationen zwischen Titanium bewehrten Mac Fans und Love Boat Fans mit Sonys Vaio kommen würde, die beide nicht über das selbe Computer-Computer Funknetz kommunizieren können. Die folgende URL liefert weiteres.
<http://www.google.com/search?q=john%20de%20lancie%20love%20boat>
von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Walter Sonnenberg <dr.w.sonnenberg@t-online.de>]
Wir haben viele Artikel geschrieben zum Thema Copyright und der Förderung von Künstlern (aller Arten), nachdem in unserer Welt durch Digitalisierung so viele Vorkehrungen gegen Kopieren und allgemeine Benutzung gefallen sind. Da wir als Schriftsteller und Musiker (wenigstens Geoff ist einer) und durch Erklären komplexer Zusammenhänge unser Geld verdienen, sind unsere Gedanken dazu gegenläufig. Wir glauben, dass die Schöpfer des Inhalts auch finanziell von ihrer Arbeit profitieren sollen aber gleichermaßen auch einen Dienst für die Öffentlichkeit erbringen. Jede Lösung - auch nur teilweise - des Problems digitaler Kopien muß die Belange der Schöpfer und das Interesse der Öffentlichkeit gleichermaßen befriedigen.
Dazu muß jede Diskussion akzeptieren, dass der Geist der Technologie nachdem er einmal seine Flasche verlassen hat nie wieder in ihre Enge zurückkehren wird. Die Welt war nach Erfindung des Buchdrucks nicht mehr dieselbe, dasgleiche passierte mit den Kraftwerken, dem Automobil, der Atombombe und der Pille. Die Kombination digitaler Inhalte, schnellen Internetzugriffs und dem universellen Zugriff durch Peer-to-Peer-Netze wird wohl eine ähnliche Änderung bewirken, ob wir wollen oder nicht - die die sozialen, geschäftlichen und rechtliechen Infrastrukturen umfassen.
Einige der Änderungen mögen gut sein, andere weniger - wir setzen unsere Hoffnung auf ein neues Zahlungsmodell von Kagi. Anders als die größere Institution PayPal hat sich Kagi immer planvoll bewegt und ist klein geblieben, ist ein privates Unternehmen und immer noch profitabel, so dass die Firma durchaus Spielraum zu Experimenten besitzt. Und was ist dies für ein Experiment!
Direkte Förderung -- In der Musikwelt kommen die Spannungen daher, dass Fans immer ihre Lieblinge fördern wollen aber ihre Taschen nicht der Bearbeitungs- und Vertriebsindustrie öffnen wollen. Sie wissen insbesondere, dass die Künstler praktisch nie ihre beträchtlichen Investitionen ihrer Audio CDs einnehmen. Dabei ist das Problem kleiner Beiträge noch gar nicht berücksichtigt - sie können vielleicht gerne einen Dollar für einen Song zahlen, der ihnen gefällt, aber damit ist ihnen eine Zahlung von 15 USD für eine CD, auf der dieser enthalten ist, noch lange nicht recht. Leider gibt es keine Organisation, in der Künstler ihr Geld direkt bekommen uns schon lange keiner, auf dem die Bezahlung für einen Song nach Ihrer Wertschätzung bemessen wird und auch keiner, der den Wert der Sammel-CD bemißt. All das soll sich jetzt ändern.
Kagi hilft startet gerade ein Projekt "Tipping Worldwide Entertainment Artists via Kagi" (TWEAK) [Geld für internationale Schöpfer via Kagi], das genau diese Ziel verfolgt. Sie können Ihren Künstlern freiwillige Leistungen zukommen lassen, um ihre Arbeit zu würdigen. Die Zahlung ist absichtlich nicht mit Vorgängen wie dem Download der Musik oder einer Lizenz verknüpft, weil viele Künstler solche Rechte in ihren Plattenverträgen ausgeschlossen haben.
Künstler müssen nicht einmal vor ihren Zahlungen einen Vertrag mit Kagi schliessen. Ein Fan kann jederzeit an die Internetseite von TWEAK herangehen und praktisch jedem Künstler eine Schenkung zukommen lassen (auf der Seite können Sie Künstler aus einer Liste bereits angesprochener Künstler wählen aber auch jederzeit andere eingeben). Kagi wird für die Künstler sein Bestes geben und das Geld weitergeben. Kee Nethery, der Kagi gegründet hat und führt, sagte, dass er hoffe, dass ihre Internetseite zwischen Internetbenutzern und Künstlern vermitteln werde, die oft schwer erreicht werden können. Wenn ein Künstler verstorben ist, will Kagi das Geld an seine Erben weitergeben, wie es angemessen ist. Weil diese Zahlungen vollständig auf freiwilliger Basis erfolgen und nicht mit einem Copyright gekoppelt sind, können auch Künstler Geld erhalten, deren Copyright lange abgelaufen ist. Natürlich gibt es wohl auch Fälle, in denen Kagi keinen Empfänger für die Einzahlungen ermitteln kann. In Zukunft wird auf der Internetseite auch Rechenschaft gegeben, welche Künstler erreicht wurden und für die, die nicht gefunden wurden, dürfen die Spender gemeinnützige Organisationen bestimmen, denen ihre Spende zugewendet werden soll.
Es mag Ihnen fraglich sein, was Kagi an diesem Modell verdient, das ist sehr einfach. Man behält alle Gelder für vier Monate bevor sie den Empfängern ausgezahlt werden und verdient an den Zinsen der angesammelten Gelder (Künstler können, wie gewohnt, Fristen wählen, wie oft sie ihre Zahlungen bekommen sollen und Kagi verdient wieder an Zinsen). Natürlich ist für Kagi der Ertrag aus einzelnen Zahlungen recht klein; man hofft auf größere Umsatzsummen.
Bitte Weitersagen -- Augenscheinlich gründet sich das TWEAK-Projekt stark auf die Mund-zu-Mund Weitergabe der Informationen, Geldströme haben sich wirklich noch nicht entwickelt. Einige haben schon vorgeschlagen, die URL der TWEAK-Seite bei MP3-Songs mitzuliefern, entweder mit Dateinamen oder ID3-Tags, um es den begeisterten Zuhörern einfacher zu machen, ihre Wertschätzung von Songs aus dem Internet auch in Geld auzudrücken. Obwohl TWEAK zur Zeit noch keine eigenen URLs der Künstler berücksichtigt, sagte Kee, im Zuge der Vereinfachung des Kontakts zu den Künstlern könne dies vielleicht helfen.
Besser noch haben einige Entwickler häufig genutzter Peer-to-Peer Software wie Limewire, Kazaa, Morpheus und eDonkey2000 ihr Interesse an einer Unterstützung des TWEAK-Projektes bekundet. Anstelle Dateinamen oder ID3-tags durch integrierte URLs unhandlich zu machen könnten in den Songs die jeweiligen Komponisten und Mitwirkenden (die oft mit Dateinamen geliefert werden) vielleicht durch Kontextmenueinträge und direkte Links auf die TWEAK-URL gefördert werden. Zukünftige Programme können auch an passenden Punkten der Auswahldialoge im Prozeß bei der Suche oder beim Download eingebracht werden,
Wenn TWEAK Erfolg zeigt, kann ich mir vorstellen, dass Künstler ihre Produktionen nur noch über das Internet vertreiben und daran arbeiten, ihr Einkommen über das Internet zu sichern. Sicher liegt das Ziel darin, eine Situation zu schaffen, in der alle Künstler - Schriftsteller, Komponisten und Interpreten mit ihren öffentlich zugänglichen Produktionen ihr Geld verdienen.
Übersetzung: Gernot Hecht <gernot.hecht@wollemond.de>, Walter Sonnenberg <dr.w.sonnenberg@t-online.de>, Michael Prümm <pruemm@yahoo.com> und Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Koordination: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Copyright der deutschen Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
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