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TidBITS#626/15-Apr-02

TidBITS wird 12! Was haben wir nach einem Dutzend Jahren der Artikel zu Mac und Internet vor? Lesen Sie weiter bezüglich der Details dieser Geburtstagsausgabe. Adam teilt Neuigkeiten aus seinem neuesten Buch "iPhoto für Mac OS X: Visuelle Schnellstart Anleitung" und Details der besonderen Bedingungen um die Veröffentlichung mit. In den Schlagzeilen aktualisiert Dantz Retrospect 5.0, Now Up-to-Date & Contact 4.2 ermöglicht Mac OS X Palm Synchronisation und CE Software veröffentlicht QuicKeys X 1.5.

Inhalt

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MailBITS/15-Apr-02

[Übersetzung: Gernot Hecht [GH] <gernot@wollemond.de>]

Retrospect Update bearbeitet zwei Probleme -- Dantz Development hat Updater für Retrospect Express und Retrospect Desktop/Workgroup/Server herausgebracht, die zwei Probleme mit der Backupsoftware bearbeiten. Diese Software hatten wir in "Retrospect 5.0 ermöglicht Mac OS X Backups" in TidBITS-624_ getestet. Das erste, in allen Versionen von Retrospect gelöste Problem ist ein Speicherleck im RetroRun Werkzeug unter Mac OS X wenn ein LaunchCFMApp Prozess lief (LaunchCFMApp wird zum Öffnen von Carbon-Anwendungen verwendet). Ebenfalls gelöst ist in Retrospect Desktop/Workgroup/Server ein lästiger "assertion check error at elem.c-812"; diese Meldung konnte unter Mac OS 9 bei entweder persönlichem Filesharing oder AppleShare IP auftreten. Alle Retrospect Express 5.0 Anwender sollten ihre Kopien aktualisieren; die Updater sind kostenlos. Der Retrospect Express 5.0 Update umfasst 3,6 MB; der Retrospect Desktop/Workgroup/Server Update hat 4,1 MB. [ACE]

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=06775>

<http://www.dantz.com/index.php3?SCREEN=intro_mac_retrospect#update>

Now Up-to-Date & Contact 4.2 synchronisiert mit Palms -- Dicht hinter dem neuen Palm Desktop 4.0 (siehe "Palm Desktop 4.0 veröffentlicht" in TidBITS-622_) hat Power On Software Now Up-to-Date & Contact 4.2 für Mac OS X herausgebracht, der Synchronisation mit Palms in den populären Kalender- und Kontaktmanager zurückbringt. Neu ist auch ein Backup Werkzeug, welches Anwender Synchronisations-Sessions zurücknehmen lässt: das inzwischen kostenlose NowPak für iPod Modul, um Kontakte aus Now Contact in einen iPod zu laden, und eine neue Feiertagsdatei um viele Europäische Feiertage hinzuzufügen. Wenn Sie keinen Palm OS Handheld haben und die neue Feiertagsdatei nicht wollen, gibt es keinen Grund für einen Upgrade. Außerdem müssen nur Mac OS X Anwender über den Upgrade nachdenken — Now Up-to-Date & Contact 4.0.3 bleibt die aktuelle Version für Anwender von Mac OS 8.6 bis 9.2.2. Now Up-to-Date & Contact 4.2 ist ein kostenloser Upgrade für Besitzer der Version 4.0 oder neuer; Upgrades von älteren Versionen kosten $ 50 und neue Kopien kosten $ 120. Eine Testversion ist als 15,2 MB Download verfügbar. [ACE]

<http://www.palm.com/software/desktop/mac.html>

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=06760>

<http://www.poweronsoftware.com/products/nudc/>

<http://www.poweronsoftware.com/products/nudc/contact2ipd.asp>

QuicKey X 1.5 fügt Menüunterstützung hinzu -- CE Software hat QuicKeys X 1.5 veröffentlicht, eine neue Version seines Automatisierungswerkzeuges (siehe "QuicKeys X: Die Rückkehr eines Geistes" in TidBITS-602_). Sie können jetzt Menüpunkte über Name oder Position auswählen; die funktioniert aber nicht in jeder Anwendung (z.B. nicht in Eudora oder Classic-Anwendungen), aber eine andere Funktion, Menu Clicks, gleicht das fast vollständig aus. Menu Clicks ist eine spezielle Verwendung der neuen Multiple Clicks Abkürzung, eine Folge von Klicks, die Sie einfach und schnell definieren können und die QuicKeys X schnell ausführt. CE Software fügte einige Fensteraktionen hinzu wie Schließen, Verkleinern und Zoomen eines Fensters, aber andere grundlegende Fenstermanipulationen aus früheren Versionen, wie das Blättern zum nächsten Fenster, fehlen noch immer. Neu sind auch Abkürzungen zum Starten und Stoppen von Classic, die Schnittstelle zur Verbindung mit Netzwerkservern wurde verbessert und "Click Shortcuts" kann jetzt wieder relativ zum Bildschirm, zum Fenster oder zur Maus definiert werden. Auf der Negativseite verwenden Shortcuts zum Einfügen vom Text als Schriftart Helvetica 12 an Stelle der Schriftart- und Größenattribute am Einfügepunkt wie es beim Tippen der Fall wäre. CE löste dieses Problem innerhalb von Stunden, nachdem wir ihn berichtet hatten; erwarten Sie eine neue Version 1.5.1 in den nächsten Tagen. QuicKeys X 1.5 kostet $ 80; CE nimmt $ 16 für Upgrades von QuicKeys X 1.0. Upgrades von früheren, mit klassischem Mac OS kompatiblen Versionen von QuicKeys kosten $ 65. Eine 30-Tage Demo ist als 7,6 MB Download verfügbar. [MAN]

<http://www.quickeys.com/products/qkx.html>

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=06603>


Neue Buchdokumentation: Funktionen und Eigenarten von iPhoto

von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>

[Übersetzer Walter Sonnenberg - ws <dr.w.sonnenberg@t-online.de>]

Manchmal, wenn Sie es gerade am wenigsten erwarten, sehen Sie sich metaphorisch einem herannahenden Stier gegenüber, Hörner gesenkt und die Hufe auf den Steinen klappernd. Die meisten von uns, ich auch, begegnen dieser Situation, indem Sie vorsichtig beiseite treten und den Stier vorbeirauschen lassen. Auf der Macworld Expo im Januar nahm ich den Stier jedoch bei seinen Hörnern und ich habe ihn zwar nicht zu Grunde gezwungen, aber der Ritt hat mir gut getan.

Wie Sie wissen, stellte Steve Jobs in der Hauptrede auf der Macworld Expo iPhoto vor. Ich kam an dem Tag etwas später in San Francisco an und als ich mit Jeff Carlson im Starbucks saß, einigten wir uns, dass er die Hauptrede behandeln und ich iPhoto zum Thema nehmen solle, weil ich die Software an Ort und Stelle laden und testen konnte. Obwohl klar war, dass iPhoto einige raue Stellen aufweist, wurde doch schon klar, dass Apple da eine Gewinnersoftware auf den Markt gebracht hat. Am nächsten Tage, als die Show begann, machte ich einen Besuch am Stand von Peachpit und fragte Nancy Ruenzel, die Herausgeberin von Peachpit, ob Sie vielleicht einen Visual Quickstart Guide zu iPhoto von mir verlegen wolle. Sie reagierte unverbindlich, weil gleichzeitig verschiedene mögliche Autoren mit anderen Verlegern verhandelten. Am letzten Tag der Show bekam ich per E-Mail ihre Anfrage, ob ich das Buch schreiben wolle. Es fiel mir leicht, zuzustimmen; ich hatte zwar auch andere Buchentwürfe angedacht, aber das iPhoto-Thema stellte sich als idealer Titel heraus, weil die Arbeit abzusehen war (anders als die Internetdiskussionen zu Mac OS X) und den Erfolg garantierte.

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=06683>

Peachpit und ich stimmten darin überein, dass das Buch schnell erscheinen musste und ich begann mit den Schreibarbeiten bereits auf dem Heimweg von San Francisco. In den nächsten sechs Wochen polierte ich meine beschränkten Kenntnisse über QuarkXPress auf und machte mich selbst mit iPhoto vertraut, importierte viele digitale Photos und schrieb ein Buch mit 124 Seiten. In dieser Zeit stellte sich aber auch heraus, dass wir ein Problem hatten.

Details der Veröffentlichung -- Genauere Erklärungen des Problems sind nur vor dem Hintergrund der Arbeitsweise in der schreibenden Welt verständlich. Man braucht ungefähr sechs bis acht Wochen, bis der Autor den ersten Entwurf beim Verleger vorlegen und dieser Druck und Verteilung regeln kann, wenn Layout und Probelesen höheren Aufwand erfordern, eher noch länger. An diesem Buch, wie auch bei meinen Visual Quickstart Guides zu Eudora, arbeitete ich nach einem Paketpreis, das bedeutet, dass ich Layouts selber mache und professionelles Editieren und Indizieren selber organisiere. Wenn ich damit fertig bin, kann das Buch sofort gedruckt werden.

Trotzdem bedeutete der Zeitbedarf für Drucken und Verteilen, dass bei einem Fertigstellungstermin des Buchtextes Ende März, das Buch in Buchläden und im Internet nicht vor Mitte April zur Verfügung stünde. Normalerweise frustriert diese Zeitverzögerung nur wenig, aber ein Buch braucht ungefähr sechs Monate im Ladenregal, um seine Herstellungskosten einzuspielen, ohne dass man sich um Autorenhonorare und Verlegerarbeitsanteile kümmert. Es war aber schon damals beim Schreiben und Verfolgen der Onlinediskussionen klar, dass Apple eine neue Version von iPhoto schon bald herausbringen würde, wobei der Termin für die Freigabe durch den Julitermin der Macworld Expo in New York vorgegeben war. Damit waren nur wenige Monate für die Amortisation des Buches realisierbar. Apple gab keine Verlautbarungen und für Peachpit war das finanzielle Risiko zu hoch, das sich aus der Auflage von mehreren Tausend Exemplaren ergibt. Von meinem Standpunkt war die Gefahr hoch, obwohl das finanzielle Risiko ausschließlich bei Peachpit liegt, dass Tausende von Kopien wegen schlechter Zeitplanung ins Papierrecycling gehen. Ich hatte derweil bereits ein druckfertiges Buch und weil iPhoto in mehreren Millionen Exemplaren innerhalb von zwei Monaten durch den Download ging, fand ich, dass genügend Kundschaft vorhanden war, um das Buch sofort zu veröffentlichen.

Ich dachte schon darüber noch, das Buch im PDF-Format über das Internet zu verteilen, ohne seinen druckkommerziellen Erfolg zu gefährden. Mir kamen einige Ideen, aber Tonya hatte dann die zündende Ideenvariante. "was ist, wenn die Leute das Buch heute bestellen, einstweilen eine elektronische Fassung bekommen und die Papierversion erst gesandt bekommen, wenn die nächste Programmvariante schon auf dem Markt ist?" Das ergab eine perfekte Lösung. Die Leute mussten den Wert des Buches nicht aus der elektronischen Kopie ermessen, die Verkaufszahlen der nächsten Version wurden nicht schon vorher beschnitten und die Leser konnten vom Buch schon Monate vorher profitieren, bevor der Erscheinungstermin überhaupt bekannt war (und es immer noch nicht ist).

So haben wir es dann auch umgesetzt: obwohl die Erstellung der PDF-Version länger dauerte als wir kalkuliert hatten. Nur Amazon weist die notwendige Flexibilität auf, aber wir konnten das Buch auch durch andere Buchhändler verkaufen lassen, indem diese den Download ermöglichen und die gedruckte Ausgabe erst geliefert wird wenn verfügbar.

Der Verkaufspreis des Buches liegt bei 20 USD; Amazon bietet es sogar für nur 14 USD an und wenn Sie über die unten angegebene URL bestellen, gehen sogar 15% von jeder Kopie an TidBITS. Ich glaube, es wird folgendermaßen weitergehen: Amazon wird das Buch am 16.04.02 herausbringen und unter dem ersten Link wird es zu diesem Zeitpunkt die elektronische Ausgabe geben. Zum Zeitpunkt als dieser Artikel geschrieben wurde, war dies noch Zukunft, es war also unsicher, was passierte. Wenn die Seite einen Tag früher oder später vom Vorbestell- auf den Serienbestellmechanismus umgestellt wird, muss man halt ein wenig Geduld aufbringen. Die zweite URL erklärt, wie das Buch von Amazon geladen werden kann - die PDF-Version sollte dort verfügbar sein, wenn Sie Ihre Bestellung aufgegeben haben. Sie werden verstehen, dass ich keine genauere Beschreibung liefern kann, weil dies sich alles noch entwickelt. Wenn notwendig, werde ich einige Klarstellungen auf der TidBITS-Seite ins Internet stellen. Derweil gibt die Amazon-Seite noch die Auskunft, dass der Download für Leute, die schon bestellt haben - auch vom Ausland - noch nicht offen ist; ich arbeite mit Peachpit daran, diese Strategie noch etwas zu verbessern.

<http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/0321121651/ref=ase_tidbitselectro00A/>

<http://www.amazon.com/exec/obidos/tg/digital/octopus-rules/-/books/0321121651/>

PDF Funktionen und Vorteile -- Wenn man bedenkt, dass es eigentlich nie geplant war, dies Buch elektronisch zu verteilen, hat das Ergebnis im PDF-Format einige gute und auch schlechte Aspekte. Auf der Seite der schlechten Ergebnisse ist zu vermerken, dass es nicht für die Ausgabe an Bildschirmen ausgelegt wurde - die Visual Quickstart Guides nutzen bewusst einige Funktionen von QuarkXPress - damit war die Umstellung auf Bildschirmdarstellungen gar nicht möglich. Ärgerlich ist auch, dass Amazon die Verteilung nur unter der Bedingung übernahm, dass die Datei auf 10 MB reduziert wurde, dazu mussten die Bildschirmbilder reduziert werden. Machen Sie sich nicht die Mühe, diese mit der Zoomfunktion besser lesbar zu machen und hoffen Sie auch nicht, dass eine bessere Qualität durch Ausdrucke erhalten werden könne. Für Leute, die die Datei drucken wollen, gibt es eine Anforderungsadresse, über die Sie eine 25 MB Variante erhalten (Hier können Sie durch eine Skalierung auf 125% noch etwas gewinnen).

Die gute Seite ist die, dass man das Buch unter dem Acrobat Reader mit Suchfunktionen untersuchen kann, wodurch das manuell erstellte Stichwortverzeichnis ergänzt wird (Computer können Inhaltsverzeichnisse immer noch nicht automatisch erstellen - dazu braucht es immer noch erfahrene menschliche Bearbeiter). Der Index und das Inhaltsverzeichnis sind verzeigert und die hierarchisch aufgebauten Bookmarks auf der linken Seiten geben ständig die Übersicht über die ganze Datei und Sie können mit einem Mausklick beliebig umherspringen.

Obwohl Sie also den taktilen Kontakt zum Buchpapier verlieren, gewinnen Sie mit der engen Verzeigerung des PDF-Formats und der übersichtlichen Darstellung der Visual Quickstart Guides, die nur ein Thema pro Seite enthalten. Ich weiß nicht, wie sich diese Darstellungsart bei anderen Büchern macht, aber bei diesem hat mir die elektronische Form gefallen.

Was enthält das Buch -- Für jene, die andere Visual Quickstart Guides von Peachpit Press kennen, sei gesagt, dass dies Buch die Richtlinien streng befolgt. Jede Seite behandelt genau ein Thema von iPhoto und unterstützt das Verständnis mit Bildschirmfotos. Über das Buch verteilt, enthält es Hunderte von Tipps zu versteckten Funktionen, Probleme, die bei der Arbeit auftreten können, und zum effizienten Arbeiten. Im Folgenden finden Sie einige Tipps zur Importfunktion und der Organisation und Bearbeitung von Fotos - die anderen Kapitel behandeln das Erstellen von Büchern, die gemeinsame Benutzung von Fotos und die Fehlersuche.

Gedanken zum Kopieren -- Als Peachpit erstmals mit Amazon das Vorgehen mit Verkauf einer elektronischen Variante des Buches besprach, gaben die Leute von Amazon die Auskunft, dass man derzeit keine elektronischen verschlüsselten Versionen verkaufen wolle, ich reagiert mit der Frage "verschlüsselt?, ich will keine Verschlüsselung". Alle seufzten erleichtert, weil eine Verschlüsselung nur eine Erschwernis bedeutet.

Ich kann also meine Meinung zum kopieren dieses Buches angeben. Die einzigen, die es von Anfang wollten, haben dafür bezahlt und in meinem Vorwort bestärke ich die Leute, die elektronische Version genau so wie eine Druckversion weiterzugeben und die Ausleiher zu animieren, eine eigene Kopie zu erwerben, wenn Sie es intensiv benutzen. Ich bin sicher, dass nach kurzer Zeit Kopien in Umlauf sein werden, die aus verschiedenen Weitergabesituationen entstehen, aber haben Sie darüber irgendeine Form von Kontrolle? Das elektronische Buch wird schon nach wenigen Monaten nicht mehr aktuell sein und wird durch eine Papierversion ersetzt, die einfach kopiert werden kann. Trotzdem werden einige Leute eine Kopie bekommen, sie lesen und beurteilen, es wäre nicht wert, es zu kaufen. Das ficht mich nicht an - solche Leute hätten das Buch wohl eh nicht gekauft und richten so keinen Schaden an. Andere werden es kopieren, es brauchbar finden und eine Kopie erwerben, sodass Sie die gedruckte Version auch erhalten, andere wieder werden niemals dafür zahlen, was etwa so geschieht wie bei den Bibliothek genannten öffentlichen Institutionen. Frei heraus - ich kümmere mich darum nicht - ich werde damit glücklich sein, dass einige von meinen Bemühungen profitieren, ohne dass meine ohnehin zahlreiche E-Mail vermehrt wird.

Kurz, ich halte diesen Ansatz für zukunftssicher, weil die Leute nicht daran gehindert werden, ihre Kopie mit Bekannten gemeinsam zu nutzen, aber auf drei Methoden den Wunsch nach eigenen Exemplaren bestärkt:

Natürlich profitiere ich auch von der interessanten Arbeit, sehe, dass das Programm funktioniert und investiere meine Arbeit in Dinge, von denen ich überzeugt bin, indem ich zeige, dass es möglich ist, von ungeschützten digitalen Erzeugnissen zu leben. Wenn Sie also iPhoto benutzen und Dokumentation und Tipps zum Einsatz brauchen, sehen Sie sich mal die elektronische Version des iPhoto Visual Quickstart Guide für Mac OS X an.


TidBITS: Das volle Dutzend

von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>

[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]

Diese Ausgabe von TidBITS markiert den 12. Geburtstag unseres ersten Erscheinens über das Internet. An früheren Geburtstagen habe ich jeweils über die frühe Geschichte von TidBITS gesprochen, über Lektionen die wir im Laufe der Zeit gelernt hatten und wie sich die Dinge seither verändert haben. Diese Artikel bleiben weiterhin richtig und relevant, statt sie hier also noch einmal aufzuwärmen, möchte ich Sie bitten, sich die entsprechenden Artikel selber mal anzusehen, besonders wenn Sie damals noch kein Leser von TidBITS waren.

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbser=1166>

Für Artefakte aus unserer frühesten Geschichte sind wir Google zu großem Dank verpflichtet, das kürzlich 20 Jahre Usenet online verfügbar gemacht hat - eine Gesamtzahl von über 700 Millionen Meldungen. Mein Gedächtnis ist sicherlich nicht gut genug, um beurteilen zu können, wie vollständig dieses Archiv wirklich ist, aber ich fand darin zwei wichtige Meilensteine: die erste Ankündigung von TidBITS in der Gruppe comp.sys.mac und die erste Ausgabe von TidBITS, die noch als HyperCard-Stapel im Binhex-Format an die Gruppe comp.sys.mac.digest geschickt wurde (Bonuspunkte für jeden, der es fertig bringt, diesen HyperCard-Stapel unter Mac OS X zu öffnen).

<http://groups.google.com/groups?selm=3938.2632f1c2%40vax5.cit.cornell.edu>

<http://groups.google.com/groups?selm=CMM.0.88.641582494.werner%40rascal.ics.utexas.edu>

Dieses Jahr will ich aber nicht zurückblicken oder vergangene Erfolge kommentieren. Stattdessen werde ich kurzzeitig behaupten, dass es sich bei TidBITS um eine börsennotierte Firma handelt, die offen legen muss, welche Herausforderungen ihr noch bevorstehen. Einige davon, etwa die Möglichkeit eines Bankrotts von Apple, sind derart schwer wiegend (und unwahrscheinlich), dass es keinen Sinn macht, dagegen Maßnahmen ergreifen zu wollen. Ich werde mich deshalb auf zwei sehr reale Dinge konzentrieren, die mich nachts wach halten würden, wäre da nicht unser Kind, das diese Aufgabe bereits vollumfänglich übernommen hat. Ich denke dass sich andere kleine Organisationen ähnlichen Herausforderung gegenüberstehen und vielleicht können meine Gedankenspiele oder die Diskussion auf TidBITS-Talk auch anderen Personen weiterhelfen.

Personal -- Wenn wir darüber reden, wer für ein neues Projekt bei TidBITS die Verantwortung übernehmen soll, kommt immer das "Vom-Bus-Überfahren"-Argument ins Spiel. In jeder kleinen Organisation ist der Einzelne sehr wichtig und es müssen deshalb Maßnahmen für den Fall geplant werden, wenn diese Person plötzlich nicht mehr da sein sollte. Es ist immer unser Ziel gewesen, die Dinge so zu organisieren, dass jeder unserer Mitarbeiter in der Lage sein muss, bewaffnet mit Passwörtern und internen Informationen, eine vollständige Ausgabe von TidBITS zu schreiben und zu verteilen. Tatsächlich habe ich während vielen Jahren TidBITS fast gänzlich allein gemacht, aber mit der ständigen Zunahme von Dienstleistungen und Personen ist die Möglichkeit, dass jemand das alles ganz allein machen könnte immer unwahrscheinlicher geworden.

Nichtsdestotrotz glaube ich immer noch daran, dass die kurzfristige Möglichkeit eines solchen Ein-Personen-Einsatzes immer noch ein gültiges Ziel für TidBITS sein soll. Wir kommen mit dem Schreiben und Bearbeiten von TidBITS ganz gut zurecht und wenn möglich greifen wir auch auf externe Autoren zurück um neues Wissen und andere Erfahrungen einzubringen. So machen es sicher auch viele andere Herausgeber. Ich führe in Gedanken ein Liste von Leuten, die ich gerne bei TidBITS engagieren möchte, wenn Geld keine Rolle spielen würde.

Etwas mehr Sorgen macht mir die Art und Weise, wie unsere Mitarbeiter mit unseren technischen Lösungen verbandelt sind. Wenn es für ein Problem kein Produkt von der Stange gab, haben wir häufig etwas Handgestricktes selbst auf die Beine gestellt. So beispielweise bei unserer Artikel-Datenbank und dem Archiv von TidBITS-Talk, wo wir (und mit "wir" meine ich hauptsächlich "Geoff") die nötigen Programme selbst geschrieben und die Datenbank selbst entworfen haben. Wir sind mit unseren Resultaten recht zufrieden, aber es ist natürlich keine Frage, dass solche selbst gebastelten Lösungen mehr Zeit und Unterhalt benötigen als eigentlich ideal wäre. Das bedeutet, dass der "Vom-Bus-Überfahren"-Quotient für Geoff kurzfristig recht hoch liegt. Im Vergleich dazu ist mein Quotient auf kurze Zeiträume gesehen recht tief, aber offenbar sehr hoch wenn man TidBITS über eine längere Zeitperiode betrachtet.

Technik -- Die Verkleinerung unseres gemeinsamen "Vom-Bus-Überfahren"-Quotienten führt uns direkt zu der zweiten großen Herausforderung, der ständig nötigen Aktualisierung unserer Internet-Server. Zurzeit sind es folgende Computer, die hauptsächlich als E-Mail-, Web-, Datenbank, Such- und Mailing-List-Server eingesetzt werden: zwei Power Mac 7600, ein Power Mac 7100, ein Performa 6400 und ein Power Mac 8500. Zusätzlich hinken wir meistens mehrere Versionen hinter den aktuellsten Ausgaben von WebSTAR, EIMS, FileMaker, Lasso und ListSTAR hinterher. Das schiere Alter dieser Macintosh-Computer und der Software stört mich nicht groß - es ist nichts Falsches daran, ältere Systeme und Programme einzusetzen solange sie die eigenen Bedürfnisse abdecken. Aus verschiedenen Gründen habe ich aber damit begonnen, über den Ersatz unserer alten Systemen nachzudenken.

Ihre Meinung zählt -- Der offensichtliche Grund für all diese Aktivitäten ist es, unsere Leser besser zu bedienen und deshalb hoffe ich darauf, dass diejenigen Leser, die sich für unsere technischen Herausforderungen und Lösungen interessieren, ihre Gedanken auch in TidBITS-Talk kundtun. Was machen wir gut, was könnten wir besser machen, welche Ideen sollten wir beim Planen eines neuen Systems aufgreifen und so weiter. Vor langer Zeit haben wir unsere Leser schon einmal gebeten, eine Suchmaschine für unseren Suchmaschinen-Wettkampf einzureichen, worauf wir zwischen mehreren sehr guten Lösungen auswählen konnten. Unser massiver Datenzuwachs könnte auch diesmal wieder zu einem solchen Vorgehen führen. Ihre Meinung ist sehr wichtig für uns, denn schließlich werden Sie zu denen gehören, die diese Systeme in Zukunft auch benutzen werden.

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbser=1045>

Es ist keine Frage, dass der Entwicklungsaufwand sehr groß sein wird, aber ich hoffe, dass wir beim Aufbau auch sehr viel Spaß haben werden. Glücklicherweise haben wir keinen strikten Zeitplan und falls nötig sind wir auch bereit, den Sprung einiger lieb gewordener Server-Programme auf Mac OS X abzuwarten.


Übersetzer dieser Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>, Walter Sonnenberg [WS] <dr.w.sonnenberg@t-online.de> und Gernot Hecht [GH] <gernot@wollemond.de>.

Koordination: Gernot Hecht [GH] <gernot@wollemond.de>.

Copyright der deutschen Ausgabe: Gernot Hecht [GH] <gernot@wollemond.de>.

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