
Haben Sie einen weiten Weg ins Büro? Kirk McElhearn stellt Ihnen Hörbücher von Audible.com vor, die auf einem Mac oder einem iPod abgespielt werden können, ohne dass Sie Ihre Haltung ändern müssen. Keith Cooper nennt Ihnen Gründe, die für ein Farbmanagement Ihrer digitalen Photos sprechen. Weitere Themen dieser Ausgabe sind PC-Karten nach dem Standard 802.11g im Airport 3.1-Einsatz, die Abkündigung von Adobe Premiere für Mac und die zu erwartenden Veranstaltungen auf der Macworld Expo.
Themen:
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[Übersetzung: Walter Sonnenberg <dr.w.sonnenberg@t-online.de>]
Airport 3.1 unterstützt PC-Karten nach 802.11g von Fremdherstellern. -- Powerbooks aus Zeiten vor Airport Extreme können über ihre PC-Karte-Anschlüsse mittels PC-Karten von Fremdherstellern in Airport Extreme Netzwerke eingebunden werden, wenn sie mit dem Chipsatz von Broadcom realisiert sind, den auch Apple in die internen Airport Extreme Karten eingebaut hat. Wenn Sie also etwa über die geringe Signalstärke beim Titanium Powerbook G4 klagen mussten, können Sie nun eine bessere Feldstärkeausbeute und schnellere Übertragungsraten nach Standard 802.11g mit Hilfe von Fremdherstellerkarten erreichen. Asante und Buffalo Technologies sagen, dass ihre Karten nach 802.11g zu Mac OS X und Airport 3.1 kompatibel sind; andere Hersteller, die die gleichen Chips von Broadcom einsetzen, sind wohl gleichfalls kompatibel. Die Karte von Buffalo Technology kostet etwa 60 USD und ist sofort lieferbar; die Karte von Asante soll etwa 100 USD kosten und am Monatsende am Markt sein. [ACE]
<http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=120224>
<http://www.asante.com/products/adapters/AL5402-XG/>
<http://www.buffalotech.com/wireless/products/airstation/wlicbg54a.php>
Adobe Premiere blendet sich aus der Mac-Entwicklung aus -- Adobe Systems hat angekündigt, dass Adobe Premiere Pro, die neueste Version des 12 Jahre alten Dauerbrenners sowohl als Standalone-Anwendung als auch als Komponente der Standard und der neu angekündigten Professional Anwendungspakete von Adobe herauskommen, jedoch nicht für den Macintosh sondern für Windows XP. Adobe hat wohl eingeschätzt, dass die Macintosh-Plattform gegenüber den Konkurrenzprodukten aus dem Hause Apple nicht mehr lohnt (so etwa gegenüber dem überarbeiteten Final Cut Pro, aber auch Final Cut Express, iMovie, iDVD und iDVD Studio Pro)., nachdem Apple diese Plattform voll kontrolliert. Benutzer der aktuellen Premiere Versionen wollen möglicherweise auch auf die Windows Plattform migrieren, aber es würde kaum überraschen, wenn Apple diesen Benutzern ein günstiges Angebot zum Wechsel auf Final Cut Pro unterbreitet. [GD]
<http://www.adobe.com/aboutadobe/pressroom/pressreleases/200307/070703PREMIEREPRO.html>
<http://www.apple.com/finalcutpro/>
von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Klaus Werner Wirtz <kww@q-dsl.de>]
Der offizielle Name scheint "Macworld CreativePro Conference and Expo" zu sein, deshalb werden wir die kommende Ausstellung weiterhin "Macworld Expo" nennen - trotz des Hin und Her, das aus den heftigen Verhandlungen zwischen Apple und IDG World Expo resultierte (aber wenn uns der Hafer sticht, werden wir zu der Bezeichnung "the Conference Formerly Known as Macworld Expo" übergehen). Wie immer auch der Name oder der zukünftige Ort der Konferenz sein werden, in diesem Jahr hebt sich der Vorhang in New York City in weniger als zwei Wochen, vom 16. bis 18. Juli 2003.
<http://www.macworldexpo.com/macworld2003/>
Veranstaltungen mit Bezug zu TidBITS -- Ich werde an der Show teilnehmen und meine üblichen Vorträge und sonstigen Veranstaltungen halten. Kommen Sie bitte bei mir vorbei; Leute zu treffen ist mit das Beste an solchen Messen.
* Wenn Sie am Vortag in der Stadt sind, finden Sie mich im Apple Store Soho in Manhattan am Dienstag, 15. Juli, um 18:30 Uhr. Ich werde Tipps zu iPhoto 2 geben und mein neuestes Buch "iPhoto 2 for Mac OS X: Visual QuickStart Guide" signieren. Wenn Sie teilnehmen wollen und hinterher noch etwas Zeit haben, schauen Sie bitte in den TidBITS Talk; da finden Sie noch eine spezielle Veranstaltung.
<http://www.apple.com/retail/soho/>
<http://www.macworldexpo.com/macworld2003/V40/conference/session.cvn?eID=138>
Netter's Dinner -- Obwohl sich die Messe neuerdings auf den kreativen Profi konzentriert, bereitet Al Tucker das sechste Annual East Coast Macworld Netter's Dinner vor, das am Mittwoch, 16. Juli, stattfindet. Wir treffen uns ab 18:00 Uhr bei der Statue in der Halle und gehen um 18:30 Uhr zum Restaurant. Anmeldung über Kagi ist erforderlich, also folgen Sie dem unten stehenden Link. Bis dann!
<http://avalon.rockefeller.edu/nettersdinner/>
von Keith Cooper
[Übersetzung: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>]
Haben Sie je ein Farbbild gedruckt und sich gewundert warum es nicht genau richtig aussah? Der tiefblaue Himmel mit den entfernten Bergen und den Wäldern sah so gut aus auf dem Monitor... Ist das, was Sie sehen niemals das, was Sie bekommen?
Sie sind gerade auf eines der Probleme des Farbmanagements am Mac gestoßen. Ohne Farbmanagement kann die Reproduktion eines Bildes mit einer Digitalkamera oder einem Tintenstrahldrucker eine Menge Versuch und Irrtum benötigen und eine ziemliche Menge verschwendeter Tinte und Papier.
Die grundsätzliche Schwierigkeit ist, dass Farben auf dem Monitor durch die Zusammensetzung von rotem, grünem und blauem Licht entstehen, während der Drucker Farbtinten mischt (typischerweise Zyan, Magenta, gelb und schwarz). Wenn alle Farben auf jedem Monitor gleich wären und alle Drucker die gleiche Tinte und das gleiche Papier verwenden würden, wäre es einfacher, dass alles zusammenpasst. Unglücklicherweise sind selbst identische Drucker leicht unterschiedlich und Monitore ändern ihre Charakteristik während Sie altern.
Unerwartete Farbveränderungen können zu kostspieligen Irrtümern und Verspätungen bei Projekten führen. Beim kommerziellen Druck wird eine Menge Mühe auf das Farbmanagement verwendet - eine ganze Industrie widmet sich der Farbkorrektur. Obwohl das gut für das Geschäft ist; was ist mit dem gelegentlichen User oder Fotograf, die nur ihre Fotos verbessern wollen?
Der Mac macht's wieder einmal -- Die gute Nachricht für den Besitzer eines Mac ist, dass er ein System hat, welches die allerbeste Farbmanagementtechnologie gleich in das Betriebssystem integriert hat. Als einer der Gründer des International Color Consortiums (ICC) im Jahr 1993 half Apple offene Standards und neutrale Datenformate zu schaffen, die in ColorSync mündeten. Und in MacOS X gibt es einige leistungsfähige neue Dienstprogramme, um mit Farben umzugehen (ältere Macsysteme haben ColorSync, aber nicht die Auswahl an Dienstprogrammen).
<http://www.apple.com/colorsync/>
Das Wesentliche des Farbmanagements hängt von Profilen für jedes Gerät ab. Ein Profil enthält eine Fülle von Daten, die die Charakteristik eines Hardware-Geräts beschreiben, sei es eine Kamera, ein Scanner, Monitor oder Drucker. Beispielsweise enthält ein Profil die Farbauswahl, die ein Gerät wiedergeben kann (bekannt als die Farbskala). ColorSync übersetzt durch Nutzung der Profile Daten zwischen den Fähigkeiten verschiedener Geräte zur Sicherstellung einer konsistenten Handhabung der Farbinformationen.
Das Beste ist, dass für die meisten Anwender das eingebaute Farbmanagement unsichtbar ist. Wenn Sie ihre Digitalkamera anschließen und Bilder an iPhoto übertragen, werden alle nötigen Umwandlungen für Sie durchgeführt. Die geeignete Farbinformation wird dem Bild während des Imports zugeteilt. Dann, während Sie das Bild anschauen passt ColorSync das Bild an ihren Monitor zur Darstellung und ihren Drucker wenn Sie es drucken an. Und wieder sorgt ColorSync hinter den Kulissen ohne irgendeinen Input von Ihnen dafür. Aber das soll nicht bedeuten, dass Sie nicht einige Kontrolle hätten.
Das ColorSync Dienstprogramm (es befindet sich im Ordner Dienstprogramme innerhalb des Mac OS X-Programmordners) ermöglicht ihnen zu sehen, welche Profile das System Geräten zugewiesen hat und hilft ihnen, defekte Profile zu reparieren. Damit können Sie den Inhalt eines Profils untersuchen und sogar die Farbskala des Profils ansehen (dargestellt als massives 3D-Volumen, das Sie drehen können). Die Volumendarstellung stellt die Anzahl Farben dar, die ein Gerät darstellen kann. Schauen Sie sich einmal einige der Standardprofile auf ihrem System an und Sie können schnell die Unterschiede zwischen Geräten sehen.
Jedes ihrer Geräte hat ein registriertes Profil für ColorSync. Einige mögen mehrere Profile verfügbar haben und ihnen die Wahl neuer Profile erlauben. Die ColorSync PreferencePane in den Systemeinstellungen ermöglicht Standardprofile für Dateien, die keine Farbinformationen mitliefern.
Wenn also alles für Sie getan wurde, warum sind die Ergebnisse manchmal nicht so beeindruckend? Es liegt alles an der Genauigkeit der Profile. Die meisten Geräte werden mit generischen Profilen geliefert, die nur durchschnittlich passen.
Beginnen Sie mit dem Monitor -- Wenn ihr Monitor nicht die richtigen Farben darstellt wird jeder Versuch, die Ausdrucke richtig zu bekommen, sehr viel schwieriger. Die Monitor PreferencePane in den Systemeinstellungen enthält die üblichen Einstellungen für die Bildschirmauflösung, aber es enthält ebenfalls einen Reiter "Farbe" zur Auswahl von ColorSync-Profilen. Wenn es ihre Hardware unterstützt kann das Kontrollfeld direkt auf die Information vom Monitor zugreifen.
[Übersetzung: Jochen Wolters <jochen@polytropia.com>]
Sie können aus einer Reihe von Monitor-Profilen für Ihren Bildschirm auswählen. Am besten entscheiden Sie sich für ein Profil, das zu Ihrem Monitor gehört, z.B. "Apple Studio Display". Sie können zudem die Genauigkeit des Profils anpassen und verbessern, indem Sie auf Kalibrieren klicken. Dadurch wird das Programm Kalibrierungs-Assistent gestartet, das mit Ihrer Hilfe in mehreren Schritten ermittelt, wie Farbe dargestellt werden soll. Beachten Sie jedoch bitte, dass eine Kalibrierung mit dieser Methode auch ein wenig von dem jeweiligen Zustand Ihrer Augen beeinflusst wird. Es gibt weitere Dienstprogramme, die eine ähnliche Funktion anbieten, wie z. B. Adobe Gamma, welches mit Photoshop ausgeliefert wurde. SuperCal (für Mac OS 9 und Mac OS X) macht das Gleiche mit etwas höherer Detail-Genauigkeit. Diese Ansätze sind sicherlich besser als gar keine Kalibrierung, und ich empfehle Ihnen, dass Sie den Kalibrierungs-Assistenten benutzen, wenn Sie auf Ihrem Mac mit irgendeiner Art von Bildern arbeiten wollen.
<http://www.bergdesign.com/supercal/>
Optimale Farb-Genauigkeit ist nur mit Hardware-Unterstützung zu erreichen. Sie können hierzu ein sogenanntes Colorimeter kaufen, das genaue Farb-Profile erstellt, indem es die Farbausgabe Ihres Monitors exakt misst. Beispiele für solche Colorimeter sind das Eye-One Display von Gretag Macbeth ($250), der Spyder von ColorVision ($230), sowie das MonacoOptix von Monaco Systems ($300).
<http://www.i1color.com/products/i1_display.asp>
<http://www.colorvision.com/store/monitor_geu102.shtml>
<http://www.monacosys.com/products/monacooptix/monacooptix.html>
Warum Ihre Farb-Ausdrucke falsch aussehen können -- Die Justierung Ihres Monitors für die akkurate Farbdarstellung ist nur die halbe Miete, wenn es um bessere Foto-Ausdrucke geht. Auch Ihr Drucker muss die Farben richtig ausgeben, was das Ganze noch komplexer macht. Druckertreiber haben ihre eigenen internen Farb-Profile. Zusammen mit den Papier-Einstellungen und weiteren Fein-Einstellungen des Treibers führen diese zu einem "Best Guess", wie das Bild gedruckt werden soll. Die Druckerhersteller machen dem Benutzer alle möglichen Einstellungen zugänglich, sodass die Treiber auch nicht für irgendein bestimmtes Setup wirklich optimiert sind.
Einige Druckertreiber installieren zusätzliche Profile für bestimmte Druckerpapiere, die sie im ColorSync Dienstprogramm auswählen können. Wenn Sie Tinte oder Papier verwenden, die direkt vom Druckerhersteller stammen, empfiehlt es sich, mit dessen ColorSync-Profilen zu experimentieren. Tinte und Papier anderer Hersteller verhält sich jedoch immer etwas anders. Es gibt ausgezeichnete Tinten und Papier von Drittherstellern, die - obwohl einige Druckerhersteller Sie etwas Anderes glauben machen wollen - Ihren Drucker nicht ruinieren werden. Beispielsweise benutze ich für das Drucken von Schhwarz-Weiß-Photos ein spezielles "Small Gamut" Farb-Set von Lyson.
<http://www.lyson.com/>
<http://www.inksupply.com/>
Wenn Sie aus einer Anwendung wie Photoshop Elements heraus drucken, haben Sie auch die Möglichkeit, die zusätzlichen Profile zu verwenden, die mit einigen Druckern mitgeliefert werden. Das ist natürlich nicht nötig - Sie können auch einfach die Voreinstellungen akzeptieren -, aber wenn Sie sich entscheiden, das Farb-Management für ein bestimmtes Bild anzupassen, müssen Sie festlegen, an welcher Stelle im Druckprozess das Farb-Management ansetzen soll. Hierzu gibt es drei Möglichkeiten. Erstens: wenn die von Ihnen benutzte Software ein eigenes Farb-Management mitbringt, können Sie dieses benutzen, aber Sie müssen dann sicherstellen, dass das Farb-Management im Drucker-Treiber ausgeschaltet ist. Zweitens: Sie können Ihr Farb-Management von ColorSync erledigen lassen. Drittens und letztens: Sie überlassen das Farb-Management dem Drucker-Treiber, der die jeweiligen vom Drucker-Hersteller eingebauten Voreinstellungen benutzt. Wenn Sie sich für die erste Möglichkeit entscheiden, ist es wichtig, dass Sie nur ein einziges Profil verwenden, oder Sie müssen mit scheußlichen Resultaten rechnen. Stellen Sie sich als Analogon vor, einen Text direkt vom Englischen ins Spanische zu übersetzen, und vergleichen Sie dies mit einer Übersetzung, die den Umweg über das Japanische hinter sich hat. Je weniger Zwischenschritte, desto besser.
<http://www.adobe.com/products/photoshopel/main.html>
Wie Sie sehen, haben wir uns schon ein gutes Stück vom schlichten Auswählen des "Drucken"-Befehls in Ihrer Anwendung entfernt, und die Notwendigkeit zu entscheiden, wo genau das Farb-Management stattfindet, macht es zusätzlich kompliziert. Warum belassen wir es nicht einfach bei ColorSync und den Treiber-eigenen Profilen angesichts dessen, was diese bereits für Sie leisten können?
Die Vorteile werden in dem Moment sichtbar, in dem Sie ein Profil verwenden, das auf eine ganz bestimmte Farb/Papier/Drucker-Kombination angepasst ist. Einige Drittanbieter von Tinte und Papier (wie z.B. Lyson) bieten Profile für einige ihrer Produkte an - aber viele tun dies nicht. Für die beste Druckqualität brauchen Sie daher Profile nach Maß. In der nächsten Folge dieser Artikelreihe werde ich Ihnen zeigen, wie ich mit Hilfe von ColorVision PrinfFIX - einem Bundle aus Hard- und Software zum Anpassen von Profilen - ein genaueres Druckprofil meines Tintenstrahl-Druckers erstellen konnte.
[Keith Cooper ist Fotograf und langjähriger Macintosh-Berater. Zudem bietet er Unterricht in Fotografie und digitaler Bildverarbeitung für Erwachsene an. Weitere Informationen zu den Themen Fotografie und Macintosh gibt es auf seiner Website.]
<http://www.northlight-images.co.uk/links.html>
Kirk McElhearn <kirk@mcelhearn.com>
[Übersetzung: Walter Sonnenberg
dr.w.sonnenberg@t-online.de]
Ich mag ja zur letzten Generation gehören, für die das Radio nicht nur Musik, Nachrichten und Sportreportagen geliefert hat, sondern auch ein sprachbetontes Unterhaltungsmedium war. Da ich 1959 geboren bin, bin ich mit dem Fernsehen aufgewachsen und viele meiner Kindheitserinnerungen haben mit der Mattscheibe zu tun. Aber ich habe in meiner Jugend auch viel Radio gehört und habe erfahren, dass das gesprochene Wort eine bestimmende, sogar faszinierende Wirkung haben kann.
In meiner frühen Teenagerzeit habe ich oft andächtig dem großen Geschichtenerzähler Jean Shepherd zugehört, wenn er Geschichten über seine Jugendzeit in Indiana zum Besten gab. Ich erinnere mich an Sendungen auf WOR in New York, die um 22:15 begannen und erinnere mich auch an andere Geschichten mit Lieduntermalung, später haben mich Arbeiten von Garrison Keillor begeistert, dessen hintergründige Geschichten über Kleinstadtcharakteren literarische Kreationen über seine Sendung "Prairie Home Companion" im Radio zum Leben erweckt wurden.
<http://www.shep-archives.com/>
<http://phc.mpr.org/>
Ich bin zudem ein eifriger Leser von Science-Fiction und von Sachliteratur, ich lese immer mehrere Bücher pro Woche. Ich bin glücklich, dass ich genügend schnell lesen kann, um meine verschiedenen Interessen zu befriedigen. Aber trotz meiner Neigung zum gesprochenen Wort, habe ich mir nie Hörbücher oder Tonbänder zu Gemüte geführt. Auch wenn es Hörspiele gibt, die ausschließlich für das Medium Radio geschrieben oder adaptiert wurden, enthalten Hörbücher doch einfach nur vorgelesene Literatur. Sie fordern mich nicht so sehr wie Hörspiele oder traditionelle Bücher, sind aber doch anders. Trotzdem habe ich immer wieder von Leuten gehört, die auf ihrer täglichen Fahrt im Nahverkehr Hörbücher anhören und andere fanden dies eine effiziente Art, die tägliche Fahrtzeit zu nutzen (und dabei wach zu bleiben) auch für langwierige Autofahrten.
Als Apple nun iTunes um die Funktion erweiterte, Hörbücher von Audible.com abzuhören, fand ich es interessant, auszuloten, wie Hörbücher in mein Leben passen. Ich besaß also eine benutzerfreundliche Technik, gesprochene Texte zu konsumieren in einem Programm, das ich oft benutze. (Audible.com kann man nur mit iTunes 3 oder neuer unter Mac OS X nutzen).
<http://www.apple.com/itunes/audiobooks.html>
Hört dies -- Audible.com ist einfach ein Onlineunternehmen, von dem man Hörbücher und andere Tonwerke herunterladen kann, etwa Hörspiele, Magazine und Zeitschriften und es arbeitet wie andere Internetfirmen. Sie durchsuchen mit Ihrem Browser die Seiten ihres Kataloges, sammeln Waren in Ihrem Warenkorb und zahlen mittels Kreditkarte. Nach dem Kauf stellt Audible.com Ihre Erwerbungen in eine Bibliothek, die alle Ihre Einkäufe aufnimmt. Sie können Ihre Hörbücher sofort herunterladen. Dazu können Sie verschiedene Datenformate wählen, Sie können aber auch das Herunterladen von Teilen oder der ganzen Bibliothek aufschieben, bis Sie einen Internetanschluss mit ausreichender Bandbreite nutzen können. Anders als Apples iTunes-Store können Sie bei Audible.com jederzeit zu einem früheren Bearbeitungspunkt zurücksetzen und ihre eingekauften Stücke wieder herunterladen, wenn Sie sie einmal verlieren oder versehentlich löschen sollten.
Nach meiner Anmeldung kaufte ich mir zuerst eine Kopie des neuesten Romans von John Grisham "The King of Torts", der knapp 12 Stunden lang ist. Die Datei des Hörbuchs wird in zwei Teile geteilt und ich konnte zwischen den Dateigrössen 22 MBytes, 42 MBytes oder 84 MBytes wählen. Diese Formate unterscheiden sich durch verschiedene Kompressionsgrade. Audible.com unterhält Hilfeseiten, die deren Unterschiede erklären und vergleicht die Qualität mit Mittelwellen, Kurzwellenradio und MP3. Da ich eine Breitband-DSL-Verbindung nutze, wählte ich die geringste Kompression, Modembenutzer werden wohl eher die kleinste Abtastrate wählen, ansonsten bräuchte man zum Herunterladen mehrere Stunden. Obwohl der Ton nicht so reich ausgelegt ist, hat man es ja nur mit Sprachaufnahmen zu tun, so dass selbst die Qualität wie auf Mittelwelle für viele Hörer akzeptabel ist. Aber es gibt auch ältere Bücher, deren Aufzeichnungsqualität so schlecht ist, dass sie nicht besser klingen als eine Telefonübertragung.
Nach dem Herunterladen Ihrer Dateien, brauchen Sie diese nur per Doppelklick aufrufen, iTunes öffnet sich und importiert die Daten in die Musikbibliothek. Beim ersten Aufruf öffnet sich eine Dialogbox, in der Sie bitte Benutzernamen und Passwort Ihres Audible.com-Kontos eingeben. iTunes geht dann ins Internet zu Audible.com (dieser Abfragemechanismus verhindert den Zugriff durch Fremde). Dann können Sie sich auf Ihre heruntergeladenen Dateien konzentrieren, sie auf Ihren iPod übertragen, oder auf eine CD brennen (allerdings nur im Standard-Audioformat; MP3-Versionen davon sind nicht verfügbar, Sie können aber durch Musikkonvertierung davon MP3-Kopien erzeugen, wie von jeder Kopie aus dem Musikladen).
Das Abhören ist einfach und iTunes ist ein gutes Werkzeug zum Abspielen. Wenn Sie das Abhören eines Hörbuches unterbrechen oder iTunes verlassen, wird der letzte Bearbeitungsstand gespeichert, so dass Sie sich die Datei nicht noch einmal durchsehen müssen, um weitermachen zu können. Aber es gibt keine weiteren Möglichkeiten, im Hörtext Marken zu setzen, etwa am Beginn bestimmter Kapitel. Augenscheinlich tragen auch Bücher von Audible.com keine Markierungen, die von iTunes oder iPod verstanden werden. Das mag bei Romanen kein Problem darstellen, aber bei Science-Fiction-Texten möchte man oft Kapitel überspringen. Mich ärgerte auch das Fehlen von Inhaltsverzeichnissen jeglicher Art, Ich hätte gern eine Übersicht über Kapitelüberschriften oder Längenangaben zu den Kapiteln. Jedes Mal, wenn ich ein neues Kapitel begann, habe ich mich immer gefragt, wie lange ich dafür wohl brauchen würde. Mit dem Roman von Grisham ist das unnötig, weil die Kapitel alle recht kurz sind (15-20 Minuten), bei anderen Büchern wäre es aber nützlich dies zu wissen, um abzuschätzen, ob die verfügbare Zeit noch fürs Kapitel reicht.
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]
Wer nicht gerade an seinem Apple-Computer sitzt und Hörbücher von Audible.com hören möchte (etwa im Auto, in der U-Bahn oder auf Flügen) kann sich für eine ganze Reihe von MP3-Spielern entscheiden, die mit dem Dateiformat von Audible.com kompatibel sind, das eine Art Kopierschutzsperre ähnlich wie beim iTunes-Musikladen verwendet. Die meisten Macintosh-Benutzer werden sich natürlich einen iPod zulegen und die Software des iPod ist auch in der Lage, sich die Position innerhalb des Buches zu merken. Ironischerweise ist ausgerechnet die älteste Technik für Hörbücher - ganz gewöhnliche Musikkassetten - auch am besten, wenn es darum geht, sich die Position zu merken und das nächste Mal genau dort anzufangen, wo man aufgehört hat. Es gab Berichte, wonach der iPod dazu manchmal nicht in der Lage war, aber Apple behauptet, dass außer bei Stromausfall oder einem Reset der iPod immer seine aktuelle Position speichert, selbst wenn sich man dazwischen andere Lieder anhört. Die aktuelle Position innerhalb eines Hörbuches von Audible.com wird sogar beim Abgleich zwischen iTunes und iPod beibehalten. Im schlimmsten Fall muss man halt einfach mit dem Kontrollrad an die richtige Stelle vorspulen. Wenn Sie Hörbucher im MP3-Format von anderen Quellen beziehen, werden iTunes und der iPod die Position nicht speichern.
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=1986>
Kratzen im Ohr -- Es gibt vermutlich zwei Arten von Menschen: diejenigen die Audiobücher mögen und diejenigen, die das nicht tun. Ich bin mir noch nicht sicher, welcher Gruppe ich angehöre. Die ersten Kapitel von "The King of Torts" haben mich schnell gepackt, auch wenn der Sprecher für mein Gefühl etwas zu langsam vorlas. Aber da ich selber schnell lese, muss ich mich wohl daran gewöhnen. (Für einen schnellen Leser dauert es länger, ein Buch anzuhören als es zu lesen.) Im weiteren Verlauf des Romans verlor ich jedoch das Interesse. Der Sprecher ist sicher nicht schlecht, aber sein stereotypischer Gebrauch von unterschiedlichen Sprechweisen bei Schwarzen und Weißen sowie den reichen, weißen Südstaatlern und der Hauptperson, ging mir bald auf die Nerven. Noch schlimmer war sein Falsett beim Lesen von Frauenstimmen.
Sie können vor dem Kauf Ausschnitte von jedem Buch im RealAudio-Format anhören und der erfahrene Hörer wird sich so seine bevorzugten Sprecher aussuchen können. Einige der Stimmen sind so schwerfällig und gestelzt, dass ich mir nicht vorstellen könnte, ihnen zehn Stunden zuzuhören. Es wäre vermutlich wie bei meinem ehemaligen Geographielehrer, einschläfernd und uninteressant. Aber es hängt alles davon ab, wie Sie sich diese Bücher anhören und was Ihre Erwartungen sind. Ich kann gut verstehen, dass Pendler nicht die gleichen Anforderungen haben wie ich. Während ich auf meiner Terrasse in den französischen Alpen sitze, gute Kopfhörer an den Ohren und mein iBook neben mir habe, erwarte ich sicher mehr als in der U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit in Manhattan.
Ich gebe es zu: obwohl ich gerne Gruselbücher lese, bin ich doch ein literarischer Elitist und mein zweites Buch war deshalb eine Sammlung von Aufsätzen von Jonathan Franzen mit dem Titel "How to be Alone". Diesmal ging das Zuhören viel besser, der erste Essay wurde sogar vom Autor selber gelesen und der Sprecher der anderen Geschichten traf den richtigen Ton besser als der Vorleser von Grishams Buch. Das kann aber auch damit zusammenhängen, dass Sachbücher bei mir einfach besser funktionieren als Fiction-Bücher.
Die Melodie des Geldes -- Im Vergleich mit richtigen Büchern sind Audiobücher sind nicht gerade günstig und kosten etwa gleichviel wie gebundene Ausgaben. Die meisten Leute werden aber keine einzelnen Bücher kaufen, da Audible.com Abonnemente anbietet, mit denen Sie pro Monat eines (15 US$) oder zwei (US$ 20) Bücher herunterladen können, zusätzlich noch ein Audiomagazin, eine Zeitung oder ein Radioprogramm, alles zu einem festen Preis. Das mag etwas teuer sein, verglichen mit den Preisen für Hörbücher auf Kassetten oder CDs ist es aber recht günstig und Sie brauchen keine Versandgebühren zu bezahlen und können zu jeder Tages- und Nachtzeit auf Ihre Bücher zugreifen. Hörer mit dem iPod werden den Dienst von Audible.com besonders nützlich finden, da Sie nicht zuerst CDs oder Kassetten ins MP3-Format konvertieren müssen. Und da das Hören von Büchern mehr Zeit benötigt als sie zu lesen, werden zwei Bücher pro Monat vermutlich ausreichend sein.
Ob Sie Audiobücher nun mögen oder nicht, hängt von Ihrer Beziehung zu Büchern ab und was Sie von einem Sprecher erwarten. Für Leute, die bereits regelmäßig Audiobücher anhören, bietet Audible.com eine tolle Dienstleistung und arbeitet perfekt mit iTunes und dem iPod zusammen. Wenn Sie Audiobücher noch nicht ausprobiert haben, aber auf dem Arbeitsweg regelmäßig Zeit totschlagen müssen und auch bereits einen iPod besitzen, würde sich ein Versuch mit Audible.com sicher lohnen. Wenn nicht, können Sie ja immer noch in Ihrer Bibliothek Hörbücher ausleihen und ausprobieren, ob es Ihnen zusagt, bevor Sie einen iPod kaufen. Das gilt natürlich auch für mich. Müsste ich jeden Tag zur Arbeit pendeln und hätte einen iPod, würde ich sicher bei Audible.com bleiben. Aber ich konnte mich einfach an gewisse Sprecher nicht genug gewöhnen, um die Kosten und die Zeit zu rechtfertigen.
[Kirk McElhearn ist ein freischaffender Schriftsteller und Übersetzer, der in den französischen Alpen lebt. Er arbeitet zurzeit an einem Buch mit dem Titel "Unix for Mac OS X: Learning the Command Line", das Ende 2003 von Addison-Wesley herausgegeben werden soll.]
PayBITS: Falls Kirk Sie dazu animiert hat, die Monotonie Ihres täglichen Arbeitswegs etwas zu brechen, können Sie ihm mit PayBITS danken! <https://www.paypal.com/xclick/business=kirk%40mcelhearn.com>
Mehr über PayBITS: <http://www.tidbits.com/paybits/>
Übersetzung: Walter Sonnenberg <dr.w.sonnenberg@t-online.de>, Klaus Werner Wirtz <kww@q-dsl.de>, Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>, Jochen Wolters <jochen@polytropia.com> und Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Lektorat: Heike Kurtz <mail@heikekurtz.de>.
Koordination: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Copyright der deutschen Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
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