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TidBITS#689/21-Jul-03

Ist dies das Ende der Macworld-Expos an der Ostküste? Adam kehrt aus New York zurück mit einem Augenzeugenbericht zu Größe und die Stimmung der Show sowie seiner üblichen Liste der Produkt-Highlights. Wir betrauern außerdem den Verlust des TidBITS-Übersetzers Walter Van Lerberghe. In der Nachrichtensektion geht es um Apples neuestes Sicherheits-Update, einen 19-Millionen-Dollar-Gewinn im dritten Quartal, ein Firmware-Update von Dantz für die optischen Laufwerke einiger PowerBook-G4-Modelle, die Entlassung der Entwickler bei Netscape sowie das Überleben von iData Pro X nach der Betriebsschließung von Casady & Greene.

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MailBITS/21-Jul-03

[Übersetzung: Roland Mueller <mail@duesenschrieb.de>]

Apple meldet 19 Millionen US$ Gewinn im dritten Quartal -- Apple Computer hat für sein drittes Quartal des Geschäftsjahrs 2003 einen Gewinn von 19 Millionen $ angekündigt. Das Unternehmen hat in den vergangenen drei Monaten 771.000 Macs abgesetzt; das sind 60.000 mehr als Apple im vorangegangenen Quartal verkauft hat. Während der Abverkauf von iMac und iBook geringfügig zugenommen hat, ist der Absatz von PowerBook und PowerMacintosh zurückgegangen (letzteres möglicherweise in Erwartung der noch nicht lieferbaren PowerMac G5 Modelle und wegen der Gerüchte über ein 15-Inch-Alu-PowerBook G4). Obwohl das internationale Geschäft nur 39 Prozent zum Quartalsumsatz beiträgt und Apples Marge auf immer noch beachtliche 27,7 Prozent fiel, verfügt das Unternehmen nach wie vor über mehr als 4,5 Milliarden US$ Barreserven und Kurzfristanlagen und erwartet für das vierte Quartal einen Anstieg sowohl des Umsatzes als auch der Erträge.

<http://www.apple.com/pr/library/2003/jul/16results.html>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07241>

Statt Lob für Netscape ein stilles Begräbnis -- Kaum war letzten Monat AOLs 750-Millionen-US$ Deal und Technologiepakt mit Microsoft unter Dach und Fach, hat AOL vergangene Woche die Entlassung von 50 Mitarbeitern seines Tochterunternehmens Netscape Communications bekannt gegeben. Während gleichzeitig - verteilt über die nächsten zwei Jahre - das Mozilla-Warenzeichen, geistiges Eigentum und gut 2 Millionen US$ an die Mozilla Foundation überschrieben werden, eine neu gegründete Nonprofit-Organisation, die das Mozilla Open Source Projekt koordiniert. AOL hat sich beeilt, zu erklären, dass die Entlassungen weniger als 10 Prozent seiner Netscape-Unternehmung betreffen; was man nicht an die große Glocke hing war die Tatsache, dass es sich dabei um das komplette Netscape-Entwicklungsteam handelt. AOL plant , den Netscape Browser und das Netscape Portal weiter zu unterstützen (und beteuert, dass man nach Wegen suche, die Marke Netscape nach vorne zu bringen), aber mittlerweile ist es nur all zu offensichtlich, dass es keine weiteren Updates, Bug-Fixes oder Weiterentwicklungen der Netscape-Software geben wird - was in Anbetracht des geringen Marktanteils von Netscape wohl ohne weitere Konsequenzen bleiben wird. Einige der ehemaligen Netscape-Programmierer werden bei der Mozilla Foundation unterkommen: das wird sich möglicherweise positiv für deren Mozilla- und Firebird-Projekte niederschlagen (und darüber hinaus auch für den Camino-Browser für Mac OS X). [GD]

<http://www.mozilla.org/>
<http://www.mozillafoundation.org/press/mozilla-foundation.html>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07196>

Sicherheits-Update behebt Bildschirm-Puffer-Problem -- Apple hat das Sicherheits-Update 2003-07-14 herausgebracht und damit eine potenzielle Sicherheitslücke gestopft, die sich bei der Eingabe eines Passwortes zum Aufwecken des Mac aus dem Schlafmodus des Bildschirms ergeben hatte. Das Update, das Mac OS X 10.2.6 voraussetzt, behebt das Problem, wonach ein nicht autorisierter Benutzer sich Zugang zum Rechner verschaffen konnte, wenn die Passwort-Eingabemaske angezeigt wurde. Apple hat das Update sowohl als 1,7 MB große komplette Download-Datei veröffentlicht als auch unter SoftwareUpdate zugänglich gemacht. [JLC]

<http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=120232>

iData Pro X Gelegenheit-- Wenn unsere Besprechung von iData Pro X Ihr Interesse geweckt hatte und Sie mit dem Gedanken gespielt haben, das Programm selbst einmal auszuprobieren, dann ist jetzt vielleicht der richtige Zeitpunkt dafür gekommen (siehe "Der digitale Schuhkarton: iData Pro X 1.0.5" in TidBITS-675_). Die kürzliche Schließung von Casady & Greene (über die wir in TidBITS-686_ berichteten) hat den iData Pro Entwickler Mike Wright seinen Vertriebspartner gekostet. Während er nach Abhilfe sucht, hat er das Verfallsdatum der Demoversion bis zum 31. Dezember 2003 verlängert. Wenn Sie also iData Pro X gerne sechs Monate lang gratis ausprobieren möchten, dann schauen Sie rüber auf seine Website und laden die 1 MB große Demo herunter. [MAN]

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07145>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07247>
<http://www.coastalfog.net/idata/idata_main.html>

Dantz Firmware-Updates für optische Laufwerke-- Falls Sie ein älteres Titanium PowerBook G4 mit einem Combo- oder SuperDrive besitzen und außerdem Retrospect benutzen, um Daten auf CDs oder DVDs zu sichern, kann es sinnvoll sein, das eingebaute optische Laufwerk mit dem gerade vorgestellten Firmware-Update von Dantz auf den neuesten Stand zu bringen. Der Firmware-Updater arbeitet mit optischen Laufwerken von Matshita, die vor dem Januar 2003 eingebaut wurden. Um die Versionsnummer der Firmware ihres Laufwerks heraus zu finden, starten Sie einfach den Apple System Profiler, klicken auf „Geräte und Volumes" und lesen die Angaben unter „Bus". Schauen Sie sich bitte vorher die ausführlichen Hinweise auf der Website von Dantz genau an. [JLC]

<http://www.dantz.com/index.php3?SCREEN=kbase&ACTION=KBASE&id=28020>


Im Gedenken an Walter Van Lerberghe

von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Jochen Wolters <jochen@polytropia.com>]

Eine starke und enge Gemeinschaft zu gründen und ein Teil davon zu sein, hat einen Nachteil - das unausweichliche Gefühl von Traurigkeit und Verlust, wenn eines ihrer Mitglieder verstirbt. Dies ist letzte Woche geschehen, als Walter Van Lerberghe, eine der Schlüsselpersonen im niederländischen TidBITS-Übersetzerteam, verstarb. Vor sieben Jahren begann Walter, zunächst an der französischen Übersetzung der TidBITS mitzuarbeiten; kurz danach half er, die niederländische Übersetzung aus der Taufe zu heben und zu pflegen. Hieran wirkte er auch weiterhin mit, obwohl sich sein Gesundheitszustand in den letzten Jahren verschlechterte. Wie wissen nicht, woran Walter gestorben ist, aber er war kurz vor seinem Tod im Krankenhaus gewesen. Obwohl er am 6 Juni noch geschrieben hatte, dass er die anderen Teammitglieder informieren würde, sobald er wieder bei der Übersetzung der TidBITS mithelfen könnte, war dies die letzte Nachricht, die wir von ihm erhalten haben. Wir werden Walter, seine redaktionelle Arbeit an der niederländischen Ausgabe, und insbesondere die Postkarten, die er uns von seinen Reisen geschickt hat, vermissen. Er wurde 68 Jahre alt.

Obwohl Walter nicht zu ersetzen ist, könnte das niederländische Übersetzerteam, zusammen mit unseren seit Längerem bestehenden französischen, deutschen und japanischen Teams, noch ein paar weitere freiwillige Übersetzer gebrauchen. Wenn Sie also gerne einer Gruppe von Macintosh-Enthusiasten bei der Übersetzung der TidBITS ins Niederländische, Französische, Deutsche oder Japanische helfen möchten, dann werfen Sie doch einen Blick auf die unten aufgeführten Seiten, um Genaueres zu erfahren. Und wenn Sie daran interessiert sind, eine Übersetzung in einer weiteren Sprache (wieder) anzubieten, dann sagen Sie mir bitte Bescheid. Insbesondere sieht es so aus, als ob wir in Kürze wieder eine Übersetzung ins brasilianische Portugiesisch sehen werden.


Macworld Expo New York 2003: Hoch konzentriert

von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Jochen Wolters <jochen@polytropia.com>]

"Und, was hältst Du so von der Messe?"

Wenn ich diesen Satz noch ein einziges Mal höre, fange ich garantiert an zu schreien. Irgendwie erinnerte diese Macworld Expo in New York ein bisschen an eine kollektive Therapie-Sitzung, in der jeder versucht herauszufinden, wie sich die jeweils anderen so fühlen. Betrachten wir also zunächst ein paar Fakten und Beobachtungen, bevor ich Ihnen verrate, wie ich die Messe im Nachhinein beurteile.

Zunächst: Ja, die Ausstellungsfläche war weniger als halb so groß wie die letztjährige und belegte lediglich eine der zwei höhlenartigen Hallen, die sie üblicherweise benötigt - und dies nicht einmal vollständig, wie ein Blick hinter die Vorhänge offenbarte. (Mit einer Entschuldigung an den Zauberer von Oz: "Achte nicht auf das, was hinter dem Vorhang ist!") Wie ich schon einigen Leuten erzählte, die mich am ersten Tag - nach einigen Stunden pausenloser Präsentationen und Besprechungen direkt im Anschluss an die Keynote-Rede - fragten, wie ich die Messe finde: "Keine Ahnung, da ich mir die Ausstellung noch gar nicht angeschaut habe. [Kleine Pause, um mich kurz umzusehen.] OK, jetzt, wo ich alles gesehen habe..." Leider war die zweite Halle nicht vollständig abgeschirmt, sodass der kleine Umfang der diesjährigen Messe noch zusätzlich betont wurde.

Es stimmt auch, und wurde schmerzhaft deutlich, dass viel weniger Aussteller dort waren als in den vergangenen Jahren, wobei es insbesondere an größeren Ständen mangelte. Ohne den großen Stand von Apple und die recht ordentlichen Stände von Canon, Epson und Hewlett-Packard hätte man die Vorhänge wohl noch weiter in die Halle hinein aufgehangen. Außerdem wurde die Zahl der Aussteller durch den Verkauf von Standfläche zu Last-Minute-Räumungspreisen nach oben getrieben, durch die sich einige Firmen die Teilnahme an der Messe überhaupt erst leisten konnten. Dennoch sorgte der Mangel an Ausstellern dafür, dass viele Besucher früh abreisten, anstatt die Messe an allen drei Tage zu besuchen.

Ebenso offensichtlich war die deutlich geringere Besucherzahl im Vergleich zu früheren Jahren. Obwohl die Gänge oft gedrängt voll waren, kann man annehmen, dass, da es ja nur eine statt zwei Ausstellungshallen gab, weniger Leute nötig waren, um die vorhandene Fläche auszufüllen. Die Messe auf eine kleinere Fläche zu zwängen half, die Energie hoch zu halten, und IDG World Expo [der Veranstalter -- JW] arbeitete zudem daran, die Konferenz-Räume zu verkleinern, sodass die geringeren Teilnehmerzahlen dort nicht weiter auffielen. Für meinen iPhoto-Vortrag gab es nur Stehplätze, aber in einem Raum, der kleiner war als im letzten Jahr. Neben dem diesjährigen, von weniger Leuten besuchten TidBITS Ice Cream Social [einem lockeren Treffen von TidBITS-Lesern in einem Eiscafe -- JW] am Abend vor der Macworld war es vor allem die Keynote-Rede, auf dem mir die niedrigere Besucherzahl deutlich bewusst wurden, denn da Apples Greg "Joz" Joswiak entschlossen für Steve Jobs einsprang, gab es keinen Grund, vor der Rede die Journalisten in einer gesonderten Warte-Ecke zusammenzutreiben oder straßenblocklange Warteschlangen für die anderen Besucher zu organisieren.

Jeder, und ich meine absolut jeder, hatte etwas zur Größe der Ausstellungsfläche und der geringeren Besucherzahl zu sagen. Mein augenzwinkernder Witz war, dass mich das Ganze an eine Szene aus dem Film "Spinal Tap" erinnere, in dem die Band - als sie bereits auf dem absteigenden Ast ist - ein Konzert spielt, auf dessen Plakat der Bandname unterhalb eines Puppentheaters erscheint: "Ich habe es ihnen doch wirklich schon hundert Mal erklärt... schreibt 'Macworld Expo' oben hin und 'Puppentheater' ganz unten." Geschickt wie ich bin, habe ich diesen Witz zuerst einem Freund erzählt, als dieser sich gerade mit jemandem unterhielt, der sich später als Verkaufs-Repräsentant von IDG World Expo entpuppte. Näpfchen platzieren, Fett rein, Fuß drüber halten und kräftig reintreten...

Also war die Messe eine totale Enttäuschung, oder? Weit gefehlt.

Ich habe mich mit vielen Ausstellern unterhalten, und fast ausnahmslos reichte ihre Reaktion auf die Besucher, die ihre Stände besucht und sich über ihre Produkte informiert hatten, von ziemlich zufrieden bis euphorisch. Diejenigen Firmen, die auf der Messe etwas zum Verkauf angeboten hatten, berichteten zwar von geringeren Umsätzen, aber auf einem Niveau, das entweder dem Besucherrückgang entsprach oder aber deutlich über den Erwartungen lag.

Wenn man die Leute endlich davon überzeugt hatte, nicht mehr nur darüber zu reden, wie klein die Ausstellungsfläche denn sei, schienen sie sehr zufrieden mit dem zu sein, was sie gesehen hatten. Ich habe einige Firmen mit interessante Produkten entdeckt, und ich bin sicher, dass echte "Kreativ-Profis" sogar noch mehr interessante Produkte gefunden hätten.

[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]

Sowohl die Besucher als auch die Aussteller setzten ihre Erwartungen ziemlich tief an und es war deshalb auch nicht schwierig, sie zu übertreffen. Das ist natürlich schade, denn hätte IDG World Expo im Vorfeld nicht mehrmals panikartig den Namen der Ausstellung geändert, wären höchstwahrscheinlich mehr Aussteller und eine vielfältigere Schar von Besuchern gekommen. Es ist auch nicht so, dass jede Macworld-Expo seit der Rückkehr von Steve Jobs eine Präsentation mit zahlreichen neuen Produkten bot; aber wenn IDG World Expo auf ihrem ursprünglichen Konzept bestanden hätte, selbst ohne die Mitwirkung von Apple, wäre die Ausstellung wahrscheinlich größer geworden.

Wie war es denn dann möglich, dass diese Macworld-Expo trotz allem eine gute Ausstellung war? Noch dazu ohne Präsentation von Steve Jobs, ohne die Ankündigung von neuen Produkten durch Apple und auch ohne die Stände von Microsoft (die nur mit einem großen Poster anwesend waren), Adobe (die einige Räume für Präsentationen gemietet hatten) oder Quark (die nur eine Präsentation vorführten). Vielleicht geht es bei der Macworld-Expo nicht nur um all diese materiellen Dinge und ihr Erfolg basiert stattdessen auf ganz anderen, weniger gut messbaren Faktoren. Aber vielleicht bilde ich mir das alles auch nur ein. Aber wenn die Aussteller und die Besucher gleichermaßen zufrieden waren (selbst wenn sie die Ausstellung früher verlassen haben), bleibt nur noch IDG World Expo übrig und deren Zufriedenheit bemisst sich vornehmlich daran, was nach der Ausstellung an Einnahmen übrigbleibt.

<http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/0394800796/tidbitselectro00/ref=nosim/>

Quo vadis Macworld? Das alles führt mich zur Frage, wie sich denn die Macworld-Expo an der Ostküste in der Zukunft entwickeln wird. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung und IDG World Expo gab ebenfalls nichts Neues bekannt. Ihre Website behauptet immer noch, dass die nächste Ausstellung ab 12. Juli 2004 in Boston stattfinden wird. An der Ausstellung waren aber Gerüchte zu hören, dass dem nicht so sein wird. Ich sehe einige Möglichkeiten.

<http://www.macworldexpo.com/macworld2003/V40/index.cvn?id=10231>

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=04976>

Wir müssen einfach abwarten und sehen, für was sich IDG World Expo entscheiden wird. Obwohl diese Möglichkeit nicht besonders wahrscheinlich ist, könnte IDG World Expo sich auch gänzlich von großen Ausstellungen verabschieden und stattdessen mehrere kleine regionale Ausstellungen organisieren. Die Macintosh-User-Gruppe von Los Angeles hat früher solche eintägigen Veranstaltungen durchgeführt und die Mac-Mania-Kreuzfahrten gehen in eine ähnliche Richtung. Diese Art von Ausstellungen bringen vielleicht nicht unbedingt das große Geld, aber zurzeit sieht es für mich nicht so aus, als dass in der Computerbranche viel Geld zu holen sei.

PayBITS: Adam hat vier Tage und Hunderte von Dollars für den Besuch von Macworld-Expo aufgewendet. Wenn er Ihnen damit Unkosten erspart hat, können Sie ihm mit PayBITS ein kleines Dankeschön zukommen lassen.
<https://www.paypal.com/xclick/business=ace%40tidbits.com>
Lesen Sie mehr über PayBITS: <http://www.tidbits.com/paybits/>


Superlative von der Macworld-Expo New York 2003

von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Klaus Werner Wirtz <kww@q-dsl.de>]

Trotz der niedrigen Teilnehmerzahlen sowohl bei den Ausstellern als auch bei den Besuchern war die Macworld Expo keine Enttäuschung im Hinblick auf neue und interessante Produkte und Veranstaltungen. Hier sind meine Höhepunkte der Schau.

Beste nicht von Apple stammende iAnwendung -- Greg Scown von Smile Software ruht sich nicht auf den Lorbeeren seines gut aufgenommenen Fax-Programms PageSender aus; auch dass Apple Fax-Fähigkeiten in Mac OS X 10.3 "Panther" integrieren wird, schreckt ihn nicht. Mit dem Designer Philip Goward von OnMyMac LLC zusammen hat er Disclabel geschrieben, eine elegante OS X-Anwendung, mit der man CD- und DVD-Aufkleber und Einlagen für Hüllen entwerfen und drucken kann. Unter einer Oberfläche im iApp-Stil zieht Disclabel aus iTunes Informationen über Stücke heraus und kann eigene Fotos aus iPhoto als Hintergrund verwenden. Disclabel unterstützt sogar AppleScript für die vollautomatische Generierung von Aufklebern. Es unterstützt zahllose Vorlagen für alle handelsüblichen Etikettenformate und arbeitet auch mit den Epson-Druckern zusammen, die direkt auf CDs und DVDs drucken. Wenn Sie Arbeit in die Erstellung von CDs und DVDs stecken, dann sollten Sie Disclabel ausprobieren. Disclabel kostet 30 US$; eine Demoversion von 2,9 MB steht zur Verfügung, die Wasserzeichen auf gedruckte Etiketten setzt und keine neuen Vorlagen nutzen oder herunter laden kann.

<http://www.disclabel.com/>
<http://www.smilesoftware.com/pagesender.html>

Wenn Ihnen die Idee von Disclabel gefällt, dann sollten Sie einen Blick auf Business Card Composer von BeLight Software riskieren; das ist eine Firma aus der Ukraine mit einigen der Leute, die ConceptDraw entwickelt haben. Wie Disclabel bietet auch Business Card Composer eine saubere Oberfläche zum Entwurf und Druck von Visitenkarten. Sogar ich mit meinen minimalen Entwurfsfähigkeiten konnte damit in wenigen Augenblicken attraktive Visitenkarten herstellen. Business Card Composer läuft unter Mac OS X, kostet 40 US$ und ist 6,2 MB groß.

<http://www.belightsoft.com/composer/>

Die automatische Empfangsdame -- Können Sie sich keine persönliche Assistentin leisten, die für Sie ans Telefon geht? Wir auch nicht; aber PhoneValet von Parliant tut ähnliches für viel weniger Geld. PhoneValet - eine Kombination von Hardware und Software - ist ein USB-Gerät, das den Mac mit der Telefonleitung verbindet; nach der Einrichtung benutzt das Gerät die Caller ID zusammen mit spezieller Mac OS X-Software, um anzukündigen, wer gerade anruft, protokolliert ein- und ausgehende Anrufe zu Auswertungs- oder Abrechnungszwecken und wählt für Sie mittels gesprochener Befehle. Es ist auch skriptfähig, also können eingehende Anrufe individuelle Aktionen auslösen. PhoneValet setzt normale analoge Telefonanschlüsse voraus (mehrere Leitungen werden unterstützt) und kostet 130 US$ für eine Leitung; die Hardware für jede weitere Leitung kostet 90 US$ zusätzlich.

<http://www.phonevalet.com/>

Schärfstes USB-Radio -- Obwohl es noch nicht auf dem Markt ist, erregte RadioSHARK von Griffin Technology direkt meine Aufmerksamkeit. Das ist ein UKW/MW-Radio, das wie eine Haifischflosse geformt ist. Es bezieht seinen Strom über den USB-Anschluss, über den es auch den Ton auf die Mac-Lautsprecher ausgibt; das Audio-Signal kann auch auf der Festplatte gespeichert werden. Nett daran ist, dass es vollständig über Software gesteuert wird, also kann man es so einstellen, dass es ein bestimmtes Radioprogramm zu einer bestimmten Zeit aufnimmt - also ein TiVo fürs Radio! (Eigentlich ist es mehr wie El Gato's EyeTV für Radio; und da es keinen Programmführer für die lokalen Radioprogramme gibt, muss das Gerät ähnlich wie ein Videorekorder programmiert werden.) RadioSHARK wird auch das Speichern von Audio-Streams aus dem Internet unterstützen, also wird es eine vollständige Lösung für die Übertragung von Radiosendungen auf den iPod sein, wo man sie dann zeit- und ortsunabhängig anhören kann. Sie können den RadioSHARK für 50 $ vorbestellen; Griffin sagt, dass es in wenigen Monaten auf den Markt kommt.

<http://www.griffintechnology.com/products/radioshark/>
<http://www.elgato.com/eyeTV/>

Schwenk das! -- ATI bringt eine heiße neue Videokarte, die Radeon 9800 Pro, mit überragenden Spezifikationen. Parallele Pipelines, 32 Bit Rendering pro Kanal, duale integrierte 10 Bit pro Kanal Digital-Analog-Converter, usw. Aber das Einmalige an dieser Videokarte ist, dass sie das Bild um 90 Grad in beiden Richtungen drehen kann, und für die Momente im Leben, wo man im Web surfen und gleichzeitig auf dem Kopf stehen muss, sogar um 180 Grad. Aber Rotation um 90 Grad ist nett - alle Bildschirme von Apple sind gut geeignet für Breitwand-Video, aber wenn man nun mal Hochbild-Video braucht? Stecken Sie diese Karte in Ihren Mac und befestigen Sie Ihr Apple Studio oder Cinema Display an einem StudioLift- oder CinemaLift-Bildschirmhalter von Innovative Office Products, dann können Sie sowohl den echten Bildschirm als auch den virtuellen Desktop drehen. Die Radeon 9800 Pro kostet 400 oder 500 $ und benutzt die Quartz-Anzeigetechnologie von Mac OS X, so dass der Mac einfach glaubt, er habe z.B. einen 1200 * 1600-Bildschirm statt eines 1600 * 1200-Bildschirms.

<http://mirror.ati.com/products/radeon9800/radeon9800pro/>
<http://www.lcdarms.com/LCDarms/7506.html>

Harmonischste Fernbedienung -- Wenn es Ihnen wie mir geht, dann haben Sie Fernbedienungen für den Fernseher, den TiVo, den Videorekorder, den Kabelempfänger und wer weiß was noch. Alle behaupten, sie könnten auch andere Geräte steuern, aber nach meiner Erfahrung hat jede mindestens eine einmalige Funktion, weswegen man doch alle behält. Schlimmer als der Wirrwarr ist das Problem, allen Mitbewohnern zu erklären, wie man bestimmte audio-visuelle Manöver durchführt: "Um ein Video abzuspielen, schaltet man mit dieser Fernbedienung den Fernseher auf Kanal 4 um, geht auf Eingang 1 und benutzt dann ganz normal die Fernbedienung des Videorekorders. Haben das alle verstanden?" Intrigue Technologies retten uns mit einer Fernbedienung, die nicht nur wirklich universell ist, sondern die auch genau auf die Bedürfnisse des computerkundigen Benutzers abgestimmt ist. Die Harmony SST-768-Fernbedienung ist nämlich programmierbar, d.h. man kann ihr eine Folge von Aktionen beibringen, die nötig sind, um eine bestimmte Aufgabe zu erledigen. Wir sprechen also über Makros für das Heimkino.

[Übersetzung: Heike Kurtz <mail@heikekurtz.de>]

Die Bedienoberfläche besteht im Wesentlichen aus einem kleinen LCD-Bildschirm und einem Rollrad, ergänzt um die üblichen Knöpfe. Aber wie steuert das Ding nun die vielen verschiedenen Geräte da draußen? Die Fernbedienung wird mit einem USB-Stecker an den Mac angeschlossen, wo man mit spezieller Software Fernbedienungs-Definitionen und sogar Fernsehprogramme herunterladen kann. Die Harmony SST-768 ist mit US$ 300 nicht billig (der Messepreis von US$ 135 machte sie zu einem der beliebtesten Schnäppchen der Macworld), könnte aber den ehelichen Frieden wieder herstellen und somit das Geld wert sein. Eine Version mit weniger Knöpfen - die Harmony SST-748 - kostet nur US$ 200. Ich weiß nicht, ob die fehlenden Knöpfe bei normalem Gebrauch Probleme bereiten.

<http://www.harmonyremote.com/>

Der am schwierigsten zu verfolgende Auftritt -- Mann, der Typ kann einem wirklich Leid tun. Greg "Joz" Joswiak, Apples Vizepräsident für Hardware-Produktmarketing, muss den Kürzeren gezogen haben, als es darum ging, Steve Jobs bei der Macworld-Expo Keynote-Rede zu vertreten. Trotz einer schlau gemachten Diaserie, in der Joz zugab, eigentlich das uneheliche Kind der Apple-Gründer Steve Jobs und Steve Wozniak (Jobs + Wozniak = Joswiak) zu sein, hatte Joz nicht das Material, das Jobs normalerweise für eine große Keynote-Rede auffahren lässt. Trotzdem wurde Apples Ankündigung, Final Cut Express als kostenloses Upgrade an verwaiste Adobe Premiere-Nutzer abzugeben, extrem gut aufgenommen, ebenso die Tatsache, dass Soundtrack, das man bisher nur zusammen mit Final Cut Pro bekam, jetzt als Einzelprodukt für US$ 300 erhältlich sein werde. Jozs bester Moment kam, als er die Leistungsfähigkeit des Power Mac G5 und des Xserve RAID vorführte, indem er Videomaterial live zusammenfügte (er legte eine Szene, in der er übertrieben in die Kamera sprach, über eine Londoner Straßenszene).

<http://www.apple.com/pr/library/2003/jul/16fcp.html>
<http://www.apple.com/pr/library/2003/jul/16soundtrack.html>

Eine preisgünstigere Alternative -- Soundtrack ist mit US$ 300 für Sie zu teuer? Natürlich kann man das nicht so richtig vergleichen, aber wenn Sie lediglich einige Sounds in Mac OS X aufnehmen und editieren wollen, lohnt sich ein Blick auf das US$ 50 Programm Sound Studio von Felt Tip Software (es gibt auch eine ältere Version für Mac OS 9). Das Programm unterstützt 24-Bit/96 kHz Audio in Stereo und Mono, Editieren durch Ausschneiden und Ersetzen, eine Menge Effekte und Veränderungen, die auf die Sounds angewendet werden können, AppleScript-Unterstützung für Aufnahme und Playback und vieles mehr. Meine liebste Funktion ist jedoch das automatische Starten und Anhalten der Aufnahme auf der Grundlage von Zeiten oder benutzerkonfigurierten Geräuschpegeln. Das Programm speichert in AIFF, WAVE, System 7 Sound und Sound Designer II Formaten und es kann alles importieren, das QuickTime abspielt, wie z. B. MP3 und AAC und Audio-CD-Tracks. Die kostenlose Demoversion läuft 14 Tage lang (interessanterweise 14 einzelne Tage an denen das Programm genutzt wird, nicht 14 aufeinanderfolgende Tage nach dem ersten Start), also reichlich Zeit um zu testen, ob es das ist, was Sie brauchen.

<http://www.felttip.com/products/soundstudio/>

Das niedlichste Grafiktablett -- Dachten Sie immer, Grafiktabletts seien zu teuer, wenn man sie nicht wirklich oft nutzt? Ich auch, bis ich das iceCAD von Macally sah: ein Grafiktablett für nur US$ 50 mit einem drucksensitiven Stift. Es ist natürlich nicht groß, mit einer aktiven Fläche von ca. 7,24 x 5,44 cm, aber ich fand, dass es am Stand von Macally sehr gut funktionierte. Der Stift hat zwei Schalter am Schaft und einen weiteren druckempfindlichen Schalter an der Spitze, der bis zu 1024 Druck-Abstufungen erkennt. Die AAAA-Batterie im Stift sollte bei einer Nutzungsdauer von acht Stunden täglich ca. sechs Monate halten, da der Stift sich nach drei Minuten Untätigkeit automatisch abschaltet. Es arbeitet mit der Handschrifterkennung von Inkwell die in Mac OS X enthalten ist, sowie verschiedenen Grafikprogrammen. Macally stellte auch jede Menge andere nette Geräte und Zubehörteile aus, wie z. B. einziehbare Kabel für FireWire, USB, Ethernet und Telefon - ideal, um das Tohuwabohu in der Laptop-Tasche zu verringern.

<http://www.macally.com/new/new_icecad.html>
<http://www.macally.com/spec/specialites/connecting/lp_1394.html>

Hartnäckigster PDF-Komprimierer -- Leonard Rosenthol von PDF Sages arbeitet vielleicht nicht mehr an StuffIt, aber er hat ganz klar das Komprimieren im Blut, was PDF Enhancer, sein Dienstprogramm zum Komprimieren und Optimieren von PDF-Dateien beweist. Es war faszinierend zu sehen, wie stark PDF Enhancer aufgeblähte PDF-Dateien komprimieren konnte, vor allem wenn die höchste Bildqualität nicht benötigt wurde. Ich testete es an meiner iPhoto 2-Präsentation in Keynote für die Show (meine Präsentation hat viele vollformatige Bilder, die ich von iPhoto in Keynote gezogen habe). Nachdem ich meine Präsentation in Keynote nach PDF exportiert hatte, sass ich mit einer 17,7 MB großen Datei da, aber als ich sie von PDF Enhancer für eine Bildschirmpräsentation komprimieren ließ (dadurch wurden die Bilder etwas pixelig, blieben aber erkennbar), war die Zieldatei 520 K groß, eine Ersparnis um 97,2 %. PDF Enhancer ist für US$ 180 nicht billig, aber wenn man regelmäßig mit großen PDF-Dateien arbeitet (wie das viele der kreativen Profis bei der Macworld tun), lohnt es sich, die voll funktionsfähige aber zeitlich begrenzte Demo zu testen.

<http://www.pdfsages.com/enhancer.html>

Geschmacklosestes Training -- Haben Sie jemals Lichtgestalten des Mac-Universums wie Andy Ihnatko, Bob LeVitus, Shawn King oder John Welch bei einem User-Group-Treffen oder einer Macworld Expo-Präsentation gesehen? Sie sind zum Schreien - und nun können Sie dank der neu herausgekommenen TackyShirt Trainings-DVD "Mac OS X Disc 1: The Basics" alles über die Grundlagen des Mac OS X von ihnen lernen - ganz gemütlich in ihrem eigenen Wohnzimmer oder Büro. Tatsächlich ist an dieser DVD außer ihren Hawaiihemden, den Hintergründen und ein paar Übergängen nicht viel Billiges dran - und sie ist sehr lustig. Ich mochte besonders die umfangreiche Nachbearbeitung, die TackyShirt für die DVD gemacht hat. Man lacht Tränen, wenn Shawn und John über die Ordnerstruktur des Mac OS X reden, während Dokumentensymbole über die Rückenlehne des Sofas linsen, auf dem beide sitzen. TackyShirts erste Trainingsdisc für Mac OS X kostet US$ 40. Man kann das gesamte Set mit vier Discs für US$ 150 bestellen und bekommt die erste Disc sofort.

<http://www.tackyshirt.com/dvd.html>

[Übersetzung: Hartmut Greiser <hgreiser@linarte.com>]

Wenn Sie das Training auf der Basis von DVDs mögen, dann sehen Sie sich mal das Angebot von Avondale Media an. Das sind ganz ähnliche DVDs, nur nicht so verrückt. Avondale Media gehört Steve Broback, Jim Heid und Toby Malina, die gut erklären können, wie verschiedene Programme funktionieren. Angeboten werden Kurse für Word X, Entourage X, Excel X, Adobe Photoshop und digitale Fotografie. Die Preisspanne reicht von 20 bis 50 Dollar, die Laufzeit der verschiedenen DVDs liegt zwischen 17 und 94 Minuten. Natürlich gibt es auch weiterhin die Trainings CD-ROMs des gelegentlichen TidBITS Sponsor MacAcademy mit einem noch größeren Themenangebot.

<http://www.avondalemedia.com/products.html>
<http://www.macacademy.com/volumes/">

Die Liga der außergewöhnlichen Roboter -- Vergessen Sie den Film über die Liga der außerordentlichen Gentlemen, der gerade in die Kinos gekommen ist. Wenn Sie etwas Tolles sehen möchten, das ohne Spezialeffekte auskommt, dann sehen Sie sich mal die Website der League of Electronic Musical Urban Robots oder LEMUR an. LEMUR ist eine Gruppe von Künstlern und Technologen aus Brooklyn, NY, die selbstspielende Roboter-Musikinstrumente entwickeln - die Roboter _sind_ die Instrumente. Auf der Macworld hat LEMUR GuitarBot vorgeführt, mit vier unabhängig zu kontrollierenden, saitenbestückten Einheiten, die extrem schnelle Picks und Slides produzieren können. Auf der LEMUR Website können Sie GuitarBot in QuickTime-Videos in Aktion erleben; es hat viel Spaß gemacht, die Show zu beobachten, wenn es auch schwierig war, im allgemeinen Messelärm irgendetwas klar zu verstehen.

<http://www.lemurbots.org/>
<http://www.lemurbots.org/guitarbot.html>

Die neueste Herausforderung für FontBook -- Mac OS X 10.3 Panther ist noch nicht einmal auf dem Markt, trotzdem stehen die Unternehmen Schlange, um FontBook, das Font-Management-Werkzeug in Panther schon mal auf gut Glück ins Visier zu nehmen. Die letzte Meldung kommt von Alsoft, den Machern des exzellenten Diskreparaturprogramms DiskWarrior, mit Version 3.0 ihres ehrwürdigen „MasterJuggler" Utility, das jetzt auch für Mac OS X verfügbar ist. First Extensis behauptet, sie machten sich keine Sorgen wegen einer möglichen Konkurrenz zwischen FontBook und Suitcase (oder FontReserve, das sie gerade gekauft haben), und Alsoft sagt jetzt im Prinzip dasselbe. Ganz ehrlich - ich beschäftige mich nicht ausreichend mit Fonts, um sagen zu können, wie sich MasterJuggler von Suitcase oder dem neuen FontBook unterscheidet, falls Sie aber ein Font-Experte sind, dann schauen Sie es sich ruhig mal an. MasterJuggler 3.0 kostet $90; Upgrades von früheren Versionen $58.

<http://www.alsoft.com/MasterJuggler/>

Der sauberste Bildschirm -- Den hat mein iBook dank RadTech, die damit die Vielseitigkeit ihres ScreensavRz unter Beweis gestellt haben, einem Ultra-Microfiber Tuch, mit dem Sie Ihren Laptop-Bildschirm vor dem Fett schützen können, das auf den Tasten zurückbleibt. Mit den dazugehörenden alkoholhaltigen Wischtüchern können Sie auch den Bildschirm reinigen. Die Bildschirmschützer habe ich nie benutzt, deshalb ist mein iBook-Bildschirm auch durch einem hässlichen Abdruck der Tasten verunstaltet, aber der RadTech-Chef hat es mit Alkohol und vorsichtigem Putzen geschafft, meinen Bildschirm wieder in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen. (Man muss eine Firma einfach lieb haben, deren Vorstandschef Stunden auf der Macworld damit verbringt, die Bildschirme aller Besucher zu putzen) Es lohnt sich auch, den anderen Kram auf ihrer Site durchzuwühlen: da gibt es Ice Creme, um Kratzer auf der Acryl-Oberfläche eines iBook verschwinden zu lassen, Werkzeug zum Nachstellen der Scharniere Ihres Bildschirms und mehr.

<http://www.radtech.us/screensavrz-laptop.html>

Der coolste Apple Store -- Kann sein, dass ich ein bisschen voreilig bin, da ich bisher nur drei der Apple Stores im Land gesehen habe, aber nach der Erfahrung letzten Samstag im Soho ist mein Urteil klar. Während der Woche hatte sich die Löschtaste meines iBooks verabschiedet. Wenn ich auf ihre linke Seite drückte, fiel die Taste ab, sodass ich gezwungen war, mit dem Schreiben aufzuhören, um die Tastenkappe wieder vorsichtig an ihren Platz zu drücken. Da ich es nicht hinbekam, die Löschtaste nur auf ihrer rechten Seite zu drücken, entfernte ich sie komplett und schrieb diese Ausgabe dann mit dem Nippel darunter zu Ende. Am Samstag Morgen wollte ich sowieso nach Soho, um mir die Straßenkünstler anzusehen, deshalb brachte ich meine Löschtaste in den Apple Store dort, vielleicht konnten die da etwas für mich tun. Das Warten auf den Typ, der vor mir bedient wurde, wurde mir zu langweilig und so stellte ich mich an die Genius Bar, um zuzusehen, wie die Mitarbeiterin dort versuchte, ihm zu helfen. Sein Problem bestand darin, die Now Contact Dateien von einem etwas verschlissenen Titanium PowerBook G4 auf ein neues 17-Inch PowerBook zu bekommen. Das würde wohl noch etwas dauern, da die Frau mit Now Contact nicht vertraut war. Als ich meine Hilfe anbot - ich benutze Now Contact schon seit Jahren - nahm sie dankbar an. Nach einer kurzen Überprüfung war ich auf dem besten Weg, das Problem zu lösen. Deshalb gab ich ihr meine kaputte Löschtaste und fragte, was man da tun könne. Sie verschwand im rückwärtigen Büro und kam mit einer brandneuen Löschtaste zurück. Währenddessen hatte mir der Mann seine Visitenkarte gegeben, damit ich ihm Informationen zu meinem iPhoto-Buch mailen konnte. Mein Nebenjob war zur vollsten Zufriedenheit erledigt und ich stellte belustigt fest, dass der Mann, dem ich geholfen hatte, Special Advisor des Generalsekretärs der Vereinten Nationen war. Logisch, dass ich ihm TidBITS vorstellen muss.

<http://www.apple.com/retail/soho/>

PayBITS: Hat Adams Auswahl Ihnen den Mund wässerig gemacht? Dann schicken Sie ihm doch ein paar Dollar mit PayBITS?
<https://www.paypal.com/xclick/business=ace%40tidbits.com>
Mehr über PayBITS: <http://www.tidbits.com/paybits/>


Aktuelle Themen in TidBITS-Talk/21-Jul-03

vom TidBITS-Team <editors@tidbits.com>
[Übersetzung: Hartmut Greiser <hgreiser@linarte.com>]

Defragmentieren und Optimieren -- Leser, die viel mit Video- oder grafischen Arbeiten zu tun haben, sind weiterhin einer Meinung über den Nutzen einer Festplattendefragmentierung. Ein weiterer Punkt: wenn die Leistung eines Mac sich nach dem Defragmentieren und dem Optimieren der Festplatte verbessert, ist diese Verbesserung zu gering, als dass man sie bemerken könnte? (23 Meldungen)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=1992>

Virtual Memory Swapdateien verlagern -- Die Diskussion über das Verlagern von Virtual Memory Swapdateien geht weiter. Sie konzentriert sich dabei auf einige Programme (wie Safari), die Speicherlecks zu haben scheinen und dafür sorgen, dass Swapdateien unkontrolliert wachsen. Einige hilfreiche Tipps zur Leistungsverbesserung! (32 Meldungen)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=1998>

Softwareupdate -- Sie können das Softwareupdate vom Terminal aus in Gang setzen, Ausschalten oder Neustart von dort können aber Probleme bereiten. Diskutiert wird auch, warum das Softwareupdate für Nutzer ohne Administratorrechte nicht funktioniert und warum Apple nach vielen Updates einen Neustart verlangt. (9 Meldungen)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2000>


Übersetzung: Roland Mueller <mail@duesenschrieb.de>, Jochen Wolters <jochen@polytropia.com>, Klaus Werner Wirtz <kww@q-dsl.de>, Heike Kurtz <mail@heikekurtz.de>, Hartmut Greiser <hgreiser@linarte.com> und Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.

Lektorat: Heike Kurtz <mail@heikekurtz.de>.

Koordination: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.

Copyright der deutschen Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.

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