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TidBITS#696/08-Sep-03

Drahtlose Büffel, eine neue Methode zur Spam-Bekämpfung und schwebende Mäuse: diese Ausgabe der TidBITS ist voller Überraschungen. Der frisch gekrönte ständige redaktionelle Mitarbeiter Glen Fleishman erweitert sein AirPort Netzwerk mit Buffalo Routern. Adam wirft einen Blick auf Eudora 6.0, einschließlich dessen neuer SpamWatch-Funktion. Keith Kaiser denkt mit Hilfe der gyroskopischen Maus Gyration Ultra über den Mousepad-Rand hinaus. In den Nachrichten heißen wir Fetch Softworks als neuen Sponsor willkommen, verkünden den Gewinner der DealBITS-Verlosung von letzter Woche, sehen uns die Verkaufszahlen des iTunes Music Store an und notieren die Veröffentlichung neuer iMacs, größerer iPods, Salling Clicker 2.0 und FileMaker Pro Applications.

Themen:

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MailBITS/08-Sep-03

[Übersetzung: Jochen Wolters <jochen@polytropia.com>]

DealBITS Ziehung: Gewinner des Tom Bihn Preises -- Herzlichen Glückwunsch an den langjährigen TidBITS-Leser Harold Kite von usit.net, der in unserer allerersten DealBITS-Verlosung als Gewinner gezogen wurde. Harold erhält einen Tom Bihn Brain Bag und eine Laptop-Tasche im Wert von 180 US$. Alle anderen Teilnehmer haben einen Gutschein für 20% Rabatt auf ein beliebiges Tom Bihn Produkt erhalten. Ein Dankeschön an alle 1295 Teilnehmer, die diese erste DealBITS-Verlosung zu einem großen Erfolg gemacht haben! Halten Sie die Augen offen - die nächste DealBITS-Verlosung kommt in Kürze. [ACE]

<http://www.tombihn.com/>
<http://www.tidbits.com/dealbits/tom-bihn.html>
<http://www.heikekurtz.de/tidbitsde/TidBITS-de-695.html#Artikel2>

Fetch Softworks sponsert TidBITS -- Wir freuen uns, Fetch Softworks, den Hersteller des dienstältesten FTP-Client auf dem Mac, Fetch, als unseren neuesten Langzeit-Sponsor zu begrüßen. Jim Matthews entwickelte Fetch ursprünglich bereits 1989 für das Dartmouth College, und wenig später bot Dartmouth das Programm Bildungseinrichtungen und gemeinnützigen Organisationen kostenlos, und allen anderen als Shareware, an. Schnell überholte Fetch all die anderen damaligen Macintosh FTP-Clients, Programme wie HyperFTP, XferIt und andere, über die ich in der ersten Ausgabe des Internet Starter Kit for Macintosh in 1993 geschrieben hatte. Damals begann ich auch, mit Jim zu korrespondieren und packte schließlich Fetch neben anderen einflussreichen Programmen wie MacTCP, Eudora und StuffIt Expander mit auf die Diskette, die dem Buch beilag.

Leider musste Jim andere Aufgaben in Dartmouth übernehmen und konnte sich einige Jahre lang nicht mehr ausschließlich um Fetch kümmern, wodurch die Entwicklung stagnierte. Fetch Softworks wurde im Dezember 2000 gegründet, als Jim fast die oberste Stufe bei "Who Wants to be a Millionaire" [das US-Original von Jauch's "Wer wird Millionär" -- JW] erreichte und mit einem Teil seines Gewinns den Namen und den Quellcode zu Fetch von Dartmouth kaufte. Jim arbeitete größtenteils alleine an Fetch und bewahrte dessen ursprüngliche Bedienoberfläche, während er das Programm an Mac OS X anpasste, und schaffte es zudem, die Kompatibilität bis zurück zu System 7 zu gewährleisten. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl anderer FTP-Clients, aber wann immer ich Probleme mit komischen FTP-Servern habe, kommt Fetch zum Einsatz, welches mit diesen - dank seiner Evolution über viele Jahre mit wenig verlässlichen Internet-Standards hinweg - problemlos klarkommt. Erst vor Kurzem heuerte Jim den bekannten Macintosh-Programmierer Miro Jurisic an, der bereits zweimal den „MacHax Group's Best Hack“ Wettbewerb auf der MacHack gewonnen hat, sodass wir neue Versionen von Fetch in etwas kürzeren Abständen als bisher erwarten dürfen.

<http://fetchsoftworks.com/>

Zum Start ihres Sponsorings bietet die Firma Fetch Softworks exklusiv für TidBITS-Leser einen 5 US$-Rabatt auf Fetch. Werfen Sie also auf jeden Fall einen Blick auf die Sponsoren-Ecke weiter oben für den benötigten Rabatt-Code. [ACE]

iMacs mit höherer Geschwindigkeit und mehr Ports -- Apple hat heute seine iMac-Produktlinie mit einem Prozessor-Taktsprung auf bis zu 1.25 MHz und verbesserten Komponenten für sowohl die 17-Zoll-, als auch die 15-Zoll-Modelle aufgefrischt. Der 1'800 USDteure 17-Zoll iMac erhält den schnellsten PowerPC G4 Prozessor und einen schnellen 167 MHz Systembus und wird mit 256MB SDRAM, einer 80 GB Festplatte, einem 4x SuperDrive und einer Nvidia GeForce FX 5200 Ultra Grafikkarte mit 64MB RAM ausgeliefert. Das 15-Zoll-Modell für 1'300 USD hat nun einen 1 GHz PowerPC G4 Prozessor mit 167 MHz Systembus und besitzt 256 MB SDRAM, eine 80 GB Festplatte, ein 32x Combo Laufwerk, and die Nvidia GeForce4 MX Grafikkarte mit 32 MB RAM. Beide Modelle bieten bis auf folgenden kleinen Unterschied die selbe Schnittstellen-Konfiguration wie bisherige Modelle: die drei USB-Buchsen am Computer sind nun schnellere USB 2.0 Schnittstellen (die zwei Buchsen an der Tastatur sind nach wie vor USB 1.1). FireWire 800 Schnittstellen, die erstmals in den PowerMac G4 Rechnern angeboten wurden, haben es hingegen noch nicht bis in die iMacs geschafft. Außerdem unterstützen beide iMacs nun AirPort Extreme (nach Einbau einer 100 USDteuren Erweiterungskarte) und können mit eingebautem Bluetooth (als kundenspezifische Option für 50 USD) bestellt werden. Beide Konfigurationen sind ab sofort erhältlich. [JLC]

<http://www.apple.com/pr/library/2003/sep/08imac.html>
<http://www.apple.com/de/imac/>

Debüt für 20 GB und 40 GB iPods -- Apple hat heute iPods mit 20 GB und 40 GB Festplatten angekündigt, die die derzeitigen 15G B- und 30 GB-Modelle ablösen. Das 10 GB-Modell bleibt weiterhin für 300 USD im Angebot, das 20 GB-Modell kostet 400 USD und das 40 GB-Modell 500 USD. Ansonsten hat sich nichts geändert. Die größeren Laufwerke sind sicherlich willkommen und es ist interessant, wie Apple die Verfügbarkeit größerer und zugleich billigerer Festplatten ausnutzt, um die Kapazität der iPods bei gleichbleibenden Preisen zu erhöhen. Obwohl ein billigerer iPod sicherlich gern gesehen würde, führen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bei der Festplattenherstellung oft zu dieser Art Vorgehensweise, so dass Apple wenig Spielraum bleibt, insbesondere wenn die hohen Gewinnmargen der iPods beibehalten werden sollen. Eine weitergehende Diskussion zu diesem Thema erübrigt sich jedoch angesichts von immerhin einer Million verkauften iPods, die zweifellos ihren Anteil an Apples derzeitiger guten finanziellen Lage haben.

<http://www.apple.com/pr/library/2003/sep/08ipod.html>
<http://www.apple.com/de/ipod/>

Verkaufte Songs im iTunes Music Store erreichen Zehn-Millionen-Marke -- Apple hat heute mitgeteilt, dass bereits nach vier Monaten der zehnmillionste Song im iTunes Music Store verkauft worden ist (als sei es ein ironischer Kommentar zur Lage der Online-Musikbranche, handelte es sich um Avril Lavignes "Complicated"). Das ist eine beeindruckende Zahl, und obwohl es keine Informationen zur Höhe der Betriebskosten der Website gibt, hat sie vermutlich in einem Vierteljahr mindestens drei Millionen USD zu Apples Gewinn beigetragen. Die Verkaufszahlen haben sich offenbar stabilisiert, wie ein Blick auf die von Apple veröffentlichten Zahlen zeigt. Nach sieben Tagen hatte Apple eine Million Songs verkauft, nach 16 Tagen zwei Millionen, nach 56 Tagen fünf Millionen Songs, und die Zehn-Millionen-Marke war nach 133 Tagen erreicht. Es überrascht nicht, dass die ursprüngliche enorme Begeisterung der ersten zwei Wochen inzwischen etwas abgeebbt ist, aber wenn man von diesen einmal absieht, dann wurden zwischen dem 17. und dem 56. Tag durchschnittlich 75'000 Songs pro Tag verkauft, und zwischen dem 57. und dem 133. immerhin 65'000 Songs pro Tag.

Beim besten Willen nicht schlecht, wenn man sich vor Augen hält, dass der iTunes Music Store grundsätzlich nur Macintosh-Benutzern offen steht, die Mac OS X benutzen, über einen Breitband-Internet-Zugang verfügen und Interesse am Online-Kauf von Musik haben. Wenn man den Marktzahlen glauben darf, sind das bestenfalls fünf Prozent des Gesamtmarktes, der angesprochen werden kann, sobald Apple den iTunes Music Store für Windows-Benutzer öffnet (vermutlich geschieht das noch dieses Jahr). Persönlich bezweifle ich, dass Apples derzeitige Musikverkäufe nur fünf Prozent des gesamten Online-Musik-Verkaufs an Mac- und Windows-Benutzer ausmachen, aber das liegt daran, dass ich Zahlen über Marktanteile für ungefähr so aussagekräftig halte wie Statistiken, die in politischen Debatten zitiert werden. [ACE]

<http://www.apple.com/pr/library/2003/sep/08musicstore.html>
<http://www.apple.com/music/store/>

Salling Clicker 2.0 unterstützt Palm-PDAs -- Salling Software hat Version 2.0 von Salling Clicker veröffentlicht, dem erfolgreichen Dienstprogramm, mit dem man einen Mac von einem mit Bluetooth ausgestatteten Gerät aus fernsteuern kann (siehe "Der Salling Clicker in Aktion" in TidBITS-694_). Nachdem bisher nur einige Sony Ericsson Mobiltelefone unterstützt wurden, ist Version 2.0 nun auch mit Bluetooth-fähigen Palm PDAs wie z.B. dem Tungsten T und Tungsten T2 kompatibel. Einzigartig für die Palm-Version ist, dass sie Bilder aus Ihrer iPhoto-Bibliothek darstellen kann. Diese Version bietet außerdem "Live-Aktualisierung", um aktuelle Clicker-bezogene Aktivitäten im Blick zu behalten; beispielsweise können Sie sich den Fortschritt beim Abspielen eines Songs in iTunes ansehen oder Folien-Notizen während einer Keynote- oder PowerPoint-Präsentation lesen. Für Telefonbesitzer wurde der Annäherungs-Sensor durch eine Aktivitäts-Erkennung ergänzt, der bestimmte Aktionen abhängig vom Status des Telefons ausführen kann (z.B. iTunes auf Pause setzen, sobald ein Anruf eingeht). Zudem bietet der Salling Clicker einen verbesserten "Visual Keypad Editor", um den Hardware-Tasten auf Mobiltelefonen oder Palms bestimmte Funktionen zuzuweisen. Die neue Version unterstützt nun auch das Sony Ericsson T616 Mobiltelefon. Salling Clicker 2.0 wird in zwei Konfigurationen angeboten: die Telefon-Version kostet 10 USD(und ist kostenlos für bereits registrierte Benutzer); die Palm-Version kostet 15 US$. Beide benötigen Mac OS X 10.2.6 oder später und sind als jeweils 1.9MB große Datei herunterzuladen.

<http://clicker.salling.com/>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07320>

FileMaker veröffentlicht zwei FileMaker-Anwendungen -- FileMaker schlägt mit seiner bekannten FileMaker Pro Datenbank-Software eine neue Richtung ein. Zusätzlich zur Entwicklung der eigentlichen Datenbank-Software wird die Firma Software unter dem Namen "FileMaker Applications" anbieten, eine Reihe von aufgabenspezifischen Programmen, die mit FileMaker Pro entwickelt werden und deren Quellcode - im Gegensatz zu den meisten maßgeschneiderten FileMaker-Lösungen - frei zugänglich ist, sodass FileMaker Pro-Entwickler sie anpassen und erweitern können. Obwohl die „FileMaker Applications“ als schnell einsetzbare Lösungen für oftmals vernachlässigte oder schlecht implementierte Daten-Verwaltungs-Aufgaben gedacht sind, sollen sie dennoch den Verkauf der eigentlichen FileMaker Pro-Software ankurbeln, indem deren Benutzung FileMaker Pro 6 voraussetzt.

<http://www.filemaker.com/applications/>

Die ersten beiden FileMaker Anwendungen sind „Recruiter“ und „Meetings“. Recruiter bietet Werkzeuge zum Verwalten von Kontakten und Kandidaten-Infos, damit der Benutzer schnell herausfinden kann, wer wen kennt und wer mit wem gearbeitet hat. Zudem gibt es Werkzeuge zur Verwaltung von Hintergrund-Informationen, Berichte der Organisations-Struktur, E-Mail-Werkzeuge, sowie weitere allgemeine Kontakt-Management- und Berichts-Funktionen. Meetings bietet Werkzeuge zum Entwickeln von Zeitplänen, zum Nachverfolgen von Aufgaben, dem Verteilen von Besprechungs-Protokollen und der Automatisierung regelmäßig verschickter E-Mails. Beide FileMaker-Anwendungs-Programme sind über den FileMaker Online-Laden erhältlich und setzen die 300 USD teure FileMaker Pro 6 Software voraus; Meetings kostet 50 US$, Recruiter 300 US$. [GD]

[Bisher ist auf der deutschen FileMaker Website zu diesen Produkten noch nichts zu lesen. -- JW]

<http://www.filemaker.com/applications/recruiter_home.html>
<http://www.filemaker.com/applications/meetings_home.html>

Glenn Fleishman erweitert TidBITS Team -- Wir haben stets versucht, die TidBITS-Organisation schlank zu halten, aber unser Freund und Kollege Glenn Fleishman hat uns schon so lange und auf so viele Arten ausgeholfen, dass wir uns entschlossen haben, es offiziell zu machen: er ist nun ständiger redaktioneller Mitarbeiter der TidBITS und nimmt diese erhabene Position neben Mark Anbinder und Matt Neuburg ein. Als ständiger redaktioneller Mitarbeiter hat Glenn Anrecht auf alle TidBITS-, einschließlich eines erstklassigen Parkplatzes, der Benutzung des Firmen-Appartements (beide im TidBITS-Hauptquartier in Ithaca, New York, natürlich), Verwendung des königlichen "wir" in Artikeln und eine tidbits.com E-Mail-Adresse, die überall auf der Welt funktioniert. Herzlich Willkommen bei TidBITS, Glenn! [ACE]


Wo Büffel das AirPort-Netzwerk durchstreifen

von Glenn Fleishman <glenn@tidbits.com>
[Übersetzung: Jochen Wolters <jochen@polytropia.com>]

Wir haben bereits früher über eine Funktion in Apples AirPort Extreme Basisstation geschrieben, die es Ihnen ermöglicht, mehrere Basisstationen drahtlos zusammenzuschalten, um ein größeres Netzwerk zu knüpfen (siehe "AirPort Extreme: In the Key of G" in TidBITS-663_ [Diese Ausgabe der TidBITS liegt noch nicht auf Deutsch vor -- JW]). Diese geniale Funktion wird Wireless Distribution System (WDS) [etwa "System für drahtlose (Daten-)Verteilung" -- JW] genannt und ist ein halb-offizieller Standard, der sich auch in Geräten von anderen Herstellern findet. Aber sowohl Apple als auch andere Hersteller haben uns gesagt, dass sie weder großen Aufwand in Kompatibilität investieren, noch die Geräte anderer Hersteller systematisch testen. Daher wollten wir unsere eigenen Tests durchführen.

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07047>
<http://www.apple.com/airport/>

Die Firma Buffalo Technology war so freundlich, mir ein paar ihrer WLA-G54 802.11g Basisstationen zu leihen, um deren Version des WDS für Adams und mein neues Buch, „The Wireless Networking Starter Kit“, 2. Ausgabe, zu testen. Wie ich feststellen konnte, lassen sich Buffalos WLA-G54 ohne viel Aufwand als "entfernte Basisstationen" in ein Netzwerk aus AirPort Extreme Basisstationen einfügen. Ich öffnete das „AirPort Admin.“ Dienstprogramm und stellte eine Verbindung zur AirPort Extreme Basisstation in meinem Büro her. Ich klickte auf „Alle Einstellungen“, wählte den WDS-Reiter und aktivierte die AirPort Extreme Basisstation als ein WDS. Dann klickte ich auf das Plus-Zeichen, um die Basisstationen als entfernte bzw. Haupt-Basisstationen zu spezifizieren. Überraschenderweise bot mir das „AirPort Admin.“ Dienstprogramm das Buffalo WLA-G54 zur Verwendung als entfernte Basisstation an. Dabei hatte ich die Buffalo Basisstation noch gar nicht konfiguriert - ich hatte sie lediglich eingeschaltet. Aber das „AirPort Admin.“ Dienstprogramm führt alle Basisstationen auf, die die AirPort Extreme Basisstation "sehen" kann. (Wäre das nicht geschehen, hätte ich die MAC-Adressen des WLA-G54 wie gewohnt von Hand in das AirPort Admin. Dienstprogramm eintragen können.)

<http://www.buffalotech.com/wireless/products/airstation/wlag54.php>

Das Buffalo WLA-G54 ist ein reiner Zugangspunkt für drahtlose Netze ohne jegliche Gateway-Funktionalität wie die Vergabe von IP-Adressen via DHCP. Das ist in Ordnung, da ich diese Funktionen in einem verteilten Netzwerk sowieso abgeschaltet hätte. Was ist nun der Nutzen des Buffalo WLA-G54 für Mac-Benutzer? Die Kosten: obwohl AirPort Extreme Basisstationen bereits ab angemessenen 200 USD zu haben sind, können Sie das WLA-G54 bereits ab 100 USD bekommen, sodass es die billigere Alternative ist, wenn Sie Ihr WLAN-Netzwerk erweitern wollen.

Beachten Sie, dass die Verwendung von WDS die Leistungsfähigkeit des gesamten Netzwerkes beeinflusst, da jede entfernte Basisstation jedes Datenpaket mit einem einzigen Funk-Transceiver empfangen und weitersenden muss. Das ist angesichts der realistisch zu erwartenden 25Mbps Datendurchsatz von 802.11g kein großes Problem, aber Sie sollten sich dessen bewusst sein. Falls Sie die schnellstmögliche Übertragungsgeschwindigkeit brauchen, bleiben Sie besser bei einem "roaming network", in dem Sie mehrere Basisstationen über kabelgebundenes 100Mbps-Ethernet verbinden und diese auf jeweils unterschiedliche Frequenzen bzw. Kanäle, aber den selben Netzwerk-Namen einstellen. Falls Sie tiefer in das Thema WDS eintauchen wollen, habe ich einen technisch anspruchsvolleren Artikel zum Thema geschrieben, der letzte Woche auf O'Reilly Networks erschienen ist.

<http://www.oreillynet.com/pub/a/wireless/2003/08/28/wireless_bridging.html>

PayBITS: Hat Glenn Ihnen geholfen, eine Lücke in Ihrem drahtlosen Netzwerk zu schließen? Dann senden Sie ihm doch den ein oder anderen Euro via PayPal!
<https://www.paypal.com/xclick/business=glenn%40glennf.com>
Read more about PayBITS: <http://www.tidbits.com/paybits/>


Eudora 6.0 schnappt Spam, integriert Inhalte

von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Alexander Lorani <alexander.lorani@web.de>]

Letzte Woche gab Qualcomm Eurdora 6.0 frei, ein großes Upgrade des ehrwürdigen E-Mail-Programms. Eudoras aktuelles Aushängeschild ist SpamWatch, ein neues Modul, das Bayesian-Filtermechanismen nutzt, um spam-ähnliche Nachrichten in einen neuen Müll-Ordner zu verschieben. Aber es gibt noch einige andere willkommene Änderungen für Nutzer von Mac OS 9 und Mac OS X.

<http://www.eudora.com/>

SpamWatch -- Es ist keine Frage, dass Spam [Unerwünschte Werbe E-Mail - Anm. des Übersetzers] heute bei weitem das schlimmste Problem für E-Mail Nutzer darstellt. Ich selbst habe bereits dieses Jahr ungefähr 39'000 Spam-Nachrichten bekommen und das, obwohl unser Nachrichtenserver einen (zugegebenermaßen konservativen) Spamblocker verwendet. Eudora 6.0 geht das Spam-Problem an durch die Einführung von SpamWatch, einem Modul, das Bayesian-Filtermechanismen nutzt, um spam-ähnliche Nachrichten in einen Müllordner zu verschieben. Eudora wird vortrainiert, so dass es nach der Installation sofort mit dem Filter arbeitet. Aber Sie können (und sollten) es weiter trainieren, indem Sie Spam-Nachrichten markieren, die nicht erkannt wurden, bzw. legitime Nachrichten im Müllordner mit der Nicht-Müll-Markierung versehen, die fälschlicherweise dort gelandet sind. Ein neues Müll-E-Mail Einstellungsfenster lässt Sie die Schwelle einstellen, bei der Eudora eine Nachricht als unerwünschte E-Mail einschätzen soll (meine Einstellung steht auf 50; der Bereich geht von 0 für Mail, die definitiv kein Spam darstellt, bis 100 für Nachrichten, die wirklich superspammig sind), und einige andere nützliche Einstellungen, die sich auf SpamWatch beziehen.

<http://www.eudora.com/email/features/spamwatch.html>

Seit SpamWatch für Tester im April 2003 zur Verfügung stand, erwies sich SpamWatch in der Zeit meiner Nutzung als sehr genau, mit einem Anteil falscher Positiv-Meldungen von unter einem Prozent. Falsche negativ-Einordnungen sind ebenfalls selten, es gibt nur einige Fehler pro Tag. Ich kann leider keine genauere Aussage machen, da Qualcomm zum Start von Version 6.0 nicht in der Lage war, eine Spam-Filter-Statistik in das Eudora Statistik Fenster zu integrieren. Ich hoffe wirklich, dass es bei Eudora 6.1 so weit ist.

Der Anteil falscher Positiv-Meldungen ist zum Teil so niedrig, weil Eudora Absender aus dem Adressbuch als "Gut" markiert. Wenn sie eine inkorrekt sortierte Nachricht als Nicht-Müll kennzeichnen, merkt sich Eudora automatisch den Absender in ihrem Adressbuch, so dass zukünftige Fehler sogar noch unwahrscheinlicher werden. Das sollte für die meisten Leute reichen, aber Leute wie ich, die viele Nachrichten von Leuten bekommen, die nicht in ihrem Adressbuch stehen, sollten die folgenden zwei Tricks versuchen, um ihr Adressbuch aufzufüllen: Erstens: wenn sie eine E-Mail-Abo-Liste verwalten und sicherstellen wollen, dass alle Nachrichten der Abonnenten (wie z. B. TidBITS Talk bei mir) niemals als Spam markiert werden, sollten sie die Absender-Erinnern Filteraktion verwenden, damit die Nachrichten richtig sortiert werden. Zweitens: überlegen sie sich den Einsatz von Robert Woodheads freiem BoxSweeper Programm, das alle E-Mail Adressen aus ihren gespeicherten Postfächern mit legitimer Post extrahiert. Dadurch kann man sicher sein, dass jeder, der einem in der Vergangenheit legitime Post geschickt hat, auch korrekt klassifiziert wird. Natürlich nur, wenn er die gleiche Adresse verwendet. Man bedenke jedoch, dass Spam, die eine Adresse aus dem Adressbuch fälscht (wie z. B. die eigene Adresse!), es immer an SpamWatch vorbei schafft. Man sollte also seinen Adressbuchinhalt vernünftig zurechtstutzen.

<http://www.madoverlord.com/Projects/BOXSWEEPER.t>

SpamWatch ist ein Plug-in, das ist wichtig. Es bedeutet, dass andere Entwickler in der Lage sind auch Anti-Spam Plug-ins zu entwickeln, die bedeutend besser als früher integrierbar sind. Michael Tsai, Entwickler des SpamSieve Spambekämpfungs-Werkzeugs arbeitet bereits an einem Beta Plug-in, das Eudora 6.0 mit dem demnächst erscheinenden SpamSieve 2.0 integriert. Obwohl Eudoras eigenes SpamWatch zur Zeit ziemlich gut arbeitet, glaube ich, dass es Platz für andere Werkzeuge gibt, besonders wenn die Spam-Erzeuger lernen, wie man Bayesian-Filter umgeht.

<http://www.c-command.com/spamsieve/>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07076>

Inhalts-Konzentrator -- SpamWatch ist dafür ausgelegt, große Mengen an Spam zu verarbeiten. Eine andere neue Funktion ist darauf ausgerichtet, die eintreffenden Mengen an legitimer Post zu verwalten. Der Inhalts-Konzentrator verbessert das Vorschau Fenster in jedem Postfach-Fenster auf zwei Arten (Klicken sie auf das Ausklapp-Dreieck in der unteren linken Ecke eines Postfach-Fensters, um den Vorschau Bereich zu öffnen).

<http://www.eudora.com/email/features/content_concentrator.html>

Erstens: es verbirgt exzessiv zitierten Text, um ihnen zu helfen, sich nur auf den neuen Text einer einzelnen Nachricht zu konzentrieren. Ich finde dies sehr nützlich in Postfächern, wo ich den Vorschaubereich sehr klein halte. Dadurch bekomme ich gerade noch mit, worum es in der Nachricht geht, ohne das Nachrichtenfenster zu öffnen.

Zweitens: wenn sie Eudoras Option-Klick Kürzel verwenden, um mehrere Nachrichten nach Absender oder Betreff zu markieren (eine Funktion von unglaublicher, geradezu himmlischer Nützlichkeit, die ich ständig verwende), zeigt der Inhalts-Konzentrator alle ausgewählten Nachrichten im Vorschau-Fenster an (und verbirgt Zitat-Texte wo es angemessen erscheint). Tolle Sache, um Diskussionslisten-Themen schnell zu lesen.

Man muss sich ein wenig an den Inhalts-Konzentrator gewöhnen. Ich verwende häufig Eudoras „Tipp-Auswahl“ Funktion, gefolgt von dem Option-Klick-Kürzel, so dass ich eine bestimmte Nachricht schneller finden kann. Der Inhalts-Konzentrator kann da etwas im Weg stehen. Außerdem, wenn sie einen Diskussions-Listen-Thema mit dem Inhalts-Konzentrator im Vorschau-Bereich lesen, markiert Eudora zur Zeit die Nachrichten weder als gelesen noch unterscheidet er zwischen zusammengefassten gelesenen und nicht-gelesenen Nachrichten.

Aber man muss sich nur daran erinnern, dass der Inhalts-Konzentrator nur den Nachrichtenkopf und den zitierten Text für die Vorschau verwendet. Wenn sie die Nachricht regulär im eigenen Fenster öffnen, sieht alles so aus wie es soll.

Wenn sie den Inhalts-Konzentrator nicht mögen oder ihn anpassen wollen, damit er mehr oder weniger Informationen anzeigt, können sie in den Einstellungsoptionen des Inhalts-Konzentrators die notwendigen Anpassungen vornehmen.

Bedienung -- Die Leute lieben es, sich darüber zu mokieren, wie hässlich doch Eudora ist - obwohl ich mittlerweile vermute, dass die Bedienoberfläche den Hauptcharme für die langjährigen Nutzer darstellt. Qualcomm reagiert üblicherweise mit einigen kosmetischen Veränderungen mit jedem neuen Release; diesmal kommt Eudora mit einer völlig überarbeiteten Werkzeugleiste und neuen System-Symbolen. Das Abschleppwagen-Symbol, das man zum Ziehen von offenen Nachrichten in ein Postfach verwenden konnte, wurde abgeschafft; statt dessen zieht man nun ein Briefumschlag-Symbol auf die Titelzeile; genauso kann man Ordner-Symbole auf die Titelzeilen von Fenstern des Finders ziehen.

Deutlich wichtiger für Mac OS X Benutzer ist das Hinzufügen einer Schublade auf der rechten Seite der Postfachfensters; sie wird mit einer kleinen Schaltfläche in der oberen rechten Seite eines Postfachfensters geöffnet. Die Schublade zeigt im Prinzip die Inhalte des Eudora Postfachfensters, inklusive einer hierarchischen Liste aller Postfächer. Man kann auf ein Postfach klicken, um es im gleichen Fenster zu öffnen, doppelt klicken, um es in einem eigenen Fenster zu öffnen, Nachrichten hineinziehen, usw. Die Namen von Postfächern mit ungelesenen Nachrichten darin werden in fetter unterstrichener Schrift angezeigt. Man kann keine Postfächer in der Schublade hinzufügen oder löschen, dazu verwendet man nach wie vor das Postfach-Fenster.

Ich bin etwas zurückhaltend bei einer Empfehlung für die Postfach-Schublade. Eudora verfolgt das Prinzip von Mehrfach-Fenstern und ich lasse meine verschiedenen Postfächer unterschiedlich anzeigen. Einige zeigen den Vorschaubereich gar nicht an, andere zeigen nur einen kleinen Ausschnitt und einige benötigen den ganzen Platz eines Postfachfensters. Wenn ich die Postfach Schublade verwende, limitiert mich das auf eine einzige Einstellung des Vorschaubereichs.

Ich finde es außerdem schwieriger, Nachrichten in die einzelnen Postfächer zu ziehen, als Eudoras Transfer Menu zu verwenden (wo man nicht dauernd die Maustaste gedrückt halten muss). Da meine vielen Filtereinstellungen automatisch bei neuem Posteingang die entsprechenden Postfachfenster öffnet, bin ich oftmals ziemlich verwirrt, welche Postfächer nun offen sind und warum. Ich habe das automatische Postfachöffnen abgeschaltet, um mit einem Fenster zu arbeiten, aber ich werde so schnell wie möglich zum Prinzip vieler Fenster zurückkehren, sobald ich meine Filtereinstellungen angepasst habe.

Was fehlt -- Bei den meisten Hauptveröffentlichungen von Programmen sind einige Leute immer enttäuscht und diejenigen, die eine Überholung von Eudoras immer mehr knirschendem Filtersystem erwartet hatten, werden in Eudora 6.0 keine Änderungen vorfinden. Eudora verwendet immer noch nicht Apples Adressbuch. Obwohl: je mehr ich das bei anderen Applikationen beobachte, je unsicherer bin ich, ob das wirklich eine gute Universallösung ist. Verschiedene Programme haben nun mal verschiedene Anforderungen an eine Adress-Datenbank. Was sich auch nicht verändert hat, ist Eudoras HTML Parser, der HTML E-Mails lesbar aufbereitet, manchmal zumindest. Ich hoffe das Qualcomm den eingebauten Parser mit Apples kürzlich veröffentlichten WebKit ersetzt, der die Rendering-Anwendung des Safari Webbrowsers darstellt.

Damit ist fast alles gesagt; es gibt noch Unmengen von kleineren Tunings, Verbesserungen und Bug-Behebungen in Eudora 6.0. Man kann das alles in der Release Dokumentation nachlesen. Es ist keine Frage, dass Eudora das am besten zu konfigurierende E-Mail Programm des Planeten bleibt, dank des Zugangs auf Hunderte von internen Einstellmöglichkeiten die in anderen Programmen verborgen bleiben. Ich biete eine Liste der x-eudora-settings an, die ich verwende; sie können diese abrufen, indem sie eine E-Mail an <x-eudora-settings@tidbits.com> senden. Wenn sie auch zukünftige Updates der Einstellungen automatisch erhalten wollen, fügen sie bitte ADD in die Betreffzeile ein.

<http://www.eudora.com/download/eudora/mac/6.0/Release_Notes.txt>

Upgrade und Versionen -- Eudora bleibt in allen 3 Modi verfügbar, umschaltbar durch die Bezahlungs- und Registrierung in Eudoras Hilfe Menu. Der Bezahlmodus liefert Zugriff auf alle Eudora Funktionen für 50 USD. Upgrades sind frei wenn sie einen Bezahlmodus in den vergangenen zwölf Monaten erworben haben; Upgrades kosten 40 USD wenn sie einen Bezahlmodus Registrierungscode für Eudora 4.3 oder später erworben haben. Sie müssen eine neue Kopie lizenzieren, wenn sie neuer Nutzer sind bzw. einen älteren Registrierungscode als Eudora 4.3 haben.

<http://www.eudora.com/email/upgrade/>

Der Sponsormodus ist frei und lässt sie alle Funktionen nutzen, bis auf SpamWatch. Dafür wird ihnen ein wechselndes Werbefenster gezeigt und bis zu drei Schaltflächenleisten haben direkte Links auf Werbesponsoren. Ich persönlich kann ohne SpamWatch nicht überleben, aber falls sie nicht viel Spam bekommen und sie die Werbung nicht stört, ist der Sponsormodus für sie das richtige.

Der Modus "Eudora Light" kommt ohne Werbung aus aber reduziert die Funktionsvielfalt um einiges. Eine gute Option für denjenigen, der ein einfaches E-Mail Programm ohne Chrom und Creme benötigt.

Eudora 6.0 ist ein 4,4 MByte Download für Mac OS 9 Benutzer und ein 4.2 MByte Download für Mac OS X Nutzer.

<http://www.eudora.com/download/>

PayBITS: Haben ihnen Adams Einblicke geholfen ihre E-Mail Flut zu bändigen? Vielleicht senden sie ihm ein paar Dollar via PayBITS!
Amazon: <http://www.amazon.com/paypage/P3AQT7G7WC4EUK>
PayPal: <https://www.paypal.com/xclick/business=ace@tidbits.com>
Mehr über PayBITS: <http://www.tidbits.com/paybits/>


Warum ich auf Trägheit stehe

von Keith Kaiser <kkaiser@kc.rr.com>
[Übersetzung: Roland Müller <mail@duesenschrieb.de>]

Ganz klar, ich bin der entspannteste Mac-User weit und breit.

Lassen Sie mich das erklären: Rund um meinen Ruhesessel ist meine ganze Technologie angeordnet – vier bis fünf Fernbedienungen, drahtlose Telefone und Handy, fernbedienbare Lichtschalter und natürlich der Laptop-Tisch mit meinem unter AirPort laufenden iBook. Wenn Freunde vorbeischauen, ist es nicht ungewöhnlich, dass sie mich beim Surfen im Internet antreffen, während ich iTunes oder meinen iPod eingeschaltet habe, im Netz nach der neuesten Mac-Software suche und im Hintergrund CNN über den TV-Bildschirm flimmert. Alles zur gleichen Zeit. Die Trackpad-Bedienung des iBook begann jedoch nach einer Weile ihren Preis zu fordern. Hand und Handgelenk wurden taub, Ringfinger und kleiner Finger verkrampften zunehmend. Dazu kam, dass mein Unterarm aufgrund des unnatürlichen Winkels, in dem ich ihn halten musste, schnell ermüdete, weil der Laptop-Tisch lag höher lag als die Armlehne des Sessels. Es musste also etwas geschehen.

Die Lösung hieß "Gyration Ultra Cordless Mouse". Anders als andere drahtlose Mäuse verwendet die Ultra Maus Radiowellen, um mit dem Computer zu kommunizieren. Außerdem ist sie meines Wissens die Erste, die ein Gyroskop zur Feststellung der relativen Position eingebaut hat. Sie kann also auf einer flachen Oberfläche wie eine normale optische Dreitastenmaus benutzt werden oder ganz ohne Oberfläche frei im Raum. Die Maus selbst ist anders geformt als jede andere. Man greift sie wie eine Angelrute oder als wolle man jemand die Hand schütteln. Ein Einschaltknopf findet sich ganz natürlich unterm Zeigefinger, wenn man sie in der Luft benutzen will. Der Daumen bleibt frei, um die rechte oder linke Taste oder das Scrollrad zu bedienen.

<http://www.gyration.com/ultra.htm>

Die Ultra Maus ist mit fest eingebauten NiMH-Akkus ausgestattet, die aufgeladen werden, wenn man sie in die dazu gehörende Ladestation stellt. Ein separater Sender wird an die USB-Buchse des Mac angeschlossen.

Um meine "Computer-Startplattform" perfekt auszurüsten, habe ich den Sender mit einem Stück doppelseitigem Klebeband auf der Unterseite meines Laptop-Tisches befestigt. So ist er bequem in Reichweite und gleichzeitig aus dem Weg. Die Maus steht in ihrer Ladestation gleich neben dem iBook, braucht so nicht mehr Platz als eine normale Maus und ist zugleich jederzeit griffbereit.

Gyration gibt an, dass die Maus eine Reichweite von etwa 7,50 Meter hat. Ein weiteres Modell mit über 30 Meter Reichweite ist alternativ erhältlich aber wohl nur bei Präsentationen in einer wirklich großen Halle nötig. Die Präzision, mit der die Ultra Maus den Mac-Cursor auf dem Bildschirm steuert, ist erstklassig und bedeutend besser als über das Trackpad. Wenn der Cursor über einem bestimmten Punkt positioniert ist, bleibt er auch dort, was Mehrfachklicks entschieden erleichtert.

Um die Mausbedienung in die dritte Dimension zu übertragen, habe ich gerade mal 30 Sekunden gebraucht. Die Gyroskope in der Ultra Maus "erkennen" sehr genau die horizontalen und vertikalen Bewegungen, die man im Raum macht (die dazu im rechten Winkel stehende "Tiefe", die einige 3-D-Controller zusätzlich erkennen können, wird nicht wahrgenommen; die Ultra befreit die Maus lediglich von den Fesseln der Schwerkraft auf einer festen Oberfläche). Es braucht nur geringe Bewegungen des Handgelenks, um die Ultra zu bedienen, deutlich geringere als bei einer konventionellen Maus, und es funktioniert sowohl mit den verschiedenen Voreinstellungen für die Bewegungs- wie die Doppelklickgeschwindigkeit. Es ist eine Kleinigkeit, die Ultra in der Hand zu halten und ohne den Arm zu bewegen, alle Aktionen einer konventionellen Maus durchzuspielen, ohne dabei eine feste Oberfläche zu benötigen. Meinem Handgelenk scheint der geringere Bewegungsaufwand zum Positionieren des Cursors sehr gut zu tun. Kein Karpaltunnelsyndrom oder Bewegungsstress mehr für mich, Leute! Mit einem Gewicht von knapp über 150 Gramm ist die Maus etwas schwerer als üblich, das macht es aber scheinbar leichter, den Cursor ruhig zu halten.

Obwohl die Bedienungsanleitung behauptet, dass die rechte Maustaste bei einem Mac nicht funktioniert, habe ich festgestellt, dass diese sehr wohl geht, sowohl unter Mac OS X wie auch unter Mac OS 9. Mit Hilfe der Shareware USB Overdrive X kann man zudem noch zusätzliche Tastenkombinationen vorprogrammieren; die Maus selbst kommt lediglich mit Windows-Treibern. Aus den Informationen von Gyration geht hervor, dass sie die Bewegungsdaten mit einer Frequenz von 80 Hz überträgt, also deutlich schneller als andere drahtlose Mäuse. Nach meinem ganz subjektiven Empfinden entspricht das auch den Tatsachen; das Scrollen mit dem Rad zum Beispiel geht sehr flüssig vonstatten.

<http://www.usboverdrive.com/>

Es war ein Vergnügen, die Gyration Maus zu benutzen. Sie war einfach zu installieren und hat mit einem Preis von unter 80 USD ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Ich lege sie jedem wärmstens ans Herz, der eine drahtlose Lösung sucht, die sowohl in der Luft als auch auf einer Arbeitsfläche funktioniert. Oder wenn man einfach die Belastung von Hand, Gelenk und Arm verringern will.

[Keith Kaiser ist Senior Programmer Analyst bei Worldspan in Kansas City, Missouri. Nebenbei betreibt der HyperMac Software, einen Mac-Support und verbringt seine freie Zeit als ehrenamtlicher Helfer der amerikanischen Pfadfinderorganisation/North Star District]

<http://kaiserklan.com/>


Aktuelle Themen im TidBITS-Talk/08-Sep-03

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Kommentare zu Hog Bay Notebook -- Die Leser teilen mit, was sie an Hog Bay Notebook im vergleich zu anderen Notizzettel-Programmen mögen und nicht mögen. ("Hog Bay Notebook comments" - 4 Beiträge)

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Internet Schwachstellen -- Ist das Internet tatsächlich mehr oder weniger so anfällig wie Chuck Goolsbee das in seinem Interview beschrieben hat? Und eignet sich das Internet überhaupt als Ziel für Terroristen? ("Internet vulnerabilities" - 14 Beiträge)

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In Sachen Google -- Nach unserer Ankündigung des Experiments mit Googles AdSense hat sich ein Leser mit einigen Anmerkungen bezüglich der Google Watch Website zu Wort gemeldet. Das hatte dann einige recht faszinierende Antworten betreff der Intentionen der Google Watch Website zur Folge – inklusive des Hinweises darauf, dass es auch eine Google Watch Watch-Seite gibt. ("Concerns with Google" - 4 Beiträge)

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Kommentare zu den DealBITS -- Diskutiert wird, wie man mit Mehrfacheinträgen in DealBITS umgeht. ("DealBITS drawings comments" - 5 Beiträge)

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Übersetzung: Jochen Wolters <jochen@polytropia.com>, Alexander Lorani <alexander.lorani@web.de> und Roland Müller <mail@duesenschrieb.de>.

Lektorat: Heike Kurtz <mail@heikekurtz.de>.

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