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TidBITS#698/22-Sep-03

Ein kollektives "Endlich!" war letzte Woche in der Mac-Community zu vernehmen, als Apple die 15"-Aluminium-PowerBooks vorgestellte– und sie ab sofort auszuliefern begann! Außerdem hat Apple die 12"- und 17"-PowerBooks aktualisiert sowie eine drahtlose Bluetooth-Maus und -Tastatur präsentiert. An der Softwarefront ist das neue StuffIt Deluxe 8.0 zu vermelden, und wir kommentieren die Vorstellung von SpamSieve 2.0.2 und Office X 10.1.5. Zudem bespricht Alex Hoffman eines unserer Lieblingsspielzeuge, das TiVo Series 2 DVR.

Themen:

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MailBITS/22-Sep-03

[Übersetzung: Roland Müller <mail@duesenschrieb.de>]

SpamSieve 2.0.1 mit verbesserter Genauigkeit -- Michael Tsai hat mit SpamSieve 2.0.1 ein großes Update seines hilfreichen auf der Bayesischen Filtertechnik basierenden Anti-Spam-Programms vorgestellt (siehe auch den Testbericht "Tools We Use: SpamSieve" in TidBITS-667_). SpamSieve 2.0.1 integriert sich jetzt auch per Plug-in in Eudora 6.0 – und zwar sowohl im Bezahl- wie im Sponsor-Modus (Eudoras eigene SpamWatch funktioniert nur im Bezahl-Modus). Dadurch ist SpamSieve 2.0.1 deutlich einfacher innerhalb Eudoras zu benutzen als die Vorgängerversionen. Michael hat eine automatisch gepflegte Blacklist eingebaut (für die Adressen von als Spammer deklarierten Mailversendern) sowie eine Whitelist (für die Adressen von akzeptierten Mailversendern); indem diese in der SpamSieve-eigenen Datenbank verwaltet werden erspart man sich das lästige Hin- und Hersynchronisieren von verschiedenen Adressbüchern. Einige Tuningmaßnahmen verbessern die Präzision von SpamSieve: es zieht nun mehr Informationen aus jeder Mailnachricht, analysiert HTML besser, entziffert verschleierte Textpassagen, markiert Nachrichten mit Habeas-Titeln als gut und verwendet eine neue Methode zur Berechnung von Wort-Wahrscheinlichkeiten. Dazu kommt noch als nette Zugabe, dass SpamSieve nun die Zahl der sauberen Mails seit dem letzten Mail-Check im Dock-Icon anzeigt. SpamSieve benötigt Mac OS X 10.1.5 oder neuer, zusammen mit Emailer, Entourage, Eudora 5.2 oder neuer, Mailsmith oder PowerMail. Das Update ist für registrierte Anwender kostenlos; Vollversionen kosten 35 USD. Es kann als 2 MB große Datei heruntergeladen werden und funktioniert im Demo-Modus 30 Tage oder 20 Neustarts lang. (Die Version 2.0.1 behebt ein paar Bugs, die ein paar Tage nach der Vorstellung der Version 2.0 aufgetaucht waren.)

<http://www.c-command.com/spamsieve/>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07076>

Einen Tipp noch, auf den ich beim Test mit Eudora gekommen bin... Um SpamSieve anhand einer bestehenden Sammlung von Spam und Mails zu trainieren (Michael empfiehlt dazu einen Reset, um die neuen Funktionen alle nutzen zu können), einfach nach der Installation von SpamSieve 2.0.1 diesen Schritten folgen: Im Finder Eudora anwählen und "Über Eudora" im Dateimenü anklicken. In der Plug-in-Sektion des Fensters das Esoteric Settings 6.0 Plug-in aktivieren, dann das Fenster schließen und Eudora starten. In den Voreinstellungen von Eudora runterscrollen bis zu den „Junk Extra Settings“ und dort "Always enable Junk/Not Junk menu items" anklicken. Dann kann man ein paar Spam-Mails aussuchen und als Junk markieren (bitte daran denken, dass Eudora so voreingestellt ist, dass es sie in die Junk-Mailbox ablegt, wenn man das tut) und anschließend einige "gute" Mails aussuchen und als Not Junk markieren. [ACE]

Microsoft Office 10.1.5 vorgestellt -- Anfang des Monats hat Microsoft Office 10.1.5 vorgestellt, ein Update der Bürosoftware, das Stabilitätsprobleme bei PowerPoint, Excel und Visual Basic behebt. Bitte vor dem Aktualisieren darauf achten, dass das Office X 10.1.2 und das 10.1.4 Update bereits installiert sind. Das Update wird als kostenloser 6,3 MB großer Download geliefert. [JLC]

<http://www.microsoft.com/mac/downloads.aspx>
<http://www.heikekurtz.de/tidbitsde/TidBITS-de-691.html#MailBITS1>


Neue PowerBooks in Paris vorgestellt

von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Roland Müller <mail@duesenschrieb.de>]

Lange hat’s gedauert, aber bei der Apple Expo letzte Woche in Paris hat Steve Jobs endlich das sehnlichst erwartete Update des Titanium PowerBook G4 vorgestellt. Das neue 15"-PowerBook G4 im Aluminiumgewand wird in zwei Konfigurationen geliefert: mit 1 GHz- oder 1,25 GHz PowerPC G4 Prozessor (beide mit 512 KB integriertem Level 2 Cache, der laut Apple das Fehlen des Level 3 Caches in einigen älteren G4 PowerBooks ausgleicht), Combo-Laufwerk (CD-RW/DVD-ROM) oder Superdrive (CD-RW/DVD-R), 60 oder 80 GB Festplatte sowie eine Airport Extreme-Karte (mit einer hoffentlich größeren Reichweite als der miserablen des Titanium PowerBooks). Gegen einen Aufpreis von 70 USD gibt es zudem die hübsche Tastaturbeleuchtung des 17"-PowerBooks – in der Top-Konfiguration ist diese serienmäßig enthalten.

<http://www.apple.com/pr/library/2003/sep/16pb.html>
<http://www.apple.com/powerbook/index15.html>

Zur Standardausstattung gehört ein 15,2" LCD-Bildschirm mit einer Auflösung von 1280 x 854 Pixel, ein 56K V.92-Modem, Bluetooth, die ATI Mobility Radeon 9600 Grafikkarte mit 65 MB DDR SDRAM, eingebaute Stereolautsprecher mit einem Zusatzlautsprecher für den Mitteltonbereich, Trackpad sowie eine 46-Watt-Batterie mit einer Laufzeit von 4,5 Stunden (die 15" PowerBooks verwenden das gleiche 65-Watt-Netzteil wie das 17"-PowerBook und nicht das 45-Watt-Netzteil der ersten 12"-PowerBooks). Es gibt einen Slot für PC-Card/CardBus, eingebautes 10/100/1000Base-T Ethernet, Anschlüsse für FireWire 400 (1x), FireWire 800 (1x), USB 2.0 (2x), DVI-Video (inklusive einem DVI-an-VGA Adapter), S-Video (inklusive S-Video-an-Composite Adapter), sowie einen Eingang für Line-Audio und einen Kopfhöreranschluss.

All dies präsentiert sich in einem 2,5 kg leichten Gehäuse, das 2,8 cm hoch, 34,8 cm breit und 24,1 cm tief ist und nach Größe und Gewicht perfekt zwischen das 12"- und das 17"-PowerBook passt. Für Euch Datenfetischisten da draußen sei vermerkt, dass die neuen Maße das neue Modell geringfügig dicker (um 3 mm), breiter (um 10 mm) und schwerer (um 100 g) machen als das Titanium-Modell. Obwohl die Abmessungen sich kaum unterscheiden, werden Titanium PowerBook Besitzer für das neue PowerBook unter Umständen nach neu designten Laptophüllen und -taschen Ausschau halten müssen.

Das Einstiegsmodell kostet 2'000 USD, das Topmodell 2'700 USD. Beide sind im Apple Online-Store als "sofort lieferbar" ausgezeichnet, und viele Apple-Shops hatten die beiden Konfigurationen bereits zur Zeit der Präsentation letzte Woche am Lager.

Wir können nur spekulieren, warum Apple sich entschieden hatte, das Titanium PowerBook G4 für neun lange Monate nach der Einführung der 12"- und 17"-PowerBooks als die lahme Ente im PowerBook-Programm zu belassen (wir vermuten, dass Apple versucht hat, so viele davon wie möglich zu verkaufen, bevor die Neuen präsentiert wurden). Aber jedenfalls wird die Vorstellung des 15’-PowerBook G4 die Laptop-Verkäufe beflügeln. Für viele Anwender war das 12"-PowerBook einfach zu klein und zu schwach, während das 17"-PowerBook zu groß und zu teuer war. Das 15"-PowerBook sollte genau den Vorstellungen vieler Mac-User entsprechen – dank seines großen Bildschirms, der exzellenten Leistung und einer kompletten Ausstattung zu Einstiegspreisen, die 1.000 USD unter dem 17"-PowerBook beginnen.

12"- und 17"-PowerBooks -- Zusammen mit dem neuen 15"-PowerBook hat Apple ein paar kleine, aber hoch willkommene Änderungen an den 12"- und 17"-PowerBooks vorgenommen. Der 867 MHz Prozessor des 12"-PowerBooks wurde durch einen 1 GHz Prozessor mit integriertem 512 KB Level2-Cache ersetzt (doppelt soviel wie vorher). Dazu gibt es einen Mini-DVI-Anschluss und zwei Adapter zum Anschluss von DVI- und VGA-Monitoren. Und schließlich wurde die GeForce4 420 Go gegen eine Nvidia GeForce FX Go5200 Grafikkarte mit 32 MB DDR SDRAM getauscht. Der Preis bleibt unverändert.

<http://www.apple.com/powerbook/index12.html>

Das 17"-PowerBook G4 hat statt des 1 GHz Prozessors nun einen 1,33 GHz PowerPC G4 mit 512 KB Level2 Cache (doppelt soviel wie zuvor), statt der 60 GB Festplatte nun eine mit 80 GB und statt der Nvidia GeForce4 440 Go Grafikkarte mit 64 MB DDR SDRAM nun eine ATI Mobility Radeon 9600 mit ebenfalls 64 MB DDR SDRAM. trotz dieser Verbesserungen sinkt der Preis um 300 USD auf einen Einstiegspreis von 3.000 USD.

<http://www.apple.com/powerbook/index17.html>

Banknoten für Keynote -- Und wenn schließlich jemand noch mehr Anreiz braucht, ein PowerBook (oder einen neuen Mac) anzuschaffen, bietet Apple einen 50 USD Rabatt an, wenn man die Präsentationssoftware Keynote gleich mitbestellt. Der Rabatt gilt bis 27. Dezember 2003.

<http://www.apple.com/pr/library/2003/sep/16keynote.html>
<http://www.apple.com/promo/keynote/>


Apple bringt kabellose Tastatur und Maus heraus

vom TidBITS-Team <editors@tidbits.com>
[Übersetzung: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>]

Auf der Apple Expo vergangene Woche in Paris stellte Apple die kabellose Apple-Tastatur und die kabellose Apple-Maus vor; ein Paar Bluetooth-Eingabegeräte für Macs unter Mac OS X 10.2.6 oder jünger mit Bluetooth-Funktionen (entweder eingebaut oder durch externen Adapter). Beide funktionieren innerhalb von 9 Meter (30 Fuß) Entfernung vom Mac. Die Tastatur ist auf vier AA-Batterien angewiesen und wird mit Energizer e2-Alkaline-Batterien ausgeliefert, die neun Monate Funktionsfähigkeit versprechen, während die Maus ein Paar AA-Batterien verwendet, die als Energizer e2-Lithiumbatterien drei Monate reichen sollten. Beide schalten automatisch in einen Stromsparmodus und verfügen über An/Aus-Schalter für Zeiten, in denen der Computer nicht benutzt wird (nützlich für PowerBook-Benutzer, die eine unkomplizierte Maus für Reisen wollen).

<http://www.apple.com/keyboard/>
<http://www.apple.com/mouse/>
<http://www.apple.com/pr/library/2003/sep/16keyboardmouse.html>

Neben dem Abschneiden des Schreibtischkabels ist der interessanteste Aspekt dieser Produkte, wie sie Bluetooth implementieren. Um Schnüffler von der Beobachtung der Tastatureingaben abzuhalten, bieten beide Geräte 128-bit Verschlüsselung. Außerdem beansprucht Apple, dass die Geräte die ersten sind, die „Adaptive Frequency Hopping“ verwenden [mittels Apples AFH-Software zum Wechsel des Funkkanals, wenn dieser bereits durch ein anderes Gerät verwendet wird -- JPF], um Störungen zwischen Bluetooth- und anderen kabellosen Geräten, die das 2,4 GHz-Band verwenden (wie Wi-Fi-Netzwerke und schnurlose Telefone) zu eliminieren. Dieses Charakteristikum, das sich in einer kommenden Bluetooth 1.2-Spezifikation wiederfinden wird, nutzt eine Neuregelung seitens der FCC [Federal Communications Commission. Unabhängige, dem Kongress verantwortliche Regierungseinrichtung in den USA. Zuständig für die technische Regulierung der Kommunikation zwischen den US-Staaten und international -- JPF] aus dem Vorjahr, zugunsten der Flexibilität kanalwechselnder, 1 MHz je Kanal nutzender Geräte; zuvor mussten die Geräte mindestens durch 75 Kanäle wechseln, jetzt sind es lediglich 15.

<http://www.bluetooth.com/>

Zur Unterstützung des Adaptive Frequency Hopping wird allgemein ein Firmware-Upgrade für alle frühere Bluetooth-Hardware erwartet, außer für die erste Version des D-Link-USB-Bluetooth-Adapters. Der Verkaufpreis liegt bei 70 US-Dollar für jedes Gerät, innerhalb von zwei bis drei Wochen sollten diese allgemein erhältlich sein. Apples Pressemitteilung enthielt keinen Hinweis darauf, dass die neue Tastatur und Maus Standardausstattung zukünftiger Macs werden. Aber angesichts des legendären Verlangens von Steve Jobs hinsichtlich eines schicken, unkomplizierten Designs wären wir nicht überrascht.


Was ist neu in StuffIt Deluxe 8.0?

von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]

Aladdin Systems hat heute Stuffit Deluxe 8.0 veröffentlicht, die neuste Version eines der am längsten erhältlichen Macintosh-Programme. Man kann davon ausgehen, dass beinahe jeder Macintosh-Anwender über die Jahre in irgendeiner Form mit StuffIt zu tun hatte, vor allem dank des allgegenwärtigen StuffIt Expanders, den Apple auf jedem Macintosh vorinstalliert mitliefert. Viele kennen aber das Vollprogramm StuffIt Deluxe nicht, das eine ganze Reihe von Werkzeugen mitbringt, um Dateien zu komprimieren, zu archivieren, zu verschlüsseln und wieder zu expandieren und das in einer Vielzahl von Kompressions-, Archiv- und Übertragungsformaten. Wenn Sie StuffIt Deluxe noch nicht kennen, sollten Sie unbedingt das Kapitel "What's Included in StuffIt Deluxe" in der Kurzanleitung lesen. Hier erhalten Sie eine Übersicht über alle Komponenten, von denen sich viele aber nicht geändert haben und die ich deshalb auch nicht weiter erwähnen werde.

Dieses wichtige Update von StuffIt Deluxe 8.0 bringt eine extrem nützliche Funktion aus der Version für Mac OS 9 endlich auch für Mac OS X - Archivieren über Umbenennen ("Archive Via Rename"). Es enthält auch einen neuen StuffIt Archive Assistant zum Erstellen von Backups, integriert sich in drei populäre Anwendungen, erweitert DropStuff, arbeitet mit Hilfedateien im HTML-Format und vielem mehr.

<http://www.stuffit.com/mac/deluxe/>

StuffIt Deluxe 8.0 benötigt Mac OS X 10.1.5 oder höher, Mac OS X 10.2 wird empfohlen. StuffIt Deluxe 7.0.3 bleibt weiterhin für Mac OS 8.6 bis 9.2 verfügbar.

Archivieren über Umbenennen -- Ich gebe es zu, ich würde allein wegen dieser Funktion zu StuffIt Deluxe 8.0 wechseln. In Mac OS 9 hat StuffIt Deluxe lange eine Systemerweiterung angeboten, die feststellen konnte, wenn die Dateierweiterung einer Datei oder eines Ordners verändert wurde und hat in der Folge die entsprechende Funktion ausgeführt. Wenn Sie .sit zu einem Dateinamen hinzufügten, begann StuffIt sofort damit, die Datei zu komprimieren. Wenn Sie .sit von einem Dateinamen entfernten, wurde die Datei expandiert. Da die meisten StuffIt-Dateien die ich verwende, meistens vom Internet kommen oder dorthin gehen, war das Verwalten von Dateien über die Dateierweiterung für mich logischer und einfacher als dafür StuffIt Deluxe, DropStuff oder StuffIt Expander oder Kontext-Menüs zu verwenden.

In der schönen neuen Welt von Mac OS X war Aladdin hingegen nicht in der Lage, das Archivieren über Umbenennen zu duplizieren ... bis jetzt. In meinen kurzen Tests hat es einwandfrei funktioniert, obwohl Apples neuerwachtes Vertrauen in Dateierweiterungen (im Gegensatz zu den früher verwendeten Type- und Creator-Codes) heute bedeutet, dass man jede Änderung einer Dateierweiterung in einer Dialogbox bestätigen muss. Für all diejenigen, die den Komfort dieser Funktion noch aus der Zeit von Mac OS 9.2 kennen, ist dieser zusätzliche Schritt nervend, für alle anderen kann es aber als Bestätigung ganz nützlich sein.

Das hängt damit zusammen, dass Archivieren über Umbenennen im Gegensatz zu allen anderen Funktionen von StuffIt Deluxe direkt auf die Datei oder den Ordner einwirkt. Wenn Sie also eine Datei mit Umbenennen komprimieren, wird die ursprüngliche Datei mit der komprimierten Version überschrieben. Und wenn Sie analog eine komprimierte Datei expandieren, verschwindet das ursprüngliche Archiv und wird durch dessen Inhalt ersetzt. Das ist meistens auch was beabsichtigt war. wenn Sie aber eine Kopie ihrer ursprünglichen Datei behalten wollen, müssen Sie in StuffIt Deluxe ein anderes Vorgehen wählen.

Zwei Bemerkungen zum Schluss. Sie können das Archivieren über Umbenennen in einem neuen Kontrollfeld namens StuffIt AVR in den Systemeinstellungen ein- oder ausschalten. Das Handbuch behauptet zwar, StuffIt AVR sei standardmäßig ausgeschaltet, das traf bei mir aber nicht zu. Es ist ebenfalls nötig, die Finder-Einstellungen so zu ändern, dass die Dateierweiterungen immer angezeigt werden, damit das Archivieren über Umbenennen funktioniert. Eigentlich sollte das StuffIt AVR für mich erledigen, aber ich musste diese Option manuell selber einstellen.

StuffIt Archive Assistant -- Der neue StuffIt Archive Assistant soll ein einfach zu bedienendes Backup-Programm bereitstellen, das von den Kompressionsfunktionen von StuffIt Deluxe profitieren kann. Es kann Backup-Archive auf allen gemounteten Volumes speichern (inklusive iDisk) oder auf beschreibbaren CDs oder DVDs oder einem FTP-Server ablegen und es kann ein Backup zu bestimmten Zeiten an irgendeinem Wochentag durchführen.

Leider ist StuffIt Archive Assistant für wirkliche Backups nicht sonderlich geeignet. Sie können nur einen Home-Ordner oder einen der darunterliegenden Standard-Ordner sichern, aber nicht einen beliebigen Ordner und noch weniger die ganze Festplatte. Jedes Mal, wenn Sie ein Backup erstellen, wird ein neues Archiv mit allen Dateien erstellt, anstatt nur die Dateien hinzufügen, die sich seit dem letzten Backup geändert haben. Es kann sowohl ein neues Archiv mit einem Zeitstempel erzeugen oder das zuletzt erzeugte Archiv überschreiben (nützlich um Platz zu sparen, aber ansonsten sehr gefährlich).

Wirklich nützlich wird StuffIt Archive Assistant erst dann, wenn es darum geht, ein Archiv auf eine beschreibbare CD oder DVD zu brennen und das Archiv automatisch auf mehrere Medien zu verteilen. Man kann es dazu verwenden, zusätzlich zum normalen Backup mehrmals pro Jahr ein gesamtes Backup auf CDs oder DVDs zu erstellen. Oder Sie können damit besonders wichtige Dateien regelmäßig auf einem FTP-Server ablegen (es wäre aber nützlich wenn man die Dateien zusätzlich noch verschlüsseln könnte).

Andere neue Funktionen -- Aladdin hat StuffIt Deluxe auch sonst noch ein wenig verbessert und etwa die Komprimierung beschleunigt. Alle StuffIt-Werkzeuge unterstützen nun auch .cab-Dateien (Cabinet-Archive), die von Windows-Installationsprogrammen benutzt werden und .yenc-Dateien (yEncode), die häufig zum Publizieren von binären Dateien in Usenet-Gruppen verwendet werden. Viele der Komponenten von StuffIt Deluxe bieten nun ebenfalls Hilfedateien im HTML-Format.

Wenn Sie Microsoft Word, Adobe Photoshop oder Adobe Illustrator verwenden, bietet Aladdin nun Plug-Ins für diese Programme an, die direkten Zugriff auf die Funktionen von StuffIt Deluxe bieten. Wenn Sie zum Beispiel das Plug-In für Word installieren, können Sie das aktuelle Dokument als StuffIt-Archiv speichern, ein komprimiertes Archiv öffnen oder das Dokument komprimieren und direkt per E-Mail verschicken. Diese Integration soll den Anwendern helfen, unnötige Schritte beim Verteilen von Dateien über das Internet zu vermeiden. Aladdin plant in Zukunft weitere Programme zu unterstützen.

DropStuff-Verbesserungen -- DropStuff 8.0 bietet neu zwei hilfreiche Funktionen an. Wenn Sie DropStuff starten, können Sie in einer Dialogbox auswählen, ob Sie die Dateien zusätzlich noch verschlüsseln wollen. Ebenfalls neu finden Sie in diesem Fenster ein Aufklappmenü, in dem Sie zwischen den beiden Dateiformaten von StuffIt wählen können.

Sogar noch nützlicher ist die Funktion, dass beim Ziehen eines ganzen Ordners auf DropStuff und beim gleichzeitigen Drücken der Control- und Optionstaste ein Fenster präsentiert wird, mit dem sich die zu archivierenden Dateien auswählen lassen. Diese Funktion ist in DropZip oder DropTar nicht verfügbar, aber ich wäre nicht überrascht, wenn Aladdin sie später ebenfalls integrieren würde.

Upgrade -- Einige der Komponenten von StuffIt Deluxe sind auch separat erhältlich, was das Kaufen und Aktualisieren der Software etwas kompliziert macht. StuffIt Deluxe 8.0 enthält alles; eine neue Version kostet 80 USD und das Upgrade von einer älteren Version von StuffIt Deluxe oder StuffIt Standard kostet 30 USD. StuffIt Standard Edition 8.0, die bald erscheinen sollte, enthält die neusten Versionen von DropStuff, DropZip und DropTar; ein Preis wurde bisher noch nicht festgelegt. Der kostenlose StuffIt Expander 8.0 wird ebenfalls bald erscheinen (bietet aber nur die zusätzliche Unterstützung von .cab- und .yenc-Dateien); in der Vergangenheit konnte es jeweils mit der StuffIt Standard Edition heruntergeladen werden.

<http://www.stuffit.com/mac/>

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Lesen Sie mehr über PayBITS: <http://www.tidbits.com/paybits/>


TiVo Series2 verbessert das Original

von Alex Hoffman <ahoffman@mac.com>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]

Ich trage schon seit einigen Jahren ein schlimmes Geheimnis mit mir herum. Als ich vor einiger Zeit einen TidBITS-Artikel über den DVD-Verleiher Netflix geschrieben habe, den ich jahrelang genutzt und geliebt habe, hatte ich bereits aufgehört, ihn zu verwenden. (siehe auch "Wertvolle Internetseiten: Holen Sie sich Ihren Kick bei Netflix" in TidBITS-604_). Netflix ist zwar großartig, aber TiVo ist noch besser. Kurz nachdem ich einen TiVo DVR (Digital Video Recorder) gekauft habe, haben meine Frau und ich aufgehört, DVDs zu mieten. Das meiste was Sie über den TiVo gehört haben, ist tatsächlich wahr (siehe auch "TiVo: Freiheit durch Zeitversatz" in TidBITS-594_ und TidBITS-595 für mehr Informationen über den TiVo). Er ist tatsächlich so gut. So gut, dass wir, als wir diesen Frühling in eine größere Wohnung umzogen, einen neuen TiVo Series2 gekauft haben, der sich sogar mit einem Apple Macintosh steuern lässt. Der Kauf eines zweiten TiVos hat uns auch erlaubt, unsere beiden Fernseher mit je einem davon auszurüsten.

<http://www.heikekurtz.de/tidbitsde/TidBITS-de-604.html#net>
<http://www.heikekurtz.de/tidbitsde/TidBITS-de-594.html#tivo>
<http://www.heikekurtz.de/tidbitsde/TidBITS-de-595.html#Artikel1>

Die Anziehungskraft des TiVo -- Ein «Digital Video Recorder (DVR)» nimmt Fernsehsendungen auf wie ein normaler Videorekorder, aber statt herkömmlicher Videokassetten verwendet er eine eingebaute Festplatte. Sie können ihn programmieren, um bestimmte Kanäle zu festgelegten Zeiten oder jede Ausstrahlung einer bestimmten Sendung aufzuzeichnen. Sie können sogar bestimmen, dass alle Folgen einer Serie, nicht aber die Wiederholungen von alten Folgen aufgezeichnet werden. Alle Aufzeichnungen werden so lange gespeichert, bis Sie eine davon löschen oder der verfügbare Festplattenplatz knapp wird und der TiVo automatisch die ältesten Aufzeichnungen löscht. Sie können gerade gesendete Programme unterbrechen und natürlich die Aufzeichnungen nach Belieben vor- oder zurückspulen. Um die Aussage einer populären Fernsehsendung zu zitieren: TiVo Series2 ist besser als vorher. Besser. Stärker. Schneller.

<http://www.tivo.com/>

Unser neuer TiVo Series2 DVR sieht etwas anders aus als der alte. Er ist fast ein Drittel kleiner, aber für mich sieht er sogar noch kleiner aus; das neue Gehäuse ist 2 Zoll (5.1 cm) schmaler, 2.5 Zoll (6.4 cm) weniger tief und 0.5 Zoll (1.3 cm) kürzer als das alte Gerät. Der TiVo Series2 hat einen rechteckigen Infrarot-Sensor anstelle des früher verwendeten HAL-artigen Auges in der Mitte und die Fernbedienungsstatus-LED ist jetzt direkt unterhalb der Betriebsanzeige untergebracht.

Die Fernbedienung des TiVo Series2 ist ein bisschen länger geworden und hat ein paar Knöpfe mehr bekommen, die auch einige Funktionen des Fernsehers steuern können (zum Beispiel der Wahl der Eingangsquelle). Die Info-, Live TV- und Programmführer-Funktionen haben jetzt je einen eigenen Knopf erhalten. Die neue Fernbedienung kann mittels eines Schalters auch dazu verwendet werden, zwei DVR zu steuern. Wenn Sie das Gefühl haben, eine neue Fernbedienung für ihr altes TiVo-Gerät zu benötigen, können Sie sie für 30 USD in der Zubehör-Abteilung des TiVo-Stores kaufen.

<http://store.tivo.com/>

Der TiVo Series2 ist dank des eingebauten PowerPC-Prozessors auch schneller geworden, da er jetzt mit 50 MHz statt mit 27 MHz arbeitet. Das macht das Aufnehmen und Abspielen natürlich nicht schneller, aber die Bedienung des Geräts wirkt flüssiger als vorher (MPEG-Codierung und -Decodierung werden weiterhin von spezialisierten Signalprozessoren übernommen.) Ich habe bemerkt, dass das TiVo schneller auf Befehle der Fernbedienung reagiert und es treten auch keine spürbaren Verzögerungen beim gleichzeitigen Aufnehmen mehrere Programme mehr auf. Der schnellere Prozessor ist vor allem praktisch wenn die nächtlichen Aktualisierungen des elektronischen Programmführers heruntergeladen und übernommen werden.

Allerdings ist die wichtigste Hardware-Änderung gleichzeitig auch die interessanteste für Macintosh-Anwender: der TiVo verfügt neu über zwei USB-Anschlüsse. Sie wollen vielleicht nicht gerade einen Drucker an den TiVo anschließen, aber über einen separat erhältlichen Netzwerk-Adapter kann man das TiVo jetzt auch mit dem Computer verbinden. Der TiVo-Store verkauft sowohl konventionelle 10/100-Ethernet-Adapter als auch solche für Funk-Netzwerke (AirPort oder 802.11b) für 45 oder 65 USD. Für mich war Funk genau das Richtige. Damit kann das TiVo mein AirPort-Netzwerk nutzen, um damit den täglichen Programmführer herunterzuladen und ich muss keine Telefonsteckdose mehr in der Nähe meines TiVos installieren. Ich muss allerdings darauf hinweisen, dass der TiVo immer noch einen Telefonanschluss für die Installation und Konfiguration benötigt und zwar sowohl beim ersten Mal wie auch bei jedem Wechsel des Kabelnetzanbieters.

Um alle Vorteile der Vernetzung eines TiVos nutzen zu können, kann man für den Betrag von 100 USD eine sogenannte "Home Media Option" kaufen. Mit dieser Software kann man Aufzeichnungen auch außerhalb des Hauses programmieren, die aufgezeichneten Sendungen in mehreren Räumen anschauen ohne die Sendung auf allen TiVos gleichzeitig aufnehmen zu müssen und digitale Musik direkt ab dem Macintosh hören.

Fernprogrammierung -- Hat Ihnen jemand auf der Arbeit von seiner bevorzugten Fernsehsehsendung vorgeschwärmt und Sie haben vergessen, es zuhause in den TiVo einzuprogrammieren? Jetzt können Sie die Programmierung auch vom Büro aus erledigen.

Diese Funktion bietet leider nicht die Möglichkeit, direkt auf sein eigenes TiVo zuzugreifen wie wenn man zuhause sitzen würde, geht aber einen Schritt in diese Richtung. Sie können sich auf der Website von TiVo anmelden und dem Programm Ihres TiVos bestimmte Sendungen hinzufügen. Wenn Ihr TiVo das nächste Mal seinen täglichen Anruf für den elektronischen Programmführer macht, werden Ihre Programmwünsche ebenfalls an das Gerät übertragen. Allerdings kann es sein, dass das erst am nächsten Tag geschieht und man muss deshalb darauf achten, dass man solche Programmierungen früh genug vornimmt. Wenn Sie einen Netzwerkadapter verwenden, können Sie festlegen, dass der Anruf für den elektronischen Programmführer mehrere Male pro Stunde gemacht wird anstatt nur einmal täglich. Damit wird diese Funktion zwar ein wenig nützlicher, aber eben nur ein wenig.

Auf der TiVo-Website können Sie nämlich nicht sehen, was bereits in das Gerät einprogrammiert worden ist und Sie können deshalb einer neuen Programmierung nur entweder die tiefste oder höchste Priorität zuweisen. Sie haben auch keine Möglichkeit festzustellen, welche anderen Sendungen Sie damit eventuell verdrängen. Aus diesem Grund und weil ich selten so spät noch eine Programmänderung vornehme, habe ich diese Funktion nur beim Testen verwendet.

In mehreren Zimmern fernsehen -- Wenn Sie mehrere TiVo Series2 mit der "Home Media Option" besitzen und alle auf den gleichen Haushalt registriert sind, können Sie Aufzeichnungen zwischen den Geräten austauschen. Das heißt, dass Sie eine Sendung die auf einem Gerät aufgezeichnet wurde, auf einem anderen Gerät ansehen können. Das hört sich zwar gut an, hat aber leider einige Haken.

Den ersten habe ich bereits erwähnt: Diese Funktion beherrschen nur die neuen Geräte der TiVo Series2. Es gibt keine Möglichkeit, mit einem alten Gerät zusammenzuarbeiten und deshalb konnte ich diese Funktion selber auch nicht ausprobieren. Und obwohl mein Nachbar ein TiVo Series2 besitzt, hat er es auf einen anderen Haushalt registrieren lassen und so konnten wir es damit ebenfalls nicht austesten. Die Funktion ist wirklich ziemlich eingeschränkt.

Aber wenn Sie über mehrere Geräte der TiVo Series2 verfügen und die "Home Media Option" auf mindestens zwei davon installiert haben, können Sie Programme zwischen den Geräten austauschen. Trotzdem ist es nicht ganz so einfach, wie ich es gerne hätte. Die Aufzeichnungen müssen zuerst von einem Gerät auf das andere kopiert werden, bevor man die Sendung ansehen kann. Selbst mit einem 100Base-T-Ethernet-Anschluss braucht das seine Zeit. Und wenn das Programm während des Kopiervorgangs auf der ersten Einheit gelöscht wird, stehen Sie ebenfalls mit leeren Händen da.

<http://www.tivo.com/4.9.7.1.asp>

TiVo muss die kleinen Unannehmlichkeiten bei diesen neuen Funktionen noch ein wenig ausbessern (diese Aufgabe wird durch die Anwälte der Film- und Fernsehbranche sicher nicht einfacher gemacht). Wie auch die Fernprogrammierung ist diese Funktion deshalb noch nicht so nützlich wie es auf den ersten Blick scheint.

[Übersetzung: Hartmut Greiser <hgreiser@linarte.com>]

Musik & Fotos -– Es gibt aber eine vernünftige Anwendung innerhalb der Home Media Option, die ich zur Zeit nutze: Series 2 kann mit Hilfe der iTunes 4 und iPhoto 2 Datenbanken Musik und Fotos streamen. Dafür müssen Sie die Gratissoftware "TiVo Desktop" auf Ihrem Rechner installieren.

<http://www.tivo.com/4.9.4.1.asp>

TiVo zeigt die Abspiellisten und Alben, die Sie schon auf Ihrem Mac eingerichtet haben. Auf dem TiVo selbst können Sie keine neuen Abspiellisten erstellen oder nach Photos bzw. Musiktiteln suchen, dafür haben Sie den Vorteil, dass Sie Ihr Wohnzimmer nicht verlassen müssen. Wenn Ihr Fernseher mit einem anständigen Soundsystem ausgerüstet ist, dann können Sie TiVo als Musikbox einsetzen. Das Hauptmenü von TiVo enthält einen neuen Eintrag mit Namen "Musik & Fotos". Über diese Auswahl kommen Sie zu einem Bildschirm, der Ihnen alle Rechner anzeigt, über die ein Sharing von Musik und/oder Fotos mit der TiVo Desktopsoftware möglich ist. Die Home Media Option Software verwendet Apples Rendevouztechnologie, um geteilte Rechner im Netzwerk zu finden.

<http://www.apple.com/macosx/jaguar/rendezvous.html>
<http://www.apple.com/pr/library/2003/jan/07rendezvous.html>

Nachdem Sie einen Rechner zum Musikhören gewählt haben, können Sie eine alphabetische Liste nach Künstlern, Alben oder Genres durchsuchen. Aber was mich betrifft – auch das Scrollen bis Cream auf der Fernbedienung dauert mir viel zu lange. Der einzig praktikable Suchweg geht über vorhandene iTunes-Abspiellisten.

Zusätzlich zu Musik und Fotos, die Sie mit anderen Rechnern teilen können, hat TiVo noch zwei Kategorien: "Fotos von TiVo" und "Musik von TiVo". Diese Angebote scheinen regelmäßig aktualisiert zu werden; "Fotos von TiVo" zeigt zur Zeit Bilder von Weinwerbung, Tieren, Jahreszeiten und aus dem All. Unter "Musik von TiVo" finden Sie unter anderem Stücke von The Wallflowers, 50 Cent und No Doubt. Man kann wohl davon ausgehen, dass TiVo Inc. mit diesem Merkmal zusätzlichen Umsatz macht. Was ich bisher von der Firma gekauft habe, gab es für eine Pauschale; um im Geschäft zu bleiben, brauchen sie aber stetige Mittelzuflüsse.

TiVo Desktop -– Das coolste ist aber die Leichtigkeit, mit der das Programm am Mac benutzt wird. Die TiVo Desktopsoftware für Windows ist ein 7,8 MB-Download, während die Macversion (nur Mac OS X) nur177 KB wiegt. Da Rendevouz in Mac OS X integriert ist und weil iTunes bzw. iPhoto den größten Teil der Nutzereingaben selbst bearbeiten bleiben nur noch die Voreinstellungen für den TiVo-Schreibtisch übrig. Sie bedienen das Programm mit einem Start/Stopp-Button, und Sie entscheiden selbst, ob Sie Musik und Fotos teilen möchten. Sie können auch bestimmen, ob Sie die gesamte Bücherei oder nur ausgesuchte Abspiellisten und/oder Alben teilen möchten.

<http://customersupport.tivo.com/tivoknowbase/root/public/tv1159.htm>

Im Unterschied dazu ist die Windowsversion des TiVo-Desktop sehr viel komplizierter. Sie können dort Ordner und einzelne MP3 oder JPEG-Dateien auswählen. Es werden nicht so sehr Abspiellisten sondern Ordner geteilt. Wenn man bedenkt, dass sich heute zu viele Firmen weigern, über Macintosh-Versionen ihrer Software bzw. Treiber nachzudenken, muss man es TiVo hoch anrechnen, dass man dort Apples Arbeit gemacht hat, um den eigenen Macintosh-Kunden eine bessere Erfahrung als ihren Windows-Kunden zu gönnen.

<http://customersupport.tivo.com/tivoknowbase/root/public/tv2031.htm>

Gruppierungen wären nett – Außer den Netzwerkmöglichkeiten und der Home Media Option gibt es zwischen den älteren TiVo Modellen und den neueren der Series 2 nicht viele Unterschiede. Devjani, meine Frau, hätte gern Ordner in der "Jetzt sehen Sie" Liste. Statt eine Liste mit den einzelnen Aufnahmen zu füllen, könnte man alle Programme mit einem bestimmten Titel zusammenfassen, egal, wann sie aufgezeichnet wurden. So würden alle Episoden von „America’s Test Kitchen“ in einem Ordner landen, obwohl sie aus verschiedenen Abos (nämlich von zwei verschiedenen Sendern) stammen. TiVos Programmvorschläge könnten sogar in eigenen Ordnern am Ende der Liste erscheinen – es sollte allerdings möglich sein, sie mit unseren eigenen Aufnahmen in einen Ordner zu legen, falls es dadurch zu Doppelungen kommt, dass wir selbst eine Aufnahme programmiert haben. Diese Ordner sollten in einer chronologischen Liste an der Stelle der jüngsten Aufnahme erscheinen, d.h. der „Six Feet Under“ Ordner erscheint Anfang Juni, dem Datum des Saisonendes. Das wäre ganz praktisch (Wussten Sie, dass das Original Mac OS keine echten Ordner kannte? TiVo hat sich schon immer dem Mac angepasst, und jetzt haben wir Unterstützung für Rendezvous, AirPort, iTunes und iPhoto. Wann wird es iTiVo heißen?)

<http://customersupport.tivo.com/tivoknowbase/root/public/tv2001.htm?>
<http://developer.apple.com/documentation/macos8/Legacy/OpenDoc/opendoc.html>
<http://www.heikekurtz.de/tidbitsde/TidBITS-de-623.html#MailBITS1>

Fazit – Jetzt haben wir also einen TiVo Series 2 DVR im Wohnzimmer, der alles macht, was der alte TiVo konnte und außerdem MP3s von unseren Macs spielt – genau so wie wir es wollten. Billig ist das aber nicht. Ein neuer TiVo Series 2 kostet 200 USD für ein 40-Stunden-Modell oder 300 USD für 80 Stunden. Das Service-Abo (mit dem man die aktuellen Kanalprogrammierungen abruft) kostet entweder 13 USD im Monat oder 300 USD als Einmalzahlung, mit dem die Lebensdauer des Gerätes abgedeckt wird. Addieren Sie 100$ für die Home Media Option und 45 oder 65 USD für den Netzwerkadapter. Falls Sie Ihre Festplatte aufrüsten wollen, dann legen Sie noch ein paar hundert Dollar für ein neues Laufwerk drauf plus die verschiedene Hardware, die Sie von einer Firma wie z.B. Weakness brauchen (siehe auch "Upgrading the TiVo" in TidBITS-644_). Wie auch immer – für uns hat sich die Sache gelohnt – unser TiVo kann jetzt 150 Stunden Programme speichern.

<http://www.weaknees.com/>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=06918>

Auch trotz der Kosten können Sie alles glauben, was Sie an Lob zum TiVo gehört haben. Für uns hat es sich ausgezahlt, dass wir das Geld so angelegt und es nicht in einen Computer investiert haben. Oder zwei Computer. Ob Sie nun gerne Filme sehen (Sie können aufzeichnen, auch wenn Sie gar nicht wissen, dass sie gesendet werden) oder Serien (keine Folge mehr verpassen) oder Sport (Wiederholungen nach Lust und Laune ansehen und dann die Zeit mit einem Schnelldurchgang durch die Werbung wieder aufholen) – TiVo wird Ihre Fernsehgewohnheiten verändern, und die Home Media Option halte ich für die beste Möglichkeit, MP3s auf der Musikanlage im Wohnzimmer zu hören. Damit haben wir eigentlich alles, was wir brauchen, bis vielleicht demnächst ein HDTiVo auf den Markt kommt ...

[Alex Hoffman arbeitet zur Zeit als Highschool-Lehrer für Englisch in Public Schools von New York City. Ein harter Job, aber irgendeiner muss ihn ja machen.]

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Aktuelle Themen in TidBITS-Talk/22-Sep-03

vom TidBITS-Team <editors@tidbits.com>
[Übersetzung: Jochen Wolters <jochen@polytropia.com>]

Uninteressante E-Mail-Header in Eudora -- Wenn Sie die Anzeige unnötiger E-Mail-Header in Eudora unterdrücken wollen, finden Sie in dieser Diskussion konkrete Vorschläge dazu, welche Header verzichtbar sind. ("Boring headers for Eudora" - 11 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2067>

Freigeben eines Nicht-PS-Druckers über den Asante FR1004AL -- Einige Nicht-PostScript-Drucker können über den in Adams Artikel erwähnten Asante WLAN-Router freigegeben werden. ("Asante FR1004AL can share a non-PS printer" - 1 Beitrag)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2068>

Eudora Filter Priority -- Eudoras Filter-Funktionen sind nach wie vor etwas unausgegoren, aber hier finden Sie einige Tips, wie sie mit ihnen arbeiten können. ("Eudora Filter Priority" - 4 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2064>

Linksys Gateways von einem Mac aus aktualisieren -- Leser machen Vorschläge, wie die Firmware eines Linksys Gateways aktualisiert werden kann, ohne auf einen Windows-PC zurückgreifen zu müssen. ("Updating Linksys gateways from a Mac" - 4 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2069>


Übersetzung: Roland Müller <mail@duesenschrieb.de>, Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>, Hartmut Greiser <hgreiser@linarte.com>, Jochen Wolters <jochen@polytropia.com> und Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.

Lektorat: Heike Kurtz <mail@heikekurtz.de>.

Koordination: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.

Copyright der deutschen Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.

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