Vorige Ausgabe | Englische Ausgabe | TidBITS Home Page | Nächste Ausgabe

TidBITS#699/29-Sep-03

Ärgern sie sich immer noch darüber, wie dumm ihr Telefon eigentlich ist? Adam auch, aber dank Parliants PhoneValet ist sein Telefon besser nutzbar als je zuvor. Außerdem spüren wir diese Woche besonders die zyklische Natur unserer Branche und begrüßen daher zwei neue Sponsoren, Aladdin und CS Odessa. In den Neuigkeiten behandeln wir die Veröffentlichung von AirPort Extreme 5.1.3, Mailsmith 2.0.2 und PopChar X 2.1.2; außerdem die Ankündigung der Adobe Creative Suite und einige Aktualisierungen für Programme.

Inhalt:

Copyright 2003 TidBITS: Reuse governed by Creative Commons license
<http://www.tidbits.com/terms/> Contact: <editors@tidbits.com>


MailBITS/29-Sep-03

[Übersetzung: Alexander Lorani <alexander.lorani@web.de>]

AirPort Extreme 5.1.3 Firmware Aktualisierung -- Apple gab ein Firmware Update für AirPort Extreme Basisstationen heraus, dass Sicherheit und Geschwindigkeit erhöht. Die Version sollte besser mit Netzwerkattacken gegen die AirPort Extreme Basisstation fertig werden, inklusive Denial-of-service Angriffe und hilft die Internet Verbindungen aufrecht zu erhalten (wir hoffen, dass dies auch die Situationen behebt, bei denen öfters mal Resets der AirPort Extreme Basisstation nötig waren.) Der Aufbau eines Wireless Distribution Systems (WDS) wurde vereinfacht, USB Druck wurde verbessert und Administratoren können DHCP-Bereiche vergeben, wenn NAT (Network Adress Translation) verwendet wird (gut gegen IP Bereichskonflikte bei ISPs, die NAT bei sich verwenden). Die Firmware Update ist ein 1 MByte Download. [JLC]

<http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=120249>

Adobe checkt in der kreativen Suite ein -- Adobe hat heute die Aktualisierung seiner Programme für professionelle Druck- und Webveröffentlichungen angekündigt, betitelt mit "Adobe Creative Suite". Ende des Jahres wird sie verfügbar sein und enthält dann die nächsten Versionen von Photoshop, InDesign, Illustrator und GoLive. ähnlich wie beim Rivalen Macromedia hat sich Adobe von den leicht zu merkenden Versionsnummern verabschiedet (so wie Photoshop 8 oder InDesign 3), um jetzt marketingorientierte Buchstaben zu verwenden (Photoshop CS und InDesign CS). Hinter den Namen stecken allerdings bedeutende Upgrades. Zum Beispiel wird InDesign wichtige Neuheiten beinhalten: verschachtelte Stile, Farbseparationsvorschau vor dem Druck und einen Story-Editor, in dem man Text unabhängig vom Layout bearbeiten kann (eine Funktion, die vor Äonen bereits im PageMaker vorhanden war). Jede Anwendung ist auch separat erhältlich aber Adobe hofft, dass die gesamte Creative Suite noch attraktiver ist. Dies soll auch durch das Zufügen von Version Cue erreicht werden, ein Versionsverfolgungs- und Projektzusammenarbeitsprogramm, dass mit allen Anwendungen der Suite arbeitet. Die gesamte Suite wird als Premiumversion für USD 1230 erhältlich sein und umfasst dann Photoshop, Illustrator, InDesign, GoLive, Acrobat 6 Professional und Version Cue. Die Standardversion für USD 1000 nimmt dann GoLive und Acrobat aus dem Mix heraus. Die Suite wird voraussichtlich ab Ende des Jahres verfügbar sein. [JLC]

<http://www.adobe.com/products/creativesuite/main.html>
<http://www.adobe.com/products/creativesuite/newfeatures.html>

Für Panther vorbereitetes PopChar veröffentlicht -- Ergonis Software hat PopChar X Version 2.1.2 herausgebracht, eine Aktualisierung von Günther Blascheks wohlbekanntem Programm, mit dem man Sonderzeichen leicht eingeben kann. Diese Version behebt verschiedene Bugs und ist auf Mac OS X 10.3 Panther vorbereitet; es wird strengstens empfohlen, dass alle aktuellen Nutzer es herunterladen; besonders, wenn sie bereits Version 2.1.1 installiert haben, da diese bereits wegen Startproblemen zurückgezogen wurde. Panther verfügt über eine verbesserte Zeichenauswahl aber PopChar X hat doch noch einige Vorteile, zum Beispiel das Arbeiten mit Zeichensätzen jenseits von Unicode und Anwendungen, die nicht Unicode-fähig sind wie z.B. Microsoft Word. Die Aktualisierung ist kostenlos für alle Nutzer, die in den letzten zwei Jahren PopChar X gekauft haben. PopChar X kostet USD 30 (USD 20 für Classic PopChar Besitzer). [MAN]

<http://www.macility.com/products/popcharx/>
<http://www.heikekurtz.de/tidbitsde/TidBITS-de-631.html#MailBITS4>
<http://www.heikekurtz.de/tidbitsde/TidBITS-de-641.html#MailBITS3>

Mailsmith 2.0.2 behebt kleine Fehler -- Bare Bones Software hat Mailsmith 2.0.2 herausgebracht in dem diverse kleine Bugfixes eingebracht und dem leistungsfähigen E-Mail Programm kleinere Funktionalitäten hinzugefügt werden (siehe auch: "Aufrichtiges Bekenntnis eines Mailsmith-Überläufers" in TidBITS-690_ mit einer Besprechung von Mailsmith 2.0). Außerdem ist in dem Upgrade SpamSieve 2.0.2 enthalten, die aktuelle Version von Michael Tsais Bayesian Spam Filter, welches in Mailsmith (wie auch in anderen E-Mail Programmen) integriert ist (siehe "SpamSieve 2.0.1 verbessert Treffsicherheit" in TidBITS-698_). Mailsmith 2.02 ist ein kostenloser Upgrade für registrierte Nutzer und ist ein 14,7 MByte Download. [ACE]

<http://www.barebones.com/products/mailsmith/>
<http://www.barebones.com/support/mailsmith/current_notes.shtml>
<http://www.barebones.com/support/updates.shtml>
<http://www.heikekurtz.de/tidbitsde/TidBITS-de-690.html#Artikel3>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07361>

Avondale Photoshop DVD Geschenk -- Photoshop 7 wird bald nicht mehr aktuell sein aber unsere Freunde bei Avondale Media wollen unseren Lesern einen frühen Zugriff auf freie Kopien ihrer DVD "Geheimnisse der Photoshop-Meister" geben. Die DVD enthält 93 Minuten mit Tipps und Techniken von Photoshop 7 der Photoshop Experten Katrin Eismann, Martin Evening, Jeff Schewe und Steve Broback (einer der Gründer von Avondale mit dem wir bei Thunder Lizard Productions zusammenarbeiteten). Folgen sie dem ersten Link unten, um die DVD zu bestellen. Die Versandkostenpauschale beträgt USD 7 für Lieferungen innerhalb der USA (Bitte prüfen sie unter dem zweiten Link die internationalen Versandkosten). [JLC]

<http://www.avondalemedia.com/freepsm03.html>
<http://www.avondalemedia.com/help.html#international>

Hört Adam im Inside Mac Radio -- Wollen sie jede Woche meinen informellen Meinungen über die Vorkommnisse in der Mac-Welt zuhören? Scott Sheppart hat damit begonnen, eine tägliche Macintosh-Radiosendung zu produzieren, die man über das Internet hören beziehungsweise im MP3-Format herunterladen kann, um sie später unter iTunes oder auf dem iPod anzuhören. Ich werde mit Scott regelmäßig im Rahmen seiner Sendung sprechen; sie können unsere erste Show unter dem Link unten abrufen. Zu Beginn letzten Monats habe ich ein Interview mit Chuck Joiner über die nur online verfügbaren Nutzergruppenberichte gemacht und ich bin gespannt, was sie im TidBITS Talk zu diesen Radiosendungen sagen und ob sie regelmäßige Interviews mit den TidBITS Mitarbeitern hören möchten. [ACE]

<http://insidemac.macupdate.com/imrd030925.mp3>
<http://www.osxfaq.com/radio/>
<http://www.heikekurtz.de/tidbitsde/TidBITS-de-695.html#MailBITS1>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2076>

Digitale Fotografie-Kreuzfahrt im Januar 2004 -- Arthur Bleich, der TidBITS Beiträge zur Digitalen Fotografie verfasst, hat uns mitgeteilt, dass er wieder eine achttägige Digitale Fotografie-Kreuzfahrt leiten wird; diesmal in der Karibik ab 24. Januar 2004. Die Teilnehmerzahl ist auf 30 begrenzt. [ACE]

<http://www.dpcorner.com/cruise/>


Neue TidBITS-Sponsoren: Aladdin Systems & CS Odessa

von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Roland Müller <mail@duesenschrieb.de>]

Wir leben in einer zyklischen Welt. Deshalb fällt es manchmal schwer, jenseits der dahinrasenden Wochen und Monate die Entwicklung über Jahre hinweg im Auge zu behalten. Vor einem Monat habe ich darüber geschrieben, wie wir versuchen neue Einnahmequellen zu erschließen, nachdem unser langjähriges Corporate Sponsorship Programm nicht mehr genug abwirft. Ich hatte angemerkt, dass wir möglicherweise im letzten Quartal des Jahres einen Aufschwung erleben würden. Es ist ausgesprochen befriedigend, dass dies eingetroffen ist, und ich freue mich, diese Woche zwei neue Langzeit-Sponsoren ankündigen zu dürfen, die zu Small Dog Electronics, Bare Bones Software und Fetch Softworks (deren 5 US$-Discountangebot übrigens am Dienstag endet!) hinzustoßen.

<http://www.heikekurtz.de/tidbitsde/TidBITS-de-695.html#Artikel1>

Was aber die zyklische Natur der Macintosh-Industrie wirklich dramatisch deutlich gemacht hat, war ein Artikel, den ich fast genau vor fünf Jahren geschrieben habe – zu einem Zeitpunkt, als die Branche gerade den Tiefpunkt hinter sich ließ, der von Apples Beinahe-Ende ausgelöst worden war. Steve Jobs löste damals die Probleme auf einen Schlag mit dem iMac und seiner erneuten Begeisterung für Design und Innovation. Und Anfang Oktober 1998 sahen wir alle die Ergebnisse der allgemeinen Erholung, als etliche neue Sponsoren uns unterstützten. Es scheint fast, als seinen wir wieder an dem Punkt, an dem wir bereits vor fünf Jahren standen: erneut steht die Mac-Welt vor einen Aufschwung. Lassen Sie uns hoffen, dass ich keiner Fata Morgana erlegen bin und der Aufschwung weitergeht.

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=05117>

Aladdin Systems sponsert TidBITS -- Wir freuen uns, Aladdin Systems wieder als Sponsor begrüßen zu dürfen. Als Hersteller von StuffIt Deluxe, Spring Cleaning, den Ten-for-X Kollektionen sowie DragStrip und einigen älteren Dienstprogrammen ausschließlich für Mac OS 9, wie FlashBack und ShrinkWrap ist Aladdins Langlebigkeit um so bemerkenswerter, als zwischenzeitlich Connectix Virtual PC an Microsoft verkauft ist und Casady & Greene Insolvenz beantragt hat. Nur wenige Macintosh-Entwickler sind schon so lange auf dem Markt und haben der Gemeinschaft der Anwender so viel gegeben wie Aladdin Systems – von der kontinuierlichen Weiterentwicklung des kostenlosen StuffIt Expanders bis zu ihren jährlichen Spendenaktionen und der Unterstützung für Gruppen wie TidBITS. Bis Ende Oktober können TidBITS-Leser ein Sonderangebot von StuffIt Deluxe 8.0 wahrnehmen: einen Preisnachlass von 30 US$ auf den Listenpreis von 80 US$; Upgrades kosten weiterhin 30 US$. Den Link finden Sie unten im Sponsorship-Feld. [ACE]

<http://www.aladdinsys.com/>
<http://www.aladdinsys.com/company/pressroom/releases/aladdin/091103-3rdannualdonate.html>

CS Odessa -- Ebenfalls diese Woche stößt die Ukrainische Softwarefirma Odessa CS als Sponsor zu uns. Sie sind bekannt für ihr intelligentes Business-Diagramm- und Zeichenprogramm ConceptDraw (siehe auch unseren Test einer früheren Programmversion unter dem Titel "Verbindung herstellen mit ConceptDraw" in TidBITS-553_). ConceptDraw V befindet sich zur Zeit in der öffentlichen Betaphase. Wenn Sie sich also anschauen möchten, wie man Dokumente anlegt, in denen grafische Objekte ihre Beziehungen untereinander „verstehen“, dann lohnt sich das Herunterladen allemal.

<http://www.conceptdraw.com/>
<http://www.heikekurtz.de/tidbitsde/tidbits-de-553.html#Anker3>


TiVo Series2: Wunschdenken und bärenstarke Fehler

von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Jochen Wolters <jochen@polytropia.com>]

Manchmal wünschen wir uns, dass sich unser Leben genauso einfach zurückspulen ließe wie ein Fernseh-Programm, das mit TiVo aufgezeichnet wurde. In der Ausgabe von letzter Woche befasste sich Alex Hoffmans Artikel "TiVo Series2 Improves on Original" [FIXME: Bitte noch an den entsprechenden deutschen Titel in TidBITS 698 anpassen. Danke.] damit, wie der digitale Videorekorder aufgezeichnete Sendungen in Gruppen sortieren kann, wenn man sich die "Now Playing"-Liste [Auswahlliste für gespeicherte Sendungen - JW] anschaut. In dem Artikel wurde dies als Wunsch erwähnt, obwohl das Series2-Modell diese Funktion bereits jetzt anbietet. Den Fehler können Sie einem TidBITS-Redakteur zuschreiben, der sich wünschte, dass sein TiVo der ersten Baureihe diese elegante Möglichkeit, durch die Liste der Fernsehsendungen zu stöbern, ebenfalls unterstützte: zur Strafe wird Jeff all seine DVDs und VHS-Bänder kategorisieren und alphabetisch sortieren.

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07366>
<http://www.tivo.com/>

Wenn wir schon dabei sind, unsere Fehler einzugestehen (was, wie man uns sagte, gut für unsere Seele sein soll, obwohl wir uns dabei reichlich dämlich vorkommen): Adam hat auch mit der Analogie zwischen dem 15-Zoll PowerBook G4 und Mama Bär aus dem Kinderbuch "Goldlöckchen und die drei Bären" daneben gegriffen. Obwohl es möglicherweise andere Varianten dieser Geschichte gibt, sind sich die meisten Quellen darin einig, dass das Porridge, der Stuhl und das Bett, die "schlicht genau richtig" waren, Baby Bär gehörten. Zur Strafe wird Adam seinem Sohn Tristan jeden Abend aus diesem Buch vorlesen, bis der genug davon hat.

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07363>
<http://w8r.com/kidsbook/bears.html>

Und schließlich: in unserem, unter argem Zeitdruck entstandenen Test von StuffIt Deluxe 8.0 schrieb Adam, dass sich Mac OS X die Änderung eines Dateinamen-Suffix bestätigen lässt, wenn Sie StuffIt Deluxes Funktion "Archive Via Rename" ["Archivieren durch Umbenennen" -- JW] verwenden. In Wirklichkeit lässt sich Mac OS X eine Dateinamen-Änderung jedoch dann nicht bestätigen, wenn im Finder die Option "Suffix immer anzeigen" eingeschaltet ist (was für die "Archive Via Rename"-Funktion erforderlich ist). Das ist durchaus sinnvoll, denn wenn Sie die Dateinamen-Suffices nicht sehen können, bemerken Sie vielleicht gar nicht, dass Sie etwas ändern, während man durchaus davon ausgehen kann, dass Sie wissen, was Sie tun, wenn Sie die Suffices sehen können. Für diesen Fehler wird Adam auferlegt, allen PDF-Dateien mit kryptischen Namen auf seinem Desktop bessere Namen zu geben.

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07365>


Mac OS X 10.2.8 kommt und geht

von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Jochen Wolters <jochen@polytropia.com>]

Während Geoff Duncan letzten Montag die neue TidBITS für den Versand vorbereitete, wies mich Mac OS Xs Software-Aktualisierung darauf hin, dass ich Mac OS X 10.2.8 installieren könnte. Es war spät, ich war müde und startete daher den Download und die Installation, ohne wirklich über die Konsequenzen nachzudenken. (Böser Adam! Immer schön eine Sicherheitskopie ziehen, bevor man eine größere Aktualisierung installiert!) Während die 40MB durch die Leitung flogen, entschieden Jeff Carlson und ich uns dafür, am folgenden Tag einen Hinweis auf der TidBITS-Website zur veröffentlichen, statt diesen noch in die aktuelle Ausgabe zu quetschen. Inzwischen bin ich froh über diese Entscheidung, denn vielen Benutzern bescherte diese Aktualisierung arge Schwierigkeiten. Ich selbst hatte Glück: die Aktualisierung verschob lediglich den Menübalken auf meinen zweiten Monitor, was Classic etwas durcheinander brachte und einen zweiten Neustart nötig machte, nach dem alles wieder ordentlich funktionierte.

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07368>

Andere hatten weniger Glück. Wir hörten von vielen Leuten, die auf Mac OS X 10.2.8 aktualisiert hatten, dass sie mit Probleme bis hin zu Kernel Panics während des Bootens zu kämpfen hatten. Insbesondere konnten wir bestätigen, dass Mac OS X 10.2.8 inkompatibel mit einigen Treibern für externe FireWare-Geräte zur Audio-Aufnahme und -Produktion ist. Viele weitere Benutzer haben den Verlust der Ethernet-Schnittstelle ihres PowerMac G4 beklagt. Wenn Sie mit dem Ethernet-Problem konfrontiert sind, finden Sie einen Reparaturtipp auf Apples Diskussions-Foren, der auf der Neuinstallation einer älteren Version der Datei AppleGMACEthernet.kext basiert. Natürlich wird diese Lösung von Apple nicht empfohlen und wir von TidBITS haben sie noch nicht überprüfen können.

<http://discussions.info.apple.com/WebX?14@243.dj9gamVHgCC.1540101@.5999d9d9/10>

Es versteht sich von selbst, dass Apple die 10.2.8 Aktualisierung schnell wieder zurückgezogen hat, aber die Firma hat noch nicht mitgeteilt, wann die überarbeitete Fassung verfügbar sein wird. Falls Sie Mac OS X 10.2.8 bereits heruntergeladen, aber noch nicht installiert haben, dann werfen Sie die Datei weg und warten auf die neue Version. Falls Sie einer der Unglücklichen sind, die Probleme haben, werden Sie entscheiden müssen, ob Sie mit diesen Problemen zunächst leben können oder ob es sinnvoller wäre, die Festplatte von einem Backup wiederherzustellen. Denken Sie daran, dass Sie während des Bootvorgangs die Umschalt-Taste gedrückt halten können, um im "Safe Boot"-Modus zu starten, bei dem nur Kernel Extensions und Treiber geladen werden, die von Apple selbst stammen. Das könnte möglicherweise jenen helfen, die mit Kernel Panics während des Rechnerstarts zu kämpfen haben, aber ich glaube nicht, dass dies auch beim angesprochenen Ethernet-Problem helfen wird.

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07369>
<http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=120245>

Was war in dieser Aktualisierung enthalten? Mac OS X 10.2.8 enthielt eine Reihe von Bluetooth-Verbesserungen (zum Teil für die Unterstützung von Apples neuer drahtloser Tastatur und Maus), sowie nicht näher beschriebene Erweiterungen für den Safari Webbrowser. Es enthielt auch Sicherheits-Aktualisierungen für die UNIX-Anwendungen sendmail und OpenSSH's sshd, Unterstützung für USB 2.0-Geräte (sogar für USB 2.0 PCI- oder PC-Karten von Drittanbietern) und die Behebung eines Problems beim Mounten von externen FireWire-Laufwerken.

<http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=61798>


PhoneValet, haben Sie verstanden?

von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Sebastian Völtz <sebastian.voeltz@web.de>]

Als Computermensch bin ich permanent frustriert von den hartkodierten Geräten, die uns in der echten Welt umgeben, und einer der ärgerlichsten Bereiche diesbezüglich ist das Telefon. Warum kann mein Telefon mir nicht ankündigen, wer anruft, bevor ich abhebe? Warum bekomme ich nicht so einfach heraus, wie lange ich telefoniert habe? Und warum muss ich mein Gehirn noch immer mit Telefonnummern vollstopfen - oft genug mit mehreren pro Person?

Ein kanadisches Unternehmen namens Parliant hat es auf sich genommen, viele dieser Ärgernisse durch ein 130-US$-Produkt namens PhoneValet zu lösen. Es ist eine Kombination aus einem USB-Gerät zum Anschluss an die Telefonleitung und Software für Mac und Mac OS X, die Anruferanzeige (Rufnummer-Übermittlung - CLIP - vorausgesetzt), Telefonwahl und -protokollierung leistet. (Beachten Sie, dass es derzeit nicht als Assistent für verschiedene Anrufbeantworter und Sprachansagen oder dergleichen fungiert.) PhoneValet 1.0 tut, was es verspricht, wenngleich es unter der Willkür der Telekomanbieter bei der Rufnummer-Übermittlung und kleineren, für 1.0er-Versionen typischen, Problemen leidet.

<http://www.phonevalet.com/>

[-- Parliant weist auf seinen Kundendienstseiten darauf hin, dass PhoneValet bezüglich der Spracherkennung, der Verkabelung und der Übermittlung von Anruferdaten bisher für den nordamerikanischen Markt optimiert wurde. Die Anpassung an internationale Gegebenheiten sei in Arbeit.

<http://www.parliant.com/support/phonevalet/index.html>

-- SV]

Bestandteile und Zutaten von PhoneValet -- PhoneValets technische Eingeweide verbergen sich in einem durchsichtig-violetten Gehäuse von ungefähr der halben Größe eines Kartenspiels. Auf der einen Seite liegt ein RJ-11-Telefonstecker; ein Telefon-Splitter ist enthalten, so dass man es parallel zum Telefon anschließen kann. Auf der anderen Seite befindet sich ein USB-Anschluss; auch das passende USB-Kabel liegt bei. Ein Stromanschluss wird ebenso wenig wie ein Modem benötigt, aber PhoneValet funktioniert derzeit nur mit alten, analogen Telefonleitungen.

Softwareseitig bildet das Programm PhoneValet die Hauptschnittstelle, und einige kleinere Programme hinter den Kulissen dienen zur Verfolgung ein- und ausgehender Anrufe, zum Wählen und mehr, so dass das Hauptprogramm für die Anruferkennung und -protokollierung nicht laufen muss.

Das Programm PhoneValet ist, zumindest an der Oberfläche, ein Musterbeispiel einer einfachen und eleganten Benutzeroberfläche. Es zeigt zwei zentrale Kartei-Reiter: ein „Telefonbuch“ zur Anzeige aller gespeicherten Namen und Nummern, und ein „Protokoll“, das jeden getätigten, angenommenen oder entgangenen Anruf auflistet. In einem Notizfeld können Sie freien Text zu jedem Telefonbuch- oder Protokolleintrag erfassen.

Eine Symbolleiste am oberen Rand enthält fünf Schaltflächen und eine Schnellsuche. Die Schaltfläche „Wählen“ wählt die zum aktuellen Eintrag gehörende Nummer (egal ob im Telefonbuch oder im Protokoll), die Schaltfläche „Löschen“ löscht den aktuellen Eintrag, und die Schaltfläche „Detail“ öffnet ein seitliches Fach, in dem ein Paar Details mehr als in der Liste angezeigt sowie Namen und Nummern bearbeitet werden können. Mit einer Schaltfläche „Hinzufügen“ können Sie die Nummer eines eingegangenen Anrufs zum Telefonbuch hinzufügen. Die Schaltfläche „Report“ schließlich öffnet einen Dialog, mit dem Sie die Anrufdatenbank abfragen können. Das Ergebnis wird in einem „Report“-Reiter neben den Telefonbuch- und Protokoll-Reitern angezeigt. Analog dazu werden Ergebnisse angezeigt, wenn Sie die Schnellsuche-Funktion im Telefonbuch- oder Protokoll-Reiter benutzen. Praktischerweise können Sie in einem vorliegenden Suchergebnis weiter suchen, um die Suche einzuengen. Leider können auf dem Report-Reiter die Einträge nicht im Detail-Fach bearbeitet werden.

Unter einer weiteren Schaltfläche in der Symbolleiste bietet PhoneValet einige Menübefehle an, mit denen die Sprachwahl gesteuert wird.

Das Telefonbuch füllen -- Es gibt vier verschiedene Methoden, dem Telefonbuch Namen und Nummern hinzuzufügen:

Bei der Nutzung meiner Kontaktdaten in PhoneValet fiel mir auf, dass ich nur etwa ein Prozent der über 2.000 Einträge meiner kompletten Now Contact-Datenbank benutze. Daraufhin importierte ich nur ausgewählte Kontakte in PhoneValet, aber auch da stellte sich heraus, dass ich nur eine sehr kleine Gruppe von Leuten regelmäßig anrufe. Der Hauptnachteil beim Importieren von mehr Kontakten ist, dass die Liste unhandlich wird (und auch die Präzision der Sprachwahl kann beeinträchtigt werden), aber je mehr Einträge Sie haben, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Anrufer aufgrund der übermittelten Daten korrekt angezeigt werden.

Anrufen -- Um einen Anruf aus PhoneValet zu tätigen, wählen Sie einen Eintrag mit einer Telefonnummer (aus dem Telefonbuch oder -protokoll) und klicken auf die Schaltfläche „Wählen“. Es erscheint ein Dialog mit zu wählender Nummer und dem Namen sowie der Anweisung, zum Wählen ein Telefon abzuheben. Für dieses Vorgehen fährt Parliant einige Punkte ein, denn es scheint sehr sinnvoll, den Computer erst vorzubereiten und dann warten zu lassen, bis ich bereit bin, anstatt ihn sofort wählen zu lassen, während ich noch hektisch mein Headset aufsetze.

[Übersetzung: Roland Müller <mail@duesenschrieb.de>]

Wenn Sie die Toneingabe aktiviert und ein vernünftiges Mikrofon angeschlossen haben, können Sie auch einfach "Call Mom" sagen, um die Telefonnummer anzurufen, die als die Ihrer Mutter eingegeben ist. PhoneValet verwendet Apples eingebaute Spracherkennung, die bei meinen Versuchen sehr zuverlässig funktionierte. Ich musste nur selten meine Eingabe wiederholen, weil das Programm mich nicht richtig verstanden hatte. Sobald PhoneValet den Namen erkannt hat, wählt es die Nummer genau so, als würden Sie selbst die Wähltaste drücken.

Natürlich können Sie außerdem Ihr Telefon (oder jede Erweiterung, die sich der Telefonleitung bedient) über dessen Tastatur bedienen. PhoneValet merkt sich die gewählte Nummer und hält Zeit und Dauer des Anrufs in einem Log fest. wenn die Person, die Sie anrufen, bereits im Telefonbuch eingetragen ist, zeigt das Log sowohl den Namen als auch die gewählte Nummer an.

Ich fand die Toneingabe-Funktion klasse – endlich hört der Mac mal auf mich und tut genau das Richtige! Ich war allerdings auch ein wenig frustriert, allerdings aus Gründen, für die Parliant nichts kann. Ich benutze eine von Apples neuen iSight-Kameras als Eingabemikrofon an meinem PowerMac G4. Es scheint da einen Bug in Mac OS X zu geben, wenn es um die Audio-Eingabe via FireWire geht: Apples Spracherkennung funktioniert nicht mehr, wenn der Mac aus dem Schlafmodus aufgeweckt wird. Dies zumindest so lange, bis ich im PhoneValet-Menü die Toneingabe aus- und wieder eingeschaltet habe. Ziemlich irritierend, da ich morgens nach dem Aufwecken des Mac permanent vergessen habe, die Toneingabe neu zu starten. Bis ich dann zu ersten Mal versuchte, jemanden anzurufen.

Noch nerviger (und um das rauszukriegen brauchte es einige Zeit) war die Tatsache, dass dann, wenn Apples Spracherkennung eingeschaltet ist, Audio-Chats mit iChat AV nicht funktionieren. Auch das ist verwirrend, denn die Fehlernachricht in iChat AV teilt lediglich mit, dass in den vergangenen 10 Sekunden keine Packets empfangen wurden. Mittlerweile habe ich aber herausgefunden, dass ich die Sprachwahl eingeschaltet lassen kann und sie dann vor Start oder Annahme eines Audio-Chats kurz ausschalten muss, damit ich ohne Probleme chatten kann. Die Lösung dieses Problems muss von Apple kommen; schließlich weiß iChat AV ja auch, wie es das iTunes Playback für Audio-Chats pausieren und neu starten muss; es sollte die Spracherkennung genau so aus- und wieder einschalten können.

Anrufe empfangen -- Wenn ein Anruf herein kommt, merkt PhoneValet dies und meldet wenn möglich Name und Telefonnummer des Anrufers gut sichtbar in einem Pop-up-Fenster, das kurz in der Mitte des Bildschirms auftaucht, während zugleich per Mac OS X Sprachsynthese eine Mitteilung zu hören ist. Außerdem macht PhoneValet einen Eintrag mit (wenn möglich) Name, Telefonnummer, Uhrzeit und Dauer im Anrufer-Log. Wenn Sie mehrere Telefonanschlüsse haben benötigen Sie auch mehrere PhoneValets. Dann hält PhoneValet auch fest, auf welcher Leitung der Anruf herein kam.

Ich schwafele hier von "falls möglich", weil es da einige Einschränkungen gibt bezüglich der Aufzeichnungs-Fähigkeiten von PhoneValet. Grundsätzlich benötigen Sie eine Freischaltung des Anrufer-ID-Service seitens Ihrer Telefongesellschaft, damit dies funktioniert. Und selbst wenn sie die haben, kann PhoneValet die Informationen nur abrufen, wenn sie durchgehend aktiviert sind. Die Telefonsysteme vieler großer Firmen (wie bspw. die von Apple oder der Cornell Universität verwendeten) liefern diese Informationen gar nicht. Auch Ihr Gegenüber kann die Weitergabe der Anrufer ID blockieren. Und auch darüber hinaus habe ich festgestellt, dass PhoneValet bei vielen Gelegenheiten keine Anrufer ID ermitteln konnte.

Ich erzähle Ihnen hier also genau, wie es mir ergangen ist. Ich denke, es ist in jedem Fall interessant sowohl zu wissen, welche Informationen ich aus PhoneValets Anrufer-Log herausfiltern konnte als auch welche Macken der Anrufer-ID-Service so haben kann. Ich habe PhoneValet aufgefordert, alle empfangenen Anrufe aufzulisten. Diesen Report habe ich dann als tab-freie Textdatei gespeichert, die ich dann in Microsoft Excel konvertieren und öffnen konnte. Seit Ende Juli habe ich 171 Anrufe bekommen, von denen 131 ohne Anrufer-ID-Informationen herein kamen – mehr als 75 Prozent! Da ich alle unbeantworteten Anrufe an mein Handy weitergeleitet habe, das ebenfalls die Anrufer-ID unterstützt, konnte ich feststellen, dass ein Mobiltelefon in dieser Beziehung PhoneValet deutlich überlegen ist: Es zeigt sie häufig an, wenn PhoneValet dies nicht tut. (Siehe auch den Bericht "Ein neuer Anschluss unter dieser Nummer" in TidBITS-593_ darüber, wie wir unsere Handys benutzen.)

<http://www.heikekurtz.de/tidbitsde/TidBITS-de-593.html#Artikel1>

Da mich diese schwache Leistung gestört hat, habe ich mich eingehender damit befasst. Kevin Ford, der Präsident von Parliant, sagte mir, dass Qualität und Inhalt der Anrufer-ID, die über die Telefonleitung gesendet wird, starken Schwankungen unterworfen ist. Er war allerdings auch überrascht über die schwache Leistung, die ich zu verzeichnen hatte. Daraufhin habe ich mich an den Störungsdienst von Verizon gewandt. Der Techniker, der mich besuchte, stellte fest, dass Installationen der Telefongesellschaft einwandfrei arbeiten. Dann testete er die Leitungen in meinem Haus und fand tatsächlich einen Kurzschluss, der seiner Meinung nach durchaus für den Verlust der Anrufer-ID-Informationen verantwortlich sein könnte. Ich habe nun allerdings nicht vor, dem Kurzschluss auf den Grund zu gehen, da unser Haus gut 15 Telefonanschlüsse hat, von denen viele in schwer zu durchschauenden Kombinationen miteinander verschaltet sind. Der Reparaturtechniker meinte, die Ursache des Kurzschlusses könnte sein, dass wir zu viele Telefone angeschlossen haben. Vielleicht sind unsere acht Telefone ja wirklich zuviel? Ein handelsübliches Mobilteil wird als eine Ring-Equivalency-Number (REN) gerechnet, wobei derer fünf als Maximum in einem normalen Haushalt gelten. Moderne Telefonapparate können RENs haben, die kleiner als 1 sind, dann wäre ich noch unterhalb dieses Limits. Ich habe mittlerweile zwei Telefone und unser nur zum Senden benutztes Fax von der Leitung getrennt, um zu sehen, ob das hilft.

[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]

Unnötig zu sagen, dass ich enttäuscht darüber war, dass die Anruferidentifikation bei meiner Telefonleitung nicht besser funktionierte. Einer meiner Pläne war es nämlich gewesen, den Anrufer sowohl auf meinem Macintosh im ersten Stock als auch im Erdgeschoss anzusagen, sodass ich im voraus wüsste, wer anrief, auch wenn ich nicht im Büro wäre. PhoneValet kann zwar AppleScript-Skripts ausführen oder E-Mails verschicken, sobald ein Anruf eingeht, aber ich habe mir nicht die Mühe gemacht das selber auszuprobieren, da es ja nur bei einem Viertel der Anrufe nützlich gewesen wäre. Kevin hat mir ebenfalls gesagt, dass Parliant plane, PhoneValet so zu erweitern, dass eingehende Anrufe auf mehreren Computern angezeigt werden können und auch spezifische Aktionen für bestimmte Anrufer ausführen kann.

Leider wird von Telemarketing-Unternehmen die Anruferidentifikation häufig ausgeschaltet. Wenn man diese lästigen Anrufe also vermeiden will, darf man das Telefon nur noch abnehmen, wenn die anrufende Person korrekt identifiziert worden ist. Das ist auch gleich eine Warnung an alle Leute, die ihre Anruferidentifikation unterdrücken und deren Anrufe deshalb oft ignoriert werden.

Probleme und Ärgernisse -- Ich habe vorhin geschrieben, dass die Oberfläche von PhoneValet ein Beispiel an Einfachheit und Eleganz sei, zumindest auf den ersten Blick. Wenn man ein bisschen tiefer geht, findet man hingegen einige unschöne Punkte.

Jedes Mal wenn Sie einen Eintrag editieren oder einen Kommentar hinzufügen, müssen Sie diese Änderung explizit abspeichern. Das passiert normalerweise immer dann, wenn Sie einen anderen Eintrag auswählen. PhoneValet fragt Sie daraufhin, ob Sie den Eintrag abspeichern möchten. Das ist ein lästiger Zwischenschritt, der zudem sehr häufig notwendig ist, wenn ich unidentifizierte Nummern mit einem Namen oder einem Kommentar versehen möchte. Eigentlich sollte PhoneValet alle Änderungen automatisch abspeichern und stattdessen die Möglichkeit bieten, diese notfalls wieder rückgängig zu machen.

Das Adressbuch und das Anrufprotokoll sind nur tabellarische Listen und können durch einen Klick in den Spaltentitel sortiert werden (außer für Kommentare; ich kann mir nicht erklären, weshalb man die Liste nicht nach Einträgen sortieren kann, die einen Kommentar aufweisen). Ein zweiter Klick kehrt die Sortierrichtung um. Daneben fehlen dieser tabellarischen Liste aber alle anderweitig bekannten Funktionen. Wenn man beispielsweise mehrere nicht benötigte Einträge aus dem Adressbuch oder falsch gewählte Nummern aus dem Anrufprotokoll löschen möchte, kann man nicht mehrere Einträge gleichzeitig auswählen (wenn Sie beim Wählen einen Fehler machen, aufhängen und noch einmal wählen, zeichnet PhoneValet beide Nummern auf). Es gibt auch keine Unterstützung für Tastenkürzel und demzufolge kann man nicht die ersten Buchstaben eines Eintrags eingeben, um schnell zu diesem Eintrag zu gelangen. Zukünftige Versionen werden diese Funktionen aber sehr wahrscheinlich mitbringen.

Die fehlende Möglichkeit, einen Eintrag schnell auswählen zu können, ist besonders problematisch wenn Sie die Sprachsteuerung nicht verwenden, da es keine weitere Möglichkeit gibt, eine Telefonnummer schnell finden und wählen zu können. Ich würde es auch begrüßen, wenn PhoneValet ein systemweit zugängliches Menü böte, in das man bestimmte Telefonnummern aufnehmen und einfach darauf zugreifen könnte. Mit ein wenig mehr Anstrengung hätte man sogar ein hierarchisches Menü machen können, in dem automatisch die am häufigsten gewählten Nummern abgerufen werden könnten.

Dieser Vorschlag betrifft ein tieferliegendes Problem. PhoneValet verwendet nämlich eine auf SQL basierende relationale Datenbank namens OpenBase, die zurzeit aber noch ziemlich unterfordert ist. Zum Beispiel könnte man für jeden Eintrag anzeigen, wie oft diese Person schon angerufen hat und wie häufig man selber diese Nummer gewählt hat und gleich auch noch die Gesamtdauer und die durchschnittliche Dauer der Gespräche anzeigen. Es ist natürlich möglich, einen Bericht zu erstellen und diese Information in einer Tabellenkalkulation oder einer anderen Datenbank selber auszuwerten, aber PhoneValet verwendet ja selber bereits eine leistungsfähige Datenbank. Oder etwa die Tatsache, dass wenn man zu einer Nummer den Namen hinzufügt, PhoneValet nicht automatisch den Namen allen weiteren gleichen Nummer im Anrufprotokoll zuweist, selbst wenn man diesen Eintrag zusätzlich noch in das Adressbuch aufnimmt. Parliant plant, in Zukunft noch mehr Datenbank-Funktionen hinzuzufügen und den Zugriff auf die Datenbank auch Programmen von Drittherstellern zu ermöglichen.

<http://www.openbase.com/>

PhoneValet, Sie werden angestellt -- Wenn ich einen Beruf hätte, bei dem das Telefon eine wichtigere Rolle spielen würde und bei dem die Verrechnung der Gesprächskosten nötig wäre, wäre PhoneValet ein unverzichtbarer Bestandteil davon. Aber obwohl ich Anrufe nicht nachverfolgen muss und trotz den Problemen mit der Anruferidentifikation, habe ich PhoneValet als sehr nützlich empfunden, insbesondere die Sprachsteuerung. Weitere mögliche Kunden von PhoneValet sind Eltern mit mehreren Kindern, Leute die ständig von Telemarketing-Unternehmen belästigt werden und kleine Unternehmen, die damit ihre Kundenkontakte verbessern können.

PhoneValet sieht noch stark nach einer Version 1.0 aus und weist eine Reihe von kleinen Fehlern und fehlenden Funktionen auf. Seit ich PhoneValet im Juli zu nutzen begann, hat Parliant aber mehrere Updates nachgereicht und das beweist mir, dass die Firma voll hinter dem Produkt steht. Dieses Engagement wird auch beim E-Mail-Support sichtbar, der zum besten gehört, was ich seit langem erlebt habe. Jede meiner Meldungen wurde mit einem automatischen E-Mail mit einer Trouble-Ticket-Nummer beantwortet und ein Mitarbeiter des Support hat sich umgehend des Problems angenommen (dahinter steckt ein System das ganz offensichtlich auf WebObjects basiert). Einige der von mir gemeldeten Fehler wurden mit dem nächsten Update sofort behoben und Parliant hat sogar eine Spezialversion nur für mich erstellt, mit dem wir ein paar hartnäckige Fehler einkreisen konnten, deren Ursache aber eher bei Mac OS X zu suchen war. Die Firma Parliant hört auf ihre Kunden und gewichtet ihre Entwicklungsarbeit gemäss den Wünschen der Anwender. Teilen Sie es also Parliant mit, wenn Sie eine bestimmte Funktion in PhoneValet vermissen.

<https://secure.parliant.com/cgi-bin/WebObjects/ContactPage.woa?dept=Technical+Support>

PhoneValet 1.0 kostet 130 US$ für eine Telefonleitung und ein separat erhältliches Erweiterungspaket für eine zusätzliche Leitung kostet 90 US$. Da das Produkt sowohl Hard- wie Software umfasst, gibt es keine Demoversion, aber Parliant bietet eine Geld-zurück-Garantie für die ersten 30 Tage an. PhoneValet funktioniert nur unter Mac OS X (10.1.5 oder höher), allerdings stellen sie ein ähnliches Produkt namens Tell A Phone für Microsoft Windows her.

<http://www.parliant.com/>

PayBITS: Wenn Adam Ihnen mit diesem Artikel geholfen hat, Ihre Telefone in den Griff zu kriegen, können Sie ihm via PayPal danken.
<https://www.paypal.com/xclick/business=ace%40tidbits.com>
Lesen Sie mehr über PayBITS: <http://www.tidbits.com/paybits/>


Aktuelle Themen in TidBITS-Talk/29-Sep-03

vom TidBITS-Team <editors@tidbits.com>
[Übersetzung: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>]

Verbesserungen von TiVo Series2 -- Leser berichten von ihren Erfahrungen mit Tivos digitalem Videorecorder der zweiten Generation und wie sich das Gerät von DirecTV-Kombinationen unterscheidet. ("TiVo Series2 improvements" - 11 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2073>

TiVo gegen EyeTV -- Gehört Fernsehen ins Wohnzimmer oder auf Ihren Mac (oder beides)? Leser vergleichen TiVo mit EyeTV von El Gato Systems, die Fernsehprogramme auf ihrem Mac aufzeichnen können. ("TiVo vs. EyeTV" - 3 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2074>

Office X 10.1.5-Upgrade -- Bei mindestens einem Leser versagte das Installationsprogramm für Microsofts letzte Aktualisierung scheinbar deshalb, weil er nicht das vollständige Office X-Paket hatte. ("Office X 10.1.5 Upgrade" - 3 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2075>

Apples kabellose Tastatur und Maus -- Wir haben spekuliert, dass Apple wahrscheinlich seine kabellose Tastatur und Maus zukünftigen Macs beilegen wird, doch die Art zur Herstellung von Bluetooth-Verbindungen könnte das verhindern. Außerdem empfiehlt ein Leser eine Alternative zu Apples kabellosem Nagetier. ("Apple Wireless Keyboard and Mouse" - 9 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2072>


Übersetzung: Alexander Lorani <alexander.lorani@web.de>, Roland Müller <mail@duesenschrieb.de>, Jochen Wolters <jochen@polytropia.com>, Sebastian Völtz <sebastian.voeltz@web.de>, Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net> und Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.

Lektorat: Heike Kurtz <mail@heikekurtz.de>.

Koordination: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.

Copyright der deutschen Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.

Nichtkommerzielle oder gemeinnützige Zeitschriften dürfen unsere Artikel nachdrucken, wenn sie einen Link auf die Seite oder eine volle Referenz angeben. Andere kontaktieren uns bitte per E-Mail. Der Inhalt der Artikel ist ohne Gewähr. Wenden Sie sich bitte an den Autor. Namen von Publikationen, Produkten oder Firmennamen können durch Gebrauchsmustereintrag geschützt sein. TidBITS engl. ISSN 1090-7017.

Vorige Ausgabe | Englische Ausgabe | TidBITS Home Page | Nächste Ausgabe