
Diese Woche enthüllen wir ein völlig neues Verlagsprojekt, die von führenden Macintosh-Autoren geschriebene E-Book Serie "Take Control". Außerdem schauen wir uns Apples Ankündigungen zum Thema Musik etwas genauer an, inklusive iTunes für Windows, den Marketingabsprachen mit AOL und Pepsi sowie den Verbesserungen und technischen Spielereien rund um den iPod. Zudem meldet sich DealBITS mit einem Visitenkarten-Entwurfsangebot zurück! An der Nachrichtenfront geht's um Apples 44 Mio. USD Gewinn im 4. Quartal und die Ankündigung von DragThing 5.0.
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[Übersetzung: Roland Müller <mail@duesenschrieb.de>]
Apple meldet 44 Mio. USD Gewinn im 4. Quartal -- Apple Computer hat bei Umsätzen von 1,715 Mrd. USD im 4. Quartal seines Geschäftsjahres einen Gewinn von 44 Mio. ausgewiesen. Der Quartals-Bruttomarge lag bei 26,6%, die internationalen Märkte steuerten lediglich 38% zum Ertrag bei. Runde 15 Mio. USD des Quartalsertrags resultierten aus einmaligen Aktionen wie Aktienrückkäufen und Gewinnen aus Kapitalanlagen. Apple lieferte während des Quartals 787.000 Macs aus (wovon nur ein Teil aus Apples neuen 15-Zoll-PowerBooks und G5 Power Macs bestand) sowie 336.000 iPods. Mitarbeiter des Unternehmens schätzen, dass sich die Umsatzerlöse im nächsten Quartal - in dem das Weihnachtsgeschäft stattfindet - auf ca. 1,9 Mrd. USD erhöhen werden. [GD]
<http://www.apple.com/pr/library/2003/oct/15results.html>
DragThing 5.0 bringt's wieder mal voll -- TLA Systems hat Version 5 seines Programmdocks DragThing vorgestellt - nun mit Panther-Unterstützung (bei weiter voller Kompatibilität mit Jaguar). Außerdem mit zahlreichen Verbesserungen der Benutzeroberfläche, die Programmierer James Thomson in dem für ihn üblichen Stil umgesetzt hat: überlegt, durchdacht, sauber und vom Anwender frei konfigurierbar. Ein neues Fenster-Dock listet offene Programmfenster auf und macht DragThing damit zu einem noch besseren Ersatz für Apples eigenes Dock als zuvor schon. Die Kontextmenüs sind wesentlich mächtiger geworden; besonders bemerkenswert ist, dass sich DragThing nun merkt, wenn man Dokumente auf ein Programmsymbol im DragThing Dock zieht und diese später im oder aus dem Kontextmenü des jeweiligen Programms geöffnet werden können. DragThing 5 kostet als Update für registrierte Anwender 12 USD, ansonsten 30 USD. Es kann außerdem kostenlos als 2,8 MB große Datei für zwei Wochen zum Testen heruntergeladen werden. Nach Ablauf der Testphase werden etliche Features deaktiviert. [MAN]
<http://www.dragthing.com/english/about.html>
<http://www.dragthing.com/english/whatsnew.shtml>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=06805>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=06939>
von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Jochen Wolters <jochen@polytropia.com>]
Wenn ich an das Erstellen von Visitenkarten denke, kommen mir zwei Probleme in den Sinn. Am ärgerlichsten ist die Verschwendung von Hunderten ungenutzter Karten, sobald ich meine Telefonnummer oder Adresse ändere, da die meisten Druckereien große Mindeststückzahlen pro Bestellung verlangen. Ebenfalls nervtötend ist der Aufwand, der entsteht, wenn man ordentlich aussehende Visitenkarten mit traditioneller Grafiksoftware erstellen möchte - ich weiß zwar, wie's geht, aber es macht mehr Arbeit als eigentlich nötig wäre. Eine Lösung für beide Probleme bietet Business Card Composer von BeLight Software, ein elegantes Programm für Mac OS X, dass Ihnen hilft, ansehnliche Visitenkarten zu gestalten und diese auf handelsübliches Visitenkarten-Papier auf einem normalen Tintenstrahldrucker zu drucken.
<http://www.belightsoft.com/de/products/composer/>
In der DealBITS Verlosung dieser Woche können Sie eine von drei elektronischen Kopien von Business Card Composer gewinnen, die jeweils 40 USD wert sind. Teilnehmer, die nicht zu unseren glücklichen Gewinnern gehören, erhalten einen Rabatt auf Business Card Composer. Teilnehmen können Sie über die DealBITS-Seite (URL siehe unten); denken Sie daran, die Teilnahmebedingungen auf der Seite zu lesen und zu akzeptieren. Wir versichern Ihnen, dass alle dort eingegebenen Informationen unseren umfassenden Datenschutz-Bestimmungen unterliegen. Ein Hinweis noch: seien Sie vorsichtig mit Ihren Spam-Filtern, da ich Ihnen E-Mails schicken können muss, damit Sie erfahren, ob Sie gewonnen haben.
<http://www.tidbits.com/dealbits/belight.html>
<http://www.tidbits.com/about/privacy.html>
Die Namen der Gewinner finden Sie in der TidBITS-Ausgabe von nächster Woche und zusätzlich werden wir jeden Teilnehmer persönlich benachrichtigen.
vom TidBITS-Team <editors@tidbits.com>
[Übersetzung: Sebastian Völtz <sebastian.voeltz@web.de>]
Letzte Woche startete die laut Apple "zweite Generation" des iTunes Music Store, verbunden mit einer Menge Ankündigungen, darunter iTunes für Windows, eine neue Version von iTunes für den Mac, etliche neue Marketing-Allianzen für den iTunes Music Store, und eine nützliche Aktualisierung für den iPod.
iTunes für Windows -- Die wichtigste Ankündigung ist ohne Zweifel die Veröffentlichung von iTunes für Windows, die den iTunes Music Store für Scharen von Windowsnutzern öffnet und die Funktion als primäre Schnittstelle zu PC-verbundenen iPods übernimmt. Ohne nähere Untersuchung (in betriebsamen Wochen stehen Tests von PC-Programmen nicht weit oben in unserer Prioritätenliste) scheint iTunes für Windows der Version für Macintosh äußerst ähnlich zu sein. iTunes für Windows setzt einen PC mit Windows 2000 oder XP und einem Prozessor der Pentium-Klasse mit mindestens 500 MHz sowie 128 MB RAM voraus. Ebenso benötigt wird QuickTime 6.4, das in der Downloaddatei von iTunes für Windows enthalten ist und einen Teil der Größe von 19,1 MB ausmacht.
<http://www.apple.com/de/itunes/>
<http://www.apple.com/de/pr/pr-infos2003/oktober/itms_win.html>
In unserem Bericht von letzter Woche über die Ankündigung von iTunes für Windows schrieben wir: "Halten Sie in den kommenden Wochen Ausschau nach vollmundigen Presseerklärungen von Apple, die händereibend über die Downloadzahlen von Windows-Benutzern berichten." Und ganz recht - heute kündigte Apple an, dass iTunes in den ersten dreieinhalb Tagen seit Veröffentlichung über eine Million mal heruntergeladen wurde. In der gleichen Zeit kauften iTunes-Benutzer außerdem über eine Million Lieder. Ein gewisser Rückschluss auf die Nachfrage durch Windowsnutzer ist möglich: Nach der ersten Freigabe des iTunes Music Store brauchte es volle sieben Tage, bis die Eine-Million-Lieder-Marke erreicht wurde.
<http://www.apple.com/pr/library/2003/oct/20itunes.html>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07337>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbser=1240>
iTunes für den Mac -- Gleichzeitig wurden letzte Woche auch QuickTime 6.4 und iTunes 4.1 für Mac OS X über die Software-Aktualisierung bereitgestellt. Mit iTunes 4.1 kann man auf dem iPod erstellte Wiedergabelisten ("On-the-Go") und Sprachaufzeichnungen synchronisieren, lange Wiedergabelisten auf mehrere CDs oder nötigenfalls DVDs brennen, Links aus iTunes in Webbrowser oder E-Mail-Programme ziehen (oder die Links "Control-klicken" und kopieren) und Sprachinhalte von Audible über den iTunes Music Store kaufen [Angebot nur in Nordamerika verfügbar -- SV]. iTunes 4.1 ist ein Download von 6,2 und QuickTime 6.4 von 19,8 MB.
<http://www.apple.com/de/itunes/download/>
<http://www.apple.com/de/quicktime/download/>
Änderungen im iTunes Music Store -- Die neuen Möglichkeiten zum Kopieren von Links in iTunes enthüllen ein paar interessante Neuigkeiten des iTunes Music Store. Erstens hat jetzt jeder Song im iTunes Music Store eine eindeutige Kennung, ganz ähnlich einer ISBN für Bücher. Wir vermuten, dass es sich um ISRC (International Standard Recording Code) handelt, die spezifisch für einzelne Aufnahmen (sogar desselben Stückes) sind. ISRC-Nummern sind frei zugänglich, wenngleich nicht leicht erhältlich. In den USA sind sie über die RIAA verfügbar (ja, _die_ RIAA, die Recording Industry Association of America, die Zwölfjährigen Prozesse anhängt). International ist die IFPI (International Federation of the Phonographic Industry) der Ausgangspunkt der Wahl.
<http://www.riaa.org/issues/audio/isrc_faq.asp>
<http://www.ifpi.org/isrc/>
Zweitens hat Apple ein Webprogramm zu Suche in Apples Musikangeboten entwickelt, das HTML-Links generiert, die man benutzen kann, um jedes Lied im iTunes Music Store direkt zu verknüpfen. Leider hat Apple bekannt gegeben, dass die Gewinnmargen zu schmal sind, um Partnerprogramme anzubieten, was eine ideale Anwendung solcher Verknüpfungen wäre. Trotzdem werden ganz sicher Einige daran interessiert sein, Listen von Liedern oder Alben auf ihre Webseiten oder Weblogs zu stellen, die direkt zum iTunes Music Store springen.
<http://phobos.apple.com/WebObjects/MZSearch.woa/wa/itmsLinkMaker>
Neben der direkten Verknüpfung gibt es als beachtenswerte Neuerungen im iTunes Music Store jetzt Geschenkgutscheine und monatliche Budgets für Musikkäufe, sowie die Anzeige von Albumnotizen in iTunes, teils mit Kritiken. Zu allen drei Aspekten erinnern wir uns an Kommentare von Benutzern des ersten iTunes Music Store, insofern sind die Änderungen sehr erfreulich.
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07175>
Apple gibt nun an, der iTunes Music Store werde bis Ende Oktober 400.000 Lieder von den fünf großen sowie von über 200 kleinen, unabhängigen Plattenfirmen anbieten. Das sind doppelt so viele Titel wie anfänglich im iTunes Music Store erhältlich. Es ist außerdem die erste öffentliche Verlautbarung Apples über das Musikangebot von unabhängigen Plattenfirmen, obwohl bekannt war, dass Apple seit vielen Monaten mit unabhängigen Labels zusammenarbeitete. Wir sind etwas verwundert, dass Apple nicht mehr Worte über die Ergänzung der Unabhängigen verliert, es sei denn Apple plant eine weitere, baldige Ankündigung dazu, oder aber Apple spielt die Angebotserweiterung herunter, um die Partnerschaft mit den großen Plattenfirmen nicht zu gefährden.
Audible -- Zusätzlich gab Apple die Ergänzung des iTunes Music Store durch über 5.000 Titel aus den Sprachinhalten von Audible bekannt: Hörbücher, Radiosendungen, Hörausgaben von Zeitschriften, Reden, Vorlesungen uvm. Hörbücher kosten anscheinend genauso viel oder 1 USD weniger als auf der Audibles Website (für Alle, die kein Monats-Abo zu 15 oder 20 USD haben, das bei zwei oder mehr Hörbüchern pro Monat wahrscheinlich günstiger ist).
<http://www.audible.com/>
<http://www.apple.com/pr/library/2003/oct/16audible.html>
Die einfache Benutzung des iTunes Music Store könnte die Attraktivität von Audibles Sprachinhalten deutlich erhöhen. Man kann sich beispielsweise gut vorstellen, für eine längere Autorfahrt schnell noch ein Hörbuch zum Abspielen auf dem iPod zu kaufen. Der Aufwand, das Gleiche zuvor über Audibles normale Web-Oberfläche zu erledigen, könnte eine erhebliche Hürde gewesen sein.
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]
AOL und Zuckerwasser als Werbeaktionen für iTMS -- Auf der Marketing-Seite hat Apple zwei wichtige Aktionen angekündigt, damit der iTunes Music Stores auch weiterhin als führende legale Musikverteil-Plattform bestehen kann. Die Vereinbarung mit AOL bietet einer geschätzten Zahl von 25 Millionen AOL-Kunden eine einfache Registrierung beim iTunes Music Store, indem der ganze iTunes-Katalog in die AOL-Musikplattform AOL Music integriert wird. Mit dieser Vereinbarung werden die AOL-Kunden ab Ende 2003 genauso einfach Musik hören und kaufen können wie alle anderen registrierten iTunes-Kunden. Apple erweitert damit seine Kundenbasis für den iTunes Music Store gewaltig und AOL erschließt sich auf einen Schlag das Angebot des bislang erfolgreichsten Musikverteilsystems anstatt als Konkurrent dagegen antreten zu müssen.
<http://www.apple.com/pr/library/2003/oct/16aol.html>
Zusätzlich arbeitet Apple auch mit der Firma Pepsi zusammen - früher von Steve Jobs als Anbieterin von "Zuckerwasser" bezeichnet, um John Sculley davon zu überzeugen, neuer Chef von Apple zu werden - und verlost 100 Millionen Musikstücke über den iTunes Music Store. Die Aktion beginnt mit einem Werbespot an der amerikanischen Super Bowl am 1. Februar 2004 und besteht darin, dass in die Flaschenverschlüsse von Pepsi, Pepsi Light und Sierra Mist 100 Millionen Losnummern gedruckt werden. Die Käufer können die Lose anschließend im iTunes Music Store gegen ein Musikstück zum Preis von 99 Cents eintauschen. (Die genauen Details sind zurzeit noch nicht bekannt, aber die Aktion gilt sehr wahrscheinlich nur für Bewohner der Vereinigten Staaten.)
<http://www.apple.com/pr/library/2003/oct/16pepsi.html>
Natürlich muss der Kunde zum Einlösen seiner Losnummer die dazu notwendige iTunes- und QuickTime-Software auf einem Apple Macintosh oder Windows-PC installiert haben und Millionen von Pepsi-Fans werden sich deshalb die Software herunterladen. Es mag ein bisschen komisch wirken, 100 Millionen Musikstücke zu verlosen, wenn zum jetzigen Zeitpunkt erst 14 Millionen Lieder gekauft wurden. Es ist aber wahrscheinlich, dass nicht alle 100 Millionen Lose eingelöst werden und Apple nur die Kosten zugunsten der Musikvertriebe und -verlage der eingelösten Lose übernehmen muss. Es gibt keine Limitierungen bezüglich der Anzahl Lose pro Person und sehr wahrscheinlich wird so ein ganzer Markt um diese Losnummern entstehen.
Alles in allem kann diese Aktion dem iTunes Music Store nur nützen und Steve Jobs liegt sicher richtig wenn er sagt, dass Pepsi seine Produkte schon seit Generationen mit Musik vermarktet und dass man sich noch Jahrzehnte später an diese Aktion erinnern wird.
iPod 2.1 Update und Belkin-Zubehör -- Neben diesen Ankündigungen zu iTunes und dem iTunes Music Store hat Apple auch die Software für die neuen iPods (diejenigen mit der Basisstation) aktualisiert. iPod Software 2.1 kann über Software Update heruntergeladen werden und synchronisiert die On-The-Go-Playlists nun auch mit iTunes, schaltet die Hintergrundbeleuchtung nicht bereits nach wenigen Sekunden aus, stellt die Batterieanzeige neu als durchgehenden Balken dar und verbessert das Blättern durch lange Playlists. Für Windows-Benutzer ermöglicht das Update das Abspielen von AAC-codierten Musikstücken wie etwa denjenigen aus dem iTunes Music Store. Das Update fügt auch ein neues Music-Quizspiel hinzu: der iPod spielt einen zufällig gewählten Song von der Musik-Bibliothek und Sie müssen aus einer Auswahl von fünf Liedern das richtige Stück auswählen.
Interessanter ist die Unterstützung von zwei neuen Zubehörgeräten von Belkin, die ebenfalls letzte Woche angekündigt wurden. Der Belkin Voice Recorder für 50 USD lässt sich oben am iPod anstecken und erlaubt Ihnen, mit Hilfe eines eingebauten Mikrofons mehrere Stunden lang Sprachmeldungen, Interviews und Vorträge aufzuzeichnen. Das Gerät enthält einen 16 mm großen Lautsprecher, benötigt keine zusätzliche Software und synchronisiert die aufgenommenen Audiodateien automatisch mit iTunes, sobald der iPod mit einem Apple Macintosh oder einem Windows-PC verbunden wird.
<http://store.apple.com/1-800-MY-APPLE/WebObjects/AppleStore?productLearnMore=T7419LL/A>
Für Reisende noch praktischer ist der Belkin Media Reader for iPod für 100 USD, der im Dock-Anschluss eingesteckt wird und eine Vielzahl von Speicherkarten unterstützt, wie sie gewöhnlich in Digitalkameras verwendet werden: Compact Flash (Typ 1 und 2), Smart Media, Secure Digital (SD), Sony Memory Stick und MultiMedia Card (MMC). Sie können damit digitale Photos für den späteren Transfer auf den Computer im iPod zwischenspeichern. iPhoto erkennt den iPod als ein Speichergerät und kann die Photos automatisch in die Photobibliothek importieren. Mit dem Belkin Media Reader for iPod müssen Sie in Zukunft nur noch Ihre Digitalkamera und das iPod in die Ferien mitnehmen und brauchen nicht mehr den viel zu schweren Notebook mit sich herumzuschleppen. Natürlich können Sie die Photos auf dem iPod nicht betrachten, aber vielleicht wird ein zukünftiger iPod ja einen Farbbildschirm haben und auch diese Möglichkeit bieten.
<http://store.apple.com/1-800-MY-APPLE/WebObjects/AppleStore?productLearnMore=T7418LL/A>
Die neue Referenz -- Mit diesen Neuerungen hat Apple die Position des iTunes Music Stores als führende Online-Plattform für den Musikvertrieb weiter gestärkt. Es unterstützt zwei Plattformen, ist einfach zu bedienen, verwendet keine undurchsichtigen und benutzerfeindliche Kopierschutzmechanismen und hat die starke Marketing-Macht von Apple hinter sich. Falls die Konkurrenz es damit aufnehmen will, muss sie sich beeilen.
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von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Jochen Wolters <jochen@polytropia.com>]
Ich bin so aufgeregt wie schon lange nicht mehr. Diese Woche stellen wir ein völlig neues Verlags-Projekt namens "Take Control" ["Übernimm die Kontrolle" -- JW] vor, eine Reihe von elektronischen Büchern, geschrieben von führenden Macintosh-Autoren. Mit "Take Control" stellen wir ein neues Verlags-Modell für das 21. Jahrhundert auf die Beine, das die Best Practices des Online-, Zeitschriften- und Buch-Verlegens vereint, um Ihnen die aktuellste, fokussierteste, kosteneffektivste und qualitativ höchstwertige technische Dokumentation anzubieten.
Um "Take Control" möglich zu machen, haben wir meine jahrelangen Erfahrungen als Verleger und meine zahlreichen Kontakte, Tonyas Redaktions- und Projekt-Management-Fähigkeiten sowie das Expertenwissen und die Schreibkünste von einigen der besten Autoren der Macintosh-Welt vereint. Zunächst stehen so illustre Namen wie Jeff Carlson, Glenn Fleishman, Dan Frakes, Joe Kissell, Kirk McElhearn, Matt Neuburg und Todd Stauffer, sowie Tonya und ich selbst auf unserer Autorenliste.
Lassen Sie mich erklären, was die "Take Control"-Reihe für Sie leisten kann.
Warum "Take Control"? -- Irgendwann haben wir alle einmal das Gefühl gehabt, dass wir die Kontrolle über unsere Computer verloren haben, so als führen wir auf einem Schiff durch eine raue und zunehmend kompliziertere Welt. Vielleicht lag dies an einer ungeschickt gestalteten Benutzeroberfläche, schlechter Dokumentation, einem Fehler im Programm oder an Datenfehlern auf der Festplatte. Für die meisten von uns ist es allerdings weit weniger wichtig, die Fehlerquelle genau zu identifizieren, als mit unserer Arbeit wieder voranzukommen.
An dieser Stelle setzen die "Take Control"-E-Bücher an. Wir wollen Ihnen dabei helfen, so schnell und so kostengünstig wie möglich wieder die Kontrolle zu übernehmen. Wir werden praxisorientierte "Take Control"-E-Bücher zu bestimmten Themen veröffentlichen und beginnen mit Mac OS X 10.3 Panther (wenn das kein Thema ist, dass die Leute unter Kontrolle haben wollen, dann weiß ich es auch nicht). Weitere Themenbereiche werden folgen.
Unser erster Titel wird das unverzichtbare "Take Control of Upgrading to Panther" ["Übernehmen Sie die Kontrolle über die Aktualisierung auf Panther" -- JW] sein, in dem Ihnen Joe Kissell hilft, den richtigen Einstieg in Mac OS X 10.3 zu schaffen. Sollten Sie auf die Standard-Aktualisierung vertrauen oder ist "Archivieren und Installieren" sinnvoller für Sie? Wie sieht es aus, wenn Sie von Mac OS 9 aktualisieren? Und wie können Sie wieder zu Jaguar zurückkehren? Joe beantwortet all diese sowie viele weitere Fragen und liefert Ihnen die entscheidenden Expertentipps _bevor_ Sie die Panther CDs in das Laufwerk Ihres Macs einlegen. Der nächste Titel ist "Take Control of Customizing Panther" ["Übernehmen Sie die Kontrolle über die individuelle Anpassung von Panther" -- JW] von TidBITS-Redakteur Matt Neuburg. Matt macht dort weiter, wo Joe aufhört: er zeigt Ihnen einige der besten Möglichkeiten, Panther sowohl optisch als auch von der Funktionsweise her Ihren Wünschen so anzupassen, dass Sie Ihren Mac unter Kontrolle haben, und nicht er Sie.
Wir planen, diese Titel kurz nach dem Erscheinungstermin für Panther, dem 24. Oktober 2003, zu veröffentlichen ["Taking Control of Upgrading to Panther" ist inzwischen erschienen und kann über die "Take Control"-Website bestellt werden -- JW]; schicken Sie eine E-Mail an <tc-announce@tidbits.com>, um sich in die Ankündigungs-Mailing-Liste einzutragen, sodass wir Sie über Neuveröffentlichungen auf dem Laufenden halten können (Sie müssen die Registrierung bestätigen, damit sich weder Spam noch Würmer in die Liste eintragen können). Ebenfalls können Sie die laufend aktualisierte "Take Control"-Website besuchen, um mehr über die einzelnen Titel zu erfahren.
<http://www.tidbits.com/takecontrol/>
Größe, Kosten, Fokus -- Die "Take Control"-E-Books reihen sich exakt zwischen Zeitschriften-Artikeln und Büchern ein. Zeitschriften-Artikel sind üblicherweise recht kurz und umfassen ab ca. 500 Worte für Testberichte bis zu 1.500 Worte für Leitartikel. Zeitschriften sind nicht unbedingt billig: der Preis reicht von ca. 3 USD pro Ausgabe für ein Jahresabonnement bis zu 8 USD für eine Kiosk-Ausgabe, und Sie können nie sicher sein, dass eine bestimmte Ausgabe genau die Informationen enthält, die Sie gerade brauchen. Am anderen Ende des Spektrums finden Sie aufgrund des Herstellungsaufwands, des Versands und des Wertigkeits-Eindrucks selten ein Buch mit weniger als 100 Seiten. Selbst die kleinsten Computer-Bücher kosten 13 USD bis 15 USD. Die meisten Bücher haben deutlich mehr als 100 Seiten, und einige durchbrechen sogar die 1.000-Seiten-Schallmauer. Vielen Lesern sind solche Bücher zu umfangreich und voller Informationen, die sie nicht brauchen, und sie wollen nicht das komplette Buch bezahlen, Regalplatz dafür verschwenden und es später wieder entsorgen müssen, wenn sie eigentlich nur ein paar kleine Info-Happen daraus tatsächlich benötigen.
Wir zielen genau auf die Mitte zwischen Zeitschriften-Artikel und Buch. "Take Control"-E-Bücher beginnen bei etwa 5.000 Worten (das entspricht der Größe einer durchschnittlichen TidBITS-Ausgabe) und werden entsprechend größer, wenn das jeweilige Thema dies erfordert. Aber jeder "Take Control"-Titel wird sich mit nur genau einem sauber umrissenen Thema befassen, damit Sie sicher sein können, dass er nur das enthält was Sie wissen müssen - geschrieben und redigiert von Experten. Wie ich den Autoren bereits gesagt habe, soll ein "Take Control"-E-Buch Ihnen etwas erklären, was Sie bisher noch nicht wussten und was Sie auch nicht gleich mit einer Drei-Wort-Suche in Google herausfinden können. Was die Kosten angeht, so ist unsere Preisgestaltung einfach und bezahlbar: 5 USD pro E-Buch. Wir sind davon überzeugt, dass jedes "Take Control"-E-Buch eigentlich mehr wert ist, als diese 5 USD.
Wir veröffentlichen im PDF-Format, da dieses zurzeit die besten Funktionen für E-Bücher bietet. Ein "Take Control"-E-Buch lässt sich leicht am Bildschirm lesen, denn wir haben das Layout sorgfältig auf gute Lesbarkeit hin optimiert und machen Gebrauch von all den PDF-Schmankerln wie Lesezeichen, Links innerhalb eines E-Buches und Web-Links. Außerdem können unsere PDFs vollständig durchsucht werden. Für diejenigen, die lieber eine Papiervariante lesen möchten, liefert das Design sowohl auf Tintenstrahl-, als auch auf Laserdruckern gleich gute Druckergebnisse. Dank "Adobe Reader for Palm OS" können Sie die "Take Control"-PDF-Dateien sogar auf einem PDA mit Palm OS-Betriebssystem lesen. Falls Sie eine schlechte Meinung vom PDF-Format haben, ermuntern wir Sie, diese als schlechte Meinung von miserablen PDF-Dateien, die die meisten Leute produzieren, zu präzisieren. Die neue Version der "Vorschau"-Anwendung in Panther sollte das Lesen von PDF-Dateien auf dem Mac zudem nochmals verbessern.
<http://www.adobe.de/products/acrobat/readerforpalm.html>
Wir werden die "Take Control"-E-Bücher mit keinerlei Kopierschutz versehen. Abgesehen davon, dass wir solche Maßnahmen aus philosophischen Gründen ablehnen, sind wir fest davon überzeugt, dass, wenn Sie Ihre Kunden wie vernünftige, ehrliche Leute behandeln, diese sich für dieses Vertrauen gebührend revanchieren.
Der andere Vorteil eines elektronischen Formats ist, dass ein E-Buch leicht geändert werden kann, um kleinere Programm-Änderungen, neu aufgespürte Informationen oder kleinere Fehler zu berücksichtigen. Kleinere Updates werden für die Käufer der ursprünglichen Ausgabe eines "Take Control"-Titels kostenlos sein; Sie müssen lediglich die neue Ausgabe herunterladen. Zusammengefasst, sind die Vorteile, die das "Take Control"-Modell den Lesern letztlich bietet:
Autoren übernehmen die Kontrolle -- Wir lüften gerne den Vorhang vor unseren Projekten, so dass Sie einen Blick hinter die Kulissen werfen können: für unsere Autoren funktioniert die "Take Control"-Reihe wie folgt.
Unsere Ideen für die "Take Control"-Reihe beruhen zum größten Teil auf unseren Erfahrungen mit dem Schreiben für Buch- und Zeitschriften-Verlage. Da ich die besten Bücher und Artikel für Verlage geschrieben habe, mit denen ich gut zusammenarbeiten konnte, haben wir das "Take Control"-Projekt von Anfang an um die Autoren herum aufgebaut, und die Gruppe der ersten Autoren hat uns bei der Ausgestaltung der Details sehr stark geholfen.
Der Haupt-Anreiz für Autoren ist, dass die "Take Control"-E-Bücher ein ausgezeichnete Verhältnis von Risiko und Ertrag bieten. Das Risiko liegt einzig und allein im Arbeitsaufwand für das Verfassen des E-Buches, aber ein professioneller Autor, der ein Experte auf seinem Gebiet ist, sollte ein komplettes "Take Control"-E-Buch innerhalb von nur ein paar Wochen fertig stellen können. Auf der Ertrag-Seite teilen wir die Gewinne zu gleichen Teilen mit unseren Autoren; ein ehrlicher 50:50-Schnitt nach Abzug der Transaktions-Gebühren, die wir mit einem neuen Back-End, das uns unsere Freunde von Kagi möglich gemacht haben, noch weiter minimieren konnten. Die Vorteile für unsere Autoren sind demnach:
Im Endergebnis glauben wir, noch mehr Spitzen-Autoren überzeugen zu können, "Take Control"-E-Bücher zu schreiben, und das resultiert wiederum in noch mehr "Take Control"-Genuss für die Leser. (Haben Sie Interesse, für die "Take Control"-Reihe zu schreiben? Falls Sie bereits Erfahrung im Schreiben haben und ein Experte auf Ihrem Gebiet sind, lassen Sie es mich wissen.)
Noch ein paar Tage Geduld, bitte -- Wir wollten "Take Control" vor der Veröffentlichung von Panther vorstellen, damit Sie über Joes E-Buch "Take Control of Upgrading Panther" bereits vor der TidBITS-Ausgabe von nächster Woche informiert sind (welche nach der Panther-Vorstellung, die am 24. Oktober 2003 stattfindet, erscheint). Aber das bedeutet auch, dass Sie sich noch ein paar Tage gedulden müssen. Bis dahin bitten wir Sie, sich in die Mailing Liste für "Take Control"-Ankündigungen einzutragen, indem Sie eine E-Mail an <tc-announce@tidbits.com> schicken, und eventuelle Fragen im TidBITS-Talk-Forum zu stellen. Und wenn jetzt die Tage bis zum 24. Oktober auch noch ein paar zusätzliche Stunden hätten...
vom TidBITS-Team <editors@tidbits.com>
[Übersetzung: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>]
Der Absender muss zahlen: Lösung des Junkmail-Problems? --Wäre eine System, dass die Kosten des Spammens den Absendern je E-Mail in Rechnung stellt, effektiv, die Menge unerwünschter Werbe-E-Mails, die wir erhalten, zu reduzieren? Und welche Auswirkungen hätte das auf legitime Mailings, wie beispielsweise die wöchentlichen elektronischen Newsletter? ("Sender pays solution to spam" - 3 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2087>
Kalifornische Junkmailgesetzgebung - Erratum -- Brady Johnson, der in der vergangenen Woche den Artikel über Kaliforniens Anti-Spam-Gesetze schrieb, teilt eine Korrektur mit und erläutert einige Punkte, die von Lesern angesprochen wurden. ("CA spam law article errata" - 1 Beitrag)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2086>
Wenn Kaliforniens Gesetz nicht hilft -- Eine weitere Diskussion über Anti-Spam-Maßnahmen. Sie enthält Beiträge zu den Wegen, die wirtschaftliche Belastung zu verlagern und macht deutlich sichtbar, welche E-Mails tatsächlich als Junkmails zu kennzeichnen sind. ("If the CA law won't help" - 5 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2085>
Übersetzung: Roland Müller <mail@duesenschrieb.de>, Jochen Wolters <jochen@polytropia.com>, Sebastian Völtz <sebastian.voeltz@web.de>, Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net> und Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Lektorat: Heike Kurtz <mail@heikekurtz.de>.
Koordination: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>.
Copyright der deutschen Ausgabe: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>.
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