
Auch diese Ausgabe enthält wieder Neuigkeiten von der Macworld Expo, darunter unser Blick auf eine ganze Reihe von Produkten und Messeständen, die unsere Aufmerksamkeit erregt haben. Adam berichtet zudem darüber, wie es mit seinem Spam-Problem weitergeht und über den Anti-Spam-Service Habeas. Geoff Duncan schaut sich die von Apple angekündigten und von Logic abgeleiteten Audioprogramme an. An der Nachrichtenfront vermeldet Apple 63 Millionen US$ Gewinn im ersten Quartal, Papyrus von Research Design wird kostenlos und AppleWorks sowie iCal erfahren kleinere Updates. Und denken Sie daran, bei unserer DealBITS-Verlosung mitzumachen, bei der es diesmal um ein Exemplar von Cocoatechs Path Finder geht!
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[Übersetzung: Roland Müller <mail@duesenschrieb.de>]
Martin-Luther-King-Tag -- Der Martin-Luther-King-Tag ist hier in den USA ein nationaler Feiertag. Davon abgesehen, dass Büros und Schulen geschlossen sind, ist dies nicht ein Feiertag wie viele andere, an denen man in sich geht und Bilanz zieht. Stattdessen ist der Martin-Luther-King-Tag ein Tag des Dienstes an der Gemeinschaft und von Programmen, die sich für Kooperation zwischen den ethnischen Gruppen einsetzen: ein Tag zum Machen, nicht zum Verharren. Wie auch immer man diesen Tag sieht und ob Sie nun in den USA leben oder nicht, empfehle ich Ihnen, sich so wie ich ein paar Augenblicke Zeit zu nehmen, Martin Luther Kings eigenen Worten zu lauschen. So, wie sie vom "The Martin Luther King Jr. Papers Project" der Stanford University archiviert worden sind. [ACE]
<http://www.stanford.edu/group/King/popular_requests/>
<http://thekingcenter.com/holiday/>
Apple meldet 63 Mio. US$ Gewinn im 1. Quartal -- Apple Computer hat fürs erste Quartal des Geschäftsjahres 2004 bei einem Umsatz von knapp über 2 Mrd. US$ einen gewinn von 63 Mio. US$ vermeldet und begründet dies mit den hohen Abverkäufen bei Laptop-Computern und dem zunehmend als Standard bei digitalen Musicplayern etablierten iPod. Apples Bruttogewinnspanne lag bei 26,7% , der Anteil von internationalem Geschäft bei 44% des Quartalsumsatzes (auch beflügelt durch den starken Euro in Europa). Apple hat daraufhin etwas Geld beiseite gelegt: Das Unternehmen hat jetzt knapp 4,8 Mrd. US$ auf der hohen Kante.
<http://www.apple.com/pr/library/2004/jan/14results.html>
Apple teilt mit, dass man 829.000 Macs und 730.000 iPods während des Quartals ausgeliefert hat – und noch mehr iPods hätte verkaufen können, um den Bedarf zu befriedigen. Mehr als 200.000 der Macs waren iBooks, 195.000 G4 PowerBooks. beide Zahlen sind deutlich höher als die Vergleichzahlen vor einem Jahr und untermauern CEO Steve Jobs Ankündigung, dass 2003 "das Jahr der Laptops" werden würde. Die Verkaufszahlen der anderen Produktlinien – eMac/iMac und Power Mac – waren nicht so hoch wie im dritten Quartal. Obwohl die Einführung der G5 Power Macs bei den High-End-Systemen einen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr ausweist, ging der Abverkauf von iMac und eMac sowohl im Jahr-zu-Jahr- wie auch im Quartal-zu-Quartal-Vergleich zurück. [GD]
AppleWorks aktualisiert die Zahl der unterstützten Standards -- Die Firma Apple hat drei kleinere Updates für AppleWorks vorgestellt, ihrer auch Microsoft Office-Formate unterstützenden integrierten Programmsuite aus Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Layoutprogramm, Grafiksoftware und Datenbank nebst Präsentationsfunktionen. Drei Updates sind erhältlich, abhängig von Betriebssystem und Programmversion. AppleWorks 6.2.9 für Mac OS X unterstützt nun auch Mäuse mit Scrollrad, verbessert das Drucken und erhöht die Zuverlässigkeit der Präsentationsfunktionen. AppleWorks 6.2.8 für Mac OS 8.1 bis 9.x behebt (ebenso wie das Mac OS X Update) Probleme mit Web-Vorlagen sowie im Netzwerk via Proxy-Server genutzter Clip-Art. AppleWorks 6.2.1 für Windows verfügt ebenso wie die beiden anderen Updates über ein optimiertes Tabellenkalkulationsmodul.
Alle drei Aktualisierungen sind für Anwender von AppleWorks 6.0 oder neuer (Macintosh) bzw. 6.1 oder neuer (Windows) kostenlos online erhältlich. Der Macintosh-Download ist 16 MB, der Windows-Download 6 MB groß. [MHA]
<http://www.apple.com/appleworks/update/>
iCal 1.5.2 vorgestellt -- Heute hat Apple sein Kalender- und Terminplanungsprogramm iCal auf Version 1.5.2 aktualisiert. Das Info-Pulldown-Menü ist nun optional abtrennbar, man kann To-Do Einträgen Alarme oder Notizen zuordnen. Die Alarme bieten nun die Möglichkeit, 15 Minuten vor Ende eine Nachricht anzuzeigen. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, Kalender zu benutzen, die auf Firewall-geschützten Servern liegen. Zudem gibt es nun mehr Tastatur-Kurzbefehle. iCal unterstützt Events in verschiedenen Zeitzonen und zusätzliche Stabilitäts- und Leistungsverbesserungen erfahren. iCal 1.5.2 ist ab sofort per Software-Aktualisierung erhältlich oder als 6,3 MB große Datei zum Herunterladen. [JLC]
Gebt mir den Tod oder gebt mir Freiheit -- Vor vier Jahren haben wir Papyrus, das Bibliographie- und Notizenprogramm von Research Software Design, in TidBITS-514_ unter "Beste Fußnote nach vorne: Papyrus 8.0.7" besprochen; ein paar Jahre später wurde die Weiterentwicklung eingestellt. (Koinzidenz? Wir hoffen nicht!) Nun erfreut sich das Programm neuen Lebens: Dave Goldman, der Entwickler, gibt es gratis ab, und man kann es von RSDs neuer Website herunterladen. Papyrus läuft unter System 7 oder höher, inklusive der Classic-Umgebung von Mac OS X. [MAN]
<http://www.researchsoftwaredesign.com/>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=05781>
von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
Die Verlosungen der TidBITS finden in der Regel innerhalb von einer Woche bis zum Erscheinen der Folgeausgabe statt. Wenn Sie an einer Teilnahme Interesse haben, empfehlen wir, hierfür immer die Originalausgabe der TidBITS zu nutzen.
Untenstehend finden Sie den Link zum Originalartikel dieser Ausgabe.
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07508>
von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Jens Röcken <mac@roecken.ch>]
Das Volumen der Spam die ich empfange steigt immer noch unerbittlich, bis zu einem Punkt an dem ich zwischen 500 und 600 Spam Nachrichten erhalte. Dazu kommt, dass dies nur die Spam E-Mails sind die es schaffen, unsere eher konservativen Filter auf dem Server zu überwinden (einschließlich der MAPS RBL+). Glücklicherweise ist Michael Tsais SpamSieve sehr effektiv im Identifizieren und Ausfiltern von Spam aus meinen Eudora-Postfächern; momentan identifiziert es Spam zu 99,6% korrekt. Unglücklicherweise finden sich in den übrigbleibenden fehlerhaften 0,4% etwa 230 Falschpositive [fälschlicherweise als Spam erkannte, aber erwünschte E-Mails -- JR] die ich seit September 2003 manuell identifiziert habe. Obwohl die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass SpamSieve fälschlicherweise gute E-Mails als Spam identifiziert, ist es nicht perfekt.
<http://www.c-command.com/spamsieve/>
Ich erzähle das hier alles um die Alarmglocken zu läuten, um klar zu machen, dass wo ich heute mit dem Empfangen von Spam bin, viele von Ihnen in 6 Monaten oder einem Jahr sein werden. Das ganze ist an einem Punkt angekommen, wo schon das reine Empfangen der Spam eine Last darstellt wenn ich auf Reisen bin und keine schnelle Internetverbindung zur Verfügung habe. Ebenfalls kann ich mein Spam-Postfach nicht mehr auf der Suche nach Falschpositiven durchsehen; eine oder zwei gute Nachrichten aus ein paar tausend Spamnachrichten rauszusuchen ist einfach zu schwierig und zeitaufwändig. Daraus folgend kann ich nur den Rat geben, bitte normal zu schreiben, um sicherzustellen, dass Ihre E-Mail für einen bayesischen Filter nicht wie Spam aussieht; ich kann ganz einfach nicht garantieren, dass ich irgendetwas sehe, das SpamSieve als Spam identifiziert.
Interessanterweise hat SpamSieve diese Woche einige Nachrichten mehr durchgelassen als normalerweise. Als ich nachsah weshalb, realisierte ich, dass es daher kam, dass ich SpamSieve so eingestellt habe, dass es die Habeas-Header [Header= Kopfzeilen in E-Mails -- JR] auswertet, die nur von legitimen Sendern (wie TidBITS) legal benutzt werden können. Allerdings hatten ein paar Spammer diese Header gefälscht um sich an SpamSieve und ähnlichen Habeas-spezifischen Filtern vorbeizuschmuggeln. Habeas gab eine Erklärung heraus die besagt, dass sie dem Spammer auf aggressive Weise nachjagen (die Spam an sich kam wahrscheinlich von einer Gruppe von Zombie-PCs die während der letzten Virusattacke übernommen wurden). Ungeachtet der Tatsache, dass Habeas laut Berichten schon ein paar Spammer erfolgreich verklagt hat, scheint dies der schamloseste Missbrauch der Habeas-Header zu sein. Habeas muss diesen Spammer in einem vernünftigen Zeitraum erwischen - und alle anderen die den gleichen Trick versuchen - damit das Vertrauen der Benutzer in die Habeas-Header als Markierung für legitime E-Mals erhalten bleibt.
<http://www.habeas.com/pipermail/technical-discussion/2004-January/000026.html>
Obwohl wir über die notwendigen Technologien verfügen, von bayesischer Analyse und Weißlisten über challenge-response [Herausforderung-Antwort -- JR] und Echtzeit-Schwarze-Löcher-Listen, um Spam auf der Ebene des einzelnen Benutzers oder sogar des einzelnen Servers zu kontrollieren, wird Spam große Teile des Internets überschwemmen, weil die große Vielfalt an E-Mail Systemen die einfache Sprache des offenen und auf Vertrauen setzenden SMTP spricht. Unsere älteren E-Mail-Server wanken sogar jetzt noch unter der Last, und ich zucke jedes Mal zusammen wenn ich von einem meiner Internetanbieter die Horrorgeschichten über die herkulischen Anstrengungen höre, die sie unternehmen um berechtigte E-Mails durchkommen zu lassen, trotz der heftigen Attacken von Tausenden von Spam verschickenden Zombie-Maschinen.
Es gibt keine einfachen Lösungen. In einer kommenden Ausgabe wird Brady Johnson uns einen Ausblick geben auf den Effekt den der U.S. CAN-SPAM Act von 2003 möglicherweise auf das Volumen der Spam haben wird. Auch verschiedene Internet Standardorganisationen arbeiten an dem Problem, aber in meinen Diskussionen mit John Levine von der Anti-Spam Forschungsgruppe der "Internet Research Task Force" habe ich erfahren, dass sie keine magischen Kugeln in Arbeit haben. Alle von uns die denken, wir haben die Antwort (die sogenannte ultimative Lösung des Spam-Problems), sollten unbedingt den letzten Link besuchen: "You Might Be An Anti-Spam Kook If...," dessen Autor es nur teilweise ironisch meint. [kook= Spinner, Verrückter -- JR]
<http://www.spamlaws.com/federal/108s877.html>
<http://asrg.sp.am/>
<http://www.rhyolite.com/anti-spam/you-might-be.html>
von Geoff Duncan <geoff@tidbits.com>
[Übersetzung: Hartmut Greiser <info@linarte.com>]
Während der NAMM (NAMM = National Association of Music Merchants) letzte Woche in Anaheim, CA kündigte Apple Computer eine Umstrukturierung der "Logic professional" Audioproduktreihe an: in Zukunft wird hier, genau wie bei Apples Final Cut Videobearbeitungsprogrammen, zweigleisig verfahren. Auf der Highend-Seite stellt die 1000 US$ Lösung Logic Pro 6 ein Rebundling von Logic Platinum 6 dar, plus Softwareinstrumente und Audioverarbeitungs-Plugins, die bislang separat verkauft wurden. Mit der 300 US$ Logic Express 6 Software werden jetzt Studenten, Erzieher und der semi-professionelle bzw. der ernsthafte Amateurmarkt angesprochen, indem man eine kleinere (damit aber nicht unbedeutendere) Sammlung professioneller Qualitätstools, Effekte und Möglichkeiten zu einem niedrigeren Preis zur Verfügung stellt. Anspruchsvollere Nutzer können ihre Logic Express Projekte problemlos an Logic Pro weitergeben. Mit Hilfe der vereinfachten Logiclinie - die bis vor kurzem Logic Audio, Logic Gold und Logic Platinum sowie eine kleinere Gruppe zusätzlicher Softwarepakete enthielt, alles in verschiedenen Kombinationen - möchte Apple seine Pro-Level Audioprodukte entzerren, Irritationen im Zusammenhang mit den neuen audio-orientierten Produkten Soundtrack und GarageBand verhindern und eine Entsprechung zur Pro-Level Videosoftware schaffen. Nach Appleangaben sind die neuen Logicprojekte ab März erhältlich.
<http://www.apple.com/software/pro/logic/>
<http://www.apple.com/software/logicexpress/>
<http://www.apple.com/soundtrack/>
<http://www.apple.com/ilife/garageband/>
Es ist nur logisch -- Eine Diskussion über Audioprodukte ist ohne die sperrigen technischen Spezifikationen für Audiosoft- und Hardware und ohne eine Grundsatzdebatte, die die Streitigkeiten "Mac oder Windows" als vornehmen Austausch von Argumenten erscheinen lassen würde, schwer denkbar. Aber trotzdem in Kürze für den uneingeweihten Laien: mit den Logic-Programmen können die Anwender Audio- und MIDI-Sequenzen zusammen stellen und mixen, außerdem lassen sich anspruchsvolle Audioverarbeitung und Effekte einbringen. Mit dieser Art Programm werden in professionellen Aufnahmestudios von Toningenieuren Musik, Soundtracks und andere Audioprojekte hergestellt. (Avid/Digidesigns verschiedene Pro Tools Angebote, Mark of the Unicorns Digital Performer und die Cubaseprodukte von Steinberg sind ähnliche Macprodukte). Apple hat Logic erworben, als man Mitte 2002 die deutsche Firma Emagic kaufte, die inzwischen in eine vollständig eigene Tochtergesellschaft umgewandelt wurde.
<http://www.digidesign.com/>
<http://www.motu.com/>
<http://www.steinberg.net/en/start/>
<http://www.apple.com/pr/library/2002/jul/01emagic.html>
Ganz allgemein kann man Logic Express 6 als eine abgespeckte Version von Logic Pro 6 bezeichnen. Logic Express 6 unterstützt weniger Tracks, Busse und Eingabekanäle (grundsätzlich die Anzahl der Echtzeit-Parts, die in einem Audioprojekt separat geführt werden können) und bietet eine niedrigere digitale Audioauflösung (24-bit/96 KHz, was im großen und ganzen DVD-Qualität entspricht, während High-End Projekte manchmal 24-bit/192 KHz nutzen, was von Logic Pro 6 unterstützt wird). In Logic Express 6 gibt es auch keine Möglichkeit, Surroundsound abzumischen, außerdem ist die Liste der Effekte und Softwareinstrumente kürzer. Trotzdem bietet Logic Express substantielle Möglichkeiten, von denen viele bislang in der digitalen Audiowelt bis vor wenigen Jahren nicht zu haben waren: mit Wissen, Kreativität (und Arbeit!) können die Anwender ohne weiteres Projekte von professioneller Qualität mit Logic Express 6 auf die Beine stellen. Im Gegensatz dazu bietet Logic Pro 6 die Flexibilität und die ausschweifenden Möglichkeiten, die in den professionellen High-End Settings erwartet werden, wenn es um Aufnahme- und Videoscoring-Studios geht, wo es darauf ankommt, unbegrenzte Tracks und bergeweise Plug-In-Effekte zu Verfügung zu haben, wo 5.1 oder 7.1 Surroundsound abgemischt wird und wo die Auswahlmöglichkeit aus einer großen Bandbreite an Softwareinstrumenten manchmal von besonderer Bedeutung ist.
<http://www.apple.com/software/logicexpress/comparison.html>
Twang that Drum -- Auf der NAMM hat Apple auch solche Arten neuer Software gezeigt, die mit künftigen Versionen von Logic zusammenarbeiten kann. Zwei davon sind Software Instrumente: Sculpture und UltraBeat: Sculpture synthetisiert die Wellenform einer vibrierenden Saite oder eines Stabes (und ermöglicht dem Nutzer natürlich, alle möglichen Parameter zu verstellen: Größe und Material, seine Umgebung, und die Art und Weise, wie es angeregt wird - mit einem Bogen, geschlagen, vielleicht sogar durch ein magnetisches Feld.) Es könnte sich der Anschein ergeben, so etwas wie Sculpture sei ein schlauer Weg, akustische Instrumente wie eine Violine oder wie ein Vibraphon durch Softwareentsprechungen zu ersetzen. Das wäre aber völlig falsch: eher denkbar ist dagegen, dass Sculpture dazu verwendet wird, den Rohstoff für fettere, nie zuvor gehörte Sounds zu bilden, die einige der Charakteristika von Dingen aus der echten Welt aufweisen. UltraBeat stammt aus einer Serie von Drum "Stimmen" und versetzt den Anwender in die Lage, verschiedene Synthesearten und Verarbeitungsformen anzuwenden, um neue Sounds zu produzieren: einige können realen Instrumenten verblüffend ähnlich klingen, manche dagegen klingen nicht im entferntesten perkussiv. Für Percussionisten besteht keine Gefahr: UltraBeat dürfte in erster Linie Produzenten ansprechen, die sich mit verschiedenen Formen elektronischer Musik beschäftigen.
<http://www.apple.com/pr/library/2004/jan/15nextgenaudio.html>
My Loop Goes to Eleven -- Apple hat auch eine Vorschau von GuitarAmp gezeigt, einen vollständigen Gitarrenverstärker-Simulator, der direct mit Logic zusammenarbeitet (es ist anzunehmen, dass die Verstärkersimulationen in Apple GarageBand und im GarageBand Jam Pack aus einer abgespeckten Version stammen). Die Idee eines Verstärkeremulator ist, dass Sie einfach eine Gitarre in Ihr Audiointerface stöpseln und mit GuitarAmp simulieren, dass Ihre Gitarre mit verschiedenen Verstärkertypen gespielt wird - und wenn Sie wollen, können Sie Ihre Wahl noch lange nach der Aufnahme verändern und anpassen. (Ja, Sound und Design von Gitarrenverstärkern unterscheiden sich enorm und Verstärkeremulatoren _sind_ einfacher herumzuschleppen als Dutzende von Verstärker- und Lautsprecherkombinationen). Apple behauptet, seine Modelle repräsentierten die bekanntesten Gitarrenverstärker, sie böten "einwandfreie" Emulationen und versetzten die Anwender in die Lage, aus verschiedenen Lautsprechern, Mikrofonhaltertechniken und aus verschiedenen Frontpannel-Einstellungen zu wählen. Das größte Problem für GuitarAmp könnte der Umstand sein, dass es sich hier um kein neues Angebot handelt: Verstärkeremulatoren gibt es schon seit einigen Jahren. Firmen wie Line 6, DigiTech, Yamaha und andere bringen regelmäßig Programme heraus, die sich leichter (und billiger!) auf einen Gig befördern lassen als ein Mac. Außerdem werden Verstärker-Emulatoren in professionellen Kreisen nicht vorbehaltlos geliebt, auch wenn sie die Vorteile Flexibilität und Bequemlichkeit auf ihrer Seite haben: viele Musiker und Toningenieure, die einen guten Gitarrenton brauchen, würden eher einen echten Verstärker in einem richtigen Raum nutzen und sich nur in der Not, wenn Zeit und Geld fehlen, mit einer Verstärkeremulation beschäftigen. Für Projektstudios und Heim-Aufnahme können sie aber ein Geschenk des Himmels sein - besonders, weil sie irrsinnig laute Gitarrensounds produzieren können, ohne je die Nachbarn zu stören.
<http://www.apple.com/pr/library/2004/jan/15nextgenaudio.html>
Apple kündigte auch an, dass künftige Logicversionen die Apple Loops unterstützen würden, die anscheinend in zwei Varianten zu haben sein werden. Die erste ist im Wesentlichen ein loopfähiges Stück Audio und/oder Musik: die Apple Loops, die als Unterstützungs- und Rhythmustrack mit GarageBand geliefert werden, sind ein gutes Beispiel dafür. Künftige Logicversionen werden vielleicht in der Lage sein, Trackbibliotheken zu durchsuchen (auf der Basis von Metadaten über Instrumentation, Genre und sogar Stimmung), sie zu importieren und sie direkt zu manipulieren (Effekte anwenden, sie vergrößern, komprimieren etc.) Apple kommentierte auch eine Form von "Softwareinstrumenten" Apple Lops, die - zusätzlich zu rohen Audio- und Metadaten - MIDI Leistungsdaten und Verarbeitungsparameter enthalten können. Theoretisch könnte es möglich sein, die Instrumentation und einige charakteristische Tonmerkmale dieser Apple Loops innerhalb von Logic zu ändern.
Seht auf dieses mein Werk, ihr Mächtigen -- Mit seinen NAMM-Ankündigungen wird Apple eine halbwegs konsolidierte Musik-Produktlinie anbieten, die sich an Amateure und Hobbyisten richtet (GarageBand), an Videographen, die etwas Audioverarbeitung erledigen müssen (Soundtrack), an Studenten, Erzieher, an mittlere Ansprüche (Logic Express) und an High-End Professionals (Logic Pro). Zu den offenen Fragen gehört das Problem, wie Drittparty-Entwickler auf Apples Pro-Audioangebote reagieren werden und welche Wirkung diese Antwort auf den professionellen Audiomarkt haben wird. (Was glauben Sie, wie viele Nutzer von Adobe Premiere sich über Apples Vorstoß in den professionellen Videomarkt freuen?). Wenn Apple sowohl Mac OS X als auch Pro-Audioapplikationen für Mac OS X entwickelt, könnten Firmen wie Avid, Mark of the Unicorn und Steinberg sich ernstlich fragen, wieviel Sinn ihre eigenen Prolevel-Audioprogramme für den Mac noch machen. (Pro Tools und Cubase haben schon starke Windowsversionen, Digital Performer war immer ein reiner Mac-Hersteller.)
Die Situation ist wegen Mac OS X etwas verworren. Bis Mac OS X 10.2 Jaguar war professionelles Audio unter Mac OS X im wesentlichen auf Grabesstille limitiert, gelegentlich unterbrochen durch irritierendes Gekreische, durch Kernelpaniken und durch Steppengrasbüschel, die durch das Stadtinnere rollten: dem Betriebssystem fehlten einfach viele Möglichkeiten, die im Pro-Audiomarkt verlangt wurden. Für viele Leute - einschließlich meiner Person - ist sogar Mac OS X 10.3. Panther wegen seiner fehlenden Entwicklerunterstützung _immer_ noch_nicht_ die funktionssichere Plattform für professionelle Audioarbeit (bei den Entwicklern herrscht inzwischen auch eine stille Übereinkunft darüber, dass ihnen die Unterstützung eines Betriebssystems mit kritischen und ungelösten Fragen in seiner Audioarchitektur schwer fällt). Ich kenne eine Reihe von Studios, in denen immer noch Mac OS 9 eingesetzt wird und die hoffen, dass ihre Rechner nicht zusammenbrechen, bevor der Wechsel zu Mac OS X Sinn macht (vor ein paar Wochen bekam ich einen panischen Anruf von einem). Mir sind auch Studios bekannt, die sich vom Mac abgewendet haben und solche, die wieder zu Mac OS 9 zurück gekehrt sind, wegen unüberwindbarer Probleme mit angeblich funktionierenden Lösungen. Logic selbst ist nicht immun gegen Mac OS X Probleme gewesen, nachdem die Firma aber jetzt zu Apple gehört, erfreut man sich dort einiger Privilegien bei der Fehlerbehebung. Und Apple hat natürlich ein größeres Interesse daran, die eigenen Produkte zum Laufen zu bekommen, als andere beim Wettbewerb zu unterstützen. Ich aber hoffe, dass Apples Bemühungen mit Mac OS X und Logic darauf abzielen, den Macintosh wieder als die Topplattform zur Produktion digitaler Musik zu etablieren, eine gesunde Industrie zu unterstützen und eine Vielzahl an Lösungen für Apple und Dritte zu ermöglichen. Sonst ist es gut möglich, dass Apple sich als König im Niemandsland positioniert.
von den TidBITS Redakteuren <editors@tidbits.com>
[Übersetzung: Alexander Lorani <alexander.lorani@web.de>]
Apple mag die wichtigsten Themen der Macworld Expo mit Steve Jobs Grundsatzrede vorgegeben haben, und ein paar Entwickler erhielten einige Minuten Grundsatzredezeit (zum Beispiel Microsofts Roz Ho, die am Ende ihrer Präsentation sagte - und wir merken uns das für die Zukunft - "Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit in den nächsten 20 tollen Jahren"). Aber sehr viele interessante Produkte konnten vor allem auf der Messe besichtigt werden. Hier sind einige Produkte, die uns auffielen.
Süüüüüssss! -- Wenn Sie einen Power Mac G4 oder einen blau-weissen Power Mac G3 besitzen, schauen Sie sich mal GeeThrees 130 US$ teuren Sweet Multiport an. Er verwendet einen der vorderen Einschubschächte und einen leeren PCI Steckplatz, um eine Menge Front-Anschlüsse zur Verfügung zu stellen: 2 FireWire Anschlüsse, 1 USB Anschluss und einen 5-in-1 Speicherkartenleser. Die PCI Karte verlängert die existierenden FireWire und USB Anschlüsse, bietet aber zwei zusätzliche FireWire und USB Anschlüsse. Der Speicherkartenleser unterstützt CompactFlash, IBM Microdrive, Memory Stick, Secure Digital und MultiMediaCard Formate; das einzige nicht unterstützte Format ist SmartMedia, welches auch nicht mehr so häufig zu finden ist und auch nicht mehr als magere 128 MB schafft. Der Sweet Multiport ist ab Mac OS 9.1 und ab Mac OS X 10.1 verwendbar. Es werden keine Treiber benötigt und der Speicherkartenleser arbeitet auch mit iPhoto zusammen. [ACE]
Griffins Spielzeug -- Der Griffin Technology Stand ist ein Pflichtstop auf jeder Macworld Expo, da Griffin nun wirklich alle Technologien an denen es gerade arbeitet ausstellt, selbst wenn diese noch gar nicht auf dem Markt verfügbar sind. Dieses Jahr präsentierte Griffins Andrew Green "SightLight", eine clevere kleine LED-basierte Lampe, die sich um die iSight Kamera schmiegt, um das Anwenderaussehen in iChat AV Video zu verbessern. Es hat verschiedene Helligkeitsstufen und bekommt seinen Strom vom FireWire Anschluss. SightLight wird in ein paar Monaten herauskommen und 40 US$ kosten. Auch sehr lässig kommt iTalk daher, ein anderes Gerät im Vorstadium, das Ihren iPod in ein Diktiergerät verwandelt. Das Belkin iPod Diktiergerät hat wegen seiner schlechten Qualität keine berauschenden Kritiken bekommen und obwohl einige der Gründe durch Beschränkungen des iPod selbst hervorgerufen werden, scheint iTalk seine Sache besser zu machen. iTalk kostet ebenfalls 40 US$ und kommt im April heraus; wenn Sie es vorbestellen, können Sie 5 US$ sparen. [ACE]
<http://www.griffintechnology.com/products/sightlight/>
<http://www.griffintechnology.com/products/italk/>
Mac Anrufbeantworter -- Phlink, die Abkürzung für "Phone Link", ist ein neues Ovolab Produkt, eine italienische Firma mit den erfahrenen Mac-Entwicklern Alberto Ricci und Alessandro Levi Montalcini. Phlink besteht aus einem kleinen USB Gerät, das in den Mac gesteckt und an das Telefonkabel angeschlossen wird. Zusammen mit einer speziellen Software wird Ihr Mac in einen flexiblen Anrufbeantworter und automatisches Antwortsystem verwandelt. Man kann mehrere Telefonbeantworter einrichten, alle Nachrichten auf dem Mac aufbewahren und kann sie sogar automatisch per E-Mail weiterleiten. Automatische Antwortsysteme können sehr wichtig für Firmen sein, aber bieten auch eine ganze Menge Spaß für Einzelpersonen. "Drücken Sie 1 um die Nachricht zu beenden. Drücken Sie 2 um einen thermonuklearen Krieg anzufangen. Drücken Sie 3, wenn Sie meine Mutter sind." Phlink kann AppleScript Aktionen mit den verschiedenen Antworten verbinden, Sprachsynthese erlaubt Feedback oder Antworten für den Anrufer und, da es mit Rufnummernidentifikation arbeitet, kann es individuelle Begrüßungen abspielen oder verschiedene Aktionen aufgrund des Anrufers auslösen. Kleine Firmen oder Haushalte können sicherlich Nützliches mit Phlink anstellen, aber den meisten Nutzen werden Wohngemeinschaften haben; jeder Mitbewohner hat seinen eigenen Anrufbeantworter und kann die Nachrichten auch per E-Mail abrufen, wenn er nicht so häufig zu Hause ist. Phlink kostet 150 US$ und benötigt Mac OS X 10.2 oder höher.
<http://www.ovolab.com/phlink/>
Phlink ist nicht einzigartig und Parliant Technology, der Hersteller des PhoneValet Telefonwerkzeugs, hat das PhoneValet Message Center [Nachrichtenzentrum, Anm. des Übersetzers] angekündigt, ein Zusatzmodul zum PhoneValet Anruferlogbuch. Message Center stellt mehrere Anrufbeantworter zur Verfügung, führt Gesprächsaufzeichung durch (in Kombination mit dem automatischen Hinweis für die Gegenseite), erlaubt Notizen zu den aufgezeichneten Gesprächen für leichtere Suche und vieles mehr. PhoneValet Message Center kommt irgendwann im ersten Quartal 2004 heraus; man kann es bereits jetzt für 200 US$ vorbestellen. Oder man kauft PhoneValet sofort für 130 US$ und kann später für 70 US$ das PhoneValet Message Center nach der allgemeinen Verfügbarkeit erwerben. Bestehende PhoneValet Benutzer können ebenfalls für 70 US$ vorbestellen. [ACE]
<http://www.parliant.com/pvmc/?l=1>
Die effektivste Vorführung -- Es ist nicht immer so einfach seine Produkte auf der Macworld Expo vorzuführen, fragen Sie nur einen der Audioanlagen- und Lautsprecherhersteller deren Geräte in den Hallengeräuschen untergingen. Aber Apple hatte eine spaßige und effektive Idee, wie es mittels verschiedener Apple Callcenter Mitarbeiter in Sacramento, Kalifornien, und Austin, Texas, iChat AV vorführen konnte. Man konnte einen Kopfhörer aufsetzen und sich mit einer hunderte von Meilen entfernten Person unterhalten und einen Eindruck der iChat Möglichkeiten gewinnen (inklusive des Vollbild Videomodus). Trotz der Nebengeräusche war es einfach ein Gespräch über das iSight Mikrofon zu führen. Wenn ein Mac mal nicht besetzt war, hielten die Mitarbeiter Schilder mit "Hallo aus Austin, Texas!" oder "Setz den Kopfhörer auf!" hoch. [JLC]
<http://www.apple.com/ichat/>
<http://www.apple.com/isight/>
Wi-Fi Tunes -- Auf der letztjährigen Macworld Expo stellten wir den ethernetbasierten SLIMP3-Musikspieler von Slim Devices und den Wi-Fi/Ethernet HomePod (hergestellt von Gloo Labs und vermarktet von MacSense) vor. Der SLIMP3 stellte sich als Renner aller Technospacken heraus und Andrew Laurence stellte es uns in "SLIMP3: MP3, Get Thee to the Hi-Fi" in TidBITS-676_ ["SLIMP3: MP3, troll Dich zur Stereoanlage", Anm. des Übersetzers]. Der HomePod kam 2003 dann doch nicht auf den Markt, aber hat in der Zwischenzeit ein komplettes Redesign erfahren, so dass er jetzt mehr nach iPod denn als ein Teil der Stereoanlage aussieht. Er hat nun einen hintergrundbeleuchteten LCD Bildschirm mit einer iPod-ähnlichen Bedienoberfläche und wird durch ein Drehrad gesteuert. Es kann die iTunes Musiksammlung auf der Stereoanlage abspielen, kann MP3s über ein kabelbasiertes oder Funknetzwerk schicken oder über die kleinen eingebauten Lautsprecher abspielen. MacSense liefert nun endlich den HomePod für 250 US$ aus.
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07046>
<http://www.macsense.com/product/homepod/>
Slim Device hat die ganze Zeit nun auch nicht gerade geschlafen und Ende 2003 brachten sie Squeezebox heraus, die nächste Generation des SLIMP3 Spielers in einem geschmeidigeren Gehäusedesign. Squeezebox gibt es als Ethernet (250 US$) und als Wi-Fi (300 US$) Modelle und kann Ihre digitale Musiksammlung ebenfalls über das Netzwerk abspielen. Natürlich hat es auch eine Schnittstelle zu iTunes. Also, welches Gerät soll man nehmen? Zur Zeit sieht es so aus, als ob das Design den Ausschlag gibt, je nach dem welche Gehäuseform man bevorzugt. Wir werden hoffentlich beide Geräte demnächst untersuchen. [ACE]
<http://www.slimdevices.com/>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07150>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]
Ein bisschen blau -- Wir schätzen es sehr, an der Macworld Prototypen zu Gesicht zu bekommen - Geräte die vielleicht einmal als käufliche Produkte enden und jetzt noch in einem frühen Entwicklungsstadium gezeigt werden. Dieses Jahr fanden wir vor allem Gefallen an Audioempfängern, die es ermöglichen, Musik von einem Computer oder einem iPod mittels Bluetooth drahtlos an eine Stereoanlage zu übermitteln. Sowohl Griffin Technology als auch Xtreme Mac zeigten funktionsfähige Prototypen. Beide Produkte sind noch nicht erhältlich und der Preis oder das Veröffentlichungsdatum noch nicht festgelegt (bei Griffin fehlt sogar noch ein Name).
<http://www.griffintechnology.com/>
<http://www.xtrememac.com/>
Obwohl Audiogeräte mit Bluetooth-Funk ganz interessant sind, hoffen einige Mitarbeiter von TidBITS, dass der nächste logische Schritt schon bald folgen wird: drahtlose Kopfhörer mit Bluetooth. Wir haben uns schon oft über das ständige Kabelgewirr bei den iPod-Ohrhörern geärgert. Und wenn wir noch ein wenig weiter in die Zukunft blicken, würden wir es natürlich auch begrüßen, wenn ein solcher Kopfhörer automatisch als Sprechgarnitur dienen könnte, sobald unser Bluetooth-Mobiltelefon einen Anruf erhält. [JLC]
Lass den Akrobaten sich verbeugen -- Es ist unvermeidlich, dass an jeder Macworld Expo ein interessantes Produkt von Greg Scown und Philip Goward von SmileOnMyMac vorgestellt wird. Diesmal zeigten Sie PDFpen, ein 30 US$ teures Werkzeug, mit dem sich PDF-Dateien bearbeiten lassen und das viele Funktionen des 450 US$ teuren Adobe Acrobat Professional mitbringt. Es ist möglich, Seiten zu extrahieren, Seiten zuzuschneiden, Texte und Bilder einzufügen (beispielsweise eine gescannte Unterschrift) oder die Sendeinformationen einer Faxmeldung zu überdecken (der mit dem Programm PageSender der gleichen Firma empfangen wurde) und ihn gleich weiterzusenden. PDFpen benötigt Mac OS X 10.2.5 oder höher und die Datei zum Herunterladen ist 1.6 MByte gross. [GF]
<http://www.smileonmymac.com/pdfpen/>
Geröstetes Tchotchke -- Gratulation für Roxio und ihr, ähm, ungewöhnliches Standgeschenk in der Form von speziellen Jelly Belly-Tüten mit Geleebohnen in den Aromen "Toast mit Butter und Marmelade". Wir konnten uns nur mit Mühe davon losreißen und daneben die neuen Funktionen von Toast 6 begutachten: Brennen von Video-CDs direkt von einem DV-Camcorder, Erstellen von tollen Diashows mit Photos, Backups, Komprimierung, Verschlüsselung von Daten und das gemeinsame Nutzen von CD- und DVD-Laufwerken über ein Netzwerk. Toast 6 kostet 100 US$ und ist zurzeit mit 10 US$ (Herunterladen) oder 20 US$ Rabatt (Ladenversion) erhältlich. [ACE]
<http://www.roxio.com/en/products/toast/>
Unerklärliche Aussteller -- Sicher, Quark kam nicht an die Macworld Expo, aber das ist bei dieser Firma nicht mehr ungewöhnlich. Viel enttäuschender war die Absenz der humorvollen Organisationen ohne Macintosh-Hintergrund, die ihren letztjährigen Auftritt nicht wiederholt haben, beispielsweise Anderson Windows ("die besten Fenster für Macintosh-Anwender!") und die IRS ("Kostenlose Überprüfungen - nennen Sie uns einfach Ihren Namen!). ["Internal Revenue Service (IRS)" ist die amerikanische Steuerbehörde - Anmerkung des Übersetzers]. An ihrer Stelle war die Kreditkartenherausgeberin Discover anwesend, die allen Neukunden eine digitale Armbanduhr (!) überreichte. Uns fiel dazu nur eine Zeile von Douglas Adams ein, der einmal geschrieben hat, dass Menschen so primitiv seien, dass sie sogar eine digitale Armbanduhr ganz nett fänden. Kopfschütteln löste auch der Stand von Acura aus, der verschiedene Autos im Moscone Center ausgestellt hatte und von sich behauptete, der offizielle Automobil-Sponsor der Macworld Expo zu sein (oder etwas ähnlich Unverständliches). Nächstes Jahr: Rennie, die offizielle Hilfe bei Magenbeschwerden an der Macworld Expo! [ACE]
Der Power-Browser -- Safari ist ein ganz netter Webbrowser, aber wir beobachten interessiert die bevorstehende Veröffentlichung von OmniWeb 5. Die neue Version verspricht die Geschwindigkeit des WebKit-Frameworks von Apple (das auch von Safari verwendet wird) und zahlreiche neue Funktionen, auf die wir bereits seit Jahren gewartet haben. OmniWeb 5 kann alle besuchten Webseiten speichern und automatisch indexieren und es Ihnen deshalb ermöglichen, gezielt nach bestimmten Wörtern zu suchen. Es kann den Browser-Cache dazu nutzen, festzustellen, wann sich eine Seite geändert hat und Ihnen die geänderten Seiten übersichtlich präsentieren. Der Besuch jeder Webseite wird protokolliert und Sie erhalten eine Liste der meistbesuchten Webseiten, ähnlich wie das iTunes bereits mit den meistgespielten Musikstücken macht. Der Browser bietet Tabs, angeordnet in Schubladen statt am oberen Ende, spezifische Einstellungen für einzelne Websites (damit Sie Pop-Up-Fenster bei einigen Websites blockieren können und bei anderen nicht) und Arbeitsflächen, die von Ihnen festgelegte Webseiten automatisch laden. Dazu kommt noch eine Auto-Vervollständigen-Funktion, die die gesamte URL und sogar den Titel der Webseite berücksichtigt und Sie bekommen einen Webbrowser, der seine 30 US$ sicher mehr als wert ist. Diese Art von Konkurrenz würden wir gerne auch bei Apples Produkten sehen; Anwender gewinnen immer, wenn sich die Entwickler gegenseitig zu übertrumpfen versuchen. [ACE]
<http://www.omnigroup.com/applications/omniweb/5/>
Teilen und herrschen... mit USB -- Sind Sie es leid, immer den Drucker oder Scanner an Ihren Laptop anschließen zu müssen, sobald Sie das Gerät benützen wollen? Vielleicht wollen Sie den Drucker in einem Büro gemeinsam nutzen? Die AirPort Extreme Basisstation von Apple hat zwar das gemeinsame Nutzen von USB-Druckern ermöglicht, aber der angekündigte USB Server von Keyspan kann bis zu vier USB-Geräte einem ganzen Netzwerk von Macintosh-Computern zur Verfügung stellen. Sie können auf die Geräte über ein Ethernet-Netwerk zugreifen und selbst Laptops mit AirPort haben Zugriff, falls das Ethernet-Netzwerk mit der Basisstation verbunden ist. USB Server unterstützt USB-Eingabegeräte wie Mäuse und Tastaturen und auch USB-Festplatten. Allerdings muss zuerst festgelegt werden, welcher Macintosh virtuell mit diesen Geräten arbeiten soll (trotzdem, das Konzept einer gemeinsam genutzten Maus, die den Cursor auf allen vernetzten Macintosh-Computern gleichzeitig bewegt, ist ganz amüsant, eindeutig ein Fall für MacHack). Der USB Server kostet 130 US$ und soll ab dem ersten Quartal 2004 erhältlich sein. [ACE]
<http://www.keyspan.com/news/news.040108USBServer.spml>
FileMaker-Synchronisierung -- Stellen Sie sich vor, Sie wollen einige FileMaker-Datenbanken mit einigen Kollegen gemeinsam nutzen, arbeiten aber an unterschiedlichen Standorten. Das neue Produkt SyncDeK von WorldSync löst dieses Problem, indem es nur die geänderten Daten einer FileMaker-Datenbank extrahiert - bezogen auf einzelne Felder und unter Vermeidung von Zugriffskonflikten - in eine XML-Datei packt und an die anderen Benutzer per E-Mail verschickt. Das ist bereits ganz cool, aber da SyncDeK in Java geschrieben ist und XML für den Datenaustausch verwendet, könnte WorldSync passende Plugins für viele weitere Applikationen programmieren (oder noch besser, sie könnten die Spezifikation publizieren, damit wir es gleich selber machen können). Mit ein bisschen Anstrengung wäre es möglich, SyncDeK zu einem allgemein verwendbaren Synchronisationswerkzeug zu machen und damit iSync von Apple weit hinter sich zu lassen. [ACE]
<http://www.syncdek.com/>
<http://www.apple.com/isync/>
vom TidBITS-Team <editors@tidbits.com>
[Übersetzung: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>]
Alternative Textverarbeitunsprogramme -- Es ist zum großen Teil eine Word-Welt, aber Alternativen zu Microsofts dominantem Textverarbeitungsprogramm Word sind in Hülle und Fülle auf dem Mac vorhanden – natürlich davon abhängig, was Sie brauchen. ("Alternative word processors" - 36 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2138>
Das musikalische Trojanische Pferd -- So wurde Adam zum Ziel mit seinem Artikel darüber, wie der iPod und der iTunes Music Store Apples Trojanisches Pferd sind, um den Mac einem komplett neuen Publikum zu präsentieren? ("The Musical Trojan Horse" - 3 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2139>
Von Vinyl aufnehmen -- Ist es an der Zeit, dass Sie Ihre Langspielsplatten in Bits konvertieren? Leser berichten über Ihre Erfahrungen mit unterschiedlicher Software und Hardware, und der musikalisch geneigte Technologieredakteur der TidBITS lehrt eine kurze Lektion über den Audioimport. ("Recording from vinyl" - 11 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2140>
Unicode-Unterstützung -- Viele Programme behaupten "Unicode-Unterstützung", aber wie gut und wie weitgehend ist diese unterstützung? ("Unicode support" - 5 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2141>
Übersetzung dieser Ausgabe: Roland Müller <mail@duesenschrieb.de>, Jens Röcken <mac@roecken.ch>, Hartmut Greiser <info@linarte.com>, Alexander Lorani <alexander.lorani@web.de>, Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net> und Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Lektorat: Heike Kurtz <mail@heikekurtz.de>.
Koordination dieser Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Copyright der deutschen Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
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