
Matt Neuburg meldet sich zurück mit einer Rezension von DEVONthink, einem weiteren Neuzugang in seiner nicht enden wollenden Suche nach Programmen, die Ideen und Datenschnipsel verwalten können. James Rogers stößt zur Truppe mit Hinweisen, wie man einen kennwortgeschützten öffentlichen iDisk-Ordner anlegt sowie für all jene, die kein .Mac-Abo besitzen, Hinweise, wie sie trotzdem auf öffentliche iDisk-Ordner zugreifen können. In der Rubrik Neuigkeiten werfen wir einen Blick auf Interarchy 7.0.1, iDVD 4.0.1, AirPort 3.3.1, DiskWarrior 3.0.1 und QuicKeys X2 2.1.
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[Übersetzung: Roland Müller <mail@duesenschrieb.de>]
Interarchy 7.0.1 gewinnt an Eleganz -- Nur wenige Wochen nach der Vorstellung von Interarchy 7.0 (siehe Interarchy 7.0 mit Tabs und verbesserter Oberfläche in TidBITS-718_), hat Stairways Software ein kostenloses Update herausgebracht, um einige Funktionen zu optimieren und ein paar Fehler auszumerzen. Interarchy 7.0.1 unterstützt nun beliebige Port-Adressen für SFTP-Verbindungen, offeriert Tastatur-Kurzbefehle zum Öffnen von Ordnern in neuen Tabs und zum Editieren von URLs, kommt besser mit Alias-Icons im Bookmark-Fenster und im Ordner mit den Startprogrammen klar und vieles mehr. Für registrierte Anwender ist es gratis und wird als 2,7 MB große Download-Datei abgegeben. Da Interarchy 7.0.1 Mac OS X 10.2 oder neuer benötigt, bietet Stairways Software kostenlose Interarchy 6.3 für jene User an, die noch mit Mac OS 8.5 oder späteren Versionen des klassischen Mac OS arbeiten. [ACE]
<http://www.interarchy.com/>
<http://www.interarchy.com/documentation/7/whatsnew.html>
<http://www.interarchy.com/main/download>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07549>
iDVD 4.0.1 behebt Brennfehler -- Letzte Woche hat Apple für Benutzer von iLife 04 das iDVD-Update 4.0.1 vorgestellt. Wortreich wie seit neuestem üblich erklärt Apple im Begleitkommentar lediglich, dass die Aktualisierung für alle Anwender von iDVD 4 höchst empfehlenswert ist und verbesserte Zuverlässigkeit beim Redigieren und Brennen von DVDs bringt. Das iDVD 4.0.1 Update ist kostenlos und kann als 2 MB große Datei via Software-Aktualisierung oder auch über den Link unten heruntergeladen werden. [JLC]
<http://www.apple.com/support/downloads/idvdupdate.html>
AirPort Software Update 3.3.1 vorgestellt -- Apple hat für Besitzer von AirPort Extreme-Karten und -Basisstationen eine Aktualisierung herausgebracht, die einen ärgerlichen Fehler behebt, der beim Umschalten von Netzwerkadressen eine Kernel-Panik auszulösen vermochte. Das Update ist kostenlos und kann als 1 MB große datei via Software Aktualisierung oder von Apples Website heruntergeladen werden. [JLC]
<http://www.apple.com/support/downloads/airportsoftwareupdate.html>
DiskWarrior 3.0.1 stellt neue Boot-CDs her -- Mal angenommen, Sie besitzen Alsofts hervorragendes Dienstprogramm DiskWarrior 3.0 zum Reparieren von Festplatten. Und weiter angenommen, dass Sie auf Mac OS X 10.3 Panther aktualisiert haben. Dann brauchen Sie das DiskWarrior 3.0.1 Update, um mit Panther kompatibel zu sein. Damit DiskWarrior jedoch wirklich hilfreich ist, ist es notwendig, dass seine CD-ROM in der Lage ist, Ihren Mac im Notfall hochzufahren. Doch wie kann man ein Programm auf CD-ROM aktualisieren? Wie ich kürzlich herausgefunden habe, hat Alsoft einen cleveren Aktualisierer entwickelt, der die vorliegende DiskWarrior 3.0 CD-ROM liest, auf der Festplatte eine Disk-Image Kopie davon anlegt, DiskWarrior auf dieser Kopie aktualisiert und das aktualisierte Disk Image auf eine CD-R brennt. Das DiskWarrior 3.0.1 CD-Update kommt als 30 MB große Download-Datei. Während meines Tests klappte das Aktualisieren des CD-Images und das Brennen einer neuen CD reibungslos.
<http://www.alsoft.com/DiskWarrior/support.html#Panther>
Ein großartiger Trick. Was Alsoft jedoch offensichtlich (möglicherweise aus Lizenzgründen) nicht tun konnte, war ein Update der Mac OS X-Kopie auf der DiskWarrior Boot-CD-ROM. Wenn Sie also mit einem Mac arbeiten, den Sie nach August 2003 angeschafft haben oder wenn Sie über keinen CD-Brenner verfügen, dann müssen Sie bei Alsoft eine neue CD für 21 US$ bestellen. Achten Sie darauf, dass Sie alle das CD-Update betreffenden Informationen auf der oben verlinkten Alsoft-Website, denn die neue CD stellt striktere Anforderungen an Ihr System. Sollten Sie bisher keinen DiskWarrior besitzen, kostet Sie eine neue Vollversion 80 US$. (Einen umfangreichen Vergleichstest der erhältlichen Festplatten-Reparaturprogramme finden Sie in David Shayers Disk Repair Programme - es kann nur eine Nummer 1 geben in TidBITS-707_) [ACE] [Dieses Update ist für die englischsprachige DiskWarrior-Version 3.0. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der deutschsprachigen TidBITS 720 lag noch keine deutschsprachige Version von DiskWarrior 3.0.1 auf dem Server von Alsoft vor -- JPF]
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07451>
QuicKeys X2 2.1 vorgestellt -- CE Software hat vergangene Woche QuicKeys X2 Version 2.1 ausgeliefert – als kostenloses Update für registrierte Anwender von QuicKeys X2 2.0. Es verbessert die Aufzeichnung von Tastaturkürzeln in QuicKeys, bietet zusätzliche Kontrolle der Geschwindigkeit, mit der QuicKeys Text schreibt und die Fähigkeit, an eine bestimmte Stelle einer Tastaturkürzel-Aufzeichnung zu springen. QuicKeys X2 2.1 kommt als 10,2 MB große Datei zum Herunterladen und setzt mindestens Mac OS X 10.2.3. Neue Vollversionen kosten 100 US$. Aktualisierungen von verschiedenen Vorversionen kosten zwischen 20 und 70 US$, zudem gibt es eine 30-Tage-Demoversion zum Ausprobieren. [ACE]
<http://www.cesoft.com/products/qkx.html>
<http://www.cesoft.com/downloads/updates.html>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07458>
[Übersetzung: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>]
Die deutsche Übersetzung dieser TidBITS-Ausgabe enthält nicht die Auslosung zum Gewinnspiel. Wenn Sie mögen, finden Sie hier den Link zum Originalartikel.
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07573>
von James J. Rogers <coastalcg@earthlink.net>
[Übersetzung: Walter Sonnenberg <dr.w.sonnenberg@t-online.de>]
Wenn Sie ein Benutzerkonto bei .mac anlegen, bekommen Sie einen iDisk-Bereich von 100MB zur Verfügung gestellt, der auf einem Server von Apple in Cupertino liegt. Das ist natürlich ein hervorragender Bereich, um wichtige Informationen abzuspeichern, die Sie nicht verlieren wollen, wenn Ihr Mac den Geist aufgibt. Als freier Berater speichere ich auf meiner iDisk Abrechnungs- und Rechnungsdaten, weil diese für mich sehr schwierig zu rekonstruieren wären, wenn etwa meine Festplatte ausfällt (Ich spreche da aus Erfahrung).
Ihre iDisk enthält auch einen öffentlich zugänglichen Teil, über den Sie Dateien an andere Leute weitergeben oder mit Ihnen gemeinsam benutzen können. Sie können Ordner erstellen, die von anderen nur gelesen, geändert oder nach Eingabe eines Schutzpasswortes zugegriffen werden können. Ich wette, dass nur wenige diesen öffentlichen Ordner einsetzen oder wissen, wie sie ihn nutzbringend verwenden können. In diesem Artikel möchte ich deswegen aufzeigen, wie die Privilegien Ihrer iDisk gesetzt werden müssen, damit andere Ihre öffentlichen Dateien zugreifen können (oder man sie daran hindern kann, dies zu tun) und erklären, wie man diese Dateien direkt vom Finder aus erreichen kann.
Sie brauchen selber keinen .Mac-Account, um auf die iDisk eines Bekannten zuzugreifen. Ja, Sie brauchen nicht einmal einen Mac, um auf anderer Leute iDisk-Ordner zuzugreifen. Benutzer von Windows XP können mithilfe des von Apple verteilten iDisk-Utility oder Windows genauso damit arbeiten.
<http://www.mac.com/1/idiskutility_download.html>
Auf Ihrem Mac können Sie die iDisk auf eine von zwei Methoden einrichten: Entweder nehmen Sie das iDisk-Utility (das Sie als Download von 316K über die oben genannte URL erhalten können, wenn es nicht schon in Ihrem System unter Utility im Anwendungsordner enthalten ist) oder durch Einstellung in den Präferenzen von Mac OS X; in Max OS X 10.2 und älter müssten Sie dazu eine Internetpräferenz einstellen, ab OS X 10.3 Panther gibt es spezielle .Mac Präferenzen.
Zugriffsrechte auf öffentliche Ordner -- In der Grundeinstellung erlaubt Ihr öffentlicher Ordner den Lesezugriff eingetragener Berechtigter, was die sicherste Zugriffsart ist. Wenn Sie den öffentlichen Ordner nicht benutzen wollen, ergibt das keinen Nachteil, auch wenn Sie Daten Ihren Freunden, Kollegen (oder unbekannten Mitbenutzern) zur Verfügung stellen wollen, die nur die zum Durchbrowsen notwendige Zeit haben müssen.
Manchmal möchten Sie von bestimmten Leuten Dateien erhalten, die diese Ihnen in Ihren öffentlichen Ordner kopieren - etwa als Alternative zur Übergabe großer Dateien als Anlage einer E-Mail, für diesen Fall geben Sie dem Datensender das Schreibrecht und ein Passwort für Ihren öffentlichen Ordner.
Um die Zugriffsrechte mittels eines iDisk Utility zu ändern, klicken Sie auf das Icon für den Zugriff auf den öffentlichen Ordner und wählen unter den Zugriffsrechten "Lesen+Schreiben" in der iDisk-Spalte der .Mac resp. Internet-Präferenzen für öffentliche Ordner müssen Sie entsprechend das "Lese+Schreibrecht" anklicken. Obwohl die Eingabe eines Passwortes in beiden Fällen nur optional ist, sollten Sie für den kombinierten Schreib/Lesezugriff in jedem Fall ein Passwort vereinbaren, selbst wenn nur der Lesezugriff offen ist, können Sie mit einem Passwort unbekannte Dritte daran hindern, Ihre privaten Daten zu lesen. Glenn Fleishman schrieb in seinem E-Book über "Take Control of Sharing Files" "Das Internet ist so groß und schnell, und enthält so viele unkontrollierbare Optionen, dass es den Charakter eines überladenen Netzwerkes übernimmt, das jedes Recht, das Sie absichtlich jemanden einräumen, von irgendeinem automatisierten Banditen ausgenutzt wird " - die Scannerprogramme, die nach offenen Zugriffsmöglichkeiten auf Fileserver suchen - werden Ihre privaten Daten finden und auslesen. Suchmaschinen wie Google, die Links auf alle offenen Daten im Netz weitermelden, sind zwar weniger übelwollend, können aber ungewollte Verweise auf Ihre Word, PDF oder andere offen zugängliche Daten schaffen, die manchen obskuren Zugriff hervorbringen.
<http://www.tidbits.com/takecontrol/panther/sharing.html>
iDisk-Zugriff über den Finder -- Es scheint oft, dass Apple daran einen besonderen Anreiz findet, 18 verschiedene Methoden zu finden, die gleiche Aufgabe zu erledigen. Der Zugriff auf eine iDisk oder der Zugriff auf eine fremde iDisk läuft unter dem Finder gar nicht anders ab als über das iDisk-Utility - im Hilfsprogramm klicken Sie sich über das iDisk-Icon und über Besitzername in den richtigen Ordner, im Finder geben Sie die gleichen Daten im iDisk-Untermenu ein.
Wenn Sie Mac OS X 10.2 oder älter benutzen, ist der Zugriff über den Finder vielleicht die schnellste Methode. Apple benutzt zur Organisation der iDisks WebDAV (Web-based Distributed Authoring and Versioning), das praktisch einen normalen Server im für Ihr lokales Netz realisiert. Durch die Benutzung von WebDAV ist es möglich, die iDisks praktisch von jedem Computer aus zu benutzen (für Windows XP habe ich das oben bereits erwähnt, für Mac OS 9 gilt das gleiche Argument mit dem Goliath Utility).
<http://www.webdav.org/goliath/>
Im Go-Menu wählen Sie "mit Server verbinden", für die Verbindung mit der iDisk eines Dritten tippen Sie im Adressfeld "http://idisk.mac.com/TheirMemberName/public", wobei "Theirmembername" durch den Namen des .Mac-Accounts Ihres Korrespondenzpartners zu ersetzen ist.
Nützlich ist an dieser Methode, dass Sie automatisch mit einer Liste ihrer bevorzugten Server arbeiten können, egal, ob Sie Ihren zweiten Rechner im anderen Stockwerk oder eine iDisk im Osten der USA ansprechen. Wenn Sie einmal die richtige Adresse eingegeben haben, können Sie in Mac OS X 10.3 mit der Plustaste, resp in Mac OS X bis 10.2 mit dem Menupunkt "add to favorites" die Adresse übernehmen.
Um eine Verbindung zu eröffnen, klicken Sie auf das Feld Verbinden, wenn die iDisk per Passwort geschützt ist, öffnet WebDAV einen Identifikationsdialog "Authentification", das im Grunde ein anderes Wort für "Login" ist. Sie müssen vielleicht den Account-Namen Ihres Freundes eingeben, vielleicht auch zusätzlich Ihren eigenen, aber weil Sie nur einen öffentlichen Ordner benutzen wollen, ist entscheidend, den Namen "public" (in Kleinbuchstaben) ins Namensfeld einzugeben.
Als nächstes folgt das Passwort, das Ihr/Ihre Partner(in) Ihrem öffentlichen Ordner zugewiesen hat. Unter Mac OS X 10.3 können Sie, wenn Sie den bewussten Ordner des öfteren zugreifen, mit einem Haken unter "remember Password" dieses in Ihre Passwortkette übernehmen. Natürlich macht dies keinen Sinn, wenn Sie diesen Zugriff auf einem fremden Rechner vornehmen. Das Öffnen des öffentlichen Ordners nimmt nur einen Augenblick Zeit.
Wenn Sie einen iDisk-Ordner des öfteren benutzen, sollten Sie überlegen, einen Alias dafür anzulegen. Wenn Sie das erledigt haben, sollten Sie den Originalordner entweder mit der Maus in den Papierkorb, nach Aktivierung mit Befehl+"e" oder durch ein Menukommando "eject", oder einem "eject" per Kontextmenu nach Ctrl-Klick resp. einer programmierten Ordneraktion im Finderfenster unter dem Panthersystem vom Schreibtisch entfernen.
Mein öffentlicher iDisk-Ordner ist mittlerweile zu einem wichtigen Werkzeug geworden, um Daten an Kollegen zu senden oder als Ablage für Daten anderer Leute zu benutzen. Wie Sie sehen, ist die Methode einfach - und wichtig - Sie müssen sich nur etwas Gedanken über die Sicherung machen.
[James J. Rogers ist nach eigenen Angaben ein Technokrat, der Firmen, die medizinische Instrumente herstellen, hilft, die Bestimmungen der FDA (U.S. Food and Drug Administration) einzuhalten. Er wohnt in Cleveland, Ohio und ist seit 1985 Macfan. Er gibt zu, von David Byrne, Edward Tufte, Peter Gabriel und Moby, sowie kalifornischem und italienischem roten Tischweinen beeinflusst zu sein, die Reihenfolge dieser Angaben ist allerdings rein zufällig.]
<http://www.immersive-reality.biz/>
PayBITS: Konnten Sie mit Hilfe von James Ausführungen einen
Sinn der iDisk für sich entdecken? Dann senden Sie ihm doch
einige Dollar per PayPal!
<http://www.paypal.com/xclick/business=coastalcg@earthlink.net">http://www.paypal.com/xclick/business=coastalcg@earthlink.net>
Erfahren Sie mehr über PayBITS: <http://www.tidbits.com/paybits/>
von Matt Neuburg <matt@tidbits.com>
[Übersetzung: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>]
Für den Fall, dass Sie vergessen haben sollten was ein Schnipsel-Aufbewahrungssystem ist und Sie nicht wissen, ob Sie so etwas gebrauchen könnten, hier ein Fallbeispiel. Letzte Woche gab es im TidBITS-Talk eine Notiz, die drei URLs enthielt, die auf Webseiten verwiesen, die ich für besonders wertvoll erachtete. (Es handelte sich um eine Erläuterung, wie präzise DOCTYPE-Spezifikationen in Ihrem HTML einen Webbrowser bei der Darstellung einer Seite hinsichtlich der Einhaltung von Standards beeinflussen.) Sofort wollte ich diese Information sichern. Sie war zu technisch, um sie zu erinnern, aber ich konnte mir sehr gut vorstellen, das ich sie später als Referenz benötigen würde.
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkmsg=20422>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbser=1196>
Unglücklicherweise konnte ich mir ebenso leicht vorstellen, keine Ahnung zu haben, wo ich diese Information abgelegt haben würde, in welcher Art sie vorlag, wie ich sie benannt hatte und worüber sie genau war. Wie also sollte ich sie ablegen, so dass ich sie auch wiederfinden konnte? Ich könnte die Webseiten als URLs, HTML, PDFs oder Webarchive speichern und auf meiner Festplatte ablegen. Aber, Sie können es sich vorstellen, ich kann nie meine Dokumente auf meiner Festplatte ausfindig machen, wenn ich sie wirklich brauche. Ordner und Dateinamen führen mich nie zur gewünschten Information - besonders wenn ich mich nicht erinnere, welche Ordner ich habe oder wie ich sie in einem ersten Schritt zusammengestellt habe. Ein weiteres Problem ist, wenn ich doch über das richtige Dokument stolpere, bin ich nicht in der Lage es zu erkennen, bis ich es geöffnet habe. Zudem ist es eine große Nerverei, sich durch die Festplatte zu schuften und viele Dokumente und URLs zu öffnen. Und, ich kann sogar das Dokument vor Augen haben, ohne zu realisieren, dass es das richtige ist.
Aus diesem Beispiel folgen vier Lektionen:
Hereinspaziert bei DEVONthink, einem Programm, welches um dieses Problem weiß und sich selbst als Lösung anbietet.
<http://www.devon-technologies.com/products/devonthink.php>
Der Blick von hier -- DEVONthinks Oberfläche ist extrem sauber und intuitiv, sie benötigt wenig Erläuterung oder Kommentierung. Das Fenster zeigt eine Datenbank, die anfangs leer ist. Zu dieser Datenbank fügen Sie Einträge hinzu - diese Einträge können Sie sich als Dokumente vorstellen und originellerweise sind es überwiegend auch wirklich Dokumente, die Sie vom Finder hineinziehen. Sie können auch Gruppen anlegen, die aussehen und funktionieren wie Ordner. Sie können ein Dokument klonen, so dass es mit mehreren Einträgen auftaucht, auf diese Art kann ein Dokument Teil mehrerer Gruppen sein.
Die Betrachtung der Gesamtstruktur Ihrer Datenbank erinnert stark an den Finder. Die Bedienoberfläche enthält eine Listenansicht, eine Symbolansicht und eine Spaltenansicht. Sie können aber auch den Inhalt eines Einzeldokuments in DEVONthink betrachten. Eine Zwei-Fenster-Ansicht listet in einem Fenster Ihre gesamte Datenbank auf und das aktuell ausgewählte Dokument im anderen Fenster, oder Sie Doppelklicken auf den Listeneintrag eines Dokuments und erhalten so dessen Darstellung in einem neuen Fenster. Wenn ein Dokument HTML oder URL ist, stellt DEVONthink es wie ein Webbrowser dar. Wenn ein Dokument reiner Text oder PDF ist, können Sie es nicht nur betrachten, sondern auch innerhalb DEVONthink _bearbeiten_.
Wege etwas zu finden -- DEVONthink weiß, dass Sie ein Dokument über sein Thema finden wollen und indiziert deshalb die Wörter des Dokuments. So haben Sie auf der einen Seite Ihre Dokumente innerhalb einer Hierarchie angeordnet, gleichzeitig aber durchbricht DEVONthink diese Hierarchie auf der Ebene der einzelnen Wörter, um die Suche zu erleichtern.
Dadurch können Sie mit einem Wort oder mehreren Wörtern suchen. Mehrere Wörter können durch UND oder ODER kombiniert werden, sie können eine Phrase suchen, Sie können den Inhalt eines Dokumentes oder seine Überschrift suchen oder auch in einem Kommentarfeld. Sie können alles durchsuchen oder eine Gruppe. Treffer können genau oder unscharf sein. Die Ergebnisse erscheinen sofort wenn Sie den Such-Knopf drücken und werden in der Rangfolge ihrer Relevanz angezeigt.
Wenn sich Ihre Wortsuche anfänglich als wenig hilfreich erweist, können Sie eine Liste ähnlicher Suchbegriffe erzeugen, die auf der Schreibweise basiert. DEVONthink kennt alle Wörter in all Ihren Dokumenten, die Liste wird auf Basis dieser Kenntnis erzeugt. Beispielsweise führte in meiner Datenbank Program zu Programs, Programmer, "Programming", "Programmed" und "Programmers" - und erbrachte mir damit die richtige Antwort. Sie können nach ihrem Wunsch diese neuen Begriffe kombinieren und einen neuen Suchbegriff entwickeln.
Sie können ebenfalls eine Liste ähnlicher Wörter mit Kontextbezug erzeugen. Dies umfasst anscheinend solche Wörter, die häufig in Dokumenten vorkommen und wo Ihr Original-Wort oft benutzt worden ist. Die Ergebnisse können wirklich bizarr sein. Zum Beispiel war mein erstes Kontextwort bei Program clrc, weil dieses (eine Abkürzung für California Law Revision Commission) 28 mal in einem Dokument vorkommt, wo Program 24 mal erscheint. tatsächlich waren _alle_ meine Wörter in diesem Dokument kontextuell ähnlich zu Program. Die Entfernung dieses Dokuments aus der Datenbank erzeugte eine größere, aber immer noch bizarre Vielfalt. Meiner Meinung nach könnte der Algorithmus hinter dieser Funktion etwas zurecht gebogen werden (obgleich mir erzählt wurde, er würde besser je größer die Datenbank wird).
Sie können ebenfalls eine leistungsfähige Suche starten, indem Sie mit einem Dokument beginnen. Zuerst erhalten Sie eine Liste aller Wörter dieses Dokuments. Sie können diese nun nach Häufigkeit, Länge oder Gewichtung (anscheinend ein Ausdruck für die Kombination von Länge und Seltenheit) sortieren und natürlich sofort nach diesen Wörtern durchsuchen. Wie auch immer, wenn Ihre Absicht darin besteht, auf diese Art Dokumente zu finden werden Sie wahrscheinlicher die Liste der Schlüsselwörter verwenden. Dies sind die am stärksten gewichteten Wörter eines Dokumentes die auch in anderen Dokumenten auftauchen, und natürlich können Sie sofort danach suchen.
Alternativ können Sie nach einer Liste von Dokumenten fragen, von denen DEVONthink meint, es seien die ähnlichsten zum aktuellen Dokument. Ich habe keine Ahnung wie DEVONthink seine Schlüsse zieht und die Ergebnisse sind häufig überraschend, aber sie enthalten üblicherweise mindestens ein Dokument, das wirklichen Bezug hat.
Sie können DEVONthink ebenso bitten, ein Dokument zu klassifizieren, was eine Auflistung jener Gruppen bedeutet, deren Dokumente dem aktuellen am ähnlichsten sind. Wenn Sie hier wirklich DEVONthinks Rangfolge trauen, können Sie sogar ein Dokument automatisch klassifizieren lassen, wodurch es direkt in der ähnlichsten Gruppe einsortiert wird. Sie können dies in den Voreinstellungen für den automatischen Import von DEVONthink festlegen. Das Handbuch weist darauf hin, dass der Vergleich und die Klassifikation verbessert werden, wenn Sie früh einige Zeit in die Einordnung in sinnvolle Gruppen aufwenden.
[Übersetzung: Hartmut Greiser <hgreiser@linarte.com>]
Was rein geht -- DEVONthink kann Dokumenteninhalte nur durchsuchen, wenn diese in einem Format vorliegen, das ein Herauslösen von Text zulässt. Diese Eigenschaft haben reiner Text, RTF, HTML, PDF (das DEVONthink mittels pdftotext analysiert oder mit TextLightning, wenn Sie das haben) und sogar Microsoft Word-Dateien (jetzt, wo Panther diese nativ nach RTF konvertiert).
<http://www.metaobject.com/Products.html#TextLightning>
Sie können DEVONthink aber auch für die Bearbeitung eines Dokumentes nutzen, das keines dieser Formate hat. _Jede_ Datei kann an DEVONthink übergeben werden; wenn eine Textanalyse des Dokumentes nicht möglich ist, behält das Programm einfach einen Link zum Original auf der Disk bei. DEVONthink kann Bilder und Filme zeigen und MP3s abspielen; aber sogar dann, wenn es einen Dokumenteninhalt nicht direkt anzeigen kann, ist es in der Lage, das Original im Finder zu öffnen.
Warum sollte Ihre Datenbank Links zu Dokumenten enthalten, die DEVONthink weder indizieren noch anzeigen kann? Also, zum einen möchten Sie vielleicht den Vorteil von DEVONthinks hierarchischer Dateigruppierung nutzen; wenn Sie z.B. ein paar Textdateien haben und ein Excel-Spreadsheet, das irgendwie mit diesen zu tun hat, dann möchten Sie vielleicht an das Spreadsheet erinnert werden, wenn Sie sich die Gruppe ansehen, zu der die Texte gehören. Wenn ein Dokument aber nichts weiter ist als ein Link zu einer Datei auf der Festplatte, dann können Sie innerhalb von DEVONthink einen Text für diesen Dokumenteneintrag verfassen, und dieser Text, der vielleicht den Inhalt des echten Dokumentes beschreibt, _ist_ indiziert und kann durchsucht werden.
Worin es sucht -- DEVONthink benutzt nur eine Datenbank. Schade eigentlich – ich ziehe eine Architektur mit verschiedenen Datenbanken für verschiedene Zwecke vor, bevor ich völlig unterschiedliches Datenmaterial zusammenklatsche, das ich sonst niemals gleichzeitig untersuchen müsste.
Ein anderer Punkt, der mir bei der Datenbank nicht gefällt, ist der Umstand, dass sie nicht nur aus einem Wortindex besteht: wenn DEVONthink ein Dokument indiziert, importiert es dieses komplett. Damit sind zwei Probleme verbunden: Umfang und Sicherheit. Eine DEVONthink Datenbank stellt sich – wenigstens bei meinen Tests – als doppelt so groß heraus, wie der Text, aus dem sie besteht. Wenn ich also die Originale nach dem Import in DEVONthink nicht über Bord werfe brauche ich also die _drei _fache Speicherkapazität. Gebe ich die Originale aber auf, dann gibt es meine Dateien nur noch in einem proprietären Format, das eine Wiederherstellung unmöglich macht, sollte DEVONthink sich dermaleinst verabschieden.
Mit DEVONthink können Sie ein importiertes Dokument exportieren, das scheint auch zu funktionieren (z.B. bleiben Dateityp, Creator, Änderungs- und Erstellungsdaten erhalten); um zusätzliche Sicherheit zu bekommen, können Sie die komplette Datenbank regelmäßig exportieren und auf diese Weise Finder-Kopien der Originaldokumente wiederherstellen. Trotzdem halte ich diese Architektur einer einfachen Datenbank in Verbindung mit dem großen Datenbankumfang und seinem proprietären Format für eine deutliche Abschreckung vor dem Gebrauch von DEVONthink. Vielleicht nimmt sich eine künftige Version ja dieses Problems an.
Mängel -- Im Großen und Ganzen scheint DEVONthink ganz anständig programmiert zu sein; ich habe keinen Crash oder sonst etwas Ernsthaftes erlebt, das mich hätte misstrauisch werden lassen können. Trotzdem habe ich beim Testen Einschränkungen festgestellt, die mir überflüssig und leicht korrigierbar erscheinen.
Bei einer Mehrwortsuche stehen komplexe Boolesche Ausdrücke nicht zu Verfügung: entweder sind alle Wörter durch UND oder durch ODER verbunden. Ähnliches gilt für die Suche nach Inhalt oder nach Titel, die Sie nicht gleichzeitig durchführen können. Die meisten Datenbanksichten sind hierarchisch, es gibt aber keine hierarchischen Navigations-Abkürzungen, beispielsweise findet sich kein Befehl mit dem man die Auswahl hierarchisch nach oben bewegen könnte. DEVONthink arbeitet wie ein Webbrowser, es gibt aber keine Buttons oder Abkürzungen für Rückwärts/Vorwärts (es gibt kontextabhängige Menüpunkte, das ist aber eine unbequeme Non-Standardlösung). Ein Bilddokument kann durch DEVONthink angezeigt werden oder editierbaren Text enthalten, aber nicht beides. Es gibt keinen bequemen Weg URLs aus reinen Textdokumenten heraus zu öffnen. Bei der Selbstklassifizierung bleibt völlig im Dunklen, wo DEVONthink das Dokument abgelegt hat (es verschwindet einfach und man weiß nicht wohin). Es gibt keine Möglichkeit, alle Clones eines Dokumentes wieder zu finden.
DEVONthink ist – überflüssigerweise – mit Fachjargon durchseucht. Menübefehle sind zum Teil unverständlich und zwingen den Benutzer, das Handbuch zu Rate zu ziehen. Was ist für Sie Löschen im Gegensatz zu Vernichten? Was meinen Sie bewirkt Berühren? Wie unterscheidet sich der Pfad eines Dokumentes von seiner URL? (Hinweis: das hat zu tun mit dem Unterschied zwischen dem Öffnen und dem Starten eines Dokumentes. Manchmal ist die Terminologie einfach falsch: Toggle Outline hat nichts mit dem Umriss zu tun (es zeigt/verbirgt eine Ankreuzbox; anstelle von Clone oder Alias werden Replicate und Replicant verwendet, Concordance zeigt keine Übereinstimmungen (es bietet eine Wortliste, also etwas völlig anderes – eine Concordance betrifft immer einen Zusammenhang.)
<http://www.rjcw.freeserve.co.uk/ss1.gif>
Das Handbuch ist ein PDF-Dokument ohne Lesezeichen; die Online-Hilfe hat den gleichen Inhalt in einem fast nutzlosen Format (eine Haupt-Inhaltsseite und jede Menge Unterseiten ohne irgendwelche Links). Es ist stellenweise ungenau, veraltet, unvollständig und nicht selten in falschem Englisch geschrieben.
Abschließendes Urteil -- DEVONthink ist ein Programm, das ich gern lieben würde. Noch ist es nicht der Fall: die Datenbankarchitektur ärgert mich und die erwähnten Nachlässigkeiten, auch wenn sie nicht alle bedeutend sind, sind die Art Schlamperei, die mich bei einem Programm wundern, das nun schon ein paar Jahre alt ist und jetzt in Version 1.8 vorliegt. Trotzdem – DEVONthink ist zweifellos auf dem richtigen Weg. Dem Vernehmen nach gibt es auch schon Pläne, sich der meisten der angesprochenen Punkte in künftigen Programmversionen zu widmen. Manche werden schon mit der Version 1.8.1 erledigt sein, die in Kürze verfügbar sein dürfte.
Vielleicht erinnern Sie sich an meine Besprechung von Boswell und an meine Kritik daran: es speichert nur Text, es speichert keine Aliasse, das Löschen oder Bearbeiten eines gespeicherten Textauszuges ist nicht möglich, das Interface ist unbeholfen und das Programm ist zu teuer. DEVONthink hakt all diese Einwände ab, man kann sogar sagen: DEVONthink erfüllt meine Erwartungen an Boswell. DEVONthink ist preiswert, flexibel, einfach und intuitiv. Sie erhalten hier eine schnörkellose Möglichkeit, etwas zu ordnen und ein schnelles, starkes Suchinstrument. Man kann damit Textauszüge bearbeiten und es speichert Links zu Dateien auf der Festplatte. Aus Platzgründen konnte ich nicht alle Möglichkeiten von DEVONthink würdigen, wenn Sie es also ganz genau wissen möchten, dann sollten Sie den Download starten und sich selbst ein Bild machen.
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=06441>
DEVONthink benötigt Mac OS X 10.2 Jaguar oder höher und kostet 35,00 US$. Eine Demoversion steht als 3 MB-Download zur Verfügung.
<http://www.devon-technologies.com/download.php>
PayBITS: Hat Matts Besprechung geholfen, etwas Licht in die
dunklen Ecken Ihrer Festplatte zu werfen? Schicken Sie ihm ein paar
Dollar!
<http://www.paypal.com/xclick/business=matt%40tidbits.com>
Mehr über PayBITS: <http://www.tidbits.com/paybits/>
vom TidBITS-Team <editors@tidbits.com>
[Übersetzung: Hartmut Greiser <hgreiser@linarte.com>]
MP3 Disks und tragbare Abspielgeräte von Drittanbietern -- Probleme beim Brennen von CDs im MP3-Format zum Abspielen in Ihrem Audiogerät? Leser bieten Hilfestellung, auch mit einer Methode, die auf der Befehlsebene läuft. ("MP3 Discs and Third Party Portable Players" - 5 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2189>
FileVault Probleme und Lösungen -- Adams Artikel über FileVault hat eine Diskussion darüber in Gang gesetzt, warum FileVault nur für das Privat-Verzeichnis eines Nutzers angewendet werden kann und wie man mit anderen Sicherheitsmerkmalen arbeitet, auch mit Apples integriertem eigenen Hilfs-Programm Disk Utility. ("FileVault problems and solutions" - 15 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2187>
Übersetzung dieser Ausgabe: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>, Hartmut Greiser <info@linarte.com>, Roland Müller <mail@duesenschrieb.de> und Dr. Walter Sonnenberg <dr.w.sonnenberg@t.online.de>.
Lektorat: Heike Kurtz <mail@heikekurtz.de>.
Koordination dieser Ausgabe: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>.
Copyright der deutschen Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
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