
Vergangene Woche erschien FileMaker Pro 7, welches bedeutende Änderungen der populären Datenbankanwendung enthält. In dieser extradicken TidBITS-Ausgabe schreibt William Porter, warum diese neue Version wirklich gut ist. Als nächstes beschäftigt sich Joe Kissell noch einmal mit dem FireWire-Datenverlustproblem, das einige Leute hatten, als sie auf Panther aktualisierten. Matt Neuburg kümmert sich um die Veröffentlichungen von DEVONthink 1.8.1, Affrus 1.0, StyleMaster 3.5, FaceSpan 4.0 und NoteTaker 1.8. Außerdem schreiben wir über einige von Adams jüngsten Radiointerviews und halten fest, dass der iTunes Music Store die Grenze von 50 Millionen Downloads überschritten hat.
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[Übersetzung: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>]
Apple veröffentlicht Mac OS X 10.3.3 -- Als wir im Begriff sind zu veröffentlichen, kommt Apple mit seinem letzten kostenlosen Update zu Mac OS X 10.3. Die Version 10.3.3 bietet eine lange Liste an Verbesserungen, (siehe Apples Knowledge Base-Artikel). Eine über die wir uns besonders freuen, ist die Integration von Netzwerk-gemounteten Laufwerken in die Seitenübersicht der Finder-Fenster, in der alle Laufwerke abgebildet sind, und der Öffnen-/Sichern-Dialoge. Die Aktualisierung enthält weitere Reparaturen für Netzwerkfunktionen und Verbesserungen für die Nutzung mit unterschiedlichen Betriebssystemen sowie mit AppleTalk, außerdem für die .Mac-iDisk-Synchronisierung, für den Finder, DVD-Player, iPhoto, Mail, Adressbuch und Bildschirmfotos. Und es beschleunigt die Startzeit von Computern, die durch das 10.3.2-Update verlangsamt worden waren. Besitzer von Mac OS X 10.3 Panther können das Update per Software-Aktualisierung (58,8 Megabyte) oder als eigenständiges Installationsprogramm bei Apple herunterladen. [MHA]
<http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=25711>
Das Devonsche Zeitalter geht weiter -- Unmittelbar auf den Fersen der Vorwochenberichterstattung über DEVONthink 1.8 erscheint die Version 1.8.1. Dieses ermöglicht die Indizierung eines Dokumentes auf der Festplatte ohne es zugleich auch in die Datenbank aufzunehmen. Dies entspricht meinem Kritikpunkt, dass die Datenbank unnötig groß ist und dass das platzsparende Löschen eines Original-Dokumentes zu Datenverlust führen kann. Außerdem stellt DEVONthink jetzt den inhalt verlinkter Dateien dar, wenn es das Format gestattet (z.B. Text, RTF, Bilder). Leider entfernt dies eine Funktion, die mir gefiel (Sie konnten die Datenbank "Text einer verlinkten Datei editieren). Auch funktioniert das Suchen in Kommentaren nicht mehr, so dass dies in meinen Augen ein Schritt rückwärts ist. Es handelt sich um einen 2,7 Megabyte Download, der für registrierte Anwender kostenlos ist.
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07575>
<http://www.devon-technologies.com/products/devonthink/editions.php>
<http://www.devon-technologies.com/download.php>
Gleichzeitig führt DEVONtechnologies DEVONthinks "kleinen Bruder ein: Es ist eine begrenzte zweispaltige Darstellung der Datenbank mit einer Dokumentenliste im einen Fenster und der Darstellung des Inhalts des aktuellen Dokumentes im anderen. Es fehlt an der Darstellung von Bildern und PDF-Dokumenten. Dennoch funktioniert es als Text- und RTF-Editor (Bilder können in PDF-Dokumente integriert werden), es kann Links zu Dateien auf Festplatten enthalten und es kann Webseiten darstellen. DEVONnote hat nicht DEVONthinks Funktion des Indizierens ohne Import und auch nicht die fortgeschrittenen Suchhilfsprogramme, die das Auffinden ähnlicher Suchbegriffe, die Darstellung von Wortlisten und das Zur-Verfügung-stellen von Schlüsselwörtern ermöglichen. Dennoch hat es DEVONthinks äußerst schnelle Basissuche sowie die Suche nach ähnlichen Dokumenten und Klassifizieren nach Ähnlichkeit zu Gruppen zusammen gefaßter Dokumente. Bis Ende April kann es ein guter Gelegenheitskauf für 15,00 US$ sein, anschließend kostet es 20,00 US$. [MAN]
<http://www.devon-technologies.com/products/devonnote.php>
Über 50 Millionen verkaufter Lieder im iTunes Music Store -- Apple gab heute bekannt, dass der iTunes Music Store das 50 Millionste Lied und damit durchschnittlich in der Woche 2,5 Millionen Lieder verkauft hat, die Hälfte davon in der Form von Alben. In einem Interview heute morgen meinte Rob Schoeben: "Die Meilensteine, die wir erreichen, sind nicht alltäglich. Dafür kam der Laden auch mit besonderen Ereignissen wie der Windows iTunes-Software, Weihnachtsverkäufen, dem Verkaufsstart des iPod mini und der Pepsi Promoaktion.
<http://www.apple.com/pr/library/2004/mar/15itunes.html>
Schoeben wies darauf hin, dass die Band Green Day eine Single exklusiv bei iTunes veröffentlicht hat, die innerhalb eines Tages an die Spitze sprang und unter den Top Drei drei Wochen lang verblieb. (Pepsis Verwendung des Liedes in einem Werbespot für die iTunes-Promotion während des SuperBowls hat zweifellos zu dessen Bekanntheit beigetragen.) Radiostationen übernahmen das Lied ohne weiteres direkt als Single. [GF]
<http://www.apple.com/itunes/pepsi/ads/>
<http://phobos.apple.com/WebObjects/MZStore.woa/wa/viewAlbum?playlistId=5305681&selectedItemId=5305679>
[Übersetzung: Roland Müller <mail@duesenschrieb.de>]
Das neue Gesicht von FaceSpan -- Nach langer Auszeit meldet sich FaceSpan mit einer neuen, komplett für Mac OS X umgeschriebenen Version zurück. FaceSpan 4.0 ist ein Software-Konstruktions-Set mit AppleScript als Programmiersprache: Man "zeichnet" die Benutzeroberfläche, schreibt AppleScript-Code in Skripts, die man an die Interface-Bausteine anhängt. Dann wird kompiliert und –schwupp! – ist ein eigenständiges Programm entstanden. Wie AppleScript Studio von Apple ist auch FaceSpan in Cocoa geschrieben, produziert Cocoa-Programme, kann Cocoa (Objective-C)-Methoden aufrufen und verwendet das AppleScriptKit-Vokabular.
<http://www.facespan.com/facespan/pagespeed/url/features4.0/>
<http://www.apple.com/applescript/studio/>
Natürlich hat AppleScript Studio den Vorzug, kostenlos zu sein (siehe "AppleScripts beschlagenes Studio" in TidBITS-610_). Aber FaceSpan ist sehr kompakt (weniger als 8 MB), autark und einfach zu benutzen – so einfach, dass ich mein erstes Programm geschrieben habe ohne überhaupt in das Handbuch hineinzuschauen. (Okay, alles, was es konnte, war, zwei Zahlen zu addieren, aber immerhin ist das ein Anfang.) Ein Grund für seine Einfachheit liegt in seinem bemerkenswert intuitiven Interface; ein anderer, dass das Skript an eine individuelle Kontrolle angehängt werden kann und in einem Abhängigkeitsverhältnis zu dem Container dieser Kontrolle steht – beispielsweise verfügt eine Schaltfläche in einem Fenster über ein Skript, das uahnlich wie bei HyperCard das Fenster-Skript "sehen" kann. FaceSpan arbeitet zudem mit Script Debugger 3.0.8 von Late Night Software und erzielt mit dessen Hilfe ein wesentlich besseres Debugging als auf reiner Apple-Basis. FaceSpan ist in zwei Versionen erhältlich: die Vollversion kostet 200 US$; die "Lite"-Version kommt auf 90 US$. Bei letzterer können kompilierte Programme nur auf einem Rechner laufen, auf dem FaceSpan installiert ist. Anwender älterer Versionen können für 100 US$ aktualisieren. [MAN]
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=06667>
<http://www.latenightsw.com/sd3.0/updateDownload.html>
Perl ganz einfach mit Affrus 1.0 -- Late Night Software hat schon öfter dort eingehakt, wo Apple schwächelte. Mac OS X kommt zwar mit AppleScript, Apples eigener Skript-Editor ist allerdings nicht der Weisheit letzter Schluss und debuggen kann er schon gar nicht. Late Nights Script Debugger kommt da wie gerufen. Er sorgt dafür, dass AppleScript leicht zu editieren und fehlerzubereinigen ist. In die gleiche Kerbe haut Late Night Software mit der Ankündigung von Affrus für Perl. (Interessenkonflikt-Hinweis: Ich habe die Handbücher für beide Programme geschrieben.)
Perl ist eine beliebte Unix-Programmiersprache; Mac OS X beinhaltet Perl, verfügt jedoch über keine Anwendung, um Perl-Skripts zu editieren und fehlerzubereinigen. Affrus kann genau das. Man kann damit Perl-Skripts durcharbeiten oder Zwischenstopps im Programmablauf einlegen, Programmcode beurteilen und Variablen in ihrem Ablauf-Zusammenhang begutachten. Die farbliche Hervorhebung der Syntax verdeutlicht die Struktur des Skripts; Ein Pop-up-Menü vereinfacht das Navigieren zur Definition einer bestimmten Subroutine, dies selbst dann, wenn diese sich in einem externen Modul befindet. Affrus kostet 100 US$ und benötigt Mac OS X 10.2 Jaguar oder neuer; eine 30 tage lauffähige Demoversion ist als 4,9 MB große Downloaddatei erhältlich. [MAN]
<http://www.latenightsw.com/affrus/>
Style Master 3.5 bewirkt Website-Wunder -- Style Master von Western Civilization ist seit langer Zeit bereits mein Lieblingsprogramm zum Entwickeln, Editieren und Voranschauen von Cascading Style Sheets (CSS) im Webdesign (siehe "Präzisions-Websites mit Style Master" in TidBITS-501_). Es verbirgt unter einer einfachen Oberfläche eine komplizierte Sprache; anders gesagt: es beherrscht CSS, damit Sie das nicht müssen (obwohl sie es durchaus verwenden können, um damit CSS direkt zu editieren). Und jetzt müssen Sie wirklich_nichts_mehr über CSS wissen, denn Version 3.5 kommt mit sogenannten "Wizards".
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=05602>
<http://www.westciv.com/style_master/product_info/>
Ein Wizard ist ein Dialogsatz; er leitet Sie durch den Entscheidungsprozess, wie ihre Website aussehen soll (Schrift, Vermaßung, Rahmen usw.) und generiert daraus den entsprechenden CSS-Code sowie etwas HTML, um das Design darzustellen. Über die Grenzen des normalen Seitenlayouts hinaus beinhaltet Style Master zudem Wizards für so weit verbreitete Layoutelemente wie Navigationsleisten und "Breadcrumbs" (Links, die anzeigen, wo auf der Seite sich der User befindet.) Falls Ihnen sogar diese Wizards noch zu anstrengend sind, können Sie auch einfach eine aus einem Dutzend fertiger CSS-Vorlagen (unter Creative Commons Lizenz) verwenden. Ebenfalls eingebaut ist eine Seitenvorschau zusammen mit einer CSS-Validierung, die entweder direkt aus Style Master oder online per Validator von W3C benutzt werden kann. Womit nun jedermann innerhalb von ein paar Minuten eine erstklassig ausschauende, sauber programmierte, CSS-basierte Website anlegen kann. Style Master setzt Mac OS X 10.0 oder neuer voraus und kostet 60 US$. Registrieret Anwender zahlen für das Update 40 US$. Eine 30-tage-Demoversion wird als 5,8 MB große Datei zum Herunterladen angeboten. [MAN]
<http://creativecommons.org/licenses/by/1.0/>
<http://jigsaw.w3.org/css-validator/>
Noch bessere Noten für NoteTaker 1.8 -- AquaMinds hat Version 1.8 ihres Notizbuch- und Outliner-Programms NoteTaker vorgestellt (siehe "Nehmen Sie Notiz von NoteTaker" in TidBITS-677_). Diese Version eröffnet nun die Möglichkeit, XML zu exportieren, eine neue Auszeichnungsvariante namens NTML zu verwenden (Note-Taking Markup Language); ein solcher Export kann eine XSL-Transformation in Echtzeit anlegen – als Konzepttest ist eine Umwandlung in das Keynote-Format (APML) mit eingeschlossen. Weitere neue Features greifen auf Technologien von Mac OS X 10.3 Panther zu: Es gibt einen Import/Export in das Word (.doc)-Format und NoteTaker kann jetzt als Web-Browser verwendet werden – einschließlich der Fähigkeit, unter Verwendung jeder beliebigen Online-Suchmaschine in einem Feld Suchbegriffe einzugeben (wie das Google-Feld in Safari, nur leistungsfähiger).
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07157>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07224>
Wenn man mit dem Mauszeiger auf den Link zu einer Seite oder einen Eintrag fährt und die Optionstaste gedrückt hält, öffnet das ein Fenster, das die Inhalte des Zieles auflistet, ohne dort hin klicken zu müssen (wer sagt, dass man nicht gleichzeitig an zwei Orten sein kann?); wenn es sich bei dem Link um eine Webadresse handelt, wird der Titel der Seite erfasst und angezeigt. Sie können darüber hinaus jeden Ordner als "Bibliothek" definieren: NoteTaker wird dann in einem Submenü oder einem Dialog jede Seite oder jedes NoteTaker-Dokument zum schnellen Zugriff anzeigen, das dort gefunden wird. Viele andere bereits bestehende Eigenschaften sind verbessert oder überarbeitet worden, dazu gibt es diverse Geschwindigkeits- und Effizienzoptimierungen sowie einen ersten Entwurf eines gelungen wirkenden PDF-Handbuches. NoteTaker 1.8 kostet 70 US$, das Update ist für bestehende Anwender kostenlos. Eine 30-Tage-Demoversion ist als 14,7 MB große Downloaddatei erhältlich. [MAN]
<http://www.aquaminds.com/introducing1_8.jsp>
Adams Radio-Shows im März -- Ich hatte kürzlich einige Gastauftritte in verschiedenen Radio-Shows. Wenn Sie sich also mein Geplauder über Wi-Fi-Sicherheit anhören möchten, über die derzeitige Wurmplage, unsere Umstellung auf Web Crossing und Take Control und darüber, was in der Mac-Branche vorgeht, dann empfehle ich Ihnen Gene Steinbergs Mac Night Owl Show am 5. März (kann sein, dass Sie die URL der Show direkt in den QuickTime-Player laden müssen; mich finden Sie dann in der zweiten Hälfte) und Scott Sheppards Mac Radio Show am 13. März (auch da trete ich in der zweiten Hälfte auf). [ACE]
<http://www.macradio.com/friday/>
<http://www.osxfaq.com/radio/03-2004/03-13.html>
von Joe Kissell <jk@alt.cc>
[Übersetzung: Hartmut Greiser <hgreiser@linarte.com>]
Als Apple im letzten Oktober die Version Mac OS X 10.3 Panther veröffentlichte, bekamen eine ganze Reihe Leute (beileibe nicht alle) ernsthafte Probleme mit ihren FireWire-Festplatten. Betroffene Nutzer, die ihren Rechner unter Panther mit angeschlossenen Festplatten neu gestartet hatten, mussten feststellen, dass die Laufwerke absolut nicht mehr ansprechbar waren – sie reagierten auf kein Betriebssystem mehr und waren so gründlich beschädigt, dass noch nicht einmal Datenrettungsprogramme irgendetwas ausrichten konnten.
Kurz nachdem dieses Problem bekannt geworden war, bestätigte Apple, dass da etwas sei mit FireWire 800 Festplatten, die das Oxford 922 Bridge-Chipset mit Firmware 1.02 oder früher einsetzten. Die Hersteller dieser Laufwerke veröffentlichten eilig Firmwarepatches, und Apple bemühte sich, das Problem auch von seiner Seite aus anzugehen. Die Mac OS X Aktualisierungen (angefangen mit 10.3.1) bieten eine "erhöhte Verlässlichkeit" mit FireWire 800 Platten, obwohl Apple immer noch empfiehlt, die Firmware solcher Geräte auf den neuesten Stand zu bringen. (Siehe auch "Lösungen für einige Panther FireWire-Probleme" in TidBITS-704 und "Apple aktualisiert Panther auf 10.3.1" in TidBITS-705.)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07420>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07425>
Datenverlust mit FireWire 400 Laufwerken -- Für die meisten TidBITS-Leser ist das Schnee von gestern. In den letzten Monaten haben sich Nutzer von FireWire 400 Laufwerken aber gefragt, ob sie noch sicher auf Panther umstellen können. Weder Apple noch die Hersteller von Festplatten haben jemals offiziell zugegeben, dass es bei FireWire 400 Laufwerken ein Problem mit Datenverlust gibt. Trotzdem haben eine Anzahl Nutzer, darunter mindestens ein Take Control Autor, genau diese Erfahrungen mit einigen FireWire 400 Laufwerken gemacht. Die Wurzel des Übels scheint zwar nicht in allen Fällen identisch zu sein – und das Problem nicht so verbreitet – aber ein Datenverlust bleibt eine ernste Sache.
Während die FireWire 800 Probleme leicht reproduzierbar waren, schienen die FireWire 400 Fehler nach dem Zufallsprinzip aufzutreten. Ein bestimmtes Model konnte auf einem Rechner problemlos arbeiten und auf einem anderen mit einer scheinbar identischen Konfiguration versagen. Die Berichte, die ich gesehen habe, zeigten ganz allgemein eine Tendenz zu einer größeren Fehlerhäufigkeit bei Systemen mit einer Verkettung mehrerer FireWire-Geräte oder mit solchen, die an einen bus-getriebenen Hub angeschlossen waren, besonders wenn es sich bei einem der fraglichen Geräte um eine iSight-Kamera handelte (das Apple iSight Update 1.0.2 könnte das bereinigen). Ebenso scheinen Laufwerke, die FireWire 400 und 800 unterstützen oder FireWire 400 und USB (1.1 oder 2.0) in höherem Maße betroffen zu sein, als Laufwerke, die nur FireWire 400 unterstützen. Und schließlich sind Rechner, die FireWire 400 aber nicht FireWire 800 unterstützen, typischerweise weniger anfällig.
<http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=93705>
Meine Erklärungen strotzen vor Wörtern wie "es scheint", "Tendenz" und "typischerweise". Leider konnte mir keiner der Experten, die ich befragt habe, den Grund für das Problem nennen. Hersteller von Laufwerken haben ungezählte Stunden auf Tests verwendet, ohne irgendwelche schlüssigen Ergebnisse zu bekommen, und tausende von Anwendern – mich eingeschlossen – haben mit ihren FireWire 400 Laufwerken (von einer Reihe verschiedener Hersteller) nie ein Problem erlebt. Trotzdem ist der iPod das einzige FireWire 400 Gerät, von dem ich definitiv weiß, dass es gegen dieses Problem immun ist.
Empfehlungen für FireWire 400 und Panther -- In der Version 1.1 von "Take Control of Upgrading to Panther" vom letzten November habe ich vom Gebrauch von FireWire 400 Laufwerken in Verbindung mit Panther solange abgeraten, bis mehr Informationen verfügbar sind oder zumindest sicher zu stellen, dass das Laufwerk beim Starten eines Rechners oder bei seinem Aufwachen auf keinen Fall angeschlossen ist. In Anbetracht der Tatsache, dass das Problem in der beschriebenen Form relativ selten auftritt, kann ich meine Vorschläge guten Gewissens etwas ändern.
Wenn Sie Ihren Rechner auf Panther aktualisieren und auf den Einsatz von FireWire 400 Laufwerken nicht verzichten möchten, dann halten Sie sich an diese Empfehlungen:
Sichern Sie den Inhalt des Laufwerkes auf DVD, CD-R, Band oder auf ein anderes Medium außer auf eine andere FireWire Festplatte, bevor Sie Panther installieren.
Prüfen Sie auf der Website Ihres Herstellers, ob es ein Firmware-Update gibt. Falls ja, wenden Sie es an (vorzugsweise vor der Installation von Panther) – auch dann, wenn der Hersteller nicht angibt, ob es Ihr Anliegen betrifft.
Wenn Sie Panther nicht auf dem FireWire-Laufwerk selbst installieren, hängen Sie die Platte von Ihrem Rechner solange ab, bis Panther installiert und auf Version 10.3.2 oder später aktualisiert wurde.
Vermeiden Sie ein Verketten von FireWire-Geräten, besonders, wenn ein so eingebundenes Gerät keine eigene Stromversorgung hat. Haben Sie mehr FireWire 400 Geräte als Ihr Rechner Ports, dann verwenden Sie einen Hub mit eigener Stromversorgung – oder noch besser, wenn Sie ein PowerBook oder einen Power Mac besitzen, setzen Sie einen zweiten FireWire Bus mit Hilfe einer PCI oder einer PC-Karte ein.
Wenn Sie ein FireWire 400 Laufwerk benutzen müssen, aber weder eine Sicherung anfertigen noch vermeiden können, Geräte aneinander zu hängen, dann treffen Sie diese Vorkehrungen:
Stellen Sie sicher, dass das FireWire-Kabel des Laufwerks beim Rechnerstart nicht angeschlossen ist.
Unmounten Sie jegliche Volumes vom FireWire-Laufwerk und lösen Sie die Steckverbindung des FireWire-Kabels vor dem Abschalten, dem Neustart oder Sie den Rechner schlafen lassen.
Ist Ihr Rechner so eingestellt, dass er automatisch einschläft, dann setzen Sie dies Merkmal im Energiesparfeld der System-Voreinstellungen vorübergehend außer Betrieb.
Verbinden Sie das Laufwerk nur dann mit dem Rechner, wenn Panther in Betrieb ist. Und nochmal: wenn Sie die Festplatte nicht mehr benötigen, unmounten Sie die Platte und entfernen Sie das FireWire-Kabel.
Was, wenn meine Festplatte festgefahren ist? Die üblichen Hilfsprogramme für eine Plattenreparatur wie Disk Utility, Norton Utilities, TechTool Pro und sogar DiskWarrior sind nicht in der Lage, Laufwerke mit solchen Problemen zu reparieren oder auch nur ihre Daten wiederherzustellen. Ein Reihe von Nutzern berichteten aber von Erfolgen mit Prosoft Engineerings Data Rescue X. Wenn auch dies versagt wird Ihnen wahrscheinlich nichts anderes übrif bleiben, als Ihre Festplatte an einen Datenrettungsdienst zu schicken, z.B. an die sehr angesehenen (aber nicht billgen) DriveSavers.
<http://www.prosoftengineering.com/products/data_rescue.php>
<http://www.drivesavers.com/>
"Take Control of Upgrading to Panther" – Ratschläge für Nutzer von FireWire 400 Festplatten sind nur eins der Themen, mit denen ich mich sehr ausführlich in der letzten Ausgabe von "Take Control of Upgrading to Panther" beschäftige. Das 89-seitige Ebook (aktuelle Version 1.2) deckt alle Schritte ab, die Sie bedenken müssen, um problemlos von jeder früheren Mac OS Variante auf Panther zu aktualisieren. Die meisten der neuen Inhalte gehen direkt auf Leseranfragen zurück. Sogar wenn Sie Ihren Rechner bereits auf Panther umgerüstet haben, werden Sie ausführliche Hinweise zur Fehlersuche finden oder Vorschläge dafür, häufig benutzte Dateien woanders als auf Ihrem Startvolume abzulegen, außerdem gibt es Informationen, die Ihnen das Verständnis für einige von Panthers Überraschungen erleichtern und die Ihnen helfen sollen, damit umzugehen. Ich hoffe, das Buch wird hilfreich für Sie sein!
<http://www.tidbits.com/takecontrol/panther/upgrading.html>
[Hinweis des Herausgebers: Jeder, der eine frühere Version von Joes Ebook gekauft hat kann dieses Update gratis bekommen. Deshalb haben wir in der letzten Woche alle Käufer über die neue Version informiert (und fast die Hälfte unserer Leser haben die Aktualisierung bereits herunter geladen). Leider ist eine Anzahl unserer Benachrichtigungen wegen Adressenänderungen oder Spamfiltern nicht angekommen. Falls Sie also nicht benachrichtigt wurden, dann verwenden Sie bitte das Formular am Ende unserer Tipps zur Bestellung, mit dem Sie mich um Hilfe bitten können. Wir haben übrigens ein Empfehlungsprogramm für unsere Leser aufgelegt: klicken Sie auf den Button auf der Deckseite zu Joes Ebook-Update. senden Sie auf diese Weise einen Coupon über 10% Discount an einen Freund und sichern Sie sich selbst einen 10% Discount für Ihre nächste Bestellung. Vielen Dank für das Weiterempfehlen von Take Control! - Tonya]
<http://www.tidbits.com/takecontrol/ordering-tips.html>
[Joe Kissell ist ein Schriftsteller, Berater und Mac-Entwickler aus San Francisco.]
von William Porter <wp@polytrope.com>
[Übersetzung: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>]
Ich würde die letzten Versionen von FileMaker Pro nicht als langweilig beschreiben, aber auch nicht als wirklich aufregend. Die Integration der XML-Unterstützung in FileMaker Pro 6 war eine so revolutionäre Verbesserung, dass die Entwickler auch zwei Jahre später nicht wissen, was sie damit anfangen sollen. Andererseits machte die Version 6 den Eindruck einer Wartungsveröffentlichung mit einigen wenigen neuen Statusfunktionen, dem direkten Fotoimport aus einer Kamera, einer Suchen-/Ersetzenfunktion usw.
Unter dem Strich werden Leute, die sich nicht schon auskennen überrascht, nein, schockiert sein bei der Entdeckung des gerade veröffentlichten FileMaker Pro 7. Das Programm unterscheidet sich dramatisch, grundsätzlich und umfassend von seinen Vorgängern. Es ist anders, und ich beeile mich, es zu sagen, besser:
<http://www.filemaker.com/products/fm_whatsnew.html>
Nun, der Unterschied ist nicht primär eine Angelegenheit von neuen oder geänderten Funktionen, obwohl es viel mehr sind als ich hier erwähnen kann. Es ist eher eine Angelegenheit neuen Denkens. Erfahrende FileMaker-Entwickler werden sich beim Lernen von FileMaker Pro 7 vielleicht wie Texaner vorkommen, die ihre Nahrung mit Steakmessern attackieren und jetzt Nudeln mit Fleischspieße essen sollen. Fleischspieße sind nicht nur ein anderes Werkzeug zur Nahrungsaufnahme, sie sind für eine andere Cuisine geschaffen, hinter der ein anderes Konzept über das, was Nahrung ist, steht. Dasselbe gilt für FileMaker Pro 7. Wir bauen nicht einfach nur andere Datenbanken, wir werden völlig andere Arten von Datenbanken konstruieren.
Upgraden: Ja oder Nein? FileMaker Pro 7 und FileMaker Developer 7 sind jetzt erhältlich. Neue Lizenzen von FileMaker Pro 7 kosten 300,00 US$. Ein Sonderangebot bis zum 17. September 2004 bietet Upgrades für FileMaker-Versionen ab 2.1 für 150,00 US$. FileMaker Developer 7 kostet 500,00 US$. Ein 100 US$-Rabatt ist erhältlich für Besitzer von Vorgängerversionen. Weitere Sonderangebote sind für spezielle Käufergruppen erhältlich, schauen Sie sich dafür die Webseite von FileMaker Inc. an.
<http://www.filemaker.com/upgrade/>
Wenn Sie bereits FileMaker Pro verwenden, wird dieses Upgrade etwas sein, was sie irgendwann haben wollen. Aber Sie sollten bewusst vorgehen, besonders als Endanwender oder wenn Sie auf der IT-Seite Datenbanklösungen Hosten oder Warten.
Der Hauptgrund, nicht gleich morgen FileMaker Pro 7 auf all Ihren Computern zu installieren ist, dass schwer vorherzusagen ist, ob irgendeine Lösung Halleluja-jubelnd oder kratzend und beißend seine Begegnung mit FileMaker Pro 7 erleben wird. Einige (vielleicht viele) alte Lösungen werden relativ unaufwändig zu konvertieren sein, aber viele werden es nicht. Nach meiner begrenzten Erfahrung wird jede einigermaßen komplexe Lösung wahrscheinlich einigen Aufwand vor der Umwandlung erfordern, und vielleicht auch danach. FileMaker Inc. hat einen Berg Informationen zur Konversion auf seiner Webseite. Sie sollten es lesen oder sich nicht über die Folgebn wundern. Zwischenzeitig können Sie Ihren Kuchen essen und das neue Programm laufen lassen. Denn FileMaker Inc. hat seine Lizenz so eingerichtet, das Upgrader mit der Version 7 starten und gleichzeitig alte Lösungen unter Version 6 laufen lassen können. Sie laufen simultan ohne Ärger zu machen.
<http://www.filemaker.com/upgrade/migration.html#techbriefs>
<http://www.filemaker.com/legal/licensing_faq_us.html#1>
Wenn Ihre Lösung in einem Netzwerk gemeinsam genutzt wird, müssen Sie auch über folgendes nachdenken: Sie können FileMaker Pro 7-Datenbanken nicht unter dem derzeitigen FileMaker Server 5.5 laufen lassen. Und bis zum FileMaker Server 7 wird es noch ein paar Monate dauern.
<http://www.filemaker.com/products/fms_home.html>
FileMaker Pro 7 benötigt mindestens Mac OS X 10.2.8 (oder Windows 2000/XP). Sollten Sie ein älteres Betriebssystem verwenden, müssen Sie dieses oder vielleicht sogar Ihren Mac upgraden, bevor Sie FileMaker Pro 7 installieren können.
Was bringt es für den Endanwender? Ihr Museumskuratoren, Manager, Sekretärinnen, Verkäuferinnen Ärzte, Ingenieure, Lehrer, Buchhalter und Herausgeber - Ihr seid die Zielgruppe für FileMaker Pro. Ihr werdet wohl für Wochen und Monate FileMaker Pro 7 nicht in die Finger bekommen, doch es gibt Verbesserungen, auf die Ihr Euch freuen könnt.
In FileMaker Pro 7 können Sie dieselben Daten in mehreren Fenstern betrachten. Das bedeutet, dass Sie denselben gefundenen Datensatz zum Beispiel im Überblick als Liste und als Formeintrag sehen können. Sie können aber auch per Listenansicht zwei völlig verschiedene Datensätze betrachten.
Wenn Sie einen Eintrag in FileMaker Pro 7 abgeschlossen haben, werden Sie gefragt, ob Sie sich die Änderungen ansehen wollen. Haben Sie je einen Haufen Änderungen in Einträgen vorgenommen und dann Ihre Meinung geändert? Oder noch schlimmer, festgestellt, dass Sie die falschen Einträge bearbeitet haben? In FileMaker 7 klicken Sie auf "Nicht speichern (Dont save), um den Eintrag in den vorherigen Zustand zurück zu versetzen.
Was, wenn Sie dringend einen Eintrag bearbeiten müssen aber Jenkins aus dem Marketing schneller war? Mit FileMaker Pro 7 schreiben Sie Jenkins eine direkte Nachricht und bitten ihn, den Eintrag zunächst nicht zu bearbeiten und die Datenbank erstmal in Ruhe zu lassen. Endlich macht es mehr Spaß, der Chef zu sein.
Haben Sie einen engen Etat? FileMaker Pros eingebaute Instant Web Publishing-Funktion ist jetzt tatsächlich nützlich. Schalten Sie sie ein und teilen Sie Ihre Datenbank mit Ihren Kollegen im Arbeitsgruppen-Intranet. Ihre Kollegen werden zunächst in ihren Browsern den Eindruck haben, vor einer Kopie von FileMaker Pro zu sitzen. Instant Web Publishing funktioniert bei bis zu fünf gleichzeitigen Anwendern. Die merkwürdige alte Regelung von zehn verschiedenen IP-Adressen in einer 12-Stunden-Periode gibt es nicht mehr.
Ich bin mir nicht sicher, ob es sich um etwas handelt, was Endanwender sehnsüchtig erwarteten, aber Container-Felder können nun so ziemlich alles enthalten, außer vielleicht die Reste Ihres Mittagessens. Wir reden hier nicht nur über Fotos und QuickTime-Filme, sondern auch über Word- und Exceldokumente, PDF- und MP3-Dateien, ja sogar andere FileMaker Pro-Datenbanken. Klicken Sie auf ein Container-Feld und nutzen Sie den geeigneten Befehl im Eingabemenü. Damit entwickelt sich FileMaker Pro zu einem wirklichen Dokumentenmanagement-System. In einer FileMaker Pro 7-gespeicherten Datenbank müssen auf einem gemeinsam genutzten Laufwerk Dateien nicht für jeden Anwender zugänglich sein. Sie können FileMakers Sicherheitsfunktion nutzen, um festzulegen, wer auf die gespeicherten Dateien Zugriff hat.
Noch etwas zum Thema Sicherheit: Die Sicherheitsarchitektur in FileMaker Pro 7 ist völlig neu. Endanwender müssen sich nun bei gemeinsam genutzten Datenbanken mit einem Account und einem Kennwort anmelden. Hier gibt es wirklich wichtige Neuigkeiten, aber die sind ein wenig technisch und ein bißchen voreilig, da die neuen Sicherheitsfunktionen erst mit FileMaker Server 7 richtig ans Laufen kommen werden. Daher muß es genügen darauf hinzuweisen, dass Manager, IT-Supporter und Entwickler Ihnen den Zugang zu wichtigen Daten einfacher und sicherer gestalten können als jemals zuvor.
<http://www.filemaker.com/downloads/pdf/techbrief_security.pdf>
<http://www.filemaker.com/downloads/pdf/whitepaper_fm7_security.pdf>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]
Ich könnte hier weiter- und weitermachen, aber ehrlich gesagt sind die wichtigsten Änderungen in FileMaker Pro 7 an der Oberfläche gar nicht sichtbar. Einige kosmetische Anpassungen in der Statusanzeige und den Dialogboxen sind implementiert worden und Besitzer von Mac OS X bekommen die Werkzeugleiste zurück. Wenn Sie andererseits aber noch nie eine Beziehung definiert oder ein Skript geschrieben haben, wird FileMaker Pro 7 Ihnen sehr bekannt vorkommen. Es sind die Endanwender, die von den vielen Neuigkeiten am meisten profitieren werden, aber diese sind meistens nur indirekt spürbar.
Was gibt es Neues für Entwickler? -- Wenn Sie selber Datenbanken erstellen, werden Sie FileMaker Pro 7 mit gemischten Gefühlen aufnehmen. Auf der einen Seite bekommen Sie ein neues Werkzeug, das bezüglich Leistungsfähigkeit alle vorherigen Versionen in den Schatten stellt. Auf der anderen Seite ist Ihr ganzes Wissen über FileMaker auf einen Schlag überflüssig geworden.
Es gibt eine Unmenge von neuen Funktionen, inklusive eine "Evaluate"-Funktion zum Durchführen von Berechnungen mit Feldern und eine "Let"-Funktion zum Definieren und Speichern von Variablen. Schaltflächen können Parameter an Skripts übergeben; beispielsweise kann die gleiche Schaltfläche auf mehreren Layouts den Namen des Layouts an das aufrufende Skript übergeben und je nachdem ein anderes Resultat liefern. Wenn Sie mit FileMaker Developer arbeiten, können Sie benutzerdefinierte Funktionen schreiben und mit der Datenbank zusammen abspeichern, damit Sie die Funktion später wieder verwenden können. Text in der Mitte eines Feldes kann über eine Berechnung formatiert werden, beispielsweise um einen Suchtext hervorzuheben. Sie können Berechnungsformeln mit Kommentaren gemäss den C- oder C++-Konventionen versehen. Und so weiter und so fort.
So wichtig diese Verbesserungen auch sind, sie bilden nicht den eigentlichen Kern der Neuerungen. Die grossen Änderungen in FileMaker Pro 7 betreffen Dateistruktur und Beziehungen.
Eine Datei, viele Tabellen -- FileMaker Pro 7 unterscheidet nun zwischen Datenbank-Dateien und Tabellen und was noch wichtiger ist, eine einzelne Datenbank kann jetzt mehrere Tabellen enthalten. Wie viele? Eine Million, mehr als Sie jemals brauchen werden. Und da FileMaker nun endlich etwas hat, das richtigerweise Tabelle genannt werden kann, können wir auch den Begriff Datenbank in der gleichen Weise verwenden wie der Rest der Welt.
Mehrere Tabellen in der gleichen Datei kombiniert mit neuen Funktionen wie Skript-Parameter bedeuten, dass es nun möglich ist, allgemeinere und modularere Skripts zu schreiben als zuvor. In einer Lösung mit 14 Dateien, die ich einmal erstellt habe, machen die meisten Skripts häufig dasselbe: gehe zur Listenansicht, führe eine Suche durch etc. In der FileMaker Pro 6-Version meiner Lösung musste jedes dieser Skripte in allen Dateien separat enthalten sein. Wenn ich ein Skript in einer Datei verbessert hatte, musste ich das Skript in den andern 13 Dateien ebenfalls anpassen. In FileMaker Pro 7 sind diese Doppelspurigkeiten nicht mehr nötig.
Sie müssen aber nicht alles in einer einzigen Datei speichern. Dateien können auf andere Dateien verweisen und auf die dort gespeicherten Tabellen zugreifen. FileMaker Pro 7 macht sich dies beim Konvertieren von existierenden Mehrdateien-Lösungen zunutze: jede individuelle Datei wird zu einer Datei mit genau einer Tabelle. Diese Dateien sind miteinander über eine Anzahl von Datei-zu-Datei-Beziehungen verknüpft, fast genau gleich wie das schon vorher der Fall war. In vielen Fällen ist das eine zwar gute, aber unerwünschte Konsequenz der Herkunft aus einer älteren Version von FileMaker Pro. Wenn Sie diese Dateien zusammenführen wollen, kann das Werkzeug FM Robot von New Millenium dies für Sie erledigen. Aber in den meisten Fällen und wenn die Finanzen dies zulassen, ist es am besten, alte Lösungen von Grund auf neu zu erstellen.
<http://www.newmillennium.com/Product_Overview.htm?pid=P77YJCFQ66NXQYB0LCXW>
Das Separationsmodell -- Wenn eine Datei auf eine andere Datei verweist, wird der gesamte Inhalt der referenzierten Datei zugänglich. Anders ausgedrückt, wenn eine Datei namens "My_Data.fp7" 22 Tabellen aufweist, kann eine weitere Datei namens "My_App.fp7" auf jede einzelne davon zugreifen als wäre sie nicht extern sondern intern abgespeichert worden. Was bedeutet das Wort Referenz hier? Es bedeutet, dass My_App.fp7 Layouts der Formular- und Listenansichten für jede der Tabellen aus My_Data.fp7 enthalten kann. Und zwar nicht Listen im Sinne eines "Portals" - ein Element mit eingeschränkten Möglichkeiten, das den Benutzern von FileMaker geläufig ist - sondern als wirkliche Listen die auch ausgedruckt und mit Summenbildungen dargestellt werden können. My_App.fp7 hat diese Möglichkeiten auch wenn die Datei selber keine einzige Tabelle aufweist und nur Layouts und Skripts beinhaltet und stattdessen die Tabellen von My_Data.fp7 verwendet.
Können Sie erkennen, wohin uns dies führt? In FileMaker Pro 7 ist es möglich, die Daten in einer Datei zu haben und die ganzen Ressourcen - Layouts, Skripts, Wertelisten, Zusammenführungen - in einer anderen. Die Trennung der Daten (und der Datenstruktur) von den Dingen zum Analysieren und Anzeigen der Daten führt zu einer besseren Übersichtlichkeit im gesamten Entwicklungsprozess. Es ist ebenfalls ein grosses Plus für jeden Kunden, dessen Entwickler ausserhalb der Firma arbeitet. Wenn es Zeit wird, die Lösung zu aktualisieren, muss der Administrator nur die Datenbank kurz offline setzen, die alte Applikation ("Front End") durch die neue austauschen und die Datenbank wieder online schalten. Ausschaltzeit höchstens fünf Minuten.
FileMaker-Entwickler haben seit Jahren über dieses "Separationsmodell" gesprochen, aber es war mehr Traum als Wirklichkeit aufgrund der Einschränkungen beim Zugriff, der Verarbeitung und der Anzeige von Daten aus anderen Dateien. Aufzählungsberichte konnten von Portalen aus nicht effizient gedruckt werden und man musste stattdessen zur entsprechenden Daten-Datei wechseln, um einen solchen Bericht drucken zu können (wie etwa Rechnungen oder Klassenlisten). Das war aber nur möglich, wenn in der Daten-Datei Skripts zum Sortieren und Anzeigen von solchen Berichten und Layouts vorhanden waren.
Da in FileMaker Pro 7 eine Datei auf die gesamten Tabellen einer anderen Datei per Referenz zugreifen und sie wie interne Tabellen behandeln kann, existieren diese Hindernisse für eine strikte Trennung von Daten und Ressourcen nicht mehr. Die letzten Hürden für eine komplette Umsetzung des Separationsmodells bestehen im Umgang mit noch nicht bekannten Feldern und Änderungen an den Benutzer-Accounts und den Passwörtern. Eine Reihe von cleveren Entwicklern arbeitet aber bereits an diesen Problemen. Ich habe zurzeit gerade eine Lösung auf meinem PowerBook, in der das Separationsmodell komplett umgesetzt wird. Es ist zwar bescheiden, aber es funktioniert.
Das Separationsmodell wird nicht von jedem Entwickler verwendet werden. Viele Entwickler werden so begeistert sein, alles in einer einzigen Datei unterbringen zu können, dass sie die Alternative gar nie in Betracht ziehen werden, zumindest nicht sofort. Selbst wer die Daten und die Ressourcen trennt, wird nicht jede Lösung so gestalten, weil beispielsweise die Datenmenge für das Backup unnötigerweise anwachsen kann. Aber der Himmel ist die Grenze, zumindest was die Dateigrösse angeht. Dateien von FileMaker Pro 7 können jetzt bis zu 8 Terabyte gross sein (wenn Sie ein Xserver-RAID zum Speichern einer so riesigen Datei besitzen). Wenn Datenbanken in Zukunft immer grösser und grösser werden, treten die Vorteile des Separationsmodells immer offensichtlicher zutage.
Wie wärs mit Beziehungen? -- Ich denke, dass die Möglichkeit die Daten einer Datei in einer anderen Datei sichtbar zu machen, die wichtigste Änderung in FileMaker Pro 7 darstellt. Aber die Neuerung über die die Entwickler zurzeit am meisten reden, ist die Art und Weise, wie Beziehungen definiert und verwaltet werden.
FileMaker Pro 1 war eine flache Datenbank. Alle Daten wanderten in eine Datei mit nur einem einzigen Record-Typ. In FileMaker Pro 2 wurde es möglich, Daten in einer anderen Datei zu sehen und auch zu kopieren. Das war zwar noch keine echte relationale Datenbank, aber das hat uns damals nicht weiter bekümmert. Wir umarmten die neuen Möglichkeiten dieses sogenannten Lookups und rannten damit überglücklich und schreiend dem Ziel entgegen. Ah, 1993!
[Übersetzung: Heike Kurtz <mail@heikekurtz.de>]
In Version 3 wurde FileMaker Pro relational, ansatzweise. Zumindest relationaler als Version 2. Mehrere Dateien konnten automatisch auf die gleichen Daten zugreifen (Tabellensuchen mussten aber manuell initiiert werden), verbundene Daten wurden nicht zweimal gespeichert (wie das bei Tabellensuchen der Fall gewesen war) undman konnte die Daten einer Datei direkt in einer verbundenen Datei editieren. Entwickler machten einige wirklich verblüffende Dinge mit dieser neuen Funktionalität.
Trotzdem war diese Art von Relationalität sehr eigenwillig. Einerseits waren Beziehungen immer einseitig. Man konnte RECHNUNGEN mit KUNDEN verknüpfen, das bedeutete aber lediglich, dass man Kunden in der Rechnungsdatei sehen konnte. Wollte man von der Kundendatei aus auf Rechnungsdaten zugreifen (wie z.B. Rechnungsdatum) musste man in der Kundendatei eine neue Beziehung definieren. Es war als müsste man zweimal heiraten: eine Hochzeit für die Braut, eine für den Bräutigam. Schlimmer noch: wenn man einen Wert aus der Datei "Produkte" in einem Portal in der Rechnungsdatei darstellen wollte, das Kundendaten anzeigte, musste man in der Kundendatei ein Formelfeld anlegen um diesen Wert zu erfassen und ihn entlang der relationalen Kette nach oben "durchzureichen". Es war, als könne man Zucker nur von seinem direkten Nachbarn borgen. Das alte relationale Modell war ein cooler Hack, aber eben nur ein Hack. Und das blieb fast zehn Jahre lang so.
Bis letzte Woche. Beziehungen in FileMaker Pro 7 sind immer bidirektional und sie gehen so weit wie der Anwender es will. Wenn Rechnungen mit Kunden verbunden sind, Kunden mit Produkten und Produkte mit Lieferanten, dann kann ein Portal in der RECHNUNGEN Datei den Lieferanten für jedes Produkt das ein Kunde kauft anzeigen ohne dass man ein einziges Formelfeld definieren muss. In FileMaker Pro 7 kann man in einer einzigen Datei Beziehungen zwischen Tabellen in anderen Dateien definieren, selbst wenn diese Tabellen in der Datei in der sie gesichert sind gar nicht miteinander verbunden sind.
Außerdem können Beziehungen nun auf unzählige neue Arten definiert werden. In FileMaker Pro 6 und früheren Versionen bestanden Beziehungen immer aus einfachen Gegenüberstellungen zwischen Daten in einem Feld einer Datei und Daten in einem Feld einer anderen Datei. In FileMaker Pro 7 kann man nun Beziehungen mit vielen verschiedenen Operatoren und mehreren Bezugsfeldern definieren. Bis jetzt mussten wir immer komplexe Formelfelder anlegen um Ergebnisse zu erzielen die nun einfach durch Beziehungen hergestellt werden können.
Eine der schrulligsten Eigenheiten der FileMaker Pro Versionen 3 bis 6 war, dass ein Programm mit einer gelungenen grafischen Benutzeroberfläche zur Definition von Beziehungen einen Textdialog nutzte. Um Himmels willen, selbst Microsoft Access definierte Beziehungen grafisch! In FileMaker Pro 7 werden Beziehungen in einem besonderen Dialog, dem "Beziehungs-Diagramm" definiert. Man platziert Vorgänge oder "Beispiele" der verschiedenen Tabellen auf dem Diagramm und stellt Beziehungen her, indem man Linien dazwischen zieht.
Technisch gesehen ist FileMaker Pros Umsetzung der Relationalität immer noch eigenwillig. Zuvor mussten wir Beziehungen mehrfach definieren um Daten auf verschiedene Arten in Portalen zu sortieren. Das ist nun nicht mehr notwendig, aber trotzdem kann es in FileMaker Pro 7 aus verschiedenen Gründen weiterhin notwendig sein, dieselben Tabellen mehr als einmal zu verbinden. Natürlich wird dieser Umstand in den Standard-Anleitungen über relationales Design nicht erwähnt. Diese Anleitungen treffen auf FileMaker Pro 7 sogar wesentlich mehr zu als auf die Vorgängerversionen. Alles in allem ist das neue relationale Modell leistungsfähig, flexibel und extrem gut implementiert.
Was ist zu kritisieren? -- In Anbetracht der ehrgeizigen Anforderungen an diese Version sind wir nicht allzu überrascht über ein paar Schönheitsfehler in FileMaker Pro 7.
Die Größe der Dialoge zum Sortieren und Exportieren von Daten konnte bisher nicht verändert werden. Nun geht das, aber nur an der rechten Seite. Die Feldliste auf der linken Seite dieser Dialoge ist immer noch zu klein um lange Feldnamen auszuschreiben. Hat man aber ein Feld von der linken auf die rechte Seite kopiert, kann man dort nachprüfen, ob man das richtige Feld erwischt hat.
Es scheint ein großes Problem mit Fuzzy-Text (schlechtes Anti-Aliasing) in FileMaker Pro 7 für Windows zu geben. Das macht selbst Mac OS-Entwicklern sorgen, denn Windows-Anwender machen den Löwenanteil des FileMaker- Marktes aus.
Es scheint, dass die leistungsfähige neue "Let"-Funktion, die wir oben erwähnten, Variablen erzeugt, die auf die Kalkulationen beschränkt sind, innerhalb derer sie definiert wurden. Die Verwendung von globalen Feldern als Pseudo-Variablen, z.B. um Wert von einem Skript in ein anderes zu übergeben, kann immer noch notwendig sein.
Schade - auch in FileMaker Pro 7 ist es immer noch nicht möglich, ein Skript auszulösen wenn ein Anwender ein Feld verlässt. Das ist meine große Enttäuschung bei der neuen Version.
Fazit -- FileMaker Pro wurde überall als benutzerfreundlich beworben. Dieser Anspruch war schon immer höchstens eine Halbwahrheit. FileMaker Pro Version 6 ist und bleibt ein großartiges Produkt. Aber wie beim Gitarrespielen ist FileMaker Pro nur am Anfang einfach. Fortgeschrittene FileMaker-Entwickler haben in der Vergangenheit viel Zeit damit verbracht, FileMakers Einschränkungen zu kompensieren. Mit anderen Worten: wer in der Vergangenheit auf FileMaker Pro setzte und seine Kenntnisse und sein Wissen ausbaute, kam irgendwann an einen Punkt, wo die Arbeit sehr zäh wurde, weil es tatsächlich schwieriger wurde, Dinge in FileMaker zu tun, die mit anderen, wesentlich schwierigeren Entwicklungs-Tools viel einfacher zu realisieren gewesen wären. Ganz ehrlich - es war manchmal frustrierend. Die meisten von uns blieben bei FileMaker weil die Ergebnisse die Mühen wert waren, aber es war bestimmt nicht "einfach".
Für Endanwender und Entwicklungs-Anfänger ist FileMaker Pro 7 weder leichter oder schwerer zu bedienen als zuvor, aber für Entwickler ist es beides. Viele Aufgaben sind kurzfristig für Entwickler schwerer geworden, weil das Programm nun um eine Größenordnung komplexer ist als zuvor. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass Entwicklungen langfristig einfacher werden, weil wir nun nicht mehr an diesen Frustrationspunkt kommen können, der den Vorgängerversionen anhing. Stattdessen werden wir an diesem Punkt in der Lage sein, mehr interessante Lösungen effizienter, intelligenter und zufriedenstellender zu kreieren.
[William Porter war Professor für klassische Literatur bevor er 1998 seine akademische Laufbahn aufgab um "andere Interessen" zu verfolgen - u. a. die Entwicklung von Datenbankanwendungen. Er ist Mitglied der FileMaker Solutions Alliance und arbeitet zur Zeit an einem Buch über FileMaker Pro 7 für No Starch Press.]
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[Übersetzung: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>]
FileMaker Pro 7 veröffentlicht -- Die Leser schauen sich an, was die neue Datenbanksoftware bietet und wie sie sich von Vorgängerversionen unterscheidet. ("FileMaker Pro 7 Released" - 6 Beiträge)
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Bediener-Schnittstellen (Front Ends) für SQL-Datenbanken -- Die Diskussion darüber, was in FileMaker Pro 7 neu ist, ging über in die Frage, ob es grafische Bediener-Schnittstellen für leistungsfähige und üblicherweise komplizierte SQL-Datenbanken gibt. ("Front ends to SQL databases" - 4 Beiträge)
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Software zur Synchronisierung? -- Die große Zahl solcher Dienstprogramme für den Mac macht deutlich, dass die effektive Synchronisierung schwieriger ist als man erwarten sollte. Leser empfehlen weitere Möglichkeiten und teilen ihre Erfahrungen. ("Synchronization Software?" - 20 Beiträge)
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Übersetzung dieser Ausgabe: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>, Hartmut Greiser <info@linarte.com>, Roland Mueller <mail@duesenschrieb.de>, Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch> und Heike Kurtz <mailto:mail@heikekurtz.de>
Lektorat: Heike Kurtz <mail@heikekurtz.de>.
Koordination dieser Ausgabe: Hartmut Greiser <info@linarte.com>.
Copyright der deutschen Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
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