
Die Nase voll von der wackeligen Apple Pro-Tastatur? Adam bespricht die Matias Tactile Pro Tastatur, die erste ihm bekannte Tastatur mit genau jenem Schreibgefühl und der Anschlagdynamik, die mit Apples letztem, großartigen Extended Keyboard mithalten kann. Außerdem schaut sich Adam die verwirrenden Stadien von iChat AV an und gibt ein paar Empfehlungen, wie man unerwünschtes Dazwischen-Chatten unterbindet. An anderer Stelle in dieser Ausgabe beschäftigen wir uns mit der Vorstellung von iChat AV 2.1, iPhoto 4.0.1, Timbuktu Pro 7.0.1 sowie der Einstellung der Mac-Version von FrameMaker.
Themen:
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[Übersetzung: Roland Müller <mail@duesenschrieb.de>]
iChat AV 2.1 kann mit Windows-Usern videokonferieren -- Wenn Sie geplant haben, mit Freunden, die unter Windows unterwegs sind, Video- oder Audio-Chats zu veranstalten, dann ist die letzte Woche vorgestellte neue Version 2.1 von iChat AV genau das, worauf Sie gewartet haben. Sie ermöglicht das Videokonferieren zwischen Ihnen und einem Partner, der AOL Instant Messenger 5.5 für Windows benutzt. Apple gibt darüber hinaus keine weiteren Neuerungen für das Gratis-Update an. Es setzt Mac OS X 10.3 oder neuer voraus sowie einen Mac, der mindestens über einen mit 600 MHz getakteten PowerPC G3-Prozessor verfügt. (Mac OS X 10.2 Jaguar-Anwender sind auf iChat AV 2.0 beschränkt, das 30 US$ kostet.) Die Aktualisierung kann als 4,3 MB große Datei heruntergeladen werden – via Software-Aktualisierung oder separat. [ACE]
<http://www.apple.com/ichat/>
<http://www.apple.com/support/downloads/ichatav.html>
Adobe stellt FrameMaker für Macintosh ein -- In einer nicht sehr überraschenden Ankündigung hat Adobe Systems mitgeteilt, dass es die Macintosh-Version des High-End-Publishingprogramms per 21. April 2004 einstellt. Unterstützt wird FrameMaker 7.1 für Macintosh noch bis zum 21. April 2005. Adobe hat nie eine Mac OS X-Version von FrameMaker entwickelt und damit altgediente Anwender gezwungen, es unter der Classic-Umgebung zu betreiben. Der Schritt lässt Macintosh FrameManager-Anwender mit etlichen Alternativen im Regen stehen: auf Windows (oder Solaris) umstellen, worunter Adobe FrameMaker weiter zu entwickeln beabsichtigt oder auf InDesign CS zu migrieren, dem einige der Funktionen von FrameMaker zum Umgang mit langen Dokumenten sowie dem XML-Import und -Export fehlen. [ACE]
<http://maccentral.macworld.com/news/2004/03/23/framemaker/>
<http://www.adobe.com/products/framemaker/main.html>
iPhoto 4.0.1 behebt Fehler -- Apple hat iPhoto 4.0.1 vorgestellt. Ein wichtiges Update, das etliche Fehler des Fotomanagement-Programms behebt. Obwohl Apples begleitende Informationen wie üblich eher dürftig ausfallen, bringt iPhoto 4.0.1 verbesserte Geschwindigkeit, besseres Rendering der Miniaturbilder und zahlreiche Fehlerkorrekturen die nach Apples Auskunft die Stabilität verbessern. Ich konnte mich selbst davon überzeugen, dass das Papierkorb-Album nun sein Volumen anzeigt, der Sepia-Einfärbungsbefehl im Kontextmenü des Bildbearbeitungsfensters ist nicht mehr blockiert, Original-Ordner werden nun einwandfrei gebrannt und die Modifizierung von Filmrollen verändert nicht mehr die Sortierreihenfolge. Andere Fehler bleiben jedoch erhalten, wie etwa jener, der vergisst, die Ergänzung Kopie an einen Namen anzuhängen, wenn man bearbeitete Fotos dupliziert. Die einzige neue Funktion, die mir aufgefallen ist, als ich mir den letzten Entwurf meines iPhoto 4 Visual QuickStart Guides angeschaut habe, bewirkt, dass Dia-Shows nun auf dem gleichen Bildschirm ablaufen wie das iPhoto Programmfenster – vorausgesetzt, man arbeitet mit zwei Bildschirmen.
<http://www.apple.com/ilife/iphoto/>
<http://www.apple.com/support/downloads/iphoto_readme.html>
Das verbesserte Rendern der Miniaturbilder setzt voraus, dass iPhoto Ihre Minibilder zuvor aktualisiert – ein langwieriger Prozess, der bei meinen 6.100 Fotos eine volle Stunde gedauert hat. Davon abgesehen hat sich iPhoto 4.0.1 während meines Tests stabil verhalten. Obwohl einige Anwender in Apples Diskussionsforen Probleme beim Programmstart beschrieben hatten und den Verlust von Übergängen bei Dia-Shows. Die Probleme scheinen mit der Vergabe von Zugriffsrechten innerhalb des iPhoto-Programmpakets zu tun zu haben. Der sinnvollste Weg, dies zu beheben, ist vermutlich das übliche Reparieren der Zugriffsrechte mit Hilfe des Festplatten-Dienstprogramms (die Datei com.apple.iphoto.plist aus dem Ordner ~/Library/Preferences löschen, iPhoto neu installieren und dann DiskWarrior laufen lassen, um etwaige Directory-Probleme zu beheben). Wenn das nichts bringt, versuchen Sie es mit dem Tipp, den Sie unter der ersten der beiden folgenden URLs finden. iPhoto 4.0.1 kommt als 4 MB große Datei zum Herunterladen via Software-Aktualisierung; auch ein separater Download wird angeboten. [ACE]
<http://discussions.info.apple.com/WebX?14@71.8BMraVsOibP.0@.6890942e/39>
<http://www.apple.com/support/downloads/iphoto.html>
Timbuktu Pro 7.0.1 behebt Tab-Problem -- Vergangene Woche hat Netopia Timbuktu Pro 7.0.1 vorgestellt, zusammen mit einer kurzen Liste kleinerer und einer einzigen größeren Fehlerkorrektur. Wenn ein Anwender in Version 7.0 die Tabulatortaste während einer Fernkontrollsitzung gedrückt hatte, die nicht den ganzen Bildschirm einnahm, sind alle Tasten des Timbuktu-Menüs ausgewählt worden. Um die Eingabemöglichkeiten zurück zu erhalten, war es nötig, den Full-Screen-Modus ein- und wieder auszuschalten.
<http://www.netopia.com/en-us/support/technotes/software/tb2mac/latestnews.html#7.0.1>
Das Problem mit der Tabulatortaste war eigentlich gar keines von Netopia. Zu den Zugriffs- und Konfektionierungskontrollen in Mac OS X 10.3 Panther gehört auch eine in der Ebene der Voreinstellungen für Tastatur und Maus verborgene. Diese Option, mit der der vollständige Tastaturzugriff aktiviert wird, war der eigentliche Übeltäter. Das 7.0.1 Update löst diesen Konflikt, indem es diese Voreinstellung innerhalb des Programms einfach ignoriert. Timbuktu Pro 7.0.1 kommt als kostenlose 4,6 MB große Datei zum Herunterladen (eine Version 7.0 Seriennummer plus Aktivierungscode wird für den Download des Installationsprogramms vorausgesetzt). [GF]
<http://www.netopia.com/support/technotes/software/tb2mac/tb2macupgrade7_01.html>
DealBITS Auslosung: SmileOnMyMac Gewinner -- Die deutsche Übersetzung dieser TidBITS-Ausgabe enthält nicht die Auslosung zum Gewinnspiel. Wenn Sie mögen, finden Sie hier den Link zum Originalartikel.
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07593>
von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]
Die automatische Installation von iChat mit Mac OS X hat auch mich von der Nützlichkeit des Instant Messaging überzeugt, etwas das bisher keinem anderem Programm für Instant Messaging gelungen ist. Der Unterschied liegt in der Tatsache, dass iChat allgegenwärtig ist; plötzlich hatten die meisten Personen, mit denen ich kommuniziere, ebenfalls iChat installiert. Und dank iChat benötigt der Produktionsprozess für die neuen TidBITS-Ausgaben, der vor allem aus dem Austausch von Entwürfen zwischen Jeff Carlson, Geoff Duncan und mir besteht, am Montag nicht mehr so viele Telefonanrufe wie früher. Es hat sie allerdings nicht komplett ersetzt und tatsächlich setzen wir häufig iChat ein, um herauszufinden, ob jetzt ein günstiger Zeitpunkt für ein Telefongespräch wäre. Viele Chats münden manchmal in Telefongespräche, wenn jemand von uns einfach nicht mehr tippen möchte; normalerweise kündigen wir solche Ereignisse an, indem wir die Telefonnummer der jeweiligen Person wählen und in iChat "läuten" eingeben (die ersten Male fanden wir das noch lustig, inzwischen ist es zu einer Gewohnheit geworden).
Sie werden sich beiläufig sicher gefragt haben, weshalb wir denn nicht die Audio- oder Videofunktionen von iChat verwenden. Der Grund liegt darin, dass die iSight-Kamera, die mir Apple zum Testen geschickt hat, irgendwann nicht mehr richtig funktionierte und ich es überdrüssig war, ständig an der Kamera herumbasteln zu müssen. Die von mir beanstandeten Punkte sind bei Apple irgendwo in einer Schublade gelandet und ich habe noch keine Zeit gehabt, sie wieder einmal darauf aufmerksam zu machen. Irgendwann einmal...!
Trotz seiner unbestreitbaren Nützlichkeit habe ich zu iChat eine Art von Hassliebe entwickelt und nach langem Nachdenken habe ich festgestellt, dass es weniger das Programm selber ist, das mich stört, als vielmehr die eingeschränkten Möglichkeiten, wie ich meine Verfügbarkeit gegenüber meinen Gesprächspartnern einstellen und verwalten kann.
Status Quo -- Um Ihr Gedächtnis etwas aufzufrischen: iChat hat vier Zustände, die das Programm vom AOL Instant Messenger (AIM) übernommen hat (dieses Netzwerk wird von iChat für die Kommunikation genutzt): Getrennt (offline), Abwesend (away), Anwesend (available) und Nicht am Platz (idle). Wenn Sie Getrennt sind, kann niemand Sie sehen oder einen Chat starten und Sie selbst sehen ebenfalls keine Gesprächspartner und können auch keine Gespräche beginnen. Wenn Sie hingegen Anwesend, Abwesend oder Nicht am Platz sind, können andere Personen Ihren Zustand sehen und einen Chat initiieren. Mit einer Ausnahme ist der Unterschied zwischen Abwesend und Anwesend rein kosmetischer Natur (ein rotes Quadrat statt einer grüner Kugel oder rote und grüne Kreise, wenn Sie die geometrischen Formen nicht sehen wollen). Allerdings ist diese eine Ausnahme wichtig: wenn Sie Anwesend sind und die Tastatur oder die Maus seit 5 oder 10 Minuten nicht mehr berührt haben, kann iChat falls gewünscht Ihren Status auf Nicht am Platz ändern (wenn Sie hingegen eingestellt haben, dass der Status Nicht am Platz nicht sichtbar sein soll, wird nach einer bestimmten Zeitspanne Ihr Status automatisch auf Abwesend gesetzt). Sowohl bei Abwesend und Anwesend können Sie selber festlegen, welche Meldung Ihre Gesprächspartner sehen sollen; wenn Sie hingegen nicht am Platz sind, gibt iChat nur bekannt, wie lange dieser Zustand schon andauert.
Die Statusmeldungen sind wichtig, da sie es Ihnen erlauben, die Grundzustände anzupassen - aber nur für andere iChat-Benutzer, da die Anwender von anderen Programmen sie eventuell nicht sehen können. Für diejenigen die Ihre Statusmeldungen lesen können, besteht natürlich ein großer Unterschied zwischen "Lass mich in Ruhe" wenn Sie Abwesend oder "Lese E-Mails" wenn Sie Anwesend sind. Mit dem Programm iChatStatus können Sie eine Vielzahl von automatischen Statusmeldungen erzeugen, die zwar lustig sind, aber nicht wirklich helfen, Ihre Verfügbarkeit festzulegen.
Diese vier Zustände werden durch eine Reihe von zusätzlichen Funktionen zur Wahrung der Privatsphäre noch etwas angereichert. Sie können jedem, jeder Person in Ihrer Kontaktliste oder nur spezifischen Personen erlauben, zu sehen, wenn Sie online sind (und damit auch die Möglichkeit bieten, mit Ihnen Chats zu eröffnen). Sie können auch jeden oder nur spezifische Personen abblocken. Leider gelten diese Optionen nicht für die Gruppen, die Sie in iChat anlegen können. Wenn Sie nicht wollen, dass andere sehen, dass Sie gerade am Faulenzen sind oder Ihr Macintosh unbeaufsichtigt herumsteht (und damit Einbrecher anlocken könnte), können Sie auch einstellen, dass andere Personen nicht sehen können, wenn Sie gerade Nicht am Platz sind.
Zustände verstehen -- Ich kann nicht sagen, ob diese vier Zustände ideal sind für Teenager oder Personen, die iChat für soziale Kontakte nutzen wollen. Ich kann aber mit Bestimmtheit sagen, dass mich diese Einstellmöglichkeiten absolut verrückt machen, da sie in keiner Weise meiner Arbeitsweise und meinen Anforderungen gerecht werden.
Ich bin in einer Lebensphase, in der ich meinen Mac nicht müssiggängerisch nutze. Selbst wenn ich annehme, dass ich nicht immer Texte schreibe oder bearbeite (was allerdings wegen TidBITS selten ist), habe ich da noch eine immer fetter werdende Inbox in Eudora mit momentan etwa 1.200 E-Mails. Wenn ich also am Computer bin, arbeite ich auch und ich wünschte mir, meine Verfügbarkeit so einstellen zu können, dass ich festlegen kann, ob ich in der Arbeit unterbrochen werden will und von wem. Wenn ich nur die täglichen E-Mails lese, habe ich nichts dagegen mit einem guten Freund einen kleinen Chat abzuhalten und kann während des Gesprächs sogar weiterhin meine E-Mails durchsehen. Wenn ich aber schreibe oder Texte bearbeite, möchte ich nicht gestört werden, außer wenn es jemand aus dem gleichen Projekt ist. Beispielsweise verbringe ich montags fast den ganzen Tag mit dem Überarbeiten der neuen TidBITS-Ausgabe und möchte deshalb nur von anderen TidBITS-Mitarbeitern und externen Autoren gestört werden können.
Ich bin sicher, dass andere Personen andere Arbeitsweisen haben und in TidBITS-Talk habe ich deshalb alle eingeladen, darüber zu diskutieren. Aus diesen Diskussionen und von Chats mit Leuten, mit denen ich häufig kommuniziere, habe ich herausgefunden, dass die vier jetzigen Zustände Getrennt/Abwesend/Anwesend/Nicht am Platz eher verwirrend sind.
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2112+2195>
Beispielsweise reflektiert Getrennt sowohl den Zustand von iChat (wenn das Programm aus irgendeinem Grund nicht läuft, ist ihr Zustand Getrennt) und einem Zustand, in dem Sie absolut keine Unterbrechung vertragen können. Wenn Sie von Hand in den Zustand Getrennt wechseln, verlieren Sie leider auch die Möglichkeit, den Zustand Ihrer Kontakte zu sehen. Das ist lästig, da ich häufig den Zustand eines Gesprächspartners anschaue, bevor ich ihn anrufe. Um dies tun zu können, muss ich aber selber Anwesend sein. Da iChat andere Personen von Ihren Statusänderungen unterrichten kann, kann das bereits dazu führen, dass jemand mit mir einen Chat starten will, obwohl ich das eigentlich gar nicht möchte.
Anwesend und Abwesend sind noch problematischer. Erstens bedeutet Abwesend nicht unbedingt, dass Sie wirklich auch abwesend sind und es werden auch keine Meldungen blockiert oder eine vordefinierte Nachricht an einen möglichen Gesprächspartner geschickt (wie das beispielsweise ein Anrufbeantworter tun würde). Der einzige Weg um herauszufinden, dass sie wirklich nicht am Computer sitzen (der Zustand Nicht am Platz), kann beim Zustand Abwesend gar nie angezeigt werden. Anwesend bedeutet deshalb, dass Sie zu einem Chat bereit sind, falls Sie nicht gerade Nicht am Platz sind. Abwesend bedeutet, dass Sie eventuell nicht anwesend sein könnten, aber Sie könnten genauso gut auch zu einem Chat bereit sein. Hilfe!
Geänderte Zustände -- Mit einigen Änderungen könnten die Zustände von iChat sinnvoller sein und besser den Gewohnheiten der Anwender angepasst werden. Stellen Sie sich einmal folgendes vor:.
Dieses Vorgehen mit Anwesend/Besetzt halte ich für sehr wichtig, da Sie damit Ihre Bereitschaft zu einem Chat in jeder denkbaren Form ausdrücken können. Wenn Sie damit einverstanden sind, können Sie für jeden verfügbar sein, der Ihre Benutzerkennnung kennt. Wenn Sie nur mit bestimmten Personen chatten möchten, macht es Sinn, den Personenkreis auf die Einträge in Ihrer Kontaktliste einzuschränken. Wenn Sie gerade an einem Projekt mit anderen Personen arbeiten, können Sie sicherstellen, dass niemand anderes Sie stören kann. Und wenn Sie sich stark konzentrieren müssen, können Sie jede Unterbrechung verhindern und haben trotzdem noch die Möglichkeit, auf eigenen Wunsch mit anderen Personen zu chatten.
Die automatische Statusmeldung ist ebenfalls wichtig, da Sie dort erklären können, warum Sie zurzeit gerade keine Chat-Anfragen akzeptieren wollen, entweder weil Sie zu beschäftigt sind oder weil Sie im Moment gar nicht am Computer arbeiten.
Automatische Zustandsänderungen -- Ein anderer Aspekt der Schwierigkeiten im Umgang mit Zuständen ist der Umstand, dass man vielfach vergisst, den Zustand in iChat regelmäßig zu aktualisieren. Ich bekomme häufig etwas schnippische Kommentare von Personen, die mich fragen, ob ich immer noch am Mittagessen sei, weil ich vergessen habe, meine Abwesenheitsmeldung anzupassen.
Programme wie iChatStatus können Zustandsmeldungen automatisch generieren, etwa den aktuellen Liedtitel in iTunes oder die Außentemperatur, aber abgesehen von den Skripts mit denen sich die aktiven Applikationen oder mit Hilfe von Bluetooth und Salling Clicker Ihre Nähe zum Computer feststellen lässt, helfen diese Anwendungen nicht bei der wirklichen Identifikation Ihrer Verfügbarkeit zum Chatten. Ich wäre viel eher an einer Software interessiert, die automatisch herausfinden könnte, wie beschäftigt ich gerade bin und danach entsprechende Statusmeldungen generieren würde.
Andere Programme wie PhoneValet von Parliant können feststellen, wenn Sie gerade am Telefon sind und die Statusmeldung entsprechen anpassen, eine wirklich hilfreiche Funktion. Ich habe auch von Leuten gehört, die nicht gerne mehr als einen Chat gleichzeitig durchführen möchten; iChat könnte eine Option anbieten, mit dem sich alle anderen Personen blockieren ließen, sobald Sie einen Chat mit jemandem angefangen haben. iChat macht das bereits bei Audio-/Video-Chats, wo sowieso nur ein Chat zur gleichen Zeit möglich ist und die Erweiterung auf Text-Chats sollte deshalb nicht allzu schwierig sein.
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07428>
Technische Machbarkeit -- Was ich leider nicht weiß ist, wie gut sich meine Vorschläge in die Tat umsetzen lassen. Einige davon, wie die selbstverfasste Nachricht für Getrennt, einen Timer für Abwesend und automatische Statusmeldungen scheinen mir relativ einfach integrierbar, da nur iChat betroffen ist. (Beispielsweise bieten andere Programme bereits automatische Statusmeldungen an.) Es ist aber möglich, dass Apple nicht in der Lage sein wird, ein echtes Abwesend oder Anwesend umzusetzen (mit automatischer Umschaltung zu Besetzt für Personen, von denen ich nicht gestört werden möchte), da iChat auf dem AIM-Netzwerk von AOL aufsetzt und Apple darüber keine Kontrolle hat. Es ist aber meine Hoffnung, dass zumindest iChat-Benutzer die von mir vorgeschlagenen Zustände mit selbstdefinierten Statusmeldungen untereinander nutzen könnten. Bei der Kommunikation mit Benutzern von anderen Programmen wird das dann vielleicht nicht mehr funktionieren, aber die automatischen Statusmeldungen sollten einer allzu großen Verwirrung vorbeugen.
Wie auch immer die Machbarkeit aussieht, so hoffe ich doch, dass Apple einige meiner Vorschläge als nützliche Erweiterungen von iChat in Erwägung ziehen wird und die ganze Sache nicht unnötig kompliziert macht. In der Zwischenzeit können wir uns nur bemühen, der Situation entsprechende Statusmeldungen zu verfassen und die Verfügbarkeit und Privatsphäre der anderen Benutzer zu respektieren.
von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]
Früher als noch ADB das Land beherrschte, stellte Apple eine der besten Tastaturen im ganzen Universum her - das Apple Extended Keyboard. Es war eine große, breite Tastatur mit einem gut fühlbaren Anschlag, der durch die mechanischen Schalter unter jeder Taste hervorgerufen wurde. Aber gute Tastaturen kosten Geld und im Laufe der Zeit hat Apple den Anspruch, die beste Tastatur für den Macintosh herzustellen mit dem Wunsch eingetauscht, mit billigeren Tastaturen Geld einzusparen. Apple ließ die mechanischen Tastenschalter von Alps fallen, die Tasten bekamen einen schwammigeren Anschlag und jeder, der eine gute Tastatur zu schätzen wusste, hielt an seiner alten Tastatur fest.
Die Zeiten waren schlecht und es sollte alles noch viel schlimmer kommen (und ich spreche hier nicht von der absolut unlogischen Anordnung der Fn-Taste auf den Tastaturen von PowerBooks und iBooks). Als Apple den iMac vorstellte, wurde eine hübsche kleine Tastatur mitgeliefert, deren Tastenanordnung nicht den Erwartungen entsprach und deren Anschlag absolut schrecklich war, begleitet von einer runden Maus, die noch schlimmer war. Fast jeder hasste diese Tastatur (ich bin nett hier, da ich wirklich niemanden kenne der sie nicht gehasst hätte, aber wir leben in einer großen Welt und Apple hat viele iMacs verkauft und irgendjemand wird diese Tastatur deshalb sicher geschätzt haben). Schlimmer noch war die Umstellung von ADB auf USB. Jetzt wurde es auch schwierig, die alten ADB-Tastaturen weiterhin zu nutzen, da entsprechende Adapter nicht immer zuverlässig funktionierten und Tastaturen auch dann einwandfrei laufen müssen, wenn der Macintosh heruntergefahren wird oder er gerade abgestürzt ist.
Auf diesem Tiefpunkt konnte sich Apple mit der Vorstellung des Apple Pro Keyboards wieder emporziehen, einer Tastatur in normaler Größe mit der gewohnten Tastenanordnung und mit einem einigermaßen normalen Anschlag. Das Apple Pro Keyboard war so viel besser als das iMac-Keyboard, dass alle einen Seufzer der Erleichterung ausstießen und dabei ganz vergaßen, dass selbst das Apple Pro Keyboard mit dem alten Apple Extended Keyboard nicht mithalten konnte.
Auf einer Mission -- Ich und die anderen Mitarbeiter des TidBITS-Teams schreiben viel. Unsere Tastaturen sind den ganzen Tag in konstantem Gebrauch wenn wir Artikel entwerfen und bearbeiten, E-Mails schreiben und beantworten und was weiß ich noch alles tun. Das einzige wofür wir unsere Tastaturen tatsächlich nicht benutzen, sind Spiele, wo schnelle und zuverlässige Reaktionen ebenfalls gefragt sind.
In den letzten Jahren haben wir eine stattliche Anzahl von Tastaturen ausprobiert. Nicht dass wir etwas ausgefallenes möchten, wie etwa zweigeteilte Tastaturen oder Tastaturen mit einer Unmenge von Sondertasten. Alles was wir brauchen ist eine echte Macintosh-Tastatur (mit Befehls- und Auswahltasten anstelle der bei Windows üblichen Windows- und Alt-Tasten) die ähnlich funktioniert wie das alte Apple Extended Keyboard.
Keine der bisher getesteten Tastaturen von Herstellern wie Macally, Kensington oder MicroConnectors hat bis jetzt unsere Erwartungen voll erfüllt und einige sind sogar bei wichtigen Kriterien durchgefallen (wer braucht schon eine N-Taste?).
Vorhang auf für Tactile Pro -- Wir werden täglich mit Pressemitteilungen überhäuft und es ist ungewöhnlich, wenn eine davon Reaktionen auf unserer internen Team-Verteilerliste hervorruft. Doch als wir die Pressemitteilung für die Tactile Pro-Tastatur von Matias erhielten, brach beinahe ein Online-Krieg darüber aus, wer die Tastatur als erstes testen dürfte. Die Pressemitteilung versprach nämlich, dass "Matias die 'beste Tastatur die je für den Macintosh gemacht wurde' neu geschaffen habe" und fuhr fort, dass die gleichen mechanischen Tastenschalter verwendet würden wie im ursprünglichen Apple Extended Keyboard. Ich konnte den Kampf schließlich für mich entscheiden und als erster das Testmodell ausprobieren. Um Tom Petty zu zitieren: "Manchmal ist es gut, der König zu sein."
Das Tactile Pro Keyboard sieht aus wie das Apple Pro Keyboard (zumindest dasjenige, das mit meinem Power Mac G4 ausgeliefert wurde), besteht aus transparentem und weißem Plastik mit weißen Tasten. Es ist etwas weniger lang (von der Feststelltaste bis zur abgesetzten Zahlentastatur) als das Apple Pro Keyboard, aber dafür ein wenig tiefer (von der Leertaste bis zu den Funktionstasten). Wie das Apple Pro Keyboard verfügt es über ein festes Kabel und zwei USB-Anschlüsse auf der Oberseite. Mit zwei ausklappbaren Füßen kann die Tastatur etwas angehoben werden (dadurch liegen die Finger höher als das Handgelenk, eine Position die ich allerdings wegen der unnatürlichen Haltung nicht unbedingt empfehlen kann).
Die Tastenanordnung ist wie gewohnt (es gibt keine Fn- oder irgendwelche anderen obskuren Tasten) und sehr ähnlich wie die Anordnung beim Apple Pro Keyboard. Es gibt allerdings einige Unterschiede. Die oberste Tastenreihe (die Escape-Taste, die Funktionstasten und die Lautstärke- und Auswurftasten) sind etwas vom Rest der Tasten abgesetzt, was durchaus gefällt, da man diese Tasten nicht zufällig treffen möchte. Das Tactile Pro Keyboard hat ebenfalls eine Einschalttaste über den Funktionstasten, ein willkommener Zusatz wenn der Einschaltknopf des Macs nicht einfach erreichbar ist oder Sie keinen Apple Monitor besitzen (die ebenfalls eine solche Einschalttaste haben). Das Einschalten funktioniert allerdings nur bei älteren Macs mit der entsprechenden Hardwareunterstützung, neuere Computer von Apple unterstützen das Einschalten über den USB-Anschluss nicht mehr (aber der Einschaltknopf lässt sich immer noch dazu einsetzen, das entsprechende Fenster aufzurufen, mit dem sich der Mac ausschalten, neu starten oder in den Schlafzustand versetzen lässt).
Auf den ersten Blick wirken die Tastenbeschriftungen des Tactile Pro Keyboards etwas ungewöhnlich. Wenn man aber genauer hinschaut, stellt man fest, dass Matias etwas getan hat, was eigentlich selbstverständlich wäre, aber bisher noch von niemanden in die Tat umgesetzt worden ist: sie haben die Zeichen aufgedruckt, die über die Auswahl- und Umschalt-Auswahl-Tastenkombinationen erzeugt werden. Das ist eine brillante Idee. Sie brauchen endlich keine separate Anwendung mehr, um herauszufinden, dass beispielsweise das Gradzeichen über die Tastenkombination Umschalt-Auswahl-8 erreicht werden kann [auf einer deutschen Tastatur sind diese Tastaturkombinationen anders verteilt -- HEG]. Und vorher konnte ich mir die Tastaturkombinationen für die geschwungenen einfachen und doppelten Anführungszeichen einfach nie merken.
<http://tactilepro.com/viewer/tp_mainpic.html>
Einige negative Punkte gibt es trotzdem, so sind die Auswahl-Tasten leicht kleiner als beim Apple Pro Keyboard und deshalb schwerer zu treffen. Die Feststelltaste beim Apple Pro Keyboard hat eine leicht andere Form als die A-Taste; beim Tactile Pro Keyboard ist das nicht so und ich treffe deshalb die Feststelltaste häufiger als mir eigentlich lieb wäre. Um bei den Spezialtasten zu bleiben: die Lautstärke- und Auswurftasten brauchen unter Mac OS 10.2 Jaguar einen speziellen Treiber; die entsprechende Installation wird auf einer CD-ROM geliefert.
Beim Tastenanschlag ist das Tactile Pro Keyboard aber wirklich herausragend. Die Tasten fühlen sich fester und mechanischer an und besitzen einen leicht längeren Tastenhub. Das Resultat ist ein weniger schwammiges Gefühl beim Tippen, dafür hört man die Tasten auch besser. Wenn ich schnell tippe, scheint das Tactile Pro Keyboard förmlich zu klappern und ich kann Ihnen versichern, dass mich das überhaupt nicht stört. Ich musste mich zwar zuerst an das neue Tastengefühl gewöhnen, aber nach einem Tag ließ es sich damit wunderbar schreiben.
Es ist gut möglich, dass nicht jeder sich an das lautere Geräusch gewöhnen kann; es besteht kein Zweifel dass das Tactile Pro Keyboard um einiges lauter ist als das Apple Pro Keyboard und andere Tastaturen, die Gummimembranen verwenden. Ich kann mir Situationen vorstellen, in denen eine leise Tastatur durchaus Vorteile hat, aber für die meisten ist wichtig, wie sich die Tastatur beim Schreiben anfühlt. Ich musste vorübergehend wieder zum Apple Pro Keyboard wechseln, da beim ersten Tactile Pro Keyboard nach wenigen Wochen die A-Taste ausleierte; Edgar Matias erzählte mir, dass die mechanischen Alps-Tasten normalerweise jahrelang einwandfrei funktionieren, aber wenn eine Taste fehlerhaft ist, wird sie in sehr kurzer Zeit kaputt gehen (weshalb Matias eine unbeschränkte 5-Jahresgarantie offeriert).
Die Rückkehr zum Apple Pro Keyboard war ernüchternd. Meine Schreibgenauigkeit war sofort schwächer und nach einem langen Tag taten mir meine Hände weh. Obwohl ich mich sicher nach einer oder zwei Wochen wieder an die alte Tastatur gewöhnt hätte, war ich doch erleichtert, nach kurzer Zeit wieder auf das Tactile Pro Keyboard wechseln zu können.
Ich kann nicht für jedermann sprechen, aber wenn Sie von sich behaupten, ein Tastatur-Freak zu sein oder von der Qualitätsverschlechterung bei Apples Tastaturen direkt betroffen waren, sind Sie es sich schuldig, das Tactile Pro Keyboard einmal auszuprobieren. Es kostet 100 US$ exklusive 20 US$ Versandkosten wenn Sie direkt bei Matias bestellen; es macht aber wahrscheinlich mehr Sinn, es bei einem Wiederverkäufer wie dem TidBITS-Sponsor Small Dog Electronics zu kaufen, wo es ohne Versandkosten für 80 US$ zu haben ist.
Schützt die Alp(en) -- Es gibt da noch eine interessante Nebengeschichte, die sich während meines Testlaufs und der Kommunikation mit Edgar Matias abspielte. Das Tactile Pro Keyboard war gerade erst vorgestellt worden, als die Firma Alps, die Herstellerin der mechanischen Tastenschalter, ankündigte, diese Tastenschalter in Zukunft nicht mehr herzustellen.
Die meisten Hersteller sind zu einer billigeren Version dieser Tastenschalter übergegangen und als Edgar eine solche Tastatur ausprobierte, fühlte es sich schrecklich an und die Tasten waren derart leichtgängig, dass man die Tasten kaum berühren durfte. Obwohl leichtgängige Tasten als Vorteil erscheinen müssten, ist es doch üblich, beim Tippen die Finger leicht auf den Tasten aufzustützen und wenn die Tasten dann nicht einen gewissen Widerstand haben, tippt man ständig die falschen Buchstaben. Die meisten Anwender reagieren darauf, indem sie die Hände leicht über der Tastatur schweben lassen, aber diese unnatürliche Haltung lässt die Finger und Hände schneller ermüden. Trotz des leichten Anschlags war diese Tastatur sogar noch lauter als das Tactile Pro Keyboard. Unnötig zu sagen, dass Edgar durch diese Ankündigung schockiert war, einerseits wegen der Zukunft des eben vorgestellten Tactile Pro Keyboards und andererseits weil damit die berühmten Alps-Tastenschalter für immer verschwinden würden. Da Alps die Maschinen für die Fertigung dieser Tastenschalter irgendwo einmotten würde, könnten diese speziellen Tastenschalter nie mehr produziert werden, besonders wenn die Maschinen in irgendeiner Lagerhalle vor sich hin rosten würden.
Glücklicherweise war Edgar in der Lage, die Alps-Fabrik in Taiwan davon zu überzeugen, die Maschinen weiterhin für ihn in Betrieb zu halten, wenn er sich im Gegenzug verpflichtete, eine Million Tastenschalter zu bestellen. Es gibt 110 Tasten auf einem Tactile Pro Keyboard (und wahrscheinlich gleich viel Tastenschalter) und Matias muss deshalb etwas über 9.000 Tastaturen verkaufen, um die Zahl von einer Million Tastenschalter zu erreichen. Das ist natürlich ein riskantes Unterfangen, aber nachdem ich die Tastatur ausprobiert habe, kein unmögliches. Die Tastatur kostet nur wenig mehr als das Apple Pro Keyboard; alle Sonderzeichen sind auf den Tasten aufgedruckt und zumindest für mich lässt sich damit schneller, zuverlässiger und komfortabler tippen. Die Hände jedes Menschen sind unterschiedlich, aber wenn Sie Ihre Tastatur für Ihre tägliche Arbeit einsetzen, ist es einen Versuch wert.
vom TidBITS-Team <editors@tidbits.com>
[Übersetzung: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>]
DocuComp ersetzen, um Textverarbeitungsdokumente zu vergleichen -- DocuComp war ein Dienstprogramm, um zwei Dokumente zu vergleichen, aber jetzt gibt es das nur noch für Windows. Welcher andere Dokument-Vergleicher kommt als Alternative in Frage? ("Replacing DocuComp to compare word processing docs" - 6 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2199>
iChat Videochats -- Einige Nutzer von Windows AIM erscheinen in der Buddyliste mit Kamerasymbol selbst wenn Sie keine Kamera besitzen. ("iChat video chats" - 2 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2197>
Digitale Fotos -- Leser beschäftigen sich erneut mit der Frage, welche Online-Bildentwickler gute Abzüge von digitalen Foto-Vorlagen bringen (und die Preise sinken auch!). ("Digital Photos" - 2 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2196>
Übersetzung dieser Ausgabe: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>, Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch> und Roland Müller <mail@duesenschrieb.de>.
Lektorat: Heike Kurtz <mail@heikekurtz.de>.
Koordination dieser Ausgabe: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>.
Copyright der deutschen Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
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