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TidBITS#729/10-May-04

Nach neun Urlaubstagen auf Hawaii mit PowerBook, Mobiltelefon, Digitalkamera und iPod denkt Adam darüber nach, wie Urlaub durch Technologie beeinflusst wird und wie gut die heutige Technologie die Bedürfnisse von Urlaubern befriedigt. Glücklich über seine letzte Veröffentlichung, präsentiert Jeff Carlson einige Tipps und Methoden für iMovie 4. In den Meldungen finden Sie Informationen, wie Sie bis Ende dieses Monats viel sparen können, wenn Sie Now Up-to-Date & Contact verwenden oder es vorhaben.

Themen:

Copyright 2004 TidBITS: Reuse governed by Creative Commons license
<http://www.tidbits.com/terms/> Contact: <editors@tidbits.com>


MailBITS/10-May-04

[Übersetzung: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>]

Angebot für Now Software vereinfacht die gemeinsame Datennutzung -- Obwohl Apple in Mac OS X mit dem Adressbuch und iCal ein integriertes Kontaktmanagement und Kalenderfunktionen anbietet, nutzen Tonya und ich immer noch Now Up-to-Date & Contact von Now Software, weil diese Programme für die gemeinsame Nutzung von Kontakten und Ereignissen auf mehreren Macs (und auch auf PCs unter Windows) ideal sind. Aber Sie brauchen separate Kopien des Programms für jeden Mac, und das ist nicht gerade billig. Jetzt jedoch, bis Ende Mai, bietet Now Software einen großen Rabatt für die Classic- (4.0.3), Mac OS X- (4.5.2) und Windowsversion (4.5.1) des Programms. Wenn Sie als Nutzer von Now Up-to-Date & Contact 4.x registriert sind, erhalten Sie eine zweite Kopie für 40,00 US$ (regulär 130,00 US$). Sind Sie noch kein Besitzer des Programms können Sie eine Kopie des Programms zum vollen Preis und eine zweite Kopie für den rabattierten Preis erwerben. Das Angebot gilt bis zum 31. Mai 2004 und ist begrenzt auf eine rabattierte Version je gültiger Registriernummer. [ACE]

<http://www.nowsoftware.com/may/>


iMovie 4 im Sucher

von Jeff Carlson jeffc@tidbits.com
[Übersetzung: Hartmut Greiser <info@linarte.com>]

Als ich letztes Jahr über iMovie 3 schrieb, war ich von Apples digitalem Video-Editor nicht besonders hingerissen (siehe "iMovie 3 - Tipps und Hinweise" in TidBITS-697_). Er war langsam, fehlerhaft und frustrierend. Kurz nach der Macworld Expo in San Francisco dieses Jahr hat Apple iMovie 4 vorgestellt und ich freue mich, berichten zu können, dass die neue Version deutlich besser geworden ist – nicht in dem Maß, wie ich es mir gewünscht hätte, aber man hat jetzt nicht mehr das Gefühl, dass iMovie mit heißer Nadel gestrickt wurde.

<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-697.html#Artikel2>
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-712.html#Artikel2>

Peachpit Press hat gerade die dritte Auflage meines Buches über iMovie veröffentlicht. Es hat nicht nur fast 100 Seiten mit neuem Material (das liegt zum Teil daran, dass jetzt auch iDVD – Themen darin enthalten sind), sondern auch den längsten Titel von all den Dingen, die ich bisher veröffentlicht habe: „iMovie 4 & iDVD 4 for Mac OS X: Visual QuickStart Guide“ (ich werde vom Tippen schon müde). In diesem kurzen Artikel hier möchte ich einige lohnende Tipps und iMovie-Verbesserungen weitergeben. Mit iDVD 4 werde ich mich in einem späteren Artikel beschäftigen.

<http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/0321246632/tidbitselectro00/ref=nosim>

Direct Trimming -- iMovie hat in der Version 4 eine wichtige strukturelle Überarbeitung erfahren. Apple nennt es "Direct Trimming", Video-Editoren ist es aber besser bekannt als "nicht-destruktives Bearbeiten". In früheren iMovie-Versionen trimmte man einen Videoclip, indem man unnötige Teile abtrennte – die letzten 10 Sekunden zum Beispiel. Wenn Ihnen später aufging, dass Sie diese Szenen doch benötigten, konnten Sie diese nur mit dem Befehl "Undo" zurückholen (vorausgesetzt, dass es sich dabei um eine der letzten 10 Aktionen handelte) oder dadurch, dass Sie den gesamten Clip wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzten.

Mit "Direct Trimming" stehen Ihnen die gelöschten Szenen immer zur Verfügung. Wenn Ihr Clip zwei Sekunden länger werden soll, dann "fassen" Sie einfach die rechte Seite des Clip im Timeline Viewer an und ziehen sie nach rechts, bis die gewünschte Szenenlänge erreicht ist. Das Trimmen funktioniert genau entgegengesetzt: fassen Sie die rechte Seite des Clip und schieben Sie diese so weit nach links, bis alles versteckt ist, was nicht gezeigt werden soll.

Die einzige Ausnahme bei den Vorteilen von Direct Trimming erleben Sie beim Löschen des iMovie-Papierkorbes: iMovie überschreibt die Mediendateien, die auf der Platte gespeichert sind, um die Bearbeitungsschritte nachzuvollziehen, die Sie angewendet haben; dabei werden die Szenen gelöscht, die Sie verdeckt haben. (Ich empfehle, den iMovie Mülleimer während der Bearbeitung zu keiner Zeit zu löschen; wenn Sie mehr Plattenspeicher benötigen, sollten Sie sich lieber eine preiswerte externe FireWire Festplatte zulegen und Ihr Projekt dorthin verlagern.)

Leichteres Bearbeiten mit Hilfe der Tastatur -- "Tastaturkürzel" – das hört sich nicht nach einer aufsehenerregenden neuen Eigenschaft an, aber ich verlasse mich immer noch auf sie, weil sie helfen, meine Arbeit zu beschleunigen und die Mausbewegungen zu verringern. iMovie 4 hat ein paar neue Tastaturkürzel eingeführt, die ich laufend einsetze.

Fangen Sie eine Welle(nform) -- iMovie 4 bietet schließlich sichtbare Wellenformen für Audioclips, um die Spitzen und Täler beim Sound anzuzeigen. Diese Wellenformen sind besonders dann sehr nützlich, wenn Sie versuchen, einen Song oder einen Soundclip mit einer bestimmten Actionszene im Film in Übereinstimmung zu bringen. Sie rufen die Wellenformen auf, indem Sie die Audio Track Waveforms Checkbox in den iMovie-Voreinstellungen aktivieren. Wenn Sie einzelne Details der Wellenform sehen möchten, dann zoomen Sie in einen Clip hinein. Wenn Sie in einem ausgewählten Audio-Clip die Nach oben/Nach unten Pfeile drücken, können Sie Wellenformen vorübergehend anheben oder absenken und sie so besser sehen (Sie ändern damit nur die Anzeige der Wellenform, der Audiolevel selbst ändert sich nicht)

Leider lassen sich nur Wellenformen bei Audioclips ansehen, bei Videoclips funktioniert es nicht, auch wenn die Videoclips bei iMovie eine Tonspur haben. Um Wellenformen in einem Videoclip zu sehen, müssen Sie die Audiospur extrahieren (Befehlstaste-J bei ausgewähltem Clip drücken oder Extract Audio aus dem Advanced Menü wählen).

Mit iMovie 4 kann man jetzt auch "scrubben", d.h. Audiosequenzen dadurch abzuspielen, dass man den Abspielkopf zieht und nicht – wie üblich – den Film in Echtzeit laufen lässt. Halten Sie die Wahltaste gedrückt und ziehen Sie dann den Abspielkopf, um zu "scrubben". Diese Option beansprucht allerdings soviel Leistung, dass es für mich wertlos ist: der Abspielkopf läuft beim Ziehen immer hinterher.

Teilen macht Spaß – Eine letzte tolle Eigenschaft, bevor ich mit dem Loben aufhöre: Sie können ausgewählte Clips aus Ihrem Film exportieren, nicht nur den gesamten Film selbst. Wenn ich früher z.B. eine bestimmte Szene in einen QuickTime Film exportieren wollte, dann musste ich alle anderen Clips vor dem Export von der Timeline entfernen – echt umständlich. In iMovie 4 wählen Sie einfach die Clips aus, die Sie exportieren möchten, wählen Share aus dem Dateiablage-Menü (oder Sie drücken Befehlstaste-Umschalten-E) und klicken Sie die Checkbox "Share Selected Clips Only".

Ein Wort zur Leistung – Ich hatte schon erwähnt, dass iMovie 4 zwar besser geworden ist, aber nicht soviel, wie ich mir gewünscht hätte. Eine Eigenheit von iMovie (und – so scheint es - aller iLife Applikationen mit Ausnahme von iTunes) ist, dass diese Programme sehr von schneller Hardware profitieren und dass die Leistung trotzdem auch unter ähnlichen Macs sehr unterschiedlich sein kann. Einige Leute exportieren Filme problemlos, während andere sich die Haare raufen wegen irgendwelcher Audioprobleme oder wegen stotternder Playbacks. Nach meiner Erfahrung war iMovie 4 auf meinem 1.25 GHz PowerBook G4 ziemlich stabil, auf meinem älteren 400 MHz PowerBook G4 Titanium ist es allerdings eine Zumutung.

Eine allumfassende Lösung kann ich Ihnen nicht anbieten, dafür kann ich Sie aber auf eine großartige Informationsquelle hinweisen: Dan Slagels "Unofficial" iMovie FAQ. Weitere Informationen finden Sie auf der begleitenden Website zu meinem Buch: hier gibt es Neuigkeiten zu iMovie, Tipps und Links zu anderen Quellen. Und zu guter Letzt noch ein Hinweis auf einen kürzlichen TidBITS Talk Thread, der durch das letzte iMovie 4.0.1 Update ausgelöst wurde.

<http://danslagle.dvmix.com/mac/iMovie/>
<http://www.necoffee.com/imovievqs/>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2227>
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-728.html#MailBITS2>


Technologie auf Urlaub

von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>]

Wir sind noch mit unserem Kauai-Urlaub beschäftigt, und so sehr ich mir wünschen würde, sagen zu können, es war wirklich erholsam und eine wunderbare Zeit, war ich bis auf die letzten Tage beinahe die gesamte Zeit schlichtweg krank, was einen Schatten auf die Angelegenheiten warf. Nichtsdestoweniger, wenn Sie einfach nichts tun wollen, ist Kauai der schönste Ort, den Sie sich vorstellen könnten. Nachdem ich mich gegen Ende doch einigermaßen erholt hatte, konnte ich noch einige Tage in der Sonne, im Sand und beim Surfen genießen.

Aber darum geht es hier und heute nicht. Für viele von uns ist der Urlaub nicht länger eine technologiefreie Zone. Ich reise dieser Tage mit reichlich Technik im Gepäck und finde es höchstinteressant, auf welche Weise ich die unterschiedlichen Geräte nutze. Ich bin mir nicht sicher, ob ich jetzt die großen Lösungen anbieten kann, aber vielleicht können Sie ja von meinen Erfahrungen einiges lernen.

Das westlichste Wi-Fi -- Wir blieben in den Waimea Plantation Cottages, ein Resort aus den einfachen Cottages der Zuckerplantagenarbeiter, und obwohl die Hütten selbst sehr einfach waren, bot das Hauptgebäude einen kostenlosen Wi-Fi-Hotspot. Da weder Tonya noch ich uns bei dem Gedanken wohl fühlten, neun Tage ohne E-Mail-Zugang zu sein, waren wir glücklich, uns im schattigen, luftigen Gemeinschaftsraum auf komfortablen Stühlen niederzulassen und ein kabelloses Hochgeschwindigkeitsnetz zu haben. Waimea ist an der Westküste Kauais, nahe dem Ende der sich um die Insel schlängelnden Straße. Kauai ist die westlichste der hawaiianischen Inseln (einmal abgesehen von der "verbotenen", privaten Insel Niihau); damit dürfte dies der westlichste Hotspot der USA sein.

<http://waimea-plantation.com/>
<http://www.hawaiian.net/~niihauisland/island.htm>

Wir zogen es vor, keinen Hotspot in der Hütte zu haben, denn damit stellten wir sicher, dass unsere Internetnutzung einigermaßen zurückhaltend blieb. Es bedeutete auch, dass einer von uns beiden immer bei unserem Sohn Tristan blieb, so konnten wir es mit der Arbeit nicht übertreiben.

Eine andere Art des Spam-Problems -- Der Hochgeschwindigkeitszugang zum Internet erwies sich als sehr zweckmäßig, aus dem einfachen Grunde, weil die Menge an Junkmail (Spam), die ich erhalte, eine Modemverbindung in die Knie zwingen würde. Ich bin inzwischen bei durchschnittlich über 700 Junkmails täglich angelangt, und das, obwohl SpamSieve einen guten Job macht und 99,7 Prozent rausfiltert. Dies sind Tonnen von Datentransfer. Ich habe einmal täglich meine E-Mails kontrolliert und Eudora hat nie weniger als 1.000 E-Mails heruntergeladen.

<http://www.c-command.com/spamsieve/>

So eindeutig SpamSieve eine große Hilfe ist, so sicher muss ich mir für die stetig wachsende Spamflut eine serverseitige Lösung einfallen lassen, die mit unserem Web Crossing Mail-Server arbeitet. Kompliziert wird es durch die ganzen wurmerzeugten Nachrichten von anderen und die zurückgehenden E-Mails, die nun meine E-Mail-Adresse enthalten.

Digitale Bilder -- Wir kauften zusätzlich zu unserer alternden Canon PowerShot S100 eine PowerShot S400 für die Reise. Und so sehr ich die S100 mag, die S400 gefiel mir besser. Sie ist der S100 vielfach überlegen, durch eine höhere, 4 Mega große Pixelanzahl, durch ein optisches Dreifach-Zoom, sowie durch neue Video- und Panoramaeinstellungen. Sie startet schneller, sie ist schneller zwischen den Aufnahmen und hat einen besser funktionierenden Makromodus. All diese Punkte waren früher leicht frustrierend an der S100. Genau genommen war das einzige, was mit an der S400 nicht gefiel, dass sich das Einstellrad in meiner Tasche verstellte, so dass ich mir nie sicher sein konnte, in welcher Einstellung ich sie aus der Tasche zog. (Auch die S400 ist inzwischen von der 5-Megapixel-Kamera S500 abgelöst worden. Doch zu meinem Kaufzeitpunkt waren es die 150,00 US$ zusätzlich nicht wert).

<http://www.powershot.com/powershot2/s400/>
<http://www.powershot.com/powershot2/s500-410/>

Ich habe mich regelrecht in die kleinen Filmchen der S400 verliebt, die mich wie nichts an das Heimkino vergangener Zeiten erinnern. Sie sind kurz und von grober Aufnahmequalität, doch das stört mich kein bisschen. Es hat was, ein Filmchen von Tristan, wie er den Dünensand hinunterkullert, zu drehen; ein Foto könnte dies so nicht wiedergeben. Natürlich hätte ein digitaler Camcorder den Job besser gemacht, doch ich glaube, keines der aktuellen Modelle würde in meine Tasche passen oder herkömmliche Fotos in der S400-Qualität schießen. Und der beschränkte Platz der 256MB-CompactFlash-Karte meiner S400 verhindert, dass ich den ganzen Tag hinter der Linse hocke, um den perfekten Videofilm zu machen.

Ich warte sehnsüchtig auf den Tag, an dem Leistungsfähigkeit und Speicherplatz so alltäglich sind, dass wir ohne Qualitätsverlust Einzelbilder aus Videos extrahieren können. Zu viele Aufnahmen sind schon verloren gegangen, weil der Verschluss in genau dem falschen Moment schloss. Doch wenn jedes Foto aus einigen Sekunden Video ausgewählt werden könnte, wäre es erheblich leichter, geschlossene Augen oder alberne Gesichtsausdrücke zu vermeiden.

Grenzen von iPhoto -- Mir war nicht bewusst, wie sehr die Grenzen von iPhoto nerven können, wenn Sie Ihre Kamera sowohl für normale Bildaufnahmen wie auch für Videoaufnahmen verwenden. iPhoto kann nur normale Fotos verarbeiten, und wenn Sie iPhoto zur Standardanwendung für das Einlesen von Bildern machen, können Sie leicht vergessen, dass Sie auch Videos auf Ihrer Kamera haben. Besonders problematisch ist dies, wenn Sie nicht die iPhoto-Voreinstellung "Kamerainhalt nach Import löschen" gewählt haben. Da es in früheren Versionen von iPhoto technische Probleme gab, hatte ich immer empfohlen, die Karte in der Kamera zu löschen, nachdem iPhoto alles heruntergeladen hatte. Unglücklicherweise bedeutete diese Methode in Verbindung mit dem Vergessen von Videos in der Kamera, dass ich ein wirklich nettes Video, das ich bei der Hochzeitszeremonie meiner Schwester aufgenommen hatte, versehentlich gelöscht habe. iPhoto löscht die Videos nicht, es ist also tatsächlich sicherer, die Anwendung die Bilder löschen zu lassen, wenn Sie Vertrauen zu dem Programm haben.

[Übersetzung: Hartmut Greiser <info@linarte.com>]

Image Capture, Apples andere Anwendung für das Herunterladen von Fotos, lädt anstandslos auch Filme in Ihren Filmordner (noch ein Punkt, neben dem selektiven Import, bei dem iPhoto beim Import hinten liegt), aber es ist als Standardanwendung ziemlich nervig, wenn man nicht dauernd mit Filmen arbeitet. [Diesen Standard kann man in den Voreinstellungen von Image Capture ändern. - Geoff] Eine Teillösung steht in Form des kostenlosen Hilfsprogrammes Camera Helper von den Freunden bei Script Software zur Verfügung. Camera Helper richtet sich selbst als Standardapplikation ein und zeigt einen Dialog mit Programmen, die gestartet werden können, sodass Sie bei jeder beliebigen Importaktion leicht zwischen iPhoto und Image Capture wählen können. Es wäre schön, wenn Camera Helper Image Capture aufrufen und automatisch Filme laden würde, danach müsste es iPhoto starten und es automatisch Fotos herunterladen lassen.

<http://www.scriptsoftware.com/camera_helper/>

Fotos retten -- Ich habe mich dermaßen über mich selbst wegen des versehentlichen Löschens dieses Films geärgert, dass ich mir die Zeit genommen habe, nach Rettungsmöglichkeiten zu suchen. Die Mühen waren umsonst, da ich nach dem Löschen schon wieder eine Reihe von Fotos gemacht hatte, aber ich habe die Demos einiger Programme ausprobiert, die behaupten, Fotos retten zu können, die auf Speicherkarten gelöscht (aber nicht überschrieben) wurden.

Wenn Sie vor diesem Problem stehen, dann probieren Sie doch mal PhotoRescue und Don't Panic. PhotoRescue hat mir besser gefallen, weil es in seiner Demo zeigte, was es wiederherstellen kann, und Sie konnten dann die Vollversion für $30 kaufen, wenn das die Art von Hilfe war, die Sie suchten. Don't Panic war zwar schwerfälliger und mit $40 teurer, es scheint aber, dass es genau so gut funktioniert hätte, wenn ich den entsprechenden Film nicht bereits überschrieben hätte.

<http://www.photorescue.info/products/rescue/photorescue.htm>
<http://www.imagerecall.com/software.asp>

Verschiedene Perspektiven -- Jetzt, wo die S100 nicht mehr unsere einzige Digitalkamera ist, haben wir sie ab und zu Tristan überlassen. Er ist jetzt über 5 und hat – nach etwas Anleitung – gezeigt, dass er in der Lage ist, mit der Kamera so sorgfältig umzugehen, dass wir keine Angst davor haben müssen, dass er sie kaputt macht. Es macht Spaß, ihn zu beobachten, wie er fotografiert und sich die Resultate gleich auf dem Bildschirm anschaut; es ist schon ein weiterer Technologiesprung, wenn Menschen seiner Generation nicht mehr verstehen, was es bedeutet, Fotos erst anschauen zu können, nachdem sie Tage, Wochen oder wie im Falle meiner Eltern erst Monate später entwickelt wurden.

Er hat auch eine völlig andere Perspektive. Wenn er Menschen fotografiert, dann ist häufig das Gesicht nicht zu sehen, was daran liegen mag, dass man mit 1,10 m nicht so sehr viele Gesichter sieht. Er macht auch gern extreme Nahaufnahmen von Alltagsobjekten und kümmert sich wenig darum, ob die Kamera gerade gehalten wird. Trotzdem zeigt er oft ein gutes Gefühl für Bildkomposition; vielleicht werden wir ja in dem Maße eine Änderung bei der Arbeitsweise von Fotografen erleben, wie junge Fotografen nachwachsen, die mit den freizügigen Möglichkeiten der digitalen Welt aufwachsen.

Verbesserung des gemeinsamen Zugangs zu Fotos -- Mit iPhoto 4 kam Rendezvous Photo Sharing, ein Schritt in die richtige Richtung, der aber ein Problem nicht löst, das ich in letzter Zeit mehrmals hatte. Die meisten meiner Verwandten haben auch eine Digitalkamera und deshalb passiert es bei jeder beliebigen Familienfeier, dass mehrere Leute Bilder machen, von denen wir alle gern eine Kopie hätten. Ich habe immer einen Kartenleser dabei, der alle verschiedenen Formate von Medienkarten akzeptiert, aber es ist meist doch so langsam und aufwändig, alle Fotos in iPhoto zu übernehmen (oder in irgendeinem anderen Programm; USB und Kartenleser sind beide ziemlich langsam, wobei ich aber nicht sagen kann, wo der Engpass ist) , dass es nur selten gelingt, sämtliche Fotos aller Lieferanten an einer Stelle zu sammeln.

Mir fällt dafür auch keine allumfassende Lösung ein, da das Kreuz- und Quertauschen vor Ort während eines Events wohl oft sogar dann als Störung empfunden würde, wenn die Übertragungsgeschwindigkeiten schneller wären und wenn jeder einen Laptop dabei hätte. Vielleicht könnte man es mit der Kombination iPod-Belkin Media Reader schaffen, weil man so alle Fotos mit dem geringst möglichen Aufwand einsammeln könnte. Vielleicht könnte man den Tausch auch abwickeln, nachdem alle Beteiligten wieder zu Hause sind und die fehlerhaften Fotos aussortiert haben; wenn iPhotos Photo Sharing über das Internet und über lokale Netzwerke funktionierte, dann könnten wenigstens die Leute mit Macs und schnellen Internetzugängen Fotos problemlos hin- und hertauschen.

<http://catalog.belkin.com/IWCatProductPage.process?Product_Id=158350>

Wenn ich jetzt anfangen würde, Fotos auf dem iPod abzulegen, dann hätte ich natürlich gern einen iPod mit farbigem Bildschirm, mit dem man sich diese Fotos ansehen kann und der vielleicht sogar einen Adapter für FireWire auf RCA Composite Video zum Anschluss an einen Fernseher hat. Tonyas Mutter organisiert gerade ein Treffen für ihre High School, und ich kann mir vorstellen, dass ein Fotobetrachter auf der Basis eines iPod für eine stolze Großmutter genau das Richtige wäre, um Fotos ihrer Kinder und Enkelkinder herumzuzeigen. Aber Apple hat sich diesen Verbesserungen bislang verweigert und überlässt es Drittherstellern, die Möglichkeiten des iPod dahingehend zu erweitern, Fotos zu speichern und Ton aufzunehmen.

iPod-Ärger -- Einer der Gründe, warum ich für den iPod schwärmte, war der Umstand, dass die Festplatte meines alten iBook nicht groß genug war, um ausreichend viel Musik für Flüge und Hotelaufenthalte zu speichern. Damals erledigte ich das Problem, indem ich eine MP3 CD mit einer Sammlung meiner Lieblingssongs brannte; für die meisten Reisen war das mehr als genug. Aber obwohl ich heute ein 12" PowerBook mit einer viel größeren Festplatte verwende, dachte ich mir, dass ich mit Hilfe das iPod meine gesamte Musiksammlung mitnehmen kann, ohne mir irgendwelche Gedanken über die Verschwendung von Festplattenplatz zu machen.

Es gab aber ein Problem. Ich konnte die Musik vom iPod mit seinen Ohrstöpseln hören, was ich hasse, weil sie meinen Ohren weh tun oder mit einem Paar Kopfhörern von Koss, die etwas weniger unbequem sind (vielleicht habe ich ja auch nur merkwürdige Ohren, aber Kopfhörer fand ich noch nie bequem), aber das Abspielen über die PowerBook Lautsprecher war einfach unmöglich. Und da mein iPod normalerweise mit meinem Power Mac G4 verbunden ist, war er noch nicht mal in iTunes auf dem PowerBook sichtbar.

[Übersetzung: Walter Sonnenberg <dr.w.sonnenberg@t-online.de>]

Ich war darüber aber nicht so verärgert, dass ich über die Verbindungen zur Wi-Fi durch das Internet gesucht hätte, aber als ich heimkam, fand ich die Antwort in dem exzellenten Buch von Chris Breen "Secrets of the iPod" (Geheimnisse des iPod). Ein Hilfsprogramm für 8 USD - iPodMaster 1000 von Flying Mouse Software erlaubt Ihnen, Musik vom iPod auf Ihren Mac zurückzukopieren - und noch besser - erlaubt Ihnen, Musik über die am Mac angeschlossenen Lautsprecher abzuspielen.

<http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/0321245644/tidbitselectro00/ref=nosim>
<http://homepage.mac.com/podmaster/>

Persönliche Kommunikation -- In Ithaca arbeiten Mobiltelefone nicht gut (schlechte Netzabdeckung), deswegen benutzen wir unsere Mobiltelefone seltener als in anderen Städten normal. Tonya und ich haben immer noch die Festanschlussnummern auf unsere Mobiltelefone umgeleitet, für den Fall, dass keiner abnimmt oder dass das Handy besetzt ist, so dass wir unsere Anrufe immer entgegen nehmen können, egal, wo wir uns aufhalten und unabhängig sind von allen Voicemail-Servern. Unsere Mobiltelefone bewiesen ihren Wert besonders auf dieser Reise, wo wir, weil der gebuchte Flug von Ithaca nach Pittsburgh wegen Gewitter in Pittsburgh um 90 Min verspätet war. Dummerweise bedeuteten die 90 Min, dass wir unsere Anschlussflüge verpassen würden, die uns in einem Tag ans Ziel nach Kauai bringen sollten. Vor der Entscheidung, am nächsten Tag zu fliegen, entschieden wir uns dafür, am selben Tag noch zur Westküste zu fliegen und erst am nächsten Tag von dort über den Pazifik überzusetzen. Die Mitarbeiter von US Airways in Ithaca waren sehr kooperativ (es half wohl sehr, dass wir unseren Sohn dabei hatten, der jedem in Sichtweite erzählte, dass er zur Hochzeit seiner Tante als Ringträger eingeladen war), so dass wir als der Vorschlag auftauchte, über Seattle zu fliegen, sofort eine Verbindung kriegten, obwohl sie eigentlich länger war als notwendig.

Wir hatten damit Gelegenheit, ein Abendessen mit alten Freunden zu veranstalten, die wir teilweise mehrere Jahre lang nicht gesehen hatten. Ich verbrachte unseren Aufenthalt in der Wartehalle des Pittsburgher Flughafen also mit Anrufen "Hi, hier ist Adam, hast Du heute Lust zu einem gemeinsamen Abendessen?", an dieser Stelle kam dann eine kleine Pause, um dem Angerufenen Zeit zu geben, den Zeitsprung zu begreifen. "Wo ich bin?" - Im Augenblick in Chicago, aber ich werde demnächst in Seattle vorbeikommen, so dass wir uns im Red Robin an der Universitätsbrücke etwa um 19 Uhr treffen könnten." Es macht Spaß, zu suggerieren, dass man zum Jetset gehört...

Unsere Freudin Lauren holte uns am Flughafen ab, und wir konnten uns mit 12 anderen Freunden treffen und zusammen essen, bevor wir uns mit Brady (unserem Rechtsanwalt) und seiner Frau Karen trafen, die bei Apple arbeitet und die uns am nächsten Morgen zum Flughafen mitnehmen konnte, weil sie einen Flug nach Cupertino antrat während wir unseren Flug nach Hawaii fortsetzten. Wir hatten nie so einen vergnügten Tag wie nach diesem verspäteten Flug.

Auch als wir in Kauai angekommen waren, erwies sich das Handy als unglaublich nützlich, wo wir diverse Verwandte antrafen und die verschiedenen Aktivitäten auf der Hochzeit koordinieren halfen.

Die Mac-Verbindung und der blaue Salon -- Als sich unsere Verwandtschaft nach der Hochzeit wieder verlief, hatten wir zwei Tage für uns, einen davon verbrachten wir am Strand bei Polihale am Ende der Westküstenstraße auf Kauai. Es war ein klassischer Tag am Strand mit Sandlaufen, Wellenspielen, Sandburgen bauen und Tonya bis zum Hals im Sand vergraben (Sie mag den warmen Sand sehr). Am nächsten Tag nahmen wir uns ein anderes Auto und fuhren zu Julian Miller, der den mit Apple verbundenen Verlag Script Software leitet (bei dem ich den Camera Helper kennenlernte (s.o.)) Ich hatte Julian von den Macworld Expos schon gekannt, Tonya hatte ihn aber noch nie getroffen und es war purer Zufall, dass ich herausfand, dass er auf Kauai wohnt - als ich nämlich vor einigen Monaten Bruce Horn interviewte. Bruce war damals gerade in Urlaub auf Kauai und besuchte Julian.

<http://www.hawaiiweb.com/kauai/html/beaches/polihale_beach.html>
<http://www.scriptsoftware.com/>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07516>

Beim notwendigen Gespräch (Kauai ist nicht gerade ein Ort mit besonderer High-Tech) zeigte uns Julian den Strand bei Hanalei und als es anfing zu regnen, überzeugte er uns, dass es besser war, die 15 Minuten zum Ende der Insel nach Norden zu fahren. Letztlich landeten wir am Strand, der gut und fein war, aber vom kurzen Stop blieb uns der Ort im Gedächtnis.

Irgendwo an der Straße meinte Julian, hier solle ich parken und den steilen, felsigen Weg hinauflaufen, dort half ich Tristan in einen riesigen Grotteneingang - Am Boden der Grotte stand klares Wasser, das Licht von außen war gefiltert und tauchte die Grotte in ein schönes blaues Licht. Der blaue Salon - so der Name der zwei Meilen langen Lavagrotte soll einst vom legendären Taucher Jacques Cousteau entdeckt worden sein, was ich allerdings bei meinen Forschungen im Web nicht bestätigt fand. Nichtsdestotrotz ist die Grotte wundervoll und wenn Sie mal nach Kauai kommen, sollten sie die Gelegenheit nicht verpassen, die Grotte anzusehen...

<http://www.bestplaceshawaii.com/tips/hidden_places/blue_room.html>

Dummerweise ist der blaue Salon zu groß für den Blitz meiner S400, so dass ich die Kamera für eine Langzeitbelichtung stillhalten musste. Ohne Wasserschutz, den mein Freund letztens bei einem Schnorcheltrip eingesetzt hat, traute ich mich nicht, die Kamera tiefer in die Grotte hinein mitzunehmen, so dass ich von dem blauen Filterlicht keine Aufnahme habe. Sie können meine amateurhaften Aufnahmen (Tonya tummelte sich immer noch im Wasser) und andere Bilder von diesen beiden Tagen auf .Mac ansehen Seien Sie aber darauf gefasst, dass wenn zu viele Besucher auf diese Seiten zugreifen, der Server in die Knie geht - Diese Urlaubsbilder sind allerdings von geringerem Interesse für die Allgemeinheit als andere Fotos, die ich früher ins Netz gestellt habe.

<http://homepage.mac.com/adamengst/PhotoAlbum29.html>

Es gab einige Dinge, die nicht für die technisierte Verewigung geschaffen sind, wir werden die blaue Grotte beispielsweise immer im Gedächtnis behalten, der Tag bleibt auch in Erinnerung als Tag mit Tristan und Julian, was uns wieder beweist, dass Mac-Fans schon allein genügen, einen Tag nett zu gestalten.


Aktuelle Themen in TidBITS-Talk/10-May-04

vom TidBITS-Team <editors@tidbits.com>
[Übersetzung: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>]

Die zweite URL unter jeder Thread-Beschreibung verweist auf die Diskussion auf unserem Web Crossing-Server, der zwar sehr viel schneller ist, mit dessen Design wir aber noch unzufrieden sind.

<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/>

iTunes 4.5 -- Fortsetzung der Diskussion über die letzte iTunes-Version, inklusive der Frustration außerhalb der USA und das gemeinsame Nutzen von Musik via Rendezvous. ("iTunes 4.5" - 17 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2225>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/90>

Verantwortlichkeit -- Wenn Sie ein offenes kabelloses Netzwerk betreiben und irgendwer dieses missbraucht um Junkmail zu versenden oder anderweitig illegal nutzt, sind Sie dann verantwortlich? ("Liability" - 11 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2217>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/79>

iMovie 4.0.1 verbessert die Performance -- Die letzte Aktualisierung von Apples Filmbearbeitungs-Software ist zwar eine Verbesserung, doch Frustrationen bleiben bestehen. ("iMovie 4.0.1 Improves Performance" - 1 Beitrag)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2227>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/92>

Probleme mit .Mac-E-Mail -- Einige Leser meinen, dass der Erhalt von E-Mails über Apples .Mac-Service unzuverlässig wird, während andere keine Probleme zu berichten wissen. (".Mac email problems" - 5 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2228>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/93>


Übersetzung dieser Ausgabe: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>, Walter Sonnenberg <dr.w.sonnenberg@t-online.de> und Hartmut Greiser <info@linarte.com>.

Lektorat: Heike Kurtz <mail@heikekurtz.de>.

Koordination dieser Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.

Copyright der deutschen Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.

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