
Mit der Ankündigung neuer Apple Cinema Displays – inklusive eines 30-Zoll-Monsters – hat Apple die WWDC eröffnet, dazu noch die Vorschau auf Mac OS X 10.4 Tiger. adam und Jeff nehmen sich die Details vor. Ebenfalls diese Woche wirft Glenn einen Blick auf eine potenziell hilfreiche Verschmelzung unterschiedlicher Anti-Spam-Technologien, während Tonya darlegt, wie sie dank Jeff Tolberts neuem eBook "Take Control of making Music in GarageBand" fast zur Rock-Röhre geworden wäre. Und wir kommentieren die Veröffentlichung von WorkStrip 3.2, Peek-a-Boo für Mac OS X sowie phone for the Mac von Vonage Software.
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[Übersetzung: Roland Müller <mail@duesenschrieb.de>]
Vereinfache meine Arbeit und heiz meinen Menüs ein -- Softchaos hat Version 3.2 von WorkStrip vorgestellt, den Dock-ähnlichen Programmstarter, dem ein enormer Ruf vorauseilt wegen seiner multiplen Arbeitsflächen, Dokumentenvorschauen und genial aufgebauten hierarchischen Menüs, die Ordner und dazu gehörende geöffnete Dokumente sowie deren Programme koordiniert navigierbar machen. Am auffallendsten an dieser neuen Version sind die so genannten "hot menus", Tastaturkürzel, die ein Menü aufklappen, wo immer die maus sich gerade befindet. Dazu gehört ein Menü mit den laufenden Programme und deren Fenster, eines der laufenden Programme und ihrer zuletzt benutzten Dokumente sowie eines mit den Inhalten des oder der Ordner, die aktuell im Finder angewählt sind. Etliche Aktionen sind schneller geworden. Version 3.2 kommt als kostenloses Update für WorkStrip 3 Benutzer. WorkStrip kostet 40 US$ (entsprechend des aktuellen Pfund-Dollar-Wechselkurs), eine 30-Tage-Testversion ist als 2 MB große Datei zum Herunterladen erhältlich. [MAN]
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=06935>
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-688.html#MailBITS4>
<http://www.softchaos.com/products/ws3/new32.html>
Vonage bringt Software-Telefonie auf den Mac -- Letzte Woche hat der Voice-over-IP (VoIP) Serviceanbieter Vonage seinen Abonnenten eine Programmoption angeboten, mit deren Hilfe sie von ihrem Macintosh aus Anrufe aus und ins öffentliche Telefonnetz tätigen können. Vonage bezeichnet seine VoIP-Software als "Soft-Phone". Sie kostet 12 US$ pro Monat inklusive aller Gebühren und beinhaltet 500 Minuten Orts- und Ferngespräche. Zusatzminuten kosten innerhalb der USA 3,9 Cent, die internationalen Gebühren sind fantastisch. Der Soft-Phone Service muss zu einer existierenden Vonage-Verbindung hinzu gekauft werden, die gerade mal 15 US$ monatlich kostet. Der Dienst verwendet ein Programm von Xten, einem Unternehmen aus British Columbia, das die am besten ausschauende und funktionierende Telefonie-Software anbietet. die für Mac, Windows und Linux zu haben ist.
<http://www.vonage.com/corporate/press_index.php?PR=2004_06_24_0>
<http://www.xten.com/>
Ich habe feststellen könne, dass der Soft-Phone-Dienst perfekt arbeitet und konnte meinen ersten Anruf aus dem Festnetz an meine Vonage Soft-Phone-Telefonnummer gerade mal zwei Minuten nach Freischalten des Dienstes auf meinem Account machen. Ich empfehle allerdings die Verwendung eines USB- oder Mikrofon/Kopfhörer-Sets: die eingebauten Lautsprecher und Mikros einiger Macs produzieren Brummschleifen und Echos. [GF]
Peek-a-Boo, Ich seh deine CPU -- Peek-a-Boo von Clarkwood Software, eines meiner bevorzugten Dienstprogramme unter Mac OS 9 und auch davor schon, ist nun für Mac OS X reprogrammiert worden. Peek-a-Boo ist ein Prozesskontrollprogramm. Es zeigt das Programm und den darunter liegenden Unix-Prozess an, zusammen mit einer Menge zusätzlicher Daten dazu. Unix-Geeks und Mac OS X Kenner könnten versucht sein, Peek-a-Boo lediglich als ein grafisches Frontend für Hilfsprogramme wie "top" und "ps" zu sehen oder als eine Art Duplikat von Apples eigener Aktivitäts-Anzeige. Aber grafische Frontends sind eine feine Sache und Peek-a-Boo macht es leicht, ausgefuchste Dinge anzustellen wie die Erstellung einer Echtzeit-Grafik der fortlaufenden CPU-Auslastung eines Programms oder die Veränderung der Programmpriorität ("renice"). Es wäre großartig, wenn Peek-a-Boo noch mehr tun könnte – zum Beispiel die offenen Dateien eines Programms anzeigen ("Isof") oder die Festplattenaktivität ("fs_usage"), die Grafikspeicherverwendung und so weiter. Zudem ist es bedauerlich, dass Peek-a-Boo selbst so etwas wie ein CPU-Ressourcenfresser ist. Nichtsdestotrotz werden die Anwender es als eine wertvolle Ergänzung ihrer Mac OS X Trickkiste empfinden. Peek-a-Boo kostet 20 US$ (10 US$ für Verwender der Vorgängerversion). Eine Demo-Vollversion ist als 565 KB große Download-Datei erhältlich. [MAN]
<http://www.clarkwood.com/peekaboo/>
von Tonya Engst <tonya@tidbits.com>
[Übersetzung: Sebastian Völtz <sebastian.voeltz@web.de>]
Ich hatte nie eine musikalische Ader. In der Grundschule galt die Teilnahme in der Singgruppe als uncool, und obwohl ich mal ein paar Klavierstunden hatte und in der neunten Klasse eine kleine Gesangsrolle in einer Aufführung von Fiddler on the Roof, war spätestens im Gymnasium klar, dass mir musikalisches Talent weitestgehend fehlt. Und da ich zu den Menschen gehöre, die sich auf das konzentrieren, was sie gut können, probierte ich auch nie mehr andere Instrumente oder sonstige musikalische Aktivitäten.
Das Fehlen einer musikalischen Neigung fiel wieder auf, als während der Macworld Expo 2004 in San Francisco iLife '04 und GarageBand vorgestellt wurden, Apples super-angesagte Software zum digitalen Musikmachen für jedermann. Ganz eingetaucht in meine Rolle als berufstätige Mutter hatte ich noch nicht einmal etwas von dem offensichtlich recht beliebten John Mayer (im iTunes Music Store als "Hitparadenstürmer" beschrieben) gehört, den Steve Jobs bei der Keynote bat, dem Publikum GarageBand vorzuführen. Zu diesem Zeitpunkt fühlte ich mich durch die ganz GarageBand-Aktion eher alt und zeitweise uncool.
<http://www.apple.com/de/ilife/garageband/>
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-712.html#Artikel2>
Dem Keynote-Applaus nach schien nicht jeder so zu fühlen, zum Beispiel der Musiker und Designer Jeff Tolbert aus Seattle. Wenn Jeff nicht gerade topaktuelle Illustrationen oder Webdesigns erstellt (und somit das Sprichwort bestätigt, dass echte Musiker auch tagsüber einen Beruf haben), spielt er in zahllosen Bands mit hippen Namen wie The Goat-Foothed Senators. Während ich durch die GarageBand-Präsentation meinte, komplett den Anschluss verloren zu haben, kaufte Jeff sofort iLife '04 und neues Zubehör dafür, und fragte per E-Mail an, ob ich interessiert sei, ein Take Control-Buch über GarageBand herauszugeben.
Unter der Vorstellung "Wenn er mich dafür begeistern kann, GarageBand zu benutzen, dann auch alle anderen", bat ich ihn, ein paar Seiten zu skizzieren, mit deren Hilfe ich einen halbwegs anständigen Song basteln könnte. Jeff schrieb sie, ich folgte seiner Anleitung und - o Wunder - war in der Lage, diverse Loops so zusammenzusetzen, dass sie (jedenfalls für meine Ohren) so klangen wie ein echtes Lied. Ich fühlte mich nun doch ein bisschen cool, nahm Jeff unter Vertrag und kontaktierte eine Lektorin, die mehr Ahnung von Musik hat als ich (die hoch geschätzte Caroline Rose, bestens bekannt für ihre Mitwirkung an Inside Macintosh I bis III von Apple, als leitende Lektorin bei NeXT und dann wieder als Herausgeberin für Apples Magazin "develop, the Apple Technical Journal"), sowie unseren technischen Herausgeber (und professionellen Studiomusiker) Geoff Duncan für eine technische Durchsicht, und los ging's.
<http://www.differnet.com/crose/>
<http://www.quibble.com/geoff/tunes/>
Etwas später reichten Jeff und Caroline das 68-Seiten-E-Book "Take Control of Making Music with GarageBand" ein, das Neulingen wie mir hilft, die Tür zur digitalen Musik aufzustoßen, aber auch Lesern mit echtem musikalischen Hintergrund oder etwas GarageBand-Erfahrung genügend Tiefe bietet. Es erläutert nicht nur den Einsatz der von Apple mitgelieferten Loops, sondern auch wie man ein bisschen von der Musiktheorie, die ich in der Schule verpasst habe, in GarageBand zur Erstellung beeindruckender Songs einsetzen kann. (Beachten Sie, dass es nicht Aufnahmen mit MIDI-Geräten oder Vokalaufnahmen beinhaltet; das sind Themen für weitere Bücher.) Am meisten Spaß hatte ich bei dem Teil, der Tricks wie Panning (Balance) zeigt, also den Klang von einem Lautsprecher zum anderen zu regeln. Mein Lied erinnert dunkel an Pink Floyd, und als 1985er Schulabgängerin kann ich nur sagen: Wenn das nicht cool ist, was dann? Vielleicht kann ich doch noch auf eine zweite Laufbahn als Rockstar hoffen, wobei ich auch dann meinen Tagesjob als Herausgeberin von Take Control-Büchern nicht so bald aufgeben würde.
"Take Control of Making Music in GarageBand" ist ab sofort für 5 USD erhältlich, und neben den bekannten Qualitäten wie Volltextsuche, intern verlinkten Querverweisen und kostenfreien Aktualisierungen enthält es Links zu Liedern des iTunes Music Store als Anschauungsmaterial und zu den zwei Stücken, die Sie mit Jeffs Hilfe erstellen (wir haben versucht, sie ins PDF einzubinden, aber das funktioniert nur in Acrobat 6.0, während Apples Vorschau beim Öffnen abstürzte). Egal ob Sie bereits ein großer Musiker oder ein Möchtegern wie ich sind: Ich hoffe, Sie probieren es aus!
<http://www.tidbits.com/takecontrol/garageband-music.html>
von Jeff Carlson <jeffc@tidbits.com>
[Übersetzung: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>]
Das bemerkenswerte an Computern ist, dass Sie unabhängig von dessen wunderschönen Design stets nur auf den Bildschirm schauen. Auf der diesjährigen Worldwide Developers Conference (WWDC) hat Apple den Blick verbessert und drei neue Apple Cinema Displays vorgestellt: aktualisierte 20 Zoll und 23 Zoll Modelle sowie auch ein riesiges 30 Zoll Modell. Zum Nutzen der Leute, die mit Ihnen arbeiten, haben die Displays ein schickes Aluminiumgehäuse, dass zu Apples PowerBooks und Power Mac G5 Computern passt.
<http://www.apple.com/de/displays/>
Das 30 Zoll Display unterstützt Auflösungen bis 2560*1600 Pixel oder beinahe 4 Millionen Pixel insgesamt. Es hat eine Helligkeit von 270 cd/m2 und ein Kontrastverhältnis von 400:1. Wegen seiner hohen Pixelzahl arbeitet der 30 Zoll Flachbildschirm nur mit einem Power Mac G5 mit einer Nvidia GeForce 6800 Ultra DDL-Graphikkarte zusammen. Diese Karte soll ab August erhältlich sein als Build-To-Order-Option oder zum Preis von 669 (D) bzw. 689 (AT) Euro für Besitzer eines Power Mac G5. Die Karte bietet eine duale DVI (Digital Visual Interface) -Schnittstelle und kann mit ihren beiden Dual-Link-Anschlüssen sogar zwei 30" Apple Cinema HD Displays steuern. Das 30 Zoll Display kostet 3.739* (D) bzw. 3.869* (AT) Euro.
<http://www.apple.com/de/displays/digital.html>
Das 20 Zoll und das 23 Zoll Modell mögen wirken wie Apples vorhandene Flachbildschirme in einem neuen Gehäuse, doch sie bieten mehr als nur Aluminium. Das 20 Zoll Display zum Preis von 1.469 (D) bzw. 1.519 (AT) Euro hat immer noch 1680*1050 Pixel, jedoch eine verbesserte Helligkeit von 250 cd/m2 statt 230 cd/m2 und ein Kontrastverhältnis von 400:1 statt früher 350:1. Ähnlich ist es mit dem 23 Zoll-Modell, das einen Preis von 2.269 (D) bzw. 2.349* (AT) Euro hat. Wie zuvor hat es 1920*1200 Pixel, jetzt jedoch 270 cd/m2 Helligkeit (vorher 200 cd/m2) und ein 400:1 Kontrastverhältnis (zuvor 350:1), vergleichbar mit den Werten des 30 Zoll Modells. Beide Flachbildschirme sollen ab Juli erhältlich sein.
<http://www.apple.com/de/displays/specs.html>
Die neuen Flachbildschirme enthalten einen USB 2.0 Hub mit zwei Anschlüssen und eigener Stromversorgung, zwei FireWire 400-Anschlüsse, einen Ein-/Ausschalter einen Helligkeitsregler und eine Öffnung für die Kensington Diebstahlsicherung.
Apple bringt außerdem zum Anschluss Ihrer iSight Kamera an die neuen Flachbildschirme eine neue magnetische Montagelösung. Die Halterung wird mit neuen iSight Kameras ausgeliefert und liegt dem Paket ebenso bei wie ein Cinema Display VESA Mount Adapter Kit zur Befestigung des Displays mit einer ergonomischen Montagehalterung eines Drittanbieters.
Mit diesen Displays wird auch Apples proprietäre ADC (Apple Direct Connection)-Schnittstellenlösung der früheren Bildschirme zugunsten der verbreiteteren DVI (Direct Video Input)-Konnektivität aufgegeben. Apple hatte ADC favorisiert, weil es den Kabelsalat verringerte und die Stromversorgung vom Computer ermöglichte. Die neuen Displays haben ein einziges Kabel an der Rückseite des Bildschirms, dessen ausgefächertes Ende Anschlüsse für die Grafikübertragung, USB 2.0 und FireWire 400 Verbindungen sowie für die Stromversorgung aufweist.
Laut Apple sollen das 20 Zoll- und das 23 Zoll-Modell mit den bisherigen Power Macs und PowerBooks zusammenarbeiten. Beide Modelle sollen gemäß Apple-Webseite außerdem mit Windows-PCs zusammenarbeiten, vorausgesetzt diese haben eine Grafikkarte, die DVI-Anschlüsse unterstützt. Wie auch beim iPod können diese Flachbildschirme nur zu einem Zuwachs von Apples Verkäufen in der Windowswelt führen.
<http://www.apple.com/de/displays/specs.html>
von Glenn Fleishman <glenn@tidbits.com>
[Übersetzung: Hartmut Greiser <info@linarte.com>]
Die letzte Woche könnte sich als eine Art Wasserscheide erweisen bei den Bemühungen, der Spamplage dadurch Herr zu werden, dass man die vielen illegitimen Methoden ausmerzt, mit deren Hilfe Spammer ihre Email senden bzw. weiterleiten.
Anfang der Woche einigten sich mehrere der großen Internet Service Provider (ISPs) auf einige grundlegende Richtlinien, wie die eigenen Netzwerke und die ihrer Kunden zu managen sind, um zu verhindern, dass Spam erhalten bleibt oder geduldet wird. Zum Ende der Woche erklärten Microsoft und die Entwickler des Sender Policy Framework dann die Zusammenführung ihrer beiden Anti-spoofing Vorschläge, mit deren Hilfe Domainbesitzern mehr Kontrolle darüber haben, welche Server ihre ausgehende Post verarbeiten sollen.
Modelle für ISPs, Spam – aus eigenem Haus und einkommenden – zu bekämpfen -- Einige der größten ISP in den U.S.A. haben ein Muster für ein Entschließungsmodell erarbeitet, das die besten Wege aufzeigt, wie man Spammer abschaltet, die ISP Mittel missbrauchen, ob es sich nun darum handelt, die Rechner ihrer Kunden zu kapern (die dann in Zombies verwandelt werden) oder ob offene Relays für die Weiterleitung von Spam verwendet werden. Das Dokument wurde von der Anti-Spam Technical Alliance (ASTA) gutgeheißen, in der u.a. America Online, EarthLink, Microsoft und Yahoo mitarbeiten. Das Dokument kann man von einer der Mitgliederseiten herunterladen.
<http://www.microsoft.com/presspass/press/2004/jun04/06-22ASTAPR.asp>
<http://download.microsoft.com/download/2/3/7/23779c05-d409-46ce-b9d6-c24908789d8b/ASTA%20Statement%20of%20Intent.pdf>
Dieses Dokument ändert zwar nichts an den grundsätzlichen Methoden, wie Spammer ihre Ware versenden oder ausliefern, aber es definiert den hohen Leistungsstandard, der für den peer-to-peer Emailaustausch eigentlich Gesetz sein sollte: verhält sich Ihr ISP nicht gemäß diesem Dokument, dann setzt er sich nicht vorbehaltlos für den notwendigen Kampf gegen Spam ein. Wenn die Mehrheit der ISPs dafür sorgen würde, dass jede der Empfehlungen übernommen wird, dann würde Spam zwar nicht verschwinden, aber der Umfang würde dramatisch abnehmen.
Hier ist eine Zusammenfassung der Empfehlungen in einem Absatz:
Schließen Sie offene Relays. Überwachen Sie wohlbekannte, unbeabsichtigte Scripte, die Email an willkürliche Empfänger weiterleiten. Stellen Sie sicher, dass Proxies nur in internen Netzwerken funktionieren. Fahnden Sie nach lokalen Maschinen, die Gefahr laufen könnten, Spam verschicken, und suchen Sie nach einer Lösung, wie Sie diese durch Bekanntgabe oder durch Abschalten der Verbindung aus dem Netzwerk entfernen können. Verwenden Sie authentifiziertes SMTP. Ändern Sie Passwörter auf Kunden-Routern wie z.B. DSL Modems. Richten Sie für Standardaccounts vernünftige Limits für eingehende und ausgehende Email ein. Geben Sie neuen Kunden nicht die Möglichkeit, ihren Account sofort einzusetzen. Schalten Sie Web-Weiterleitungen ab. Verbessern Sie die Erfassung und Bearbeitung von Beschwerden.
Der einzige Teil dieser Vorschläge, der Anlass zur Sorge geben könnte, betrifft die Begrenzung der ein- und ausgehenden Email. Die in diesem Vorschlag erwähnten Limits empfehlen Begrenzungen auf 150 eindeutige Empfänger pro Stunde und 500 pro Tag. Viele Leute dürften das als Einschränkung werten. Für viele Nutzer wäre es eine unnötige Einengung ihrer Geschäfte, die darüber hinaus die Speicherung der eindeutigen Adressen erforderlich machen würde, was möglicherweise auch die Safe Harbour Verpflichtungen eines ISP gegenüber illegalen Inhalten verletzen könnte.
Spoofing, überarbeitet -- Ein zweiter Teil des ASTA Dokumentes beschäftigt sich mit dem Verhindern von Email Spoofing oder Email-Fälschung, einem Thema, das letzte Woche auch eine kräftige Unterstützung erfuhr. Wie ich bereits in "Sender Policy Framework: SPF Schutz für E-Mail" in TidBITS-722_ ausführte, sollte ein Vorschlag unter dem Namen Sender Policy Framework einem Domainbesitzer erlauben, mit Hilfe seiner Domain Name Service (DNS) festzulegen, welche Mailserver im Internet berechtigt sind, Email mit dem eigenen Absender zu verschicken.
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-722.html#Artikel2>
<http://spf.pobox.com/>
In dem Artikel wies ich auch darauf hin, dass Microsoft einen konkurrierenden Vorschlag namens "Caller ID gemacht hatte, der einen sehr ähnlichen Weg geht. SPF prüft einige grundlegende Elemente beim Handshake, der jedes Mal passiert, wenn ein Mailserver sich mit einem anderen unterhält; Caller ID prüft die gesamte Nachricht und zwingt den Server zu mehr Aufwand, wenn es um die Prüfung der Frage geht, ob eine gültige Nachricht vorliegt oder nicht.
Am letzten Donnerstag verknüpften die Entwickler von SPF ihren Vorschlag mit Caller ID zu einem neuen Ergebnis "Sender ID, das dann der Internet Engineering Task Force (IETF) vorgelegt wurde, einem Gremium, dessen Vorschläge sich in der Regel bald im wirklichen Leben wiederfinden. Sender ID kombiniert das beste aus beiden Vorschlägen und wird die Unterstützung für das SPF Format zusammenfassen.
<http://www.microsoft.com/mscorp/twc/privacy/spam_senderid.mspx>
Version 3.0 von Spam Assassin – gerade erst zum offiziell unterstützten Projekt der Apache Foundation erklärt (das sind die Leute, denen wir neben anderer Server-Software den Apache Web Server verdanken) wird wahrscheinlich den Einsatz der Sender ID Records unterstützen, eine der Möglichkeiten, bei einkommender Mail zwischen "ist-Spam und "ist keine Spam zu unterscheiden.
Wird Spam nachlassen? Man kann es sich einfach machen und die Sache zynisch abwerten: noch ein Finger auf einem der Löcher in der Wasserleitung. Das Wasser steigt und die Klempner sind ratlos.
Ich bin etwas optimistischer. Die längliche Liste der empfohlenen Maßnahmen im ASTA-Dokument enthält einige der schlimmsten ISP-Versäumnisse. Unklar ist, ob die ISPs diese Techniken nicht kennen, oder ob sie sich einfach entschieden haben, darin nicht zu investieren. Wenn das ASTA-Dokument die ISPs dazu anhalten könnte, aggressiver an die Identifizierung von Zombies zu gehen und deren Möglichkeit, Email zu verschicken abzustellen (z.B. durch das Blocken von TCP/IP Port 25) – natürlich unter Benachrichtigung des Kunden – dann könnte damit allein die Spamflut schon in großem Umfang reduziert werden.
Der einzige Nachteil dieser Empfehlungen und Vorschläge ist der Umstand, dass sie zu so etwas wie einem Internet führt, das auf White Lists beruht: anstatt schlechte Email, schlechte Sites und schlechte Teilnehmer zu blockieren, wäre es z.B. nur "guten Teilnehmern erlaubt, Email auszuliefern.
"Gut" lässt sich meist nur sehr schwer definieren, und es gibt Gründe dafür, Mehrdeutigkeiten zuzulassen – nicht was Spam betrifft, sondern wegen des Datenschutzes, der Selbstbestimmung und der Vielfalt.
Trotzdem ist es besser, diese Maßnahmen, mit deren Hilfe ein dezentralisierter Informationsaustausch ermöglicht wird, als Teil des Internet-Spirit anzusehen, weil sie die gemeinschaftliche Anstrengung einer großen Zahl von ISPs erfordern, um erfolgreich sein zu können.
von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]
Die heutige Präsentation von Steve Jobs an der "Worldwide Developer Conference (WWDC)" von Apple in San Francisco enthielt die versprochene Vorstellung von Mac OS X 10.4 Tiger und seine mitgelieferten Applikationen. In der Präsentation hat Jobs gesagt, dass über 50 % aller heute in Betrieb stehenden Macintosh-Computer unter Mac OS X eingesetzt werden, was ungefähr 12 Millionen Benutzern entspricht. Das ist eine Steigerung um 5 Millionen von den 7 Millionen, die vor einem Jahr an der WWDC bekannt gegeben wurden. Obwohl ich nicht sicher bin, was ich mit der Zahl von 12 Millionen anfangen soll, ist es nicht weit von den 13.5 Millionen Macintosh-Computern entfernt, die im Zeitraum von 2000-2003 verkauft worden sind (gemäß den Angaben in Apples Quartals- und Jahresberichten für die amerikanische Börsenaufsichtskommission SEC). Tiger wird Apples fünfte Version von Mac OS X seit seiner Einführung im Jahre 2000 sein und es besteht kein Zweifel, dass Apple in dieser Zeit große Änderungen vorgenommen hat.
<http://developer.apple.com/wwdc/>
Sie werden Tiger allerdings nicht mehr dieses Jahr zu Gesicht bekommen, da Apple als Einführungstermin die erste Hälfte des Jahres 2005 angegeben hat. Das kann frühestens im Januar 2005 (erwarten Sie eine große Präsentation von Tiger an der Macworld Expo in San Francisco, obwohl ich nicht glaube, dass Tiger dann bereits erhältlich sein wird) oder spätestens im Juni 2005 sein. Ich wette darauf, dass der Zeitpunkt irgendwann dazwischen liegen wird, einerseits ist das am wahrscheinlichsten und andererseits wird Apple an der WWDC im nächsten Jahr wohl eher die nächste Version ankündigen wollen anstatt einen Rückblick auf Tiger präsentieren zu müssen. Aber Terminpläne für Software sind grundsätzlich schwierig vorherzusagen, vor allem bei so langen Zeiträumen und besonders für ein Betriebssystem und man kann deshalb gespannt bleiben. Die Kosten werden einmal mehr 130 US$ betragen.
Wie schon bei Panther spricht Apple wieder von 150 neuen Funktionen, allerdings sind einige davon wichtiger als andere. Wie jeder andere auch, habe ich all diese Dinge zum ersten Mal gesehen und statt alles hier noch einmal zu wiederholen, werde ich mich darauf beschränken, eine kurze Beschreibung der wichtigsten Funktionen zu geben und zusätzlich auf die Website von Apple zu verweisen, die Sie für weitere Details konsultieren können.
<http://www.apple.com/pr/library/2004/jun/28tiger.html>
<http://www.apple.com/macosx/tiger/>
Spotlight -- Mit Spotlight versucht Apple die Suche nach Daten auf Ihrer Festplatte noch einfacher zu machen. Spotlight durchsucht nicht nur den Namen und den Inhalt von Dateien so wie es Mac OS X heute bereits tut; es wird ebenfalls in der Lage sein, Metadaten zu berücksichtigen, so wie iTunes und iPhoto Smart Playlists und Smart Albums verwenden. Spotlight wird daneben weitere smarte Funktionen haben: Smart Folders im Finder (mit denen Sie Ihre Daten anders organisieren können als die hierarchische Ordnung des Dateisystems), Smart Mailboxes in Mail (damit lassen sich die gleichen E-Mails nach unterschiedlichen Kriterien gruppieren) und Smart Groups im Adressbuch.
<http://www.apple.com/macosx/tiger/spotlight.html>
Es ist gut, dass Apple mehr Wert auf die Metadaten von Dateien und anderen Objekten im System legen will, da mit der ständig zunehmenden Datenmenge auch die Übersicht darüber immer mehr verloren zu gehen droht. Die Metadaten-Suchmaschine von Apple wird in der Lage sein, bestimmte Metadaten automatisch zu extrahieren und Entwickler können eigene Metadaten hinzufügen und damit die Möglichkeiten von Spotlight auf einfache Art erweitern.
<http://www.apple.com/macosx/tiger/searchtechnology.html>
iChat AV für Tiger -- Kurz nachdem mit iChat AV Audio- und Video-Chats möglich geworden sind, haben die Anwender schon danach gefragt, ob sie Chat auch mit mehreren Personen durchführen könnten. Zurzeit lautet die Antwort noch Nein, aber das wird sich mit der Veröffentlichung von Tiger ändern. Audio-Chats werden dann bis zu zehn Personen umfassen können; Video-Chats immerhin noch deren drei. Wie man erwarten kann, ist die Oberfläche von iChat AV für Tiger ausgesprochen elegant, beim Video-Chat werden die Personen in einer 3D-Darstellung gezeigt, komplett mit leichten Schatten auf dem "Boden" vor dem Bild jeder Person. Bei Audio-Chats fehlen diese graphischen Spielereien, sie bieten dafür aber eine hilfreiche Pegelanzeige, mit denen man einfach feststellen kann, wer gerade spricht, auch wenn man die Stimme nicht erkennt. Das ist eine Funktion, die ich auch bei normalen Telefonkonferenzen gerne nutzen würde.
<http://www.apple.com/macosx/tiger/ichat.html>
Apple gibt an, dass iChat AV schneller und die Bildqualität besser geworden sind und so willkommen diese auch sein mögen, hoffe ich doch auch, dass die Stabilität einen Zacken zugelegt hat; der Hauptgrund weshalb ich Audio- und Video-Chats nicht häufiger einsetze, liegt darin, dass ich bei solchen Chats manchmal zuerst fünf Minuten im Textmodus die aufgetauchten Probleme beheben muss.
Safari RSS -- Obwohl die Safari RSS-Seite von Apple etwas überenthusiastisch von RSS als einer neuen Technologie schreibt, obwohl RSS schon seit Jahren existiert, ist es doch eine wichtige Funktion für Safari. RSS ist eine Möglichkeit, mittels HTTP Informationen zu publizieren, normalerweise handelt es sich dabei um Artikelüberschriften und Zusammenfassungen, obwohl ganze Artikel natürlich ebenfalls möglich sind. Tatsächlich können Sie TidBITS-Talk über RSS lesen, indem Sie auf den XML-Knopf auf unserer Web Crossing-Version von TidBITS-Talk klicken. Sie lesen RSS-Meldungen mit einem speziellen Programm, etwa NetNewsWire von Ranchero Software. RSS-Unterstützung in Safari wird zudem auch nicht einzigartig sein; Opera 7 und die Beta-Version von OmniWeb 5 bieten beide bereits RSS-Funktionen an und es bleibt deshalb abzuwarten, wie sich die RSS-Unterstützung in Safari im Vergleich präsentieren wird.
<http://www.apple.com/macosx/tiger/safari.html>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/>
<http://ranchero.com/netnewswire/>
<http://www.opera.com/>
<http://www.omnigroup.com/applications/omniweb/5/>
Andere nützliche Funktionen in Safari RSS sind der Schutz der Privatsphäre wenn Sie öffentlich zugängliche Macs benutzen, die Möglichkeit Webseiten in einem Archivformat speichern und als E-Mails verschicken zu können sowie die Suche in den Favoriten (Bookmarks). Ich denke, dass Safari RSS eine gute uns sinnvolle Verbesserung von Safari darstellt, aber doch nicht mit den anderen Alleskönnern wie OmniWeb und Opera mithalten kann.
[Übersetzung: Hartmut Greiser <info@linarte.com>]
Dashboard -- Apple hatte während der WWDC in der Lobby Plakate aufgehängt, auf denen Microsofts Betriebssystemsgruppe wegen Longhorn (der nächsten größeren Windows-Erneuerung, die in weite Ferne gerückt ist) veralbert wurde; u.A. stand da zu lesen "Redmond, lasst schon mal eure Fotokopierer warmlaufen!" Was Dashboard angeht, so hat sich dieser Spruch jetzt gegen den Urheber gewendet – es scheint nämlich ganz so, als handele es sich hier um eine Idee, die man von Arlo Roses und Perry Clarkes Konfabulator geklaut hat (siehe auch "Konfabulator: Achtung - Ansteckungsgefahr!" in TidBITS-717_), komplett mit der Namensgebung "Widgets" für die kleinen JavaScript basierten Applikationen. Arlo und Perry sind ziemlich sauer darüber, wie Apple auf ihrem Geschäftsfeld herumtrampelt, und auf ihrer Konfabulator-Homepage ist jetzt der Spruch "Cupertino, startet eure Fotokopierer!" zu lesen.
<http://www.apple.com/macosx/tiger/dashboard.html>
<http://konfabulator.com/
>
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-717.html#Artikel5>
Nachahmung mag die ernsthafteste Form der Schmeichelei sein, aber Karelia Software fühlte sich nicht geschmeichelt, als ein Update für Apples Sherlock das Programm Watson imitierte, und das gleiche gilt für Arlo und Perry. In der Vergangenheit hat Apple Produkte oder lizenzierten Code gekauft, um sie in ihr Mac OS einzubauen, und es ist unklar, warum die Firma jetzt dazu nicht bereit zu sein scheint, besonders, wenn man in Rechnung stellt, dass die Grundlage von Mac OS X auf Open Source beruht und dass in diese Art von Projekten jede Menge Aufwand investiert wird. Die Kosten wären wahrscheinlich nicht das Problem, wenigstens nicht im Vergleich zur schlechten Stimmung, die durch das Kopieren der Arbeit kleiner, unabhängiger Entwickler entsteht. Das gilt übrigens sowohl für die Gemeinschaft insgesamt als auch im Besonderen für die Entwickler, die die Lust verlieren könnten, irgendetwas zu entwickeln, das Apple später einfach so übernimmt.
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-629.html#Artikel3>
Der wichtigste Trost für Arlo und Perry ist die Tatsache, dass Konfabulator jetzt zur Verfügung steht, während Dashboard vielleicht sogar noch bis zu einem Jahr Zeit braucht. In der Zwischenzeit können Sie Konfabulator mit der jüngsten Version 1.7 umso mehr genießen: sie unterstützt jetzt Unicode und hat ein Expose-ähnliches Feature, um all Ihre Widgets gleichzeitig auf der gleichen Ebene anzuzeigen, von allen anderen Anzeigen getrennt.
<http://www.konfabulator.com/info/relNotes17.html>
Automator -- Während es ziemlich offensichtlich zu sein scheint, dass Dashboard abgekupfert wurde, ist es eher unklar, ob Tigers neuer Automator eine Bedrohung für Macro-Hilfsprogramme wie Script Softwares iKey oder CE Softwares QuicKeys darstellen wird. Automator ist eine visuelle Script-Umgebung, mit der man "workflows", also Abfolgen von "Aktionen" erstellen kann. Wenn man es so beschreibt, klingt es zwar wie ein Macro-Hilfsprogramm (Apple nennt es einen "persönlichen Automatisierungsassistenten" und hat ihm ein kleines Roboter-Icon gegeben), aber auf den Automator Webseiten scheint man eher auf einen Zusammenhang zu AppleScript und Apple Events hin zu arbeiten. Es wird noch eine Weile dauern, bis wir wissen, wo Automator hineinpasst, bis dahin ist es aber wenigstens ein interessantes Thema.
<http://www.apple.com/macosx/tiger/automator.html>
VoiceOver -- Für viele Menschen ist der visuelle Gebrauch eines Macintosh schwierig oder sogar unmöglich, und Apple versucht, sich dieses Themas mit VoiceOver anzunehmen, einer neuen Technologie, die in Tiger eingebaut ist. VoiceOver verbessert Mac OS X durch ein sprechendes Interface, das Email und Dokumente laut vorliest, den Arbeitsbereich hörbar beschreibt und das einen Satz von Tastaturbefehlen bereitstellt, mit dem man das gesamte Betriebssystem steuern kann. Es ist schwierig, aus Apples Beschreibung herauszufiltern, wie genau VoiceOver eigentlich funktionieren soll, aber wir dürfen hoffen, dass es helfen wird, den Mac für die Menschen, die mit Behinderungen fertig werden müssen, leichter bedienbar zu machen.
<http://www.apple.com/macosx/tiger/voiceover.html>
.Mac Sync -- iSync hat mich wirklich sehr enttäuscht, da Apple es weder für andere Entwickler geöffnet noch dafür gesorgt hat, dass man damit Dateien und andere Daten zwischen vernetzten Macs synchronisieren kann. Mit Tiger sollte sich das ändern, da Apple jetzt Synchronisierungsdienste in das Betriebsystem einbaut und diese auch für Entwickler zugänglich macht. Apple scheint ein großes Ding daraus zu machen, wie Tigers neue Synchronisierungsmaschine mit .Mac Accounts zusammenarbeitet, damit man damit Kontakt- und Kalenderinformationen abgleichen kann, auch wenn noch nicht ganz klar ist, wie sich das von den heutigen iSync-Möglichkeiten unterscheidet. Trotzdem hoffe ich, dass Tigers Sync-Maschine mehr möglich machen wird, als iSync bislang schaffte.
<http://www.apple.com/isync/>
<http://www.apple.com/macosx/tiger/sync.html>
Kleinere Verbesserungen -- Zu guter Letzt kommen wir zu den Verbesserungen, die in erster Linie für Entwickler interessant sind. Tiger wird 64-bit Speicheradressierung für speicher- und CPU-intensive Programme bieten, wobei die Kompatibilität zu vorhandenen 32-bit Applikationen erhalten bleiben wird. 64-bit Adressierung wird auch dazu beitragen, die Portierung von Code in andere 64-bit Unix Systeme zu verbessern. Apropos Unix - Tiger wird auf den FreeBSD 5.x Kernel aktualisiert, Zugang zu Spotlight auf Befehlszeilen-Ebene bieten und über Zugangskontrolllisten den Überblick über Zugriffe bis auf Dateiebene ermöglichen. Xcode 2.0 wird Apples Entwicklerinstrumentarium mit visuellem Modellieren und Designmöglichkeiten verbessern, dazu gibt es eine integrierte Apple Referenz-Bibliothek, verbesserte Java-Unterstützung und grafisches Debugging über Remotezugriff. Zwei neue Architekturen - Core Image und Core Video – werden Entwickler in die Lage versetzen, die Geschwindigkeitspotenziale der aktuellen graphischen Prozessoren (GPU) zu nutzen, die in heutigen Video-Karten eingebaut sind. Nach meinem Eindruck wird es mit Core Image und Core Video in erster Linie schnellere und verrücktere Sachen zum Staunen geben als jemals bevor. Und wo wir gerade beim Thema "Video sind: Apple wird QuickTime dahingehend verbessern, dass H.264 unterstützt wird, ein neuer MPEG-4 Video Codec (compressor/decompressor), der Video auf Plattformen von Mobiltelefon bis HDTV darstellen kann; iChat AV für Tiger benötigt H.264, um ohne zusätzliche Bandbreite eine bessere Bildqualität darstellen zu können.
<http://www.apple.com/macosx/tiger/64bit.html>
<http://www.apple.com/macosx/tiger/unix.html>
<http://www.apple.com/macosx/tiger/xcode.html>
<http://www.apple.com/macosx/tiger/core.html>
<http://www.apple.com/pr/library/2004/jun/23quicktime.html>
Tiger Server -- Eine Sache noch. Wie bei früheren Mac OS X Releases bietet Apple auch eine Serverversion. Neben den Verbesserungen aus Tiger selbst wird Tiger Server einen Weblog Server für die Veröffentlichung eines Weblogs enthalten, dazu einen iChat Server für den Schutz der internen Kommunikation (er wird mit den Open Source Jabber Clients verschiedener Betriebssysteme kompatibel sein), eine Auswahl an Werkzeug zur Vereinfachung des Migrationsprozesses von windowsbasierten Servern, server-basierte Anwenderverzeichnisse für mobile Nutzer, einen Server für die Aktualisierung von Software, mit dessen Hilfe Administratoren die Verfügbarkeit von Apple-Updates für Tiger steuern können, einen Internet Gateway Einrichtungshelfer, um die Einstellung für Internet Sharing Dienste zu vereinfachen und Apples Xgrid Clustering Software.
<http://www.apple.com/pr/library/2004/jun/28tigerserver.html>
<http://www.apple.com/server/macosx/tiger/>
Das Auslieferungsdatum für Tiger Server ist genauso ungewiss wie für Tiger selbst – das erste Halbjahr 2005 – und er wird zu einem Preis von $500 für 10 Klienten bzw. für $1,000 und ohne Einschränkungen verkauft werden. Klingt gut, und Apple wird mit dem Angebot zusätzlicher Dienste die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass diejenigen von uns, die einen Panther- oder Jaguar-Server betreiben, eine Aktualisierung ins Auge fassen werden, was bei Desktop-Systemen nicht unbedingt der Fall sein wird.
vom TidBITS-Team <editors@tidbits.com>
Die zweite URL unter jedem Diskussionsthema verweist auf unseren Web-Crossing-Server, der schneller ist, aber noch nicht das von uns gewünschte Erscheinungsbild aufweist.
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/>
Fragen und Kommentare zu Eudora -- Unsere letzte Umfage hat zu spezifischen Fragen über Eudora geführt. ("Random Eudora questions and comments" - 16 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2260>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/126>
JIRA-Fehlerverfolgungs-Datenbank von Atlassian -- Java-Entwickler diskutieren über JIRA und weitere Java-Entwicklungswerkzeuge. ("Atlassian's JIRA issue-tracking database" - 4 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2259>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/125>
iTunes Music Store in Europa -- Leser sprechen über die Mehrwertsteuer im europäischen iTunes Music Store und beklagen das Fehlen eines iTMS in Kanada. ("iTunes Music Store in Europe" - 8 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2258>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/124>
Kommentare zu Word 2004 -- Der Artikel von Matt Neuburg über die neue Textverarbeitung von Microsoft hat zu einer Debatte über die Verbesserungen geführt und ob es sich dabei wirklich um Verbesserungen handelt. ("Comments on Word 2004" - 4 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2257>£
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/123>
Bemerkungen zur E-Mail-Umfrage -- Obwohl unsere Umfrage dazu aufforderte, ein einziges E-Mail-Programm anzugeben, vertrauen einige Personen auf mehrere Methoden um Ihre täglichen E-Mails zu verarbeiten. ("Commenting on the Email Client Poll" - 8 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2256>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/122>
Übersetzung dieser Ausgabe: Roland Müller <mail@duesenschrieb.de>, Sebastian Völtz <sebastian.voeltz@web.de>, Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>, Hartmut Greiser <info@linarte.com> und Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Lektorat: Heike Kurtz <mail@heikekurtz.de>.
Koordination dieser Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Copyright der deutschen Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
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