Vorige Ausgabe | Englische Ausgabe | TidBITS Home Page | Nächste Ausgabe

TidBITS#749/04-Okt-04

Charles Maurer fährt mit seinem Artikel aus der letzten Ausgabe fort, der Ihnen zeigt, wie Sie bessere Digitalbilder machen können, indem er erklärt, wie Sie und Ihr Macintosh Farben sehen und verarbeiten. An der Musikfront hat Apple soeben Logic Pro 7 und Logic Express 7 sowie zwei Jam Packs für GarageBand veröffentlicht. Adam entdeckt ManOpen, ein Werkzeug mit dem man die Unix man-Seiten ausserhalb des Terminals lesen kann. Als Neuigkeiten vermelden wir die Aufstockung des Speicherplatzes von .Mac-Konten, den Start zur Registrierung für die Macworld Expo 2005 in San Francisco und Matt Neuburgs Lektionen an der AppleScript Pro-Konferenz.

Themen:

Copyright 2004 TidBITS: Reuse governed by Creative Commons license
<http://www.tidbits.com/terms/> Contact: <editors@tidbits.com>


MailBITS/04-Okt-04

[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]

Apple erhöht .Mac-Speicherplatz auf 250 MByte -- In Anbetracht der ständig fallenden Kosten für Speicherplatz und die zunehmende Konkurrenz durch kostenlose E-Mail-Dienste hat Apple den Speicherplatz für .Mac-Konten mit iDisk und E-Mail von 100 auf 250 MByte erhöht. Dabei können Sie wählen, wie viel davon für E-Mail und iDisk zur Verfügung stehen sollen (standardmäßig verfügen beide Dienste über je 125 MByte). Apple hat ebenfalls den Preis für zusätzlichen Speicherplatz massiv gesenkt: 1 Gigabyte (GB) gibt es nun bereits für 50 US$ pro Jahr. Die maximale Größe einer E-Mail wurde gleichzeitig auf 10 MByte erhöht.

<http://www.mac.com/>

Die vorherige Größe des Speicherplatzes für .Mac wirkte angesichts der 1 GByte von Googles Gmail-Dienst - immer noch in der Betaphase - etwas kümmerlich. Dienste wie Yahoo und Hotmail verfügten in ihren Gratisangeboten nur über ein paar mickrige Megabytes. Ein Gigabyte ist nun für E-Mail-Dienste zur magischen Zahl geworden. [GF]

Gratis-Registrierung für Macworld Expo SF 2005 -- IDG World Expo hat die Registrierung für die kommende Macworld Expo vom 10. bis zum 14. Januar 2005 in San Francisco gestartet (die Messehalle öffnet erst am Dienstag, 11. Januar 2005). Wenn Sie sich ab sofort bis zum 5. November 2004 mit dem Code B0201 registrieren lassen, erhalten Sie einen kostenlosen Ausstellungspass; ein solcher Pass kostet nachher zwischen 20 und 40 US$ (allerdings können wir später über PeachPit allen TidBITS-Lesern immer noch kostenlose Ausstellungspässe abgeben). Wenn Sie vorhaben, zusätzlich auch noch die Macworld-Konferenzen zu besuchen, sollten Sie sich mit dem gleichen Code bis spätestens am 10. Dezember 2004 registrieren lassen, um einen möglichst günstigen Preis zu erhalten. [ACE]

<http://www.macworldexpo.com/live/20/register///CC961706>

Lernen Sie AppleScript in Newport, Rhode Island -- Da ich ein Buch über AppleScript geschrieben habe (AppleScript: The Definitive Guide von O'Reilly), lasse ich mich gerne dazu überreden, coole Sachen über und mit AppleScript zu machen. Da ich früher jahrelang College-Professor gewesen bin, liebe ich nichts mehr, als vor einer Klasse zu unterrichten. Ich freue mich deshalb ganz besonders auf den 11. und 12. November 2004, wenn ich in Newport im Bundesstaat Rhode Island eine kurze Lektion über Microsoft Word 2004 und AppleScript sowie eine längere Lektion über AppleScript Studio während der AppleScript Pro Sessions halten kann. (Ich habe bereits im Mai in Monterey in Kalifornien daran teilgenommen und eine tolle Zeit verbracht). Daneben gibt es noch viele weitere spannende Lektionen; das genaue Programm und weitere Informationen finden Sie auf der Website der AppleScript Pro Sessions. [MAN]

<http://press.oreilly.com/pub/pr/1129>
<http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/0596005571/tidbitselectro00/ref=nosim/>
<http://www.scriptingmatters.com/aspro>


Sparen Sie bei der Verlängerung Ihres .Mac-Kontos

von dam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]

Wie viele andere Personen die ein .Mac-Konto erworben haben, nachdem Apple den Dienst von iTools kostenpflichtig gemacht hat, habe auch ich kürzlich ein E-Mail erhalten, in dem mir mitgeteilt wurde, dass meine .Mac-Mitgliedschaft nächstens für 100 US$ (plus Steuern) automatisch verlängert würde. Am gleichen Tag habe ich zufälligerweise gesehen, dass Small Dog ein .Mac-Paket für 80 US$ anbietet und selbst mit Versandkosten in Höhe von 7 US$ hätte ich damit immer noch mehr als 20 US$ gegenüber dem Angebot von Apple eingespart. Die Mitarbeiter bei Small Dog haben mir bestätigt, dass ihre Pakete auch zur Verlängerung eines bestehenden Kontos berechtigen und obwohl ich selbst keine Schachtel und CD mit der .Mac-Software benötige, sah ich doch keinen Vorteil darin, meine Mitgliedschaft über Apple zu erneuern.

<http://www.mac.com/>
<http://www.smalldog.com/product/12653455/>

Nachdem ich das Paket von Small Dog erhalten und geöffnet hatte, gab ich die Internet-Adresse auf dem Aktivierungs-Kleber ein. Das brachte mich zu einem hübschen Formular, auf dem ich gefragt wurde, ob ich eine neue Mitgliedschaft beantragen oder eine bestehende verlängern möchte. Ich klickte auf Verlängern, gab meinen Aktivierungscode ein und wurde anschließend gefragt, ob ich mein Konto mit mehr E-Mail-Konten, mehr Speicherplatz für E-Mail und iDisk ausstatten möchte. Nachdem ich alle diese Fragen mit Nein beantwortet hatte, landete ich auf einem weiteren Formular, in dem ich nach meinen Kreditkarteninformationen gefragt wurde. Das kam mir etwas seltsam vor, denn wieso sollte man diese Angaben benötigen, wenn ich doch bereits einen Aktivierungscode eingegeben hatte? Ich nahm an, dass diese Angaben nur für iPhoto und ähnliches gebraucht würden, gab die Informationen ein und wurde anschließend mit einer Bestellbestätigung und einem Total von 0 US$ beglückt. So weit so gut, als ich dann die Bestellung endgültig bestätigte, stellte ich erstaunt fest, dass auf meiner Kontoseite immer noch stand, dass mein Konto am 13. Oktober 2004 erneuert werden würde.

Es gab absolut keinen Hinweis darüber, dass das System meinen Aktivierungscode akzeptiert hätte, mit Ausnahme der Nullsumme auf der Bestellbestätigung. Ich habe deshalb die automatische Erneuerung in den Kreditkartenangaben deaktiviert und warte jetzt ab, was am 13. Oktober 2004 mit meinem .Mac-Konto passieren wird. Die Moral von der Geschichte? Es scheint alles darauf hinzudeuten, dass ich auf diesem Weg 20 US$ gespart habe, aber Apple sollte noch ein wenig am Bestellvorgang arbeiten, damit keine Verwirrung entsteht, ob die Verlängerung nun wirklich geklappt hat oder nicht.

Ich möchte noch darauf hinweisen, dass .Mac-Pakete auch von anderen Internet-Shops angeboten werden (siehe dazu die Diskussion in TidBITS-Talk) und dass das von mir geschilderte Verfahren für Kanada (und wahrscheinlich auch für Europa) möglicherweise nicht funktionieren wird.

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2331>


Logic Pro 7, Logic Express 7 und Jam Packs veröffentlicht

von Jeff Carlson <jeffc@tidbits.com>
[Übersetzung: Alexander Lorani <alexanderlorani@yahoo.com>]

Apples Musikschwerpunkt lag in der letzten Zeit auf dem iTunes Music Store, sang aber ein anderes Lied als letzte Woche Logic Pro 7, Logic Express 7 und zwei zusätzliche Jam Packs (die mit den beiden vorgenannten Programmen und GarageBand verwendet werden können) veröffentlichte.

<http://www.apple.com/software/logic/>
<http://www.apple.com/software/logicexpress/>
<http://www.apple.com/ilife/garageband/jampacks/>

Logic Pro 7 bekam drei neue Softwareinstrumente: Sculpture, ein "komponenten-modellierender Synthesizer", das Schlagzeug UltraBeat, und Guitar Amp Pro, ein Gitarrenverstärker-Simulator. (Apple hat diese Bestandteile bereits auf der NAMM Messe im Januar gezeigt; siehe auch "Apple - transparente Logik bei der NAMM" in TidBITS 713_"). Logic Pro 7 unterstützt nun auch Apple Loops und erlaubt verteilte Verarbeitung, damit andere vernetzte Macs parallel mit Audiodateien arbeiten können.

<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-713.html#Artikel2>

Logic Express 7 ist die windschnittigere Version von Logic Pro 7, so ähnlich wie Apples Final Cut Express eine abgespeckte Version von Final Cut Pro ist. Siehe auch Apples Vergleichstabelle unter der unten angegebenen URL für die genauen Unterschiede zwischen den beiden Programmen.

<http://www.apple.com/software/logicexpress/comparison.html>

Für die GarageBand Nutzer, die mittlerweile alle verfügbaren Instrumente und Loops durchgenudelt haben, veröffentlichte Apple zwei neue Jam Packs. Jam Pack 2: Remix Tools bringt neue Beats, Basslinien und Synthesizer-Riffs für Ihre nächste Tanzparty. Jam Pack 3: Rhythm Section erweitert GarageBands Besetzung um Schlagzeuge, Perkussion und andere Instrumente.

Die Vollversion von Logic Pro 7 kostet 1000 USD; Umstieg von Logic Gold/Platinum 5 oder 6 oder Logic Pro 6 kostet 300 USD. Logic Express 7 wird für 300 USD verkauft, wobei der Umstieg von Logic Express 6 100 USD kostet. Die neuen Jam Packs kosten 100 USD pro Stück. Beide Logic Programme benötigen OS X 10.3 oder höher.


Mann oh Mann, ManOpen

von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Alexander Lorani <alexanderlorani@yahoo.com>]

Obwohl ich mit der Unix Befehlszeile ganz gut zurecht komme, kann ich nicht behaupten in dieser Umgebung flüssig arbeiten zu können oder mich wohlzufühlen. Normalerweise brauche ich immer Zeit die Syntax und all die merkwürdigen kleinen Schalteroptionen eines Befehls herauszubekommen, um diese dann in NoteBook aufzuzeichnen, damit ich beim nächsten Mal nicht wieder den gleichen Lernprozess durchlaufen muss.

Ich verlasse mich bei meinem Lernen eines bestimmten Unix Befehls auf die Unix man-Seiten, wie der Rest der Welt auch. Man braucht nur "man BefehlName" in der Befehlszeile einzutippen und schon bekommt man eine Dokumentation angezeigt, die zumindest annähernd hilfreiche Hinweise über den gewünschten Befehl enthält.

Leider, da der man Befehl ein anderes Unix Werkzeug namens "less" verwendet, kann man im Terminal-Befehlsfenster nicht so einfach zurückblättern, um beispielsweise eine Information vom Anfang des Dokuments erneut anzusehen. Man kann natürlich in "less" schon blättern wenn man die "d" und "u" Tasten verwendet - man muss nur auf die man-Seiten von "less" schauen, um das herauszubekommen. Deshalb versuche ich, wenn es irgendwie geht, auf Macintosh Programme und Standards zurückzugreifen. Außerdem springe ich dauernd in irgendwelche man-Seiten, um einem Befehl auf den Grund zu gehen, bis ich merke: es geht auch anders und ein neues Terminal-Fenster öffne.

Mann, der man -- OK, wer wie ich ab und zu eine man-Seite benötigt aber sich über die man-Seiten im Terminal Fenster ärgert: schauen Sie sich mal Carl Lindbergs ManOpen 2.4 an, eine frei verfügbare Mac OS X Anwendung, um man-Seiten in gewöhnlichen Fenstern anzusehen. Ein einfaches Programm mit einer Menge an nützlichen Funktionen, wie zum Beispiel:

<http://www.clindberg.org/projects/ManOpen.html>

Ein besserer Man -- Ich schätze sehr, dass ManOpen die Verwendung von man-Seiten verbessert, aber es gibt noch reichlich Platz für Verbesserungen, falls jemand Interesse hat, mit dem Quellcode von Carl Lindberg zu arbeiten. Ein paar Anregungen:

Trotz dieser Wunschliste ist auch das real existierende ManOpen ein sehr nützliches Werkzeug, und ich habe es auf allen Rechnern installiert auf denen ich in die Verlegenheit kommen könnte, man-Seiten zu öffnen. Es ist ein tolles Beispiel dafür, wie eine graphische Oberfläche das Unix-Empfinden für diejenigen verbessern kann, die auf ein graphisches Konzept stehen. Für andere Meinungen über den Prozess des man-Seiten Betrachtens, bitte die entsprechende TidBITS Talk Diskussion verfolgen.

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2320>


Farbe & Computer

von Charles Maurer
[Übersetzung: Hartmut Greiser <info@linarte.com>]

Ein Zyniker könnte versucht sein, von zwei Kategorien von Fotografen zu sprechen: von solchen, die zugeben, dass sie Probleme mit dem Color-Matching haben und von Lügnern. Wenn man der Reklame Glauben schenken möchte, ist das Color-Matching das Einfachste auf der Welt, die Wirklichkeit sieht anscheinend aber anders aus.

Das Problem sind nicht Sie, das Problem ist, dass “Farbe” ein erstaunlich komplexes Thema ist. Farbkontrolle ist ein Minenfeld. Sie müssen wissen, wo Sie gehen können, wo nicht und wo die Wegführung unbestimmt ist. In diesem Artikel werde ich eine Karte des Minenfeldes erstellen und einen sicheren Weg hindurch vorschlagen.

Farbengrundlagen -- In der Schule haben wir gelernt, dass alle Farben aus einer Kombination von Rot, Grün und Blau bestehen. Leider ist diese Erklärung eine Verzerrung der Tatsachen, außerdem stellt sie die Dinge so sehr vereinfacht dar, dass sie eigentlich schon wieder falsch ist.

In der Natur existieren keine Farben, sie entstehen lediglich im Kopf des Betrachters. Farben sind Wahrnehmungen. Licht, das auf ein Auge fällt, löst eine Kette neurochemischer Reaktionen aus, deren Ergebnis eine Farbwahrnehmung ist. Das Licht selbst ist farblos, es handelt sich dabei nur um reine elektromagnetische Strahlung. Unterschiedliche Wellenlängen lösen unterschiedliche Farbwahrnehmungen aus, aber das Verhältnis zwischen Wellenlänge und Farbe ist weder einfach noch gradlinig. Bedenken Sie, dass

Alle Farbrezeptoren eines Auges reagieren auf einen großen Bereich unterschiedlicher Wellenlängen, sie tun dies aber bei manchen Wellenlängen spontaner als bei anderen. Rezeptoren teilen sich in drei Gruppen unterschiedlicher Empfindlichkeit auf. Wenn Sie das Licht betrachten, für das jede Gruppe am empfänglichsten ist, dann werden Sie Rot, Grün und Blau wahrnehmen: das ist der Grund, weshalb man mit rotem, grünem und blauem Licht alle Farben darstellen kann. Obwohl es aber im Licht drei Primärfarben gibt, gibt es in Wirklichkeit _vier_ Primärfarben. Auf der Wahrnehmungsebene gehören Rot, Grün, Gelb und Blau zu den Primärfarben: alle anderen Farben können als Varianten davon bestimmt werden, das gilt sogar für Kulturen, die keine unterschiedlichen Farbbezeichnungen kennen.

Kurz gesagt: drei verschiedene Wellenlängen lösen drei verschiedene Lichtfarben aus, und eine Mischung dieser Wellenlängen bewirken Varianten aus vier Farben. Außerdem können sich die Farben, die aus irgendeiner Kombination von Wellenlängen entstehen, in unterschiedlichen Situationen oder von einer Person zur anderen unterscheiden.

Das ist der Grund, weshalb man Probleme mit der Farbtreue und dem Farbausgleich hat. Die Umwandlung ist keine gradlinige mathematische Funktion, geschweige denn eine konstante. „Farbausgleich“ ist wie das Kochen eines Puddings, der für alle süß genug und für niemand zu süß ist.

Ingenieure können sich mit Wellenlängen beschäftigen, aber nicht mit mathematischen Funktionen, die ihre Form wie eine Amöbe verändern können. Um dies zu umgehen und um Wellenlängen mit Farben in Beziehung setzen zu können, hat sich eine Gruppe aus Wissenschaftlern und Ingenieuren zusammengesetzt, um die Form dieser Amöben zu bestimmen. Bei dieser Gruppe handelt es sich um die Commission International de l'Eclairage (CIE). Die CIE hat verschiedene Amöben definiert, die für bestimmte Zwecke geeignet sind, genannt „Standard Observers“ (Standard Betrachter). Sie sind die Grundlage für sämtliche Standards der CIE und für die meisten Instrumente, die Licht messen, wie z.B. Belichtungsmesser und Spektrophotometer.

Diese Standards sollen wiederholbare, präzise Messungen mechanischer und elektronischer Geräte, Sensoren, Färbemitteln, Pigmente u.Ä. ermöglichen und die entsprechende Information standardisieren. Ingenieure erstellen so einen Bildsensor, der sich in Bezug darauf, wie bestimmte Wellenlängen mit bestimmten Farben in Übereinstimmung gebracht werden, so nah wie möglich an die aktuelle CIE Standard-Amöbe anlehnt. Sie messen, wie weit ihr Sensor vom Standard abweicht, und sie halten diese Abweichungen in einem Profil fest. Andere Ingenieure bauen einen Drucker und versuchen, seine Druckergebnisse so weit wie möglich mit der Standard-Amöbe in Übereinstimmung zu bringen. Auch sie halten die Abweichungen zwischen dem Druckergebnis und dem Standard in einem Profil fest. Sobald ein Computer eine Image-Datei – aufgenommen durch den Sensor – an den Drucker schickt, wird das Bild gemäß den beiden Profilen justiert. Das Bild, das der Drucker liefert, enthält dann Farben, die mehr oder weniger dem Verhältnis zwischen Wellenlänge und Farbe entspricht, das durch die Standard-Amöbe definiert wurde.

Mehr zum Thema Farbbestimmung wäre nicht erforderlich, wenn Sie den „Standardbetrachter“ zum Abendessen einladen müssten und ihn mit Ihren Fotos beeindrucken wollten. Wenn er denn kommen sollte, fände er es vermutlich unter seiner Würde, sie anzusehen, ohne die Wand, an der sie hängen vorher mit einem bestimmten Grauton neu zu streichen. Er würde auch darauf bestehen, die Vorhänge zu schließen, um das Sonnenlicht draußen zu halten und er würde eine Speziallampe installieren. Außerdem würden Sie hier eine völlig neue Erfahrung im Bereich des menschlichen Miteinander machen, da Ihr Gast die Bilder wegen Hungers nicht vor dem Essen, wegen der Ablenkung nicht während des Essens oder nicht nach dem Essen besichtigen würde, da er dann zu satt und entspannt ist.

Kurz gesagt – es empfiehlt sich nicht, den Farbausgleich einzig und bedingungslos auf die CIE Spezifikationen und den Standardbetrachter abzustellen. Eine realistische Kalibrierung ist im besten Fall unpräzise, und sie ist eher Kunst als Wissenschaft. Die Spezifikationen (ICC.1:2003-09) für International Color Consortium (ICC) Profile – das sind die Profile, die Apples ColorSync Technologie einsetzt – verdeutlichen das:

"Ganz klar – das Formen der charakteristischen Ton- und Farbreproduktionen verschiedener Medien ist ein schöpferischer Akt, und ein großer Teil dieser Kunstfertigkeit gründet auf subjektiven und ästhetischen Einschätzungen. Im Ergebnis werden die „Substrate“ und die „Colorants“, die in einem Medium verwendet werden, ausgenutzt, um der Reproduktion eine bestimmte Eigenart mitzugeben, die für das Medium charakteristisch ist. Durch das Reproduzieren eines Bildes auf unterschiedlichen Medientypen mag es erstrebenswert sein, die Colormetrie so zu justieren, dass die unterschiedlichen Charakteristika dieser Medien berücksichtigt werden können. In jedem Fall müssen die Unterschiede in der Farbskala berücksichtigt werden. Diese Überlegungen gehen über das einfache Matching der Farbstimuli oder sogar der Farberscheinung hinaus. Diese Anpassungen müssen in die Farbtransformierungen der Geräteprofile eingearbeitet werden."

<http://www.color.org/ICC1-V41.pdf>

In Wirklichkeit ist der Farbausgleich ein Hirngespinst. Die Gesichtsfarbe einer Person, die Sie wahrnehmen, kann sich mit dem Hintergrund oder unter einem Hut ändern. Sobald andere Pigmente und Einfärbungen dazu kommen wird aus dem Farbausgleich ein Spiel, das sich auf zwei Felder verteilt. Wenn man Hautfarben auf einem Monitor direkt mit einem Ausdruck vergleicht wird man – außer durch Zufall – kaum je die gleichen Ergebnisse sehen.

Andererseits ist es aber auch nicht von Bedeutung, wenn Monitor und Ausdruck nicht zusammen passen. Normalerweise wird niemand diese beiden Bildversionen miteinander vergleichen. Es kommt nur darauf an, dass eine Hautfarbe (oder was auch immer) _in_ ihrem_ besonderen_ Kontext_ angemessen erscheint. Hauttöne auf einem Monitor müssen innerhalb eines Fotos natürlich aussehen. Hauttöne auf einem Druck müssen innerhalb des Ausdrucks und neben anderen Portraits an einer Wand natürlich aussehen.

Ihre Aufgabe ist nicht so sehr, Monitor und Drucker so zu kalibrieren, dass ihre Bilder übereinstimmen, sondern so, dass ein Bild als Druck auch gut aussieht, wenn es auf einem Monitor gut aussieht. Wie die beiden im direkten Vergleich aussehen ist ohne Bedeutung.

Farbprofile -- Man kann eine Menge Zeit und Geld einsetzen, um Geräte bis zu einem absurden Grad an Präzision zu kalibrieren. Da Ungenauigkeit ein Grundbestandteil von Profilen und Farbausgleich ist, werden ICC Profile aus unterschiedlichen Quellen auch unterschiedliche Ergebnisse bringen, und keiner weiß, ob einem ein Profil gefallen wird, ohne es zu kaufen und auszuprobieren. Glücklicherweise müssen die meisten Anwender ihre Drucker gar nicht einstellen, da sie mit den Standardeinstellungen völlig zufrieden sind. Vor langer Zeit haben Microsoft und HP vorgeschlagen (und die Computerindustrie hat das als formalen Standard übernommen), eine Color-Matching Technologie einzuführen, die einfacher als der volle ICC Standard ist, für die meisten Leute außerhalb des professionellen Grafikbereiches jedoch vollkommen ausreicht. Es wird unterstellt, dass alle Geräte in der Lage sind, einen Farbbereich herzustellen, der in einen Bereich oder “Farbraum” namens sRGB passt. Alle Farben innerhalb dieses Raumes werden mittels eines Standardzahlensatzes definiert. Es wird erwartet, dass alle Geräte diese Zahlen sinnvoll umsetzen. Sie stellen die Norm für Fotos im Netz dar, die meisten kommerziellen Druckdienste nutzen sie, und ich habe meinen Mac auf die Standardeinstellung sRGB by (ColorSync Utility > Preferences pane > Default Profiles tab > RGB Default pop-up menu) gesetzt.

Die verschiedenen Tintenarten sind in der Regel bei den meisten Papiersorten auf den sRGB-Bereich beschränkt, manche übertreffen ihn allerdings auch. Es gibt einige Tintenarten, bei denen ein größerer Farbraum, der von Adobe als "Adobe RGB" definiert wurde, viel brillantere Farben ermöglicht. Der Unterschied spielt wahrscheinlich bei Druckwettbewerben und in einigen Nischen der grafik-orientierten Berufe eine Rolle, mir ist aber nicht klar, wo es sonst noch von Bedeutung sein könnte. Größere Farbräume sind mit Kosten verbunden: wahrscheinlich wird 16-bit Farbe benötigt, was wiederum mehr Speicher und längere Bearbeitungszeit bedingt. Eine gute Beschreibung dieser und anderer Farbräume finden Sie hier:

<http://www.babelcolor.com/download/RGB%20Coordinates%20of%20the%20Macbeth%20ColorChecker.pdf>

Der sRGB Standard sollte den Farbausgleich eigentlich vereinfachen und ihn im Hintergrund ablaufen lassen, aber Microsoft ist nicht dafür bekannt, dass man dort Standards unterstützt, auch nicht, wenn es sich um die eigenen handelt. Ich habe mich mal mit einigen der Photoshop-Voreinstellungen etwas näher beschäftigt und dabei Merkwürdiges gefunden. Das reine Grün von Macbeth ColorChecker wurde beim Einsatz verschiedener Programme und unterschiedlicher Versionen des sRGB-Profiles mit diesen unterschiedlichen Rotanteilen gezeigt:

 

Profile

 

sRGB

sRGB IEC61966-2.1

Photoshop mit ColorSync

0 %

11.0 %

Photoshop mit Adobe Color Engine

0 %

5.9 %

Preview und GraphicConverter

0 %

5.5 %

Das erste Profil stammt von Apple als Teil des Mac OS X. Das zweite ist von Microsoft, es wurde als Teil von Photoshop installiert und auch in einige andere Programme integriert. Ich weiß nicht, welches von ihnen korrekt ist, aber ich gehe davon aus, dass es das von Apple ist. Auf jeden Fall ist es von allen das konsistente Profil, und darauf kommt es schließlich an.

Das Kalibrieren Ihrer Gerätschaft -- Bevor Sie einen Monitor für den Farbausgleich von Fotografien einsetzen können müssen Sie ihn unter den Lichtverhältnissen kalibrieren, die ihn normalerweise umgeben. Ich arbeite mit meinem PowerBook manchmal unter Glühlampen und manchmal unter Neonlicht, für beide Situationen habe ich Kalibrierungen, zwischen denen ich nach Bedarf umschalten kann. Apples Kalibrator (erreichbar über die Voreinstellungen für das Display) reicht aus, um einen Computer für gewöhnliche Einsätze einzurichten, für die Fotobearbeitung ist er allerdings nicht gut genug. Stattdessen empfehle ich das Sharewarepaket SuperCal für 20$. Verwenden Sie es aber nicht mit dem Foto, das Bestandteil des Programms ist. Nehmen Sie besser eine elektronische Version des Macbeth ColorChecker (gratis über den u.a. Link). Wenn Sie die sRGB-Lösung wählen und nur einen einzigen Drucker verwenden, dann wäre es sinnvoll, lediglich Ihren Monitor direkt mit einem Ausdruck der Datei zu vergleichen, sollten Sie aber einen anderen Farbbereich einsetzen oder mehrere Drucker benutzen, dann machen Sie den Vergleich mit einer echten Macbeth Karte. Stellen Sie auf jeden Fall sicher, dass der Gammawert auf 2.2 eingestellt ist. Das ist der de facto Standard für das Arbeiten mit Farben. Der Mac-Standard 1.8 war dafür gedacht, einen Grau-Stufen-Monitor wie eine gedruckte Seite aussehen zu lassen.

<http://www.bergdesign.com/supercal/>
<http://www.drycreekphoto.com/images/Charts/MacbethCC-sRGB.jpg>

Ihr Ziel beim Kalibrieren eines Monitors sollte sein, insgesamt eine größtmögliche Übereinstimmung der beiden Bilder des ColorChecker zu erreichen und die unvermeidlichen Unterschiede so zu auszugleichen, dass keine der Farbe weiter daneben liegt als irgendeine andere. Bei solch verschiedenartigen Technologien ist jede echte Übereinstimmung unmöglich; bemühen Sie sich um eine bestmögliche Annäherung.

Sie benötigen kein aufwändiges Instrumentarium, um das resultierende Foto mit dem Monitorbild zu vergleichen bzw. um die Farbe von Drucken einzuschätzen: es ist Ihr Geschmack, der zählt, nicht der des „Standardbeobachters“ – aber Sie brauchen eine passende Lampe. Am besten nehmen Sie die Lampenart, die Sie immer zum Betrachten Ihrer Bilder verwenden; da viele Bilder aber unter den verschiedensten Bedingungen angesehen werden, sollten Sie eine durchschnittliche Lampe wählen. So etwas wie eine „durchschnittliche“ Lampe gibt es zwar nicht, aber es gibt einen Grafikstandard für die Beurteilung von Farben. Dabei handelt es sich um einen willkürlichen Standard, der sich in der Praxis bewährt hat. Das Licht gewöhnlicher Glühbirnen hat einen höheren Rotanteil und die meisten Neonröhren sind zu grün. Ein vernünftiger Kompromiss besteht aus einer Schreibtischlampe, eine 60 Watt Glühlampe mit einer kreisförmigen Neonröhre kombiniert. Wenn Sie etwas kaufen müssen, dann finden Sie vielleicht eine Schreibtischlampe mit einer kompakten Neonröhre, die Sie gegen eine Ott-Light TrueColor Röhre austauschen können.

<http://www.ottlite.com/productsview.asp?product_type=bulb&product_phosphor=truecolor&category=truecolor>

Wenn Sie professionell aussehende 8" x 10" Drucke brauchen, die robust und dauerhaft sind, und wenn Sie den Aufwand dafür begrenzen wollen, dann können Sie es u.U. mit sRGB und einem $500 Olympus P-440 Dye-Sublimation Drucker versuchen. So mach ich es. Wenn Sie einen P-440 von einem Mac aus verwenden, dann müssen Sie ihn nur einschalten. Er muss nicht besonders eingerichtet werden, und nach meiner Einschätzung funktioniert sein natives Farb-Management besser als irgendein ColorSync Profil, dass ich für die Maschine gefunden habe, das gilt auch für ein paar, die ich von den Jungs bei QImage bekommen habe und dem, das Olympus selbst dazu gelegt wurde. Der Drucker muss nicht gereinigt werden und braucht auch keine Tinte, die eintrocknen könnte. Ein 8" x 10" Ausdruck kostet $2, das ist weniger als gutes Ink-Jet Papier und Tinte zusammen kosten, wenn ein Druckkopf mal eintrocknen sollte. Er hat nicht unbedingt den umfangreichsten Farbbereich – er liegt komplett innerhalb des sRGB Raums. Wenn ich Drucke vergleiche, die ich aus dem Macbeth ColorChecker heraus bzw. die ich in meiner Dunkelkammer gemacht habe, dann sehen die Farbtöne des Olympus etwas verhaltener aus. Trotzdem – das ist kein Vergleich, den man normalerweise macht, und die P-440-Drucke können – für sich genommen – ziemlich verblüffend sein. Meine Drucke, die ich damit mache, sehen noch nicht mal unter der Lupe digital aus. (Sie müssen aber bedenken, dass ich spezielle Skalierungssoftware verwende, ich sende dem Drucker einfach nicht nur eine Datei und lasse ihn ein Blatt Papier füllen.) Mit PhotoZoom Pro skalierte Bilder sind schärfer als solche, die auf dem üblichen Weg skaliert wurden, sogar dann wenn die Scharfstellung von PhotoZoom abgestellt wurde. (Siehe auch weitere Details zu PhotoZoom Pro in "Fotobearbeitung für den Perfektionisten" aus TidBITS-748.)

<http://www.olympus.com/cpg_section/cpg_product_lobbypage.asp?l=1&bc=23&p=19&product=935>
<http://www.trulyphotomagic.com/products/photozoom/>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07832>

[Redaktioneller Hinweis: Ich kann mich für die Qualität dieser Ausdrucke verbürgen. Charles kam neulich auf der Durchreise in Ithaca vorbei und brachte mir Bilder von einem Trip in das Himalaya-Gebirge im Juli mit. Er hatte eine Sigma SD-10 Kamera und den Olympus P-440 Drucker benutzt. Die Drucke waren wirklich sagenhaft. - Adam]

Es gibt nur zwei Kritikpunkte, was den P-440 angeht. Der erste ist nicht sehr bedenklich: der Druckertreiber akzeptiert Bilder mit der ausgewiesenen Spezifikation von 3200 Pixeln nicht, die Auflösung muss um 3 Pixel geringer sein. Der zweite Punkte ist ernsterer Natur: wenn die Spannung in Ihrem Haus größere Schwankungen aufweist, produziert der Drucker Zufallskleckse und -linien. Spannungsschwankungen kommen in Städten nicht so häufig vor wie auf dem Land. Ich muss den Drucker an einen Spannungsregulator anschließen. (Die USV meines Rechners hätte es auch getan, aber ich hatte zufällig noch einen alten Spannungsregulator im Keller zu liegen.)

Nachtrag: Kodak hat gerade einen Dye-Sublimations Drucker aus einer vergleichbaren Preisklasse angekündigt, der Bilder bis zum Format 8" x 12" druckt. Mit diesem Drucker wird das Marktsegment der professionellen Fotografen angepeilt, ein wichtiger Markt, um den Kodak sich immer besonders gekümmert hat. Dieser Drucker sieht ganz interessant aus.

<http://www.kodak.com/global/en/professional/products/printers/1400/1400Index.jhtml?id=0.1.18.22.9.14&lc=en>

Farbausgleich bei Fotos -- Nachdem Sie Ihr System kalibriert haben machen Sie sich nun an den Farbausgleich der einzelnen Fotos. Der einfachste Weg dafür, den ich kenne, ist, den Bildinhalt in Bezug zu einer Stelle zu bringen, die in etwa ein neutrales, farbloses Grau bietet. Solch eine Stelle gibt es eigentlich in jedem Foto. Es kann sich dabei um eine Lichtreflexion auf einer metallenen Oberfläche handeln, vielleicht nur mit einer Ausdehnung von ein paar Pixeln oder auch nur das Blitzen eines Ringes - Sie finden bestimmt etwas. Wenn Sie diese neutrale Stelle entdeckt haben, justieren Sie die gesamte Farbbalance so, dass die Rot-, Blau- und Grünwerte für diese Stelle gleiche Werte haben. Verwenden Sie dafür das DigitalColor Meter, die entsprechende Funktion in Photoshop oder in Ihrem Rohkonverter. (Am besten nehmen Sie den Rohkonverter. In Photoshop können Sie nur auf die Pipette klicken.)

Jetzt müssten alle Farben mit vergleichbarer Helligkeit korrekt ausbalanciert sein. Suchen Sie eine Farbe, die besonders empfindlich gegenüber Verwischungen ist – in der Regel sind das Hauttöne – und suchen Sie nach Unterschieden in dieser Schattierung zwischen Schlaglichtern und Schatten. Diese Unterschiede weisen auf Farbveränderungen hin, die je nach Helligkeit variieren. Mit Asiva Shift+Gain (Details siehe vorhergehenden Artikel in TidBITS-748) kann man den Helligkeitsbereich, der ausgestellt ist, leicht auswählen und durch leichtes Anstoßen der Schattierung in Richtung „wärmer“ oder „weicher“ korrigieren. Wenn dieser eine Ton so korrigiert wurde, dass er auf allen Ebenen gleich aussieht, dann sollten die anderen Farbtöne auch ähnlich sein, auch wenn es Unregelmäßigkeiten kommen könnte, falls das Bild in gemischtem Licht, unter Neon- oder unter hochintensiver Beleuchtung entstanden ist. Wenn einige spezifische Farbtöne eine Anomalie aufweisen, dann wählen Sie diese in Asiva Shift+Gain aus und korrigieren Sie diese.

<http://www.asiva.com/products/plugins/ShiftGainTrial.php>

Es kommt auf die Augen an -- Die Möglichkeit der Farbkontrolle, die ich hier skizziert habe, ist die einfachste und billigste, die ich kenne. Es ist ein vernünftiger Anfang und eine gute Rückfall-Position, wenn Sie auf einem anderen Weg Probleme bekommen. Natürlich ist es nicht der einzige Weg, Farben zu kontrollieren und er bringt auch nicht unbedingt die bestmögliche Qualität. Mit ausreichend Zeit und genug Geld kann man Besseres leisten. Wenn Sie sich höhere Ziele setzen, dann sollten Sie aber nicht vergessen, dass es keine definierte Farberfahrung gibt, da Farbe kein stabiles, objektives Phänomen ist. Es gibt kaum eine intelligente Antwort auf die Frage "Gibt dies Profil (oder dieser Drucker) eine bessere Farbe?"

Beim Kauf einer Digitalkamera sollte man auch das Wahrnehmungsvermögen im Sinn behalten. Die Spezifikationen von Digitalkameras sind – aus der Perspektive eines Auges betrachtet – nicht das, was sie zu sein scheinen. In meinem nächsten Artikel werde ich Kameras von dieser Warte aus untersuchen. Unter anderem wird es eine eingeschränkte und überraschend “niedrige” Antwort auf die Frage geben "Wieviele Pixel braucht man?"

PayBITS: Wenn Charles' Empfehlungen zur Farbbalance Ihnen geholfen haben, dann bittet er um eine Spende für Doctors Without Borders:
<http://www.doctorswithoutborders-usa.org/donate/>
Mehr über PayBITS gibt es hier: <http://www.tidbits.com/paybits/>


Aktuelle Themen in TidBITS-Talk/04-Okt-04

vom TidBITS-Team <editors@tidbits.com>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]

Die zweite Adresse unter jedem Diskussionsthema verweist auf unseren Web-Crossing-Server, der schneller ist, aber noch nicht das von uns gewünschte Erscheinungsbild aufweist.

Archivformat für digitale Negative -- Adobe hat soeben ein neues Dateiformat für digitale Negative (DNG) veröffentlicht. Erfahren Sie die Unterschiede zu anderen verlustfreien Bildformaten (wie TIFF) und warum das RAW-Format eine gute Basis für DNG ist. ("Digital Negative archival photo format" - 5 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2326>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/188>

Fernsteuerungs-Software zur Problembehebung nutzen -- Ist es möglich, Fernsteuerungs-Software wie Apple Remote Desktop und VNC dafür einzusetzen, von ferne die Probleme eines Macintosh-Computers zu beheben? Oder etwas präziser: ist es einfach genug, damit jeder es für diesen Zweck einsetzen kann? ("Fernsteuerungs-Software zur Problembehebung nutzen" - 7 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2329>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/190>

Mac OS 10.3.5 - Fehler beim Abspielen von DVD -- Das Betrachten einer DVD auf einem externen Monitor führt zu einem unerklärlichen Fehler - der aber einfach behoben werden kann, indem der Monitor auf Tausende von Farben eingestellt wird. ("MacOS 10.3.5 - error when trying to play a DVD" - 3 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2330>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/192>

Sparen beim Verlängern von .Mac-Kontos -- Apple verlangt 100 US$ zum Verlängern einer .Mac-Mitgliedschaft, aber Sie können ein .Mac-Paket für weniger kaufen und damit Geld sparen. ("Save on .Mac Renewals" - 5 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2331>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/193>


Übersetzung dieser Ausgabe: Alexander Lorani <alexanderlorani@yahoo.com>, Hartmut Greiser <info@linarte.com> und Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.

Lektorat: Heike Kurtz <mail@heikekurtz.de>.

Koordination dieser Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.

Copyright der deutschen Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.

Nichtkommerzielle oder gemeinnützige Medien dürfen unsere Artikel nachdrucken, wenn sie einen Link auf die Seite der deutschen TidBITS oder eine volle Referenz angeben. Andere kontaktieren uns bitte per E-Mail. Der Inhalt der Artikel ist ohne Gewähr. Wenden Sie sich bitte an den Autor. Namen von Publikationen, Produkten oder Firmennamen können durch Gebrauchsmustereintrag geschützt sein. TidBITS engl. ISSN 1090-7017.

Vorige Ausgabe | Englische Ausgabe | TidBITS Home Page | Nächste Ausgabe