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TidBITS#752/25-Okt-04

Take Control feiert seinen 1. Geburtstag! Das wollen wir mit einem 50%-Rabatt und einem Rückblick auf die Bewältigung unseres ersten Jahres feiern. Außerdem erklärt Adam, wie man seinen persönlichen XNS-Namen zurückbekommt und benutzt (Erinnert sich jemand an XNS? Es ist wieder da!), der sich nun "i-name" nennt. Dazu gibt’s Neuvorstellungen von Apple: aktualisierte iBooks und Apple Remote Desktop 2.1. Und schließlich legt sich Adam mit ahnungslosen Richtern an und wir werfen einen realistisch-scharfen Blick auf das heimtückische Opener Shell-Skript.

Themen:

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MailBITS/25-Okt-04

[Übersetzung: Roland Müller <mail@duesenschrieb.de>]

Existenz von Opener ermutigt zur Passwort-Vorsicht -- In den vergangenen paar Tagen sind bei MacInTouch Nachrichten über ein hinterhältiges Shell-Skript namens "Opener" eingetrudelt. Etliche Newsdienste haben den Bericht aufgegriffen und Opener irreführend als Virus bezeichnet. Es ist kein Virus! Und ganz ehrlich, es ist auch keine so große Sache. bei Opener handelt es sich um ein Shell-Skript, das, wenn man es auf einem Mac installiert und aktiviert, Filesharing einschaltet, ein Remote-Login durchführt, den Firewall ausschaltet, Passwörter extrahiert, einen User mit Admin-Status kreiert, ein Passwort-Schnüffelprogramm installiert und derlei mehr. Das klingt schlimm, aber Opener kann nichts davon tun, solange es nicht jemand mit Ihrem Administrator-Passwort oder physikalischem Zugriff auf Ihren Mac installiert und startet. Anders gesagt: Wenn jemand Ihr Admin-Passwort kennt und direkten Zugang zu Ihrem Mac hat, ist Opener nur eines von vielen möglichen Problemen.

<http://www.macintouch.com/opener.html>

So unerfreulich es also auch ist, Opener hat kaum einen Einfluss darauf, wie man mit einem abgesicherten Mac umgeht. Sehen Sie zu, dass Sie regelmäßig Apples Security-Updates installieren. Das stopft schon einige der Sicherheitslücken, über die sich ein Cracker den notwendigen Root-Zugang verschaffen könnte. Sorgen Sie dafür, dass man ihr Administrator-Passwort nicht allzu leicht erraten kann. Vor allem aber, geben Sie Ihr Administrator-Passwort niemals ein, wenn Sie nicht genau wissen, warum es gefordert wird oder wenn Sie der Quelle der Anforderung misstrauen (ein Trojaner, der Opener enthält, könnte extrem gefährlich sein). Meiner Meinung nach, liegt genau da Apples größter Fehler in Sachen Sicherheit; Ich werde so häufig nach meinem Administrator-Passwort gefragt, dass es zu einfach ist, es reflexartig einzugeben, ohne darüber nachzudenken, wer es wozu benötigt. [ACE]


Erster Jahrestag von Take Control

von Adam C. Engst ace@tidbits.com
[Übersetzung: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>]

Es ist jetzt ein Jahr her, dass wir mit Joe Kissells "Take Control of Upgrading to Panther" unser erstes Take Control E-Book veröffentlichten. Wir wollen den Jahrestag nun auf zwei Arten begehen: Erstens kündigen wir einen einwöchigen 50-Prozentrabatt an und zweitens schildern wir Ihnen, welche Erfahrungen wir nach einem Jahr in der schönen neuen Welt des elektronischen Buchvertriebs gesammelt haben. Um in den Genuss des Rabattes für ein oder mehrere Bücher zu kommen gehen Sie auf die Bestellseite und geben den Couponcode CPN41024TC1 ein (der zweite Link unten macht das für Sie automatisch). Reichen Sie den Code an Freunde, Kollegen oder Waldbewohner weiter, doch beachten Sie, er läuft am 1. November 2004 ab.

<http://www.tidbits.com/ takecontrol/>
<http://store.esellerate.net/store/s.aspx?s=STR5625274989&COUPON=CPN41024TC1&PT=TRK-TB752>

Mit der Idee zur Take Control-Reihe hofften wir ein neues Modell für Veröffentlichungen über die Nutzung von Computern aufzulegen. Das frühere System hatte unseres Erachtens zu viele Defizite. Leser mussten zu lange auf wichtige Informationen warten, Autoren hatten zuviel Aufwand bei schlechter Bezahlung und die Bücher veralteten viel zu schnell. Als wir alles was Tonya und ich in den Jahren des Schreibens und Herausgebens, des Kundenkontakts und des Webdesigns und vielem mehr gelernt hatten, zusammenfassten und uns ein gutes Team an Autoren und Lektoren dazu holten, glaubten wir beweisen zu können, dass wirkliche Menschen wirkliche Publikationen für wirkliche Leser schaffen könnten, die wirklich funktionierten, und das es auf eine Weise Spaß und kosteneffizient für alle sei. Ich denke, wir haben es soweit geschafft, obgleich unsere Vision über das bisher Erreichte hinausgeht. Deshalb hier nun ein Bericht über das, was wir geschafft haben und das, was als nächstes kommen wird.

Nur die Fakten, bitte -- Wir hatten große Hoffnungen für Take Control, da alle unsere Annahmen, wie wir elektronische Bücher herstellen und verkaufen könnten einwandfrei erschienen, doch die Wirklichkeit übertraf unsere Erwartungen bei weitem. Seit dem 24. Oktober 2003 haben wir 12 Titel in Englisch veröffentlicht, von denen fünf ins Japanische, Deutsche und Niederländische übersetzt worden sind. Für diese 17 E-Books haben wir 20 kostenlose Aktualisierungen angeboten, von der Korrektur weniger Zeichen bis zur 63seitigen Ergänzung. Wir haben beinahe 24.000 E-Books verkauft, wobei "Take Control of Upgrading to Panther" mit 6.500 Exemplaren der Bestseller ist. Und in dieser Woche haben wir drei unserer E-Books bei Peachpit Press drucken lassen; das durchgehend farbige "Take Control of Apple Mail" sowie "Take Control of Your AirPort Network" sollten nun neben "Take Control of Panther" in den Regalen der Buchläden stehen.

<http://www.amazon.com/ exec/ obidos/ ASIN/ 0321321154/ tidbitselectro00/ ref%3Dnosim/>
<http://www.amazon.com/ exec/ obidos/ ASIN/ 0321321162/ tidbitselectro00/ ref%3Dnosim/>
<http://www.amazon.com/ exec/ obidos/ ASIN/ 0321287649/ tidbitselectro00/ ref%3Dnosim/>

Obwohl sich all unsere Bücher dank einer sehr gut lesbaren Wordvorlage von Tonya von Anfang an ziemlich glichen, haben wir aufgrund der im Vergleich zu gedruckten Büchern unterschiedlichen Erfahrungen mit elektronischen Büchern eine Reihe kleinerer Änderungen vorgenommen. Auch in der Infrastruktur gibt es zahllose Änderungen, die bemerkenswerteste betrifft die Zusammenarbeit mit eSellerate beim Bezahlverfahren. Obwohl Perfektion immer unerreichbar bleiben wird, hat uns eSellerate sehr gut weitergeholfen, erheblich besser, als der immense Aufwand selbst ein Geschäftskonto zu führen. Ich kann es nur jedem, der online etwas verkaufen will empfehlen (für das Protokoll: Wir waren auch mit Kagi sehr zufrieden, die wir ursprünglich verwendet haben. Der Grund für den Wechsel lag im maßgeschneiderten eigenen Geschäftskonto). Viele andere Änderungen nutzen die Vorteile der vielen Funktionen von Web Crossing, was uns den erheblichen Aufwand wie die Benachrichtigung über die Updates, das Angebot kostenloser E-Book-Versionen für Käufer unserer gedruckten Bücher und vieles mehr erspart hat.

Der Ausblick für 2005 -- Nach einem Jahr harter Kärrnerarbeit und Adrenalinstößen bei jeder Veröffentlichung ist es an der Zeit, darüber nachzudenken, worauf wir uns im kommenden Jahr konzentrieren wollen. Der gesamte Verkauf ist bislang über unsere Website abgewickelt worden, weshalb wir nun nach Wiederverkäufern als zusätzlicher Möglichkeit, viele weitere Menschen zu erreichen, umschauen. Die Partnerschaft mit Peachpit Press zur Veröffentlichung gedruckter Versionen war der erste große Schritt in diese Richtung und wir sprechen mit einer Reihe Unternehmen über den Wiederverkauf der E-Books (unnötig darauf hinzuweisen, dass Sie mich bei Interesse am Wiederverkauf kontaktieren können.)

Ein einfacher Weg des Wiederverkaufs ist eSellerates Affiliate Program, durch das Sie nicht nur unsere Bücher sondern auch viele Produkte anderer Unternehmen kaufen können. eSellerates Programm ist ein wenig umständlicher als andere Programme die ich kenne, und es gibt zwei wichtige Dinge zu bedenken: Erstens müssen Sie sich registrieren, um ein Produkt auf der Affiliate-Webseite anbieten zu können, Sie können nicht einfach eine URL nach ihrer Vorstellung einrichten. Und zweitens ist es eine gute Idee, sich zu registrieren und unsere E-Books anzubieten, da Sie die 10 Prozent Affiliate-Anteil nur für die Bücher erhalten, die Sie zu ihrem Account hinzugefügt haben. Wie mit allen Partnerprogrammen hängt der Erfolg an der Vielfalt der Produkte und einem hohen Zugriff auf Ihre Webseite. Wenn Sie interessiert sind, klicken Sie den folgenden Link:

<https://affiliates.eSellerate.net/>

Ein anderer Bereich, auf den wir uns konzentrieren wollen, ist der Herstellungsaspekt elektronischer Bücher. Wir haben im vergangenen Jahr bergeweise über die Herstellung guter PDFs hinzugelernt. Und obwohl es keine Spezialwissenschaft ist, bin ich vor allem über den Mangel an wirklich guten PDFs überrascht. Der Grund liegt darin, dass gerade unter Mac OS X ein großer Mangel an guten Programmen zur Herstellung und Bearbeitung von PDF-Dateien existiert (PDF Enhancer von PDF Sages und Apago wie auch PDFpen von SmileOnMyMac sind die bemerkenswerten Ausnahmen). Ohne anständige Hilfsprogramme haben nur wenige Leute die Energie aufgebracht, das notwendige Wissen zur Erstellung guter PDFs zu entwickeln. Und das Wissen, dass diese Leute haben scheint sehr spezifisch und nicht generell nutzbar zu sein. Ich habe eine Reihe Bücher über PDFs gelesen und beinahe alle beschreiben nur das, was ohnehin über die (häufig enervierende) Benutzeroberfläche von Acrobat Professional offensichtlich ist. Ein gewisser Grad an manuellem Eingriff ist wie immer notwendig, doch wir hoffen, viele der nervtötenden Aspekte der PDF-Herstellung identifizieren und eliminieren zu können.

<http://www.apago.com/ products.html>
<http://www.smileonmymac.com/ PDFpen/>

Zusammen mit unseren PDF-Versuchen haben wir Prozesse konstruiert, wie wir einen Titel entwickeln, schreiben, lektorieren und verlegen. Unser nächstes Ziel ist es herauszufinden, wie wir das zusammenpacken und andere in diesen Prozessen trainieren, damit weniger des Wesentlichen nur in unseren Köpfen existiert und unsere Autoren schneller und einfacher vom Konzept bis zum fertig erstellten E-Book kommen. Viele Autoren haben uns angesprochen, weil sie an der Reihe mitschreiben wollten, aber wir waren zu überwältigt mit unseren vorhandenen Autoren und Projekten, um neue dazu zu holen. Wir hoffen, dass wir die Diskussionen mit diesen Autoren neu beginnen können, um Ihnen fachmännischen Rat zu noch mehr Themen zu bringen; es wäre schick, die Zahl unserer Titel kommendes Jahr zu verdoppeln.

Und zum Schluss, abgesehen von der sehr willkommenen Berichterstattung für einzelne Bücher in verschiedenen Macintosh-News und einem größeren Beitrag über Take Control in den Wired News (später von Slashdot übernommen), haben wir uns vornehmlich konzentriert auf die TidBITS-Nutzerschaft (angesichts des interessierten und besonders kritischen Wesens des durchschnittlichen TidBITS-Lesers ein bewusster Schritt). Aber Apple verkauft weiterhin jedes Quartal rund 750.000 Macs und ich habe gehört, dass die Hälfte der Verkäufe in den Apple Stores an Mac-Neulinge gehen. Das sagt mir, dass da draußen viel mehr Nutzer sind, denen wir helfen könnten, wenn wir sie nur erreichen könnten. Herauszufinden, wie wir effektiv außerhalb unserer TidBITS-Kernzielgruppe Marketing betreiben können, wird ebenfalls eines der großen Ziele für das kommende Jahr sein. Und wir sind offen für Ideen jenseits des offensichtlichen; Take Control dreht sich schließlich darum, Dinge anders anzugehen.

<http://www.wired.com/news/mac/0,2125,64563,00.html>
<http://slashdot.org/article.pl?sid=04/08/13/2234234&tid=149&tid=192&tid=1&tid=6>

Lassen Sie mich mit Dank an alle schließen, die unsere E-Books gekauft haben; Ihre Unterstützung und freundlichen Worte haben uns geholfen, in den viel zu vielen langen Nächten zu bestehen. Und von Tonya und mir gilt besonderer Dank den Autoren, Lektoren und Übersetzern, die uns geholfen haben, dieses erste Jahr wahr werden zu lassen, vor allem Joe Kissell, Matt Neuburg, Kirk McElhearn, Glenn Fleishman, Tom Negrino, Jeff Tolbert und Caroline Rose. Wenn wir es weiterhin als Spaß begreifen und uns immer an das Ziel erinnern, den Menschen zu helfen, die Kontrolle über ihre Computer zurück zu erlangen, wird diese Welt ein besserer Ort für uns alle werden.


Apple frischt auf: iBooks, Power Mac G5, Xserve RAID

vom TidBITS-Team <editors@tidbits.com>
[Übersetzung: Alexander Lorani <alexanderlorani@yahoo.com>]

Jedes neue iBook Modell stellt uns vor die Frage: "Soll ich ein PowerBook oder ein iBook kaufen?" Die PowerBook Serie war immer das professionelle Arbeitstier mit mehr Einschubschächten und Optionen, die das mehr auf den Ausbildungs- und Konsumentenmarkt gerichtete iBook nicht bot. Aber das iBook hinkte bezüglich Geschwindigkeit und Basisausstattung nie so weit hinterher und war dadurch für all die Leute attraktiv, die nicht den schnellsten Prozessor oder einen PC-Karteneinschub benötigten. Letzte Woche rückte Apple die Spezifikationen der neuesten iBook Konfigurationen noch näher an die bestehende PowerBook Serie heran, und warf damit erneut die entscheidende Frage für potenzielle Mac Laptopkäufer auf.

Gleichzeitig brachte Apple eine neue Version der Ein-Prozessorkonfiguration des Power Mac G5 heraus und fügte mehr Speicher den oberen Xserve RAID-Modellen zu.

Neues iBook G4 -- Die neuen iBooks warten mit verbesserten Systemspezifikationen auf aber das bemerkenswerteste ist die serienmäßige Ausstattung mit AirPort Extreme Karten in allen Modellen, nicht nur in den Top-Endgeräten. Davor kostete es ca. 80 USD, die Karte separat zu erwerben. Alle Modelle unterstützen nun auch ein optionales Bluetooth-Modul für 50 USD.

Das Einsteigermodell mit 12-Zoll Bildschirm fängt jetzt bei 1000 USD an, eine Preisreduktion von 100 USD gegenüber dem alten Einstiegsmodell. Es beinhaltet einen 1,2 GHz PowerPC G4 Prozessor, 256 Megabyte Arbeitsspeicher und eine 30 GByte Festplatte. Die zwei 14-Zoll Bildschirmmodelle liegen bei 1300 USD bzw. 1500 USD und kommen mit 1,33 GHz PowerPC G4 Prozessoren, 256 Megabyte Arbeitsspeicher und einer 60 GByte Festplatte daher. Die höherpreisigen Modelle haben ein SuperDrive (DVD-R/CD-RW), während die anderen Modelle CoMegabyteo Drives aufweisen (DVD/CD-RW). Außerdem ist iLife '04 vorinstalliert.

<http://www.apple.com/ibook/>

Ein-Prozessor Power Mac G5 -- Apple hat's wohl gehört: der Markt wurde durch das billigste Einsteigermodell der Power Mac Serie für 2000 USD nur behindert. Die Firma hat also ein Ein-Prozessor Modell mit 1,8 GHz Power Mac G5 ins Programm aufgenommen; der Preis liegt bei 1500 USD. Der Hauptunterschied zum Dual-1,8-GHz Modell (neben dem fehlenden Prozessor natürlich) ist ein 600 MHz Frontside Datenbus, verglichen mit dem 900 MHz Bus beim Dual-Modell. Dies dürfte aber wegen des Ein-Prozessor Nachteils nicht viel an Geschwindigkeit ausmachen.

<http://www.apple.com/powermac/>

Xserve RAID - darf es noch etwas mehr sein? -- Falls Sie in der Verlegenheit sind noch ein paar Milliarden Fotos mehr zu speichern: Apple hat die Kapazität der Xserve RAID Speichereinheit von der 3,5 Terabyte auf 5,6 Terabyte erhöht(ein Terabyte entspricht 1024 GByte oder ungefähr einer Billion Byte). Diese größte Konfiguration kostet 13.000 USD.

<http://www.apple.com/xserve/raid/>


Apple Remote Desktop 2.1 erschienen

von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Sebastian Völtz <sebastian.voeltz@web.de>]

Apple hat soeben Version 2.1 von Apple Remote Desktop herausgegeben, welche viele Verbesserungen und neue Funktionen mitbringt (siehe "Passing the Remote to Apple Remote Desktop 2.0" in TidBITS-746 [leider nur auf Englisch vorliegend -- SV]). Nun kann man entfernte Computer in Vollbild-Darstellung steuern und überwachen, und man kann bei Computern mit mehreren angeschlossenen Monitoren beide Bildschirme sehen. In dieser Konstellation erscheinen beide Bildschirme in einem Fenster, was eventuellerforderlich macht, die Option "An Fenstergröße anpassen" auszuschalten und zu scrollen, um alle Bildschirmbereiche zu sehen. Im Steuerungsmoduswerden nun Scrollrad- und Rechtsklick-Aktionen an den entfernten Macübertragen, so dass man seine Arbeitsgewohnheiten weniger umstellen muss. Apple gibt außerdem an, die Unterstützung für VNC-Viewer und -Server von Drittherstellern verbessert zu haben, obwohl ich nicht all die Programme getestet habe, mit denen ich früher Schwierigkeiten hatte.

<http://www.apple.com/de/remotedesktop/>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07821>

Zu den weiteren Verbesserungen gehört die mehrzeilige Ausgabe von Befehlszeilen-Programmen. Der "Send Unix"-Befehl wird so deutlichsinnvoller nutzbar, um entfernte Macs zu verwalten, ohne eine SSH-Session eröffnen zu müssen (wobei einem Remote Desktop noch immer nicht behilflich ist). Der Befehl "Paket installieren" erkennt jetzt, ob die Installation einen Neustart erfordert, und löst diesen optional nach Installation auch aus. Der Informationsabruf von entfernten Computern wurde verbessert, und ebenso das Ausdrucken von Berichten zur Hard- und Softwarekonfiguration. Obwohl Apple behauptet, Remote Desktop 2.1 beinhalte "verbessertes Kopieren von Dateien auf verbundene Home-Verzeichnisse", ist es leider nicht leichter, im Normalbetrieb Dateien nach oder von entfernten Rechnern zu kopieren. Kleine Fortschritte sind verbesserte Client-Authentifizierung mit Aktive Directory und zwei weiteren Verzeichnisdiensten, bessere Spaltensortierung im Remote Desktop Admin-Programm, Speicherung der Einstellungen, wenn die Anwendung unerwartet beendet wird, und Speicherung der Konfiguration von Netzwerk-Scannern.

Zur Benutzung muss auch die Remote Desktop Client-Software aktualisiert werden, das ist jedoch leicht getan mit Hilfe des Befehls "Upgrade Client" aus dem Menü Manage; auf dem eigenen Mac aktualisiert das Admin-Programm das Client-Programm automatisch beim Starten. Das Admin-Programm beschwerte sich jedoch, dass mein Client-Programm (zu diesem Zeitpunkt ausgeschaltet) nicht auf aktuellem Stand war (ich musste das Admin-Programm gewaltsam beenden) und startete dann nicht wieder, wenn der Client abgeschaltet war. Um dies und weitere Widrigkeiten zu vermeiden, empfehle ich, den Remote Desktop Client vor Installation anzuschalten.

Apple Remote Desktop 2.1 ist ein kostenloses, 18,5 Megabyte großes Update; es kann über Software-Aktualisierung heruntergeladen werden oder das Admin-Programm (16,4 Megabyte) und das Client-Programm (7,1 Megabyte) können getrennt geladen werden. Beide setzen Mac OS X 10.2.8 oder höher voraus.

<http://www.apple.com/support/downloads/appleremotedesktop21admin.html>
<http://www.apple.com/support/downloads/appleremotedesktop21client.html>


Rolex Spam serviert in Alice's Restaurant

von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzer Walter Sonnenberg <dr.w.sonnenberg@t-online.de>}

Einige von Ihnen werden sich erinnern, dass in den ersten Tagen nach unserem Umzug als TidBITS Talk zu Web Crossing wanderte, ein gutes Dutzend Spam-Mails über unseren Verteiler lief, bevor ich herausfand, wie diese Sendungen auf den jeweiligen Eingabedatenströmen gestoppt werden konnten. Als Resultat meiner Fehlversuche [engl. mistakes – ws] und Fehler [auch mistakes – ws] gelangte unser Server bei SpamCop für zwei Tage auf die Liste der Spamserver, wie uns SpamCop-Benutzer meldeten. Das war ärgerlich und (etwas untertrieben) mit Arbeit verbunden, aber Gott sei Dank ging alles ohne Mitwirken von Rechtsanwälten ab.

In den letzten Wochen habe ich bemerkt, dass sich die Zusicherungen von Postini bezüglich Spam inhaltlich erheblich verändert haben. Die Schmuddel-Mail ist praktisch aus dem Rennen und merkwürdigerweise durch Anpreisungen von Rolex-Nachahmungen ersetzt. Die Tatsache, dass Spammer E-Mail-Nutzer mit Abermillionen von Anpreisungen teurer Uhren überschwemmen, ist merkwürdig genug. Fast jeder, der Interesse an einer Edeluhr hat, besitzt ohnehin schon eine, die perfekt funktioniert – wie viele Uhren sollen denn gesunde Leute in ihrem Leben noch erstehen? Nun, um eine Zeile aus Arlo Guthries Lied über das Restaurant von Alice zu bemühen, Uhren sind gerade der Gegenstand meiner Anmerkungen.

<http://www.arlo.net/lyrics/alices.shtml>

Andere Mailinglisten hatten die gleichen Probleme wie die TidBITS-Talkliste, eine dieser Rolex-Nachahmungsmails schaffte es sogar, die FreeS/WAN-Firewall zu passieren (FreeS/WAN implementiert das IpSec Tunneling für Linux). Die darauf folgende Meldung über dieselbe Firewall ist auch eine Spamsendung; Ich vermute, die Betreuer haben gerade eine Konfigurationsänderung eingespielt und haben während dieser Arbeiten vergessen, das System abzuschotten. Man müsste meinen, so etwas ärgere alle Leute auf der betroffenen Liste und diese unangenehme Phase ende damit, dass alle auf die Spammer schimpfen. Aber weit gefehlt:

<http://web.archive.org/web/20030522143805/http%3A//lists.freeswan.org/pipermail//design/2003-March/004535.html>

Da im FreeS/WAN-System alle Meldungen im Web archiviert wurden, fand Rolex Watch Inc, U.S.A. (Da gibt es auch wirkliche Artikel über Rolex!) die Originalmeldung bei der Suche nach den Nachahmern von Rolex-Uhren. Für alle über 13 (und wohl auch viele, die noch nicht 13 Jahre alt sind) ist es offensichtlich, dass die FreeS/WAN-Archive Dinge protokollieren, wie sie dem FreeS/WAN-System vorgekommen sind und nichts enthalten, was aus dem FreeS/WAN-System absichtlich generiert wurde. Obiges war ein Vorfall, und zwar ein peinlicher. Aber augenscheinlich waren die hochbezahlten Anwälte von Rolex nicht in der Lage, dies herauszufinden und schickten John Gilmore eine Unterlassungserklärung (mit 27 Bildschirmfotos, die auf der Rückseite Handnotizen aufweisen), die ihm als Eigner der domain freeswan.org eine Strafe von bis zu 1.000.000 USD androht, ihm vorwirft, Postings abzusetzen, die die Marke Rolex missbrauchen, Nachahmungen zu verkaufen und eingetragene Rechte zu verletzen. Hier wird also die Beleidigung in eine Anklage verwandelt! Spam durchläuft eine Liste, die Sie bereitstellen und die Rechtsanwälte drohen Ihnen, weil dies passiert.

<http://www.chillingeffects.org/trademark/notice.cgi?NoticeID=1454>

Der Server mit den Logfiles zum FreeS/WAN-System ist zur Zeit stillgelegt. Ich weiß also nicht, ob Gilmore die Spam-Nachrichten noch zeigt, aber über den obigen Link zum Archiv können Sie etwas über den aktuellen Stand erfahren. Dies Resultat wird das FreeS/WAN-System überleben. Das ganze Verfahren ist dumm, weil niemand außer dem Spammer irgendwelches Interesse an diesen Anpreisungen hat, das Ganze wird ewig archiviert. – so arbeitet das Internet halt. Den Spam-Geist kann man nicht in seine Flasche zurückstecken.

Wir haben es also mit Sonderlingen der Rechtsanwaltszunft zu tun, die Unterlassungserklärungen an Unschuldige und Unbeteiligte verteilen. Vermutlich werden diese von Rolex für ihre Arbeit auf Stundenbasis bezahlt und sie kosten Rolex den letzten guten Willen. Schlimmer ist. Dass der Operator des Mailing-Liste Archivs für die archivierten Spammails verantwortlich gemacht werden soll; weitere Details entnehme man den FAQ bei Chilling Effects:

<http://www.chillingeffects.org/trademark/question.cgi?QuestionID=663>
<http://www.chillingeffects.org/trademark/question.cgi?QuestionID=314>

Zum Abschluss möchte ich an Rolex und noch dringender an Gibney, Anthony & Flaherty, LLP folgendes anmerken:

"Liebe Leute, wir können dies Vorgehen nicht tolerieren, Eure Unterlassungserklärung wird im Archiv landen. Freunde im Internet, in irgendeiner Datenbank wird sich eine Kopie dieser dummen Unterlassungserklärung immer finden lassen und diese Blamage beweisen. Ich schreibe diesen Artikel nur, weil Sie vielleicht jemanden kennen, der in die gleiche miese Situation kommt. Sie können in dieser Situation nur eines tun: Platzieren Sie Ihre Information in den nächsten Logfile. Sie brauchen nur den Eintrag zu schreiben. Dann können Sie sich nur noch beruhigen‚ so mit ziellosen Schüssen geht es nicht’. Wenn ein Einzelner so etwas tut, klassifizieren Sie ihn normalerweise als krank und niemand wird ihm zuhören. Wenn zwei dasselbe tun, halten sich beide für einsame Instrumente, die werden sich aber gegenseitig nicht beachten. Wenn drei Leute unabhängig voneinander die gleichen Editeinträge in ihre Logfiles setzen, werden diese eine Systematik dahinter vermuten. Sie glauben sicherlich an eine Organisation. Können Sie sich vorstellen, was passiert, wenn jeden Tag 50 gleiche Einträge entstehen? Dann vermutet man dahinter eine Bewegung. Also haben wir es hinter den Rolex-Mails mit einer Rolexbewegung zu tun. Wenn Sie sich in diese Bewegung einreihen wollen, brauchen Sie bloß Einträge in Ihren Logfile zu erzeugen und damit gibt es Material für weitere Unterlassungserklärungen."

An Arlo [gemeint ist Arlo Guthrie, der Urheber von "Alice's Restaurant" – ws], wenn Du dies liest, entschuldige bitte, dass ich Deine Verse verdreht habe und alle anderen, die noch nichts von "Alices Restaurant" gehört haben, kauft Euch die CD (leider gibt es im iTunes Music Store noch keine Kopie des Liedes). Um eines klar zu stellen, Unterwerfungserklärungen sind nicht neu; diese hat mich berührt, weil TidBITS-Talk von den gleichen Spam-Mails betroffen war und immer noch Rolex-Spam meinen Killfile bei Postini vollmüllt.

<http://www.risingsonrecords.com/detail.php?item=15>


Ausdauer zahlt sich aus: Die Rückkehr von XNS

von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Klaus Werner Wirtz <kww@q-dsl.de>]

Erinnern Sie sich an XNS? Das war die Plattform für den einfachen und sicheren Datenaustausch über das Internet, bei deren Stapellauf vor vier Jahren ich geholfen habe. Damals war ich Vorsitzender der gemeinnützigen Organisation XNSORG, die mit dem Entwickler von XNS, der Firma OneName in Seattle, an der Verbreitung von XNS arbeitete. Obwohl viele Leute sehr viel Arbeit hineinsteckten, war XNS kein Erfolg vergönnt, und die 40.000 XNS-Namen, die damals registriert wurden, konnten seitdem nicht benutzt werden.

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=06133>

Aufgrund der Hartnäckigkeit von Drummond Reed, der die Grundlagen von XNS entwickelt hat, und von einigen andern Schlüsselpersonen ist XNS wieder da, wiewohl mit zahlreichen neuen Namen und Gesichtern (ich habe mich im Mai 2004 von XNSORG zurückgezogen). XNS selbst wurde in zwei Teile geteilt: XRI (eXtensible Resource Identifier) und XDI (XRI Data Interchange). XNSORG nennt sich jetzt passender Weise XDI.ORG. OneName hat das Dotcom-Sterben überlebt, hat sich mehrfach umorganisiert und heißt jetzt Cordance Corporation.

<http://www.xdi.org/>
<http://www.cordance.net/>

Aus der Sicht der 40.000 Menschen, die persönliche XNS-Namen registriert haben, ist am wichtigsten, dass sie ihren kostenlosen XNS-Namen (der jetzt "i-Name" heißt) reaktivieren und damit von einer neuen persönlichen Kontaktseite profitieren können, über die Andere mittels ihres i-Name mit ihnen in Kontakt treten können, ohne dass ihre Email-Adresse preisgegeben wird. Cordance schickt deswegen Emails an alle XNS-Namen, aber aufgrund des Alters der Adressen und wegen der Spam-Filter werden viele nicht ankommen; seien Sie also nicht betrübt, wenn Sie keine Nachricht erhalten. Nehmen Sie stattdessen diesen Artikel als Ihre Benachrichtigung, und wenn Sie noch Andere kennen, die einen XNS-Namen registriert haben, geben Sie die Nachricht weiter. Um einen XNS-Namen zu reaktivieren, muss man die folgende Seite bei 2idi aufsuchen; das ist die Firma, die als erster "i-Broker" für i-Names fungiert. Die zweite URL enthält juristische Details zu der Umwandlung eines XNS-Namens in einen i-Name.

<http://2idi.com/xns/>
<http://www.xdi.org/docref/legal/egs-xns-name-conversion.html>

(Wenn Sie Ihren XNS-Namen nicht wieder haben wollen, ignorieren Sie die Mail von Cordance einfach; die Daten im XNS-Register werden gelöscht, nachdem die dreimonatige Umstellungszeit vorbei ist.)

Was sind XRI, XDI, i-Names und i-Broker? -- Der Übergang von XNS und XNSORG bringt zwei wichtige Verbesserungen mit sich. Erstens haben wir eingesehen, dass es nahezu unmöglich ist, eine neue Standardisierungsorganisation auf der grünen Wiese hochzuziehen; da die Idee bei Standards die ist, dass sich alle auf sie einigen, macht es wesentlich mehr Sinn, mit vorhandenen Standardisierungsorganisationen zusammenzuarbeiten. Also wird die Kerntechnik, auf der XNS aufbaute, jetzt von OASIS (Organization for the Advancement of Structured Information Standards) verwaltet, einem gemeinnützigen internationalen Konsortium, das sich auf Standards mit Bezug zum Electronic Commerce konzentriert. Zweitens wurde XNS in zwei Teile aufgetrennt: XRI (eXtensible Resource Identifier) und XDI (XRI Data Interchange). XRI ist ein Protokoll zur Identifikation beliebiger abstrakter Objekte auf eine orts-, anwendungs- und transportunabhängige Weise; XDI ist ein Web Service für gemeinsame verteilte Daten, die XRIs benutzen. Die erste URL unten erläutert XRI und XDI; die nächsten beiden sind die formalen technischen Spezifikationen von OASIS.

<http://www.xdi.org/xri-and-xdi-explained.html>
<http://www.oasis-open.org/committees/tc_home.php?wg_abbrev=xri>
<http://www.oasis-open.org/committees/tc_home.php?wg_abbrev=xdi>

XRIs gibt es in zwei Formen: maschinengerechte "i-Numbers" und menschenfreundliche "i-Names". i-Numbers sind wie IP-Nummern so entworfen, dass sie von Netzwerk-Routern effizient benutzt werden können; i-Numbers sind jedoch permanent: wenn ein Objekt einmal durch eine i-Number identifiziert worden ist, wird diese i-Number nie mehr für etwas anderes verwendet werden. (IP-Nummern werden dagegen häufig neu zugewiesen.) i-Names sind für Menschen leichter zu merken, und sie verweisen auf i-Numbers - ähnlich wie DNS-Namen. Stellen Sie sich einen i-Name wie eine dauerhafte digitale Identität vor. Ihre Email-Adresse ändert sich, wenn Sie den Internet-Dienstanbieter oder Ihre Arbeitsstelle wechseln, Ihre Telefonnummer ändert sich, wenn Sie umziehen, aber Ihr i-Name bleibt immer mit Ihnen verbunden, weil er ein orts-, anwendungs- und transportunabhängiger XRI ist. XDI passt da hinein, weil es zweiseitige Verknüpfungen zwischen i-Names bietet, die so genannten "Verknüpfungsverträgen" unterliegen. Diese können Regelungen enthalten zu Autorität, Authentifizierung, Autorisierung, Privatsphäre, Kontrolle der Nutzung, Synchronisierung, Beendigung usw.

<http://www.xdi.org/i-names-explained.html>

All dies kulminiert in dem Dienst einer persönlichen Kontaktseite, den der i-Broker 2idi allen i-Name-Besitzern kostenlos zur Verfügung stellt. Eine persönliche Kontaktseite ist ein Kontaktformular, ähnlich anderen Kontaktformularen im Web. Da die persönliche Kontaktseite aber einen i-Name und keine Email-Adresse verwendet, kann kein Spammer die Adresse aus dem HTML-Quellcode extrahieren. Um automatischen Formausfüllern vorzubeugen, kann der Benutzer verlangen, dass der Mensch, der das Formular ausfüllt, auf eine Email-Bestätigung reagiert; so arbeiten auch viele Postverteillisten, um gefälschte Abonnements zu verhindern. Wenn der Mensch, der mit Ihnen in Kontakt treten will, selbst einen i-Name hat, dann ist die Email-Bestätigung unnötig, da er den Bestätigungsvorgang schon durchlaufen hat. Sobald das Formular abgeschickt worden ist, verschickt der i-Broker eine Email an Sie; alles geht also über einen vertrauenswürdigen Dritten.

Sie können mich also in Zukunft über die persönliche Kontaktseite unter folgendem Link erreichen:

<http://public.xdi.org/=adam.engst>

XNS bot schon einen ähnlichen Dienst, obwohl er auf die Anzeige von Informationen beschränkt war - ähnlich wie eine Visitenkarte. Die persönliche Kontaktseite ist viel nützlicher, und ich freue mich, dass die Entwickler der i-Names es ermöglichen, dass jeder, der einen XNS-Namen reaktiviert, diesen auch sofort so nutzen kann.

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=06485>

i-Namen für den Rest der Welt -- Die, die im Jahr 2000 keinen XNS-Namen registriert haben, können trotzdem einen i-Name erhalten - aber nicht kostenlos. Die ersten 150.000 Benutzer erhalten für USD 25 einen i-Name. der 50 Jahre gültig ist, plus ein Jahr freie Speicherung bei 2idi. Dieses Early Global Services-Programm ist in Wirklichkeit eine Spendensammlung - der XDI.ODG-Sponsor Identity Commons und XDI.ORG selbst wollen alle Einnahmen, die die Ausgaben übersteigen, zur Entwicklung von Open Source-Software verwenden, die weitere Identitäts- und Datendienste bereitstellt.

<http://www.idcommons.net/>
<http://2idi.com/registrar/index.html?referral_code=@xdi>

Der Unterschied zwischen diesem Early Global Services-Programm und unseren Bemühungen vor vier Jahren ist, dass heute viel mehr Gemeinschaften daran interessiert sind (und deshalb auch ihren Mitgliedern empfehlen, sich registrieren zu lassen) - ungefähr 15 machen derzeit mit (sind aber noch nicht alle unter der folgenden URL aufgelistet), einige andere sind kurz davor. Dieses Maß an Enthusiasmus freut mich, überrascht mich aber nicht: die Probleme rund um eine dauerhafte Identität (für Objekte und digitale Abstraktionen wie für Menschen) sind in den letzten Jahren offen zu Tage getreten.

<http://www.xdi.org/community-home-page.html>

Blick nach vorn -- Große Vorhersagen, dass bald jeder i-Namen haben und benutzen wird, sind sicher nicht angebracht. Jede neue Technik im heutigen Internet muss hart kämpfen, um sich durchzusetzen, und obwohl die Kombination von XRI und XDI einige interessante Leistungen bietet, ändern sich die Menschen nur ungern, selbst wenn dadurch alles besser wird. Trotzdem wünsche ich Drummond und allen anderen, die unzählige Stunden in dieses Projekt hineingesteckt haben, alles Gute. Wenn dieses Thema Sie auch interessiert, dann schauen Sie doch mal selbst, welche Ziele XDI.ORG verfolgt.


Aktuelle Themen im TidBITS Talk/25-Okt-04

vom TidBITS-Team <editors@tidbits.com>
[Übersetzung: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>]

Die zweite URL unter jedem Diskussionsthema verweist auf unseren Web-Crossing-Server, der schneller ist, aber noch nicht das von uns gewünschte Erscheinungsbild aufweist.

Die Diktatur der E-Mails -- In Ihrer Alltagskommunikation verlassen Sie sich wahrscheinlich auf E-Mails, aber beanspruchen diese vielleicht zuviel Zeit? Wann ist Kommunikation ein Störfaktor? Und können Sie es sich wirklich leisten, Ihr E-Mail-Programm zu beenden? (4 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2343>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/205>

Archivierung bei iChat -- Bei den Textmengen, die durch iChat geschaffen werden, wie findet man da eine alte Unterhaltung? (5 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2344>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/206>

Lesezeichen in der Vorschau? Ein Leser, der die Vorschau zum Lesen der Take Control-E-Books verwendet fragt sich, ob in dem Programm Lesezeichen verwendet werden können wie echte Lesezeichen in einem echten Buch. (4 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2345>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/207>

Themen zum Office 2004 SP1 -- Leser debattieren Änderungen in Microsofts letztem Service Pack für Office 2004. (2 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2347>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/209>


Übersetzung dieser Ausgabe: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>, Alexander Lorani <alexanderlorani@yahoo.com>, Roland Mueller <mail@duesenschrieb.de>, Walter Sonnenberg <dr.w.sonnenberg@t-online.de>, Sebastian Völtz <sebastian.voeltz@web.de> und Klaus Werner Wirtz <kww@q-dsl.de>.

Lektorat: Heike Kurtz <mail@heikekurtz.de>.

Koordination dieser Ausgabe: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>.

Copyright der deutschen Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.

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