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TidBITS#776/18-Apr-05

TidBITS wird diese Woche 15! Statt Kerzen auszupusten blickt Adam auf 15 Jahre Zusammenleben mit dem Mac zurück. In dieser Woche gibt es auch eine Fülle von Apple-Nachrichten, angefangen beim 29. April 2005, dem Erscheinungsdatum von Mac OS X 10.4 Tiger (und dem Hinweis, dass unser E-Buch "Take Control of Tiger" zur gleichen Zeit veröffentlicht wird), dazu die Information über die galaktische Gewinnmeldung der Firma für das 2. Quartal 2005; die Freigabe des Mac OS X 10.3.9 Update; Patches für iMovie HD, iDVD 5, iPhoto 5 und iSight Software; schließlich die Ankündigung von Final Cut Pro 5, DVD Studio Pro 4, Motion 2 und Soundtrack Pro. [Hinweis: Die deutsche Übersetzung enthält das Gewinnspiel DealBITS nicht -- jpf].

Themen:

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<http://www.tidbits.com/terms/> Contact: <editors@tidbits.com>


MailBITS/18-Apr-05

[Übersetzung: Hartmut Greiser <linarte.post@gmail.com>]

40 Prozent Rabatt für Take Control zum 15. Geburtstag von TidBITS -- In dieser Woche feiern wir das 15. Jahr ununterbrochener wöchentlicher Veröffentlichungen, deshalb gibt es unsere Take Control E-Bücher mit einem Nachlass von 40 Prozent. Wenn Sie dieses Angebot nutzen möchten, dann verwenden Sie bei der Bestellung den Coupon-Code CPN50416TB15 (eine gleichzeitige Bestellung anderer Bundles ist nicht möglich, da eSellerate nur einen Coupon pro Bestellung akzeptiert). Das Angebot gilt für alle derzeit verfügbaren Ebooks, nicht aber für Vorbestellungen kommender Tiger-Titel. [ACE]

<http://www.takecontrolbooks.com/catalog.html>

Mac OS X 10.3.9 Update erschienen -- Apple hat das Mac OS X 10.3.9 Update heraus gebracht, mit ziemlicher Sicherheit die letzte Panther-Version mit eigener Bezeichnung. Da Mac OS X 10.4 Tiger am 29. April erscheinen wird (Details an anderer Stelle dieser Ausgabe), werden mögliche weitere Panther-Veröffentlichungen nur noch spezifische Programm- oder Sicherheitspatches sein (so hat man es ja auch mit Jaguar gehalten). Diese Aktualisierung beschäftigt sich mit einer Menge kleinerer Probleme, die so schwer auf Apple gelastet haben müssen, dass sie sich zu besonderen Anstrengungen genötigt sahen, um die Entwicklung für diese Version abzuschließen (drei der Upgrade-Hinweise beschäftigen sich mit den Stickies - als wenn es nichts Wichtigeres gäbe). Trotzdem sind ein paar wichtige Kleinigkeiten dabei - Beispiele für Korrekturen: unberechenbares Verhalten des Trackpads bei einigen PowerBooks, einige mögliche Kernelpanics beim Wecken eines PowerBook G4 und eine Anzahl von Sicherheitskorrekturen am Kernel.

<http://www.apple.com/support/downloads/macosxupdate1039.html>
<http://www.apple.com/support/downloads/macosxcombinedupdate1039.html>
<http://www.apple.com/support/downloads/macosxserverupdate1039.html>
<http://www.apple.com/support/downloads/macosxserverupdate1039combo.html>

Das Update kommt als fetter 51 MB Download für den, der von Mac OS X 10.3.8 aus aktualisiert. Der Combo Installer (funktioniert für alle früheren 10.3 Versionen) wiegt knackige 143 MB. Mac OS X Server 10.3.9 ist ebenfalls erschienen (das Upgrade hat 63 MB, die Combo-Version 117 MB). Apple verdient einen Tadel dafür, dass man sich seit dem Erscheinen von Mac OS X 10.0 keine Gedanken mehr darüber gemacht hat, wie der durchschnittliche Nutzer mit Einwahl-Verbindung - immer noch die Mehrheit aller Internet-Nutzer in den USA - mit solchen riesigen Datenmengen überhaupt fertig werden soll. [GF]

Updates für iPhoto, iMovie, iDVD und iSight -- Letzte Woche gab es bei Apple Updates für drei der iLife '05 Applikationen mit einer kleinen, aber sehr willkommenen Sammlung von Fehlerkorrekturen. iPhoto 5.0.2 (ein 5.5 MB Download) verbessert Stabilität und Leistung, besonders auf PowerPC G3-basierten Macs. Im Buch-Layoutmodus stehen jetzt auch veränderbare Thumbnails zur Verfügung, und die Diashow-Leistung wurde verbessert. iMovie HD 5.0.2 (ein 2.7 MB Download) beschäftigt sich mit Audio- und Videosynchronisation, verbessert die Unterstützung von Pass-Through Geräten (wie z.B. Analog-auf-Digital-Konverter) und den Export von HDV (High-Definition) Video zurück in die Kamera. Anscheinend wird auch ein Fehler korrigiert, der dazu führte, dass Titel DV Videoclips unterbrachen, und iMovie 4 Projekte mit geschwindigkeitsangepassten Clips werden nun besser gehandhabt. iDVD 5.0.1 (ein 2.6 MB Download) verbessert Stabilität und Kompatibilität mit iMovie HD und iPhoto Diashows. Nicht zuletzt hat Apple die iSight Software auf Version 1.0.3 aktualisiert (ein 1.1 MB Download), mit der die Audio-Aufnahmefähigkeiten der winzigen Videokamera verbessert wird. Alle vier Updates stehen über Software Update oder als separate Downloads zur Verfügung. [JLC]

<http://www.apple.com/support/downloads/iphoto502update.html>
<http://www.apple.com/support/downloads/imoviehd502update.html>
<http://www.apple.com/support/downloads/idvd501update.html>
<http://www.apple.com/support/downloads/isightupdater.html>

Adam und Tonya besuchen Usergruppen in New Mexico -- Tonya und ich waren noch nie im Südwesten der USA, deshalb freuen wir uns sehr, Anfang Mai nicht eine, nicht zwei sondern drei Macintosh-Usergroups in New Mexico besuchen zu können. Am 3.5.05 halte ich um 19:00 Uhr einen Vortrag vor der AppleQuerque Macintosh User Group in Albuquerque. Danach werde ich am 4.5.05 nachmittags vor der Los Alamos Macintosh User Group und um 19:00 am gleichen Abend vor der Santa Fe Macintosh User Group sprechen. Meine Themen sind hauptsächlich iPhoto und drahtlose Sicherheit; Tonya wird über Take Control und elektronische Buchproduktion im allgemeinen sprechen. Besuchen Sie uns doch, wenn Sie in der Nähe sind! [ACE]

<http://applequerque.org/>
<http://www.santafemug.org/>


Mac OS X 10.4 Tiger erscheint am 29. April 2005

von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Sven Kornmann <kornmann@arcor.de>]

Apple kündigte letzte Woche an, dass seine nächste Betriebssystemgeneration am 29. April 2005 um 18 Uhr zum Verkauf freigegeben wird und beendete damit die wilden Spekulationen um den exakten Erscheinungstermin von Mac OS X 10.4 Tiger. Man kann aber schon Vorbestellungen bei Apple (und anderen Händlern) tätigen. Tiger wird 130 USD [129 EUR -- SK] als Einzelplatzversion kosten; die Mac OS X Tiger Familienlizenz für fünf Benutzer kostet 200 USD [199 EUR -- SK], und das Mac OS X Up-to-Date Aktualisierungspaket wird 10 USD [18 EUR] für diejenigen kosten, die einen neuen Mac am oder nach dem 12. April 05 gekauft haben (dieses Angebot endet am 22. Juli 05).

<http://www.apple.com/de/macosx/>
<http://www.apple.com/pr/library/2005/apr/12tiger.html>
<http://www.apple.com/de/macosx/uptodate/>

Tiger benötigt mindestens 256 MB Arbeitsspeicher (aber jeder, der etwas Verstand hat, wird mehr installieren) und läuft auf jedem Macintosh mit PowerPC G3, G4 oder G5-Prozessor und eingebautem FireWire. Man benötigt mindestens einen 1 GHz PowerPC G4 oder einen Dual 800 MHz PowerPC G4-basierten PowerMac - und 100 Kb/s Internet-Bandbreite - um in iChat an einem Video-Chat mit mehreren Personen teilzunehmen - eine der Fähigkeiten von Tiger, um die am meisten Tamtam gemacht wurde. Um einen Videochat mit mehreren Personen zu initiieren, werden noch härtere Anforderungen an die Hardware gestellt: ein Mac mit mindestens Dual 1 GHz PowerPC G4s oder einen mit einer PowerPC G5-CPU, sowie 384 Kb/s Internet-Bandbreite (der initiierende Computer muss einen Großteil der Videokodierung und Audio-Video-Synchronisation übernehmen).

Tiger wird auf DVD geliefert; wenn Ihr ansonsten kompatibler Mac nur ein CD-Laufwerk hat, können Sie ihn entweder im Firewire Target-Modus starten und Tiger von einem anderen Mac, der über ein DVD-Laufwerk verfügt, installieren, oder Sie können für 10 USD [18 EUR -- SK] Tiger auf CDs bekommen. Um die CDs zu bestellen, laden Sie sich das PDF-Formular herunter, das wir unten verlinkt haben.

<http://backend.media.euro.apple.com/apple/upgrade.php?programme=macosx_mediaexchange&lang=de>

Gleichzeitig wird Mac OS X Server 10.4 Tiger veröffentlicht, welches wie immer für 500 USD [480 EUR] mit 10-Benutzer Lizenz und für 1000 USD [970 EUR] für eine unlimitierte Benutzeranzahl zu haben ist. Apple nimmt auch Vorbestellungen für Tiger Server entgegen, und das Mac OS Up-to-date Programm kostet dieselben 10 USD [18 EUR] für jeden, der einen XServe G5 am oder nach dem 12. April 05 kauft. Tiger Server wird mit allen neuen XServe G5s mitgeliefert werden und kann auf denselben Macs laufen wie die Desktop-Version, solange mindestens 4 GB auf der Festplatte verfügbar sind.

<http://www.apple.com/de/server/macosx/>
<http://www.apple.com/pr/library/2005/apr/12tigerserver.html>

Und ja, wir sind dabei, "Take Control of Upgrading to Tiger" [Take Control - auf Tiger aktualisieren -- SK] und "Take Control of Customizing Tiger" [Take Control - Tiger an die eigenen Bedürfnisse anpassen -- SK] ebenfalls am Freitag, 29. April um 18 Uhr zu veröffentlichen! Wenn alles gut geht, hoffen wir auch, dass wir "Take Control of Users & Accounts in Tiger" [Take Control - Benutzer und Konten in Tiger -- SK] und "Take Control of Sharing Files in Tiger" [Take Control - Dateien in Tiger freigeben -- SK] bis dahin verfügbar machen können; alle vier E-Bücher können schon vorbestellt werden. Gehen Sie auf die Take Control-Nachrichtenseite, um auf dem laufenden zu bleiben.

<http://www.takecontrolbooks.com/news/>


Apples Ergebnisse für das zweite Quartal 2005 übertreffen alle Erwartungen

von Glenn Fleishman <glenn@tidbits.com>
[Übersetzung: Christian Putze <cpu@online.de>]

Apples letzter Quartalsbericht wurde zu einer weiteren Überraschung: 290 Millionen USD Gewinn im letzten Fiskalquartal, das am 26. März 2005 endete, stehen im Vergleich zu 46 Millionen im Jahr zuvor. Die Ergebnisse des zweiten Quartals beinhalten den Verkauf von 5,3 Millionen iPods und 1,07 Millionen Macs. Der Verkauf stieg von 807.000 iPods und 749.000 Macs innerhalb desselben Quartals vor einem Jahr. Der Umsatz im letzten Quartal war 3,24 Milliarden USD, im Gegensatz zu 1,91 Milliarden USD im Vorjahr. Analysten erwarteten einen Erlös von 24 Cent pro Aktie; der eingetretene Erlös war 34 US-Cent, anscheinend ohne besondere einmalige Posten.

Die sehr große Anzahl an verkauften iPods von denen vielleicht ein Viertel iPod shuffles waren (nach Analystenangaben, nicht laut Apple), sollte Sie nicht über die 1,07 Millionen ausgelieferter Macs hinwegtäuschen von denen knapp unter die Hälfte "iMacs" waren, dies beinhaltet sowohl iMacs als auch Mac minis. Dies ist die höchste Anzahl verkaufter Macs seit vier Jahren.

Zudem erhöhte sich die Gewinnspanne von 28 Prozent im Vorjahresquartal auf fast 30 Prozent. Dies ist ebenfalls sehr erwähnenswert, in einer Industrie in der beinahe alles bis auf den iPod und den Macintosh Gebrauchsgegenstände geworden sind.

Die Verkäufe beinhalten die Mac minis, von denen man hätte erwarten können, dass sie die Gewinnspanne herabsetzen, aber Apple hat offensichtlich ein auf die Kosten geachtet. Und es ist wahrscheinlich, dass die meisten minis für 700 bis 900 USD verkauft wurden, so wie der, den ich mir kürzlich gekauft habe.

Die Mac-Verkäufe machten ca. 1,49 Millarden USD vom Quartalsumsatz aus; iPods 1,16 Millarden USD. Marktbeobachter vermuten, dass Apple den Umsatz durch Tiger nochmal um ein paar hundert Millionen steigern kann; ein Experte sagte, dass die ersten Verkäufe, die Einwicklungskosten wieder einspielen würden, so dass Apple durch die weiteren Verkäufe gut absahnen könne.

Der iTunes Music Store und das iPod Zubehör machen 216 Millionen USD des Umsatzes aus. Das Unternehmen sagte in einem Bericht des Wall Street Journals, dass der Store dieses Quartal einen kleinen Gewinn abwarf. Der Apple Store Umsatz war offenbar recht gut; Peter Cohen von MacCentral berichtete von der live übertragenen Analysten-Telefonkonferenz und bemerkte, dass Apples CFO sagte, deass der Quartalsumsatz pro Store 5,6 Millionen Dollar betrug, mit 9600 Besucher pro Store und Woche. Apple wird bis zum Ende des Jahres 125 Stores besitzen, 10 davon außerhalb der USA, bis zum Ende des Jahres.

<http://www.macworld.com/news/2005/04/13/q2livecall/index.php>

Apple rechnet mit einem Umsatz von 3,24 Milliarden USD für das dritte Quartal in welchem wir uns momentan befinden, mit leicht sinkenden Gewinnen. Apple berichtete zudem, dass es 7,06 Milliarden USD Barmittel zu Verfügung habe. Solange der Barvorrat weiter ansteigt, wird Apple ihn voraussichtlich ausgeben - evtl. sogar als Dividende für die Aktieninhaber - anstatt ihn als gigantischen Schlechtwetterfundus zu sparen.


Apple kündigt Final Cut Studio an

von Jeff Carlson <jeffc@tidbits.com>
[Übersetzung: Hartmut Greiser <linarte.post@gmail.com>]

Während der National Association of Broadcasters (NAB) am letzten Sonntag in Las Vegas stellte Apple die neuesten Versionen seiner professionellen Video- und Audioapplikationen Final Cut Studio vor. Das Paket enthält Final Cut Pro 5, DVD Studio Pro 4, Motion 2 und ein neues Programm: Soundtrack Pro. Ab Mai sind die Programme einzeln oder als Final Cut Studio Bundle erhältlich.

<http://www.apple.com/pr/library/2005/apr/17fcstudio.html>
<http://www.apple.com/finalcutstudio/>

iMovie HD und Final Cut Express HD - im Januar auf der Macworld angekündigt - können beide mit dem HDV High-Definition Videoformat umgehen, Final Cut Pro 4 konnte das merkwürdigerweise aber nicht. Mit Final Cut Pro 5, das auch das HDV Handling verbessert, wird diese Diskrepanz jetzt behoben. Die Anwendung kann HDV importieren, kodiert es allerdings in AIC (Apple Intermediate Codec) um, damit es auf dem Computer funktioniert. Dagegen importiert und handhabt Final Cut Pro 5 HDV (und andere HD-Formate) nativ. Außerdem wurde diese Version durch Echtzeitbearbeitung aufgewertet, inklusive Dynamic RT Extreme, ein Modus, der die Playbackqualität in Abhängigkeit vom Typ des Aufnahmematerials und zu Anzahl und Typen der eingesetzten Effekte verbessert. Für mich ist die beeindruckendste Eigenschaft aber das Multi-Camera Bearbeitungsverfahren, mit dem man bis zu 16 simultane Videoclips (die sich synchronisieren lassen) ansehen und für einen Film bearbeiten kann, indem man einfach auf das Material klickt, während es vorgeführt wird.

DVD Studio Pro 4 bietet jetzt auch HD-Unterstützung, indem es Standard-Definitions-Projekte auf einfache Weise in HD konvertiert und dazu noch das Brennen von HD- DVD unterstützt, sobald die entsprechende Hardware verfügbar ist. (Toshiba hat auf der Show einen HD-DVD Brenner als Prototyp vorgestellt, der unter dem Aspekt von Interesse ist, dass Apple vor kurzem der Blu-Ray Disc Association beigetreten ist, die sich zum Ziel gesetzt hat, einen wettbewerbsfähigen Standard für das Authoring von High-Definition-DVDs zu verwirklichen. Beide vorgeschlagenen Standards hängen jedoch vom H.264 Encoding ab, welches unter Mac OS X 10.4 Tiger unterstützt wird.) DVD Studio Pro 4 ist auch in der Lage, Kodierungsaufgaben auf andere Maschinen in Ihrem Netzwerk zu verteilen und gemischte Video- und Audioformate in einem Projekt zu bearbeiten.

<http://www.apple.com/finalcutstudio/dvdstudiopro/>
<http://www.apple.com/pr/library/2005/mar/10blu-ray.html>

Motion 2, das Motion-Design-Programm der Firma, bietet jetzt GPU-beschleunigtes 32-bit Float-Rendering, das die Qualität der Videoausgabe sehr verbessert. Mit dem neuen Replicator Tool kann man leicht viele Kopien eines Elementes kontrollieren, und mit Hilfe der faszinierenden MIDI-Unterstützung können Designereffekte über ihr MIDI-Keyboard steuern.

<http://www.apple.com/finalcutstudio/motion/>

Soundtrack Pro baut auf Soundtrack auf (das mit Final Cut Express HD, aber nicht mehr mit Final Cut Pro 5 ausgeliefert wird), indem jetzt die Steuerung von Audiotracks und Musikloops möglich ist. Mit Soundtrack Pro kann man Störgeräusche (wie z.B. Pops oder Knistern) isolieren und entfernen, außerdem kann man damit eine Audiodatei scannen und mögliche Problembereiche markieren.

<http://www.apple.com/finalcutstudio/soundtrackpro/>

Alle vier Programm gehören zum Final Cut Studio Suite (1300 USD) oder werden einzeln verkauft (Final Cut Pro 5 für 1.000 USD, DVD Studio Pro 4 für 500 USD, Motion 2 für 300 USD, und Soundtrack Pro für 300 USD). Es gibt darüber hinaus mehrere Upgrade-Preismodelle.


TidBITS-Geburtstag: Rückblick auf über 15 Macintosh Jahre

von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Jens Röcken <info@roecken.ch>]

In dieser Woche feiern wir den 15. Geburtstag von TidBITS und obwohl es uns immer wieder erstaunt, dass wir es geschafft haben, die wöchentliche Erscheinungsweise aufrecht zu erhalten, ist es eine unbestreitbare Tatsache, dass wir genau das getan haben. Die Welt um uns herum hat sich in mancher Weise verändert; hätte damals, 1990, irgendwer vorausahnen können wie es sein würde Mac OS X auf einem 2.5 GHz Power Mac G5 oder einem 17 Zoll PowerBook G4 zu benutzen? Aber obwohl TidBITS sich weiterentwickelt hat um sich solchen Veränderungen anzupassen, sind wir auch unserer Kernmission treu geblieben zu versuchen, Klarheit und Verständnis in die Macintosh-Gemeinde zu bringen. Beides, die Weiterentwicklung und die Vermeidung von unnötigen Veränderungen bleiben permanente Aufgaben und ich bin sicher, dass wir auf diesem schmalen Pfad auch noch in den kommenden Jahren weiter balancieren werden. Letztendlich sind wir erst bei Ausgabe Nr. 776, was uns noch 224 weitere Wochen Zeit lässt (etwa viereinhalb Jahre) bevor wir mit unserer Entscheidung von 1992 konfrontiert werden ein dreistelliges Nummerierungsschema zu wählen!

Einhergehend mit einem 40 Prozent Rabatt auf Take Control E-Bücher in dieser Woche gehen wir durch 15 Jahre an Macintosh-Modellen zurück und schauen uns kurz jene Modelle an, die uns am meisten bedeuteten haben in jedem Jahr, so dass Sie sehen können, wie weit wir schon gekommen sind (Dank gebührt der Apple History-Webseite die mein Gedächtnis mit Daten und Details aufgefrischt hat).

Sherman, stelle die Zeitmaschine auf 1990 ein!

<http://www.apple-history.com/>

1990 -- Im Jahr 1990, Tonya und ich hatten gerade das College beendet, teilten wir uns einen Macintosh SE den wir später zu einem SE/30 erweitern liessen. Er hatte eine 30 MB Festplatte die ich aus einem nackten Laufwerk, einem Gehäuse und einer SCSI-Karte zusammengebaut hatte. Wir hatten auch eine Videokarte hinzugefügt um einen zweiten Bildschirm zu betreiben - einen Apple Farbbildschirm der 640 x 480 Pixel darstellen konnte und sicherstellte, dass ich nie mehr ein Einzelbildschirmsystem benutzen würde. Allerdings war der SE/30 1990 ein alter Hut als Apple die Oberklasse mit dem Mac IIfx (der "verflucht schnelle" Mac) ausbaute und das untere Ende mit dem Mac Classic. Der Mac IIfx war lächerlich teuer; tatsächlich war er mit 9'870 USD der angeblich teuerste Mac den Apple je anbot (in einer wahrscheinlich total ausgebauten Konfiguration).

Der IIfx wurde im März ausgeliefert; im Oktober 1990 bot Apple den günstigen Alles-in-einem Mac Classic an, den wir anfangs des nächsten Jahres kauften, damit Tonya einen eigenen Mac hatte - und weil wir ein 1,4 MB SuperDrive-Diskettenlaufwerk brauchten. Solch ein Laufwerk eingebaut in einem Classic war nicht besonders viel teurer als eine neues Diskettenlaufwerk für unseren SE/30 zu kaufen. Wir haben den Mac Classic nie besonders gemocht und haben ihn ein paar Jahre später einem Freund weiter gegeben als wir ihn nicht mehr brauchten. Die interessanteste Sache am Mac Classic war, dass er aus dem ROM gestartet werden konnte, wenn man beim Start die richtigen Tasten gedrückt hielt.

<http://www.apple-history.com/frames/body.php?page=gallery&model=se30>
<http://www.apple-history.com/frames/body.php?page=gallery&model=IIfx>
<http://www.apple-history.com/frames/body.php?page=gallery&model=classic>

1991 -- Oh ja, das Jahr des PowerBooks. Apples erster Nicht-Desktop Mac erschien 1989 - der Mac Portable. Allerdings verdiente er den Namen kaum bei einem Gewicht von 7,3 Kilogramm. Also war die Macintoshwelt 1991 gespannt, als Apple das PowerBook 170, das PowerBook 140 und meinen Favoriten, das kleine PowerBook 100, vorstellte. Wir kauften ein PowerBook 100, es blieb lange einer unserer Lieblings-Macs. In der Tat steht es immer noch auf unserem Dachboden. Mit dem winzigen einfarbigen Bildschirm und dem 16 MHz 68000 Prozessor können wir heutzutage nicht mehr viel anfangen, aber dann und wann sinniere ich wieder einmal über die Möglichkeiten nach.

<http://www.apple-history.com/frames/body.php?page=gallery&model=portable>
<http://www.apple-history.com/frames/body.php?page=gallery&model=100>

1992 -- In diesem Jahr begann Apple eine Reihe von wirklich gewöhnlichen Desktop-Macs auszuliefern, von denen sie einige noch gewöhnlicher machten, indem sie den Namen Performa einführten und jedem Modell eine andere Nummer gaben. An der PowerBook-Front andererseits rehabilitierte sich das Unternehmen mit einem Gerät das sogar noch kleiner als das PowerBook war: das PowerBook Duo. Tonya kaufte ein Duo 230 welches sie liebte; seine kleine Größe passte perfekt zu ihren kleinen Händen und seither meckert sie über jede zu große Tastatur. Aber wirklich von der Masse abgesetzt hat das Duo die Andockstationen die Apple ebenfalls verkaufte; da war einerseits das komplett ausgestattete PowerBook Duo Dock in welches das Duo hineingesteckt wurde wie eine zu große Diskette in ein Laufwerk und andererseits das PowerBook Duo MiniDock welches an der Rückseite des Duo angeklemmt wurde und somit alle nötigen Anschlüsse bereitstellte.

Unser Duo 230 war während Jahren in Betrieb, bis es zu langsam war um es sinnvoll zu nutzen; es beherbergte ein Datenerfassungprogramm, das die Daten eines Analog-Digital-Konverters aufzeichnete der das Wetter überwachte, während wir in Seattle wohnten. Das Duo funktioniert immer noch. Ich habe es vor ein paar Tagen vom Dachboden heruntergeholt um auszuprobieren, ob es unsere Internetverbindung überwachen könne und über einen PowerKey Pro 600 von Sophisticated Circuits automatisch unser Kabelmodem ein- und auszuschalten (Mir ist dann schlussendlich die Zeit davongelaufen, als ich herauszufinden versuchte, wie man den Dayna SCSI-to-Ethernet Adapter und den alten Linksys Hub, der 10Base-2 Ethernetkabel unterstützt, mit unserem Netzwerk verbinden kann).

<http://www.apple-history.com/frames/body.php?page=gallery&model=230>
<http://www.sophisticated.com/products/powerkey/pkp_600.html>

1993 -- Die Performa Linie vermehrte sich 1993 wie die Karnickel. 13 Modelle wurden ihr hinzugefügt die nur geringfügige Variationen der Grundvariante waren, so dass die verschiedenen Absatzkanäle jeder den "tiefsten Preis!" auf einem speziellen Modell anpreisen konnten. Der Performa-Trend setzte sich bis 1996 fort und stellte die Versorgung mit einem unerschöpflichen Fundus an Trivialwissensfragen für das nächste Jahrhundert sicher. Für mich war 1993 allerdings das Jahr in dem ich den SE/30 hinter mir ließ und einen Centris 660AV kaufte (natürlich mit einer zweiten Grafikkarte und einem zweiten Bildschirm). Den Namen Centris gab es nur für kurze Zeit, bald wurde er ersetzt durch "Quadra", und gerade mein Centris 660AV war noch ein bisschen außergewöhnlicher weil er ein Zwischenstadium-Diskettenlaufwerk besaß. Bisher hatten Macs Diskettenlaufwerke mit Automatikeinzug - eine originelle Art auszudrücken, dass einem das Laufwerk die Diskette aus der Hand saugte. Manche Modelle des Centris 660AV hatten solche ein Automatikeinzug-Diskettenlaufwerk, meiner nicht. Wie der Quadra 660AV der ihn drei Monate später ersetzen würde, hatte er ein Diskettenlaufwerk, bei welchem man die Diskette selber hineinschieben musste. Das AV stand für Audio-Video und stützte sich auf die Tatsache, dass der 660AV einen DSP-Chip (Digitaler Signal-Prozessor) für Stimmerkennung und Videobearbeitung besaß, den ich ehrlich gesagt, überhaupt nie genutzt habe.

<http://www.apple-history.com/frames/body.php?page=gallery&model=660>

Obwohl ich als meinen Haupt-Mac nun den 660AV benutzte, schaffte ich es den SE/30 zu behalten indem ich für MacUser einen Artikel über Apples PowerTalk Kommunikationstechnologie schrieb. Hierfür benötigte ich zwei Macs und ich verdiente mehr an dem Artikel als ich bekommen hätte, wenn ich den SE/30 verkauft hätte. Der SE/30 wurde dann für einige Zeit zu unserem Webserver und beherbergte dann unsere Mailinglisten in LetterRip Pro bis wir 2001 von Seattle nach Ithaca umzogen; heute kann ich ihn nicht mehr von der internen Festplatte starten.

[Übersetzung: Walter Sonnenberg <w.sonnenberg@gmail.com>]

1994 -- 1994 brachte Apples Sprung von der 680x0-CPU-Familie zu den RISC-CPUs der PowerPC-Familie mit den Modellen 6100, 7100 und 8100. Tonya verabschiedete sich von ihrem 230er und wechselte zu einem 7100. Ich fand, mein Powerbook 100 könne nicht mehr die nötige Leistung bieten und wechselte zum Powerbook 520. Ich war vom 520er allerdings nie besonders begeistert. In meiner Erinnerung war die Festplatte dieses Gerätes die lauteste Platte, die ich in meinem Leben erlebt habe, bis sie sich irgendwann endgültig verabschiedet hat.

<http://www.apple-history.com/frames/body.php?page=gallery&model=520>

Tonyas 7100 ist uns zehn Jahre treu geblieben und hat zuletzt bis ins Jahr 2005 unter ListSTAR als Hauptverteilserver für unsere TidBITS-Archive gedient, bis wir vor kurzem auf Web Crossing auf einem Xserve-Rechner umstellten. Der PowerMac 7100 verdiente sich eine Fußnote in der Apple-Geschichte. Er war anfangs unter den Codenamen "Carl Sagan" erschienen, was die Aufmerksamkeit des Rechtsanwaltes des gleichnamigen Astronomen der Cornell University erregte. Was für ein Aufheben über einen Codenamen, aber auch mit einem solchen Namen kann man beleidigen, wenn man bedenkt, dass 6100 und 8100 mit ihren Codenamen "Piltdown Man" und "Gold Fusion" auf wissenschaftliche Ergebnisse anspielten. Apple reagierte mit der Änderung des Codenamens in "BHA", was nach dem Hörensagen von "Butt Head Astronom" abgeleitet sein soll - und den Zweck erfüllte, Sagans Klage zurückzuziehen. Mein Eindruck ist, dass hier schlicht ein Missverständnis zum unermüdlichen Bemühen eines Wissenschaftlers um volkstümliche Darstellung wissenschaftlicher Ergebnisse handelt. Aber meine Meinung von Sagan ist aus meiner Zeit an der Cornell University von seinem Seminar "über kritisches Denken" beeinflusst und damit nicht unvoreingenommen.

<http://www.apple-history.com/frames/body.php?page=gallery&model=7100>

Wir haben später einen 6150 von Apple als Server für unsere gemeinsame Arbeit als Interface zum Internet und seinen E-Mail-Diensten beschafft, der im Grunde eine beschleunigte Version des 6100 ist. Dieser 6150 hat seine Karriere in letzter Zeit darauf verlagert, meinem kleinen Sohn Tristan als eigener Rechner zu dienen. In dieser Aufgabe erlebt er wohl gerade sein Ende, weil an dem integrierten CD-ROM-Laufwerk ein Fehler aufgetreten ist, und Tristan bei seinem sorglosen Umgang mit Rechnern unbedingt ein CD-ROM-Laufwerk braucht, da niemals Kopien seiner Daten erstellt wurden.

<http://www.apple-history.com/frames/body.php?page=gallery&model=6150>

1995 -- 1995 habe ich mein Powerbook 520 durch ein 5300c-Modell ersetzt, das eines der ersten Laptops auf Basis von PowerPCs war. Dies Gerät war nicht gerade das beste Erzeugnis von Apple und hat mehrere Rückrufaktionen wegen abbrennender Lithium-Ionen-Akkus und zerbrechender Gehäuse erlebt, mein Exemplar lief aber ohne Beanstandungen. Mich freute, dass dies Gerät einen externen Monitor wie ein Desktop-Gerät bedienen konnte und ich benutzte das Gerät auch für Backup-Operationen zu meinem Centris AV. Ich habe diese Sicherungskopien zwar nie für einen Restore gebraucht, aber gegen Ende seines Rechnerlebens landete dieses Gerät in unserer Küche als MP3-Abspielgerät, wenn ich auf Reisen war.

<http://www.apple-history.com/frames/body.php?page=gallery&model=5300c>

1996 -- Wieder einmal musste mein Desktoprechner erneuert werden - mein Centris 660AV wurde durch einen Power Mac 8500/150 mit zwei 20"-Monitoren abgelöst. Nachdem ich mehrere Jahre lang immer wieder größere Monitore angeschafft habe, um den virtuellen Arbeitsplatz zu erweitern, war es himmlisch zwei gleiche Geräte zu besitzen. Der 8500 stach den Centris leistungsmäßig aus und demonstrierte eindrucksvoll das PowerPC-Konzept. Tonya verbesserte sich auf einen Power Mac 7600 anstelle ihres 7100. Unsere Server mussten mal wieder erweitert werden und jedes ausrangierte Desktopgerät konnte als Server weiter eingesetzt werden - einer als interner, der andere als externer Internetserver.

<http://www.apple-history.com/frames/body.php?page=gallery&model=8500>
<http://www.apple-history.com/frames/body.php?page=gallery&model=7600>

Wenn wir schon beim Thema Internetserver sind, so ist 1996 auch der einzige Performa, den wir je benutzten, auf den Markt gekommen. Der Performa 6400 hat mehrere Jahre lang unsere Serverarbeiten erledigt. Er war der zweitletzte unserer Server für Datenhaltung, Druckerverwaltung und Sicherungskopien. Er wurde durch einen Power Mac G4/450 abgelöst und ich plane, ihn an Tristan weiterzugeben, um den 6150 zu ersetzen.

Soweit ich mich erinnern kann, haben wir 1997 gar keine Macs gekauft, was mit Apples Tiefpunkt zusammenhängt, den ich in TidBITS-392 anlässlich der Fusion von MacUser und Macworld kommentierte. Die Anzeigenpreise der Industrie waren am Tiefpunkt, und wir hatten den Eindruck, uns fehle das Geld für den Kauf weiterer Rechner. Trotzdem hat Apple in diesem Jahr zwei neue interessante, wenn auch kurzlebige Modelle auf den Markt gebracht: den eleganten Mac zum 20sten Geburtstag und das Powerbook 2400. Zu keinem dieser Modelle gibt es direkte Nachfolger - es mag möglich sein, dass ein Teil der in ihnen verwirklichten Designideen an anderer Stelle weiterlebt

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=04091>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=02216>
<http://www.apple-history.com/frames/body.php?page=gallery&model=anniversary>
<http://www.apple-history.com/frames/body.php?page=gallery&model=2400>

1998 -- Solange Apple daniederlag hielten wir uns mit dem Kauf von Mac-Rechnern zurück. Allerdings wurde 1998 mein Powerbook 5300c bei einem Hauseinbruch gestohlen und die Versicherung zahlte ein Powerbook G3 (Wallstreet) als Ersatzgerät. Tatsächlich war mein Powerbook 5300c der einzige Mac, den man stahl, das Gerät war klein und relativ neu - der Dieb durfte sich mit zwei 20"-Monitoren rumärgern! Der Versicherungsagent durfte sich wundern, warum ich eine schnelle PC-Videokarte in einem Laptop benötigte, weil das G3-Powerbook gar keine zwei Monitore gleichzeitig ansteuern konnte. Ich hatte damit ein Powerbook, das jederzeit die Arbeit meines Desktop übernehmen konnte.

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=05033>
<http://www.apple-history.com/frames/body.php?page=gallery&model=pg3s>

Das G3-Powerbook war ein guter Rechner, mit dem ich sehr gern gearbeitet habe. Es blieb im Dauerbetrieb unter Jaguar, nachdem ich es durch andere Laptops ersetzte, weil es PC-Karten aufnehmen konnte. Das nutzte ich mit einer Lucent WaveLAN Silberkarte, die ich aus ihrer ursprünglichen Airport Base Station herausnahm. Diese WaveLAN-Karte hängt mittels eines Kabels an einer Parabolantenne für eine Funkverbindung ins Internet und arbeitet als Router für den internen Verkehr und wurde für LetterRip Pro und Swiki genutzt, bis wir zu Web Crossing als Internet Provider wechselten.

<http://www.letterrip.com/>
<http://minnow.cc.gatech.edu/swiki>

Natürlich war 1998 das Jahr des ersten iMac, mit dem Apple sofort neues Marktinteresse weckte - aber wir haben nie ein solches Gerät besessen.

<http://www.apple-history.com/frames/body.php?page=allery&model=imac>

1999 -- 1999 war für uns ein Jahr großer Veränderungen: Tonya wurde Mutter und Tristan wurde geboren - entsprechend wurden unsere Computer anders genutzt. Zuerst wurde ihr 7600 vom Büro im Erdgeschoß ins Esszimmer im oberen Stock verlagert. Unser Heimnetz wurde per 10Base Ethernet durch die Flure gezogen, was nur unseren Katzen und Tristan gefiel. Im Juli brachte Apple das erste iBook mit Airport heraus und wir kauften für Tonya sofort ein iBook in Blaubeerfarbe mit Airport Base Station, womit sie Ihre E-Mail lesen und im Internet browsen konnte, während sie ihren Mutterpflichten nachkam. Und der 7600 verwandelte sich in einen Server, was er mehrere Jahre aushielt, bis 2004 unser Xserve-Rechner seine Aufgaben übernahm.

<http://www.apple-history.com/frames/body.php?page=gallery&model=ibook>

Das iBook in Blaubeerfarbe war ein solides Arbeitsgerät: es ist zwar etwas groß geraten und auf dem Schoß unhandlich, aber es tat klaglos seinen Dienst in der Küche und als MP3-Abspielgerät. Der Bildschirm im Format 800*600 war ein Gewährleistungsfall und wir hatten Ärger mit Ersatzakkus, aber aus unbekannten Gründen tut das Gerät seine drahtlosen Dienste ohne Beanstandungen.

1999 -- Im Jahre 1999 wurden iMacs für Verwandte gekauft - einmal in Tangerine für Großmutter, die anderen Großeltern bekamen Blaubeeren. Es kostete mich einige Zeit, die Rechner für die Großeltern tauglich aufzusetzen, beide Rechner taten ihren Dienst zu unserer Zufriedenheit. Das Exemplar in Tangerine wird derzeit fast nicht benutzt, weil meine Großmutter mit ihren 89 zur Vergesslichkeit neigt, der Blaubeer-iMac unser anderen Großeltern hat jüngst mehr RAM und OS X bekommen, sodass der Rechner für aktuelle Browser und Börsenhandel fit ist.

<http://www.apple-history.com/frames/body.php?page=gallery&model=imacrevd>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07978>

2000 -- Im Jahr 2000 musste ich wieder einmal meinen Desktop Mac ersetzen und dem 8500 Pflichten als Server zuteilen (er ist derzeit für einen Teil unserer Artikeldatenbank zuständig). Ich beschaffte einen Rechner aus der Mitte des Leistungssektrums - einen PowerMac G4/450. der 1999 auf den Markt kam, obwohl Apple damals nicht genügend Prozessorchips mit der gewünschten Leistung bekam und das Leistungsangebot und den Preis zurücknehmen musste. Ich habe den G4/450 geschätzt. Ich musste ihn 2002 ersetzen, weil die Kosten für seine 2 Monitore zu teuer wurden.

<http://www.apple-history.com/frames/body.php?page=gallery&model=g4agp>

Das Jahr 2000 brachte auch den G4 im Cube-Gehäuse hervor, der viele Anhänger - darunter auch meine Großeltern - fand, bei denen dieser Mac immer noch der Hauptrechner ist. Der Cube hatte ein hervorragendes Design und ist sehr leise, man kann ihn aber nicht erweitern und sein Preis lag zu hoch. Apple hat nur wenige Geräte verkauft und stellte bereits 2001 die Produktion ein.

<http://www.apple-history.com/frames/body.php?page=gallery&model=g4cube>

2001 -- Wir zogen von Seattle wieder zurück nach Ithaca, NY und der Umzug brachte mehrere Einkäufe von Macs mit sich. Von Mai bis August war ich mehrfach auf Reisen - unser Umzug sollte am 30.ten Juni ablaufen - ich beschloss zu diesem Zeitpunkt, mein PowerBook G3 durch ein weißes iBook mit 500 MHz abzulösen. Diese Entscheidung habe ich nie bereut. Das iBook war ein richtiges Arbeitspferd, das ich oft meinem PowerMac G4 vorzog. In seiner Kombination preiswerter Leistung mit solider Konstruktion und kabellosem Netzwerk war es sehr beliebt.

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=06452>
<http://www.apple-history.com/frames/body.php?page=gallery&model=ibook_dual_usb>

Tonya hielt ihrem Blaubeer-iBook praktisch das ganze Jahr die Treue, erst nachdem der Umzug nach Ithaca abgeschlossen war, wollte sie zu einem leistungsstärkeren Desktop wechseln. Wir kauften einen G4/733 (Quicksilver) mit einem 17" LCD-Monitor von Apple. Nun konnte das Blaubeer-iBook seine Rolle als KüchenMac und MP3-Abspielgerät Vollzeit erfüllen. Der Quicksilver hat sich recht gut bewährt, hatte aber ein CD-RW-Laufwerk, das sich bei der Installationsarbeit von DVDs leicht irritieren ließ.

<http://www.apple-history.com/frames/body.php?page=gallery&model=g4_quicksilver>

Merkwürdigerweise mussten wir, obwohl wir versucht hatten, möglichst viele Rechner weiterzugeben, mit dem SE/30, dem Powerbook 100, dem PB Duo 230, dem Centris 660AV, dem 6150-Server und dem Performa 6400 umziehen. Nur die beiden letzten waren einigermaßen ausgelastet (und ich habe aus dem 660AV Teile in den 6150 verpflanzt). Und es bedarf schon einiger Tricks, einen Mac weiterzuvermitteln, der Spezialkenntnisse erfordert, ihn richtig einzurichten und zu nutzen.

2002 -- Sie können sehen, dass drei bis vier Jahre zwischen den Anschaffungen neuer Desktoprechner verstreichen, sodass der Kauf eines Dual Power Mac G4 mit 1 GHz (und gespiegeltem Laufwerk) zum Ersatz meines noch immer funktionierenden Power Mac G4/450 aus der Reihe fiel. Dazu gab es zwei Gründe: einer meiner beiden 20"-Monitore hatte den Geist aufgegeben, so dass ich eine Zeitlang mit ungleichen Monitoren gearbeitet habe, was mir nicht sonderlich gefiel. Ich wollte lieber mit zwei 17" LCD-Displays arbeiten, die am G4 nur mit teuren Adaptern und wohl einer neuen Videokarte hätten eingesetzt werden können. Der Mehrpreis von 600 USD wäre gegenüber dem Neupreis des Dual G4 lachhaft gewesen. Daneben hatte der Performa 6400 obendrein Schwierigkeiten mit Retrospect, war zu langsam und konnte günstig durch den G4/450 ersetzt werden. Diese Form der Rationalisierung lässt klar den Mac-Fan erkennen.

<http://www.apple-history.com/frames/body.php?page=gallery&model=g4_mirror>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07295>

Letztlich kaufte ich einen 17" LCD-Monitor, nachdem ich mir vorübergehend den von Tonya ausgeliehen und ihren Monitor durch ein 17" Dell LCD-Gerät ersetzt hatte, das sich bescheiden ausmacht und nach Wiederaufarbeitung auch kostengünstig erworben werden kann. Vielleicht wusste Gott, dass ich hier eine Rationalisierung vornahm, obwohl der duale 1 GHz Power Mac G4 Anfangsschwierigkeiten zeigte. Der Monitor erbrachte nie seine theoretisch vorhandene Leistung, aber ich konnte die von mir vermuteten Probleme nie nachweisen. Manchmal ging das Gerät in eine Schleife und reagierte 10-20 Minuten auf keine Eingaben, wenn ich denn solange gewartet hätte. Jedesmal verhinderte dieser Fehler meine Ansätze, Fehler einwandfrei nachzuweisen. Bei der Fehlersuche kam der Rechner zu einem Hauptspeicher von 1,75 GB, was mir sehr gefiel. Merkwürdigerweise verflüchtigten sich die Probleme, aber ich konnte nicht identifizieren, was das Problem behob. Andere Änderungen betrafen die Stromversorgung, um den Rechner leiser zu machen, besonders, wenn es in meinem Büro heiß wird, trotzdem ist der Rechner immer noch lauter als mir gefällt. Ein Blitz, der in der Nähe unseres Hauses einschlug, deaktivierte die eingebaute Ethernetkarte, was ich aber mit einem Trick am Treiber umgehen konnte.

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07230>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07737>

2003 -- 2003 sah mich auf vielen Reisen, unter anderem für eine Keynoterede auf der Mac OS X-Konferenz von O'Reilly, die wenige Tage nach der Veröffentlichung unserer ersten E-Bücher aus der Take-Control-Reihe und rechtzeitig zur Freigabe des Panther-Betriebssystems stattfand. Ich installierte Panther auf einer externen Festplatte, weil ich nicht riskiert hatte, mein iBook so kurz vor einer wichtigen Reise auf ein anderes Betriebssystem umzustellen. Der Umfang meiner Arbeiten auf Reisen überzeugte mich, dass ein leistungsfähigerer Laptop angeschafft werden musste, so dass ich die Gelegenheit nutzte, mir ein damals neues 12"-Powerbook G4 zuzulegen. Mein iBook kam so zu Tonya - das 12"-Powerbook machte mir viel Freude. Mein einziger Kritikpunkt betrifft den nicht möglichen Batterietausch im Schlafmodus. Das Gerät wirkt auch nicht ganz so robust wie das iBook.

<http://www.apple-history.com/frames/body.php?page=gallery&model=pg4_12>

Im Jahre 2003 starteten wir unsere große Serverumstellung auf einen dualen 1,33 GHz G4-Xserve unter Web Crossing. Ich habe den Rechner nur auf Bildern gesehen, weil er direkt vor Ort geliefert wurde. Ich bin bisher mit dem Kauf zufrieden.

<http://www.apple-history.com/frames/body.php?page=gallery&model=xserveslot>

2004 -- Alle vier Computer im Haus erledigten Ihre Aufgaben akzeptabel, sodass keine Neukäufe anstanden. Jedoch kam ein iPod der dritten Generation mit 20 GB als Weihnachtsgeschenk für 2003 ins Haus. Anfangs dachte ich den iPod für Musik im Schlafzimmer einzusetzen, bedeutet aber, dass alle Musik Im MP3-Format existiert, weil Ich keine CDs mehr einsetzen wollte. Andererseits dachte ich, der iPod wäre auf PKW-Fahrten nützlich, deswegen kaufte ich einen TransPod von Lifestyle Outfitters, der den iPod in einem Dock aufnimmt und über die Autostromversorgung lädt und einen einfachen UKW-Empfänger integriert. Wegen der unglücklichen Konstruktion des Montagearms ist der TransPod sperrig. Obwohl er leistet was er verspricht, kann ich den TransPod eigentlich nicht leiden und nicht empfehlen. Da wir in Ithaca leben und selten länger als 15-20 Minuten im Auto sitzen, benutzen wir das Gerät nur auf längeren Fahrten. Ein iPod hat unser Leben tatsächlich verändert, indem er uns das Schlafengehen erleichtert - wir sind mittlerweile beim zweiten Durchgang durch Bill Brysons Buch.

<http://www.apple-history.com/frames/body.php?page=gallery&model=ipod_3g>
<http://www.everythingipod.com/suggest.tpl?command=search&db=dbs/products.db&eqPRONAMEdatarq=DLO%20TransPod%20FM%3Cbr%3EAll-In-One%20Car%20Solution>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=08004>

2005 und danach -- In diesem Jahr haben wir dem Wunsch widerstanden, einen Mac mini anzuschaffen, obwohl der Power Mac G4/450 merkwürdige Geräusche im Lüfter produziert. Der mini ist so billig, dass ich ernsthaft überlege, einen anzuschaffen, wenn die Stromversorgung im G4 tatsächlich aufgibt. Andererseits gibt es die Option, für Tonya einen PowerMac G5 zu erstehen, wenn meine Nachforschungen für "Take Control of Buying a Mac" ergeben, dass ein wesentlicher Leistungsgewinn zu verzeichnen ist. Dann würde ich G4/733 Serveraufgaben übernehmen. Ich suche natürlich immer noch nach einer Lösung meiner Lautstärkeprobleme auf dem Desktop-Rechner - sehen wir, was die veränderte Angebotspalette bietet.

<http://www.takecontrolbooks.com/buying-mac.html>

Ich hoffe, Ihnen hat dieser Schnelldurchgang durch die Geschichte von Apple zugesagt, die mit meinen Augen die letzten 15 Jahre umfasste. Es bereitet mir immer noch Schauer auf dem Rücken, dass wir insgesamt 20 Macs besessen haben, andererseits bin ich stolz, dass alle diese Rechner mit zwei Ausnahmen noch tagtäglich benutzt werden. Ich zahle gern ein wenig mehr für Computer, die 7-10 Jahre eingesetzt werden können.


Take Control-Neuigkeiten/18-Apr-05

von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Sven Kornmann <kornmann@arcor.de>]

Die Leute bei Apple sind nicht die einzigen, die sich wild auf Mac OS X 10.4 Tiger vorbereiten. Wir geben unserer Auswahl an Take Control of Tiger E-Books, die wir genau zum Erscheinungstermin von Tiger versenden wollen, den letzten Feinschliff.

<http://www.takecontrolbooks.com/news/>

Tiger E-Books zur Vorbestellung freigegeben -- Apple hat angekündigt, dass Mac OS X 10.4 Tiger am 29. April 05 um 18 Uhr erhältlich sein wird, was umgehend in E-Mails an uns die Frage aufgeworfen hat, ob wir unsere E-Bücher für Tiger aktualisieren würden. Aber natürlich! Eine kurze Zeitspanne bis zur Publizierung ist einer der Hauptvorteile von E-Bücher, und wir alle arbeiten extrem hart daran, zum Tiger-Start gleich vier E-Bücher an den Start bringen zu können.

Joe Kissell hat Tiger bis jetzt mindestens 40 Mal installiert und dabei seinen runderneuerten Ratgeber zum optimalen Aktualisieren entwickelt, der in "Take Control of Upgrading to Tiger" eingeflossen ist. Durch Hinzufügen der Bereiche Spotlight, Intelligente Ordner, Dashboard, Automator u.a. hat Matt Neuburg den Umfang von "Take Control of Customizing Tiger" [Take Control - Tiger an die eigenen Bedürfnisse anpassen" -- SK] fast verdoppelt. Und Kirk McElhearn und Glenn Fleishmann haben beide akribisch die großen und kleinen Veränderungen in Tiger für "Take Control of Users & Accounts in Tiger" [Benutzer und Konten in Tiger -- SK] und "Take Control of Sharing Files in Tiger" [Daten in Tiger gemeinsam nutzen -- SK] recherchiert.

<http://www.takecontrolbooks.com/panther/upgrading.html>
<http://www.takecontrolbooks.com/panther/customizing.html>
<http://www.takecontrolbooks.com/panther/users.html>
<http://www.takecontrolbooks.com/panther/sharing.html>

Unnötig zu sagen, dass Apple unsere Köpfe auf einem Servierteller präsentieren würde, wenn wir diese E-Bücher vor dem Erscheinungsdatum von Tiger veröffentlichen würden, deshalb werden wir jedem einzelnen in den nächsten zwei Wochen den letzten Schliff geben und an der PDF-Erstellung arbeiten. Aber wenn Sie nicht warten können, können sie so viele von den vier E- Bücher, wie Sie möchten, zum selben Preis wie nach dem 29. April vorbestellen (das trifft sogar für die Discount-Pakete zu). Wenn Sie sich fürs Vorbestellen entscheiden, stellen Sie sicher, dass Sie am Ende des Bestellprozesses (Ihre Kreditkarte wird dafür belastet) die Vorbestellungs-Buchdeckel herunterladen, weil sie die Buttons enthalten, mit denen Sie nach Aktualisierungen suchen und die kompletten E-Bücher herunterladen können. Wir werden versuchen, jeden, der per E-Mail eine Vorbestellung tätigt, bei Veröffentlichung der fertigen E-Bücher zu benachrichtigen; wenn Sie bestellen, denken Sie daran, das Feld "Notify me of new Take Control books via email" [Benachrichtigen Sie mich bei neuen Take Control-Büchern per E-Mail -- SK] anzukreuzen. Wenn die Zeit zum Herunterladen gekommen ist, klicken Sie auf den "Check for Updates"-Button und dann in der neu geladenen Webseite auf den Link zum Herunterladen.

Und so beginnt der Tiger-Countdown!


Aktuelle Themen in TidBITS-Talk/18-Apr-05

vom TidBITS-Team <editors@tidbits.com>
[Übersetzung: Hartmut Greiser <linarte.post@gmail.com>]

Die zweite URL unter jeder Threadbeschreibung verweist auf die Diskussion auf unserem - schnelleren - Web Crossing Server.

eFax-Ersatz durch MaxEmail -- Adams Artikel über den Wechsel zu einem neuen Faxdienst hat unsere Leser zu weiteren Vorschlägen provoziert, u.a. geht es dabei um Programme, die in der Lage sind, TIFF-F formatierte Dateien zu lesen, die einige Dienste erstellen. (Replacing eFax with MaxEmail -- 13 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2545>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/404>

Moneydance-Kommentare -- Jeff Carlsons Wortschwall über Quicken und den Zugang zu Onlinebanking-Daten hat einige positive Kommentare über die alternative Software Moneydance ausgelöst, dazu Tipps für das Erstellen von Steuererklärungen. (Moneydance comments -- 5 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2547>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/405>


Übersetzung dieser Ausgabe: Hartmut Greiser <linarte.post@gmail.com>, Sven Kornmann <kornmann@arcor.de>, Christian Putze <christian@putze.net>, Jens Röcken <info@roecken.ch> und Walter Sonnenberg <w.sonnenberg@gmail.com>.

Lektorat: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>.

Koordination dieser Ausgabe: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>.

Copyright der deutschen Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.

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