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TidBITS#779/09-Mai-05

Apple hat in iPhoto 5 viele Verbesserungen eingebaut, aber wie gut funktionieren diese bei Adams gründlicher Prüfung? Jeff Carlson schaut sich in dieser Ausgabe die neuen iMac- und eMac-Modelle an und erprobt Tigers leistungsfähigeres iChat AV 3.0. In den Meldungen schreiben wir über das neue Security Update 2005-005 für Mac OS X 10.3.9, über iTunes 3.8, den 10. Geburtstag von DragThing, neue Details von Spotlight und Adams Runde durch einige Radioshows. [Das Gewinnspiel in dieser Woche ist wie gehabt in der deutschsprachigen Version nicht enthalten -- JPF]

Themen:

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MailBITS/09-Mai-05

[Übersetzung: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>]

Security Update 2005-005 für Mac OS X 10.3.9 -- Apple hat das Security Update 2005-005 herausgegeben, um eine Reihe von Sicherheitslücken bei der Internetnutzung unter Mac OS X 10.3.9 bzw. Mac OS X Server 10.3.9 zu schließen. Das Patch kann über die Software-Aktualisierung heruntergeladen werden, es ist rund 6 MByte groß (abhängig von der benötigten Version).

<http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=301528>
<http://www.apple.com/support/downloads/>

Das Security Update 2005-005 flickt eine Reihe von Mac OS X-Technologien und Anwendungen sowie den Unix-Unterbau des Betriebssystems. Die bedeutendsten Fehlerkorrekturen kümmern sich um einen möglichen Pufferüberlauf, der Angreifern die Möglichkeit eröffnen könnte, Dateien zu überschreiben, Privilegien zu ändern und zerstörerischen Programmcode in verschiedenen Bereichen des Betriebssystems auszuführen. Security Update 2005-005 stellt die Voreinstellung des Bluetooth-Dateiaustauschs auf Aus und verhindert den Zugriff auf Dateien, die nicht auf einer Dateiaustauschliste notiert sind. Zum Zeitpunkt dieses Textes gab es für Mac OS X 10.4 Tiger noch keine solche Sicherheitsaktualisierung, es ist aber auch nicht klar, ob unter Tiger diese Probleme überhaupt existieren. [GD]

Apple veröffentlicht iTunes 4.8 -- Apple hat heute iTunes 4.8 veröffentlicht, einen kostenlosen Download mit minimalistischer Dokumentation. Laut beiliegender Liesmich-Datei enthält iTunes 4.8 neue Funktionen für den iTunes Music Store (iTMS) und für den Transfer von Kalender- und Adressbuchinformationen auf den iPod, wobei letzteres nur unter Mac OS X 10.4 Tiger geht. Das Suchen nach weiteren Infos fördert zutage, dass nun Videofunktionen in iTunes enthalten sind. Sie können einen QuickTime-Film in die Bibliothek ziehen, wo er durch ein kleines Kamera-Icon angezeigt wird. Beim Abspielen wird der Film im kleinen Fenster, in dem sonst das Albumcover dargestellt wird abgespielt, ein Doppelklick auf den Film öffnet ein neues Fenster, in dem auch eine bildschirmgroße Darstellung möglich ist (dies funktioniert nicht mit Clips aus dem iTMS). In den Einstellungen ist nun auch ein Bereich für die Standardeinstellungen bei Videos enthalten. Zum Zeitpunkt dieses Textes gab es iTunes 4.8 nur als eigenständigen 11 MByte großen Download, vermutlich wird in Kürze auch ein Download über die Software-Aktualisierung möglich sein. [JLC]

<http://www.apple.com/downloads/macosx/apple/itunes48.html>

Ein Trio an Radio-Interviews -- Aus Anlass des 15. TidBITS-Geburtstages und der Veröffentlichung unserer Take Control E-Bücher über Tiger habe ich eine Reihe Radioshows gegeben. Am 27. April 2005 nahm ich eine Auszeit bei der Jagd nach einem enervierenden Fehler, um mit Gene Steinberg von Tech Night Owl Live über die TidBITS-Geschichte zu sprechen. Am 30. April 2005 klatschte ich kurze 10 Minuten mit Scott Sheppard von Inside Mac Radio und am 31. April 2005 hatte ich eine meiner immer wieder spaßigen Diskussionen mit Chuck Joiner beim User Group Report. [ACE]

<http://www.macradio.com/thursday/nightowl/>
<rtsp://stream.mactvnetwork.com/nightowl_archive/2005/04/nightowl_050428.mov>
<http://www.osxfaq.com/radio/04-2005/04-30.html>
<http://www.mugcenter.com/usergroupreport/2005/514.html>

DragThing feiert den 10. Geburtstag -- Dicht auf den Fersen des TidBITS-Geburtstages feiert James Thomsons Startprogramm DragThing seinen 10. Geburtstag. Wir sind stolz sagen zu können, dass wir über die Software von Beginn an berichteten. Auch in der Zeit des Tigers ist es ein wunderbares Programm, welches manchem von uns über die Unzulänglichkeiten des Docks hinweghilft. Um dieses Ereignis angemessen zu begehen, gewährt James einen diskreten Rabatt an neue DragThing-Kunden. Wenn Sie dies interessiert, folgen sie dem ersten (englischsprachigen) Link. [MAN]

<http://www.dragthing.com/english/tenyears.html>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=08071>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=01488>

Spotlight-Info auf Apples Website veröffentlicht -- Natürlich, wenn ich etwas über Apples fehlende Angaben auf ihrer Website schreibe, gehen sie hin und überarbeiten diese. Vergangene Woche schrieb ich in den TidBITS, dass Apple kaum etwas über Syntaxeinschränkungen für die Suche mit Spotlight veröffentlicht habe.

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=08087>
<http://www.apple.com/macosx/tips/spotlight.html>

Obwohl es viele Metadaten gibt, nutzt Apple nur Dateiart und Änderungsdatum oder das Datum eines Kalendereintrages. Die Syntax ist ziemlich eindeutig und die Begriffe dafür wurden nun bekannt gegeben. Wenn Sie mit weiteren Metadatenattributen suchen wollen, können Sie intelligente Ordner verwenden. [GF]


iMac G5- und eMac-Reihe überarbeitet

von Jeff Carlson <jeffc@tidbits.com>
[Übersetzung: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>]

Kurz nach der Veröffentlichung der neuen Power Mac G5-Modelle (Siehe "Apple beschleunigt den Power Mac G5" in TidBITS-778_) hat Apple bekannt gegeben, dass auch der iMac G5 und der eMac erneuert wurden.

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=08083>

iMac G5 verbessert -- Apple beschleunigte den Prozessor, die Grafikkarte und den eingebauten Speicher des Flachbildschirmmodells iMac G5. Wie zuvor ist es in zwei Größen und drei Standardausstattungsvarianten erhältlich. Das Modell am unteren Ende mit 17 Zoll-Bildschirm kostet 1.300 US$ [D: 1.269 EUR, A: 1.299 EUR, CH: 1.799 CHF -- JPF]. Es verfügt über einen 1,8 GHz PowerPC G5-Prozessor (vorher 1,6 GHz) mit einem 600 MHz Frontside-Bus, 160 GByte Festplatte und einem Einzugs-Combodrive (DVD-ROM/CD-RW). Das mittlere 17 Zoll-Modell (1.500 US$ [D: 1.469 EUR, A: 1.499 EUR, CH: 2.049 CHF -- JPF]) und das 20 Zoll-Modell (1,800 US$ [D: 1.759 EUR, A: 1.799 EUR, CH: 2.499 CHF -- JPF]) verfügen beide über einen 2,0 GHz-Prozessor (zuvor 1,8 GHz) mit einem 667 MHz Frontside-Bus und einem 8-fach Dual-Layer SuperDrive. Die 17 Zoll-Konfiguration verfügt über eine 160 GByte Festplatte, das größte Modell hat eine 250 GByte-Festplatte.

<http://www.apple.com/imac/>

Alle drei Konfigurationen kommen standardmäßig [endlich -- JPF] mit 512 MByte RAM (bis 2 GByte sind möglich) und einer ATI Radeon 9600-Grafikkarte mit 128 MByte Speicher. Das Anschlussangebot ist unverändert: 2 FireWire 400, 3 USB 2.0, VGA- und S-Video-Ausgang. Alle Modelle haben AirPort Extreme und Bluetooth 2.0+EDR, Bluetooth war zuvor nur in den BTO-Varianten erhältlich. Alle Geräte laufen unter Mac OS X 10.4 Tiger und enthalten iLife '05.

eMac wird schneller -- Die eMacs mit Röhrenbildschirm sind Apples vergleichsweise kostengünstige Arbeitspferde. Dies gilt noch mehr, da sie in der vergangenen Woche verbessert wurden. Neu ausgestattet enthalten sie nun einen 1,42 GHz PowerPC G4-Prozessor, 512 MByte Arbeitsspeicher, eine Radeon 9600 Grafikkarte mit 64 MByte Speicher und einen 8-fach Dual-Layer SuperDrive. Das 800 US$-Modell [D: 779 EUR, A: 799 EUR, CH: 1.099 CHF -- JPF] am unteren Ende der Preisskala hat eine 80 GByte Festplatte, das 1.000 US$-Modell [D: 979 EUR, A: 999 EUR, CH: 1.399 CHF -- JPF] eine 160 GByte Festplatte. Sie kommen mit Apples neuem Mac OS X 10.4 Tiger und mit iLife '05.

<http://www.apple.com/emac/>


Eine neue Dimension für iChat AV

von Jeff Carlson <jeffc@tidbits.com>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]

Letztes Jahr habe ich an einer Besprechung mit Apple-Mitarbeitern "teilgenommen" ohne mein Büro in Seattle verlassen zu müssen. Sie waren in Cupertino und dank der Video-Chat-Möglichkeiten von iChat AV konnten wir uns virtuell gegenübersitzen. Da sie zu dritt waren, mussten sie allerdings hintereinander sitzen damit ich sie alle sehen konnte.

Wenn wir heute eine ähnliche Besprechung hätten, würde ich von jeder Person ein viel klareres Bild bekommen. iChat AV 3.0, Bestandteil von Mac OS X 10.4 Tiger, erlaubt nun Video-Chats mit bis zu vier Personen gleichzeitig (Sie und drei andere Partner) und das erst noch mit einer besseren Bildqualität als vorher. Diese Fähigkeit hat allerdings ihren Preis, da nicht alle Macintosh-Computer dafür geeignet sind.

<http://www.apple.com/macosx/features/ichat/>

Mehrpersonen-Chat -- Der Video-Chat mit mehreren Personen gleichzeitig ist eine der coolsten Funktionen von Tiger, weshalb es Apple nicht versäumt hat, seine Werbung mit zahlreichen Bildern genau dieser Funktion anzureichern. Wenn zwei Personen miteinander sprechen, liefert iChat AV 3.0 das gleiche Bild wie schon unter Panther: Sie erscheinen in einem kleinen Eckfenster und die Person auf der Gegenseite ist im Rest des Fensters sichtbar.

Aber sobald ein dritte Person dazustösst, erscheinen die beiden Gesprächspartner auf abgwinkelten Leinwänden als ob Sie zwei LCD-Bildschirme aufgestellt hätten. (Die Audio- und Videostatus-Knöpfe erscheinen als gestapelte Symbole und zeigen damit an, dass iChat AV 3.0 in der Lage ist, mehrere Personen partizipieren zu lassen.) Eine vierte Person erscheint auf einer weiteren Ebene, "sitzt" Ihnen aber genau gegenüber. Die Idee dahinter ist wohl den Eindruck zu erwecken, als sässen Sie um einen Konferenztisch herum und Apple hat diese Illusion dadurch unterstrichen, dass sich die Personen auf dem Untergrund spiegeln; ich muss zugeben, dass ich bei meinen ersten Video-Chats ständig diese Reflexionen betrachtete, die sich sehr realistisch verhalten.

<http://www.tidbits.com/resources/779/ichat3-Rich-Jason-Adam.jpg>
<http://www.tidbits.com/resources/779/ichat3-Jon-Jason-Chris-Jeff.jpg>

Anders als die vorherige Version kann jetzt nicht mehr jedermann eine Videokonferenz mit mehreren Personen starten. Der "anrufende" Computer betreibt den grössten Teil der Videocodierung und der Synchronisierung von Ton und Bild, was einige Anforderungen an die Hardware stellt: ein Macintosh mit mindestens zwei G4-Prozessoren mit 1 GHz oder eine G5-Prozessor muss es schon sein, zusätzlich eine Bandbreite von 384 Kbit/s oder mehr. Damit wären bereits alle Apple-Notebooks aus dem Rennen.

Die Teilnahme an einer Mehrpersonen-Konferenz ist weniger anspruchsvoll, Sie benötigen mindestens ein PowerPC G4-Prozessor mit 1 GHz oder zwei PowerPC G4-Prozessoren mit 800 MHz und zusätzlich eine Internet-Verbindung mit 100 Kbit/s oder mehr. iChat AV unterstützt auch Video-Chats mit Windows-Anwendern, wenn diese die neuste Verion von AIM (AOL Instant Messenger) einsetzen, allerdings nur für zwei Personen gleichzeitig.

Wie angekündigt hat Apple die Videoqualität in iChat AV mit der Verwendung des H.264-Codecs verbessern können, die Qualität hängt aber auch von der Bandbreite der Internet-Verbindung und der Leistung des Computers ab. Langsamere Verbindungen liefern unscharfere Bilder; das muss allerdings kein Nachteil sein, da iChat flüssigere Bewegungen den feinen Details vorzieht (ein Beispiel können Sie unter der obigen zweiten Internet-Adresse sehen).

iChat AV 3.0 verfügt auch über die Möglichkeit, Telefonkonferenzen mit bis zu zehn Personen durchzuführen und Sie benötigen dafür erst noch weniger Leistung und Bandbreite als beim Video-Chat. Das anrufende Gerät muss mindestens einen G4-Prozessor mit 1 GHz, zwei G4-Prozessoren mit 800 MHz oder einen G5-Prozessor und eine Internet-Verbindung mit 128 Kbit/s aufweisen. Als Teilnehmer brauchen Sie nur einen beliebigen G3-, G4- oder G4-Prozessor und eine Bandbreite von 56 Kbit/s.

Verschiedene Anpassungen -- Die Mehrpersonen-Konferenzen sind die Hauptattraktion, aber iChat AV 3.0 weist eine Reihe von weiteren Änderungen auf. Dank einem neuen "Switch To"-Eintrag unter dem iChat-Menü ist es nun einfacher, zwischen mehreren iChat- oder AIM-Benutzerkonten hin- und herzuwechseln. Sie können ein Profil mit einer Beschreibung von Ihnen anlegen, das von anderen Personen abgefragt werden kann; um dieses Feld zu bearbeiten, mussten Sie früher immer das AIM-Programm starten.

Wenn wir schon beim Umschalten sind. iChat hat jetzt auch eine Einstellung, die festlegt, was passieren soll, wenn sich ein weiterer Benutzer an Ihrem Macintosh anmeldet. Sie können sich entweder abmelden (die alte Methode) oder den Status auf "Abwesend" setzen. Wenn Sie abwesend sind, können Sie iChat jetzt dazu bringen, eine Antwort zurückzuschicken (entweder eine selbst geschriebene Nachricht oder einfach die Standardantwort "Ich bin nicht an meinem Computer").

Die Gruppenfunktion ist ebenfalls verbessert worden und die Bedienung ist verständlicher worden. Ich habe mich bisher nie mit Gruppen beschäftigt, aber jetzt kann ich meine "Buddies" besser verwalten (ich kann beispielsweise eine TidBITS-Gruppe anlegen) und Sie erscheinen unter dem gewählten Namen in meiner Buddy-Liste.

Für Firmen die Ihren Datenverkehr gerne absichern möchten, unterstützt iChat AV 3.0 jetzt auch Jabber, das Nachrichten verschlüsseln kann. Sie können sich einem bestehenden Jabber-Server anschliessen oder den auf Jabber basierenden iChat Server verwenden, der mit Mac OS X 10.4 Server mitgeliefert wird.

<http://www.jabber.org/>
<http://www.apple.com/server/macosx/features/collaborationservices.html>

Apple hat ebenfalls eine beliebte Funktion eines Zusatzprogramms in iChat AV integriert. Zusätzlich zu den Zuständen "Verfügbar" und "Abwesend" kann man jetzt auch einstellen, dass der Interpret und der Titel des gerade gespielten Lieds in iTunes angezeigt wird. Wenn Sie auf den kleinen Pfeil auf der rechten Seite der Zustandsmeldung klicken, gelangen Sie direkt zu diesem Lied im iTunes Music Store, falls Sie die Musikauswahl Ihrer Kollegen gerne probehören oder kaufen möchten.

<http://www.ittpoi.com/ichatstatus/>

Videozukunft -- Ich benutze iChat jeden Tag für Textmeldungen mit Freunden und Kollegen und verwende nur selten Audio- oder Video-Chats. Obwohl die neue Mehrpersonen-Konferenz wirklich cool daherkommt, bin ich gespannt, wie häufig sie tatsächlich benutzt wird. Es ist aber ein billiger und einfacher Weg, um an Videokonferenzen teilzunehmen, wofür man früher kostspielige und hochgradig herstellerabhängige Geräte und Dienstleistungen in Anspruch nehmen musste.


iPhoto 5: jede Menge Neuigkeiten, Unzulänglichkeiten bleiben

von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Hartmut Greiser <linarte.post@gmail.com>]

Zugegeben - ich war von iPhoto 4, der letzten Version von Apples consumer-level Fotomanagement-Program (siehe "iPhoto 4: Potenzial noch nicht voll erschlossen" in TidBITS-718_) ziemlich enttäuscht. Nicht deshalb, weil ich Highend-Merkmale vermisste; es lag daran, dass es die letzte einer Serie mittelmäßiger Umsetzungen von etwas war, das für mich immer noch eine brillante Idee ist. Apple hatte als erste Firma verstanden, dass die meisten eine Komplettlösung zum Organisieren ihrer Fotos erwarten, etwas, das alles vom Importieren und Organisieren bis zum Bearbeiten und Veröffentlichen umfasst. Und iPhoto bleibt so ziemlich das einzige derartige Programm auf dem Mac, auch wenn es für die Windows-Nutzer inzwischen verschiedene ähnliche Programm gibt.

<http://www.apple.com/ilife/iphoto/>
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-718.html#Artikel4>

Sie dürfen nicht vergessen, dass ich etwas mehr Interesse an iPhoto habe als die meisten - ich habe zu jeder Neuausgabe des Programmes bisher einen Visual QuickStart Guide geschrieben. Mein "iPhoto 5 für Mac OS X: Visual QuickStart Guide" müsste inzwischen in den Bücherläden angekommen sein; Sie können aber auch die PDF-Version for 14 US$ kaufen, der Preis entspricht in etwa dem Niveau der Discount-Buchhandlungen.

<http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/0321335384/tidbitselectro00/ref%3Dnosim/>
<http://store.esellerate.net/store/catalog.aspx?s=STR4750768179>

Würde ich also, nachdem ich mehrere Monate lang über iPhoto 5 geschrieben habe, ein Upgrade empfehlen? iPhoto gab es mal kostenlos (iPhoto 1 und iPhoto 2), dann als Teil des iLife '04 Packages (iPhoto 4) für 50 US$, und jetzt ist es nur als Teil des iLife '05 Package für 80 US$ oder zusammen mit einem neuen Mac zu haben. Als Gratis-Programm hatte iPhoto etwas Nachsicht verdient, aber ich hatte doch etwas Bauchschmerzen, iPhoto 4 irgendjemand weiter zu empfehlen, der sich iPhoto nicht sowieso schon verschrieben hatte. iPhoto 5 ist durch zahlreiche Verbesserungen entscheidend besser und stärker als seine Vorgänger geworden, es bleiben aber wichtige Lücken, von denen viele schon in der ersten Version zu beklagen waren. Wenn Sie iPhoto bereits verwenden, dann empfehle ich den Upgrade im Großen und Ganzen schon - gegenüber iPhoto 4 ist iPhoto 5 ohne Zweifel eine Verbesserung, was aber nicht bedeutet, dass ich damit restlos glücklich bin. Werfen wir doch einmal einen Blick auf die wichtigen Programmteile, damit Sie beurteilen können, was gut und was nicht so gelungen ist.

Fotos importieren und managen -- Beim Import von Fotos in iPhoto hat sich relativ wenig geändert, auch wenn Apple das Interface etwas angepasst hat, indem Ihre Kamera oder die Speicherkarten-Leser zusammen mit Ihren anderen Fotosammlungen in der Quellendarstellung auftaucht. Während des Importes erscheint für jedes Foto, so wie es "hereinkommt" eine Voransicht. Wie bei iPhoto 4 gilt, dass Sie mit anderen Teilen des Programmes weiter arbeiten können, während der Import läuft.

iPhoto 5's neue Fähigkeit (die im Grunde genommen durch Mac OS X zur Verfügung gestellt wird), Kamera-Filme und RAW-Dateien zu importieren (das gilt zumindest für einige Kameras, wobei meine RAW überhaupt nicht beherrschen) ist von Apple besonders herausgestrichen worden; nichts davon hat mich vom Stuhl gehauen. Viele irritierte wie iPhoto mit RAW-Dateien umgeht; offensichtlich legte es die RAW-Datei sofort in einem entsprechenden Ordner "Originale" ab und erstellte eine JPEG-Kopie zur Bearbeitung. Das entspricht der Philosophie, dass RAW ein "digitales Negativ" ist, mit dem man nie direkt arbeitet. RAW kann man im Originalformat aus iPhoto exportieren; "Zurück zum Original" ergibt eine neue JPEG-Kopie des RAW-Originals.

Filme sind leichter zu erklären und sie enttäuschen mehr. Es stimmt, iPhoto importiert sie und, ja, man kann sie Alben hinzufügen, Beurteilungen und Schlüsselwörter bestimmen und … das war es dann auch. Innerhalb von iPhoto kann man die Filme nicht einmal ansehen, ein Doppelklick auf einen Film startet den QuickTime Player. Es wäre schön wenn iPhoto wenigstens die Möglichkeit hätte, Filme abzuspielen, ohne eine andere Applikation öffnen zu müssen.

Wirklich enttäuschend ist, das iPhoto auch nach 4 Jahren nicht in der Lage ist, die grundlegende Möglichkeit von Apples eigener Image Capture-Applikation zu nutzen: den selektiven Import einiger weniger Bilder aus einer vollen Kamera. Klar, iPhoto kann Doubletten verhindern, aber das ist immer noch langsamer als wenn man die Möglichkeit hätte, einige Thumbnails auszuwählen und auf Import zu klicken. Es ist ganz praktisch, dass die Kameras bei der Quellendarstellung mit berücksichtigt werden; wenn man sie dort markiert hat, erschienen alle verfügbaren Thumbnails genauso im Hauptfenster, wie bei jeder anderen Datenquelle auch.

Frustrierend ist auch der Umstand, dass - auch wenn iPhoto Ihnen die Möglichkeit gibt, mehrere iPhoto Library Ordner zu nutzen - das Interface, mit dem man zwischen ihnen hin- und herschalten kann, höchstens als primitiv zu bezeichnen ist. Wenn man beim Start von iPhoto die Optionstaste drückt, wird man aufgefordert, eine neue Library zu erstellen oder auszuwählen. Letzten Endes bleibt mein Vorschlag der gleiche wie immer: wenn Sie vollkommen verschiedene Fotosammlungen in unterschiedlichen iPhoto Library-Ordnern organisieren möchten, dann verwenden Sie Brian Websters Shareware iPhoto Library Manager. Mit Leistungssteigerung hat es übrigens nichts zu tun; es geht dabei nur um Fragen der Organisation, wenn Sie z.B. private und berufliche Fotos getrennt aufbewahren möchten.

<http://homepage.mac.com/bwebster/iphotolibrarymanager.html>

Fotos organisieren -- Für die Organisation von Fotos bietet iPhoto 5 einige wichtige neue Möglichkeiten. Am bemerkenswertesten ist das Konzept dieser Dinger genannt "Ordner" - vielleicht haben Sie davon gehört. In Ordnern können Sie, ähnlich den richtigen Ordnern, in denen man Papier aufbewahrt, Albumsets, Dia-Shows und Bücher ablegen. Stellen Sie es sich als ein "hierarchisches Ablagesystem" vor, eine sehr nützliche Sache; ein Lob an Apple dafür, dass sie es schon 20 Jahre nach der Einführung im Finder geschafft haben, dieses Merkmal auch mit iPhoto 5 anzubieten. Entschuldigen Sie meinen Sarkasmus, aber eine der Hauptbeanstandungen, von der ich hörte, betraf die Unfähigkeit früherer Versionen, auch nur irgendeine Art hierarchischer Ablage zuzulassen. Wie auch immer, eine hierarchische Ablage ist jetzt möglich - gut so.

Nachdem in der Quellenliste bislang nur Alben zu sehen waren, zeigt iPhoto 5 jetzt auch andere Sammlungen: Ordner, Dia-Shows und Bücher. In der Vergangenheit waren Dia-Showeinstellungen und Bücherlayouts Eigenschaften eines Albums, was das Erstellen neuer Varianten und die Arbeit in mehreren Sessions schwierig gestaltete. Sie können die verschieden Dinge in der Quellendarstellung neu arrangieren, sie behalten immer die gleiche Grundordnung: Ordner, smarte Alben, Alben, Bücher und Dia-Shows. Das gleiche gilt, wenn sie sich in Ordnern befinden.

[Übersetzung: Sven Kornmann <kornmann@arcor.de>]

Apple hat die Arbeitsweise von Schlüsselwörtern komplett erneuert, so dass man sie jetzt in einem Kontrollfeld in den Einstellungen von iPhoto definieren kann, und man teilt sie zu oder sucht nach ihnen in einem neuen Schlüsselwörter-Feld unter der Quellen-Leiste. Ich spare mir ein Urteil über das Schlüsselwörter-Interface; iPhotos bisherige lausige Herangehensweise hat mich gelehrt, mich nie um Schlüsselbegriffe zu kümmern. Eine interessante Bemerkung: iPhoto 5.0.2 verändert die Suche dahingehend, dass wenn man zwei Schlüsselbegriffe eingibt, nur diejenigen Fotos angezeigt werden, bei denen beide Suchbegriffe vorkommen (eingrenzende Suche), anstelle der Fotos, die einen der beiden Begriffe enthalten (ausweitende Suche), wie es vor 5.0.2 der Fall war.

Ein weiteres neues Element unter der Quellen-Leiste ist das Kalender-Feld, was eine wunderbare Art ist, nur Fotos eines ausgewählten Zeitraums anzuzeigen. Diese Zeiträume können zusammenhängend sein, müssen aber nicht; ich mag es, dass man die angezeigten Fotos auf die eines bestimmten Zeitraumes beschränken kann.

Ein neues Suchfeld ermöglicht die Suche nach Text in Titeln, Dateinamen, Kommentaren und Schlüsselworten; es ist eine gelungene Sofortsuche‚ die so ähnlich funktioniert wie jene in iTunes. Ich habe sie noch nicht oft benutzt, da ich mir nicht allzu viel Mühe gebe, Metadaten zu meinen Bildern hinzuzufügen, aber es funktioniert gut und schnell. (Nebenbei bemerkt, der Grund warum ich keine Zeit fürs Pflegen von Metadaten aufwende ist, dass iPhoto immer noch keine Möglichkeit eingebaut hat, mit der man Fotos und Metadaten exportieren kann. Ich glaube, dass es möglich ist, da das Flickr Export-Plugin das auch macht, aber bis ich mir sicher sein kann, dass meine Zeit nicht verschwendet sein wird, sobald ich zu einem anderen Programm wechseln möchte, werde ich keine Schlüsselwörter oder Titel zu Fotos hinzufügen.)

All das sind willkommene Eigenschaften, aber wenn Sie mir noch mehr Verwunderung erlauben, warum zum Geier kann man eigentlich Foto- und Filmrollentitel nicht direkt ändern (zusammen mit Daten, Schlüsselwörtern und Bewertungen), so wie das im Finder schon seit 1984 möglich ist? Wenn man ein Foto oder eine Filmrolle umbenennen will, vermutet man, dass man auf den Namen klickt und einen Moment wartet, so wie man das vom Finder kennt, und dann den neuen Namen eingibt. Aber nein, zum Umbenennen muss man das Objekt auswählen und dann in der Infopalette umbenennen. iPhoto hat von Tag 1 an mit dieser Tradition gebrochen; das ist peinlich.

Fotos editieren -- Die Hauptfunktion von iPhoto 5 ist wahrscheinlich die Anpassen-Palette, die einige Möglichkeiten zur Anpassung von Farbe, Belichtung und Schärfe eines Bildes beinhaltet. Als jemand, der Farbhistogramme nie verstanden hat, bevor ich sie lernen musste, um sie in meinem Buch zu erklären, habe ich mich ziemlich in die Kontrollmöglichkeiten, die mir die Anpassen-Palette bietet, vernarrt. Der Verbessern-Knopf, der sich seit iPhoto 4 nicht verändert hat, kann keine so gute Arbeit leisten wie mir das mit der Anpassen-Palette möglich ist - ich habe Fotos radikal verbessert, die sonst einfach nur schlecht gewesen wären. Auf der anderen Seite verbringe ich jetzt mehr Zeit damit, Fotos zu korrigieren, als vorher. Idealerweise könnte man auf den Verbessern-Knopf drücken und seine Auswirkung auf den Reglern der Anpassen-Palette sehen, was ein guter Startpunkt zur Verbesserung von Fotos wäre.

Nachdem ich verstanden habe, dass die Anpassen-Palette eine sehr gute Sache ist, ist aber noch etwas Kritik angebracht. Die Regler für Helligkeit und Kontrast sind im Wesentlichen nutzlos; man sollte stattdessen immer die Regler für Belichtung und Schärfe verwenden, um bessere Resultate zu erzielen - das gilt, solange Sie keinen Mac mit PowerPC G3 verwenden; in diesem Fall sind Helligkeit und Kontrast die einzigen verfügbaren Regler. Obwohl die Anpassen-Palette ein interessantes neues Interface-Element ist - ein durchsichtiges verschiebbares Fenster, durch das man das Foto im Hintergrund sehen kann - finde ich die Regler an sich unbeholfen und schwierig einzustellen, was vorallem ihrer winzigen Größe zu verdanken ist (und ich habe ganz gute Augen sowie Koordination!). Man kann die Icons an den Enden anklicken, um den Regler schrittweise zu verstellen, aber eine Kontrolle über Tastatur wäre auch nicht schlecht.

Abgesehen von der Anpassen-Palette sind die meisten Änderungen in Bezug auf die Editierfähigkeiten von iPhoto Rückschritte. Das Rote Augen-Werkzeug hat sich zum Schlimmsten verändert; jetzt muss man das Werkzeug auswählen und dann in die Mitte des Auges klicken, das man korrigieren möchte. Aber Augen sind oft sehr klein, was sie zu schwierigen Zielen macht, und da die Rote Augen-Reduktion gar nichts macht, wenn man danebenklickt, weiß man nie, ob man auf die richtige Stelle geklickt und es nicht funktioniert hat, oder ob man danebengeklickt hat. Wenn man zudem rote Augen in einem Gruppenbild korrigieren will, kann es eine Weile dauern, die Augen von jeder Person anzuklicken. Glücklicherweise wurde das alte Interface in iPhoto 5.0.2 wieder zurückgeholt; einfach einen Bereich grob um die Augen auswählen und den Rote Augen-Knopf drücken.

Man kann ein Foto nicht mehr mit gedrückter Befehlstaste verschieben, wenn es im Bearbeitungsmodus ist; Klicken mit gedrückter Befehlstaste ermittelt jetzt den Weißpunkt, was die Regler für Temperatur und Färbung in der Anpassen-Palette bewegt, wenn man sie aufhat [Anm: wenn die Palette gerade nicht aktiviert ist, wird sie durch den Befehls-Klick geöffnet -- SK]. Die Idee ist, dass man auf etwas Weißes im Bild klickt, aber ich fand es fast unmöglich, etwas mit dem richtigen Farbton in einem meiner Bilder zu finden.

Aber das störendste Problem ist dass Apple die Art und Weise verändert hat, wie Änderungen bei einem Foto angewandt werden. In bisherigen Versionen konnte man mehrere Schritte widerrufen und damit den Weg der Änderungen schrittweise zurückgehen, selbst wenn man schon mit einem anderen Foto weitergemacht, Modi gewechselt hatte oder sonst etwas. Wenn man damit beginnt, ein Foto zu bearbeiten, listet iPhoto 5 alle Veränderungen auf, die Sie durchführen (was den nützlichen Effekt hat, dass man sich nicht mehr darum sorgen muss, in welcher Reihenfolge man Veränderungen durchführt) und wendet sie an, sobald Sie zum nächsten Foto oder in einen anderen Modus wechseln. Rückgängig machen funktioniert nur so lange, wie Sie das gleiche Foto bearbeiten; sobald Ihre Änderungen gesichert sind, können Sie nur noch alles verwerfen, um zum Original zurückzukehren.

Deshalb wird experimentieren ein wenig kompliziert, denn obwohl die Widerrufen-Funktion durch alle individuellen Änderungen zurückgehen kann, solange Sie das jeweilige Foto bearbeiten, sieht die Kontroll-Taste Vorher/Nachher nur die Gesamtheit der Änderungen, nicht die letzte, die Sie durchgeführt haben. Es ist auch leicht, eine versehentliche Änderung zu machen und abzuspeichern, ohne dass man das wollte; es gibt keine Anzeige, dass Sie eine Änderung durchgeführt haben, die gespeichert wird. Und am Schlimmsten, es bedeutet dass das Speichern von Änderungen schmerzlich langsam geworden ist. Jedes Mal, wenn ich das Dialogfeld "Änderungen speichern" sehe, steigt mein Blutdruck.

[Übersetzung: Walter Sonnenberg <w.sonnenberg@gmail.com>]

Fotos zeigen -- Wenn Sie Ihre Fotos importiert, organisiert und bearbeitet haben, wird es Zeit, sie anderen zu zeigen. iPhoto 5 liefert hierzu einen gut gemischten Satz von Funktionen; Diashow und Buchgenerierung wurden neu realisiert, besser noch, Drucken und Erzeugen von Internetseiten wurden unverändert von iPhoto 4 übernommen.

In iPhoto 5 gibt es neu, was ich "gespeicherte Diaschau" nenne, nämlich Diaschauen, die man im Fensterteil für die Quellen sieht und die man beliebig nachbearbeiten kann. Die alte Lösung "Basisdiaschau" kann immer noch benutzt werden, Sie benutzen sie beispielsweise, um sich alle Dias vorführen zu lassen, die Sie löschen wollen. Die "gespeicherte Diaschau" ist eine echte Bereicherung des Funktionsvorrats, in der Sie die Verweilzeiten, Bildübergänge und weitere Effekte wie den Ken Burns-Effekt (Verschieben und Zoomen der Bilder) für jedes Bild einzeln bestimmen können. Eine solche Diaschau kann man auch als QuickTime-Film abspeichern. Jedoch muß man davor warnen, dass der Ken Burns-Effekt bei jedem Abspielen eines Bildes im Detail unterschiedlich ausfällt, so dass man den Ken Burns-Effekt für jedes Bild manuell in eine definierte Grundeinstellung versetzen muß. iPhoto 5.0.2 korrigiert das Verhalten bei der Musikzuordnung in der Bestimmung der Länge eines ausgewählten Musikstücks, ein zufällig ausgewähltes Stück wird bei jedem Durchgang unterschiedlich gewählt und die Standzeit des begleitenden Bildes wird entsprechend abgeleitet, aber es kann nur eine Standzeit in dieser Weise per Zufall bestimmt werden.

Das Erzeugen von Büchern wurde vollkommen umgestellt. Man muß nicht mehr von links-nach-rechts arbeiten - wenn man vermeiden will, dass das System unberechenbar reagiert. Man kann die Bilder jetzt von einer Liste noch nicht eingesetzter Bilder in eine Bildkette mit leeren Bildplätzen hinüberziehen. Zieht man ein Bild auf einen leeren Platz zwischen den Bildern einer Kette, so wird hier automatisch ein Platz generiert, sofern das Layout diese Operation erlaubt.Wird ein Bild über ein anderes gelegt, so wird letzteres ersetzt. Meine Kritik an dieser Funktion geht dahin, dass durch das automatische Layout mehr Folgearbeit generiert als erspart wird, wenn Sie nicht von vornherein eine konkrete Vorstellung haben, wie Ihr Buch aussehen soll. Ich kann Ihnen nur raten, Ihr Layout von Hand zu definieren, damit werden Sie alle Ihre Vorstellungen realisieren können. Der kleine Unterschied zwischen Version 5.0 und 5.0.2, dass nämlich das automatische Layout mit Hilfe einer speziellen Taste erzeugt wird, ist nicht erheblich. Wesentlicher ist die Tatsache, dass ein Fehler bereinigt wurde, der die ältere Version beim Zugriff auf meine iPhotobibliothek abstürzen liess.

Am wichtigsten finde ich die Verbesserung, dass Bilder beim Beschneiden nicht mehr dauerhaft beschnitten werden, sondern für jede Verwendung anders bearbeitet werden können. Bei Diasequenzen wird das Beschneiden am gezoomten Bild bedient, bei der Buchbearbeitung wird das Bild mit einem Doppelklick ausgewählt und die zu bearbeitende Einstellung durch manuelle Zoombedienung aufbereitet. In beiden Fällen kann man die Bilder im Rahmen justieren. Die unterschiedliche Bedienung kann aber auch verwirren: Der Doppelklick auf ein Bild einer gespeicherten Diafolge startet einen Editiervorgang, ein solcher Doppelklick auf ein Buch bedeutet, dass Sie in den Zoommodus gehen wollen, aus dem Sie wieder durch einen Doppelklick in den Editiermodus wechseln. Zum Editieren können Sie mit Control-Klick beginnen, bei Diaschaus gibt es diese Bedienung aber nicht.

Ein Aspekt der anteiligen Benutzungsmöglichkeit von Fotos hat die Korrektur überlebt, dass auf einer selbstgebrannten Foto-CD ein iPhoto-Ordner angelegt wird, der anderen iPhoto-Benutzern die Bilder leicht zugänglich macht, aber anderen Benutzern den Zugriff erschwert. Man kann aber seine Fotos in einen Ordner exportieren, den man durch den Finder auf eine CD brennen läßt - dies Vorgehen ist schwerfällig, eine Lösung, bei der iPhoto den Benutzer fragt, wohin seine Fotos gestellt werden sollen, wäre gefälliger.

Ebenso blieb die Funktionalität unverändert, dass iPhoto eine anteilige Benutzung durch verschiedene Benutzer desselben Mac oder im selben Netzwerk nicht unterstützt. Beide Einschränkungen kann man durch geeignete Definitionen in der Libraryverwaltung von iPhoto umgehen, das erschwert die Arbeit mit iPhoto aber unnötig.

Schlussfoto -- Sie mögen den Eindruck gewonnen haben, ich sei mit iPhoto 5 nicht zufrieden - dies täuscht. Ich bin unglücklich über wenige verbliebene offensichtliche Probleme aus früheren Versionen, die nicht bereinigt wurden. Tatsächlich haben mir die neuen Funktionen um gespeicherte Diaschauen und die neue Bedienoberfläche für die Bucherstellung sehr gefallen (auch wenn die neuen Vorlagen mich nicht besonders vom Hocker reißen). Die neuen Möglichkeiten mit Schlüsselwörtern, Kalender- und Suchfunktionen sind sogar sehr willkommen.

Aber ich warte immer noch auf eine neue iPhoto-Version, weil ich keine Lösung mit verschiedenen Bearbeitungsprogrammen kenne, die dem einheitlichen Ansatz einer integrierten Lösung mit nur einer iPhoto-Software das Wasser reichen könnte. Verbesserungswürdig sind die Bereiche des selektiven Imports in Rechnernetzen und unter mehreren Benutzern, programmspezifische Brennoptionen für CDs, eine Option für den Export von Metadaten und direkte Modifikationen in Titeln von Fotoalben und exportierten Büchern. Es ist immer beschwerlich, alte Konzepte zu ändern, bringt mehr Ärger als das Einführen neuer Funktionen, aber nach dem vierten Release werden einige alte Hüte langsam schmerzlich.

Ich habe keine Absichten, ohne iPhoto weiterzuleben, hauptsächlich, weil ich keine Ersatzlösung durch andere Programme erkennen kann. iPhoto bräuchte eine ernsthafte Konkurrenz, die ich allerdings nicht einmal am Horizint vermuten kann.


Aktuelle Themen in TidBITS-Talk/09-Mai-05

vom TidBITS-Team <editors@tidbits.com>
[Übersetzung: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>]

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Tiger-Vertrieb und Ausbildungsrabatt-Probleme -- Einige Leute haben ihre vorbestellten Tiger-Versionen nicht zum zugesicherten Zeitpunkt erhalten, dazu gibt es vereinzelte Berichte, dass ihnen kostenlose Ersatzsoftware angeboten wurde. Auch bei Ausbildungs-Bestellungen gab es Probleme, der Rabatt scheint nur bei Onlinebestellungen zu gelten, nicht jedoch bei Apples Einzelhändlern, wobei es auch hier Ausnahmen gibt. ("Tiger Shipping and Educational Discount Problems" - 7 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2565>
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Verbesserungen von Safari unter Tiger -- Safari 2.0 scheint mit der Speichernutzung besser umzugehen als die Vorgänger. ("Tiger Safari Improvements" - 2 Beiträge)

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Mail.app in Tiger -- Ein Leser wird mit "fantastisch eigenartigem" Verhalten der neuen Mail-Anwendung konfrontiert. Außerdem wird die neue Benutzeroberfläche des Programms diskutiert. ("Mail.app in Tiger" - 3 Beiträge)

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iChat AV in Tiger -- Wie gut arbeitet iChat AV unter Tiger mit früheren Panther-Versionen zusammen? Ein Leser hat unerwartetes Verhalten erlebt. ("iChat AV in Tiger" - 2 Beiträge)

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Neues im Unix-Unterbau von Tiger -- Tiger geht mit Dateninformationen (Resource Fork) anders um als frühere Betriebssystemversionen; und weitere UNIX-Spezifika . ("iChat AV in Tiger" - 13 Beiträge)

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Schwierigkeiten bei der Tiger-Installation -- Ein Leser hat unter Tiger extrem verlangsamte Sicherungskopien mit Retrospect Express, andere berichten über ihre Vorkehrungen vor der Tiger-Installation. ("Tiger installation troubles" - 5 Beiträge)

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Brauchbarkeit von Dashboard -- Kommt der Ansatz überlagernder Fenster mit Dashboard an oder behindert er? ("Dashboard Usability" - 6 Beiträge)

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Übersetzung dieser Ausgabe: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>, Hartmut Greiser <linarte.post@gmail.com>, Sven Kornmann <kornmann@arcor.de>, Walter Sonnenberg <w.sonnenberg@gmail.com> und Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.

Lektorat: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.

Koordination dieser Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.

Copyright der deutschen Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.

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