
Sitzen Sie gut? Apple nutzt ab dem kommenden Jahr Intel-Prozessoren! Lesen Sie unsere Analyse. Der Rest dieser Ausgabe ist gefüllt mit Multimediameldungen. Als erstes kümmert sich Geoff Duncan um die Einstellung des iPod-Batterie-Prozesses und die Ankündigung, iPod-Batterien zu recyclen. Adam schaut sich als nächstes den Ärger rund um QuickTime Pro 7 an. Andrew Laurence schließt den Bereich mit einem Beitrag über den Squeezebox2-Musicplayer. In den Meldungen geht es um QuickTime 7.0.1, welches ein Sicherheitsleck korrigiert.
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QuickTime 7.0.1 stopft Sicherheitsleck -- Apple hat QuickTime 7.0.1 veröffentlicht, ein 26,6 Megabyte großer Download per Software-Aktualisierung. Diese Aktualisierung ersetzt das Quartz Composer Plug-in, welches Daten per kodierter URL an eine vorgetäuschte Webadresse übermitteln konnte. Dies ist nun abgestellt. QuickTime 7.0.1 läuft mit Mac OS X 10.3.9 oder jünger.
<http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=301714>
<http://www.apple.com/quicktime/>
QuickTime 7.0.1 enthält zusätzlich nicht näher spezifizierte Fehlerbereinigungen und soll die Kompatibilität mit Apples Final Cut Studio verbessern. TidBITS Technikautor Geoff Duncan hat eine ganze Reihe Fehlerbereinigungen für mehrere enervierende QuickTime 7-Probleme ausgemacht, die mit Mehrkanalaudio-Schnittstellen zu tun haben: QuickTime 7.0.1 akzeptiert nun Benutzervoreinstellungen des gewählten Audioausgangs (Version 7.0 schickte das Signal fälschlicherweise an die Kanäle 1 und 2, obgleich Sie Ihre Lautsprecher an den Kanälen 3 und 4 angeschlossen hatten) und die Version 7.0.1 spielt nun auch Audio Mono korrekt. [JLC]
MathMagic Sponsoring TidBITS -- Die TidBITS haben einen weiteren Sponsor gewinnen können. Dieser Beitrag wird nicht ins Deutsche übertragen, bei Interesse finden Sie ihn unter dem folgenden Link: [jpf]
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=08124>
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[Übersetzung: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>]
Auf Apples Worldwide Developer Conference (WWDC) hat Steve Jobs heute eine Bombe in der Mac-Gemeinde bersten lassen und bestätigte damit Gerüchte, wonach die Firma ab 2007 ihre Computer von der Power PC-Architektur auf Intel-Prozessoren umstellen werde. Die Neuigkeit kam über das Wall Street Journal vor zwei Wochen ans Tageslicht und wurde vergangene Woche von CNet und dem Wall Street Journal bestätigt.
<http://developer.apple.com/wwdc/>
<http://www.apple.com/pr/library/2005/jun/06intel.html>
Warum das Ganze? Kurz und bündig: Power. Die Entwicklungspläne aller Prozessorhersteller nach 2006 zitierend sagte Jobs, dass der Power PC 15 "Performanceeinheiten" je Watt zeige, während Intels Prozessoren bis zu 70 Einheiten je Watt zeigen könnten. Ferner erwähnte Jobs, dass sie nicht in der Lage gewesen seien, den PowerPC G5-Prozessor weit genug herunterzukühlen, um ihn für den Laptopgebrauch bereit zu stellen, was sich Apple-Fans seit langem wünschten.
Dennoch blieben harte Fakten auf der WWDS-Keynote aus: keine spezielle Hardware oder Megahertzzahlen wurden mitgeteilt. Die Unterstützung für andere Hardware, auf die Apple angewiesen ist, wie beispielsweise AltiVec, scheint überdies zu fehlen. Sie werden aber nicht in der Lage sein, sich einen Intel-Computer zuzulegen und darauf Mac OS X zu installieren, soviel war immerhin den Worten von Apples Senior Vice President Phil Schiller zu entnehmen. Apple wird das Betriebssystem allein auf eigenverkaufte Intel-Computer beschränken. Wahrscheinlich werden diese neuen Macs aber Windowsanwendungen leichter ausführen können als mithilfe der bisherigen Emulationssoftware.
Jobs sagte, Apple habe in den vergangenen fünf Jahren parallel Intelvarianten des Mac OS X entwickelt, um sich alle Möglichkeiten offen zu halten. Auf der WWDC-Keynote demonstrierte Jobs Dritthersteller-Anwendungen wie Photoshop CS2, die auf einem 3,6 GHz Pentium 4 unter Mac OS X 10.4.1 liefen.
Apple will in einem die Macs am unteren Ende der Produktskala Jahr mit Intelprozessoren auf dem Markt haben, während die professionellen Geräte vermutlich erst ab 2007 erhältlich sein werden. Jobs entschuldigte sich insbesondere bei denen, die sehnsüchtig auf ein PowerBook G5 gewartet hatten, so dass man mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen darf, dass ein High-End-Laptop ganz oben auf der Entwicklungsprioritätenliste steht.
DRM im Chip -- Ein Aspekt dieses Wechsels könnte sehr interessant werden, im positiven wie im negativen Wortsinne: Dies sind die so genannten "trusted computing"-Fähigkeiten der Intel-CPUs. Bislang ist damit wenig gemacht worden, aber so wie wir es verstehen, sind die Möglichkeiten zur Verwendung mit Microsoft Digital Rights Management (DRM)-System gedacht. Bislang ist nichts bekannt über die Möglichkeiten eines Zusammenspiels mit Apples vorhandenen Musik - oder zukünftigen Videoplänen.
Den Wechsel vornehmen -- Entwickler, die Xcode verwenden, sollten in der Lage sein, ihre Programme mit kleineren Änderungen für Intel-Prozessoren lauffähig zu bekommen. Kompilierte Binary-Anwendungen können den prozessorabhängigen Code für Power PC und Intel-Chips enthalten, so dass Entwickler ein Programm für beide Mactypen zur Verfügung stellen könnten. Jobs teilte mit, dass mehr als die Hälfte der gegenwärtigen Appleentwickler Xcode verwendeten und weitere 20 Prozent dies ist der nächsten Zeit vorhätten. Wenig überraschend wies er darauf hin, dass alle anderen ebenfalls schnell auf den anrollenden Zug springen sollten.
<http://www.apple.com/macosx/features/xcode/>
Jobs sprach auch über Rosetta, einen Binary Translator, der fliegend Power PC-Code in Code für Intel-Chips übersetzt. Diese Art der Konversion wurde in der Vergangenheit schon von einigen Firmen genutzt. Jobs betonte, dass Rosetta optimiert ist und besser funktioniere als Mac OS Classic in Mac OS X. Es sollte zu einer nahtlosen Integration für Mac-User führen, vergleichbar mit den seinerzeitigen 680x0-Anwendungen auf einem Power PC. Jobs zeigte Photoshop CS2, Microsoft Office und Quicken unter Rosetta. Natürlich heißt das nicht notwendigerweise, dass alles rund läuft, besonders bei Software wie Photoshop, die gern als Vergleichsmaßstab verwendet wird. Es scheint aber nicht so zu sein, dass die Benutzer für haufenweise Upgrades werden zahlen müssen, wie es beim Umstieg von Mac OS 9 auf Mac OS X der Fall war.
Apple hat eine lange Geschichte, alte Anwender mitzunehmen, wenn es zwei völlig unterschiedliche Architekturen gibt. Der Wechsel von 680x0 auf den PowerPC lief mit wenigen Ausnahmen überzeugend. Der Wechsel von Mac OS 9 auf Mac OS X war ein langer und langsamer Prozess, der am Ende jedoch erfolgreich verlief, nachdem Softwarehersteller Anwendungen herstellten, die unter beiden Systemen lauffähig waren. Auch der 64-Bit-Prozessor im PowerPC G5 warf nur wenige Probleme auf.
Jobs kündigte auch an, dass Mac OS X 10.5 unter dem Namen Leopard Ende 2006, Anfang 2007 erscheinen werde. Zu dieser Zeit soll auch Microsoft Longhorn kommen...
Müssen Kleinentwickler dran glauben? Kleinere Entwickler werden von dem Umstieg auf Intel-Prozessoren eher betroffen sein als große. Denn die meisten Großen haben Software sowohl für Apples Mac OS X als auch Microsofts Windows. Die Codebasis ist zum großen Teil identisch. Kleinere Entwickler entwickeln typischerweise nur für eine Plattform und haben unter Umständen nicht die finanziellen und humanen Ressourcen für ausreichende Tests.
Aber Apple hat sich Gedanken um diese Klientel gemacht: Select und Premier Members von Apples Developer Connection werden für 999,00 USD ein Developer Transition Kit erhalten können, das einen Intel-Prozessor Computer sowie Preview Releases von Mac OS X und Apple-Software enthält. Dieses System ist nicht für die allgemeine Öffentlichkeit bestimmt, es wird auch nicht wie ein normales System laufen. Bis Ende 2006 müssen die Geräte überdies zurückgegeben werden.
<http://developer.apple.com/transitionkit.html>
Brüllheiß? Früher wurden Intel-Chips heißer und verbrauchten mehr Energie als vergleichbare Power PCs. Aber Intel hat mit Pentium 4M und Pentium M für Laptops eine Menge gelernt. Seine neue dual-core Architektur die quasi zwei Prozessoren in einem IC vereint, verdoppelt die Temperatur oder den Energieverbrauch nicht, wohl aber die Leistungsfähigkeit. (Multi-core-Technologie scheint die nähere Zukunft der Prozessorentwicklung zu sein. IBM will mit Cell ein nine-core-System bringen.)
Jenseits des Wettbewerbs um Watt ist der Abstand zwischen IBM und Intel geschmolzen, der frühere Megahertzmythos spielt schon längst keine Rolle mehr. Intel hat zwar im vergangenen Jahr einige Rückschläge hinnehmen müssen, so dass der Geschwindigkeitszuwachs nicht mehr so schnell verläuft. Dennoch wird sich zukünftig der Zuwachs gegenüber IBM dramatisch entwickeln. Auch IBM ist ins Stolpern geraten bei der Entwicklung des G5, was die Auslieferung der G5 iMacs vergangenen Sommer um drei Monate verzögerte.
Zurückgehende Verkaufszahlen? Abgesehen von Technikfragen ist bedeutend, was die Konsumenten und professionellen Nutzer sagen. Werden Konsumenten zuschlagen, weil sie erwarten, dass ihre Software nicht mehr komplikationslos läuft? Oder werden Konsumenten mit Kaufzurückhaltung reagieren, weil in ein, zwei Jahren ein Leistungssprung durch den Wechsel des Prozessors zu erwarten ist? (Wir empfehlen stets, das zu kaufen, was sie brauchen, dann, wenn sie es brauchen!)
Apple hat vor allem mitgeteilt, dass PowerPC G5-Chips für die Verwendung in Laptops nicht gut genug gekühlt werden können. Solange Freescale Semiconductor (Motorolas ausgegliederte Chipabteilung) keine schnelleren G4-Prozessoren herstellen kann, bedeutet dies, dass Apple zwei volle Jahre keine bedeutend schnelleren Laptops herstellen kann, was Marktanteile unter den Professionals und im geschwindigkeitsabhängigen Geschäft kosten dürfte.
Es ist wahrscheinlich, dass Apples Entscheidung für Intel Analysten und Business-Autoren dazu bringen wird zu schreiben, dass Apple nun auf einem sicheren Weg ist. Andererseits halten Aktienmärkte einen Wechsel stets für nachteilig und ein grundlegender Wechsel beim Prozessortyp und -hersteller hat etwas von einer Niederlage (dies ignoriert natürlich, dass der Mac immer anders war wegen des Betriebssystems und nicht wegen der genutzten technologischen Basis).
Noch bedeutender ist, dass Windows XP und Longhorn einen direkten Wettbewerb mit Mac OS X erleben werden, weil beinahe das gesamte Equipment direkt vergleichbar sein wird. Ein natives Intel Photoshop unter Mac OS X gegen Windows XP wird mehr über die Effizienz von Unix und Apples Implementierung aussagen als alle bisherigen Vergleichstests, die Äpfel mit Birnen verglichen.
von Geoff Duncan <geoff@tidbits.com>
[Übersetzung: Roland Müller <mail@duesenschrieb.de>]
In der vergangenen Woche waren zwei gravierende Entwicklungen bezüglich Apples mittlerweile kultigen iPod zu beobachten: Ein von Apple gesponsertes Recycling-Programm soll den Negativeffekt von Millionen iPods minimieren, die eines Tages zu Müll werden, und ein Vergleich beendet die gerichtliche Auseinandersetzung um die Batterielebensdauer der ersten iPod-Modelle.
Verringern, wiederverwenden... und austauschen! Ab sofort können Verwender, die ihren iPod loswerden wollen, diesen bei jedem Apple-Store in den USA umweltfreundlich entsorgen lassen. Jeder, der einen iPod, iPod mini oder iPod Photo abgibt, erhält einen 10-Prozent-Rabatt auf den Kauf eines neuen iPods angerechnet. Allerdings ist dieser Rabatt nur am Abgabetag gültig. Einen Coupon beiseite zu legen und abzuwarten, bis ein noch coolerer iPod im nächsten Monat auf den Markt kommt, das läuft nicht. Und obwohl Apple voraussichtlich iPod shuffles zum Recycling annimmt, qualifiziert dies nicht für den besagten Rabatt. Apple stellt sicher, dass in den USA gekaufte iPods im Lande verarbeitet werden und kein gefährliches Material ins Ausland exportiert wird. Wir hoffen, dass Apple sein Recycling-Programm auf Produkte jenseits des iPods ausweitet &endash; gute Kandidaten wären Laptop-Batterien, Monitore und CPUs &endash; und dass das Unternehmen das Produkt-Recycling auch seinen internationalen Kunden zugänglich macht. Schließlich gibts nur eine Erde.
<http://www.apple.com/pr/library/2005/jun/03recycle.html>
<http://www.apple.com/environment/>
Batterie-Klagen beigelegt? Obwohl offiziell aus Apple-Quellen nichts bekannt wurde, hat man sich am 12. Mai 2005 im laufenden Verfahren um die Batterielebensdauer älterer iPods in aller Stille auf einen Vergleich geeinigt. Es braucht lediglich noch am 25. August 2005 in Kalifornien eine höchstrichterliche Bestätigung der Einigung. Allerdings wird das nur eine Formalität sein, denn etliche iPod-Besitzer haben bereits am vergangenen Donnerstag eine Mitteilung über die erzielte Einigung erhalten.
Die Bedingungen betreffen die iPods der ersten, zweiten und dritten Generation mit einem Jahr Garantie, die vor dem 1. Juni 2004 gekauft wurden. Jene also, von denen Apples Werbung behauptete, dass sie mit einer Akkuladung acht Stunden Musik spielen. Käufer, die die Kaufquittung eines betroffenen iPods vorlegen, können eine einjährige Garantieverlängerung erhalten. Käufer, die eine Quittung vorlegen und festgestellt haben, dass ihr iPod weniger als 50 Prozent der beworbenen Laufzeit erreicht oder die Akkus im laufe der Zeit den Geist ganz aufgegeben haben, haben mehrere Optionen. Sie können:
Obwohl der Vergleich vermutlich bis zu zwei Millionen iPod-Besitzer betrifft, verringert die geforderte Vorlage einer Kaufquittung Apples Schadenssumme ein wenig, da gebraucht erworbene iPods nicht zählen. Im Rahmen der Einigung gibt Apple weder eine Verfehlung zu noch einen Defekt am iPod. Tatsächlich zieht sich Apple auf die Aussage zurück, dass der iPod funktioniert wie versprochen, so lange die Benutzer ein vernünftiges Batteriemanagement betreiben.
<http://www.apple.com/batteries/>
von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Klaus Werner Wirtz <pleins@gmail.com>]
Während Apple einerseits jahrelang QuickTime als Bestandteil von Mac OS angesehen hat, hat die Firma andererseits durch den Verkauf von QuickTime Pro für 30 USD zusätzliche Erlöse generiert. Diese kommerzielle Version von QuickTime erweitert die Funktionen des QuickTime Player z.B. um die Wiedergabe auf dem ganzen Bildschirm (im Gegensatz zur Beschränkung der Videoausgabe auf ein Fenster), einfache Editierfunktionen für QuickTime-Filme, und eine Vielzahl von Exportfunktionen. Apple macht viel Wind um diese Fähigkeiten und die freie Version des QuickTime Player zeigt nervige Werbung für QuickTime Pro, obwohl das in den letzten Versionen nachgelassen hat.
Aber QuickTime Pro ist ein seltsames Tier, mit dem sehr unterschiedliche Märkte bedient werden: einige Leute kaufen es nur, um Filme im Vollbildmodus abspielen zu können, einige möchten Filme von Webseiten sichern, und andere benötigen die Funktionen zum Editieren und Konvertieren von Filmen. Als ich einmal die Aktualisierung für 30 USD kaufte - um zu dokumentieren, wie man aus iPhoto exportierte Filme in Schnellstart-Filme für das WWW umwandelt -, war ich von der Bedienbarkeit von QuickTime Pro nicht begeistert, was auch am völligen Fehlen einer Dokumentation lag. Trotzdem ist QuickTime Pro wohl hinreichend nützlich für Leute, die ernsthafter als ich mit Video arbeiten und die das Geld für leistungsfähigere Werkzeuge nicht ausgeben wollen.
Der Ärger mit QuickTime Pro 7 -- In QuickTime 7, das es für Panther und als Teil von Tiger gibt, ist allerdings eine kleine Falle an der Grenze zwischen "kostenlos" und "kostenpflichtig" versteckt, die vorher so nicht da war. Die QuickTime Pro-Seriennummern von QuickTime 6 sind nicht mehr gültig; Sie müssen für QuickTime Pro in Version 7 neu bezahlen. Apple sagt, dies liege daran, dass QuickTime 7 lizenzpflichtige Techniken enthält; mit anderen Worten, Apple muss für jedes Exemplar von QuickTime Pro anderen Firmen etwas bezahlen und gibt diese Kosten an Sie weiter. Dies war schon bei den letzten Hauptversionen von QuickTime so.
Neu ist, dass eine Anzahl von Nutzern sich darüber ärgert, für QuickTime Pro noch einmal bezahlen zu müssen, weil sich dies überraschenderweise erst nach der Installation von Tiger herausstellt: Sie haben also Tiger gekauft, aber sobald Sie erstmalig den QuickTime Player für etwas benutzen wollen, das QuickTime Pro benötigt, erfahren Sie, dass Sie noch einmal 30 USD ausgeben dürfen. Ob nun diese Gebühr dadurch gerechtfertigt ist, dass Apple Lizenzen zahlen muss oder Entwicklungskosten wieder hereinholen will (QuickTime Pro ist ja kein Teil von Tiger, deshalb muss die Entwicklung anders abgegolten werden), oder nicht, Apple hätte die QuickTime Pro 6-Benutzer vorher auf die Notwendigkeit der Aktualisierung hinweisen können. Schlimmer noch, QuickTime Player 7 zeigt nun alle Menüpunkte der Pro-Version in nicht wählbarer Form mit einem PRO-Etikett an, was gut sein mag, um Neulinge auf die Funktionen von QuickTime Pro hinzuweisen, was aber die Kunden, die für QuickTime Pro 6 schon bezahlt haben, stört.
Apple scheint dieses Problem erkannt zu haben, denn die Aktualisierung auf QuickTime 7.0.1 sagt deutlich: "Wenn Sie QuickTime 7 installieren, werden die QuickTime Pro Funktionen von älteren QuickTime Versionen deaktiviert. Wenn Sie mit dieser Installation fortfahren, müssen Sie eine neue Registrierungsnummer für QuickTime 7 Pro kaufen, um die Funktionen von QuickTime Pro zu erhalten. Gehen Sie nach der Installation zu www.apple.com/de/quicktime, um eine Registrierungsnummer für QuickTime 7 Pro zu kaufen." So informiert Apple die Benutzer wenigstens vorher; wenn sie dies doch auch bei der Tiger-Installation getan hätten!
Auch ärgerlich ist die Tatsache, dass bei QuickTime 7 mindestens eine vorher kostenlose Funktion in die Pro-Funktionen verschoben wurde - die Fähigkeit, einen Film zu speichern, den man in einer Webseite mit dem QuickTime Plug-in betrachtet. Man kann aber nach wie vor auf den Hyperlink zu solch einem Film mit gedrückter Kontrolltaste klicken und den Film dann über das Kontextmenü speichern.
Zurück zur Vorversion -- Ich glaube, dass man nicht auf QuickTime 6.5.2 zurückgehen kann, wenn man Tiger installiert hat, aber diejenigen, die unter Mac OS X 10.3.9 (Panther) auf QuickTime 7 aktualisiert haben, können den QuickTime 6.5.2 Reinstaller for Mac benutzen, der QuickTime 7 entfernt und QuickTime 6.5.2 wieder herstellt.
<http://www.apple.com/support/downloads/quicktime652reinstallerforquicktime701.html>
<http://www.apple.com/support/downloads/quicktime652formac.html>
Wenn Sie QuickTime Pro nur wegen des Vollbildmodus gekauft haben, können Sie den Open Source-Betrachter MPlayer OS X, eine Mac OS X-Version des Movie Player for Linux, ausprobieren. Neben dem Vollbildmodus bietet er einen einfache Bibliotheksfunktion und kann eine Reihe von Formaten abspielen, für die QuickTime keine Codecs hat.
<http://mplayerosx.sourceforge.net/>
Apple putzt sich für die Filmindustrie heraus -- Bei der MacWorld Expo im Januar in San Francisco sagte Steve Jobs, dass 2005 das Jahr des HD (High Definition Video - hochauflösendes Video) wäre. Damals bezog er sich explizit auf neue Funktionen in iMovie HD, iDVD 5 und Final Cut Express HD, aber heute, wo iTunes 4.8 zusätzliche Video-Funktionen erhalten hat und es schwieriger wird, Filme aus dem Web Browser auf der Festplatte zu speichern, ist mir klar, dass Apple Vorbereitungen für einen Video-Schub trifft, der später in 2005 kommt.
Da Apple inzwischen Filme zum Herunterladen im iTunes Music Store verkauft, über iTunes das Betrachten von Streaming Video ermöglicht, einen videofähigen iPod einführt und den Mac mini als Zentrum des Heimkinos benutzt, muss Apple den Oberbossen des Inhaltekartells glaubwürdig versichern können, dass ihre Filme "sicher" sind, was immer das genau bedeutet. Obwohl es also albern und unbedeutend erscheint, die Funktion zum Speichern eines Films aus QuickTime 7 zu entfernen, scheint mir Apple genau zu wissen, worum es geht, und diese Änderungen vorzunehmen, um gegenüber den Firmen, die ihre digitalen Inhalte zurückhalten könnten, besser dazustehen.
Wenn Sie mir nicht glauben, dann schauen Sie sich die rechte Spalte auf der QuickTime Pro-Seite an, wo es heißt: "Don't Steal Movies". Das ist ein brillanter Text, der in ein paar kurzen Sätzen
<http://www.apple.com/quicktime/pro/>
Wenn das nicht eine Vorbereitung für die Filmindustrie ist! Es ist eine Schande, dass Apple sich bemüßigt fühlt, die multimedialen Fähigkeiten des Macintosh zu beschneiden (ein schon länger sichtbarer Trend bei iTunes seit dem Start des iTunes Music Store), während gleichzeitig jeder selbst Inhalte mit iMovie, iDVD und GarageBand kreieren soll. Ich befürchte, dass diese Inkonsistenz irgendwann auf Apple zurückschlagen wird.
von Andrew Laurence <andrew@modmini.com>
[Übersetzung: Hartmut Greiser <linarte.post@gmail.com>]
Wenn man im trauten Heim digitale Computermedien zur Unterhaltung abspielen möchte, dann gibt es ganz allgemein zwei Arten von Lösungen: das Abspielen vor Ort und das Streaming über ein Netzwerk. Die Abteilung Playback vor Ort &endash; vertreten durch Windows XP Media Edition und MythTV &endash; sieht den Rechner als vollwertige Audio-Visions-Komponente, in der Medienablage und Abspielmöglichkeit zusammengefasst wurden. Probleme ergeben sich allerdings, wenn es um Software für die Verwaltung und zum Abspielen geht (z.B. iTunes), mit der man den größten Teil der Medientypen, die man hat, organisieren kann, und zwar über eine Oberfläche, die den Sofatest besteht; üblicherweise eifern sie TiVos eleganter Funktionalität nach und üblicherweise scheitern sie dabei. Darüber mutiert der Computer zu einem Einzweck-Gerät und der Nutzer verliert die Möglichkeit, seine Daten in sinnvoller Weise zu handhaben.
<http://www.microsoft.com/windowsxp/mediacenter/>
<http://www.mythtv.org/>
Im Gegensatz dazu konzentriert sich die Abteilung Netzwerk-Streaming auf die historischen Fähigkeiten eines Arbeitsplatzrechners (Datenspeicherung und Datenmanagement) und verschickt die Informationen über ein Netzwerk; damit kann sich das Playback-Gerät auf ein qualitativ hochwertige Wiedergabe, ein wirkungsvolles Interface und auf eine angemessene Fernbedienung konzentrieren.
Streaming-Geräte erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, es gibt inzwischen Angebote von Herstellern wie D-Link, Linksys, Buffalo Networks und einer Menge anderer. Diese Anlagen streamen Audio, Video und Bilder von einem Arbeitsplatzrechner, aber bis heute können diese All-in-one Angebote vieles halbwegs und kaum etwas richtig. Besonders schlimm für einen Mac-Anwender: ihre Server-Software läuft nur unter Windows. Viele Geräte bedienen sich der Technologie, die von Syabas' iBox Plattform lizenziert wurde; für sich genommen ist das kein Problem, aber der Umstand, dass so viele Anbieter ihre Lösungen aus einer einzigen Quelle haben, ist ein Beleg für die mangelnde Phantasie auf seiten der Hersteller. El Gatos EyeHome (selbst ein Syabas Lizenznehmer) ist das einzige All-in-one Gerät, das extra für die Mac-Plattform entwickelt und angeboten wird. (Siehe "EyeHome: So nah und doch so fern in TidBITS-741_.)
<http://www.syabas.com/>
<http://www.elgato.com/index.php?file=products_eyehome>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07766>
In diesem ganzen Chaos stemmen die Leute von Slim Devices ihre eigene Zukunft mit ihrem dritten Musicplayer, der Squeezebox2 und ihrem Software-Gegenstück, SlimServer 6.0. Das Ergebnis ist ein effektiver, überraschend flexibler und konfigurierbarer, digitaler Musicplayer für die heimische Stereoanlage.
(Momma's Got A) Squeezebox -- Wie ihre Vorgänger (die SLIMP3 und die original Squeezebox, die ich beide vor einiger Zeit für TidBITS besprochen habe) ist die Squeezebox2 ein eleganter, schwarzer Netzwerk-Musicplayer, etwa so groß wie eine VHS Kassette. Sie wird mit einem 10/100 Mbps Ethernetkabel an Ihr Netzwerk angeschlossen; wenn Sie die drahtlose Version nehmen, dann kann sie sich auch mit einem 802.11b oder einem 802.11g Netzwerk verbinden und außerdem als drahtlose Bridge arbeiten. Stereoverbindungen werden über analoge RCA Stecker hergestellt, bzw. über Audio S/PDIF Verbindungen mit Koax- oder optischen Steckern, wenn es sich um digitale Audio Verbindungen handelt. Auf der rechten Seite der Einheit findet sich ein Miniklinkeneingang für einen Kopfhörer. Alle Geräte werden mit einem Stereo RCA Kabel und einer Infrarot-Fernbedienung geliefert.
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07150>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07637>
Das Gesicht und Interface auf der Vorderseite der Squeezebox2 besteht aus einer außergewöhnlich hellen und gut lesbaren Vakuum-Fluoreszenz-Anzeige. Frühere Slim Devices Produkte verwendeten eine Textanzeige mit 40 x 2 Zeichen, bei der Squeezebox2 handelt es sich um ein Display mit einer Auflösung von 320 x 32 Pixeln. Mit diesen Pixeln werden wunderbare proportionale Fonts dargestellt, die man vom Sofa aus gut erkennen kann, dazu gibt es die Equalizeranzeige, den Verlaufsbalken und sogar Spiele &endash; eine echte Augenweide.
Das Netzteil ist bemerkenswert. Slim Devices liefert einen Unifive Wechsel AC Adapter mit, der fast unheimlich klein ist. Mit lediglich 33 mm x 23.5 mm und einer Höhe von nur 45.5 mm ist er so klein, dass er andere Steckdosen nicht behindert. Schön zu sehen, dass der Handel verstanden hat: es gibt so etwas wie Steckdosenleisten.
<http://www.unifive.co.kr/product/UL110.htm>
Overtüre -- Bevor Sie digitale Inhalte an die Squeezebox2 schicken können, müssen Sie das Diskimage mit der gratis SlimServer Software für Mac OS X bei slimdevices.com herunter laden. Starten Sie das beigefügte Installationsprogramm, entscheiden Sie, ob das Voreinstellungsfenster nur für den aktuellen Nutzer oder für den Computer insgesamt verfügbar sein soll und klicken Sie auf Installieren. Der Installationsvorgang dauert nur wenige Sekunden, danach wird das neue SlimServer Voreinstellungsfenster in den Systemvoreinstellungen geöffnet. Bestimmen Sie hier, ob der SlimServer beim Bootvorgang, beim Einloggen des Nutzers oder gar nicht starten soll und klicken Sie dann auf Start. Standardmäßig bearbeitet SlimServer die Inhalte Ihrer iTunes Library und beginnt, sie gleich an wartende Abspielgeräte weiter zu leiten. (SlimServer gibt es auch als ein binary Installationsprogramm für Windows, als RPM Package für Linux oder als Perl Sourcecode für alle möglichen anderen Plattformen.)
Nachdem die Squeezebox2 mit Ihrer Stereoanlage verbunden ist, schalten Sie den Player an und konfigurieren Sie ihn für Ihr Netzwerk. Ein erfreulich hilfreicher Assistent bittet Sie, ein Ethernet oder wireless Netzwerk zu spezifizieren (WPA Personal und 64/128-bit WEP Verschlüsselung werden unterstützt), dazu DHCP oder eine statische IP Nummer. Sobald das Netz angeschlossen ist, findet der Player Ihren SlimServer über Bonjour (bislang als Rendezvous bekannt), und Sie können jetzt Musik abspielen.
Gettin' In Tune -- Mit den Pfeiltasten auf der Fernbedienung können Sie über die Squeezebox2-Menüs Musik auswählen und abspielen. Das Standardmenü bietet Aus Musikliste wählen, Musik suchen, Aus Abspiellisten wählen und Internet Radio. Untermenüs bieten Optionen zum Blättern und Suchen innerhalb von Alben, Künstlernamen, Genres und Musiktiteln, die bis auf die Hauptmenüebene vorgezogen werden können. Wenn Sie Musik suchen, dann geben Sie Buchstaben über die T9-Eingabetasten der Fernbedienung ein, genauso, als würden Sie eine SMS in Ihr Mobiltelefon eingeben. Um ein Musikstück abzuspielen (oder ein Album, das Gesamtwerk eines Künstlers, ein ganzes Genre, eine Internet Radiostation oder eine Abspielliste), navigieren Sie bis zu diesem Punkt und drücken Sie auf Abspielen. Das Gewünschte wird in die SlimServer Warteschlange Sie hören jetzt gestellt, und die Musik beginnt.
Die Warteschlange Sie hören jetzt (Now Playing ) verdient eine nähere Betrachtung. Die meisten Player spielen nur den gewählten Titel, aber Now Playing funktioniert wie ein Stapel Schallplatten auf einem Plattenspieler &endash; Sie können die Warteschlange nach Belieben erweitern. Dazu wählen Sie einfach einen weiteren Titel und drücken Add (hinzufügen). Die Flexibilität von Now Playing befreit einen von jeglichem Zwang: die Musiksammlung lässt sich nach Belieben den persönlichen Bedürfnissen anpassen. Die Arbeitsweise ist hier flüssiger als beim Erstellen einer statischen Abspielliste in iTunes und eher für phantasievolle Anforderungen geeignet als eine Smart Playlist. _Und_ Sie können das per Fernbedienung erledigen, auch wenn sich die Rechner in anderen Räumlichkeiten befinden. Squeezebox2's analoge Audioqualität ist für meine Begriffe ganz ordentlich. Gegenüber anderen digitalen Playern habe ich am Squeezebox2 Sound nichts zu beanstanden.
Anyway, Anyhow, Anywhere -- Wenn die zwei Textzeilen der Squeezebox2 nicht Ihren Erwartungen entsprechen, dann können Sie auf das SlimServer Web Interface ausweichen. Es läuft über Port 9000 des Rechners, auf dem SlimServer läuft und macht via Bonjour auf sich aufmerksam. Über dieses Interface können Sie die Inhalte Ihrer Now Playing Abspielliste starten, unterbrechen, mischen, löschen, auffüllen und umsortieren. Wenn sich mehrere Player im Netz befinden, können Sie diese auf einen Now Playing Stream synchronisieren oder aber für jeden Player eigene Streams steuern. Das Web Interface bietet weiterreichende Konfigurationsmöglichkeiten für den SlimServer selbst, z.B.: ob die iTunes oder die MoodLogic Musik Libraries benutzt werden sollen; die Speicherstelle Ihrer Musik Library; unterstützte Musikformate; Internet-Radio Abonnements und RSS-Feeds. Die Squeezebox2 selbst zeigt nur zwei Textzeilen an, das SlimServer's Web Interface wird dagegen nur durch die Größe Ihres Browser-Fensters limitiert, das erleichtert die Anwendung der Suchmöglichkeit und das Durchblättern großer Listen.
Was die Musikformate angeht, hier sind die Möglichkeiten fast schwindelerregend. Squeezebox2 spielt AIFF-, FLAC-, MP3- and WAV-Formate nativ. Unterstützt werden auch Formate wie AAC, Apple Lossless, Ogg Vorbis, Shorten und Windows Media; diese Formate bedingen die Installation anderer Software wie QuickTime auf Mac OS X oder Windows (AAC und Apple Lossless) oder Windows Media auf Windows (WMA), und sie werden als FLAC Daten zum Player gestreamt. Leider werden keine Titel unterstützt, die im iTunes Music Store gekauft wurden, da Apple anderen Anbietern die Teilnahme an ihrem FairPlay Digital Rights-Managementsystem nicht gestattet. Musikformate lassen sich mischen und zusammenführen. SlimServer importiert iTunes-Informationen Ihrer MP3, AAC und AIFF Dateien in seinen eigenen Musikcache, aber was ist, wenn Sie auch Musik in FLAC gespeichert haben oder wenn Ihr(e) PartnerIn Windows Media verwendet? Zeigen Sie einfach dem SlimServer-Feld "Music Folder" wo diese Dateien gespeichert sind und klicken Sie auf Nochmal scannen (Rescan). SlimServer fasst die beiden Quellen in seinem Cache zusammen und Sie können die Musik abspielen, ohne sich um ihr digitales Format kümmern zu müssen. (Um die Windows Media Kompatibilität sicher zu stellen, muss der SlimServer auf einem Windows-Computer installiert sein.)
<http://flac.sourceforge.net/>
Viele Firmen reden nur davon, wie ernst sie das Thema Open Source nehmen, aber Slim Devices tritt den Beweis dafür an. SlimServer ist kostenlose Open Source Software, in Perl geschrieben und über die GNU Public License (GPL) lizenziert. Erstaunlicherweise benötigen Sie die Squeezebox2 nicht, um sich von Slim Servers Qualität zu überzeugen. Erstens: der Now Playing Audiostream steht jeder MP3-Software zur Verfügung, die einen Internetstream abspielen kann; verweisen Sie den Player einfach auf "stream.mp3" auf Ihrem SlimServer. Zweitens: das beigefügte SoftSqueeze ist ein Java-basierter Software-Musicplayer, der das Squeezebox2 Interface emuliert; Sie können Now Playing steuern und Musik hören &endash; mit dem Laptop auf der Veranda! &endash; während Sie das Squeezebox2 Interface verwenden. Um Chuck Berry's Cadillac Verkäufer zu zitieren, "No money down" (Keine Anzahlung erforderlich).
<http://softsqueeze.sourceforge.net/>
SlimServer ist rückwärts kompatibel mit den letzten Playern von Slim Devices, das gilt natürlich nur unter Berücksichtigung der Möglichkeiten dieser Geräte. (SLIMP3 spielt z.B. nur MP3 Streams.)
Auf der Suche -- SlimServer spielt nicht nur die Musik, die auf Ihrer Festplatte gespeichert ist, man kann damit auch Internetradio von Live365, radioio.com oder SHOUTcast-Dienste auf den Player bringen. Für Live365 braucht man einen Gratis-Loginaccount, den man über das Live365 Konfigurationsfeld im SlimServer Webinterface beantragen kann. Slim Devices Picks macht eigene Vorschläge aus den verschiedenen Diensten, ähnlich wie die iTunes Celebrity Playlists. Zurzeit gilt noch, dass Ihr SlimServer Computer laufen muss, damit Squeezebox2 Internetradio abspielen kann. Demnächst steht das Leistungsmerkmal SqueezeNetwork zur Verfügung, das diese Anforderung gegenstandslos macht, und durch die die Squeezebox2 zu einem reinen Wiedergabegerät für Internet Radio wird. SqueezeNetwork ist zurzeit in SlimServers Betabuilds enthalten und wird vermutlich fester Bestandteil einer künftigen SlimServerversion. Die RSS Feeds hat ich schon erwähnt, eine Eigenschaft, die in einem Musicplayer fehl am Platz zu sein scheint. Squeezebox2 ist aber nun mal ein Gerät mit einem Display und einer Netzwerkverbindung, die natürlich auch andere Informationen anzeigen kann. SlimServer bietet einen RSS Reader, der nach Bedarf aufgerufen oder als Bildschirmschoner konfiguriert werden kann. Standardmäßig werden sechs Feeds mitgeliefert, die Sie nach Belieben ergänzen oder ändern können. SlimServer hat einen Plug-in API &endash; eigentlich handelt es sich bei dem mitgelieferten RSS Reader, den Internetradio-Stationen und dem Bildschirmschoner mit Datum und Uhrzeit auch um Plug-ins. Von Third-Party Entwicklern gibt es Dutzende anderer Plug-Ins mit einem breiten Angebot verschiedener Funktionen. Plug-ins für Nachrichtenfeeds, Aktienkurse, Wetter und TV-Übersichten gibt es zuhauf, wie man sich leicht vorstellen kann. Ein Plug-in aktualisiert den Titelzähler in iTunes, ein weiterer setzt Ihren iChat Status so, dass er zur Musik passt, die SlimServer gerade abspielt (Wollen Sie Ihre Eudora-E-Mail auf der Squeezebox2 lesen? Auch dafür gibt es ein Plug-in.)
<http://www.slimdevices.com/dev_Plug-ins.html>
Underture -- Sie könnten sich bei Lesen dieser Besprechung fragen "Hey Mann, was ist mit meinem AirTunes?". Apples AirTunes, eine Technologie zum Streamen von Audioinhalten zum AirPort Express, ist eine Erweiterung von iTunes, bei der es sich - je nach persönlichem Blickwinkel - um ein Leistungsmerkmal oder einen Nachteil handelt. AirTunes kann nur über die Tastatur des Rechners aus gesteuert werden, auf dem iTunes läuft, die SlimServer Now Playing Warteliste kann dagegen von jedem Computer mit einem Webbrowser kontrolliert werden. AirTunes sendet nur an eine einzige AirPort Express Einheit, SlimServer sendet dagegen so viele Streams, wie Ihr Netzwerk zulässt. Während SlimServer mit FLAC, Ogg oder Windows Media Formates umgehen kann, spielt AirTunes nur Musik aus dem iTunes Music Store. Squeezebox2 ist ein vorzüglicher Musicplayer, der zusammen mit SlimServer eine nahezu vollständige Lösung für das Abspielen digitaler Musik auf der heimischen Stereoanlage bietet. Eine großartige Lösung, solange Sie sich musikalisch nicht an den iTunes Music Store binden. Squeezebox2 kostet 250 USD für das Ethernetmodell oder 300 USD für die drahtlose Variante. Sie wird in Schwarz oder im Platinlook angeboten und kann direkt bei Slim Devices oder einer ganzen Reihe Internetanbietern und Fachgeschäften erworben werden.
[Andrew Laurence bietet eingehende Mac mini Besprechungen und Analysen unter modmini.com, wo auch eine bemerkenswert ähnliche Besprechung von Squeezebox2 zu finden ist.]
von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>]
Verkauf der Take Control Tiger E-Bücher überschreiten die 10.000er-Grenze --
Letzte Woche trafen wir unseren zweiten Meilenstein mit unseren Take Control E-Büchern über Tiger. Witzigerweise ging die 10.000ste Ausgabe an Prudence Holliger aus Issaquah, Washington, den wir vor Jahren über die Seattle Downtown Business Users Group MUG kennen gelernt hatten. Dank an Prudence und tausende andere Leute, die unsere Bemühungen einer frühen Dokumentation für Tiger als richtig bestätigten!
vom TidBITS-Team <editors@tidbits.com>
[Übersetzung: Sven Kornmann <kornmann@arcor.de>]
Der zweite Link unter jeder Absatz-Beschreibung führt zur Diskussion auf unserem schnelleren Web Crossing-Server.
Verlässlicher Scannerhersteller -- Manch einer bekommt mit der Scannersoftware seines Herstellers unter Mac OS X 10.4 Tiger Probleme, was einen Wechsel zur Allzweck-Software VueScan anregt. ("Reliable scanner vendor" - 12 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkhrd=2608>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/463/>
Softwarelizenzen lesen -- Liest aktuell jemand die Softwarelizenzen von Shrink Wrap? Was passiert, wenn man es tut? ("Reading software licenses" - 8 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2577>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/434/>
Tigers Vorschau-Scherereien -- Tigers neue Vorschau-Version hat einige neue Fähigkeiten, aber scheinbar auch ein paar verloren. ("Tiger's Preview annoyances" - 4 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2610>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/465/>
Spotlight ermöglicht die Notwendigkeit der Archivierung -- Leser diskutieren, ob Spotlight-Suchtechnologie letztendlich die Notwendigkeit des Dateinamens und des Speicherorts abschaffen könnte. ("Spotlight enabling the need for filing" - 3 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2611>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/466/>
Glenn Fleishman schlägt Slashdot! -- TidBITS-Autor Glenn Fleishman hat in seinem Weblog wifinetnews.com in einem Artikel über ein Kaffeehaus in Seattle berichtet, das seinen kostenlosen WLAN-Service beendet. Nachdem die Geschichte von Slashdot.org aufgenommen wurde, wundern sich die Leser, wie sein Server der Belastung standgehalten hat, und teilen ihre Meinung über freien drahtlosen Internetzugang. ("Glenn Fleishman hits Slashdot!" - 5 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2613>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/467/>
USB 2-Hub für Tiger -- Qualität ist bei USB-Hubs ein Schuss ins Blaue, wie ein Leser feststellt. Zum Glück werden andere Modelle empfohlen, die USB 2.0-Geschwindigkeiten bieten. ("USB 2 hub for Tiger" - 2 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2614>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/468/>
Norton Utilities inkompatibel zu 10.4 -- Symantec teilt auf seiner Website mit, dass Symantec SystemWorks und North Utilities kein Update für Tiger-Kompatibilität bekommen werden. ("Norton Utilities Incompatible with 10.4" - 1 Beitrag)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2615>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/469/>
Übersetzung dieser Ausgabe: Übersetzung: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>, Hartmut Greiser <linarte.post@gmail.com>, Sven Kornmann <kornmann@arcor.de>, Roland Müller <mail@duesenschrieb.de> und Klaus Werner Wirtz <pleins@gmail.com>.
Lektorat: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>.
Koordination dieser Ausgabe: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>.
Copyright der deutschen Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
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