
Es gab viele Reaktionen auf die Pläne von Apple, zu Intel-Prozssoren zu wechseln. Es gab auch eine Menge Diskussionen in der Mac-Presse und im TidBITS-Forum. Aber Adam gibt zu bedenken, dass diese Neuigkeit eigentlich gar keine ist. Lesen Sie dazu unseren Artikel. Auch ein Thema in dieser Woche: Charles Maurer berichtet über seine Erfahrungen mit der Digitalkamera Panasonic DMC-FX7 und eine allgemeine Betrachtung von vollautomatischen Schnappschuss-Kameras. Wir werfen einen Blick auf das Security-Update 2005-006 von Apple, Snapz Pro X 2.0.0, "Take Control of Customizing Tiger" 1.0.1 und ein DealBITS-Spezial zur Matias OS X-Tastatur. [Das Gewinnspiel dieser Woche ist in der deutschsprachigen Version nicht enthalten -- heg]
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Security Update 2005-006 freigegeben -- Letzte Woche veröffentliche Apple das neueste Sicherheits-Update 2005-006. Es wurden Fehler im AFP-Server, Bluetooth, CoreGraphics, Ordner-Zugangsberechtigungen, launchd, Start-Services, MCX-Client, NFS, PHP und dem VPN-Server behoben. All diese Verbesserungen zielen auf Mac OS 10.4 Tiger Client- und Server-Versionen. Allerdings waren die Bluetooth- und PHP-Verbesserungen auch für Benutzer gedacht, welche noch Panther verwenden. Die VPN-Verbesserungen wurden unter Mac OS 10.3.9 bereits mit einem vorherigen Sicherheits-Update eingeführt. Weitere Informationen dazu finden sich in der Beschreibung von Apple. Die Grösse der zu ladenden Datei liegt zwischen 3,9 und 6,4 MByte, abhängig von der benötigen Version und davon, ob man über Software-Update lädt oder die Vollversion wählt.[ACE]
<http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=301742>
<http://www.apple.com/support/downloads/securityupdate2005006macosx1041.html>
<http://www.apple.com/support/downloads/securityupdate2005006macosx1039.html>
Snapz Pro X 2.0.2 wird kompatibel zu Tiger -- Von Ambrosia Software gibt es die Version 2.0.2 von Snapz Pro X, eine leicht modifizierte Version des wichtigsten Produkts dieser Firma, dem Bildschirmfoto-Programm. Mit dieser Version ist die Software Tiger-kompatibel, einige Fehler wurden beseitigt, traditionelles Chinesisch ist als Sprache verfügbar und ein Programm zum Entfernen der Software ist enthalten. Jeder mir bekannte Autor benutzt dieses Programm für Bildschirmfotos und auch wenn es keine völlig neue Version ist, lohnt es sich doch auf dem aktuellsten Stand zu bleiben. Für registrierte Benutzer ist das Update kostenlos, ansonsten kostet die Version für Bildschirmfotos 30 US$ und die Variante welche Bildschirmaktivität als Film aufzeichnen kann kostet 70 US$. [ACE]
<http://www.ambrosiasw.com/utilities/snapzprox/>
(Interessanterweise wurde das Dateiformat für Bildschirmfotos von Apple in Tiger mit Befehl-Umschalt-3/4 von PDF auf PNG geändert. Möglicherweise ist der Grund, dass sich das PNG-Format in Webseiten besser verwenden lässt als PDF (die meisten modernen Programme unterstützen PNG). Fast jeder Autor welcher häufig Bildschirmfotos macht, den ich kenne, benutzt Snapz Pro X, weil er dort das Dateiformat für das Foto frei wählen kann. Aber es gibt auch die Möglichkeit Apples Bildschirmfoto-Dienstprogramm zu nutzen. Dafür kann man im Programm Vorschau im Menü Ablage > Bildschirmfoto direkt des Bild in Vorschau importieren und von dort aus als PDF oder in einem anderen unterstützten Format speichern.)
Adams Interview zum Thema CIPS Connections/NPA Careers -- Vor einiger Zeit wurde ich von Stephen Ibaraki per E-Mail interviewt. Jetzt wurde das Interview auf der Internetseite der CIPS (kanadische EDV-Gesellschaft) und der NPA (Netzwerkspezialisten-Vereinigung) veröffentlicht. Es ist ein sehr ausführliches Interview und es lohnt sich, es zu lesen. Der Text ist auf beiden Seiten der Gleiche, ich habe nur zur Vollständigkeit beide Webseiten untenstehend aufgeführt. [ACE]
<http://www.stephenibaraki.com/cips/v35/aengst.html>
<http://www.npanet.org/public/interviews/careers_interview_196.cfm>
von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]
Apples Ankündigung von letzter Woche, dass Apple sich von den PowerPC-Prozessoren verabschieden und stattdessen Intel-Prozessoren verwenden wird, war wirklich aufregend, oder etwa nicht? Ist Intel denn nicht ein Teil der skrupellosen Wintel-Verschwörerbande, gegen die alle wahrhaftigen Macintosh-Fans doch schon seit Jahren angekämpft haben? (Psst... bei dem woran Sie jetzt denken, handelt es sich um "Star Wars". Was wir hier aber vorfinden, ist nur ein Haufen von Technologie-Firmen, die sich um die beste Position balgen.)
Kaum hatte mein Gehirn die unerwarteten Neuigkeiten einigermassen verarbeitet, kam ich zum Schluss, dass diese Ankündigung die grössten Nicht-Neuigkeit des Jahres für die meisten Macintosh-Anwender darstellt. Unser Freund Jason Snell von Macworld hat sich mächtig angestrengt, die häufigsten Fragen rund um diese Ankündigung zu beantworten, ich lade Sie deshalb ein, seinen Artikel zu lesen; ich werde nicht den Versuch machen, seine Schlussfolgerungen hier zu wiederholen. Stattdessen liefere ich drei Gründe, weshalb ich von Apples Schachzug unbeeindruckt bleibe, komplett mit einer Erwiderung von der kleinen, frechen Stimme in meinem Hinterkopf.
<http://www.macworld.com/2005/06/features/intelfaq/>
1. Ein ganzes Jahr lang wird sich für uns Anwender überhaupt nichts ändern, erst danach plant Apple die Auslieferung der ersten Macintosh-Computer mit einem Prozessor von Intel. Apple hat keinen spezifischen Prozessor genannt, das hängt ganz davon ab, welcher Chip zu diesem Zeitpunkt am meisten Sinn macht für diejenigen Macs, die dannzumal vorgestellt werden (wahrscheinlich eher das untere Preissegment). Noch einmal zwei Jahre wird es dauern, bis die Mehrheit der Macintosh-Computer mit Intel-Prozessoren ausgerüstet sein wird und sogar bis Ende 2007, bevor Apple aufhört, Macs mit PowerPC-Prozessoren herzustellen. Ich kann einfach nicht einsehen, weshalb diese langfristige Strategie mein Leben kurzfristig beeinflussen soll. Als Fazit kann ich festhalten, dass Apple in einem Jahr neue Macs produzieren wird (und ebenfalls eine neue Version von Mac OS X). Da hätte ich auch selber draufkommen können und obwohl diese Macs mit neuen Prozessoren ausgerüstet sein werden, bleibt die Tatsache bestehen, dass diese Computer zurzeit noch gar nicht existieren.
Man kann jetzt damit kontern, dass viele Organisationen ihre Informatikbudgets auf Jahre hinaus planen. Offensichtlich können diese Organisationen davon ausgehen, dass wenn sie noch zwölf bis dreissig Monate warten, Macs kaufen können, die Windows-Software mit der vollen Leistung ausführen können. Für solche Organisationen und andere, die bis 2006 oder 2007 zuwarten können, kann das Warten durchaus Sinn machen und das wiederum könnte sich negativ auf Apples Verkaufszahlen auswirken. Vergessen wir aber nicht, dass Apple zurzeit Geldreserven von über 6 Milliarden US$ hortet, keine langfristigen Schulden hat und deshalb eine gewisse Durststrecke durchaus verkraften kann. Selbst wenn es Apple sicher vorziehen würde, keine Verkäufe zu verlieren, ist das Unternehmen für einen solchen Fall bestens gerüstet.
2. Wenn ich wirklich ehrlich sein will, spielt es mir überhaupt keine Rolle, welche CPU in meinem Computer steckt, genausowenig wie es mich interessiert, welcher Prozessor meinen iPod antreibt, mein Mobiltelefon oder meine Waschmaschine. Aber das stimmt natürlich nicht ganz. Es ist mir nicht ganz gleichgültig, welcher Prozessor in meinem Mac steckt, aber solange ich damit Mac OS X und meine Programme in einer annehmbaren Geschwindigkeit ausführen kann, kann ich mit jedem Chip leben. Wenn es Zeit wird, meinen nächsten Mac zu kaufen, werde ich mir sicher überlegen, welcher Prozessor - von welcher Firma auch immer - meine Anforderungen am besten erfüllen kann. Unser Plan einen neuen Power Mac G5 für Tonya zu kaufen, hat sich dadurch aber nicht geändert. Sie benötigt einen schnelleren Mac, um ihren alternden PowerPC G4 QuickSilver mit 733 MHz zu ersetzen und wir werden dasjenige Gerät kaufen, das zu diesem Zeitpunkt das beste Preis-/Leistungsverhältnis bietet. Es wäre für Tonya sinnlos, ein oder zwei Jahre auf einen Computer mit Intel-Prozessor zu warten; wenn sie jetzt mehr Leistung benötigt, soll sie auch jetzt einen neuen Macintosh kaufen. (Und sobald sie die Gelegenheit dazu erhält, wird sie das auch tun.)
Andererseits setzen Tonya und ich auch keine Anwendungen ein, die von der "Velocity Engine" (auch AltiVec genannt) des PowerPC-Prozessors profitieren würden. Ich habe beim Gespräch mit Entwicklern den Eindruck erhalten, dass bei Applikationen, die die "Velocity Engine" einsetzen, die Portierung nach Intel-Prozessoren erheblich mehr Aufwand verursacht; Anwender die hauptsächlich solche Anwendungen einsetzen, werden vermutlich eher bereit sein, auf Intel-kompatible Versionen zu warten oder sie müssen sich darauf einstellen, dass ihre Software weniger rasch aktualisiert wird, während sich die Entwickler darauf konzentrieren, die Anwendung für Intel-Prozessoren umzuschreiben anstatt neue Funktionen hinzuzufügen. Diese Anwender werden vom Wechsel sicher stärker betroffen sein und in den nächsten zwei bis vier Jahren weniger Auswahlmöglichkeiten beim Kauf eines neuen Computers haben.
3. Ich sehe keine grossen philosophischen Unterschiede zwischen Intel und IBM als Apples bevorzugtem Chiplieferanten. Es gibt hier keinen David, nur einen Haufen Goliaths und ich hoffe natürlich, dass Intel Apples Bedarf nach Prozessoren besser gerecht werden kann als IBM und Motorola/Freescale in den vergangenen Jahren. Selbst wenn ich durch Apples Wechsel tief beleidigt wäre, was gibt es für Alternativen? Kehrte ich Apple den Rücken, müsste ich gleichfalls mit einem x86-Chip Vorlieb nehmen (allerdings könnte dieser Chip neben Intel auch von AMD stammen), damit könnte ich aber sicher kein Zeichen setzen. Ein Wechsel würde auch bedeuten, in Zukunft mit Microsoft Windows oder Linux arbeiten zu müssen; damit würde ich mir aber nur selber ins eigene Fleisch schneiden.
So gesehen ist es nicht unbedingt erstaulich, wenn Sie sich von Apple betrogen fühlen. Es ist schliesslich noch nicht so lange her, seit Steve Jobs Tests mit Photoshop vorgeführt hat, in denen der PowerPC dem Pentium buchstäblich die Hosen ausgezogen hat. Apple hat in der Vergangenheit wiederholt die beiden Prozessoren gegeneinander ausgespielt und wird jetzt den Preis in Form von enttäuschten Kunden bezahlen müssen.
Schlussfolgerungen -- Ich sehe keinen Grund, weshalb wir den von Steve Jobs angeführten Gründen für diesem Schritt nicht Glauben schenken sollen. Es geht nicht so sehr darum, welche Chips zurzeit erhältlich sind, sondern welche in einigen Jahren auf dem Markt sein werden. Obwohl Apple Mac OS X bereits seit Anfang auf Intel-Chips getestet hat, bedeutet dieser Wechsel für Apple und Macintosh-Entwickler noch viel Arbeit. Apple hat diesen Entscheid sicher nicht leichtfertig getroffen und kurzfristig gibt es dabei sowohl für Apple als auch für die Entwickler nicht viel zu gewinnen. Wenn Apple aber den richtigen Entscheid getroffen hat, wird sich das langfristig in ener besseren Leistung niederschlagen. Anwender werden den Geschwindigkeitszuwachs schätzen und natürlich auch die Möglichkeit, Windows-Anwendungen ohne angezogene Handbremse nutzen zu können. Wenn das alles Wirklichkeit wird, kann Apple mehr Macs verkaufen und dadurch auch den Marktanteil steigern.
Aber all das liegt noch in ferner Zukunft. Jetzt bedeutet die Ankündigung vorallem gute PR für Intel, viel Arbeit für Apple und die Macintosh-Entwickler und den gewohnten Alltag für den grossen Rest von uns.
von Charles Maurer
[Übersetzung: Sven Kornmann <kornmann@arcor.de>]
Meine Frau Daphne schaut sich gern Schnappschüsse an, und ich mache nicht gern welche, also kaufte ich ihr vor 25 Jahren eine Kamera. Da sie keine annehmbaren Bilder mit dem Ding machen konnte, kaufte ich ihr eine andere - und eine andere und eine andere und eine andere. Sie hätte einen kleinen Fotoladen mit den Kameras, die sie niemals benutzte, füllen können, sowohl Film- als auch Digitalkameras. Endlich, Anfang dieses Jahres, stolperten wir über etwas, das sie mag.
Die Kamera ist eine Panasonic DMC-FX7, eine aus einer Produktlinie kompakter Kameras mit verschiedenen Objektiven und Fähigkeiten, aber ähnlichen Innereien. Dieses spezielle Modell hat die Größe einer Zigarettenpackung mit einem moderaten 3-fachen optischen Zoom, einem LCD-Bildschirm, der fast die gesamte Rückseite einnimmt, und überhaupt keinem Sucher.
Das LCD hat es Daphne angetan. Es hat eine Diagonale von 6,4 cm (2,5 Zoll), ist hell genug (gerade noch), um es in direktem Sonnenlicht zu verwenden, und schnell genug, um mit sich langsam bewegenden Objekten mitzukommen. Ich finde es frustrierend, da es in direktem Sonnenlicht an Kontrast verliert und nicht mit schnellen Bewegungen umgehen kann, aber Daphne ist nicht begabt genug, um feine Details wahrzunehmen, wenn sie fotografiert, oder schnellen Bewegungen zu folgen, oder den Auslöser schnell zu betätigen. Für sie ist das LCD wunderbar. Sie konnte ein Bild durch einen Sucher nie klar sehen, aber sie kann dieses Display gut genug sehen, um gute Bilder zu schießen.
Eine helfende Hand -- Mehrere Hersteller bieten Mini-Kameras mit ähnlich großen LCDs an, aber als wir sie gekauft haben, triumphierte Panasonic über seine Wettbewerber mit einer wichtigen Funktion: optische Bildstabilisierung. (Seitdem hat Kodak ein Modell angekündigt, das vergleichbar zu sein scheint, die EasyShare V550.) Mit optischer Bildstabilisierung registriert die Kamera automatisch die leichteste Bewegung und versetzt zum Ausgleich einen Teil des Objektivs.
Es ist erstaunlich zu sehen, welchen Unterschied optische Stabilisation bei Daphnes Fotos macht. Ohne Stabilisierung wäre jedes fünfte ein verwackeltes Bild, aber ich glaube mit Stabilisator ist nicht mal jedes hundertste verwackelt gewesen, außer als sie von einem Motorboot fotografiert hat ohne daran zu denken, auf den Szenenmodus zu schalten und als Untermodus "Sport" auszuwählen, um eine schnellere Verschlusszeit zu bekommen. (Mehr dazu später.) Ich vermute, dass sogar jemand, der zittert, in der Lage wäre, diese Kamera zu benutzen.
Bildqualität -- Der Computer in der Kamera ist ein Panasonics Venus II-Bildprozessor, der sehr schnell und bemerkenswert gut arbeitet. Nur selten gibt er ein inakzeptables Bild aus und scheint selbst Farbsäume zu entfernen.
Der Schwachpunkt der Kamera ist die Größe ihres Sensors, was für alle Modelle dieser Linie zutrifft, ebenso für jede andere Kompaktkamera, die ich kenne. Sie alle benutzen winzige Sensoren, die mit mehr Pixeln besetzt sind, als es sinnvoll ist.
Je mehr Pixel auf einen Sensor gequetscht werden, desto kleiner muss jede lichtempfindliche Zelle auf dem Sensor sein. In jeder gegebenen Zeitspanne wird eine kleinere Zelle von weniger Lichtphotonen getroffen und benötigt weniger Photonen zur Sättigung. Da eine kleinere Zelle von weniger Photonen getroffen wird, nimmt sie weniger Tiefendetails auf; da eine kleinere Zelle schneller gesättigt ist, nimmt sie weniger Lichterzeichnung auf. Deshalb gilt, je kleiner die Zelle, desto kleiner ihr "Aussteuerungsbereich".
Um zu sehen, wie sich das in Bildern auwirkt, schauen Sie sich die beiden auf der unten verlinkten Seite an. Ich habe beide Bilder manipuliert, um sie fotografisch so effektiv wie möglich zu machen. Daphne hat das obere mit ihrer Panasonic geschossen, ich das untere mit meiner Sigma SD-10. Die Zellen auf dem Sigma-Sensor haben etwa die zwanzigfache Fläche.
<http://www.tidbits.com/resources/783/angkor.jpg>
Neben einer reduzierten Dynamik produzieren kleine Sensoren mehr Rauschen von einer bestimmten Sorte. Die Zahl der Photonen, die auf eine einzelne Zelle treffen, fluktuiert wahllos, selbst wenn die Lichtquelle in unseren Augen konstant erscheint. Größere Zellen gleichen diese Fluktuation stärker aus als kleinere Zellen. Die Fluktuation zeigt sich in Fotos als Störrauschen, ähnlich der Körnung eines Films, und kleinere Zellen weisen mehr davon auf. Am deutlichsten wird das in dunklen Bereichen. Mit einem kleinen Sensor begrenzt das Rauschen die Möglichkeiten der Bildbearbeitung drastisch. Wenn ich bei der Panasonic einen dunklen Ton mehr als ein bisschen aufhelle, wird er hässlich.
Die überladene Checkliste -- Ein anderes Problem der Kompaktkameras ist eine Volkskrankheit bei Unterhaltungselektronik; Featuritis. Die Panasonic-Kameras leiden daran in höchstem Maße. Daphnes Kamera bietet fünf fotografische Modi inklusive neun Unter-Modi, nimmt Videos mit Ton auf und kann einfache Animationen. Abhängig vom fotografischen Modus liefern drei Knöpfe unterschiedliche Gruppen von Auswahlmöglichkeiten. Obwohl keine von ihnen zu komplex ist, als dass man es nicht in einer ruhigen Minute herausbekommen könnte, ist es zu verwirrend, sich damit zu beschäftigen, wenn man gerade fotografieren will. Ich benutze selten eine andere Einstellung als "Simpel", und Daphne nie. Deswegen waren ihre Fotos aus dem Motorboot verwackelt.
Obwohl die Einstellung "Simpel" normalerweise gut für Außenaufnahmen geeignet ist, ist sie nicht optimal, wenn man ein Porträt mit Blitz ablichtet. Das liegt daran, dass sie einen Vorblitz verwendet, der bei Pupillen ein Zusammenziehen auslösen und somit rote Augen vermeiden soll. Dieses garantiert, dass man einen flüchtigen Ausdruck verpasst, und dennoch verhindert es keine roten Augen. Ich würde ein einfaches Blitzen beim Auslösen des Verschlusses vorziehen und rote Augen am Computer entfernen, was ein Einfaches ist. Wie dem auch sei, um einen einfachen Blitz auszuwählen, muss man in die Einstellung "Fortgeschrittene" gehen. Dieser wiederum erfordert ein Hieroglyphen-Wörterbuch, es fordert vom Fotografen sich zu erinnern, ob er die optische Stabilisation in Modus 1 oder 2 haben möchte und es erlaubt seinem Zeigefinger, diese Einstellung versehentlich zu ändern oder abzuschalten.
(Meine optimale Kompaktkamera hätte eine Einstellung mit einem Blitz-Knopf und ein einfaches Einstellrad mit vier Positionen: Automatischer Blitz, Kein Blitz, Sport und Wiedergabe.)
[Übersetzung: Hartmut Greiser <linarte.post@gmail.com>]
Für das Überprüfen von Fotos gibt es eine Eigenschaft, die mir sehr nützlich erscheint - bei meiner Sigma leistet sie jedenfalls unbezahlbare Dienste - und die bei der Panasonic nutzlos ist. Ich meine das Histogramm der Belichtung, also die Grafik, die die Pixelanzahl der einzelnen Helligkeitsebenen angibt. Auf meiner Sigma kann ich die Belichtung mit Hilfe des Histogramms genau bestimmen. Ich stelle sie so ein, dass das hellste Weiß mit dem Maximum belichtet wird, das der Sensor verarbeiten kann, um die dunklen Töne kümmere ich mich dann nicht mehr. Die dunklen Töne sind auf dem LCD meist nicht mehr erkennbar, aber auf dem Computer kann ich sie fast immer heraus arbeiten, weil der Sensor eine so große dynamische Bandbreite abdeckt. Im Gegensatz dazu beschneidet die Panasonic die Bandbreite bei jedem Bild, bis sie in die Bandbreite des Histogramms passt. Wenn die Kontrastwerte einer Szene diese Bandbreite sprengen, was fast die Regel ist, muss ich entscheiden, ob die hellsten oder die dunkelsten Werte entfernt werden sollen. Das kann ich nur mit einem Blick auf das Bild bestimmen, das Histogramm bietet dabei keine Hilfe.
Eine automatische Kamera auswählen -- Ich erwähnte es schon zu Beginn dieses Artikels: Panasonic bietet eine Reihe anderer Automatik-Kameras an, die den gleichen Bildverarbeitungsprozessor und vergleichbare Zoom-Linsen mit optischer Stabilisierung einsetzen (alle aus dem Hause Leica). Sie unterscheiden sich in ihrer Gesamtgröße, der Größe des LCDs, dem Angebot der Zoomobjektive, dem Sucher und der Batterie. (Daphnes DMC-FX7 hat eine wiederaufladbare Lithium-Batterie, die nach einer Besichtigungstour am Vormittag bereits den Geist aufgab. Sie hat einen Ersatz-Akku dabei, den sie oft einsetzen muss.) Manche dieser Objektive zoomen von einem bescheidenen Weitwinkel- bis zu einem großen oder sehr großen Teleobjektiv. Große Teleobjektive lassen sich ohne Stativ zwar nur schwer handhaben, weil sie die Kamerabewegungen verstärken, aber mit der Bildstabilisierung müsste das beherrschbar sein.
Daphnes Kamera ist so handlich, dass ich auch Geschmack an etwas kleinerem und leichterem Gerät als meiner Sigma bekam, an einer Kamera, die man einfach in den Rucksack wirft, nach dem Motto "Man weiß nie vorher, wann man sie braucht". Ich konnte mich mit der limitierten dynamischen Bandbreite der Panasonic aber nicht abfinden. Bei meiner Suche nach einem Angebot zwischen ihrer und meiner Kamera habe ich nichts gefunden. Jedes kleinere Modell als die Sigma packt so viele Pixel auf einen so kleinen Sensor, dass die jeweilige Zellengröße in etwa so groß ist wie bei der Panasonic. Kameras können sechs mal so groß sein wie die Panasonic, aber ihr Dynamikbereich verspricht den gleichen Umfang. Kurz gesagt: bei der heutigen Angebotslage könnte ich mir den Kauf einer Kamera für 500 US$ oder für 1500 US$ vorstellen, aber nichts, was irgendwo dazwischenliegt.
Die wichtigste Frage beim Kauf einer Digitalkamera scheint mir heute zu sein, ob man mit der Qualität guter Schnappschüsse zufrieden sein wird oder nicht. Fotos von Automatik-Kameras werden - auch wenn sie scharf, richtig belichtet und gut komponiert sind - immer noch wie Schnappschüsse aussehen, nicht weil sie zu wenig Pixel hätten, sondern weil sie ausgewaschenes Weiß und blockiertes Schwarz haben. Wenn die Qualität für Sie akzeptabel ist, dann kaufen Sie sich eine automatische Kamera (wenn möglich, eine mit Bildstabilisator). Falls Sie aber doch bessere Bilder machen möchten, dann müssen Sie mehr Details bei Schlaglichtern und in Schattenbereichen aufnehmen. Dafür benötigen Sie entscheidend größere Zellen auf dem Sensor. Beim aktuellen Angebot könnte das den Kauf einer Spiegelreflexkamera (SLR) bedeuten (und RAW-Dateien, nicht JPEGs: siehe den letzten Link in diesem Artikel).
Digital SLR (Update) -- Unter den digitalen SLR-Kameras haben all die mit einem Preisschild unterhalb der Stratosphäre Sensoren ungefähr von 2/3 der Größe eines 35mm Films. Die meisten verwenden ähnliche Sensoren und liefern entsprechend vergleichbare Resultate, zwei davon allerdings machen den Eindruck, als könnten sie es etwas besser. Eine davon ist die Konica Minolta Maxxum 7D (sie kostet mit Objektiv etwa 1400 US$ und hat ein 2.5 Zoll-LCD). Es ist die einzige SLR mit Bildstabilisation im Gehäuse, nicht einfach nur in irgendeinem teuren Objektiv. Deshalb kann sie Kamerabewegungen besser ausgleichen als irgendeine andere SLR und damit schärfere Bilder bei langsameren Verschlusszeiten machen.
<http://konicaminolta.com/products/consumer/digital_camera/slr/maxxum-7d/>
Die zweite Merkwürdigkeit ist die Sigma SD-10, auch etwa 1400 US$, aber mit einem zweiten Objektiv. Die Sigma soll gegen die billigsten SLRs antreten, scheut aber keinen Vergleich mit den teuersten Exemplaren. (Einzelheiten dazu und eine Besprechung finden Sie unter den ersten drei Links unten). Sie verwendet einen völlig anderen Sensor als die anderen Kameras, einen Sensor, der schärfer ist als irgendein anderer, und der nach meiner Einschätzung auch einen etwas größeren dynamischen Bereich als andere Kameras hat, vielleicht mit Ausnahme der Fuji FinePix S3 Pro, die einen anderen untypischen Sensor verwendet und ohne Objektiv etwa 2400 US$ kostet. Eine Memory-Card gehört bei keiner Kamera zur Ausstattung, sie kostet etwa 100 US$.
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-751.html#Artikel3>
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-755.html#Artikel2>
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-757.html#MailBITS5>
<http://www.sigma-photo.co.jp/sd10/english/>
<http://www.fujifilm.com/JSP/fuji/epartners/proPhotoProductS3.jsp>
Wenn Sie "nur" eine bessere Automatik-Kamera suchen, dann würde ich die Minolta empfehlen. Sie hat einen eingebauten Blitz und nimmt Kamerawackler - das Schreckgespenst der Freizeitfotografen - nicht so ernst. Wenn Sie Fotografie lernen und es wahrscheinlich ernsthaft betreiben möchten, dann ist die Sigma die ideale Wahl. Das preiswerte Objektiv, das Sigma mit der Kamera liefert, eignet sich gut für den Anfang, und Sie können anspruchsvollere kaufen, wenn Sie an die Grenzen stoßen. Mit dem f/2.8 18-50mm Objektiv (500 US$) wird die Sigma zu einem professionellen Werkzeug zu einem Schnäppchenpreis. Die Sigma verfügt auch über eine einfachere Steuerung, als andere digitale SLR, weil sie die gesamte Bildverarbeitung Ihrem Arbeitsplatzrechner überlässt.
Egal welche Digital-Kamera Sie kaufen: wenn Sie die beste Qualität erzielen wollen, dann müssen Sie die Fotos, die Sie als Ergebnis erhalten, nachbearbeiten. Die Kamera bietet Ihnen kein fertiges Produkt, sondern eine erste Annäherung durch einen Computer, der in der Kamera eingebaut ist. Im Link unten beschreibe ich den komplexen Ablauf, den ich auf meine eigenen Fotos anwende. Nächste Woche werde ich einen einfachen Weg beschreiben, den ich für Daphne entwickelt habe.
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-745-748.html#Artikel4>
von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]
"Take Control of Customizing Tiger" aktualisiert auf Version 1.0.1 -- Als Apple Tiger auslieferte, gab es einige wenige Dinge, die sich leicht von den Beta-Versionen unterschieden, die wir unseren E-Büchern der "Take Control"-Serie zugrundegelegt hatten. Matt Neuburg hat jetzt in "Take Control of Customizing Tiger" diese Änderungen eingearbeitet, die wichtigsten davon betreffen Spotlight und Dashboard. Es handelt sich nur um eine geringfügige Aktualisierung, aber sie ist nötig, damit das E-Buch weiterhin korrekt und hilfreich bleibt, da es den Leser Schritt für Schritt durch die Einstellmöglichkeiten für Spotlight, Smart Folders, Dashboard, Automator und weitere Funktionen führt. Wer bereits die Fassung 1.0 gekauft hat, kann über den Knopf "Check for Updates" auf der Umschlagseite des Buches direkt auf die kostenlose aktualisierte Fassung zugreifen. Wenn Sie die neue Version drucken möchten, bitten wir Sie, zuerst den Teil "What's New in Version 1.0.1" im Kapitel "Read Me First" zu konsultieren, um festzustellen, ob die Änderungen das zusätzliche Papier rechtfertigen.
<http://www.takecontrolbooks.com/tiger-customizing.html>
vom TidBITS-Team <editors@tidbits.com>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]
Die zweite URL unter jedem Thema verweist auf die Diskussion auf unserem Web Crossing-Server, der um einiges schneller ist.
Ärger beim Support von Apple-Software -- Die schlechten Erfahrungen eines Lesers mit dem Apple-Support eröffneten eine Diskussion darüber, was man beim telefonischen Support erwarten kann und Kommentare von Personen auf der anderen Seite der Telefonleitung. ("Annoyance with support for Apple Software" - 9 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2618>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/472/>
Wechsel des FTP-Servers in Tiger -- Vorschläge für einen Wechsel des FTP-Servers auf dem Unix-Niveau von Mac OS X. ("Changing the FTP Server on Tiger" - 3 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2619>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/473/>
Bezahlen für QuickTime 7.0 Pro -- Adams kürzlicher Artikel über die Kosten beim Wechsel auf QuickTime Pro hat zu Fragen geführt, ob der Wechsel den Preis wirklich wert sei und bietet Vorschläge für Programme die ähnliche Funktionen bieten. ("Pay to Play with QuickTime 7.0 Pro" - 3 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2620>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/474/>
Emotionale Antworten auf den Wechsel zu Intel -- Der vorgesehene Wechsel auf Intel-Prozessoren hat zu einer Vielzahl von Meinungen und Kommentaren geführt. ("Emotional responses to the Intel transition" - 48 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2622>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/476/>
Damit Mac OS X nur unter Macs läuft -- Apple hat angekündigt, dass Mac OS X nur auf Computern laufen wird, die von Apple hergestellt worden sind und nicht auf irgendwelchen anderen Intel-PCs. Wie können sie das sicherstellen? ("Keeping Macs running Mac OS X" - 32 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2623>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/477/>
Wechsel zu Intel: Gewinner und Verlierer -- Wer wird vom Wechsel auf Intel-Prozessoren profitieren und wer wird eher verlieren? Die Spannbreite der Antworten reicht von Spieleentwicklern bis zu kleinen Mac-Wiederverkäufern. ("Intel transition: winners & losers" - 7 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2625>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/479/>
Verschwindet Darwin x86 -- Darwin, der Open-Source Unix-Kern von Mac OS X läuft bereits jetzt auf Intels x86-Prozessoren. Wie wird Apples Wechsel zu Intel sich auf Darwin auswirken, wenn Mac OS X nur auf Apple-Hardware funktionieren wird? ("Wither Darwin x86" - 7 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2626>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/480/>
Apples Wahl der Chips -- Wir wissen, dass Apple auf Intel-Prozessoren wechseln wird, aber welche davon? Mangels spezifischer Informationen von Apple brodelt bereits die Gerüchteküche. ("Apple's choice of chips" - 11 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2627>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/481/>
Intel-Prozessoren und DRM -- Einige von Intels neuen Prozessoren werden ein eingebautes digitales Rechte-Management (DRM - Digital Rights Management) enthalten. Könnte dies ein entscheidender Faktor bei Apples Wechsel zu Intel gewesen sein? ("Intel chips and DRM" - 1 Beitrag)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2630>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/484/>
Negativ-Scanner und Software für ein grosses Scanning-Projekt -- Abseits von der Ankündigung des Wechsels auf Intel-Prozessoren fragt ein Leser nach Hilfestellung beim Kauf von Hard- und Software um eine grosse Sammlung von Foto-Negativen zu digitalisieren. ("Film scanners and software for a large scanning project" - 6 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2628>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/482/>
Übersetzung dieser Ausgabe: Lars Buchholz <lars.buchholz@t-online.de>, Sven Kornmann <kornmann@arcor.de>, Hartmut Greiser<linarte.post@gmail.com> und Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Lektorat: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Koordination dieser Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Copyright der deutschen Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
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