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TidBITS#784/20-Jun-05

Diese Woche bringt zwei absolut auseinander gehende Themen. Charles Maurer kehrt zurück mit einer Anzahl von Anleitungen für Nicht-Experten, wie man Schnappschüsse mit einer Software für unter 100 USD korrigiert, und Jeff Carlson versucht sein Pokerspiel gegen die Computergegner in DD Tournament Poker zu verfeinern. In den Nachrichten liefert Opera Software die Version 8.0 seines Web-Browsers für den Mac aus, und wir verkünden die Gewinner der letztwöchigen DealBITS Verlosung. [Da das Gewinnspiel auf die amerikanische Ausgabe beschränkt ist, ersparen wir Ihnen die Liste der Gewinner -- SK]

Themen:

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MailBITS/20-Jun-05

[Übersetzung: Sven Kornmann <kornmann@arcor.de>]

Opera 8 rühmt sich mit Geschwindigkeit und Sicherheit -- Opera Software hat die neueste Version seines Web-Browsers Opera 8 für Macintosh veröffentlicht, der schnelleres Laden von Seiten, native SVG-Unterstützung (SVG 1.1 Tiny; Scalable Vector Graphics - ein Konkurrenzformat zu Macromedia Flash -- SK), verbesserte Privatsphären-Eigenschaften und Operas Erweiterbare Rendering-Architektur (ERA) zur Anpassung des Seiten-Erscheinungsbilds basierend auf der Größe des Browserfensters mit sich bringt. Opera 8 benötigt Mac OS X 10.2 oder neuer und ist ein 5,5 MB-Download. Eine eingeschränkte Version kann kostenlos benutzt werden, oder man kann für 40 USD die Vollversion erwerben. [JLC]

<http://www.opera.com/>
<http://www.opera.com/pressreleases/en/2005/06/16/>


Trying My Hand at Poker: DD Tournament Poker

von Jeff Carlson <jeffc@tidbits.com>

Der Abschnitt über das Pokerspiel DD Tournament Poker muss leider unübersetzt bleiben. In englischer Sprache finden Sie den Originaltext unter dem folgenden Link: [jpf]

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=08141>


Schnappschüsse in Null-Komma-Nix bearbeiten

von Charles Maurer
[Übersetzung: Hartmut Greiser <linarte.post@gmail.com>]

Ich liebe Arbeit. Mir geht es wie dem Erzähler in "Drei Männer in einem Boot" - ich könnte stundenlang dabei sitzen und zusehen. Immer wenn ich etwas zu erledigen habe setze ich alles daran, es aufzuschieben. Die Bearbeitung von Fotos eignet sich besonders gut dafür. Es ist leicht und lohnend und hilft mir, die Erledigung anderer Jobs stundenlang vor mir her zu schieben.

Daphne, meine Frau, war in der Philosophie "Morgen ist auch noch ein Tag" bislang nicht so daheim wie ich, aber dann fand sie eine Kamera, die für sie in Frage kam (siehe "Picking a Point-and-Shoot Camera: Panasonic DMC-FX7" in TidBITS-783_), und seit sie sich an der Bearbeitung einiger ihrer Fotos versucht, beherrschen wir beide jetzt die Kunst des Verschiebens in Vollendung. Sie merkt, dass die Beschäftigung mit ihren Bildern ihr eine wunderbare Ausrede liefert, sie wieder anzusehen, und auch für sie als Anfängerin ist die Arbeit immer noch unmittelbar lohnend.

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=08136>

Um Daphne zu helfen habe ich mir überlegt, was aus der Sicht eines Anfängers, der eine Schnappschuss-Kamera benutzt, vernünftigerweise zu tun ist. Ich habe dafür ein Rezept entwickelt, das ganz gut funktioniert. Es soll helfen, Schnappschüsse in gewissem Rahmen zu verbessern, ohne große Kenntnisse voraus zu setzen oder viel Zeit dafür einplanen zu müssen. Das bestmögliche Ergebnis lässt sich damit nicht erreichen, aber für die meisten Leute dürfte es schon ganz akzeptabel sein.

Bedenken Sie bitte, dass ich diese Methode im Hinblick auf die unterstellten Einschränkungen einer typischen Automatik-Kamera entwickelt habe, d.h. die Art von Einschränkungen, die ich letzte Woche erläutert habe. Für eine digitale SLR eignet sich die Methode überhaupt nicht, außerdem kann man damit keine schlechten Aufnahmen retten. Eigentlich gibt es überhaupt keine Möglichkeit, schlechte Bilder aus einer digitalen Automatik-Kamera zu retten. Eine digitale SLR oder Filmkamera mag immer noch in der Lage sein, auswertbare Informationen aus einer schlechten Aufnahme aufzunehmen, aber bei einer digitalen Schnappschusskamera ist es so, dass Sie auf dem Monitor nach einer Aufnahme ungefähr das zu sehen bekommen, was Sie schlussendlich als Ergebnis in der Hand haben werden.

Glücklicherweise gibt es keinen Grund, schlecht belichtete digitale Bilder zu machen. Sobald Sie das Bild geschossen haben können Sie sich das Ergebnis ansehen. Wenn es Ihnen nicht gefällt, dann können Sie die Werte verändern und die Aufnahme wiederholen. Bei einer Schnappschuss-Kamera rühren die schlechten Ergebnisse meistens daher, dass die Sonne sich vor Ihnen befindet, mit der Konsequenz, dass alles vor Ihnen sich im Schatten befindet. Da die Kamera die durchschnittliche Helligkeit der Szene misst, verführt das helle Sonnenlicht die Kamera zu einer Unterbelichtung, wodurch die Schattenbereiche sich in Schwarz auflösen. Das ist inzwischen eine so geläufige Erscheinung, dass die meisten Schnappschuss-Kameras einen Modus zum Ausgleich dafür anbieten. Dieser Modus heißt z.B. "Backlight (Hintergrundbelichtung)", "Snow (Schnee)" oder "Beach (Strand)".

Grundlegende Arbeitsweise in 12 Schritten -- Im weiteren Verlauf dieses Artikels werde ich etwas zur Software sagen, die für mein Rezept benötigt wird, zunächst möchte ich aber die einzelnen Schritte erklären. Sie hören sich vielleicht etwas anspruchsvoll an, aber so schlimm wird es nicht werden. Für Daphne waren sie schnell und einfach; die einzige Schwierigkeit besteht darin, sich zu merken, wo die einzelnen Befehle in den Menüs und Dialogen vergraben sind.

1. Die meisten Kameras speichern Daten in einem Format namens JPEG, das sehr hoch komprimiert ist. Das ist ganz bequem, aber der Kompressions-Algorithmus "verliert" Informationen, d.h. dass Sie jedes Mal, wenn Sie eine Datei in JPEG-Format speichern, diesen Algorithmus anwenden und dadurch weitere Informationen verlieren. Wahrscheinlich werden Sie Ihre Arbeit nach jedem Verarbeitungsschritt sichern. Wenn Sie ein Bild als JPEG-Datei auf Ihren Rechner ziehen und es auf die beschriebene Weise bearbeiten, dann wird die Bildqualität allmählich schlechter. Stattdessen sollten Sie ein Bild nach dem Übertragen auf Ihren Computer in eine TIFF-Datei umwandeln und damit weiter arbeiten.

2. In der freien Natur überschreitet der Helligkeitsunterschied zwischen den dunkelsten Schatten und den hellsten Einzelheiten den Faktor 1000000:1. Die Bandbreite auf einem Papierfoto ist in der Regel kaum mehr als 100:1. Sie sollten auf jeden Fall die volle Bandbreite ausnutzen, die Ihnen das Papier zur Verfügung stellt. Setzen Sie deshalb die Farbtonebene innerhalb des Fotos von pechschwarz bis rein-weiß. Für diesen Schritt muss man zwei Zeiger bewegen.

3. Wenn Sie die Farbtonebene einstellen kann das Bild insgesamt zu dunkel oder zu hell werden. Anders gesagt: der durchschnittliche Farbton des Bildes ist zu dunkel oder zu hell. Zum Ausgleich müssen Sie dem Computer genau sagen, wie dunkel der durchschnittliche Tonwert werden soll. Dafür müssen Sie einen Zeiger vorsichtig so lange bewegen, bis das Bild einwandfrei aussieht.

4. Insgesamt sollte das Bild jetzt in Ordnung sein und Werte zwischen Schwarz und Weiß aufweisen, mit denen die meisten Einzelheiten dunkel oder hell wiedergegeben werden. Wahrscheinlich werden die Schatten aber zu dunkel sein und Sie werden versuchen, sie etwas aufzuhellen - und zwar nur die Schatten und nicht alles, was dunkel ist. Auch dafür muss ein Schieberegler bewegt werden, bis das Bild wirklich gut aussieht.

5. Aus dem Unterschied im Bereich "Helligkeit" (Schritt 1) ergibt sich ganz offensichtlich, dass ein Bild nicht genau wiedergeben kann, was man sieht. Das gilt für Farben ebenso wie für die Helligkeit. Die Farbe eines Bildes kann niemals ganz genau sein, sie kann nur "gefallen". Schnappschuss-Kameras liefern in der Regel ohne eigenes Dazutun eine Art von gefälliger Farbe, aber der Farbton dürfte manchmal etwas wärmer oder etwas kühler sein. Für die Farbtonänderung muss einen Schieberegler vorsichtig so lange bewegen, bis man eine Verbesserung feststellen kann.

6. Genauso, wie Kameras die Helligkeit komprimieren, so komprimieren sie auch die Farbsättigung. Um jedoch auch Extremwerte zu berücksichtigen, tun sie dies in der Regel in einem größeren Ausmaß als notwendig. Meistens sehen Fotos besser aus, wenn man die Farbsättigung etwas höher einstellt. Die Farbsättigung lässt sich durch vorsichtiges Verschieben eines Reglers erhöhen. Danach sollten Sie ggf. den Farbton etwas nachregulieren.

7. Rote Augen sehen merkwürdig aus und lassen sich leicht korrigieren: auf das Auge zeigen oder es einkreisen und dann klicken.

8. Vertikale Linien sollten senkrecht ausgerichtet sein. Ist das nicht der Fall, dann drehen Sie das Bild, bis sie senkrecht sind, dazu "greifen" Sie eine Bilderecke und bewegen Sie es um ein paar Grad im Kreis. Wenn die vertikalen Linien nicht parallel zueinander liegen, dann können sie natürlich nicht alle senkrecht sein. Suchen Sie in diesem Fall den besten Kompromiss.

9. Wenn Sie eine Kamera nach oben richten, um ein Gebäude zu fotografieren, dann werden seine Wände nach oben zusammen laufen, sodass der Eindruck entsteht, das Gebäude stürze in sich zusammen. Solange eine Kamera nicht weit nach oben oder unten gerichtet wird - es sei denn, Sie schauten an einem Wolkenkratzer hoch oder auf Ihre Schuhe hinunter - sollten vertikale Linien auch vertikal abgebildet sein. Genauso gilt, dass horizontale Linien auch horizontal wiedergegeben werden müssen, solange die Kamera nicht offensichtlich zur Seite zeigt. Eine Änderung bedeutet das Umformen des Bildes, indem man solange an seinen vier Ecken zieht, bis es korrekt aussieht oder man bewegt vorsichtig Schieberegler, die das Ziehen der Ecken übernehmen.

(Diese Aktion wird oft als anspruchsvolle Manipulation gewertet, aber das beruht auf einem Überbleibsel aus der Filmära, als das Ausrichten der Perspektive eine lange Verweildauer unter einem schwarzen Tuch hinter einer Sucherkamera erforderte. In einem Computer sind diese Nachjustierungen nur noch wenig anspruchsvoll und sie können einen bemerkenswerten Unterschied ausmachen.)

10. Stellen Sie Bildinhalte frei, um die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche zu richten und um Unwesentliches zu entfernen. Kümmern Sie sich dabei nicht um die Proportionen des Bildes, behalten Sie seinen Inhalt im Blick. Zum Freistellen zieht man ein Rechteck um den festzuhaltenden Bildteil und klickt.

11. Wenn die Informationen eines Bildes eher durch die Linienführung als die Farben bestimmt sind, dann kann das Auge durch Farbe abgelenkt werden, es wird dem Bild dadurch also mehr genommen als gegeben. In solchen Fällen kann es vorteilhaft sein, das Bild nach Schwarz-Weiß zu konvertieren. Ein Beispiel dafür sehen Sie unter dem u.a. Link. Wenn ein Foto in Farbe nicht so gut aussieht, wie man erwartet hat, dann versuchen Sie es in Schwarz-Weiß, in Computersprech auch "Graustufen" geheißen. Für das Umformatieren bedarf es nur eines Mausklicks und die Änderung lässt sich jederzeit rückgängig machen. Wenn Ihnen die Ergebnisse zusagen, dann sichern Sie sie unter anderem Namen und versuchen Sie die Schritte 3 und 4 noch einmal.

<http://www.tidbits.com/ resources/ 784/ kangaroos.jpg>

12. Wenn Sie die Kanten überbetonen wird das Bild schärfer aussehen - bis zu einem gewissen Punkt. Falls Sie es dabei übertreiben, dann können die Kanten verzerren. Sie können das mit einem Schieberegler oder mit einem Tastaturbefehl ausprobieren. Da Schnappschuss-Kameras ein Bild schon von sich aus scharfstellen, wird dieser Schritt bei Vergrößerungen wenig bringen, das ist eher etwas für kleine Web-Bilder. Nehmen Sie für diese Aktion immer eine Kopie, da das Scharfstellen nicht umkehrbar ist und der richtige Wert immer davon abhängt, was man mit dem Bild machen will.

Als ich Daphne dies alles zum ersten Mal vortrug, erklärte sie mich für verrückt. "Das nennst du schnell und einfach? Dann sind Sumo-Ringer wahrscheinlich auch Hänflinge oder?" Ich ging die einzelnen Schritte an einem Foto dann aber nacheinander mit ihr durch, und da war es um sie geschehen. Jetzt wollte sie jedes einzelne Bild speichern und die schlechten neu einstellen, aber nachdem sie den Ablauf begriffen hat, kümmert sie sich um die besseren und wirft die anderen weg. Sie akzeptiert es nicht länger, dass aus Hedys Kopf ein Baum wächst. Man könnte diesen Baum natürlich entfernen - Bilder lassen sich so lange retuschieren, bis vom Original nichts mehr übrig ist - aber das ist ein Thema für eine andere Klasse von Fotografen.

Die Wahl des Handwerkzeugs -- Mein Rezept ist zwar für Anfänger bestimmt, aber meine Geschmacksempfindungen scheinen sich von denen der Leute zu unterscheiden, die Programme zur Bildbearbeitung entwickeln. Weder iPhoto noch irgendein anderes Anfängerprogramm beherrscht alle Aufgaben vollkommen. Unterhalb der Profiebene können das nur zwei Softwarepakete. Das teurere ist GraphicConverter (30 USD) in Verbindung mit zwei Plug-Ins anderer Anbieter: ShadowFixer (17 USD) und Perspective (40 USD). (Plug-Ins sind kleine Programme, die die Funktionalität eines anderen Programms erweitern. Es gibt andere Alternativen für Perspective, die aber teurer sind). Billiger, leistungsfähiger und schneller ist Adobe Photoshop Elements (80 USD), das alles selbst beherrscht. Photoshop Elements bietet auch die bessere Dokumentation.

<http://www.lemkesoft.com/ en/ graphcon.htm>
<http://www.fixerlabs.com/ pages/ shadowfixer.html>
<http://www.theimagingfactory.com/>
<http://www.adobe.com/ products/ photoshopelmac/ main.html>

(ShadowFixer und Perspective werden installiert, indem man sie hier hinkopiert: /Library/Application Support/GraphicConverter/Plug-ins. Als Library-Ordner können Sie entweder den im Rootverzeichnis Ihres Rechners oder den in Ihrem persönlichen Heimatverzeichnis verwenden. Bei der erstgenannten Lösung haben alle Nutzer Ihres Rechners Zugang, bei der letzten nur Sie allein.)

Photoshop Elements bietet mehr fürs Geld, es ist aber noch etwas verwirrender als GraphicConverter, und das will was heißen. Außerdem verletzt Photoshop Elements eine Reihe von Macintosh-Normen und Vorgaben und die Integration mit anderen Programmen ist nicht sonderlich gut. Beispielsweise erkennt die "attach to e-mail"-Funktion meinen E-Mail-Client PowerMail nicht.

Ich habe mir die beiden Möglichkeiten für Daphne angesehen: GraphicConverter wäre weniger anspruchsvoll, bietet aber eine große Vielfalt an Voreinstellungen, die präzise eingestellt werden müssen, um Enttäuschungen zu vermeiden, außerdem ist die Dokumentation nicht für Anfänger geeignet. Ohne eigenen Helpdesk im Hause dürfte Photoshop Elements wohl leichter zu erlernen sein.

In beiden Programmen muss man bei einigen der Verarbeitungsschritte einen Schieberegler solange justieren, bis die Bilder richtig gut aussehen. Egal, wie erfahren Sie selbst sind - derartige Manipulationen geben einem nie ein sicheres Gefühl, weil man nie sehen kann, wann ein Bild einwandfrei aussieht. Man merkt nur, wenn es aufhört, besser zu werden und die Qualität sich wieder verschlechtert. Man muss in beide Richtungen überziehen und sich merken, ab welcher Position die Bildqualität abnimmt, dann wählt man die Mitte dazwischen. Nach ein paar übertriebenen Regulierungen in beide Richtungen sind Sie entweder ziemlich sicher, wo die Mitte ist oder Sie haben gemerkt, dass die Änderungen so wenig eindeutig sind, dass es auf eine genaue Einstellung nicht ankommt.

Bevor Sie anfangen sollten Sie Ihren Monitor kalibrieren. Das ist schnell erledigt. Öffnen Sie das Feld "Monitore" in den Systemeinstellungen, klicken Sie auf den Reiter "Farben" und dann den Reiter "Kalibrieren...". Denken Sie daran, das Feld "Experten-Modus" in dem Fenster zu markieren, das sich jetzt öffnet, klicken Sie auf "Fortfahren" und folgen Sie den Anweisungen. Bei der Aufforderung, den Gammawert einzustellen wählen Sie den PC-Standard 2.2. Das ist inzwischen Bestandteil eines allgemeinen Standard (sRGB). Der alte Mac-Standard von 1.8 eignet sich inzwischen nicht mehr für allgemeine Anwendungen.

Anleitung für den GraphicConverter -- Wer mehr über den Gebrauch von GraphicConverter wissen möchte kommt an dem PDF-Handbuch (10 USD) von Hagen Henke nicht vorbei. Im Hilfemenü finden Sie einen Verweis darauf. Hier finden Sie die Schritt-für-Schritt Anleitungen, die benötigt werden, um den oben beschriebenen Arbeitsprozess durchzuführen. [Hinweis: Sie können möglicherweise auch ältere Versionen von GraphicConverter einsetzen, allerdings mit leichten Unterschieden zwischen den Oberflächen. Bei mir hat die Version 4.4 aber keine Plug-Ins erkannt. - Adam]

1. Im TIFF-Format speichern. Wählen Sie im Datei-Menü "Speichern unter…" und im Aufklappmenü "Format" TIFF.

2 & 3. Die Justierung der Ebenen befindet sich unter "Bild > Ebenen". Das Histogram auf der Linken zeigt jeden Farbton im Bild, die Dreiecke zeigen Anfang, Ende und die Mitte. Bewegen Sie die äußeren Dreiecke, bis sie die letzten Ausläufer der Kurven berühren, dann justieren Sie das mittlere Dreieck so, dass das Bild optimal aussieht.

4. Wählen Sie Filter > Fixerlabs Filters > Schattenkorrektur. Spielen Sie mit den beiden Schiebereglern, bis die Schatten richtig gut aussehen. Der Regler Menge hat einen Anfangswert von 50 Prozent. Überprüfen Sie danach noch einmal die Schritte 2 und 3, falls es hier eine Beeinflussung gegeben haben sollte. Hinweis: Sie können die kleinen Fenster im ShadowFixer Plug-In durch Klicken auf das + Zeichen vergrößern.

5 & 6. Die Regler für Farbton und Farbsättigung finden Sie in Bild > Helligkeit/Kontrast. Bevor Sie diese aber berühren, vergewissern Sie sich, dass die Markierungen für "Regler verbinden" und "Vorschau auf ganzem Monitor" gesetzt sind. Lassen Sie die Regler für Helligkeit und Kontrast außer Acht.

7. "Kaninchenaugen" korrigieren Sie, indem Sie das ellipsenförmige Auswahl-Werkzeug anklicken, die Pupille markieren und auf "Effekte > rote Augen" klicken. Das ellipsenförmige Auswahl-Werkzeug steht oben an zweiter Stelle in der linken Werkzeugspalte, die Sie öffnen können, indem Sie Fenster > Werkzeugpalette einblenden wählen (oder Picture > Toolbox in älteren Versionen).

8 & 9. Wenn Sie ein Foto drehen und die Perspektive korrigieren möchten, dann wählen Sie Filter > theImagingFactory > Perspektive. Bestimmen Sie die Länge Ihrer Linse (unkritisch, manchmal liefert die falsche Länge das beste Ergebnis) und fummeln Sie dann mit den Reglern. Eine Drehung hat Auswirkungen auf die beiden anderen, aber Sie können immer zunächst die Drehung einstellen, dann auf OK klicken und das Fenster wieder öffnen, um die anderen zu bearbeiten. Das ist zwar nicht prinzipiell zu empfehlen, weil durch jede Manipulation wieder ein kleiner Schärfeanteil auf der Strecke bleibt, aber bei einem Schnappschuss fällt dieser Unterschied überhaupt nicht auf, nicht einmal bei einer Vergrößerung.

10. Beschneiden Sie das Bild nach Bedarf mit dem rechteckigen Auswahlwerkzeug (das erste oder zweite Werkzeug auf der rechten Seite der Werkzeugkiste, je nach Programmversion) und durch "Bearbeiten > Auswahl freistellen".

11. Konvertieren Sie das Bild in Schwarz-Weiß mit "Bild > Farben > Graustufen" und versuchen Sie dann die Schritte 2, 3 und 4 noch einmal.

12. Probieren Sie (auf einer Kopie) das Scharfstellen durch das Justieren der Regler in "Effekte > Scharfzeichnen".

Anleitung für Photoshop Elements 3.0 -- Sie müssen im Standardmodus arbeiten. Man wählt diesen durch einen Klick auf den Button "Standardeditor", nehmen Sie nicht den Button "Schnellkorrektur". Beide liegen oben rechts in der waagerechten Werkzeugleiste. (Hinweis: der Button sieht aus wie ein Button, und zwar wie einer der aktiv und anklickbar ist - er funktioniert aber nicht, da es sich in Wahrheit hier um den inaktiven, bereits ausgewählten Button handelt. Die Nutzeroberfläche von Photoshop Elements ist auf frustrierende Weise unstimmig. Die Hilfedateien sind glücklicherweise gut.)

Setzen Sie Photoshop Elements > Farbeinstellungen auf Beschränktes Farbmanagement bevor Sie anfangen. Das eignet sich nicht, wie im Dialog ausgeführt, nur für das Web, sondern auch für Schnappschuss-Bilddrucker und jegliche Bilderdienste, mit denen man zu tun bekommen kann.

1. Als TIFF mit der Option speichern, ein sRGB Profil im Dialog "Speichern unter..." zu aktivieren. (Kümmern Sie sich nicht um das Farbprofil, nur soviel dazu: Photoshop Elements aktiviert ein Profil, das für Windows gedacht ist und auf Macs nicht gut läuft.)

2 & 3. Die Anpassung der Ebenen passiert unter Überarbeiten > Beleuchtung anpassen > Ebenen. Das Histogramm zeigt jeden Farbton im Bild. Die Dreiecke markieren die Endpunkte und die Mitte. Bewegen Sie die äußeren Dreiecke soweit nach innen, bis sie die auslaufende Kurve berühren, und dann justieren Sie die Mitte, bis das Bild insgesamt gut aussieht.

4. Schatten werden hier aufgehellt: Überarbeiten > Beleuchtung anpassen > Tiefen/Lichter. Überprüfen Sie danach die Schritte 2 und 3 darauf, ob sich hier Auswirkungen ergeben haben.

5 & 6. Farbton und Sättigung sind hier: Überarbeiten >Farbe anpassen > Farbton/Sättigung anpassen.

7. "Kaninchenaugen" korrigieren Sie, indem Sie das Werkzeug "Rote Augen entfernen" wählen (etwa in der Mitte der senkrechten Werkzeugleiste links) und auf jedes rote Auge klicken. Mit Reglern in der horizontalen Werkzeugleiste oben können Sie Feineinstellungen für den einzuschwärzenden Bereich und für die Farbe vornehmen.

8 & 9. Wenn das Bild gedreht werden soll wählen Sie Bild > Drehen > Ebene frei drehen, damit Photoshop Elements eine neue Ebene erstellt, greifen Sie dann einen der schwarzen "Griffe" an den Bildecken und drehen Sie es. (Dabei darf kein Bildanteil ausgewählt werden, weil sonst nur diese Auswahl allein gedreht wird. Wenn Sie in Photoshop Elements abwählen möchten, wählen Sie Auswahl > Auswahl umkehren.) Andererseits, wenn Sie eine Perspektive korrigieren möchten, dann können Sie das Foto in jede Richtung verziehen und dadurch gleichzeitig die Drehung korrigieren. Vergrößern Sie zunächst die Arbeitsfläche um 1 oder 2 Zoll (Bild > Skalieren > Arbeitsfläche), und wählen Sie dann Bild > Transformieren > Verzerren und bewegen Sie die Griffe.

10. Zum Freistellen klicken Sie zuerst auf das Freistellungswerkzeug (etwa auf der Hälfte der senkrechten Werkzeugleiste links), dann ziehen Sie ein Rechteck auf. Wenn Sie das Rechteck freistellen oder abwählen möchten, klicken Sie entweder das Freistellungswerkzeug noch einmal oder machen Sie einen Ctrl-Klick auf das Bild und wählen Sie "Freistellen" aus dem Kontextmenü.

11. Konvertieren Sie das Bild nach Schwarz-Weiß mit Bild > Modus > Graustufen und versuchen Sie die Schritte 2, 3 und 4 noch einmal.

12. Versuchen Sie sich (an einer Kopie) mit dem Scharfstellen mit Hilfe der ersten drei Befehle aus Filter > Scharfzeichnungsfilter.

PayBITS: Wenn Charles' Anweisungen zur Bildbearbeitung Ihnen geholfen haben, dann bittet er um eine Spende an Ärzte ohne Grenzen:
<http://www.doctorswithoutborders- usa.org/ donate/>
Mehr über PayBITS: <http://www.tidbits.com/ paybits/>


Aktuelle Themen in TidBITS-Talk/20-Jun-05

vom TidBITS-Team <editors@tidbits.com>
[Übersetzung: Sven Kornmann <kornmann@arcor.de>]

Der zweite Link unter jeder Absatz-Beschreibung führt zur Diskussion auf unserem schnelleren Web Crossing-Server.

Kaufen oder nicht kaufen -- Das ist die Frage, die sich jeder stellt, jetzt da Apple dem Umstieg des Macintosh auf Intel-Prozessoren verkündet hat. Diese Diskussion thematisiert viele Aspekte, die mit dem Kauf eines Computers im Allgemeinen zu tun haben, inklusive Anmerkungen zur Abwärtskompatibilität zu bestehender Software, und in welchen Zeitabständen die Leute im Allgemeinen Macs kaufen. ("To Buy or Not to Buy" - 29 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2629>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/483/>

Begünstigt Chipwechsel Windows-Umstiege? -- Werden Macs mit Intel-Prozessoren mehr Windows-Benutzer vom Kauf von Apple-Hardware und dem Umstieg auf Mac OS X überzeugen, wenn man in Betracht zieht, dass die zukünftigen Geräte theoretisch in der Lage sein werden, Windows zum Laufen zu bekommen? ("Chip switch to promote Windows conversions" - 3 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2631>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/485/>


Übersetzung dieser Ausgabe: Hartmut Greiser <linarte.post@gmail.com> und Sven Kornmann <kornmann@arcor.de>.

Lektorat: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>.

Koordination dieser Ausgabe: Jens Peter Franke <jpfranke@gmx.net>.

Copyright der deutschen Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.

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