
Jeff Carlson führt seine Besprechung virtueller Pokerspieler diese Woche mit iPoker fort. Matt Neuburg wirft einen Blick auf Typinator, ein schlankes neues Dienstprogramm zum Ausschreiben eingetippter Abkürzungen, und Adam nimmt sich sowohl den Digital Hotspotter von Canary Wireless als auch iTV Link von Monster Cable vor. In der Neuigkeiten-Rubrik beschäftigen wir uns mit den Neuerscheinungen Now Up-to-Date & Contact 5.0 und Eudora 6.2.3, erklären, wie man unter Tiger das Bildschirmschnappschuss-Format verändert, werben um mehr Übersetzer und verteilen Kopien von Rogue Amoebas Audio Hijack Pro.
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[Übersetzung: Roland Müller <mail@duesenschrieb.de>]
Now Up-to-Date & Contact 5.0 vorgestellt -- Now Software hat Now Up-to-Date & Contact 5.0 herausgebracht, die neueste Version des altbekannten Kalender- und Adressmanagementprogramms für Mehrfachnutzer. Zu den neuen Funktionen gehört eine Übersicht für die simultane Betrachtung der Terminpläne verschiedener Personen, ein einziges Interface zum Organisieren unterschiedlicher Kalender- und Kontakte-Server, die Möglichkeit, iCal-Kalender zu abonnieren, vCard- und iCalendar-Unterstützung, eine neu gestaltete Benutzeroberfläche mit einem moderneren Look und verbesserter Bedienungsfreundlichkeit sowie konfektionierbare Werkzeugleisten. Zudem stellt das Update die Kompatibilität mit Mac OS X 10.4 Tiger sicher. Now Software plant darüber hinaus, später in diesem Jahr auch Tiger-spezifische Features wie Dashboard, Spotlight und &endash; besonders wichtig &endash; SyncServices zu unterstützen. Dadurch könnte Now Up-to-Date & Contact dann mit jeder anderen Hard- oder Software Daten austauschen, die SyncServices zu erkennen vermag. (Grob gesagt handelt es sich bei SyncServices um eine Art iSync auf Systemebene, die weiterreichende Synchronisationsfähigkeiten zur Verfügung stellen.) Last but not least wird Now Up-to-Date & Contact 5.0 Inhalt einer neuen Bedienungsanleitung unserer "Take Control"-Reihe sein, verfasst von Joe Kissell. Diese sollte schon bald verfügbar sein. Das Upgrade von Version 4.x auf Now Up-to-Date & Contact 5.0 kostet 50 US$, eine 30-Tage-Testversion ist kostenlos verfügbar als 13,9 MByte große Datei zum Herunterladen. [ACE]
Gratiskarten für die Macworld Expo Boston -- Wenn Sie damit geliebäugelt haben, vom 12. bis 14. Juli 2005 die Macworld Expo Boston zu besuchen, dann kontaktieren Sie unsere Freunde von Peachpit Press, die wieder einmal ein Paar kostenloser Eintrittskarten im Wert von 50 US$ anbieten &endash; wer zuerst kommt, mahlt zuerst! Schicken Sie Ihren Namen und Adresse per E-Mail vor dem 6. Juli 2005 an <freepasses@peachpit.com>. [ACE]
<http://www.macworldexpo.com/live/20/events/20BOS05A/>
<http://www.peachpit.com/>
Eudora 6.2.3 behebt IMAP Bug -- Qualcomm hat Eudora 6.2.3 vorgestellt, ein kostenloses Update, das hauptsächlich den nervigen IMAP-Bug behebt, der den Verlust von Mails zur Folge haben kann (siehe auch "Qualcomm bestätigt Eudora Bug" in TidBITS-781_). Zusammen mit diesem Programmierfehler werden von der neuen Version auch einige andere Fehler ausgemerzt, ein paar x-eudora-Voreinstellungen für exotische Anwendungen mitgeliefert sowie eine Klickbox in den Mailversand-Einstellungen, um Mails über den SMTP-Zugangsport (587) versenden zu können. Ebenfalls berichtenswert ist die Tatsache, dass Qualcomm von seinem Vorsatz abgelassen hat, in der Bezahlversion 12 Monate nach der letzten Zahlung erneut zur Kasse zu bitten. Bis auf weiteres werden Updates, die lediglich die dritte Stelle der Versionsnummer betreffen (die 3 bei 6.2.3), auch nach Ablauf von 12 Monaten kostenlos zu beziehen sein. Eudora 6.2.3 setzt Mac OS X voraus, ist kompatibel mit Mac OS X 10.4 Tiger und kommt als 7,8 MByte große Download-Datei. Qualcomm hat angekündigt, dass die nächste große Revision von Eudora eine grundsätzliche Neuprogrammierung zum Inhalt haben wird, was notwendig sein wird, um von neuen Technologien wie Spotlight und WebKit profitieren zu können. [ACE]
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-781.html#MailBITS4>
<http://www.eudora.com/download/>
<http://www.eudora.com/download/eudora/mac/6.2.3/RelNotes623.txt>
<http://www.eudora.com/techsupport/kb/2654hq.html>
Wie man die Bildschirmschnappschuss-Einstellungen ändert -- Letzte Woche, als wir in TidBITS über die neue Version von Snapz Pro X berichtet haben, habe ich erwähnt, dass Tiger das voreingestellte Dateiformat für Bildschirm-Schnappschüsse via Befehlstaste-Hochstelltaste-3/4 von PDF auf PNG umgestellt hat. Herzlichen Dank an Paul Schreiber, der mich darauf hingewiesen hat, dass man dieses Format wieder zu PDF oder einem anderen Format umstellen kann. Vorausgesetzt, dieses wird wie bspw. JPEG von QuickTime unterstützt (Zusatzpunkte verteile ich an jeden, der mir alle Möglichkeiten auflistet). Einfach den folgenden Schritten folgen, um unter Tiger Bildschirm-Schnappschüsse als PDF zu sichern.
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-783.html#MailBITS2>
1. Terminal öffnen
2. Die folgende Befehlszeile kopieren und in das Terminalfenster kopieren. Dann "Return" drücken:
defaults write com.apple.screencapture type pdf
3. Abmelden oder einen Neustart machen, um die neuen Einstellungen aktiv werden zu lassen.
Wenn Sie das Dateiformat auf PNG zurückstellen wollen, wiederholen Sie einfach die vorangegangenen Schritte und ersetzen in der besagten Befehlszeile "pdf" durch "png". [ACE]
TidBITS-Übersetzer gesucht! -- Die Koordinatoren unserer unerschrockenen Übersetzungsteams haben mir mitgeteilt, dass es wieder einmal an der Zeit ist, neue Freiwillige zu rekrutieren, die uns bei der Übersetzung von TidBITS ins Niederländische, Deutsche und Japanische behilflich sind. Außerdem benötigen wir, obwohl wir einige französische Übersetzer haben, jemanden, der die Rolle des Koordinators übernehmen kann (was perfekt wäre, wenn der Betreffende mithelfen möchte, sich aber seiner Übersetzungsfähigkeiten nicht so sicher ist). Derzeit lesen ca. 6'000 Menschen TidBITS regelmäßig in einer dieser Sprachen. Wenn Sie uns also helfen möchten, diese Zahl zu steigern und TidBITS Muttersprachlern Ihrer eigenen Zunge zugänglich machen möchten, dann werfen Sie bitte einen Blick auf die Websites hier unten. Danke im voraus! [ACE]
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/nl/tidbits-nl/over-vertalen.html>
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/fr/consignes.html>
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-uebersetzer.html>
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/jp/join_us.html>
von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Sven Kornmann <kornmann@arcor.de>]
Vor ein paar Monaten schrieb ich in "Manchmal ist es einfach kaputt" (TidBITS-766_) über meine verzweifelten Versuche, ein Video von meinem 12-Zoll Powerbook auf unserem Fernseher wiederzugeben. Ich hatte einen Mini-DVI-zu-Video-Adapter erworben, aber der erste war defekt und Apple sandte mir freundlicherweise Ersatz zu, der gut funktionierte. Nach diesem Artikel bot mir ein TidBITS-Leser, der bei Monster Cable arbeitet, an, mir ein Testexemplar des Monster iTV Link-Kabels zu schicken, das mit Audio-Unterstützung die Fähigkeiten des Apple-Adapters übersteigt. Nach einer Zeit des kompletten Ignorierens von Video kam ich schließlich dazu, das Kabel auch tatsächlich zu testen.
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-766.html#Artikel2>
<http://www.monstercable.com/computer/productPageComputer.asp?pin=2697>
Auf der Macintosh-Seite gibt Ihnen das iTV Link einen Mini-DVI- und einen Standard-Kopfhörer-Anschluss; auf der Fernseh-Seite bekommt man einen S-Video und zwei RCA-Audiostecker. Die Anschlüsse fühlen sich alle solide und gut verarbeitet an, und Monster behauptet, dass alle über 24k-Goldkontakte für bestmögliche Signalübertragung verfügen. In der Tat listet die iTV Link Webseite alle möglichen Begründungen im Fachjargon, warum das iTV Link äußerst fabelhaft ist - "Hochleistungs-Doppelabschirmung 100% Mylar-Folie und 95% Kupferlitze," "Stickstoff-injizierter Nichtleiter", "Superfeine, mehrfach verdrillte Kupferleiter" und sogar "Zweifach fest verdrahtete Leiter in Doppelhelix-Konstruktion". Ehrlich gesagt habe ich nicht die leiseste Ahnung was das wirklich bedeutet (wenn es überhaupt etwas bedeutet), aber ich kann sagen dass Audio- und Videosignale vom PowerBook auf dem Fernseher von guter Qualität sind. Es ist etwas verzwickt, das mit Sicherheit zu sagen, weil unser 15 Jahre alter Sony-Fernseher furchtbar unscharf ist im Vergleich zum knackigen LCD-Bildschirm des PowerBooks, und jeder Heimkino-Liebhaber würde zweifelsohne über den Klang unserer Fernseh-Lautsprecher lachen.
Der Hauptvorteil des iTV Link gegenüber Apples Mini-DVI-zu-Video-Adapter ist die Hinzunahme von Audio, da es kein ideales Erlebnis ist, wenn man ein Bild auf dem Fernseher verfolgt, während der schwache Ton aus winzigen PowerBook-Lautsprechern von links kommt. Anfangs war es jedoch etwas komplizierter, das iTV Link anzuschließen, da ich die S-Video- und Audio-Anschlüsse des TiVos gegen die des iTV Link auf der Rückseite des Fernsehers tauschen musste (inklusive mehrfachen Verfluchens des dazugehörigen Kabelsalats), anstelle einfach das S-Video-Kabel zu nehmen, das schon vom TiVo zum Fernseher führte. Dann stellte ich fest, dass ich das iTV Link einfach in einen Eingang vom TiVo stecken und ihn im TiVo-Menü einfach als "Life TV" behandeln konnte. Als zusätzlicher Bonus bedeutet das, dass ich direkt vom PowerBook auf die TiVo aufnehmen kann, was eine ziemlich unerwartete Sensation ist. Ich habe es noch nicht mit der Aufnahme einer DVD versucht, aber es funktionierte problemlos mit einem QuickTime-Film.
Der iTV Link ist wirklich etwas ganz anderes als Apples Mini-DVI-zu-Video-Adapter; er ist eine komplette Lösung, um Audio und Video zu einem Fernseher zu senden, wohingegen der Mini-DVI-zu-Video-Adapter eben nur genau das ist, ein Adapter, der es einem ermöglicht, ein S-Video oder Composite-Kabel an den Mac anzuschließen. Wenn Sie also Ihr PowerBook oder iBook in Ihr Heimkino integrieren wollen, ist das iTV Link für 40 USD [Europäischer Verkaufspreis laut Monster-Homepage: EUR 49,95 -- SK] einen Versuch wert; wenn alles, was Sie wollen die Fähigkeit ist, einen Fernseher als Präsentations-Bildschirm zu nutzen, ist der 20 USD teure [Deutscher Apple-Store: EUR 19 -- SK] Apple-Adapter alles, was Sie brauchen.
<http://www.smalldog.com/product/12652174>
von Matt Neuburg <matt@tidbits.com>
[Übersetzung: Sven Kornmann <kornmann@arcor.de>]
Ergonis Software, deren Hilfsprogramme PopChar und KeyCue in TidBITS bereits erwähnt worden sind, wirft nun mit Typinator seinen Hut in den Ring der Schreib-Assistenten. Die Idee dahinter ist, dass Sie Typinator eine Reihe von Abkürzungen und Erweiterungen geben; wenn Sie in irgend einem Programm arbeiten und eine Abkürzung eingeben, ersetzt Typinator diese mit der dazugehörigen Erweiterung. Zum Beispiel könnte ich "tb" schreiben, um "TidBITS" zu erhalten, oder "AS" für "AppleScript", und so weiter für jeden Textbaustein, kurz oder lang, den ich zu verwenden beabsichtige.
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-699.html#MailBITS3>
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-732.html#MailBITS3>
<http://www.ergonis.com/products/typinator/>
Typinators nächster Wettbewerber ist TypeIt4Me, den ich auch schon auf diesen Seiten erwähnt habe. Die Ansätze, die die beiden Werkzeuge verfolgen, unterscheiden sich radikal. TypeIt4Me ist eine Eingabemethode; Sie wechseln zu ihr, indem Sie Ihr Eingabe-Menü aufrufen (das Statusmenü am rechten Ende der Menüleiste, dessen Symbol üblicherweise die Flagge eines Landes ist), was bedeutet, dass Sie es nicht in Verbindung mit einer anderen Eingabemethode oder einem anderen Tastatur-Layout verwenden können. Typinator dagegen ist eine gewöhnliche Anwendung. Er verfolgt die Buchstaben, die Sie im Moment eingeben - ich weiß nicht wie - und wenn Sie eine Abkürzung eintippen, verwendet es GUI-Scripting [Skripts, die auf der grafischen Benutzeroberfläche des Betriebssystems aufgesetzt sind -- SK], um sie auszuwählen und durch die Erweiterung zu ersetzen. Dies wird über die Zwischenablage gemacht, was bedeutet, dass Typinator auch Bilder einfügen kann, wenn eine Anwendung dies erlaubt. Es bedeutet auch, dass wenn man eine Typinator-Abkürzung eingibt, jeglicher Inhalt der Zwischenablage gelöscht wird; ich sehe nicht ganz, warum das nötig ist, da es Typinator möglich sein sollte, den alten Inhalt der Zwischenablage danach wiederherzustellen, aber zumindest kann man das Problem umgehen, wenn man es problematisch findet, indem man ein Hilfsprogramm mit mehrfacher Zwischenablage wie etwas CopyPaste oder ClipBlock verwendet.
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07798>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07102>
<http://www.copypaste-x.com/>
<http://www.netwave.or.jp/~andoh/ClipBlock-e.html>
Typinator verlangt von Ihnen auch nicht, dass Sie eine abschließende Taste drücken, um zu signalisieren, dass das eben Geschriebene eine Abkürzung ist; stattdessen beobachtet es, ob das eben Geschriebene am Anfang des Wortes eine Abkürzung ist, und wenn ja, wird sie einfach erweitert (und wenn es nicht das von Ihnen beabsichtigte war, stellt der Befehl "Rückgängig machen" in den meisten Programmen die Abkürzung wieder her). Typinator hat auch ein paar schlaue Fähigkeiten, z.B. lässt es Sie die Abkürzung groß schreiben, um eine Großschreibung der Erweiterung zu diktieren (hilfreich für Wörter, die am Satzanfang groß geschrieben werden sollten, aber sonst nicht). Und das, neben der Fähigkeit, über Abkürzungen das aktuelle Datum und die aktuelle Uhrzeit in einer Vielzahl von Formaten einzufügen, ist in etwa alles, was Typinator kann; es erlaubt nicht mehrere Abkürzungs-Dateien oder programmbezogene Abkürzungs-Dateien, wie TypeIt4Me das kann.
Wie bei Ergonis-Produkten üblich, sind Einfachheit und Zuverlässigkeit die Parole. Genau wie PopChar kann Typinator Zeichen aus der gesamten Unicode-Palette einfügen; und genau wie PopChar scheint es so ziemlich überall zu funktionieren - ich konnte nicht viele Anwendungen finden, die Typinator Schwierigkeiten machen (obwohl ich sehr schnell auch eine gefunden habe, Panorama). Typinator benötigt Mac OS X 10.3 oder neuer und kostet nur 20 USD; man kann es kostenlos ausprobieren (ein 500 KByte-Download), die einzige Begrenzung ist die Anzahl der Abkürzungen, die sich die Testversion merkt.
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-775.html#Artikel2>
<http://www.ergonis.com/downloads/>
von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]
Vor unserem Ausflug nach New Mexico im Mai dieses Jahres, fragte mich mein Freund Oliver Habicht, ob ich einen "Canary Wireless Digital Hotspotter" ausleihen möchte, eines von jenen Geräten, mit denen man drahtlose Netzwerke ausfindig machen kann, ohne den PowerBook aus der Tasche ziehen zu müssen. Meine erste Reaktion war, "Nein, ich wandere gerne mit einem offenen PowerBook durch die Gegend!", um mit dem PowerBook und seinen drahtlosen Möglichkeiten angeben zu können. Nach kurzem Nachdenken änderte ich aber meine Meinung und akzeptierte Olivers grosszügiges Angebot. Tatsächlich hat sich der "Digital Hotspotter" in Taos als nützlich erwiesen, wo wir dringend auf einen Internet-Zugang angewiesen waren und unsere Gastgeberin - zufälligerweise die Mutter von Oliver - nur über einen Modemzugang verfügte.
<http://www.canarywireless.com/>
Was es ist, was es macht -- Äusserlich sieht der "Digital Hotspotter" unscheinbar aus. Er ist ungefähr 6.3 x 5.1 x 2.5 cm gross und besteht aus grauem Plastik. Anders als einige der früheren Netzwerksucher, die nur mit LEDs ausgerüstet waren, besitzt der "Digital Hotspotter" ein 12 Zeichen umfassendes LCD-Display, über das die Netzwerkinformationen gescrollt werden. Ein einziger Knopf dient zum Einschalten und Starten der Suche; nach dem Anzeigen der verfügbaren Netzwerke schaltet er sich automatisch wieder aus, um Strom aus den zwei AAA-Batterien zu sparen. Er fühlt sich robust an und ich hatte keine Angst, dass er kaputtgehen könnte als es in meiner PowerBook-Tasche hin- und hergeschüttelt wurde.
Wie andere Sniffer auch (etwa KisMAC), macht der "Digital Hotspotter" einen passiven Scan, der auch geschlossene Netzwerke erkennen kann (in der Anzeige werden Sie als "verhüllt" angezeigt). Dagegen machen sogenannte "Stumblers" wie etwa MacStumbler und iStumbler aktive Scans und sind deshalb nicht in der Lage, geschlossene Netzwerke aufzuspüren und werden auch von KisMAC erkannt (der "Digital Hotspotter" ist aber nicht in der Lage, aktive Scans zu erkennen). Für jedes erkannte Netzwerk zeigt das Gerät den Namen, die Signalstärke, den Kanal und den Verschlüsselungsmodus (offen oder verschlüsselt, wobei mit verschlüsselt entweder eine WEP- oder WPA-Verschlüsselung gemeint ist, die beiden Möglichkeiten aber nicht unterschieden werden). Wenn mehrere Netzwerke zur Verfügung stehen, kann mit dem Knopf zyklisch durch die Liste gescrollt werden.
<http://www.binaervarianz.de/projekte/programmieren/kismac/>
<http://www.macstumbler.com/>
<http://www.istumbler.com/>
Einsatz im Alltag -- Wir benötigten den "Digital Hotspotter" für die ersten Tage unserer Reise nicht, da drahtlose Netzwerke üppig vorhanden waren. Im Flughafen von Albuquerque gab es überall Schilder auf denen ein kostenloser Internet-Zugang angepriesen wurde, an zwei Meetings mit Benutzergruppe hatte ich ebenfalls Internet und bei Robin Williams und John Tollett zuhause gab es selbstverständlich auch drahtlose Netzwerke. Aber als wir Santa Fe in Richtung Taos verliessen, wurde die Suche nach drahtlosen Netzwerken immer schwieriger. Wir nahmen an, dass wir in einem Café-Restaurant in Taos einen solchen Zugang finden würden, aber ausgerechnet im grössten davon gab es keinen. Wir gingen nachher zur Taos Plaza und prüften den "Digital Hotspotter" regelmässig auf verfügbare Netzwerke und wir fanden schliesslich eines mit dem Namen "made_in_new_mexico", das frei zugänglich war und offenbar vom gegenüberliegenden Laden "Made in New Mexico" betrieben wurde. Draussen in der Sonne mit Notebooks zu arbeiten, ist nicht gerade einfach, aber wir schafften es, uns auf einer Parkbank gemütlich einzurichten und kurz unsere E-Mails zu lesen. Lustigerweise hat uns eine Frau dabei beobachtet, Tonya mit dem iBook, ich mit dem PowerBook, und war anschliessend hocherfreut, dass wir ein drahtloses Netzwerk gefunden hatten und zudem in der Lage waren, ihr "Blueberry iBook" mit Mac OS 9 so zu konfigurieren, dass es selbst mit dem Netzwerk aufnehmen konnte. Vor unserer Abreise am nächsten Tag gingen wir noch einmal unsere E-Mails durch und statteten auch dem "Made in New Mexico"-Laden einen Besuch ab, einerseits um uns zu bedanken, andererseits um Geschenke für unsere Eltern zu kaufen.
Es ist uns beim Ausprobieren des "Digital Hotspotter" während unserer Reise aufgefallen, dass er empfindlicher ist als unsere Notebooks und ich habe doch bisher immer Tonyas iBook als Referenz für die Empfindlichkeit von Notebooks angepriesen. Wenn der "Digital Hotspotter" ein Netzwerk mit nur einem Balken Signalstärke anzeigt, kann es sein, dass bestimmte Notebooks sich nicht mit diesem Netzwerk verbinden können.
Obwohl ich nicht "Wardriving" mache ("Wardriving" bezeichnet das Herumfahren und Aufspüren von drahtlosen Netzwerken mit dem Auto - Anmerkung des Übersetzers), habe ich den "Digital Hotspotter" kürzlich auf eine Autofahrt zum Chiropraktor in Ithaca mitgenommen. Obwohl der Weg nur ungefähr vier Meilen beträgt und durch eine schwach besiedelte Vorstadtlandschaft führt, hat der "Digital Hotspotter" ganze acht Netzwerke ausfindig machen können, allerdings könnten einige davon zu schwach sein um auch wirklich genutzt zu werden. Alle ausser einem hatte zudem keine Verschlüsselung eingeschaltet und vier davon besassen nur die voreingestellten Standardnamen wie "default" oder "linksys". Interessanterweise könnten es noch einige mehr gewesen sein: Canary Wireless macht keinen Hehl aus der Tatsache, dass der "Digital Hotspotter" einige Basisstationen nicht erkennen kann. Tatsächlich kann ich meine alte Linksys-Basisstation BEFW1154 problemlos ausfindig machen, nicht aber wenn ich "SSID Broadcast" ausschalte und damit ein geschlossenes Netzwerk erzeuge.
<http://www.canarywireless.com/default.asp?action=article&ID=16>
(Wichtiger Hinweis an die Bevölkerung: Selbst wenn Sie wollen, dass Ihr drahtloses Netzwerk offen und unverschlüsselt ist, rate ich Ihnen dringend, den Namen und das Passwort für den Administrator zu ändern. Wenn Sie diese Einstellungen nicht anpassen, ist für einen einigermassen erfahrenen Computer-Anwender ein leichtes, die Basisstation zu übernehmen und umzukonfigurieren. Wenn das passiert, müssen Sie die Basisstation wieder auf die Fabrikeinstellungen zurücksetzen und neu konfigurieren).
Angesichts der Kosten von 60 US$ ziehe ich selbst zuwenig Nutzen aus dem "Digital Hotspotter". Jemand der aber viel unterwegs und dabei auf einen Internet-Zugang angewiesen ist, wird das Gerät sicher sehr nützlich finden. Das gilt auch für jemanden, der mit drahtlosen Netzwerken arbeitet und Sicherheitsüberprüfungen durchführen muss. Es eignet sich hervorragend zum Überprüfen von verfügbaren Netzwerken und dem Aufspüren von unauthorisierten Basisstationen.
von Jeff Carlson <jeffc@tidbits.com>
Der Abschnitt über das Pokerspiel iPoker muss leider unübersetzt bleiben. In englischer Sprache finden Sie den Originaltext unter dem folgenden Link: [heg]
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=08153>
vom TidBITS-Team <editors@tidbits.com>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]
Der zweite Link unter jeder Absatz-Beschreibung führt zur Diskussion auf unserem schnelleren Web Crossing-Server.
Welchen IMAP-Server hat Mac OS X Server 10.1-2 verwendet? -- Wer braucht Google wenn man die Antworten auf TidBITS-Talk finden kann? Eine Frage zu IMAP führt zu einer Diskussion über den Umzug von E-Mail-Diensten. ("What IMAP server did Mac OS X Server 10.1-2 use?" - 8 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2633>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/487/>
Gibt es günstige Farblaserdrucker? -- Druckerprobleme lassen einen Leser darüber nachdenken, einen Farblaserdrucker anzuschaffen, während andere Leser Tipps zum Lösen des Problems anbieten. ("Do inexpensive color laser printers exist?" - 42 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2634>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/171/>
Wie ein Tablet-Computer von Apple aussehen würde -- Ein neuer tragbarer Tablet-Computer regt zum Nachdenken an, was Apple daraus machen könnte, wenn sie in den Markt für Tablet-Computer einsteigen würden. ("What would an Apple tablet be like" - 1 Beitrag)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2635>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/488/>
Schnappschüsse im Nu verbessern -- Leser reagieren auf den Artikel von Charles Maurer über die Nachbearbeitung von Schnappschüssen, empfehlen weitere Software und diskutieren über die Beschränkungen des Formats TIFF beim Bearbeiten von Photos. ("Fixing Snaps in a Snap" - 3 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2636>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/489/>
Poker auf dem Mac -- Jeff Carlsons erster Artikel über Poker-Programme lockt die Pokerspieler in unserer Leserschaft hervor und wirft ein Licht auf die Unterschiede zwischen Pokerspielen gegen den Computer und echte Personen. ("Poker on the Mac" - 3 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2638>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/491/>
Steve Jobs Rede in Stanford -- Ein Leser liefert die Internet-Adresse zur Rede von Steve Jobs vor den Absolventen der Universität Stanford. ("Steve Jobs's Commencement Speech to Stanford" - 1 Beitrag)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2639>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/492/>
Cross-Compiler für Intel -- Ein Leser erkundigt sich angesichts des Wechsels zu Intel-Prozessoren nach den Möglichkeiten von Apples Entwicklungswerkzeugen, PowerPC-Code für Intel-Prozessoren zu compilieren. ("Cross Compiling with Intel" - 2 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2640>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/493/>
Übersetzung dieser Ausgabe: Roland Mueller <mail@duesenschrieb.de>, Sven Kornmann <kornmann@arcor.de> und Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Lektorat: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Koordination dieser Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Copyright der deutschen Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
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