
Macworld Expo in Boston ist soeben zu Ende gegangen und Adam berichtet von den Höhepunkten und der Atmosphäre der Messe und wir stellen die "Best of Show"-Gewinner vor. Währenddessen hat Geoff Duncan endlich den lärmigen Lüfter in seinem Power Mac G4 besiegt, noch dazu ohne eine Bank überfallen zu müssen. Apple konnte in der vergangenen Woche das erfolgreichste Quartal der Firmengeschichte vermelden und hat eine ganze Reihe von Updates vorgestellt: Mac OS X 10.4.2, AirPort 4.2, iPhoto 5.0.3, Final Cut Pro 5.0.2, DVD Studio Pro 4.0.1 und Soundtrack Pro 1.0.1. Und zudem hat der iTunes Music Store seit Bestehen über 500 Millionen Songs verkauft.
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[Übersetzung: Lars Buchholz <lars.buchholz@t-online.de>]
Apples Umsatz steigt auf 3.5 Milliarden US$ -- Apple hat seinen Umsatz und Gewinn im letzten Quartal veröffentlicht. Das Ergebnis waren unglaubliche 3,52 Milliarden US$ Umsatz und 320 Millionen Gewinn. Beide Zahlen lagen deutlich über den Einschätzungen der Analysten. Im entsprechenden Vorjahresquartal betrug der Umsatz 2,01 Milliarden US$ und 61 Millionen US$ Gewinn. Die Firma verkaufte im letzten Quartal, welches am 25.06.2005 endete, über 6,1 Millionen iPods. Ausserdem verkaufte Apple auch 1,2 Millionen Macintosh-Rechner, ein 35% Anstieg gegenüber dem letzten Jahr.
<http://www.apple.com/pr/library/2005/jul/13results.html>
Dazu noch 2 interessante Beobachtungen: Die Umsatzrendite stieg von 28 auf 30 Prozent, das ist etwas Besonderes wenn man bedenkt dass Konkurrenten unter sinkenden Renditen leiden. Die zweite Beobachtung ist, dass 39 Prozent des Umsatzes von Apple ausserhalb der USA gemacht wurden. In den Geschäftsberichten weist Apple die Verkäufe von 495'000 Notebooks und 687'000 Desktop-Rechnern aus. Die Verkäufe in Apple-eigenen Geschäften betrugen 144'000 Stück und machten damit 555 Millionen US$ vom Gesamtumsatz aus, Zubehörverkäufe nicht eingerechnet. Fürs nächste Quartal rechnet Apple mit ähnlichen Umsätzen und Gewinnen. Damit hat die Firma Barreserven in Höhe von 7,5 Milliarden US$ und dazu noch 7 Milliarden in Beteiligungen.
iPhoto 5.0.3 fehlerbereinigt -- Apple veröffentlichte letzte Woche das Update 5.0.3 für iPhoto, welches einige Fehler in der Vorgängerversion behebt. Zwei Verbesserungen betreffen Alben: Das Layout der Alben verändert sich nicht mehr wenn man ein Foto bewegt und ein Problem, welches verhinderte das einige Befehle in der Albenbearbeitung nicht funktionierten, wurde behoben. Intelligente Alben werden jetzt in anderen iLife-Programmen korrekt angezeigt und schliesslich wurde auch der Fehler behoben, dass unter Mac OS X 10.4.2 die Farben eines Bildes bei der Bearbeitung verändert werden. Das Update auf 5.0.3 ist mit der Software-Aktualisierung als 41 MByte Download erhältlich oder als 39.2 MByte Installationsdatei. [JLC]
<http://www.apple.com/support/downloads/iphoto503update.html>
Final Cut Studio-Update erhältlich -- Die professionelle Videobearbeitungssoftware bekam letzte Woche ein Update, welches einige Fehler behebt und die Leistung steigert. Final Cut Pro 5.0.2, DVD Studio Pro 4.0.1 sowie Soundtrack Pro 1.0.1 sind als separate Downloads verfügbar. Wenn Sie die Vollversion Final Cut studio besitzen (welche auch Motion2 beinhaltet) können sie ein 46 MByte Update laden, welches alle beinhalteten Programme auf den letzten Stand bringt. [JLC]
<http://www.apple.com/finalcutstudio/>
<http://www.apple.com/support/downloads/finalcutpro502update.html>
<http://www.apple.com/support/downloads/dvdstudiopro401update.html>
<http://www.apple.com/support/downloads/soundtrackpro101update.html>
<http://www.apple.com/support/downloads/finalcutstudioupdates.html>
Apple verkauft den 500 millionsten Musiktitel -- Apple gab am 17. Juni 2005 den Verkauf des 500 millionsten Musiktitels über den iTunes Music Store bekannt: Der Titel hiess "Mississippi Girl" von Faith Hill und die Gewinnerin des Jubiläums-Geschenks war Amy Greer aus Lafayette, Indiana. Sie erhält 10 iPods nach Wunsch, einen Gutschein über 10'000 Titel sowie eine Eintrittskarte für einen Auftritt der Band "Coldplay". Bei all dem sollte man bedenken, dass Apple den ITunes Music Store vor über 2 Jahren, im April 2003, eröffnete aber die 300 Millionen-Marke erst im März dieses Jahres erreichte. Wenn die Verkäufe auf diesem Niveau weiterlaufen, wird die Milliardengrenze in einem Jahr erreicht. Aber die weiter starken iPod-Verkäufe lassen vermuten, das diese Grenze schon vorher fällt. [GD]
<http://www.apple.com/pr/library/2005/jul/18itms.html>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=08166>
von Jeff Carlson <jeffc@tidbits.com>
[Übersetzung: Klaus Werner Wirtz <pleins@gmail.com>]
In einer Woche mit vielen Updates von Apple war das Mac OS X 10.4.2-Update das umfangreichste. Es enthält eine Anzahl von Verbesserungen, um die Zuverlässigkeit und Kompatibilität zu erhöhen. Wie bei früheren Updates werden mehrere in Mac OS X enthaltene Anwendungen von Apple ersetzt, wie etwa Adressbuch, iCal, Safari, Mail, Automator und Notizzettel. Laut Apples Release Notes werden auch die Bestandteile Core Graphics, Core Audio und Core Image durch neue Versionen ersetzt, ebenso wie die Treiber für ATI- und NVIDIA-Grafikkarten.
<http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=301722-de>
Die Videoleistung von iChat wird unter bestimmten Bedingungen verbessert, und iChat kann sich jetzt automatisch von einem Rechner abmelden, wenn Sie sich an einem anderen anmelden. Eine neue Funktion von Dashboard ist das Widgets Widget, das bei der Verwaltung von Widgets hilft. Das hört sich an, als würde man durch einen Spiegel in einen weiteren Spiegel sehen, aber dieses Widget erlaubt das An- und Abschalten von installierten Widgets sowie das Löschen von Widgets von Drittherstellern. Das Update enthält außerdem einige Updates von AirPort-Komponenten, u.a. Unterstützung von WPA2 (Wi-Fi Protected Access Version 2) für AirPort Extreme-Karten (vgl. den nächsten Artikel dieser Ausgabe).
Mac OS X 10.4.2 kann über die Software-Aktualisierung heruntergeladen werden; das sind 21,5 MByte für den Update von 10.4.1 oder 57,5 MByte für ein kombiniertes Update von 10.4.0. Selbständige Installationsprogramme sind auch erhältlich; sie sind 44 MByte bzw. 58 MByte groß.
<http://www.apple.com/support/downloads/macosxupdate1042.html>
<http://www.apple.com/support/downloads/macosxupdate1042combo.html>
von Glenn Fleishman <glenn@tidbits.com>
[Übersetzung: Klaus Werner Wirtz <pleins@gmail.com>]
Ein paar Tage nach der Veröffentlichung von Mac OS X 10.4.2, das Änderungen an der AirPort-Client-Software zur Unterstützung eines neuen und stärkeren Verschlüsselungsverfahren enthält, hat Apple die AirPort-Software 4.2 freigegeben, die die notwendige Unterstützung der Basisstationen beinhaltet. Verschiedene Versionen sind über die Software-Aktualisierung oder als einzelne Programme für Mac OS X 10.3.3 bis 10.3.9, 10.4.2 und Windows zu beziehen.
<http://www.apple.com/support/downloads/airport42formacosx1033.html>
<http://www.apple.com/support/downloads/airport42formacosx1042.html>
<http://www.apple.com/support/downloads/airport42forwindows.html>
Dieses Update enthält umfassende Unterstützung für WPA2 (Wi-Fi Protected Access Version 2), womit ein Zugangspunkt die Fähigkeit erhält, AES (Advanced Encryption System)-Schlüssel zu vergeben. Nur neuere Geräte, die ab Ende 2002 verkauft wurden, können die damit verbundene Rechenlast tragen, daher können die ursprünglichen AirPort-Karten und -Basisstationen nicht für WPA2 aufgerüstet werden.
Das Original-WPA, das mit einem Panther-Update eingeführt wurde, bietet einen besseren Verschlüsselungsalgorithmus und andere Verbesserungen der Sicherheit in drahtlosen Netzen für AirPort- und AirPort Extreme-Karten sowie für AirPort Extreme und AirPort Express-Basisstationen (vgl. "Updates für AirPort-Firmware beheben ernsthafte Fehler" in TidBITS-760_). WPA2 ist eine Weiterentwicklung - technisch gesehen ist es eine komplette Implementierung von IEEE 802.11i -, die nur mit AirPort Extreme-Karten funktioniert, die mit WPA2 Personal- oder WPA2 Enterprise-Netzen verbunden werden. AirPort-Karten können WPA2 aufgrund von Hardware-Beschränkungen nicht unterstützen; Dagegen war WPA rückwärts kompatibel mit frühen 802.11b-Karten wie der AirPort-Karte.
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-760.html#Artikel2>
Einige Unternehmen haben wegen der starken Verschlüsselung auf WPA2 gewartet, bevor sie ihre Funknetzwerke installieren. WPA2 hat auch einige Funktionen mehr als WPA, wie etwa schnelle Wiederanmeldung, mit der ein Laptop, der WPA2 Enterprise benutzt, bewegt werden kann, ohne dass es beim Übergang von einer Basisstation zur nächsten zu langen Verzögerungen kommt. (WPA2 Enterprise verwendet eine individuelle Anmeldung, die einen einmaligen Sitzungsschlüssel produziert.)
AirPort 4.2 enthält neue Versionen des AirPort Admin. Dienstprogramms und des AirPort Assistenten, sowie Firmware-Updates für AirPort Extreme- und AirPort Express-Basisstationen.
Dieses Update bringt Apple auf den gleichen Stand wie die anderen Hersteller. Interessanterweise ist Software-Basisstationen, die man mit dem "Netzwerk anlegen"-Befehl im AirPort-Statusmenü erzeugen kann, lediglich WEP (Wired Equivalent Privacy)-Verschlüsselung möglich. WEP ist kryptografisch unsicher; man kann nur hoffen, dass Apple irgendwann mindestens WPA für verebesserte Sicherheit in Ad Hoc-Netzen anbieten wird.
von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
Dieser Artikel ist nicht übersetzt worden. Den englischsprachigen Originalartikel finden Sie unter der folgenden Internet-Adresse:
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=08178>
von Geoff Duncan <geoff@tidbits.com>
Dieser Artikel ist nicht übersetzt worden. Den englischsprachigen Originalartikel finden Sie unter der folgenden Internet-Adresse:
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=08179>
von Geoff Duncan <geoff@tidbits.com>
[Übersetzung: Sven Kornmann <kornmann@arcor.de>]
Im Kreise des TidBITS-Personals bin ich so etwas wie ein Anachronismus: Mein Haupt-Mac ist ein vor sich hin alternder PowerMac G4 Quicksilver, den ich (billig!) Anfang 2002 gekauft habe. Die Maschine kam ursprünglich mit Dual 800 MHz-Prozessoren, und letztes Jahr installierte ich ein Sonnet Encore/ST G4 Duet Prozessorupgrade, das die CPUs auf 1,27 GHz bringt. (Siehe TidBITS-754_ für einen Testbericht.) Ich plane momentan nicht, den Rechner zu ersetzen, da ich regelmäßig eine professionelle Audio-Software einsetze, die nicht unter Classic läuft und es noch nicht zu Mac OS X geschafft hat.
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07884>
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-754.html#Artikel2>
Dennoch hat der QuickSilver seit dem ersten Tag ein Problem: er ist laut. Später stellte ich fest - und dankte meinen glücklichen Sternen! - dass er nicht mal annähernd so laut ist wie die MDD-G4s (die so genannten "Windtunnel"-G4s), die ihn in Apples Produktlinie ersetzt haben. Apple startete schließlich ein Austauschprogramm für die Netzteile der MDD-Modelle, um sie leiser zu machen, aber diese Geräte sind immer noch ein industrieweit führendes Beispiel für misstönende EDV. [Als Besitzer einer der eben erwähnten Power Macs kann ich mit einiger Sicherheit sagen, "Hä? Was war das?" - Adam] Jedenfalls wurden kein solcher geräuschdämmender Ersatz für mein System verfügbar gemacht, und ich zählte mich einfach die meiste Zeit glücklich, dass das Geräusch die meiste Zeit tolerierbar war.
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07230>
Eine Harley unter der Motorhaube -- Die Dinge änderten sich Mitte 2004, als der Quicksilver anfing, ein gelegentliches lautes, vibrierendes Summen zu produzieren. Ich gebe zu, beim ersten Mal trat ich leicht gegen die Maschine: ein fester Schlag schien das Geräusch verstummen zu lassen. Aber während der nächsten Wochen wurde das neue Geräusch stufenweise lauter und häufiger, und ich stellte fest, dass es während starker Prozessorlast oder an Tagen, an denen es im Büro besonders warm war, aufzutreten schien. Ich fand heraus, dass mein Mac eine Art Vibrationsproblem entwickelt hatte, wenn der ein oder andere Lüfter in hohe Drehzahlen wechselte, um Hitze abzubauen. Aber der Mac lebt unter dem Schreibtisch, weshalb das Einkreisen der Ursache bedeutete, unter dem Tisch herumzukriechen und den Rechner vermutlich über längere Zeit mit offenem Gehäuse laufen zu lassen: das würde meine Katzen erfreuen, aber im Allgemeinen keine gute Idee sein. So laut und nervig der neue Ton war, ich ließ die Dinge, wie sie waren.
Als ich letztes Jahr das Sonnet CPU-Upgrade testete, war ich einmal unter meinem Schreibtisch, als das laute, vibrierende Geräusch auftrat. Aha! Aus meinem niedrigeren Blickwinkel konnte ich leicht feststellen, dass das Geräusch nicht vom großen Netzteillüfter kam, wie ich befürchtet hatte, sondern von einem kleineren Lüfter (60 x 60 x 25 mm), der Luft direkt über den Prozessor-Kühlkörper schaufelt. (Sie können diesen Lüfter auf dem ersten Bild, das ich zur Dokumentation des Sonnet CPU-Upgrades geschossen habe, mit einer "1" markiert sehen.) Mein Geräuschmesser lag gerade auf dem Schreibtisch: aus etwa einen Meter Entfernung von meinem Computer maß der Geräuschpegel über 60 dB. Das ist so laut wie eine typische gesprochene Unterhaltung, und lauter als einige Waschmaschinen und Kühlschränke!
<http://www.tidbits.com/resources/754/duet-installation/>
<http://www.cdc.gov/niosh/01-104.html>
Ich habe mich mit dem Lüfter nicht beschäftigt, als ich das Sonnet CPU-Upgrade testete, da ich hoffte, dass das Entfernen und Wieder-Einbauen das Lärmproblem lösen würde. Jedenfalls merkte TidBITS-Leser J.J. Tiger auf, als ich sagte, der Lüfter blase Luft aus der Maschine heraus. Er behauptete, er müsste Luft in den Rechner hereinziehen, und zitierte Apple Servicedokumente, die ihn bestätigten. Noch ein Aha-Effekt: mein Lüfter hatte über zwei Jahre lang in die falsche Richtung geblasen! Ich machte die Maschine auf und änderte die Fließrichtung der Luft, indem ich den Lüfter in seinem Plastikgehäuse umdrehte - ohne etwas an der Verkabelung ändern zu müssen. Ich hoffte, das wäre das Ende meines Phantomlärms.
Leider, nein: nach ein paar Tagen hatte ich wieder das laute Summen. Ich beendete den Test des Sonnet CPU-Upgrades und nahm einen direkteren Ansatz mit dem Lüfter: ich löste einen Aufkleber mit den Hersteller- und Modelldaten ab (und bewahrte ihn auf!) und tat einen Tropfen Mineralöl auf die offene Spindel. Erfolg! Das Summen verschwand... für einen Monat. Diesmal war ich weniger mildtätig (und mehr in Eile): der Lüfter bekam einen Schuss WD-40. Erfolg... für ein paar Wochen. Während meine Frustration wuchs, offenbarten ein paar Google-Suchen, dass andere QuickSilver-Benutzer scheinbar ähnliche Geräuscherfahrungen hatten: keine ihrer Problemlösungen schien auf meine Situation zu passen, also bekam mein Lüfter weiterhin WD-40-Behandlungen, und gelegentlich nahm ich ihn ab, um seine inneren Teile zu reinigen. Ich versuchte auch, das Abdeckblech mit Schaumteilen zu dämmen und kleine Klammern zu verwenden, um den Lüfter sicherer am Blech zu fixieren - aber das Geräusch trat immer wieder auf. Ich musste der Tatsache ins Auge sehen: es war Zeit, den Lüfter zu ersetzen.
<http://www.xlr8yourmac.com/systems/quicksilver_CPU_fan_mod/quicksilver_cpu_fan_
noise.html>
<http://www.xlr8yourmac.com/systems/quicksilver_noise_2/quieting_quicksilver_
3.html>
<http://homepage.mac.com/cycline3/pc-to-mac/index-mac-mod.html>
Voll heißer Luft -- Plan A: Ich versuchte, neue oder überholte CPU-Kühlerlüfter für Power Mac G4s zu finden. Das am ehesten Passende, das ich online gefunden habe, wurde von We Love Macs angeboten, das einen Lüfter mit einem weißen Plastik-Abdeckblech anbietet, das sich sehr von meinem eigenen unterscheidet. Es wurden keine Abmessungen, Angaben über Strombedarf oder Teilenummern für den Lüfter selbst gelistet, also konnte ich nicht sofort feststellen, ob das mit meinem Mac funktionieren würde. Aber ich könnte einige technische Daten übersehen haben, denn ich war entsetzt über die Bepreisung: 75 US$! Yow!
<http://store.yahoo.com/lovemacs/9224357.html>
Also: Plan B. Ich entschied mich, einen Apple-Kunden ohne technisches Verständnis zu spielen und zu erkunden, was meinem Gefühl nach den schlimmsten Fall darstellen würde: das Teil durch Apple austauschen zu lassen. Obwohl mein Computer längst keine Garantie mehr hat - und ich hatte keinen AppleCare-Service dafür - rief ich drei lokale Apple-autorisierte Servicepartner wegen des Austauschs des Lüfters an. Die Techniker, mit denen ich sprach, waren alle fachkompetent und freundlich (und riefen sogar schnell zurück!), aber ihre vorgeschlagenen Lösungen waren im Wesentlichen gleich: 45 bis 80 US$ für den Lüfter selbst (sie konnten es mir nicht sicher sagen, bis ich den Rechner zu ihnen gebracht hätte), zuzüglich etwa 45 US$ für mindestens eine halbe Stunde Arbeitskosten, um den Lüfter zu installieren. Darüber hinaus müsste der Lüfter bei Apple bestellt werden, normalerweise ein Prozess von zwei bis vier Arbeitstagen, den sie nicht beginnen konnten, solange sie meinen Rechner nicht hatten. Obwohl ein Service-Center sagte, sie bräuchten meinen Rechner nicht, während sie auf das Teil warteten, würden die Kosten für den Austausch durch Apple zwischen 90 und 125 US$ (zuzüglich Mehrwertsteuer!) bedeuten, ebenso einen Verzicht auf meinen Rechner für wenigstens ein paar Tage.
Kühlere Köpfe setzen sich durch -- Immer noch etwas entsetzt ging ich zu Plan C über. Obwohl ich mich nie damit befasst hatte, wusste ich, dass Leute, die ihre PCs selbst zusammenbauen und aufrüsten, oft ihre Kühlsysteme separat von Netzteilen und Prozessorkarten kaufen und aufstocken. Natürlich fand ich eine riesige Anzahl an Websites, die sich auf diese Bastler ausgerichtet haben. Bewaffnet mit dem Aufkleber, den ich von meinem lauten Lüfter abgezogen hatte, suchte ich mehrere Online-Verkäufer nach derselben Marke und Teilenummer, die in meinem Mac verwendet wird, ab, außerdem CPU-Lüfter mit denselben Abmessungen und Leistungswerten.
Die Resultate waren schon viel zufrieden stellender: Die Preise für passende Lüfter bewegten sich zwischen 4 und 10 US$, je nach Größe und Hersteller, allerdings verlangten einige Händler Mindestabnahmemengen von 5, 8, 10 oder sogar 100 Einheiten. Dennoch führte keine der Seiten, die ich anfangs aufsuchte, exakt den Lüfter, den Apple in meinem G4 verwendet hat.
Ich war zuversichtlich, mit meiner Sammlung von Schrauben, Klemmen und Dämmmaterial einen neuen Lüfter in das vorhandene Abdeckblech installieren zu können, aber ich zog es vor, wenn möglich das Originalteil zu erwerben. Ich bin sicher im Austauschen vieler elektronischer Komponenten, aber ich bin kein Ingenieur und nicht sicher, dass ich erfolgreich Austauschkomponenten auswählen kann, wenn ich darüber kein spezifisches Wissen habe. (Magnetische Gitarren-Tonabnehmer: ja; Kühlerlüfter: nicht so sehr.) Das letzte, was ich brauchen konnte, war eine unpassende Verkabelung oder nicht kompatible Leistungsdaten, die die Installation verhindern oder weitere Probleme verursachen würden - besonders, da ich dieses Gerät so lang wie möglich nutzen muss. Also zog ich meine letzte Trumpfkarte und kontaktierte Bobby Orozco, der eine flüchtige Bekanntschaft draußen von der olympischen Halbinsel ist, ein Marine und begeisterter Amateurfunker. (Diese Leute sind oft Elektronik-Experten.) Bobby empfahl Allied Electronics, die seit 1928 im Geschäft sind und eine verwirrende Vielfalt an Teilen, Komponenten und Werkzeugen anbieten. Und verflixt, als wenn ich mich mit Allied nicht auskennen würde! Ich habe schon seit Jahren nichts mehr bei ihnen bestellt (kann sein, dass sie damals noch nicht mal eine Website gehabt haben), aber ich warte meine Halbleiter-Instrumentenverstärker mit Komponenten, die ich ursprünglich in ihrem Katalog bestellt habe. Und gewiss: Allied hatte genau meinen Lüfter für 5,22 US$. Ich bestellte zwei: einen zur Installation und einen für den Fall, dass ich es versaute.
<http://www.alliedelec.com>
<http://www.alliedelec.com/cart/ProductDetail.asp?SKU=997-0037&SEARCH=KDE1206PTV1&ID=&DESC=KDE1206PTV1+MS>
Ein Atemzug frischer Luft -- Die Lüfter kamen wie von Allied versprochen ohne angebrachte Anschlüsse. Das ist ein absolut nachvollziehbarer Weg, allgemeine Komponenten zu verkaufen (schließlich wissen die von Allied nicht, wie ich den Lüfter verwende oder was für einen Anschluss ich benötigen könnte!), aber es könnte es zu einer kleinen Herausforderung werden lassen, den Lüfter über die Anschlüsse auf der Hauptplatine des Macs zu speisen. Zum Glück hatte ich schon passende Aufsteckschuhe, die eigentlich für mein Musik-Equipment gedacht waren; sie kosten bei Radio Shack etwa 1,50 US$. Vier Klemmen mit einer Spitzzange, und ich war bereit, den Lüfter zu installieren. Aber auch Nutzer, die nicht über die nötigen Teile verfügen, könnten einfach den Stecker des Original-Lüfters mit den Kontakten des neuen Lüfters verbinden. Den neuen Lüfter einzubauen war ein Kinderspiel: schließlich hatte ich den alten schon ein halbes Dutzend mal zum Reinigen und Ölen abmontiert.
Ich freue mich, berichten zu können, dass das Ergebnis jeden Penny wert ist. Der Quicksilver G4 war beim ersten Start mit dem neuen Lüfter wesentlich leiser, und nach sechs Wochen warte ich immer noch auf das unausstehliche vibrierende Summen, also sollte diese Saga endlich ein Ende haben! Ich würde liebend gerne meinen Geräuschmesser einsetzen, um berichten zu können, wie laut der Rechner jetzt ist, aber er gibt genaue Werte nur bis mindestens 50 dB aus: unter meinem Schreibtisch aus einem Meter Entfernung macht der Mac nicht genug Lärm, um eine genaue Messung zu ermöglichen. Es ist immer noch kein stilles System, aber sein Geräuschpegel hat sich stark verbessert.
Das Fazit ist, dass es eine verlorene Schlacht sein kann, einen alternden Mac am Leben zu erhalten, und manchmal ist es nicht kosteneffizient - besonders wenn man durch Apple-zertifizierte Kanäle geht! - manchmal können einfache Reparaturen mit ein paar Dollars und etwas technischem Verständnis diesen Maschinen zu einem neuen Lebensabschnitt verhelfen.
vom TidBITS-Team <editors@tidbits.com><
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]
Der zweite Link unter jeder Absatz-Beschreibung führt zur Diskussion auf unserem schnelleren Web Crossing-Server.
Roomba: ein Roboter am Boden -- Tonyas Artikel über den Staubsaugerroboter Roomba hat zu vielen Rückmeldfungen von Lesern geführt, die selber einen Roomba besitzen oder Fragen dazu haben. ("Roomba: a Robot Underfoot" - 9 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2648>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/500/>
Squeezebox -- Ein Leser verwendet mehrere Squeezeboxes (die Komponente zum Streamen von Musik von der Firma Slim Devices) um ein Pluto-Heimaudiosystem aufzubauen. ("Squeezebox" - 3 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2649>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/86/>
'Böse' Widgets in Dashboard -- Leser diskutieren die potentiellen Sicherheitsrisiken in Dashboard und wie Mac OS X 10.4.2 diesem Problem zu Leibe rückt (oder, wie andere Leser meinen, es ignoriert). ("'Evil' Widgets in Dashboard" - 11 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2593>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/448/>
Übersetzung dieser Ausgabe: Lars Buchholz <lars.buchholz@t-online.de>, Klaus Werner Wirtz <pleins@gmail.com>, Sven Kornmann <kornmann@arcor.de> und Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Lektorat: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Koordination dieser Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Copyright der deutschen Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
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