
Jeff Carlson hat zwar seine Collegezeit schon eine Weile hinter sich, aber Ende August kam er doch ins Grübeln: Für welche Mac-Hardware sollten sich Schüler und Studenten entscheiden? Derweil probiert Adam Indy aus, ein innovatives Programm, das ihn mit neuer Musik vertraut macht, die ihm gefällt. Ebenfalls in dieser Ausgabe entdeckt Matt Neuburg ein paar wünschenswerte Funktionen im neuen DEVONthink Pro, und wir werfen einen Blick auf das Security-Update 2005-007 v1.1, das einen Bug im 64-Bit-Handling behebt, den das vorangegangene Security-Update verursacht hatte. Zudem kommentieren wir den Start von Apples neuem Rev-1 iMac-Reparaturprogramm.
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[Übersetzung: Roland Müller <mail@duesenschrieb.de>]
Security-Update 2005-007 v1.1 funktioniert mit 64-Bit Programmen -- Apple hat Version 1.1 seines Security-Updates 2005-007 für Tiger-Anwender veröffentlicht. Die einzige Veränderung gegenüber der Vorversion liegt in der nun kombinierten 32- und 64-Bit-Version des Betriebssystembestandteils LibSystem. Die erste Fassung des Security-Updates 2005-007 hatte die 64-Bit-Version weggelassen, was 64-Bit-basierte Programme wie Mathematica auf Rechnern mit G5-Prozessoren abstürzen ließ.
<http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=302163>
Der 64-Bit-Zusatz im Security-Update 2005-007 betrifft nur die Client- und Server-Versionen von Mac OS X 10.4.2 Tiger. Wer Mac OS X 10.3.9 Panther verwendet, muss keinen Gedanken an den Download der neuen Version verschwenden. Apple empfiehlt, dass alle Tiger-Anwender die neue Version installieren - auch wenn, zumindest theoretisch, Anwender, die mit der Vorversion auf G4-basierten Rechnern arbeiten, nichts davon haben. Außer vielleicht, um dadurch die nervige Update-Erinnerung durch die Software-Aktualisierung zu unterbinden. Die Größe des Updates ist gegenüber der Vorversion unverändert: rund 18,5 MByte für die Client-Version, 20,6 MByte für die Server-Version. [GD]
<http://www.apple.com/support/downloads/securityupdate2005007v11macosx1042client.html>
<http://www.apple.com/support/downloads/securityupdate2005007v11macosx1042server.html>
Apple legt Rev-1 iMac-Reparaturprogramm auf -- Vier Monate nachdem mein iMac G5 "in Flammen" aufgegangen ist (siehe TidBITS-777_), ähnlich wie die iMacs einer unbekannten Zahl weiterer Mac-User, hat Apple das Problem endlich öffentlich zugegeben. Zugleich wurde ein offizielles Reparaturprogramm für G5-iMacs der Rev-1-Generation aufgelegt. Laut Apple werden als zu einer kostenlosen Reparatur berechtigende Symptome gestörte, verzerrte oder fehlende Bilddarstellung (meines Wissens ausgelöst von durchgebrannten Kondensatoren auf der Platine) oder der Ausfall der Stromversorgung akzeptiert (mein Problem - Rauchentwicklung und Gestank aus dem iMac - ist auf Apples Seite nicht aufgelistet). Apple listet die Seriennummern der betroffenen Maschinen auf. Darunter fallen alle Revision-1 17- und 20-Zoll G5-iMacs. Die schnelleren Maschinen der Revision-2, die ab Mai 2005 auf den Markt kamen, sind offenbar nicht betroffen.
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-777.html#Artikel4>
<http://www.apple.com/support/imac/repairextensionprogram/>
Die gute Nachricht ist, dass Apple betroffene Rechner kostenlos repariert, selbst dann, wenn die Garantie bereits abgelaufen ist. Das Programm ist ab Kaufdatum auf zwei Jahre angelegt. Apple kann diesen Zeitraum optional verlängern. Die schlechte Nachricht ist, dass zum Nachweis der Reparaturnotwendigkeit der Rechner von einem Apple-Repräsentanten oder Service-Dienstleister in Augenschein genommen werden muss. Es wird interessant sein, zu beobachten, ob dadurch Reparaturen wie die meine, wo Apple einfach die benötigten Teile an mich versandt hat, wegfallen. [MAN]
von Matt Neuburg <matt@tidbits.com>
[Übersetzung: Klaus Werner Wirtz <pleins@gmail.com>]
DEVONthink ist ein Zettelkasten-Programm, wobei ein "Zettel" alles sein kann: von einigen Worten Text bis zu einer Web-Seite, einem Word-Dokument, einer PDF-Datei oder Daten in einem anderen Format. In der Datenbank von DEVONthink können Dokumente hierarchisch angeordnet und mit Hyperlinks untereinander verbunden werden. DEVONthink kann auf jede Datei auf der Festplatte verweisen, aber seine eigentliche Stärke kommt zum Vorschein, wenn es die Datei durchsuchen und indizieren kann, damit der Inhalt gesucht, katalogisiert und mit Querverweisen verbunden werden kann.
Als ich DEVONthink in TidBITS-720_ besprochen habe, habe ich seine Oberfläche und die Suchfunktion gelobt, aber auch auf einen Mangel der Architektur hingewiesen: es kann nur eine Datenbank geben. Ich habe damals vermutet, dass mich dies im Endeffekt daran hindern würde, das Programm zu benutzen, und das stimmte auch. Nun, mit der lange erwarteten Freigabe von DEVONthink Professional 1.0, ist diese Beschränkung endlich aufgehoben.
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-720.html#Artikel2>
<http://devon-technologies.com/products/devonthink/overview.php>
In DEVONthink Professional wird eine Datenbank wie eine Art Dokument behandelt. Zu einer Zeit kann nur eine Datenbank offen sein, aber das betrachte ich nicht als hinderlich. Mit verschiedenen Datenbanken für unterschiedliche Datensammlungen kann ich nun DEVONthink ernsthaft benutzen.
Die andere wichtige Neuheit in DEVONthink Professional ist die Unterstützung von AppleScript. Frühere Versionen waren ein bisschen skriptfähig, aber DEVONthink Professional bringt die Skriptfähigkeit viel weiter - und zeigt das auch ganz offen. Das Programm hat ein Scripts-Menü und enthält viele Beispielskripte, die man direkt benutzen kann, um DEVONthink mit anderen Programmen zusammenarbeiten zu lassen - z.B. zum Holen aller Links von der aktuellen Webseite in Safari oder zum Importieren ausgewählter E-Mails. Mehr noch, ein Skript kann an eine Datei oder an einen Ordner in der Datenbank angehängt werden, damit das Skript ausgeführt wird, wenn das Objekt geöffnet wird. Im Fall eines Ordners kann man mit dieser Funktion beispielsweise "schlaue" Ordner erzeugen, die sich automatisch selbst füllen, sobald sie geöffnet werden. DEVONthink enthält auch einige Automator-Aktionen und beispielhafte Automator-Arbeitsabläufe.
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-778.html#Artikel5>
Eine weitere Neuheit ist die Funktion zum Herunterladen von Web-Seiten, die über Hyperlinks mit einer Ausgangsseite verbunden sind. Das ist eine sehr gute Idee, die ich gern ausprobieren wollte, aber ich fand es nahezu unmöglich, die Einstellungen so vorzunehmen, dass ich die gewünschten Ergebnisse erhielt. (Die Entwickler von DEVONthink könnten sich gut mal das Programm SiteSucker ansehen.)
Neu ist auch, dass man Seiten erstellen kann, die wie eine einfache Datenbanktabelle mit Spalten als Feldern und Zeilen als Sätzen aussehen. Diese Seiten heißen unverständlicherweise "Sheets"; sie können keinen formatierten Text aufnehmen, was ihre Nützlichkeit einschränkt.
Schließlich sollte man eine Funktion erwähnen, deren Fehlen auffällt: komplexe boolesche Suchen sind immer noch nicht implementiert - nach Jahren der Benutzerbeschwerden und der Entwicklerversprechen.
DEVONthink Professional kommt dem viel näher, was DEVONthink schon immer hätte sein sollen. Ob das das Etikett "Professional" und den Preis von 75 US$ rechtfertigt, wird der Markt zeigen. Bis dahin sollten Sie das Programm unbedingt selbst testen; die Demoversion läuft nach 150 Stunden Nutzung ab und ist sonst nicht eingeschränkt. Mac OS X 10.3.9 Panther ist die minimal erforderliche Betriebssystemversion, aber angesichts der vielen neuen Techniken wäre es schade, DEVONthink unter etwas anderem als Tiger laufen zu lassen.
<http://www.devon-technologies.com/download/commercial.php>
von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]
Vor einigen Jahren hat sich der Schriftsteller Stephen King in Bangor im US-Bundesstaat Maine eine eigene Radiostation gekauft, damit er sicher sein konnte, dass wenn er den Radio einschaltet, er immer seine Lieblingsmusik hören würde. Dank eines brillanten kleinen Programms namens Indy von der Firma Change.TV muss ich nicht zuerst darauf warten, ein Multimillionär zu werden, um meine eigene Radiostation besitzen zu können.
<http://www.zoneradio.com/wkit/>
Radio mit Rückkanal -- An seiner Oberfläche ist Indy unglaublich einfach. Es zeigt ein kleines Fenster mit den wichtigsten Funktionen: Wiedergabe/Pause, Vor/Zurück, Lautstärke und fünf Sterne für die Bewertung von Songs. Ebenfalls angezeigt werden der Name des Künstlers, der Name des Songs und die verstrichene und verbleibende Zeit für jedes Stück. Zum Starten klicken Sie einfach auf Wiedergabe und Indy beginnt einen Song herunterzuladen und abzuspielen. Sobald Sie sich eine Meinung zu diesem Stück gemacht haben, können Sie eine Bewertung mit bis zu fünf Sternen vornehmen. Wenn Sie einem Stück nur einen oder zwei Sterne geben, springt Indy automatisch zum nächsten Song; ab drei Sternen spielt Indy das Stück bis zum Ende fertig. Wenn Sie einen Song bis zum Schluss nicht bewertet haben, wartet Indy zuerst auf Ihre Bewertung, bevor das nächste Stück gespielt wird. Sie können den Song falls nötig ein zweites Mal abspielen und auch vorherige Songs mit dem Zurück-Knopf noch einmal anhören. Obwohl es ein bisschen mühsam sein kann, jedes Stück bewerten zu müssen, liegt genau darin der Hauptaspekt von Indy, ansonsten könnte man einfach nur faul sein und gar nichts bewerten.
Hinter den Kulissen lädt Indy jedes Stück als MP3-Datei herunter, speichert es im Verzeichnis ~/Musik/Indy ab und spielt es dann ab; es wird also nicht direkt beim Herunterladen abgespielt (Streaming). Am Anfang werden die Dateien in einem Verzeichnis namens "Unrated" abgelegt, sobald Sie die Stücke bewertet haben, werden sie in einen Ordner mit dem entsprechenden Namen kopiert. Sie können festlegen, wieviel Speicherplatz Indy für jede Kategorie zur Verfügung haben soll, von Null bis unbegrenzt mit Zwischenschritten von 50 MByte, 100 MByte, 500 MByte und 1 GByte.
Wenn Sie Stücke bewerten, nutzt Indy die "Collaborative Filtering Engine (CoFE)" von der "Intelligent Information Systems Group" der Universität von Oregon um Ihre Bewertung mit derjenigen von 20'000 anderen Indy-Anwendern zu vergleichen. Das Ziel besteht natürlich darin, Sie mit der Zeit mit immer mehr Musik zu versorgen, die Sie auch gerne hören. In der relativ kurzen Zeit in der ich das Programm ausprobiert habe, habe ich eine deutliche Verbesserung in der Auswahl festgestellt und musste kaum mehr ein Stück mit einem oder zwei Sternen bewerten und fand stattdessen vermehrt Songs mit drei, vier oder sogar fünf Sternen vor.
<http://eecs.oregonstate.edu/iis/CoFE/>
Als kleine Hilfe bietet Indy einige gute Vorschläge für die Bewertung, vorallem im unteren Bereich:
Ein Klick auf den Namen des Musikers oder des Stücks lädt die entsprechende Website im Browser. Ich habe das einige Male bei den Songs getan, die mir am besten gefallen haben, das Problem dabei ist aber, dass der Link nur solange aktiv ist, wie der entsprechende Song gespielt wird. Ansonsten wird die Information für einige Zeit im Indy-Verzeichnis in einer Datei namens playlist.dat gespeichert und findet sich zusätzlich auch noch in der Logdatei der Konsole. Aber keine dieser beiden Möglichkeiten ist besonders komfortabel und Spotlight bietet keine Suche in diesen Dateien an. Idealerweise sollte Indy diese Informationen automatisch den ID3-Tags der MP3-Dateien hinzufügen, aber die Metadaten der meisten Songs sind ausgesprochen dürftig und es fehlen ihnen schon die grundlegendsten Angaben. Das ist nicht der Fehler von Indy, da alle Songs von den Musikern selber bereitgestellt werden (oder zumindest mit dem Einverständnis des Rechteinhabers) und es wäre deshalb die Aufgabe der Künstler, die ID3-Tags mit der URL der Website zu versehen.
Musik-Entdeckungsdienst -- Der Vergleich mit Stephen Kings Radiostation ist aus zwei Gründen nicht ganz fair. Erstens spielt Indy bewertete Songs niemals zweimal ab. Wenn Sie ein Stück besonders gut mögen, müssen Sie es selber in Ihre Musiksammlung in iTunes aufnehmen (es wäre natürlich hilfreich, wenn Indy diese Aufgabe automatisch übernehmen könnte). Zweitens werden Ihnen vermutlich die meisten, wenn nicht sogar alle Künstler völlig unbekannt sein, es sei denn, Sie kennten sich in der unabhängigen Musikszene besonders gut aus (ich kann da leider nicht mithalten). Deshalb ist Indy eher ein Dienst zum Entdecken neuer Musik als eine Radiostation, zumindest ist es keine Radiostation die allseits bekannte Hits spielt. Ich muss aber zugeben, dass Indy mit der Zeit meinen Musikgeschmack immer besser und besser getroffen hat und deshalb zu einem ganz passablen Musiksender geworden ist. Wenn ich Musik hören will, die ich bereits kenne, starte ich einfach iTunes.
Besonders gefallen hat mir an Indy, dass es nicht versucht, eine zentralisierte Datenbank von Songs aufzubauen oder den Wegelagerern der kommerziellen Musikindustrie ins offene Messer zu laufen. Alle Musik wird von den Urhebern oder den Inhabern der Rechte bereitgestellt und die Songs werden direkt von deren Websites heruntergeladen. Anders gesagt bietet Indy eine völlig legale Plattform zum Entdecken von Musik im gesamten Internet. Indy kennt zurzeit ungefähr 10'000 Stücke und das wird Sie wohl für eine Weile beschäftigen.
Wenn Sie selber Musiker sind, empfehle ich Ihnen, ebenfalls einige Stücke über Indy bereitzustellen und damit zusätzliche Hörer zu erreichen. Stellen Sie sicher, dass Sie die Adresse Ihrer Website in den ID3-Tags einfügen! Eine kleine Warnung: obwohl Indy nicht zu einem Massenansturm wie bei Slashdot führen wird, könnten die zusätzlichen Downloads zu einer höheren Rechnung Ihres Internet-Providers führen.
Obwohl Indy zurzeit nur Musik verteilt, könnte es ebensogut dazu dienen, andere Medienformen zu unterstützen, etwa Fotos, Video etc. und im FAQ von Indy werden solche Erweiterungen für die Zukunft auch angekündigt. Zurzeit bin ich aber ganz glücklich mit der Musik, die mir Indy herunterlädt und wenn Sie sich ebenfalls einem frischen Musikgenuss aussetzen möchten, sollten Sie Indy einmal ausprobieren. Es funktioniert in Mac OS X 10.3 und höher sowie mit Windows und Linux. Das Programm ist nur 466 KByte gross.
von Jeff Carlson <jeffc@tidbits.com>
[Übersetzung: Walter Sonnenberg und Rita Mühlfarth
<w.sonnenberg@gmail.com>]
Da sich nun der August ins Land windet, sehen (hier in den USA) Schüler und Eltern das nächste Schuljahr näher kommen. Auch wenn ich derzeit nicht mit der Schule zu tun habe, erinnere ich mich an diese Zeit wegen Stress mit neuen Schulbüchern, dem Übergang zum Herbst und verschiedenen Gängen über den Schulhof, um die neuen Räume kennenzulernen. Ich beneide heutige Schüler um die neuen Technologien, die ihnen zur Verfügung stehen. Ich kam zur Schule in den Zeiten des Commodore 64 in seinen vier schweren Kartons und die neueste Technologie brachte uns neue Telefonapparate in jedem Raum - vorher gab es Telefonzellen auf den Fluren, an denen man sich anstellen musste. Wenn ich im September ins College käme, würde ich folgende Sachen mitbringen: (Ich weiß, dass viele TidBITS-Leser schon wissen, was jetzt kommt - aber man sollte sich richtig in die Situation hineinversetzen). (Wer diessen Text übers Internet liest, fühlt sich vielleicht versucht, diesen Text per E-Mail an einen Bekannten zu schicken, Leser der Textversion finden folgende URL:
<http://db.tidbits.com/article-via-email.lasso?id=08216>
Laptop oder Desktop -- Wenn es um Computer geht, ist das Schülerleben auf kleine Augenblicke beschränkt: Mac minis sind dabei attraktiv, besonders wenn's ums Geldsäckel geht. Aber dieses Gerät erfordert zusätzlich eine Tastatur, eine Maus und einen Bildschirm (der alte tuts vielleicht noch). Alle diese Geräte brauchen ihren Platz und es ist ärgerlich, sie am Anfang oder Ende einer Pause mitschleppen zu müssen. Vergleichsweise ist das bei einem Laptop einfacher, der diese Elemente in eine Packung integriert. Besser noch, ist der Laptop selbst portabel, so dasss man oben auf einem Stapel von Ausdrucken in einem Schlafzimmer immer noch damit arbeiten kann, auch in der Bibliothek oder im Cafe ist das Gerät einsatzbereit. In meinem letzten College-Jahr packte ich noch einen großen Classic II-Rechner in eine Einkaufstüte, die ich über die Schulter warf, und radelte damit zum Campus, in meine Zeitungsredaktion oder ins Studierzimmer. Wenn ich meinte das Schlafzimmer räumen zu müssen - ein Laptop wäre in diesen Situationen erheblich einfacher gewesen. Bis heute nutze ich einen Laptop als Hauptrechner, weil ich an vielen unterschiedlichen Orten arbeiten muß (ich kenne Leute, die sagen, mein heutiges Leben wäre die logische Fortsetzung meiner Studentenzeit - bei mir sogar mit den gelegentlichen Nachteinsätzen, um irgendwelche Projekte abzuschliessen).
Ich setze derzeit ein 15"-Powerbook G4 ein, Schule oder Universität würde ich sicherlich mit einem iBook G4 besuchen - es ist robuster, billiger (es entspricht einem studentischen Lebensetat besser) und bietet genügend Prozessor- und Grafikleistung für alle Ansprüche. Weil ich dieses Gerät praktisch den ganzen Tag mit mir herumtrage, ist das kleinere 12"-Exemplar am besten geeignet (und kostet 950 US$). Allerdings ist im Bundle des 14"-Gerätes (für 1200 US$) ein DVD-Brenner (SuperDrive) enthalten - anstelle des Combo-Laufwerks beim billigeren Modell (Bei beiden Gerät lässt sich optional mehr RAM installieren, bis 1,5 GB - und die Festplatte kann bis 100 GB groß aufgerüstet werden). Wenn Sie auf das 12"-Modell fixiert sind, ein SuperDrive wünschen und den Rechner lieber schneller hätten, können Sie für 450 US$ mehr eine solche Konfiguration erwerben. (Alle Preise habe ich Apples Internetseite entnommen, es mag Bildungseinrichtungen geben, an denen bessere Angebote zu bekommen sind). Gute Tipps zum Kauf eines Macs bietet Adams E-Buch "Take Control of Buying a Mac".
<http://www.apple.com/powerbook/>
<http://www.apple.com/ibook/>
<http://www.apple.com/education/store/>
<http://www.takecontrolbooks.com/buying-mac.html>
Gottseidank sind alle Laptops von Apple heute mit Airport Extreme und Bluetooth 2.0 ausgerüstet, um in ein WLAN eingebunden werden zu können, so dass Wi-Fi-Netze wie sie am Campus und in Cafés vorhanden sind, genutzt werden können. (Gibt es bessere Aufenthaltsorte als die im Netzwerk erreichbaren Cafés?).
Ich habe nicht einmal einen zweiten Akku angeschafft, weil Steckdosen mittlerweile überall vorhanden sind, aber es ist keine schlechte Idee, eine Steckdosenleiste mitzunehmen, damit die Steckdose mit anderen Studenten teilen könnte. Auch ein Stahlseil lohnt sich, um den Laptop am Tisch festzumachen, wenn es nicht gebraucht wird. Eine Diebstahlversicherung lohnt sich wenigstens in Erwägung zu ziehen.
<http://www.kensington.com/html/1434.html>
Um ein Laptop mitzunehmen sollte man eine gute Laptop-Tasche dabeihaben (siehe den Artikel "Der Kauf einer Laptop-Tasche" in TidBITS-725_). Ich nehme zwar lieber eine normale College-Mappe - aber um Bücher mitzunehmen, ist ein Rucksack erheblich besser. In jedem Fall sollte ein Laptop ein gepolstertes zuhause vorfinden.
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-725.html#Artikel2>
Jedenfalls stimme ich mit den meisten TidBITS-Mitarbeitern überein, dass sich die Garantieerweiterung mit AppleCare (185 US$ für iBooks und 240 US$ für ein PowerBook) lohnt - nachlässig darf man trotzdem nicht mit seinem Rechner umgehen.
<http://www.apple.com/support/products/>
Man sollte in einer Schule niemals ohne externe Festplatte oder wenigstens einem guten Vorrat an CDs oder DVDs für Backup-Zwecke antreten. Ihre Daten sind zu wertvoll, um ohne Backups zu arbeiten. Ich kenne viele Fälle und Horrorgeschichten über verlorene Daten und Extraarbeiten zum Ersetzen verlorener Daten wie Examen oder Studienarbeiten. Lesenswert ist Joe Kissells "Take Control of Mac OS X Backups."
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-495.html#Anker4>
<http://www.takecontrolbooks.com/backup-macosx.html>
iPod -- Ich vermute, dass die meisten Studenten einen iPod für ihre Musik möchten (wenn sie nicht bereits einen besitzen). Ich habe bei den Hausaufgaben ständig Musik gehört und die Tragbarkeit eines iPods ist einfach unschlagbar. Es bedeutet auch, dass man nicht Unmengen von CDs einpacken muss.
Aber konzentrieren wir uns auf das Thema Ausbildung - Ich würde für den iPod auch ein Mikrofon beschaffen, z.B. das iTalk von Griffin Technologie (40 US$), weil ich meine Notizen ungern auf Papier mache, so dass ein iPod zum Mitschneiden von Vorlesungen wertvolles Material für die Bearbeitung ergibt.
<http://www.griffintechnology.com/products/italk/>
Natürlich ergibt die Kombination von iTunes mit Kopfhörern eine kostengünstige Option für Sparsame und Studenten, die ihren Mac überall dabei haben. Das Sharing unter iTunes macht es möglich - wie auf dem Campus oft zu beobachten - anderen die eigene Musik hörbar zu machen, ohne dass sie kopiert wird.
Lautsprecher -- Anders als zu meinen Studienzeiten wird heute die Verstärkung gehandhabt. Ich besaß ein bücherbordgroßes Stereoradio, um Musik abzuspielen - heute braucht man nur noch relativ kleine Lautsprecher, wie etwa die Harmann/Kardon Soundsticks II (zu 170 US$), die ich im Büro habe - die Creature II-Boxen vom selben Hersteller zu 100 US$ vertrieben, erfüllen den gleichen Zweck zum Beispiel im Schlafzimmer - beide Ausrüstungen sind am Audioausgang ihres Mac zum Abspielen von DVDs für die Partynacht voll geeignet.
<http://www.harmanmultimedia.com/>
[Übersetzung: Sven Kornmann <kornmann@arcor.de>]
Wenn ein iPod das Zentrum Ihres Musik-Universums ist, sind Dock-Lautsprecher wie das Bose SoundDock (300 US$) oder InMotion3 von Altec Lansing (180 US$) zwar kostspieligere, aber portablere Optionen. Ich habe keine von diesen verwendet, deshalb weiß ich nicht, welche Klangqualität diese bieten, aber es könnte für ein kleines Zimmer wie einen Schlafraum ausreichend sein. (Das Playlist-Magazin hat eine gute Sammlung an Testberichten über diese Art Lautsprecher.) Bedenken Sie auch, dass ein iPod, der an Lautsprecher angeschlossen ist, auch ein feiner Wecker ist, und glauben Sie mir, Sie werden so einen brauchen.
<http://www.bose.com/>
<http://www.alteclansing.com/product_details.asp?pID=IM3>
<http://playlistmag.com/products/speakers.php>
iSight -- Sie versuchen, ein tapferes Gesicht aufzusetzen und Haltung zu bewahren, aber Eltern vermissen ihre Kinder, wenn die Brut im fernen College ist. Um in Kontakt zu bleiben, ohne Gebühren für Ferngespräche zu bezahlen, rüsten Sie beide Seiten mit iSight-Kameras aus und verwenden Sie iChat, um Audio- oder Videochats zu führen. Eine iSight erlaubt es Erstsemestern auch, mit High School-Freunden in Kontakt zu bleiben, denen man versprochen hat, ihnen immer zu schreiben und Kontakt zu halten, die sich aber normalerweise entfernen. Die fetten verfügbaren Bandbreiten an den meisten Colleges und Universitäten lassen Videokonferenzen zu einer Freude werden, solange die Leute eine ausreichende Breitbandverbindung zu Hause haben.
<http://www.apple.com/isight/>
Natürlich müssen Sie keine iSight-Kamera haben, um Audio und Video zu nutzen - ich mag sie einfach wegen ihres Designs, ihrer kleinen Maße und einfachen Bedienbarkeit. Ein iBook oder PowerBook besitzt ein eingebautes Mikrofon, das Sie für Sprach-Chats verwenden können, und ein Camcorder mit FireWire-Anschluss (wenn Sie einen haben) funktioniert auch. Ich hoffe, der Tag wird kommen, an dem Digicams, die meistens mit einem Video-Feature ausgestattet zu sein scheinen, eingesteckt und als Video-Chat-Quelle verwendet werden können.
Wenn Sie kein Interesse an Video oder Audio haben, ist einfacher Text eine großartige Möglichkeit der Kommunikation; meistens melde ich mich auf diese Weise bei meiner Mutter, die in Kalifornien lebt. Wo Sie sich sonst extra Zeit nehmen mussten, um zu telefonieren, können Sie jetzt einfach iChat aufrufen (oder Microsoft Messenger, um mit Eltern zu kommunizieren, die Windows und das MSN Instant Messaging-Netzwerk verwenden), Ihre Leute abfertigen und dann zum Unterricht gehen.
Drucker -- Ich habe gehört, dass manche Professoren Studienarbeiten per E-Mail akzeptieren, aber die meisten scheinen kaltes, hartes Papier haben zu wollen, um sie mit ihren boshaften roten Stiften zu markieren. Es gibt ohne Zweifel viele Orte, an denen man etwas gedruckt bekommt (Computerzentrum des Campus, Bücherei, Kinko's um die Ecke [Amerikanische Copy Shop-Kette -- SK] etc.), aber Sie werden dem Zeitplan oder Druckpreisen pro Seite ausgeliefert sein. Stattdessen kaufen Sie den billigsten Tintenstrahldrucker, den Sie finden können. Wenn ein Projekt fällig ist und Sie nicht viel Zeit haben, ist es viel besser, wenn Sie Ihre eigenen Ausdrucke machen können, anstatt sich darauf verlassen zu müssen, dass es jemand anderes für Sie tut. Suchen Sie bei Dealmac nach Sonderangeboten; Sie finden leicht einen anständigen Drucker für unter 100 US$.
<http://dealmac.com/categories/Computer/Peripherals/Printers/83.html>
Stellen Sie sicher, dass Sie ausreichend Papier und auch eine Reservepatrone vorrätig haben - es ist ärgerlich, wenn Ihnen das ausgeht, während Sie eine drängenden Termin haben, und glauben Sie mir, es wird genau dann passieren.
Telefon und/oder Handheld-Organizer -- Heutzutage einen College-Studenten ohne Mobiltelefon zu finden, ist fast unmöglich. Ich werde nicht anfangen und die verschiedenen Modelle und Optionen aufzuzählen, da sich die Telefone oft ändern und von verschiedenen Mobilfunkbetreibern angeboten werden. (Testen Sie im College, welche Anbieter den besten Empfang auf dem Campusgelände haben.) Aber ich kann ein paar Richtlinien vorschlagen.
Für mich könnte immer noch nichts unwichtiger sein als eine Digitalkamera in meinem Telefon (obwohl die Bildqualität im Laufe der Zeit immer besser wird), aber ich habe den Punkt erreicht, an dem Bluetooth notwendig ist. Ich hoffe, dass ich nie wieder einen Namen und Telefonnummer über die Tastatur eines Telefons eingeben muss. Mit einem Bluetooth-fähigen iBook oder PowerBook können Sie iSync benutzen, um Ihre Adressbuch-Kontakte zu synchronisieren. (Wenn Sie mehr Telefonnummern haben, als in Ihren Telefonspeicher passt, legen Sie im Adressbuch eine neue Gruppe, die Sie "Mobiltelefon" und stellen Sie dann in iSync ein, dass nur diese Gruppe synchronisiert wird.)
Viele aus der aktuellen Menge an Telefonen verfügen über rudimentäre Kalender-Funktionen, aber wenn Ihr Terminplan Sie herausfordert, ziehen Sie einen Palm Treo 650 in Betracht. Palm listet den Treo 650 mit einen Preis "ab 300 US$", was von dem Mobilfunkanbieter abhängig ist, den Sie auswählen; mit Vertragsbindung bekommt man es ab 250 US$, aber wenn Sie schon einen Vertrag haben und nur das Telefon wollen, kann der Preis auch über 600 US$ nur für den Treo betragen. Sie können bessere Angebote für den älteren Treo 600 finden, aber der hat kein Bluetooth.
<http://www.palm.com/us/products/smartphones/treo650/>
<http://www.palm.com/us/products/smartphones/treo600/>
Wenn Sie es vorziehen, Ihren Kalender separat von Ihrem Telefon zu halten, möchten Sie vielleicht einen separaten Palm-Handheld. Obwohl ich von mehreren Leuten hören, die ihren Handheld überhaupt nicht mehr nutzen, denke ich, dass das College eine ideale Umgebung für elektronische Organizer ist. Mit so vielen Stundenplänen, Lerneinheiten und zu erledigenden Dingen, macht es Sinn, all diese Informationen verwaltbar in einem Handheld-Gerät zu haben.
Aus der aktuellen Linie der Palm OS Handhelds, mag ich den Tungsten E2 für 250 US$: er ist dünn und leicht und hat einen hellen Farbbildschirm, und verfügt über Bluetooth für leichte Synchronisierung. Die beigefügte Documents to Go-Software ist eine nette Zugabe, um Word-, Excel- und PowerPoint-Dokumente zu speichern, aber kein Muss. Für diejenigen mit einem schmaleren Geldbeutel ist der Zire 21 für 100 US$ ein reiner Organizer, der die Grundfunktionen beherrscht, aber nicht viel darüber hinaus.
<http://www.palm.com/us/products/smartphones/tungsten-e2/>
<http://www.palm.com/us/products/smartphones/zire21/>
Wie steht es mit Handhelds, auf denen das Pocket PC/Windows Mobile-Betriebssystem läuft? Ehrlich gesagt habe ich nicht viel Erfahrung mit dem aktuellen Sortiment und habe das schwerfällige Windows-Light-Interface nie gemocht. Sie können von Werk aus auch nicht mit dem Mac kommunizieren, wobei man sich durch Zukauf von Missing Sync for Windows Mobile von Mark/Space (40 US$) oder PocketMac PC von PocketMac (42 US$, Bildungsrabatt ist auch erhältlich) behelfen kann.
<http://www.markspace.com/missingsync_windowsmobile.php>
<http://www.pocketmac.com/products/pmpro3/>
Mac zur Klasse -- Wenn ich einen Rückblick über diese Liste halte, stelle ich fest, dass die Kosten ziemlich schnell anschwellen können, besonders wenn man bedenkt, dass die Unterrichtsgebühr auch nicht billig ist. Glücklicherweise, wie schon bemerkt, können Studenten von den Preisen für den Bildungsbereich von Apple und anderen Firmen profitieren, was hilft, die Kosten zu senken. Aber ich denke auch, dass das College heutzutage eine besondere Umgebung ist, wo ein Computer viel mehr als eine bessere Schreibmaschine ist. Vielleicht noch mehr als in der Geschäftswelt sind ein Mac und seine Zubehörprodukte so sehr Teil des Studentenlebens wie Kaffee und Ravioli. Sie werden zu allen Tageszeiten benutzt: zum Studieren, zum Fertigstellen von Studienarbeiten, zur Kommunikation mit Freunden über E-Mail und Instant Messages, DVDs schauen, Anhören von Musik, Organisieren von Stundenplänen und sogar zum Spielen.
<http://www.apple.com/education/store/>
vom TidBITS-Team <editors@tidbits.com>
[Übersetzung: Roland Müller <mail@duesenschrieb.de>]
Die zweite URL unter jeder Themenbeschreibung verweist auf die betreffende Diskussion auf dem schnelleren unserer Webserver.
VPN Artikel-Update -- Kevin van Haaren gibt einige Aktualisierungen seines Artikels über virtuelle private Netzwerke aus der Ausgabe von vergangener Woche. ("VPN Article Update" - 3 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2675>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/528/>
iBook und Randfragen -- Ein Leser, der um Tipps zum iBook-Kauf nachgefragt hatte, erhält einen Berg von Informationen - von der Bildschirmqualität (die 12"- und 14"-Modelle haben bspw. die gleiche Auflösung) über AppleCare bis zum Finden des günstigsten Angebots. ("iBook and peripheral questions" - 39 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2672>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/524/>
Tech-Support-Foren -- Welche Werkzeuge machen es Unternehmen einfacher, Anwender-Feedback und Bug-Reports zuzuordnen? Ein Leser, der in Kürze eine neuen Job antritt, erfährt Erhellendes. ("Tech support forums" - 5 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2673>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/525/>
Software zum Editieren und Ausdrucken unterschiedlich getimter Datenströme -- Ein Leser muss gedruckten Text mit Audio und Video synchronisieren und sucht eine Softwarelösung, die das ermöglicht. ("Software for editing and printing multiple timed streams" - 3 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2674>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/527/>
Übersetzung dieser Ausgabe: Roland Müller <mail@duesenschrieb.de>, Klaus Werner Wirtz <pleins@gmail.com>, Walter Sonnenberg und Rita Mühlfarth <w.sonnenberg@gmail.com>, Sven Kornmann <kornmann@arcor.de> und Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Lektorat: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Koordination dieser Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Copyright der deutschen Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
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