
Die Ausgabe von dieser Woche bringt einen ganzen Strauss an Neuigkeiten rund um den Macintosh, inklusive eines Berichts über eine iPod-Epidemie mit biologischem Hintergrund (Monomorium destructor, um genau zu sein). Adam erklärt, wie man mit Hilfe von Open-Source an seinem Mac einen USB-zu-Ethernet-Adapter betreiben kann. Mark Anbinder wirft kurz einen Blick auf Google Talk und Jeff Carlson liefert eine Fortsetzung seines letzten Artikels mit einigen Software-Vorschlägen für die Schule. Glenn Fleishman löst ein Problem mit der Liste der bevorzugten drahtlosen Netzwerke in aktualisierten Versionen von Tiger und bespricht Flashblock zum Sperren von Flash-Animationen. Zuletzt berichten wir über eine Aktualisierung von Safari, das neue FileMaker Pro 8 und den zweiten jährlichen "Mac Networkers Retreat".
Themen:
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[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]
Safari-Aktualisierung für Panther & Tiger -- Apple hat eine Aktualisierung ihres Web-Browsers Safari veröffentlicht, die nach Auskunft von Apple die Zusammenarbeit mit Webapplikationen verbessern, Safari stabiler machen und eine bessere Kompatibilität mit bestimmten Websites bieten soll. Wir würden gerne nähere Details liefern, aber Apples Informationen sind (wie üblich) unglaublich knapp. Apple hat die Aktualisierung in zwei Formen bereitgestellt: Safari Update 2.0.1 für Besitzer von Mac OS X 10.4.2 Tiger (4.5 MByte) und Safari Update 1.3.1 (3.8 MByte) für Besitzer von Mac OS X 10.3.9 Panther. (Die entsprechenden Pakete sollten ebenfalls über Software-Update verfügbar sein.) Trotz der dürftigen Informationen ist es doch gut zu sehen, dass Apple für Safari vorderhand noch Aktualisierungen sowohl für Panther wie auch für Tiger anbietet. [GD]
<http://www.apple.com/support/downloads/safariupdate131.html>
<http://www.apple.com/support/downloads/safariupdate201.html>
FileMaker 8 bietet neue Funktionen und belässt das Dateiformat -- FileMaker Inc. hat heute FileMaker 8 vorgestellt, die neuste Version des bekannten Datenbankprogramms. Eingefleischte Fans von FileMaker werden mit Genugtuung feststellen, dass die Dateien von FileMaker 8 rückwartskompatibel zu FileMaker 7 sind, der vorgängigen und generalüberholten Version des ehrwürdigen Produkts (siehe dazu auch den Artikel von William Porter in TidBITS_721_). Sie werden auch darüber erfreut sein, dass FileMaker 8 von Haus aus seine Daten als PDF-Dokument und Microsoft Excel-Tabelle exportieren kann. Eine Funktion die den Datenaustausch mit Excel und anderen Programmen enorm vereinfachen wird. Weitere neue Funktionen umfassen eine automatische Vervollständigung von Eingaben, eine visuelle Rechtschreibkorrektur, ein Serienbrief-Assistent zum Verschicken von personalisierten E-Mails, einem einblendbarem Kalender bei Datumsfeldern, Unterstützung für Scrollräder, eine graphische Darstellung von Relationen und eingebaute Werkzeuge zum Erstellen von Layouts mit Registern (Tabs). FileMaker Pro 8 ist ab sofort für 300 US$ erhältlich; Besitzer von FileMaker 6 und 7 können für 180 US$ auf die neue Version umsteigen.
<http://www.filemaker.com/products/fmp/>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07587>
FileMaker Pro 8 bedeutet auch eine Änderung für FileMaker Developer Edition, die neu FileMaker Pro 8 Advanced heisst und sich an Anwender richtet, die versiert genug sind, eigene Datenbanken zu erstellen, sich selber aber nicht gleich als Entwickler bezeichnen möchten. FileMaker Pro 8 Advanced ermöglicht das Erstellen von eigenen Menüs und eigenständig lauffähigen Datenbanken und Kiosk-Anwendungen. Neue Funktionen umfassen flexible ToolTips, einen verbesserten Script-Debugger mit eingebautem Data-Viewer und besseren Testwerkzeugen sowie einem erweiterten Datenbank-Design-Bericht mit einem Überblick über die gesamte Datenbank und alle Felder. FileMaker Pro 8 Advanced kostet 500 US$ und Besitzer von FileMaker Developer 6 oder 7 können für 300 US$ auf die neue Version umsteigen. Zusätzliche Produkte - FileMaker Mobile 8, Server 8 und Server Advanced 8 - sollten bis Ende 2005 verfügbar sein. [GD]
<http://www.filemaker.com/products/fmpa/>
Der zweite jährliche "Mac Networkers Retreat" rückt näher -- Macworld Expo in Boston mag geschrumpft und ADHOC/MacHack ganz verschwunden sein, aber andere Macintosh-Anlässe leben weiter. Vom 30. Oktober bis zum 1. November 2005 verspricht die zweite jährliche Austragung des "Mac Networkers Retreat" alles Wissenswerte, was Netzwerkspezialisten und IT-Manager für die tägliche Arbeit benötigen. Es ist gut zu sehen, dass die Veranstalter mitbekommen haben, dass die Konferenz mehr Schulung bieten muss als was bereits über das Internet zugänglich ist. Die Themen umfassen die Administration eines Mac OS X Tiger-Servers, der Entwurf und die Verwaltung eines AirPort-Netzwerks, die Implementation eines LDAP- und Directory-Services, Sicherheit unter Mac OS X Server und ein Bootcamp für Einsteiger in der Macintosh-Administration. Die Konferenz findet im Seascape-Resort in Aptos, Kalifornien (in der Nähe von Monterey) statt und bietet über 30 Stunden Schulung und kostet bis zum 30. September 2005 nur 700 US$, danach 800 US$. Der einzige Haken an der Sache? So gerne ich auch Sicherheitslecks diskutiere und drahtlosen Netzverkehr ausspioniere, aber beim Gedanken, das Halloween-Wochenende mit einem Haufen Netzwerk-Gurus zu verbringen, läuft es mir doch ein wenig kalt den Rücken hinunter. [ACE]
<http://www.macretreats.com/mnr/>
von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
Dieser Artikel ist nicht übersetzt worden. Den englischsprachigen Originalartikel finden Sie unter der folgenden Internet-Adresse:
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=08221>
von Mark H. Anbinder <mha@tidbits.com>
[Übersetzung: Hartmut Greiser <linarte.post@gmail.com>]
Google, die allgegenwärtige Web-Stöberfirma, die vor anderthalb Jahren die web-basierte E-Mail-Nutzergemeinde mit einem besonderen Angebot verwirrte (1 GByte ständige Speicherverfügbarkeit beim Gratis-Service Gmail) unternahm letzte Woche mit der Ankündigung des Umsonst-Angebotes "Google Talk" einen Vorstoß auf das Instant Messaging-Territorium.
Google Talk baut auf dem offenen "Extensible Messaging and Presence Protocol (XMPP)" auf, das von der Jabber Open-Source-Community entwickelt wurde und bietet text-basiertes Instant-Messaging mit jeder Jabber-kompatiblen Client-Software, dazu Voice-Chats mit der offiziellen Google Talk-Software. Bisher hat Google nur für Windows 2000 und XP einen Google Talk-Client veröffentlicht, die kommunizieren aber mit Jabber-Clients für Mac und Linux, die von anderen Herstellern kommen. Hinweise dazu, wie diese Programme für den Chat mit Google Talk-Anwendern funktionieren, findet man mit einem Klick auf den Client-Namen in der Linkliste unten.
<http://www.xmpp.org/>
<http://www.google.com/talk/otherclients.html>
Apples aktuelle iChat-Version, die zusammen mit Mac OS X 10.4 Tiger erschienen ist, und der Gratis-Multiprotokoll Chat-Client Adium unterstützen Text-Chats mit Google Talk-Nutzern. Fire, ein weiterer populärer und kostenloser Multiprotokoll-Chat-Client, funktioniert in der Version 1.5.3 mit Google Talk, hat aber zur Zeit noch Probleme beim Definieren neuer Kontakte. Die Version 1.5.4, die vor der Tür steht, dürfte die restlichen Jabber-Probleme lösen. Derzeit gibt es für das Google Talk-Voice-Chatting noch keine Mac-Lösung.
<http://www.apple.com/ichat/>
<http://www.google.com/support/talk/bin/answer.py?answer=24076>
<http://www.adiumx.com/>
<http://www.google.com/support/talk/bin/answer.py?answer=24075>
<http://fire.sourceforge.net/>
Die Jabber Software Foundation und andere haben darauf hingewiesen, dass Google Talk eine Kerneigenschaft des Jabber-Konzeptes unberücksichtigt lässt: das "Inter-Server-Chatting", mit dessen Hilfe Nutzer auf verschiedenen, privaten Jabber-Servern miteinander kommunizieren können. Google verspricht, sich um dieses Thema zu kümmern, aber in der Zwischenzeit können Anwender auf getrennten Jabber-Servern genauso wenig mit Google-Talk-Nutzern wie mit AIM-Nutzern kommunizieren.
von Glenn Fleishman glenn@tidbits.com
[Übersetzung: Hartmut Greiser <linarte.post@gmail.com>]
Mac OS X 10.4 Tiger bietet denen unter uns, die Wi-Fi an unterschiedlichen Plätzen nutzen, eine wunderbare Möglichkeit. Sie können sich jetzt eine Liste Ihrer bevorzugten Netzwerke anzeigen lassen - Netzwerke, in denen Sie sich früher schon angemeldet hatten, und für die die Einzelheiten des Anschlusses weiter vorgehalten werden sollen. Falls eine Reihe von Netzwerken an bestimmten Plätzen gleichzeitig verfügbar sein sollten, dann können Sie die Netzwerkliste umsortieren, damit Mac OS X die Verbindungsversuche in einer bestimmten Reihenfolge durchführt.
Trotzdem: viele von denen, die das Upgrade auf Tiger gemacht haben, können die Option "Bevorzugte Netzwerke" im Klappmenü "Standardmäßig verbinden mit:" nicht sehen. (Wenn Sie überprüfen möchten, ob Ihr System diesen Fehler aufweist, öffnen Sie die Systemeinstellung "Netzwerk", wählen Sie AirPort aus dem Klappmenü und sehen Sie im Menü "Standardmäßig verbinden mit:" nach.) Falls Sie unter Panther bereits ein AirPort-Netzwerk definiert haben, dann erscheint die Option "Bevorzugte Netzwerke" nach dem Upgrade auf Tiger nicht. Glücklicherweise können Sie das Problem dadurch umgehen, dass Sie die bestehende AirPort-Netzwerk-Konfiguration löschen und eine neue erstellen. Gehen Sie dafür in der Systemeinstellung "Netzwerk" wie folgt vor:
Wenn Sie jetzt Ihr AirPort Netzwerk aus dem Klappmenü wählen, werden Sie sehen, dass die bevorzugten Netzwerke im Menü "Standardmäßig verbinden mit:" zur Verfügung stehen.
von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Hartmut Greiser <linarte.post@gmail.com>]
iPods gibt es überall und - einem Posting aus der PestNet-Diskussionsliste zufolge, das uns unser treuer Leser Frank Streeter geschickt hat - einige widerliche Zeitgenossen nutzen den iPod sogar für Weltreisen. In diesem Fall handelt es sich bei den finsteren Gestalten um Singapur-Ameisen - Monomorium destructor. Sie sind in eine iPod-Packung eingedrungen, die in einem Flughafen-Duty-Free-Shop an einen Passagier verkauft wurde, der sich auf dem Weg von Fiji nach Neuseeland befand. Bei seiner Ankunft hat er die Bescherung dann entdeckt und seinen iPod samt Verpackung auf Anweisung der Behörden in sein Eisfach gelegt, um die Insekten zu töten (ich gehe davon aus, dass der iPod die Behandlung unversehrt überstanden hat, auch wenn nichts weiter über sein Schicksal berichtet wurde.)
Diese schnelle Reaktion hat das Land womöglich vor einer Heimsuchung mit Auswirkungen auf Umwelt, Wirtschaft und Gesundheit bewahrt - M. destructor ist eine stechende Ameise, die - für Menschen zwar relativ ungefährlich - außerordentlich lästig ist, in erster Linie, weil sie in Häusern und ähnlichen Strukturen riesige Kolonien aufbaut. Was noch schlimmer ist: die besonders räuberischen Arbeiterameisen jagen andere Insekten und man weiß, dass sie Löcher in Textilien, in einige Plastikarten und in Gummiartikel fressen. Sie sind sogar in der Lage, die Isolierung von Elektro- und Telefonkabeln abzufressen. Es sind wirklich schlimme Biester.
<http://ant.edb.miyakyo-u.ac.jp/E/Taxo/F41102.html>
Mein Freund Ted Schultz, Vorsitzender des "Department of Entomology" an der Smithsonian Institution, arbeitet hauptsächlich mit Blattschneider-Ameisen, aber die iPod-Geschichte hat ihn beeindruckt. Er erzählte mir von einer Sendung Ameisen, die er aus Singapur bekommen hatte. Diese Insekten hatten eine Mikrowellen-Empfängerantenne lahmgelegt; manche Ameisen würden aus unbekannten Gründen von elektromagnetischen Feldern angezogen.
<http://entomology.si.edu/>
<http://entomology.si.edu/Entomology/siants/search.lasso>
Die Moral von der Geschichte: inzwischen gibt es Bugs nicht nur in Software, passen Sie also gut auf und behalten Sie Ihre AirPort-Basisstationen im Auge!
von Glenn Fleishman <glenn@tidbits.com>
[Übersetzung: Jens Röcken <info@roecken.ch>]
Ich akzeptiere vollkommen, dass viele Websites, darunter auch solche, die ich selber betreibe, Werbung schalten müssen, um existieren zu können. Meine WiFi-Netzwerk-Nachrichten-Website, zum Beispiel, enthält momentan Flash-Anzeigen. Neuerdings finde ich aber, dass, unglücklicherweise, die Flash-Anzeigen häufig sehr aufdringlich sind, sogar bei Websites denen ich vertraue. Sie laufen endlos durch. Sie verwenden visuelle Effekte, die mir die Augäpfel aus dem Kopf fallen lassen. Sie spielen ohne meine Erlaubnis Geräusche ab (was noch nerviger ist wenn ich in iTunes schon selber Musik abspiele oder Voice over IP über iChat AV oder Skype benutze).
Da ich Flash nicht unter meiner Kontrolle habe, habe ich auf meinem Mac stärkere Massnahmen ergriffen und begonnen, Flashblock zu nutzen. Flashblock ist ein einfaches Firefox-Plug-in, dass Flash-Inhalte zwar lädt, aber nicht abspielt. Stattdessen zeigt Flashblock an dem Ort, der vom Flash-Objekt besetzt ist, ein Ersatzsymbol an, dass sich in einen Abspielknopf verwandelt, wenn man den Mauszeiger darüber bewegt. Diese Vorgehensweise gibt mir die Kontrolle zurück über meine Aufmerksamkeit, die Geräusche die mein Mac von sich gibt und über meinen Web-Browser.
<http://flashblock.mozdev.org/>
Wenn sich Flashblock durchsetzt, könnte es ein weiterer Grund für Benutzer vom Internet Explorer (speziell unter Windows) werden zu Firefox zu wechseln. Möglicherweise reduziert er auch die Antwortrate auf Flash-Anzeigen und lässt Werber auf andere Mechanismen umschwenken.
Jetzt brauche ich nur noch ein Werkzeug, dass die relativ neuen JavaScript-basierten Pop-up-Anzeigen (Überlagerungsfenster) blockiert, die die Werbeblocker noch überlisten.
Diese verwenden JavaScript um Teile des Pop-up-Skripts zu erstellen, was es schwieriger macht sie auf frischer Tat zu erwischen. Ein Web-Browser müsste das Skript in einer Sandbox laufen lassen, das Ergebnis analysieren und dieses dann verwenden, um zu entscheiden, ob das Pop-up geblockt werden soll.
Allgemeiner gesehen bin ich betroffen, dass das Anzeigengeschäft zu einem Wettrüsten verkommen ist, bei dem die Werber und die Konsumenten einen immer lächerlicherer werdenden Krieg führen, in dem die Werber meinen, die Freifläche des Benutzers verletzen zu müssen - genau so schlimm wie die 1/8-bildschirmfüllenden Werbungen im Fernsehen während des Programms, die das nächste Programm ankündigen. Währenddessen haben die Konsumenten keine Hemmungen Techniken einzusetzen, die die Werbung komplett unterdrücken.
Auf die Dauer nutzt es dem Werber nichts, einen Krieg gegen den Leser zu führen, wie stark die Antwort auf einen bestimmten Stil einer aufdringlich und offensiven Werbekampagne anfangs auch immer ist. Es ist wichtig sich daran zu erinnern, dass die Milliarden von Google fast vollständig aus einheitlich gestalteten Textanzeigen stammen. Werber kämpfen um höhere Antwortraten als beim Goldstandard, den Textanzeigen. Sie kämpfen aber auf verlorenem Posten, wenn die Surfer sie einfach ausschalten.
von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Jens Röcken <info@roecken.ch>]
Was würden Sie tun, wenn Sie einen Mac mini, ein iBook oder einen iMac um eine zweite Ethernetkarte erweitern wollten, um ihn in einen Router, eine Firewall oder einen Packet-Shaper (=Netzwerk-Paket-Former) zu verwandeln? Oder wie würden Sie sich bei einem durchgebrannten Ethernet-Chip in solch einem Mac behelfen? Bei einem PowerMac können Sie eine billige PCI-Ethernetkarte kaufen und innert Kürze ohne grosses Aufhebens wieder weiter arbeiten (wie ich es bei meinem PowerMac G4 nach einem Blitzschlag tat; siehe "Adding Ethernet to a Power Mac" in TidBITS-737_; nicht auf Deutsch übersetzt). Es ist allerdings ein kniffligeres Problem bei den Konsumenten-Macs von Apple, obwohl diese genug Leistung und andere Eigenschaften (wie minimale Geräuschentwicklung) aufweisen, die sie zu attraktiven Nutzmaschinen machen. In manchen Fällen kann man zwar die AirPort-Karte des Macs als zweite Ethernetschnittstelle verwenden, aber AirPort ist nicht so schnell wie Ethernet und ausserdem sind AirPort-Netzwerke nicht so stabil für eine Maschine die als Server dienen soll.
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07737>
Eine bessere Lösung stellt ein USB-zu-Ethernet-Adapter dar. Sie sind günstig (ungefähr 20 bis 35 Euro) und einfach erhältlich von Firmen wie Linksys, D-Link, Netgear und anderen. Allerdings enthält Mac OS X keine Treiber für diese Adapter und die in Frage kommenden Firmen sind nicht gerade die Mac-freundlichsten. Dank Peter Sichel vom Macintosh-Netzwerktechnik-Entwickler Sustainable Softworks können sie USB-zu-Ethernet-Adapter dieser Firmen an Ihrem Mac trotzdem verwenden.
Vor einer Weile wollte Peter selber bei einem iBook eine zweite Ethernetschnittstelle hinzufügen. Bei seiner Suche fand er, dass der einzige Treiber der funktionierte, ein Open-Source-Treiber (=offene Quellen) war, den Daniel Sumorok für Mac OS X 10.3 Panther schrieb. Unglücklicherweise funktionierte Daniels Treiber nur mit USB 1.1-Geräten, die auf eine Maximalgeschwindigkeit von 12 Mbit/s limitiert sind. Während 12 Mbit/s in etwa gleich schnell sind wie die 10 Mbit/s von 10Base-T Ethernet, verlangsamen Geräte mit niedriger Geschwindigkeit, wie eine Maus oder eine Tastatur am gleichen USB-Bus, die Geschwindigkeit von USB 1.1 auf 1.5 Mbit/s. Diese Leistung kann akzeptabel sein für einen Internetzugang über eine Standard-Breitbandverbindung, aber nicht für lokalen Netzwerkverkehr. Glücklicherweise gibt es auch USB-zu-Ethernet-Adapter, die USB 2.0 verwenden (das eine Maximalgeschwindigkeit von 480 Mbit/s erreichen kann), die mit 100Base-T-Ethernet mithalten können. Aber Daniels Treiber unterstützten diese Adapter nicht.
Peter kontaktierte Daniel um ihn um Hilfe zu bitten, Daniels ursprüngliche Treiber für USB 2.0-Geräte anzupassen. Daniel war an dem Projekt interessiert, aber er sagte, dass ihm für Tests die Hard- und Software fehle. Also stellte ihm Peter die nötigen Hilfsmittel zur Verfügung, half beim Testen und als klar wurde, dass für Tiger Änderungen nötig werden, beim Portieren. Als Ergebnis hatten Peter und Daniel nach ein paar Monaten Arbeit ein Paar Treiber, einen für USB 1.1-Ethernet-Adapter und einen anderen für USB 2.0-Ethernet-Adapter und beide sind zu Panther und Tiger kompatibel. Sie sind ebenfalls umsonst und Open-Source. Veröffentlicht wurden sie unter der GPL-Lizenz, d.h. das Sie zusammen mit den Quelltexten herunterladen können. Mehr über die Treiber erfahren Sie auf der unten verlinkten Webeite, von wo Sie die Treiber auch herunterladen können.
<http://www.sustworks.com/site/news_usb_ethernet.html>
von Jeff Carlson <jeffc@tidbits.com>
[Übersetzung: Sven Kornmann <kornmann@arcor.de>]
Letzte Woche steckte ich mich in die Schuhe eines College-Studenten und gab ein paar Empfehlungen für Mac-bezogene Ausrüstung für das neue Schuljahr (siehe "Mac zur Schule 2005" in TidBITS-793_). Vielleicht, weil mich glänzende elektronische Spielzeuge anziehen, legte ich meinen Schwerpunkt auf Hardware vom iBook G4 über Handys bis hin zu Handhelds. Diese Woche möchte ich, angeregt durch ein paar E-Mail-Nachrichten, mich mit Software beschäftigen, die auf all dieser coolen Hardware laufen sollte.
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-793.html#Artikel3>
Bevor ich mich spezifischen Titeln zuwende, muss ich einige Punkte des letzten Artikels basierend auf Leserreaktionen nachbereiten.
Ich erwähnte, dass es eine Notwendigkeit sei, einen günstigen Tintenstrahldrucker zu bekommen, um nicht in einer Warteschlange für einen gemeinsam genutzten Drucker stehen zu müssen, wenn ein Abgabetermin für eine Arbeit fällig ist. Aber Ted Lomatski wies mich darauf hin, dass "Tintenstrahler nicht der richtige Weg" seinen, "vor allem für Studenten, die viel drucken (sofern sich die Dinge seit meiner Zeit nicht geändert haben!). Die hohen Kosten von Tintenpatronen machen keinen Sinn. Ich habe festgestellt, dass man einen neuen HP LaserJet kaufen kann, und die Tonerkassette reicht höchstwahrscheinlich für das ganze Jahr, und langfristig werden Sie Geld sparen. Ich habe auch gesehen, dass HP-Tonerkassetten im Preis nicht hochgehen, wie das bei anderen Herstellern der Fall ist."
David Nicholson erwähnte ein notwendiges Gerät, das meinen Gedanken komplett entgangen war: ein USB-Memorystick ([in den USA -- SK] auch bekannt als Stift- oder Schlüsselbund-Laufwerk) "für die Situationen, in denen nur ein Dateitransfer hilft." Memorysticks, die Disketten als die beste Form einfachen, tragbaren Speicherplatzes ersetzt haben, kommen heute mit höheren Kapazitäten zu geringeren Kosten als zum Zeitpunkt ihrer Einführung: zum Beispiel findet eine kurze Suche bei Dealram.com heute ein 1 GByte USB 2.0-Flash-Laufwerk für etwa 55 US$. TidBITS-Sponsor Small Dog Electronics bietet auch USB-Flash-Speicher an, die überdurchschnittlich designed sind, und natürlich erfüllt ein iPod Shuffle einen doppelten Zweck als Flash-Speicher, und die iPods mit Festplatte können auch als externe Speicher genutzt werden.
<http://dealram.com/prices/37/1GB.html>
<http://www.smalldog.com/product/33896>
<http://apple.com/de/ipodshuffle/>
Ich kaufte mir schließlich letztes Jahr selbst einen Memorystick, nachdem ich einen Macworld-Artikel während eines Camping-Ausflugs abliefern musste (ich schrieb über Laptop-Batterien und testete sie fern von Stromquellen). Es gab natürlich kein Telefon oder Internet-Anschluss auf dem Campingplatz, aber das örtliche Forsthaus hatte überraschenderweise zwei PCs - die an eine T1-Leitung angeschlossen waren. Wenn ich dort schon einen USB-Stick besessen hätte, hätte ich die Word-Datei darauf kopieren können und ihn dann in einen USB-Steckplatz des PCs gesteckt. Stattdessen musste ich am Ende einen PC vom Netzwerk trennen, die Internet-Einstellungen auf mein Powerbook kopieren und es über Ethernet mit dem Anschluss des Försters verbinden. Das war nicht gerade das tolle Outdoor-Erlebnis, auf das ich gehofft hatte.
<http://www.macworld.com/2004/10/secrets/novmobilemac/>
<http://www.amazon.com/exec/obidos/tg/detail/-/B0001FV3AK/tidbitselectro00/ref=nosim>
Außerdem erwähnte Forrest Snyder als Alternative (oder Zugabe) zum Kauf von AppleCare für einen Computer, dass einige Kreditkartenfirmen erweiterte Garantien auf Einkäufe, die mit ihren Karten getätigt wurden, anbieten. Überprüfen Sie das Kleingedruckte auf den Servicebedingungen Ihrer Karte, um zu sehen, ob Sie von dieser Art Angebot Nutzen ziehen können.
Jetzt zu der Software!
Textverarbeitung -- Man kommt nicht drumherum: Studenten schreiben Arbeiten, viele. Auch wenn es für einfache Arbeiten oft ein Übermaß sein mag, bleibt der König dieser spezifischen Kategorie Microsoft Word. Microsoft verkauft eine 150 US$ teure Version für Studenten und Lehrer von Microsoft Office 2004, die auch Excel, PowerPoint und Entourage beinhaltet, und ist billiger, als wenn man Word als Einzelapplikation zum normalen Verkaufspreis von 240 US$ kauft (außer, wenn Sie von einer älteren Version von Word aktualisieren, was 110 US$ kostet). (Siehe "Word, aufgemöbelt: Word 2004" in TidBITS-734.)
<http://www.microsoft.com/mac/products/office2004/office2004.aspx?pid=office2004>
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-734.html#Artikel3>
Wenn Sie vor kurzem einen neuen Consumer-Mac gekauft haben (iMac, iBook oder eMac), können Sie die mitgelieferte AppleWorks 6-Software verwenden, das Paket, das Seitenlayout, Grafiken, Datenbanken und Präsentations-Fähigkeiten mitbringt, genauso wie Kompatibilität zu Microsoft Office-Dateiformaten. Um ehrlich zu sein, ich habe AppleWorks seit Jahren nicht benutzt, also kann ich nichts dazu sagen, wie gut es funktioniert, aber die grundlegenden Funktionen für Studenten sind da.
<http://www.apple.com/appleworks/>
Apples moderneres Angebot, iWork '05 beinhaltet das optisch ansehnliche Pages, eine Kombination aus Textverarbeitung und Layoutprogramm (siehe "iWork and iLife Together at Last" in TidBITS-762_). Ich hatte noch nicht oft Gelegenheit, Pages zu verwenden, sicherlich nicht für lange Dokumente wie Hausarbeiten, aber es scheint fähig zu sein und es ist gut mit der iLife '05-Suite verzahnt, was von Vorteil sein kann, wenn Sie visuelle Zusatzinformationen wie Fotos und Illustrationen hinzufügen müssen. Sie können Dokumente auch ins Microsoft Word-Format exportieren, was wichtig ist, da ich mir denke, dass die meisten Professoren Word benutzen, und mit der Verbreitung des Internetanschlusses auf den meisten Universitätsgeländen können Arbeiten elektronisch versandt werden.
<http://www.apple.com/iwork/pages/>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07955>
iWork '05 beinhaltet auch Keynote 2.0 zum Erstellen von Präsentationen, was ich angenehmer und weniger frustrierend zu benutzen finde als PowerPoint. iWork '05 kostet 80 US$ im Verkauf oder 50 US$ als Apples Discountpreis für den akademischen Bereich.
<http://www.apple.com/iwork/keynote/>
<http://www.apple.com/education/store/>
Nicht jeder benötigt den ganzen Schnickschnack von Word oder Pages. Wenn Sie nach einem einfachen Texteditor suchen, können Sie mit dem kostenlosen TextWrangler von Bare Bones Software nichts verkehrt machen. Wenn Sie mehr Textverarbeitungs-Leistung benötigen (wenn Sie Webdesign oder Programmieren lernen zum Beispiel), können Sie zu BBEdit wechseln, das Bare Bones zum Studententarif von 50 US$ anbietet.
<http://www.barebones.com/products/textwrangler/>
<http://www.barebones.com/products/bbedit/>
<http://www.barebones.com/store/academic.shtml>
Zuletzt sollte ich OpenOffice.org hervorheben, ein kostenloses Paket von Büro-Anwendungen, das in der X11-Umgebung von Mac OS X läuft. Ich habe es noch nicht benutzt, deshalb kann ich nicht beurteilen, wie gut es funktioniert. [Funktioniert gut. Noch besser ist NeoOffice, das OpenOffice mittels Java ein richiges Mac OS X-Interface gibt und den Vorteil hat, dass man im Gegensatz zu OpenOffice.org alle installierten Schriften verwenden kann und nicht nur die im Paket mitgelieferten. -- SK]
<http://www.openoffice.org/>
<http://www.neooffice.org/>
Forschung und Organisation -- Typische Schularbeit beinhaltet das Akkumulieren von Informationen und, noch wichtiger, die Fähigkeit, das alles zusammenzufassen, wenn man muss. Diverse Programme für den Mac versuchen, das zu tun, mit verschiedenen Erfolgsgraden. Glücklicherweise hat Matt Neuburgs aufmerksame Suche nach dem ultimativen Schnipsel-Aufbewahrer dazu geführt, dass TidBITS vermutlich die beste Sammlung an Testberichten in diesem Bereich hat. Schauen Sie sich zum Anfang die Serie "Fordere deinen Text heraus" an, die so angemessene Programme wie Tinderbox, DEVONthink und NoteTaker beinhaltet. Legen Sie unbedingt auch Wert auf den Artikel "Best Footnote Forward: Papyrus 8.0.7" in TidBITS-514_ für einen Blick auf das bibliografische Programm. [Leider nicht auf Deutsch verfügbar -- SK]
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbser=1196>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=05781>
Für meine eigene Arbeit fing ich an, NoteBook von Circus Ponies zu nutzen, nachdem ich Adams Testbericht "The Well-Worn NoteBook" in TidBITS-745_ [auch nicht auf Deutsch -- SK]. Ich verwende es als zentrale Ablage für Notizen und ablaufende Fristen für meine aktuellen Projekte.
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07739>
<http://www.circusponies.com/>
Natürlich ist ein Web-Browser höchstwahrscheinlich das am meisten benutzte Werkzeug in Ihrer Sammlung, ob es um den Zugriff auf Wikipedia oder aktuelle Ereignisse geht. Adam ergreift Partei für OmniWeb (siehe "OmniWeb 5.0 ein mächtiger Web-Browser" in TidBITS-742_), während ich nach wie vor die Einfachheit von Safari bevorzuge. Um Informationen von Webseiten für später zu speichern, erwägen Sie das Seiten-Download-Werkzeug Webstractor (siehe "The Simple Brilliance of Webstractor" in TidBITS-737 [leider nur Englisch -- SK]).
<http://www.wikipedia.org/>
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-740-744.html#Artikel3>
<http://www.apple.com/de/macosx/features/safari/>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07739>
Finanzsoftware -- Obwohl College-Studenten sich oft von minimalem Einkommen ernähren, hilft es, ein Programm wie Quicken oder Moneydance zu haben, das einem zeigt, wo das Geld hingeht (siehe "Moneydance erleichtert die [amerikanische] Steuererklärung" in TidBITS-775_). Für viele Studenten markiert das College den Beginn ihrer finanziellen Unabhängigkeit, besonders jetzt da so viele mit Kreditkarten in der Schule ankommen - vertrauen Sie mir, Sie wollen nicht versehentlich ein paar Kreditkarten-Zahlungen verpassen.
<http://www.quicken.com/>
<http://www.moneydance.com/>
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-775.html#Artikel3>
Sobald Sie als Student anfangen, Geld zu verdienen, werden auch die Steuerbehörden ihren Anteil haben wollen. Zumindest in den Vereinigten Staaten ist TurboTax von Intuit die erste Wahl für den Mac, obwohl Intuit auch eine Online-Version von TurboTax anbietet, die man über einen Web-Browser bedienen kann.
Die virtuellen Hallen von Akademia -- Ich bin mir bewusst, dass meine Liste nur die Oberfläche für den allgemeinen Gebrauch ankratzt, aber es eignet sich hoffentlich als guter Anfangspunkt. Ich handle bewusst keine spezifischen Disziplinen wie Wissenschaften, Medien und andere ab, da sie wahrscheinlich besonderen Software-Bedarf haben, den die Professoren festlegen. Apples Webseiten für den Hochschul-Bildungsbereich listen viele Programme (auch Software von Drittherstellern) auf, die in allgemeine Kategorien eingeteilt sind.
<http://www.apple.com/education/hed/>
Sie können auch die TidBITS-Archive verwenden, um andere Utilities zu entdecken, große und kleine, die wir über die Jahre als nützlich erachtet haben.
<http://www.tidbits.com/search/>
vom TidBITS-Team <editors@tidbits.com>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]
Die zweite Internet-Adresse unter jedem Thema führt zur Diskussion auf unserem schnelleren Web Crossing-Server.
iChat und elterliche Kontrolle -- Ein Leser möchte die Buddy-Lists in iChat einschränken, aber die Aktivierung der Elternkontrolle unter Tiger legt gleichzeitig den Meldungsaustausch auf dem lokalen Netzwerk mit Hilfe von Bonjour lahm. ("iChat and Parental Control" - 1 Beitrag)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2678>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/532/>
Mac an der Schule 2005 -- Reaktionen auf Jeff Carlsons Artikel über Macintosh-Artikel für die Schule, inklusive Informationen über Garantieansprüche und zusätzliche Vorschläge. ("Mac to School 2005" - 4 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2679>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/533/>
DEVONthink Professional -- Wie einfach ist es, in diesem flexiblen Programm zu suchen? Leser bieten Antworten und Meinungen. ("DEVONthink Professional" - 4 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2680>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/534/>
Übersetzung dieser Ausgabe: Hartmut Greiser <linarte.post@gmail.com>, Jens Röcken <info@roecken.ch>, Sven Kornmann <kornmann@arcor.de> und Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Lektorat: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Koordination dieser Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Copyright der deutschen Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
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