
TidBITS wird 800! Nein, wir beginnen jetzt nicht in Hundejahren zu rechnen - diese Woche erblickt einfach unsere 800. Ausgabe das Licht der Welt. Adam würdigt das Jubiläum, indem er drei Trends aufzeigt, die für die Zukunft der Mac-Welt prägend sein werden. Ebenfalls in dieser Ausgabe: Apple scheint etwas lockerer mit seinen Restriktionen bezüglich Google AdWords umzugehen, DD Poker Tournamennt 2.0 ist veröffentlicht worden und NewsGator kauft NetNewsWire auf. Und abschließend gibt es in der dieswöchigen DealBITS-Lotterie den Swift Publisher von BeLight Software zu gewinnen! [Hinweis: Die deutsche Übersetzung enthält das Gewinnspiel DealBITS nicht.]
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[Übersetzung: Roland Müller <mail@duesenschrieb.de>]
Apple lockert seinen restriktiven Umgang mit dem "Mac"-Warenzeichen -- Die E-Mail-Reaktion war schnell und wütend ausgefallen, als Macintosh-Entwickler, Consultants und Wiederverkäufer mich kontaktiert hatten, nachdem sie in TidBITS-799_ den Beitrag "Apple greift bei Google AdWords durch". Etliche Leser stellten mir ihre komplette Online-Korrespondenz mit dem Google AdWords-Support zur Verfügung, die verblüffende Parallelen beim Verlauf des jeweiligen Dialogs offenbarte. Google begann jenen Personen, die sich vergangene Woche besonders heftig beklagt hatten, zusätzliche Informationen zukommen zu lassen, inklusive der Bestätigung, dass die Aufforderung tatsächlich von Apple gekommen war und sich dediziert auf Anzeigen bezog, die in der EU liefen. Randy Murray von Now Software war sogar mitgeteilt worden, dass Apples Bannstrahl lediglich die Anzeigen in der Schweiz und in Osteuropa betroffen habe. Nachdem er die geographische Schaltung seiner Anzeigen daraufhin geändert hatte, wurden diese tatsächlich wieder akzeptiert.
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=08272>
Die besten Nachrichten jedoch kamen von Craig Isaacs und Kerry MacInnes von Neon Software. Nachdem sie den gleichen Zirkus erlebt haben wie alle anderen, wurde ihnen vom Google AdWords-Support mitgeteilt, dass man "... zu diesem Zeitpunkt die Verwendung des Begriffs 'Mac' gemäß dem Wunsch des Warenzeichen-Inhabers nicht länger kontrolliert." Hellhörig geworden, habe ich daraufhin sofort eine neue Anzeige in Google AdWords kreiert, die die jedes einzelne von Apple beanspruchte Warenzeichen enthielt, die ich zuvor aufgelistet hatte. Und in der Tat, es schien zu stimmen: "Mac" und "Macintosh" aktivieren nicht mehr den Warenzeichen-Warnhinweis von Google. Die anderen von mir aufgeführten Apple-Warenzeichen wie Apple, iPod, shuffle, Mac mini, iMac, iBook, PowerBook, Power Mac, iTunes und iTMS lösen hingegen die Google-Warnung aus. Obwohl man dieses Problem umgehen kann, indem man die geographischen Voreinstellungen entsprechend verändert und von Google eine Ausnahmebestätigung anfordert. Ich habe mich mit mit Googles und Apples PR-Abteilungen in Verbindung gesetzt, um zu kluaren, ob sie diese Regelung offiziell bestätigen, aber wie üblich hat keiner von beiden sich zu einer Aussage hinreißen lassen. [ACE]
DD Tournement Poker 2.0p2 veröffentlicht -- In "Ich probiere das Pokern aus: DD Tournament Poker" in TidBITS-784_, habe ich über DD Tournament Poker berichtet, ein Java-basiertes Pokerprogramm, das die Texas Holdem-Variante spielt. Ich hatte angekündigt, dass die nächste Version bald auf den Markt kommt - wie mit Version 2.0 kürzlich geschehen, der Donohue Digital nun das Update 2.0p2 folgen ließ.
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=08141>
<http://www.ddpoker.com/>
Die neue Version kommt mit einer Erweiterung zum Online-Pokern, so dass man nun live gegen andere Spieler antreten kann, die DD Tournament Poker 2 installiert haben (ohne wie bei anderen Online-Pokerseiten echtes Geld verbraten zu müssen). Die Fähigkeiten der virtuellen Spieler können nun angepasst werden, und etliche Spielanalyse-Tools sind neu hinzugekommen. Ein Manko ist, dass die Geräuscheffekte in Version 2 nicht an die von Version 1 heranreichen: Kartenmischen klingt wie Flatulenz und Aktionen wie Aufrufen oder Steigern löst Piepgeräusche aus, die man vielleicht von einem PC aus den achtziger Jahren erwarten würde, auf dem DOS läuft. Glücklicherweise gibt es die Option, die akustische Untermalung auszuschalten. Auf der anderen Seite handelt es sich bei dieser Version um ein mächtiges Upgrade, das ein bereits solides Pokerprogramm noch einmal deutlich verbessert. DD Tournament Poker 2 kostet 30 US$, bzw. 25 US$ bei einem Update von Version 1. Die 16 MByte große Download-Datei dient zugleich als zeitlich limitierte Demoversion, die man mit einer Registrationsnummer zur Vollversion freischalten kann. [JLC]
von Glenn Fleishman <glenn@tidbits.com>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]
Die in Seattle beheimatete Firma Ranchero Software verkauft ihr Hauptprodukt NetNewsWire an NewsGator und Brent Simmons, Programmierer, Gründer und Besitzer von Ranchero Software wechselt ebenfalls zu NewsGator. Beide Firmen stellen hauptsächlich Programme zum Lesen von RSS-Nachrichten auf unterschiedlichen Plattformen her.
<http://www.newsgator.com/news/archive.aspx?post=68>
<http://www.newsgator.com/NetNewsWire.aspx>
Der Schlüssel zu dieser Übernahme scheint im Stichwort Synchronisation zu liegen, einem Punkt der Simmons die letzten Monate ständig verfolgt hat. Mit einer solchen Synchronisation können Anwender eine immer gleiche Liste von RSS-Abonnementen führen, ganz gleich wo und wann sie die Nachrichten lesen; neue RSS-Abonnemente und bereits gelesene Nachrichten werden als solche gekennzeichnet, unabhängig davon auf welchem Endgerät diese Artikel gelesen wurden. Ranchero betreibt keine Server die einen solchen Abgleich ermöglichen, NewsGator entwickelt und betreibt hingegen genau diese Art von Synchronisation auf ihrer Website, für ihre Windows-Programme und für mobile Geräte.
Benutzer die für NetNewsWire bezahlt haben, erhalten zwei Jahre Zugang zu NewsGator Onlines Platinum Edition (normalerweise 50 US$ pro Jahr), aber dieser Dienst ist offensichtlich nicht nötig, um von der Synchronisation profitieren zu können.
<https://www.newsgator.com/consumer.aspx>
NewsGator hat als Onlinedienst angefangen und seinen Einflussbereich über speziell formatierte Webseiten auch auf Handhelds und Mobiltelefone ausgedehnt, die solche Webseiten anzeigen konnten. Sie haben FeedDaemon gekauft und sich damit ein Standbein in der Windows-Welt geschaffen. NetNewsWire erweitert ihre Produktpalette hervorragend. Das kostenlose NetNewsWire Lite wird weiterentwickelt und in Zukunft als Zugabe auch Synchronisation bieten.
Simmons bleibt in Seattle. Andere Produkte von Ranchero Software sind nicht Teil der Übernahme, MarsEdit eingeschlossen. Simmons und Ranchero hecken für diese Applikationen noch Pläne aus.
von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Sven Kornmann <kornmann@arcor.de>]
Diese Ausgabe markiert die 800ste wöchentliche Ausgabe von TidBITS. Ich weiß, ich habe das schon mal gesagt, aber es ist kaum zu glauben, dass wir nach all diesen Jahren immer noch TidBITS veröffentlichen, bei so wenigen Änderungen unserer grundsätzlichen Herangehensweise. Das passiert vielleicht, wenn man eine gute Idee mit Energie und einer ordentlichen Portion Eigensinn verbindet, noch gar nicht erwähnt die Unterstützung durch viele Tausende Leser während der letzten 15 Jahre. Aber die Welt hat sich während dieser letzten 800 Ausgaben verändert, und um dieses Meilensteins zu gedenken, möchte ich drei Trends anschauen, die ohne Zweifel Auswirkungen darauf haben werden, was wir in unseren nächsten 100 Ausgaben schreiben werden.
Dieser Artikel findet seinen Ursprung in der Macworld Boston im Juli. Ich war sprachlos darüber, wie klein die Show in den letzten Jahren geworden war, während Apple drei bis vier Millionen Macs jedes Jahr verkaufte, neben 21 Millionen iPods. Apple hat mehr Kunden als jemals zuvor, aber scheint nicht in der Lage zu sein, dies mit dem Rest von uns zu teilen - weder Macintosh-Entwickler, Publikation, Konferenz noch eine User-Group, die ich kenne, halten Schritt mit Apples Wachstum, obwohl ich sicher bin, dass wir das alle gern hätten. Warum ist das so?
Der Mac ist ein Gebrauchsgegenstand -- Steve Jobs sah den Mac immer als einen Gebrauchsgegenstand, aber er war seiner Zeit um 25 Jahre voraus. Jetzt hat der Mac mehr mit Ihrer Kaffeemaschine gemein als jemals zuvor. Aber der ultimative Gebrauchsgegenstand ist der iPod - Sie können Dinge mit dem iPod verbinden und drumherum bauen (inklusive viele Autos), aber von einem Software-Gesichtspunkt gesehen ist es im Endeffekt ein geschlossenes System (ja, Sie können Linux installieren, aber Sie werden nicht hören, dass Apple das sagt). Diese "Gerätisierung des Macs", um ein Sprichwort zu prägen, ist das Endziel von Usability und unzweifelhaft eine gute Sache, da dies bedeutet, dass fast jeder - sogar ein PC-Benutzer - ohne spezielle Übung einen Mac für grundlegende Aufgaben verwenden kann, so wie jemand einen Toyota oder Ford fahren kann, wenn er einen Honda fährt.
Aber um das, was einmal ein komplexes System war, in eine freundliche Kiste zu verwandeln, die fast all ihre Komplexität unter der Oberfläche versteckt, hat für eine Industrie, die damit aufwuchs, externe Komplexitäten zu vereinfachen, Konsequenzen. Autoren von Sachbüchern und Magazinen erklärten komplizierte Sachverhalte für Leser, denen ein Grundlagenwissen über die Benutzung von Computern fehlte, die aber verstanden, dass es einen besseren Weg gab. Aber da Macs einfacher zu benutzen geworden sind, mussten Autoren darum kämpfen, Themen zu finden, die die Bedürfnisse derjenigen befriedigen, die gerne durch Lesen lernen. Wie viele Menschen würden sich "Geschirrspülmaschinen für Dummies" kaufen oder "WäscheWelt" abonnieren? Klar, dass sich Verleger auf die nicht offensichtlichen Themen konzentrieren müssen, die diejenigen interessieren, die immer noch mehr machen wollen, schneller arbeiten und anders denken.
Die Gerätisierung des Mac betrifft Software-Entwickler in großem Umfang. Obwohl der Mac ein Allzweck-Computer bleibt, denken neue Mac-Benutzer - speziell diejenigen, die die günstigsten Mac kaufen - kaum an den Kauf zusätzlicher Produkte, genauso wie wenige Menschen Erweiterungen für ihre Waschmaschine oder den Staubsauger kaufen. Ach, ich könnte wetten, dass zumindest einige Leute bei Apple einen Mac bevorzugen würden, der komplett geschlossen ist wie der iPod. Den Mac zu schließen würde die einfache Benutzung verbessern und das Benutzer-Erlebnis steigern, indem Verwirrung durch die bloße Anwesenheit dieser ärgerlichen unabhängigen Software reduziert wäre, ganz zu schweigen von Fehlern oder Eigenheiten in der Nutzung von Software, die nicht von Apple kommt. Es ist nicht undenkbar, dass eine neue Produktlinie etwas bieten könnte, was aussähe wie ein Mac, aber ausschließlich Apple-Software ausführen könnte. Währenddessen beinhalten Strategien für Entwickler, die mit der Gerätisierung kämpfen, die Installation von Partnerschaften, die ihnen helfen, die Präsentation auf neue Gruppen von Mac-Anwendern auszuweiten und an Möglichkeiten zu denken, wie die Kommunikations- und Unterhaltungsfähigkeiten des Macs so gesteigert werden, dass Anwender nicht alles neu lernen müssen. Die Ausrichtung auf gewerbliche Software ist auch eine gute Richtung, da Anwender in Unternehmen eher Software haben wollen, die in einer gewissen Art und Weise funktioniert an Stelle einer allgemeinen Lösung.
Anwendergruppen spüren ebenfalls die Effekte der Gerätisierung. Wer sucht am Ende eine Geschirrspülmaschinen-Anwendergruppe auf? Die meisten Anwendergruppen sehen sinkende Mitgliederzahlen aus genau diesem Grund (der Gerätisierung des Macs, nicht wegen zu viel Spülmaschinen-bezogenem Inhalt), und sie haben damit zu kämpfen, die Bedürfnisse von Langzeitmitgliedern zu befriedigen, während sie sich darum bemühen, für neue Mac-Anwender relevant zu werden. Ehrlich gesagt, ich glaube es wird eine schwere Schlacht zu schlagen sein, da es schwierig ist, die Bestrebungen einer Gruppe auf ein Thema wie den Mac zu fokussieren, das die meisten Leute als selbstverständlich betrachten. Vielleicht sollten Anwendergruppen es mit einer Ausweitung versuchen auf Kinderbetreuung mit dem Mac, Eil-Dating per Mac oder Mac-bezogene Übungsstunden (versuchen Sie mal, Gewichtheben mit einem Power Mac G5 zu machen!).
Ein letzter Gedanke über den Mac als Gebrauchsgegenstand. Die brauchbare Nutzungsdauer eines Macs ist immer ziemlich lang gewesen, aber da die Macs immer mehr zu Geräten werden und, wie wir gesehen haben, Computer mehr CPU-Leistung bieten, als die meisten Leute brauchen, wird sich die durchschnittliche Lebensspanne weiter erhöhen. Das ist schlecht für Apple, da die Leute wahrscheinlich nicht mehr so oft Computer kaufen werden, und es ist schlecht für alle anderen in der Industrie, da dieser Moment des Kaufs wahrscheinlich die Hauptchance ist, um dem Kunden zusätzliche Software oder Hardware zu verkaufen. Es erscheint mir so, dass wir in Zukunft sehen, wie Apple die iPod-Strategie auch auf Macs überträgt, indem sie Formfaktor und industrielles Design ändern - stellen Sie sich Farbtöne in Erntegold und Avocado vor, die zu Ihrer Küche passen - um neue Verkäufe anzukurbeln, ohne die zugrundeliegende Funktionalität grundlegend zu ändern.
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]
Alles aus einer Hand -- Über die Jahre hat Apple die grundlegenden Fähigkeiten des Macintosh mit Programmen für Mac OS X wie Safari, Mail, iChat, Spotlight, Dashboard, Adressbuch, iCal, Terminal und anderen gewaltig gesteigert. Mit der Beigabe der iLife-Programme - iTunes, iMovie, iPhoto, iDVD und GarageBand - zu jedem neuen Mac, bietet Apple auch dem hyperaktivsten Anwender bei weitem genügend Möglichkeiten zu stundenlanger Beschäftigung und Zerstreuung. Das macht auch Sinn, da Apple hier mit den immer zahlreicheren Funktionen von Microsoft Windows und der jedem PC beigelegten Software mithalten muss. Es ist auch kundenfreundlich; die Leute kaufen lieber einmal die ganze Software-Palette von Apple, als sich später mit dem schier unüberblickbaren Angebot herumschlagen zu müssen. Man muss dazu auch bemerken, dass Apple mit ihren eigenen Programmen ganz gut mithalten kann - es ist zwar selten die beste oder flexibelste Software, aber sie setzt Massstäbe. Wie Rick Siegel von Bare Bones Software bemerkt hat, als er TextWrangler kostenlos machte und damit die Messlatte für alle anderen Texteditoren setzte: "Das ist der Standard an dem man sich messen muss."
Die Vorherrschaft der zum Macintosh beigepackten Apple-Software zeitigt vorallem Auswirkungen auf die unabhängigen Macintosh-Entwickler, die in immer kleinere Nischen gedrängt werden (um nicht zu sagen Wohnungen). Obwohl die grossen Firmen für Macintosh-Software immer noch da sind - etwa Adobe, Microsoft und Quark - gab es doch einen spürbaren Rückgang in der Zahl und Mac-Fokussierung von mittelgrossen Softwarefirmen. Einige der Namen aus der Geschichte: Connectix, Casady & Greene und CE Software, um nur einige zu nennen, sind untergegangen, aufgekauft oder umgebaut worden (Startly Technologies entstand aus einer Gruppe von Ingenieuren von CE, die CE aufgekauft und das Unternehmen wieder in Privatbesitz überführt haben.). Zur gleichen Zeit sind eine Vielzahl von neuen, kleineren Entwicklungsfirmen mit so originellen Namen wie Circus Ponies Software, Rogue Amoeba Software, BeLight Software, die Omni Group und unzählige weitere entstanden.
Praktisch gesprochen, halte ich es für wichtig, dass sich Macintosh-Entwickler hrer Rolle und ihres Platzes in der Apple-Welt bewusst sind. Sie alle existieren wegen Apple und falls ein Produkt zu beliebt wird, kann es gut sein, dass Apple die Idee aufgreift und als die eigene ausgibt. Das passierte bereits bei Web-Browsern und E-Mail-Programmen, von Produkten wie Konfabulator und Watson ganz zu schweigen. Neue Macintosh-Benutzer als Kunden anzuziehen wird immer schwieriger, da vielen davon die Neugier und das Bedürfnis fehlt, mehr mit dem Mac zu tun als Apple ihnen anbietet. Sie werden auch weniger Mac-Zeitschriften lesen, in denen ihnen neue Software und deren Möglichkeiten vorgestellt werden. Die Produkte die davon in Zukunft profitieren könnten, werden hauptsächlich in den Bereichen Kommunikation und Unterhaltung zu finden sein und keine direkte Konkurrenz zu Apple darstellen, sondern bestehende Apple-Programme erweitern oder professionelle Funktionen bereitstellen, für die Apples Produkte keine Alternative darstellen.
Das Internet in Betracht ziehen -- Es erscheint manchmal fast überflüssig das Offensichtliche auszusprechen, aber in diesem Fall ist es durchaus gerechtfertigt. Das Internet hat alles verändert und dazu geführt, dass Einzelpersonen zu Herausgebern und Software-Entwicklern werden konnten und Gruppen von Gleichgesinnten sich ohne physischen Kontakt treffen können. Das alles ist natürlich gut, es sei denn Ihr Geschäftsmodell stamme immer noch aus einer früheren Zeit und werde schon bald so veraltet sein wie Disco-Musik und Frisuren aus den 80er-Jahren. Das bedeutet aber auch, dass wir mehr unabhängige Programmierer und Herausgeber sehen werden, die davon profitieren, dass das Internet auch das kleine ganz gross machen und komplett neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit bieten kann. Unsere gesamten "Take Control"-E-Bücher funktionieren nur dank dieser Philosophie - wir arbeiten mit unabhängigen Autoren und Redaktoren die die Bücher schreiben und verkaufen die Bücher anschliessend über eSellerate. Wenn wir weniger Erfahrung mit dem Internet hätten, könnten wir sogar die eigene Website noch auslagern.
Der Nachteil für jeden, der Macintosh-Software verkauft, liegt darin, dass die monatlichen 20 bis 50 Euros für den Internetzugang das jährliche Budget für Software, Bücher und Zubehör um rund 240 bis 600 Euro reduzieren. Selbst Personen die an zusätzlicher Software interessiert sind, werden sich kostenlose und billigere Produkte etwas näher ansehen und zwingen dadurch die Entwickler, das geschrumpfte Budget mit billigeren Preisen wettzumachen. Diese tieferen Preise führen schliesslich dazu, dass solche Unternehmen nicht über eine bestimmte Grösse hinauswachsen können.
Eine andere interessante Tatsache über das Internet ist die Feststellung, dass es der Ort ist, an dem sich vorallem die Bastler aufhalten. Ein Programmier mit einer guten Idee wird heutzutage eher daran denken, seine Idee als Dienst über das Internet anzubieten (und damit das Interesse von Google oder Yahoo auf sich zu ziehen), anstatt sich von vornherein auf eine spezifische Plattform festlegen zu müssen. Die Power-User die früher mit ResEdit herumgespielt und Startbildschirme abgeändert haben, lesen heute Weblogs mit Informationen zum Überlisten von Google Maps oder Flickr, hören sich Podcasts an oder machen sich für Internet-Standards oder den Urheberrechtsschutz stark. Diese Leute arbeiten vielleicht mit einem Macintosh und schreien auf, wenn ihr Gerät nicht unterstützt wird, aber der Mac wird dabei eher als ein Behälter für alles Neue und Coole wahrgenommen und steht selbst nicht mehr unbedingt im Mittelpunkt des Interesses.
Am meisten unter dem Internet haben natürlich die Macintosh-Clubs und deren Veranstaltungen zu leiden. Sie waren deshalb so gross und wichtig, weil sie vor dem Internet genau das geboten haben, was wir heute im Internet finden - Informationen und den Austausch mit Gleichgesinnten. Einer Person die gerne und häufig elektronisch kommuniziert und wegen der Arbeit und Familie wenig freie Zeit zur Verfügung hat, mag es fremd und ineffizient vorkommen, zu einem monatlichen Treffen zu fahren oder an eine Konferenz zu fliegen. Unsere Gesellschaft wird immer zersplitterter und individualistischer, ein Trend den wir vielleicht mal bereuen werden, wenn wir uns nicht bereits heute darum bemühen, uns weiterhin von Angesicht zu Angesicht zu treffen und auszutauschen. Früher haben Macintosh-Vereine genau das geboten, aber das erfordert harte Arbeit und die Vereine müssen sich weiterentwickeln, wenn sie eine Zukunft haben wollen.
Die Welt hat sich verändert, Neuigkeiten um 11 -- Nichts von dem was ich soeben geschrieben habe, ist eigentlich kontrovers und meine Gedanken mögen im Einzelnen sogar sehr banal wirken. Und trotzdem wollte ich das alles hier einmal niederschreiben. Wir haben unser ganzes Erwachsenenleben mit dem Macintosh zugebracht und es kann manchmal ganz schwierig sein, festzustellen wie stark sich die Welt darum herum eigentlich verändert hat. Da die meisten unserer Leser ihren Lebensunterhalt immer noch mit und für den Macintosh verdienen, ist es wichtig, dass wir uns dessen alle bewusst sind und wissen, wo wir eigentlich hinwollen und ob wir vorbereitet sein werden, wenn wir dort ankommen.
von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]
"Take Control of Your iPod: Beyond the Music" veröffentlicht -- Wenn Sie einen iPod besitzen oder einen Kauf in Erwägung ziehen, wird Ihnen unser neustes "Take Control"-E-Buch - "Take Control of Your iPod: Beyond the Music" - helfen, das Maximum aus diesem Gerät herauszuholen. Obwohl das Buch auch Grundlagen wie das Anschliessen eines iPods und das Laden von Musik erklärt, konzentrieren sich die meisten seiner 128 Seiten auf all die anderen coolen Dinge, mit denen sich der hohe Preis eines iPods rechtfertigen lässt.
Steve bietet nützliche Ratschläge für alltägliche Aufgaben, beispielsweise das Anzeigen von Terminen und Adressen, das Zwischenspeichern von Fotos einer Digitalkamera, das Anlegen eines Backups Ihres Computers auf einem iPod, der Einsatz eines iPods als Einschlafhilfe und Wecker gleichzeitig und sogar wie Sie Ihren iPod in ein notfallmässiges Startlaufwerk verwandeln können. Es wird keine Möglichkeit ausgelassen und selbst erklärt, wie Sie von einem iPod aus Präsentationen machen, Bücher lesen oder anhören, Besprechungen aufnehmen und sogar Linux installieren können. Als Bonus für alle Leser, die einen neuen oder gebrauchten iPod kaufen wollen, enthält ein detaillierter Anhang alle Mitglieder der immer grösser werdenden iPod-Familie und bietet zudem eine Zeitleiste der gesamten iPod-Geschichte.
Obwohl wir dieses E-Buch schon vor einigen Wochen veröffentlichen wollten, haben wir die Publikation etwas hinausgezögert, um iTunes 5, den iPod nano und - mit Rücksicht auf alle .Mac-Anwender - Backup 3 integrieren zu können. Da der iPod und iTunes auch von vielen Windows-Anwendern genutzt werden, enthält das E-Buch auch Informationen zur Windows-Version und macht es damit auch für diese Anwendergruppe interessant.
Wie alle anderen E-Bücher der "Take Control"-Serie bietet auch "Take Control of Your iPod: Beyond the Music" kostenlose Aktualisierungen, die es auf dem neusten Stand halten. Wenn Apple am Spezialanlass vom 12. Oktober 2005 schon wieder einen neuen iPod ankündigen sollte, können Sie darauf zählen, dass wir eine kostenlose Aktualisierung anbieten werden.
Unter der folgenden Internet-Adresse können Sie mehr über das E-Buch erfahren, einen 31-seitigen Auszug herunterladen und eine Bestellung aufgeben:
<http://www.takecontrolbooks.com/ipod-btm.html?14@@!pt=TRK-0025-TB800-TCNEWS>
"Take Control of Upgrading to Tiger" in Version 1.0.2 erhältlich -- Sicher, Ihr Macintosh läuft bereits unter Tiger, aber was ist dem Computer Ihres Ehepartners, dem alten Mac im Büro und dem Kollegen, der sich eben Tiger gekauft hat? Bevor Sie sich an die Installation machen, wollen Sie sichergehen, dass Sie die letzte Version von Joe Kissells Bestseller "Take Control of Upgrading to Tiger" gelesen haben, das mit fünf zusätzlichen Seiten aufwartet. Unter den aktualisierten Informationen finden sich Aussagen zu Inkompatibiliäten mit gewissen PCI-Karten, neues Material zur Installation von Mac OS 9 für die Classic-Umgebung, eine Warnung zu den Einstellungen des Ruhezustands während der Installation, eine neue Empfehlung betreffend Software-Update nach der Installation und Neuigkeiten bezüglich Problemen mit Drittprogrammen und Apples Medienaustausch-Programm. Wenn Sie das E-Buch bereits gekauft haben, können Sie einfach den Knopf "Check for Updates" in der linken unteren Ecke auf der ersten Seite anklicken und kommen automatisch auf die Webseite zum Herunterladen der neuen Fassung. Wenn Sie die gedruckte Ausgabe von "Take Control of Tiger" gekauft haben, finden Sie die Internet-Adresse für die kostenlose Aktualisierung auf Seite xv des Vorworts. Versuchen Sie das mal mit anderen Büchern! Wenn Sie das E-Buch noch nicht gekauft und auch Tiger noch nicht installiert haben, können Sie das E-Buch für 5 US$ kaufen und erhalten anschliessend bei Small Dog Electronics Tiger mit 5 US$ Rabatt, sie erhalten damit das E-Buch quasi kostenlos.
<http://www.takecontrolbooks.com/tiger-upgrading.html?14@@!pt=TRK-0017-TB800-TCNEWS>
vom TidBITS-Team <editors@tidbits.com>
[Übersetzung: Roland Müller <mail@duesenschrieb.de>]
Die erste Internet-Adresse unter jedem Thema verweist auf die herkömmliche Website von TidBITS-Talk; die zweite Adresse zeigt auf unseren Web Crossing-Server, der mit einem anderen Erscheinungsbild aufwartet und etwas schneller ist.
Die Erstellung PDF-basierter E-Books -- Ein Leser hat Schwierigkeiten beim Generieren von PDF-Dateien, die sich zum Drucken und zum Lesen eignen und findet Antworten im TidBITS-Talk. ("Creating PDF-based ebooks" - 4 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2729>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/578/>
Mac OS X CAD-Programme -- Welche Programme zum Erstellen von Architekturzeichnungen gibt es für den Mac? Es wird Software diskutiert, die vom Profilevel bis zu Anfängerprogrammen reicht. ("Mac OS X CAD programs" - 8 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2731>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/580/>
Apple greift hart gegen Google AdWords durch -- Adams Artikel über die Google-Restriktionen bei der Verwendung von Begriffen wie "Mac" fördert ähnliche Erfahrungen bei den Lesern zutage und startet eine Diskussion dazu. ("Apple Cracks Down on Google AdWords" - 10 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2732>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/581/>
Virtual PC 7.x: wie tief? -- Ist die letzte Version von Virtual PC gut genug, um sie anstelle eines Windows-basierten PCs zu verwenden? ("Virtual PC 7.x: How deep?" - 4 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2734>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/583/>
Power Mac G5/1,8: Der fehlerhafteste Mac aller Zeiten? -- Das Power Mac Modell G5 1,8 GHz scheint mehr Probleme zu bereiten als andere Macs. Was aber davon abhängt, womit man ihn vergleicht und ob die Gerüchte tatsächlich die Realität widerspiegeln. ("Power Mac G5/1.8: The buggiest Mac ever?" - 3 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2736>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/585/>
Übersetzung dieser Ausgabe: Roland Müller <mail@duesenschrieb.de>, Sven Kornmann <kornmann@arcor.de> und Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Lektorat: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Koordination dieser Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Copyright der deutschen Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
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