
Die letzte Woche hat uns eine ganze Menge von Ankündigungen beschert, inklusive Apples Rekord-Quartalsergebnisse und die Vorstellung eines videotauglichen iPods, eines neuen iMacs mit einer eingebauten iSight-Kamera sowie iTunes 6 mit der Möglichkeit, im iTMS TV-Show-Mitschnitte zu kaufen. All dies vermochte allerdings nicht vollständig von Palms Präsentation der beiden neuen Handhelds Z22 und TX abzulenken. Auch Microsoft war rege. Es hat ein Gerichtsverfahren gegen RealNetworks beigelegt und Pläne angekündigt, sein eigenes Instant Messaging Netzwerk mit jenem von Yahoo kompatibel zu machen. Und "last but not least" hat James Thomson das elegante Rechen-Dienstprogramm PCalc 3 ausgeliefert, während wir selbst "Take Control of Permissions in Mac OS X" veröffentlicht haben.
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[Übersetzung: Roland Müller <mail@duesenschrieb.de>]
PCalc packt was drauf! (und zwar eine neue Version) -- PCalc ist ein Rechen-Dienstprogramm von James Thomson (der auch DragThing entwickelt hat, mein bevorzugtes Programm- und Dateiendock). Die Programierung eines Desktop-Rechenprogramms ist eine recht undankbare Aufgabe, weil die Anwender das Gefühl haben, dass Arithmetik etwas ist, was Computer eh drauf haben sollten, und weil ein kostenloses Rechenprogramm meist eh ab Werk mitgeliefert wird. PCalc jedoch hat ein bemerkenswertes Beharrungsvermögen. Es ist schon lange auf dem Markt. Und es ist der Desktop-Taschenrechner, den Apple mit jeder erneuten Version seines Calculators nachzuahmen versucht. Die Tiger-Version von Apples Calculator drohte den Vorsprung aufzuholen, nachdem sie die umgekehrte polnische Notation sowie einen Hexadezimal- und Binärmodus beinhaltete. Nun jedoch schlägt PCalc mit Version 3 zurück, die erweiterbare Umrechnung von Maßeinheiten, neue Anwenderfunktionen und ein überlegenes Interface aufweist (man kann praktisch alles ohne Mauseinsatz machen, zudem sieht Version 3, wenn alle drei Schubladen mit RPN-Speicher, Unicode und Papierrolle geöffnet sind, wirklich elegant aus). PCalc setzt Tiger 10.4.2 voraus (und bringt ein Widget fürs Dashboard mit). Es kostet 20 US$ und kommt als Gratis-Update für bestehende PCalc-Anwender. [MAN]
<http://www.pcalc.com/english/whatsnew.html>
Adam hilft beim Start des Podcasts von MacNotable -- Podcasting ist derzeit angesagt, und wir haben in Zusammenhang mit TidBITS und TakeControl schon mehrfach darüber nachgedacht. Aber die Hindernisse sind groß - komplett neue Techniken und Fähigkeiten sind vonnöten, zusammen mit interessanten Themen, die zu besprechen sind und der Notwendigkeit, in unserem eh übervollen Terminkalender regelmäßig Zeit dafür freizumachen. Als Chuck Joiner, der eine Masse Erfahrung mit seinem 'The User Group Report' gesammelt hat, mir telefonisch eine Idee vortrug, habe ich deshalb meinerseits mit einer eigenen Idee gekontert - warum nicht einen neuen Podcast mit einer Gruppe weithin bekannter Macianer produzieren, die bis dato mit Podcasting noch nichts am Hut gehabt haben? Diese Idee - mittlerweile in Form des MacNotables Podcast Realität geworden - hat auf einen Schlag alle Probleme eliminiert, die viele von uns davon abgehalten hatten, ins Podcasten einzusteigen. Chucks Produktions-, Interview- und Terminplanungsgeschick stellen den Podcast auf festen Boden, wozu ein umfangreiches Who-is-who der Teilnehmer gehört, inklusive Chris Breen von PlaylistMag.com, Bryan Chaffin von The Mac Observer, Jim Dalrymple von MacCentral und Macworld.com, Tonya und ich selbst für TidBITS, Andy Ihnatko von der Chicago Sun-Times, Ted Landau, Bob LeVitus vom Houston Chronicle sowie Dennis Sellers von Macsimum News. Die ersten Folgen sind Podiumsdiskussionen gewesen. Die erste hat sich um Apples Finanzen und Spekulationen bezüglich der Ankündigungen von vergangener Woche gedreht, während die zweite Folge sich mit Apples neuen Produkte auseinandergesetzt hat. Hören Sie also mal rein und freuen Sie sich auf weitere "notable" Folgen. Mit dem zweiten Link unten können Sie MacNotables via iTunes abonnieren. Die MacNotables-Homepage hat sowohl einen Link zum Buchen eines RSS-Feeds als auch zum direkten Mithören. [ACE]
<http://www.macnotables.com/>
<http://phobos.apple.com/WebObjects/MZStore.woa/wa/viewPodcast?id=82507146>
von Geoff Duncan <geoff@tidbits.com>
[Übersetzung: Sven Kornmann <kornmann@arcor.de>]
Apple Computer hat die Finanzzahlen des vierten fiskalischen Quartals 2005 veröffentlicht und... naja, es gibt keinen anderen Weg, es zu nehmen. Irgendwo in Cupertino rollt sich jemand in einem großen Haufen Geld hin und her und lacht dabei wie ein Comicheft-Bösewicht auf Stickoxid. Apple verdiente 340 Mio. US$ bei 3,68 Mrd. US$ Umsatz und markierte damit den höchsten Quartalsumsatz und -gewinn in der 29-jährigen Unternehmensgeschichte. Verglichen mit dem Vorjahresquartal vervierfachte Apple seinen Gewinn.
<http://www.apple.com/pr/library/2005/oct/11results.html>
Für das Quartal lag Apples Umsatzrendite bei gesunden 28,1 Prozent (von 27 Prozent ein Jahr davor), und 40 Prozent des Unternehmensumsatzes kamen von außerhalb der Vereinigten Staaten. Das Quartal schließt auch ein großartiges Jahr für die Firma ab, markiert durch 68 Prozent höheren Umsatz und eine 384-prozentige Steigerung des Nettogewinns im Jahresvergleich. Apple setzte im fiskalischen Jahr 2005 13,93 Mrd. US$ um, aus denen man 1,335 Mrd. US$ Profit herausquetschte.
Was begünstigt Apples überraschenden Gewinn? In einem Wort, iPods. Um klar zu sein, die Firma schaffte es, 1,2 Millionen Macintosh-Computer auszuliefern (fast gleichmäßig auf Desktop- und mobile Geräte aufgeteilt, mit 602.000 zu 634.000 Macs der jeweiligen Sorte), eine sehr beachtenswerte Steigerung um 48% im Vergleich zum Vorjahr. Und die Firma generierte 590 Mio. US$ an Erlösen für Dinge wie Zubehör und Nicht-Computerhardware, Software wie dem iLife-Anwendungspaket und Mac OS X, und .Mac-Mitgliedschaften etc.
Dennoch werden dieses traditionellen Aktivitäten von Apple, einer Computerfirma, rapide überschattet durch das Musikgeschäft, das nun zu mehr als 40 Prozent der Unternehmenserträge beiträgt. Apple lieferte 6,45 Millionen iPods in den letzten drei Monaten aus und brachte weitere 265 Mio. US$ von anderen Musikangeboten wie dem iTunes Music Store ein. (Und man kann sicher sein, dass einiges Geld, das unter separater Hardware und Zubehörteilen aufgeführt ist, ebenfalls etwas mit dem iPod zu tun hat: Lautsprecher, Kopfhörer, Batterien, Adapter... und "um Himmels Willen", Socken.)
Denkt Apple, der Ball werde aufhören zu rollen? Njet: für sein erstes Quartal 2006 - das die Kaufsaison Ende des Jahres mit einschließt - erwartet Apple Umsätze von etwa 4,7 Mrd. US$.
von Geoff Duncan <geoff@tidbits.com>
[Übersetzung: Sven Kornmann <kornmann@arcor.de>]
In einer ihrer firmentypischen Medienveranstaltungen in San Jose am 12. Oktober 2005 packte Apple Computer seinen neuen videofähigen iPod der fünften Generation aus sowie einen neuen, flacheren iMac mit einer integrierten iSight-Videokamera und neuer Front Row-Mediensoftware.
Zunächst bringt Apples 5 GByte-iPod ein 2,5-Zoll LCD-Display mit, das wie die vorherigen farbigen iPods Albumcover und Fotos darstellen, aber auch Videos abspielen kann, inklusive Musikvideos, TV-Serien, Videopodcasts und Filme. Die neuen iPods sind in Kapazitäten von 30 GByte und 60 GByte für 320 EUR bzw. 430 EUR erhältlich: Apple sagt, dass das 60 GByte-Modell bis zu 150 Stunden Video aufnehmen kann. Die neuen iPods sind auch flacher als ihre Vorgänger, die jetzt klobig dagegen aussehen: das 30 GByte-Modell misst 4,1 x 2,4 x 0,3 Zoll (104 x 61 x 11 mm), während das 60 GByte-Modell mit 4,1 x 2,4 x 0,55 Zoll ein klein wenig dicker ist (104 x 61 x 14 mm). Die neuen iPods werden von Apple diese Woche sowohl in weiß als auch im sehr begehrten Schwarz verfügbar sein.
<http://www.apple.com/de/ipod/ipod.html>
Wie vorherige Versionen arbeitet der neue portable Player der fünften Generation sowohl mit Mac OS X als auch mit Windows XP; Video und andere Inhalte werden auf den iPod über iTunes 6, das auch angekündigt wurde (siehe "iTunes 6 erhält Video" woanders in dieser Ausgabe) auf dem Computer des Benutzers synchronisiert. Apple sagt, dass die neuen 60 GByte-iPods Saft für bis zu 20 Stunden Musik haben, während die 30 GByte-Modelle Lieder bis zu 14 Stunden lang abspielen. Die Wiedergabe von Video und Diashows ist jedoch aufwändiger: das 60 GByte-Modell spielt 4 Stunden Fotos oder 3 Stunden Video, während das 30 GByte-Modell nach 3 Stunden Fotos oder 2 Stunden Video aussteigt. Die iPods bringen eine Stereo-Minibuchse für Kopfhörer, einen Dock-Anschluss, der USB 2.0-Verbindungen mit einem Computer ermöglicht, und (am bestechendsten) einen Komposit-Video- und Audioausgang über die Minibuchse mit, was es Anwendern erlaubt, Videos, die auf dem iPod gespeichert sind, mit einem speziellen AV-Kabel am Fernseher oder anderen Ausgabegeräten abzuspielen. Ein separates Universal-Dock-Zubehör unterstützt S-Video. Fehlt den neuen iPods etwas? FireWire. Solange Sie nicht jede Menge Zeit zur Verfügung haben, werden Sie sich einen Mac mit USB 2.0 wünschen, um Musik, Podcasts, Video und andere Inhalte auf einen neuen iPod zu laden.
<http://www.apple.com/de/itunes/>
Damit es nicht in dem (ähem) Shuffle untergeht; Apple stellte auch einen neuen, flacheren iMac G5 mit 17- oder 20-Zoll LCD-Display, integrierter iSight-Videokamera und neuer Front Row-Mediensoftware vor, die Musik und Videos aus Ihrer iTunes-Sammlung abspielen, Diashows aus iPhoto-Bildern oder Heimvideos vorführen kann - alles von jedem Sitzplatz in der Nähe aus über eine beigelegte Fernbedienung in einem [an dieser Stelle räuspert sich der amerikanische Autor dieses Artikels zum zweiten Mal -- SK] familiär aussehenden Clickwheel-Design. Obwohl Front Row einfachen Zugriff auf Medien auf dem iMac gewährt, ist es fast noch interessanter zu sagen, was Front Row nicht ist: ein persönlicher Videorekorder oder Medienserver. Front Row verwandelt einen Mac weder in einen persönlichen Videorekorder nach TiVo-Art, noch verwaltet es Versorgung durch oder Zugriff auf Medien über ein Netzwerk.
<http://www.apple.com/de/imac/>
<http://www.apple.com/de/imac/frontrow.html>
Klar eher aufs Schlafzimmer als aufs Heimtheater ausgerichtet, bringt der iMac G5 eine bekannte Auswahl technischer Spezifikationen mit: entweder einen 1,9 oder 2,1 GHz PowerPC G5-Prozessor, 512 MByte RAM (aufrüstbar auf bis zu 2,5 GByte), eine 160 oder 250 GByte-Festplatte, ein 8x SuperDrive, eine ATI Radeon X600 Pro oder X600 XT-Grafikkarte, zwei FireWire 400-Anschlüsse, drei USB 2.0-Anschlüsse, zwei USB 1.1-Anschlüsse, und einen VGA-Ausgang plus S-Video und Composite-Videoausgang (über einen separaten Adapter). Die iMac G5 bringen außerdem Gigabit-Ethernet, AirPort Extreme, integriertes Bluetooth, eingebaute Stereo-Lautsprecher, ein eingebautes Mikrofon, Kopfhörer/optischen Audioausgang und Audioeingang mit. Namentlich fehlt ein eingebautes Modem, obwohl man ein externes USB-Modem für 50 US$ nachrüsten kann, wenn man gezwungen ist, eine Wählverbindung ins Internet zu benutzen oder sich wünscht, Faxe zu senden und zu empfangen.
Als Ausgleich kommt die eingebaute iSight zum iMac neu hinzu, passend für Videokonferenzen mit iChat AV, oder zum Erstellen Ihrer eigenen Heimvideos und Video-Podcasts. Eine neue Anwendung namens PhotoBooth verwandelt den iMac in einen Passbildautomaten. Die neuen iMacs kommen außerdem mit Apples Mehrtastenmaus Mighty Mouse, was den neuen iMac G5 zum ersten Macintosh in der Geschichte macht, der standardmäßig mit einer Mehrtastenmaus ausgeliefert wird. Scheinbar ist die Eintastenmaus von Apple dabei, ausgemustert zu werden, wenn man bedenkt, dass die Mighty Mouse und die Bluetooth-basierte Apple Wireless Maus die einzigen Zeigeinstrumente sind, die jetzt separat erhältlich sind.
<http://www.apple.com/de/imac/isight.html>
<http://www.apple.com/de/>
Die neuen iMac G5-Modelle sind ab dieser Woche erhältlich; die Preise gehen von 1.350 EUR für das Modell mit 17-Zoll und 1,9 GHz, bis zu 1.750 EUR für die 20-Zoll Version mit 2,1 GHz, wobei diverse BTO-Optionen verfügbar sind.
von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]
Im langersehnten "One More Thing..."-Spezialanlass von letzter Woche hat Apple-Chef Steve Jobs iTunes 6 vorgestellt, nur fünf Wochen nach der Veröffentlichtung von iTunes 5. Diese Nummerierung war irgendwie etwas irreführend; iTunes 5.0 war eigentlich nur das nächste kleinere Update nach iTunes 4.9 und die neuen Funktionen haben das auch deutlich gemacht. Obwohl es nicht anders aussieht als seine Vorgänger, betritt iTunes 6 (und der iTunes Music Store) in verschiedener Hinsicht Neuland, am stärksten vorallem in der Unterstützung für Video.
Neben der Riesenauswahl an Liedern im iTunes Music Store erlaubt iTunes jetzt auch den Kauf von Kurzfilmen von Pixar, Musikvideos und ausgewählten TV-Serien von Disney und ABC für 1.99 US$; Als TV-Serien werden zurzeit "Desperate Housewives", "Lost", "Night Stalker", "The Suite Life" und "That's So Raven" angeboten. Neue Episoden erscheinen am Folgetag der Erstausstrahlung. Jede Episode benötigt ungefähr 180 MByte und Jobs hat gesagt, dass sie zum Herunterladen über eine Breitbandverbindung ungefähr 10 bis 20 Minuten benötigen. Neben den TV-Serien können Sie auch Musikvideos und Kurzfilme für 1.99 US$ kaufen; sie sind kleiner und deshalb schneller heruntergeladen. Die Videos zeigen 320 x 240 Pixel (die gleiche Auflösung wie beim neuen Video iPod), erwarten Sie also nicht die gleiche Qualität wie bei DVDs.
Ebenfalls neu in iTunes 6 ist die Möglichkeit, Musik, TV-Serien oder Musikvideos an andere Personen (mit einer E-Mail-Adresse) zu verschenken. Damit eignet sich der iTunes Music Store auch als Geschenkladen, war doch das Verschenken von herunterladbaren Produkten bisher immer ein wenig trickreick gewesen.
Ein weiterer Versuch das Einkaufen beim iTunes Music Store noch angenehmer zu machen, besteht im Dienst "Just For You", mit dem Ihnen Musik vorgeschlagen wird, die von anderen Käufern ebenfalls gekauft oder empfohlen worden ist. "Just For You" befindet sich noch im Beta-Stadium und obwohl einige Empfehlungen ganz vernünftig waren, entpuppten sich andere als ziemlich abwegig (etwa die Empfehlung des Hörbuches von "Prince Caspian" von C. S. Lewis nur weil ich das Musikalbum "Painting It Red" von den "Beautiful South" gekauft habe). Wenn Sie die automatisch generierten Empfehlungen nicht mögen, können Sie vielleicht über die neuen Musikbewertungen erfahren, welche Musik Ihnen gefallen könnte. Mit diesen Funktionen die Amazon populär gemacht hat, wird es nicht mehr lange dauern, bis auch im iTunes Music Store eine Beliebtheitsskala von Musikstücken und TV-Serien auftauchen wird.
Zurzeit sind die TV-Serien nur in den USA verfügbar, wahrscheinlich aufgrund von lizenzrechtlichen Bestimmungen. Das ist natürlich schlecht, da die rasche Verfügbarkeit dieser Episoden auch in anderen Ländern sehr gern gesehen würde, die ansonsten Monaten oder gar Jahre darauf warten müssen. Einige Sendungen der britischen BBC würden sicher auch in den USA auf grosses Interesse stossen.
Offensichtlich sind die jetzt verfügbaren TV-Serien nur die Spitze des Eisbergs, angesichts der Vielzahl von weiteren Serien und Spielfilmen von ABC und Disney und ihrer Partner, etwa dem Sportkanal ESPN. Sollte das Herunterladens von TV-Serien zum Renner werden, wird Steve Jobs sicher versuchen, auch andere Sender dazu zu bringen, ihre TV-Sendungen im iTunes Music Store zur Verfügung zu stellen, besonders ältere Serien die sich immer noch grosser Beliebtheit erfreuen. Das, meine Freunde, wird zu einer nachhaltigen Veränderung in der Medienlandschaft führen. Es gibt viele Personen (etwa Tonya und ich) die den TV-Kabelanschluss sofort für den Zugriff auf einzelne Sendungen hergeben würden.
In meinen Augen wird der Verkauf von Musikvideos wohl weniger beliebt sein, da solche Videos häufig als Werbeplattform für die Musiker dienen und als Werbung bis jetzt auch meistens gratis zu bekommen waren. Es ist unbestritten, dass einige Musikvideos neue künstlerische Masstäbe setzen und als eigene Kunstform gelten können, aber ein mehrminütiges Musikvideo zum gleichen Preis zu verkaufen wie eine sechzig Minuten lange TV-Episode scheint mir doch etwas frech.
Es muss auch festgehalten werden, dass mit der zunehmenden Fokussierung auf Video im iTunes Music Store dieser Name immer unpassender und ungeeigneter erscheint, etwa so unpassend wie das Start-Menü in Windows, mit dem sich der Computer auch abschalten lässt. Apple hat natürlich viel in die Marken "iTunes" und "iTunes Music Store" investiert und es wird deshalb nicht einfach sein, auf einen allgemeineren Begriff zu wechseln (etwa "iPod for Macintosh" für die Software und "iPod Store" für den Musikladen).
iTunes 6 ist natürlich weiterhin kostenlos und kann als 14 MByte grosse Datei heruntergeladen oder über Software Update automatisch aktualisiert werden. iTunes 6 benötigt Mac OS X 10.2.8 oder höher, wobei für Video Mac OS X 10.3.9 vorausgesetzt wird. Um Videos aus dem iTunes Music Store abspielen zu können, wird zusätzlich QuickTime 7.0.3 benötigt, das kostenlos über Software Update oder separat als 32.3 MByte grosses Paket heruntergeladen werden kann.
<http://www.apple.com/itunes/download/>
<http://www.apple.com/quicktime/download/>
von Glenn Fleishman <glenn@tidbits.com>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]
Die Moral der Einigung zwischen RealNetworks und Microsoft von letzter Woche ist offensichtlich, dass wenn man einen Rechtsstreit gegen den Giganten aus Redmond nur lange genug am Köcheln hält, man mit einer hohen Summe entschädigt wird, in diesem Fall mit 761 Mio US$.
<http://www.realnetworks.com/company/press/releases/2005/real_microsoft.html>
Das soll aber nicht heissen, dass die Klagen des ehemaligen Microsoft-Mitarbeiters und Gründers von RealNetworks, Rob Glaser, gegen die räuberischen Geschäftspraktiken von Microsoft unbegründet seien. Es ist im Gegenteil so, dass Microsoft durchaus alles daran gesetzt hat, Windows für die Produkte von RealNetworks zu einem feindlichen Territorium zu machen. Ob diese Praktiken allerdings aus zivil- oder strafrechtlichen Gründen gegen geltendes Gesetz verstiessen, muss noch bewiesen werden; Microsoft wurde wegen Verletzung von Kartellgesetzen im Jahre 2000 verurteilt (siehe unseren Artikel in TidBITS-525_).
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-525.html#Anker1>
Die 761 Mio US$ für RealNetworks werden in zwei Teilen ausbezahlt. Die erste Rate von 460 Mio US$ wird sofort bezahlt und soll RealNetworks für den erlittenen weltweiten Schaden entschädigen. Real bekommt zudem langfristigen Zugang und Lizenzen zur Windows Media-Technologie von Microsoft. Microsoft wird zudem die Software von RealNetworks besser in Windows integrieren und den Anwendern damit erlauben, selber die passende Multimediasoftware auszuwählen. Hersteller wie Dell werden den RealPlayer auf neuen PCs vorinstallieren können, ohne dass Microsoft gleich wieder Zeter und Mordio schreit.
Die zweite Rate von 301 Mio US$ wird über Dienstleistungen verrechnet. Microsoft wird Rhapsody, den Musikabonnementsdienst von RealNetworks über MSN vermarkten und RealNetworks erhält das Recht, in MSN Werbung für Rhapsody unterzubringen. Im Gegenzug wird RealNetworks die Suchmaschine von MSN in den RealPlayer integrieren und verpflichtet sich, zukünftig bestimmte Microsoft-Technologien zu nutzen.
Was bedeutet das jetzt für Apple? Microsoft wird RealNetworks nicht kaufen und es verbleiben deshalb weiterhin drei konkurrierende Multimedia-Formate: Windows Media, RealAudio/RealVideo und QuickTime. Der Markt wird also weiterhin in drei Segmente zerfallen. Es ist klar, dass sowohl RealNetworks wie Microsoft ihre eigenen Formate und Dienste separat weiterentwickeln werden. Für Apple beunruhigend ist aber die Tatsache, dass die beiden Firmen in Zukunft ihre Systeme für das Rechtemanagement ("Digital Rights Management - DMR") austauschbar machen wollen, was zusätzlichen Druck auf Apples Dreieinigkeit von iTunes/iPod/iTunes Music Store mit seinem proprietären DRM namens FairPlay bedeutet.
In den vergangenen Jahren hat sich RealNetworks immer mehr von seinen Ursprüngen als Herstellerin von Serversoftware mit einem kostenlos Player entfernt. Jetzt gleicht die Firma immer mehr einem hochwertigen Abonnementsdienst, der Inhalte lizenziert und über seinen RealPlayer Gold Service (Video) oder Rhapsody (Audio) unter die Leute bringt (im Falle von Musik kann für eine monatliche Gebühr eine unbegrenzte Anzahl von Musikstücken als Online-Stream angehört, aber nicht als Datei heruntergeladen werden).
Der Aktienkurs von Real ist nach der Ankündigung um 36 % nach oben geschossen und hat einen Schlusskurs von annähernd 8 US$ erreicht. Der Aktienkurs, bereinigt nach Aktiensplits, hat seinen Höchststand im Jahr 2000 mit fast 100 US$ erreicht. In den letzten beiden Jahren hat sich der Kurs zwischen 5 und 7 US$ bewegt. Die erste Zahlung von 460 US$ erhöht die flüssigen Mittel von RealNetworks von 260 Mio US$ auf 720 Mio US$.
(Hinweis: Ich besitze einige wenige Aktien von RealNetworks, da ich vor einigen Jahren einer Firma geholfen habe, die wenig später von RealNetworks übernommen worden ist. Ich habe nie für RealNetworks gearbeitet und in Anbetracht meines kleinen Portfolios sind meine materiellen Interessen vernachlässigbar.)
von Glenn Fleishman <glenn@tidbits.com>
[Übersetzung: Hartmut Greiser <linarte.post@gmail.com>]
Für eine Technologie, mit deren Hilfe Menschen weltweit leicht kommunizieren können, geben sich die aktuellen Instant Messaging (IM) Netzwerke überraschend verschlossen. Zur Zeit können die Nutzer der drei wichtigsten IM-Netze - MSN, Yahoo und AOL (das Apple für iChat nutzt) - nicht über unterschiedliche Dienste miteinander chatten. Diese Einschränkung wird allerdings innerhalb der nächsten 6 Monate verschwinden; Microsoft (MSN) und Yahoo haben letzte Woche bekannt gegeben, dass ihre IM-Netze im zweiten Quartal 2006 zusammenarbeiten werden.
<http://www.eweek.com/article2/0,1895,1870365,00.asp>
Beide Netzwerke stehen für etwa 44% aller Nutzer, aber eWeek weist auf Untersuchungen hin, die zeigen, dass AOL (mit einem Marktanteil von 56 %) zu etwa 40% regelmäßig genutzt wird. Jahrelang haben sich MSN, Yahoo und AOL wegen einer gemeinsamen Nutzungsmöglichkeit gezankt, und ab und zu hat einer von ihnen versucht, eine vorübergehende Brücke zwischen den Netzwerken zu bauen. Es war aber klar, dass eine Vereinbarung auf oberster Ebene erforderlich war, um das Problem zu lösen.
Zu den grundlegenden Gemeinsamkeiten zwischen MSN Messenger und Yahoo Messenger werden Buddylists, Sprachverbindungen zwischen Computern und Emoticons (Gott-sei-Dank ;-}) gehören.
Es ist denkbar, dass AOL sich durch diesen Zusammenschluss am Ende gezwungen sieht, mitzumachen und Zwischenverbindungen zuzulassen, da es für ihre IM-Nutzer für zunehmenden Frust sorgen dürfte, wenn ihnen der Zugang zum kombinierten Microsoft/Yahoo-Netz verwehrt bliebe.
In den USA haben die SMS-Dienste der Mobilfunker solange keine besondere Rolle gespielt, bis verschiedene Anbieter sich zusammengerauft hatten und einen einfachen Nachrichtenaustausch zwischen ihren Netzen zuließen. Erst danach ging es hier mit SMS und den fortschrittlicheren MMS-Diensten so richtig los. Nutzer von Textdiensten anderswo auf der Welt, die schon zwischen den Netzwerken kommunizieren können, wurden schon vor Jahren angesteckt.
Windows-Anwender, die verschiedene IM-Netzwerke nutzen, haben eine Zeit lang mit dem Programm Trillian gearbeitet. Trillian kann zwar nicht verschiedene Chat-Netzwerke verbinden, aber es fasst Ihr Login für mehrere Netzwerke in einem einzigen Programm mit zusätzlichen Merkmalen zusammen. Mac-Anwender können einen Blick auf Fire 1.5 oder auf Adium (noch im Entwicklungsstadium) werfen. Beide unterstützen alle wichtigen Dienste, u.A. Yahoo, MSN und AIM, auch wenn sie noch keine Lösung dafür bieten, wie der Nutzer eines Dienstes den Nutzer eines anderes Dienstes ansprechen kann.
<http://www.ceruleanstudios.com/>
<http://fire.sourceforge.net/>
<http://www.adiumx.com/>
von Glenn Fleishman <glenn@tidbits.com>
[Übersetzung: Hartmut Greiser <linarte.post@gmail.com>]
Bevor Apple am letzten Mittwoch damit anfing, die Presse in einem Auditorium zu ärgern, das keine guten Voraussetzungen für Mobiltelefone bot, stellte Palm seine zwei aktuellen Handhelds vor, beide mit standardmäßiger Mac OS X Unterstützung.
Palm, Inc. hat die "Untermarken Zire und Tungsten gestrichen, nur die Initialen bleiben. Der Palm Z22 für 100 US$ zielt auf den Gelegenheitsanwender, der nicht immer an das Nachladen seiner Batterie denkt, während der TX mehr Anschlussmöglichkeiten bietet und mit 300 US$ auf einem mittleren Preisniveau angesiedelt ist.
<http://www.palm.com/us/products/handhelds/z22/>
<http://www.palm.com/us/products/handhelds/tx/>
Palm Z22 -- Der Z22 bietet einen Infrarot- und einen Mini-USB-Port (mit einem Spezialkabel), hat aber schlauerweise ein 32 MByte Flash-RAM (das keine Daten verliert, wenn die Batterie leer ist). Der Z22 arbeitet mit Mac OS X 10.2.8 bis 10.4.x, Windows 2000 und Windows XP.
Palm hofft auf Anklang bei den Leuten, die Palm-Programme nutzen und ein transportables Gerät mit Farbbildschirm haben möchten (160 x 160 Pixel), und für die der Preis akzeptabel ist. Palm sieht auch das wichtigste Problem für diesen Kundenkreis darin, die Batterien in einem geladenen Zustand zu halten. Der Permanentspeicher ist eine großartige Idee.
Der Z22 hat ein USB-Synchronisationskabel (kommt aber ohne "Parkstation" aus). Netzteil und eine Auswahl eingebauter Software, inkl. einiger Spiele werden mitgeliefert.
Palm TX -- Der Palm TX zielt auf eine andere Anwendergruppe: sie sucht ein kleines transportables Gerät mit Internetfähigkeit und einen guten Mediaplayer. Er hat Infrarot, Bluetooth 1.1 und eingebautes Wi-Fi, 128 MByte Speicher und einen massiven 320 x 480 Pixel-Bildschirm.
Die Bildschirmausrichtung lässt sich mit einem einfachen Klick von Quer- auf Hochformat ändern, so lassen sich Webseiten und Videos bequem ansehen. Das Gerät hat einen SD/SDIO-Slot, der Karten bis zu 2 GByte aufnehmen kann (im Webstore kündigt Palm eine 2 GByte-Karte für 250 US$ an).
Im Lieferzustand kann das Gerät nur MP3s mit Hilfe von PocketTunes abspielen, nach einem Upgrade auf die Deluxe-Version ist aber auch die Wiedergabe von WMA-Dateien, von Plays4Sure-geschützten Dateien und von Streaming-Media kompatibler Dienste wie Rhapsody möglich. Für Mac-Nutzer wäre das ein Weg, Zugang zu diesen Musik-Abo-Diensten zu bekommen, da keiner davon auf dem Mac funktioniert.
<http://www.pocket-tunes.com/>
Wenn man Musik von einem Mac übertragen möchte, dann braucht man eine SD-Karte, die auf dem Mac-Desktop erscheint, als ob der Palm TX einfach ein anderes USB-Speichermedium wäre. Die PocketTunes Deluxe Version bringt keine Playback-Möglichkeit für AAC oder Protected AAC (der Standard im iTunes Music Store), weil Apple keine Lizenzen für sein FairPlay Digital Rights Management-System vergibt.
Palm liefert verschiedene Softwarepakete mit, bei zwei der drei Pakete anderer Hersteller, auf die Palm in seinen Ankündigungen besonders hinweist, gibt es aber Probleme mit dem Mac. Avvenu ist ein Programm für den Datenfernzugang, es funktioniert aber nur auf Rechnern mit Windows XP SP1 oder neuer. Mit DataViz' Documents To Go kann man Microsoft Office-Dokumente öffnen und bearbeiten; Mac PowerPoint-Dateien kann man ansehen, aber nicht bearbeiten. Speziell konvertierte PDF-Dateien lassen sich damit auch lesen, man verspricht, dass es mit einer künftigen Version möglich sein soll, diese Dateien auch ohne Konvertierung zu öffnen.
Und schließlich (obwohl es nur separat verkauft wird): in den Briefing- und Presseunterlagen, die Palm vor dem Erscheinen des TX verteilt hat, ist die Rede von einem Fernseh-Abo-Service namens MobiTV, der angeblich sehr gut über Wi-Fi läuft. Es gibt zur Zeit zwar noch keine Preisliste für MobiTV in dieser Versuchsphase, aber man denkt offensichtlich an ein Angebot von mindestens 10 Programmen für Nachrichten, Sport und Unterhaltung, das mit der Zeit noch wachsen soll.
<http://home.businesswire.com/portal/site/google/index.jsp?ndmViewId=news_view&newsId=20051011005023&newsLang=en>
<http://www.mobitv.com/>
Video, überall Video -- Die Unterschiede zwischen Apples neuem 30 GByte Video-iPod und dem Palm TX, die beide 300 US$ kosten, haben mich doch ziemlich beeindruckt. Der neue iPod hat einen 240 x 320 Pixel-Bildschirm, halb so groß wie der des Palm TX, dazu eine 30 GByte-Festplatte, die den TX RAM mit seinen 128 MByte deutlich in den Schatten stellt. Der Palm lässt sich auf vier Arten mit anderen Geräten verbinden, drei davon sind drahtlos; für den iPod gibt es nur seinen Dock-Connector. Im Lieferzustand kann der iPod verschiedene Musikformate abspielen, bietet aber keine Option für mit Microsoft DRM-gesicherte Titel oder für WMA (zumindest nicht ohne Konvertierung); der TX gibt nur MP3s wieder und für WMA (gesichert oder nicht) benötigt man ein eigenes Upgrade für 35 US$.
Hier endet der direkte Vergleich. Der Palm ist ein Mehrzweckrechner mit einem Betriebssystem, das von einem Mikrokosmos von Palm OS-Entwicklern unterstützt wird. Man kann damit Videos und Musik abspielen, Dokumente bearbeiten, Terminalsessions laufen lassen und im Web surfen.
Der iPod spielt Musik und Videos. Apple hat sich Musik- und Videolizenzen gesichert, und man geht davon aus, dass eine Menge weiterer Inhalte in Vorbereitung ist. Bei Palm gibt es nichts. Auch wenn es kaum einer wahrhaben will: der iPod bietet eine ganze Reihe eingebauter PDA-ähnlicher Merkmale, dazu die Möglichkeit, als externe Festplatte zu fungieren (siehe auch Steve Sandes "Take Control of Your iPod: Beyond the Music"). Es gibt aber keine Möglichkeit, neue Software für den iPod zu schreiben, und es ist höchst unwahrscheinlich, dass Apple Entwicklern jemals die Möglichkeit dazu einräumen wird.
<http://www.takecontrolbooks.com/ipod-btm.html?14@@!pt=TRK-0025-TB801>
Das schmälert die Qualität des iPod in keiner Weise. Seine Festplatte macht z.B. eine Menge gut, was den Unterschied Preis vs. Funktionalität ausmacht. Es ist aber ein beeindruckender Vergleich, da der Palm nicht in dem Maße nutzlos ist, wie viele der Music-Player nutzlos sind, die mit dem iPod konkurrieren. Seine Oberfläche ist nicht furchtbar, er ist nicht langsam. Der Palm macht vieles recht gut, während der iPod sich nur in einigen Punkten hervortut.
Vor wenigen Tagen hätte ich noch nicht daran gedacht, einen iPod und einen Palm nebeneinander zu legen und zu vergleichen. Jetzt liegt es auf der Hand.
von Tonya Engst <tonya@tidbits.com>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]
"Take Control of Permissions in Mac OS X" veröffentlicht -- Als Adam und ich im Jahre 2003 die E-Bücher der "Take Control"-Serie konzipiert haben, sind uns mehrere E-Bücher vorgeschwebt, die jedes wie ein einzelnes Kapitel in einem grossen Buch über den Macintosh funktionieren würden. Leser könnten sich nur diejenigen Kapitel kaufen, an denen sie Interesse haben und wir würden detailliertere und aktuellere Informationen als in einem herkömmlichen Buch liefern können.
In unseren ersten Besprechungen mit Autoren haben einige von ihnen das Thema der Zugriffsrechte vorgeschlagen, diese manchmal etwas störrischen Einstellungen mit denen sich festlegen lässt, wer was mit welchen Dateien, Ordnern und Disks anstellen kann. Zwischen Anekdoten über die Probleme die wir bereits mit Zugriffsrechten erlebt haben - Dateien die sich nicht löschen lassen, Start-Laufwerke die uns den Zugriff auf unsere eigenen Dateien verweigern, die Notwendigkeit die Zugriffsrechte von Zeit zu Zeit "reparieren" zu müssen - haben wir versucht, dieses Thema in E-Büchern unterzubringen, an denen bereits gearbeitet wurde, etwa "Take Control of Users & Accounts in Panther" oder "Take Control of Sharing Files in Panther". Allerdings verlangt das Beherrschen der Zugriffsrechte eine sorgfältige Balance zwischen praktischen Übungen und theoretischen Informationen und das Thema war einfach zu komplex, um in einem E-Buch über Accounts oder das Freigeben von Dateien abgehandelt zu werden.
Überspringen wir ein Jahr. Aus heiterem Himmel sind wir von Brian Tanaka kontaktiert worden, der ein E-Buch über Zugriffsrechte schreiben wollen. Mit seiner jahrelangen Unix-Erfahrung und der Liebe zum Macintosh war er für diese Aufgabe der perfekte Kandidat und ich übernahm die Aufgabe, das Buch zu lektorieren, wohlwissend dass ich damit mein technisches Verständnis von Mac OS X ausweiten musste, da ich selber kaum Erfahrung mit Unix habe. Ich sagte mir aber, dass wenn ich das E-Buch verstehen würde, es auch unseren Lesern gelingen müsste. Nach mehreren Monaten, vielen Diskussionen und Expertenmeinungen stelle ich Ihnen hiermit mit grosser Freude das neuste E-Buch "Take Control of Permissions in Mac OS X" vor.
Nach der Lektüre dieses Buches werden Sie Ihren Mac so gut verstehen wie noch nie zuvor und Sie lernen dabei, persönliche Dateien zu schützen, Dateien sicher und korrekt auf Server zu kopieren und von dort zu holen, externe Festplatten mit dem "Ignore Permission"-Schalter zu versehen, falsche Zugriffsrechte zu "reparieren" und Dateien zu löschen, die einfach nicht verschwinden wollen. Wer noch tiefer gehen will, findet Informationen über das "sticky bit", "Access Control Lists (ACL)", Bitmuster für Zugriffsrechte und den Unterschied zwischen symbolischen und absoluten Zugriffsrechten. Das Buch diskutiert auch die Vor- und Nachteile beim Bearbeiten der Zugriffsrechte über das Fenster "Eigenschaften" im Finder, mit leistungsfähigeren Werkzeugen von Drittherstellen und über die Kommandozeile von Unix; für jede Möglichkeit (insbesondere die flexible und leistungsfähige Kommandozeile) werden detaillierte Anleitungen geliefert.
Unter der folgenden Internet-Adresse können Sie mehr über Brians E-Buch erfahren, einen 26-seitigen Auszug herunterladen und eine Bestellung aufgeben:
<http://www.takecontrolbooks.com/permissions-macosx.html?14@@!pt=TRK-0026-TB801-TCNEWS>
vom TidBITS-Team <editors@tidbits.com>
[Übersetzung: Roland Müller <mail@duesenschrieb.de>]
Die erste Internet-Adresse unter jedem Thema verweist auf die herkömmliche Website von TidBITS-Talk; die zweite Adresse zeigt auf unseren Web Crossing-Server, der mit einem anderen Erscheinungsbild aufwartet und etwas schneller ist.
iDisk-Leistung -- Die geringe Geschwindigkeit beim Zugriff auf Dateien auf einer iDisk löst eine Diskussion um Alternativen aus. ("iDisk Performance" - 3 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2737>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/586/>
10.4 vs. 10.3.9 -- Der Besitzer eines neuen Mac mini ist unzufrieden mit Tiger. Kann er zurückkehren zu Panther? Im Zusammenhang mit dieser Diskussion bieten Leser Lösungen an, wie man die Leistung beispielsweise durch Abschalten von Dashboard und Spotlight verbessern kann. ("10.4 vs 10.3.9" - 14 Beiträge
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2738>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/587/>
Aktivierung in Adobe CS2 -- Adobe Creative Suite 2 kann pro Lizenz auf zwei Rechnern installiert werden (etwa auf einem Desktop-Rechner und einem Laptop). Aber was passiert, wenn einer der Macs die Grätsche macht? ("Activation in Adobe CS2" - 3 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2739>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/588/>
Wie säubert man Tastaturen? -- Feuchter Lappen? Druckluft? Spülmaschine?!? Entdecken Sie die zahllosen Methoden der Tastaturreinigung. ("How to clean keyboards?" - 7 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2741>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/590/>
Testbericht: Die iBook/AirPort/Mac OS X-Erfahrung -- Ein Leser und Mac-Neuling erzählt über seine Erfahrungen und stellt ein paar Fragen zum Kauf eines iBooks und einer AirPort-Basisstation. ("Review: The iBook/AirPort/OS X experience" - 8 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2743>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/592/>
TidBITS 800: Aktuelle Trends -- Leser reagieren auf Adams Artikel zum aktuellen Status der Mac-Welt. ("TidBITS 800: Trends to Watch" - 2 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2744>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/593/>
Der iMac-Zyklop -- Die im neuen iMac integrierte iSight-Kamera hat einige Aufmerksamkeit hervorgerufen. TidBITS-Leser haben aber auch festgestellt, dass der iMac ohne eingebautes Modem auskommen muss (lediglich ein externes Modem ist erhältlich). ("The iMac Cyclops" - 10 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2745>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/594/>
Übersetzung dieser Ausgabe: Roland Müller <mail@duesenschrieb.de>, Sven Kornmann <kornmann@arcor.de>, Hartmut Greiser <linarte.post@gmail.com> und Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Lektorat: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Koordination dieser Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Copyright der deutschen Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
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