
Gerade rechtzeitig zu Halloween überrascht uns Apple mit einem monstermäßigen Set von Fehleraustreibungen in Mac OS X 10.4.3! Travis Butler meldet sich zurück mit einem Überblick über marktgängige Netzteile für Apples Laptops, während sich Geoff Duncan in ICANNs unendliche Internet-Seifenoper einschaltet. Adam gibt Neuigkeiten und Tipps zu einigen neuen Retrospect 6.1-Aktualisierungen preis. Zudem schauen wir uns die dritte Generation der Squeezebox an, dazu SlimServer 6.2, OmniWeb 5.1.2, eine Reihe professioneller Videosoftware-Aktualisierungen von Apple und natürlich die Eröffnung des iTunes-Music-Stores in Australien.
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[Übersetzung: Roland Müller <mail@duesenschrieb.de>]
iTunes Music Store verkauft mehr als 1 Million Videos -- Weniger als 20 Tage nach der Präsentation der neuen videotauglichen iPods und der Ankündigung, dass Apple Musikvideos, Kurzfilme und ausgewählte werbefreie ABC TV-Serien zum Stückpreis von 1,99 US$ anbietet, teilt Apple mit, dass man über den iTunes Music Store bereits mehr als 1 Million Videos verkauft habe. Zu den beliebtesten Titeln zählen Musikvideos von Michael Jackson, Fatboy Slim und Kanye West, dazu Trailer von Pixars "For the Birds" und "Boundin" sowie Folgen von "Lost" und "Desperate Housewives". Apples Pressemitteilung zitiert CEO Steve Jobs, der die Verkäufe als Indikator für die Existenz eines umfangreichen Markts für legale Video-Downloads wertet und verspricht, die Videoangebote des iTMS auszubauen. Ist es noch zu früh auf "The Honeymooners" oder "Your Show of Shows" zu hoffen? [GD]
<http://www.apple.com/pr/library/2005/oct/31itms.html>
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-801.html#Artikel2>
Squeezebox im neuen Design, Software-Upgrade -- Slim Devices hat die dritte Generation ihres netzwerkfähigen Squeezebox Musicplayers (siehe "Squeezebox2: Long Live Rock" in TidBITS-782_). Die Veränderung ist weitgehend kosmetischer Natur, da das neue Playerdesign in jenem Metall-Look daherkommt, der als derzeit letzter Schrei gilt, und es aufrecht steht wie ein Bilderrahmen. (Ich persönlich mag, wie sich das vorherige Design dezent in mein HiFi-Regal einfügt.) Technische Verbesserungen beinhalten zwei interne Drahtlosantennen sowie eine neue Stromversorgung. Der Player ist erhältlich in schwarz oder weiß und mit einer passenden Fernbedienung.
<http://www.slimdevices.com/>
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-782.html#Artikel4>
SlimServer 6.2 unterstützt erstmals automatische Lautstärkekontrolle. Es vermag die gespeicherten Einstellungen des Lautstärkereglers ebenso zu lesen wie die Sound Check-Funktionen von iTunes, mp3gain, aacgain, J.River Media Center oder replaygain (in Ogg Vorbis- oder FLAC-Dateien). Das Windows Media Audio (WMA) Format wird nun auf allen Plattformenn unterstützt, inklusive Dateien und Streaming Radio. Eine neue Firmware für Squeezebox 2 und 3 unterstützt die Aufweckfunktion bei Netzwerkzugriff, Unicode-Zeichendarstellung und WPA2-Verschlüsselung in 802.11g Funknetzwerken. [ATL]
<http://www.slimdevices.com/su_downloads.html>
OmniWeb 5.1.2 vorgestellt -- Die Omni Group hat OmniWeb 5.1.2 vorgestellt, ein kleineres Update, das in erster Linie Fehler behebt (für einen ausführlichen Testbericht siehe "OmniWeb 5.0 - ein leistungsfähiger Webbrowser" in TidBITS-742_). Zu den neuen Eigenschaften von Omni Web 5.1.2 gehört die Unterstützung von Fast User Switching und des Flash Player 8-Plug-ins. JavaScript Alarm- und Bestätigungs-Dialoge zeigen nun einwandfrei die Domain an, die sie initiierte und bringen die Initiierungsseite mit einem Klick auf den Bildschirm, was eine sinnvolle Sicherheitsmaßnahme ist. Die meisten Veränderungen jedoch sind Behebungen von Programmierfehlern von eher trivialer Natur wie korrigierten Hinweisfenstern bis zu gravierenderen wie einer Reihe Systemabstürze provozierender Fehler. Eine komplette Liste findet sich in den Begleitinformationen. OmniWeb 5.1.2 kostet 30 US$, und Upgrades sind für registrierte Anwender gratis. Das Disk-Image ist 6 MByte (englische Version) oder 10,3 MByte groß (internationale Version). [ACE]
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-740-744.html#Artikel3>
<http://www.omnigroup.com/applications/omniweb/>
<http://www.omnigroup.com/applications/omniweb/releasenotes/>
Apple eröffnet iTunes Music Store in Australien -- Zur großen Freude unserer Freunde "down-under" hat Apple endlich eine Version seines iTunes Music Store in Australien eröffnet. Unseres Wissens war die Verzögerung darauf zurück zu führen, dass einer der großen Musikkonzerne sich unnachgiebig gezeigt hatte. Vielleicht erklärt sich daraus der Mangel an Musikern des Sony/BMG-Labels. Nichtdestotrotz meldet Apple ein Angebot von mehr als einer Million Musiktitel, inklusive einer Reihe exklusiver Titel von australischen Künstlern sowie über 1.000 Musikvideos. Das ist etwa die Hälfte des Repertoires im amerikanischen iTunes Muisc Store. Was derzeit noch fehlt, sind TV-Serien, die zweifelsohne einem komplett anderen Lizensierungsprozess unterliegen. Die Preise sind im Vergleich zu den 0,99 US$, die US-Bürger für die meisten Titel zahlen, ein wenig höher als im US-Store. Die meisten Songs kosten 1,69 A$, was derzeit etwa 1,28 US$ entspricht. Trotzdem ist es schön zu sehen, dass Apple schlussendlich die australischen Mac- und iPod-Besitzer erhört hat. [ACE]
<http://www.apple.com/pr/library/2005/oct/25itms.html>
Apple stellt Pro Video Updates vor -- Apple hat soeben eine ganze Reihe Aktualisierungen für seine professionelle Video-Software präsentiert. Final Cut Express HD 3.0.1 ist nun kompatibel mit den kürzlich vorgestellten Power Mac G5-Modellen mit PCI Express-Grafikschnittstelle. Das Update ist 948 KByte groß. Final Cut Pro 5-Anwendern bringt das Final Cut Pro 5-Update "verbesserte Zuverlässigkeit" und aktualisiert Final Cut Pro auf Version 5.0.3. Der Updater ist 85 MByte groß. Außerdem hat Apple das Pro Applications Update 2005-02 vorgestellt, das sowohl das Helium-Framework als auch die DesktopVideoOut-Komponenten aktualisiert, auf die Final Cut Studio, Apple Qmaster 2, und Final Cut Express HD 3 zugreifen - erhältlich via Software-Aktualisierung. Daneben verbessert Pro Application Support 3.1 die allgemeine Zuverlässigkeit der Benutzeroberfläche von Final Cut Studio, Soundtrack, Logic Pro und Logic Express. Es sind unterschiedliche Versionen für Mac OS X 10.3 und 10.4 erhältlich, jeweils 6.1 MByte groß. [JLC]
<http://www.apple.com/support/downloads/finalcutexpresshd301.html>
<http://www.apple.com/support/downloads/finalcutpro5updates.html>
<http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=302323>
<http://www.apple.com/support/downloads/proapplicationsupport31macosx104.html>
<http://www.apple.com/support/downloads/proapplicationsupport31macosx1039.html>
von Geoff Duncan <geoff@tidbits.com>
[Übersetzung: Sven Kornmann <kornmann@arcor.de>]
Apple hat Mac OS X 10.4.3 veröffentlicht, die neueste Aktualisierung seines Tiger-Betriebssystems. Zwei Versionen sind verfügbar: eine, das "Delta"-Update, aktualisiert Mac OS X 10.4.2 auf 10.4.3, während das "Combo"-Update entweder Mac OS X 10.4 oder 10.4.1 auf Version 10.4.3 bringt. Die 10.4.3-Aktualisierung ist kostenlos von Apple erhältlich, entweder über das Software-Update oder als separate Einzel-Installationsprogramme: die Größe variiert je nach Computer-Modell und installierter Software, aber bewegt sich zwischen 55 MByte für das Delta-Update und 109 MByte für den eigenständigen Combo-Aktualisierer.
<http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=301984>
<http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=301985>
Das Mac OS X 10.4.3-Update ist mehr eine Sammlung von Fehlerbehebungen und Optimierungen, als dass es neue Fähigkeiten mit sich bringt, und die Aktualisierung beinhaltet vorherige Sicherheits-Updates, die Apple für alle Versionen von Mac OS X 10.4 veröffentlicht hat. Gemäß Apple markieren die folgenden Änderungen und Verbesserungen Mac OS X 10.4.3; ausführliche Anmerkungen zur Version können über den ersten oberen URL von Apples Website, die das Delta-Update beschreibt, abgerufen werden.
<http://www.webstandards.org/act/acid2/test.html>
von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Sven Kornmann <kornmann@arcor.de>]
Nach der Veröffentlichung von Retrospect 6.1 vor einigen Wochen (siehe "Retrospect 6.1 mit voller Tiger-Kompatibilität " in TidBITS-799_) hat EMC Dantz ein paar weitere kleinere Updates nachgeschoben. Am interessantesten ist Retrospect Express 6.1, welches ein kostenloses Update für jeden ist, der Retrospect Express 6.0 im Paket mit einer externen Festplatte erworben hat; Retrospect Express wird nicht mehr separat verkauft. (Beachten Sie, dass Sie Retrospect Express 6.0 installieren müssen, bevor Sie versuchen, auf 6.1 zu aktualisieren.) Wie die Vollversion Retrospect 6.1 unterstützt auch Retrospect Express 6.1 jetzt die erweiterten Attribute und Zugangskontrolllisten (ACL) von Tiger, und bringt nebenbei ein paar Fehlerbehebungen und Optimierungen für volle Tiger-Kompatibilität. Ebenfalls kürzlich veröffentlicht wurde eine Aktualisierung für die Retrospect Client-Software, die einen Fehler behebt, der Net Retry-Fehler verursachte; Retrospect Client löschte alte retropds.log-Dateien auf dem Client-System nicht richtig. Wenn Sie Retrospect 6.1 vor dem 12. Oktober 2005 installiert haben, stellen Sie sicher, dass Sie Retrospect Client 6.1.107 oder neuer installieren. Eventuell müssen Sie es manuell installieren, da das Net Retry-Problem eine Fernaktualisierung von Retrospect behindern kann, aber der Vorteil einer manuellen Installation ist, dass der neue Retrospect Client-Installer automatisch Ausnahmen in der Mac OS X-Firewall für sich selbst hinzufügen kann.
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-799.html#MailBITS2>
<http://www.dantz.com/updates/>
<http://kb.dantz.com/article.asp?article=8132&p=2>
<http://kb.dantz.com/article.asp?article=8119&p=2>
Es gab auch einige Verwirrung im Zusammenhang mit unserem ursprünglichen Bericht über Retrospect 6.1, in dem wir gesagt hatten, Retrospect 6.1 biete volle Tiger-Kompatibilität, jedoch spricht eine Bemerkung in der Liesmich-Datei davon, dass Retrospect keine Sicherung von der Spotlight-Datenbank vornimmt (genauer gesagt schließt es das .Spotlight-V100-Verzeichnis nicht mit ein). Retrospect tut hier das Richtige - da die Spotlight-Datenbank für den Inhalt auf einem wiederhergestellten Laufwerk nicht korrekt sein würde, gibt es keinen Grund, sie zu sichern oder wiederherzustellen. Spotlight stellt die Datenbank im Hintergrund wieder her, nachdem Sie die Daten wiederhergestellt haben.
Andere interessante Bemerkungen -- Retrospect 6.1 erstellt jetzt standardmäßig immer separate Daten- und Katalogdateien, und diese Dateien müssen zusammen im selben Verzeichnis gesichert werden und dürfen nicht umbenannt werden. Diese Herangehensweise ist nötig, um die von Mac OS gesetzte Begrenzung von 16 MByte für den Ressourcenzweig einer Datei, in dem Retrospect in der Vergangenheit Katalogdaten speicherte, einzuhalten. Obwohl Retrospect 6.1 Backupsätze unterstützt, die mit Retrospect 6.0 erstellt wurden, kann es sein, dass Sie Fehlermeldungen beim Versuch der Wiederherstellung mit Retrospect 6.0 erhalten, wenn Sie mit 6.1 in ein solches (mit 6.0 erstelltes Set -- SK) schreiben. Entsprechend kann Retrospect 6.0 keine neuen Backup-Sets, die mit 6.1 erstellt wurden, verwenden. Zum Schluss, um Spotlight-Kommentare korrekt zu sichern und wiederherzustellen, müssen Sie ein komplettes Laufwerk oder Unterlaufwerk sichern, um zu vermeiden, dass die Spotlight-Kommentare verloren gehen oder nicht mehr aktuell sind; EMC Dantz sagt, dass diese Einschränkung ein Tribut an die Art und Weise sei, wie Apple Spotlight-Kommentare implementiert habe. Für mehr Informationen lesen Sie einfach die Liesmich-Datei.
<http://kb.dantz.com/article.asp?article=8117&p=2>
von Geoff Duncan <geoff@tidbits.com
[Übersetzung: Klaus Werner Wirtz <pleins@gmail.com>]
Die "Internet Corporation for Assigned Numbers and Names (ICANN)" und der Registrierungsdienstleister VeriSign haben sich vorläufig geeinigt, ihre schon lange laufenden Prozesse zu beenden, in denen es darum geht, wie VeriSign nicht existierende Domänennamen im .com- und .net-Bereich auflöst. Die Einigung muss - nach Ablauf einer Einspruchsfrist - noch von ICANNs Verwaltungsrat abgesegnet werden; man kann die Ankündigungen der Vereinbarung auf den Webseiten von ICANN und VeriSign nachlesen.
<http://www.icann.org/announcements/announcement-24oct05.htm>
<http://www.verisign.com/press_releases/pr/page_036088.html>
Der Streit zwischen VeriSign und ICANN begann im Jahr 2003, als VeriSign einen neuen Dienst namens Site Finder in Betrieb nahm, der die Art und Weise änderte, wie nicht existente Domänennamen im Geltungsbereich von VeriSign aufgelöst werden. Wenn Benutzer eine URL eintippten oder anklickten, die auf einen nicht vorhandene Web-Präsenz verwies, hatte VeriSign seine Name-Server so programmiert, dass sie sagten, die Seite existiere _doch_. Und voilà - der nichts ahnende Surfer sieht eine Web-Seite mit einer Liste von Vorschlägen, die der Benutzer vielleicht gemeint hatte, zusammen mit ausgewählter Werbung von VeriSign und seinen Partnern.
Um die Größenordnung der Änderung durch Site Finder zu verstehen, muss man wissen, dass .com und .net zwei der meistbenutzten Top Level Domains (TLDs) sind. VeriSigns Änderung verwirrte alle Software, die sich darauf verließ, dass das Domain Name System (DNS) des Internet für nicht vorhandene Websites Fehler zurückgab - wie es sein sollte, und wie es für Jahrzehnte der Fall gewesen war. Anti-Spam-Systeme, die die Existenz einer Absender-Domain prüften, gaben plötzlich grünes Licht für jede nicht vorhandene oder gefälschte .net- oder .com-Domain. Und Dienstanbieter wie Microsoft und AOL, die individuelle Fehlerseiten für ihre Abonnenten boten, wenn eine Web-Präsenz nicht aufzufinden war, konnten diese Funktion nicht mehr einsetzen, weil der gesamte Verkehr jetzt zu VeriSign ging. Um die Angelegenheit noch zwiespältiger zu machen, verkaufte VeriSign Werbeflächen auf den Site Finder-Seiten und teilte sich die Erlöse mit einigen Firmen, die auf den Site Finder-Seiten beworben wurden. Anbieter von Suchdiensten behaupteten, VeriSign würde seine Stellung als Top Level Domain-Betreiber ausnutzen, um unfaire Wettbewerbsvorteile zu erlangen. VeriSign erwiderte, es würde lediglich einen neuartigen Dienst anbieten.
Software-Entwickler und Dienstanbieter entwickelten kurzfristig Mechanismen, um den Aufruf von Site Finder zu verhindern, und schließlich gab VeriSign dem Druck von ICANN und der Internet-Gemeinschaft nach und beendete den Dienst. Einige Monate später verklagte VeriSign jedoch ICANN, weil ICANNs Aktionen angeblich VeriSign auf unfaire Weise bei der Entwicklung neuer Einnahmequellen behinderten. ICANN - wie die meisten gemeinnützigen Organisationen, die aus Komitees und Verfahrensvorschriften bestehen - entschloss sich später zur Gegenklage.
Die neue Einigung, wenn sie denn in Kraft tritt, definiert die Rolle des Registrierungsdiensts für die .com-Top Level Domain neu, so dass Dienste wie Site Finder die Genehmigung von ICANN benötigen, bevor sie eingesetzt werden. VeriSign scheint diese Vereinbarung zu gefallen, weil sie "geschäftliche Sicherheit" bringen würde: VeriSign müsste sich dann keine Sorgen mehr darüber machen, dass ein neuer und genehmigter Dienst auf einmal wieder eingestellt werden müsste, nachdem viel Zeit und Geld in die Entwicklung geflossen sind. ICANN, und im Endeffekt die gesamte Internet-Gemeinschaft, brauchen sich keine Sorgen über Registrierer zu machen, die Dienste ohne ausreichende technische Prüfung und ohne Vorwarnung ändern. Ähnliche Bedingungen sind schon in die Verlängerung des Vertrags zwischen ICANN und VeriSign als .net-Registrierungsdienst Anfang dieses Jahres eingeflossen.
Die Vereinbarung sieht keinen finanziellen Regelungen für beide Parteien vor, aber der neue Vertrag über den .com-Registrierungsdienst verpflichtet VeriSign zur Zahlung von 1,25 Mio US$ an ICANN zur Begleichung "der Kosten, die durch den Aufbau von Strukturen zur Implementierung der Regelungen dieser Vereinbarung entstehen". VeriSign wird wahrscheinlich diese Gebühren an seine Kunden als Aufschlag auf jede Domänenregistrierung weitergeben. Wenn Sie also eine .com-Domäne besitzen, bereiten Sie sich darauf vor, bei der nächsten Verlängerung mehr zu bezahlen.
<http://www.icann.org/tlds/agreements/verisign/index-2005.htm>
Demnächst: Probleme der internationalen Steuerung -- Diese Neuigkeiten treffen auf Unbehagen über die Rolle von ICANN in der Steuerung des Internets, die wohl ein heißes Thema beim "World Summit on the Information Society (WSIS)" am 16. November 2005 in Tunesien sein wird.
ICANN arbeitet in Abhängigkeit vom Handelsministerium der USA, das sich die letzte politische Kontrolle über die Root Server des Internet vorbehält; dies ist ein historisches Überbleibsel der Entwicklung des Internet durch die "Advanced Research Projects Agency (ARPA)". Die Rolle des Handelsministeriums ist nicht nur eine Formalität: es hat seine Politik vor kurzem geändert und angekündigt, dass es die Kontrolle über die Root Server nicht an eine internationale Agentur übergeben wird; außerdem hat es ICANN plötzlich gezwungen, den Prozess zur Entwicklung einer Top Level Domain zu verlangsamen, die als eine Art Rotlichtbezirk im Internet dienen sollte.
Zahlreiche Länder bestehen darauf, dass die Steuerung des Internet von einer internationalen Agentur betrieben werden sollte, vielleicht innerhalb der Vereinten Nationen, statt von nicht gewählten Mitgliedern einer gemeinnützigen Organisation, die sich im Endeffekt einem Ministerium der Regierung der USA beugen müssen. Die heutige Bush-Verwaltung - zusammen mit einer wachsenden Zahl von Senatoren und anderen Gesetzgebungsinstanzen der USA - sagen dazu "Nein" und behaupten, das reibungslose Funktionieren des Internet sei wichtig für den internationalen Handel und deshalb eine Angelegenheit der nationalen Sicherheit der USA.
Hier brodelt also eine Krise, die zur Aufsplitterung des Internet führen könnte. Wenn keine Lösung gefunden wird, könnten einige Länder ihre eigenen Steuerungsgremien und Registrierungsdienste ins Leben rufen, was bedeuten würde, dass einige Web-Präsenzen aus bestimmten Gegenden nicht erreichbar wären, oder dass ein Domain-Name in verschiedenen Ländern zu verschiedenen Web-Präsenzen führen würde. Wahrscheinlich wird man Lösungen finden können, aber heute kann man noch nicht sagen, wie sie aussehen werden und wie zuverlässig sie sein werden.
von Travis Butler <tbutler@birch.net>
[Übersetzung Hartmut Greiser <linarte.post@gmail.com>]
Der beste Freund eines Laptop-Roadies - oder sein schlimmster Feind - ist sein Netzteil. Es ist der zweitwichtigste Gegenstand, den Sie mitnehmen müssen: ohne Netzteil sitzen Sie ein paar Stunden nach Reisebeginn auf dem Trockenen, wenn Ihr Laptop sich verabschiedet hat. Haben Sie das kleine Teil zu Hause gelassen, dann kann bei der Suche nach Ersatz nur noch ein Wunder helfen. (Wenn Sie Glück haben, hat der nächste Computerladen noch nicht geschlossen, nachdem Sie im Hotel eingecheckt, den Koffer ausgepackt und das Malheur entdeckt haben.) Ihr Netzteil sollte klein und leicht genug sein, um in Ihre Laptoptasche zu passen, damit Sie es nicht vergessen oder in Ihrem Koffer danach wühlen müssen. Es sollte einfach sein, damit man es schnell auch an solchen Plätzen einstecken kann, die nicht so gut zugänglich sind, und wenn es leicht auszupacken ist, dann besteht auch keine Gefahr, beim Herausholen ein halbes Dutzend anderer Dinge mitzunehmen, die sich in den Kabeln verheddert haben. Eine gewisse Robustheit wäre auch wünschenswert, weil ein Netzteil wahrscheinlich mehr beansprucht werden wird, als andere Sachen, die Sie mit sich führen.
Für das aktuelle Netzteil-Design ist Apple zu Recht sehr gelobt worden. Es ist kompakt und hat ausklappbare Halter, auf denen man die Zuleitung bequem während einer Reise unterbringen kann. Der Adapterstecker selbst ist genial: die ausklappbare Steckverbindung passt in die Steckdose; man kann sie auch entfernen und stattdessen eine Standardzuleitung verwenden, wenn die Steckdose sich an einer ungünstigen Stelle befindet oder wenn man eine längere Zuleitung braucht. Die Verbindung zum Laptop selbst hat einen erleuchteten Ring, der den Ladezustand anzeigt, eine gute Idee. Allerdings ist diese Konstruktion dafür bekannt, dass es ab und zu Probleme mit der Zuleitung gibt - sie scheuert durch, bricht oder reißt an einem der beiden Enden aus; sobald die Zuleitung sich löst, haben Sie einen 80 US$ teuren Briefbeschwerer. Reicht das, sich für ein Netzteil eines Drittanbieters zu entscheiden? Oder gibt es andere Vorteile?
Lucille von MadsonLine -- Das beste Netzteil, das ich zu Zeiten des Wallstreet PowerBook G3 finden konnte, war der MicroAdapter von MadsonLine. Er war etwa halb so groß wie das Zubehör, das Apple damals mitlieferte und sogar kleiner als das Jo-Jo-Netzteil, zu dem Apple schließlich überging. Als das weiße iBook und das Titanium PowerBook G4 - mit unterschiedlichen Stromanschlüssen - herauskamen, verbesserte MadsonLine den ursprünglichen Adapter durch den Power Tip - im rechten Winkel gefertigt, um den Platzbedarf zu reduzieren - maschinell erstellt anstelle eines gegossenen Plastikteiles. Leider brachte der G4 MicroAdapter nicht genug Leistung, um das letzte PowerBook aus der Titatniumserie oder die 15- und 17-Zoll PowerBooks gleichzeitig betreiben und aufladen zu können. Deshalb musste ich ein paar Jahre ohne mein Lieblingsnetzteil auskommen.
Als ich hörte, dass MadsonLine endlich einen neuen Adapter anbieten wollte, der die von den neuen PowerBooks beanspruchten 65 Watt leisten würde, war ich natürlich gleich zur Stelle. Was besonders gut war: das neue 90 US$ Netzteil - mit dem Namen "Lucille", nach B.B. Kings Gitarre - sollte mit USB- und mit FireWire-Anschlüssen ausgerüstet sein, um damit z.B. auch iPods und Palms betreiben zu können, die auf eine der beiden Verbindungen angewiesen sind. Ich habe meine Vorbestellung bei nächster Gelegenheit abgegeben.
<http://www.madsonline.com/acadapter.html>
Als das Lucille ein paar Monate später eintraf, war es dann doch eher eine Enttäuschung. Auf der Webseite von MadsonLine waren zwar die genauen Abmessungen des Adapters angegeben (wenn man die Flansche zum Aufwickeln des Kabels mal ignoriert), ich hatte aber trotzdem keine Vorstellung davon, wie sperrig das Teil schließlich doch sein würde: bedeutend größer als der alte MicroAdapter und sogar noch etwas größer als das aktuelle Apple-Netzteil. Dazu kommt: es stellte sich heraus, dass der Stecker aus Plastikguss bestand, obwohl er von fern zunächst wie Aluminium aussah, wie beim Vorgängermodell.
Wie auch immer - ich habe meine Enttäuschung verarbeitet, und das Lucille ist immer noch ein gutes Netzteil. Die angewinkelte Steckverbindung vermittelt nicht das gleiche "teurer Gegenstand"-Gefühl wie beim vorherigen MicroAdapter aus Aluminium, es ist aber immer noch solide und platzsparend, und die Zuleitung macht einen robusteren Eindruck als beim Apple-Netzteil, sowohl am Hauptteil als auch an der Steckverbindung. Auf der MadsonLine-Website wird in den höchsten Tönen von Lucilles Energieverbrauch geschwärmt, und es wird behauptet, dass nur wenig Strom verbraucht wird, wenn das Gerät nicht benutzt wird, angeblich nur die Hälfte dessen, was das Apple-Netzteil benötigt. Mir fehlen die Testgeräte, um diese Behauptung zu überprüfen, ich kann aber sagen, dass es kühl bleibt, solange keine Geräte angeschlossen sind, was nicht alle Netzteile von sich sagen können, die direkt in die Steckdose gesteckt werden. Mit Hilfe vorstehender Flansche kann man das Zuleitungskabel leicht um das Gerät wickeln; eine gute Idee und nicht so bruchempfindlich wie die ausklappbaren Kabelhalter bei Apple.
USB- und FireWire-Verbindungen funktionieren wie angekündigt; mit dem entsprechenden Kabel konnte ich meinen iPod über beide Ports und den Palm über den USB-Port laden. Die große Zahl der Geräte, die mittels USB betrieben oder geladen werden können, werten dieses Netzteil zusätzlich auf; anstatt mehrere Netzteile für verschiedene Geräte mit sich herumzutragen (meist habe ich mindestens drei bei mir: für Palm, iPod und Mobiltelefon) packen Sie einfach Lucille und die entsprechenden USB-Ladekabel ein. Und da Sie immer ein USB-betriebenes Zusatzgerät in Ihr PowerBook/iBook stöpseln können, bekommen Sie mit dem Lucille kein zusätzliches Kabel, das von Ihrem Laptop herunterhängt. (wer es noch nicht versucht hat: der Gebrauch eines Laptop auf den Knien wird ziemlich umständlich, wenn Zusatzgeräte an den verschiedenen Ports der beiden Seiten herunterhängen.) Sie können Lucille auch dazu verwenden, einem Gerät mal eben eine kleine Ladung zu verpassen, ohne den ganzen Laptop aus seiner Tasche zerren zu müssen, was auf einem überfüllten Flughafen manchmal ein Segen sein kann. (Hier wäre natürlich Platz für die Standardtirade "Warum kann es auf Flughäfen nie genug Steckdosen geben?".)
Insgesamt kann ich Lucille ohne Einschränkung empfehlen. Für seine Größe ist es von guter handwerklicher Qualität und es hat ein ansprechendes Design; die zusätzlichen Anschlussmöglichkeiten vergrößern sein Einsatzgebiet, und das alles für 10 US$ mehr als ein Apple-Netzteil kostet. Allerdings war es nicht die moderne Version des schlanken MicroAdapter, die mir vorschwebte - und von der ich immer noch hoffe, dass MadsonLine sie eines Tages anbieten wird, irgendwann. Wenn es Ihnen in erster Linie auf Vielseitigkeit ankommt, dann haben andere Netzteile mehr zu bieten als das Lucille, allerdings auch mit größerem Durcheinander wie Kabelsalat u.Ä.
Kensington Universal AC/Car/Air Adapter -- Ich habe dieses Teil ursprünglich als das Kensington Universal AC/Car/Air Adapter Modell 33069 gekauft; Kensington hat die gleiche Version auch in weißem statt schwarzem Plastik angeboten. Dieses Modell scheint von Kensington zwar nicht mehr hergestellt zu werden (es war nur über eine Modellnummernsuche auf ihrer Website zu finden, und der Online-Store führt es als "vergriffen"), bei einer anderen Firma gibt es aber ein anscheinend identisches Gerät (entspricht bis auf kleinere kosmetische Unterschiede dem iGo Juice). Da es von Kensington anscheinend nicht mehr angeboten wird, werde ich mich in dieser Besprechung mit diesem Gerät als dem "Juice" befassen.
<http://www.us.kensington.com/html/3722.html>
<http://www.igo.com/product.asp?sku=2366908>
<http://www.smalldog.com/product/43536>
(Hinweis: bei Kensington gibt es jetzt Nachfolger für die verschiedenen AC/Auto/Air-Modelle; die Transformer sehen jetzt dünner und breiter aus, und auf der Website gibt es nun eine Reihe von "SmartTips", ähnlich wie beim iGo-System. Ich finde auf der Website aber keinen Hinweis darauf, ob die Geräte und die iGo-Teile untereinander kompatibel sind.)
<http://www.us.kensington.com/html/6612.html>
Beim Juice-Grundmodell handelt es sich um einen recht großen Transformatorklotz mit Eingabe- und Ausgabebuchse. In die Eingabe passen zwei Kabel: eins für den Standardwechselstrom und eins für Gleichstrom, das in eine 12 V Standard-Zigarettenanzünderbuchse eines Autos passt. Wenn man beim Gleichstromkabel eine Abdeckung entfernt, dann findet man einen Stecker, der bei einigen Flugzeugen in die Empower-Buchse passt.
<http://seatguru.com/help.shtml#Power%20Port>
Das Ausgabekabel hat an beiden Enden einen Stecker, dazu eine runde Steckdose auf halber Länge (dazu gleich mehr); ein Stecker gehört in den Transformator, auf den anderen passen verschiedene Verbindungen für eine Reihe unterschiedlicher Laptop-Modelle. Diese Verbindungen sorgen für die entsprechenden Spannungseinstellungen, die für den Betrieb des Transformators an einem bestimmten Laptop erforderlich sind. (Juice bietet Stecker für beide PowerBook-Buchsen aus der vorhergehenden Generation - PowerBook 1400/2400/3400, Wallstreet/Lombard/Pismo, original iBook - und für die aktuellen Buchsen - bei allen PowerBook G4 und den weißen iBook G3/G4-Modellen.)
Für sich genommen wäre das schon ganz in Ordnung, und mehr hatte ich auch nicht erwartet, als ich mir damals das Kensington-Modell gekauft hatte. Die extra Buchse am Kabel hatte mich aber neugierig gemacht, und ich befragte dazu die Kensington-Leute während der diesjährigen Macworld Expo. Man erklärte mir, dass sie für einen Adapter des iGo-Stromsystems bestimmt sei und dann dazu verwendet werden könne, mit dem entsprechenden Stecker andere Geräte zu betreiben oder aufzuladen. Kurz nach der Messe ging ich zu Radio Shack und besorgte mir den Adapter (er hieß iGo DualPower Accessory), um auszuprobieren, wie ich ihn einsetzen könnte.
<http://www.igo.com/product.asp?sku=2625475>
<http://igosolutionscenter.com/>
Wie sich herausstellte konnte ich den DualPower Accessory mit der entsprechenden Steckverbindung für den Betrieb fast aller elektronischen Geräte in meiner Nähe einsetzen - Nokia Mobiltelephon, Palm Tungsten T und Tungsten E, iPod mit dem Dock-Connector, sogar einen alten Sharp Zaurus. (Die o.a. URLs führen Sie zu einem Hilfsprogramm zur Bestimmung der richtigen Steckverbindung für Ihr Gerät.) Klarer Fall - das war ziemlich cool; anstatt verschiedene Steckernetzgeräte oder USB-Ladekabel mit auf eine Reise zu nehmen brauchte ich nur den Juice, das DualPower Accessory und dazu eine Auswahl an Steckverbindungen. Das gefällt mir.
Diese Vielseitigkeit gibt es leider nicht umsonst; in erster Linie meine ich damit die Komplexität. Während die Kensington-Version mit einer Tasche für die verschiedenen Kleinteile und Steckverbindungen geliefert wird, gibt es hier eine Menge Kleinkram; man muss aufpassen, dass man nicht aus Versehen etwas davon verliert. "Viele Teile" bedeutet auch, dass das Einrichten Zeit in Anspruch nimmt; anstatt "Entnehmen, Einstecken, Fertig" müssen Sie alles zusammensuchen, was Sie für eine bestimmte Spannung und für das Gerät benötigen, das betrieben werden soll.
Im Vergleich zu den anderen hier besprochenen Adaptern ist der Juice auch ziemlich klobig und schwer, damit ist er eher ein Fall für den Koffer als für eine Laptoptasche. Das System macht insgesamt einen sehr haltbaren Eindruck, die Steckverbindung, an der das Ausgangskabel am Transformator angebracht ist, sieht allerdings etwas verspielt aus; beim Einführen ist der Stecker manchmal etwas störrisch, und - obwohl er so ausgelegt ist, dass er nur auf eine bestimmte Weise eingesteckt werden kann - kann ich mich des Gefühls nicht erwehren, dass man ihn auch verkehrt einstecken kann, wenn man nicht aufpasst.
Und schließlich ist die Sache nicht billig; Juice selbst bekommt man meistens zwischen 100 und 120 US$, das DualPower Accessory schlägt mit 25 US$ zu Buche und separate Stecker kosten pro Stück 10 US$. Ich habe Glück gehabt und einige gute Angebote gefunden und viel weniger als das bezahlt. Sie sollten aber eine größere Summe einplanen, wenn Sie das System richtig nutzen wollen. Es gibt natürlich auch sehr viel preiswertere Alternativen.
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]
MacAlly-Netzteile für das PowerBook G4 -- Der Hauptvorteil dieses Netzteils ist das Preis-/Leistungsverhältnis; er ist recht gut gebaut und kostet nur die Hälfte des Apple-Modells. Obwohl nicht so elegant wie dasjenige von Apple, nicht so vielseitig wie der Juice ist und auch nicht so ausgewogen wie das Lucille, ist es doch solide und bietet alle nötigen Funktionen.
<http://www.macally.com/spec/specialties/accessories/psac4.html>
<http://www.smalldog.com/product/12653671>
Das Netzteil ist ein rechteckiger Baustein, etwa gleich lang wie das Lucille aber etwas schmaler. Die meisten Netzteile mit denen ich gearbeitet habe, auch diejenigen von Apple und von MadsonLine, haben das Kabel zum Computer fix montiert und dafür ein steckbares Kabel zur Steckdose; beim MacAlly ist das Stromkabel fix montiert und zudem mit einer soliden Zugentlastung ausgestattet. Beide Systeme haben Vorteile, wie ich untenstehend gleich erläutern werde. Das Kabel zum Computer lässt sich über einen Stecker an das Netzteil anschliessen, der wie ein Mini-Kopfhörerstecker aussieht; er verfügt zwar über einen Plastikverschluss, aber ich mache mir bisweilen Sorgen ob dieser Verschluss wirklich stabil ist. Die Gesamtlänge beträgt ungefähr 3 Meter, sicher lang genug für die meisten Anwendungen. All die Kabel machen das Ding zwar etwas unförmig, aber ein Velcro-Verschluss hält die Kabel einigermassen zusammen.
Ich kann nicht viel mehr über das MacAlly-Netzteil sagen. Es verrichtet seinen Dienst ohne grössere Probleme und ich habe keine Unzulänglichkeiten feststellen können, allerdings bietet das Netzteil auch keine besonders herausragenden Funktionen.
Ein paar allgemeine Gedanken -- Es ist gar nicht so einfach, sich die Ausmasse dieser Netzteile vorzustellen, besonders im Vergleich untereinander und ich habe deshalb ein Foto zusammengestellt, das Ihnen einen besseren Überblick über die Grösse und das Zubehör verschaffen soll. Die oberste Reihe zeigt die Einzel-Netzteile, die untere Reihe zeigt das Netzteil und das Zubehör zum Kensington/iGo Juice AC/Auto/Air.
<http://www.tidbits.com/resources/803/Adapter-Showcase.jpg>
Ein kürzliches Thema in TidBITS-Talk behandelte ein Problem mit den PowerBook-Anschlüssen der Kensington-Netzteile. Ich sage hier das gleiche wie in TidBITS-Talk; ich hatte Probleme mit schlecht sitzenden Steckern bei meinem PowerBook G4 mit den Netzteilen von Apple, dem Kensington und dem Lucille. Ich habe festgestellt, dass die gleichen Netzteile bei iBooks und anderen PowerBooks keine Probleme verursachten. Meine Vermutung geht dahin, dass der Metallring des Steckers im Lauf der Zeit lockerer wird und die Toleranzen bei gewissen PowerBooks dazu führen können, dass der Ring keinen richtigen Kontakt mehr herstellen kann (diese Probleme habe ich bei iBooks noch nie beobachten können). Ich hatte in der Vergangenheit einigen Erfolg damit, den Ring von Hand zusammenzudrücken. Dabei sollten Sie allerdings vorsichtig vorgehen, denn wenn man zu fest drückt, kann der Ring beschädigt werden und kann dann überhaupt keinen Kontakt mehr herstellen. Ich habe schon extreme Beispiele gesehen, bei denen der Stecker komplett verstaucht war. Bei Netzteilen mit einem fix montiertem Kabel zum Computer ist das gleichzeitig auch das Ende des Netzteils; man besitzt nun einen teuren Briefbeschwerer. Das ist ein Vorteil beim Juice-Netzteil und demjenigen von MacAlly; wenn Sie den Stecker beschädigen, können Sie ein Ersatzkabel kaufen und müssen nicht das gesamte Netzteil ersetzen.
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2688>
Selbstverständlich hat es auch Vorteile, wenn das Kabel zur Steckdose steckbar ist. Apple liefert zu seinen Netzteilen ein Kabel mit, das perfekt zum Gehäuse passt, der Anschluss dahinter ist allerdings ein standardisierter Stecker; Sie können also auch passende Kabel für wenige Euros bei MediaMarkt kaufen und diese ständig eingesteckt lassen, damit Sie nicht jedes Mal auf den Knien die Steckdose suchen müssen. Wenn Sie sich mit dem Computer im Haus oder Büro bewegen, brauchen Sie also nur noch den Transformer mitzunehmen und müssen nur einmal unter jeden Schreibtisch kriechen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass jedes dieser Netzteile seine Vorteile hat. Das Apple-Netzteil ist ein gelungenes Beispiel für gutes Design und bietet Funktionen wie den Ladeanzeiger, die keines der anderen Netzteile aufweisen kann, hat dafür etwas Probleme mit der Langlebigkeit. Das Netzteil von MacAlly ist ein gutes und preisgünstiges Zweitgerät. Der Lucille bietet eine ausgewogene Mischung zwischen Einfachheit und Vielseitigkeit, während der iGo Juice eine maximale Vielseitigkeit an den Tag legt und eine Vielzahl von Steckdosen und Geräten unterstützt und deshalb gleich als Ersatz für mehrere Netzteile dienen kann. Jedes Netzteil ist für den passenden Zweck sicher eine gute Wahl. Zurzeit packe ich ein Kensington/Juice in meine Reisetasche und ein Apple-Netzteil in meine Notebook-Tasche; auf meiner nächsten Reise werde ich ihn vermutlich durch ein Lucille ersetzen.
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iTunes 6 erhält Video -- Die Möglichkeit, Videoinhalte zu erwerben wie etwa Musikvideos oder TV-Serien, wirft die Frage auf, ob die Musik- und TV-Konzerne mit diesen Verkäufen tatsächlich Geld verdienen. (10 Beiträge)
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Übersetzung dieser Ausgabe: Roland Müller <mail@duesenschrieb.de>, Sven Kornmann <kornmann@arcor.de>, Klaus Werner Wirtz <pleins@gmail.com>, Hartmut Greiser <linarte.post@gmail.com> und Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Lektorat: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Koordination dieser Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Copyright der deutschen Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
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