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TidBITS#804/07-Nov-05

Wir beginnen den November mit einer Themenmischung. Nachdem Adam auf einem neuen iMac G5 mit Photo Booth gespielt hat stellt er 2 Hilfsprogramme vor, die Photo Booth Konkurrenz machen. Travis Butler bietet weitere Details zum Thema "Netzteile", und Jeff Carlson kümmert sich um die Veröffentlichung von "The Missing Sync 5.0". Glenn Fleishman übertrifft sich selbst mit einem Bericht über externe Modems (nachdem der iMac keines mehr enthält), mit Einzelheiten über den Betrieb mehrerer 30-Zoll Cinema Displays am neuen Power Mac G5 und mit Informationen darüber, wie Sprint Nextels neuer mobiler Datenservice Mac-Anwendern unterwegs helfen kann.

Themen:

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MailBITS/07-Nov-05

Übersetzung Hartmut Greiser <linarte.post@gmail.com>

Grokster macht dicht -- Nachdem der Oberste Gerichtshof der USA im Juni entschieden hat, dass Grokster (zusammen mit StreamCast Networks und Sharman Networks) für Verletzungen des Urheberrechts verantwortlich ist, die das Resultat des Einsatzes der Peer-to-Peer File-Sharing-Software dieser Firma sind, wurde das Grokster-Netzwerk abgeschaltet. (Siehe "P2P - angeschlagen, doch noch nicht aus dem Rennen" in TidBITS-786_ mit Einzelheiten zum Thema.) Auf der Grokster-Website findet sich jetzt eine kurze (und ganz witzige) Erklärung zur Situation, u.a. mit dem Hinweis "Es gibt legale Möglichkeiten, Musik und Filme herunterzuladen. Dieser Dienst hier gehört nicht dazu." Die Site enthält auch das Versprechen, dass Grokster als legaler Anbieter weitermachen will - wir beobachten das gelassen, für Mac-Anwender war es ohnehin nicht sehr bedeutsam. [ACE]

<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-786.html#Artikel1>
<http://www.grokster.com/>


Netzteile (Fortsetzung)

von Travis Butler <tbutler@birch.net>
Übersetzung Hartmut Greiser <linarte.post@gmail.com>

Nach der Veröffentlichung des Artikels über PowerBook-Netzteile in der letzten Woche (siehe "Drei Netzteile - ein Vergleich" in TidBITS-803_) habe ich einige Nachrichten zum MicroAdapter von MadsonLine und dem MacAlly-Adapter erhalten - dabei ging es besonders um die Frage, wieviel Leistung sie bringen.

<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-803.html#Artikel4>

Ich habe geschrieben, dass der MicroAdapter für den Einsatz mit den neuen PowerBooks (dem 1 GHz PowerBook G4 Titanium und allen 15-Zoll und 17-Zoll PowerBooks) nicht geeignet sei, weil es nur 45 Watt leistet, im Vergleich zu 65 Watt, die Apples Adapter zur Verfügung stellt. Verschiedene Leser haben geschrieben und mitgeteilt, dass sie die MicroAdapter mit diesen Rechnern einsetzten und dass sie keine Probleme damit hätten - manche allerdings berichten davon, dass die Netzteile "ziemlich warm" würden. Einer vermutet, dass diese Überhitzung der Hauptgrund dafür sei, dass MadsonLine vom Gebrauch abraten musste; jemand anderes war der Meinung, dass die neueren PowerBooks eine höhere Wattleistung nur unter Höchstbelastung verlangten und dass bei weniger intensiven Aufgaben ein Netzteil mit geringerer Leistung völlig ausreichend sei.

Die Meldung, über die ich mir am meisten Gedanken gemacht habe, betrifft den Bericht über zwei MicroAdapters, die sich - einer nach dem anderen - verabschiedet hatten. Den Test konnte ich leider nicht selbst nachvollziehen; mein MicroAdapter starb einen ehrenvollen Tod: der Stecker ist bei einem Unfall zerbrochen.

Ich kann aber auch mit persönlichen Erfahrungen im Umgang mit dem MacAlly-Adapter dienen; ich benutze es gerade beim Schreiben dieses Artikels. Es haben schon mehrere darauf hingewiesen, dass die Leistungseigenschaften des MacAlly denen des MicroAdapter ähneln; es stehen nur 48 Watt zur Verfügung, weniger als das, was offiziell für die neueren PowerBooks benötigt wird. Um diese Spezifikationen hatte ich mich nie gekümmert, da der Einzelhändler, bei dem ich das Teil gekauft hatte, es für alle PowerBooks anbietet; bei meinem 15-Zoll PowerBook G4 hat es immer einwandfrei funktioniert. Deshalb kann ich die Berichte der Leute bestätigen, die einen MicroAdapter mit den neueren PowerBooks problemlos betreiben; wegen des Berichtes über das Feuerfangen wäre ich allerdings vorsichtig.


Ohne Modem: Wahlfreiheit bei Macs?

von Glenn Fleishman <glenn@tidbits.com>
[Übersetzung Hartmut Greiser <linarte.post@gmail.com>]

Im neuesten iMac G5 findet sich kein eingebautes Modem für den Anschluss an das öffentliche Telefonnetz mehr. Apple hatte dies mit allen iMacs seit Erscheinen des ersten Modells angeboten.

<http://www.apple.com/imac/>

Die mögliche Logik dahinter: wer sich einen PowerPC G5-Computer leisten kann, der hat wahrscheinlich auch einen Breitbandanschluss. Apple spart nur ein paar Dollar an Hardwarekosten, was sich beim Verkaufspreis auf 20-40 US$ summieren kann. Damit erhöht Apple entweder den Profit oder das Geld wird ertragsneutral in andere Verbesserungen des Rechners investiert.

Für all diejenigen, die eine Einwahlverbindung ins Internet oder eine Faxverbindung haben, bietet Apple das Apple USB-Modem als Zubehör für 50 US$ an, offensichtlich aber nur im Rahmen einer "build-to-order"-Bestellung. Das Apple USB-Modem wird auf der Apple-Website kaum erwähnt; Sie müssen im Apple Store einen G5-iMac wählen und dann das optionale Modem wählen, um überhaupt seine Spezifikationen sehen zu können.

Diese besagen, dass es sich um ein V.92-Modem handelt, das einige coole Eigenschaften moderner Modemtechnik unterstützt, z.B. Anruferidentifizierung (während der Online-Phase), die Möglichkeit, Telefonate anzunehmen und "Modem on Hold". Die beiden letzten Eigenschaften erlauben Ihnen - wenn bestimmte zusätzliche Telefonfunktionen aktiv sind, einkommende Telefonate zu beantworten und die Verbindung mit Ihrem ISP zu halten. Der ISP muss die entsprechenden technischen Vorkehrungen am anderen Ende treffen. Ein V.92-Modem bietet maximal 56 KBit/s "downstream" und 48 KBit/s "upstream". Das "Gerät" ist winzig, besteht aus einem Teil und sieht eher wie ein USB Flash-Drive als wie ein Modem aus vergangenen Zeiten aus.

Ich habe noch ein bisschen nach anderen Alternativen für ein externes Modem gesucht, weil ich mich an meinen letzten Einkauf in dieser Sache überhaupt nicht mehr erinnern kann - es kann 1996 oder 1997 gewesen sein. Small Dog Electronics bietet ein Mac-kompatibles Best Data 56K mit V.92-Unterstützung an, das USB hat und unter Mac OS 8 und neuer einsetzbar ist. Bessere Angebote waren auf die Schnelle nicht zu finden.

<http://www.smalldog.com/product/35097>

Leser Robert Pyle schrieb und berichtete, er habe das Best Data 56K-Modem gekauft und habe ein Modemskript zusammenbasteln müssen, da keines der mitgelieferten Skripts mit Mac OS X kompatibel sei. Er meldete sich dann später noch einmal mit einer einfacheren Lösung: der Modemchip im Best Data kommt von Conexant, mit ihm wird auch das 100 US$ teure USB-Modem von Zoom bestückt, das Mac-kompatibel ist. Laden Sie die Zoom Universal CCL-Skripts herunter, installieren Sie diese, und das Best Data Modem wird mit dem Skript für ein Zoom Universal (115K) Modem mit den höchstmöglichen Übertragungsraten arbeiten. Für das Zoom 2986 gibt es einen echten technischen Support, der den Aufschlag von 50 US$ möglicherweise rechtfertigt. Bei den Online-Geschäften ist es auch leichter verfügbar.

<http://www.zoom.com/products/dial_up_external_usb.html>
<http://www.zoom.com/techsupport/dial_up/298x.shtml>


Missing Sync für Palm OS 5.0 modernisiert die Kommunikation mit dem Palm

von Jeff Carlson <jeffc@tidbits.com>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]

Obwohl Palm Inc. das Interesse am Macintosh verloren zu haben scheint (siehe dazu den Artikel "PalmSource lässt mit Palm OS Cobalt die Unterstützung für Macintosh fallen" in TidBITS-717_), bietet der langjährige Mac-Veteran Mark/Space weiterhin Software zum Synchronisieren eines Macintosh-Computers mit den Palm-Handhelds an. Ihre Software "The Missing Sync for Palm OS" in der Version 5.0 wurde letzte Woche veröffentlicht und bringt das Abgleichen eines Handhelds auf den neusten Stand.

<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-717.html#Artikel3>

Sync Services -- Eine kaum bekannt gewordene Änderung von Mac OS X 10.4 betraf die Sync-Services, eine Reihe von Technologien die Apple zum Abgleichen von Daten zwischen .Mac und dem eingebauten Adressbuch und iCal verwendet. Sync-Services bietet aber auch Möglichkeiten für Entwickler, diese Dienste zu nutzen und genau das macht jetzt auch Missing Sync. Ohne Umweg über die iSync-Conduits kann Missing Sync direkt das Adressbuch und iCal abgleichen.

<http://www.apple.com/macosx/features/dotmacsync/>

Diese Methode bietet ein paar Vorteile: man kann die Kategorien beim Transfer zwischen Computer und Handheld beibehalten, profitiert von mehr Datenfeldern (zumindest bei den neueren Handhelds von Palm) und geniesst eine bessere Kompatibilität mit Tiger und was da noch weiter kommen wird. (Bestehende Conduits von anderen Herstellern werden weiterhin unterstützt.) Ein hilfreicher Assistent macht es einfacher, alle Einstellungen für den Abgleich vorzunehmen.

Mehr Medien -- Frühere Versionen von Missing Sync erlaubten auch das Kopieren von digitalen Audiodateien und Fotos auf die Speicherkarte eines Handhelds. Version 5.0 macht nun den nächsten Schritt und bietet gleich den Abgleich von iTunes-Abspiellisten und von iPhoto-Alben. Natürlich kann man auf dem Palm keine geschützten AAC-Dateien aus dem iTunes Music Store hören, das hat aber damit zu tun, dass Apple sich immer noch weigert, sein digitales Rechtemanagementsystem names FairPlay zu lizensieren. Um unnötiges Kopieren von grossen Datenmengen zu vermeiden, rate ich Ihnen, eine "Smart Playlist" zu erstellen, die solche geschützten Dateien automatisch ausblendet und die dann von Missing Sync auch zum Abgleichen benutzt wird.

Der Abgleich von Fotos über iPhoto bietet die Möglichkeit, nicht nur ganze Alben zu synchronisieren, sondern auch noch gleich die Fotos zu verkleinern um damit Speicherplatz zu sparen; eine separate Einstellung stellt sicher, dass eine bestimmte Speichermenge (etwa 5 MByte) auf der Speicherkarte immer freibleiben. In meinen Tests habe ich weniger vom gesparten Speicherplatz profitiert als vielmehr von der eingesparten Zeit beim Übertragen der Fotos; ich synchronisiere mit Bluetooth und das klappt hervorragend mit Adressen und Terminen, kann aber beim Übertragen von Dateien im MByte-Bereich schon stark an den Nerven zerren.

Der Abgleich von ganzen Ordnern ist eine weitere neue Funktion und erlaubt Ihnen das Übertragen eines ganzen Ordners vom Macintosh auf den Handheld wie wenn es sich dabei um ein tragbares Laufwerk handeln würde. Einige neuere Palm-Geräte können zwar bereits über den USB-Anschluss direkt als externe Laufwerke angesprochen werden, aber die Funktion in Missing Sync automatisiert den ganzen Vorgang. Wenn Sie Software wie beispielsweise "Documents to Go" von DataViz einsetzen, können Sie Microsoft Word- und Excel-Dokumente auf dem Handheld bearbeiten und die neuen Versionen direkt auf dem Schreibtisch des Macintosh ablegen, ohne die Conduits von Documents To Go bemühen zu müssen.

<http://www.dataviz.com/products/documentstogo/index_palm.html>

Mehr Flexibilität -- Eine der Funktionen die ich in der letzten Version von Missing Sync am meisten geschätzt habe, ist die Möglichkeit, verschiedene Profile zu verwalten (siehe dazu den Artikel "Missing Sync 4.0 Fills Palm Gaps" in TidBITS-743_). Ich will nicht immer gleich alles mit meinem Handheld synchronisieren und ich kann jetzt auch einen Miniabgleich starten, der nur Termine und Adressen überträgt. Missing Sync 5.0 erweitert die Profile um die Fähigkeit, die Verbindungsart zu berücksichtigen. Wenn ich über Bluetooth abgleiche, werden nur die wichtigsten Daten übertragen und nur bei einer USB-Verbindung ein komplettes Backup durchgeführt.

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07784>

Eine andere neue Funktion in Version 4.0 war die MemoPad-Applikation von Mark/Space um damit Notizen auf dem Mac betrachten zu können (das hat Apples Conduit von iSync ignoriert). In der neuen Version von Missing Sync kann diese Applikation mit Spotlight durchsucht werden und erlaubt das Sortieren von Notizen.

The Missing Sync 5.0 kostet 40 US$ für eine elektronische Version (ein Download umfasst 16.3 MByte) oder 50 US$ für die komplette Schachtel mit den CDs. Aktualisierungen von der Version 4.0 sind kostenlos wenn Sie die Software nach dem 1. Oktober 2005 gekauft haben, für alle anderen (auch die Besitzer von älteren Versionen von Missing Sync) kostet die Aktualisierung 25 US$


Maximale Bildschirmgrössen mit den neuen Power Macs G5

von Glenn Fleishman <glenn@tidbits.com>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]

Als Apple die neuen Dual-Core Power Mac G5-Modelle vorstellte, gab die Firma auch bekannt, dass ein einzelner Power Mac G5 bis zu acht Bildschirme gleichzeitig ansteuern könne. Das kann doch nicht sein, oder? Nachdem ich vor einiger Zeit verblüfft mitansehen musste, wie Apple Jeff Carlson zwei 30-Zoll-Bildschirme zum Testen zuschickte (siehe auch die untenstehenden Internet-Adressen mit den Fotos), stellten wir uns eine helle und sicher recht heisse Wand aus lauter Bildschirmen vor.

<http://www.apple.com/powermac/graphics.html>
<http://www.flickr.com/photos/jeffcarlson/15194718/>
<http://www.flickr.com/photos/jeffcarlson/13050332/>

Wenn Sie die eingebaute GeForce 6600-Graphikkarte mit einem Listenpreis von 2'500 US$ gegen eine Quadro FX 4500 512 MB PCI Express austauschen (für 1'600 US$ beim Apple-Store erhältlich), erhalten Sie zwei Dual-DVI-Anschlüsse für zwei 30-Zoll-Bildschirme. Der Power Mac G5 hat insgesamt 4 PCI Express-Erweiterungsschächte. Stecken Sie vier Quadro FX-Karten ein und Sie können... acht 30-Zoll-Monitore ansteuern. Um so weit zu kommen benötigen sie drei zusätzliche Quadro FX-Karten zu je 2'500 US$ und natürlich die einzelne Graphikkarte aus dem Apple-Store (wo sie tatsächlich nur eine aufs Mal kaufen können). Für den Kauf der Karten, einen Power Mac G5 Quad und acht 30-Zoll-Bildschirme müssen Sie läppische 32'500 US$ berappen.

Kann der Power Mac G5 damit wirklich etwas anfangen? Leider nein. Apple schreibt in einer Fussnote folgendes: "Acht 20-Zoll oder 23-Zoll Apple Cinema Displays können an den Power Mac G5 mit vier NVIDIA GeForce 6600-Graphikkarten angeschlossen werden."

Das Problem liegt daran, dass der neue PCI Express-Bus in seinen Spezifikationen von sogenannten "Lanes" spricht und damit die Bandbreite meint, die ein Schacht verarbeiten kann. Jede Lane unterstützt etwa 250 MByte/s. Der Power Mac G5 hat einen 16-Lane-Schacht für Graphik (4 GByte/s), einen 8-Lane-Schacht (2 GByte/s) und zwei 4-Lane-Schächte (je 1 GByte/s).

Die Graphikkarte GeForce 6600 funktioniert nur mit vier Lanes und ein Power Mac G5 kann deshalb bis zu vier solcher Karten aufnehmen, die aber nur die kleineren Monitore mit 20- und 23-Zoll unterstützen. Die Quadro FX benötigt hingegen die vollen 16 Lanes und zudem zwei Erweiterungsschächte.

Wie wäre es mit 50? -- Dann kann ich also kein überwältigendes Videosystem in meinem Büro installieren, das soll aber nicht heissen, das nicht andere es trotzdem probiert haben... und auch erfolgreich waren. Die TidBITS-Redakteure Joe Kissell und Dan Frakes wiesen mich auf HIPerWall hin, ein Projekt am "California Institute for Telecommunications and Technology". Der HIPerWall (kurz für "Highly Interactive Parallelized Display Wall") besteht aus 50 LCD-Bildschirmen und verfügt damit über eine Darstellungsfläche von 7 x 2.75 Metern und 200 Millionen Pixeln. Entworfen wurde dieser riesige Bildschirm zum Darstellen von Geodaten, man kann es aber auch für biomedizinische und technische Daten einsetzen. Fünfundzwanzig Power Macs G5 mit Dual-Prozessoren mit 2.7 GHz und 2 GByte RAM steuern je zwei Monitore an. Zusammen haben die Rechner Zugriff auf eine Speicherkapazität von 10 TByte.

<http://vis.eng.uci.edu/cg/projects/hiperwall/>

Basierend auf diesen Angaben für das HIPerWall-System würde ich schätzen, dass ein zukünftiger HIPerWall mit 13 Quad-Power Macs G5 und 4 GByte RAM für je vier Monitore betrieben werden könnte und damit den Platzbedarf und die Kosten noch weiter senken könnte.


iCamShare und ImageTricks überragen Photo Booth

von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Sven Kornmann <kornmann@arcor.de>]

Ein Glanzlicht der eben veröffentlichten iMac G5 Modelle ist Photo Booth, eine nette kleine Anwendung, die mit der eingebauten iSight-Kamera des Mac zusammenarbeitet. Damit können Sie in die Linse der iSight schauen, einen aus einer Auswahl von Bildeffekten in Echtzeit anwenden, und mit einem Klick das Bild machen, inklusive weiß aufblitzendem Monitor, was hilft, das Objekt zu erhellen (wahrscheinlich Sie selbst, aber hey, ich vermute, Sie könnten alles Mögliche vor die Linse halten). Wenn Sie das Foto geschossen haben, können Sie es in iPhoto importieren, es als Ihr iChat-Kontaktbild speichern oder es per E-Mail Ihren Freunden schicken. Cool, was?

<http://www.imac.com/de/imac/isight.html>

Aber was, wenn Sie keinen neuen iMac haben? Apple hat nichts darüber gesagt, ob man Photo Booth in einem weiteren Rahmen verfügbar machen will, obwohl es möglich ist, dass es in einem zukünftigen iSight-Update enthalten sein könnte. Glücklicherweise, wenn Sie scharf auf Photo Booth sind, aber im Moment keinen neuen iMac haben (oder wollen), können Sie eine Alternative haben, und zwar eine, die Photo Booth in einigen Bereichen aussticht - iCamShare.

iCamShare -- Entwickelt von Arbor Bits, einer kleinen Softwareentwicklungs-Schmiede, die von einigen bekannten Mac-Entwicklern betrieben wird, ist iCamShare eine elegante und einfache Anwendung, mit der Sie Fotos oder Videos (mit Ton) mittels einer iSight oder anderen Webcam aufnehmen können; Sie können das Ergebnis per E-Mail verbreiten, es auf Ihrem .Mac-Zugang veröffentlichen, oder die Datei auf Ihrer Festplatte speichern.

Die Benutzung von iCamShare ist kinderleicht dank einer Assistenten-ähnlichen Benutzerführung, die Sie durch jeden Schritt leitet und Ihnen dabei klare Anweisungen gibt. Um ein Foto von Ihnen selbst zu machen, wählen Sie den Foto-Auswahlknopf auf dem ersten Bildschirm, und auf dem nächsten können Sie dann mit Ihrem Gesicht eine passende Grimasse schneiden und auf den Auslöser drücken (Sie können auch Digitalzoom auswählen, um Ihr Gesicht formatfüllender ins Bild zu bringen). Wenn Ihnen das Resultat nicht gefällt, klicken Sie auf "Nochmals versuchen" und versuchen Sie es noch einmal. Wenn Sie das Foto, das Sie wollen, haben, bietet das dritte Fenster Knöpfe, auf die Sie klicken können, um Ihr Foto per E-Mail zu versenden (unterstützt Apple Mail, Eudora, Entourage und Mailsmith), Ihr Foto in den Bilder-Ordner auf Ihrer iDisk zu kopieren (von wo Sie es einfach zu einem Homepage-Album hinzufügen können), oder das Foto als JPEG-Datei auf Ihrer Festplatte zu speichern. iCamShare erinnert Sie auch daran, dass Sie das Foto von iCamShare auf jedes andere Programm schieben können, das das Öffnen von Bildern per Drag-and-Drop unterstützt [Drag-and-Drop steht für das Prinzip des Ziehens und Fallenlassens einer Datei oder eines Objektes im Finder, wahlweise auf einen Ordner, in den die Datei abgelegt werden soll, oder auf ein Programmsymbol, um die Datei mit dem Programm zu öffnen -- SK]. (iPhoto gehört nicht zu diesen Anwendungen; es akzeptiert lediglich das Öffnen von Drag-and-Drop-Dateien, deshalb müssen Sie ihr Foto erst als JPEG-Datei speichern und es dann in iPhoto ziehen. Wenn man jedoch bedenkt, dass iSight-Fotos nur 640 x 480 Pixel messen, wird man vermutlich nicht zu viele davon speichern wollen.)

Videoaufnahme funktioniert ähnlich, nur hat man dort zwei weitere Fenster in der Mitte. Nachdem Sie einen Clip aufgenommen haben, von dem Sie denken, dass Sie ihn mögen, lässt Sie das dritte Fenster ihn noch einmal ansehen und an Anfang und Ende beschneiden, was hilfreich ist, da es schwierig sein kann, das Video sauber gestartet und gestoppt zu bekommen. Im vierten Fenster wählen Sie einen Kompressionstyp, komprimieren Ihr Video und bekommen eine Vorschau vom komprimierten Ergebnis. Ein paar Wahlmöglichkeiten lassen Sie einstellen, welche Internetverbindung der Empfänger hat, und schätzen die Downloadzeit bei komprimierter Größe. Wenn entweder die Download-Zeit zu lang oder die Qualität des komprimierten Videos nicht akzeptabel sind, können Sie einen Einstellhebel stufenlos zwischen "schneller empfangen" und "besseres Bild" einstellen und das Video noch einmal neu komprimieren. Das fünfte und letzte Fenster erlaubt Ihnen wiederum, Ihren Film per E-Mail zu senden, in den Video-Ordner Ihrer iDisk zu laden und ihn als Film zu veröffentlichen, oder ihn auf Ihrer Festplatte zu speichern. Sie können ihn auch direkt aus iCamShare auf ein anderes Programm ziehen.

iCamShare kostet 15 US$ und ist gerade mal ein 759 KByte großer Download. Obwohl 15 US$ nicht viel ist, kann man immer noch vor dem Kauf testen. Es benötigt entweder Mac OS X 10.2.8 oder Mac OS X 10.3.4 oder neuer; es arbeitete wunderbar mit Mac OS X 10.4 Tiger in meinem Test zusammen.

<http://www.arborbits.com/>

ImageTricks -- Also, iCamShare schlägt Photo Booth, weil es in der Lage ist, sowohl Fotos als auch Videos aufzunehmen, und es ein Leichtes ist, diese auf .Mac hochzuladen oder per E-Mail zu versenden. Aber wo iCamShare nicht mit Photo Booth mithalten kann - für sich genommen jedenfalls - ist bei den Bildeffekten, die Photo Booth anwenden kann. Um Photo Booth in diesem Spiel zu schlagen, muss man zu einem weiteren Programm greifen - das kostenlose ImageTricks von BeLight Software, dass die Core Image-Effekte und Filter, die in Mac OS X 10.4 Tiger integriert sind, auf jedes Bild anwenden kann, das Sie darauf ziehen.

ImageTricks bietet ein großes Feld, das das Bild, an dem Sie arbeiten, enthält, eine Liste mit Effekten, die Sie darauf anwenden können, ein paar Regler, um einige der Effekte zu modifizieren, und einige Knöpfe, um Bilder zu öffnen und zu speichern, kopieren, einzufügen, iPhoto zu öffnen, und nach rechts und links zu rotieren. Ein anderer Regler erlaubt das Heranzoomen des Bildes im Hauptfenster, und ein "Anwenden"-Knopf lässt Sie Ihre Änderungen in Stein meißeln. Sie können nur einen Effekt gleichzeitig zuweisen, deshalb müssen Sie Ihre Änderungen einzeln anwenden, um eine weitere auszuführen. Eine Leiste enthält eine große Ansammlung von Masken, um verschiedene Teile des Bildes zu zeigen oder zu verstecken.

iCamShare und ImageTricks zu integrieren ist einfach, aber nicht vollständig. Sie können ein Bild von iCamShare in ImageTricks ziehen und es nach Herzenslust manipulieren - weit über das hinaus, was mit Photo Booth möglich ist - aber es gibt keine Möglichkeit, das bearbeitete Bild zurück nach iCamShare zu schicken. Abhängig von Ihrem E-Mail-Programm könnte es möglich sein, mit iCamShare eine E-Mail mit dem Bild im Anhang zu generieren und dann den Anhang zu bearbeiten, bevor Sie die Nachricht senden. ImageTricks wollte keinen JPEG-Anhang aus einer Eudora-Mail akzeptieren, aber durch Verwendung von Eudoras super-heimlichem "Control-Alt-Doppelklick-auf-ein-Anhang-Symbol-Trick", um die Originaldatei zu zeigen, konnte ich das entsprechende JPEG-Attachment finden und auf das ImageTricks-Symbol im Dock ziehen, um es zu öffnen, bearbeiten, und die Änderungen zu sichern.

ImageTricks hat einen überraschenden Suchtfaktor; jedes Mal, wenn ich ein neues Foto darauf zog, musste ich mich davon losreißen, all die unterschiedlichen Effekte auszuprobieren. Seine Effektsammlung deckt die von Photo Booth nicht ganz ab. ImageTricks bietet 43 Effekte (es ist eine lange Liste, lassen Sie sie einfach über sich ergehen): Beschneiden, Farbregler, Belichtungsanpassung, Gamma-Anpassung, Farbtonanpassung, Weißpunktanpassung, Farbmonochrom, Farbposterisieren, Farbinvertierung, Unscharf maskieren, Gaußscher Weichzeichner, Bewegungsunschärfe, Stark scharfzeichnen, Zoomunschärfe, Wölben, zentrifugale Verzerrung, donutförmige Verzerrung, Lochverzerrung, Distorsionsfilter, Wirbel, Strudel, Glas, Überstrahlung heller oder dunkler Bereiche, Kristallisieren, Punktieren, Mosaik, Konturfilter, Leuchtende Konturen, Schachbrettmuster, Zufallsgenerator, Kreiseffekt, Druckrastereffekt, Schraffiereffekt, Linineffekt, Kaleidoskop, quadratische, Parallelogramm- und dreieckige Kacheln, Linsen-Beleuchtungseffekt, Stern-Leuchteffekt und Sonnenstrahlen.

BeLight Software gibt ImageTricks kostenlos weiter; der Download ist 1,5 MByte groß und benötigt Mac OS X 10.4 oder neuer.

<http://www.belightsoft.com/products/imagetricks/overview.php>

Jetzt alle zusammen -- Natürlich ist Photo Booth ein schlaues Programm, und ich bin sicher, dass viele Leute, die sich einen iMac G5 mit eingebauter iSight kaufen, Spaß damit haben werden. Aber für alle anderen gehen iCamShare und ImageTricks weit über das hinaus, was Photo Booth kann, sowohl in Bezug auf Videounterstützung als auch durch mehr Spezialeffekte. Der einzige Punkt, in dem sie passen müssen ist die Integration, aber vielleicht können zukünftige Versionen der beiden enger zusammen arbeiten, um ein noch besseres Benutzer-Erlebnis zu bieten, als sie es jetzt getrennt tun.


Sprint Nextel Data Service Could Help Traveling Mac Users

von Glenn Fleishman <glenn@tidbits.com>

[Da dieser Artikel den amerikanischen Telekommunikationsmarkt betrifft und für deutschsprachige Leser keine grosse Relevanz besitzt, ist er nicht übersetzt worden und Sie finden untenstehend deshalb den Verweis auf den englischen Originaltext.]

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=08320>


Aktuelle Themen in TidBITS-Talk/07-Nov-05

vom TidBITS-Team <editors@tidbits.com>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]

Die erste Internet-Adresse unter jedem Thema verweist auf die herkömmliche Website von TidBITS-Talk; die zweite Adresse zeigt auf unseren Web Crossing-Server, der mit einem anderen Erscheinungsbild aufwartet und etwas schneller ist.

Fax-Probleme mit Tiger -- Mit Mac OS X 10.4 ist das Versenden von Telefax-Meldungen leicht angepasst worden. ("Faxing problems from Tiger" - 2 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2765>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/612/>

Kommentare zu 10.4.3 -- Eine technische Notiz zum neusten Tiger-Update führt zu einer Diskussion, ob "high ASCII" wirklich existiert (mit "high ASCII" sind die Zeichen mit den ASCII-Codes von 128-255 gemeint). Leser stellen zudem weitere Änderungen fest und liefern einen Tipp, um einen Drucker nach der Aktualisierung wieder zum Funktionieren zu bringen. ("Comments about 10.4.3" - 14 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2767>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/613/>

Berechtigungsprobleme mit 10.4.3 -- Nach der Aktualisierung auf 10.4.3 stellt ein Leser im Festplatten-Dienstprogramm einen anderen Umgang mit Dateien mit speziellen Berechtigungen fest, die unter 10.4.2 noch anders gehandhabt wurden. ("Permissions problem with 10.4.3" - 3 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2766>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/614/>

10.4.3 lähmt den Mail-Server -- Die letzte Aktualisierung für die Serverversion von Mac OS X ist zum Mail-Server nicht besonders nett. ("10.4.3 breaks Mail Server" - 3 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2768>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/615/>

Vergleich von Netzteilen -- Der Vergleich von Netzteilen in der letzten TidBITS-Ausgabe hat Leser dazu bewogen, eigene Erfahrungen mitzuteilen und praktische Tipps für die Reise zu geben. ("Comparing AC Adapters" - 9 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2769>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/616/>

PowerBook-Netzteile -- Leser berichten von ihren Erfahrungen mit Netzteilen von Drittanbietern. ("PowerBook Adapters" - 2 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2770>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/618/>


Übersetzung dieser Ausgabe: Hartmut Greiser <linarte.post@gmail.com>, Sven Kornmann <kornmann@arcor.de> und Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.

Lektorat: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.

Koordination dieser Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.

Copyright der deutschen Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.

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