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TidBITS#809/12-Dez-05

Charles Maurer ist wieder da, diesmal mit einem langen Artikel zur Frage, wieso Digitalkameras natürlichere Bilder machen können als herkömmliche Kameras. Mark Anbinder schreibt über die Verfügbarkeit von TV-Serien des Senders NBC im iTunes-Music-Store, Glenn Fleishman hat Neuigkeiten zu neuen Wi-Fi-Treibern für Tiger-Benutzer und wir berichten von Aktualisierungen für Firefox, die Flashblock-Erweiterung von Firefox, SETI@home, die Programmiersprache Prograph und "Take Control of Mac OS X Backups".

[Anmerkung des deutschen Übersetzungsteams: Bei der TidBITS-Ausgabe 808 handelte es sich um die alljährliche Geschenkausgabe zu Weihnachten. Aus Mangel an Zeit und Übersetzern konnte diese Ausgabe nicht ins Deutsche übersetzt worden. Die englische Originalausgabe finden Sie unter der Internet-Adresse <http://www.tidbits.com/tb-issues/TidBITS-808.html>]

Themen:

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MailBITS/12-Dec-05

[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]

Firefox 1.5 vorgestellt -- Die Mozilla Corporation hat Firefox 1.5 veröffentlicht, die neuste Version des beliebten Open-Source Web-Browsers für Mac, Windows und Linux. Wichtige neue Funktionen sind eine automatische Softwareaktualisierung, verbesserte Navigation, das Umordnen von Tabs mit Hilfe der Maus, besseres Blockieren von Pop-Ups, einfaches Löschen von sensitiven Daten, hilfreichere Fehlermeldungen, automatisches Erkennen von RSS, bessere Bedienbarkeit für behinderte Personen, ein Assistent zum Melden von falsch dargestellten Webseiten, erweiterte Unterstützung von Mac OS X (inklusive Übernahme der Einstellungen von Safari und dem Internet Explorer) und zahlreiche Verbesserungen der Sicherheit. Firefox 1.5 benötigt Mac OS X 10.2 oder höher und ist 9.4 MByte gross.

<http://www.mozilla.com/firefox/>

Nach meinem Artikel in TidBITS-807_ über die Vereinfachung der Installation stellte ich erstaunt fest, dass die graphische Hilfestellung im Festplattenimage von Firefox sogar mehr verwirrt als hilft. Ein Pfeil führt vom Firefox-Symbol zu einem kleineren, grau hinterlegten Firefox-Symbol das offensichtlich zu einem ebenfalls grau hinterlegten Ordnersymbol (der aussieht wie der Applikationsordner) gezogen wird. Leider ist die Darstellung rein symbolisch, der Ordner ist nur ein Bild und kein Alias und es gibt keine Erklärung was denn genau zu tun sei. Ich habe bereits von Leuten gehört, die nicht wussten, dass sie das Firefox-Symbol auf den Applikationsordner ziehen müssen und stattdessen Firefox direkt vom Festplattenimage gestartet haben. Die Anweisungen auf der Firefox-Website sind noch schlimmer, da dort sinngemäss folgendes steht: "Öffnen Sie das Firefox-Festplattenimage mit einem Doppelklick und ziehen Sie anschliessend das Firefox-Symbol auf die Festplatte. Ziehen Sie das Symbol auf das Dock, wenn Sie Firefox von dort starten möchten." Ich bin sicher, dass jetzt einige Leute das Symbol auf das Dock ziehen werden, anstatt das Symbol zuerst in den Applikationsordner zu verschieben und dann erst das Symbol auf dem Dock abzulegen. Das ist natürlich alles gar nicht so schwer, man könnte es aber trotz allem doch noch einfacher machen.

<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-807.html#Artikel2>

Wie man es besser machen könnte, zeigen beispielsweise Applikationen wie Fetch von Jim Matthews (natürlich!), PCalc von James Thomson und "A Better Finder Rename" von Frank Reiff. Ich vergebe einen Extrapunkt an Rainer Brockerhoff, der meinen Vorschlag bereits seit dem Jahr 2003 für seine Applikation XRay einsetzt. Einige Festplattenimages können die Symboldarstellung nicht erzwingen, wenn man in den Finder-Einstellungen "Öffne neue Fenster im Spaltenmodus" ausgewählt hat und können deshalb auch graphische oder textliche Erklärungen nicht korrekt anzeigen. Ich weiss noch nicht, wie man die Symboldarstellung in jedem Fall erzwingen kann. [ACE]

<http://www.fetchsoftworks.com/>
<http://www.pcalc.com/>
<http://www.publicspace.net/ABetterFinderRename/>
<http://www.brockerhoff.net/xray/>

SETI@home zieht zu BOINC um -- Wenn Sie nur ein wenig so sind wie ich, werden Sie wohl kaum keinen Gedanken an SETI@home verschwenden, währenddem ihr Client im Hintergrund die von Ihnen nicht genutzte Prozessorkapazität für die Suche nach ausserirdischem Leben nutzt. Kürzlich hat mich aber Jim Carr, eines der fleissigsten Mitglieder des TidBITS-SETI-Teams, darauf aufmerksam gemacht, dass das SETI@home-Programm am 15. Dezember 2005 abgestellt wird und man auf den BOINC-Client (Berkeley Open Infrastructure for Network Computing) umsteigen muss. BOINC unterstützt nicht nur SETI@home, sondern auch eine Vielzahl weiterer solcher verteilter Projekte. Auf der Website von SETI@home kann der neuste BOINC-Client heruntergeladen werden. Leider ist das Vorgehen etwas umständlich und ich habe noch nicht herausgefunden, wie ich BOINC dazu bewegen kann, nur für SETI@home zu arbeiten. Die Fehlermeldung wies auf Serverprobleme hin (die von SETI@home auch auf der Website erwähnt werden). Ich empfehle Ihnen deshalb noch etwas zu warten und regelmässig auf der Website vorbeizuschauen und nachzusehen, ob die Probleme behoben werden konnten. Wenn Sie neu bei SETI@home mitmachen und dem TidBITS-Team beitreten möchten, können Sie die dritte untenstehende Internet-Adresse verwenden und dann auf "Join" klicken. [ACE]

<http://setiathome.berkeley.edu/>
<http://boinc.berkeley.edu/>
<http://setiathome.berkeley.edu/team_display.php?teamid=30293>


Prograph wird rückwärts buchstabiert zu Marten

von Matt Neuburg <matt@tidbits.com>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]

Prograph ist zurück! Vielleicht denken Sie jetzt, dass das nicht sonderlich grossartige Neuigkeiten sind, aber persönlich bin ich der Meinung, dass _jeder_ der sich nur ein bisschen für Programmierung erwärmen kann, vom Anfänger bis zum Vollprofi, sich dafür interessieren sollte. Prograph ist eine wunderbar visuelle, dynamische, objektorientierte Programmiersprache; statt Zeilen mit Code zu schreiben, zeichnen Sie ein Diagramm und legen graphisch fest, wie das Programm ausgeführt werden soll. Nicht lange nachdem ich im Jahre 1996 einen Artikel darüber geschrieben habe ("Versuchen Sie es doch mit Prograph" in TidBITS-312_), begann Prographs Stern zu sinken und als Mac OS X herauskam, hatte ich bereits alle Hoffnung aufgegeben, jemals wieder damit arbeiten zu können.

<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-312.html#s7>
<http://en.wikipedia.org/wiki/Prograph>

Wie sich aber heraustellte, verschwand nur das Produkt Prograph CPX der Firma Pictorius. Die Sprache selber aber ist eine Idee und Ideen sind bekanntlich frei. Von mir unbemerkt hatten sich einige verrückte Entwickler darangemacht, die Sprache und die Entwicklungsumgebung Prograph CPX neu zu entwickeln und für das Betriebssystem BeOS verfügbar zu machen. Als BeOS ebenfalls unterging, wurde das Resultat für Mac OS X umgeschrieben und kann jetzt unter dem Namen Marten gekauft werden.

<http://andescotia.com/products/marten/>

Ich habe Marten selber noch nicht ausprobiert und kann deshalb nicht sagen, wie gut oder wie einfach sich damit Mac OS X-Applikationen erstellen lassen, aber es wurde mir gesagt, dass der Marten-Editor selbst in Marten geschrieben wurde und das ist doch immerhin schon etwas. Selbst wenn es nicht dazu taugen sollte, die nächste Killerapplikation zu schreiben, ist es doch sehr vergnüglich und lehrreich, eine Aufgabe in der Prograph-Sprache zu programmieren. Wer wie ich schon so lange darauf gewartet hat, wird wohl kaum zögern, die 65 US$ lockerzumachen und es selbst auszuprobieren.


NBC Universal bringt mehr Fernsehen auf iTunes

von Mark H. Anbinder <mha@tidbits.com>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]

Als Apple im Oktober seinen neuen Video-iPod vorstellte, waren die ersten Angebote im iTunes Music Store noch auf die Fernsehsender ABC und Disney beschränkt. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich schätze Serien wie "Desperate Housewives" und "Lost" sehr, aber ich wünschte mir gleichzeitig, dass Apple diesen Dienst noch etwas mehr ausreizen würde. Die Ankündigung der Zusammenarbeit mit NBC Universal von letzter Woche hat diesen Traum für mich Realität werden lassen.

<http://www.apple.com/pr/library/2005/dec/06nbc.html>

Jetzt ist ein viel breiteres Angebot verfügbar, etwa die NBC-Serien "Law & Order" und "Surface", die Late-Night-Shows von Leno und Conan, das Science-Fiction-Glanzstück "Battlestar Galactica" vom Sci-Fi-Channel und der Hit "Monk" von USA Network. Noch mehr interessierten mich aber die alten NBC-Serien wie "Adam-12", "Dragnet" und sogar "Knight Rider", zusätzlich noch die erste Staffel von "Law & Order".

<http://www.apple.com/itunes/videos/>

Jede Episode dieser Serien kann für 1.99 US$ gekauft werden und neue Episoden werden einen Tag nach der Ausstrahlung verfügbar sein. (Zurzeit sind TV-Serien nur in den USA erhältlich und die Verfügbarkeit von anderen Videos variiert von Land zu Land.) Genauso wie ganze Musikalben die einzelnen Songs zu einem Stückpreis von unter 0.99 US$ anbieten, können ganze Staffeln zu einem billigeren Gesamtpreis als die einzelnen Episoden zu je 1.99 US$ gekauft werden.

NBC Universal und Apple profitieren dabei von der Beliebtheit von alten TV-Serien auf DVDs. Wenn Sie alte Episoden von "Bewitched" auf DVD kaufen, wieso nicht auch gleich bei "Alfred Hitchcock Presents" zugreifen und auf dem täglichen Arbeitweg geniessen? Die Programme sind alle werbefrei, im Gegensatz zur Ankündigung von NBC und CBS, TV-Shows mit Werbung für 0.99 US$ über DirecTV und Comcast anzubieten. Nicht angeboten wird der "NBC Nightly News Netcast" mit Brian Williams, der im Windows-Mediaformat auf MSNBC.com jeden Werktag ab 22:00 Uhr kostenlos heruntergeladen werden kann.

Apple hat bekanntgegeben, dass diie Kunden des iTunes Music Store in den vergangenen zwei Monaten bereits mehr als drei Millionen Videos gekauft und heruntergeladen haben, um sie dann auf dem iPod, in iTunes oder mit der Applikation Front Row anzusehen. Zählen Sie mich jetzt auch dazu; mein erster Download des Pilotfilms von "Law & Order" ist fast abgeschlossen. Es ist kaum zu glauben, aber obwohl "Law & Order" täglich gleich mehrmals im Fernsehen gezeigt wird, habe ich den Pilotfilm selber noch nie gesehen.


Flashblock-Update für Firefox 1.5

von Glenn Fleishman <glenn@tidbits.com>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]

Die Flashblock-Erweiterung von Firefox lässt Sie darüber bestimmen, ob Flash-Animationen auf Webseiten automatisch gestartet werden sollen (siehe auch den Artikel "Firefox Flash Blocker" in TidBITS-794_). Mit der Veröffentlichung von Firefox 1.5 wurde ich dieser Funktion beraubt! Kein Update! Andrew Lawrence hat mich dann via iChat darauf aufmerksam gemacht, dass Flashblock doch eine Aktualisierung erfahren hat - die Erweiterung hat jetzt aber zwei separate Versionen. Für Firefox 1.0.x können Sie Flashblock 1.3.3 verwenden, für Firefox 1.5 Flashblock 1.5.

<http://flashblock.mozdev.org/>
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-794.html#Artikel4>

Das Installieren von Erweiterungen in Firefox ist ganz einfach:

  1. Besuchen Sie die Webseite mit der Erweiterung.
  2. Finden Sie den Installations-Link.
  3. Die Erweiterung wird heruntergeladen und Sie klicken auf "Install" (wenn die Website blockiert sein sollte, finden Sie unten weitere Informationen).
  4. Beenden Sie Firefox und starten Sie den Browser erneut, um die Erweiterung zu aktivieren.

Wenn die Erweiterung in Schritt 3 nicht heruntergeladen wird, liegt das an einer schlauen Funktion von Firefox, die verhindert, dass Sie Software von Websites herunterladen, denen Sie nicht vertrauen.

Mit diesen Schritten können Sie eine Website freigeben:

  1. Klicken Sie den "Download"- oder "Install"-Link auf der Website.
  2. Im Firefox-Fenster erscheint oben ein grauer Balken, der Sie darauf hinweist, dass das Herunterladen blockiert wurde.
  3. Klicken Sie auf den Knopf "Edit Options" auf der rechten Seite dieses Balkens.
  4. Im neuen Fenster ist der Domainname bereits eingetragen; klicken Sie auf "Allow" um die Domain freizugeben.
  5. Schliessen Sie das Fenster mit einem Klick auf "Close" wieder.
  6. Probieren Sie Schritt 1 noch einmal; wenn es funktioniert gehen Sie zu Schritt 4 in der obigen Installation.


Noch mehr Wi-Fi-Alternativen für Mac-Benutzer

von Glenn Fleishman <glenn@tidbits.com>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]

Die in Taiwan ansässige Firma Ralink könnte die Lösung für viele Benutzer von Mac OS X 10.4 Tiger sein, die einen Wi-Fi-Adapter für ihren Computer suchen. Obwohl wenige Firmen Wi-Fi-Produkte mit Treibern für Tiger anbieten, verwenden einige Hersteller Chips von Broadcom (die gleichen, die Apple auch mit AirPort verwendet) und diese Produkte funktionieren deshalb auch ohne zusätzliche Software.

Allerdings haben die Konkurrenten von Broadcom auf dem Wi-Fi-Markt Boden gutgemacht und Produkte die vor sechs Monaten noch einwandfrei funktionierten - etwa eine 802.11g-PCI-Karte von Belkin - sind der Kosten wegen angepasst worden und verwenden keine Broadcom-Chips mehr. Die Hersteller geben selten bekannt, welche Chips in ihren Produkten eingesetzt werden, hauptsächlich um nicht an deren Leistungen gemessen zu werden; sie versprechen stattdessen eine bestimmte Funktionalität (etwa eine drahtlose Netzverbindung).

Das macht die von Ralink nicht offiziell unterstützten Treiber für Mac OS X 10.2 bis 10.4 und Linux so interessant; wenn Sie feststellen, dass Sie ein Gerät mit Ralink-Chips verwenden, können Sie es auf dem Macintosh trotzdem einsetzen. Ralink hat auf seine indirekten Kunden gehört, denn sie haben kürzlich die Treiber für Mac OS X 10.4 Tiger angepasst und scheinen auch regelmässige Fehlerkorrekturen nachzuliefern.

Die Treiber für Produkte von Ralink können auf der Website heruntergeladen werden, sie sind aber nach Chipset und Produktnamen geordnet. Ich hoffe, dass sich jemand einmal die Mühe machen wird, herauszufinden, welche Produkte und Versionen überhaupt Ralink-Chips verwenden, damit die Möglichkeiten für Macintosh-Benutzer noch weiter ausgedehnt werden können.

<http://www.ralinktech.com/supp-1.htm>

Belkins 802.11g-PCI-Karte (Artikelnummer F5D7000) soll gemäss der Angaben auf der Produktseite kompatibel zu Mac OS X 10.2 und 10.3 (nicht aber 10.4) sein, bietet aber über den Link keine Möglichkeit zum Herunterladen eines Treibers. Al Varnell hat mich per E-Mail darauf aufmerksam gemacht, dass man dafür einen anderen Pfad einschlagen und zuerst die Download-Seite aufrufen und dort das gewünschte Produkt auswählen muss. Ich habe keine Ahnung, wieso die Treiber nicht in beide Richtungen korrekt verlinkt sind. Die Treiber sind zuletzt im April 2005 aktualisiert worden und geben keinen Hinweis auf Kompatibilität zu Tiger. (Belkin hat auch Panther-Treiber für andere Produkte.)

<http://catalog.belkin.com/IWCatProductPage.process?Merchant_Id=1&Section_Id=&pcount=&Product_Id=136479>
<http://www.belkin.com/support/download/download.asp?category=9&lang=1&mode=>

Es gibt nun auch mit Tiger kompatible USB 2.0-Adapter für Macs - ich habe das eigentlich nur durch Zufall herausgefunden. Das ZyXEL AG-225H, ein Detektor zum Aufffinden von drahtlosen Netzzugängen dient gleichzeitig auch als 802.11a/b/g-Adapter über den eingebauten USB 2.0-Anschluss. ZyXEL bietet Macintosh-Treiber sowohl für Panther wie auch für Tiger an; ich habe sie selber nicht getestet, es wurde mir aber berichtet, dass sie funktionieren. Ich habe im September 2005 für "Mobile Pipeline" über das ZyXEL-Gerät einen Artikel geschrieben und mich damals hauptsächlich auf die Erkennungsfunktionen konzentriert. Es kostet im Online-Handel ungefähr 75 US$.

<http://us.zyxel.com/support/download.php>
<http://www.mobilepipeline.com/showArticle.jhtml?articleID=171000509>

Meinen Dank an Dave Goldman für diesen Tipp!


Die Realität und digitale Bilder

von Charles Maurer
[Übersetzung: Sven Kornmann <kornmann@arcor.de>]

Ich werde oft um meine Meinung gebeten, ob die Digitalfotografie so gut wie Film ist oder jemals so gut werden wird. Ich antworte dann, dass digital für alle außer ein paar Spezialzwecke bereits besser ist. Technisch gesehen sind meine digitalen Fotos mindestens so gut wie die besten konventionellen Fotos, die ich jemals im Format 6 x 9 cm (2,25 x 3,25 Zoll) gemacht habe, und piktografisch sind sie besser. Mit meiner digitalen Kamera kann ich Bilder auf der Straße schießen, wo vorher ein Studio notwendig gewesen wäre.

In diesem Artikel werde ich erklären, was digitale Technologie im Gegensatz zur konventionellen Fotografie tun kann - wie Computer natürlichere Bilder und nicht Spezialeffekte produzieren können. Um das zu tun, beginne ich bei der Wahrnehmung, gehe über die Kunst, und betrete das Thema Computer durch die Hintertür. Obwohl das eine unübliche Route ist, nähert sie die Art und Weise an, wie ich denke, wenn ich ein Foto mache, und sie bietet die einzige Möglichkeit, die ich kenne, den Irrgarten der Manipulationsmöglichkeiten zu überwinden, den Fotoeditoren bieten. Obwohl ich einige spezifische Produkte erwähnen werde (wovon alle für den Mac ebenso wie für Windows verfügbar sind), werde ich keines davon in der Tiefe erklären. Der schwierige Teil der digitalen Fotografie ist herauszufinden, was im Computer getan werden muss, und welches Programm das kann. Wenn man das weiß, ist es selten schwierig herauszufinden, wie die Anwendung tut, was sie soll.

Dieser Artikel wird durch einige Bilder illustriert. Um sie richtig angezeigt zu bekommen, sollte Ihr Monitor grob kalibriert sein. Wenn Sie Ihren Monitor noch nie kalibriert haben, empfehle ich Ihnen, dies jetzt zu tun. Es dauert etwa zwei Minuten. Öffnen Sie das Monitore-Kontrollfeld, klicken Sie auf den Farben-Reiter, klicken Sie auf Kalibrieren, um den Display-Kalibrationsassistent aufzurufen, wählen Sie den Experten-Modus und folgen Sie dann den Anweisungen. Wenn Sie zum Bildschirm mit der Auswahl des Gammawertes kommen, wählen Sie 2,2.

Für einen Grund, der bald klar werden wird, denke ich, dass eine Version von Photoshop nötig ist. Daher setze ich dessen Verwendung als Fotoeditor voraus, obwohl Sie es nicht haben müssen, um den Artikel zu verstehen. Nebenbei werde ich die Unterschiede zwischen den letzten drei Versionen erklären (CS, CS2 und Elements), die für meine Herangehensweise von Bedeutung sind.

Auge vs. Kamera -- Zu Beginn lassen Sie uns die Auffassung aus dem Weg räumen, eine Kamera nehme das auf, was das Auge sieht. Das tut sie nicht und sie kann es nicht, weil eine Kamera ganz anders als das Auge funktioniert. Mit einer normalen Brennweite nimmt eine Kamera ein Bild in einem Erfassungswinkel von etwa 45 Grad auf. Sie erfasst das ganze Bild auf einmal, und das Bild endet als Abzug mit einem Intensitätsbereich von Schwarz zu Weiß von etwa 100 zu 1. Dagegen sieht das Auge einen Bereich von etwa 180 Grad, aber es sieht das Meiste davon mit einer Schärfe im Bereich von schlecht bis schauderhaft. Lediglich in einem zentralen Bereich von etwa einem bis drei Grad sieht es scharf. Um eine Szene klar zu sehen, muss das Auge sie scannen, und das Gehirn muss die angehäuften Informationen zusammensetzen. Das Auge mit seinem begrenzten Schärfenbereich hat jedoch selten Zeit, mehr als kleine Teile einer Szenerie aufzunehmen, daher hat das Meiste, das wir sehen, keine optische Quelle, es ist eine Interferenz. Ihr Gehirn leitet Informationen großteils durch Verallgemeinerung von zuvor Erlebtem ab. Dabei müssen Auge und Gehirn Helligkeitskontraste verarbeiten, die eine Million zu Eins übersteigen.

Kurz, wenn Sie sich einen Schnappschuss ansehen, den Sie am Strand aufgenommen haben, bedeuten die Begrenzungen der Kamera, dass drei Viertel der Szenerie abgeschnitten wurden, der Farbumfang ist zehntausendfach komprimiert, und die Information, die übrig bleibt, ist nicht mehr das, was Sie sahen. Jede Erscheinung von Realismus ist eine Interferenz, die durch Lernen unterrichtet und durch Übereinkunft geformt wurde. Es handelt sich nicht um Realismus, sondern um Wahrscheinlichkeit.

Fotos mögen realistisch erscheinen, aber die Filmtechnologie verhindert die Flucht aus diesen fotografischen Gegebenheiten, die tatsächlich ziemlich eingrenzend sind. Weniger limitierend ist ein Malpinsel. Ein Pinsel kann jeden Effekt erzielen, den eine Kamera auch kann, und dazu noch sehr viele mehr. Vor der Fotografie wendeten begabte und beobachtende Künstler Jahrtausende auf, herauszufinden, wie man die Realität auf flachen Oberflächen abbilden kann, wobei sie dieses überlegene Instrument verwendeten. Ihre Arbeit bildet die vollständigste Anleitung, die auf realistischen Wegen verfügbar ist, wie man Bilder auf Papier bringt.

Die meisten künstlerischen Techniken beschäftigen sich mit zwei grundsätzlichen Problemen, Problemen, die sich mit der Architektur des visuellen Bereichs des Gehirns beschäftigen: wie man etwas Form und Raum gibt, indem man (1) helle Bereiche und (2) Linien benutzt. Diese Probleme sind so wenig einzeln und isoliert wie es der Hirnbereich ist, sie sind zwei Seiten derselben Münze, aber es wird unser Denken vereinfachen, wenn wir eine unscharfe Trennung zwischen den beiden vornehmen.

Kontrast -- Das Auge sieht kein Licht per se, es sieht Lichtveränderungen - Kontraste. Wenn zwei Objekte keinen Kontrast zueinander bilden, verschmelzen sie für das Auge in eins. Diese Tatsache gibt der Kontrolle des Kontrasts nebeneinander liegender Details oberste Priorität. Dennoch kann der zentrale Kontrast jeder Szene kaum reproduziert werden. Wie ich bereits sagte, ist der Remissionsbereich von den hellsten bis zu den dunkelsten Objekten in jedem Motiv selten niedriger als Tausend zu Eins und übersteigt oft eine Million zu Eins, der Remissionsbereich von Pigmenten auf Papier oder Leinwand dagegen ist etwa Hundert zu Eins. Andererseits können selbst bei einer kontraststarken Szene kleine Bereiche tatsächlich einen sehr geringen Kontrast aufweisen.

Aus sich abhebenden Tönen leitet das Gehirn dreidimensionale Objekte ab. Es tut dies durch Assoziation, indem es Muster vergleicht, denen es bereits begegnet ist: ein heller Punkt ist eine Lichtquelle, blendendes Gelb könnte Feuer und heiß sein, dunklere Bereiche werden tendenziell von Ihnen oder vom Licht entfernt, helle Bereiche scheinen tendenziell nahe bei Ihnen oder nah am Licht zu sein, winzige Spitzlichter auf einem Gesicht verraten Schweiß und Hitze etc. Um realistisch zu malen, benutzen Maler Assoziationen wie diese, um optische Illusionen zu erschaffen. Das ist einfach, weil das Auge nur kleine Bereiche auf einmal untersucht, weshalb das Gehirn nicht einfach Farben und Farbtöne über große Abstände vergleichen kann. So lange benachbarte Töne eine natürliche Abweichung aufweisen, können entfernte Töne optisch unmöglich sein und doch immer noch richtig aussehen. Sie können das in Rembrandts Gemälde "Das Fest des Belsazar" sehen, das unten verlinkt ist. Die Haupt-Lichtquelle auf den Gesichtern scheint die Schrift auf der Wand zu sein, dennoch ist sie nicht heller als die Gesichter. Sie ist nicht weiß, sondern feurig golden, und doch ist sie so weit von seinem Gesicht entfernt, dass niemand die optische Absurdität bemerkt. Auch mit der Schrift auf der Wand als Haupt-Lichtquelle, sollte das Sekundärlicht, das von der unsichtbaren Wand auf der linken Seite zurückgeworfen wird, viel dunkler sein als es der Fall ist.

<http://www.tidbits.com/resources/809/BelshazzarsFeast.jpg>

In anderen Bereichen des Gemäldes erhöhte Rembrandt den Kontrast, wo er mit einem zu limitierten Bereich manövrieren musste und beschränkte sich auf Helligkeitsvariationen. Schauen Sie sich das rote Kleid der Frau an, um ein Beispiel zu sehen. Nicht nur sehen die Falten insgesamt dreidimensional aus, selbst wenn Sie Ihr Auge auf kleine Bereiche beschränken, Bereiche in denen es wenig Helligkeitsunterschiede gibt. Jeder kleine Teil des Kleides steht in Kontrast mit seinen benachbarten Teilen. Rembrandt konnte das tun, indem er nicht nur die Helligkeit allein variierte, er variierte auch Farbton und Sättigung - unabhängig voneinander. Wenn Sie das Bild in Photoshop öffnen und das Info-Fenster auf HSB einstellen, können Sie die Maus hin- und herbewegen und etwas von diesen Variationen sehen, die die Miniaturisierung des Gemäldes überlebt haben. (Das echte, das jemand vor langer Zeit auf kleinere Maße gebracht hat, misst 167 x 209 cm.)

Filmemacher und kommerzielle Fotografen erstellen realistische Fotos ähnlich, indem sie Lampen "hereinmogeln", die an den Sets als Requisiten eingesetzt werden und dieses so ausleuchten, als ob das Licht von den Requisiten käme. Ein Beispiel ist das Bild des Hufschmieds im unteren Link. Eine logische Analyse zeigt, dass keine Beleuchtung vom Feuer gekommen sein kann, aber das Auge ist kein logisches Analyseinstrument. Trotzdem ist diese Schummelei schwieriger, als bei den Steuern zu mogeln, besonders bei einem Standbild, wo die Illusion nicht an Ihrem Auge vorbeihuscht. Für dieses Foto benötigte ich einen Tag zur Planung und einen Tag zur Durchführung. (Unter anderem musste ich die ganze Werkstatt in Alufolie packen, um zu verhindern, dass Licht durch Mauerspalten nach innen gelangen konnte.)

<http://www.tidbits.com/resources/809/Blacksmith.jpg>

Andererseits können gleichwertige Ergebnisse erzielt werden, ohne zu mogeln, indem man eine gute Digitalkamera nimmt und das Licht digital ausbalanciert. Ein Beispiel ist der Färber im unten verlinkten Bild. Die Version rechts zeigt die Szene, wie sie mit Film eingefangen worden wäre; die linke Version zeigt sie, wie sie sich anfühlte und wie ich mich an sie erinnere. Womöglich bemerkte ich, bevor ich das Foto schoss, dass das Raumlicht blauer war als der Feuerschein - ich tendiere dazu, solche Dinge zu bemerken - aber meine überwältigende Wahrnehmung war überwältigende Hitze, und diese Hitze wollte ich porträtieren. Für das visuelle System sind so viele Hinweise auf Hitze vorhanden, dass der Feuerschein in seinem Gesicht natürlich aussieht, obwohl es logisch gesehen absurd ist.

<http://www.tidbits.com/resources/809/Dyer.jpg>

Das nächste Beispiel zeigt ein gewöhnlicheres Bild. Das obere Bild zeigt, wie die Szene aussah: ein hell erleuchteter Busch im Vordergrund mit einem Dschungel von Bäumen auf den Hügeln dahinter, graduell in Größe und Klarheit verschwindend. Aber obwohl mein Gehirn den Busch als hell wahrnahm, war er tatsächlich dunkel verglichen mit dem Himmel und der Dschungel war noch dunkler. Die Szene wartete mit einem Tonwertbereich auf, den nichts menschengemachtes auch nur annähernd reproduzieren kann. Der Sensor meiner Kamera komprimierte diese Töne "mechanisch" in das untere Bild. Diafilm hätte dasselbe getan. Um das Bild realistischer erscheinen zu lassen, hellte ich den Busch im Vordergrund auf und brachte mehr Kontrast in den Urwald, indem ich Sättigung und Helligkeit unabhängig voneinander und von der Färbung variierte.

<http://www.tidbits.com/resources/809/Jungle.jpg>

Eine solche Veränderung des Kontrasts benötigt drei Dinge:

Um die erste Voraussetzung zu erfüllen, brauchen Sie ein rohes, unbearbeitetes Bild (kein JPEG) von einer Kamera, die einen großen Kontrastumfang einfangen kann. Auf dem heutigen Markt bedeutet dies eine Spiegelreflexkamera. (Für mehr Informationen sehen Sie sich den Abschnitt "Bildqualität" aus meinem Artikel "Auswahl einer kompakten Digitalkamera: Panasonic DMC-FX7" in TidBITS-783_ an. [Artikel auf Deutsch verfügbar -- SK]) Wenn ich das Bild in ein Standardformat umwandle (ich bevorzuge das gewöhnliche TIFF-Format vor Adobes PSD), setze ich seine Tonwerte auf das gesamte Spektrum von Schwarz zu Weiß, wobei die Mitten so eingestellt werden, dass sie so gut wie möglich aussehen.

<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-783.html#Artikel2>

Das Aufhellen der Schatten und Abdunkeln der Spitzlichter kommt als Nächstes über die Tiefen/Lichter-Einstellung von Adobe Photoshop. Photoshop definiert Tiefen und Lichter als dunkle oder helle Bereiche größer als eine Anzahl von Pixeln drum herum. CS, CS2 und Elements ermöglichen alle das Einstellen der Menge an Aufhellung oder Abdunkelung, aber CS und CS2 ermöglichen auch das Einstellen der Größe dessen, was Photoshop als Tiefen- oder Lichterbereich ansieht. Ich finde, dass diese Anpassung sehr wichtig ist, und ich verwende sie etwa für jedes dritte Foto.

(Das meiste, was Adobe bei Photoshop Elements außen vor gelassen hat, kümmert mich nicht - Elements ist schon komplexer als es sein müsste - aber ich empfand diese eine Einstellung schon fast als Grund genug, auf Elements zugunsten von Photoshop zu verzichten. Der andere Grund ist, dass Elements nur begrenzte Fähigkeiten hat, mit 16-Bit-Farben umzugehen. Obwohl 8-Bit-Farben meistens ausreichend sind, werden durch das Auseinanderziehen der Tonalität meist feinere Zwischentöne benötigt.)

Nun sehen Sie sich das Rembrandt-Bild noch einmal an, in den Details von Belsazars Umhang. Die Details sind hervorgehoben, weil sie von Pinselstrichen mit extrem hohem Kontrast von einem zum nächsten geformt wurden, extrem hohem punktuellem Kontrast. Genauso lasse ich Details in Fotos unter Verwendung einer beiläufigen Fähigkeit des Programms Noise Ninja von PictureCode hervortreten, das primär ein Paket zur Rauschreduktion ist (eines der besten). Diese Eigenschaft ist ein Schieberegler, der lokalen Kontrast erhöht. Ich benutze es oft einzeln ohne jegliche Rauschunterdrückung.

<http://www.tidbits.com/resources/809/BelshazzarsFeast.jpg>
<http://www.picturecode.com/>

Jetzt kommt der Anstrich. Wenn ein Künstler die Farbe auf seiner Leinwand anpassen möchte, könnte er ihren Farbton ändern, oder er könnte Punkte mit Komplementärfarben aufbringen, um ihre Sättigung zu reduzieren, oder er könnte etwas Schwarz oder Weiß hinzufügen, um dessen Helligkeit zu reduzieren oder zu verstärken. Ich möchte mit digitalen Fotos dasselbe tun. Das Produkt, mit dem ich das machen kann ist Shift+Gain von Asiva.

<http://www.asiva.com/>

Shift+Gain ist ein Photoshop Plug-in, mit dem man Flächen oder Linien durch eine Kombination aus Farbton, Sättigung und Helligkeit auswählen kann (nützlich, um Farbränder zu entfernen), und diese Parameter dann individuell zu verändern. Kein anderes Produkt kann das, außer ein eigenständiges Paket von Asiva, das zum Benutzen aber zu langsam ist. Tatsächlich, so unglaublich es auch klingen mag, hat Asiva ein U.S. Patent auf diese Herangehensweise, Bilder zu manipulieren.

[Übersetzung: Hartmut Greiser <linarte.post@gmail.com>]

Shift+Gain funktioniert nicht wie andere Programme, und man braucht etwas Zeit, um damit zurecht zu kommen. Nachdem es zunächst etwas unübersichtlich war, lichtete sich der Nebel dann aber doch. Photoshop würde eine Menge mehr an Erfahrung und Geduld erfordern als ich erübrigen könnte, wenn ich damit soviel erledigen wollte, wie ich mit Shift+Gain schaffe.

Shift+Gain ist für mich ein unverzichtbares Instrument für die Arbeit mit digitaler Fotografie - ich kenne kein anderes Programm mit einem vergleichbaren Leistungsumfang. Leider funktioniert es nur zusammen mit Photoshop, auch Applikationen wie GraphicConverter, die mit den meisten anderen Photoshop Plug-ins zurecht kommen, sind hier machtlos. Es ist mit allen jüngeren Versionen von Photoshop kompatibel, setzt aber eben Photoshop voraus. In diesem Artikel werde ich deshalb nicht auf mögliche Alternativen zu Photoshop eingehen.

Mit diesen drei Werkzeugen kann man fast alles an Kontrast- und Farbmanipulationen bewerkstelligen, was man so braucht: (1) die Steuerung in Photoshop CS/CS2 für Level, Schatten und Lichter, (2) die Steuerung des lokalen Kontrasts in Noise Ninja und (3) Asiva Shift+Gain. Gelegentlich verwende ich auch eines von Asivas anderen Plug-ins, die ähnlich funktionieren, aber in gewissem Umfang etwas anderes bewirken. Ich habe festgestellt, dass Asivas Plug-ins in Verbindung mit Photoshops Standard-Auswahlinstrumenten das Maskieren überflüssig machen, wenn man übliche Bildeffekte erzielen möchte.

Von den Farbkorrekturen bei Photoshop halte ich nur eine für bedingt nützlich. Manchmal weist ein Bild insgesamt eine Verfärbung auf, nachdem ich die Farben justiert habe, um die Kontraste zu verstärken. Streng genommen gibt es so etwas wie eine Verfärbung ja nicht, eigentlich handelt es sich dabei nur um eine Abweichung von einem Vergleichsstandard. Bei einer Fotografie sucht man sich seinen Standardwert in der Regel in einem Schlaglicht oder in der Bandbreite des Papieres. Wenn ein neutrales Weiß oder Grau im Vergleich farbig aussieht, dann sieht man eine Verfärbung. Will man so eine Verfärbung entfernen, dann schattiert man das Bild einfach so lange, bis das Weiß oder Grau neutralisiert ist. Die anderen Farben werden sich entwas ändern, aber der Kontrast zwischen ihnen bleibt erhalten. Eine Verfärbung lässt sich nur schwer von Hand entfernen, weil sich das Gehirn so schnell auf Farbänderungen einstellt, dass ein großer Justierungsbereich solange als angemessen empfunden wird, bis man das Bild ausdruckt. Photoshop kann eine Verfärbung mechanisch entfernen; der entsprechende Arbeitsschritt ist im Befehl "Match Color" versteckt.

Eine abschließende Betrachtung zum Thema Farben ergibt sich bei dämmerigem Licht. Bei Sonnenlicht sehen wir in Farbe, im Mondlicht monochrom - im "mesopischen" Übergangsbereich sehen wir in der Dämmerung teilweise monochrom und teilweise farbig. Wenn Maler Dämmerungslicht zeigen wollen, dann zeichnen sie es mesopisch. Sie können das bei dem Musiker im Hintergrund des Rembrandt-Bildes und noch besser bei dem Bild "Gross Clinic" von Thomas Eakins sehen, dem linken Bild im Link unten. Die Studenten im Schatten sind fast monochrom dargestellt, wobei in diesem monochrom aber Farbspuren enthalten sind, oft in Form scheinbar wahlloser Streifen und Kleckse. (Beachten Sie, dass das Original etwa 243 cm x 198 cm groß ist.)

<http://www.tidbits.com/resources/809/GrossAbattoirFlowers.jpg>

Film bildet Dämmerung nicht auf diese Weise ab, die meisten digitalen Sensoren auch nicht, der Foveonsensor jedoch tut es. (Siehe "Gefühle & Sensoren in der digitalen Fotografie" in TidBITS-751_ und den Nachfolgeartikel, in dem es um Sensorarten geht.) Bei Filmen und digitalen Sensoren entsteht Bildrauschen auf niedrigem Niveau. Sobald eine normale Lichtmenge auf einen Film oder Sensor fällt, dann ist das Rauschen meist im Bild versteckt, bei geringerem Lichteinfall wird das Rauschen dagegen deutlicher. Bei sehr geringer Belichtung wird das Bild durch das Rauschen überdeckt: damit wird die Empfindlichkeit definiert. Die willkürliche Pixelverteilung dieses Bildrauschens lässt sich etwas ausgleichen, damit werden aber auch Bilddetails geglättet, die im Grenzbereich der Bildempfindlichkeit komplett verschwinden können. Der Foveon-Bildsensor arbeitet dagegen anders, sodass auch die Körnigkeit anders aussieht. Der Foveon weist weniger Körnung auf, ersetzt sie aber durch das Einbetten von Fehlfarben. Damit wird zunächst die Farbsättigung reduziert, um dann - im unteren Empfindlichkeitsbereich - Zufallsmuster aus Streifen und Flecken entstehen zu lassen.

<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-751.html#Artikel3>
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-757.html#MailBITS5>

Verminderte Farbsättigung in Verbindung mit einer zufälligen Verteilung von Streifen und Klecksen entspricht genau der Technik, die Künstler verwenden, um Dämmerung anzudeuten, und das Bildrauschen des Foveon kann für denselben Zweck verwendet werden. Ich glätte das körnige Rauschen mit Noise Ninja - meist ist das nicht soviel, dass die Gefahr besteht, dass Noise Ninja irgendwelche Details verliert - dann setze ich Shift+Gain in bestimmten Bereichen ein, um die Verfärbung zu steuern. Die Verfärbung soll dergestalt ausfallen, dass für das Auge ein Kontrast entsteht, der selbst aber nicht auffällt. Man kann den Effekt auf dem chinesischen Schlachthof rechts neben dem Bild der "Gross Clinic" sehen, das Sie gerade geladen haben.

Bedenken Sie aber, dass Verfärbung und Fleckigkeit nicht die Norm bei Foveon-Fotos sind. Normalerweise sind diese Effekte im Tiefschwarz versteckt, und man bekommt sie nur zu sehen, wenn man die Möglichkeiten des Sensors völlig ausreizt. Das Bild vom Blumenmarkt ist eher normal - das dritte auf der Seite. Bei beiden Bildern handelt es sich um Innenaufnahmen, die ich mit ISO 1600 gemacht habe.

Perspektiven -- Bis jetzt haben wir darüber gesprochen, wie man Raum mit Hilfe von Farbkomposition darstellt. Schauen wir uns jetzt einmal an, wie man diese Aufgabe mit Linien löst. Das ist das Problem der Perspektive.

Während der italienischen Renaissance haben Künstler die Geometrie einer linearen Perspektive entworfen, eine Geometrie, die - oberflächlich gesehen - zu den Normen der Wahrnehmung passt. In Wirklichkeit tut sie das aber nicht. Üblicherweise müssen die "Gesetze" der linearen Perspektive verletzt werden, weil ein Bild sonst falsch aussieht.

Die Gesetze der Perspektive schreiben vor, dass nach hinten laufende Parallelen sich einander annähern. Dieser Prozess gilt in der Horizontalen (z.B. bei Eisenbahnschienen) und in der Senkrechten (wie bei Hochhäusern, die man von der Straße aus ansieht). Sehen wir uns aber einmal die vertikale Perspektive an. Solange der Blickwinkel nur etwas noch oben ausgerichtet ist, wird Ihr Gehirn nicht den Schluss ziehen, dass Objekte sich über Ihnen annähern, Ihr Gehirn wird annehmen, dass die Objekte nicht genau senkrecht sind. Sofern es sich bei diesen Objekten aber um Gebäudemauern handelt, dann wird Ihr Gehirn natürlich davon ausgehen, dass sie nicht nach innen zusammenfallen. Sie gehen ja davon aus, dass Bretter gerade sind, und so werden Sie auch annehmen, dass Wände senkrecht stehen. Allerdings sehen Gebäude aus dem gleichen Grund - weil Sie annehmen, dass Wände senkrecht stehen - natürlicher aus, wenn alle Vertikalen aufrecht und parallel zueinander stehen. Ein Beispiel dafür bieten Ihnen die beiden Tempelbilder im Link unten. Hätte man das Bild oben bei der Aufnahme selbst korrigieren wollen, dann wäre eine sorgfältige Kameraeinrichtung auf einem Stativ erforderlich gewesen, mit Photoshop hat es aber nur zwei Minuten gedauert. (Elements oder CS können Perspektiven korrigieren, CS2 ist aber leichter zu handhaben,es bietet einen neuen Punkt "Objektivkorrektur" im Untermenü Distort des Menüs Filter.)

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Bei horizontalen Linien hilft diese Einstellung auch. Wenn Horizontale zusammenlaufen, können Gebäude aussehem, als wären sie auf einem Hügel gebaut, und Dächer können den Eindruck erwecken, als hätten sie ungewöhnliche Neigungen. Um die Gefahr von Doppeldeutigkeiten zu verringern, sollten vertikale Linien senkrecht und horzontale Linien gerade sein, es sei denn, es bestünde ein offensichtlicher Grund dafür, dass dies nicht so sein muss. Eindeutige Vertikale und Horizontale bieten einen Orientierungsrahmen, in dem schiefe Linien auffallen.

Gebäudebilder profitieren natürlich von dieser Sichtweise, oft gilt das aber auch für Abbildungen von Personen, wenn auch auf eine etwas unaufdringlichere Weise. Ein Beispiel dafür sehen Sie bei den beiden Kinderbildern (siehe Link unten). Das obere Bild ist stärker, weil die Kinder auf einer geraden und nicht auf einer geneigten Ebene sitzen.

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Eigentlich müssen die Gesetze der linearen Perspektive sogar dann verletzt werden, wenn man etwas fotografiert, das sich direkt vor einem befindet. Wenn man geradeaus auf einen Lattenzaun oder auf eine Wand mit Bücherregalen sieht, dann würden die Linien des Zaunes oder der Regale bei einer optisch korrekten Perspektive nach links und rechts zusammenlaufen. Das würde so seltsam aussehen, dass niemand es so malen würde. Aus dem gleichen Grund sind Kameralinsen so justiert, dass die lineare Perspektive verzerrt wird, damit ein gradliniges Objekt auch ein gradliniges Bild abgibt.

Damit entsteht ein interessantes Problem, das mit Pinsel oder Computer, aber nicht mit dem Film gelöst werden kann. Je mehr ein Objekt sich vom Mittelpunkt aus ausbreitet, umso weiter werden seine Linien auseinander gezogen und umsomehr wird es auf diese Weise vergrößert, wobei die Objekte im Mittelpunkt selbst niemals vergrößert werden, was dazu führt, dass die relativen Größenordnungen verzerrt werden. Je größer der Blickwinkel eines Objektives, umso größer die Verzerrung. Diese Verzerrung kann man bei jedem Weitwinkelobjektiv beobachten, und sie wird die Proportionen mit zunehmendem Grad eines Blickwinkels weiter beeinträchtigen. Solange gerade Linien - in vielen Landschaften - nicht davon betroffen sind, ist der Eindruck meist natürlicher, wenn Größenabhängigkeiten zu Lasten der Konvergenz erhalten bleiben. In Photoshop CS2 kann das annähernd dadurch erreicht werden, dass man eine konvexe tonnenförmige Verzerrung hinzufügt, eine Verzerrung, die die gradlinigen Korrekturen des Objektives vermindert.

(Hinweis: lediglich CS2 bietet diese Eingriffsmöglichkeit. Wenn man die neuen Steuerungen entdeckt hat, lassen sich zusammenlaufende oder kippende Linien mit CS2 leichter als mit CS oder Elements korrigieren. In CS2 sind alle Objektivkorrekturen unter Filters > Distort begraben, auch wenn File > Render immer noch die Unterabschnitte der Korrekturen zeigt, die mit CS und Elements gemeinsam genutzt werden.)

Sobald gerade Linien im Spiel sind, ist eine zusätzliche konvexe Verzerrung natürlich nicht zu akzeptieren. Bei Landschaften muss ein gewisser Grad an konvexer Verzerrung nicht unbedingt auffallen, auf Bildern mit Gebäuden wird eine Krümmung natürlich einen absurden Effekt haben. Ein Alternative ist, das Bild seitlich zu "quetschen". Ich erledige das mit einem Photoshop Plug-in namens Squeeze für 20 US$.

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Ich sollte auch auf die Tiefenschärfe eingehen, wenn man nur eine Bildebene scharf stellen kann. Diesen Effekt kann man mit einem Pinsel erreichen, er wird aber selten eingesetzt, da er nicht wiedergibt, was das Auge sieht oder was das Gehirn aufnimmt. Das Auge kann nur kleine Punkte scharf sehen, und es sieht überall kleine Punkte: aus diesen leitet das Gehirn eine unendliche Tiefenschärfe ab. Ein Künstler wird die Weichheit von Kanten in einem Bild variieren, um die Aufmerksamkeit zu steuern und unterschiedliche Qualitäten zu vermitteln; aber diese Variationsart ist viel feinfühliger als ein nicht scharf gestelltes Objektiv.

Um harte und weiche Linien in einem Bild zu variieren, habe ich für gewöhnlich eine Sucherkamera eingesetzt, bei der ich das Objektiv drehen und neigen konnte, außerdem habe ich den Charakter des Lichtes verändert. Mit einer digitalen Kamera lässt sich das viel leichter bewerkstelligen. Meine Digitalkamera bietet meistens eine unbegrenzte Tiefenschärfe, ohne dass man etwas besonders messen müsste, dazu kann ich digitale Techniken einsetzen, um Weichzeichnungen wie ein Künstler zu steuern; ein Beispiel dafür ist der Blumenmarkt, den ich schon gezeigt habe. Die Blumen direkt hinter dem lächelnden Mädchen sind weich, aber die Farne dahinter sind scharf, wie jedes andere Objekt im Bild, mit Ausnahme der Frau, die gerade in das Bild läuft.

Das war aus zweierlei Gründen möglich, beide haben etwas mit dem Bildsensor der Kamera zu tun. Erstens ist die ISO-Geschwindigkeit des Negativfilmes von der geringsten Belichtung abhängig, die man für einen akzeptablen Schnappschuss braucht. Höhere Qualitäten erfordern in der Regel eine Verdoppelung der gemessenen Belichtung. Im Gegensatz dazu halbiere ich bei meiner digitalen SLR Kamera die Belichtung meistens, um die bestmögliche Qualität zu erreichen. Das ist ein Unterschied von zwei Blenden, der eine Menge Tiefenschärfe ausmacht. Dazu kommt, dass der Sensor meiner Kamera kleiner ist als ein 35-mm-Film; d.h., bei identischer Blendenstellung erreiche ich eine größere Tiefenschärfe. Damit bekomme ich bei einer gegebenen Helligkeit fast 4 Blendeneinstellungen mehr Tiefenschärfe als bei der Verwendung von 35 mm Negativfilm.

Sobald innerhalb eines Fotos alles scharf ist, kommt die fotografische Komposition ins Spiel. Die Betrachter schauen sich meine Fotos nicht einfach nur an, sie sehen "hinein", suchen nach Einzelheiten - und sie finden sie, weil ich auf den Kontrast der Details geachtet habe. Bei so vielen Informationen schien mein 8" x 10" (A4) Drucker zu klein zu sein. Nächste Woche können Sie einen Beitrag über Drucker und darüber lesen, wie ich nach einem größeren Exemplar gesucht habe.

Zum Abschluss meines Vergleiches der verschiedenen Photoshop-Versionen sollte ich noch auf zwei neue Eigenschaften von CS2 hinweisen, die bei der Herstellung von Vergrößerungen hilfreich sind, ein "spot healing brush" und "smart sharpening." Ersteres ist meiner Auffassung nach eine bescheidene aber wichtige Erleichterung, die zweite Eigenschaft ist dafür umso bedeutungsvoller. Man beschränkt damit die unvermeidliche Streuung der Punkte auf verschwommene Kreise, und Bewegungsunschärfen werden reduziert. Nach meiner Einschätzung lohnt sich das Upgrade von CS wegen dieser Möglichkeit und wegen des verbesserten Verzerrungsschutzes. Den Windows-mäßigen Kopierschutz, den Adobe seit einiger Zeit einsetzt, finde ich furchtbar - es verhindert den fairen Gebrauch des von Ihnen bezahlten Artikels, wenn Sie an unterschiedlichen Orten arbeiten - dafür schimpfe ich weniger über CS2, als es mir bei seinen Vorgängern passiert ist, weil ich hier die riesige Zahl von Menüs, die kein Mensch braucht, leichter verschwinden lassen kann, und weil ich damit Tastenkürzel schneller bearbeiten oder löschen kann. In CS2 fliegen keine Fenster mehr auf dem Bildschirm herum und ändern ihre Farben, bloß weil ich aus Versehen eine Taste berührt habe.

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Take Control-Neuigkeiten/12-Dez-05

von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>

[Dieser Artikel konnte leider nicht übersetzt werden und Sie finden untenstehend deshalb den Verweis auf den englischen Originalartikel]

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Aktuelle Themen in TidBITS-Talk/12-Dez-05

vom TidBITS-Team <editors@tidbits.com>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]

Die erste Internet-Adresse unter jedem Thema verweist auf die herkömmliche Website von TidBITS-Talk; die zweite Adresse zeigt auf unseren Web Crossing-Server, der mit einem anderen Erscheinungsbild aufwartet und etwas schneller ist.

Symbolische Links zum Applikationsordner vereinfachen die Installation -- Leser diskutieren verschiedene Möglichkeiten zum Vereinfachen der Installation von Anwendungen. ("Applications folder symlinks ease installation" - 8 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2807>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/650/>

Migrieren von Benutzeraccounts ohne Hilfswerkzeuge -- Wie genau kann man jetzt einen Benutzeraccount von einem alten auf einen brandneuen Macintosh transferieren ohne die Hilfe von Unix in Anspruch nehmen zu müssen? ("Moving over user accounts without migration assistance" - 2 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2809>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/654/>

Bluetooth-Mobiltelefone für Mac OS X -- Sie sind ein Macintosh-Benutzer und Sie wollen ein Mobiltelefon mit Bluetooth, das mit iSync und Salling Clicker kompatibel ist und das Sie als Modem für den Internetzugang mit Ihrem Macintosh nutzen können. TidBITS-Leser haben eine Reihe von Vorschlägen, aber die Auswahl scheint nicht sonderlich gross zu sein. ("Bluetooth cell phones for Mac OS X" - 3 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2811>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/656/>

Macht ein neues digitales Rechtemanagement Probleme bei Audio-CDs? -- Sind die Probleme eines Macs beim Abspielen einer Audio-CD auf ein neues digitales Rechtemanagement (DRM) zurückzuführen oder handelt es sich einfach um ein kaputtes Laufwerk? ("New DRM causing problems playing audio CDs?" - 7 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2812>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/657/>


Übersetzung dieser Ausgabe: Sven Kornmann <kornmann@arcor.de>, Hartmut Greiser <linarte.post@gmail.com> und Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.

Lektorat: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.

Koordination dieser Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.

Copyright der deutschen Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.

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