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TidBITS#810/19-Dez-05

Fröhliche Weihnachten! Wir verabschieden uns mit einer vollgepackten Ausgabe in die Weihnachtsferien. Wir werfen aber bereits einen Blick in die Zukunft und teilen Ihnen mit, wo sie uns an der Macworld Expo im Januar finden können und Adam kündigt das Ende des ehrwürdigen Info-Mac-Netzwerks an. Charles Maurer meldet sich mit einem Artikel über den Kauf eines Fotodruckers und das Ausdrucken von Fotos zurück. Wir berichten zudem über neue Versionen von browseback von SmileOnMyMac, Now Up-to-Date & Contact 5.1, "Take Control of .Mac" von Joe Kissell und die japanische Übersetzung von "Take Control of Sharing Files in Tiger".

Themen:

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<http://www.tidbits.com/terms/> Contact: <editors@tidbits.com>


MailBITS/19-Dez-05

[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]

TidBITS 2005 Weihnachtsferien -- Es war wieder einmal ein Schlussspurt dieses Jahr und für jemanden wie ich, der regelmässig Rennen bestreitet, ist das nicht einfach eine Floskel - wir sind wirklich total erschöpft. Deshalb freuen wir uns mit dieser letzten TidBITS-Ausgabe in 2005 auf die wohlverdienten Weihnachtsferien. Wie immer wären wir ohne Hilfe nicht so weit gekommen und ich möchte mich an dieser Stelle bei all denen bedanken, die Tonya und mich bei TidBITS nach Kräften unterstützen: Geoff, Jeff, Glenn, Matt und Mark; die Belegschaft von digital.forest, unserem Internet-Hoster; unsere Sponsoren; die grosszügigen Autoren, die dieses Jahr grossartige Artikel beigesteuert haben; all unseren Autoren und Herausgebern von "Take Control"-E-Büchern; unseren selbstlosen Übersetzer; den Teilnehmern in TidBITS-Talk und natürlich den Lesern, die ihre wertvolle Zeit zum Lesen von TidBITS opfern. Danke Euch allen und mögen sich alle Eure Wünsche erfüllen. Unsere nächste Ausgabe erscheint am 9. Januar 2006 wenn wir uns auf Macworld Expo in San Francisco vorbereiten. [ACE]

SmileOnMyMac veröffentlicht browseback -- Das Web ist ein riesiger Ort und selbst mit Suchmaschinen wie Google kann es schwierig sein, etwas wiederzufinden das man vorher schon einmal besucht hat. SmileOnMyMac hat mit browseback 1.0 einen neuen Ansatz zum Stöbern im Verlauf Ihres Browsers gefunden und erstellt verkleinerte PDF-Ansichten (sie sehen wie Spielkarten aus) von jeder Webseite die sie besucht haben und stellt sie als animierten Stapel dar. Es ist eine gelungene Darstellung und wenn Sie eher zu den visuellen Menschen gehören, kann es einfacher sein, eine Webseite anhand eines Bildes wiederzuerkennen anstelle der URL und des Titels wie es im Programm HistoryHound 1.8 von St. Clair Software der Fall ist. Wie in HistoryHound und OmniWeb 5 können Sie eine Volltextsuche über alle besuchten Seiten durchführen und Sie haben auch die Möglichkeit, bestimmte Seiten vom Index auszuschliessen (nützlich für webbasierte Anwendungen die eine Vielzahl von fast identischen Seiten generieren). Wenn Sie eine Seite gefunden haben, können Sie sie im Browser betrachten oder die PDF-Datei mit Preview laden, das PDF-Dokument abspeichern, per E-Mail verschicken oder ausdrucken. Für browseback benötigen Sie Mac OS X 10.4 Tiger, browseback unterstützt aber alle wichtigen Webbrowser. Das Programm kostet 30 US$ und die Datei ist 2.4 MByte gross. [ACE]

<http://www.smileonmymac.com/browseback/>
<http://www.stclairsw.com/HistoryHound/>
<http://www.omnigroup.com/applications/omniweb/>

Now Up-To-Date & Contact 5.1 veröffentlicht -- Now Software hat die Version 5.1 von Now Up-to-Date & Contact freigegeben und viele kleinere Erweiterungen und Fehlerkorrekturen in das Adress- und Kalenderprogramm einfliessen lassen. Die Verbesserungen umfassen neue Tastaturkürzel, Unterstützung für Smart Crash Reports von Unsanity (das sie separat installieren müssen), bessere Unterstützung von Scrollrädern, erweiterte Druckfunktionen, besseres Web-Publishing und mehr. Now Up-to-Date & Contact 5.1 ist für registrierte Anwender kostenlos und es lohnt sich, die 17.5 MByte herunterzuladen. [ACE]

<http://www.nowsoftware.com/products/nudc5/51.asp>
<http://www.unsanity.com/smartcrashreports/>

Diskussion über TV auf MacNotables -- Tonya und ich haben kürzlich einen angenehmen Abend beim MacNotables-Podcast mit Andy Ihnatko und Chuck Joiner verbracht. Die einfache Frage eines Zuhörers zum Anschliessen eines grossen Bildschirms an einen Macintosh weitete sich zu einer angeregten Diskussion über das Fernsehen, Filme und die "Distributionsrevolution" aus und wir sprachen auch darüber, wie wir in der Internet-Welt unsere bewegte Bilder beziehen und dafür bezahlen. [ACE]

<http://macnotables.com/archives/2005/521.html>


Macworld SF 2006 Events

von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>

[Dieser Artikel konnte leider nicht übersetzt werden und Sie finden untenstehend deshalb den Verweis auf den englischen Originalartikel.]

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=08374>


Das Info-Mac-Netzwerk geht in den Ruhestand

von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Klaus Werner Wirtz <pleins@gmail.com>]

Alle guten Dinge haben mal ein Ende: mit etwas Trauer schicke ich das Info-Mac-Netzwerk offiziell in den Ruhestand. Ich bin nominell Präsident der gemeinnützigen Organisation von Freiwilligen gewesen, die es seit dem Jahr 2000 betrieben hat, aber tatsächlich bin ich nur einer von vielen Freiwilligen gewesen, die Info-Mac über die Jahre am Laufen gehalten haben. Im Verlauf des letzten Jahres ist klar geworden, dass Info-Mac nicht mehr von großem Nutzen ist und dass es nicht mehr lohnt, noch mehr Zeit, Arbeit und Geld hinein zu stecken, um es am Leben zu erhalten.

<http://www.info-mac.org/>

Info-Mac früher und heute -- Für die, die es nicht kennen: Info-Mac war der älteste Macintosh-Dienst im Internet, sechs Jahre älter als TidBITS. Soweit ich mit einer Suche in Google Groups herausgefunden habe, wurde Info-Mac im Juni 1984 gestartet (und spaßiger Weise zeigte Google auf der gleichen Seite den MacObserver-Artikel über unser gerade erschienenes E-Buch "Take Control of .Mac").

<http://groups.google.com/group/fa.info-mac?start=3000>

Das Info-Mac-Netzwerk bestand aus zwei Teilen, einmal dem Info-Mac Digest, der eine moderierte Postverteilliste über Macintosh-relevante Dinge war, und zum anderen dem Info-Mac-Archiv, das frei verfügbare Dateien mit Bezug zu Macintosh speicherte und zugänglich machte. Am Anfang wurde Info-Mac in der Universität Stanford auf einem Rechner namens sumex-aim.stanford.edu vorgehalten (sumex-aim bedeutete Stanford University Medical EXperiment - Artificial Intelligence in Medicine; warum Info-Mac gerade auf diesem Rechner Platz fand, weiß ich nicht). Anscheinend war die ursprüngliche sumex-aim-Maschine ein TOPS-20-System, die später - glaube ich - ersetzt wurde durch eine neuere Sun-Workstation mit einem 68000-Prozessor. Sie hatte einige Gigabyte Plattenplatz, den Info-Mac kaufte, nachdem 1992 fast 3'000 US$ an Spenden eingegangen waren. 1997 spendierte AOL eine neue Sun-Workstation, die dann info-mac.org genannt wurde, und die wir in ein neues Heim im MIT Informatik-Labor brachten, wo auch das populäre Info-Mac HyperArchive lief.

<http://en.wikipedia.org/wiki/TOPS-20>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=02913>
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-377.html#lnk1>

Auf seinem Höhepunkt wurde der Info-Mac Digest täglich von einigen zehntausend Leuten gelesen (er wurde von Anfang an in der Newsgroup comp.sys.mac.digest gespiegelt), und das Info-Mac-Archiv war die zentrale Sammlung von Macintosh-Software mit mehr als 100 über die Welt verteilten Spiegeln (das war die Zeit, in der eine Minimierung des Wegs, den die Daten im Internet nahmen, die Transferzeit und -kosten verringern konnten). Für einige Zeit nach der Kommerzialisierung des Internets waren populäre Software-Seiten wie CNETs Shareware.com tatsächlich Spiegel des Info-Mac-Archivs. (Es gab natürlich auch andere Mac-Archive, z.B. das UMich Mac Software-Archiv.)

Wie schon gesagt war Info-Mac immer eine Freiwilligen-Organisation. Soweit ich weiß, fing es mit Ed Pattermann an, danach übernahmen John Mark Agosta und Richard Alderson den Moderatorenposten, gefolgt von Dwayne Virnau. Jon Pugh erzählte mir, dass er von Dwayne übernahm, und Bill Lipa, der der Moderator in den frühen 90er Jahren war, als ich auf Info-Mac aufmerksam wurde, sagte, dass Lance Nakata und Jon die Moderatoren waren, als er zu helfen begann. Seit damals haben zahlreiche Leute ihre Zeit geopfert, darunter Igor Livshits, Liam Breck, Gordon Watts, Michael Bean, Mike O'Bryan, Robert Lentz, Shawn Bunn, and Demitri Muna. Heute besteht die Info-Mac-Mannschaft aus Ed Chambers, Christopher Li, Chris Pepper, Tom Coradeschi, Hugh Lewis, und Patrik Montgomery, mit fähiger technischer Unterstützung im MIT durch Mary Ann Ladd und Noah Meyerhans. Entschuldigung, falls ich jemanden vergessen habe, und vielen Dank an alle, die irgendetwas beigetragen haben.

Das neue Gesicht des Internet -- Meines Erachtens hat Info-Mac sich einfach überlebt. Der Info-Mac Digest z.B. war in den 80ern und frühen 90ern ein äußerst wichtiges Kommunikationsmittel für Internet-freudige Mac-Benutzer, als es keine anderen Internet-Foren zur Diskussion über den Mac gab. Beachten Sie, dass das vor dem WWW war: E-Mail, Usenet und FTP waren die wesentlichen Internet-Kommunikationsmittel. Info-Mac benutzte alle diese Medien. Heute jedoch kann jeder leicht eine Postverteilliste starten, und das Macintosh-Universum ist so groß geworden, dass Listen mit allgemeiner Orientierung nicht mehr sehr sinnvoll sind, im Vergleich zu Diskussionen über einzelne Programme oder Techniken. Aus diesem Grund haben wir uns vor einigen Jahren keine Mühe gegeben, den Info-Mac Digest nach einem problematischen Server-Umzug wieder aufzusetzen.

Das Info-Mac-Archiv ist eine etwas andere Sache. Es ist von Web-Seiten wie VersionTracker und MacUpdate verdrängt worden, die unentbehrlich geworden sind sowohl für Entwickler, die ihre Software bekannt machen können, als auch für Benutzer, die erfahren können, was es Neues in der Mac-Welt gibt. Aber so nützlich diese Seiten auch sind, sie lösen ein wichtiges Problem nicht, das das Info-Mac-Archiv immer gelöst hat, nämlich das Vorhalten der eigentlichen Dateien. Dank eines Netzwerks von Spiegel-Servern in aller Welt, das die Last verteilte, erreichte Info-Mac, dass Software verfügbarer war als sie heute manchmal ist, wo die meisten Entwickler ihre Programme nur auf einem oder zwei Servern zum Herunterladen anbieten. Ein populäres Programm kann einen einzelnen Server überlasten, und selbst wenn der Server die Anfragen alle abarbeiten kann, kann die Last zu einer Rechnung wegen Bandbreiten-Überschreitung für den Entwickler führen.

Hätte man Info-Mac weiter entwickeln können, um den Änderungen im Internet zu folgen? Vielleicht, obwohl man sich klarmachen muss, dass es für eine Freiwilligen-Organisation schwierig sein kann, mit kommerziellen Unternehmen mitzuhalten, die bereit sind, viel Geld zu investieren. In den vergangenen fünf Jahren haben wir mehrmals versucht, professionelle Web-Designer für einen Neuentwurf unserer Seiten zu gewinnen, aber keiner konnte die Zeit für einen ganzen Entwurf aufbringen. Und obwohl wir keine Schwierigkeiten mit der Einrichtung und dem Betrieb unserer Server hatten, haben wir es nie geschafft, den alten Code neu zu schreiben, der neue Programme annahm und automatisch Zusammenfassungen für den Info-Mac Digest generierte. Das war keine komplizierte Wissenschaft, aber es lag jenseits der Fähigkeiten oder der Zeit der Freiwilligen, die wir hatten, und keiner unserer großen Pläne für eine datenbankgestützte Lösung kam je zur Reife. Außerdem hätte Info-Mac etwas für das Marketing tun müssen, um sichtbar zu bleiben; das wäre nicht einfach gewesen für eine Freiwilligen-Organisation, die am Tagesgeschäft der Moderation des Info-Mac Digest und der Aufnahme neuer Software in das Info-Mac-Archiv orientiert ist.

Es ist leicht, den Erfolg von bekannten Projekten wie Wikipedia anzusehen und daraus zu schließen, dass alles möglich ist, wenn man nur genug Freiwillige wirbt, die etwas beitragen; aber ein System zu schaffen, das freiwillige Beiträge koordiniert, ist nicht ganz einfach. Das ist besonders dann wahr, wenn man solch ein System zu entwickeln versucht, während man den laufenden Betrieb mit begrenzten Mitteln aufrecht erhält, und wenn man eine Geschichte hat, die so lang wie die von Info-Mac ist. Leute mögen oft keine Veränderung, und interne Änderungen vorzunehmen und dabei die Oberfläche unverändert zu lassen ist oft schwieriger als ein glatter Schnitt, so traumatisch dieser auch ist.

Abschließende Hinweise -- Wir schließen den info-mac.org-Server noch nicht, aber wir nehmen ab sofort keine neue Software mehr in das Info-Mac-Archiv auf. Damit geben wir unseren Spiegel-Servern Zeit zum Nachdenken, was sie mit ihren Archiven tun wollen, bevor wir den Server in ein paar Monaten endgültig schließen. Wenn Sie einen Kopie des Archivs ziehen wollen, bevor es schließt, wäre jetzt eine gute Zeit dafür. Wir experimentieren mit öffentlichem rsync-Zugang; Chris Pepper sagt mir, dass Sie das ganze sieben GByte große Archiv mit dem folgenden Unix-Kommando (das Mac OS X-Benutzer im Terminal laufen lassen können) kopieren können:

rsync -va www.info-mac.org::info-mac-archive/ info-mac-archive/

Dieser Befehl erzeugt ein neues Verzeichnis namens info-mac-archive im aktuellen Verzeichnis (Ihr Startverzeichnis, falls Sie nicht in ein anderes gewechselt haben, bevor Sie den Befehl aufgerufen haben) und legt eine Kopie des Archivs darin ab. Alternativ können Sie FTP benutzen, um alles von einem aktuellen Mirror herunterzuladen.

<http://www.info-mac.org/mirror/>


Ein Fest für den Kühlschrank: Digitale Bilder drucken

von Charles Maurer
[Übersetzung: Sven Kornmann <kornmann@arcor.de>]

Fotos auf einem Computer mögen zwar schön aussehen, aber man kann sie schwerlich auf eine Kühlschranktür kleben. Früher oder später sehnen sich die meisten Leute, die sich eine Digitalkamera kaufen, nach Abzügen und einem Fotodrucker - und dann nach Aspirin, sobald sie versuchen herauszufinden, welchen sie kaufen sollen. Jedes Modell hört sich wunderbar an und jeder Testbericht ermittelt andere Testsieger. In diesem Artikel möchte ich einiges dieser Verwirrung ausräumen. Ich werde erklären, wie Fotodrucker funktionieren, wonach Sie suchen und was Sie ignorieren sollten, und wie Sie das Meiste aus ihnen herauskriegen. Zum Ende hin spreche ich über meine eigenen Kaufentscheidungen und teste ein paar Drucker. Nebenbei werde ich auch einige nützliche Software erwähnen.

Technologieüberblick -- Beginnen wir mit einigen zugrunde liegenden Technologien. Erhitzen Sie ein transparentes gelbes Farbband, bis Tinte herauskommt und auf Papier transferiert wird, dann ein magentafarbenes Band, dann ein cyanfarbenes Band und am Ende ein transparentes. Die drei Farben bilden jede mögliche Farbe und die transparente bildet einen Schutzfilm. Da die Tinten transparent sind, ist die Farbe nicht besonders dicht, aber es sind keine Punkte zu sehen und die Bilder sehen aus wie konventionelle Fotos. Diese Technologie nennt man Farbsublimation.

Farbsublimationsdrucker sind die am einfachsten zu benutzenden und zu wartenden. Sie stecken lediglich eine Kartusche mit dem jeweiligen Farbband hinein und ersetzen sie, wenn das Farbband zur Neige geht. Sie kosten mehr pro Druck als Tintenstrahldrucker, aber nur wenn Sie immer genug drucken und Ihre Tintenkartuschen ausnutzen, bevor sie eintrocknen. Sie können nicht die höchstmögliche Qualität produzieren, aber die Ausdrucke ähneln denen kommerzieller Fotolabors und sie sind robust. Sie sind ideal für Schnappschüsse und für 8 x 10-Zoll-Ausdrucke (ca. 20 x 25 cm), die herumgereicht werden.

Obwohl Farbsublimationsdrucke sehr gut sein können, kommt die höchstmögliche Qualität von Tinte. Tintenstrahldrucker verwenden dieselben drei Farben, aber ihre Tinten sind opaker [lichtundurchlässiger -- SK], daher bringen diese Drucker die Farbe nicht auf, sie setzen Farbpunkte nebeneinander. Das bedeutet, dass dunkle Grautöne, die mit drei Farben erzielt werden, auch gelbe Punkte verwenden müssten. Diese gelben Punkte würden den Kontrast begrenzen und Kanten unscharf machen, deshalb wird bei Tintenstrahldruckern eine vierte Farbe, Schwarz, für dunkle Grautöne und Schwarz eingesetzt.

Billige Tintenstrahl-Fotodrucker verwenden nur diese vier Tinten: Gelb, Magenta, Cyan und Schwarz. Diese vier sind ausreichend, um einen kompletten Farbumfang zu bilden und können gut für Schnappschüsse sein, aber wenn Sie sich helle Bereiche genau ansehen, werden Sie Punkte erkennen. Das liegt daran, dass man einen leuchtenden Punkt umgeben von viel Weißraum setzen muss, um einen hellen Ton einer Primärfarbe zu erzielen. Um solche Punkte zu vermeiden, müssen helle Tinten für helle Farbtöne eingesetzt werden, daher verfügen bessere Fotodrucker zusätzlich zu den anderen vier Farben noch über Hellmagenta und Hellcyan.

Diese sechs Farben können ausreichend sein, um Farben zu produzieren, die sich dem Stand der Technik annähern, aber um diese Qualität zu erzielen, müssen die Tinten mit einer unüblichen Genauigkeit und Konsistenz gestaltet und angewandt werden. Es ist möglich, dies zu tun. HP ermöglicht dies mit einer Reihe von Druckern, die selbstkalibrierend für Farbe sind. Es ist jedoch einträglicher, Schwächen in diversen Farben zu akzeptieren und Drucker zu entwerfen, die zum Ausgleich mit zusätzlichen Tinten daherkommen. (Je mehr Farben benötigt werden, desto mehr Tinte wird beim Reinigen verschwendet werden, und desto größer wird die Wahrscheinlichkeit der Verschwendung durch Austrocknen. Die Gewinne der Druckerhersteller resultieren primär aus den Tintenverkäufen. Gemäß der Zeitung The Economist beträgt HPs Gewinnmarge auf Tinte 80 Prozent, ein Aufschlag in fünffacher Höhe der Kosten.) Die verbreitetste Extrafarbe ist Hellgrau, die anstelle jeder Farbe genommen wird, um Farbstiche in Schwarz und Weiß zu vermeiden.

<http://www.economist.com/displaystory.cfm?story_id=3817267>

Tinten können aus Farbstoffen oder Pigmenten hergestellt werden. Farbstoffe werden vom Papier aufgesogen, Pigmente bleiben an der Oberfläche. Beide können vergleichsweise leuchtend und haltbar gemacht werden, und für maximale Haltbarkeit benötigen beide Papier, die speziell auf die Tinten abgestimmt sind. Diese Abstimmung ist nicht auf der sichtbaren Ebene, sie verkehrt auf der Ebene der physikalischen Chemie. Farbstoffe sind dabei penibler als Pigmente, daher arbeiten pigmentbasierte Systeme mit einer breiteren Palette an Papieren zusammen, aber Pigmente tendieren mehr dazu, Druckköpfe zu verstopfen, daher sind Pigmentsysteme tendenziell teurer in der Benutzung.

Schärfe-- Alle Fotodrucker können so feine Linien drucken, wie das menschliche Auge sehen kann, und sie können alle ein Schwarz produzieren, das halbwegs schwarz ist, daher gibt es keinen physikalischen Grund für Detail- oder Schärfeunterschiede unter ihnen, wenn man vergleichbare Papiere und (mehr dazu später) Farbprofile voraussetzt. Indes, wann immer ein Druckkopf eine Linie druckt, befolgt er Anweisungen eines Druckertreibers. Für große Drucke muss der Druckertreiber dem Druckkopf befehlen, mehr Pixel zu drucken, als in der Datei vorhanden. Der Treiber interpoliert diese Extrapixel, indem er eine Form eines laufenden Mittelwerts bildet. Bei einem harten Übergang - an der Kante einer Linie - vermischt jede Form der Mittelwertbildung die beiden Seiten des Übergangs, daher lässt ein laufender Durchschnittswert Kanten garantiert unscharf erscheinen. Ein Durchschnittsalgorithmus mag bei einem Foto besser als ein anderer wirken, daher kann sich bei jedem verfügbaren Test ein Drucker als der Schärfere hervortun.

Um die maximale Schärfe aus einem Drucker herauszuholen, muss man einen ausgefeilteren Interpolationsalgorithmus verwenden, als wahrscheinlich jeder Druckertreiber einsetzt. Für den Mac ist der beste Interpolator, den ich kenne, PhotoZoom Pro. (Es gibt auch eine Basisversion von PhotoZoom, aber dessen Scharfzeichnung kann nicht abgeschaltet werden, weshalb es nicht mit FocusMagic, FocusFixer oder der "intelligenten Scharfzeichnung" von Photoshop CS2 verwendet werden kann.)

<http://www.benvista.com/main/content/content.php?page=ourproducts&section=photozoompro_1>

Um maximale Schärfe zu erreichen, müssen Sie den Drucker mit Dateien füttern, die auf die Auflösung interpoliert wurden, mit der er am besten umgehen kann. Für einen Farbsublimationsdrucker ist diese Auflösung die Zahl, mit der er beworben wird, typischerweise 300 dpi (Dots per Inch [Punkte pro Zoll -- SK]) oder 314 dpi. Bei einem Tintenstrahldrucker ist es ein ähnlicher Wert, aber es gibt keine Möglichkeit, diesen anhand der beworbenen technischen Daten herauszufinden. Um die effektive Auflösung eines Druckers herauszufinden habe ich eine Sammlung Testdateien vorbereitet (und George Reis hat sie zurechtgemacht), die unten verlinkt sind. Folgen Sie den Anweisungen auf dem Bild und drucken Sie die Dateien, ohne Sie an das Papierformat anzupassen. Die Chancen stehen gut, dass 288 oder 300 dpi am Besten aussehen werden.

<http://www.tidbits.com/resources/810/PrinterSharpnessTest.zip>

Denken Sie daran, nebenbei gesagt, dass die feinste Auflösung eines Druckers nicht die besten Fotos ergeben muss. Unterschiedliche Auflösungen produzieren wahrscheinlich unterschiedliche Tintendichten auf der Seite, was unvorhersagbare Effekte haben kann. Sie werden verschiedene Einstellungen bei Fotos testen müssen, um herauszufinden, welche Ihnen am besten gefällt.

Farbe-- Auf den ersten Blick scheint es, als sei der erste Faktor bei der Wahl eines Fotodruckers seine Fähigkeit, Farben zu reproduzieren. Dennoch gibt es keine praktische Möglichkeit, dies festzustellen, weil es keine genaue Möglichkeit gibt, Farben zu messen, wie ich bereits in "Farbe und Computer" in TidBITS-749_ bemerkt habe. Darüber hinaus, selbst wenn es eine Möglichkeit gäbe, Farben zu messen, produzieren verschiedene Farbstoffe und Pigmente unterschiedliche Farbsets, daher wäre eine akkurate Reproduktion immer noch eine Chimäre.

<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-749.html#Artikel4>

Um zu verstehen warum, tun wir einfach so, als sei es möglich, Farbe akkurat zu messen und erfinden wir einige Messungen. Sagen wir, der Sensor in Ihrer Kamera kann Spannungen im Verhältnis von 95 Einheiten Rot, 100 Grün und 103 Blau produzieren, und sagen wir, Ihr Drucker kann 90 Einheiten Rot, 101 Grün und 122 Blau generieren. Wie können Sie die Dynamik der Kamera genau in die des Druckers übersetzen? Wie übersetzen Sie 95, 100 und 103 auf 90, 101 und 122?

Um die Farben auf einem Drucker zu generieren (oder einem Monitor), setzt sich jemand an den Computer und füllt Tabellen aus, die versuchen, diese Gleichung zu erfüllen. Jemand findet heraus, welche Farbmischungen insgesamt am Besten aussehen - ob es am Besten ist, alles an die Grenze des roten Bereichs des Druckers zu dämpfen und die Farben proportional zu halten oder ob es am Besten ist, einige von ihnen proportional zu halten, aber den Blautönen freien Lauf zu lassen. Der Prozess ist nicht mathematisch, er ist eine Mogelei oder wie das Übersetzen von Poesie aus dem Griechischen ins Portugiesische. Die Resultate werden unvermeidbar in einer Situation besser aussehen als in der anderen, abhängig vom Thema, dem Raumlicht und - entscheidend - der Umgebung, da das Umfeld eines Objekts entscheidend für die Farbe ist, die wir wahrnehmen. Ohne kontextuelle Hinweise würden wir Rot anstatt Braun sehen.

Wenn jemand ein Modell entworfen hat, diese Farben anzupassen, steckt er die Tabellen in eine Anwendung oder den Druckertreiber oder das Betriebssystem, wo die Menüs es Ihnen erlauben, auf sie zuzugreifen. Üblicherweise, obwohl nicht immer, entsprechen die Farbanpassungstabellen einem Standardformat des "International Color Consortium" und werden daher ICC-Profile genannt. Die meisten Firmen, die Hardware verkaufen, bieten ICC-Profile für ihre Hardware, ebenso Dritthersteller-Firmen. Der Macintosh kommt auch mit einigen und Photoshop installiert eine ganze Menge davon. Die Vielzahl an Profilen und ihre Zugangswege sind durch und durch verwirrend, aber Sie müssen es regeln. Sie müssen es nicht nur klären, weil Sie das richtige zur Verwendung finden wollen, sondern auch, weil nichts Sie daran hindern kann, den Computer anzuweisen, mehrere Profile hintereinander anzuwenden, was einen Schlamassel anrichtet. Sie müssen die Quelle jedes Profils, das auf Ihrem Laufwerk auftaucht, bestimmen und experimentieren um die besten für Ihre Zwecke zu finden und den bequemsten Weg, diese zuzuweisen. Wahrscheinlich werden Sie sich dabei etwas von Ihrem Haar ausreißen - meines ist jetzt entschieden dünner - aber wenigstens werden Sie in Zukunft weniger Zeit beim Friseur verbringen.

Wann immer Sie Ausdrucke unterschiedlicher Drucker vergleichen, vergleichen Sie tatsächlich nicht so sehr die Drucker als vielmehr Farbausgleichstabellen. Darüber hinaus, da keine Farbausgleichstabelle immer optimal aussehen kann, kann ein Drucker, der bei einer Landschaft besser aussieht, bei Porträts schlechter abschneiden. Von dem, was ich gesehen habe, ist jeder Fotodrucker auf dem Markt in der Lage, gute Ergebnisse zu liefern, wenn die Farbausgleichstabellen geeignet sind, aber keine Tabelle kann immer adäquat sein. Zudem sind Drucker mechanische Geräte, die unvermeidlich leichten Schwankungen unterliegen, was den Tintenauftrag beeinträchtigen kann. Aufgrund dieser Unterschiede tendieren selbst zwei Drucker desselben Modells, die dasselbe Druckerprofil verwenden, dazu, unterschiedliche Resultate zu erzielen (ausgenommen Drucker, die sich selbst auf einen einheitlichen Standard kalibrieren, wie bei einigen HP-Modellen der Fall). Aus diesen Gründen kann ich keinen Grund sehen, beim Drucker-Kauf die Färbung unterschiedlicher Ausdrucke zu vergleichen.

Um die besten Resultate aus jedem Drucker zu bekommen, müssen Sie die Farben selbst kontrollieren. Dazu müssen Sie die Monitorfarben dazu bringen, den Farben des Ausdrucks nah genug zu ähneln, dass Sie durch Kontrolle der einen auch die anderen kontrollieren können. Um die optimale Annäherung zwischen Monitor und Druck zu erzielen, benötigen Sie eigens angefertigte Farbprofile für Ihren Monitor und/oder Drucker. Viele Leute werden Ihr Geld mit Vorliebe nehmen, um diese Profile zu erstellen oder Ihnen spezielle Hardware zu verkaufen, die Ihnen hilft, Ihre eigenen zu machen. Wenn Sie mehrere Angestellte haben, die an diversen Maschinen arbeiten, könnten Sie diese bezahlen, um ein konsistentes Resultat zu erzielen, aber für die meisten Leute ist das nicht nötig. Ich schlage vor, dass Sie Ausdrucke in Seitengröße vom ersten unteren Link anfertigen, wobei Sie die von Ihrem Druckertreiber eingestellten Standardwerte und ein zusätzliches ICC-Profil verwenden, das mit dem Drucker mitgeliefert wurde. Wenn Sie die Wahl haben, verwenden Sie dasjenige, welches Ihnen am besten gefällt und verwenden es für Ihre ganze Arbeit. Als nächstes verwenden Sie das 19 US$ teure SuperCal, um Ihren Monitor zu kalibrieren. Am Ende bittet Sie SuperCal, die Farben auf einem Porträt auszubalancieren: wenn es dies tut, tauschen Sie die Testdatei durch das Portrait aus und lassen Sie die Testdatei so nah an Ihren Ausdruck kommen, wie möglich. Wenn Sie die größte Annäherung erzielt haben, wird Ihr Monitor so gut kalibriert sein wie möglich - kalibriert speziell auf Ihr Auge und auf die Farben, die Sie als die wichtigsten erachten.

<http://www.drycreekphoto.com/tools/test_images/DCP-TestImage.zip>
<http://www.bergdesign.com/supercal/>

Sie müssen immer noch lernen, wie die Bilder auf dem Monitor in Ausdrucke übersetzt werden. Dieses wird variieren je nach der Qualität Ihres Druckers, Ihre Monitors und Ihres Auges. Es ist nicht eine physikalische Übereinstimmung sondern eine Annäherung der Wahrnehmung, die gelernt werden muss und die sich mit der Größe des Ausdrucks gegenseitig beeinflusst. Um zudem Ausdrucke richtig mit dem Monitor zu vergleichen, benötigen Sie eine passende Lampe. Verwenden Sie entweder eine alte Schreibtischlampe, die eine runde Leuchtstoffröhre mit einer normalen 60 Watt-Birne kombiniert, oder kaufen Sie eine Leuchtstoffröhre, die grafische Standards erfüllt (z.B. eine aus der Ott-Lite TrueColor-Serie) und stecken Sie sie in eine billige Fassung. Verwenden Sie diese Lampe, um Ihren Monitor zu kalibrieren.

<http://www.ottlite.com/productsview.asp?product_type=bulb&product_phosphor=truecolor&category=truecolor>

Wenn sich all dies unpräziser anhört als Werbung verspricht - ja, es ist weniger präzise. Es ist so unpräzise, dass Photoshop und Vorschau zwei verschiedene Entsprechungen des Monitors zum Druck anzeigen, dem üblichen Weg, den Sie beim Bearbeiten und Soft Proof gehen. Die Farben auf Ihrem Bildschirm haben einen gewissen Anschein, wenn Sie sich auf sie allein konzentrieren, und sehen anders aus, wenn Sie sie direkt mit einem Blatt Papier vergleichen. Konventionelle Techniken der Monitorprofilierung setzen implizit Ersteres voraus; Das Soft Proofing weist ein alternatives Set Farbausgleichstabellen zu, die auf Letzteres ausgerichtet sind. Wenn Sie Ihren Monitor so profilieren, wie ich vorgeschlagen habe, werden Sie immer Soft-Proofs sehen.

Ein letzter Parameter, der Verwirrung stiftet, ist Farbraum. Farbraum ist die Farbskala, die Ihr Computer "versteht". Es ist ein theoretischer Farbbereich, der durch Zahlen angegeben ist. Wenn Sie eine bestimmte Farbe anpassen wollen, dann würden Sie ihre spezifische Nummer angeben, wenn Sie sie genau messen könnten, und wenn Ihr Drucker Farben akkurat wiedergeben könnte, könnten Sie die Nummer angeben, um sie zu reproduzieren. Diese Technik kann hilfreich sein, wenn Sie versuchen, einen Katalog zu drucken (obwohl Sie wissen wie hilfreich das ist, wenn Sie jemals Kleidung aus einem bestellt haben), aber sie misst der bildlichen Fotografie keine Bedeutung bei. Wie ich letzte Woche in "Die Realität und digitale Bilder" erklärt habe, interpretiert das Auge Kontraste, nicht absolute Werte. Wenn Ihre Kamera ein Rot in der Hälfte ihres Maximums misst, würde dieses vernünftigerweise als etwa die Hälfte des Maximums Ihres Druckers ausgedruckt werden, was auch immer für ein Rot das sein mag.

<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-809.html#Artikel5>

Wenn Ihr Drucker Profile für verschiedene Farbräume bietet und sie zu unterschiedlichen Ergebnissen führen, wenn sie mit dem passenden Farbraum genutzt werden, liegt das nicht am unterschiedlichen Farbraum, sondern weil die unterschiedlichen Farbausgleichstabellen Farben anders umrechnen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass auf verschiedenen Märkten verschiedene Farbräume verwendet werden. Die meisten Leute drucken in der Regel kleine Bilder aus und halten sich an den eingebauten Farbraum ihres Computers sRGB; professionelle Fotografen drucken eher größere Bilder aus und bedienen die grafische Industrie, die im Allgemeinen Adobes RGB verwendet. Kleinere Bilder profitieren eher von höherer Sättigung zu Lasten feiner Abstufungen in Mitteltönen; größere Bilder profitieren eher von mehr graduellen Übergängen über das tonale Spektrum. In jedem Fall ist das Farbprofil für den Druck entscheidend, nicht der Farbraum. Verwenden Sie die Kombination von Farbraum und Farbprofil, die die besten Ergebnisse für das, was Sie bevorzugen, erzielen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wählen Sie sRGB. Es ist der Industriestandard, daher sollte seine Verwendung zu weniger Komplikationen führen.

Schwarz und Weiß -- Obwohl die meisten Bilder in Farbe sind, sind viele Bilder in Schwarz-Weiß effektiver. Die meisten Drucker produzieren Schwarz-Weiß-Drucke genau wie Farbdrucke. Der einzige Unterschied ist, dass der Computer den Drucker anweist, gleiche Anteile der drei Farben bei jeder Intensität zu drucken. Unglücklicherweise gibt es keine Möglichkeit, gleiche Anteile aller drei Farben bei jeder Intensität zu drucken, da es keine Möglichkeit gibt, Farbe zu drucken, daher weisen die Grautöne unvermeidbar Farbtöne auf. Mit schwarzer Tinte allein zu drucken ist nicht zufrieden stellend, da man die einzelnen Punkte überall da sehen kann, wo sie dünn genug aufgetragen sind, um helle Grautöne zu formen.

Die beste und teuerste Behelfsmaßnahme ist, mit mehreren Schwarz- und Grautinten zu arbeiten. Einige der neuesten Epson- und HP-Drucker machen das. Die zweitbeste Möglichkeit ist, die normalen Tinten zu nehmen, sie aber anders auszubalancieren, indem man die Balance so frisiert, dass man bizarre Farben erhält aber gleichzeitig Grautöne, die bei mehr Menschen unter mehr Umständen konsistenter erscheinen. Diese Annäherungsweise benötigt mehr Konsistenz als mit den meisten Druckern möglich ist, aber sie kann gut bei den HP-Modellen mit selbstkalibrierender Farbe eingesetzt werden.

Papier -- Wie ich bereits vorher erwähnte, muss Inkjetpapier für maximale Lebenserwartung auf der Ebene der physikalischen Chemie auf die Tinte abgestimmt sein. Tabellen, die Sie über den u.a. Link erreichen, zeigen kolossale Unterschiede in der Langlebigkeit von einem zum anderen Papier. Andere wichtige Unterschiede sind in der physikalischen Strapazierfähigkeit. Zum Beispiel lässt sich Epsons bestes gestrichenes Papier leichter zerknicken und reißen als das von HP, welches immer noch schwächer ist als das Papier für den Olympus P-440 Farbsublimationsdrucker. Auch - was normalerweise weniger wichtig ist - sind Drucke auf einigen Papieren hoch wasserlöslich, solange sie nicht mit Lack besprüht werden. Das Papier von HP ist in dieser Disziplin schlecht, das von Epson ist besser, Farbsublimationspapier ist exzellent.

<http://www.wilhelm-research.com/>

Die offensichtlichste Eigenschaft von Fotopapier ist dessen Oberfläche. Wenn Sie die maximale Aufmerksamkeit auf das Bild lenken wollen, können Sie keine Textur auf der Oberfläche gebrauchen, die das Auge ablenkt. Wenn Sie die maximale Dichte und Sättigung von Farben wollen, wollen Sie keine diffuse Blendung, die sie auswäscht, Sie wollen den Glanz ausreichend lokalisieren können, so dass Sie Ihre Position anpassen können, so dass Ihre Augen darüber hinwegsehen können. Kurz, um das Maximum aus einem Foto herauszuholen, sollte das Papier glatt und glänzend sein, gerade diffus genug dass es nicht wie ein Spiegel aussieht.

Wenn es nicht mit der Auffassung aneckt, dass die feine Kunst eine matte Oberfläche benötigt - na dann schauen Sie in einem Kunstmuseum vorbei und sehen Sie sich die Bilder an den Wänden an. Jedes Bild, das auf Papier gebracht wurde, wird eine glänzende Oberfläche aufweisen. Das Papier mag zwar matt sein, aber bei normalem Sichtabstand ist die Oberfläche, die Sie wahrnehmen, die Glasoberfläche, Glas in einem Bilderrahmen. Konservatoren könnten so genanntes entspiegeltes Glas verwenden, das eine matte Oberfläche hat, aber sie tun das nicht, weil diffuser Glanz mehr ablenkt als ein spiegelnder. Aus demselben Grund sind Ölgemälde mit glänzendem oder halbglänzendem Firnis überzogen, nicht mit mattem.

Viele Leute drucken Fotos auf Papier, das in Bögen geschnitten wurde, aber wenn Sie viel drucken, sollten Sie sich überlegen, Papierrollen zu verwenden. Rollenpapier ist halb so teuer wie Bögen. Die Bilder kommen gerollt raus, aber die Biegung ist leicht zu zähmen. Lassen Sie die Drucke einfach über Nacht andersherum um eine Rolle gewickelt eingekeilt zwischen zwei Bögen Polykarbonat in der Stärke 10 mm.

Wenn man viele Bilder druckt, empfinde ich die 50 US$ teure Anwendung Portraits & Prints Pro als unschätzbar. Wie einige andere Programme bietet es Vorlagen zum Drucken von Bildern, aber Portraits & Prints Pro unterscheidet sich dadurch, dass es dem Anwender erlaubt, eine Vorlage jeder Größe zu erstellen. Wenn die Vorlage für ein Bild ist, das einen Papierbogen ausfüllt, müssen Sie nicht die Seitengröße für jedes Bild einstellen, und große Vorlagen ermöglichen den Seriendruck auf Papierrollen. Leider ist Portraits & Prints nicht besonders stabil. Ich habe gelernt, meine Arbeit nach jeder Änderung zu sichern.

<http://www.econtechnologies.com/site/Pages/Portraits_Prints/pnp_overview.html>

Größe -- Ausdrucke sehen überraschend anders aus, wenn sie um unterschiedliche Maße vergrößert werden. Um ein Beispiel dafür zu sehen, laden Sie die beiden Dateien unten auf Ihre Festplatte, starten Sie Vorschau, wählen Sie beide aus und schieben Sie sie auf das Icon von Vorschau im Dock. Dadurch werden sie in zwei eigenen Fenstern geöffnet, so dass Sie zum direkten Vergleich direkt zwischen ihnen hin- und herschalten können. Stellen Sie sicher, dass im Ansicht-Menü Originalgröße ausgewählt ist, wechseln Sie auf das größere Bild und klicken Sie auf den grünen Zoom-Knopf, um das Fenster genauso groß zu machen wie das Bild. Schauen Sie sich das größere Bild aus der Entfernung an, die dem Durchmesser des Bildes entspricht - das ist die Perspektive, die ich beabsichtigt habe - und dann, ohne sich zu bewegen oder wegzuschauen, klicken Sie auf das kleinere Bild. Die Spinne wird plötzlich flacher in Farbe, Kontrast und Tiefe. Außerdem sehen Sie nicht mehr viele Fäden des Netzes und der Hintergrund wird störender.

<http://www.tidbits.com/resources/810/00_03557_1200x800.jpg>
<http://www.tidbits.com/resources/810/00_03557_600x400.jpg>

Das Auge misst die Größe eines Fotos nicht in Zentimetern oder Zoll, sondern im Verhältnis des Sichtfeldes, das es ausfüllt, dem Sehwinkel. Da die Größe des Sichtwinkels das ist, worauf es ankommt, mache ich meine Bilder gern groß genug, dass die Leute sie normalerweise aus ähnlichen Winkeln betrachten. Da ich Bilder nun zum Vergnügen mache, und nicht um Löcher in Werbelayouts zu füllen, richte ich mich nach der Größe, die für die Wahrnehmung optimal ist, nämlich etwa 45 Grad, derselbe Abstand wie der Durchmesser des Bildes. Ich habe herausgefunden, dass dies für seitengroße Ausdrucke nicht praktisch ist, solange ich sie nicht einer einzelnen Person zeige, die an einem Schreibtisch sitzt, weil sie am Ende aus zu großer Entfernung betrachtet werden. Meine normale Größe ist jetzt 11 x 17 Zoll [ca. 28 x 43 cm -- SK] (mit großzügigen Rändern). Dies ist in Nordamerika eine Standardgröße und ist in etwa vergleichbar mit A3, der Größe einer kleinformatigen Zeitung. Für diese Größe ist die Diagonale knapp unter 20 Zoll (50 cm) und die Ausdrucke sind groß genug, dass sich zwei oder drei Personen auf natürlichem Wege einigen können und werden, sie aus vernünftiger Nähe zu betrachten. Mir fällt auf, dass der Punkt des Verringerns wiederkehrt. Verglichen mit dem nächst größeren Format, normalerweise 13 x 19 Zoll oder A3+ sind 11 x 17 Zoll-Drucke wirtschaftlicher, und es ist nicht so umständlich damit zu hantieren, und doch gibt es in ihrer Wirkung kaum einen Unterschied.

Noch größere Bilder müssen an eine Wand gehängt werden, was einen anderen Faktor ins Spiel bringt: Manche Betrachter gehen nahe an sie heran, um Details zu begutachten. Wenn sie das tun, werden sie immer an einen Punkt kommen, an dem die Details aufhören. Die natürliche Reaktion ist Enttäuschung. Ölgemälde lassen den Betrachter gnädiger im Stich, indem sie sich in Pinselstriche auflösen, die dem Detail nichts hinzufügen, dieses aber andeuten oder ergänzen oder aber selbst Interesse wecken. Dagegen werden Fotos üblicherweise körnig und unscharf. Um ein sehr großes Foto zu machen, das auch aus der Nähe nicht enttäuscht, benötigt man das fotografische Äquivalent zu Pinselstrichen - die tiefste Detailebene muss in Teile konzentriert werden, die das normale Erscheinungsbild unterstreichen. Das kann digital bewerkstelligt werden.

Sie können sieben unterschiedliche Herangehensweisen in den Beispielen sehen, die ich unten verlinkt habe. Jedes dieser Fotos wurde aufgeblasen, um auf Ihrem Monitor in etwa die Details aufzuzeigen, die Sie in einem 20 x 30 Zoll-Ausdruck (50 x 75 cm) sehen würden. Reduziert auf 33 Prozent zeigen Sie ungefähr das Detail, das Sie bei einem normalen Betrachtungsabstand sehen würden. Zum Vergleich stellte ich den sieben ein Bild voran, das von einem 2,25 x 3,25 Zoll-Film gescannt wurde. Dieses schoss ich für ein Reklameposter mit einer kleinen Sucherkamera (und sorgte für den Sonnenaufgang mittels elektronischem Blitz).

Film
<http://www.tidbits.com/resources/810/0_feedingchickens.jpg>

Natürliches Portrait, grobkörnige Haut
<http://www.tidbits.com/resources/810/1_02684.jpg>

Natürliches Portrait, weiche Haut
<http://www.tidbits.com/resources/810/2_02742.jpg>

Impressionistisches Porträt
<http://www.tidbits.com/resources/810/3_04247.jpg>

Natürliche Landschaft
<http://www.tidbits.com/resources/810/4_03816.jpg>

Impressionistische Landschaft
<http://www.tidbits.com/resources/810/5_03122.jpg>

Bewegung
<http://www.tidbits.com/resources/810/6_02626.jpg>

Feine Details
<http://www.tidbits.com/resources/810/7_03557.jpg>

Etwas, das für starke Vergrößerungen nicht benötigt wird, sind extreme Auflösungen. Von diesen acht Bildern wird der Filmscan am wenigsten vergrößert, und doch löst er höher auf als alle anderen. Die sieben Digitalbilder wurden auf das Doppelte ihrer Originalgröße skaliert, daher sind die feinsten Linien, die jedes von ihnen unter Umständen auflösen kann, zwei Pixel dick, aber dieser Link zeigt, dass das gescannte Bild ein Pixel starke Linien auflösen kann:

<http://www.tidbits.com/resources/810/8_feedingchickensmagnified.jpg>

All jene digitalen Bilder kamen von einem Foveon-Sensor mit einer Schwarz-Weiß-Auflösung vergleichbar mit einem konventionellen Bayer-Sensor, der mit sechs Megapixeln beworben wird. (Megapixel-Behauptungen der Hersteller sind in großem Maße irreführend. Siehe "Gefühle und Sensoren in der digitalen Fotografie" in TidBITS-751_ und die Errata unter dem zweiten Link unten zum Hintergrund der Sensoren und einer realistischen Erörterung von Auflösung.) Die Bilder lassen sich gut vergrößern, nicht weil sie extreme Auflösungen haben, sondern weil sie kein Bildrauschen haben, weil kleinste Details klare Kontraste haben, und weil Linien erkennbar bleiben, selbst wo der Kontrast schwach ist. Um Rauschen zu minimieren und lokale Kontraste zu kontrollieren, habe ich Noise Ninja verwendet; um Ränder zu kontrollieren, benutzte ich die "Intelligente Scharfzeichnungsfunktion" in Photoshop CS2 oder die Unscharfmaskierung in PhotoZoom Pro, wahlweise mit oder ohne PhotoZoom Pros Kantenglättung. Bilder vom Foveon-Sensor sind besonders gut für diese Behandlung geeignet, da ihre Mikrostruktur einzigartig scharf ist.

<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-751.html#Artikel3>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07906>
<http://www.picturecode.com/>

Meine eigenen Drucker -- Die erste Digitalkamera, die ich kaufte, war eine handliche Kompaktkamera. Ich konnte von ihr keine Ausdrucke größer als eine Postkarte sehen. Da meine Benutzung nur gelegentlich sein würde, wollte ich keinen Tintenstrahldrucker mit Patronen und Köpfen, die austrocknen würden. Stattdessen kaufte ich einen Farbsublimationsdrucker. Ich konnte keinen sinnvollen Weg finden, die unterschiedlichen Angebote zu vergleichen, außer im Preis, also kaufte ich den billigsten, den ich finden konnte, bei einem örtlichen Händler, der günstigste in der Anschaffung und in der Versorgung [mit Druckmaterial -- SK]. Es ergab sich, dass es ein Canon CP-200 war. Er ist einfach zu benutzen und erstellt Ausdrucke in Postkartengröße mit einer Färbung, die für ihre Größe angemessen ist. Ich habe keine Beschwerden über diesen Drucker und habe ihn immer noch hier, da er seine Sache gut macht, und für den einfachen kleinen Druck ziehe ich ihn vor, anstatt das Papier in einem größeren Drucker zu wechseln.

Als ich mir eine digitale Spiegelreflexkamera kaufte, kaufte ich einen größeren Drucker. Ich erwartete immer noch, ihn nur gelegentlich zu benutzen, also wollte ich wieder keinen Tintenstrahler, aber diesmal wollte ich den größten Sublimationsdrucker, den ich kaufen konnte. Zwei waren verfügbar, die 8 x 10 Zoll-Ausdrucke erstellen konnten. Wieder fand ich keine vernünftige Möglichkeit, sie zu vergleichen. Da beide fast ausschließlich von Profis benutzt wurden, musste ich annehmen, dass alle beide geeignet waren, also kaufte ich den günstigeren, einen Olympus P-440. Ich beschrieb den Drucker letztes Jahr in "Farbe und Computer" in TidBITS-749_. Ich werde mich hier nicht wiederholen bis auf die Aussage, dass er auch gut funktioniert. Er kommt mit einem ColorSync-Profil, das sich mir unter den meisten Bedingungen als mittelmäßig auffällt, aber der Druckertreiber bietet zwei gute Nicht-ColorSync-Voreinstellungen, eine normale, die auf warme Bilder von Menschen ausgerichtet ist und eine andere, die Grüntöne verstärkt und besser für Landschaftsaufnahmen ist.

<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-749.html#Artikel4>

Ich hatte nicht vor, den Olympus-Drucker zu ersetzen, aber das Gesetz der unbeabsichtigten Folgen kam mir zuvor. Je besser ich den Foveon-Sensor meiner SLR kennen lernte, desto mehr beeindruckten mich dessen Fähigkeiten. Ich schoss plötzlich Bilder, die mit Film unvorstellbar gewesen wären. So viele fotografische Horizonte eröffneten sich mir, dass ich das erste Mal seit 30 Jahren begann, eine Kameratasche mit mir herumzuschleppen, wenn ich im Urlaub herumreiste. Da ich zufällig eine Reihe ungewöhnlicher Orte besuchte, hatte ich am Ende jede Menge Fotos, die nicht die Schnappschüsse Ihres Schwagers sind. Ich wollte sie groß genug ausdrucken, um sie bequem anderen zeigen zu können und in der Lage zu sein, große Bilder günstig genug zu drucken, dass ich sie guten Gewissens Freunden verschenken konnte. Kurz, der Foveon-Sensor erwies sich als so gut, dass er mich für einen größeren Drucker ins Geschäft führte.

Ich wollte auch einen besseren Drucker für Schwarz/Weiß-Bilder. Eine Schwäche des Olympus, wie bei den meisten Digitaldruckern, die für Farbe entworfen wurden, ist sein Umgang mit Schwarz und Weiß. Ich wollte in der Lage sein, Schwarz/Weiß-Vergrößerungen zu drucken, die wie diejenigen aus meinem Vergrößerer waren. Daher schaute ich mir zunächst Drucker an, die über hellgraue Tinte verfügen, aber mir gefiel keiner von ihnen. HPs Consumer-Modelle mit grauer Tinte sind sehr attraktiv, besonders der Photosmart 8750 im Format 13 x 19 Zoll. Dieser kommt mit beinahe jeder Eigenschaft, die man sich nur wünschen kann, inklusive einem Ethernetanschluss, zu einem bemerkenswert vernünftigen Preis. Aber er ist auch langsam, und ich wollte wirklich etwas Größeres.

Epson bietet größere und schnellere Modelle, aber sie können eine haarsträubende Summe an laufenden Kosten verursachen. Epsons Druckköpfe sind anfällig dafür, auszutrocknen, ihre Reinigung verbraucht eine enorme Menge Tinte, der Wechsel einer Patrone verschwendet eine Menge Tinte aller anderen, und Epson gibt die Lebenserwartung einer geöffneten Patrone mit nur sechs Monaten an. Wenn Sie beständig drucken, könnten sich die laufenden Kosten eines Epson in einem angemessen Rahmen halten, aber wenn Sie nicht häufig oder unregelmäßig drucken - naja, für acht Tintenpatronen, die jedes Jahr zweimal für je 70 US$ ersetzt werden, betragen die minimalen Tintenkosten 1.120 US$ jährlich. (Obwohl diese Zahlen für große Drucker gelten, die von Profis eingesetzt werden, lassen sich dieselben Probleme wahrscheinlich in einem kleineren Umfang bei kleineren Modellen zeigen. Ich werden weiter unten noch mehr über die Consumer-Modelle berichten.)

Abgesehen von diesen Druckern sind die einzigen, die gut für Schwarz/Weiß geeignet sind, drei professionelle HP-Modelle, die selbstkalibrierend für Farbe sind: die DesignJets 30, 90 und 130 (700, 1'000 und 1'300 US$ ohne Ethernet-Anschlüsse und Papierrollenzufuhr). Diese drei sind identisch bis auf die maximale Papierbreite, die sie verarbeiten können, die 13, 18 und 24 Zoll beträgt (34, 46 und 60 cm). Verglichen mit den entsprechenden Modellen von Epson, kostet ihre Tinte etwas weniger per Tropfen, der Patronenwechsel verschwendet keine Tinte, die Patronen beinhalten weniger Tinte, daher führt der unregelmäßige Gebrauch tendenziell weniger zum Austrocknen, Reinigen ist selten notwendig und verbraucht nicht nennenswerte Mengen an Tinte, und die Druckköpfe trocknen garantiert nicht zweimal im Jahr aus. Überdies hinaus ist ihr Verkaufspreis niedriger. Epsons Stylus Pro 4800 im Format 17-Zoll (43 cm) kostet 2.000 US$. Der HP DesignJet 90 im Format 18-Zoll, der ähnlich ausgestattet ist, kostet 1.500 US$.

Der 13-Zoll DesignJet 30 brachte mich in Versuchung, weil er im Vergleich zum Photosmart 8750 viel schneller ist, nur 200 US$ mehr kostet und, wie wir unten sehen werden, verspricht, diese in den laufenden Kosten innerhalb weniger Monate aufzuholen. Der DesignJet 30 wäre die sinnvollste Wahl gewesen, weil ich nur von Zeit zu Zeit größere Bilder drucken möchte und es wäre billiger, sie wegzugeben, anstatt einen größeren Drucker zu kaufen. Tatsächlich müsste ich sie noch nicht mal weggeben, da ich nach Feierabend Zugang auf einen 44-Zoll (1,1 m) Epson habe. Aber jedes Mal, wenn ich diesen Epson benutzt habe, fand ich es unangenehm, die Farben wieder ins Gleichgewicht zu bringen, um seine Vorzüge voll zu genießen. Nach jeder Menge Unruhe entschied ich mich, den größten DesignJet mit einem Papierrolleneinzug und Ethernet-Karte zu kaufen (Modell 130nr, 1.900 US$).

Für meinen gelegentlichen Gebrauch zu Hause versprachen die Unterschiede in Einkaufspreis und laufenden Kosten so extrem zu sein, dass jede andere Überlegung im Vergleich verblasste. Wenn ich jedoch täglich geschäftlich drucken würde, wären die laufenden Kosten ähnlicher und ich hätte andere Faktoren mit einbezogen. Die Epsons sind massiver gebaut und können mit mehr Papiersorten umgehen (obwohl ich eines der HP-Papiere mehr mag als alle von Epson), und HPs Papiere sind empfindlicher gegenüber Wasser. Andererseits sind die besten glänzenden und halbglänzenden Papiere von HP stärker und steifer als die von Epson.

Die DesignJets kommen mit zwei Sammlungen Farbausgleichstabellen, einer Sammlung ICC-Profile, die irgendwo in /Library/Printers/hp/ vergraben sind und einer Sammlung proprietärer Profile, die nur über den Drucken-Dialog zugänglich sind. Sie erscheinen im Drucken-Dialog als ColorSmart/sRGB. Die zwei Sätze ergeben leicht unterschiedliche Resultate. ColorSmart/sRGB scheint bei Schnappschüssen passender zu sein, aber ich bevorzuge die ICC-Profile für große Ausdrucke. Beide arbeiten gut mit sRGB und Adobe RGB zusammen. Der Drucker verarbeitet auch Schwarz/Weiß-Bilder gut unter Verwendung eines anderen Profils, einem Profil, das Grautöne anstatt Farben frisiert. HPs Website bietet eine breite Palette an Profilen für Schwarz/Weiß zum freien Download. Sie können jeden Farbton wählen, den Sie mögen. Alternativ dazu verkauft Neil Snape Profile, die Ausdrucke auf den DesignJets 30/90/130 erstellen, die fotometrisch den Schwarz/Weiß-Drucken des 8750 entsprechen. Ich bevorzuge diese.

<http://www.neilsnape.com/>

Die Schwachstelle des DesignJet 130nr sind die beiden Papiereinzüge an der Rückseite, der Einzug für Rollen und darüber ein Einzug, der für Verschnitt von der Rolle oder Papier, das zu steif für den normalen Einzug von vorn ist. Der Drucker greift und führt das Papier automatisch zu, aber dieser Mechanismus ist kleinlicher als ein zweijähriges Kind. Es müsste einen manuellen Weg geben, das Papier an den Start zu bekommen, aber es gibt keinen. Das ist insbesondere problematisch, wenn Sie am Papier reißen müssen, um einen Papierstau zu beheben, weil der Drucker will, dass das Papierende stur gerade geschnitten ist. Tatsächlich befindet ein Papierende manchmal, dass es sich ungleichmäßig verschiebt.

Für die meisten Leute wird selbst der DesignJet 30 zu teuer sein, aber HP macht eine Reihe von Consumer-Fotodruckern, die ähnliche Technologie verwenden und ähnliche Ergebnisse liefern sollten. Es handelt sich um Modelle mit mindestens sechs Farben, die Patronen aus dieser Liste verwenden: 84, 85, 94, 95, 96, 97, 99 und 100. Wie ich erwähnte, ist der Photosmart 8750 Professional besonders interessant. Gemäß Leuten, die diese beiden Drucker besitzen, sind ihre Ausdrucke nicht ganz identisch, aber so nah beieinander, dass sie keinen Unterschied machen. Aber ihre Geschwindigkeit und laufenden Kosten sind trotzdem sehr unterschiedlich.

Obwohl HP den Photosmart 8750 "Professional" nennt, würde jeder aus dem Gewerbe gerne 200 US$ mehr für den DesignJet 30 ausgeben, weil sich die Zusatzkosten schnell über niedrigere laufende Kosten ausgleichen würden. Um ein Farbfoto auf gutem Fotopapier mit einer Deckung von 90 % zu drucken (was wahrscheinlich ein realistischer repräsentativer Wert ist), gibt HP die Kosten des Tintenverbrauchs und Druckkopfverschleiß mit durchschnittlich 1,01 US$ pro Quadratfuß an [entspricht 929 Quadratzentimeter - einer Fläche von etwa 30,5 x 30,5 cm -- SK]. Das schließt nicht die Abnutzung mit ein, aber es gibt praktisch keine bei den DesignJets. HPs Zahlen scheinen mit den Messungen anderer und meinem eigenen Gebrauch übereinzustimmen, daher bin ich darauf eingerichtet, ihnen zu glauben. Mit einer ähnlichen Menge an Tintenverbrauch nach Menge, berechnet die entsprechende Tabelle für den Photosmart 8750 2,03 US$, aber die Kosten lägen tatsächlich sogar noch höher, weil die DesignJets eine Farbe per Patrone verwenden, der 8750 drei: da die drei Farben nie zu gleichen Teilen verbraucht werden, ist eine gewisse Menge Abfall beim Photosmart 8750 garantiert.

<http://h20000.www2.hp.com/bizsupport/TechSupport/Document.jsp?lang=en&cc=us&objectID=c00238851>

Ich war nicht in der Lage, vergleichbare Informationen für einen Drucker von Epson zu finden. Epson gibt einige Spezifikationen heraus, aber sie sind höchst irreführend, da sie auf 40 Prozent Tintendeckung basieren und Reinigungszyklen nicht mit einkalkulieren. Eine realistische durchschnittliche Deckung ist doppelt so hoch, und Reinigungszyklen können mehr Tinte verbrauchen als Drucken. Abhängig davon, wie oft Sie einen Consumer-Drucker von Epson reinigen - was bedeuten kann, so oft Sie ihn einschalten - könnte er weniger für Tinte kosten als HPs Gegenstück, oder er könnte ein gutes Stück mehr kosten.

Nachbereitung -- In der Summe gibt es für die meisten Menschen und Zwecke keinen gültigen Weg, Druckqualität zu vergleichen - offensichtliche Qualitätsunterschiede entstehen primär durch den Fotografen, nicht den Drucker - daher kann ich keinen Grund sehen, zu versuchen, die Druckqualität zu vergleichen, wenn man einen Fotodrucker aussucht. Jeder moderne Tintenstrahldrucker mit wenigstens sechs Farben sollte fähig sein, exzellente Resultate zu erzielen, ebenso wie jeder Farbsublimationsdrucker. Ebenso habe ich keine Ahnung, wie man sagen soll, welcher Drucker wahrscheinlich zuverlässiger und langlebiger als ein anderer ist. Ich weiß noch nicht mal, wie man anfangen soll, es herauszufinden, daher kann ich auch keinen Grund sehen, sich darüber Sorgen zu machen. Es scheint mir, dass die einzigen erkennbaren Unterschiede zwischen Fotodruckern (1) Größe und Geschwindigkeit, (2) Haltbarkeit der Ausdrucke (wie von Wilhelm Imaging getestet) und (3) laufende Kosten sind.

Von diesen drei sind die laufenden Kosten wahrscheinlich das wichtigste Kriterium. Es ist nicht möglich, zu lernen, gute Ausdrucke zu machen, ohne eine Menge schlechte zu machen. Ein Ausdruck sollte günstig genug sein, dass es Ihnen nicht schwer fällt, ihn wegzuwerfen und es nochmals zu versuchen. Darüber hinaus, wenn Sie ein Bild nicht drucken, weil die Tinte ausgetrocknet ist und Sie keinen neuen Satz Patronen kaufen wollen, weil Sie auch nicht erwarten, diese aufzubrauchen - naja, es spielt keine Rolle, wie viele Jahrhunderte dieses Foto haltbar gewesen wäre, wenn Sie es nie drucken, und Größe und Geschwindigkeit des Druckers werden ebenfalls unerheblich. Gute Tintenstrahl-Fotodrucker können atemberaubende Resultate erzielen, aber sie sind nicht immer praktisch. Wenn Sie nicht erwarten, viel zu drucken, schließen Sie stattdessen den Kauf eines Farbsublimationsdruckers in Ihre Überlegungen ein.

PayBITS: Wenn Sie finden, dass Charles Erklärung des Druckens Ihnen beim Auswählen oder verwenden eines Druckers geholfen hat, unterstützen Sie doch bitte Ärzte ohne Grenzen: <http://www.msf.org/msfinternational/donations/>
Lesen Sie mehr über PayBITS: <http://www.tidbits.com/paybits/>


Take Control News/19-Dec-05

von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>

[Dieser Artikel konnte leider nicht übersetzt werden und Sie finden untenstehend deshalb den englischen Originaltext.]

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=08377>


Aktuelle Themen in TidBITS-Talk/19-Dez-05

vom TidBITS-Team <editors@tidbits.com>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]

Die erste Internet-Adresse unter jedem Thema verweist auf die herkömmliche Website von TidBITS-Talk; die zweite Adresse zeigt auf unseren Web Crossing-Server, der mit einem anderen Erscheinungsbild aufwartet und etwas schneller ist.

Belkin 802.11g-Adapter vs. AirPort -- Ein Leser beschreibt seine Erfahrungen beim Betrieb dieser beiden Komponenten eines Drahtlosnetzwerks. ("Belkin 802.11g adapter vs. AirPort" - 1 Beitrag)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2813>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/658/>

Geographische Fotogalerie -- Ein Leser möchte seine Bilder gerne zusammen mit einer Karte und dem Ort zeigen, an dem die Bilder aufgenommen wurden. Zeit für einen Hack von Google Maps! ("Geographic photo galleries" - 2 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2818>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/661/>

Bildformate für digitale Fotografie -- Nach dem Artikel von Charles Maurer wundert sich ein Leser, wieso wir uns immer noch mit vorverarbeiteten Bildformaten - inklusive Camera RAW - herumschlagen müssen anstatt direkt das geliefert zu bekommen, das der Sensor auch wirklich aufgezeichnet hat. ("Image formats for digital photography" - 4 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2819>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/662/>

Welchen PDA für Mac und PC? -- Gibt es einen PDA ("Personal Digital Assistant") der auf mehreren Betriebssystemen einwandfrei funktioniert? Wie steht es mit Geräten die Mobiltelefon und PDA kombinieren? Leser berichten von ihren Erfahrungen. ("Which PDA to use with both a Mac and a PC?" - 10 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2820>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/663/>

Sprachen und Ideen -- Der Artikel von Matt Neuburg über Prograph hat eine Diskussion darüber angeregt, ob eine Programmiersprache wirklich das Ergebnis einer Idee sei (und damit auch dem Urheberrechtsschutz unterliegt) oder ob sie unbeschränkt für beliebige Nutzungen verwendet werden darf? ("Languages and ideas" - 2 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2822>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/665/>


Übersetzung dieser Ausgabe: Klaus Werner Wirtz <pleins@gmail.com>, Sven Kornmann <kornmann@arcor.de> und Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.

Lektorat: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.

Koordination dieser Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.

Copyright der deutschen Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.

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