
Schon einmal frustiert nach einer Steckdose in einem Flughafen gesucht? Adam kennt solche Ärgernisse und hat noch einige mehr auf Lager. Er wirft auch einen Blick auf TypeTester, eine nette Web-Applikation zum Auswählen von Zeichensätzen. Matt Neuburg ist von einer längeren Phase akuter Arbeitswut zurückgekehrt und berichtet über sein neues AppleScript-Buch (und weitere AppleScript-Projekte) und über OmniGraffle 4, ein leistungsfähiges Programm zum Zeichnen von Diagrammen von The Omni Group. In den Neuigkeiten hat Apple die Preise des iPod shuffle gesenkt und einen neuen iPod nano eingeführt und wir veröffentlichen "Take Control of .Mac" in Version 1.1 mit den neuen Funktionen von .Mac und iLife '06.
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[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]
Apple dringt in das untere Preissegment der Musikspieler vor -- In einem überraschenden Schachzug hat Apple letzte Woche die Preise seiner iPod shuffle-Musikspieler gesenkt und gleichzeitig ein neues, preisgünstigeres 1 GByte-Modell des iPod nano vorgestellt. Das neue nano für 150 US$ kommt zu den bestehenden Modellen mit 2 GByte und 4 GByte hinzu, deren Preis mit 200 US$ und 250 US$ gleich bleibt und ist ab sofort in schwarz und weiss weltweit erhältlich. Gleichzeitig werden die Preise für die 512 MByte- und 1 GByte-Modelle des iPod shuffle auf 70 US$ und 100 US$ gesenkt.
<http://www.apple.com/pr/library/2006/feb/07ipod.html>
<http://www.apple.com/ipodnano/>
Apple hat zudem angekündigt, dass das Kabelnetzwerk Showtime ebenfalls in den Handel mit Fernsehserien einsteigt. Die kompletten ersten Episoden von "Weeds", "Sleeper Cell" und "Fat Actress" sind nun für 2 US$ pro Episode erhältlich, zusätzlich zu den Programmen von MTV, Comedy Central und Nickelodeon, die seit dem letzten Monat ebenfalls angeboten werden, darunter "South Park", "Jackass" und "Dora the Explorer". Fernsehserien im iTunes Music Store sind zurzeit allerdings nur in den USA verfügbar. [MHA]
<http://www.apple.com/pr/library/2006/jan/26itms.html>
<http://www.apple.com/pr/library/2006/feb/07showtime.html>
von Matt Neuburg <matt@tidbits.com>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]
Vielleicht haben Sie es gar nicht festgestellt, aber während der letzten Monate habe ich nicht viel zu TidBITS beigetragen. Das liegt daran, dass ich in dieser Zeit sehr beschäftigt war und wie wild an einigen AppleScript-Projekten gearbeitet habe. Diese Projekte konnten nun erfolgreich abgeschlossen werden und ich finde endlich die Zeit, davon zu berichten.
Zuoberst auf meiner Liste ist die zweite Ausgabe meines Buches "AppleScript: The Definitive Guide", herausgegeben von O'Reilly Media. Ich habe fast jedes Kapitel überarbeitet, Dinge neu angeordnet und neue Abschnitte eingefügt, die Einleitung verbessert, Fehler korrigiert, Lücken beseitigt, Leserwünsche und natürlich auch Mac OS X 10.4 Tiger berücksichtigt. Schliesslich habe ich auch mein eigenes Register erstellt. Aufgrund des üblichen Zeitdrucks hat es einer zweiten Ausgabe bedurft, damit es zu dem geworden ist, was ich mir erwünscht habe und ich bin jetzt sehr glücklich mit dem Resultat. Ob Sie nun ein blutiger Anfänger, ein erfahrener Programmierer, ein Perl-Hacker oder ein Cocoa-Freak sind, dieses Buch soll allen gleichermassen als Hilfestellung zu AppleScript dienen. Es kostet 40 US$ (27 US$ bei Amazon, dort wird die neue Ausgabe aber noch nicht korrekt aufgeführt; Sie können den Preisvergleich auf isbn.nu von Glenn Fleishman verwenden, um weitere Online-Händler zu finden).
<http://www.oreilly.com/catalog/applescpttdg2/>
<http://isbn.nu/0596102119>
Daneben haben wir die brandneue, superschnelle und ultracoole Version 4 von Script Debugger von Late Night Software. Diese Software ist das Produkt des Meisterprogrammierers Mark Alldritt; meine Rolle umfasste Beratung zu Cocoa, Diskussionen zur Benutzeroberfläche, einige Zeilen Code und (am wichtigsten) die gesamte Hilfedokumentation. Script Debugger macht es Ihnen einfach, skriptfähige Applikationen zu erkunden, bietet unzählige Arbeitserleichterungen und lässt Sie verstehen, was Ihr Skript tut, Zeile für Zeile und Wert für Wert. Es liefert Ihnen Informationen, an die Sie sonst nicht rankommen. Für mich ist ein unverzichtbarer Teil von AppleScript; ohne diese Software könnte ich nicht in AppleScript programmieren (und hätte ganz sicher auch mein Buch nicht schreiben können). Es wird als Entwicklungswerkzeug verkauft (200 US$ oder 100 US$ bei einem Upgrade von einer früheren Version) und ist seinen Preis wert. Wenn Sie AppleScript benutzen, können Sie auch eine 20-tägige Demoversion herunterladen und ausprobieren. Script Debugger benötigt Mac OS X 10.3.9 oder höher.
<http://latenightsw.com/sd4/>
<http://latenightsw.com/sd4/download.html>
<http://www.scriptingmatters.com/aspro.php>
AppleScript ist eine ungewöhnliche Sprache. Es ist ein Dinosaurier, ein fast unverändertes Stück Code aus dem Jahre 1993, geschrieben für einen langsamen Computer mit einem winzigen RAM-Speicher. Die Sprache leidet an gewissen Besonderheiten seiner Architektur, dem Mangel an guter Dokumentation (ein Umstand den mein Buch zu beseitigen versucht) und der Tatsache, dass fast alle skriptfähigen Applikationen sich stark voneinander unterscheiden. Trotzdem ist AppleScript immer noch sehr lebendig, was sicher auch damit zusammenhängt, dass viele Arbeitsprozesse im Publishing-Bereich davon abhängen. Teilnehmer an den AppleScript Pro Session kommen nicht nur von Zeitungen und Buchverlagen, sondern auch von Firmen mit Katalogen jeder Art, etwa IKEA, Reebok und Land's End. Zudem ist AppleScript auf jedem Mac vorinstalliert; es kommt immer dann zum Zug wenn Applikationen untereinander Daten austauschen (etwa wenn Sie den E-Mail-Knopf in iPhoto anklicken oder wenn iChat weiss, welches Lied in iTunes gespielt wird) oder wenn Sie das Verhalten von skriptfähigen Applikationen automatisieren und anpassen wollen; es bringt auch Menschen zusammen. Diese letzten Monate waren eine wunderbare und erfüllende Zeit für mich, auch wegen der fantastischen Menschen, mit denen ich zusammenarbeiten durfte - Leute wie Mark, Ray und Shane, die Teilnehmer an den Apple Pro Sessions, das AppleScript-Team bei Apple und mein Herausgeber und die Mitarbeiter bei O'Reilly sowie die zahlreichen AppleScript-Anwender, die mir geholfen und die mich unterstützt haben. Ich danke ihnen allen und natürlich auch Adam Engst und dem ganzen TidBITS-Team, die so lange auf mich verzichten mussten.
Jetzt bin ich aber wirklich müde, ist es bereits Schlafenszeit?
von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]
Wenn Sie Zeichensätze entwerfen, können Sie sich vielleicht vorstellen, wie bestimmte Zeichensätze aussehen ohne sie am Bildschirm betrachten zu müssen. Aber für Leute wie ich, die nur glauben was sie auch sehen, ist die Wahl einer guten Kombination von Zeichensätzen für eine Webseite immer ein Prozess von mehrmaligem Versuch und Irrtum und dauert immer länger als ich eigentlich beabsichtigt hatte. Mit dem TypeTester von Marko Dugonjic, einer praktischen Online-Applikationen, können Sie diesen Prozess aber stark vereinfachen und beschleunigen. (Vielen Dank an Anne-Marie Concepcion für den hilfreichen Hinweis auf TypeTester in ihrem kostenlosen DesignGeek-Newsletter; wenn Sie im Bereich Design oder dem Layout arbeiten, sollten Sie das ebenfalls lesen.)
<http://www.senecadesign.com/designgeek/>
Kurz gesagt ist TypeTester ein webbasiertes Werkzeug zum Vergleichen von Zeichensätzen. Es bietet drei Spalten, wovon jede andere Einstellungen haben kann und die alle einen Absatz Blindtext darstellen (Lorem Ipsum ist voreingestellt, aber man kann auch einen eigenen Text eingeben), jeden in einer Vielzahl von möglichen Varianten. So funktionert es. Zuerst wählen Sie einen Zeichensatz aus einem Popup-Menü die alle Zeichensätze in drei Kategorien einteilt: Zeichensätze die standardmässig in Mac OS X und Windows verfügbar sind und solche die nur in Mac OS X oder nur in Windows enthalten sind. Sie können zudem auch alle Zeichensätze auf Ihrem eigenen Computer auswählen. Anschliessend können Sie aus weiteren Popup-Menüs die Grösse, den Einzug, die Ausrichtung, den Zwischenraum, Auszeichnung, Farbe und die Hintergrundfarbe auswählen (der Farbwähler ist wirklich einzigartig). Nach jeder Wahl formatiert TypeTester automatisch die entsprechende Spalte mit ihren Einstellungen und verwendet dabei CSS. Sie können anschliessend die Prozedur bei den zwei anderen Spalten wiederholen und die verschiedenen Einstellungen miteinander vergleichen. Wenn Sie mit den Einstellungen zufrieden sind, können Sie mit einen Link im Tab "Tools" den entsprechenden CSS-Code anzeigen lassen und in die CSS-Datei der eigenen Website kopieren.
<http://typetester.maratz.com/>
TypeTester ist kostenlos, aber Marko ist für Spenden dankbar (sehen Sie im Tab "About" nach). Ich werde TypeTester sicher verwenden, wenn ich das nächste Mal Zeichensätze für eine Website auswählen muss. Probieren Sie es doch auch einmal!
von Matt Neuburg <matt@tidbits.com>
[Übersetzung: Hartmut Greiser <linarte.post@gmail.com>]
Angesichts der anerkannten Umtauschrate "1 Bild sagt mehr als 1000 Worte" steht man früher oder später vor dem Problem, Schaubilder zeichnen zu müssen. OmniGraffle von The Omni Group (das sind die Leute, die auch Adams Lieblings-Webbrowser OmniWeb geschaffen haben) ist ein wunderbares Programm, mit dem man auf elegante Weise Diagramme herstellen kann.
<http://www.omnigroup.com/applications/omnigraffle/>
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-740-744.html#Artikel3>
OmniGraffle hat eine beeindruckende Geschichte. Von seinem Konzept her fußt es auf einer NeXT-basierten Applikation namens Diagram! (einem Produkt von Lighthouse Design, einer Firma, die später von Sun geschluckt und - wie es so üblich war - dann sang- und klanglos aufgelöst wurde), das aus den frühen 90er Jahren stammte und damals 500 US$ kostete. Es ist seitdem sehr viel billiger geworden, für viele Anwender ist OmniGraffle sogar gratis, weil es in den letzten 4 Jahren oder so mit bestimmten High-End Macs im Bundle verkauft wurde. Inzwischen hatte OmniGraffle eine Menge Zeit zu reifen, und diese Entwicklungszeit hat, in Verbindung mit der großzügigen, umsichtigen und innovativen Programmierungsarbeit bei The Omni Group, zu erstaunlichen Ergebnissen geführt.
Ein Diagramm ist so etwas wie eine Zeichnung, die in erster Linie aus Formen und smarten Verbindungen besteht. Eine Form ist nichts weiter als eine Form. Sie kann geometrisch sein, eine Freihandzeichnung, in ihr kann ein Bild enthalten sein, sie kann farbig sein, einen Schatten haben usw. Eine smarte Verbindung ist zunächst einmal nicht mehr als eine Linie. Sie kann einen Pfeil auf einer Seite oder an beiden Seiten haben, sie kann dick oder dünn sein oder eine Markierung haben. Wichtig dabei ist aber, dass sie zwei Formen "smart" verbinden kann und dass diese smarten Verbindungen auch dann bestehen bleiben, wenn die Formen bei der Weiterentwicklung des Diagrammes neu positioniert werden.
Ein Programm für Schaubilder ist eine Art Zeichenprogramm. Und es gibt eine bestimmte Vorgabe dafür, wie ein Zeichenprogramm funktionieren sollte. Ein Programm, das diese Vereinbarung ignoriert, wäre schwierig in der Anwendung, und man wäre geneigt anzunehmen, dass es hier wenig zu verbessern gäbe. Trotzdem ist OmniGraffle nicht nur ein akzeptables oder sogar ein gutes Zeichenprogramm - es ist ein fantastisches Zeichenprogramm. Ich kann kaum mit Worten beschreiben, wie einfach und übersichtlich man mit OmniGraffle arbeiten kann. Jedes Detail ist leicht und erfreulich: die Art, wie eine Form als markiert erscheint, wenn man sich ihr mit einem Ende einer smarten Verbindung nähert, die Art, wie die Gruppierung von Formen angezeigt wird, die Art, wie man zwischen den Tools wechselt, die Art, wie das Inspektorfenster organisiert ist. Das Zeichnen eines Schaubildes mit OmniGraffle ist so einfach wie das Atmen; alles funktioniert so, wie es soll.
Ich gebe mal einige Beispiele für Eigenschaften, die mir besonders gefallen. Ein Diagramm ist nicht nur irgendeine Zeichnung; es bedarf einer gewissen Gleichförmigkeit. Wenn Sie also eine Form bewegen, dann erscheinen kleine Indikatoren, die Sie darauf hinweisen, wenn diese Form gegenüber einer anderen ausgerichtet ist oder wenn sie in gleicher Entfernung zu Form B liegt, wie Form B zu Form A. Es gibt auch zahlreiche Möglichkeiten, eine Form genauso aussehen zu lassen wie eine andere: Formate lassen sich nicht nur mit Copy & Paste übertragen, mit Hilfe eines Style Summary Inspector kann man die gewünschten Attribute einer Form (wie Farbe oder Strichstärke) auf eine andere Form übertragen. Weiterhin kann man leicht nur solche Formen auswählen, die bestimmte gemeinsame Attribute haben; so lassen sich z.B. einfach alle orangen Formen grün färben.
Ein anderer bemerkenswerter Aspekt von OmniGraffle ist seine Flexibiliät. Alle möglichen Dateien, die Sie nie als Diagramme ansehen würden, lassen sich als OmniGraffle Dokumente öffnen. OmniOutliner öffnet sich beispielsweise mit einem intelligenten Anfangslayout, in dem die hierarchische Einteilung durch Verbindungslinien dargestellt wird. (Ein OmniGraffle-Dokument hat sogar eine Umrissansicht, die sich manchmal zum Arbeiten anbietet, z.B. wenn man eine große Struktur entwerfen oder neu arrangieren will.) Ein Xcode-Projekt öffnet sich als Chart seiner Klassen und Methoden. OmniGraffle ist in großem Umfang skriptfähig, theoretisch ist also eine große Zahl selbstgestalteter automatisierter Im- und Exporte von Diagrammen denkbar.
Ein Nachteil ist OmniGraffles ärgerliche Online-Hilfe: sie besteht aus einem Help Viewer-Dokument mit zahlreichen Seiten, aber ohne Navigationshilfe (eine Seite enthält keine Links, die einem verraten, wo man sich befindet oder mit deren Hilfe man sich in der Seitenhierarchie bewegen könnte). Die Hyperlinks führen nicht auf die relevante Seite sondern auf eine Suchseite. Man kann sich auch leicht zusätzliche Funktioen für OmniGraffle vorstellen. Es gibt z.B. keine echten benannten Stilvorlagen (in der man die Farbe von "Mein_Stil" von rot auf blau ändert und so eine automatische Farbenänderung aller Formen mit dieser Stilvorlage von rot nach blau auslöst - lediglich das zunehmend dem Untergang geweihte AppleWorks macht das richtig).
Die "Intelligenz" der OmniGraffle-Objekte lässt auch etwas zu wünschen übrig: z.B. wird nicht verhindert, dass Verbindungslinien und Formen sich überlappen, und Bezeichnungen auf Verbindungslinien ändern ihre Ausrichtung nicht, wenn die Linien sich bewegen. Das steht in großem Gegensatz zu der obskuren, aber sehr mächtigen programmierbaren "Intelligenz" von Objekten in ConceptDraw, das ich vor einigen Jahren in TidBITS besprochen habe. Wenn man diese Mächtigkeit nicht benötigt, dann ist OmniGraffle ConceptDraw aber wahrscheinlich vorzuziehen: OmniGraffle ist billiger, es vermittlet das reine Cocoa-"Gefühl" (keine Windows-Portierung), es macht Spaß, ist leicht anzuwenden und macht genau, was es soll.
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-553.html#Anker3>
OmniGraffle kostet 80 US$, bzw. 150 US$ für eine Pro-Version mit Funktionen wie Form-Tabellen (Matrizen), Visio Im-/Export, Formenanmerkungen und Mehrseitendokumenten. Es gibt eine zeitweilige Probe-Lizenz. OmniGraffle setzt Mac OS X 10.3.9 oder neuer voraus und ist für die frühen Intel Mac-Anwender bereits im Universal Binary-Format geschrieben.
<http://www.omnigroup.com/applications/omnigraffle/pro/>
<http://www.omnigroup.com/applications/omnigraffle/download/>
von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Almut Pabel <sebalpa@web.de>]
OK, ich bin verärgert. Warum ist es so, dass sogar relativ moderne Flughäfen zu wenig Steckdosen für die Öffentlichkeit zur Verfügung stellen? Ich habe das während eines Aufenthaltes auf dem Chicago OHare Flughafen entdeckt. Ich hatte zwar zwei Batterien für mein PowerBook, aber Tonya hat nur eine für ihr iBook und nicht mal meine beiden Batterien hätten für beide Flüge inklusive Aufenthalt in Chicago gereicht. So machten wir uns auf die Suche nach einer Steckdose, vorzugsweise suchten wir eine, an der wir nicht ständig den vorbei gehenden Passagieren ausgesetzt wären und auch nicht den durchdringenden Pieptönen der Transportautos, welche Passagiere von Flugsteig zu Flugsteig fahren, wenn sie nicht laufen können.
Wir hatten wenigstens entdeckt, dass ungefähr eine Steckdose für je drei oder vier Flugsteige vorhanden ist und bei einer solchen Knappheit kann man sicher sein, dass alle Steckdosen besetzt sind. Nach gut 10 Minuten Suchen und Spähen über Wände, Ausbausäulen und Flughafen-Anzeigetafeln, die selbst genug Elektrizität brauchten, fanden wir eine kleine Speise-Bar. Dort standen die Tische nahe an einer Wand und der Umsatz war hoch genug, so dass wir an einer Steckdose eine Batterie relativ schnell aufladen konnten.
Wenn wir mehr reisen würden, sollten wir darüber nachdenken, eine hoch leistungsfähige, externe Batterie zu kaufen, bei der 10 Stunden Benutzung garantiert sind. Aber solch eine Batterie ist nicht billig - abhängig von der Kapazität kostet sie zwischen 300 US$ und 500 US$ und außerdem bedeutet das zusätzliches Gewicht in meiner Reisetasche.
<http://www.batteryvalues.com/Apple-powerbook_g4_15_aluminum-laptop-batteries-product-b5760m.aspx>
<http://www.batteryvalues.com/Apple-powerbook_g4_15_aluminum-laptop-batteries-product-b5755m.aspx>
Genau betrachtet, ist der Mangel an Steckdosen jedoch mehr als lächerlich. Es ist nicht etwa so, dass die Flughäfen dem eigenen Stromverbrauch Beachtung schenken (wie durch die hohe Anzahl an Licht und Maschinen bewiesen ist). Dem gegenüber verbrauchen die Geräte, die Reisende anschließen möchten, die geringere Wattzahl. Theoretisch benötigen unsere Laptops zum Beispiel nicht mehr Elektrizität als eine 45 Watt-Glühbirne. Zu Hause benutze ich ein Weihnachtsgeschenk Tonyas - ein Strom-Messgerät - das genau messen kann, wie viel Strom mein Laptop in welchen Situationen verbraucht (15-30 Watt bei normaler Benutzung und beim Laden, etwas mehr als 1 W - wenn es voll geladen ist, nichts - wenn das Laptop nicht angeschlossen ist, im Gegensatz zu manchen anderen Adaptern). Flughäfen bieten eine Vielzahl von anderen freien Annehmlichkeiten an: von Nachrichten oder Meldungen für Football-Besessene, mit denen man via TV versorgt wird, bis zum Reinigungspersonal, das die Toiletten sauber hält. So könnte man meinen, dass vom philosophischen Standpunkt aus gesehen, die Flughafen-Manager nichts dagegen haben sollten, das Erlebnis Flughafen etwas weniger ungemütlich zu machen.
Travis Butler beklagte sich schon in einer kürzlich durchgeführten Diskussion in TidBITS-Talk über die schlechte Situation bei der Nutzung von Fremdenergie. Wie viele Leute betonten, ist es nur der erste Schritt eine Steckdose zu finden - eine, die funktioniert ist eine vollkommen andere Sache. So erzählte Matt Neuburg, dass er seinen Adapter unbrauchbar gemacht hat, als er letztens in LAX Los Angeles versucht hatte, ihn an eine Steckdose anzuschließen, die nicht normgerecht war. Aber es könnte noch schlimmer sein. Vor einigen Jahren benutzte ich die scheinbar nicht funktionierende Steckdose auf dem Flughafen Denver, nur um am nächsten Tag entdecken zu müssen, dass die Steckdose auf dem Flughafen offenbar mein Netzgerät kaputt gemacht hatte (ich hatte mein PowerBook G3 zu Hause über Nacht an eine funktionierende Steckdose angeschlossen und sie war dadurch ausgetrocknet). Matt erwähnte auch die Geschichte eines Deutschen, der des "Service-Diebstahls" bezichtigt wurde, weil er seinen Netz-Adapter an eine Steckdose angeschlossen hatte.
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2802>
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-803.html#Artikel4>
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-804.html#Artikel1>
Wird es vielleicht so sein, dass man in Zukunft Elektrizität zusätzlich verkauft? In Syracruse, New York, wurden wir auf eine Lade-Einheit für Handys aufmerksam, wo das Laden der Batterie 3 US$ kostete - für 30 Minuten Anschluss an das Ladegerät (das Angebot bestand darin, dass man seine leere Batterie anschließen und in 15 Minuten zu 25 % laden oder in 30 Minuten zu 50 % laden lassen konnte). Das Ladegerät war für die meisten Handy-Typen geeignet und der Eigner war SmartCarte, das ist die gleiche Firma, die in vielen Flughäfen Gepäckwagen vermietet.
Ich brauche sicher nicht extra zu betonen, dass die Lade-Einheit an die Wand angeschlossen war. Ich hatte die bösartige Vorstellung, dass jemand es von der Wand abreißen könnte, um den Strom für das Netzteil seines Handys zu "rauben" - allerdings, als ich mir auf der Rückreise die Sache etwas genauer ansah, stellte ich fest dass das Ladegerät sehr fest angeschlossen war.
Die Stromversorgung muss jedoch nicht so krass sein. Sogar in Upstate New York, wo unser Strom mehr als 12 Cents pro KWh kostet, würde das Laden eines Handys für 30 Minuten nur einen Cent kosten. Eigentlich zeigte ein Test mit meinem Stromzähler, dass es nicht mal einen Cent pro Tag kosten würde, wenn ich mein Handy den ganzen Tag lang laden würde. Sicher, die SmartCartes-Ladestation verkauft auch die Sicherheit, dass man sein Handy laden kann, wenn man sein eigenes Ladegerät vergessen hat. Aber wenn man den wirklichen Strompreis der Rechnung zugrunde legt, macht SmartCarte damit ganz schön Geld. Vorausgesetzt, dass jemand das Gerät überhaupt nutzt. Es scheint so, dass ein normales Münztelefon die kostengünstigere Methode ist, um nach Hause anzurufen und die Flughäfen sind die einzigen Plätze, an denen diese Apparate noch existieren.
Hmm. Vielleicht sollte ich anfangen mit einer Mehrfachsteckdose zu reisen - und sie dann mit meinen Stromhungrigen Mitreisenden zu teilen - wenn ich eine Steckdose finde. Wenn ich dann wegen Diebstahls von Service eingesperrt werde, müssen Sie mir versprechen, dass Sie alle Kekse an mich ins Gefängnis schicken.
von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Almut Pabel <sebalpa@web.de>]
"Take Control of .Mac" für iLife '06 aktualisiert -- Joe Kissell hat seit der Macworld Expo hart gearbeitet. Er hat seinem umfassenden "Take Control of .Mac" 22 Seiten hinzugefügt, um die Änderungen abhandeln zu können, die Apple in Steve Jobs Rede veröffentlicht hat. Joe's Information über die Möglichkeiten wie man .Mac mit den iLife '06-Anwendungen nutzen kann, sind am meisten erwähnenswert. Sie enthalten Hinweise, wie man Websites und Internet-Tagebücher mit iWeb erstellen kann, wie man Fotos über das Internet mit iPhoto 6 bearbeitet und wie man Podcasts und Video-Podcasts mit GarageBand 3 und iMovie HD 6 publizieren kann. Es gibt neue Ratschläge für den Zugriff auf Ihre iDisk mit Hilfe des neuen Browser-basierten Interface, desweiteren Informationen über Apples mögliches Upgrade zu 4 GByte beim iDisk-Speicher und die 250 GByte Datentransfer pro Monat, ebenso die verbesserte Flexibilität bei der Platzverteilung zwischen iDisk und Mitteilungen. Joe hat seine Diskussion über die .Mac Gruppen mit Informationen aktualisiert: über Gruppen Diashows, über den Browser-basierten Zugang zu Gruppen-iDisks, die Nutzung von iWeb um Gruppenwebseiten zu publizieren, außerdem über flexiblere Zuweisungen für die Ablage und aktuelle Interface-Änderungen. Sie werden als .Mac-Nutzer keine bessere oder aktuellere Dokumentationsquelle nutzen können, besonders in Verbindung mit den gerade veröffentlichten iLife '06-Anwendungen. Allerdings, so sehr wie wir uns über den sofortigen Kauf einer Kopie freuen würden - es wäre nachlässig von uns, Ihnen nicht zu raten, zunächst einmal den finanziellen Nutzen Ihrer .Mac Mitgliedschaft für den Februar zu überprüfen - tun Sie es, das ist es wert!
<http://www.takecontrolbooks.com/dot-mac.html?14!pt=TRK-0030-TB816-TCNEWS>
<http://www.mac.com/WebObjects/Tools.woa?destination=memberBenefit>
Joe Kissell diskutiert die neuen .Mac-Funktionen bei MacVoices -- Genau zur Veröffentlichung des wichtigen 1.1 Updates zu seinem E-Buch "Take Control of .Mac," sprach Joe Kissell mit MacVoices über die neuen Funktionen die Apple kürzlich zum .Mac-Onlinedienst hinzugefügt hat. Wenn Sie mehr darüber wissen möchten, was bei .Mac neu ist, oder sich besser darüber klar werden möchten, ob Sie Mitglied bei .Mac werden sollten - loggen Sie sich hier ein:
<http://www.macvoices.com/archives/2006/636.html>
vom TidBITS-Team <editors@tidbits.com>
[Übersetzung: Almut Pabel <sebalpa@web.de>]
Die erste Internet-Adresse unter jedem Thema verweist auf die herkömmliche Website von TidBITS-Talk; die zweite Adresse zeigt auf unseren Web Crossing-Server, der mit einem anderen Erscheinungsbild aufwartet und etwas schneller ist.
Tut Sony für Bücher was iTunes für die Musik getan hat? -- Sony wird in Kürze ein Gerät zum Lesen von elektronischen Büchern auf den Markt bringen, das dem Lesen von Text auf Papier schon sehr naher kommt. Noch interessanter ist aber ein Online-Laden zum Kaufen von elektronischen Büchern, der aussieht wie der iTunes Music Store. Die Preisfrage: Wird Sony erfolgreich sein oder werden ihre Bemühungen durch digitales Rechtemanangement (DRM) und proprietäre Technik zunichte gemacht? ("Sony to do for books what iTunes did for music?" - 28 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2876>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/714/>
Kommentare zu Yojimbo -- Leser tauschen sich über das neue Programm zum Speichern von Informationsschnipseln von Bare Bones Software aus und führen daneben eine Diskussion, ob Deinstallationsprogramme auf dem Mac hilfreich sein könnten. ("Yojimbo comments" - 24 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2877>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/715/>
Suche nach einem handlichen Mikrofon -- Da das eingebaute Mikrofon des PowerBooks die Geräusche beim Tippen von Notizen ebenfalls aufnimmt, liefert ein Leser Ratschläge für den Kauf eines externen Mikrofons zum Aufnehmen von Interviews. ("Searching for a small microphone" - 9 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2878>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/716/
Lästige Aspekte der Umstellung auf Intel-Prozessoren -- Jetzt da der iMac mit Intel-Prozessoren verfügbar ist, welche praktischen Probleme sind im Vergleich zur Version mit PowerPC-Prozessoren aufgetaucht? ("Awkward aspects of the Intel transition" - 11 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2879>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/717/>
Kommentare zu Path Finder 4 -- Der Artikel von Matt Neuburg über Path Finder 4 führt zu Diskussionen darüber, was Path Finder richtig macht und wo noch Schwachstellen bestehen. ("Path Finder 4 comments" - 13 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2880>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/718/>
Kommentare zu PocketMac -- Besitzer von BlackBerrys berichten von ihren Erfahrungen mit der Synchronisationssoftware PocketMac, die Patrick Dennis kürzlich vorgestellt hat. ("PocketMac comments" - 4 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2881>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/719/>
Schätzen Leute ihren Treo oder nicht? -- Nach dem Artikel von Patrick über den BlackBerry und PocketMac hat sich ein Leser über die unterschiedlichen Erfahrungen mit Palm-Smartphones gewundert. ("Do people like Treos or not?" - 12 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2886>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/723/>
Ist der iTMS für jeden Musiker zugänglich -- Der iTunes Music Store steht nicht nur den grossen Musiklabels offen. Mindestens zwei Firmen können Ihnen helfen, Ihre Musik über iTMS anzubieten und zu verkaufen, allerdings mit einigen Einschränkungen. ("iTMS open for any musician" - 2 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2883>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/720/>
Zuschlag für E-Mail? -- AOL und Yahoo haben eine Methode vorgeschlagen, bei der Unternehmen dafür zahlen würden, dass ihre "guten" E-Mails zugestellt werden. Ist ein solches Verfahren zum Scheitern verurteilt oder schlummert hier eine gute Idee? ("Charging for email?" - 8 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2884>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/721/>
Fotos auf der Reise abspeichern -- Welches ist die beste Methode, unterwegs seine Fotos von der digitalen Kamera zu sichern? ("Photo storage while traveling" - 10 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2885>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/722/>
Spitze Klammern und URLs -- Wieviele Leser würden wohl über die korrekte Darstellung von URLs in E-Mails diskutieren? Mindestens einer! ("Angle brackets and URLs" - 4 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2887>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/724/>
Übersetzung dieser Ausgabe: Hartmut Greiser <linarte.post@gmail.com>, Almut Pabel <sebalpa@web.de> und Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Lektorat: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Koordination dieser Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Copyright der deutschen Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
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