
Wir fahren mit den Artikeln von letzter Woche über Boot Camp und Virtualisierung weiter und liefern eine Sammlung von Tipps, die Ihnen helfen werden, sicher und effizient mit Windows XP experimentieren zu können. Matt Neuburg hat sich die Mind-Map-Software NovaMind etwas genauer angesehen und Adam gibt seine Erfahrungen weiter, die er letzte Woche mit Hardwareproblemen gesammelt hat. Wir berichten zudem über Aperture 1.1 und Apple Remote Desktop 3 und da TidBITS diese Woche 16 Jahre alt wird, genehmigen wir uns einen kleinen Urlaub. Unsere nächste Ausgabe erscheint am 1. Mai 2006.
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[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]
TidBITS-Urlaub zum 16. Geburtstag -- Diese Woche wird TidBITS 16 Jahre alt und wir feiern den Anlass mit einem Urlaub an der Westküste, einem Nachtessen mit dem TidBITS-Team aus Seattle und einem Besuch unserer Xserve-Rechner bei digital.forest, wo wir auch gleich Mac OS X 10.4 Tiger Server installieren werden. Wir können nicht garantieren, dass wir in den Ferien Internetzugang haben werden und Antworten auf E-Mails könnten deshalb etwas länger auf sich warten lassen als sonst üblich. Nichtsdestotrotz packen wir eine Unmenge von technischen Spielereien ein und ich werde dann hoffentlich nach unserer Rückkehr viel zu darüber zu berichten haben. Wir nehmen also nächste Woche frei und unsere nächste Ausgabe erscheint am 1. Mai 2006! [ACE]
Aperture 1.1 ist jetzt Intel-kompatibel -- Apple hat Aperture 1.1 veröffentlicht, eine Aktualisierung die jetzt auch auf Intel-Macs funktioniert, Fehler behebt und die Geschwindigkeit steigert. Die neue Version verbessert die Einstellmöglichkeiten für RAW-Bilder, besitzt neu ein Farbmesswerkzeug (Color Meter) und erlaubt die Angabe der Pixelauflösung beim Exportieren nach Photoshop. Mit diesem Update hat Apple zudem den Preis von 500 auf 300 US$ gesenkt und will damit professionelle Fotografen von der Betaversion von Adobes Lightroom weglocken. Wer Aperture 1.0 vor dem 13. April 2006 gekauft hat, kann einen Coupon im Wert von 200 US$ herunterladen; die Benutzer der Studentenversion einen solchen im Wert von 100 US$. Die Aktualisierung auf Aperture 1.1 ist 32 MByte gross und kann sowohl über Software Update als auch als separate Datei heruntergeladen werden. [JLC]
<http://www.apple.com/aperture/>
<http://labs.macromedia.com/technologies/lightroom/>
<http://www.apple.com/promo/aperture/>
<http://www.apple.com/support/downloads/aperture11update.html>
Apple Remote Desktop 3 veröffentlicht -- Apple hat letzte Woche Remote Desktop 3 veröffentlicht, die dritte grosse Version dieses Programms zur Fernwartung und -überwachung. Bei Remote Desktop 3 hat sich Apple darauf konzentriert, Funktionen hinzuzufügen, die von den neuen Möglichkeiten von Mac OS X 10.4 Tiger Gebrauch machen, eingeschlossen Dashboard, Automator und Spotlight.
Ein neues Dashboard-Widghet bietet eine Überwachung von anderen Bildschirmen; über 30 Automator-Aktionen können zum Automatisieren von wiederkehrenden Systemaufgaben genutzt werden und Spotlight kann jetzt die Suche auf mehrere Macs mit Tiger ausdehnen. Weitere neue Funktionen wetteifern direkt mit dem Konkurrenzprogramm Timbuktu Pro von Netopia, etwa das Kopieren von Dateien und Ordnern mit Hilfe der Maus zwischen dem lokalen und den entfernten Rechnern, Kopieren und Einfügen zwischen lokalen und entfernten Rechnern, schnelleres Kopieren und AES-Verschlüsselung für sichere Verbindungen. Für das Desktopmanagement bietet Apple Remote Desktop 3 Anzeigen für den Systemstatus von überwachten Computern, AutoInstall zum Installieren von Software auf mobilen Geräten, ein neuer "Vorhangmodus" zum Verstecken der Aktionen des Überwachers, Vorlagen und Protokolle für wiederkehrende Aufgaben, die sich speichern und bei Bedarf wieder aufrufen lassen, Auswertungen über die Nutzung von Applikationen zum Überwachen der Benutzungsregeln und "smarte" Listen zum Ordnen und Verwalten von Geräten nach bestimmten Kriterien. Leider fehlt immer noch die Möglichkeit, die Ports des Programms zu ändern; diese Funktion würde den Betrieb von Remote Desktop für Computer hinter einem NAT-Router stark vereinfachen.
Apple Remote Desktop 3 kostet 300 US$ für bis zu 10 überwachte Systeme und 500 US$ für eine unlimierte Anzahl überwachter Systeme; für Bildungsinstitutionen beträgt der Preis 150 und 300 US$ (es gibt keine speziellen Preise nur für das Update). Apple gibt an, dass die Applikation für Macs mit Mac OS X 10.3.9 oder höher vorgesehen sei (die Pressemitteilung sagt nichts von "benötigt"); das kann bedeuten, dass das Programm auch auf älteren Versionen funktioniert, aber Apple hat solche Systeme nicht getestet. Das Programm ist ein Universal-Binary und läuft darum auch auf Intel-Macs. [ACE]
<http://www.apple.com/remotedesktop/>
von Matt Neuburg <matt@tidbits.com>
[Übersetzung: Almut Pabel <sebalpa@web.de>]
NovaMind, das Flagschiff unter den Mind-Mapping-Programmen der Firma NovaMind Software Pty Ltd. aus Australien, hat mit der neuen Version 3 einen weiteren Meilenstein erreicht. NovaMind ist eine außerordentlich beeindruckende Software und sie beweist einmal mehr, dass man nicht unbedingt ein großes Unternehmen sein muss - es ist wahrscheinlich sogar besser nicht so groß zu sein - wenn man eine Anwendung produzieren möchte, die originell, interessant, nützlich und attraktiv ist.
<http://www.nova-mind.com/News/>
Eine Mind-Map ist eine Zeichnung, in der Worte und Bilder von einer zentralen Idee abgeleitet und angeordnet werden. Als jemand der Zeit seines Lebens Mind-Maps gesehen und entworfen hat (es sind im Wesentlichen diese Art Gebilde, die jeder ehrbare Lehrer fortwährend an der Tafel entwirft, während er spricht), war ich überrascht zu entdecken, dass irgendjemand meint, sie erfunden zu haben und ihnen den Namen "Mind Map" - eine registrierte Handelsmarke - gab und sie als Arbeitsmethode zum Erinnern, Lernen, Planen und Präsentieren verkauft - die Basis für ein gutes Geschäft.
<http://www.buzanworld.com/>
<http://www.buzanworld.com/images/thumbnail_mind_map_3_large.jpg>
Nun, wie TidBITS-Leser bereits wissen, mein Mittel der Wahl zum Arrangieren von Ideen ist der Outliner (eine hierarchische Gliederung). Eine Mind-Map schien für mich auf den ersten Blick bestenfalls die Variation eines Outliners zu sein - und eine schwache noch dazu. Sie lenkt das Auge nur durch Farben, Bilder und Schnörkel ab und macht eine klare Hierarchie zu einem Wirrwarr. Aber ungeachtet meiner persönlichen Reserviertheit gegenüber dem Rummel mit Mind-Maps verstehe ich, dass einige Leute einfach darauf schwören. Für solche Menschen fühlt sich der traditionelle Outliner mit seiner strengen Ordnung und klaren Logik einfach nur kalt und einschränkend an, während das warme, visuelle und assoziative Erscheinungsbild von Mind-Maps wie ein andersartiger Schlüssel geistige Türen öffnen kann.
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-750.html#Artikel1>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07157>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=06959>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=02381>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=02542>
Mind-Maps sind also nicht unbedingt meine Sache (obwohl ich, wie schon gesagt, für meine Studenten oftmals ganze Tafeln mit ihnen bedeckt habe). Aber die Tatsache, dass ich bin von NovaMind völlig fasziniert bin, - ja sogar meine Vorurteile ablegen könnte - beweist eindrucksvoll, wie anregend diese Software wirklich ist.
Mit beiden Gehirnhälften zeichnen -- NovaMind ist ein Zeichenprogramm speziell für Mind-Maps, ungefähr so wie OmniGraffle auf Diagramme spezialisiert ist. Ein Vergleich ist einigermaßen angemessen: mit NovaMind platzieren Sie Objekte in der Zeichnung, die zu anderen Objekten in Beziehung stehen, egal wohin Sie diese Objekte verschieben, genauso wie in einem OmniGraffle-Diagramm. NovaMinds Bedienungsoberfläche benutzt häufig schwebende Paletten zum Einsehen und Einstellung der Merkmale eines bestimmten Objekts - in derselben Art und Weise wie bei OmniGraffle - was kein Zufall ist, denn NovaMind benutzt denselben Code wie OmniGraffle (das wunderbare OmniGraffle-Frameworks).
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-816.html#Artikel3>
<http://www.omnigroup.com/applications/omnigraffle/>
<http://www.omnigroup.com/developer/sourcecode/>
Jedes Objekt, bestehend aus etwas Text (der gemäß den "Gesetzen" des Mind-Mappings kurz gehalten werden sollte), ist immer ein Kind oder ein Geschwister eines anderen Objekts. Ausgenommen davon ist natürlich das zentrale Objekt, das immer "einfach nur da ist" und nur Kinder haben kann. Wenn Sie es wünschen, bietet Ihnen NovaMind eine automatische Hilfe beim Platzieren und Ändern von Objekten an. So kommen Sie rasch vorwärts, ohne darauf acht geben zu müssen, wie die Dinge später aussehen sollen. Wenn Sie diese Arbeitsweise wählen, haben Sie später viele Möglichkeiten, um Objekte unterscheidbar, interessant und ausdrucksstark zu gestalten.
Der Text kann auf einer Linie stehen, die gerade oder gewellt sein kann oder kann innerhalb eines Rechtecks oder einer Ellipse platziert sein. Wo immer der Text steht, kann er eine Farbe und einen Schatten haben. Ebenso kann er ein Bild enthalten, das Sie von irgendwoher importieren können (und NovaMind kommt mit einer großen Auswahl an Grafiken daher). Die Linien (einschließlich die Verbindungslinien) können verschiedene Strichstärken und Linienmuster haben. Ein Objekt oder eine Objektgruppe kann mit einem automatischen Rahmen zur Hervorhebung versehen sein. Ein Objekt kann eine "Verzierung" aufweisen (ein kleines Symbol, das den Objekttyp besser kennzeichnet). Ein Objekt kann jedwede Anzahl von Grafiken und Textfeldern angehängt bekommen. Diese brauchen keine sichtbare Verbindung zum Objekt aufzuweisen, aber wenn Sie das Objekt bewegen, bewegen sie sich mit. Und Sie können sogar eine Verbindungslinie zwischen zwei Objekten zeichnen, inklusive der angehängten Grafiken - um eine Verbindung zwischen Ideen hervorzuheben, welche die Anordnung durchkreuzt.
<http://www.nova-mind.com/Gallery/business.html>
Es gibt eine riesige Auswahl an Funktionen, so dass Sie die Mind-Map auf interessante Weise nutzen können. Ein Objekt kann eine Checkbox haben, ein Start- oder Enddatum, eine Wertigkeit oder auch eine kleine Grafik, welche den Erfüllungsgrad prozentual darstellt. Ebenso kann einem Objekt eine beliebige Anzahl Ressourcen zugeordnet werden, welche global für die gesamte Mind-Map gelten. Folglich kann eine Mind-Map eine Aufgabenliste darstellen oder ein einfacher Projektplan sein (und Sie können NovaMind-Dokumente auch nach Merlin exportieren, einem spezialisierten Projektplanungsprogramm). Objekte können automatisch durchnummeriert werden. Ein Objekt kann einen längeren Text in einem separaten Fenster enthalten, was NovaMind auch zu einem Werkzeug für Autoren macht. Es gibt eine spezielle Version mit dieser Funktion für Drehbuchautoren. Teile der Zeichnung können verborgen oder sichtbar gemacht werden. Ein Objekt kann einen Hyperlink haben, das kann eine URL sein, eine Datei auf der Festplatte oder ein spezielles Objekt in einer anderen Mind-Map.
<http://www.projectwizards.net/en/merlin/overview>
<http://www.nova-mind.com/Merlin>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]
Aussen- und Innensicht -- NovaMind kann eine Vielzahl von Formaten exportieren. Neben den üblichen Grafikformaten und normalem und formatiertem Text gibt es Exportmöglichkeiten für OPML, Keynote, PowerPoint, Mind Manager (ein Windows-basierter Konkurrent von NovaMind, es gibt aber auch eine Windows-Version von NovaMind selber) und für HTML (Webseiten) mit Hilfe einer Image-Map, einer Gliederung mit einer JavaScript-Navigation oder Java. Persönlich habe ich allerdings keine dieser Möglichkeiten besonders ansprechend gefunden. Sie mögen vielleicht für eine Präsentation von NovaMind-Dokumenten hilfreich sein, aber NovaMind eignet sich nicht sonderlich für diese Art von Präsentationen und Sie werden wohl auch nicht versuchen, mit NovaMind komplexe Websites gestalten zu wollen, wie dies etwa Tinderbox ermöglicht. Zudem haben viele Exports jeweils einige Informationen verloren.
Als ich nach einem vollständigen Export nach reinem XML gefragt habe, lernte ich zu meiner Überraschung, dass ein NovaMind-Dokument direkt in XML abgespeichert wird - aber weder ein Texteditor noch NovaMind geben Ihnen einen direkten Zugang zu diesem Format! Das liegt daran, dass das XML-Dokument mit den Unix-Befehlen tar und gzip behandelt worden ist; Sie können demnach die Dokumente über die Kommandozeile zugänglich machen, aber nur wenn Sie mit der Kommandozeile einigermassen vertraut sind. Da man von den XML-Daten fast jedes beliebige Export-Format erstellen kann, wäre es nützlich, wenn NovaMind das zugrundeliegende XML-Dokument irgendwie verfügbar machen würde.
Die Dokumentation wird über Help & Manual generiert, einem Werkzeug das sowohl PDF-Dokumente als auch JavaScript-basierte, suchbare Webseiten erstellt; die Form ist also nicht schlecht. Aber der Inhalt lässt einiges zu wünschen übrig: er ist mühsam zu lesen, voll von unnötigen Fehlern und in einer komischen Reihenfolge. Ich habe viel mehr aus einigen alten Handbüchern und von den kleinen Filmen auf NovaMinds Website gelernt. Ich habe aber schnell gemerkt, dass NovaMind (entgegen dem Eindruck den das Handbuch vermittelt) einfach zu lernen und zu bedienen ist, besonders wenn man zuerst das Mind-Map anfertigt und die Ausschmückungen erst später hinzufügt.
<http://www.helpandmanual.com/hmpage.htm>
<http://www.nova-mind.com/Tutorials/>
Eine Liste von Klagen -- In einigen Bereichen bleibt NovaMind hinter vergleichbaren Programmen zurück. Ich will nicht behaupten, dass alle Grafikprogramme genau gleich funktionieren sollten, aber einige Grundregeln sind selbstverständlich und sollten von den Grafikprogrammen auch so angewendet werden. Beispielsweise sollte das Festhalten der Umschalttaste die Proportionen eines Objekts beim Vergrössern beibehalten (NovaMind macht das nicht so und ich habe auch keine andere Möglichkeit dafür gefunden). Das Verschieben eines Objekts mit festgehaltener Option-Taste sollte das Objekt kopieren; in NovaMind wird dadurch das Objekt von seinem Vaterelement gelöst und einem anderen Element angehängt. Es gibt ein Standardformat und -aussehen von neuen Objekten, aber wenn Sie von Hand eines dieser Objekte anpassen, wird diese neue Form zum Standard, was ja wohl nicht der Sinn einer Vorlage sein kann. Ich war auch erstaunt, keine "Stilvorlagen" wie in OmniGraffle zu finden; man kann nicht einmal die Farbe eines Objekts auf ein anderes Objekt kopieren. Dadurch wird es unnötig erschwert, ein Mind-Map einheitlich zu formatieren.
Andere überraschende Mängel: ein Objekt kann nur einen Hyperlink haben und der Link ist direkt mit dem Objekt selbst verbunden, nicht aber mit dem Text darin; Verbindungen zwischen Objekten kann man keinen Text zuweisen; Objekte können nicht rotiert werden; NovaMind ist nicht skriptfähig. Einige dieser Mängel sollen in einer zukünftigen Version behoben werden. Ich hoffe, dass die Entwickler einen Blick auf OmniGraffle und Intaglio werfen und NovaMind etwas näher an die Möglichkeiten dieser beiden Programme bringen werden.
Einige Verhaltensweisen erschienen mir sogar als echte Fehler. Nehmen wir an wir hätten ein Objekt mit einer eingebetteten Grafik. Es gibt drei Möglichkeiten, die Grafik und den Text in diesem Objekt anzuordnen: der Text kann oberhalb oder unterhalb der Grafik oder auch mittendrin platziert werden. Wenn der Text ursprünglich unterhalb der Grafik stand und Sie diese Einstellung zu mittendrin ändern, wird das Bild verzerrt (es wird gestreckt) und es gibt keine Möglichkeit, der Grafik wieder die ursprünglichen Proportionen zuzuweisen.
Schlussfolgerungen -- Trotz dieser Probleme ist NovaMind ein gutes Programm und eine bewerkenswerte Arbeit - und eine grosse Hilfe für Leute die Mind-Mapping bereits anwenden oder es gerne einmal ausprobieren möchten. Eine Demoversion kann heruntergeladen werden (die Datei ist 20.9 MByte gross; jeder Ausdruck wird mit dem Schriftzug "Unlicensed" versehen und nach 30 Tagen können Daten nicht mehr gespeichert werden). NovaMind kostet 100 US$ (20 US$ mehr für die Screenwriter-Ausgabe) und Schüler und Studenten profitieren von einem Rabatt von 30 %. Das Programm benötigt Mac OS X 10.3.9 oder höher (Tiger wird empfohlen) und ist ein Universal Binary für PowerPC- und Intel-Macs. Zusätzliche Grafikbibliotheken und ein "Zweigvorschlagssystem" das Ihnen während dem Tippen verwandte Wörter vorschlägt, können kostenlos heruntergeladen werden.
<http://www.nova-mind.com/Downloads/>
von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Sven Kornmann <kornmann@arcor.de>]
Während Sie dieses lesen, werden Tonya, Tristan und ich auf einem wohlverdienten Urlaubsausflug bei Familie und Freunden in Kalifornien, Oregon und Washington sein (daher werden wir in der kommenden Woche nicht viele E-Mails lesen). Neben unserer üblichen Arbeit und den Extraaufgaben, die jedes Mal nötig zu sein scheinen, wenn man sich darauf vorbereitet, den Urlaub anzutreten, habe ich kürzlich einige Hardwareausfälle erlitten, die an meiner Produktivität gekratzt haben (und zu einem gewissen Grad an meinem Stolz - ich sollte diese Probleme nicht haben, ich bin ein Mac-Benutzer!).
Monitortod -- Es begann alles damit, dass mein linkes Apple 17-Zoll Studio-Display kurz flackerte und erlosch. Es war einmal vor einer Woche unerwartet schwarz geworden, aber es ging damals direkt wieder an. Diesmal war es einfach aus, und mein Power Mac ordnete sofort alle Fenster neu an, um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass er nur noch einen Monitor sah. Für diejenigen unter Ihnen, die zwei Monitore für erhöhte Produktivität nutzen (und wenn Sie das nicht tun, sollten Sie es), einen Monitor zu haben ist besser als keinen, aber nur gerade so. Ich wechselte in den Fehlersuchmodus, stellte sicher, dass das Problem weder der DVI-zu-ADC-Adapter noch die Grafikkarte noch der Mac selbst war. Der Monitor war einfach tot. (Lektion 1: Man sollte immer alle beteiligten Komponenten eines Systems überprüfen, um exakt festzustellen, wo das Problem liegt.)
Zum Glück haben wir einen 23-Zoll LCD-Fernseher, der einen VGA-Eingang hat, und so konnte ich ihn recht schnell mittels einer zweiten Grafikkarte, die wir herumliegen hatten, als zweites Display anschließen, aber er war so viel heller als mein übrig gebliebenes Studio Display und so unscharf in der Textdarstellung, dass er alles andere als komfortabel zu benutzen war. Immerhin war das besser, als auf einen Monitor zurückzufallen, also ertrug ich seine Verwendung, während ich mich nach Ersatz umschaute. (Lektion 2: Datensicherungen sind gut, aber es ist auch gut, eine Reihe Ersatzhardware zu haben. Das ist einer der Gründe, warum ich immer ein fähiges PowerBook in Reserve habe, für den Fall, dass mein Desktop-Mac seinen Geist aufgibt.)
Dell baut exzellente Monitore, die weit günstiger als Apples ebenso hochwertige Monitore sind, also schaute ich zunächst nach einem neuen abgestimmten Paar Dell 20-Zoll-Monitoren. Leider, bei der Art und Weise wie Dell so niedrige Preise erzielt, muss man zuerst warten, bis eine Verkaufsaktion gestartet wird, und zu der Zeit gab es gerade keine. Ich hätte zu der Zeit 550 US$ pro Monitor ausgeben müssen, aber als ich von alten Verkaufsaktionen sah, dass der Preis bis auf ca. 400 US$ fallen könnte, fand ich es ärgerlich, so viel mehr bezahlen zu müssen. Außerdem gab Dell an, dass die Monitore erst in 5 bis 7 Tagen lieferbar wären, was bedeutete, dass ich noch eine lange Zeit auf diesen Fernseher starren müsste. Ich schaute bei eBay, wo die Preise für neue Dell-Monitore mehr auf Linie mit den Aktionspreisen waren, aber ein Freund warnte mich, dass ich sicher sein müsste, dass jeder dieser Monitore eine originale Dell-Garantie hätte, da er Dell-Monitore als Garantiefälle zurücksenden musste.
Ich schwafelte noch darüber, was ich tun könnte, als ein Freund, der von meinem Problem gehört hatte, mir sagte, dass er einen Monitor habe, der identisch zu meinem defekten sei und ungenutzt herum stehe, da er nicht mit seinem Developer Transition Kit funktioniert habe, und er war froh, ihn mir für einen vernünftigen Preis zu verkaufen. Das erwies sich als die beste Option, und ich hatte nicht den Stress, mit einer unbekannten Situation auf eBay weiterfahren zu müssen. (Lektion 3: In solchen Situationen ist es oft ratsam, herumzufragen, ob jemand, den Sie kennen, ältere Hardware hat, die er nicht braucht und sie gerne verkaufen würde. Lektion 4: Defekte Hardware mit einem Gerät ähnlichen Alters zu ersetzen kann helfen zu verhindern, viel Geld für neue Hardware auszugeben.)
Als alles gesagt und getan war, war ich wieder dort, wo ich angefangen hatte, aber mit einer wiedergewonnenen Bevorzugung meines Zweimonitor-Setups. Ich habe auch begonnen, die Dell-Angebote über Dealnews zu beziehen; an einem gewissen Punkt - vielleicht wenn ich einen neuen Mac bekomme - werde ich für ein Paar neuer Monitore springen und die alten für Backups behalten.
Schmachten nach 10.4.5 -- Apple hat eine Angewohnheit, neue Aktualisierungen Montag nachmittags zu veröffentlichen, was uns absolut verrückt werden lässt, weil wir dann üblicherweise unsere Wochenausgabe fertig zusammengestellt haben und uns dann verrenken müssen, um die Veröffentlichung hinzuzufügen. Das aktuellste [Update --SK] war Mac OS X 10.4.6, das vor zwei Wochen erschien. Seltsamerweise, obwohl andere Teammitglieder es in der Software-Aktualisierung sehen konnten, nahm meine es nicht auf, was ungewöhnlich ist. Ich ahnte nicht, dass dies tatsächlich etwas Gutes war. Also arbeiteten wir gemeinsam an der Aktualisierung der Ausgabe anhand der Release Notes und den Erfahrungen derjenigen, die in der Lage gewesen waren, es zu installieren. (Lektion 5: Apple plant Aktualisierungen eindeutig, um unseren Köpfen in die Quere zu kommen.)
Am nächsten Tag jedoch zeigte meine Software-Aktualisierung an, dass ich 10.4.6 installieren könne, also tat ich das und erinnerte mich daran, dass Apple eine seltsame doppelte Startsequenz nach der Installation versprach. Nach dem ersten Neustart bekam ich allerdings eine "Kernel Panic" (ein grauer Bildschirm mit einem schwarzen Fenster, das mich in vier Sprachen anwies, den Computer neu zu starten), aber mit dem drehenden Startkreis darunter. Ich dachte, dass das seltsam sei, aber ließ es fortfahren, und tatsächlich kam der zweite Neustart automatisch. Leider, als der Mac wieder hoch kam, glaubte er, dass mein Ethernet-Netzwerk nicht mit meiner PCI-Ethernetkarte verbunden sei, also machte ich einen weiteren Neustart. Diesmal erhielt ich wieder eine "Kernel Panic" auf dem Bildschirm, aber danach ging der Mac einfach aus. Als ich ihn wieder einschaltete, gab es wieder einen "Kernel Panic"-Bildschirm mit dem drehenden Kreis, und danach bootete er normal. Ethernet funktionierte und ich ließ einen Seufzer der Erleichterung los. Dann bemerkte ich, dass Menu Meters (das ich ziemlich mag; es ist Open Source-Software von Raging Menace) keine Aktivität auf einem der beiden Prozessoren meines Dual 1 GHz Power Mac G4 anzeigte. Die Aktivitätsanzeige bestätigte das Problem, aber alles andere schien normal zu funktionieren. Jeder folgende Neustart zeigte entweder den "Kernel Panic"-Bildschirm und startete dann (scheinbar bekam eine CPU eine Panikattacke, während die andere ruhig blieb) oder schaltete komplett ab, nachdem der "Kernel Panic"-Bildschirm erschien. (Lektion 6: Obwohl ich nicht zu meinem Backup der vorherigen Nacht zurückkehren musste, ist es schlau, ein Backup durchzuführen, bevor man ein Mac OS X-Update einspielt.)
<http://www.ragingmenace.com/software/menumeters/>
Ich ging wieder in den Fehlersuchmodus und versuchte einen Safe Boot (mit gedrückter Umschalttaste starten), entfernte die nun obsolete Grafikkarte und meine PCI Ethernet-Karte, startete von und testete mit Micromats TechTool Protege FireWire RAM-Laufwerk, startete von meinem PowerBook im FireWire-Target-Disk-Modus (dort lief immer noch 10.4.5). Ein Neustart vom Protege und meinem PowerBook arbeitete perfekt, ohne "Kernel Panic2, wohingegen ein Neustart mit deaktivierten Systemerweiterungen und das Entfernen der PCI-Karten keinen Unterschied machte. Für mich bedeutete dies, dass tatsächlich 10.4.6 der Übeltäter war und nicht bloß ein unschuldiger Zuschauer, den ich nur zur falschen Zeit installiert hatte.
<http://www.micromat.com/index.php?option=com_content&task=view&id=34&Itemid=49>
Ich berichtete den Fehler an Apple, aber da keine panic.log-Datei erzeugt worden war, gab es nichts anderes zu tun als zurück zu Mac OS X 10.4.5 zu gehen, indem ich ein Archivieren und Installieren mit Hilfe meiner originalen Tiger-DVD und anschließend die Installation des Combo-Updates für 10.4.5 durchführte. Natürlich dauerte all das zwei Tage, da ich gerade meine Familienpaket-Tiger-DVD an meinen Vater verliehen hatte, damit er Tiger installieren konnte, um Video-iChat mit mehreren Personen zum Laufen zu bekommen. Und obwohl Archivieren und Installieren enorm nützlich und einfach zu benutzen ist, gibt es immer eine Anzahl Programme, wie USB Overdrive, den Treiber für Seikos Smart Label Drucker 430, Subversion und StuffIt Deluxe, die nicht mehr funktionieren und neu installiert oder registriert werden müssen, wie zum Beispiel Snapz Pro X. (Lektion 7: Gehe niemals davon aus, dass eine saubere Installation schnell vonstatten gehen wird.)
Genau wie beim Monitorproblem hatte ich einige Stunden damit verbracht, das Problem zu beheben und mich davon zu erholen, nur um genau dorthin zu kommen, wo ich begonnen hatte, außer dass ich immerhin diesmal nicht für das Privileg bezahlen musste. (Lektion 8: Immerhin, wenn Sie ein Autor sind, können Sie aus solchen Situationen einen Artikel machen!)
Die Zeichen an der Wand -- Zwei Gedanken kamen mir während des ganzen Prozesses. Erstens und in besonderem Maße denke ich mit unguten Gefühlen an diejenigen, die Probleme haben, aber nicht über mein Maß an Erfahrung, zusätzlicher Hardware und Beziehungen verfügen. Diese Abfolge von Ereignissen könnte jemanden leicht dazu gebracht haben, dem Mac den Rücken zu kehren, wenn derjenige nicht die Perspektive hätte, dass PCs an ähnlichen, wenn nicht schlimmeren Problemen leiden. Und selbst wenn derjenige ein Mac-Fan bliebe, kann ich mir nur vorstellen, wie viel Anstrengungen oder Geld jemand anderes in das Problem hätte investieren müssen. Es ist kein Wunder, dass Berater im Geschäft bleiben.
Zweitens kann man sehen, warum Leute mit älteren Computern, die Probleme verursachen, diese einfach abstoßen und etwas Neues kaufen. Vielleicht ist das in der Spyware-gequälten Windows-Welt auch üblicher, aber es braucht nicht viel, dass jemand diese Ereignisse (ein kaputtgehender Monitor, ein Computer, der sich total merkwürdig verhält) als Anzeichen interpretiert, dass es Zeit für einen neuen Computer wäre. Hm, ich muss zugeben dass dieser Gedanke eben auch durch meinen Kopf gegangen ist, und wenn Apples Intel-basierender Nachfolger des Power Macs verfügbar gewesen wären, hätte sich mein Power Mac vielleicht in den Serverdienst versetzt gefunden.
von Kevin van Haaren <kevin@vanhaaren.net>
[Übersetzung: Hartmut Greiser <linarte.post@gmail.com>]
Windows lässt sich schon seit vielen Jahren in virtuellen Maschinen auf Macs betreiben. Trotzdem haben der jüngste Wechsel hin zu Intel-Prozessoren und die Betaversion von Apples Boot Camp sowie Parallels Workstation für Mac OS X dazu geführt, das Interesse unter den Mac-Anwendern an Windows kräftig zu steigern. Dieser Artikel soll neuen - vielleicht sogar auch erfahrenen - Windows-Benutzern mit ein paar Tipps beistehen, die ich mir in den schmerzhaften Jahren am Helpdesk eines Unternehmens mit einer Windows-Infrastruktur aneignen konnte.
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-825.html#Artikel2>
<http://www.apple.com/macosx/bootcamp/>
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-825.html#Artikel3>
<http://www.parallels.com/en/products/workstation/mac/>
Lizenzierung und Aktivierung -- Sollten Sie einen alten Windows-PC besitzen und hoffen, Sie könnten die Windows-Lizenz von diesem Rechner auf Ihren nagelneuen Boot Camp-beflügelten Macintosh oder sogar auf eine virtuelle Maschine übertragen, dann haben Sie möglicherweise mit Zitronen gehandelt.
OEM-Versionen (Original Equipment Manufacturer) von Windows XP, wie die, die mit einem Rechner zusammen ausgeliefert wurden, unterliegen anderen Endnutzerlizenzen (EULAs) als die Kaufversionen von XP. Viele dieser EULAs lassen keine Übertragung auf ein anderes System zu.
Um die Sache noch komplizierter zu machen gibt es bei Windows XP einen obligatorischen Aktivierungsprozess, bei dem die Installation innerhalb von 30 Tagen durch Microsoft genehmigt werden muss. Wenn Sie eine OEM-Version von Windows XP auf einem Macintosh installieren wird die Aktivierung u.U. nicht funktionieren.
<http://www.gripe2ed.com/scoop/story/2005/10/11/030/82390>
Bei Kaufversionen von Windows XP ist eine Übertragung auf andere Systeme möglich, Sie müssen allerdings weiterhin durch den obligatorischen Aktivierungsprozess und sollten etwas Zeit am Telefon einkalkulieren, um Microsoft zu erklären, was Sie vorhaben. Die EULAs für Microsoft-Produkte können Sie sich auf der u.a. Website ansehen.
<http://www.microsoft.com/legal/useterms/>
Installation -- Ich habe nur drei Tipps für das Installieren von Windows XP, und Mac-Anwender, die mit den üblen Seiten der Windows-Welt nicht vertraut sind, sollten ihnen besondere Beachtung schenken.
Wenn Sie Boot Camp installieren, entfernen Sie zunächst das Netzkabel. Bei der Installation einer virtuellen Maschine deaktivieren Sie erst die virtuelle Netzwerkkarte in den Rechnereinstellungen (das gilt für Virtual PC, bei anderen Produkten wie der Parallels Workstation bin ich mir nicht sicher). Entfernen Sie in Zweifellsfällen das Netzwerkkabel von Ihrem Rechner.
Windows XP ist berüchtigt für eine sofortige Infektion nach einer Neuinstallation, bevor der Anwender überhaupt Zeit hat, Systempatches zu installieren. Von Windows XP Service Pack 1-Installationen weiß man, dass sie schon 4 Minuten nach Aufnahme einer Standard-DSL-Verbindung als kompromittiert gemeldet wurden.
<http://www.avantgarde.com/xxxxttln.pdf>
Falls Ihre Windows XP Installations-CD das Service Pack 2 nicht enthält, laden Sie den Standalone Service Pack 2 Installer (ein 266 MByte Download) mit Ihrem Mac herunter. Jetzt können Sie SP2 installieren, bevor Sie sich mit dem Netzwerk verbinden. Wenn Sie eine langsame Einwählverbindung haben, schickt Ihnen Microsoft eine Gratis-CD.
<http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?FamilyID=049c9dbe-3b8e-4f30-8245-9e368d3cdb5a&DisplayLang=en>
<http://www.microsoft.com/windowsxp/downloads/updates/sp2/cdorder/en_us/>
Nach der Installation des Service Pack 2 sollten Sie bei Microsofts Windows Update nachsehen und die Patches herunterladen, die möglicherweise nach dem Service Pack 2 erschienen sind. Sie müssen wahrscheinlich mehrfach neu starten und sich öfter mit Windows Update verbinden, um sicher zu sein, dass Sie alle Patches erwischt haben. Windows Update setzt den Internet Explorer voraus.
<http://windowsupdate.microsoft.com/>
Wenn Sie mehrere Windows XP-Installationen durchführen müssen - entweder bei vielen Rechnern oder einfach wegen mehrerer Versuche auf Ihrem eigenen Computer - dann empfiehlt sich u.U. die Erstellung einer eigenen Installations-CD, die schon alle Patches enthält. nLiteOS und Bart's PE Builder sind bekannte Hilfsprogramme für das Erstellen spezieller Windows XP Boot CDs.
<http://www.nliteos.com/>
<http://www.nu2.nu/bootablecd/>
Zusätzliche Sicherheit - Lassen Sie die Firewall immer aktiviert, egal ob es sich um die eingebaute von Windows oder um eine fremde Software handelt. Das sollte man sogar dann machen, wenn sich Ihr Computer hinter einer Hardware-NAT-Firewall befindet. Die Firewall von Windows verhält sich eher wie Little Snitch auf dem Mac und informiert Sie über jedes Programm, das versucht, ins Netz zu gelangen. Sie eignet sich gut dazu, Spyware aufzuspüren, die zusammen mit einem heruntergeladenem Programm installiert wurde. Zone Alarm und Kerio Personal Firewall sind zwei bekannte Firewall-Programme von Drittparteien. Beide bieten Gratisversionen mit Einschränkungen und bezahlte Versionen mit mehr Möglichkeiten.
<http://www.sunbelt-software.com/Kerio.cfm>
<http://www.zonelabs.com/>
Bei der Installation von Windows Update müsste auch Microsofts Malicious Software Removal Tool eingerichtet worden sein. Das ist zwar kein Ersatz für ein echtes Antivirus-Programm, kann aber helfen, wenn es um Malware geht, die sich gegen das Löschen sträubt. Das Programm wird monatlich aktualisiert.
<http://www.microsoft.com/security/malwareremove/>
Antivirus -- Wo wir gerade beim Thema sind: Sie sollten unbedingt ein Antivirus-Paket installieren. Es gibt Tausende von Windows-Viren, Antivirus-Software ist deshalb für alle Windows XP-Installationen unverzichtbar. Ich persönlich bin nicht so begeistert von den Produkten großer Hersteller wie Symantec und McAfee; falls Sie aber für eine Firma arbeiten, die eine Lizenz eines dieser Produkte hat, dann sind Privatversionen oft für wenig Geld oder sogar gratis zu haben. Ich bevorzuge Grisofts AVG-Product; Privatanwender können es umsonst bekommen.
<http://www.symantec.com/avcenter/global/>
<http://www.mcafee.com/>
<http://www.grisoft.com/>
<http://free.grisoft.com/>
Entfernung von Spyware -- Denken Sie auf jeden Fall daran, Software für das Aufspüren und Entfernen von Spyware zu installieren. Die meisten Antivirus-Produkte und Firewalls blockieren die Installation von Spyware nicht. Manche Spyware wird über täuschende Websites bösartig installiert, eine ganze Reihe kommt aber auch zusammen mit frei verfügbaren Programmen. Anders als in der Macwelt, in der die meisten Gratisprogramme genau das sind - nämlich "gratis" - handelt es sich bei den kostenlosen Programmen in der Windows-Welt oft um Applikationen, die mit Werbung gesponsert werden: sie laden Werbung aus dem Internet und zeigen sie Ihnen. An diesem Geschäftsmodell ist nichts auszusetzen (Eudora hat lange Zeit werbefinanzierte Versionen angeboten; denen hat noch nie einer vorgeworfen, sie wären Spyware), leider aber bieten manche Werbeverkäufer Software, die:
Diese Art missbräuchlicher Software ist u.U. schwer zu entfernen. LavaSofts Ad-Aware und Safer Networkings Spybot Search & Destroy sind zwei populäre Hilfsmittel für das Löschen von Spyware. Die Personal Edition von Ad-Aware ist für Privatanwender kostenfrei. Spybot Search & Destroy ist völlig umsonst. Sie sollten beide Produkte installieren und aktuell halten. Oft findet die eine Applikation etwas, das die andere übersehen hat.
<http://www.lavasoft.de/>
<http://www.safer-networking.org/>
Seien Sie auf der Hut bei anderen Löschprogrammen für Malware. Manche installieren nämlich Spyware, anstatt sie zu deinstallieren.
<http://blogs.zdnet.com/Spyware/?p=802>
<http://www.spywarewarrior.com/rogue_anti-spyware.htm>
Alternative Webbrowser -- Der Internet Explorer ist eins der größten Löcher im Sicherheitssystem von Windows XP. Ich empfehle dringend, einen anderen Browser einzusetzen. Firefox ist wahrscheinlich der bekannteste Windows-Browser nach Internet Explorer. Opera - ein populärer Browser auf dem Mac - ist auch für Windows verfügbar.
<http://www.mozilla.com/firefox/>
<http://www.opera.com/>
Andere Hilfsprogramme -- Bisher ging es bei meinen Vorschlägen darum, Ihre neue Windowsinstallation zu schützen und abzusichern. Jetzt geht es um Hilfsprogramme, die dabei helfen, mit Windows richtig zu arbeiten. Für Windows gibt es diese Programme zwar tonnenweise, viele davon sind aber völlig unbrauchbar oder - schlimmer noch - fehlerhaft oder mit Spyware infiziert. Vertrauenswürdige Software zu finden ist nicht ganz einfach. Am besten verlassen Sie sich auf Empfehlungen anderer Windows-Anwender.
<http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=kb;en-us;306531>
<http://www.winzip.com/>
<http://zipcentral.iscool.net/>
<http://www.stuffit.com/>
<http://www.apple.com/quicktime/download/standalone.html>
Andere bekannte Medienplayer sind Nullsofts WinAmp für Audio-Dateien und VideoLANs VLC für Videomaterial. Denken Sie daran, dass Windows XP standardmäßig keinen DVD-Player enthält.
<http://www.winamp.com/>
<http://www.videolan.org/vlc/>
Google bietet in seiner Softwaresammlung Google Pack den Google Video Player. Dieses Programm braucht man, um Videos anzusehen, die bei Google Video gekauft wurden.
<http://pack.google.com/product_info.html?video>
<http://www.cs.wisc.edu/~ghost/>
<http://www.cutepdf.com/Products/CutePDF/writer.asp>
Schöne neue Welt -- Zur Zeit sind bestimmt Tausende Mac-Anwender dabei, mit Windows XP via Boot Camp und Parallels Workstation zu experimentieren, aber niemand sollte vergessen, dass es sich bei Windows XP nicht einfach um Mac OS X mit einem anderen Aussehen handelt. Im Besonderen sollte man zu jeder Zeit für gute Sicherheitsmaßnahmen sorgen, eine Einstellung, die vielen Macianern nicht unbedingt wesensverwandt ist. Ich hoffe, dass diese hart erarbeiteten Tipps Ihnen bei den ersten Erkundungen von Windows XP helfen werden und dass Sie die zusätzliche Flexibilität, Windows zu verwenden und für alles andere beim vertrauten Erscheinungsbild von Mac OS X bleiben zu können, nutzbringend einsetzen können.
vom TidBITS-Team <editors@tidbits.com>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]
Die erste Internet-Adresse unter jedem Thema verweist auf die herkömmliche Website von TidBITS-Talk; die zweite Adresse zeigt auf unseren Web Crossing-Server, der mit einem anderen Erscheinungsbild aufwartet und etwas schneller ist.
Kommentare zu WinOnMac-Smackdwon -- Die Artikel von letzer Woche über Boot Camp und Virtualisierung haben Fragen zu Festplattenpartitionierung und Hardware-Virtualisierung ausgelöst. ("Comments on: WinOnMac Smackdown" - 6 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2966>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/797/>
Wie lassen sich zwei Access-Points miteinander verbinden? -- Fragen und Antworten zur Erweiterung der Reichweite eines drahtlosen Netzwerks. ("How to join two 802.11g access points?" - 5 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2967>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/798/>
Wechsel zu Mail.app -- Ein Leser hat seine E-Mails von Eudora zu Apples Mail transferiert. Die dabei aufgetretenen Probleme lassen sich vermutlich durch eine Reindexierung der Mailbox lösen. ("New to Mail.app" - 2 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=2968
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/799/>
Übersetzung dieser Ausgabe: Almut Pabel <sebalpa@web.de>, Sven Kornmann <kornmann@arcor.de>, Hartmut Greiser <linarte.post@gmail.com> und Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Lektorat: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Koordination dieser Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Copyright der deutschen Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
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