
Kürzliche Nachrichten über gestohlene Laptops mit ungeschützten, wichtigen Daten hat Derek Miller dazu gebracht, eine einfache Lösung zu verwenden: er zeigt auf wie Sie ein sicheres Abbild Ihrer wichtigen Daten anlegen können. Ebenfalls in dieser Ausgabe verwendet Brady Johnson einen QuickerTek-Receiver, um damit den Empfangspegel seines drahtlosen Netzwerks zu verbessern, Adam jagt widerspenstigen Photoshop-Dateien hinterher und wir berichten von neuen Versionen von Interarchy 8.1, iPhoto 6.0.4, Shake 4.1, FlickrExport 2.0, Aperture 1.1.2 und vom Pro Application Update 2006-001 und von WebCrossing Neighbors.
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[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]
Interarchy 8.1 bietet neu Unterstützung für Amazon S3 -- Peter Lewis und Stairways Software haben Interarchy 8.1 veröffentlicht, die neuste Version des leistungsfähigen Datenübertragungsprogramms. Neue Funktionen in Interarchy 8.1 sind die Unterstützung für Amazon S3 (Amazon Simple Storage Service, der Speicherplatz für 0.15 US$ pro Monat und GByte und Datentransfers für 0.20 US$ pro GByte anbietet), die Möglichkeit automatische Uploads zu mehreren Verzeichnissen zu machen und eine Vielzahl weiterer kleiner Fehlerbehebungen und Verbesserungen. Version 8.1 ist für Besitzer von Interarchy 8 und diejenigen, die Interarchy 7 nach dem 1. Januar 2006 gekauft haben kostenlos; für Besitzer von älteren Version kostet die neue Version 20 US$ und Neukäufer bezahlen 40 US$. [ACE]
<http://www.interarchy.com/>
<http://www.amazon.com/gp/browse.html/103-8992456-0700646?node=16427261>
<http://www.interarchy.com/documentation/8/whatsnew>
iPhoto 6.0.4 bietet neue Vorlagen -- Apple hat iPhoto 6.0.4 veröffentlicht, eine Aktualisierung der beliebten Fotoverwaltungssoftware, die ... eigentlich keine Fehler behebt oder neue Funktionen bietet. Stattdessen liefert die 36.4 MByte grosse Datei, die entweder direkt oder über die Software-Aktualisierung heruntergeladen werden kann, neue Vorlagen für Gruss- und Postkarten, inklusive "Einladungs- und Dankeskarten für Sommerparties, Hochzeiten, Geburtstage etc." gemäss Apple. Leider speichert Apple die iPhoto-Vorlagen direkt im Bundle der iPhoto-Applikation (anstatt separat wie bei iDVD 6) und bei einer Aktualisierung muss deshalb die gesamte Applikation heruntergeladen werden. Sollte Apple nicht doch noch einige Fehlerbehebungen hineingeschmuggelt haben, ist diese Aktualisierung sicher nicht besonders wichtig (wenn Sie hingegen Karten drucken möchten, wird das ganze Paket schon etwas verführerischer). [JLC]
<http://www.apple.com/support/downloads/iphoto604.html>
Universelle Version von Shake 4.1 fällt im Preis -- Die letzte Apple-Applikation die den Sprung zum Universal Binary und damit auf Intel-Macs genommen hat, ist Shake 4.1, eine professionelle Videobearbeitungssoftware die in vielen Hollywood-Produktionen eingesetzt wird. Die interessantere Neuigkeit ist aber die Tatsache, dass Apple den Preis massiv gesenkt hat, von 3'000 US$ auf 500 US$ (ja, die Anzahl der Nullen in diesen Zahlen sind korrekt). Anstatt sich ausschliesslich auf "Special Effect"-Firmen zu konzentrieren, möchte Apple Shake vermehrt als Erweiterung von Final Cut Studio positionieren. Wie Mike Curtis (der viel Erfahrung in der Videonachbearbeitung hat) in seinem Blog "HD for Indies" feststellt, ist Shake nicht gerade eine einfach zu bedienende Applikation, die ein Einsteiger schnell begreifen wird; die Preissenkung könnte stattdessen darauf hinweisen, dass Apple bereits am Nachfolger von Shake arbeitet, nicht zufällig hat Apple nämlich auch angekündigt, Wartungsverträge für Shake künftig nicht mehr anzubieten. Besitzer von Version 4 von Shake können für 50 US$ auf Shake 4.1 umsteigen. [JLC]
<http://www.apple.com/shake/>
<http://www.apple.com/finalcutstudio/>
<http://www.hdforindies.com/2006/06/apples-shake-now-only-499-and-what-it.html>
<http://www.apple.com/pr/library/2006/jun/20shake.html>
FlickrExport 2.0 ermöglicht das einfache Hochladen aus iPhoto -- Die Firma Connected Flow hat Version 2.0 von FlickrExport veröffentlicht, einem Plugin für iPhoto 4.0 oder höher, mit dem sich Fotos einfach auf den Fotowebdienst Flickr hochladen lassen. Die neue Version kann nun Bilder zu bestehenen Fotostrecken und Gruppenalben hinzufügen, bietet eine Liste der bisher verwendeten Attribute zum Kategorisieren von Fotos und mehr. Die Shareware FlickrExport 2.0 ist ein Universal Binary, benötigt Mac OS X 10.3 oder höher und kostet 12 Euro; die Datei zum Herunterladen ist 1.4 MByte gross. [JLC]
<http://connectedflow.com/flickrexport/>
<http://www.flickr.com/>
Apple aktualisiert Aperture und die "Pro Applications Frameworks" -- Die professionelle Linie von Apple-Applikationen hat letzte Woche ein paar Fehlerbehebungen verpasst bekommen. Aperture 1.1.2 "behebt Probleme bei der Stabilität und der Leistungsfähigkeit" und ist 13.6 MByte gross. Das etwas weiter gefasste "Pro Application Update 2006-001" bietet Aktualisierungen für mehrere Frameworks die von Final Cut Studio (das sind Final Cut Pro 5.1, Motion 2.1, Soundtrack Pro 1.1, DVD Studio Pro 4.1, Compressor 2.1 und Apple Qmaster 2.1), Shake 4.1 und Final Cut Express 3.5 (inklusive LiveType 2.1) genutzt werden. [JLC]
<http://www.apple.com/support/downloads/aperture112update.html>
<http://www.apple.com/support/downloads/proapplicationupdate200601.html>
<http://www.apple.com/finalcutstudio/>
<http://www.apple.com/shake/>
<http://www.apple.com/finalcutexpress/>
WebCrossing Neighbors ermöglicht private Gemeinschaftsnetze -- Web Crossing, Inc. hat letzte Woche die Verfügbarkeit von WebCrossing Neighbors angekündigt, einem gehosteten Dienst der von Firmen und Organisationen zum Betreiben von eigenen Gemeinschaftsnetzen für Kunden, Mitarbeiter und Mitglieder genutzt werden kann. WebCrossing Neighbors bietet Interessengruppen, persönliche Bereiche, Profile, Blogs mit Kommentaren, Diskussionen, Foto- und Datenaustausch, Zugriffskontrollen, Suchfunktionen, E-Mail-Dienste und mehr. Jeder Benutzer hat einen Bereich für persönliche Daten und automatisch aktualisierte Links zu neuen Inhalten von Freunden. Benutzer können ebenfalls gemeinsam genutzte Interessengruppen über das Web oder über E-Mail-Verteilerlisten erstellen, geschützt durch Zugangsbeschränkungen. Die erste Website die WebCrossing Neighbors nutzt, ist CarSpace von Edmunds.com, die sie als Sandkasten für Autoliebhaber eingerichtet haben - ein ziemlich beliebter Sandkasten wenn man die Hunderte oder sogar Tausende von Meldungen in den Diskussionsforen anschaut. Die Preise für WebCrossing Neighbors beginnen bei 200 US$ pro Monat und hängen vom Speicherplatz und der genutzten Bandbreite ab. [ACE]
<http://webcrossing.com/Home/webcrossing_neighbors.htm>
<http://www.carspace.com/>
von Brady Johnson <brady@seanet.com>
[Übersetzung: Almut Pabel <sebalpa@web.de>]
Ich bin jemand von diesen Leuten, die erwarten, dass der Zugriff aufs Internet eine Basisfunktion eines jeden Computers sein sollte. Mein Laptop ist nicht immer in der Nähe meines heimischen Anschlusses und die AirPort-Karte erlaubt mir innerhalb eines Radius' von 50 Metern zu arbeiten. Aber ich befinde mich oft weiter entfernt vom Anschluss als diese 50 m. Deshalb begann ich nach einem Weg zu suchen, um die Reichweite meines neuen 15-Zoll MacBook Pro zu steigern.
Ich betrachtete kurz das "Cantenna", das ist eine Antenne, die aus einer Zinndose hergestellt wird. Wie ich gehört habe, kann das Gerät tatsächlich den drahtlosen Empfang erweitern (aber es ist eher zum Ausrichten gedacht und muss permanent auf den bestehenden Anschluss ausgerichtet werden). Ich werde vielleicht eine von diesen "Cantennas" für zu Hause kaufen - bloß zum Spaß - aber ich werde mein MacBook meist auf der Arbeit nutzen. Da sieht die Cantenna ein wenig zu unkonventionell aus.
<http://www.turnpoint.net/wireless/cantennahowto.html>
Besuchen Sie QuickerTek, das ist eine kleine Firma, die auf "drahtlos funktionierende Produkte" spezialisiert ist - wie es auf ihrer Website heißt. Außer Antennen verkaufen sie "Transceivers". Diese können die drahtlose Reichweite Ihres Macs um das doppelte oder mehr erweitern. Meine erste Frage war: was ist der Unterschied zwischen einer Antenne und einem Transceiver? Der Hauptunterschied ist folgender: Antennen sind passive Geräte, die sich auf das Signal in speziellen Richtungen konzentrieren - bei beidem - sowohl beim Senden als auch beim Empfangen. Transceiver sind aktive Geräte, die einen hochleistungsfähigen Sender unterstützen und einen Receiver, der das hereinkommende Signal verstärkt.
<http://www.quickertek.com/>
<http://www.quickertek.com/faq.php>
QuickerTek stellt Transceiver für das MacBook Pro, 17-Zoll iMac, Power Mac G3 und G4 und andere Modelle her. Ich rief QuickerTek an um mehr darüber zu erfahren und fragte sie, ob ich lieber einen Tranceiver kaufen sollte oder eine Antenne. Ich wurde mit einer leibhaftigen Person verbunden, und das ohne endlose Zeit in der Leitung zu hängen oder durch ein labyrinthisches System verbunden worden zu sein. Der Mensch mit dem ich sprach war sehr sachkundig und sprach mit mir offen und ehrlich über die Pros und Kontras der Angebote. Eine Sache, die er besonders hervorhob war, dass man seinen Laptop für die Installation des MacBook Pro-Transceivers öffnen muss. Dies ist notwendig um einen Anschlussdraht an die interne AirPort-Karte anzubringen. QuickerTek bietet an, das für ihre Kunden zu tun, wenn sie nicht damit vertraut sind, den Laptop zu öffnen.
Ich bestellte das MacBook Pro-Modell, den 200 US$ teuren 27 dBm MacBook Pro Transceiver. Vier Tage später - mein Herz raste - öffnete ich das Päckchen. Ich war entzückt zu sehen, dass alles notwendige Zubehör enthalten war, einschließlich ein Phillips-Schraubenzieher in der richtigen Größe 0 - anstelle eines billigen, unhandlichen Dings, das so viele "do it yourself-Packungen enthalten. Es waren ebenfalls viele detaillierte Ratschläge dazugegeben, einschließlich gut erkennbare Fotos mit Pfeilen die akkurat zu den Stellen zeigten, mit denen ich bald zu arbeiten haben würde. Ich sollte hinzufügen, dass die Bilder unbezahlbare Führer waren, der Text war es hingegen weniger. Die meisten Beschreibungen waren ziemlich genau, aber einiges war sehr vage. Die Bilder waren die Rettung.
<http://www.quickertek.com/MBProXCVR.php>
Eine andere schöne Geste war das Blatt mit Kreisen darauf, nett beschriftet um die Aufmerksamkeit auf die sieben Schrauben zu lenken, die ich drehen müsste. Das bewahrte mich davor, sieben Schraubenköpfe zu finden und jede zu beschriften oder versuchen zu müssen mich daran zu erinnern welche Schraube wohin gehört.
Nachdem ich die Anordnungen befolgte, brauchte ich insgesamt 10 Minuten um den Tastaturdeckel zu entfernen und die Innereien des MacBook Pro freizulegen. Ich entkoppelte einen der AirPort-Anschlüsse und ersetzte ihn mit dem Anschluss vom QuickerTek-Transceiver. Dann schloss ich das MacBook Pro wieder. Komplett vergangene Zeit: unter 20 Minuten!
Jetzt ragt ein schmales Stück Draht aus dem Laptop und wird mit einem anderen schmalen Kabel verbunden und das wiederum verbindet den Transceiver selbst. Dieser ist oben auf dem Bildschirm angedockt.
Der Transceiver kann Strom vom USB-Anschluss des MacBook Pros oder direkt von der Wand bekommen. Ich plante damit durch das Haus zu wandern und den Empfang zu testen, deshalb benutzte ich die USB-Verbindung. Ich hatte den Laptop hochgefahren und siehe da: die kleinen grünen Lichter sprangen an! Das Stromstärkesignal meines Anschlusses sprang im iStumbler von etwas schwachen (aber stabilen) 14 auf kräftige 38. Für graphische Belange wechselte das Signal der Internet Verbindung von halb zu voll und das iPort Signal Symbol in der Menüleiste stieg von drei Balken auf komplett voll.
Bevor ich den Transceiver installiert hatte, konnte ich lediglich mein eigenes Netz sehen. Gelegentlich, wenn ich von einer Seite zur anderen im Haus wandere, kann ich das Netz des Nachbarn empfangen. Mit dem Transceiver konnte ich das Netz meines Nachbarn von überall im Haus sehen und noch drei andere, die ich niemals vorher gesehen hatte. Dann nahm ich mein neu erweitertes MacBook Pro um in der Innenstadt von Seattle zu arbeiten, wo sich viele Netze überlagern. Ohne den Transceiver konnte ich 10 Netze von meinem Büro aus empfangen. Mit dem Transceiver kann ich routinemäßig mehr als 25 finden, mit viel kräftigeren Signalen als vorher.
Ich möchte nur auf eine einzige Vorsichtsmaßnahme hinweisen: die zwei Kabel, die zwischen dem Transceiver und der AirPort-Karte laufen, sind dürftig und möglicherweise anfällig. Eine schöne Metallverbindung mit solider Konstruktion verbindet die Kabel und ich erwarte nicht, dass sie brechen. Man kann die Länge des Kabels gut verstauen, denn wenn ich reise, nehme ich den Transceiver ab und verstaue alles sorgfältig. Aber die Länge des Kabels von der AirPort-Karte zur Seite des MacBook Pro kann nicht verändert werden. Es ist deshalb wichtig, das Kabel sehr sorgfältig unterzubringen, damit es nicht wackelt oder von der internen AirPort-Karte gelockert werden kann. Ich habe ein Klebeband genommen um das Kabel an der Seite des Laptops zu sichern.
Ohne diesen ziemlich unbedeutenden Mangel kann ich den QuickerTek-Transceiver für jedermann empfehlen, der ein sehr robustes drahtloses Netzsignal braucht. Er war leicht zu installieren (vorausgesetzt, man hat keine Angst seinen Mac zu öffnen) und er arbeitet so gut wie es angepriesen wird.
[Brady Johnson ist ein Mac-Anwender, der in der Gegend von Seattle arbeitet und jede Entschuldigung nutzt, um seinen Mac öffnen zu können und darin ein wenig herumzustöbern.]
von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Sven Kornmann <kornmann@arcor.de>]
[Cue Film Noir-Musik und Einblendung in ein Büro im Stile der 50er, die Beleuchtung von zwei LCDs wird vom Schweiß der Stirn eines Mannes reflektiert. Wenn er spricht, ist seine Stimme rauh mit Müdigkeit und Frustration.]
Sonntag funktionierte alles prächtig. Montag - ich hasse Montage - führte ein Doppelklick auf eine Photoshop-Datei zum Starten von Photoshop, nicht aber zum Öffnen der Datei. Zog ich die Datei auf das Photoshop-Icon im Dock oder im Finder, zeigte es denselben Effekt. Zumindest klappte das Öffnen der Dateien aus Photoshop heraus weiterhin zuverlässig. Durch Photoshops Verweigerung, Dateien aus dem Finder heraus zu öffnen verärgert, steckte ich meinen iPod in die Tasche und zog los, etwas zu unternehmen.
Zunächst wandte ich mich "Ted Landaus Mac OS X Help Line, Tiger Edition" zu, einem 1.200-Seiten-Schinken, der Antworten für die meisten Macintosh-Probleme hat. Die Schwierigkeit besteht darin, dem Buch die richtigen Fragen zu stellen. Ich hatte Glück. Meine erste Anfrage stieß auf Erfolg. Ich wusste, dass der Finder sich auf die Launch Services verlässt, um Dokumente mit ihren Anwendungen zu verbinden. Bedrängt gab der fette Wälzer die Information, die ich benötigte, frei - die Aufenthaltsorte der Launch Services plist und der leicht zu korrumpierenden Cache-Datei.
<http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/0321334299/tidbitselectro00/ref%3Dnosim/>
Ich fand sie, eine in meinem Preferences-Ordner im User-Account, die andere versteckte sich unter den Schatten des Library Cache-Ordners. Keine gab die Informationen, nach denen ich suchte, preis, selbst nicht, als ich erklärte, wie unnötig sie für meine weiter bestehende Fröhlichkeit seien. Also fuhr ich sie auf die städtische Müllhalde und befahl ihnen, zu verschwinden. Ich wusste, es würden neue plist- und Cache-Dateien bereitstehen, das Kommando zu übernehmen, sobald ich in die Stadt zurückkehrte. Vielleicht konnte ich mich auf die neuen Jungs verlassen.
Leider waren die Zwielichtigen, die die Launch Services übernahmen, ohne Anhaltspunkt. Ich war zurück auf Schritt Eins und die Photoshop-Dokumente ließen sich immer noch nicht über den Finder öffnen. Es war Zeit, auf die Straße zu gehen und mit meinen Informanten zu reden. Ein paar Tage und zahlreiche Biere später fand ich einen Maulwurf bei Adobe, der bereit war, zu reden... gegen ein Entgelt. Ein hohes Entgelt. Ich kaufte ihm noch ein Bier und beschrieb meinen Besuch auf der städtischen Müllhalde. Er redete. Das Problem war eine fehlende Person - die Adobe Unit Types-Datei. Sie gehörte in den ScriptingAdditions-Ordner der Library, aber sie war AWOL [absent without leave - unerlaubt abwesend -- SK].
<http://www.adobe.com/support/techdocs/329996.html>
Ich schob meinem Spitzel noch ein paar Dollars zu, und er erzählte mir, wo ich die Adobe Unit Types-Datei (mit dem teigigen Gesicht) finden konnte. Der Fall um ein Mac OS X 10.4.6 in Panik hatte mich vor ein paar Wochen herausgefordert, und ich musste damals einige Verbesserungen herbeiführen und die Wogen mit einem Archivieren und Installieren glätten. Meine Assistenten sind normalerweise gründlich, aber Adobe Unit Types hatte es geschafft, ihrer Säuberung zu entgehen und saß gemütlich bei einem Glas Whiskey am Pool im Previous System/Library/ScriptingAdditions-Ordner. Ich rief ihn an, und meine höfliche Art, unterstützt durch die Ausbeulung in meiner Jackentasche, überzeugte ihn, an seinen Platz zurückzukehren. Er war nicht glücklich darüber, aber als ich das nächste Mal einen Doppelklick auf eine Photoshop-Datei ausführte, öffnete sie sich in Photoshop, wie sie es sollte.
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-826.html#Artikel2>
Die Woche war fast vorüber, das Geheimnis war gelöst, der Fall war abgeschlossen, und ich konnte endlich mit dem Bearbeiten meiner Grafiken fortfahren.
von Derek K. Miller <dkmiller@penmachine.com>
[Übersetzung: Sven Kornmann <kornmann@arcor.de>]
Ich werde müde, die häufigen Nachrichten über verlorene, gestohlene oder auf Taxi-Rücksitzen vergessene Laptop-Computer von Firmen- oder Regierungsangehörigen zu lesen, die vermutlich Tausende von Sozialversicherungsnummern, Versicherungsdokumente oder andere sensible, private Informationen Identitätsdieben oder anderen Bösewichten preisgeben. Was diese Nachrichten normalerweise verschweigen ist, ob die verschwundenen Dateien sicher verschlüsselt waren.
<http://money.cnn.com/2006/06/15/news/companies/aig_theft/>
Wie Sie Ihre privaten Daten unbrauchbar machen (außer für Sie selbst) -- Verschlüsselung ist eine mathematische Methode, Information zu verschleiern - etwas, was die Regierung der Vereinigten Staaten einst als nicht zu exportierende Munition klassifizierte - die nur mit dem korrekten Passwort wieder entziffert werden kann. Die besten Verschlüsselungsmethoden machen es tatsächlich unmöglich, Daten ohne dieses Passwort wiederherzustellen, unabhängig davon, welche Tricks oder Arten der brutalen Gewalt angewandt werden.
<http://en.wikipedia.org/wiki/Portal:Cryptography>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=01581>
Wenn Ihr Mac Daten beherbergt, die Sie lieber vor neugierigen Augen bewahren wollen - und es ist ja denkbar, dass er Finanz- oder medizinische Akten, Kreditkarteninformationen, sehr persönliche E-Mails etc. beherbergt - ist es nicht schwer, diese Daten zum Schutz zu verschlüsseln, wenn Sie ausgeloggt oder fern von Ihrem Computer sind. Ohne das richtige Passwort sind verschlüsselte Daten unverständlicher digitaler Müll, daher wären Ihre Daten selbst dann nutzlos, wenn jemand Ihre Festplatte entwendete oder alle Ihre Dateien kopierte.
Besser Safe als ein Tresor -- Apple hat eine Fähigkeit in Mac OS X 10.3 und neuer eingebaut, die als FileVault bekannt ist, die Ihr komplettes Heimatverzeichnis verschlüsselt. Aber die meisten Experten sind sich darin einig, dass FileVault zuviel des Guten ist, aus Gründen der Leistung, dem Risiko von Datenverlust, Datensicherungsproblemen und anderen Gründen, die Adam kürzlich in seinem Auftritt im MacNotables-Podcast erläutert hat:
<http://www.apple.com/macosx/features/filevault/>
<http://www.macnotables.com/archives/2006/655.html>
Wenn Apples Tool es nicht macht, was ist die Alternative? Es stellt sich heraus, dass man ganz einfach das Festplatten-Dienstprogramm verwenden kann, um ein verschlüsseltes Disk-Image zu erstellen, das sich genauso verhält - und, ganz wichtig, gesichert werden kann wie - ein normales Mac-Verzeichnis. Sie können es sogar so einstellen, dass es sich automatisch öffnet (mit einem Passwort), wann immer Sie Ihren Mac neu starten oder sich einloggen. Dann können Sie nur jene Dateien schützen, die es wirklich bedürfen, während Sie Ihre iTunes- und iPhoto-Bibliotheken, Browsercache-Dateien und weniger sensible Dokumente so lassen, wie sie sind.
Zehn Schritte, um Ihre Sachen zu verschlüsseln -- Ich habe eine Schritt-für-Schritt-Anleitung anhand von Bildschirmfotos in Form einer Fotosammlung und Diashow auf der beliebten Fotoseite Flickr abgelegt. Wenn Sie mir jetzt bitte folgen möchten:
<http://www.flickr.com/photos/penmachine/sets/72157594167748426/>
<http://www.flickr.com/photos/penmachine/sets/72157594167748426/show/>
1. Finden Sie heraus, welche Dateien Sie schützen möchten und bringen Sie sie in einen einzelnen Ordner. Unterordner sind in Ordnung, aber Sie sollten sicherstellen, dass Sie nicht nur alles, was Sie schützen möchten, an einem Ort haben, aber dass Sie auch nichts vermissen.
2. Starten Sie das Festplatten-Dienstprogramm (in Ihrem /Programme/Dienstprogramme-Ordner) und klicken Sie auf den Button "Neues Image" in der Werkzeugleiste, um ein Disk-Image zu erstellen. (Sie könnten auch Images > Neu > Image von Ordner auswählen, wenn Sie das manuelle Kopieren in Schritt 4 (s.u.) vermeiden wollen.)
Im Format-Auswahlmenu wählen Sie das Mitwachsende Image (das nur so groß ist wie die enthaltenen Daten, es verschwendet auf diese Weise keinen Platz); unter Verschlüsselung wählen Sie AES-128-Verschlüsselung (die einzige Verschlüsselungsoption); und wählen Sie eine maximale Größe aus dem Auswahlfenster für Größe, die Sinn macht - ich wählte 4,7 GB, so dass selbst wenn ich das Image komplett fülle, ich es auf eine einzige DVD-R brennen kann.
<http://en.wikipedia.org/wiki/Advanced_Encryption_Standard>
3. Benennen Sie Ihr verschlüsseltes Disk-Image im Speichern unter-Dialog und wählen sie einen Speicherort auf der Festplatte; ich habe meins in ~/Documents/ gesichert. Klicken Sie auf den Erstellen-Knopf.
4. Wenn der Dialog zum Identifizieren erscheint, wählen Sie ein Passwort. Apples Passwortassistent (klicken Sie auf den Schlüssel-Knopf) kann Ihnen helfen, ein gutes Passwort zu generieren, das stark, sicher und nicht zu erraten ist, und das Sie niemals vergessen werden.
<http://en.wikipedia.org/wiki/Password_strength>
Ich weiß, dass diese beiden Kriterien etwas widersprüchlich sind, aber jeder, der Ihr Passwort erraten kann, wird Zugriff auf Ihre Daten haben; andererseits, wenn Sie es vergessen, ist die Chance groß, dass weder Sie noch irgendjemand sonst in der Lage sein wird, sie zu entschlüsseln. (Ich empfehle, dass Sie Ihr Passwort auf Papier in Ihrem Sicherheitsschließfach aufbewahren, falls Ihnen jemals etwas zustoßen sollte und Ihre Familie darauf zugreifen muss.)
Ich empfehle außerdem, dass Sie das Häkchen bei Kennwort im Schlüsselbund sichern nicht setzen, weil wenn Sie Ihr Passwort im Schlüsselbund speichern, könnte jeder, der Ihr Login- oder Schlüsselbundpasswort kennt, oder der an Ihren Computer gelangt, während Sie eingeloggt sind, auch in der Lage sein, auf Ihre verschlüsselten Daten zuzugreifen.
5. Das Festplatten-Dienstprogramm sichert das Disk-Image da, wo Sie es festgelegt haben und mit dem Namen, den Sie ihm gegeben haben (MeineDateien.sparseimage zum Beispiel), und öffnet es auch als virtuelle Diskette auf Ihrem Schreibtisch. Kopieren Sie Ihre Dateien in die virtuelle Diskette so, wie Sie es mit einem herkömmlichen mobilen Datenträger oder Ordner tun würden.
6. Fügen Sie das verschlüsselte Disk-Image zu Ihren Startobjekten hinzu. Wählen Sie Systemeinstellungen > Benutzer und klicken Sie auf den Startobjekte-Reiter. Klicken Sie auf den Plus-Knopf, suchen Sie das .sparseimage heraus, wählen Sie es aus und klicken Sie auf Hinzufügen (oder schieben Sie die Datei einfach auf den Startobjekte-Reiter). Wann immer Sie jetzt Ihren Mac neu starten oder sich in Ihren Konto anmelden, wird Ihr Mac Sie nach Ihrem Entschlüsselungspasswort fragen und die virtuelle Diskette auf Ihrem Desktop laden. Sie können sie auswerfen, um die Daten zu schützen, wenn Sie Ihren Computer in den Ruhezustand versetzen oder sich auch einfach von Ihrem Schreibtisch entfernen.
7. Wenn Sie es ganz bequem mögen, legen Sie eine Verknüpfung an den Orten ab, wo Sie Ihre unverschlüsselten Daten für gewöhnlich abgelegt hatten, so dass es sich genauso verhält wie der Ordner, den es ersetzt hat. Wenn Sie ihm denselben Namen geben, sollten andere Programme, die den unverschlüsselten Ordner an der Stelle erwarten, normal weiterarbeiten, während das Image aktiviert ist. Wenn Ihr verschlüsseltes Image nicht aktiviert ist, wird der Versuch, die Verknüpfung zu öffnen, zur Eingabeaufforderung Ihres Passworts führen.
8. Überprüfen Sie, ob alles funktioniert. Werfen Sie die virtuelle Diskette aus und versuchen Sie, sie wieder zu aktivieren. Loggen Sie sich aus und wieder ein. Öffnen Sie Dateien in der virtuellen Diskette, um sicherzustellen, dass sie korrekt funktionieren.
9. Wenn Sie einmal sicher sind, dass Ihre Daten es auch sind, löschen Sie die unverschlüsselten Originale. Wählen Sie "Papierkorb sicher entleeren" im Finder-Programmmenu, um sicherzustellen, dass sie wirklich weg sind.
10. Am Ende, stellen Sie sicher, dass Sie eine Sicherungsstrategie haben, die vorsieht, das verschlüsselte Disk-Image regelmäßig auf andere Medien zu kopieren, von denen einige an einem anderen Ort aufbewahrt werden.
Nicht für die wahrhaft paranoiden -- Dieses System ist nicht perfekt. Paranoide Anwender würden hervorheben, dass AES-128-Verschlüsselung nicht die stärkste verfügbare ist, würden andere Lösungen wie PGP oder GPG empfehlen, und vermutlich wissen sie über andere Mängel in meinem Ablauf, die Ihre Geheimnisse einem wild entschlossenen, begabten und gut ausgerüsteten Gegner verraten könnten - mag sein. Zur Einführung in aggressivere Verschlüsselungstechnologien empfehle ich zwei kürzlich erschienene Podcasts (ein Video, ein Audio) von Gastgeber Leo Laporte bei Macbreak und Security Now!
<http://www.pgpi.org/>
<http://www.gnupg.org/>
<http://twit.tv/mb10>
<http://www.grc.com/sn/SN-041.htm>
Verschlüssele diese Daten -- Lassen Sie uns zu den Rücksitzen dieser Taxis zurückkehren. Wenn die ergatterten Sozialversicherungsnummern und Versicherungsakten verschlüsselt wären, wäre es kaum eine Nachrichtenmeldung wert, weil Diebe nicht daran gelangen können. Und wenn sie es nicht sind, sollten die widerspenstigen Angestellten (oder die IT-Leute, die sie mit den Laptops ausgestattet haben), gefeuert werden. Laptops werden verloren und gestohlen, aber es gibt keine Entschuldigung für private Daten, die auf ihnen unverschlüsselt abgelegt sind.
Für die meisten Mac-Anwender ist ein verschlüsseltes Disk-Image sicher genug, dass wenn Sie Ihr neues schwarzes MacBook verlieren, Ihre Verzweiflung etwas gelindert wird durch die Gewissheit, dass im Innern seiner stealth-ähnlichen Hülle eine einstmals klassifizierte Munition schlummert, die Ihre privaten Daten vor den falschen Händen bewahrt.
[Derek K. Miller ist Communications Manager für Navarik, eine Internet-Softwarefirma in Vancouver, Kanada. Nachts trägt er eine Perücke und spielt Schlagzeug in einer Classic-Rock-Coverband, und ist auch Mitherausgeber des Inside Home Recording-Podcast. Sein Blog ist wie seine jüngste Tochter in 2006 6 Jahre alt.]
<http://www.navarik.com/>
<http://www.insidehomerecording.com/>
<http://www.penmachine.com/>
von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]
"Running Windows on a Mac" jetzt in Version 1.0.2 -- Es kann ganz schön anstrengend sein, auf dem aktuellsten Stand der Technik für das Betreiben von Windows auf einem Mac bleiben zu wollen. Joe Kissell macht es aber mit seiner neusten Fassung des E-Buchs "Take Control of Running Windows on a Mac" ganz einfach. Die Version 1.0.2 beschreibt die langersehnte Version 1.0 von Parallels Desktop und enthält Informationen zu Parallels Compressor, mit dem sich eine virtuelle Festplatte verkleinern lässt. (Sie sind vielleicht auch daran interessiert, den Bericht in TidBITS über Parallels Desktop zu lesen).
Wenn Sie eine frühere Version des E-Buchs besitzen, können Sie auf der ersten Seite des PDF-Dokuments auf den "Check for Updates"-Knopf klicken und können dann die neue Version herunterladen. Auf Seite 4 werden die wichtigsten Änderungen aufgeführt und bietet Verweise auf die entsprechenden Stellen.
<http://www.takecontrolbooks.com/windows-on-mac.html?14@@!pt=TRK-0034-TB835-TCNEWS>
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-834.html#Artikel3>
vom TidBITS-Team <editors@tidbits.com>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]
Die erste Internet-Adresse unter jedem Thema verweist auf die herkömmliche Website von TidBITS-Talk; die zweite Adresse zeigt auf unseren Web Crossing-Server, der mit einem anderen Erscheinungsbild aufwartet und etwas schneller ist.
Katalogisierungssoftware für zuhause -- Ein Leser möchte zuhause Ordnung schaffen und sucht deshalb Programme, mit denen er seine Bücher, Musik und andere Dinge organisieren und katalogisieren kann. ("Home library cataloging software" - 8 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=3032>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/865/>
Löst das Zurücksetzen des PRAM meinen Videofehler? -- Das Zurücksetzen des "Parameter RAM (PRAM)" hat auf einem neuen iMac ein Problem mit der Bildschirmdarstellung gelöst, sehr zur Überraschung des iMac-Besitzers. ("Would resetting the PRAM fix my Video RAM error?" - 8 Beiträge)
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=3033>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/866/>
Übersetzung dieser Ausgabe: Almut Pabel <sebalpa@web.de>, Sven Kornmann <kornmann@arcor.de> und Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Lektorat: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Koordination dieser Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
Copyright der deutschen Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
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