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TidBITS#837/10-Jul-06

Diese Woche decken unsere Themen die ganze Bandbreite ab. Jeff Carlson beginnt mit Neuigkeiten zu Adams dritten Platz bei der neuesten MDJ Power 25-Umfrage. Mark Anbinder schaut sich den neuen iMac für den Bildungsmarkt an. Matt Neuburg untersucht, wie Dashboard mit Apple Telefonkontakt aufnimmt und beschäftigt sich mit Style Master 4.5. Adam macht sich Gedanken darüber, wie es Google geschafft hat, zum Verb zu werden und präsentiert uns neue Take Control-Autoren sowie Interviews mit Mitarbeitern. In der News-Rubrik heißen wir Mark/Space als Sponsor willkommen, kommentieren die Vorstellung von Opera 9 und SOHO Notes 5.5 (die StickyBrain ersetzen) und weisen Sie auf eine ausgesprochen witzige Woche voller Beiträge bei Crazy Apple Rumors hin.

Themen:

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<http://www.tidbits.com/terms/> Contact: <editors@tidbits.com>


MailBITS/10. Juli 2006

[Übersetzung: Roland Müller <mail@duesenschrieb.de>]

Mark/Space sponsort TidBITS -- Wir freuen uns, unseren neuesten Langzeit-Sponsor willkommen heißen zu dürfen, die Synchronisations-Experten von Mark/Space, Inc. Mark/Space existiert bereits ebenso lange wie TidBITS. Beide sind 1990 gegründet worden, und so weit ich mich zurückerinnern kann, habe ich immer an ihrem Messestand haltgemacht, um Brian Hall guten Tag zu sagen, dem Präsidenten und CEO von Mark/Space. Und um nachzuschauen, bei welchen der neuesten PDAs er es wieder geschafft hat, sie mit dem Mac zu verbinden. Obwohl Mark/Space immer noch verschiedene Palm OS-Programme verkauft, hat sich das Unternehmen zunehmend auf The Missing Sync konzentriert, eine Verbindungs-Software zum Synchronisieren von Macs mit diversen Handhelds, inklusive solche mit Palm OS, Windows Mobile, auch Smartphones und Sony PlayStation Portables (PSP). Mit den immer ausufernderen Fähigkeiten dieser Teile hat The Missing Sync Schritt gehalten. So kann es jetzt folgendes synchronisieren (geräteabhängig): Kontakte, Termine, Notizen, Dokumente, Fotos, Musik und sogar Videos. Ich war besonders überrascht über die Ankündigung von The Missing Sync für Sony PSP, da ich mir nicht ganz darüber im Klaren gewesen war, wie leistungsfähig und flexibel die PSP ist. Mark/Space hat außerdem die Akquisition von MySync von MildMannered Industries angekündigt, ein Synchronisationsprogramm, das jedes Datenformat synchronisieren kann, das mit Apples Sync Services unter Tiger kompatibel ist, inklusive der automatischen Erkennung anderer Macs im Netzwerk via Bonjour. MySync liegt immer noch als öffentliche Betaversion vor, aber es macht bereits einen äußerst nützlichen Eindruck. Insbesondere für Leute,die keinen .Mac-Account haben wollen und deshalb nicht via .Mac als Mittler synchronisieren können. Herzlichen Dank an Mark/Space für die Unterstützung von TidBITS und der Mac-Gemeinschaft! [ACE]

<http://www.markspace.com/bits>
<http://www.mildmanneredindustries.com/mysync/>

Opera 9 vorgestellt -- Opera Software hat Opera 9 präsentiert, die neueste Version ihres traditionell sehr eigenständigen Web-Browsers. In einer Welt, wo Browser üblicherweise zusammen mit dem Betriebssystem ausgeliefert (Internet Explorer unter Windows, Safari unter Mac OS X) oder kostenlos angeboten werden (Open-Source-Browser Firefox), könnte man es für etwas verrückt halten, wenn ein Dritthersteller einen eigenen Web-Browser entwickelt. Opera hat es jedoch geschafft, sich auf allen Plattformen breitzumachen - von Windows über Mac OS X bis zu Mobiltelefonen. Die Vorstellung von Opera 9 zeigt zudem auf, dass man innovativ sein muss, um zu überleben.

<http://www.opera.com/products/desktop/>

So verfügt diese Version beispielsweise über eingebaute Unterstützung für den Datenaustausch via BitTorrent (eine Peer-to-Peer-Technologie zum effizienteren Versenden sehr großer Dateien über das Internet); eine Blockierfunktion, die es erlaubt, festzulegen, welche Art von Inhalten ausgeblendet werden soll (Werbung etwa); die Option, weitere Suchmaschinen in das Suchfeld einzubinden; dazu ein neues Widget, das innerhalb von Opera ein kleines, Dashboard-ähnliches Programm startet (weniger spektakulär unter Mac OS X, eher als Präventivmaßnahme gedacht gegen die vermutlich ähnliche Widget-Funktionalität unter dem kommenden Windows-Betriebssystem Vista). Abschließend kann Opera 9 dann noch inspiriert von OmniWeb briefmarkengroße Vorschaubilder offener Websites abbilden, wenn man mit dem Mauszeiger über deren Buchzeichen fährt. Opera 9 ist kostenlos, verbunden mit der Option, für 30 US$ ein Jahr lang Premium-Support zu erhalten. 13.1 MByte groß ist die Datei beim Download. [JLC]

<http://www.opera.com/buy/>

StickyBrain durch SOHO Notes ersetzt -- Chronos LLC hat heute angekündigt, dass ihr hoch angesehener Notizenverwalter StickyBrain zugunsten von SOHO Notes eingestellt wird. Ein Produkt, das bei fast identischer Benutzeroberfläche mehr Funktionen bietet. StickyBrain begann als überlegener Ersatz für Apples Notizzettel-Programm und entwickelte sich zu einem vielseitig einsetzbaren, als Datenbank angelegten Karteikasten für Notizen, URLs, Webseiten und andere Informationen. Es konnte via Spotlight durchforstet werden, hatte ein systemweites Menü zur Datensuche und verfügte über zahlreiche weitere Möglichkeiten. (Mehr zu StickyBrain unter "Stuck on StickyBrain: Info-Clutter Organizer Extraordinaire" von 2003 und "Drei einfache Textspeicherprogramme" von 2001.) SOHO Notes kann all dies auch, hat darüber hinaus Multiuser-Fähigkeiten, kann Notizen via .Mac synchronisieren und unterstützt mehrere Datenbanken gleichzeitig. Die Ankündigung korrespondiert mit der Veröffentlichung von SOHO Notes 5.5.2, ein Update, das etliche neue Fähigkeiten aufweist wie etwa Blog-Posting mittels des Atom-Protokolls, farbcodierte Etiketten, datierte und zeitkontrollierte Journaleinträge sowie Audioaufnahmenn.

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=07089>
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-593.html#Artikel2>
<http://www.chronosnet.com/Products/sohonotes.html>

SOHO Notes kostet 40 US$. Registrierte Anwender von StickyBrain 4.0 oder neuer können gratis auf SOHO Notes updaten. Upgrades für Benutzer älterer Versionen kosten 25 US$. [JK]

Crazy Apple Rumors-Seite nimmt News auf die Schippe -- John Moltz’ Crazy Apple Rumors-Seite ist eine meiner täglichen Pflichtlektüren. Und während ich die Website meist ziemlich witzig finde, gibt es nicht allzu viele Wochen mit Neuigkeiten, die aufzugreifen sich lohnt. Am 3. Juli 2006 hat John die Nachricht über einige gut bekannte Blogger aufgepickt, die von Mac OS X auf Ubuntu Linux gewechselt haben. Der Artikel auf der Seite kündigte aufgekratzt an, dass man in Zukunft als Crazy Ubuntu Rumors firmieren wolle - ein Spiel, das man über etliche Absätze durchhielt bis sich wieder eine realistische Sichtweise durchsetzte. Zwei Tage später war John wieder da, mit Bildern von verschiedenen Gadgets, auf denen laut Gerüchten "Leopard Mobile" laufen sollte (eine angebliche Version von Mac OS X Leopard für den iPod). Vom Motorola Razr bis zu einem, nun ja, Brötchen, war alles vertreten. Die Abbildung des "Leopard Mobile"-Screenshots auf einem mit Quark bestrichenen Brötchen sagte eigentlich alles über die Gerüchteküche in der Mac-Welt. Und dann schließlich, am 6. Juli 2006, machte sich John über die Nachricht von Microsofts bevorstehendem "iPod-Killer" her. Indem er das teil "Microsoft Windows Media Player 11 Portable Media Player Device Media Player Media Player Media Player" nannte, machte er sich über Microsofts farbloses System der Produktnamen lustig. Im Anschluss daran listete er die ersten sechs Abschnitte der Bedienungsanleitung des Players auf - eine gnadenlose Parodie der allerübelsten Windows-Dokumentationen, die man sich überhaupt vorstellen kann. Falls Sie Crazy Apple Rumors in letzter Zeit nicht besucht haben sollten und gerne mal so richtig ablachen wollen, dann werfen Sie einen Blick auf die Beiträge der letzten Woche. [ACE]

<http://www.crazyapplerumors.com/?p=631>
<http://www.crazyapplerumors.com/?p=632>
<http://www.crazyapplerumors.com/?p=633>


Adam Engst verbessert sich auf Platz 3 bei MDJ Power 25

von Jeff Carlson <jeffc@tidbits.com>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]

Wir sind sehr erfeut, berichten zu können, dass TidBITS-Herausgeber Adam C. Engst zum sechsten Mal in Folge zu den fünf einflussreichsten Personen in der Macintosh-Gemeinschaft gemäss der alljährlich veröffentlichten Liste von MDJ Power 25 gewählt worden ist. Dieses Jahr hat er sich sogar um zwei Plätze verbessern können und ist direkt hinter Apples CEO Steve Jobs und COO Tim Cook auf Platz drei gelandet. Die Personen, die an der Abstimmung teilgenommen haben, gaben als Grund für diese gute Platzierung die weite Verbreitung von TidBITS und den Erfolg der E-Bücher der "Take Control"-Serie an. Adam verfügt zudem über viele Kontakte und ist stets darum bemüht, die Macintosh-Gemeinschaft zu stärken und die richtigen Personen miteinander zu vernetzen.

<http://www.macjournals.com/gcsf/mdj_power_25_2005-2006.html>

Das Ziel der MDJ Power 25 ist es, festzustellen, wer in der Macintosh-Gemeinschaft Macht und Einfluss hat, auch wenn die Namen vielen Anwendern nicht unbedingt geläufig sind. Es ist keine öffentliche Beliebtheitsumfrage - nur einige speziell ausgewählte Apple-Insider können ihre Stimme abgeben: Journalisten, Programmierer, Firmenchefs und andere Personen in wichtigen Positionen.

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbser=1246>

Unter die fünf ersten schafften es dieses Jahr auch der Apple-Designer Jonathan Ive und Walt Mossberg, der Kolumnist des Wall Street Journals, der es diesmal zum erstenmal unter die ersten fünf gebracht hat. Ebenfalls aufgestiegen ist Jason Snell (6.), der nun offiziell Vizepräsident und Herausgeber von Mac Publishing ist. Sie können die gesamte Liste unter der folgenden Internet-Adresse abrufen; detailliertere Erklärungen zu jeder Person und die Gründe weshalb sie auf der Liste erscheinen, erhalten Sie mit einem Probeabonnement von MWJ, der wöchentlichen Version des täglich erscheinenden (und noch auführlicheren) MDJ.

<http://www.macjournals.com/>

Die Liste der Neueinsteiger umfasst folgende Personen:

<http://www.intel.com/pressroom/kits/bios/otellini.htm>

<http://www.apple.com/pr/bios/fadell.html>

<http://daringfireball.net/>

<http://www.newsgator.com/NGOLProduct.aspx?ProdID=NetNewsWire>

<http://www.thinksecret.com/>

Gratulation an alle diese Personen und alle anderen, die dieses Jahr auf der Liste erscheinen.


Neuer iMac ersetzt eMac für den Bildungsmarkt

von Mark H. Anbinder <mha@tidbits.com>
[Übersetzung: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>]

Schon wieder wird ein Macintosh-Modell mit PowerPC zum Alteisen geworfen. Apple hat letzte Woche eine neue, kostengünstige und abgespeckte Version seines 17 Zoll-iMacs mit Intel-Prozessoren vorgestellt und damit gleich den bisherigen eMac für den Bildungsmarkt ersetzt. Das neue Modell zu 900 US$, mehr als 300 US$ billiger als das bisherige 17-Zoll-Modell, bietet viele der gleichen Funktionen.

<http://www.apple.com/imac/>

Apple hat beim neuen Modell gespart und das 8x-SuperDrive durch ein billigeres 24x-Combo-Laufwerk ersetzt, das zwar CDs brennen kann, nicht aber DVDs. Die Festplatte bietet nur 80 GByte anstelle von 160 GByte, die Graphikfähigkeiten basieren auf dem gleichen Intel GMA 950-Graphikprozessor wie bei den neuen MacBooks und dem Mac mini und Bluetooth und die Apple-Fernsteuerung gehören ebenfalls nicht zur Grundausstattung.

Dieses preisgünstige Modell bietet aber weiterhin einen Intel Core Duo-Prozessor mit 1.83 GHz, 512 MByte RAM, AirPort Extreme und eine eingebaute iSight-Kamera. Die Kapazität der Festplatte und des Speichers können im Apple Store individuell angepasst werden, eine Apple-Fernsteuerung kann als Zubehör gekauft werden, ebenfalls ein externes USB-Modem.

Gemäss Aussage von Apple, die das Gerät an der "National Educational Computing Conference (NECC)" in San Diego vorgestellt haben, ist das neue iMac-Modell ab sofort für Bildungsstätten (und nur für diese) erhältlich. Der bisherige eMac mit seinem PowerPC-Prozessor und Apples letztem Röhrenbildschirm wird noch solange Vorrat ausgeliefert, neben den letzten Lagerbeständen an iBooks mit einem G4-Prozessen.

<http://www.apple.com/education/store/>


Unterwegs zum Launchd

von Matt Neuburg <matt@tidbits.com>
[Übersetzung: Almut Pabel <sebalpa@web.de>]

Jeder, der jemals mit dem "Activity Monitor" gearbeitet hat (zu finden im Ordner Programme) und die Administrator-Prozesse zur Ansicht ausgewählt hat, wird merken, dass ein Mac OS X-Computer eine Brutstätte für viele kleine Programme ist, die automatisch starten und deren Zweck vielleicht für die meisten Anwender nicht klar ersichtlich ist. Das ist üblicherweise kein Grund zur Sorge. Die meisten dieser Programme stammen von Apple selber und sind Bestandteil von Mac OS X. In diesem Fall ist Ignoranz = Glückseligkeit und "Big Brother weiss es am besten".

Kürzlich machte allerdings ein neuer, noch unbekannter Prozess mit dem Namen "Dashboardadvisor" mit seinem gelegentlichen Auftreten im "Activity Monitor" auf sich aufmerksam. Darüber hinaus waren die Anwender des Programms Little Snitch von Objective Development durch die Tatsache alarmiert worden, dass dieser Prozess jedesmal eine Internet-Verbindung herstellte (unter dem Namen "Dashboardadvisoryd"). Er verband den Computer mit einem Server bei apple.com. Ihr Computer, um es vornehm auszudrücken, rief "zu Hause an"! Diese Entdeckung rief wie gewöhnlich eine Flut von Reaktionen und unüberlegter Furcht, Unsicherheit und Zweifel hervor: Big Brother weiss es offensichtlich nicht am besten, sondern "is watching you". Was sollte dieser Vorgang? Zählte man die Mac OS X-Anwender? Leitete man Ihren Namen und Ihre Adresse weiter? Stahl man Ihr Passwort?

<http://www.obdev.at/products/littlesnitch/>

Lassen Sie uns diese Tatsache nüchtern betrachten. Was läuft mit einem Programm, das eine ausgehende Netzwerkverbindung herstellt, falsch? Eigentlich ist das genau die Aufgabe Ihres Web-Browsers und Ihres E-Mail-Programms. Sicherlich werden Sie mehr in Schwierigkeiten sein, wenn er es nicht tut. Aber im vorher erwähnten Fall geht die Intention zur Verbindung von Ihnen aus und Sie können "sehen", wie sich die Verbindung aufbaut (mit einem Indikator für die bestehende Verbindung zum Beispiel). Im Gegenteil dazu ist ein automatisch gestarteter, sich nur im Hintergrund befindlicher Auftrag, "nach Hause zu telefonieren" ein unsichtbares Programm, das geheim eine unsichtbare Mitteilung versendet. Und genauso gehen auch echte Spammer und Hacker vor, wenn sie geheime Informationen ausspionieren oder andere Server von einem derart übernommenen Computer aus attackieren.

Aber dieser Vorgang, den Sie jetzt bemerkt haben, ist nicht das Werk von Spammern oder Hackern. Er ist ein Teil von Mac OS X, genauer gesagt wurde er in die Dock-Anwendung integriert, als Teil der vor kurzem herausgegebenen Aktualisierung von Mac OS X 10.4.7. Apple machte kein Geheimnis daraus: sie verkündeten, dass "Sie jetzt nachprüfen können, ob das Dashboard-Widget, das Sie heruntergeladen haben, die gleiche Version des Widgets ist, das bei www.apple.com angeboten wird oder nicht. Und das wissen Sie noch bevor sie die neue Version installiert haben. Desweitern zeigt eine Überwachung der Netzwerkverbindung dieses Prozesses (mit dem Programm Interarchy von Stairways Software ist das ganz einfach möglich), dass keine Information zu Apple übertragen wird; stattdessen werden bestimmte Informationen angefordert und empfangen. Das gleiche passiert übrigens wenn das Fenster der Softwareaktualisierung plötzlich ungebeten auf Ihrem Bildschirm erscheint und sagt, dass "neue Software für Ihren Computer verfügbar sei". Was glauben Sie, wie die Softwareaktualisierung solche Dinge "weiß"? Dies geschieht, weil ein unsichtbarer Hintergrundvorgang eine unsichtbare Verbindung zum Apple-Server aufbaut und Information anfordert und empfängt.

<http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=303771>
<http://www.interarchy.com/>

Da gibt es jedoch noch einen winzigen, aber diskutierbaren Unterschied zwischen dem Verhalten der Softwareaktualisierung und dem von "Dashboardadvisory": Die Softwareaktualisierung ermöglicht Ihnen, dieses automatische Verhalten auszuschalten (über das Kontrollfeld Softwareaktualisierung in den Systemeinstellungen). Laut Ankündigung verhält sich der Dashboard-Check so, dass Sie "ihn jetzt überprüfen können" - während sich in der Realität herausstellt, dass "Ihr Computer in bestimmten Abständen von Apple kontrolliert wird - ob Sie es wünschen oder nicht". Diese Differenz reicht um das Nackenhaar so mancher Anwender zu sträuben, ich schließe mich da ein. Apple könnte sich einige andere, angenehmere Wege auswählen, um solche Dinge zur Anwendung zu bringen - und tut’s nicht.

<http://www.red-sweater.com/blog/153/apple-phones-home-too>
<http://www.rentzsch.com/macosx/applePhonesHomeTwo>

Auch wenn diese Funktion wahrscheinlich gutartig ist, kann man sich nicht anders helfen, als sich einen leisen Massenprotest vorzustellen in dem jeder Mac OS X-Anwender den Anspruch auf die Freiheit des An- und Ausschaltens geltend macht - ungeachtet Apples Versäumnis, diese Funktion anzubieten. Und das ist - wie es scheint - nicht schwer zu realisieren. Der angefragte Vorgang wird durch eine Datei unterdrückt, die in /System/Library/LaunchDaemons/ liegt (die Datei heißt com.apple.dashboard.advisory.fetch.plist). Die Dateien in diesem Ordner sind tatsächlich Befehle für einen übergeordneten Hintergrundprozess namens "launchd", dessen grundlegende Aufgabe es ist, andere Prozesse zu starten. Diese Kommandos sind nur Textdateien, und können deshalb bearbeitet werden. Und es gibt ein wundervolles Freeware-Programm - Peter Borgs Lingon - das Ihnen dabei hilft. Es ist ganz einfach.

<http://developer.apple.com/macosx/launchd.html>
<http://lingon.sourceforge.net/>

So, wenn Sie teilnehmen möchten am Protest, hier finden Sie was Sie tun müssen:

  1. Laden Sie Lingon herunter und starten Sie es.
  2. Wechseln Sie zum Fenster "System Daemons" (dazu müssen Sie die Administratorenrechte besitzen).
  3. Finden und wählen Sie den Eintrag "com.apple.dashboard.advisory.fetch".
  4. Klicken Sie die Schaltfläche "Unload" in der Symbolleiste.

Das war’s! Die plist-Datei wird eine eingeschriebene, gesperrte Legende haben, und der Dashboard Advisory Vorgang wird, glaube ich, nie wieder automatisch gestartet werden. Natürlich ist es jetzt möglich, dass Sie Ihren Computer einem neuen Risiko ausgesetzt haben: Sie könnten nun vielleicht ein bösartiges und getarntes Dashboard-Widget herunterladen. Meine bevorzugte Lösung dafür ist: Dashboard überhaupt nicht zu benutzen, weil es diese ärgerliche Anwendung und die Grundunsicherheit überhaupt hat.

<http://www.oreillynet.com/mac/blog/2006/07/did_apple_reinvent_the_antivir.html>
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-778.html#Artikel4>


Style Master hält bis zum Ende durch

von Matt Neuburg <matt@tidbits.com>
[Übersetzung: Almut Pabel <sebalpa@web.de>]

Western Civilisation hat die neue Version 4.5 (sofort aktualisiert zu 4.5.1) seines CSS-Editors herausgegeben: Style Master. Dies macht die Erstellung von gut aussehenden Websites leichter als jemals zuvor. TidBITS hat das Wachstum und die Entwicklung von Style Master schon seit vielen Jahren verfolgt.

<http://www.westciv.com/style_master/>
<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbser=1266>

Die Veränderungen sind klein, aber nützlich. Zum Beispiel: zuerst - die CSS-Anweisungen waren vorher in der Reihenfolge aufgelistet, in der sie in Ihrer Formatvorlage erschienen sind; die neue Version erlaubt das Suchen, Sortieren und Gruppieren von CSS-Elementen. Die Paletten, die sich früher immer ein- und ausgeblendet haben, wenn man von der Bearbeitung eines CSS-Elements zu einem anderen wechselte, gibt es nicht mehr. Der Editor ist jetzt ein einziges schwebendes Fenster. Desweiteren müssen Sie nicht mehr zwischen verschiedenen Editorfenstern hin- und her jagen, wenn Sie den Namen des Objektes und dessen Benutzung kennen. Zum erstenmal gibt es ein Editorfenster, das übersichtlich alle Objekte auflistet.

Es gibt Leute unter uns, die niemals probieren würden, ohne Style Master CSS zu schreiben, weil der CSS-Editor alle möglichen Optionen auflistet, so dass Sie Ihre Arbeit mit einem perfekt korrekten CSS beenden. Trotzdem ist es enttäuschend zu sehen, dass Style Masters CSS-Analysewerkzeuge, die in der Version 4.0 vor einem Jahr eingeführt worden sind, nicht wesentlich weiterentwickelt wurden. Ich bevorzuge für diesen Zweck eher das großartige und brillante CSS/HTML-Analyse-Programm Xyle Scope (20 US$).

<http://culturedcode.com/xyle/>

Style Master läuft auf Mac OS X 10.3 oder höher, ist noch kein Universal Binary (es gibt aber auch eine Windows-Version) und kostet 60 US$. Aktualisierungen von früheren Versionen kosten 30 US$, es sei denn Sie haben schon für die Aktualisierung zur Version 4.0 bezahlt. In diesem Fall ist das Upgrade kostenlos. Die Anwender werden außerdem gebeten 20 US$ für jeden zusätzlichen Computer zu bezahlen, auf welchem Style Master benutzt wird. Eine kostenlose Demoversion ist für 30 Tage als ein 8.5 MByte Download erhältlich.

<http://www.westciv.com/westciv/downloads.html>


Google wird zum Verb

von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Sven Kornmann <kornmann@arcor.de>]

Handelsmarken-Anwälte überall schütteln den Kopf vor Bestürzung, seitdem das "Oxford English Dictionary" Googles Firmennamen als Verb ins Wörterbuch aufgenommen hat. Obwohl dies als eine gute Sache für Google erscheine, dank der kostenlosen Werbung, schwächen solch inoffizielle Verwendungen Firmen-Markenzeichen, was es schwieriger mache, Markenverletzungen rechtlich zu verfolgen. Andere Firmen, deren Namen der "Verbifizierung" zum Opfer fielen, sind FedEx, TiVo und Xerox.

<http://www.oed.com/help/updates/latest-additions.html>
<http://en.wikipedia.org/wiki/Google_(verb)>

Aber richten wir unsere Aufmerksamkeit vom Markenrecht hin zu Nutzungsfragen. (Hey, wir sorgen uns um diese Art von Dingen bei TidBITS!) So liest sich die Definition des OEDs:

Intransitiv [nicht in Verbindung mit einem Objekt -- sk]: Die Google-Suchmaschine benutzen, um Informationen im Internet zu finden.

Transitiv [in Verbindung mit einem Objekt -- sk]: Mit Hilfe der Google-Suchmaschine nach Informationen über (eine Person oder Sache) suchen.

Das ist deutlich genug, aber von dem, was wir sagen können, scheint das OED auf der Großschreibung von Google zu bestehen, selbst wenn es als Verb verwendet wird, wie im Satz "Ich werde die Informationen Googeln, wenn wir zurück im Büro sind." Andererseits dachten die Redakteure des Merriam-Webster Collegiate Dictionary im April 2006 darüber nach, Google als Verb aufzunehmen, aber in Kleinschreibweise, und diese Woche haben sie die Aufnahme offiziell gemacht.

<http://www.word.com/unabridged/archives/new_word_watch/>
<http://news.com.com/Google+joins+Xerox+as+a+verb/2100-1025_3-6091289.html>

Es gab einige Diskussionen darüber, ob Großschreibung nötig ist oder nicht. Das Chicago-Handbuch des Stils empfiehlt, die Kleinschreibung solcher Verben sei üblich, überlässt jedoch die letztendliche Entscheidung den Autoren und Redakteuren, und wofür auch immer man sich entscheide, solle man innerhalb einer Arbeit konsistent beibehalten. Ich persönlich ziehe meine Verben in Kleinschreibung vor, selbst wenn (oder vielleicht weil) das die Handelsmarken-Anwälte schmerzlich berührt. Wenn Sie also mehr über diese Geschichte lesen möchten, googeln Sie einfach nach "Google Verb".

<http://www.wordwizard.com/ch_forum/topic.asp?TOPIC_ID=8415>


Take Control-Neuigkeiten/10-Jul-06

von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Sven Kornmann <kornmann@arcor.de>]

Take Control-Autoren reden ... ausführlich-- Wenn wir nicht mit Schreiben und Bearbeiten beschäftigt sind, kann man uns oft dabei finden, dass wir über Take Control und die Themen, die wir in unseren E-Büchern abdecken, sprechen. Wenn Sie also nach einer kleinen Ablenkung von den Schlussleuchten und Radiogesprächen beim Fahren suchen, leihen Sie diesen Podcasts Ihr Ohr:

Joe Kissells spricht bei Chuck Joiners MacVoices-Sendung und Gene Steinbergs "Tech Night Owl Live" über "Take Control of Running Windows on a Mac"; das Buch erhielt kürzlich auch eine 5 von 5 - Bewertung in einem MyMac.com-Test.

<http://www.takecontrolbooks.com/windows-on-mac.html?14@@!pt=TRK-0034-TB837-TCNEWS>
<http://www.macvoices.com/archives/2006/657.html>
<http://techbroadcasting.com/podcasts/nightowl_060706.mp3>
<http://www.mymac.com/showarticle.php?id=2534>

Genauso unterhielt sich Sharon Zardetto Aker mit Chuck auf MacVoices und Gene auf "Tech Night Owl Live" über Schriften in Mac OS X und ihre zwei "Take Control"-E-Büchern zu dem Thema. Ihre E-Bücher erhielten auch einen schönen Testbericht bei Geek.com von Allan Warner, der anmerkt, dass er von der alten Schule sei, wenn es um Bücher geht und trotzdem sagt, dass "Take Control of Font Problems in Mac OS X" das "erste elektronische Buch war, bei dem ich mich wohl fühlte."

<http://www.macvoices.com/archives/2006/652.html>
<http://techbroadcasting.com/podcasts/nightowl_060601.mp3>
<http://www.geek.com/news/geeknews/2006Jun/fea20060623037012.htm>
<http://www.takecontrolbooks.com/font-problems-macosx.html?14@@!pt=0037-TB837-TCNEWS>

Jedoch war niemand so beschäftigt mit Sprechen wie Steve Sande, Autor von "Take Control of iWeb". Er machte die Runde bei Genes "Tech Night Owl Live" und Chucks MacVoices und fügte dem einen Auftritt bei Shawn Kings "Your Mac Life" (dessen Archiv leider nicht mehr verfügbar ist) hinzu.

<http://www.takecontrolbooks.com/iweb.html?14@@!pt=TRK-0031-TB837-TCNEWS>
<http://techbroadcasting.com/podcasts/nightowl_060608.mp3>
<http://www.macvoices.com/archives/2006/658.html>
<http://www.yourmaclife.com/article.php?story=20060607215436832>

Derweil statteten die "Take Control"-Chefredakteure Tonya und ich gemeinsam dem MacNotables-Podcast mehrere Besuche ab, zuerst in einer gemeinsamen Sendung, in der wir darüber reden, wie es ist, gemeinsam zu arbeiten, und kürzlich in einer Gruppendiskussion mit Ted Landau und Chuck Joiner über meine durch "Take Control" unterstützte Drittplatzierung in der kürzlich veröffentlichten MDJ Power 25-Umfrage, wer in der Mac-Industrie Einfluss ausübt. Dazwischen nahm ich an einer weiteren Gruppensendung mit Ted Landau und Andy Ihnatko teil, zwei großartige Jungs, deren äußerste Coolness lediglich durch die Tatsache verunziert wird, dass sie noch keine "Take Control"-E-Bücher geschrieben haben, über Apples jüngste Werbespots, die Probleme mit FileVault, und den Google Video-Player für den Mac. Zuguterletzt wurde ich über TidBITS, "Take Control" und vieles mehr in der wundervoll benannten "Dog Food for Thought Pawcast"-Sendung [Hundefutter für Gedanken-Pfotencast - sk] von Small Dog Electronics interviewt.

<http://www.macnotables.com/archives/2006/652.html>
<http://www.macnotables.com/archives/2006/661.html>
<http://www.macjournals.com/gcsf/mdj_power_25_2005-2006.html>
<http://www.macnotables.com/archives/2006/655.html>
<http://phobos.apple.com/WebObjects/MZStore.woa/wa/viewPodcast?id=128728210&s=143441&i=7300017>


Aktuelle Themen in TidBITS-Talk/10-Jul-06

vom TidBITS-Team <editors@tidbits.com>
[Übersetzung: Sven Kornmann <kornmann@arcor.de>]

Die erste Internet-Adresse unter jedem Thema verweist auf die herkömmliche Website von TidBITS-Talk; die zweite Adresse zeigt auf unseren Web Crossing-Server, der mit einem anderen Erscheinungsbild aufwartet und etwas schneller ist.

Das Geheimnis der verbrannten Oberschenkel -- Leser schlagen Alternativen vor, wie man ein heißes Laptop kühl hält. (8 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=3038>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/871/>

10.4.7 Aktualisierung -- Das neue 10.4.7 Update sorgt bei einigen Lesern für Probleme, insbesondere in Verbindung mit der Verwendung der SOCKS-Proxy, während andere keine Schwierigkeiten sehen. (10 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=3039>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/872/>

SSH-Login unter Tiger deaktivieren -- Leser diskutieren die Einstellungen der SSH-Passwort-Identifikation, inklusive einem Weg, Passwörter komplett auszuschalten (und ob das eine gute Idee ist). (6 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=3041>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/874/>

.Mac Sicherheitsfrage: Sicherheitsfrage und Geburtstag wurden zurückgesetzt -- Eine Leserin vermutet, dass ihr .Mac-Konto kompromittiert wurde, als sie entdeckt, dass die Sicherheitsfragen für Passwortzugang geändert wurden. Wie könnte das passiert sein? (2 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=3043>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/876/>

10.4.7 hat meinen Drucker gefressen? -- Nach der Aktualisierung auf 10.4.7 erscheinen Druck-Fehlermeldungen. Ist es das Betriebssystemupdate oder vielleicht alte Druckertreiber? (4 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=3045>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/877/>

Adam einflussreicher als Gates -- Adams Drittplatzierung auf der MDJ Power 25-Liste setzt ihn über einen unauffälligen Milliardär aus Redmond. Wie entstehen die Platzierungen? (4 Beiträge)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=3046>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/878/>

Mac OS X Routinewartung -- Randy Singers Macintosh OS X Routinewartungs-Website erhält eine Aktualisierung, die hilfreich für TidBITS-Talk-Leser sein sollte. (1 Beitrag)

<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tlkthrd=3048>
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/880/>


Übersetzung dieser Ausgabe: Roland Müller <mail@duesenschrieb.de>, Almut Pabel <sebalpa@web.de>, Sven Kornmann <kornmann@arcor.de> und Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.

Lektorat: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.

Koordination dieser Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.

Copyright der deutschen Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.

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