
Auf der letzte Woche stattfindenden Worldwide Developer Conference stellte Steve Jobs Max OS X 10.5 Leopard vor, aber seine Hinweise zu noch geheimen Eigenschaften provozierte unsere Verwunderung. Wir bieten in dieser Woche eine Wunschliste für Fehlerbehebungen und Features an, in die wir Einblick haben möchten, wenn Leopard im nächsten Jahr herauskommt. In dieser Ausgabe betrachtet Matt Neuburg auch Microsofts Auslaufen von Visual Basic, das für die nächste Version von Microsofts Office für Macintosh angekündigt worden ist. Adam stellt mehr Gedanken über den Editor für die Gruppenarbeit vor und bemerkt gleichzeitig, dass die letzte iPod Software Aktualisierung daran Schuld war, dass sein iPod nano st-st-stotterte. Und wir benennen die Gewinner des diesjährigen Apple Design Preises.
Themen:
von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Almut Pabel <sebalpa@web.de>]
Ich war nachlässig, weil ich darüber nicht schon eher geschrieben habe, aber ich erinnerte mich erst daran als ich im Auto saß und mir Podcasts oder Musik mit meinem iPod nano anhörte. Seit der kürzlich herausgegebenen iPod Aktualisierung Ð iPod Updater 2006-06-28 Ð leidet unser iPod nano unter häufigen (wenigstens ein Mal pro Autotour) 1 bis 2 Sekunden andauerndem, die Musik verstümmelndem Playback. Jemand berichtete davon schon im TidBITS Talk[1], aber es ist nicht klar ob das Problem weiter verbreitet ist. Der iPod Updater 2006-06-28 iPod nano enthält Software 1.2 mit Nike+iPod Unterstützung (und unspezifische Fehlerbehebungen). Sollten Sie nicht das Nike+iPod Sport Kit[2] verwenden (informieren Sie sich darüber bei ãGrab Your iPod and RunÒ[3]), würde ich Ihnen empfehlen mit der Aktualisierung Ihres iPod noch ein wenig zu warten. Apple weiß von diesem Problem und arbeitet unzweifelhaft an einer Beseitigung des Fehlers.
[1]<http://emperor.tidbits.com/webx/TidBITS/Talk/882/>
[2]<http://www.apple.com/ipod/nike/>
[3]<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=08543>
Wenn Sie das Problem aber wirklich ärgert, können Sie zu der vorherigen iPod nano Software 1.1.1 zurückkehren. Suchen Sie in Ihrem /Anwendungen/Dienstprogramme-Ordner nach einem iPod Software Aktualisierungsordner, der ältere iPod Aktualisierungen enthält. Ich startete iPod Updater 2006-03-23, das vorletzte Update, klickte die Wiederherstellungstaste und ließ alles umspeichern. (Sie sollten nicht vergessen, dass dann alles vom iPod entfernt wird, also machen Sie die Wiederherstellung nur, wenn Sie ohnehin alles vom Mac herunterladen.) Als ich Musik und Podcasts erneut auf den iPod nano zurück kopieren wollte, wollte iTunes mich dazu bringen, die fehlerhafte Aktualisierung erneut zu installieren. Aber ich erhob Einspruch und dann ging alles in Ordnung. Später ließ ich mir die schlechte Version erneut aufspielen, zu Testzwecken und das Problem kam damit auch wieder. So habe ich also den ganzen Prozess noch einmal wiederholt und ging wieder zurück zur iPod nano Software 1.1.1. Ich werde mich diesem Problem erst erneut zuwenden, wenn ich das kürzlich herausgegebene Nike+iPod Sport Kit teste.
von Matt Neuburg <matt@tidbits.com>
[Übersetzung: Almut Pabel <sebalpa@web.de>]
Microsofts Macintosh Business Unit (MacBU)[7] gab letzte Woche bekannt, dass die Arbeit an Virtual PC für Mac eingestellt wird und dass die zukünftigen Versionen von Microsoft Office für Mac keine Unterstützung für Visual Basic-Makros mehr haben werden. Mit dieser Aussage wurden genau diese Art Gerüchte entfacht, über die kühlere Köpfe gewöhnlich hinweg sehen müssten.
[7]<http://www.microsoft.com/mac/macbu/default.aspx?pid=whoweare>
Virtual PC war immer bestenfalls eine hoffnungslose Halbherzigkeit, ausreichend um langsam eine plattformübergreifende REALbasic-Anwendung zu testen, die aber für ernsthafte Windows basierte Arbeit nicht geeignet ist. Ich persönlich werde es nicht vermissen; ich plane einen Intel-basierten Mac zu kaufen, auf dem Parallels Desktop[8] läuft,damit ich endlich Dragon Naturally Speaking[9] probieren kann.
[8]<http://www.parallels.com/en/products/workstation/mac/>
[9]<http://www.nuance.com/naturallyspeaking/>
Hinsichtlich Visual Basic scheinen die Nachrichten jedenfalls ganz gut zu sein. Visual Basic, das die Mac Version von Office unterstützt, war immer schon ein verkrustetes Etwas (wie verkrustet wird in den Blogs von Erik Schwiebert[10] und Rick Schaut[11] klar.). Es war niemals der Windows Version gleichwertig und seine Entfernung wird womöglich sogar befreiend sein.
[10]<http://www.schwieb.com/blog/2006/08/08/saying-goodbye-to-visual-basic>
[11]<http://blogs.msdn.com/rick_schaut/archive/2006/08/09/693499.aspx>
Die eigentliche Botschaft des Ganzen ist, dass Mac Office komplett zu Xcode abgewandert ist. Das bedeutet, dass eine Universal Binary-Version der Office-Anwendungen nun nicht mehr nur theoretisch möglich ist. So hat MacBU es buchstäblich fertig gebracht, ein Kamel durch ein Nadelöhr gehen zu lassen. Die Tatsache, dass eines der Hindernisse wegfällt (Visual Basic-Unterstützung), sollte diesen Erfolg nicht schmälern. Man sollte sich außerdem vor Augen führen, dass dadurch, dass Microsoft Office nicht mit Visual Basic arbeiten kann, eine der größten Sicherheitslücken geschlossen werden kann: benannt sei hier die Gefahr des Eindringen eines Makro Virus durch das Empfangen eines infizierten Word Dokumentes. Letztendlich kann man Office mit AppleScript automatisieren, womit man geradezu eine exzellente Unterstützung für Microsoft Office 2004 bekommt. Das wird allemal besser sein als das zu Grunde liegende Visual Basic Gerüst und es wird einem nicht länger vorgeschrieben werden wie ein AppleScript Kommando zu schreiben ist.
Und was ist, wenn man Visual Basic Kompatibilität braucht, um mit Windows Anwendern arbeiten zu können? Ich vermute, dass man Office 2004 weiterhin nutzen wird (unter Rosetta, wenn man zu Intel migriert ist). Es wird schade sein, wenn es darauf hinausläuft, dass man bei den noch folgenden Office Verbesserungen leer ausgeht, aber man kann es nicht unbedingt als regelrechtes Elend bezeichnen.
Die wirklich unbeantwortete Frage scheint mir zu sein, wie die Excel Anwender jetzt maßgeschneiderte Funktionen schreiben sollen (gegensätzlich zu Makros). AppleScripts Mathematik ist dafür nicht geeignet, auch wenn Excel irgendwie zurückfragen könnte. So müssen MacBU Anwender entweder das Problem ignorieren und Excel ausblenden oder es muss eine komplett neue Lösung gefunden werden. Die Zeit wird es uns bringen.
von Jeff Carlson <jeffc@tidbits.com>
[Übersetzung: Almut Pabel <sebalpa@web.de>]
Apples Worldwide Developer Conference (WWDC) wartete in diesem Jahr mit den jährlichen Apple Design Award[12] Gewinnern auf. Sie erhielten nicht nur Ruhm und Mac Entwickler Glaubwürdigkeit, sondern einen speziellen Würfel als Preis, der aufleuchtet, wenn er berührt wird. (Wie ist dieses leuchtende Wunder gemacht? Die Gewinner des Preises für die besten Studenten 2004 nahmen ihren Preis nicht wie normale Personen einfach auseinander, sondern sie blickten natürlich mit einem CT-Scanner[13] hinein und konstruierten 3D Modelle!)
[12]<http://developer.apple.com/ada/>
[13]<http://mekentosj.com/goodies/cubism/>
Gratulation an die diesjährigen Gewinner und wir fordern Sie auf, sich ihre Web Sites anzuschauen um eine Ahnung davon zu bekommen, warum sie ausgewählt worden sind.
[14]<http://macromates.com/>
[15]<http://www.fscript.org/>
[16]<http://www.luxology.com/>
[17]<http://unity3d.com/>
[18]<http://inventive.us/iCliplite/>
[19]<http://weatherbug.com/weather-widgets/mac/>
[20]<http://automatedworkflows.com/automator/ultimate.html>
[21]<http://www.dent.umich.edu/itunes/developers/>
[22]<http://equinux.com/us/products/isale/>
[23]<http://www.fotomagico.com/>
[24]<http://www.aspyr.com/games.php/mac/10880/>
[25]<http://www.freeverse.com/wn2/>
[26]<http://mekentosj.com/enzymex/>
[27]<http://supermegaultragroovy.com/>
[28]<http://tribarsw.net/lineform/>
[29]<http://www.arizona-software.ch/applications/photopresenter/en/>
von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Klaus Werner Wirtz <pleins@gmail.com>]
Danke für die vielen Briefe und Kommentare zu meinem Artikel "An alle Mac-Entwickler: Wir brauchen einen Editor für die Gruppenarbeit"[30] in der TidBITS-Ausgabe vom 24.7.2006. Mit diesen Beiträgen und Jason Snells Veröffentlichung auf Macworld.com[31] sind wir im Gespräch sowohl mit Benutzern, die so einen Editor für die Gruppenarbeit dringend benötigen, als auch mit Entwicklern, die möglicherweise Interesse daran haben, ihn zu schreiben. Das heißt nicht, dass wir keine weiteren Entwickler mehr brauchen: je mehr, desto besser, und wenn jemand ein Open Source-Projekt starten würde, wären die zusätzlichen Programmierer sicher willkommen. Wir möchten jedoch ein paar Missverständnisse aufklären, die entstanden sind.
[30]<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=08613>
[31]<http://www.macworld.com/weblogs/macword/2006/07/rfp/>
SubEthaEdit Und Echtzeit-Werkzeuge -- Viele Leute haben gefragt, ob wir SubEthaEdit[32] von den Coding Monkeys in Betracht gezogen haben. Ja und nein - wir alle kennen SubEthaEdit und benutzen es gelegentlich, aber es ist aus zwei Hauptgründen nicht für die Zusammenarbeit geeignet, an die wir denken:
[32]<http://www.codingmonkeys.de/subethaedit/>
Wie gesagt, benutzen wir SubEthaEdit immer dann, wenn wir einen Artikel im Team erarbeiten. Z.B. für unseren Bericht über die WWDC-Ankündigungen haben wir SubEthaEdit angeworfen, die Berichterstattung aufgeteilt und in ein freigegebenes Dokument geschrieben (oder zumindest redigiert - manche Leute finden fremde Aktivitäten in einem Text äußerst störend). Und diese Woche haben wir unsere Wunschliste für Leopard auch in SubEthaEdit geschrieben, da sie auch aus kleinen Beiträgen von mehreren Leuten besteht.
Wir testen gerade eine Möglichkeit, das Problem des Sicherns zu umgehen, bei der die Person, der das Dokument gehört, ein Programm zum automatischen Sichern benutzt; momentan probieren wir das Shareware-Programm (USD 20) SaveMe[33] von GoldfishSoft aus - es scheint zu passen (obwohl man nicht wissen kann, wie es langfristig arbeitet; die Demo stoppt nach 30 Sicherungen). Man muss auch erwähnen, dass die aktuelle Version von SubEthaEdit nicht mehr kostenlos ist; die Änderungen von der freien zur kostenpflichtigen Version betreffen die Textbearbeitungsfunktionen, nicht die Zusammenarbeit. Zum Glück kann man ältere Versionen von SubEthaEdit[34] noch herunterladen.
[33]<http://goldfishsoft.com/saveme1.html>
[34]<http://www.codingmonkeys.de/subethaedit/old.html>
Einige Leute haben uns auf NoteShare[35] von AquaMinds hingewiesen, aber das ist auch ein Echtzeit-Werkzeug mit dem zusätzlichen Hindernis, dass nur eine Person auf einmal eine freigegebene Datei bearbeiten darf. Damit entfällt die Notwendigkeit, mehrere verschiedene Mengen von Änderungen zu verfolgen, aber es bedeutet auch, dass ein Redakteursteam nur ein Dokument pro Datei speichern darf, um zu verhindern, dass ein Bearbeiter alle anderen von allen Dokumenten in dieser Datei ausschließt. NoteShare ist definitiv noch in einem frühen Stadium der Entwicklung; es kann sich aber in interessante Richtungen weiterentwickeln, wie Kommentare von AquaSoft über zukünftige Versionen mit Möglichkeiten der Mehrfachbearbeitung und der Versionsverfolgung andeuten.
[35]<http://www.aquaminds.com/nsProduct.jsp>
Texterzeugung, nicht Veröffentlichung -- Zum zweiten ist vielen Leuten nicht ganz klar, wo im Veröffentlichungsprozess unser GroupEdit angesiedelt ist. In einer professionellen Umgebung wird der Text von einem Autor geschrieben, dann redigiert und kommentiert von einem oder mehreren Redakteuren; er kommt dann zum Autor zurück, der ihn an einen Redakteur weiterleitet; dann erhält ihn ein Korrekturleser, und erst ganz am Ende wird der Text in ein Druckprogramm und oder ein Content Management System gesteckt.
In den meisten Szenarien der Veröffentlichung im Internet - insbesondere Weblogs und Wikis - entsteht die Zusammenarbeit am Ende des Prozesses. Weblog-Einträge führen zu Kommentaren und Links, nachdem sie veröffentlicht worden sind. Wiki-Artikel können erst geändert werden, nachdem sie erstmalig veröffentlicht worden sind. Weblogs sind aus dem Paradigma der Veröffentlichung durch einen Einzelnen hervorgegangen; und obwohl Wikis seit langem gruppenorientiert sind, kann ein Beitrag in einem öffentlichen Wiki wie der Wikipedia von allen bearbeitet werden, sobald er erzeugt ist, nicht erst, nachdem er offiziell "veröffentlicht" ist.
Was wir also mit GroupEdit wollen, ist ein Werkzeug für den Prozess vor der Veröffentlichung, lange bevor das Publikum das Ergebnis sieht. Wir brauchen also nicht die Wurst, sondern den Wurststopfer. Und ja, das Hin und Her, das letztlich zu einem gut geschriebenen, gut redigierten und Korrektur gelesenen Artikel führt ist wie das Stopfen einer Wurst - es sieht nicht immer schön aus, und die meisten Publikationen wollen es den Lesern auch gar nicht zeigen. Obwohl ich bei Wikipedia nicht intensiv mitgearbeitet habe, habe ich den Eindruck, dass die Erstellung eines kontroversen Wikipedia-Artikels einiges vom Wurstmachen zeigt; das mag für die Wikipedia in Ordnung sein, aber die meisten Publikationen wollen das nicht zeigen.
Ich sage das, um zu erklären, warum Programme zum Veröffentlichen im Internet wie Weblog-Programme und Wikis bis hin zu Macromedia Contribute nie das bieten, was wir suchen. Alle sind darauf ausgerichtet, den letzten Schritt des Veröffentlichungsprozesses zu unterstützen, statt der frühen Phasen, in denen ein Dokument schnell zwischen seinem Autor und einem oder mehreren Redakteuren hin und her bewegt wird (je schneller, desto besser, obwohl die heutigen Werkzeuge die schnelle Weitergabe eher behindern).
Das Programm, das unseren Bedürfnissen wohl am nächsten kommt, ist Adobe InCopy[36], das mit InDesign zusammenarbeitet, um Schreibern das flüssigere Arbeiten mit Texten zu ermöglichen, die in InDesign-Layouts landen sollen. Obwohl InDesign viele der Funktionen hat, die wir brauchen, kommt es nicht in Frage, einmal wegen des Fokus auf InDesign und auf der Zusammenarbeit zwischen Schreibern und Designern (nicht Schreibern und Redakteuren). Zum anderen kostet es USD 250 pro Exemplar; weder wir noch MacWorld können es uns leisten, für jeden freien Mitarbeiter eine Kopie zu erwerben.
[36]<http://www.adobe.com/products/incopy/>
Zurück zum Vorschlag -- Ich möchte noch einmal anregen, dass Sie sich unseren Vorschlag auf der QuickTopic Document Review-Seite[37] ansehen, einmal um Kommentare abzugeben, die den Vorschlag detaillieren oder verbessern, aber auch um Macintosh-Entwickler aufmerksam zu machen, die an einem solchen Projekt interessiert sein könnten oder die vielleicht schon etwas haben, das man mit den Funktionen unseres Vorschlags verbessern könnte. Die Kommentare und Diskussionen, die unser Vorschlag bis jetzt angeregt hat, sind hilfreich und genau das, worauf wir gehofft hatten. Wir freuen uns darauf, den Dialog am Laufen zu halten und hoffentlich eine Entwicklung anzustoßen.
[37]<http://www.quicktopic.com/37/D/bVHWhMLMj74?inline=1>
vom TidBITS-Team <editors@tidbits.com>
[Übersetzung: Sven Kornmann <kornmann@arcor.de>]
Als er Mac OS X 10.5 Leopard letzte Woche während der Worldwide Developer Conference-Keynote auf der Bühne vorstellte, stellte Steve Jobs klar, dass Leopard weitere ãstreng vertraulicheÒ neue Merkmale bei Erscheinen haben werde. Das brachte uns zum Nachdenken Ð davon ausgehend, was Apple in vorherigen Versionen von Mac OS X gemacht hat und was sie für Leopard angekündigt haben, was bleibt übrig? Welche Verbesserungen von Mac OS X bleiben noch zur Auswahl? Nach einigen Diskussionen unter den Staff-Mitgliedern kamen wir zu dieser Liste. (Und wenn es Sie interessiert, mehr darüber zu hören, worüber Jobs in Leopard gesprochen hat, hören Sie sich die letzten beiden MacNotables Podcasts an, einen als Podiumsdiskussion[38] mit Dan Frakes, Ted Landau, Bob LeVitus und Andy Ihnatko, den anderen als Solovorstellung mit Adam[39].)
[38]<http://macnotables.com/archives/2006/666.html>
[39]<http://macnotables.com/archives/2006/667.html>
Schneller, schneller, Miezekatze! -- Um es ganz offen zu sagen, die allgemeine Benutzererfahrung unter Mac OS X ist zu langsam. Hardware auf das Problem anzusetzen hilft zu einem gewissen Maß, aber im Finder zu arbeiten und zwischen verschiedenen Anwendungen zu wechseln beinhaltet zu viele Pausen. Die rotierende Pizza des Todes ist eine ausreichend alltägliche Erscheinung, dass wir uns dabei ertappen, abgelenkt zwischen Anwendungen hin- und herzuspringen um halbwegs weiterarbeiten zu können, obwohl es schön ist, dass das bunte Rad nicht mehr so sehr ein Indikator dafür ist, dass ein baldiger Neustart nötig sein wird. Wir würden gern sehen, dass man einen bedeutenden Teil der Aufmerksamkeit in Leopard auf die Leistung in Bereichen legt, die für gefühlte Geschwindigkeitszuwächse für jeden Mac-Anwender mit ausreichend moderner Hardware sorgt. Neue Fähigkeiten sind hervorragend, und wir verstehen die Notwendigkeit, den Verkaufspreis einer neuen Version zu rechtfertigen, aber die Feineinstellung von bereits Implementiertem sorgt nicht nur für eine Geschwindigkeitssteigerung im alltäglichen Betrieb, sondern macht auch Sinn, wenn man nach zukünftigen Versionen Ausschau hält.
Intelligenterer Finder -- Wo wir vom Finder sprechen, es rumort, dass Apple daran für Leopard arbeitet, und es gibt einige Dinge, die uns auf die Palme bringen, deren Erledigung uns mehr Freude machen würde als höhere Geschwindigkeit. Es kommt immer noch vor, dass der Finder nicht merkt, wenn neue Dateien auftauchen, was bestenfalls verwirrend ist, und seine Warnung, wenn Sie viele Dateien über gleichnamige Dateien kopieren, erfordert wirklich das Vorhandensein der chronologischen Information, wenn Sie eine einzelne Datei über eine identisch benannte kopieren. Andere Beschwerden umfassen den Standardbutton, wenn man eine Dateinamenserweiterung ändert (wenn Sie die Erweiterung ändern, beabsichtigen Sie in den meisten Fällen wohl, sie zu ändern, also sollte das zum Standard werden); die Tatsache, dass der Finder die Originaldatei auswählt, nachdem man sie dupliziert hat, anstelle der duplizierten, an der Sie wahrscheinlich arbeiten wollen; die Tendenz, dass ein Ordner außer Sichtweite gescrollt wird, wenn Sie ihn umbenennen; und dass der Befehl "Original zeigen" aus dem Kontextmenu nicht immer (falls überhaupt jemals) die Originaldatei einer Verknüpfung anzeigt. Apple könnte schlimmeres tun als Path Finder[40] von Cocoatech nach Hinweisen zu durchforsten, wie man diese und andere kleine Usability-Probleme des Finders lösen könnte.
[40]<http://www.cocoatech.com/pf4/>
Intelligentere Authentifizierung -- Wie oft werden Sie nach Ihrem Administrator-Passwort gefragt? Vielleicht nicht so häufig wie wir, wenn man die Menge an Software bedenkt, die wir installieren und testen, aber wir könnten wetten, dass Sie Ihr Passwort munter eintippen, wann immer Sie dazu aufgefordert werden, ohne den leisesten Gedanken, was als nächstes passieren wird. (Das gilt die meiste Zeit auch für uns!) In Leopard würde wir daher gerne sehen, dass man sich ernsthaft Gedanken darüber gemacht hat, wie oft Authentifizierungsanfragen gestellt werden - mit einem Auge auf der Reduktion der Anzahl bis zu dem Punkt, an dem Anwender sich vermutlich wieder mehr Gedanken darüber machen, und dazu, wie die Passwortanforderungen gestellt werden - mit dem Zweck, sie erklärbarer zu machen. Eine Möglichkeit könnte sein, Sicherheitsstufen einzuführen, mit einem unterschiedlichen Typ der Authentisierungsanfrage für jede Stufe und so, dass die notwendige Benutzereingabe in höheren Sicherheitsleveln aufwändiger wird. So würde ein Installationsprogramm für eine Anwendung im Programm-Ordner relativ einfache Authentifizierung erfordern, aber wenn das Installationsprogramm auch eine Kernelerweiterung installieren wollte, wäre die Eingabe der Authentifizierung komplexer (und müsste den Anwender deutlicher darüber informieren, was es vorhat).
Diensteverwaltung -- Wir begrüßen das Vorhandensein des Dienste-Menus, aber ehrlich gesagt ist die ganze Situation eine Misere. Jede Anwendung kann einen Dienst eintragen und damit das Service-Menu mit einer wahnsinnigen Anzahl von Diensten überfluten, von denen viele Tastaturkürzel für sich in Anspruch nehmen oder unmöglich zu verstehen sind. Wir würden gerne sehen, dass Leopard eine Möglichkeit bietet, dass Anwender bestimmen können, welche Dienste verfügbar sind, und ihre Tastaturkürzel verwalten und mehr über die Funktionen lernen, die die Dienste tatsächlich bieten. Das mag Entwicklern auferlegen, ihre Anwendungen mit Diensten mit Metadaten zu versorgen, aber Anwender sollten in der Lage sein, auch ihre eigenen Beschreibungen hinzuzufügen. Dienste sollten auch auf eine andere Weise verfügbar gemacht werden als nur über das hierarchische Dienstemenu im Anwendungsmenu, das umständlich zu erreichen ist und das wenige Nutzer jemals auch nur wahrnehmen; stellen Sie sich zum Beispiel vor, Sie könnten ein paar Dienste als Favoriten bestimmen und sie über ein vollwertiges Dienstemenu in der Menuleiste (was nur ein Icon sein müsste) erreichen. (Peter Maurers Shareware Service Scrubber[41] ist ein guter Zwischenschritt, aber es ist die Art Einstellung auf Betriebssystemebene, die von Apple geliefert werden sollte.)
[41]<http://www.petermaurer.de/nasi.php?section=servicescrubber>
Tastaturkürzel-Manager -- Es gibt zahlreiche Wege, wie man ein Tastaturkürzel in Mac OS X definieren kann: hartkodiert in Anwendungen, selbst angepasst in Anwendungen; Dienste; Automationswerkzeuge wie iKey, Keyboard Maestro und QuicKeys; Starter wie LaunchBar und DragThing; und das Mac OS X-eigene Tastatur & Maus-Kontrollfeld. Bei so vielen Möglichkeiten kann es fast unmöglich sein herauszufinden, was ein bestimmtes Tastaturkürzel auslöst, und manchmal hören solche Kurzbefehle aus unerklärlichen Gründen auf zu funktionieren. Leopard sollte diese Situation so weit wie möglich aufräumen, indem es das Tastatur & Maus-Kontrollfeld zur zentralen Verwaltungsstelle für alle registrierten Tastaturkürzel macht.
Aktiver Sicherheitsagent -- Gelegentlich gibt es großen Aufruhr in der Macwelt über Programme, die Daten zurück ins Mutterschiff senden, heimlich einen Input Manager installieren oder allgemein Dinge tun, die sie nicht sollten. So sehr wir auch Software wie Little Snitch[42] von Objective Development und Firewalls wie DoorStop[43] von Open Door Networks und IPNetSentryX[44] von Sustainable Softworks gutheißen, würden wir uns wünschen, dass Leopard einen aktiven Sicherheitsagenten eingebaut hätte, der ein Profil mit Standard-Nutzungsmustern aufbauen würde und den Anwender warnte, wenn etwas von diesen Muster abzuweichen schiene oder als dubios bekannte Verhaltensweisen an den Tag legte. Der Mac hat lange den Ruf gehabt, sehr sicher zu sein, aber es ist sicher zu sagen, dass die konzentrierte Aufmerksamkeit auf weniger schmackhafte Elemente unzweifelhaft Verwundbarkeiten zu Tage fördern würde, und ein Gramm Vorsorge ist ein Kilo Heilung wert.
[42]<http://www.obdev.at/products/littlesnitch/>
[43]<http://www.opendoor.com/doorstop/>
[44]<http://www.sustworks.com/site/prod_sentryx_overview.html>
Nahtlose Netzwerknutzung -- Es ist etwas schwierig, diesen Wunsch auf den Punkt zu bringen, aber es scheint, als ob die Nutzung netzwerk-basierter Quellen wie Dateiservern oder Druckern immer noch zu penibel ist. Die rotierende Pizza des Todes ist häufig zu sehen, wenn man mit Netzwerkressourcen arbeitet, die langsam oder nicht zu erreichen sein mögen, und während einiges davon zweifelsohne unvermeidlich ist, wäre es toll, sähe man in Leopard eine nahtlosere Netzwerknutzung. Vielleicht bedeutet das, Netzwerkverbindungen im Hintergrund zu überprüfen, wenn sie nicht benutzt werden, um sicherzustellen, dass sie verfügbar sind, wenn auf sie zugegriffen wird, oder Fehlermeldungen zu geben, ohne zwei Minuten zu warten, wenn eine Serververbindung verschwindet. Oder vielleicht bedeutet es, eine Art Statusanzeige zu liefern, die der Anwender nutzen kann um festzustellen, ob eine Netzwerkressource tatsächlich verfügbar ist oder nicht, ohne versuchen zu müssen, eine Verbindung herzustellen, die nicht funktioniert. Leopards Verhalten in diesem Bereich zu verbessern wird als Aufgabe für die Leser bei Apple übrig bleiben.
Besseres Erkennen mehrerer Monitore -- Die meisten von uns hier bei TidBITS verwenden zwei Monitore, wenn wir nicht unterwegs sind, d.h. wir maximieren unsere Arbeitsfläche durch das Anschließen von zwei Monitoren an einen Desktop-Rechner oder durch das Erweitern eines Laptops um einen externen Monitor. Wenn wir Apples Dock nutzen wollen, frustriert und das jedoch manchmal, da logische Positionen für das Dock sich nicht immer gut bei zwei Monitoren umsetzen lassen. Wir können das kostenlose TinkerTool[45] von Mark Bresink benutzen, um das Dock am oberen Bildschirmrand zu platzieren, aber es wäre schön, wenn man in Leopard sehen könnte, dass das Dock befähigt würde, an jeder Seite jedes Displays platziert werden zu können, wenn mehrere Bildschirme angeschlossen wären. Eine weitere Option, die Anhänger mehrerer Monitore glücklich machen würde, ist die Fähigkeit, dasselbe Menu auf beiden Bildschirmen anzuzeigen. Auf diese Weise wäre das Menu immer über dem aktuellen Fenster, egal auf welchem Bildschirm es sich aufhielte.
[45]<http://www.bresink.de/osx/TinkerTool.html>
[Übersetzung: Hartmut Greiser <linarte.post@gmail.com>]
Icon Management auf der Menüleiste -- Bei vielen Anwendern befinden sich auf der rechten Seite der Menüleiste viele Icons. Einige davon hängen mit der Systemsteuerung zusammen, andere von Voreinstellungen bestimmter Programme, dazu kommen solche - wie das Scriptmenü-Icon - für die es kein erkennbares Interface gibt, mit dessen Hilfe Sie das Icon von Ihrer Menüleiste löschen bzw. mit dem Sie es hinzufügen könnten. Manche Icons kann man mit Command-Drag von der Menüleiste entfernen, bei anderen funktioniert das nicht. (Wer Spotlight nie von der Menüleiste aus einsetzt, wünscht sich wahrscheinlich, dass es zur ersten Kategorie gehörte.) All dies ist auch als Empfehlung für Leopard zu sehen, die Art wie Icons in der Menüleiste hinzugefügt oder entfernt werden zu standardisieren und zu zentralisieren; es ist OK, verschiedene Möglichkeiten anzubieten, aber es ist schon angenehm, wenn man die überflüssigen Icons von einer Stelle aus abschalten kann.
Erweiterbarer Location Manager -- Bei Mac OS 9 gab es einen eingebauten Location Manager, mit dessen Hilfe die Nutzer eine ganze Reihe von Einstellungen auf einmal ändern konnten, wenn sie ihren Laptop an einen anderen Platz mitnahmen. Wenn Sie die ortsspezifischen Einstellungen in Mac OS X 10.4 Tiger mittels des Location-Untermenüs im Apple-Menü ändern, dann betrifft das nur die Netzwerkeinstellungen. Für den Anfang ja schon mal ganz gut, aber es hat - anders als bei Mac OS 9s Location Manager - keinerlei Auswirkungen auf andere Systemeinstellungen, die Sie vielleicht - in Abhängigkeit zu Ihrem Standort - ändern möchten: den Standarddrucker, den SMTP-Server, die Zeitzone, die Lautstärke und die Energiespareinstellungen. Das Dritthersteller-Produkt "Location XÓ[46] bietet die meisten dieser Möglichkeiten, es bleibt aber unentschuldbar, dass der in Mac OS X eingebaute Location-Support noch nicht mal das bietet, was Mac OS 9 schon konnte.
[46]<http://homepage.mac.com/locationmanager/>
Und wo wir gerade beim Wünschen sind wollen wir noch einen Schritt weiter gehen: warum soll man sich anstrengen und eine Örtlichkeit wählen, wenn der Mac das selbst kann? Sobald Sie sich z.B. zuhause mit Ihrem drahtlosen Airport-Netzwerk verbinden, könnten all Ihre ortsbezogenen Voreinstellungen aktiviert werden. Vielleicht könnten auch Ihre Mac OS X Firewall-Einstellungen angepasst werden, wenn Sie eine Verbindung zu einem T-Mobile oder einem anderen öffentlichen Wi-Fi Netzwerk herstellen? (Location X bietet diese Möglichkeit, sie nennt sich AutoLocate.) Computer sind doch dafür da, alberne Aufgaben zu automatisieren, oder?
Widgets ohne Dashboard -- Viele Aufgaben lassen sich mit Dashboard leichter erledigen, sein Grundproblem bleibt jedoch die Modalität: man muss erst zu Dashboard wechseln, die Aufgabe erledigen und dann in die reguläre Arbeitsumgebung zurückkehren. Nehmen Sie nur den einfachen Rechner: es bedarf mehrerer Schritte (und braucht mehr Zeit), ein Ergebnis aus dem Dashboard-Rechner mittels Copy-Paste zu übernehmen, als von der Stand-Alone-Version im Programmordner. Wo ist da der Vorteil? Es müsste möglich sein, jedes beliebige Widget isoliert anzuwenden, ohne dafür auf die Dashboard-"EbeneÓ von Mac OS X wechseln zu müssen. Das wäre ein großer Schritt in Richtung Anwenderfreundlichkeit. Mit dem Amnesty Widget Browser[47] lässt sich das schon umsetzen, es sollte aber keine Extra-Investition erfordern, um Widgets nutzen zu können.
[47]<http://www.mesadynamics.com/amnesty.htm>
Startup Item Manager -- Die Tage von Apples Mac OS 9 Extension Manager sind lang vorbei, der Bedarf an einem Extension- oder Startup Item Manager besteht aber weiterhin. Es gibt system-weite Startup Items, account-spezifische Login Items, Eingabemanager, Kernelextensions und Gott weiß, was sonst noch. So gesehen ist es für einen Normal-Sterblichen fast unmöglich, präzise zu bestimmen, welcher Non-Apple-Code zu einer beliebigen Zeit geladen wird. Leopard sollte den Nutzern ein einheitliches Interface bieten, mit dessen Hilfe alle Arten von Fremd-Programmen organisiert werden können, die ohne besonderes Zutun des Anwenders ablaufen - auf diese Weise ließe sich die Leistungsfähigkeit verbessern, das Finden von Fehlern würde vereinfacht und die Sicherheit ließe sich erhöhen.
Schlauerer Einsatz der Festplatte -- In dem Maße, wie Time Machine im Laufe der Zeit mehrfache Snapshots Ihrer Daten ablegt, werden die Festplatten der heutigen Macs sich schnell füllen. Mac OS X braucht jede Menge Platz für Swap-Files und andere unsichtbare Cache-Dateien; für die Handhabung von Speicherplatz wünschen wir uns deshalb drei intelligente Verbesserungen.
Als erstes eine dynamische Repartitionierung, eine Eigenschaft, die es zwar schon gibt, die dem durchschnittlichen Anwender allerdings nicht offen steht. Mit Apples Boot Camp Assistant kann man auf der Festplatte eine neue Partition für Windows erstellen, ohne dass Sie Ihre Festplatte neu formatieren oder bestehende Daten gefährden müssten. Wenn Sie Boot Camp nicht mehr einsetzen möchten, kann dieses Tool die Partition entfernen und Ihr Laufwerk wieder in den ursprünglichen Zustand zurückversetzen. Disk Utility sollte ein Interface enthalten, mit dem man dieses Verfahren auch auf Mac-Partitionen anwenden könnte, außerdem sollte es die Möglichkeit geben, Partitionen bei Bedarf eine andere Größe zuzuweisen. Es gibt schon einige Möglichkeiten auf Kommandoebene, dazu bieten verschiedene Fremdprodukte die dynamische Neu-Partitionierung (die allerdings noch langsam und unhandlich sind). Leopard sollte hier für schnelleres und einfacheres Arbeiten sorgen. Außerdem würden wir als Zugabe eine Defragmentierungs-Möglichkeit bekommen, da eine dynamische Repartitionierung dafür sorgen würde, dass sich alle Daten in einem Plattenbereich konzentrieren, um auf dem Rest der Platte einen möglichst großen zusammenhängenden, leeren Speicherplatz vorzuhalten.
Die zweite Verbesserung betrifft ein besseres Frühwarnsystem für den Fall, dass der Plattenspeicher zur Neige geht. Bevor Mac OS X sich mit einer Warnung meldet können schon unangenehme Dinge passiert sein: die Leistung nimmt ab und man kann keine optischen Speichermedien mehr brennen (da kein Platz mehr für ein Disk-Image zur Verfügung steht, ein Problem, das Roxios Toast[48] sehr elegant umgeht). Im allerschlimmsten Fall kann es sogar passieren, dass Sie Ihren Rechner nach einem Programm- oder System-Update nicht mehr neu starten können. Es wäre schön, wenn Disk Utility oder ein anderes Programm im Hintergrund die Abläufe beobachten würde, die den Betrieb der Festplatte beeinflussen. Und Apple wäre gut beraten, ein Hilfsprogramm ähnlich dem exzellenten Disk Inventory X[49] anzubieten, mit dem man erkennen kann, was den freien Speicherplatz beansprucht.
[48]<http://www.roxio.com/enu/products/toast/titanium/overview.html>
[49]<http://www.derlien.com/>
Nicht zuletzt hätten wir gern etwas mehr Kontrolle über den Papierkorb. Es wäre schön, wenn der Punkt "Papierkorb leerenÓ im Findermenü hierarchisch würde, damit man bestimmen kann, auf welchem Volume die Dateien gelöscht werden. Wenn Sie z.B. auf Ihrem Desktop ein USB-Flashdrive aktiviert hätten und in Tiger "Papierkorb leerenÓ anklickten, dann würde gleichzeitig der Papierkorb Ihres Start-Volumes gelöscht, auch wenn Sie das im Augenblick garnicht wollten. Eine andere Idee betrifft die Möglichkeit, Parameter zu setzen, die dafür sorgen, dass Dateien im Laufe der Zeit in Abhängigkeit mit dem verbrauchten Speicherplatz gelöscht werden. Man könnte beispielsweise mit QuickTime-Dateien beginnen, die schon länger als drei Monate im Papierkorb liegen. Man kann davon ausgehen, dass man mit Hilfe von Time Machine auch eine Datei wiederherstellen kann, die man vor langer Zeit aus Versehen in den Papierkorb geschoben hat und die dann automatisch gelöscht wurde.
Plug-ins für Mail und Safari müssen geduldet werden -- Die Entwickler haben zahlreiche Plug-Ins und Erweiterungen für Mail und Safari geschrieben, die hilfreiche neue Eigenschaften zur Verfügung stellen oder die für die Behebung von Interface-Unzulänglichkeiten sorgen. Problematisch ist, dass Apple offiziell keine Plug-In-Architektur für irgendein Programm bietet. Es gibt weder dokumentierte APIs für Plug-Ins noch einen Entwickler-Support. Wer neue Features einbringen möchte ist auf die Methode "Versuch und IrrtumÓ angewiesen - und er riskiert Systemabstürze und fehlerhaftes Programmverhalten (siehe "Sind Input Managers teufelswerk?"[50]). Apple bietet ein Framework für neue Internet Plug-Ins (um in Safari oder anderen Programmen, die WebKit benutzen, neue Inhaltstypen einzubauen), was aber wirklich benötigt wird, ist eine ausgewachsene API-Extension, wie in Firefox und Thunderbird.
[50]<http://db.tidbits.com/getbits.acgi?tbart=08430>
Nicknames in Mail -- Die Mail-Liste "Previous Recipients - Bisherige EmpfängerÓ erfasst jeden, an den Sie jemals eine Email geschickt haben, nicht nur die, mit denen Sie auch in Zukunft korrespondieren möchten. Es ist deshalb durchaus möglich, dass Sie - beim Adressieren einer Nachricht mithilfe von Auto-Completion - aus Versehen einen falschen Namen eintragen. Diese Liste lässt sich manuell eindampfen, das ist aber eine ziemliche Zumutung. Es wäre schön, wenn man "Previous RecipientsÓ komplett abschalten und dafür kurze Nicknames für solche Kontakte selbst definieren könnte, die häufig benötigt werden (wie in Eudora).
Leichte Verschlüsselung auf Datei-, Ordner- und Volume-Ebene -- FileVault ist Mist. Auch wenn man unterstellt, Apple habe es geschafft, alle Bugs der ersten Versionen auszumerzen - allein die Idee, den kompletten Home-Ordner eines Anwenders zu verschlüsseln, ist eine Totgeburt, da nur wenige Anwender Wert darauf legen, ihre Fotos, Filme und Musik zu verschlüsseln, die aller Wahrscheinlichkeit nach den meisten Platz in den Home-Ordnern einnehmen. Dazu kommt, dass Sicherungsstrategien (weil FileVault auf einer Sparse-Datei im Hintergrund beruht) diese Datei auf jeden Fall ignorieren müssen und statt dessen nur dann den Inhalt überprüfen, wenn dieses Image gemounted ist (sonst würde der Eingang einer einzigen Email dazu führen, dass die gesamte Multi-Gigabyte Disk-Image-Datei gesichert werden müsste). Ein so grobes Instrument ist überflüssig, Leopard könnte die Technologie hinter FileVault auf einzelne Dateien oder Ordner anwenden und uns so die Möglichkeit verschaffen, nur die Daten zu verschlüsseln, bei denen das wirklich nötig ist. Mit einigen Anpassungen könnte man auch die Verschlüsselung einer kompletten Disk ermöglichen, was ideal für USB Flash Drives, iPods und andere abkoppelbare Speichermedien wäre, die möglicherweise empfindliche Daten enthalten.
vom TidBITS-Team <editors@tidbits.com>
[Übersetzung: Almut Pabel <sebalpa@web.de>]
1984 -- PodBrix entwickelte ein limitiertes Lego Set von Apples berühmter 1984-Werbung... welches jetzt ausverkauft ist. 3 Mitteilungen[51]
[51]<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/906/>
TidBITS bei Avantgo -- Beim Übergang zum neuen TidBITS Veröffentlichungs- System wurden mobile PDA Ausgaben anfänglich nicht mit eingebracht, aber sie funktionieren jetzt. 8 Mitteilungen[52]
[52]<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/909/>
VOIP Echo Problem -- Wenn Sie unter Echos in Voice-over-IP Gesprächen leiden (so wie bei Skype), finden Sie hier eine Erklärung, wie das passieren kann. 9 Mitteilungen[53]
[53]<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/910/>
Gedanken über nummerierte URLs in TidBITS -- Letzte Woche veränderten wir einige unserer Formatierungen, wobei Links jetzt eine Nummer haben, diese soll auf die passende URL hinweisen. Die Leser kommentierten die Änderung. 9 Mitteilungen[54]
[54]<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/911/>
Apple hat Ruhezustand neu definiert -- Das Ruhezustands-Kontrolllicht arbeitet unterschiedlich bei neuen Macs. 3 Mitteilungen[55]
[55]<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/912/>
Auto Diktat > Textverarbeitungsprogramm -- Ein Leser lernte, wie man Text diktieren kann, während man Auto fährt - was später in ein Textverarbeitungsprogramm einfließt. 2 Mitteilungen[56]
[56]<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/913/>
Übersetzung dieser Ausgabe: Almut Pabel <sebalpa@web.de>, Hartmut Greiser <linarte.post@gmail.com>, Sven Kornmann <kornmann@arcor.de> und Klaus Werner Wirtz <pleins@gmail.com>.
Lektorat: Klaus Werner Wirtz <pleins@gmail.com>.
Koordination dieser Ausgabe: Klaus Werner Wirtz <pleins@gmail.com>.
Copyright der deutschen Ausgabe: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
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