
Apple und Adobe haben uns geholfen, diese Ausgabe mit grossen Ankündigungen zu füllen. Adobe hat heute Adobe Creative Suite 2.3 vorgestellt und darin GoLive CS2 mit Dreamweaver 8 ersetzt und Acrobat Professional auf die Version 8.0 aktualisiert. Aber die wichtigeren Neuigkeiten waren bei Apple zu finden, die neue iPods mit Video, iPods nano und einen viel kleineren iPod shuffle vorstellten und gleichzeitig den Schleier über iTunes 7 lüfteten, womit es nun auch möglich sein wird, ganze Filme über den iTunes Store zu kaufen und herunterzuladen. In einer der seltenen Vorankündigungen hat Steve Jobs iTV vorgestellt, eine Settop-Box zum drahtlosen Übermitteln von Videos an den Fernseher. Wir kommentieren all diese Neuigkeiten und werfen zusätzlich einen Blick auf den HDMI-Anschluss, der bei iTV eine Schlüsselrolle spielen könnte. Schliesslich klärt uns Adam noch über eine merkwürdige Import-Funktion in iPhoto 6 auf, die bisher gut versteckt war.
Themen:
vom TidBITS-Team <editors@tidbits.com>
[Übersetzung: Hartmut Greiser <linarte.post@gmail.com>]
Steve Jobs startete Apples Sonderveranstaltung "It's Showtime!" letzte Woche mit der Vorstellung einer Reihe überarbeiteter iPods mit den gleichen Bezeichnungen wie die der aktuellen Serie. Wie allgemein erwartet gab er bekannt, dass es im iTunes-Store ab sofort auch Filme zu kaufen gibt, die mit einer neuen Version von iTunes organisiert werden können. Außerdem gab es - völlig unüblich für Apple - die Vorankündigung einer drahtlosen Set-Top-Box mit dem Arbeitstitel iTV, die im ersten Quartal 2007 in den Verkauf kommen soll. Aber der Reihe nach...
Neue iPods -- Das Modell mit den wenigsten Änderungen ist der video-fähige iPod, er behält das gleiche Design (verfügbar in Schwarz und Weiß) wie die vorherige Version. Allerdings hat Apple die Batterieleistung verbessert, angeblich sind jetzt bis zu 3,5 Stunden Videowiedergabe (gegenüber bisher 2 Stunden) oder bis zu 20 Stunden Musikwiedergabe möglich. Der Bildschirm ist jetzt 60% heller. Den iPod gibt es mit 30 GByte für 250 US$ und mit 80 GByte für 350 US$; die Preise sind übrigens 50 US$ billiger als bei den Vorgängermodellen, die 30 bzw. 60 GByte Kapazität hatten.
Apples erfolgreichstes "Musikinstrument", der iPod nano, kam in einem bunten Farbenstrauß: Grün, Silber, Schwarz, Blau und Pink, alle in eloxiertem Aluminum statt Plastik und vom Äußeren her mit Anklängen an den alten iPod mini. Der Monitor ist 40% heller als bei den alten Modellen, und Apple spricht von bis zu 24 Stunden Batterieleistung für die Musikwiedergabe. Den iPod nano gibt es mit 2 GByte Speicher für 150 US$, mit 4 GByte für 200 US$ und mit 8 GByte für 250 US$. Allerdings bleibt Apple bei Farbangebot zurückhaltend: das 2 GByte Modell gibt es nur in Silber, das 8 GByte Modell nur in Schwarz; dafür gibt es das 4 GByte Modell in Silber, Grün, Blau und Pink.
<http://www.apple.com/ipodnano/>
Den iPod shuffle -- Apples Antwort auf die MP3-Spieler-Konkurrenz im unteren Preissegment, die bisher unbehelligt blieb - gibt es einzig als 1 GByte Modell für 80 US$. Der iPod shuffle ist jetzt deutlich kleiner - 4.11 cm breit und 2.72 cm hoch. Außen präsentiert er sich nicht mehr in Weiß, sondern in Aluminium mit einem eingebauten Clip zur Befestigung an der Bekleidung. Er ist ab Oktober zu haben.
<http://www.apple.com/ipodshuffle/>
(Bemerkenswert ist ebenso, dass die Verpackungen für den iPod nano und den iPod shuffle jetzt viel weniger aufwändig als früher ist, ein willkommener Beitrag zur Müllvermeidung.)
Der neue iPod und der neue iPod nano bieten beide die neue "Sofortsuche" ("instant search"), in der man mit Hilfe des Click-Wheel durch das Alphabet geht, um so den Anfang eines Songs oder eines Künstlernamens zu buchstabieren. Auch Spiele sind neu: iPod-Anwender können jetzt eine Reihe von Spielen für jeweils 5 US$ aus dem iTunes-Store herunterladen. Zur Auswahl stehen derzeit Tetris, Vortex, Pac-Man, Cubis 2, Zuma, Texas Hold'em, Mini Golf, Mahjong und Bejeweled. Die neue Sucheigenschaft gibt es nur für die neueste iPod-Generation, die Spiele laufen dagegen auch auf den vorherigen Modellen. In iTunes selbst kann man keine Spiele spielen.
iTunes 7 -- Wenn es um Änderungen beim iTunes-Store geht ist es nicht ungewöhnlich, dass Apple ein größeres Update für iTunes vorstellt. Beim Start von iTunes 7 werden Sie auf eine willkommene neue Eigenschaft hingewiesen - automatische Ergänzung von Album-Covern für Songs in Ihrer Bibliothek. Danach aktualisiert iTunes Ihre Bibliothek - vermutlich werden die Einträge intern nur in ein neues Datenbankformat überführt - gefolgt von einer längeren Aktion, um Songs zu identifizieren, die um das neue Merkmal "gapless playback" (Playback ohne Unterbrechung zwischen den Songs) ergänzt werden sollen. Wie sich herausstellt ist "gapless" Playback in iTunes 7 ständig eingeschaltet. Songs, die Lücken aufweisen, haben in der Regel am Anfang und am Ende der Kodierung einen stummen Bereich, der erhalten bleibt (in den Fällen, in denen das nicht so ist, hört sich der Übergang zwischen den Songs in der Regel ok an). Bei völlig lückenlosen Songs reicht der Sound vom Anfang bis zum Ende der Datei. Bei der Identifizierung wird also jede Datei untersucht, um präzise zu bestimmen, wann die hörbaren Daten beginnen, ein kleines bisschen des stummen Bereich zu eliminieren, der immer dann auftritt, wenn der Audiodecoder startet. Sie müssen Ihre normale Tätigkeit glücklicherweise nicht unterbrechen, solange die lückenlose Playback-Identifizierung durchgeführt wird. Die ist nämlich ziemlich langsam.
<http://www.apple.com/itunes/overview/>
<http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=304362>
iTunes 7 bietet einige neue Navigations-Instrumente, die die Arbeit mit den unterschiedlichen Medien vereinfachen, die in diesem Programm inzwischen normalerweise anzutreffen sind. Die Medienübersicht ist jetzt in verschiedene Segmente (BIBLIOTHEK, STORE, WIEDERGABELISTEN) mit Überschriften in Großbuchstaben unterteilt; "Geräte" wird angezeigt, sobald ein iPod angeschlossen wird. In der Bibliothek finden sich Musik, Filme, Fernseh-Shows, Podcasts, Audiobooks und Radiosender (hier können sogar Spiele zu finden sein, alles nach Bedarf). Store ist mit dem iTunes Store verlinkt, außerdem findet sich hier die Wiedergabeliste mit den gekauften Titeln. Unter "Wiedergabelisten" sind Ihre eigenen Listen abgelegt. Die Buttons oben auf dem Bildschirm, mit denen Sie z.B. zwischen TV-Shows und Musivideos wählen konnten (wenn Video als Quelle definiert war) sind verschwunden.
<http://www.apple.com/itunes/jukebox/sourcelist.html>
Auffallender, wenn auch funktional weniger von Bedeutung, sind die drei Ansichten: Liste, Gruppen und Cover Flow, die mit den Buttons links vom Suchfeld gesteuert werden. Die Listenansicht kennen wir alle zur Genüge. In der Gruppenansicht werden die Songs nach Alben und die TV-Episoden nach Shows zusammengefasst. Die Bilder der Alben sind links von der Gruppe zu sehen; für Podcasts und Radiosender gibt es diese Möglichkeit nicht. Cover Flow bietet ein neues, veränderbares Feld an, in dem Albencover so angezeigt werden, als seien sie CD-Boxen, die auf einem stark reflektierenden schwarzen Tisch stehen. Die Alben werden aufgefächert angezeigt; der Inhalt des in der Mitte stehenden Albums steht in einer Liste darunter, und man kann die Sammlung mit einem Rollbalken schnell und bequem durchsuchen. Bei einer Sortierung (durch einen Klick auf die Spaltenüberschrift) ändern sich auch die Darstellung der Alben. Natürlich ist es in erster Linie etwas fürs Auge, aber es könnte sich als nützlich erweisen, wenn man seine Musiksammlung einfach so durchstöbern möchte. Interessanterweise und für Apple unüblich wurde Cover Flow von dem unabhängigen Entwickler Jonathan del Strother gekauft.
<http://www.apple.com/itunes/jukebox/coverflow.html>
<http://www.steelskies.com/coverflow/>
Falls Sie nur wenige Coverdarstellungen für Ihre Alben haben, dann verzagen Sie nicht: Apple bietet Ihnen die Cover für Ihre Musik jetzt umsonst, sogar für solche, die früher gerippt wurden (die Sammlung beschränkt sich allerdings auf den iTunes Store-Katalog). Falls Sie schon ein Hilfsprogramm eingesetzt haben, um sich billige Coverdarstellungen zu besorgen, dann sollten Sie die zunächst löschen, indem Sie die Mehrfachwahl benutzen, Datei > Informationen markieren, die Box Cover anklicken (ohne etwas einzugeben) und mit Ok bestätigen. Machen Sie danach wieder einen Control-Click auf die entsprechenden Titel und wählen Sie Albumcover laden. (Der Befehl Geladene Cover löschen funktioniert z.Zt. nur bei Covern, die bei Apple heruntergeladen wurden.)
Was die Funktionen angeht, so bietet iTunes 7 jetzt eine besonders willkommene Eigenschaft, wenn auch mit einer leidigen Einschränkung. Wenn Sie in der Vergangenheit Musik oder Videos mit Hilfe Ihres iPod zwischen Rechnern synchronisieren wollten, so hatten Sie Pech (wenngleich es mit verschiedenen Hilfsprogrammen von Drittherstellern machbar war). iTunes 7 synchronisert jetzt gekaufte Inhalte zwischen Computern. Wenn Sie jetzt also einen Song oder eine TV-Show auf einen Computer laden, dann können Sie den iPod mit einem anderen authorisierten Rechner verbinden und so den Inhalt dorthin kopieren. Das hört sich zwar ganz vielversprechend an, funktioniert aber nur mit gekauften Inhalten, nicht mit Musik, die Sie von Ihren eigenen CDs gerippt haben.
<http://www.apple.com/itunes/sync/transfer.html>
[Übersetzung: Sven Kornmann <kornmann@arcor.de>]
Soweit wir sagen können, verbessert iTunes 7 in keiner Weise die Situation einer Familie, die ein einziges Musikarchiv von mehreren Computern teilen möchte. Die eingebaute Freigabefunktion ist unzureichend, weil nur ein Computer Wiedergabelisten anlegen, Titel bewerten kann etc. Einen freigegebenen Musikordner auf einem zentralisierten Server zu verwalten funktioniert akzeptabel, aber jeder Computer muss neue Musik manuell hinzufügen. Die eine neue Fähigkeit hier ist, dass iTunes jetzt mehrere Bibliotheken unterstützt, so wie iPhoto; drücken Sie beim Starten von iTunes die Wahltaste [Alt -- SK], um Bibliotheken anzulegen oder zwischen ihnen zu wechseln. Der einzige echte Nutzen, den wir in dieser Eigenschaft sehen können, ist dass man auf einem Laptop für unterwegs eine relativ kleine Bibliothek hat und eine andere, die auf einen gemeinsam genutzten Speicher zeigt, wenn Sie zu Hause sind.
In einer netten Ansicht bietet iTunes jetzt eine iPod-Übersichtsseite mit Reitern, die alle Informationen über Ihren iPod zusammenfasst, inklusive Name, freien Speicherplatz, Seriennummer, Inhalte und so weiter. (Klicken Sie auf den Kapazitätsbalken, um zwischen der Ansicht über Speicherplatz und Anzahl der Titel zu wechseln.) Außerdem ist iTunes nun für iPod-Softwareaktualisierungen zuständig, was das unangenehme iPod-Updatewerkzeug und die Notwendigkeit, Updates für iPod-Modelle herunterzuladen, die man nicht besitzt, obsolet macht.
<http://www.apple.com/itunes/sync/summary.html>
iTunes Store -- Wie erwartet war Steve Jobs' "One more thing..."-Ankündigung tatsächlich die Ergänzung des iTunes Store um Filme (beachten Sie, dass Apple "Music" aus dem Namen entfernt hat). Jobs kündigte an, dass der iTunes Store jetzt 75 Filme von Disney, Pixar, Touchstone und Miramax führt, die alle zu Disney gehören. Er versprach auch, dass Apple wöchentlich Videos hinzufügen werde, obwohl die echte Frage ist, ob Apple in der Lage sein wird, Vereinbarungen mit anderen Filmstudios zu treffen. Zurzeit sind die Filme nur in den Vereinigten Staaten erhältlich, der internationale Vertrieb wird für 2007 erwartet.
Preislich liegen die meisten älteren Filme bei 10 US$, während neu veröffentlichte bei Vorbestellung in der ersten Woche des Vertriebs für 13 US$ zu haben sind, bevor sie auf 15 US$ ansteigen. Die Preise sind vergleichbar mit Amazons neuem Unbox Videoservice, der vorige Woche angekündigt wurde. Amazon Unbox Video hat eine größere Auswahl an Studios außer denen, die Disney gehören, aber das ist irrelevant für Mac-Anwender, da Amazons Dienst das Digitale Rechtemanagement von Windows Media Player verwendet, das nicht mit Macs oder iPods kompatibel ist.
<http://www.amazon.com/b/?&node=16261631>
Die Videos sind in einer nach Apples Aussagen "DVD-nahen Qualität" enkodiert und haben Dolby Surround-Klang, wobei wir es anderen überlassen werden, sich darüber zu streiten, wie gut das tatsächlich ist und ob Apple den richtigen Kompromiss zwischen Qualität und Downloadgröße eingegangen ist. Die Downloadzeit wird sicherlich lang sein, obwohl die Details von anderen Variablen als nur der Größe abhängig sein werden. TV-Sendungen sind nun in 640 x 480 Pixeln kodiert, anstelle von 320 x 240 wie vorher.
Videos benötigen QuickTime 7.1.3, das auch letzte Woche veröffentlicht wurde und auch eine Anzahl Fehlerbehebungen für böswillig manipulierte Filme enthält, die Abstürze verursachen könnten. Es ist für Mac OS X 10.3.9 und neuer erhältlich und über Software-Aktualisierung oder als 48 MByte-Download von Apples Website erhältlich.
<http://www.apple.com/quicktime/download/mac.html>
Diese Filmkäufe in voller Länge haben dieselben Beschränkungen wie Videokurzfilme, Musikvideos und andere visueller Inhalte: im Gegensatz zu iTunes Store-Audiokäufen können sie nicht in einem abspielbaren Format gebrannt werden. Mit Musik und dem Online-Store war das Brennen einer Audio-CD die eine Möglichkeit heraus aus der Welt des Digitalen Rechtemanagements von Apples FairPlay-Technologie. Mit Video können Sie Backups der Daten machen - etwas, das mit DVDs extrem mühselig ist - aber Sie können die Daten nirgendwo abspielen außer in iTunes für Mac OS X und Windows und auf einem iPod. (iTunes 7 fordert Sie nun auf, gekauften Inhalt nach dem Download zu sichern; die Warnung kann deaktiviert werden. Außerdem kann ein neuer Befehl zur Datensicherung auf CD/DVD im Ablage-Menü gefunden werden.)
Filme scheinen außerdem ohne Extras zu kommen. Zum Beispiel haben "Die Unglaublichen" eine Reihe Extras und Kurzfilme auf der DVD, die in Läden verkauft wird. Diese Extras werden in keiner Weise im Apple Store erwähnt. Amazon.com verkauft das Doppel-DVD-Set für 10 EUR bei Lieferung frei Haus; Apple verlangt 13 US$ (in der ersten Woche, dann 15 US$), aber scheinbar erhält man dafür nur den Film. Des weiteren hat die DVD-Version englische, französische und spanische Untertitel und Audio plus Audiokommentar (zwei separate). Das ist ein potentiell signifikanter Unterschied zwischen der DVD und der Downloadversion für einige Leute.
iTV Schnupperpremiere -- Jobs spielte mit dem "One more thing"-Mythos, als er nach der Vorstellung der Ergänzung des iTunes Stores um Filme eine Pause machte und "One last thing..." [Eine letzte Sache... -- SK] ankündigte und iTV vorstellte, eine drahtlose Set-Top-Box, die im Laufe des ersten Quartals 2007 für 300 US$ erscheinen soll. Das iTV, dessen Name laut Jobs sich noch ändern werde, zielt darauf ab, alle Videos, die Sie sich ansehen, nicht nur auf Ihrem Computer oder iPod zu sehen, sondern auch auf dem großen Flachbild-Fernseher, den Sie sich nach der Lektüre von Clark Humphreys "Take Control of Digital TV" gekauft haben. Sie können sicherlich einen Mac an den Fernseher anschließen, aber es ist unelegant, insbesondere mit der ganzen Verkabelung, die notwendig ist. Im Wesentlichen scheint iTV ein aufgemotztes AirPort Express zu sein, zumindest in Sachen Medienverteilung und Wiedergabe.
<http://www.takecontrolbooks.com/digital-tv.html?14@@!pt=TRK-0027-TB847>
Das iTV sieht aus wie ein plattgemachter Mac mini, mit drahtgebundenem und drahtlosem Netzwerk, USB 2.0, HDMI (High Definition Multimedia Interface), Komponentenvideo, analogen und digitalen Audioschnittstellen. Sein Software-Oberfläche ist stark an Front Row angelehnt und ermöglicht den Zugriff auf Videos, Fernsehserien, Musik, Podcasts und Fotos und wird über eine Apple Remote-Fernbedienung gesteuert. Der HDMI-Anschluss ist entscheidend, da er hochaufgelösten digitalen Videodaten erlaubt, in einer verschlüsselten Form zum Fernseher geleitet zu werden. Die Filmstudios haben HDMI benutzt, um zu verhindern, dass identische Kopien ihrer Filme digital von DVD-Playern ausgegeben werden. Aber die Verwendung von HDMI bedeutet auch, dass nur bestimmte abgenommene digitale Videoabspielgeräte diese hohen Auflösungen verwenden können.
Obwohl keine Besprechung von Festplatten oder optischen Laufwerken während der Keynote stattfand, könnte iTV eine Form von Zwischenspeicher benötigen, um die Videowiedergabe von "ausgewählten" Internetseiten zu unterstützen - und wir würden liebend gerne hören, was "ausgewählt" über die Floskel "es kann QuickTime-Filmtrailer von Apples Website abspielen" hinaus bedeutet. Wir würden zum Beispiel gern einen YouTube-Kanal sehen. Das Fehlen eines DVD-Laufwerks ist besonders enttäuschend, da es bedeutet, dass ein separater Mac, PC oder DVD-Player für DVDs nötig ist, die Sie in derselben Umgebung gern sehen möchten. In unseren Augen sollte das iTV die Rolle eines hoch entwickelten Medienadapters übernehmen, und daher wäre es schön, wenn man mehr Geräte daran anschließen könnte, so dass nur sein Ausgang mit Ihrem Fernseher und Stereosystem verbunden würde.
Fragen, deren Beantwortung wir in den kommenden Monaten erwarten, sind ob das iTV Video und Audio von allen Computern eines lokalen Netzwerkes sammeln kann oder ob iTunes Store-Autorisierungen und die irritierende Beschränkung, wie viele unterschiedliche Anwender sich mit einer iTunes-Kopie in einer gegebenen 24-Stunden-Periode verbinden können, dem Grenzen setzen. Ebenfalls zur Diskussion steht, wie mehrere iTVs in einer Wohnung verwaltet würden - wir erwarten, dass sie per Name adressierbar sind, genau wie AirPort Express und ihre Musikstreaming-Fähigkeit.
von Glenn Fleishman <glenn@tidbits.com>
[Dieser Artikel konnte leider nicht übersetzt werden und Sie finden untenstehend deshalb den englischsprachigen Originaltext.]
Moderately buried in Apple's iTV announcement last week was the peculiar fact that the future streaming media adapter offers only component and HDMI (High-Definition Multimedia Interface) video output. These two methods of encoding video seemed a little exotic to me, who only recently upgraded the family 19-inch tube TV (10 years old, and failing) to a 20-inch Dell LCD with DVI and what I considered standard video input - a single round plug.
<http://en.wikipedia.org/wiki/Component_video>
<http://en.wikipedia.org/wiki/HDMI>
But I'm just out of sync with the rest of the consumer video world, as I suspect many of you are, too. HDMI, I knew, is common on almost all high-definition television (HDTV) sets; it's a superset of the DVI (Digital Video Interface) standard used for external displays. HDMI incorporates comprehensive audio support that DVI lacks, and using a separate standard, it can encrypt digital video and audio to transmit from one licensed device to another, such as between a DVD player and an HDTV set. This is a part of movie studios' and other video copyright holders' digital rights management (DRM) requirement for "allowing" digital copies of their work to be distributed. (All home entertainment equipment with HDMI interfaces deliver the highest resolutions of digital content using encryption. Non-restricted analog outputs are purposely downsampled or degraded to eliminate copying. There are efforts afoot to block unrestricted use of these analog outputs from digital devices, too!)
<http://en.wikipedia.org/wiki/High-Bandwidth_Digital_Content_Protection>
<http://www.eff.org/deeplinks/archives/004106.php>
Component video is analog, but considered quite high in quality. In consumer component video, three separate video cables carry the signal. One carries luminance information, which is a combination of brightness (the amount of light energy) and detail. Another cable carries the red component without the luminance values, and a third carries blue minus luminance. Green is inferred from the three components. Because of this separation, images are crisper with more accurate color.
Composite video is what we're all used to, in which chrominance (color) and luminance are combined, forming something that's rather muddy in comparison, but which uses a single cable. This encoding method is the U.S. NTSC standard, which has long been referred to as "Never The Same Color" for its erratic fidelity. The other dominant standard elsewhere in the world is PAL, which is similar.
Although I purchased a relatively recent LCD monitor designed to play video, it turns out that I was already behind the times (though in my defense, my Dell is a computer monitor that I'm using as a television, not a dedicated LCD TV). I checked prices at Crutchfield, a well-regarded online audio/video store, and their least-expensive LCD television set - a $350 15-inch Samsung - supports composite and component video, as well as S-Video and VGA (listed as "PC Input"). (S-Video uses a plug similar to that found on the old ADB (Apple Desktop Bus) keyboard and mouse cables, and is better than composite but not nearly as good as component.)
<http://www.crutchfield.com/S-PiHNqzs6GDH/cgi-bin/ProdView.asp?g=146350&I=305LNR1550>
To check on pricing for a TV with HDMI, I used Crutchfield's link to narrow choices to just displays with that interface; it must be a common search request. Their least-expensive HDMI-bearing set is a Westinghouse 27-inch LCD HDTV for $700; it includes HDMI and two separate component video inputs, composite and S-Video, DVI, and VGA.
<http://www.crutchfield.com/S-PiHNqzs6GDH/cgi-bin/ProdGroup.asp?g=146350&nvpair=AG%5FGeneral%5FFeatures%7CYCHDMI%5FInputs>
<http://www.crutchfield.com/S-PiHNqzs6GDH/cgi-bin/ProdView.asp?g=146350&I=647LTV27W6>
While these aren't expensive options, if you already own a perfectly good TV receiver or LCD monitor for video playback, why buy a new set? Wouldn't a converter work? Unfortunately, no. There's ostensibly no legal way to unwrap the encryption from an HDMI stream and extract the digital content to encode in different ways, such as DVI. Thus, you won't find an adapter for that - and any adapter would require a computer to handle decryption and re-encoding. Component-to-composite conversion, whether S-Video or the single-plug RCA style, requires an NTSC or PAL encoder to change out the video encoding. I've found units for professionals starting over $300, which makes little sense for home users.
Apple has definitely aimed the iTV at early adopters, and it will push some people with older sets over the edge to buy newer ones with the appropriate inputs. That will make consumer electronics makers happy, too, and for all we know Apple is planning an iHDTV that will work directly with the iTV and other products. Remember that most devices called set-top boxes are also TV and cable tuners.
There's another factor at work here, too, which is that component and HDMI encoding make it difficult for an average consumer to extract and record digital video outside of Apple's DRM approach in iTV. Spending some money enables you to record from the component outputs at a decent quality - unless there's some kind of Macrovision or other watermarking code that will be sent out to distort or prevent analog component recording.
<http://en.wikipedia.org/wiki/Macrovision>
But iTV has encoded in its hardware design the notion that, unlike audio, there are a couple of approved and specific ways of viewing video from the adapter. Not including composite output is likely Apple's way of providing yet another sop to the industry that they must simultaneously court and cajole into releasing more digital content to a wider audience.
von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
[Übersetzung: Hartmut Greiser <linarte.post@gmail.com>]
Dieser iPhoto-Trick ist wirklich merkwürdig, er funktioniert aber. Einem Tipp in MacOSXHints.com zufolge kann iPhoto 6 die einzelnen Fotos auf einigen Digital-Kameras und Speicherkarten sofort und direkt erkennen. Man muss nur die Kamera mit dem Mac verbinden oder eine Speicherkarte in einen Kartenleser einlegen. Im Importbildschirm von iPhoto klickt man dann nicht auf den Import-Button, sondern man betätigt zweimal die Eingabetaste. iPhoto wechselt dann nach einem Moment in den Bearbeitungs-Modus und zeigt die Fotos aus der Kamera oder der Speicherkarte anstelle der Bilder in der iPhoto-Bibliothek. Mit der Escape-Taste wechselt man von hier in den Organisations-Modus, in dem leere Thumbnails angezeigt werden. Über einen Doppel-Klick lädt man sie jeweils wieder in den Bearbeitungs-Modus.
<http://www.macosxhints.com/article.php?story=20060811032250907>
Diese Fotos lassen sich nicht bearbeiten, man kann aber - wenn man "Fotos bearbeitenÓ im iPhoto-Hauptmenü benutzt - die leeren Thumbnails in die Bibliothek ziehen und auf diese Weise die Fotos selbst importieren. Leider verschwinden bei einigen Kameras und Speicherkarten die Fotodaten (meine trugen das Datum 31.12.00), damit ist es kein guter Ersatz für Apples eigenes Hilfsprogramm Image Capture für den selektiven Import, etwas, das man bei iPhoto peinlicherweise lange entbehren musste.
Es ist völlig in Ordnung, dass die Thumbnails nicht zu sehen sind, da iPhoto beim Import von Fotos normalerweise ja eigene Thumbnail-Dateien erstellt und dieser Schritt noch nicht vollzogen ist. Es spricht nichts dagegen, eine Technik wie die in Image Capture einzusetzen, die Thumbnails vor dem Import anzeigen kann. Vielleicht bekommen wir ja mal eine Programmergänzung für selektive Importe zu sehen, die es für iPhoto 6 nicht mehr geschafft hat.
Falls Apple sich für unsere Meinung interessiert - der selektive Import sollte so funktionieren: sobald der Nutzer seine Kamera anschließt oder eine Speicherkarte einsetzt, sollte iPhoto wie immer starten und den Import-Bildschirm zeigen. Es sollten jedoch alle Thumbnails von Fotos und Filmen auf der Kamera angezeigt werden. Ein Klick auf den Import-Button sollte weiterhin alles importieren (und der Nutzer sollte nicht gezwungen sein, auf die vollständige Darstellung aller Thumbnails zu warten, bevor er auf Import klicken kann). Der Nutzer muss allerdings auch beliebige Fotos auswählen und sie per Drag und Drop in die Bibliothek oder in ein Album importieren können. Bei einem späteren kompletten Import müsste iPhoto - so wie jetzt auch - merken, dass es wegen eines früherem Importes zu Doppelungen kommt und diese dann klären helfen.
von Glenn Fleishman <glenn@tidbits.com>
[Übersetzung: Almut Pabel <sebalpa@web.de>]
Der Schicksal des Webdesign- und Bearbeitungsprogramms GoLive ist besiegelt: das Programm wurde jetzt von der Creative Suite entfernt. Creative Suite ist das Anwendungspaket von Adobe für Druck und elektronische Produktion. Dreamweaver 8 wird GoLive CS2 in der Version 2.3 von Creative Suite ersetzen, es ist gleichwohl aktualisiert worden und enthält nun Acrobat 8 Professional. Dies wurde heute bekannt gegeben und im November wird es verschickt. Adobe erwartet das Paket CS 2.3 im vierten Quartal 2006 herausgeben zu können.
<http://www.adobe.com/aboutadobe/pressroom/pressreleases/200609/091806CreativeSuite.html>
Adobe erwarb Dreamweaver als Teil der Fusion von Adobe mit Macromedia im letzten Jahr. Dreamweaver wurde schon lange als Werkzeug der Wahl für die Erstellung interaktiver Websites angesehen, es beinhaltete eine reiche Auswahl an Medien, Datenbanken und die Scripts von PHP [Anmerkung: Hypertext Preprocessor -- eine Skriptsprache an Java bzw. Perl angelehnt]. GoLive wurde von solchen Anwendern bevorzugt, welche die Integration mit Photoshop mochten, die direkte Unterstützung für Verlinkung innerhalb Acrobat und die Erstellung von PDF - und natürlich die einfache Handhabung.
Im Juni beschrieb ich ein Leck, das aufgetreten war als ein Adobe-Produktmanager sagte, dass es beides - GoLive und das Illustrationsprogramm FreeHand nicht mehr geben würde. Nach vielen Forschungen durch drei Sprachen hindurch und nach einer Erklärung von Adobe ist jedoch klar, dass GoLive und FreeHand nicht Teil von Adobes Kernprogrammen sein werden, aber trotzdem weiterentwickelt werden. (Die heutige Ankündigung enthält keine Neuigkeiten über FreeHand.)
<http://www.tidbits.com/tb-issues/lang/de/TidBITS-de-832.html#Artikel1>
Adobe sagt, dass GoLive als eigenständiges Programm weiter entwickelt werden wird. Allerdings ist es unklar welche Anwender es ansprechen soll. Glaubhafte Gerüchte gehen dahin, dass GoLive vielleicht umgearbeitet wird, um auf einem für Einsteiger freundlicheren Niveau Websites gestalten zu können.
Die andere Aktualisierung bei Creative Suit ist die Aktualisierung von Acrobat, jetzt neu in Version 8, in welcher auch eine Reihe neuer Funktion angeboten werden. Diese neue Ausstattung entspricht allerdings einem Griff in die Ramschkiste, wobei vieles von dem nur für Leute aus speziellen Berufszweigen interessant ist. Bemerkenswert ist die Fähigkeit der automatischen Entfernung aller verstecken Metadaten, Layers und anderer sonst unsichtbaren Informationen. Diese konnten früher mehr offenbaren, als gewünscht wurde. Auch gibt es "Redaktions"-Funktionen, die Texte und Bilder von PDF-Dateien permant abdecken und löschen können. Acrobat 8 Professional erlaubt Arbeitsgruppen PDFs zu kommentieren und zu markieren.
<http://www.adobe.com/aboutadobe/pressroom/pressreleases/200609/091806Acrobat.html>
<http://www.adobe.com/products/acrobatpro/upgrade_customer.html>
Adobe hat der letzten Version der Applikation Macromedia Breeze den Acrobat-Namen drangehängt und sie heisst neu "Acrobat Connect". Connect ist eine Konferenz-Anwendung, ungefähr wie WebX oder NetMeeting. Es unterstützt alle Arten von Medien: PDF, Bilder, Video, welche so zwischen allen Teilnehmern ausgetauscht werden können. Die Basisversion erlaubt die Teilnahme von bis zu 15 Personem übers Internet mit eingeschränktem Gebrauch der Medien. Die Profi- Version kann direkt auf einem Server des Unternehmens installiert werden und hat keinerlei Beschränkungen der Teilnehmerzahl. Die professionelle Version bietet die volle Auswahl an Formaten, hat "Voice over IP" und eine Vielzahl an Auswertungs-Werkzeugen. Die erste Version von Connect kommt im November heraus, zusammen mit dem Rest der Acrobat-Familie, die Profiversion wird im Dezember erwartet.
<http://www.adobe.com/products/acrobatconnect/>
Creative Suite 2.3 kostet 1'200 US$ als Premium Edition und enthält Acrobat 8 Professional und Dreamweaver. Die Anwender, die schon mit CS2 arbeiten, können eine Aktualisierung für 160 US$ kaufen. Besitzer von älteren Versionen oder Editionen von Creative Suite müssen 550 US$ für eine komplette Aktualisierung bezahlen. Acrobat 8 Professional wird einzeln 450 US$ kosten, Aktualisierungen für ältere Versionen kosten 160 US$. Acrobat 8 Standard gibt es bereits für 300 US$, hier kostet die Aktualisierung von älteren Versionen 100 US$. Acrobat Connect wird 40 US$ pro Monat pro Anwender für die gehostete Version kosten. Die Preise für die Profiversion sind noch nicht bekannt. Acrobat Connect bietet ein kostenloses Demoangebot, das von der Veröffentlichtung Ende Jahr zu haben sein wird.
Runder Tisch der Mitarbeiter -- Wir versuchen gerade eine etwas andere Sache mit diesem Artikel zu machen. Es gelang uns nicht nur eine Person in diesen Artikel zu integrieren, sondern wir entfachten nach einer solchen Verlautbarung eine regelrechte interne Diskussion. So dachten wir, wir lassen Sie an unseren viel bissigeren Gedanken und Kommentaren teilhaben. Glenn und Jeff haben maßgebliches Hintergrundwissen über GoLive, sie haben drei Editionen über "Real World Adobe GoLive" geschrieben, während Adam eine Menge Zeit mit Acrobat Professional verbracht hat, um für Take Control an PDF-Dateien herumzutüfteln.
<ftp://ftp.tidbits.com/info-mac/info/real-world-golive-6.hqx>
[Glenn Fleischman]: Trotz einer extrem talentierten Gruppen Menschen, die GoLive entwickelt haben seit der CyberStudio-Zeit und vor der Akquisition durch Adobe, hat das Programm sich seit Herausgabe von 6.0 sechs Jahre zuvor nur zögerlich entwickelt. Und es hat seine Position gegenüber Dreamweaver nie mehr zurück erobern können. Dreamweaver ließ GoLive hinter sich durch das integrierte Handling mit Skripts und Datenbanken, während GoLive mit diesen Aufgaben nur schlecht zurecht kam. GoLive 6 enthielt einige Datenbank-Integrationsfunktionen und Skript-Vorschauprogramme, die in GoLive CS allesamt verschwunden sind - zusammen mit der Hoffnung, jemals mit Dreamweaver konkurrieren zu können. Seit 2002 ist klar, dass das Adobe-Management substantiell weniger Mittel in GoLive stecken wird, als Macromedia es mit Dreamweaver tat. GoLive war niemals ein Flagschiff-Produkt von Adobe, während Macromedia Dreamweaver Seite an Seite mit Director und Flash positionierte - als wichtiges Werkzeug.
Auch für Acrobat wird es schwieriger, neue Tricks zu lernen, so wie für jedes andere ausgereifte Produkt. Adobes Absicht lag in den letzten Jahren darin, das Hauptaugenmerk auf die Weiterentwicklung des Arbeitsablaufes in Druckproduktionen zu legen, in denen eine PDF-Datei nicht ein Zwischenprodukt ist, sondern das Endprodukt. Auch die Zusammenarbeit in Arbeitsgruppen, in denen es nötig ist Kommentare und Hypertexts innerhalb PDF-Dateien machen zu können, war im Fokus von Adobe. Die Version 8 fährt auf dieser Schiene weiter, aber sie scheint nur noch wenig bemerkenswertes anzubieten, außer die verbesserten Sicherheitsfunktionen.
Man könnte die "Redaktions"-Funktion folgendermaßen benennen: "oops, wir dachten es wäre ein Sharpie". Viele Dokumente sind von Microsoft Word in eine PDF-Datei konvertiert worden, wobei heikle Zeilen geschwärzt wurden. Aber viele Acrobat Professional-Anwender konnte die schwarzen Markierungen entfernen und den darunter liegenden Text sichtbar werden lassen. Jetzt nicht mehr. Entsprechende Teile werden nun von der PDF gänzlich entfernt.
[Jeff Carlson]: Ich denke, GoLive ist tot, entsprechend Adobes Worten. Während Adobe mit der Ankündigung über weitergehende Entwicklung fortfährt, ist jedoch das Trennen von GoLive aus der Creative Suite ziemlich sicher der Todesstoß für das Programm. Die meisten Leute benutzen es, weil es ein Teil der Creative Suite ist (wobei einige davon nur aus Trägheit daran kleben bleiben). Soll heißen, dass ich sicher bin, dass einige Designer an GoLive hängen (vorausgesetzt es wird aktualisiert und nicht in irgendwas anderes verwandelt), weil sie mit GoLive vertraut geworden sind, sie haben Vorlagen damit erstellt und sie haben die Funktionsweise begriffen - was eine bedeutungsvolle Meisterleistung ist. Wenn ich allerdings mit GoLive Geld verdienen wollte, würde die heutige Bekanntmachung meinen Entschluss, zu Dreamweaver zu wechseln, besiegeln.
[Adam C. Engst]: Ich bin an GoLive und Dreamweaver eigentlich nicht interessiert, weil ich schon vor langer Zeit gemerkt habe, das es genau so viel Zeit braucht, diese zwei Programme und HTML und CSS zu lernen, wie mit BBEdit oder dem Texteditor meiner Wahl zu arbeiten. Was mich jedoch mehr interessiert ist die Verlautbarung von Acrobat 8, weil wir uns vollkommen auf Acrobat beim Schreiben unserer Take Control E-Bücher verlassen. Es hört sich so an, als wolle Adobe das Interface von Acrobat vereinfachen und die Hilfsmittel für die Zusammenarbeit weiter ausbauen. Das klingt gut, aber ich halte mich mit meiner Beurteilung reserviert zurück, so lange bis ich sehe, dass alle noch im Detail steckenden Teufel ausgetrieben worden sind.
Die Benutzung von Acrobat Professional bei der Arbeit mit PDFs ist eine harte Arbeit mit fortwährender Irritation. Zum Beispiel: wenn man eine Linie auf verlinkten roten Text am unteren Rand einer jeden Seite hinzufügen möchten - wie ich es mache beim Erstellen von Beispielen für unsere E-Bücher - kann ich eine Fußzeile ziemlich leicht gestalten. Aber ich muss die Farbe einer jeden Linie manuell in Rot verändern (weil Acrobat keine Farben für den Text in der Fußzeile bereitstellt). Außerdem muss ich einen kopierten Link manuell einfügen und ihn platzieren, weil eingefügte Links immer in der Mitte der Seite erscheinen anstatt in der gleichen Ausrichtung wie im kopierten Link des ursprünglichen Textes.) Ist es ein Wunder, dass die Leute solch lausige PDFs erstellen, wenn das hervorragende Werkzeug für die Arbeit mit PDFs solch einfache Aufgaben so schwierig macht? Ich drücke Adobe die Daumen dafür, dass sie es mit Acrobat 8 besser hinbekommen, aber ich kann es mir eigentlich nicht mehr vorstellen, angesichts der vielen Jahre in denen es so schlecht geblieben ist.
[Glenn Fleishman]: Adams fehlendes Interesse an graphischen Schriftarten für die Erstellung von Websites und deren Management beleuchtet einen der hauptsächlichen Gründe, warum es bei Dreamweaver so gut gelungen ist. Die meisten Websites sind nicht mehr eine zufällige Kollektion von individuell erstellten Seiten. Gleich wie bei TidBITS und unserer Web Crossing-Lösung und auch bei den meisten Blogs werden die Seiten anhand datenbankgestützter Vorlagen konstruiert. Die Vorschau einer solchen Seite ist ausserhalb spezieller Werkzeuge sehr schwierig. Dreamweaver hat eine vernünftige Unterstützung für die Vorschau von geskripteten Webseiten, aber auch das ist noch ausbaufähig. Ein wirklich nützliches Webdesign-Programm bietet nicht nur die Fähigkeit, Vorlagen zu schreiben und als Vorschau anzuzeigen - GoLive CS2 hat begrenzte Unterstützung für das Format von "Movable Type" - sondern bietet eine einfache Möglichkeit zum Erstellen von eigenen Bausteinen, die z.B. mit Programmen wie Web Crossing zusammenarbeiten können (das jedoch nicht beliebt genug ist, um direkt vom Programm unterstützt zu werden). Mit dieser Art von Unterstützung kann man die Leistung eines visuellen Editors haben, der mit CSS zurechtkommt und die Beständigkeit innerhalb aller Seiten einer Website sicherstellt und gleichzeitig die Möglichkeit bietet, mit eigenen Vorlagen zu arbeiten.
Korrektur: Nach der Publikation informierte uns Adobe, dass trotz der Ankündigung in ihrer Pressemitteilung, Dreamweaver in Create Suite 2.3 integriert wird, wenn das Programm später in diesem Jahr herausgegeben wird. Aber GoLive CS2 wird zu dieser Zeit noch nicht aufgegeben. Allerdings werden spätere größere Erweiterungen von GoLive nicht mehr in den neuen Auflagen von Creative Suite enthalten sein.
von Adam C. Engst <ace@tidbits.com>
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Learn More with the "Macworld Mac Basics Superguide" -- It's time for a Mac quiz! (Answers below.)
If you're uncertain as to the answers to any of these questions, allow us to recommend the just-released "Macworld Mac Basics Superguide," a 78-page ebook from Macworld created in part by TidBITS and Take Control authors. Written in a friendly question-and-answer format, the $12.95 ebook helps you find your way in Mac OS X, use the Dock, set System Preferences, set up and switch among user accounts, work with applications and documents, search your Mac, keep your Mac secure, troubleshoot problems, and get started with bundled Mac OS applications. Every Mac user should know (or would at least benefit from knowing) this information.
<http://www.takecontrolbooks.com/mw-mac-basics.html?14@@!pt=TRK-0043-TB847-TCNEWS>
Now, I'm sure some of you are thinking, "But I'm a raging thunder lizard when it comes to Macintosh expertise. I edit plists in pico. Heck, I boot into Open Firmware for fun!" I'm sure that's all true, but unless you're also a tremendously patient and giving thunder lizard, helping all your less-experienced friends and relatives probably takes valuable time away from making sure your Web site validates as XHTML Strict. Point them toward this ebook or buy it for them (there's no nasty DRM that prevents you from buying a copy for someone else), and you won't have to answer a whole slew of entirely reasonable questions about things you learned years ago. (Plus, there's a discount off "Take Control of Maintaining Your Mac" they can use to keep their Macs running more smoothly and further reduce your tech support load.)
Answers:
vom TidBITS-Team <editors@tidbits.com>
[Dieser Artikel konnte leider nicht übersetzt werden und Sie finden untenstehend deshalb den englischsprachigen Originaltext.]
Changing file formats by changing file names -- BBEdit 8.5 can compress a document into gzipped format merely by saving the file with a .gz or .gzip extension. Is this capability a valuable convenience or potentially dangerous meddling? (3 messages)
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/946/>
FTP client comparison? Readers look at the various File Transfer Protocol applications and debate the usefulness of their features. (13 messages)
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/947/>
Building a Mac Media Center -- As a reader prepares to move into a new house, the question of how to set up a second TV and audio system arises. Which hardware to use? And what's up with a Mac version of TiVo2Go? (12 messages)
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/949/>
Microsoft Word Document Compatibility -- To maintain the best compatibility with Windows users running Word, do you need to buy the latest version of Word for the Mac? (13 messages)
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/950/>
Email-only hosting -- Readers suggest email service providers, and also explore hosting options and the problems inherent in email forwarding. (17 messages)
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/951/>
Intelligent agent sites -- Sites that recommend items based on items you've viewed or purchased seem promising, but often end up with mediocre results. Which sites are recommended? (4 messages)
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/952/>
It's Not Your Parents' (or Even Your) Television -- Apple's iTV announcement brings up the limitations imposed by DRM and how the movie studios' attempts to regulate access to their products could continue to turn off customers. (1 message)
<http://emperor.tidbits.com/TidBITS/Talk/953/>
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Übersetzung dieser Ausgabe: Hartmut Greiser <linarte.post@gmail.com>, Sven Kornmann <kornmann@arcor.de> und Almut Pabel <sebalpa@web.de>.
Koordination und Lektorat: Heinz Gnehm <gnehm@infotrax.ch>.
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